Kommentare

Ich bin sehr traurig

Monty Python war ein wichtiger Bestandteil meiner Jugend, ich kenne alle ihre Filme, Episoden von Flying Circus, und habe 'Life of Brian' bestimmt 100mal gesehen, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Alle Darsteller sind mir sehr ans Herz gewachsen, der Tod von Terry Jones betrübt mich zutiefst. Demenz ist eine so scheckliche Krankheit da man den Menschen schon vor seinem eigentlichen Tod verliert. Möge er in den Komikerhimmel kommen - always look on the bright side of death. Machs gut !

Traurig

Obgleich es schon seit Jahren still um ihn geworden war, war Terry Jones als wichtiger Teil der Monty Pythons doch stets präsent - ein Trost, dass er durch viele unvergessliche Szenen ewig weiterleben wird - ebenso wie seine großartigen Mitstreiter. Dennoch ein großer Verlust - Ruhe in Frieden - farewell, Terry Jones!

Symbole der Aufklärung

Auch über 40 jahre später, wäre der Dreh eines Filmes wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde. Den Film würde der deutsche Staat verbieten.

Filme wie "Das Leben des Brian" sind nicht nur lustig, sie leisten auch einen wichtigen zivilisatorischen Beitrag.

Die Mutter von Brian

was habe ich Monty Python immer gerne gesehen und den skurrilen Humor geschätzt! Danke für die lustigen Stunden Terry Jones und ruhe in Frieden.

Gelenkte

"Auch über 40 jahre später, wäre der Dreh eines Filmes wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde. Den Film würde der deutsche Staat verbieten."

Ach nee, warum konnte man ihn denn überall in Deutschland sehen? In Kinos, TV, Videos?
Nennen Sie doch bitte mal ein paar Filme, die in Deutschland nicht gedreht werden durften? Zur Not gebe ich mich auch mit Filmen zufrieden, deren Aufführung hierzulande verboten wurden.

TJ starrt uns auch in

TJ starrt uns auch in Jabberwocky mit seinen großen Augen an - wie, zeigt uns mediathekartig Arte.tv; alledings bekommt er hier schnell, schon in seinen ersten Szenen sehr viel von seinem Körperfleisch abgebissen, weil er ein Walddieb ist, und im finsteren Wald noch ein anders Wesen sich herumtreibt. Armer TJ.

/// Am 22. Januar 2020 um

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Am 22. Januar 2020 um 17:41 von Gelenkte-Dem-DE
Symbole der Aufklärung

Auch über 40 jahre später, wäre der Dreh eines Filmes wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde. Den Film würde der deutsche Staat verbieten.

Filme wie "Das Leben des Brian" sind nicht nur lustig, sie leisten auch einen wichtigen zivilisatorischen Beitrag.///
.
Das ist Quatsch. Der Film ist in Deutschland nicht " verboten ". Warum sollte er auch ? Im übrigen, es gibt keine " geschützten Ansichten ".

re gelenkte-dem-de

"Auch über 40 jahre später, wäre der Dreh eines Filmes wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde. Den Film würde der deutsche Staat verbieten."

Ihre Dauerpropaganda gegen Deutschland und was es angeblich von den "freiheitlichen Demokratien" (an der Spitze Ihrer Liste: Trumps USA) unterscheidet, sollte nicht auch noch versuchen, hierzulande Filmverbote zu unterstellen.

@ 18:03 von harpdart

Ach nee, warum konnte man ihn denn überall in Deutschland sehen? In Kinos, TV, Videos?

Ich sprach von: "Filme wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde."

§ 166 Strafgesetzbuch verbietet die Beschimpfung von Bekenntnissen "die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören".

Wird auf eine Satire mit Gewalt reagiert, würde die Bundespublik Deutschland die Satire verbieten. Steht im Gesetz.

rer Truman Welt

Es sind die wahrhaft kreativen Geister ihrer Generation, welche nun nach und nach abtreten (werden). Es tut so weh wie uns deren/Ihr Humor uns so zum Lachen und damit Lebensfreude gebracht hatten. Sie werden dieser unseren Welt fehlen.

17:41, Gelenkte-Dem-DE

>>Auch über 40 jahre später, wäre der Dreh eines Filmes wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde. Den Film würde der deutsche Staat verbieten.<<

Würde er das?

Auf welcher gesetzlichen Grundlage denn?

Was sind geschützte Ansichten?

Geschützt wodurch?

Sie wissen, daß der Film, seit es ihn gibt, in Deutschland sehr beliebt ist, daß ihn so gut wie jeder kennt?

Daß er nie verboten war und es auch heute nicht ist?

18:17, Gelenkte-Dem-DE

>>§ 166 Strafgesetzbuch verbietet die Beschimpfung von Bekenntnissen "die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören".

Wird auf eine Satire mit Gewalt reagiert, würde die Bundespublik Deutschland die Satire verbieten. Steht im Gesetz.<<

Ich glaube kaum, daß ein Richter Ihre Auslegung dieses Gesetzes teilt.

re gelenkte-dem-de

"§ 166 Strafgesetzbuch verbietet die Beschimpfung von Bekenntnissen "die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören".

Wird auf eine Satire mit Gewalt reagiert, würde die Bundespublik Deutschland die Satire verbieten. Steht im Gesetz."

Von vorn bis hinten falsch.

Erstens gilt die Strafandrohung demjenigen, der eine Tat begeht, und verpflichtet nicht den Staat, die Begehung der Straftat vorbeugend durch Verbot zu verhindern.

Zweitens gibt es einen riesigen Interpretationsspielraum für die Justiz, wann eine Beschimpfung von Bekenntnissen vorliegt, und ob was geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Und drittens sollten Sie lieber in Ihren Kreisen die Kenntnis von $ 166 Abs. 2 verbreiten, wonach bestraft wird, wer ... eine ... Religionsgemeinschaft... ihre Einrichtungen oder Gebräuche beschimpft etc . etc.

@ 18:39 von karwandler

Erstens gilt die Strafandrohung demjenigen, der eine Tat begeht, und verpflichtet nicht den Staat, die Begehung der Straftat vorbeugend durch Verbot zu verhindern.

Filmemacher zu bestrafen, ist im Endeffekt das Gleiche.

Zweitens gibt es einen riesigen Interpretationsspielraum für die Justiz, wann eine Beschimpfung von Bekenntnissen vorliegt, und ob was geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

So ist es. Sehr viel Spielraum für eine politische Entscheidung.

Ist auch nicht nur meine Meinung.
Der Podcast "Einspruch" in der FAZ behandelte dieses Thema in Folge 49 unter "Blasphemie auch in Deutschland strafbar".

18:21, Meinung zu unse... rer Truman Welt

Ja, er wird sehr fehlen.

Ein großer Verlust.

Mein Beileid an die Familie.

Schade

Gelenkte dem de

Wo bleiben Ihre Beispiele für Dreh- oder Aufführverbote?
Ich erinnere an "Das Gespenst" von Herbert Achternbusch, dem vor allem von CDSU Blasphemie vorgeworfen wurde. Nicht verboten.
Eines von vielen Beispielen.

re gelenkte-dem-de

"Erstens gilt die Strafandrohung demjenigen, der eine Tat begeht, und verpflichtet nicht den Staat, die Begehung der Straftat vorbeugend durch Verbot zu verhindern.

Filmemacher zu bestrafen, ist im Endeffekt das Gleiche."

Dann präsentieren Sie doch mal die Liste der Filmemacher, die in unserem "Polizeistaat" bestraft oder eingeschüchtert wurden.

"Ja, er wird sehr fehlen. Ein großer Verlust"

In der Tat. Terry Jones und der ganze wunderbar anarchische, typisch britische Humor von "Monty Python's Flying Circus".

Nachtrag

zu Achternbuschs "Das Gespenst" (1982):

Tatsächlich war diesem Film zunächst von der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) zunächst die Freigabe versagt worden, dann wurde diese Entscheidung jedoch korrigiert. In der Schweiz (!) und in Österreich wurde der Film verboten, in Ö gar beschlagnahmt.

R. I. P. Terry Jones

Auch ich bin mit den Monthy Python aufgewachsen.

Diese Truppe hat mir den englischen Humor näher gebracht, und war auch sonst meinem geistigen Wohlbefinden sehr zuträglich.

... lieber Terry, mach dir nichts draus, "ist doch nur eine Fleischwunde"

Ruhe in Frieden und danke für die vielen fröhlichen Stunden.

Tieftraurig

Wer kennt nicht Terry Jones als Brian's Mutter.....

Aber er hatte viel mehr zu bieten.
Ich erinnere mich an die Doku "Terry Jones im Mittelalter" wo er humoristisch mit Mythen jener Zeit aufräumte.

Ja, es ist immer sehr

Ja, es ist immer sehr schmerzhaft, wenn Menschen sterben, die einem selbst so viel bedeuteten. Monty Python mit allen Mitwirkenden war einzigartig, britischer, schwarzer Humor vom allerfeinsten. Da fühle ich mich, als ob ein Teil meines eigenen Lebens weggebrochen ist.
RIP

@ 19:06 von harpdart

Wo bleiben Ihre Beispiele für Dreh- oder Aufführverbote?

Strafgesetze entfalten eine abschreckende Wirkung.
Das hätte ich auch anfangs besser formulieren können. Statt "verbieten", wäre: "Filme verhindern durch Androhung der Bestrafung der Filmemacher" treffender gewesen.

Erschwerend kommt noch dazu, § 166 Strafgesetzbuch belohnt Gewaltbereitschaft gegen Satire und Satiriker, weil die Urheber der Satire bestraft werden, wenn es zu Gewalt kommt.

Spam with eggs - spam with

Spam with eggs - spam with spam, spam...

Die Abrissbirne gegen den deutschen Humor in den späten 60ern. War bitter nötig. Wenn ich heute die Marx Brothers neben der "Feuerzangenbowle" sehe, tut sich eine ähnliche Kluft auf. Daß sie diese Qualität in ihren letzten Shows vor ein paar Jahren nochmal toppen konnten trotz oder gerade wegen der bereits oft gesehenen Nummern, hat mich damals verblüfft und gleichzeitig so etwas wie Gewissheit gegeben, daß man auch mit 70 und mehr gut aussehen kann mit einer Torte im Gesicht.

re gelenkte-dem-de

"Erschwerend kommt noch dazu, § 166 Strafgesetzbuch belohnt Gewaltbereitschaft gegen Satire und Satiriker, weil die Urheber der Satire bestraft werden, wenn es zu Gewalt kommt."

Hören Sie doch mal auf mit Ihrer Paragraphenverdrehung.

Wenn es zu Gewalt kommt, wird die Gewalttat bestraft. Ob ein Film per § 166 die öffentliche Ordnung gefährdet ist eine Frage der Würdigung des Films, ungeachtet der Reaktionen darauf.

Und Ihre Liste der nach § 166 bestraften Filmemacher ist immer noch ein leeres Blatt und wird eins bleiben.

Monty Python

Es haben schon Heerscharen von Juristen versucht, sich in die Auslegung der Par. 130, 166 StGB zu diesem Thema zu verbeißen.
Die aktuellen Regelungen im Strafrecht stellen zu Recht darauf ab, dass der öffentliche Frieden zu schützen ist, nicht das religiöse Empfinden oder die (stets diskutablen) Inhalte einer Religion (oder sonstigen Weltanschauung).
Sogenannte Gotteslästerung ist nicht (mehr) strafbar, genauso wenig die Beschimpfung sonstiger oder atheistischer Zeitgenossen wegen derer abweichender Ansichten.
„Gott-sei-Dank“ sozusagen, möchte man sagen.

@ 20:11 von karwandler

Und Ihre Liste der nach § 166 bestraften Filmemacher ist immer noch ein leeres Blatt und wird eins bleiben.

Die Abschreckung wirkt. Die doppelte Gefahr der Bestrafung und die der Gewalt. Angesichts der Situation, kann man traurigerweise verstehen, dass Filmemacher es lieber lassen und sich nur in dem künstlerischen Bereich bewegen, wo das Duo Strafgesetz und potenzielle Gewalttäter es erlauben.

Ein Trauerspiel für die Kunstfreiheit.

Thank you Terry Jones...

"...What is meant by: "We mustn't give in to the terrorists"? We gave in to them the moment the first bombs fell on Afghanistan. ..."
(Terry Jones 2009)

I am sure you will plant a larch with the Messiah now... :)

Thank you for everything...
RIP...

Rat pudding

Woman:
Well there's rat cake ... rat sorbet... rat pudding... or strawberry tart.

Man:
Strawberry tart?!

Woman:
Well it's got some rat in it.

Man:
How much?

Woman:
Three, rather a lot really.

Man:
... well, I'll have a slice without so much rat in it.

Terry, ich werde Dich vermissen! R.I.P.!

Etwas für die Ewigkeit

Terry Jones wird als Bestandteil der Monty Python Truppe immer Kult sein und unvergessen bleiben. Welch schönes Vermächtnis - die Menschen zum Lachen zu bringen. Immer und immer wieder.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich die ersten Episoden vom Flying Circus sah, aus dem Lachen und auch aus dem Staunen nicht mehr heraus kam: wieviel Kreativität und Mut musste man haben, um so etwas auf die Beine zu bringen: Pfützen, die interviewt werden, ein Ministerium für alberne Gangarten oder Anne Elks umwerfend plausible Dinosauriertheorie...
Danke, tausendmal Dank den Wegbereitern der skurrilen Komik, und Ruhe in Frieden, Terry!

@ Gelenkte-Dem-DE

Wird auf eine Satire mit Gewalt reagiert, würde die Bundespublik Deutschland die Satire verbieten.

Warum sollte man auf Satire mit Gewalt reagieren? Außerdem kann ein Staat die Satire nicht verbieten, Satire ist durch die Freiheit der Kunst geschützt.

@ Gelenkte-Dem-...

Auch über 40 jahre später, wäre der Dreh eines Filmes wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde. Den Film würde der deutsche Staat verbieten.

Einen solchen Film könnte "der deutsche Staat" nicht verbieten. Das ist rechtlich gar nicht möglich. Außerdem gibt es im deutschen Recht keine "geschützten Ansichten". Der Begriff existiert rechtlich gesehen gar nicht.

Ich bin Jurist und kann das aus meiner Kenntnis heraus beurteilen.

@ Gelenkte-Dem-DE

Ist auch nicht nur meine Meinung.
Der Podcast "Einspruch" in der FAZ behandelte dieses Thema in Folge 49 unter "Blasphemie auch in Deutschland strafbar".

Wenn Sie sich den Podcast mal bitte selbst ansehen, kommen Sie zu einer anderen Ansicht über die deutsche Justiz. Satire wird in Deutschland nicht vom Strafrecht verfolgt.

Monty Python hat mir nie

Monty Python hat mir nie gefallen.
Trotzdem mein Beileid.

Ich habe nicht oft...

... einen so kontroversen Diskurs über Gesetze und mehr im Rahmen einer Todesmeldung im Zusammenhang mit dem Schaffen des Verstorbenen und seiner Partner gelesen...

Ich glaube Terry Jones hätte das genau so für sich gewollt.

Nochmals von meiner Seite aus R. I. P.

@Karwandler: Thaeter und Bildverbote bestehen schon.

Islam & Grüne haben z.B. 1993 die Aufführung von Voltairs Mahomet verhindet, und damit das Ende der Aufklärung eingeleutet.

Das Drama wurde am 10.4.1741 in Lille uraufgeführt. Es folgten nur drei weitere Aufführungen in Paris an der Comédie Française. Trotz des großen Publikumserfolgs wurde das Stück nach heftigen Interventionen des kirchlichen Zensors Crébillon und der Jansenisten auf Anordnung des Generalstaatsanwaltes Kardinal Joly de Fleury vom 13. Aug 1742 vom Spielplan genommen. Fleury war von den Reaktionen des Publikums aufs äußerste beunruhigt. Er begründete die Zensur damit, dass das Stück eine Ungeheuerlichkeit voller Schändlichkeiten, Ruchlosigkeiten, Unglauben und Gottlosigkeit sei. Das Drama blieb in Frankreich bis 1751 verboten.

1993 sollte das Drama im Rahmen der Feiern zum 300. Geburtstag Voltaires in Genf aufgeführt werden. Der grüne Kulturminister des Kantons Genf, Alain Vaissade und der "Islamwissenschaftler" Tariq Ramadan, verhinderten die Aufführung.

Der britische Humor ...

... insbesondere der von Monthy Python, ist schon ein besonderer.

Traurig. T. J. ist erlöst.
Danke für diesen Humor.

@Gelenkte-Dem-DE, hören Sie endlich mit diesen Behauptungen auf, das grenzt ja schon an Verschwörungstheorie. ("...Die Abschreckung wirkt...")
In diesen M.P.- Filmen wird niemand und kein Bekenntnis beschimpft.
Und selbst nicht-satirische Filme/Bücher, die vom Vatikan auf den Index kamen, sind in D nicht verboten.
Gruß aus Leipzig.

R.I.P.

Wie vergänglich die Welt doch für jeden ist und wenn jeder dessen doch bewusster mal wäre, dann hätten wir wohl eine erträglichere Welt.

@ 21:07 von Antonio Pedron

Einen solchen Film könnte "der deutsche Staat" nicht verbieten.

Mein erster Kommentar war nicht so gut formuliert. Was ich damit gemeint habe, steht in den weiteren Kommentaren.
Es läuft aber aufs gleiche hinaus.

Außerdem gibt es im deutschen Recht keine "geschützten Ansichten". Der Begriff existiert rechtlich gesehen gar nicht.

Im Recht nicht, aber faktisch in der Rechtssprechung schon.

Ich empfehle den Juristen-Podcast "Einspruch" in der FAZ. Dieses Thema findet man in Folge 49 unter "Blasphemie auch in Deutschland strafbar".

@ GamWalter

Islam & Grüne haben z.B. 1993 die Aufführung von Voltairs Mahomet verhindet, und damit das Ende der Aufklärung eingeleutet.

Der Vergleich ist an den Haaren herbei gezogen. Das war wohlbemerkt nicht in Deutschland und nicht in Frankreich. Mahomet gehört nicht zu Voltaires bekannteren Werken und ist heute keineswegs verboten oder von irgend wem zensiert. Es wird nur heute selten gespielt, wie übrigens unzählige andere Werke aus dem Frankreich des 18. Jahrhunderts. Oder nennt mir jemand spontan drei französische Dramen aus dem 18. Jhd.?

Wer Mahomet mit Monty Python vergleicht, offenbart nicht gerade sonderliche Sachkenntnis.

Gelenkte-Dem-DE

Entschuldigung, aber haben Sie irgendwie was falsches geraucht oder getrunken? Anders kann ich mir die reichlich sinnleeren Äußerungen von Ihrer Seite nicht erklären.
In der BRD ist Satiere sehr geschätzt....und sehr geschützt.
Und übrigens reichlich schräg einen Nachruf
(wieder einmal) für tumbes Afd-Pushing zu nutzen... ...aber das kennen die ForistInnen hier ja nun schon zur Genüge von Ihnen...
Gruß

21:27 von GamWalter

Sie leiten also aus einem (!) Fall 1993 (!) in der Schweiz (!), über den man übrigens lesen kann, dass lediglich die Subventionen für die Inszenierung gestrichen worden sind ab, hier nun behaupten zu dürfen, `Islam & Grüne´ hätten das Ende der Aufklärung eingeläutet ?
Und überschreiben das dann noch mit `Theater und Bildverbote bestehen schon.´ ?

Sagen Ihnen die Begriffe Filterblase oder alternative Wahrheit irgendwas ? Oder Hetze ?

Wozu sollte man Humor verbieten?

@ Gelenkte-Dem-DE:

Auch über 40 jahre später, wäre der Dreh eines Filmes wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde. Den Film würde der deutsche Staat verbieten.

Der Film "Leben des Brian" ist doch völlig harmlos. Es hat niemand ein Interesse daran, einen solchen Film zu verbieten, weder früher noch heute. Rechtlich gibt es in Deutschland gar keine Handhabe gegen diese Form des Humors. Warum auch?

Ich habe "Leben des Brian" übrigens zum ersten mal als Jugendlicher im katholischen Jugendzentrum gesehen.

Ooops, das Thema :)

Ich fand Monthy Python auch meistens gut. Wenngleich ich manche Filme recht langweilig fand.
Der Flying Circus ist aber wohl unerreicht, in seiner Skurrilität, aber auch der Art der Kritik an gesellschaftlichen Themen.

Terry Jones... das war "Sie war´s, sie war´s... ähh… er war´s, er war´s", oder ?
Ja, er war´s: Auf jeden Fall witzig.

@ Gelenkte-Dem-DE

Mein Beitrag: Außerdem gibt es im deutschen Recht keine "geschützten Ansichten". Der Begriff existiert rechtlich gesehen gar nicht.

Gelenkte-Dem-DE: Im Recht nicht, aber faktisch in der Rechtssprechung schon.

Klares nein. Kein künsterisches Werk kann in Deutschland verboten werden, weil es "geschützten Ansichten" widerspricht. Ich wiederhole mich, es gibt im deutschen Recht keine "geschützten Ansichten", ergo auch nicht in der Rechtsprechung.
Ich diskutiere darüber auch jetzt nicht weiter. Sie kennen sich in der Materie nicht aus.

re gelenkte-dem-de

In meiner ersten (!) Antwort auf Ihren ersten (!) Kommentar habe ich Ihnen eindringlich geraten, Ihre politische Agenda nicht am untauglichen Objekt abzuarbeiten.

Hätten Sie mal drauf gehört.

Am 22. Januar 2020 um 18:17 von Gelenkte-Dem-DE

>>Ich sprach von: "Filme wie "Das Leben des Brian" in Deutschland unmöglich, wenn die Satire sich gegen geschützte Ansichten richten würde."

§ 166 Strafgesetzbuch verbietet die Beschimpfung von Bekenntnissen "die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören".<<

Hm, aber dennoch wird dieser Film auch heute noch im Fernsehen gezeigt und die Justiz stört sich nicht daran.

Ich erinnere mich übrigens noch sehr genau daran, wie der Film kurz vor der Präsentation in den Kinos einen Aufschrei der Entrüstung hervorrief und diverse Organisationen von der Politik forderten, die Aufführung dieses Films zu verbieten.

"Live of Brian" gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Ich hatte in den 90ern die Gelegenheit, das Drehbuch als Softpaperback Exemplar zu erwerben. Durch das Lesen dieser Ausgabe wurden einige Szenen des Films verständlicher. Auch wenn "Schleudert den Purchen zu Poden!" in meinen Ohren immer noch lustiger klingt als die englische Fassung, schaue ich mir lieber das Original an.

20:48 von mercy

Danke!
Viel spitzer kann Satiere kaum sein!
Danke für diese punktgenaue Ehrung an Terry.
Gruß

@ Gelenkte-Dem

Es wurde definitiv in der BR Deutschland noch niemals ein Film verboten, weil er gegen "geschützten Ansichten" verstoßen hätte.
Was sind überhaupt "geschützten Ansichten"? Gibt es auch "ungeschützten Ansichten"?

Am 22. Januar 2020 um 21:59 von Silverfuxx

"Ich fand Monthy Python auch meistens gut. Wenngleich ich manche Filme recht langweilig fand."
Ich fand einen Film langweilig bzw. nicht so lustig: Der Sinn des Lebens. Vermutlich war ich nicht der Einzige, der das so sah, da es der letzte gemeinsame Film der Truppe war.

@ Gelenkte-Dem-...

An welcher Stelle beschimpft der Film "Leben des Brian" denn Ihrer Meinung nach religiöse Bekenntnisse? Das ist doch völlig harmloser Klamauk. Ich bin sicher, dass sich schon jede Menge Staatsanwälte und Richter den Film angesehen haben. Und haben dabei vermutlich herzlich gelacht.

@ 22:10 von Antonio Pedron

Ich wiederhole mich, es gibt im deutschen Recht keine "geschützten Ansichten", ergo auch nicht in der Rechtsprechung.
Ich diskutiere darüber auch jetzt nicht weiter. Sie kennen sich in der Materie nicht aus.

Ich denke wir reden hier etwas aneinander vorbei. Ich rede über die Praxis, nicht die Theorie. Mit der Theorie haben Sie natürlich recht.

19:59, Gelenkte-Dem-DE

>>Erschwerend kommt noch dazu, § 166 Strafgesetzbuch belohnt Gewaltbereitschaft gegen Satire und Satiriker, weil die Urheber der Satire bestraft werden, wenn es zu Gewalt kommt.<<

Das ist doch nun wirklich Unsinn.

@ Gelenkte_Dem-DE (21:46)

"Mein erster Kommentar war nicht so gut formuliert. Was ich damit gemeint habe, steht in den weiteren Kommentaren.
Es läuft aber aufs gleiche hinaus."

°^^°°^^°°^^°°^^°°^

Drucken Sie alle Ihre Kommentare zum Tod von Terry Jones aus; die Sie gut formuliert haben und die Sie weniger gut formuliert haben, sowie die auf das Gleiche hinaus verlaufen. Nehmen Sie Ihre Texte heute ins Bettchen; lesen Sie dort in aller Ruhe ...; wenn Sie nicht einschlafen können, dann weil Sie falsch liegen.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@ karwandler

Mich beschleicht auch die Vermutung, dass es manchen Foristen hier mehr um ihre politische Agenda geht und darum, der Bundesrepublik an Bein zu pinkeln. Dabei ist dieses Land in der Freiheit der Kunst eines der liberalsten Länder weltweit.

Jedefalls geht es nicht um Monty Python.

@ Gelenkte-Dem-DE

Ich denke wir reden hier etwas aneinander vorbei. Ich rede über die Praxis, nicht die Theorie. Mit der Theorie haben Sie natürlich recht.

Auf der anderen Seite liegen Sie mit der Praxis völlig falsch.

22:17, birdycatdog

>>Ich fand einen Film langweilig bzw. nicht so lustig: Der Sinn des Lebens. Vermutlich war ich nicht der Einzige, der das so sah, da es der letzte gemeinsame Film der Truppe war.<<

Auch das ist ein toller Film.

Aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Interssanter Thread zum

Interssanter Thread zum traurigen Anlass. Obwohl: Die Auseinandersetzung mit den Tücken der bösen Vergänglichkeit und wie tot ein Wellensittich sein kann z. B. war doch genau das was als britischer oder "schwarzer" Humor hier in Deutschland ungewohnte Erfolge brachte. Doppelte Ironie mit Rückwärtsgang, oder Typen wie der Martin Sonneborn stoßen ja hier bei uns in Deutschland auf völlige Überforderung und
rechts von Karl Lauterbach mal z. B. (bekannt aus der 'heuteshow') gibt es wohl gar keinen Humor mehr ausser Schadenfreude und Hohn und Witze unter der Gürtellinie.

Seine unvergesslichen

Sendungen kann man sich auf You Tube weiterhin ansehen.Er möge in Frieden ruhen.

Traurig und besorgt...

Lese gerade die Nachricht, und bin sowohl traurig als auch besorgt...
_
Traurig in Erinnerung an die bunten Pop-Art-Aufmacher von "Monty Pythons Flying Circus" aus der Jugend und die Sketche und Filme (im Original übrigens viel besser und pointierter als in deutscher Übersetzung)... die nun leider endgültig Vergangenheit sind. Und besorgt ... weil altersbedingt die "Einschläge" nun näher kommen...
_
Ob im Nirwana oder sonstwo - Terry Jones und seine "Gang" bleiben unvergessen. Er möge in Frieden ruhen...

22:17 von birdycatdog

«Ich fand einen Film langweilig bzw. nicht so lustig: Der Sinn des Lebens. Vermutlich war ich nicht der Einzige, der das so sah, da es der letzte gemeinsame Film der Truppe war.»

Der Film war weniger "klamaukig" als beispielsweise viele Szenen in:
"Ein Fisch namens Wanda".

Wie der in flagranti ertappte Mega-Geheimagent John Cleese
à la "Mr. Hutchinsonchenson". Der Fisch mit dem Namen Wanda ist nebenbei der Film, der häufiger im DEU-TV zu sehen war, als jeder andere Film.

Auch war das "Ministery of Silly Walks" mit der Anschauung derer, die dort zur Arbeit gingen, "klamaukiger" als der letzte Film von Monty Python.

Ganz abgesehen von meinem All-Time-All-Movie-Favourit der Monty Phython Truppe: The Dead Parrot … it doesn't work anymore … Sketch …!

@ Gelenkte-Dem-DE

Oder geben Sie uns mal eine Quelle dafür an, dass ein deutsches Gericht eine Satire verboten hätte, weil sie Gewalt auslösen könnte.
Aber bitte einen konkreten Fall, den man nachvollziehen kann.

>>Am 22. Januar 2020 um 22:17

>>Am 22. Januar 2020 um 22:17 von birdycatdog
Am 22. Januar 2020 um 21:59 von Silverfuxx
"Ich fand Monthy Python auch meistens gut. Wenngleich ich manche Filme recht langweilig fand."
Ich fand einen Film langweilig bzw. nicht so lustig: Der Sinn des Lebens. Vermutlich war ich nicht der Einzige, der das so sah, da es der letzte gemeinsame Film der Truppe war.<<
------
Ging mir vor längerer Zeit mit M.P. auch so, nicht alles fand ich lustig oder gelungen oder anspruchsvoll ... ; passierte mir aber bei anderen "Künstlern" auch oft. Kann mich an eine Kino-Vorführung mit Film von R. W. Fassbinder erinnern; ich hatte keinen Lust, fand nicht in die Geschichte rein, verliess mittendrin den Saal, die Fans von RWF nicht begeistert, da muss man halt durch, nicht alles müssen wir beklatschen. Trotzdem finde ich heute noch M.P. und RWF gut. Es macht einen was aus, wenn man spürt, da hat jemand mehr vom Leben verstanden und der ist nun tot.

@ Gelenkte-Dem-DE

Das ist mir alles zu unsachlich und zu unkonkret. Bitte nennen Sie einen Beleg für ein Urteil, bei dem ein deutsches Gericht einen Film verboten hätte, weil er gegen "geschützte Ansichten" verstoßen habe.

Das wäre zumindest die "Praxis", von der Sie reden.

@Moderatoren: Monty-Python und die Filme "Das Leben des Brian"

und "Die Ritter der Kokosnuss" waren ein Kennzeichen für einen linken von der Aufklärung geprägten Zeitgeist, der die reaktionären religiösen Kräfte der Nachkriegszeit überwunden hatte. Es war im Rahmen der Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Kunstfreiheit möglich alles und jeden zu kritisieren und sich über alles lustig zu machen. Im Sinne eines von der Aufklärung geprägten Zeitgeistes galten die religionskritischen Aussagen von Feuerbach, Marx, Voltaire usw. noch als das was sie waren, als links, humanistisch und als Zeichen der Vernunft.

Feuerbach: "Die Vorstellung, dass Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist von allem Aberglauben der größte."
Marx: „Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“

Und um diesen Zeitgeist geht es bei Monty-Python, und der wurde vor allem von den ÖR-Medien, den Grünen und den postaufklärerischen Pseudo-Linken verraten.

@ melancholeriker (22:48)

"... in Deutschland ungewohnte Erfolge (...) Doppelte Ironie mit Rückwärtsgang (...) Deutschland ... gibt es wohl gar keinen Humor mehr ausser ..."
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Habe mich lange gewehrt, gegen die Ansicht, In Deutschland sei Humor schwierige Materie, nicht sehr willkommen, nicht verstanden, unangenehm ... Habe im Laufe der Zeit erlebt, dass viele im Ausland, Ausländer in Deutschland, auch schon in früheren Zeiten (vgl. Literatur, Autoren), den Deutschen zu viel Ernst, zu wenig Humor und Leichtigkeit bescheinigen. Ich lache trotzdem, aber ich hab' gut reden, ich bin kein Deutscher, ich habe es viel leichter, wenn ich darüber spreche. Manchmal gucken Deutsche mich aber schon mal böse an, wenn ich mich über sie lustig mache, oft lachen sie aber zusätzlich. Die sehen es mir wahrscheinlich nach ... ach der ...

@ GamWalter


@Moderatoren: Monty-Python und die Filme "Das Leben des Brian" und "Die Ritter der Kokosnuss" waren ein Kennzeichen für einen linken von der Aufklärung geprägten Zeitgeist, der die reaktionären religiösen Kräfte der Nachkriegszeit überwunden hatte.


Das interpretieren Sie hinein. Mit links und rechts hat "Leben des Brian" absolut nichts zu tun und die Briten würden über diese kleinliche Einordnung nur den Kopf schütteln.

23:30, GamWalter

>>Feuerbach: "Die Vorstellung, dass Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist von allem Aberglauben der größte."
Marx: „Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“

Und um diesen Zeitgeist geht es bei Monty-Python, und der wurde vor allem von den ÖR-Medien, den Grünen und den postaufklärerischen Pseudo-Linken verraten.<<

Postaufklärerische Pseudo-Linke?

Toll.

Und nein, nichts wurde verraten.

Kein Aufklärer hat gesagt, daß man eine der vielen Religionen der Welt zum Feind erklären sollte.

Auch wenn Sie es vielleicht nicht verstehen.

Der verstorbene Terry James...

... war den Tagesthemen heute abend kein solches.

Auch nicht in den weiteren Themen im kurzen Überblick mit Jo Brauner.

Ich bedauere das und bin etwas enttäuscht, muss ich ehrlich zugeben.

@ GamWalter

Und um diesen Zeitgeist geht es bei Monty-Python, und der wurde vor allem von den ÖR-Medien, den Grünen und den postaufklärerischen Pseudo-Linken verraten.

Wenn Sie den Grünen und den Linken schon Verrat vorwerfen, dann sollten Sie wenigstens nicht behaupten, das habe auch nur entfernt mit Monty Python zu tun.

@fathaland slim 23.40

Na, in den Kirchen haben etliche geschäumt, als "das Leben des Brian" kam und das war gut so, deshalb nochmal Dank an Terry Jones und die unvergleichlichen Monty Python. Ob ein vergleichbarer Film in Zeiten der pc noch möglich wäre? Oder mit einer andern Religion als Objekt des Spotts???

@ fathaland slim (23:40)

"Und nein, nichts wurde verraten.

Kein Aufklärer hat gesagt, daß man eine der vielen Religionen der Welt zum Feind erklären sollte.

Auch wenn Sie es vielleicht nicht verstehen."
(in Erwiderung auf GamWalter)
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Für eine Vertiefung dieses Themas heute schon spät, gerne komme ich bei Gelegenheit hierauf zurück; nicht dass ich die Ansicht GamWalter s teile, aber Links und Humor, Aufklärung und Selbstkritik (und Selbstironie) und Kunstfreiheit sind nicht ohne Spannungen.

Darstellung: