Kommentare

AfD nicht eingeladen?

Man kann ja von der AfD halten, was man will (ich z.B. nicht viel), aber sie bei solchen Besprechungen außen vor zu lassen ist natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die die AfD in der Opferrolle sehen, als Mobbingopfer der Altparteien. Hinzu kommt, dass eben auch AfD-Politiker Gewalt ausgesetzt sind, was die Argumentation für sie noch einfacher macht. Insofern halte ich es in diesem Fall für taktisch ausgesprochen unklug, die AfD nicht zu beteiligen. Etwas anderes wäre es, wenn sich die Partei in den Gesprächen als nicht kooperativ zeigt. Aber die Chance, tatsächlich mal fraktionsübergreifend mit allen Parteien den Schutz von Politikern und Amtsträgern zu verbessern, hätte man ruhig nutzen sollen.

Restbevölkerung

„ Angesichts der Gewaltakten und Drohungen gegen Kommunalpolitiker fordert der Deutsche Städtetag nun erweiterte Befugnisse für Ermittler.“

Angesichts der Gewaltakten und Drohungen gegen den „Durchschnittsbürger“ fordere ich nun erweiterte Befugnisse für Ermittler.

Wie üblich wird die „Strafen sind keine Lösung Fraktion“ ihr gewohntes Täterumarmen aufgeben und ebenfalls harte Maßnahmen fordern, wo sonst ein Übertreffen in irrationaler, erbärmlicher Milde, an der Tagesordnung steht. Schließlich ist der ideologische Gegner im Fadenkreuz.

Es ist traurig,...

...welche politische "Kultur" offensichtlich um sich greift. Natürlich darf man in einer Demokratie anderer Meinung sein, als der Bürgermeister der eigenen Gemeinde. Das ist normal, schließlich ist kein Bürgermeister mit 100% der Stimmen gewählt. Also natürlich hätten manche lieber eine(n) andere(n). Und da darf es auch mal "zünftig" zugehen auf einer Bürgerversammlung. Da muss man als Amtsträger durch.
Aber diese Beleidigungen, Bedrohungen und Taten gegen Menschen und deren Familien haben mit Demokratie, Kultur oder gar "deutschen Werten" nichts mehr zu tun. Was sind das für Menschen, die glauben, sich so dermaßen unflätig bis gewalttätig aufführen zu müssen, dass irgendwann keiner mehr Lust hat, so ein Amt zu übernehmen?
Und da schließe ich ausdrücklich auch den Umgang mit der AfD mit ein. Ein Anschlag auf ein Büro der AfD ist genauso Mist, wie auf eines einer anderen Partei.
Gehen die Leute auch privat so miteinander um? Wollen die selbst so behandelt werden?

Ich sehe leider ...

.. sehr wenige Möglichkeiten. Diese Täter, oft Einzelgänger oder kleinste Gruppierungen, sind in ihrem Hass gegen Menschen oder Institutionen so verblendet, dass sie die Realität kaum noch wahrnehmen. Sie schlagen unvermittelt und überall zu, ob mit Messer, Pistole oder sonstigem. Erschwerend kommt hinzu, dass sie im übrigen Leben "wie du und ich" auftreten .. die freundlichen Nachbarn von nebenan. Das erschwert der Polizei auch den Fandungsansatz.
Auch den Gründen ist schwer beizukommen: Sie fühlen sich von der Gesellschaft nicht verstanden, benachteiligt und in ihrem Ego nicht wahrgenommen. Oder ihnen wurde etwas verweigert ... oder sie sind ganz einfach "mit ihrer Gesamtsituation unzufrieden". Wer das dann nicht verarbeiten kann, braucht ein Ventil; bekommt er keines, verschafft er es sich mit Gewalt: unkontrolliert und "von jetzt auf gleich".
Helfen und verhindern kann man nur, wenn man den gefährdeten Personenkreis kennen würde .. und das tun wir zu 99% nicht.

Prüfen und Urteilen

Wir haben doch Gesetze. So sollte man die mal auf Täter anwenden. Auf ALLE Täter. Auf die Hassprediger ebenso, wie auf deliktische Politiker. Keiner sollte eine rechtliche Besserstellung vor dem Gesetz erhalten, eine Ungleichheit vor dem Gesetz schafft nur wieder Missmut, aus dem Hass wird. In manchen Fällen vielleicht verständlich aber sicher nicht akzeptabel.

Unfähiger Staat

„Als vorbildlich bezeichnete Jung auch neue Richtlinien des niedersächsischen Justizministeriums für die Strafverfolgung. Sie sähen vor, dass bei Verbalattacken sowie Übergriffen gegen Amtsträger, Rettungssanitäter, Polizisten und Hilfeleistende die Ermittlungsverfahren nicht ohne Weiteres wegen Geringfügigkeit eingestellt werden könnten.“

Das dies bis jetzt überhaupt möglich war sollte jedem, der für diese Gesellschaft Hilfe leistet oder seinen Kopf hinhält, mehr als zudenken geben.

Ursachenforschung

Das Problem dürfte die immer niedriger gewordene Hemmschwelle sein.
Gegensteuern ist nur möglich, wenn in Elternhaus, im Sozialen Umfeld ein "menschenwürdiger" Umgang vorgelebt wird.
Hier dürften wohl die größten Defizite bestehen.
Diese Probleme sind aber nur lösbar, wenn eine persönliche Bereitschaft in einem Miteinander besteht.
Das ist halt nicht per Gesetz oder Dekret zu bestimmen - man lebt so oder eben nicht.
Im Grund reicht zur Problemfeststellung auch der "gesunde Menschenverstand" völlig aus.

Null Toleranz

Da hilft nur eine Politik der Null Toleranz. Es muss ermittelt und dann auch bestraft werden. Und bitte nicht nur bei Angriffen,Beleidigungen ,Bedrohungen und Sachbeschädigungen zur Einschüchterung von Politikern. Auch normale Bürger und Beamte müssen vor Extremisten -egal welcher Richtung -geschützt werden. Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte müssen allerdings dafür auch die erforderlichen Ressourcen erhalten. Und man darf nicht auf einem Auge blind sein.

Und der normale Mensch?

Ich glaube das es weit mehr Menschen in Deutschland gibt die von diesen Id**** bedroht werden.

Müssen wir für Politiker und Beamte wieder eine extra Regel im Strafrecht schaffen?
Was ist denn mit den ganzen Pflegekräften oder den Angestellten bei Sozialkassen die auch regelmäßig beschimpft und bedroht werden?

sehr zu begrüßen

"In 538 Fällen konnten die Angriffe keiner der Kategorien zugeordnet werden." Oder wollte man einfach nur nicht, da die Statistik dann nicht mehr so ausschaut wie gewünscht?

"dass im laufenden Jahr CDU-Politiker am häufigsten angegriffen wurden. ... 161 Taten"
Bezogen auf die Mitgliederzahl war dann die AfD mit 143 wohl am häufigsten betroffen.

Wird der AfD immer vorgeworfen unberechtigt in die Opferrolle zu schlüpfen, scheint dieser Vorwurf (zumindest in diesem Bereich) wohl hiermit entkräftet.

@ privat 23 / 9:51

hier geht es nicht um Gewalttaten von irgendwelchen Unreifen - sondern um gezielt plazierte Bedrohungen zur Einschüchterung politischer Gegner! Die Tat an sich ist dabei wohl eher nachrangig gegenüber dem Schaden der dadurch an anderer Stelle entsteht!

Wie heißt es.......

so treffend: Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis! Wie erbärmlich ist die Kenntnis der deutschen Sprache in den Medien? Diese Frage stellt sich mir sofort, wenn den Journalisten kein anderes Wort als "Hass" einfällt, um unverzeihliches, kriminelles Verhalten zu umschreiben. Haben die Journalisten wirklich schon öfter sich die Reden von Politikern angehört, die nur aus einer Aneinanderreihung von wohlfeilen, aber sinnleeren Phrasen und Parolen bestehen, die vielleicht noch ein Germanist "versteht". Mir fällt da immer die "Bundestagsrede" von Loriot ein! Ich glaube, daß kriminelles Verhalten unentschuldbar ist, aber man auch den Mut haben sollte die Gründe beim Namen zu nennen.
Karl-Heinz Faltermeier

Meisten Attacken auf die AfD

Zitat: "Angesichts von Gewalt und Drohungen gegen Politiker hat der Deutsche Städtetag mehr Befugnisse für Ermittler verlangt. Die SPD schlägt einen Krisengipfel vor, die Regierung arbeitet weiter an einem Plan gegen Hasskriminalität."

Die Aktuelle Kamera hatte sogar darüber bereits berichtet: die meisten physischen Attacken gehen gegen die AfD.

Wurde dies bei diesem Krisengipfel mit berücksichtigt, oder passt das jetzt nicht ins Konzept?

Q:

"https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/angriffe-politiker-afd-101~magnifier_pos-0.html"

@dr. bashir, 9:52

Gehen die Leute auch privat so miteinander um? Wollen die selbst so behandelt werden?

Nein, das tun sie nicht. Aber die haben eben ein Verständnis von Recht und vor allem von Legitimität, das nicht dagegenspricht, mit dem Gegner so umzugehen. Der ist ja ein "Schädling", den muss man neutralisieren, mit allen Mitteln.
Und im Hintergrund ist da ja auch die johlende Meute, die kaum einen Hehl daraus macht, dass sie ein solches Vorgehen billigt. Sogar in diesem Forum habe ich Beiträge gelesen, in denen einem Herr Lübcke bescheinigt wurde, seinen Tod selbst provoziert zu haben. Der Mörder bekam also sogar noch Applaus.
Nur wird diese Art Unterstützung perfiderweise mit der Meinungsfreiheit begründet, die Claqueure rühmen sich also gar noch damit, die Demokratie zu verteidigen. Wann beschäftigen wir uns mit denen?

Ursache bekämpfen!

Natürlich ist das eine furchtbare Situation, die massiv angegangen werden muss. Jedoch sehe ich hier auch dringenden Bedarf, die eigentlichen Ursachen zu bekämpfen. Wir können zwar die Sicherheitsstandards verschärfen aber leider wird das nicht die Ursachen....also die eigentlichen Gründe dafür bekämpfen. Unzufriedene Menschen haben Gründe, warum sie unzufrieden sind. Darüber muss man reden und aufklären. Politiker müssen auch ethisch, moralisch wieder viel mehr in die Pflicht genommen werden. Darüber hinaus sollte absolute Transparenz geschaffen werden, damit Klüngeleien zwischen Politik und Wirtschaft erst gar nicht möglich sind. Eine größere Gerechtigkeit bei der Verteilung von Leistungen schafft Zufriedenheit unter den Menschen. Und das ist nur der Anfang. Menschen müssen erzogen werden und das heißt mit gutem Beispiel voran gehen. Das gilt eben auch besonders für Politiker. Siehe VW Abgasskandal, Kinderarmut, Bildungssektordefizite, steigenden Steuerlasten trotz großer Gewinne...

Ich denke diejenigen

die Hass anonym verbreiten und vor allem Personen direkt mit Hasstiraden verfolgen sollte unbedingt ausfindig gemacht werden und direkt und öffentlich der Person die sie erniegrigen wollen, gegenüber treten müssen und begründen warum sie die Person so hassen. Das größte Problem wird aber sein, festzustellen ab wann Hass und üble Nachrede beginnt. (Siehe Richterurteile).

@ Dr. Bashir / 0:52

in Teilen gebe ich Ihnen Recht! ... Allerdings liegt das Problem bei genauer Betrachtung gar nicht so sehr im Umstand der Bedrohung!

Eine Bedrohung trifft nur dort ihr Ziel, wo aus einer Drohung - Angst entstehen kann! ... Der Fall des Bürgermeisters von Kamp-Lintford zeigt im Prinzip worauf es dann ankommt! Wenn Menschen - Amtsträger aber auch alle Anderen - bedroht werden bedarf es der Solidarität aller Anderen um dem etwas entgegen zu halten und nicht den Boden für weitere Bedrohungen oder Schlimmeres zu bereiten. ... Manche - überwiegend ostdeutsche Gemeinden - in denen ebenfalls auf Grund von Bedrohungen Politiker ihr Amt niedergelegt haben, sind ein alarmierendes Zeichen dafür, wie sehr diese Solidarität bereits gelitten hat.

Nicht neur Gewalt von "rechts"

Interessant ist die Tatsache – die hier nur so in einem Nebensatz erwähnt ist – dass Politiker der AfD weitaus häufiger betroffen sind als solche linksorientierter Parteien. Es gibt also nicht nur Gewalt von „rechts“, wie die Medien und ständig vermitteln wollen.

10:07 MaWo

"Ursachenforschung?......"

Ganz einfach, weil es durch das Internet möglich wurde sich anonym ausk........ zu können. Beim Wegfall der Anonymität wäre die Hemmschwelle schon etwas höher und bei der Gefahr erkannt und der belästigten Person gegenüber zu treten müssen würde die Hemmschwelle noch ein Stückchen anheben.

Ja die Welt

ist im ganzen sehr rau geworden, merkt man fast täglich im normalen Leben ja selber.
Ich will jetzt nicht sagen früher war alles besser, aber Umgang war besser und man kannte sich und hat sich auch gegenseitig geholfen, das hat aber deutlich nachgelassen.
Die Richtung ist nicht gut.

Bessere Politik machen?

Mit wie vielen Hass - und Gewalttätern gegen Politiker hat man denn schon geredet, um die Gründe für ihre Taten herauszufinden?
Ist mit diesen Tätern therapeutisch zusammengearbeitet worden?
Wäre es nicht wesentlich sinnvoller, gerade von politischer Seite daran zu arbeiten, dass diese Gründe wegfallen?
Außerdem ist überhaupt nicht einzusehen, dass Politiker in dieser Sache einen besonderen Schutz bekommen, der Tausenden von normalen Bürgern, die ebenso angegangen werden, nicht zur Verfügung steht.
Wenn zB Bürger von Naziterroristen sowohl verbal als auch mit physischer Gewalt bedroht werden, können sie von der Polizei auch schonmal hören, dass sie ihre Betätigung gegen Nazis einstellen u/o von ihrem Wohnort wegziehen sollen, um den braunen Terrorbanden zu entgehen.
Da findet also gar kein Schutz statt.
Doch wenn es Politiker trifft, ist deren Gejammer groß und es müssen dringend Gesetze geändert oder erlassen werden.
Bei anderen gewalttätigen Straftaten aber wird ständig abgewiegelt.

Einseitig und Kurzsichtig!

Eins vornweg: Gewalt gegen Menschen ist immer zu verurteilen, egal welcher Gesinnung jemand gegenübersteht. Leider muß man an dieser Stelle sagen das Gewalt gegen diesen SPD-Politiker zu sehr auf diesen speziellen Fall gemünzt wird. Für mich klingt es so als hätte man schon lange auf solch einen Fall gewartet um ihn politisch auszuschlachten. Das es fast jede Woche, teils lebensbedrohende Anschläge auf die AfD gibt, wird dabei nicht debattiert. Das ist sehr einseitig und meines erachtens eine Manipulation in die falsche Richtung. Gleichzeitig ist es ist Wasser auf die Mühlen derer, die der ihrer Meinung nach staatstreuen Medinlandschaft skeptisch gegenüberstehen. Ich bin gespannt ob dieser Beitrag überhaupt freigegeben wird.

@ privat23 / 10:05

.. vielleicht liegt die Begründung aber auch daran, daß bisher unsere Gesellschaft nicht von derartiger Enthemmung geprägt war, daß die angesprochenen Probleme zu einem massenhaften Phänomen mutierten. Und darin liegt auch gleich die Antwort auf diese Probleme begraben. Nicht Gesetze werden dazu beitragen die weitere Enthemmung aufzuhalten. Unsere Gesellschaft muß dies von innen heraus leisten. Und jeder muß dafür bei sich selbst beginnen.

Wichtig im Umgang mit anderen

Wichtig im Umgang mit anderen Menschen erscheint mir die Stärkung von Vereinen / Verbänden und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Erst mit den deutlich rückläufigen Mitgliederzahlen in Vereinen und Verbänden zeigt sich, wie wichtige die dort geleistete Arbeit für die Sozialisierung junger Menschen war.
Wer in Vereinen und Verbänden zusätzlich sozialisiert wurde, kennt die Begriffe „FairPlay“, „Zusammenhalt“, „Teamwork“, „Ehrenamt“, „Respekt“ deutlich besser, als junge Menschen, die mit sich alleine gelassen 24 Stunden im Netz auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind.
Vereine und Verbände und ehrenamtliche Tätigkeiten müssen wieder besser beworben werden. Schon in der Grundschule muss es Kooperationen von Vereinen und Verbänden mit der Schule geben, um die Schüler für sich zu gewinnen. Die Freiwillige Feuerwehr und die örtlichen Sportvereine müssen die Chance haben, dort ihr Angebot zu bewerben. Eine bessere und intakte Gesellschaft wäre das Ergebnis. PRO Vereine und Verbände

Ist dieses Gerede von "Hass" nicht etwas verkürzt?

Wenn man von "Hass" redet, meint man immer etwas persönliches. Das ist aber oft nur vordergründig persönlich, das ist politischer Terror. Wenn Politiker bedroht werden, Todeslisten geführt werden, auf Büros geschossen wird und ihre Privatautos angezündet werden, dann ist das klare politische Einschüchterung. Es gab und gibt inzwischen genug Lokalpolitiker, die deshalb nicht mehr kandidieren oder sogar zurücktreten.

Sowas ist keine "Hasskriminalität", sondern Terror und muss auch so behandelt werden. Wenn der Einzelne, der sowas macht, da praktisch straflos ausgeht, dann ist das Verhältnis zwischen persönlichem Risiko und politischer Wirkung für die Täter so günstig, dass das geradezu eine Aufforderung ist, sowas zu tun.

re giselbert

"Bezogen auf die Mitgliederzahl war dann die AfD mit 143 wohl am häufigsten betroffen."

Da nicht generell die Mitglieder, sondern die Repräsentanten angegriffen wurden, ist die Mitgliederzahl ja wohl irrelevant.

Ich hätte bei der Betrachtung der Zahlen allerdings Folgendes erwartet: AfD 143, Altparteien/Systemparteien 285.

So wird von den Rechten doch sonst immer gezählt.

So gießt man Öl ins Feuer

Warum immer die AfD außen vor gelassen wird, mag ich nicht nachvollziehen. Sie sind nun mal ein Teil unserer Politik, ob man es wahrhaben möchte oder nicht. Aber es generell auszublenden ist Blödsinn. Auch auf deren Politiker werden Angriffe von links getätigt. Ist das dann fair und erlaubt, oder wie erklärt sich Klingbeil diese Art von "wegducken"?
Sie mögen keine leichten Vertreter in der Politik sein, oft nicht vollziehbar, aber die Angriffe auf Beamte, Bürgermeister, Polizisten kommen auch von der linken Seite. Wenn dann alle zu Tisch gebeten werden, nur die eine unangenehme Partei nicht, wird Öl ins Feuer gegossen.

11:07, Sharky_ffm

>>Und der normale Mensch?<<

Auch Politiker und Beamte sind normale Menschen.

>>Müssen wir für Politiker und Beamte wieder eine extra Regel im Strafrecht schaffen?
Was ist denn mit den ganzen Pflegekräften oder den Angestellten bei Sozialkassen die auch regelmäßig beschimpft und bedroht werden?<<

Je öffentlich sichtbarer ein Funktionsträger unseres Staates ist, desto mehr Hass zieht er auf sich, und desto gefährdeter ist er.

Politiker und Beamte deswegen zu hassen, weil sie Politiker und Beamte sind, das ist auch hier im Forum weit verbreitet. Nur ein verschwindend geringer Anteil dieser Menschen würde selbst gewalttätig, aber Verständnis haben Viele, wie man hier leider oft lesen darf.

@ WB0815 / 11:06

"Da hilft nur eine Politik der Null Toleranz"

... ich halte das für den falschen Weg ... zumindest so, wie Sie "Null Toleranz" definieren (Aufklärung & Strafen). Wenn die rote Linie erst durch Polizei und Gerichte gezogen wird ist es bereits zu spät! Die rote Linie muss bereits über den Umgang miteinander in der Gesellschaft für jeden Radikalen klar erkennbar sein. Alles anderen führt zu Angsträumen und national befreiten Zonen! ... Das dies bereits Realität ist, kann man in abgehängten Teilen dieses Landes sehen.

Löblich

Das wird voll und ganz begrüßt.
Bleibt zu hoffen, dass die Aufmerksamkeit der Behörden linken Hass genauso bekämpft und nicht, wie krampfartig beschworen, nur den Rechten. Sons ist die der ganze Plan nur eins. Verlogen.

@09:42 von Solstice

"Man kann ja von der AfD halten, was man will (ich z.B. nicht viel)"...

Also, ich bin ja kein Nazi aber...

Warum sollte man mit denen sprechen von denen die Gewalt und Hass ausgehen?

Politiker aller Parteien

werden bedroht und angegriffen bis hinunter zum kleinen Bürgermeister. Das ist eine erschreckende Verrohung der "politischen Kultur", die man auch bei vielen Diskussionen ausmachen kann. Man sollte immer bedenken, dass der oder die Andere zuerst Mensch ist und dann politischer Gegner! Meine Oma sagte immer. Was Du nicht willst, das man Dir tu-das füg auch keinem Andern zu"

Hass und Gewalt haben ihren

Hass und Gewalt haben ihren Ursprung in der sprachlichen Verrohung. Diese ist seit vielen Jahren in den sozialen Medien zu beobachten. Unter dem Schutz der Anonymität und unter Berufung auf die angebliche Schutzfunktion der Meinungsfreiheit, werden Hass- und Hetzbotschaften plakatiert. Viele Foren haben Hassprediger einfach gewähren lassen, aber auch wir User haben allzu oft weggesehen und geschwiegen, wenn die Meinungsfreiheit in übelster Weise missbraucht wurde. Das Mitführen von Galgen auf Pegida-Demonstrationen war ein gravierender Bruch mit dem Rechtsstaat - und wurde bzw. wird von vielen leider
immer noch verharmlost. Gewalt und Hetze, strafbewehrte Handlungen und Rassismus dürfen indes keinen Platz in der Gesellschaft haben. Der Staat muss wehrhaft sein - und dies betrifft alle Bürger.

Wie wäre es mit besserer

Wie wäre es mit besserer Politik?
Mehr zum Wohle der Bevölkerung, anstatt azsschliesslich Witschaft und EU zu alimentieren.
Mit mehr Geld in der Tasche, ist jeden Rechten der nächste Asylant völlig egal. Und mit mehr Geld kann jeder ökologischer leben. Mit mehr Geld lassen sich auch exorbitante Mieten bezahlen. Mit mehr Geld muss man nicht geiz ist geil leben.
Hass verbieten oder zu sanktionieren, bringt gar nichts. Es würde nur stiller gehasst. Eine Emotion verbieten geht eh nicht. Aber Hass verhindern geht sehr wohl.

9:42 Solstice

"Man kann von der AfD halten was man will....."

Ich kann ihrem Kommentar nur zustimmen.
Am Aufstieg der AfD sind die etablierten Parteien zum großen Teil mitschuld.
Zum Beispiel halte ich die Nicht-Wahl zum Vizepräsident für eine völlig verkorkste Lachnummer der etablierten Parteien. Da scheint es eher um Prinzipienreiterei und Ideologie als um die zu wählende Person zu gehen. Und wie sie schon schreiben der strategische Umgang mit der AfD ist katastrophal und kontraproduktiv. Und das schreibe ich als überzeugter Nichtwähler der AfD.

@09:51 von privat23

"Wie üblich wird die „Strafen sind keine Lösung Fraktion“ ihr gewohntes Täterumarmen aufgeben und ebenfalls harte Maßnahmen fordern, wo sonst ein Übertreffen in irrationaler, erbärmlicher Milde, an der Tagesordnung steht. Schließlich ist der ideologische Gegner im Fadenkreuz."

Und genau SO fängt der Hass an ...

Angriffe auf Politiker: Was tun gegen den Hass?

Vorab, ich lehne jede Form von Gewalt ab.
Hier entlädt sich allmählich der angestaute Politikfrust der letzten drei Dekaden, ausgelöst durch die politische Führung aus der Zeit.
Auch ich weiss nicht mehr wo ich mein Kreuz noch machen soll, Frustgrenze Erreicht!
(Scheuer, v.d. Leyen, Diesel, Mieten, Pflege, Renten, Cum-Ex, Bildung, u.v.m.), es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht kotzen könnte.

...schreibt ein vollbeschäftigter Vater von drei Kindern...

Heiko Maas wurde und wird von

Heiko Maas wurde und wird von Rechtspopulisten noch immer dafür gescholten, dass er als Justizminister gegen Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken vorgegangen ist. Ich bin wahrlich kein Fan von Maas. Aber es war absolut richtig und notwendig, dass er diesen Weg beschritten hat. Hassprediger können und dürfen sich nicht auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit berufen.

@09:58 von H. Hummel

"Diese Täter, oft Einzelgänger oder kleinste Gruppierungen, sind in ihrem Hass gegen Menschen oder Institutionen so verblendet, dass sie die Realität kaum noch wahrnehmen."

Achja? Die geistigen_Brandstifter können sie hier fast jeden Tag mitlesen.

Das sind weder Einzelgänger, noch kleinste Gruppierungen, diese Menschen halten sich, trotz 20 %, für die Mehrheit.

Die Saat die Faschisten, Neonazis und Verfassungsfeinde, die bereits wieder in deutschen Parlamenten sitzen, gesät haben ist aufgegangen.

Die_Täter sitzen mitten unter uns!

"Was tun gegen den

"Was tun gegen den Hass?"
.
Wie wäre es mit Politik machen?

@ 09:52 von dr.bashir

Sehr gut von ihnen auf den Punkt gebracht, ich möchte mich gerne allem gesagten Anschliessen.

Ich möchte aber noch hinzufügen, das bezieht sich nicht auf Ihren Kommentar, sondern eher auf den Bericht und die Auseinandersetzung mit linksextremen Strömungen.
Es ist richtig das man viel mehr gegen Rechtsextremismus tun muss, aber bitte den Linksextremismus dabei nicht außen vor lassen.
Ich bin gegen jede Form Extremismus,.

@Dr. bashir 09.52

wieder ein sehr wohltuend ausgewogener Kommentar, vielen Dank dafür! Es ist schön zu wissen, dass auch hier Leute kommentieren, die nicht nur einseitig ihre ideologische Sicht verbreiten. Gewalt und Extremismus sind schlecht, egal von welcher Seite.

@Bote_der_Wahrheit, 11:31 Uhr

Fakt ist leider, dass mit dem Rechtspopulismus in Deutschland auch die politische Kultur und die Form der Umgangs zunehmend Schaden genommen hat. Natürlich ist jede Form von Hass und Gewalt, auch gegen Rechts- und Linksextremisten zu verurteilen. Allerdings sollte man Täter nicht zu Opfern stilisieren. Das Mitführen von Galgen auf Demonstrationen, der offen demonstrierte Hass gegen Ausländer, der Umstand, dass die Geburt der Kanzlerin von einer AFD-Abgeordneten öffentlich verflucht wurde u.a. sind Auswüchse, die es erst seit wenigen Jahren in Deutschland zu beobachten gibt - mit einer fatalen Wirkung im Ausland.

Was tun gegen Hass?

Es wäre zu einfach, sogleich die Freiheitsrechte weiter durch Gesetze einschränken zu wollen. Zuviele Gesetze bewirken das Gegenteil, nämlich schürt Hass gegen das Establishment. Denn Hass spiegelt Ohnmacht wieder.
Die bisherigen Gesetze reichen völlig!
Wie aber angemessen reagieren?
Es muss ein Raum bleiben, wo Emotionen raus können. Legt sich die Aufregung, ist meistens eine sachliche Auseinandersetzung wieder möglich!

@Solstice - 09:42

"Man kann ja von der AfD halten, was man will (ich z.B. nicht viel), aber sie bei solchen Besprechungen außen vor zu lassen ist natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die die AfD in der Opferrolle sehen, als Mobbingopfer der Altparteien. Hinzu kommt, dass eben auch AfD-Politiker Gewalt ausgesetzt sind, was die Argumentation für sie noch einfacher macht. Insofern halte ich es in diesem Fall für taktisch ausgesprochen unklug, die AfD nicht zu beteiligen."

Sehe ich ebenso.
Wenn darunter die "Bekämpfung der extremen Ränder mit demokratischen Mitteln" verstanden wird, dann ist das herzlich wenig und sogar kontraproduktiv, weil man denen so das Material für ihre Opferrolle schenkt.

Anstatt sie da aus ihrem Schneckenhaus zu holen, um der Öffentlichkeit zu zeigen, welchen Anteil die AfD an dieser Thematik hat und wie weit es mit deren politischen Verantwortung dazu bestellt ist, macht man auf "Closed Shop".

So stärkt man die Ränder, weil man die politische Auseinandersetzung meidet.

Dann wird Wahlkampf aber spannend

Hoffentlich kommen Gesetze gegen Hetzer noch vor dem nächsten Bundestagswahlkampf.
Da wurde seit Jahrzehnten und aus Tradition von den Unionspolitikern gehetzt, ohne dass das jemals Konsequenzen hatte.

Alle Ansätze allein zu

stärkerer und schärferer Verfolgung von Hasskriminellen werden das Problem nicht lösen! ... Mehr und mehr wird spührbar wie sehr sich in vielerlei Hinsicht unserer Gesellschaft voneinander entfremdet hat. ...

Dafür gibt es viele Gründe! ... Wenn in der Gesellschaft an politischen Entscheidungen geäußerte Kritik von der Politik ignoriert wird - bei vielen Themen -, wenn die Politik "der Alten" nicht mehr zu den Wertevorstellungen und Dringlichkeiten der "Jungen" passt, beflügelt dies eine Entfremdung und ein Anstieg des Radikalen auf allen Seiten.

Daran, das eine Gesellschaft dazu in der Lage ist darauf zu reagieren und sich von innen heraus zu erneuern entscheidet sich ihr weiteres Schicksal! ... Ein Blick in die Geschichte genügt um zu verstehen, was passiert wenn die Erneuerung von innen heraus misslingt! ... Sofern dies nicht auch unsere Politiker erkennen, sondern sich durch Ängste vor Reaktionen in's Nichtstun treiben lassen wird sich die Geschichte des Rests ermächtigen.

11:06 von WB0815

"Da hilft nur eine Politik der Null Toleranz"

.-.-.-.-.-

Typische Scharfmacherei.
Unsere Gesellschaft BERUHT auf Toleranz.

12:10, jukep

>>Am Aufstieg der AfD sind die etablierten Parteien zum großen Teil mitschuld.
Zum Beispiel halte ich die Nicht-Wahl zum Vizepräsident für eine völlig verkorkste Lachnummer der etablierten Parteien. Da scheint es eher um Prinzipienreiterei und Ideologie als um die zu wählende Person zu gehen.<<

Genauso wenig, wie Sie gezwungen werden können oder sich verpflichtet fühlen müssen, eine bestimmte Person oder Partei zu wählen, muss dies ein Bundestagsabgeordneter.

Wenn die Wahlvorschläge der AfD bei den Bundestagsabgeordneten keine Mehrheit finden, dann ist dies eben so.

>>Und das schreibe ich als überzeugter Nichtwähler der AfD.<<

...der sich nichtsdestoweniger des Sprachgebrauchs dieser Partei bedient.

Wer redet sonst von "etablierten Parteien"?

Viel erschreckender finde ich

Viel erschreckender finde ich die seitens unserer Politiker (je nach Couleur) betriebene Legitimierung von Gewalt.
Hetzjagd in Dresden ist böse, G20 in Hamburg ist gut. Die Grünen möchten ja auch in Hamburg das Vermummungsverbot aufheben (also nur noch eine Ordnungswidrigkeit).
Ist Hass und Gewalt mittlerweile gerechtfertigt, weil es von der "richtigen" Partei kommt?

Wenn nicht alle im Bundestag

Wenn nicht alle im Bundestag vertretenen Parteien an solch einem Treffen teilnehmen , dann ist solch ein Treffen weder demokratisch noch ehrlich gemeint.
Sind die Politiker der AfD etwa keine Menschen , welche tätlich angegriffen werden ?
Gehen deren Büroscheiben nicht zu Bruch , werden von diesen Leuten keine Autos angezündet , werden deren Kinder in der Schule nicht gemobbt und verprügelt ?
Was ist nur aus dem Land der Dichter und Denker
geworden ?
Dieses Land ist so gespalten und ich ahne Böses , wenn hier der Gesetzgeber , bzw. die Justiz nicht gegen alle Gewalttäter vor geht. Egal aus welchen politischen Spektrum diese Gewalttäter kommen. Man kann nicht Menschen schädigen , nur weil die eine andere Meinung haben . Die Justiz sollte bei solchen Tätern die härteste Strafe
anwenden , welche das Gesetz hergibt. Es gibt weder den Rechten , den Linken , den Islamisten jemand das Recht sich hier in unserem Land wie eine " Sau "
zu benehmen . Zeigt klare Kante gegen alle Strolche.

Was tun gegen den Hass?

Was tun gegen den Hass? Vielleicht sollte man doch auch mit denen versuchen in's Gespräch zu kommen, die man ständig wie nicht existent behandelt, auch wenn die schon mit fast 15% in Parlamenten sitzen? Das würde natürlich nur helfen, wenn die es auch wirklich waren, die solche schlimmen Taten verantworten zu haben und nicht noch ganz andere dahinter stehen?

11:39 von hwnw

"Es gibt also nicht nur Gewalt von „rechts“, wie die Medien und ständig vermitteln wollen."

.-.-.-.-

Erst neuerdings sind auch die Rechten im Fokus.
Man war doch Jahrzehnte nur auf die Gewalt der Linken fokussiert. Bei Rechts machte man beide Augen zu.

Die Medien, die ich lese oder höre, vermitteln keineswegs, dass nur Gewalt von rechts existiert.

Hass ist ohnehin weder rechts noch links.
Das wissen wir doch eigentlich auch alle.

Er ist ein seelischer Zustand, der sich seine Ursachen erst erfinden muss - damit er irgendwo zuschlagen kann.

Angriffe und Haß auf Politiker

Das darf nicht sein und ist somit auch völlig klar ! Bisher hat man nur vergessen darüber nachzudenken, was die Wurzel von diesem Übel ist ! Meiner Meinung nach kommt es von den gesamten Mißerfolgen in der Politik in Deutschland und dabei geht es von Verschwendungen im allergrößten Ausmaß und um dem Eindruck , alle Politiker glauben
im Selbstbedienungsladen zu sein ! Beweise werden als "geheim " erklärt und sind dann ohne jede Einsicht und Andere löschen Daten oder lasse sie löschen. Das Volk sieht sich hilflos dem Ganzen gegenüber ! Und ganau das ist der entscheidende Punkt !

11:43 von wenigfahrer

"Ich will jetzt nicht sagen früher war alles besser, aber Umgang war besser und man kannte sich und hat sich auch gegenseitig geholfen, das hat aber deutlich nachgelassen"

.-.-.-.-.-.-.

Nach meiner Beobachtung hat das gegenseitige Helfen deutlich ZUGENOMMEN.
Auch in der Großstadt, wo der eine den anderen eben gerade NICHT kennt.
Ich beobachte das Tag für Tag in Bus und Bahn.

Die Hasser sind eine Sondersorte; die Gesellschaft selber ist viel freundlicher im Umgang miteinander geworden.

@Der Mörder bekam also sogar noch Applaus. 11:31 von frosthorn

Genau das ist der entscheidende Punkt.

Und dies wurde gestern im Deutschen Fernsehen klar dokumentiert,
mit Leuten a la Wallraf, die sich in die rechte Szene verkleidet investigativ einklinken.

Da wird dann 'Klartext' geredet mit NS-Parolen.
Öffentlich wird sich bewusst etwas zurückgenommen, auch aus juristischen Gründen.

Wie sagte so schön vorgestern, eine der über 90-jährigen Auschwitz-Überlebenden
bei der Einweihung einer Gedenkstätte:
'Wir sind natürlich durch Erfahrung besonders sensibel was Sprache angeht.
Und wenn öffentlich zunehmend ungestraft Worte wie 'Du Judensxx' fallen,
dann wissen wir, dass dies im Krematorium enden wird.
Punkt.

Wenn Eltern überfodert sind...

Wenn ein Mensch anfängt Drohungen gegen Politiker auszusprechen ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Es ist ungleich schwerer und teurer dann einen Rechtsextremen wieder in Bahnen zu lenken die abseits des Extremismus sind. Das Unheil nimmt in den meisten Fällen bereits den Anfang in einer Zeit in dem die Betreffenden noch Schüler sind, der Staat noch in der Lage wäre pädagogisch statt mit Strafen einzugreifen. Meist sind die Eltern überfordert, ebenso geht es den regukären Lehrkräften, also müssen zusätzlich Pädagogen ausgebildet werden die sich genau dieser Thematik annehmen.
Anfang wird dies sicherlich teuer, aber auf die Dauer gesehen spart es dem Staat Geld und Ärger.
Eventuell muss eine spezialisierte Ausbildung erst geschaffen werden, und nicht jeder ist hierfür geeignet.
Es mag teuer sein, aber Radikale vergiften unsere Gesellschaft, das fäng bei der afd an und hört bei Neonazis auf. Toleranz ist so wertvoll denn wer entspricht schon bei allen der Norm ?

"Als vorbildlich bezeichnete Jung auch neue Richtlinien des niedersächsischen Justizministeriums für die Strafverfolgung. Sie sähen vor, dass bei Verbalattacken sowie Übergriffen gegen Amtsträger, Rettungssanitäter, Polizisten und Hilfeleistende die Ermittlungsverfahren nicht ohne Weiteres wegen Geringfügigkeit eingestellt werden könnten"

Noch wichtiger ist aber, dass die Konsequenzen für die Täter in direktem Bezug zur Tat stehen und dass die Strafen konstruktiv wirksam, als eine Form der Wiedergutmachung sind.

Und: dass sie "auf dem Fuße folgen". Und nicht erst - und das auch nur eventuell und mit viel Glück - nach einem monate- bis jahrelangen juristischen Prozedere. Dieser "Zeitgewinn" ist nämlich ein wahres Geschenk an die Täter (und v.a. die Parteien die hinter ihnen stehen und ihre "Anhänger" lenken). Denn der "Aufschub" wird natürlich genutzt, um sich noch breiter gegen die Gesellschaft aufzustellen (z.B. indem man seinen Mythos als deren angebliches Opfer weiter kultiviert).

Mir scheint,

dass für viele, auch viele von denen, die hier bei TS regelmäßig Kommentare posten, vor allem aber für TS selbst, jede Ausfälligkeit gegen die AfD und all das, was sie selbst stereotyp als "rechtspopulistisch" diffamieren, weil es nicht weit genug links ist, zulässig ist und als ehrenwert vorgetragene, sachliche Kritik an bösen Feinden der Demokratie gewertet wird; wohingegen jede Kritik an links gerichteten Meinungen sofort als Nazi-verdächtig, antidemokratisch und inhuman diffamiert wird. Auf dieser Basis wird es keinen "herrschaftsfreien Diskurs" geben.

@ SAusewind / 15:14

"Unsere Gesellschaft BERUHT auf Toleranz."

Das ist ein wichtiger Hinweis, den manche all zu offt vergessen und damit eben genau die Situation schaffen die zur aktuellen Radikalisierung an allen Rändern beiträgt.

14:56 von Adeo60

Stimme mit ihnen zu 100% überein!

Haben sie sich auch mal die Frage nach dem warum gestellt?

Ohne Ursache - keine Wirkung!

>>Das Mitführen von Galgen auf Demonstrationen, der offen demonstrierte Hass gegen Ausländer, der Umstand, dass die Geburt der Kanzlerin von einer AFD-Abgeordneten öffentlich verflucht wurde u.a. ...<<

Sie führen nur die eine Seite auf, nämlich der Rechtsextremisten.

Lesen sie mal auf indymedia (wieder geöffnet trotz Verbot) oder antifa-berlin....oder besuchen sie mal moslemische Foren......da werden sie ebenfalls in Abgründe blicken....

Wer nur nach eine Seite blickt, bekommt auf Dauer Haltungsschäden. (Kleiner Haltungswitz)

Trotz etwas Einseitigkeit danke ich ihnen für ihren Kommentar!

PS. Neben Rechts- und Linksextremisten haben sie die Islamisten vergessen....

Das Feindbild "rechts" stimmt nicht

Bei "Hass" und "Hetze" wird in fast allen Medien suggeriert, dass sie in der Regel von "rechts" kommen.
Wenn laut Statistik des Innenministeriums aber die AfD mit 143 Angriffen auf Mandatsträger nach der CDU am häufigsten betroffen ist, kann die einseitige Zuordnung nicht stimmen.
Außerdem ist es ein schlechter Stil, unseriös und nicht zielführend, wenn SPD-Kingbeil zu einem überparteilichen Treffen die AfD als zweithäufigste Opfergruppe nicht einlädt.

Nicht an der schiefen Pflanze, an der Wurzel anpacken!

Wir haben heute ein Schulsystem, in dem der Lehrer außer mit "Kumpelgehabe" nichts mehr durchsetzen kann, weil ihm sofot Disziplinarverfahren drohen.
.
In der Schule findet die Grunderziehung einfach nicht mehr statt: Ordnung, Rücksicht, pfleglicher Umgang etc.. Deshalb gehen die Politiker mit gutem Beispiel voran und lassen Schulen verrotten. Und wenn Eltern auf eigene Kosten streichen wollen, brauchen sie erst eine Genehmigung der Schulbehörde.
.
Wie wäre es denn mal mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Behörden? Ach ja, wir haben nicht genug Richter.

re neutralewelt

""Was tun gegen den Hass?"
.
Wie wäre es mit Politik machen?"

Es wird immer Politik gemacht.

Nur weil es nicht Ihre ist wird daraus nicht "keine Politik".

15:18, NeutraleWelt

>>Viel erschreckender finde ich die seitens unserer Politiker (je nach Couleur) betriebene Legitimierung von Gewalt.
Hetzjagd in Dresden ist böse, G20 in Hamburg ist gut. Die Grünen möchten ja auch in Hamburg das Vermummungsverbot aufheben (also nur noch eine Ordnungswidrigkeit).
Ist Hass und Gewalt mittlerweile gerechtfertigt, weil es von der "richtigen" Partei kommt?<<

Welcher Politiker hat denn die Ausschreitungen in Hamburg entschuldigt oder gar legitimiert?

Wenn Vermummung von einer Straftat zu einer Ordnungswidrigkeit herabgestuft wird, so ist sie immer noch verboten. Oder meinen Sie, Falschparken wäre erlaubt, weil es ja nur eine Ordnungswidrigkeit ist?

Hass und Angriffe auf Politiker....

..... mögen auch dadurch viel mehr geworden sein, weil das Vertrauen in die Politik täglich sehr abnimmt und sozusagen damit ein Gegengewicht darstellt !?

Die Schuld des Hasses?

Die Schuld des Hasses liegt an einigen Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens selbst.

Durch das Verschweigen, Relativieren, oder sogar Verharmlosen, haben sich viele der AfD zugewand.
Wer als Kritiker als "Pack" bezeichnet wird, der kann auch gut und gerne ein Nazi sein und die AfD wählen.

Auch mir fällt es machmal schwer sachlich und objektiv zu bleiben. Trotz aller anfeindungen von "Links" und "Rechts" habe ich mich dem Hass aber nicht hingegeben.

Jedenfalls nicht in solche wie bei Rechtsaussen und/oder Islamisten.

Das wurde übrigens auch in der vorgenannten Fersehsendung dokumentiert.
95% Hasskommentare auf rechter/islamischer Seite sprechen für sich.

Ich lese übrigens regelmässig in der Antifa-Szene,
man will ja ein ausgewogenes Bild erhalten.

Und die Sprache der meisten Antifa-Seiten sind germanistentauglich
gemessen an Blood&Honour & Co.

@sausevind - 15:14

"Unsere Gesellschaft BERUHT auf Toleranz."

Sigmar Gabriel hat mal - bezogen auf Toleranz - den treffenden Satz gesagt:
"Wir sind tolerant aber nicht dämlich."

Bezüglich des Themas halte ich es für sehr geboten, hier einen gut differenzierten Gebrauch von Toleranz anzuwenden. Genau dort, wo sich Diskriminierungen etablieren und die Versuche, Hetze als Meinungsfreiheit umzudeuten.

um 15:54 von Peter Kock

>>
Hass und Angriffe auf Politiker....

..... mögen auch dadurch viel mehr geworden sein, weil das Vertrauen in die Politik täglich sehr abnimmt und sozusagen damit ein Gegengewicht darstellt !?
<<

Das kann weder eine Begründung noch eine Rechtfertigung sein, denn jeder hat selbst die Möglichkeit, sich politisch einzubringen, also selbst Teil der Politik zu werden.

was lerne ich in diesem Forum?

Das, was ich erwartet habe. Die Opfer sind selbst schuld. Es gäbe ja keine Gewalt oder Drohungen gegen Politiker, wenn diese nur die richtige Politik machen würden. Was denn "richtig" wäre, ist dabei fast schon zweitrangig. Ich frage mich, ob den Autoren solcher Beiträge überhaupt klar ist, was sie da schreiben.
Mir kommt das vor wie bei einem Wirt, dem die Schutzgelderpresser das Restaurant demolieren und anschließend sagen "er ist selber verantwortlich, er hätte ja nur zahlen müssen".

um 16:32 von Der Nachfrager

>>
Wer als Kritiker als "Pack" bezeichnet wird, der kann auch gut und gerne ein Nazi sein und die AfD wählen.
<<

Legendenbildung, Nichtwissen oder Täuschungsversuch ? Niemand hat Kritiker als "Pack" bezeichnet. Gabriel nannte seinerzeit eine Gruppe von Gewalttätern so. Oder gibt es ein weiteres Ereignis ?

@Am 22. Januar 2020 um 14:56 von Adeo60

Zitat: " Das Mitführen von Galgen auf Demonstrationen, der offen demonstrierte Hass gegen Ausländer, der Umstand, dass die Geburt der Kanzlerin von einer AFD-Abgeordneten öffentlich verflucht wurde u.a. sind Auswüchse"

Völliger Blödsinn!

1. In der AfD hasst keiner "Ausländer". Es wird Kritik an der illegalen Migration und deren fatalen, negativen Folgen geübt.

2. Einen symbolischen Galgen, der irgendwann - EINMAL - bei einer Pegida-Demo hochgehalten wurde, wollten Sie jetzt als Anlass dazu nehmen, um über "Hass", die angeblich aus der AfD komme, pauschal zu reden? Gleichzeitig ignorieren Sie völlig, dass linksextreme Terroristen in Hamburg, Leipzig, Frankfurt ect. ganze Straßenzüge in bürgerkriegsähnliche Zustände versinken lassen und 100e Menschen verletzen?

Wen wollen Sie auf den Arm nehmen?

3. Weil irgendeine AfD-Politikerin den "Geburtstag von Frau M. verfluchte" wollen Sie jetzt zum Anlass, nehmen über die massive SACHkritik der AfD an Frau M. nicht zu reden??

REALLY?

>>>Es gibt also nicht nur

>>>Es gibt also nicht nur Gewalt von „rechts“, wie die Medien und ständig vermitteln wollen.<<<

Nein, das wollen "DIE" Medien nicht vermitteln und vermitteln sie auch nicht. Lediglich eine gewisse Klientel will ständig zu unrecht etwas vermitteln, dass angeblich andere vermitteln. Typischer Strohmann / Projektion...

Hass ist schlimm - wird aber gesäht

Wir können unterscheiden zwischen Hassgefühlen und Hasserfüllung. Hass ist ziemlich extrem, aber wir Menschen sind alle damit ausgestattet Hass zu empfinden. Doch bis wir Hasserfüllt werden, sind viele schlimme Dinge geschehen. Unbegreifliche Vorkommnisse, himmelschreiende Ungerechtigkeiten und eben wenig Bereitschaft in der Politik, dies zu verbessern, führen zu solchen Entwicklungen.
Unser Justizsystem muss dringend reformiert werden, die Altersversorgung muss grundlegend neu geregelt werden, die riesige Wohnungsnotsituation erfährt keine Verbesserung usw. usw. Ohne konkrete Initiativen der Politik wird sich dieser immer mehr aufkommende Hass nicht eindämmen lassen.

Dem rechtsradikalen Terror

Dem rechtsradikalen Terror sind in 70 Jahren BRD ca 1000 Menschen zum Opfer gefallen und wahrscheinlich Tausende mussten und müssen unter verbalen Attacken leiden..
Weder Geheimdienste, noch Politik oder Polizei hat das je beeindruckt.
Nun müssen erst tatsächlich Politiker auf den Listen der braunen Banden stehen und es wird endlich etwas dagegen getan.

Was tun gegen den Hass?

Gegen Hass kann nichts getan werden, wie auch nichts gegen Liebe getan werden kann.

Beides kann auf einmal da sein.

Aber beides hat Ursachen

Statt darüber nachzudenken und entsprechend zu handeln, wird über Sanktionen nachgedacht.

Wie bei einer Krankheit. Statt an die Wurzel zu gehen, denkt man über Medikamente nach....

Wie wir alle wissen, hat auch die Todesstrafe noch nie einen Täter von einem Mord abgehalten.

Wie wäre es damit:
Politiker müssen mit ihrer Politik einfach mehr Liebe erzeugen - statt Hass!

um 16:55 von languste

>>
Unser Justizsystem muss dringend reformiert werden, die Altersversorgung muss grundlegend neu geregelt werden, die riesige Wohnungsnotsituation erfährt keine Verbesserung usw. usw. Ohne konkrete Initiativen der Politik wird sich dieser immer mehr aufkommende Hass nicht eindämmen lassen.
<<

Ich bin Jahrgang 1953 und kann mich noch an meine Kindheit erinnern. Da gab es Millionen, die ein Essen, wie es einem Hart4-Bezieher möglich ist, als puren Luxus empfunden haben. Da wurden Zimmer im Schichtsystem zum schlafen belegt, weil extreme Wohnraumnot bestand - in der BRD mussten Millionen Aussiedler aufgenommen werden. Ich könnte es fortsetzen. Politisch bestanden erhebliche Differenzen (Wahlplakate: Deutschland dreigeteilt - niemals!). Und dennoch gab es nicht diesen Hass und diese Gewalt. Ihre Analyse ist also empirisch nicht gestützt.

Zwei Dinge sind

Zwei Dinge sind unverzichtbar:
a) anonyme Hasstiraden und Drohungen im Netz nachverfolgen, die Urheber benennen und vor Gericht bringen
b) die Hinterleute und Netzwerke bis in die rechten und rechtsextremen Parteien hinein benennen, die Hass-Posts auf deren Facebook-Seiten schonungslos als solche benennen.

16:50 von Bote_der_Wahrheit

>>>1. In der AfD hasst keiner "Ausländer". Es wird Kritik an der illegalen Migration [..] geübt.<<<

Es wird in der AFD nach eindeutig rassistischen Kriterien gegen Minderheiten gehetzt. "Ausbreitungstyp", Sie wissen schon.

>>>2. Einen symbolischen Galgen, [..] wollten Sie jetzt als Anlass dazu nehmen, um über "Hass", die angeblich aus der AfD komme, pauschal zu reden?<<<

Strohmann, ihr Vorredner hat nicht pauschal über die AFD geredet. Aber wenn wir schon dabei sind, wer von der AFD hat das verurteilt? Erklären Sie mal die "Symbolik" bei Lübke und den Hasskommentaren, die die AFD dazu nicht löschte.

>>linksextreme Terroristen in Hamburg, Leipzig, Frankfurt ect. ganze Straßenzüge in bürgerkriegsähnliche Zustände versinken lassen und 100e Menschen verletzen?<<

Whatabout? Ok! In Hamburg waren Rechtsextremisten ebenso dabei.

>>>[..] wollen Sie jetzt zum Anlass, nehmen über die massive SACHkritik der AfD an Frau M. nicht zu reden??<<<

Strohmann, das hat ihr Vorredner nicht gesagt.

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