Kommentare

Höheren Mindestlohn wird auch nicht reichen!!!

Egal ob der Mindestlohn jetze bei 9,92 Euro liegt oder vielleicht später einmal bei 12 .00 Euro in der Stunde ,es wird immer viele Multijobber geben die auf mehrere Jobs angewiesen sind. Denn man muss bedenken ,mit Erhöhung des Mindestlohns steigen auf vielen Gebieten auch immer wieder gleichzeitig die Lebenshaltungskosten bzw.die Preise (zb.Bäcker,Fleischer,Friseur usw.)

In einem Land, in dem wir gut und gerne leben!

Und da sage mir noch einer, das die Lebenshaltungskosten nicht gestiegen wären. Warum haben denn so viele einen Zweit- oder Drittjob nötig? Eine Schande für ein so reiches Land wie Deutschland, in einem Land, von dem die Kanzlerin sagt, das wir in diesem gut und gerne leben.

Klare Abgrenzung nach Unten!

Der Mindestlon muss auch erhöht werden, damit er sich klar von Hartz4 und anderen Sozialleistungen abgrenzt.

Leistung muss sich nämlich lohnen in Deutschland.

Und zwar positiv für Menschen mit Arbeit.
Die Lücke herstellen, in dem Arbeitslosen am Lebensminimum weggekürzt wird, ist unmenschlich und dumm!

Die Maßnahmen....

des großen "SPD Arbeiterführers" Gerhard Schröder wirken fast 20 Jahre nach. Denn die Regierungen nach ihm haben dieser Plünderung des Mittelstands und Schaffung des größten Niedriglohnsektors in Europa zugejubelt.
Die Hartz IV Gesetze sowie die gleichzeitige Deregulierung des Finanzsektors haben den sozialen Zusammenhalt und inneren Frieden dieses Landes zerstört. Und alle Regierungen (CDU geführt unter Merkel) nach Schröder haben die Politik zu Lasten der Arbeiter und Angestellten und zum Nutzen von globalen Großkonzernen freudig fortgeführt.

In Deutschland sind inzwischen mehr als 800.000 Menschen obdachlos, knapp 300.000 sind Wohnungslos und leben auf der Straße. Hunderttausende Rentner leben in Armut und müssen Flaschen sammeln oder im hohen Alter arbeiten, 280.000 Menschen hat man den Strom abgestellt. Mieten sind seit 2005 massiv gestiegen und seit 2015 nahezu explodiert. Und damit die Menschen noch leben können, müssen sie 3 Jobs annehmen.

Hier lebt man halt gut und gerne.

Traurig für ein Land wie Deutschland!

Und dann heißt es immer vollmundig, der Bürger soll noch privat fürs Alter vorsorgen! Hier stimmt schon lange was nicht mehr!

Ist das mit Mindestlohn hinzubekommen?

Ist nicht mehr "ich-AG" der Grund? Man wird nur per Werkvertrag eingestellt und nur für begrenzte Zeit. Das immer wieder, weil man offensichtlich doch gebraucht wird, aber zu niedrigeren Kosten.

Früher waren das reguläre Stellen und die Firma ging dadurch auch nicht pleite.

Liebe TS. Würden Sie bitte

Liebe TS. Würden Sie bitte Nachrichten auf ihren Inhalt und deren Wahrheitsgehalt prüfen?
Grade vor kurzem wurde verbreitet, es gäbe noch nie so wenige Arbeitslose, noch nie wäre das Sparvermögen so riesig gewesen. Etc.
Einwände, dies seien nur statistische Werte oder Rechentricks, werden entweder nicht veröffentlicht oder von den Jubelpersern der GroKo niedergeschrie(b)en.
Deutschland schafft duch ab, ganz genau das passiert gerade. Und wir sind uns nicht zu blöde, ständig auf die USA zu deuten, wo alles viel schlimmer wäre. Ist es nicht mehr lange.

Glückwunsch liebe SPD

Herr Schröder war einst stolz auf diese Errungenschaft: "Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt."

* 2005 auf dem World Economic Forum in Davos.

Vergessen sie das nicht liebe SPDler, wenn sie analysieren warum es bei den Wählerstimmen weiter abwärts geht.

Ein Job reicht nicht mehr um eine Familie nachhaltig zu unterhalten. Deutschland ist ein Hightechland das seine Standards (Dipl.-Ing., Meister, G9) sukzessive abgebaut hat und nun neue Probleme wie Altersarmut und Kinderarmut und eine aufgehende soziale Schere dafür erntet.

Und während Wohnraum für Familien nicht mehr bezahlbar ist, werden in Massen Gaststätten und Mietshäuser zu Kasernen für Scharen von EU-Billiglöhnern umfunktioniert. Zum Profit einzelner Unternehmen/Unternehmer.

Läuft doch alles super!

Ob das wirklich eine Lösung ist?

Ich habe am WE gerade 29 Euro! für drei Portionen gegarte und gelieferte Nahrung bezahlt. Das sind über 50DM, und dasselbe Zeugs hätte seinerzeit 15-20DM gekostet.

Was also für mich heisst, nix mehr dort kaufen, weil mein Billiglohn da nicht mehr mitkommt - Mehrfachjobber haben gewöhnlich auch keine Zeit zum Zusammenstellen ihren bio-vegan erzeugten Wohlfühlnahrung aus der Ökoecke.

Wie wäre es also, mal endlich die Leute und Unternehmen abzurahmen, die sich auf Kosten der Mehrheit bereichern?

fehlende Informationen

klingt dramatisch und könnte ein reales Problem sein.
Um das bewerten zu können, fehlt die Information, wie hoch der Anteil der "Multijobber" mit mehr als 40 Wochenarbeitsstunden ist.
Bis 40 Stunden/Woche sehe ich keinen Handlungsbedarf.

Der Mindestlohn muß auf 25€ erhöht werden

Vielleicht sollte mal durch das Bundesverfassungsgericht festgelegt werden, wie hoch das Gehalt sein muss, damit es „reicht“. Harz4 reicht definitiv in keiner Lebenslage aus.
Bei einem Stundenlohn von 12 € brutto hat man als Alleinstehender ca 1350 netto. Je nach Höhe der Miete reicht das vorne und hinten nicht und auf gar keinen Fall für gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel.
Ausserdem müßten schon für eine halbe Stelle so viel gezahlt werden, dass nach ca 35 Jahren eine Rente von ca 1500€ netto dabei herauskommt.
25 € Mindestlohn wäre momentan akzeptabel.

Wochenstunden?

"Fast drei Millionen Menschen hatten den Angaben zufolge neben einem regulären Job noch eine geringfügige Beschäftigung. Mehr als 345.400 Menschen gingen zwei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen nach. Dritthäufigste Variante war die Kombination von zwei oder mehr sogenannten Minijobs. ..."
.
Diese Zahlen haben ohne Angabe der Wochenstunden keine prekäre Relevanz. Wenn jemand in zwei oder drei Jobs bis zu 40 Stunden die Woche arbeitet, ist dies grundsätzlich nicht als hochproblematisch anzusehen. Dies wird es erst, wenn mit mehreren Jobs über 40 Stunden hinaus gearbeitet wird. Ebenso ist es problematisch, wenn neben der ausgefüllten Arbeitswoche im ersten Job noch durch Schwarzarbeit Geld hinzu verdient werden muss, weil es hinten und vorne nicht reicht (Zahlen hierzu?). Ich kenne nicht wenige, die hierzu gehören. Ganz erschrocken bin ich wenn dies Polizisten sind, die nach einer Scheidung so wenig Netto haben, dass dies eine Schande für den deutschen Staat ist.

Mehrfachjobber, Problemlösung

In Anlehnung an die beabsichtigte "Privatjustz" -aktuell in Davos- (private Schiedsgerichte können einen Staat auf Schadenersatz verklagen, wenn dessen Gesetze seinen Gewinn schmälern), sollten auch "Vereine & Co" eine gleiche Privatjustiz installieren können um einen Staat auf Zahlung von "fehlende Einnahmen" zu verklagen.

Neben höherem Mindestlohn

Neben höherem Mindestlohn muss auch Hartz runter oder zusätzlich zum Kindergeld auch noch ein Steuerfreibetrag pro Kind her oder beides zusammen.

Arbeiten lohnt sich doch überhaupt nicht mehr. Wenn man knapp über Hartz 4 verdient hat man weniger übrig am Ende, vor allem mit Kindern.

Wer Hartz bekommt kriegt noch zig Sachen für die Kinder bezahlt, über das Amt, wenn er nicht zu faul ist die Anträge auszufüllen.

Wenn Kinder von Hartz Beziehern schlechtere Bildung haben, liegt das vor allem am Desinteresse der Eltern, denen ihr Kind nur als Geldquelle dient.

Wie viele Leute ich hier sitzen habe ohne Abschluss oder schlechtem Abschluss, die erzählen das sie ihren Eltern ziemlich egal sind ist erschreckend.

In muslimischen Familien wird den Jungs erzählt das sie keine Bildung brauchen, weil sie die Dönerbude oder den Gemüseladen übernehmen oder nebenher schwarz arbeiten können. Und die Mädels hier brauchen nur ordentlich zu heiraten und solange haben sie den Haushalt zu schmeißen.

Warum das Gejammer?

Tja, das ist dann eben die Kehrseite der vom Mainstream gefeierten Globalisierung und des grenzenlosen Europas. Moderne Lohnsklaven aus Osteuropa und demnächst wohl auch Afrika stehen in Massen bereit, um schlecht bezahlte Jobs zu machen.

@ joachim53 09:00 Uhr

"...steigen auf vielen Gebieten auch immer wieder gleichzeitig die Lebenshaltungskosten bzw.die Preise (zb.Bäcker,Fleischer,Friseur usw.)".
Das Problem:
Die Einkommen steigt um (z.B.) 3%.
Also bei 1.000 um 30 Euro und bei 5.000 um 150 Euro.
Ein Brot (z.B.) wird von 1,50 Euro auf 2,00 Euro teurer.
Betroffen sind überproportional die kleineren Einkommen. Auch wenn der statistische Lebensmittelkorb -völlig korrekt- etwas anderes signalisiert.

Die sollen doch den Mindestlohn

auf 100 Euro erhöhen und den Mietdeckel auf 5 Euro senken. Dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen im Linken Utopia.

Solange tosender Beifall

die +8% mehr für 1,9 Millionen aktive Beamte begrüsst ist alles in bester Ordnung

US-verhältnisse

in Deutschland. mal gespannt, wann die ersten alleinerziehenden mütter trotz job mit ihren kindern im auto leben müssen. der weg dahin ist nicht weit...

@dummschwaetzer

leider haben Sie Recht...
- Wir stehen Systemen gegenüber die unbedingt „ihre“ Ordnung aufrechterhalten wollen, weil sie davon profitieren. Diese Systeme sind bösartig, weil sie nur auf sich und den materiellen Gewinn aus sind und versuchen jegliche Opposition mit Gewalt (die sogar meistens staatlich zur Verfügung gestellt wird, durch Polizei, Militär oder Behördenwillkür) zu unterdrücken. Die herrschende Klasse (Geldadel) übt soziale Gewalt gegen die arbeitende (abhängig Beschäftigte) Gesellschaft aus. Der Neoliberalismus füllt sich die Taschen und glaubt es reicht den Unterprivilegierten nur den Bauch zu füllen.Wenn die Grenzen der sozialen Ungerechtigkeit erreicht sind, wenn eine verarmte Gesellschaft an den äußersten Rand der Existenz getrieben wird, bricht Gewalt aus.
Die Ursache von Protesten liegt ja nicht in dem Drang alles kaputt zu machen, sondern darin, sich gegen das Diktat des Geldes nicht mehr anders wehren zu können. Revolution entsteht aus Hoffnung.

Ja, Moment

"Für mehr als drei Millionen Menschen reicht ein Job nicht, um über die Runden zu kommen..."

Aber:

"Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind für 53 Prozent der Befragten finanzielle Schwierigkeiten oder Nöte ausschlaggebend für eine Nebentätigkeit, wie die Zeitung weiter berichtete."

Wenn nur etwas über die Hälfte der Multijobber angibt, dass finanzielle Nöte die Motivation für den Zweitjob sind, sind es dann wirklich drei Millionen, die mit einem Job nicht über die Runden kommen?

Ich persönlich arbeite trotz gut bezahltem Erstjob seit Jahren zusätzlich, weil ich das zusätzliche Einkommen gut gebrauchen kann und weil mir (huch!) beide Tätigkeiten viel Spaß machen. Ich weiß, dass ich damit nicht der Mehrheit der Multijobber angehöre, aber nicht jeder der mehr als einen Job hat, tut dies aus der Not heraus.

Multibeschäftigung

Bei gut 40 Mio Beschäftigten sind knapp 4 Mio Multiarbeiter weniger als 10 % der abhängig Beschäftigten. Wegen dieser eher geringen Gruppe soll der gesamte Arbeitsmarkt neu organisiert werden? Besser ist, schon in der Schule dafür zu sorgen, dass Kinder mit einer exzellenten Ausbildung ins Berufsleben gehen, dann erübrigen sich diese sozialistischen Sondermaßnahmen. Und es gibt auch viele Möglichkeiten der Weiterbildung. Also wäre es besser, den Bildungsstand der finanziell Zurückgebliebenen zu untersuchen und zu verbessern.

re wolfgangs-h

"Ich habe am WE gerade 29 Euro! für drei Portionen gegarte und gelieferte Nahrung bezahlt. Das sind über 50DM, und dasselbe Zeugs hätte seinerzeit 15-20DM gekostet.

Was also für mich heisst, nix mehr dort kaufen, weil mein Billiglohn da nicht mehr mitkommt"

Mal abgesehen von Ihrer Inflations"berechnung":

Man braucht keine 29 Euro, wenn man eine Mahlzeit für drei Personen zubereitet, und die ist mindestens so gesund wie das gelieferte Essen.

Die Sache

hat 2 Seiten, zum einen ist ein höherer Mindestlohn gut, auf der anderen Seite steigen dadurch die Preise oder Dienstleistungen.
Und die Arbeit der 3 Millionen muss dann auch jemand machen, denn die Arbeit geht ja nicht verloren.
Alle die vor dem Mindestlohn der von Anfang an zu niedrig war, vorher noch weniger, Jahre gearbeitet haben.
Die machen dann als Rentner die Pfeife, es reicht also nicht nur den Lohn anzuheben, sondern das System muss wieder in Waage gebracht werden.
Und es sind ja nicht nur 20 Millionen Rentner, sondern auch noch die anderen Gruppen wie H4 und was alles so gibt.
Da sind wir locker bei mehr als einem Drittel der Bevölkerung, und wir sind ja bei 83,2 Millionen jetzt angekommen, entgegen aller Prognosen von früher, wir schrumpfen nicht, sondern werden immer mehr.

Das ganze System, von Einkommen und Preisen driftet immer weiter auseinander, aber das betrifft immer den gleichen Teil.

Der Mindestlohn alleine, ändert das nicht.

Eine politische Dummheit

Armut in dieser Form zuzulassen.

Wie will man eigentlich Klimareformen durchfuehren oder fuer gerechtere Preise oder mehr BIO bei Lebensmitteln sorgen, wenn ein Teil der Bevoelkerung sich jetzt schon nicht mehr anstaendig alimentieren kann.

Man hat den Mund sehr voll genommen , was man fuer die Welt tun kann, dabei das eigene Haus vergessen.

Wir haben die höchsten

Bruttolöhne in Europa, bei den Nettolöhne sind wir aber im Mittelfeld.
Da liegt zum Beispiel auch ein Problem, der geringeren Vermögens und Eigenheim Quote in Deutschland.
Das gehört ebenfalls in die Betrachtung.

@ 09:01 von KarlderKühne

Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass Multijobber das machen, weil sie es finanziell müssen. Meine beiden Kinder sind auch Multijobber, weil sie ihren Zweitjob als produktive Freizeitgestaltung ansehen und mit ihrem Hauptberuf nicht ausgelastet sind.
Die 450 EUR legen sie sich auf Seite.
Und da sind sie keineswegs Einzelfälle, die Kollegen meiner Tochter im Zweitjob haben fast alle einen gut bezahlten Erstjob. Was meinen Sie denn, wie sich so viele 20-30 jährige junge Frauen Luxushandtaschen etc. leisten können, die teurer sind als das Monatsgehalt eines Mindeslohnempfängers?

Man könnte auch sagen, dass viele junge Leute einfach fleißig sind.

Das Einkommen aus einem "JOB"

hat vor nicht allzulanger Zeit ausgereicht eine Familie zu ernaehren. Jetzt muessen beide arbeiten und das bisweilen in mehr als einem "JOB".

Welch ein Fortschritt in der Emanzipation der Geschlechter und der Arbeitnehmer.

Mit welchen Ueberraschungen wird man in der Zukunft noch zu rechnen haben? Leibeigenschaft?

Man verzeihe mir die Ironie!

Zahl der Mehrfachjobber steigt weiter

Heute lautet die Schlagzeule:

Zahl der Mehrfachjobber steigt weiter

Morgen lesen wir:

Zahl der Armen steigt weiter

Diese Misere, die mit der Rot/Grünen Regierung in 1998 erst richtig begann, wurde seitdem erfolgreich bis heute durchgesetzt!

Profitieren tun ausschließlich diejenigen, die sagen: In einem Land, in dem wir gut und gerne leben!

....und bei der nächsten Wahl machen sie bei den Parteien wieder ihr Kreuz......

@ 09:01 KarlderKühne

Wer A sagt und das als Schande bezeichnet, sollte auch B sagen und sich positionieren, wie man dieser Schande abhelfen kann: dazu gehört nicht nur ein anständiger Mindestlohn, dazu gehört genauso ein politisch stärker steuernder Weg zur Mietpreisbremse, sozialere rentenpolitische Konzepte und stärkere Initiativen bei Bildungsgerechtigkeit. (to be continued...)
Und da fallen einige Parteien schon raus...

re nie wieder spd

"Bei einem Stundenlohn von 12 € brutto hat man als Alleinstehender ca 1350 netto. Je nach Höhe der Miete reicht das vorne und hinten nicht"

Was für eine Wohnung hat denn Ihr Alleinstehender? 80 qm Loft mit Dachterrasse ...

@21. Januar 2020 um 09:53 von karwandler

"Mal abgesehen... Man braucht..."

Perfekt. Unverständis gepaart mit Schönrederei für ein reales Beispiel.

Schon lange nicht mehr die Preise bei Lieferdiensten und Friseur gecheckt? Ich habe damals beim Meister für Haar- und Bartschn itt zwölf DM bezahlt, heute beim klassischen Friseur 12 Euro. Tja, dann geht man als Niedriglöhner doch nur noch alle drei Monate hin, oder was?

Wie man dann noch den Bogen zu angeblich gesundem Essen schafft, wenn man als Mehrfachjobber schon keine Zeit zum Kochen hat, isrt mir mal wieder ein Rätsel.

Worum geht es?

Sehr einfach.
Die einen werden für harte Arbeit schlecht bezahlt und die Regierenden finden das für gut so (wenn nicht hätten sie es schon lange geändert) und die Anderen bekommen Unsummen für Bla Bla Bla, oder angebliche Verantwortung die diese noch nie getragen haben, oder?

Kurz, man sollte sich mal über den Wert einer Tätigkeit Gedanken machen.

Und nicht nur der Obrigkeit hinterher...….

Skandalös

Die Automatisierung mit Maschinen hat dafür gesorgt, dass dieselbe Arbeit in weniger Zeit geleistet wird. Aber anstatt den Mitarbeitern nun für weniger Arbeitszeit mehr Geld auszuzahlen, damit sie weiter gut leben können, aber mehr freie Zeit haben, wurden die Stundenlöhne gleich gehalten. Von der Automatisierung profitieren also nicht die Arbeitnehmer, sondern nur die Unternehmen, die durch den Einsatz von Maschinen Geld sparen, das eigentlich den Arbeitskräften zusteht. Folge: viele Menschen können nicht mehr von ihrer Hände Arbeit leben, gehen in Teilzeit und müssen mit einem zweiten Job oder Hartz IV aufstocken, während die Provisionen in den Vorstandsetagen immer größer werden. Es ist ein Skandal sondergleichen, dass in einem reichen Land wie diesem solche Zustände herrschen.

@guggi um 09:40Uhr

Ich schließe mich Ihrer "Ironie" an! Zugegeben, die Zahl von drei Millionen ist beeindruckend, aber es wird wie immer kräftig pauschaliert! Wie immer prüft niemand die Schulbildung oder Ausbildung in einem Beruf! Ich möchte fast wetten, daß in vielen Fällen die Notwendigkeiten eines zweiten Jobs selbst verursacht wurden. Das gibt aber nie jemand zu, weil dann die Parolen und Forderungen fragwürdig werden. Die Meldung der TS stößt leider wieder nur die bekannte Neiddebatte an und jede genauere Nachfrage wird mit Parolen niedergebügelt.

@09:00 von joachim53

>>Egal ob der Mindestlohn jetze bei 9,92 Euro liegt oder vielleicht später einmal bei 12 .00 Euro in der Stunde ,es wird immer viele Multijobber geben die auf mehrere Jobs angewiesen sind. Denn man muss bedenken ,mit Erhöhung des Mindestlohns steigen auf vielen Gebieten auch immer wieder gleichzeitig die Lebenshaltungskosten bzw.die Preise (zb.Bäcker,Fleischer,Friseur usw.)<<

Sicherlich richtig, aber Inflation gibt es auch ohne Erhöhung des Mindestlohns. Mit einem höheren Mindestlohn wird man trotz Verteuerung besser fahren.

Zahl der Mehrfachjobber steigt weiter.........

Und wie war das mit dem sozialem Aufstieg,von dem so viele reden ?
Die Zahl der Mehrfachjobber ist heute höher wie vor Jahren.Die Löhne reichen also nicht.Natürlich muß der Mindestlohn erhöht werden,aber nicht nur daß.
Vielleicht könnte das mal ein Anstoß sein für eine offensivere Tarifpolitik der Gewerkschaften.Statt dem drögen Komanagement.

Die Linksparteien tragen eine Mitschuld

Einerseits ist der Mindestlohn gut und richtig. Anderseits ist dieser ein künstliches Instrument wo es besser wäre wenn der Markt das alleine regeln würde was zugegebenermaßen ein Wunschdenken ist. Unser Problem ist das besonders die unteren Einkommen (die sowieso zuwenig haben) immer mehr einem Verdrängungswettbewerb ausgesetzt werden was auf den Preis (und damit Lohn) zusätzlich drückt. Und dieses Problem wurde von den Linksparteien zum Teil mit verursacht und verstärkt indem sich diese in den letzten Jahren vehement für die Aufnahme von in der Regel niedrig oder nichtqualifizierten Migranten eingesetzt haben. Zwei von drei der seit 2015 nach Deutschland geströmten Migranten leben laut unserer Bundesagentur für Arbeit von Hartz 4 und der weitaus geringere Teil der gottseidank in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden konnte, befindet sich vornehmlich in Niedriglohnsektor der uns die genannten Probleme verursacht.

@09:08 von ooooch nö

>>Liebe TS. Würden Sie bitte Nachrichten auf ihren Inhalt und deren Wahrheitsgehalt prüfen?
Grade vor kurzem wurde verbreitet, es gäbe noch nie so wenige Arbeitslose, noch nie wäre das Sparvermögen so riesig gewesen. Etc.<<

Wenn die Leute teilweise sogar 2-3 Jobs haben ist das definitiv ein Indikator für niedrige Arbeitslosigkeit. Es scheint dann ja nicht so schwer zu sein einen Job zu bekommen. Schwieriger scheint es eher zu seinen einen gut bezahlten Vollzeitjob zu bekommen.

um 09:01 von KarlderKühne

>>".. Eine Schande für ein so reiches Land wie Deutschland, in einem Land, von dem die Kanzlerin sagt, das wir in diesem gut und gerne leben..."<<

Ich bin wahrlich kein Merkel-Fan, aber Merkel die alleinige Schuld zu geben ist ungerecht. Ihre Freunde von den Linksparteien SPD/Grüne und Linke haben an dem Rad kräftig mitgedreht.

Da kann ich nur zustimmen

Da kann ich nur zustimmen

Ungenauer Umgang mit Zahlen

Liebe tagesschau-Redaktion,

ärgerlich finde ich in dem obigen Artikel den ungenauen Umgang mit Zahlen. Viele Leute nutzen die Möglichkeit eines Mini-Jobs im Nebenerwerb keinesfalls, weil Sie nicht über die Runden kommen, sondern weil es finanziell attraktiv ist (Steuer- und abgabenfrei). Laut dem Artikel selbst rund die Hälfte. Warum schreiben Sie also weiter oben, dass bei über 3 Millionen der Job nicht zum Leben reicht. Es sind unter 2 Millionen, die so was ähnliches sagen.... Solche reißerischen Ungenauigkeiten finde ich sehr ärgerlich.
Beste Grüße
Alfred Garloff

um 09:02 von silverbeard

>>"Der Mindestlon muss auch erhöht werden, damit er sich klar von Hartz4 und anderen Sozialleistungen abgrenzt.

Leistung muss sich nämlich lohnen in Deutschland."<<

Sehe ich genauso. Ich würde aber weiter gehen und z.B. angelehnte Migranten die Sozialleistungen völlig streichen wie es alle unsere EU-Partner machen.

um 09:08 von lh

>>"Und dann heißt es immer vollmundig, der Bürger soll noch privat fürs Alter vorsorgen! Hier stimmt schon lange was nicht mehr!"<<

Aber dafür spielen wir immer mehr das Sozialamt für die ganze Welt wo u.a. Menschen von profitieren die nie einen Cent eingezahlt haben und dies auch nicht tun werden und die Linksparteien finden das ganz, ganz dufte.

@ IBELIN 10:38 Uhr

"Mit welchen Ueberraschungen wird man in der Zukunft noch zu rechnen haben? Leibeigenschaft?"
Ganz einfach:
Aus Gründen der Kostenminimierung wird das Gehalt bis zur Beitragsbemessungsgrenze vollständig abgeführt und durch ein Taschengeld nicht oberhalb der Summe "X" ersetzt.

um 09:18 von nie wieder spd

>>"..Ausserdem müßten schon für eine halbe Stelle so viel gezahlt werden, dass nach ca 35 Jahren eine Rente von ca 1500€ netto dabei herauskommt.
25 € Mindestlohn wäre momentan akzeptabel."<<

Die Kehrseite der Medaille wäre, wer könnte (und wollte) die damit erbrachte Arbeitsleistung noch bezahlen? Ich würde beispielsweise nicht meine Hemden in eine Wäscherei geben wo ich 8,30 € anstatt die gewohnten 2,50 € pro Hemd zahlen müsste? Die Schwarzarbeit würde viel mehr Zulauf erhalten (in einem kranken System).

"Eine Schande für ein so reiches Land wie Deutschland, in einem Land, von dem die Kanzlerin sagt, das wir in diesem gut und gerne leben"

Wenn es den Menschen in Deutschland schlecht ginge und sie eine gerechtere Verteilung von Vermögen und Gewinnen der Wirtschaft wollten, dann würden die Menschen linke Parteien wählen.

Wie man aber an Wahlergebnissen und Umfragen sehen kann, verlieren linke Parteien Wähler und rechte Parteien gewinnen Stimmen hinzu.

Die informierten Wähler wissen ja aus den Wahlprogrammen, dass die Rechten einen massiven Abbau der Sozialleistungen wollen und gleichzeitig eine ebenso massive Senkung der Abgaben für Reiche und Unternehmen, um deren Gewinne zu steigern.

Es geht den Menschen also sehr gut, denn sonst würden sie diese Politik des "Macht die Reichen auf Kosten der Armen noch reicher." nicht unterstützen.

Auch erwähnen sollte man

Die überwiegende Mehrheit der „besser bezahlten Jobs“ haben meist keine 40 Stundenwoche.
Ich als selbständiger sowie so nicht.
Würde ich mich in meiner Branche auf einen Job bewerben, steht in den Verträgen schon eine Zahl drin, wie viele Überstunden mit dem Grundgehalt bereits abgegolten sind monatlich.

@eine_anmerkung

Könnten Sie vielleicht aufhören, das Thema für Ihre Flüchtlingshetze zu missbrauchen? Der "Zusammenhang", den Sie da konstruieren ist völlig willkürlich und deshalb tragen Ihre Argumente auch kein Jota zu einer Analyse oder gar Lösung des Problems bei. Armut durch Hungerlöhne ist Folge einer an nichts anderen als Gewinnen orientierten Wirtschaftspolitik (und deren Unterstützung durch die Politik). Mohammed aus Marokko hat die ebenso wenig zu verantworten wie Pedro aus Spanien oder Mike aus Irland.

Ich sehe hier so viele Ausreden gegen anständige Entlohnung.

Ich muss sagen die Obrigkeiten in D müssen es drauf haben, anders ist das nicht zu deuten.

Mir geht es gut, mein Wunsch ist es das es anderen auch gut geht und damit bin ich eine große Ausnahme, anscheinend!!

Allerdings sind hier einige unterwegs die meinen das es unbedingt Superreich und Superarme geben muss.

Ich nicht.

re wolfgangs-h

" Ich habe damals beim Meister für Haar- und Bartschn itt zwölf DM bezahlt, heute beim klassischen Friseur 12 Euro. Tja, dann geht man als Niedriglöhner doch nur noch alle drei Monate hin, oder was?

Wie man dann noch den Bogen zu angeblich gesundem Essen schafft, wenn man als Mehrfachjobber schon keine Zeit zum Kochen hat, isrt mir mal wieder ein Rätsel."

Preisvergleiche über 20 Jahre kommentiere ich gar nicht mehr. Und keine Zeit zum Kochen geht trotzdem mit der Mikrowelle.
Wobei keine Zeit zum Kochen im kommentierten Beitrag gar nicht vorkommt, das ist Ihre Zutat.

Agenda 2010 ...

... wirkt!

Der Ausbau des Niedriglohnsektors war ja Programm der rot-grünen Regierung unter Schröder-Fischer.

Löhne abzusenken war die Politik der SPD und der Grünen.

Dies ist bedauerlich für die Betroffenen, umso mehr als gerade diese die verantwortlichen Parteien gewählt haben.

==> WolfgangS-H // Ob das

==> WolfgangS-H
// Ob das wirklich eine Lösung ist?
Ich habe am WE gerade 29 Euro! für drei Portionen gegarte und gelieferte Nahrung bezahlt //

Kochen sie selbst, dann wirds wesentlich günstiger für sie.

@11:05 von nikioko

>>Die Automatisierung mit Maschinen hat dafür gesorgt, dass dieselbe Arbeit in weniger Zeit geleistet wird. Aber anstatt den Mitarbeitern nun für weniger Arbeitszeit mehr Geld auszuzahlen, damit sie weiter gut leben können, aber mehr freie Zeit haben, wurden die Stundenlöhne gleich gehalten.<<

Das stimmt nun wirklich in der extremen Form nicht. Natürlich haben die Arbeitnehmer nicht in der Form von der Produktivitätssteigerung profitiert wie die Unternehmer die ihr Kapital einsetzen. Generell ist es jedoch so, dass in Ländern mit höherer Produktivität auch bessere Löhne gezahlt werden. Und ein großer Teil der höheren Produktivität hängt mit technischem Fortschritt und entsprechender Technik zusammen.

Das ist auch einer(!) der Gründe warum ein Autobauer mehr verdient als ein Friseur. Die Produktivität eines Friseurs lässt sich technisch nur sehr begrenzt steigern.

Unabhängig davon bleibt in Deutschland durchaus noch Luft nach oben bei der Bezahlung.

Bitte nicht ganz die Eigenverantwortung vergessen

Wer in der Schule gut aufgepasst hat und auch als Erwachsener gelegentlich einige Stunden in die Weiterbildung investiert, anstatt ständig in die Disco zu gehen oder vor der Glotze abzuhängen, verdient mit Leichtigkeit 12 Euro die Stunde - und braucht dafür keinen Gouvernanten-Staat.

Man sollte natürlich auch einen einigermaßen nachgefragten Beruf erlernen. Also besser Informatiker als Soziologe.

Wer hingegen nichts gelernt hat, was irgendeinem Arbeitgeber 12 Euro pro Stunde wert ist, muss dafür vielleicht ein paar Abstriche im Leben hinnehmen und kann z. B. nicht in jeder beliebigen Großstadt wohnen (wo die Miete hoch und das Leben teuer ist).

Rentnerarmut von morgen

Die zukünftigen Generationen werden immer weniger gesetzliche Rente bekommen, weil das heutige Entgelt in vielen Fällen zu niedrig ist. Die Arbeitnehmer haben deshalb schon heute zu wenig zum Leben bzw. zum Sparen fürs Alter und müssen deshalb einen zweiten Job annehmen und nicht wie ein Kommentator hier behauptet, mehr Geld für mehr Spaß bzw. weil ein Minijob so attraktiv ist. Ne, Alfred Garloff, für viele gehts hier ums nackte Überleben. Und diese Mehrbelastung ist bestimmt nicht gesundheitsfördernd. Insofern hat die sozial denkende Linke völlig recht mit einer drastischen Erhöhung des Mindestlohnes. Und liebe Arbeitgeber, kommt mir nicht mit der alten Leier, das kostet Arbeitsplätze. Falscher Ansatz, mit mehr Einkommen steigt auch die Motivation eurer Arbeitnehmer. Und es kostet euch nur ein bißchen Gewinn. Und auch die Rente muß anders berechnet werden, wie bei den Beamten, nach 45 Jahren Einzahlung 71 % des letzten Bruttoeinkommens. Denkt ihr auch mal darüber, ihr Politiker.

Nur mal zur Versachlichung

Nur mal zur Versachlichung und zur Erinnerung:

Als unter Schröder die Agenda entwickelt wurde, da hatten wir unerträgliche Zahl von Arbeitslosen mit den entsprechenden finanziellen Lasten für Staat, RV und KK. Die seinerzeitige Meinung von links bis rechts war, dass dies daran liegen würde, dass immer weitere Produktion in Billiglohnländer verlagert und man deshalb immer mehr Arbeitsplätze verlieren würde. Ein Billiglohnsektor sollte die Lösung sein, um zum Beispiel die Bekleidungsindustrie nach Deutschland zurück zu holen. Eine Absicht, Arbeitnehmer im deutschen Inland besonders niedrig zu entlohnen, gab es nicht. Tatsächlich haben aber zahlreiche Unternehmer die sich bietende Möglichkeit ausgenutzt, um auch in D einen Teil der Lohnkosten von der Gemeinschaft übernehmen zu lassen. Die praktisch unmittelbar nach der Agenda einsetzende CDU-Kanzlerschaft hat bis zur Einführung des Mindestlohns alles getan, um notwendige Korrekturen zu verhindern.

Hubertus Heil und Lohndumping

Das Arbeitsministerium betreibt Lohndumping durch Outsourcing. Der Subunternehmer der Arbeitsagentur nutzt billige Leiharbeiter zur Digitalisierung der Eingangspost. Gewerkschaften und Mitbestimmung werden ausgehebelt.

09:03 von dummschwaetzer

800.000 Menschen obdachlos, knapp 300.000 sind Wohnungslos und leben auf der Straße. Hunderttausende Rentner leben in Armut und müssen Flaschen sammeln oder im hohen Alter arbeiten, 280.000 Menschen hat man den Strom abgestellt.
Hier lebt man halt gut und gerne.
.
also ich denke so kann man das auch nicht stehen lassen
ist Armut gottgegeben ?
ist man im einen oder anderen Fall nicht selber Schuld
zumindest hat Mitschuld an seiner Situation

15 in der Stunde Minimum ist

15 in der Stunde Minimum ist notwendig

09:08 von lh

der Bürger soll noch privat fürs Alter vorsorgen!
.
wer sonst
klar ist doch dass man Vorsorge betreiben muß
entweder man selbst für seine eigene Rente
oder man nötigt einen anderen dazu zusätzlich zu seiner Rente
auch die von einem anderen zu garantieren

„Für mehr als drei Millionen Menschen reicht ein Job nicht, um über die Runden zu kommen: Die Zahl der Multijobber steigt (…) Ende Juni 2019 waren rund 3.538.000 Mehrfachbeschäftigte registriert. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit (…) hervor“

Dieser Zwang, seine Zeit für fremdbestimmte „Dienstleistungen“ zu opfern führen natürlich zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität für die Betroffenen. Und müssen schon im Interesse des gesellschaftlichen Zusammenhalts abgestellt werden.

Langfristig und nachhaltig wird sich dieses in der Tat gewaltige Problem (und das wahrlich nicht nur hierzulande) nicht über immer neue den Arbeit"gebern" abgerungene „Zugeständnisse“ lösen lassen, sondern nur über die Schaffung eines demokratischen Wirtschaftssystems, das den Konflikt zwischen den Produktionsfaktoren „Kapital“ und „Arbeit“ (und „Boden“ gleich mit) auflöst. Will heißen: Das so „eingestellt“ ist, dass niemand mehr vom guten Willen anderer (bzw. deren) Geld abhängig ist.

@nie wieder spd, 09.18h

Wie hoch würden Sie dann den Lohn für eine qualifizierte Fachkraft ansetzten?
Vielleicht errechnen Sie dann auch mal die Stundenlöhne, die Sie als Leistungsnehmer für eine Dienstleistung aufbringen müssten.
Schon jetzt muss ein Handwerker ca. drei Stunden arbeiten, um sich eine Arbeitsstunde seines Kollegen leisten zu können.
Verteilen war schon immer eine Stärke der Linksgerichteten.
Wohin das führt, kann man überall dort sehen, wo sie regieren.

um 11:59 von Laskaris

>>"Wer hingegen nichts gelernt hat, was irgendeinem Arbeitgeber 12 Euro pro Stunde wert ist, muss dafür vielleicht ein paar Abstriche im Leben hinnehmen und kann z. B. nicht in jeder beliebigen Großstadt wohnen (wo die Miete hoch und das Leben teuer ist)."<<

Es sei denn man ist Clan-Mitglied, dann ist für viele auch der Lamborghini trotz Sozialhilfe drin. Aber auch sonst finde ich Ihre Aussage zu einfach. Es gibt nunmal Menschen die trotz des Bildungsangebotes in Deutschland es einfach nicht schaffen weil nicht jeder das Zeug für eine höhere Bildung hat und das sollte man wertfrei akzeptieren?

um 11:53 von Einfach Unglaublich

>>"Löhne abzusenken war die Politik der SPD und der Grünen.

Dies ist bedauerlich für die Betroffenen, umso mehr als gerade diese die verantwortlichen Parteien gewählt haben."<<
.
.
Die Grünen sind doch eher dafür bekannt das wohlstandsgeschwängerte satte Klientel welches keine Alltagssorgen hat und sich deshalb langweilt zu vertreten? Keine andere Partei hat so viele Millionäre wie die Grünen unter den Mitgliedern? Vor dem Hintergrund kann es dieser Partei doch egal sein was auf dem Niedriglohnsektor abläuft oder sehe ich das falsch?

Zahl der Mehrfachjobber steigt weiter

Tragödie Jahr langer falschen Politik. Genau so wie Hartz 4 zeigt sich das es der Bevölkerung nicht besser geht sondern schlechter. Wenn jemand mehrere Minijobs annehmen muss um zu überleben, dann stimmt im System etwas nicht. Das geht weiter bis zur Rente. Vielleicht sollten die Politiker endlich die Augen öffnen. irgendwann müssen auch die erkennen das man nicht immer mehr Profit erreichen kann. Die Welt ist mit Produkten über sättigt. Nur die Leute die für den Wirtschaftsboom gesorgt haben gehen leer aus und dürfen Dank ihrer Arbeitsleistung die Tafel besuchen. Ein Trauerspiel

Die Linke .... fordert einen höheren Mindestlohn.

grundsätzlich (!) begrüsse ich das

ein Mensch muss eigentlich so viel verdienen dass er eine Familie ernähren kann
dann reicht es auch später für ne erkömmliche Rente
mein Problem / Erfahrung in meinem Berufsleben und ich war nie Unternehmer
manche "verdienen" nicht mal den aktuelle Mindestlohn
warum ? weil sie die halbe Zeit blau machen und wenn sie mal da sind,
statt zu arbeiten mit dem Handy aufs Klo gehen
unser Leben ist eben komplizierter als im Mittelalter
der Sozialstaat stellt hohe Forderungen an alle !
wenn früher einem ne Suppe zum Leben genügte und ein Bett ...
was kostet allein die Gesundheitsvorsorge in unserem Staat,
da geht es finde ich nicht, ein Teil der Bevölkerung überproportional zur Kasse gebeten wird
einige sich verweigern, aber von Schulen profitieren wollen, ne Wohnung haben, ausreichend Kleidung
klar kann man von bedingungslosem Grundeinkommen träumen
aber wenn "Leistungsträger" weniger bereit sind dafür zu arbeiten
lieber auswandert ....was dann ?

um 11:59 von Aufmerksamleser

>>"..Und auch die Rente muß anders berechnet werden, wie bei den Beamten, nach 45 Jahren Einzahlung 71 % des letzten Bruttoeinkommens..."<<

Vorbildliche Länder wie z.B. Österreich zwingen u.a. Beamten auch in deren Rentenkasse einzuzahlen was für eine auskömmliche Rente für deren Rentner sorgt (zusammen mit zwei anderen Einflussgrößen). Ich sehe dies in Deutschland als nicht umsetzbar denn in welch einem Höhenflug befinden sich die Grünen? 22%!. Das heisst diese Partei wir bei künftigen Regierungskoalitionen ein gehöriges Wörtchen mitreden und gerade das Wählerklientel der Grünen rekrutiert sich in hohem Maße aus dem Beamtentum.

um 11:45 von frosthorn

>>"Könnten Sie vielleicht aufhören, das Thema für Ihre Flüchtlingshetze zu missbrauchen? Der "Zusammenhang", den Sie da konstruieren ist völlig willkürlich und deshalb tragen Ihre Argumente auch.."<<

Könnten Sie vielleicht damit aufhören die von mir getätigte sachliche und reproduzierbare Kritik pauschal mit "Flüchtlingshetze" abzutun? Solche Aussagen wie die Ihrige spalten nämlich unsere Gesellschaft. Sachliche Gegenargumente wären da angebrachter.

11:59 von Laskaris

“Wer in der Schule gut aufgepasst hat und auch als Erwachsener ... verdient mit Leichtigkeit 12 Euro die Stunde“

Sie reden sich wirklich leicht.
Was ist mit Berufen, die vor 40 Jahren gefragt waren? Dann gab es eine Flaute, in der Leute in diesem Beruf eben nicht so gefragt waren. Heute sind Arbeitskräfte in dieser Branche gesucht - nur, kann und will ich das mit über 60? Ich spreche von Erziehern.
Ich habe zwei Jobs. Der erste ist Teilzeit. Entgegen der Meldungen, reissen sich die wenigsten Arbeitgeber um Menschen/Frauen über 60 und gesundheitlicher Vorgeschichte. Trotzdem verdiene ich nicht schlecht. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, evt. dort irgendwann wieder Vollzeit arbeiten zu können. Der zweite ist da, um mal ins Kino zu gehen, mit Freunden Essen zu gehen oder Urlaub zu machen. Jetzt ab Januar sieht es wieder anders aus. Ab da bin ich wieder Steuerklasse 1, das “Gnadensplitting“ fällt weg.

11:59 von Aufmerksamleser

Und auch die Rente muß anders berechnet werden, wie bei den Beamten, nach 45 Jahren Einzahlung 71 % des letzten Bruttoeinkommens
.
ich habe 40 Jahre lang gearbeitet
und über der Beitragsbemessungsgrenze
dazu kommt noch ne fette Betriebsrente wo ich selber keinen Pfennig reinzahlte
ne eigene Immobilie hat es auch gereicht und eine zum Vermieten zwecks der Altersvorsorge
also ich muß mich hinter der Pension eines Beamten nicht verstecken
...
warum habe ich das geschafft ?
also ich halte mich nicht für schlauer
warum kriegen das andere nicht ebenso gebacken ?
und meine nicht zu knappen Steuern die ich zahlte flossen in unser aufgeblähtes Sozialnetz

09:18 von peter04

“... der "Multijobber" mit mehr als 40 Wochenarbeitsstunden ist.
Bis 40 Stunden/Woche sehe ich keinen Handlungsbedarf.“

Sie sehen keinen Handlungsbedarf?
Das ist ihr gutes Recht. Sie sind offensichtlich auch nicht auf das Geld aus einem Zweitjob angewiesen.
Mein Arbeitstag beginnt um 7:30Uhr, da habe ich einen Arbeitsweg von 1 Stunde hinter mir. Um 12:30 Uhr endet mein Teilzeitjob und ich fahre (wenn alles reibungslos klappt) 1Stunde30Minuten zu meinem Minijob. Das mindestens 2x, oft aber 3x. Dort bin ich bis 17:30 und fahre anschließend 35 Minuten nach Hause.
Ich arbeite keine 40 Stunden in der Woche und bin trotzdem am Abend fix und fertig. Das Geld, das ich zur Verfügung gabe reicht auch mal für Vergnügen. Das gönne ich mir!
Es geht nicht nur um die 40 Stunden-Woche. Und ich sehe Handlungsbedarf.

@ um 12:41 von eine_anmerkung

Mal abgesehen davon, dass man die Zahl derjenigen, „die trotz des Bildungsangebotes in Deutschland es einfach nicht schaffen weil nicht jeder das Zeug für eine höhere Bildung hat“, erheblich senken könnte, wenn ein vernünftiges und gutes Bildungssystem eingeführt würde, gibt es aber trotzdem keinen Grund dafür, dass ungebildete Menschen schlechter leben müssen, als gebildete.
Wer bestimmt das und mit welchem Recht?
Wenn jede Arbeit, die sich automatisieren und digitalisieren läßt, wegfällt, bleibt nicht genug Arbeit übrig, um jeden Menschen auf der Welt daran teilhaben zu lassen. Ergo muß die Arbeit, die nur von Menschen verrichtet werden kann, aufgeteilt werden.
Und dann wird es immer noch welche geben, die keine abbekommen.
Leben aber wollen alle. Ergo müssen auch alle bezahlt werden. Anständig.
Unser System ist von Menschen ausgedacht.
Das können Menschen auch anders ausdenken.

09:19 von Ritchi

“Wenn jemand in zwei oder drei Jobs bis zu 40 Stunden die Woche arbeitet, ist dies grundsätzlich nicht als hochproblematisch anzusehen.“

Auch Sie haben in Ihrem “nicht hochproblematisch“ vergessen einzubeziehen, dass in den seltensten Fällen die Arbeitsstellen schräg gegenüber liegen. Meist gibt es einen längeren Anfahrtsweg. Fährt man mit den Öffentlichen, ist auch noch deren Pünktlichkeit bzw. Unpünktlichkeit einzubeziehen.
Ich persönlich überlege mir manchmal, wozu ich eine Wohnung habe. Ich könnte auch in der S-Bahn schlafen.

09:28 von Ramuthra

“In muslimischen Familien wird den Jungs erzählt das sie keine Bildung brauchen, weil sie die Dönerbude oder den Gemüseladen übernehmen oder nebenher schwarz arbeiten können. Und die Mädels hier brauchen nur ordentlich zu heiraten und solange haben sie den Haushalt zu schmeißen.“

Interessant. Ich weiss ja nicht woher Sie diese Weisheiten beziehen. In allen muslimischen Familien die ich kenne, und das sind nun wirklich nicht wenige, sind die Eltern hinterher, dass aus den (allen!) Kindern was ordentliches wird.
Auch in unseren Flüchtlingsfamilien achten die sehr darauf.
Naja, da kenne ich wohl die falschen Türken, Pakistani, Tscheschenen, Syrer usw.

Ach ja, um die Ecke wohnt eine Familie, sie seit Opa von Sozialhilfe lebt. Wenn du diese Kinder fragst, dann werden die Hartzer. Ist so easy. Das sind aber Deutsche.

10:55 von karwandler

Selbst in “Vororten“ von München - ich spreche von einer Fahrzeit ca. 1 Stunde in die Innenstadt - bezahlen sie für die Zwei-Zimmerwohnung warm 850€. Dann noch Telefon, Strom ...
Da braucht's kein Loft um ab die finanzielle Grenze zu kommen.

Hallo Dr. Dr. Shelden,

ja, es gibt viele fleißige junge Leute, aber glauben sie wirklich, das die meisten Multijobber dies aus Spaß an der Freude machen? Als Kinder eines Dr. Dr. Vaters, können sie sich sowas sicher auch als Hobby leisten, damit sie sich Luxusgüter anschaffen können. Viele brauchen diese Jobs aber, um ihre Kinder zu ernähren. Kommen sie runter von ihrem Hohen Ross.

11:54 von Armagedon

“Kochen sie selbst, dann wirds wesentlich günstiger für sie.“

Ab und zu muss es auch möglich sein, das Essen kommen zu lassen.
Wenn ich am Abend von zwei Jobs nach Hause komme, schmier ich mir ein Brot, nehme mir ein Stück Obst und leg die Beine hoch.
Gehen Sie mal um 6Uhr morgens aus dem Haus und kommen nach über 12 Stunden wieder, da kochen Sie für sich auch nicht mehr.

@GeMe, 11.31h

Die Praxis sieht allerdings anders aus.
Dort, wo die linken Parteien das Sagen haben, geht es den Menschen dann schlecht.
Nicht umgekehrt.

11:59 von Aufmerksamleser

“Die zukünftigen Generationen werden immer weniger gesetzliche Rente bekommen, weil das heutige Entgelt in vielen Fällen zu niedrig ist.“
Auch, aber nicht nur. Das Rentenniveau sinkt (gesetzlich festgeschrieben) auf unter 43% und wird zu 100% versteuert.

@Nettie

"Ein dysfunktionales System "nachzujustieren" ist keine Lösung"

Diejenigen, für die das Sytem dysfunktional ist, sind gar nicht in der Lage, nachzujustieren - das tun diejenigen, für die das System super funktioniert.
Feudalherrschaft hat auch super funktioniert - für Adel und Klerus.

nicht zu vergessen....

dass es Berufe gibt z.B. Friseure, Altenpfleger , Kindergärtner usw. die total unterbezahlt sind.
Es kann doch nicht sein, dass Menschen die in diesen Berufen tätig sind einen Lohn bekommen der nicht zum Leben ausreicht.
Dann wäre noch ein wichtiger Aspekt, dass alle Beamten auch in Pensions - Rentenkassen einbezahlen müssten. Dies schon um der Gerechtigkeit Willen.

Skandal

Der Skandal ist doch, dass Unternehmer das Geschäftsmodell haben, die Löhne so niedrig zu machen, dass die Leute entweder einen zweiten Job haben müssen oder aufstocken müssen. Da facto lassen diese Unternehmen ,die Allgemeinheit die tatsächlichen Löhne bezahlen. Solchen Unternehmen gehört ein Riegel vorgeschoben.

12:03 von Klärungsbedarf

“Nur mal zur Versachlichung und zur Erinnerung...“

Danke. Viele haben völlig aus den Augen verloren, was der Anlass für die Agenda 2010 war. Die “Christlichen“ hätten inzwischen mehr als genug Zeit gehabt, die Auswüchse zu korrigieren. Haben sie aber nicht. Warum nicht? So ist es billig, ausschließlich auf der SPD herumzuhacken.

um 12:54 von eine_anmerkung

"Vorbildliche Länder wie z.B. Österreich zwingen u.a. Beamten auch in deren Rentenkasse einzuzahlen was für eine auskömmliche Rente für deren Rentner sorgt (zusammen mit zwei anderen Einflussgrößen). Ich sehe dies in Deutschland als nicht umsetzbar denn in welch einem Höhenflug befinden sich die Grünen? 22%!. Das heisst diese Partei wir bei künftigen Regierungskoalitionen ein gehöriges Wörtchen mitreden und gerade das Wählerklientel der Grünen rekrutiert sich in hohem Maße aus dem Beamtentum."
.
Bitte erwähnen Sie auch, dass die aFd, allen voran Jörg Meuthen, die Rente ganz abschaffen will. Also auf null absenken. Dann brauchen wir von "auskömmlicher Rente" nicht mehr zu reden, falls diese Partei jemals etwas zu sagen haben sollte.

um 13:01 von eine_anmerkung

"Könnten Sie vielleicht damit aufhören die von mir getätigte sachliche und reproduzierbare Kritik pauschal mit "Flüchtlingshetze" abzutun?" - Sondern? Warum darf der Forist "frosthorn" nicht die Wahrheit beim Namen nennen?
.
"Solche Aussagen wie die Ihrige spalten nämlich unsere Gesellschaft." - Hä???

re margareta k.

"Das Rentenniveau sinkt (gesetzlich festgeschrieben) auf unter 43% und wird zu 100% versteuert."

Das ist leider sehr falsch.

1) "In der allgemeinen Rentenversicherung darf das Sicherungsniveau vor Steuern (SvS = Rentenniveau) bis zum Jahr 2025 48 Prozent nicht unterschreiten und der Beitragssatz darf bis zum Jahr 2025 20 Prozent nicht überschreiten" - So gesetzlich festgeschrieben.

2) 100% Rentenversteuerung wird 2040 erreicht.

@ 11:14 eine_anmerkung

Die Quintessenz Ihres Kommentars ist für alle, die Ihre Kommentare verfolgen, wenig überraschend: Die Flüchtlinge und die Linken sind schuld. Dafür brauchten Sie in meinen Augen diesesmal erstaunlich viele Worte.

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