Kommentare

Genau das sind die Themen,

Genau das sind die Themen, die neben den drängenden ökologischen Fragen oben auf der politischen Agenda stehen: Ungleichheit bei Bildungschancen, mangelnder Zugang zu Technologie sowie ungerechte Löhne. Anders formuliert: wir brauchen eine sozialökologische Politikgestaltung - und da fallen doch einige Parteien des rechten und ganz rechten Randes aus, weil sie da nicht nur konzeptionell blank sind, sondern nicht einmal die Diagnosen, Fakten und Zusammenhänge wahrnehmen wollen bzw. können.

Sozialer Aufstieg ?!

Ein Aufstieg bei sinkender Qualifikation ist aber sinnlos.
Genau da liegt aber die derzeitige Problematik. Das Beste Beispiel ist das derzeitige Benotungssystem. Die Zensur wird besser aber Pisa meldet das Gegenteil.
Da sollten sie Minister in den Bundesländern einmal ins Grübeln können - und endlich einmal entsprechend reagieren.
Nicht um selber das Gesicht zu wahren, sondern einmal an die Zukunft unserer Gesellschaft denken!
Einem Hochschulabsolventen sind einfach andere Qualifikationen zu unterstellen wie z.B. an einen Handwerker der damit nur überqualifiziert wäre.

Verändern!

Was nützt Jahr für Jahr diese Studien und es passiert nichts? Das ist doch unseren Politikern völlig Schnuppe. Ihre Kinder werden studieren und später mit hoher Qualifikation und Einfluß des Elternhauses gutbezahlte Jobs bekommen.
Schauen wir nach Norden, da kann Deutschland lernen und nicht nur jammern, dass unsere Lebensmittelpreise im europäischen Vergleich zu billig sind. Über Ländergrenzen schauen, wenn es den Politikern zur Argumentation passt.

Was nun?

Wollen wir das Klima retten, oder dafür sorgen, dass alle maximal viel konsumieren können? Liebe öko-linke Reichshälfte, entscheidet euch mal!

Es liegt an der Arbeitswelt in Deutschland

In den USA gehen Arbeitgeber unvoreingenommener mit Bewerbern um. Nicht das Alter zählt, sondern ausschließlich die Qualifikation. Außerdem ist die Mobilität in USA viel größer. Netzwerke zählen weniger als Leistung, in Deutschland ist es ungekehrt. Undenkbar in USA ist auch der deutsche Parteienfilz. Ein SPD Parteibuch ist deshalb für viele immer noch Gold wert, auch wenn die Partei auf Landesebene nur noch einstellig ist. Ohne Referenzen oder Vitamin B ist es manchmal schwierig eine Stelle zu bekommen, abhängig von Firma und Branche. Bildung und Qualifikation wird in Deutschland überschätzt. Kaeser hat es mit seinem Jobangebot an eine Umweltaktivistin neulich demonstriert. Mir fallen sofort ein halbes Dutzend Beispiele ein, wo fachfremde Leute ohne Erfahrung durch Beziehungen hochdotierte Jobs bekommen haben. Deshalb liegt der Schlüssel zu mehr Sozialer Mobilität nicht bei der Bildung, sondern in einer Chancengleichheit in der Arbeitswelt.

lebenslanges Lernen

Platz 11 von 82 ist nun wirklich keine Katastrophe.

Es kann aber natürlich mehr getan werden. Lebenslanges Lernen wird in der Gesellschaft zwar als angeblicher Wert kommuniziert - wer allerdings wirklich mit Mitte dreißig nochmal den Beruf wechseln und entsprechende Qualifikationen erlangen möchte, weiß, welch hohe Hürden es zu überwinden gilt und wie wenig Unterstützung man dabei erfährt.

Kann das stimmen?

Wir haben sooo unglaublich viele Studenten mehr als früher. Kommen die alle aus besser gestellten Familien? Ach, dass kann ja nicht sein, da Diese sich nicht vermehrten. Dann bleibt nur die Annahme, dass Abitur und Studium dank Bologna nichts aber auch gar nichts mehr wert ist. Ach, wie soll ich dummer, studierter Hartz4ler das nur verstehen. Bitte helft mir.

10:34 von guggi

>>Wollen wir das Klima retten, oder dafür sorgen, dass alle maximal viel konsumieren können? Liebe öko-linke Reichshälfte, entscheidet euch mal!<<

Ich interessiere mich seit einigen Jahrzehnten für Politik. Trotzdem habe ich noch nie von einer öko-linken Reichshälfte gehört.
Was ist das?

Wie die Tagesschau gestern

Wie die Tagesschau gestern Abend zu berichten wusste, sind die Mitglieder des Weltwirtschaftsforums die wichtigsten(?) Menschen der Welt.
Wenn diese wichtigsten Menschen der Welt also nun das festgestellt haben, was hier berichtet wird, kann es ja überhaupt kein Problem sein, schon ab heute etwas zu ändern.
Denn diese wichtigsten Menschen der Welt sind ausnahmslos die Anführer aus Wirtschaft und Politik. Also genau diejenigen, die die gesamte Verantwortung für die Entwicklungen der Menschheit tragen. Und die auch - aber das nur am Rande - die Verantwortung für den gegenwärtigen Zustand tragen. Ökonomisch, Ökologisch, Sozial.
Also: Frisch ans Werk. Sofort!
Ich drücke die Daumen.

Sozialer Aufstieg

Der riesige Niedriglohnsektor, ausufernde befristete Arbeitsverträge, vielfach nur„Praktika“ für Hochschulabsolventen, großflächiges Ausweichen von Arbeitgebern auf Zeitarbeit und viel zu wenig Investitionen in die Schulbildung führen in Deutschland zu Armut, Unsicherheit bei der Lebensplanung und zu einem Abschmelzen des Mittelstands. Das in Deutschland der Bildungsstand und der finanzielle Hintergrund der Eltern wesentlich über die Bildung und damit über die Chance auf einen sozialen Aufstieg entscheiden, ist Ergebnis vieler Untersuchungen gewesen. Der Zusammenhang mit den vorgenannten wirtschaftlichen Faktoren wird aber nicht vertieft thematisiert. Solange wir aus Sicht der Politik „gut und gerne in Deutschland leben“ und die Politik die Interessen der Wirtschaft regelmäßig über die der Bürger stellt, wird das mit dem Aufstieg eher noch schwieriger werden.

Status wird in Deutschland vererbt

Ob jemand durch Befähigung, Berufung oder Leistung Mediziner wird, spielt eine geringere Rolle in Deutschland als die Medizinberufe der Verwandten. Überhaupt: in Deutschland wird alles vererbt: Nicht nur Firmenanteile, auch Arztpraxen, Anwaltskanzleien und Apotheken. Und oft sogar politische Ämter, vor allem auf der kommunalen Ebene. Leider herrscht außerdem speziell in Deutschland in der Gesellschaft noch ein anderes, machiavellistisches Motiv vor: nach „unten“ treten, nach oben „kriechen“.

@ 10:16 von andererseits

Haben wir denn wirklich eine Ungleichheit bei den Bildungschancen? Ich sehe das nicht. Es ist für einen „Armen“ sogar leichter gute Bildung zu erhalten als für den Mittelstand, weil der finanziell stärker belastet wird. Wenn man zum Beispiel feststellen muss, dass das Kind kein Bafög erhält, weil die Eltern etwas zu viel verdienen, dann ist das problematischer, als wenn sie sehr viel mehr oder weniger verdienen.
Auch der Zugang zu Technologie halte ich für sehr fragwürdig, ich kenne keinen Hartz 4 Empfänger der keinen PC oder kein Smartphone besitzt.

Ich glaube das Problem liegt eher an der Vorbildfunktion der Eltern. Häufig kann man schon bei einem kurzen Gespräch mit den Eltern die Chancen der Kinder recht gut einschätzen.

Wohin will

denn der Mensch aufsteigen, zum Millionär oder was ?, ein paar Menschen müssen noch was tun, sonst werden die Regale leer.
Facharbeiter und Handwerker sind die Menschen, die den Staat am laufen halten.
Das Deutschland dem Norden hinterher hängt, ist auch nicht neu, das Eltern gerne die Noten beeinflussen, ist auch jedem klar.
Lernen muss der Mensch der arbeiten geht, fast täglich, wenn er nicht gerade eine gleichförmige Arbeit am Band hat.
Unser Problem sind nicht nur die Löhne, sondern auch niedrige Renten die daraus entstanden sind, das schlimmste sind aber die Rentenkürzungen, von 60 auf 48 Prozent, neben dem Lohn.

Das alles wissen die Menschen doch selber, nur hat das Politik nicht besonders interessiert.
Der Zusammenhalt, ist lange vorbei, dazu ist die Schere viel zu weit offen, und was so angedacht ist, wird die Bürger noch mehr spalten.

10:36 von Möbius

>>Undenkbar in USA ist auch der deutsche Parteienfilz.<<

Es ist naheliegend dass es in den USA keinen "deutschen" Parteienfilz geben kann.
Falls Sie damit gar keinen Parteienfilz meinen sollten Sie sich besser informieren.

10:16 von andererseits

Anders formuliert: wir brauchen eine sozialökologische Politikgestaltung - und da fallen doch einige Parteien des rechten und ganz rechten Randes aus, weil sie da nicht nur konzeptionell blank sind, sondern nicht einmal die Diagnosen, Fakten und Zusammenhänge wahrnehmen wollen bzw. können.///
Das was Sie hier schreiben ist doch nicht vom Himmel gefallen. Wer regiert(e) dieses Land? CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne. Da wurden wohl Diagnosen, Fakten und Zusammenhänge auch nicht wahrgenommen.

Ich empfehle Piketty zu lesen...

..um sich die Illusionen von sozialen Aufstieg in einer Welt ohne wirtschaftlichem Wachstum und mit massiver Umverteilung nach oben abzugewöhnen.

Aufstieg

Früher war es für intelligente, leistungswillige Kinder aus der Arbeiterschicht wirklich einfacher, den akademischen Aufstieg zu schaffen als heute, wo eng vernetzte, theoretisierende Gruppen durch Protektion (Helikoptereltern) ihre "Produkte"(Zitat Polt) zum "Erfolg" führen und mit ihnen weitere nutzlose "Stiftungen", "Experteninstitute",etc. bevölkern

Aha, unsere Lebensmittelpreise sind zu niedrig?

dafür sind unsere Spritpreise, Steuern, Strompreise, Mieten und vieles Andere um so höher und die Löhne um so niedriger.

@Sozialer Aufstieg ?! 10:23 von MaWo

"Ein Aufstieg bei sinkender Qualifikation ist aber sinnlos."

Wieso das denn?
Jeder halbwegs 'Nicht-Loser' hat doch die Möglichkeit sein Aktien-Portfolio
rechtzeitig vor dem FA zu retten und diverse Startup-Firmen
in Estland oder im Kanal zu gründen.

Noten und Qualifikation spielen keinerlei Rolle mehr heutzutage.
Rheinisches 'Glückauf' ist out,
es lebe das k mehr - Glückkauf, für die Analfabeten.

Ich hoffe, die meisten haben die Sarko-Tags erkannt.

10:45 von Dr. Dr. Sheldon...

Auch der Zugang zu Technologie halte ich für sehr fragwürdig, ich kenne keinen Hartz 4 Empfänger der keinen PC oder kein Smartphone besitzt.///
Es soll auch welche geben die einen Fernseher, Kühlschrank und sogar eine Waschmaschine haben! Furchtbar.///
Ich glaube das Problem liegt eher an der Vorbildfunktion der Eltern. Häufig kann man schon bei einem kurzen Gespräch mit den Eltern die Chancen der Kinder recht gut einschätzen.///
Geht mir beim lesen mancher Kommentare auch so.

Faire Löhne

Höhere Löhne, bessere soziale Absicherung, mehr Bildung. Geht das nach der Studie ohne dass die Preise von Produkten steigen? Oder sollen als Ausgleich Unternehmensteuern runter? Was dann noch mehr Ungleichheit von Vermögen bewirkt.
Die heilige Kuh "Freier Handel" wird weiter dafür sorgen, dass die Staaten exportieren, die die niedrigsten Löhne, die schlechtesten Sozialsysteme, ungestrafte Umweltverschmutzung, zusammengepferchteste Tierhaltung haben. Und die reichsten Aktionäre, die gierigsten unsozialsten Investoren die Politik bestimmen. Eben die, die sich in Davos treffen und ihrem Ego einen Schub Selbstbeweihräucherung gönnen.

Weltwirtschaftsforum:Sozialer Aufstieg ist schwer.....

Wer hätte denn das gedacht ? Wo doch in Deutschland der Glaube an beruflichen und sozialem Aufstieg seit je festgefügt ist.Sogar in Bereichen,wo daß illusorisch ist,glauben die Leute daran.

Und auch in Fernsehsoaps hat dieses "Denken" seinen festen Platz.

Mal eine dumme Frage?

Welche Elite hat uns denn dort hin gebracht wo wir sind? Und wie lange wird das nette Luxustreffen dafür schon zur Weltverbesserung schon betrieben u. welche Kriterien hat man dazu bisher als Handlungsstandart geändert das mal eine Änderung überhaupt eine Chance hätte? Hoffentlich sind dort die Böden trittsicher das man all die Löcher vom an auf der Stelle treten nicht zu tief geworden sind das man selbst darüber stolpern kann. Die Hoffnung stirbt wohl zuletzt. Da sind wir ja alle froh das die Damen u. Herren wohl es noch nie nötig hatten von "der Hoffnung" zu leben zu müssen oder so von u. zu? Adelt das eigentlich? Oder ist das nur einen Karnevallsorden wert?
Dacht ich mir doch wieder Brot u. Spiele. Und wenn gar nix mehr hilft chen u. lein machen alles klein.

Mir drängt sich.....

da wieder die Frage auf, warum wohl Herr Schwab Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums ist und nicht ein Ausgebeuteter oder Abgehängter? Kann es sein, daß Herr Schwab sein Studium durch seine Intelligenz bestanden und später Erfolg gehabt hat? Seit wann ist der soziale Aufstieg nur noch vom Umfang und der Lautstärke der Unzufriedenen und natürlich schuldlos Benachteiligten abhängig? Ist letztlich nicht doch Intelligenz und Ehrgeiz entscheidend? Ich kenne nämlich Leute aus Arbeiterkreisen, die den Aufstieg gemeistert haben!

@ SaschaVonRosen 10:39 Uhr

"Ach, wie soll ich dummer, studierter Hartz4ler das nur verstehen. Bitte helft mir."
Ich versuch es mal:
Kennen sie einen "Dr. Dummkopf" und einen "Facharbeiter Schlaukopf"?
Ein Doktorand mit dem Grundwissen eines Facharbeiters ist unterqualifiziert und daher gesellschaftspolitisch überflüssig.
Ein Facharbeiter mit akademischen Grad ist überqualifiziert und daher gesellschaftspolitisch überflüssig.
Mit jeweils guten Kenntnissen im eigenen Fachbereich wären Beide dagegen Säulen unserer Gesellschaft.
Aber wer will nicht immer "etwas Besseres " sein- und schon haben wir ein gesellschaftliches Problem?!

Thema?

Ich lese hier sehr viel, was meiner Meinung nach mit dem Thema des Artikels wenig zu tun hat. Es geht nicht um die Qualität unserer Schulen oder Unis, sondern um die Frage, inwiefern die Bildung vom sozialen Status der Eltern abhängt.
Es geht auch nicht darum, dass alle studieren sollen, sondern dass Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen auch studieren können, wenn sie denn schlau genug sind dafür.
Und da D offensichtlich der beste G7-Staat in der Untersuchung ist, sind die USA offenbar schlechter als wir.
Die Frage ist doch, was machen die nordischen Staaten besser als wir. Denn Ziel muss es sein, dass die Besten studieren und nicht die, mit den reichsten Eltern.
Und offensichtlich reicht es nicht, dass die Schulen und Unis umsonst sind. Das sind sie ja. Ein Gymnasium ist für die Eltern nicht teurer, als eine Realschule, nur länger.
Beim Studium kommen aber ein paar Jahre Lebensunterhalt dazu, vor allem ggf. 500€ Miete für eine Bude.
Wie macht das Schweden usw.?

Aufstieg? Her mit dem Zaster!

Bildung? Wozu? Fürs Leben lernen in den Anstalten? Schenkelklopfer. Ich halte die Mär vom fehlenden sozialen Aufstieg für die Möhre oder die Wurst an der Angel, um den Arbeitssklaven zu mehr Tempo, Willigkeit, Unterwürfigkeit, Leistungsbereitschaft etc. zu animieren. Kapitalismus funktioniert so und war im Kern nie anders. Für die mittleren Ebenen werden selten Leute mit Bildung gesucht, sondern Getreue mit Verstand, vorausschauenden Gehorsam, kräftigen Tritt nach unten, am besten Mafiosi. Dann ist aber auch wieder Schluß mit sozialem Aufstieg. Und komplett verkauft hat man sich und sein Leben dann an den Teufel. Was für ein erstrebenswertes Leben?!

Soziale Kompetenz für den sozialen Aufstieg

Bildung hat aus meiner Sicht nicht nur etwas mit schulischer Bildung, "büffeln" und Geld zu tun.

Manchmal stellt man beim "Nachwuchs" z.B. in der eigenen Firma fest, das da von der Fachkompetenz her sehr gute Leute dabei sind. Allerdings mangelt es an sozialer Kompetenz!

Ein Small-Talk mit Kollegen um sich besser kennen zu lernen und besser zusammen zu arbeiten, ein lockeres, sympathisches Gespräch mit Geschäftspartnern für die Kundenbindung, das Eingehen auf vielleicht schwierige Situationen im eigenen Umfeld. Das alles ist keine schulische Bildung und auch keine an der Uni. Dabei sind diese Fähigkeiten extrem wichtig und diese müssen durch das Elternhaus vermittelt werden (oder andere Erziehungsberechtigte.)
Gleichzeitig sind sie die "Eintrittskarte" für den sozialen Aufstieg.
Darum hier der Appell an alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben - vermittelt diese Kompetenzen!
Wohlwissend, dass dies nicht einfach ist, wenn man sie selbst früher nicht gelernt hat.

@ artist22 11:02 Uhr

"Jeder halbwegs 'Nicht-Loser' hat doch die Möglichkeit sein Aktien-Portfolio
rechtzeitig vor dem FA zu retten und diverse Startup-Firmen in Estland oder im Kanal zu gründen."
Richtig aber gesellschaftspolitisch sind das mehr als nur überflüssig Personen.
Eine Gesellschaft kann nur im Miteinander existieren. Nutznießer, die sofort Alles wollen aber Andere dafür zahlen lassen, sind die heutigen Parasiten der Gesellschaft (und ich hoffe dass sie für ihr Handeln auch einmal die Quittung bekommen).

@11:08 von karlheinzfaltermeier

Ich kenne nämlich Leute aus Arbeiterkreisen, die den Aufstieg gemeistert haben!

Ich auch, mich zum Beispiel. Arbeiten gehen neben dem Studium hilft da. Es gibt auch Bafög und Stipendien.

Allerdings scheint es in D schwieriger zu sein, als in anderen Ländern. Das lesen wir ja hier nicht zum ersten Mal.

Die Ursache liegt in vielen Fällen im Elternhaus. Kinder, die nie ein Buch sehen, aber den ganzen Tag vor einem Bildschirm verbringen, haben schlechtere Chancen, als Kinder aus Elternhäusern, wo auch noch auf andere Dinge Wert gelegt wird. Das muss gar keine teure Nachhilfe sein.

Schule kann da auch nicht alles ausgleichen, komplette Chancengerechtigkeit wird es nie geben. Aber irgend etwas scheinen andere besser zu machen, als wir. Was auch immer, bessere Eltern haben die auch nicht unbedingt. Ich wüsste nicht warum.

@ karlheinzfaltermeier 11:08 Uhr

"Ich kenne nämlich Leute aus Arbeiterkreisen, die den Aufstieg gemeistert haben!"
Prima.
Das Kriterium ist also nicht ein Titel sondern fachliches Können!
Sich aber in die Gesellschaft einbringen nützt der Gesellschaft und macht Sinn.

Glaube ich nicht. Aufstieg

Glaube ich nicht. Aufstieg ist für alle möglich, die ab der ersten Klasse in die Schule gehen. Und der Aufstieg wurde immer einfacher, um so mehr Klassen man absolviert hat. Dass manche Eltern das nicht unterstützen ( können), ist Pech. Trotzdem ist die Chance da. Mal abgesehen davon, ist der sufstieg so easy, dass wir angeblich mittlerweile arbeiter importieren müssen. Das System ist völlig krank.

@artist22, 11:02

Da lese ich Ihren Nicknamen, freue mich auf gelungene Ironie und bekomme: Zynismus. Was ist los mit Ihnen?

Meine Analyse: bei ungehemmter weiterer Umverteilung nach oben muss die Wohlstandspyramide zwangsläufig spitzer werden. Im Mittelalter haben wir Adelstitel und Besitz vererbt, heute Karriere. Eine Studie, welche, fällt mir grad nicht ein, hat gezeigt, dass jene, die die lukrativsten Jobs bekommen, aus den immer gleichen 3% der Familien stammen. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, werden aber seltener.
Und: das System funktioniert perfekt. Abstiegsmöglichkeiten bestehen nämlich ebensowenig wie Aufstiegschancen. Reich und wohlhabend wird man bei uns nicht. Wer es ist, war es schon. Und bleibt es auch, unabhängig von Leistungen oder Fähigkeiten.
Wer es nicht ist, wird es auch nicht.

Meine Lösung: Erbschaftssteuer rauf auf 100%. Jeder soll bei Null anfangen. Das müsste doch grade jenen, die glauben, nur aufgrund von eigenem Fleiß und Intelligenz oben zu stehen, besonders gefallen.

Noch eine dumme Frage?

Sind denn auch dort ein paar tatsächlich Betroffene vor Ort das sie zu Wort kämen? Ich meine nicht die die man zu Promotion in eigener Sache instrumentalisieren kann nach der Devise "ich hab dich gehört heilige Greta"? Und hoffentlich sind deine Eltern nicht doch Kommunisten oder womöglich Weltverbesserer. Ich mein ja nur,denn dann ist das heilig ganz schnell weg u. das alte Lied(Leier) wieder da.
Ich wußt es doch die alten guten Kommunisten sind es schuld.
Allerdings würde ich da i
n der Komm-une;Komm-anditist;Komm-andant-e; Komm-ulator; Komm-unikation usw. auch mal nachsehen ob sich der da nicht auch schon versteckt eingeschlichen hat?
Bin ich froh das Probleme nur von denen kommen die sie verursachen!?

Ich habe in den USA gelebt

@Tremiro 10:51: worauf spielen Sie an ? Die Arbeitswelt in USA ist (wie der Artikel auch schon aussagt) ungleich durchlässiger und transparenter als die deutsche. Natürlich kann es sein, dass Vetternwirtschaft oder Günstlingswirtschaft auch in USA vorkommt. Aber es ist eben kein Massenphänomen, was ich von Deutschland nicht behaupten würde. Hierzulande gilt eher das Prinzip „mein Vater/Mutter kennt jemanden, der jemanden kennt“.

@Dr.Bashir 11.13

So ist es! Ich habe nach einer Bankausbildung auch studiert, obwohl ich nicht aus reichem Elternhaus bin. Bafög, ein Stipendium und Jobs in den Semesterferien, dazu Einschränkung bei den Ansprüchen, dann geht das. Allerdings gab es auch keine Studiengebühren. Gerhard Schröder, Sigi Gabriel kamen auch aus einfachen Verhältnissen. Es gab mal das Aufstiegsversprechen der Sozialdemokratie für die Leistungswilligen und Anstrengungsbereiten. Das sollte wieder in den Vordergrund rücken

Frosthorn

Wer nicht hat, wird nichts bekommen? Unsinn. In meinem Umfeld habe ich über 50 Gegenbeispiele.

Zunächst sollten wir erst mal

Zunächst sollten wir erst mal festhalten, dass Deutschland von den G7-Staaten am besten abgeschnitten hat.
Ich sehe da zwei Ursachen. Zum einen die Bezahlung.
Wir haben keinen Fachkräftemangel!
Aus unserem Land wandern jeder Jahr über 100.000 Fachkräfte ab! Statt dessen wird versucht, diese Lücke mit Billig-Löhnern zu schließen.
Zweites Problem ist die Ausbildung. Dank unseren Super-Einser-Abiturienten mit anschließend jahrelangem Bachelor- oder Master-Studiengang ist die Qualität im Schnitt deutlich gesunken. Das mag sich jetzt widersprüchlich anhören, aber was wollen Menschen verdienen, die überall nur mal ein bissschen "reingeschnuppert" haben, aber keine fundierten Fachkenntnisse? Sag ich mal mit zwei akademischen Titel, der in Forschung und Lehre tätig ist.
Fehlende Bildungschancen sind Unsinn, auch meine Eltern waren keine Millionäre.
Es hängt vom Einzelnen ab!
Nur weil ich 10 Semester Germanistik studiere werde ich nicht Millionär.

11:24 von frosthorn

Wer es ist, war es schon. Und bleibt es auch, unabhängig von Leistungen oder Fähigkeiten.

Dagegen spricht doch, dass Deutschland nicht Platz 82 von 82 einnimmt, sondern tatsächlich Platz 11. Vor Deutschland größtenteils Staaten mit so wenig Einwohnern, dass sich nahezu jeder über zwei Ecken vorteilhafte Beziehungen zunutze machen kann.

Beim sozialen Aufstieg sollte

Beim sozialen Aufstieg sollte man sich immer mehr m Klaren darüber sein, dass dieser Aufstieg nur theoretisch möglich ist.
Die Anzahl der Jobs, die zu einem tatsächlichen Aufstieg führen, sind aber begrenzt.
Jeder hat die Chance, aber nur Einzelne werden einen solchen Job bekommen.
Alle anderen schaffen es nicht, selbst wenn sie beste Qualifikationen haben, weil gar nicht genug Jobs in dieser Liga vorhanden sind.
Es wäre zwar gerecht, wenn alle Menschen den gleichen Lohn bekämen, egal welche Arbeit sie verrichten und dann auch alle sozial aufsteigen könnten. Aber das ist gar nicht beabsichtigt.
Ansonsten hätten wir nämlich ein gutes Bildungssystem und viel andere gute Dinge für alle.
Gute Löhne, gute Renten, gute Sozialversicherungen, ein gutes Bildungssystem und, und, und ...

es herrscht sehr wohl Chancenungleichheit

Aus meiner Sicht gibt es sehr wohl eine Chancenungleichheit in Sachen Bildung. Kinder, die aus bildungsferneren Familien kommen (aus welchen Gründen auch immer), haben es schwerer.
Wenn es dann auch noch Kinder aus HartzIV-Familien sind wird es noch enger.
Das Bildungspaket ist völlig unzureichend.
Es ist heutzutage relativ selten, dass Jugendliche ohne Nachhilfe einen guten oder sehr guten Schulabschluss erhalten. Bei Kindern aus Hartz IV Familien gibt es erst dann Nachhilfe über das Bildungspaket, wenn die Kacke am Dampfen ist, eine fünf droht oder gar die Versetzung gefährdet ist, aber einfach um einen besseren Abschluss zu bekommen ist nicht vorgesehen. Und das ist nur ein Punkt...

10:16 von andererseits

Ungleichheit bei Bildungschancen,
.
kosten Schulen hierzulande Geld ?
es gibt sogar Bafög
also woher kommen ungleiche "Chancen"
was soll der Staat noch tun
wenn Schüler aus bildungsfernen Schichten die Schule schwänzen
"den Hund zum Jagen tragen"

11:24 von frosthorn

Im Mittelalter haben wir Adelstitel und Besitz vererbt, heute Karriere.
.
jetzt übertreiben sie mal nicht
wenn der Vater Arzt ist hat der Sohn auch keinen Extrabonus
dass er nen Studienplatz kriegt

12:06 von Phonomatic

Vitamin B ist nur schlecht
wenn man es nicht hat

und wenn ich mir die Aufstiegsmöglichkeiten in meinem Betrieb so anschaute
wenn man es mit dem Vorgesetzten "konnte" war es um einiges leichter

ob man das allerdings schon kritisch sehen muß .... das ist die Frage

Und, was nutzt diese Feststellung?

Man sagt doch: "Gier fressen Hirn auf!". Und so werden weiter zu wenig Lehrer, Pflegekräfte, Polizisten, Beamte, Lokführer etc. eingestellt, Sozialberufe unterbezahlt sowie Straßen, Schienen, Brücken und Schulen verrotten gelassen, Dieselautos, Kraftwerkbetreiber, Entwicklung neuer Technologien etc. bis zur Vergasung weiter gefördert. Und wenn das System crasht, werden die Milliardäre unseren verdreckten Planeten Richtung Mars verlassen. Dafür akkumulieren sie eben jetzt das Kapital. Dafür muss man Verständnis haben, denn Zukunftsinvestitionen für ALLE schmälern den Gewinn für EINZELNE!

@NeNeNe / 10:29

OK! ... "Schaun wir nach Norden":

Was machen die skandinavischen Länder anders: ... Nun! Zuallererst fällt mir da die Grundhaltung dieser Gesellschaften auf. Geiz ist dort nicht Gei..., sondern beinahe schon asozial! Dort werden Menschen auch weniger nach ihrer Bezahlung, sondern nach deren Beitrag zur Gesellschaft bewertet. Nicht etwa wie bei uns, wo abfällig über Geringverdiener gesprochen wird! Auch gibt es dort noch etwas, was bei uns längst verloren gegangen scheint: ... Zusammenhalt und Solidarität mit den Mitmenschen - halt ein Bewußtsein dafür was Gesellschaft ausmacht und wofür man die braucht! ... Bei uns fragen leider die Allermeisten inzwischen immer zuerst danach, was SIE von etwas haben. In Scandinavien ist die Frage, was die Gesellschaft davon hat.

Und solange das bei uns Politik, wie Gesellschaft nicht verstanden hat, wird sich dies auch nicht ändern!

@guggi / 10:34

also abgesehen davon, daß sie hier schon wieder defamieren ... "Reichshälfte" ???? ... Ich glaube es hackt!

Was ist mit der Moderation los?

11:24 von frosthorn

«Meine Lösung: Erbschaftssteuer rauf auf 100%. Jeder soll bei Null anfangen. Das müsste doch grade jenen, die glauben, nur aufgrund von eigenem Fleiß und Intelligenz oben zu stehen, besonders gefallen.»

Wenn das bedeuten soll, dass die evtl. vorhandene "Erbmasse" kompltt weg-versteuert an den Staat (= die Gemeinschaft aller) fallen soll. Was es ja streng genommen bedeuten muss, wenn Sie von 100% schreiben. Wenn es darüber hinaus auch keine unversteuert bleibenden Freibeträge für eigene Kinder mehr geben sollte.

Dann halte ich das 1. für kontra-produktiv.
Und 2. auch nicht für "gerecht" im Sinn von "ausgleichender Gerechtigkeit".

Es war auch schon vor den Zeiten eines kapitalistisch zu nennenden Wirtschaftssstems so. Dass Eltern, die sich in ihrem Leben mehr + geschickter als andere Eltern anstellten. Dass diese Eltern ihren Kindern besserer Chancen in deren Leben mitgeben konnten.

Immer (!) war es Motivation, sich "für bessere Startbedingungen" der eigenen Kinder zu engagieren.

10:44 von Möbius

in Deutschland wird alles vererbt: ..... Und oft sogar politische Ämter,
.
meinen sie den Familienclan der von Weizäckers ?
aber wie sieht es in anderen (demokratischen) Ländern aus
USA die Kennedys oder die Fam. Bush

Tut mir leid aber ich glaube das nicht

Wir bilden aus! Und wir bilden verdammt gut aus! Und noch dazu einen sehr begehrten Beruf mit hohen Einkommenschancen! ABER: wir finden kaum Bewerber. Das fängt damit schon an, dass wir trotz intensiver Suche kaum Bewerbungen erhalten. Und leider mangelt es dann häufig bei den Bewerbern bei Mathematik-, Deutsch- (!!!) und Englischkenntnissen! Besonders im Fach Deutsch scheint eine 4 inzwischen normal zu sein. Eine Katastrophe!

Sorry, ich glaube diesen Bericht nicht! Wer gute bis sehr gute schulische Leistungen vorweisen kann, der schafft es im Leben auch! Und das völlig unabhängig von der Herkunft. Und das Studium ist kein Garant für eine Karriere. Wer eine gute Ausbildung absolviert, hat später genauso gute Chancen wie ein Akademiker. Uns sind Bewerber auf Vollzeitstellen mit zweitem Bildungsweg inzwischen sogar lieber als Akademiker mit super Zeugnissen aber ohne jede Berufserfahrung!

@Was ist los 11:24 von frosthorn

"mit Ihnen" zu 11:02

Mit mir eigentlich nichts Besonderes.
Ausser dass ich wieder mal 'Unerzählbares' aus den Staaten lesen musste,
und deswegen etwas sarkastischer als sonst.

Sie wissen allerdings auch, dass ihre 'rhetorischen' 100% Erbschaftssteuer
nie ansatzweise kommen werden.

Allerdings gabs die angeblich schon mal in Schweden.
Astrid Lindgren aus Bullerbü ;-) hat sich da mal beschwert drüber.
Sie hatte mal einen Bestseller zu einem 'unglücklichen' Zeitpunkt,
und hätte in dem konkreten Fall ohne 'Tricks' 100% Steuer zahlen müssen.

Den Schweden hat's auch nicht geschadet.
Die Moral von der Geschicht:
Solange wir über 'vererbbaren Erfolg' diskutieren müssen,
wird sich nichts zum Besseren wenden.

Aber dafür geht es mit dem sozialen Abstieg leichter.

Und unterm Strich ist somit wieder alles im Gleichgewicht.
Ist doch toll, wie es ist, oder?

Und warum ist das so?

Weil es sich bewährt hat?

Firmengründung

Ich versuche grade eine Firma zu gründen. Tonus von allen (Banken, Steuerberater, bereits Selbstständige): "Du brauchst X€, den Rest holst du dir von der Bank." Je nach dem, wen man fragt, ist Betrag X zwischen 10.000 und 100.000€.

Frage an alle Foristen, die behaupten, ein sozialer Aufstieg sei möglich: Wo soll ein Durchschnittslöhner, 10.000€ hernehmen? Ansparen? Ich habe das mal bei mir ausgerechnet, ich würde dafür 17 Jahre benötigen. Wohl dem, der sich das Geld einfach von Mama und Papa leihen kann oder sogar geschenkt bekommt. Noch besser, wenn derjenige bereits soviel Geld im Angestelltenverhältnis verdient, dass ein eigenes Gewerbe ohnehin nur Spielerei wäre.

Soviel zum Thema Aufstiegschancen...

Interessant ist doch auch … oder gar vor allem …,

dass keiner der anderen Industriestaaten der G7 in diesem Vergleich besser abschneidet als DEU.

Nicht die geringste Verwunderung löst es bei mir aus, dass die 4 Kontinental-Skandinavier + Island die 5 ersten Plätze in der Studie belegen.

Gleichberechtigung der Geschlechter, möglichst gute Vereinbarkeit von Familien- mit Berufsleben, möglichst gleichwertige Bezahlung von Frauen und Männern, verständige Schulsysteme mit Förderung der Schwächeren der schulischen Leistung.

Macht nicht morgen alles besser. Aber die skandinavischen Länder machen das ja auch nicht erst seit gestern. Zweisprachiger Schulunterricht ab der Grundschule (Landessprache + Englisch) trägt weiter dazu bei. Finnland war das 1. Land der Erde, das gleich berechtigtes Frauenwahlrecht einführte (Anfang von 1900). "Alles braucht seine Zeit um zu wachsen".

Wer kann es persönl. aus eigener Erfahrung im Vergleich zu anderen G7 Staaten beurteilen? Wie gut / schlecht die Situation in DEU tatsächlich ist?

Ist aber wichtig !

Leistung führt zu Aufstieg

Was nützt die beste Bildung, wenn man das "Falsche" studiert hat...auf die Frage eines jungen Bekannten, was er denn jetzt studiere, kam die Antwort "irgendwas mit Medien"...in der Tat bei den schwierigsten Studienfächern wie Maschinentechnik, Elektrotechnik, Mathematik usw. tun sich viele sehr schwer...dagegen sind die kommunikativen Fächer sehr beliebt wie Sozial-, Medien- und Literaturwissenschaften, aber auch z.B. das Allroundfach Betriebswirtschaft...Aufstiegschancen hat man in erster Linie durch Leistung, nicht nur im Beruf, sondern auch schon in der Schule und im Studium. Es fehlt nicht an der Bildung, wenn wir mittlerweile eine Abiturientenquote von über 40 % haben...wenn aber die Wahl "weicher Studienfächer" und geringe Leistungseinstellung zusammenkommen, muss man sich nicht wundern. Selbst das Handwerk sucht händeringend Auszubildende....gab es da nicht vor langer Zeit von einem Bundespräsidenten eine "Ruckrede"?

@Sisyphos3 12.23

wenn der Vater Arzt ist hat der Sohn auch keinen Extrabonus
dass er nen Studienplatz kriegt"
Na, da gibt es schon Hilfskonstruktionen;-) Ein Schulfreund von mir, Abi mit 3,... hat in Antwerpen studiert, weil es da keinen Numerus clausus gab. Später wurde dann die Bundesrepublik auf das Recht auf Bildung verklagt, Losverfahren, dann Studium in D- Vater Zahnarzt. Da spielten Studiengebühren und Gerichtskosten keine Rolle. Die Seilschaften machen schon vieles leichter

Doch hat er einen Extrabonus

In Deutschland nehmen 79% von Kindern aus Akademiker Familien (also mindestens ein Elternteil studiert) ebenfalls ein Studium auf. Hingegen sind es nur 25% wenn noch niemand in der Familie die akademische Laufbahn eingeschlagen hat. Sie können sich zu den wissenschaftlich fundierten Studien auf der Webseite von www.arbeiterkind.de informieren.
Zu dem Thema auch ein gelungener Artikel auf stern.de (https://www.stern.de/wirtschaft/acht-dinge--die-arbeiterkinder-kennen---...).
Es ist leider so: akademischer Aufstieg wird vererbt.

Bitte lesen, dann glauben Sie vielleicht doch

Gerne können Sie sich auf der Webseite von www.arbeiterkind.de über wissenschaftlich fundierte Studien informieren. Diese besagen, dass 79% von Akademiker Kindern das Studium aufnehmen und nur 25% von Nichtakademiker Familien. Leider ist in Deutschland die soziale Herkunft sehr entscheidend über Bildungsaufstieg oder nicht.

12:10 von nie wieder spd

Es wäre zwar gerecht, wenn alle Menschen den gleichen Lohn bekämen, egal welche Arbeit sie verrichten
.
was wäre daran "gerecht" unabhängig davon was jeder unter "gerecht" versteht

einer der 8 stunden im Steinbruch arbeitet
der andere 8 Stunden auf seine angebundene Ziege aufpasst

13:00 von deutlich

man kann alles erklären ....
mein Freund hatte "nur" ne 2 klagte sich vor 40 Jahren ein
aber sein Vater war nicht Arzt sondern Frisör .....

Beispiel Krankenpflege

Ich bin seit 30 Jahren Krankenpfleger, aufgrund von Erbe steige ich wie viele meiner Kollegen so schnell wie möglich aus. Grund sind nicht nur die Arbeitsbedingungen, Hauptgrund ist die nach wie vor schlechte Bezahlung, alle Experten sagen hier es müsse 30% mehr geben. Gibt aber nichts. Na dann viel Glück!

@ 12:54 von Toni B.

"Frage an alle Foristen, die behaupten, ein sozialer Aufstieg sei möglich: Wo soll ein Durchschnittslöhner, 10.000€ hernehmen?"
.
Suchen Sie sich Investoren?
Begeistern Sie Menschen von Ihrer Idee?
Nehmen Sie für das Startkapital einen Kredit auf? Ist doch gerade so günstig......
Reden Sie mal mit anderen Menschen, was die von Ihrer Idee halten? Haben Sie Freunde?
Sie schaffen es für Ihre Idee, die Sie begeistert, nur knapp 50€ im Monat zu investieren?
Haben Sie einen Business-Plan?
.
Nee, dann würde ich Ihnen auch keinen Kredit geben.......
Das setzt schon ein bischen Einsatz voraus.
Nicht in bin jetzt hier und will Geld, weil ich eine tolle Idee habe.

@ frosthorn

" ... Meine Lösung: Erbschaftssteuer rauf auf 100%. Jeder soll bei Null anfangen. Das müsste doch grade jenen, die glauben, nur aufgrund von eigenem Fleiß und Intelligenz oben zu stehen, besonders gefallen."

Ich bin in einem Familienbetrieb groß geworden. Da hat man schon aus Freude und Interesse als Kind und Jugendlicher (unentgeltlich) mitgeholfen, vieles gelernt, seine Stärken entwickelt und natürlich zum Gelingen beigetragen.

Ich hätte den Betrieb auch weitergeführt, wenn ich nicht durch meine Arbeit dort "mein" Spezialgebiet entdeckt habe und nicht in die Branche eingestiegen bin. Das hätten sich meine Eltern zwar auch im Interesse der Belegschaft gewünscht, haben aber meine Entscheidung akzeptiert.

Jetzt führt den Betrieb ein anderer Familienangehöriger weiter ohne der Eigentümer zu sein. Insofern war und bleibt es auch immer "mein" Unternehmen.

Und jetzt kommen Sie mit 100% Erbschaftssteuer und würden hiermit sofort viele Arbeitsplätze vernichten.

@dr.bashir um 11:21Uhr

Wie Sie richtig feststellen, wird es absolute Chancengleicheit vermutlich nie geben, so bedauerlich das auch ist. Mich ärgert nur das Gesülze der Sozialnörgler, die nur mit einer Behauptung "argumentieren" können. Sie behaupten nämlich, daß bei Chancegleichheit auch die Intelligenz gleich verteilt wäre - und wenn oder wo das nicht der Fall ist, ist natürlich nie das Individuum "schuld", sondern immer die Gesellschaft, vorzugsweise die "Reichen". Meine Frau kennt eine Arztfamilie, deren Tochter trotz der behaupteten Vorteile eines Akademiker-Papas ein miserables Studium hingelegt hat und jetzt in einem kleinen Betrieb als Sekretärin tätig sein muß. Neid und Unzufriedenheit wird man immer dort treffen, wenn erkannt wird, daß der erträumte soziale Aufstieg eben doch letztlich von der eigenen Leistung abhängig ist.

@ 12:59 von landart

"Es fehlt nicht an der Bildung, wenn wir mittlerweile eine Abiturientenquote von über 40 % haben..."
.
Genau dem möchte ich entschieden widersprechen.......

10:45 von Dr. Dr. Sheldon...

“Haben wir denn wirklich eine Ungleichheit bei den Bildungschancen? Ich sehe das nicht.“

Ich sehe das schon. In meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es etliche Kinder mit Migrationshintergrund. Die “Nicht-Empfehlung“ mancher Lehrkräfte sind für mich unbegreiflich. Nur weil Mutter oder Vater kein perfektes Deutsch sprechen, werden die Kinder als “nicht geeignet“ eingestuft. Es ist zum Teil ein Kampf, trotz des passenden Notenschnitts und auch der sozialen Eignung, diese Kinder z. B. auf Gymnasium oder Realschule unterzubringen. Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass genau diese Kinder oft die besten Voraussetzungen mitbringen - sie haben immer schon allein gelernt und passen im Unterricht gut auf.
Das war vor Jahren schon so (mein Ältester ist heute 33). In seiner Gymnasium-Klasse waren sie zu zweit. Der zweite ist heute Narkosearzt in einer Münchner Klinik.

Ich frage mich wie das gerechnet wird,

Denn In einem Staat der so sozial abgesichert ist wie unserer , der Bietet viele Aufstiegschancen als anderswo. Fällt man hier einmal hin , ist man im schlimmsten Fall zwar Arm, aber nicht mittellos wie z. Bsp in den USA . Man muss sich nur kümmern - um sich-,dann geht es auch Aufwärts. Deswegen ist die Frage , ob man dann dazu bereit ist. Die einen können nicht , die anderen wollen nicht und wieder andere hat der Mut verlassen. Aber es ist eher eine Einstellung, die Grundvoraussetzungen sind in Deutschland durchaus besser gegeben als anderswo.

Das ist doch politisch gewollt,

damit die Großindustrie billige HIlfsarbeiter als Arbeitskräfte hat.

Kann mal jemand definieren

was denn Sozialer Aufstieg bedeutet.
Wo gehts da hin, in welchen Stufen . . . ?

Das sind alles nur Schlagworte die jeder benutzt ohne vernünftig darüber nachzudenken

Diese Lobbystudie ist eine Farce - Die Eltern tragen dazu bei

Ich kann nicht verstehen, wie man ernsthaft davon sprechen will, es gäbe nicht genügend "Bildungs-Chancen" in Deutschland. Es steht vor keinem Gymnasium ein Schild mit der Aufschrift, das diese oder jene Kinder unerwünscht sein.
.
Es sind fast immer und fast ausschließlich die Eltern, die alles richtig oder alles falsch machen bei ihrem Nachwuchs. Nie zu vor war hatten wir eine freiere und abgesichertere Republik, was Bildung und Bildungsmöglichkeiten angeht, als heute. Wer aber Chancen ständig liegen lässt, der sollte dann nicht jammern, das er oder sie keine Chance gehabt hätte.

12:41 von Sisyphos3

«meinen sie den Familienclan der von Weizäckers ?
aber wie sieht es in anderen (demokratischen) Ländern aus
USA die Kennedys oder die Fam. Bush»

"Vererben" von politischen Ämtern ist ausdrücklich nur in Erbmonarchien. Davon gibt es heutzutage nur noch wenige. Aber es gibt einige wenige. Oder so'ne Seltsam-Konstruktion wie Nord-Korea als Pseudo-Kommunistische-Familienclan-Quasi-Erbmonarchie.

Aber das ist gar nicht die Frage, die sich hier stellt. Dazu erbt Weizsäcker jun. in DEU gar nix + gar nix an politischen Ämtern in direkter Folge, nur weil Weizsäcker sen. mal Bundespräsident war. "Erbt er aber" Stellung + Einfluss einer Familie, aus der viele Politiker, Wissenschaftler, Künstler, "Intellektuelle" im Lauf vieler Jahre hervorkamen.

Das lässt sich nicht abschaffen. Wäre auch ganz ohne Sinn.

"Aber versuchen muss man", evtl. negative Auswirkungen auf die Gesellschaft zu beschränken, wenn einzelne Familien, Einflussgruppen, "Interessens-Zirkel" zu viel Einfluss nehmen können …

@12:58 von schabernack

Die Gründe für die Spitzenplätze der skandinavischen Länder liegen nicht allein in den sog. Sozialfaktoren...diese Länder sind von der Einwohnerzahl klein - wie etwa Hessen bei uns - sie sind weitgehend von der Schulstruktur - wie Sprache, Kultur etc. gleichartiger...die skandinavischen Länder haben eine Randlage, daher ist Englisch in den Schulen praktisch eine Wirtschaftssprache...Deutschland mit seinen fast 84 Mio. Einwohnern ist zentraler Mittelpunkt für die europäische Zuwanderung in den Arbeitsmarkt und einer der größten Exportnationen...das bildet auch die große sprachliche Differenziertheit in unseren Schulen ab...Finnland hat da mit seiner schwierigen Sprache und seiner nordischen Lage "Vorteile". Diese vor uns liegenden Länder kann man nur schwer mit unserem Land "vergleichen" ...da die diversen Rankings die ganze Bandbreite der Wirkfaktoren von Bildungsprozessen nicht erfassen können.

@13:12 von Ray

>>Und jetzt kommen Sie mit 100% Erbschaftssteuer und würden hiermit sofort viele Arbeitsplätze vernichten.<<

Ich halte die 100%-Erbschaftssteuer für eine Schnapsidee. Das die Arbeitsplätze durch den Verkauf des Betriebs vernichtet werden würden ist jedoch reine Spekulation.

@13:33 von Thomas Mainthal

>>Ich kann nicht verstehen, wie man ernsthaft davon sprechen will, es gäbe nicht genügend "Bildungs-Chancen" in Deutschland. Es steht vor keinem Gymnasium ein Schild mit der Aufschrift, das diese oder jene Kinder unerwünscht sein.
.
Es sind fast immer und fast ausschließlich die Eltern, die alles richtig oder alles falsch machen bei ihrem Nachwuchs. Nie zu vor war hatten wir eine freiere und abgesichertere Republik, was Bildung und Bildungsmöglichkeiten angeht, als heute. Wer aber Chancen ständig liegen lässt, der sollte dann nicht jammern, das er oder sie keine Chance gehabt hätte.<<

Dann sollten wir uns jedoch die Frage stellen, wie es kommt, dass v.A. jene die Bildungschancen wahrnehmen, die "aus gutem Hause" kommen. Weiterhin sollten wir klären wieso das in anderen Ländern besser läuft.
Wieso sollten wir hier nicht beim Aufstieg ein wenig nachhelfen? Davon profitieren wir alle.

Schulen statt Kindergeld

Die Förderung von Eltern durch Kindergeld vernachlässigt die Förderung der Kinder. Den Schulen fehlt das Geld.

13:15 von Margareta K.

Sie haben recht. Wer das nicht selbst erlebt hat, wird die Chancenungleichheit immer abstreiten. War mit unserer Tochter das selbe. Keine Empfehlung fürs Gymnasium und das nur zwei 2 Noten , andere alles 1. In der 7. Klasse wurde sie vom Lehrer als grau Maus bezeichnet. Sie hatte auch da nur drei 2 alles andere 1 Noten. Sprach 4 Sprachen fließend und las Shakespeare im Original in alt Englisch. War nichts mehr übrig geblieben als dieses Gymnasium zu wechseln. Wir sind Migranten. Sie hat das Gymnasium in den 10 besten absolviert, studierte Doppeldiplom in regulären Zeiten , hat Karriere gemacht, spricht 6 Sprachen inkl. Chinesisch. Aber Nachgeschmack für uns wird immer bleiben. Wir haben uns aufgeopfert , viele Einheimische haben es einfach mal so bekommen. Nur weil die Eltern repräsentativer waren. So ist es mit den „grauen“ Mäusen.

13:13 von karlheinzfaltermeier

«… daß der erträumte soziale Aufstieg eben doch letztlich von der eigenen Leistung abhängig ist.»

Ja - letztendlich ist er das auch.
Aber es sind auch "Ausgangschancen", die mit bestimmen.
U.U. entscheidend mit bestimmen.
Im Sinn von Erfolg … oder auch Misserfolg.

Ich selbst stamme aus einer Familie "von WK2-Vertriebenen".
Vater Bauernfamilie aus Pommern.
Mutter Näherinnen-Familie aus Oberschlesien.

Bis heute bin ich der einzige in der ganzen Familie, der je zu Ende studierte.
Mein ältester Neffe ist fast fertig, mir in anderem Studiengang gleich zu tun.

Als ich begann, zu studieren. Hieß es:

«Boah ey - der schabernack will Studieren gehen!
Kennen wir ja gar nicht. Wissen wir gar nichts!
Können wir gar nicht bei helfen!
Wissen wir ja nicht mal, wo die Uni ist (übertrieben) !»

Bei mir war es auch nicht nötig. Hat mich dankenswerterweise:
"Natur mit klugen Verstand + dickem Kopf ins Leben gesandt".

Kenne aber andere, bei denen Herkunft Aufstieg verhinderte.
Ganz mies …!

@13:13 von karlheinzfaltermeier

>>Wie Sie richtig feststellen, wird es absolute Chancengleicheit vermutlich nie geben, so bedauerlich das auch ist. Mich ärgert nur das Gesülze der Sozialnörgler, die nur mit einer Behauptung "argumentieren" können. Sie behaupten nämlich, daß bei Chancegleichheit auch die Intelligenz gleich verteilt wäre - und wenn oder wo das nicht der Fall ist, ist natürlich nie das Individuum "schuld", sondern immer die Gesellschaft, vorzugsweise die "Reichen".<<

Der individuelle Faktor spielt natürlich immer eine Rolle. Wenn es jedoch einen so starken Zusammenhang zwischen Herkunft und dem Resultat gibt muss man einfach anerkennen, dass die Herkunft eine erhebliche Rolle spielt.
Das heißt nicht, dass den erfolgreichen Personen alles in den Schoß fällt - die meisten müssen sicher hart dafür arbeiten.

Dennoch sollte man sich mit den Mechanismen beschäftigen die dafür sorgen, dass die Einen oben ankommen und die Anderen nicht - und dies so gut es geht kompensieren.

@12:19 Sisyphos3

Es ist eine bekannte Strategie, strukturelle Ungerechtigkeiten und Schieflagen zu verdrehen und den Benachteiligten zu sagen "selbst schuld" und ihnen mangelnde Motivation und fehlenden Willen zu unterstellen. Zieht nicht.

Lernen !

Grundsätzlich kann man schon sagen, jeder Mensch kann ein Leben lang lernen, wenn dieser es will.
Aber dagegen steht gerade hier in D ein riesiges Defizit, weil die Hürden und Chancen für den Einzelnen äußerst hoch sind, und die Förderung viel zu klein und kleinkariert sind.
Ein großes Problem sind auch die nicht vorhandene Einheit der Bundesländer, wo ja bekanntlich etliche immer ihre eigene Suppe kochen und nicht über den eigenen Tellerrand schauen wollen und können. Zuviel Egoismus, Überheblichkeit und Parteienfilz verhindern eine bessere und effektivere Offerte für die Gleichheit in allen BL, damit alle die gleichen Chancen und Möglichkeiten erhalten und sie auch wahrnehmen können.
Daran sind all die Politiker in den BL und in der BR schuld, die nie einen Blick auf besser aufgestellte Länder richten, nicht global denken können und zu national und kleinkariert in ihren Schubladen verharren.

Die Frage ist,...

...ob man ein Schulsystem einführen kann, das weniger vom Einfluss der Eltern abhängig ist. Damit meine ich nicht den positiven Einfluss. Dass Eltern mit "connections" ihren Kindern Praktika im Ausland organisieren oder diese sonstwie fördern, wird man nicht verbieten können oder wollen. Persönliche Beziehung gibt es auch auf anderen Ebenen, etwa wenn mein Sohn eine Lehrstelle sucht und mein bester Kumpel aus dem Sportverein ein Autohaus hat. "Vitamin B" gibt es nicht nur auf Vorstandsebene.

Ich meine Schulen, die denn eventuellen schlechten Einfluss von bildungsfernen Elternhäusern ausgleichen. Hier wären Ganztagsschulen mit sinnvollen Nachmittagsangeboten (kein Unterricht) sinnvoll.

Aber wie viele schon schreiben - sozialer Aufstieg erfordert, egal in welchem System, Eigeninitiative. Leider von "armen Kindern" mehr als von reichen. Aber zuhause sitzen, Playstation spielen und später klagen führt zu nichts. Bibliotheken sind umsonst und im Internet gibt es nicht nur Schminktipps.

guggi

Was haben Bildung und sozialer Aufstieg mit maximalem Konsum zu tun ?Und warum schliessen sich Klimafragen dann aus ?Das ist nichts weiter als ein Kommentar aus der rechten Ecke (öko-linke Reichshälfte),das sagt ja schon alles.

@ WiPoEthik

"Ich halte die 100%-Erbschaftssteuer für eine Schnapsidee. Das die Arbeitsplätze durch den Verkauf des Betriebs vernichtet werden würden ist jedoch reine Spekulation."

Beim ersten Punkt sind wir einer Meinung. So weit so gut. :-)

Wenn ich als Inhaber einer Firma weiß, dass meine Kinder oder Enkel an der von mir und vielleicht von meinen Vorfahren aufgebauten Firma nicht partizipieren werden, dann versuche ich doch, die Werte auf andere Art und Weise an die nächste Generation weiterzugeben.

Glauben Sie da nicht auch, dass die Arbeitsplätze der Belegschaft eine sehr untergeordnete Rolle spielen? Stiftungen, Auslandsvermögen oder gar auswandern, Zerschlagung, Lizenzrechtliches, Neuaufbau mit Partnern - alles ist möglich. Der Preis für den Wirtschaftsstandort Deutschland wäre zu hoch!

Bildung !

Der größte Teil unserer Politiker sind doch nur Marionetten der großen Bosse von globalen Wirtschaftsunternehmen. Und denen geht es doch nur um noch mehr Umsatz, Gewinn und Einfluss auf all die großen Märkte und auf steigende Kurse ihrer Aktien. Damit füllen sie ihre Taschen und die der Investoren und Aktionären.
Mann sieht es ja wieder an dem Deal mit den Stromkonzernen. Statt dafür zu sorgen, dass all die nötigen Veränderungen für die Menschen, die nun neue Perspektiven brauchen, zu fördern und in neue Innovationen zu investieren, wird den Konzernen Geld in den Rachen geworfen, obwohl diese schon genug verdient haben.
Statt in Bildung für alle gleichermaßen zu investieren, wird somit Geld an nur wenige verteilt.
Da sieht man deutlich, wie wenig sich unsere Politiker für alle Menschen interessieren. Gleich Null !!!

@ 13:52 von WiPoEthik

"Dann sollten wir uns jedoch die Frage stellen, wie es kommt, dass v.A. jene die Bildungschancen wahrnehmen, die "aus gutem Hause" kommen. Weiterhin sollten wir klären wieso das in anderen Ländern besser läuft."
.
Vielleicht weil diese Familien noch wert darauf legen?
Schule kostet nichts, Studieren auch nichts (ich habe mein Bafög noch komplett zurück gezahlt).
Es hat etwas damit zu tun, wie es einem auch das Elternhaus vorlebt. Mir hat man beigebracht für das, was man will, auch was zu tun. Niemand wird als Prinzessin oder Astronaut geboren. Dabei hilft auch kein geschenktes Einser-Abitur oder ein zehnjähriges Psychologie-Studium etwas.
Ich bin Akademiker, mein Freund hat eine Lehre gemacht, nachher seinen Meister. Er hat heute ein Haus, ich nicht.
So what?

@anderersaeits 14.10

Der User hat doch nichts Falsches beschrieben. Natürlich helfen reiche Eltern, Seilschaften und Beziehungen ungemein, aber mit Anstrengung, Fleiß und Leistungswillen kann man doch bei uns auch Vieles erreichen. Da gilt immer noch das ursozialdemokratische Aufstiegsversprechen. Gerhard Schröder oder Sigi Gabriel kamen auch aus einfachen Verhältnissen. Man muß eben auch wollen und eine Zeit lang auf Manches verzichten

12:45 von DB_EMD

"Sorry, ich glaube diesen Bericht nicht!"

.-.-.-.-.-.-.-.

Ich auch nicht.

Genaugenommen verstehe ich noch nicht einmal, was genau da eigentlich beklagt wird.

Jeder kann bei ausreichender Begabung ein Gymnasium oder Gesamtschule oder Stadtteilschule besuchen, absolut jeder. Auch ohne Empfehlung der Grundschulen.

Freilich müssen die Eltern ihren Kindern erlauben, diese Schulen zu besuchen.
Daran hapert es nicht selten.

Dass es Einzelfälle gibt, wo Migrantenkinder, die nicht ausreichend Deutsch können, von komischen Schulleitern blockiert werden, kann ich natürlich nicht ausschließen.

@Ray, 14:19

Wenn ich als Inhaber einer Firma weiß, dass meine Kinder oder Enkel an der von mir und vielleicht von meinen Vorfahren aufgebauten Firma nicht partizipieren werden, dann versuche ich doch, die Werte auf andere Art und Weise an die nächste Generation weiterzugeben.
Glauben Sie da nicht auch, dass die Arbeitsplätze der Belegschaft eine sehr untergeordnete Rolle spielen?

Warum hat es denn die Firma gegeben, bzw. was war dafür nötig? Leute, die was von dem Produkt / der Dienstleistung verstehen, und ein Markt. Beides stirbt nicht mit dem Besitzer und wird auch nicht vererbt. Dass der Inhaber der Erbe des letzten Inhabers sein muss, ist keine Voraussetzung für die Existenz eines Betriebs.

Die Reaktionen auf mein "Schnapsidee" stellen mich übrigens vollauf zufrieden, was anderes wollte ich nicht erreichen.

@13:02 von ebbomuc

"In Deutschland nehmen 79% von Kindern aus Akademiker Familien (also mindestens ein Elternteil studiert) ebenfalls ein Studium auf. Hingegen sind es nur 25% wenn noch niemand in der Familie die akademische Laufbahn eingeschlagen hat."

Daraus zu folgern, dass akademischer Aufstieg nur vererbt wird, ist nicht richtig. Es ist vielmehr so, dass Eltern mit einer hohen Bildung ihren Kindern eher den Wert von Bildung vermitteln (können) als Eltern mit geringer Bildung. Darüber hinaus sagt ein akademischer Grad auch nicht unbedingt etwas über die (umfassende) Bildung einer Person aus. Und wenn man älter ist, dann ist Bildung schlicht Eigenverantwortung. Jedes Wissen ist für alle zugänglich.

@ 14:08 von schabernack

"Kenne aber andere, bei denen Herkunft Aufstieg verhinderte.
Ganz mies …!"
.
Also langsam!
Ich finde mich in Ihrer Beschreibung durchaus wiedergegeben. Können wir 1:1 übertragen.
Warum haben wir es geschafft?
Genau, aus eigenem Antrieb. Wenn ich schon wieder so einen Quatsch höre, die "Gesellschaft" ist ja Schuld.....
Niemand wird gehindert ein Buch zu lesen oder zu lernen!
Heute wird anscheinend erwartet ein geschenktes Einser-Abitur zu bekommen, mit enormen Wissenslücken erst mal 5 Jahre studieren, und dann hat man Anspruch auf einen hochdotierten Beruf?
War das bei Ihnen so?
Wo hat Ihre Herkunft den "Aufstieg" verhindert?
Jeder ist seines Glückes Schmied, wer die Möglichkeiten nicht nutzt ist selber Schuld! Niemand wird dumm geboren.
Meinen Sie meine Mutter hat mir die Integralrechnung oder die theoretische Physik erklärt?
Nicht jeder ist geeignet. Muss man anerkennen.
Dazu gehört ein bisschen Eigenmotivation.
Nicht nur irgenein "Einser-Abitur".
Das ist kein Maßstab!

Soziale Faktoren

Warum schaffen viele Kinder nicht die Leistung, die von den Schulen gefordert werden? Es liegt primär an der Erziehung durch die Eltern und der Erziehungsumgebung...das sind heute vor allem die ököedukativen Faktoren...u.a. sprachliche und Milieufaktoren. Viele Kinder werden leider von ihren Eltern "bildungsmäßig" nicht gefördert...z.B sprachliche Defizite durch bilinguale Kommunikation und Sozialisation, da viele Eltern selbst erhebliche Bildungsdefizite haben. So müssen/sollen die Schulen viele solcher Defizite aufarbeiten, was von den bereitgestellten Ressourcen kaum in Gänze gelingen kann. Eltern, die um den hohen Stellenwert von Bildung und Ausbildung wissen, engagieren sich naturgemäß hier sehr intensiv. Einzurechnen sind hier auch die Begabungs- und Persönlichkeitsunterschiede, die meistens überhaupt nicht berücksichtigt werden. Die Schulen sind hier nur ein "Reparaturbetrieb"...alle pädagogischen Träume bleiben oftmals leider nur Träume...

Viele Faktoren

Es gibt viele Faktoren. Die Durchlässigkeit wird auch durch Inklusion geschwächt, da Inklusion nachweislich schwächeren hilft, stärkere jedoch nicht fördert.

Ein weiteres Problem ist der Stadtteil in welchem man zur Schule geht. Je höher der Migrationsanteil, desto mehr müssen Kitas und Grundschulen Wert darauf legen, dass zumindest Grundkenntnisse in Deutsch vermittelt werden. Auch hier bleiben andere Kinder zurück.
Wer es nicht glaubt kann ja mal den Bildungsbericht ansehen (einfach Bildungsbericht googeln). In diesem wird zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund unterschieden.

Wer Geld hat wird sich also in solchen Stadtteilen entweder eine weit entfernte Schule suchen, zieht um oder schickt seine Kinder auf Privatschulen.
Da dies mit Geld verbunden ist, wird es hier sehr schwer für Transferleistungsempfänger und Menschen mit Migrationshintergrund. Eine endlosschleife, aus der diese Familien nur sehr schwer ausbrechen können. Daher auch hier fehlende Durchlässigkeit.

von Sausevind

„Dass es Einzelfälle gibt, wo Migrantenkinder, die nicht ausreichend Deutsch können, von komischen Schulleitern blockiert werden, kann ich natürlich nicht ausschließen.“

Und schon hat man alles rehabilitiert. Wie immer „die Migranten“ sind selber schuld. Was anderes habe ich auch nicht erwartet. Wenn wir die Chancenungleichheit leugnen, wird es schön weiter so gehen.

Ich bin nach D gekommen in den 90. In dieser Zeit hat sich nichts in diesem Bereich geändert. Deswegen besucht mein Enkel die englische Privatschule mit vier. Und ich hoffe sehr das Englisch die Amtssprache in D wird. Ich würde mit beiden Händen dafür sein. In den Firmen spricht man so wie so in den oberen Etagen nur Englisch, alle Abteilung haben Englische Namen, alle Internet und Telefonbegriffe in Englisch. Ich komme so langsam zum Schluss, dass man die deutsche Sprache auch nicht wirklich braucht. Also 10 Jährige Übergangsfrist und danach Englisch Amtssprache. Dann hat man auch kein Problem mit Migranten.

@ 14:36 von Sausevind

"Dass es Einzelfälle gibt, wo Migrantenkinder, die nicht ausreichend Deutsch können, von komischen Schulleitern blockiert werden, kann ich natürlich nicht ausschließen."
.
Das ist nicht komisch.
Für gewisse Leistungsstufen wird eine Sprachkenntnis vorausgesetzt.
Da Sie ja studiert haben, sollten Sie das kennen.
Es kann nicht sein, dass sich das Bidungsniveau an den schlechtesten "Deutsch-Sprecher" orientiert.
Warum meinen Sie, dass genau diese Schulen gemieden werden?
Sollen wir am besten den Unterricht auf Arabisch machen? Kommen Ihre Kinder dann damit klar?

Sehr wohl

@Dr. Dr. Sheldon

Sehr wohl ist eine Ungleichbehandlung vorhanden. Gerade die Lehrer bewerten da eventuell unterschiedlich. Da bekommt das Kind der Akademiker für ein Aufgabe 7 von 10 Punkte. Das Kind von einer Arbeiterfamilie trotz gleicher Antwort nur 4 von 10 Punkte. Noch besser geht so etwas bei Referaten. Beim weiteren Weg der Kinder sind ebenso die Lehrerempfehlungen mit entscheidend. Das ganze ist halt keine Bildungsgleichheit.

13:37 von landart / @schabernack

«Die Gründe für die Spitzenplätze der SKAND-Länder liegen nicht allein in den sog. Sozialfaktoren … [diese] Länder haben eine Randlage, daher ist ENG in Schulen praktisch eine Wirtschaftssprache … DEU mit fast 84 Mio. Ew. ist zentraler Mittelpunkt für … daher auch …»

Wäre Ihr Beitrag ein Vertrag.
Unterschriebe ich ihn ohne Bedenken.
Ohne eine Änderung darin sehen zu wollen.

Beruflich bedingt war ich den den 1990-ern / frühen 2000-ern häufig in SKAND. Noch häufiger in FIN, als in jedem anderen der Länder.

Sehr beeindruckend fand ich immer, dass man schon Kinder im Grundschulalter auf ENG bspw. nach dem Weg fragen konnte.
Die Kinder verstanden, tatsächlich weiter helfen konnten.
Finnisch kann außer Finnen + Esten "eh kein Mensch" verstehen.

Eindeutig ist die Situation in DEU anders, "als in Randlage-Staaten".
In einem meiner Beiträge stellte ich ja die Frage.
Ob es in DEU "real so mies ist", wie oft beklagt.

Yksi・kaksi・kolme・kymmenen|1・2・3・10

Auf Finnisch … ist aber lustig …!

@13:14 von NeutraleWelt

Ihr Beitrag zeigt, wie schwer sie sich tun, den Bildungsbegriff zu definieren...wenn die Abiturientenquote - die ja z.B. in Schweden nahe 70% eines Jahrgangs liegt - kein Hinweis auf den Bildungsgrad der Schülerpopulation darstellt, was soll man dann als Teilkriterium nehmen? Die OECD hat uns öfters wegen der im Vergleich noch zu geringen Studentenzahl kritisiert...

14:50 von NeutraleWelt / @schabernack

Ich: «Kenne aber andere, bei denen Herkunft Aufstieg verhinderte.
Ganz mies …!»

«Also langsam!
Ich finde mich in Ihrer Beschreibung durchaus wiedergegeben.
Können wir 1:1 übertragen. Warum haben wir es geschafft?
Genau, aus eigenem Antrieb. Wenn ich schon wieder so einen Quatsch höre, die "Gesellschaft" ist ja Schuld.....»

Nicht "die Gesellschaft" ist Schuld.
Nicht am miesen Wetter. Nicht an unpünktlichen Zügen.
Nicht an anderen Ärgernissen.

"Die Gesellschaft" ist ein unbestimmtes Wesen namens "Gesellschaft".
Von sich aus macht "Gesellschaft" gar nichts.
Nicht einmal untätig im Bett liegen bleiben …

Das, wovon ich schrieb, sind frühere Klassenkameraden von mir.
Die entweder wegen eines "unwissenden" Elternhauses nach der Realschule nicht aufs Gymnasium wechselten.
Weil niemand wusste, dass es geht, wie es geht.
Plus niemand in Institutionen war, der half.
Oder Studien-Abbrecher "wg. keine Kohle woher?".

Sind Voraussetzungen, um die sich "Gesellschaft" zu kümmern hätte …!

14:36 von Sausevind

Diese Migrantenkinder, wie Sie es nennen, die nicht ausreichend Deutsch können, werden in aller Regel auch nicht den Notendurchschnitt vorweisen können, der für einen Übertritt nötig ist.
Ich spreche von Kindern die den Schnitt locker geschafft hatten. Alle hatten, wie mein Sohn, Migrationshintergrund. Es lag und liegt an manchen Lehrkräften. Das mögen Einzelfälle sein. Trotzdem versperren sie Kindern den Weg einer weiterführenden Schule. Alle, denen ich helfen konnte diesen Weg zu gehen, studieren heute oder arbeiten bereits.
Was die 'nicht nötige Empfehlung' angeht, von der Sie sprechen: gehen Sie mal in Bayern mit passenden Notendurchschnitt aber Empfehlung “Hauptschule“ zur Anmeldung auf's Gymnasium. Wenn die Eltern nicht redegewandt und mit ausreichend Selbstbewusstsein ausgestattet sind (häufig bei ausländischen Eltern), sind sie da ganz schnell wieder draussen.
Dieses Problem trifft aber auch deutsche “Unterschicht“Eltern. Deren Kinder sind auch nicht grundsätzlich dümmer.

Ewige Nörgelei

Deutschland hat trotz vieler Kritiken immer noch einer der effektivsten und besten Bildungssysteme in der Welt. Viele Länder bewundern die Leistungen unseres differenzierten, vollkommen durchlässigen Schulsystems. Wenn wir so schlecht wären - wie manche Beiträge meinen - wie geht das dann zusammen, dass wir seit Jahrzehnten Weltspitze im Export sind...? Aber nicht nur hier...wir werden auch bewundert u.a. auf den Gebieten der Medizin, der Künste und Journalistik. Wie ist das möglich, bei einem angeblich desolaten Schul- und Hochschulwesen?

@15:01 von AA

"Also 10 Jährige Übergangsfrist und danach Englisch Amtssprache. Dann hat man auch kein Problem mit Migranten."

Die Probleme wären doch aber die gleichen. Wenn die Eltern im Elternhaus mit den Kindern kein Deutsch sprechen und die Kinder auch sonst kaum Kontakt mit deutschsprechenden Kindern haben, dann können sie die Sprache nicht richtig lernen. Englisch als Amtssprache würde daran doch nichts ändern.

Also viele meiner Freunde /

Also viele meiner Freunde / Bekannten aus der Schulzeit kamen aus Arbeiterfamilien, die ihre Wurzeln im Ausland hatten.
Und viele davon haben trotz einem Elternhaus, dass in der Schulzeit wenig Unterstützung geben konnte, das Abitur gemacht, studiert und haben jetzt super Jobs.
Jeder, der in Deutschland in der Schule und im Studium Leistung bringen will, wird durch niemanden daran gehindert. Jeder, der in der Schule keine Leistung bringen will, wird daran aber ebenfalls durch niemanden gehindert.
Gerade was Schule, Studium, Ausbildung und Job betrifft... jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

@andererseits, 10.16h

So, so.
Ungleichheit bei Bildungschancen?
Wo in Deutschland wird einem der Schulbesuch verwehrt?
Wer wird am fleißigen Lernen gehindert?
Dann sollten Sie mal in meine Schulzeit (1948 ff.) zurückkehren.
Da kostete das Gymnasium noch Geld.
Heute ist nicht mal mehr eine Eignungsprüfung vorgesehen.
Den Rest aus Ihrer Filterblase zu beantworten, schenke ich mir.

von mispel

Englisch wäre dann eine Sprache, die man sehr gerne miteinander sprechen würde. In meinem Migranten - Leben habe ich auch gelernt, dass man sehr gerne als Deutscher dem Migrant den Rücken demonstriert, falls der Migrant nicht für zwei arbeiten möchte und sich nicht bedingungslos unterwirft. Daher wundert es mich auch nicht, dass die Migranten unter sich bleiben wollen. Man will zumindest in der Freizeit seine Würde behalten. Ich bin seit 30 Jahren in Deutschland, bin dem Land auch dankbar dass ich aufgenommen wurde. Pflege aber immer weniger den Kontakt zu den Deutschen. Weil die Deutschen wollen keine Integration, die Deutschen wollen eine Assimilation. Englisch als Amtssprache würde es mildern und man würde Englisch als neutral ansehen. Außerdem wollen alle dass die Migranten ihre Muttersprache nicht sprechen, verzichtet doch auf die deutsche Sprache. Dann werden sie auch mal sehen, dass geht, ohne Deutsch auch.

16:19 von mispel

@AA, 15:01

«Die Probleme wären doch aber die gleichen. Wenn die Eltern im Elternhaus mit den Kindern kein Deutsch sprechen und die Kinder auch sonst kaum Kontakt mit deutschsprechenden Kindern haben, dann können sie die Sprache nicht richtig lernen. Englisch als Amtssprache würde daran doch nichts ändern.»

Problematik der Sprachkenntnis wäre nicht komplett verschwunden.
Aber sie wäre geringer … bis viel geringer.

Deutsch als Fremdsprache ist eine sehr schwer zu erlernende Sprache.

"Denken Sie nur mal" an・der, die, das。
Warum ist・das Kind・im DEU als Grammatik-Geschlecht ein Neutrum ?

Warum sind 1.001 konfus unregelmäßige Verben à la:
trinken・trank・getrunken・tränke ?

Plus andere "Grausamkeiten" mehr.

ENG ist einfacher. Sehr viele Menschen sprechen ENG zumindest als Fremdsprache. Viel mehr Menschen mehr als DEU.

"Die Lösung" wäre ENG allerdings auch nicht …

die Zukunft kaputt gespart ...

richtig was hier steht: ... mangelhafte Sozialsysteme und unzureichende Bildungschancen als größte Barrieren für sozialen Aufstieg...

Und bei bei uns will man die Steuern senken, obwohl es hinten und vorne bei den Sozialsystemen wie auch bei der Bildung mangelt.
Und neben dem Streit um / über Bildungssysteme eine einfaches Beispiel wie wenig bei uns bildungshungrige Kinder respektiert werden.

In vielen hier als positiv genannten Staaten werden Kinder mit dem Schulbus zu Hause abgeholt und wieder nach Hause zurück gebracht, wenn ein Kind fehlt, klingelt der Busfahrer bei den Eltern, fragt nach und überzeugt sich, ob alles seine Richtigkeit hat!!!

Bei uns werden Kinder in überfüllte Busse gepfercht, wenn kein Platz mehr das ist oder ein Kind zu langsam, dann wird es einfach einsam stehen gelassen!!!

Allein dies Beispiel zeigt wie wenig der Öffentlichkeit das Wohl der Kinder wert ist. Vom gesunden Mensaessen und ausreichend Unterrichtsmaterial ganz zu schweigen.

@16:58 von AA : "Außerdem

@16:58 von AA :

"Außerdem wollen alle dass die Migranten ihre Muttersprache nicht sprechen, verzichtet doch auf die deutsche Sprache. Dann werden sie auch mal sehen, dass geht, ohne Deutsch auch."

Warum kann Deutsch nicht Muttersprache von Migranten werden? Denken Sie ihre Vorstellung mal ein paar Generationen weiter. Es würde dutzende Sprachen geben. Und warum beschweren Sie sich, dass Deutsch sprechen gefordert wird, fordern aber selbst das nicht Deutsch sprechen?
Sie pauschalisieren hier nur drauf los: "der Migrant", "der Deutsche". Ihre Erfahrungen tun mir Leid, aber darauf aufbauende pauschale Urteile helfen nicht weiter. Und das Beherrschen der Landessprache ist für mich Vorraussetzung für Integration.

@17:01 von schabernack

"Deutsch als Fremdsprache ist eine sehr schwer zu erlernende Sprache."

Für Kinder ist jede Sprache einfach. Für Erwachsene ist Englisch sicher einfacher. Hier wäre mir auch eine deutlich bessere Förderung lieber.

11:44 von NeutraleWelt

Ihren Kommentaren darf ich zu 100% zustimmen!

Das liegt u.a. daran, dass sie sich bemüht haben, sie haben Leistung(en) erbracht!

Das ist etwas, was einige/viele/sehr viele nicht mehr wollen, sondern auschließlich nach staatlicher Hilfe rufen!

Früher nannte man das: Jeder ist sich seines Glückes Schmied!

Heute soll der Staat alles schmieden!

Es gibt in unserem Bildungssystem immer Verbesserungen vorzunehmen, leider gehen wir zurzeit den falschen Weg.

Wir haben zwar mehr Einser-Abiturienten, aber auch viele Firmen, die Einstellungsstests vornehmen müssen, weil soziale Kompetenzen oder Grundregeln in Mathe usw. fehlen....

PS. Ein Aufstieg ist früher genauso schwer wie heute - man muss sich einfach bemühen und an seinem Glück hart arbeiten!

Schade, dass der Artikel

Schade, dass der Artikel keinen Link zu der Studie angibt. Gerade Deutschland ist m.E. ein Musterbeispiel für Möglichkeiten zum " sozialen Aufstieg "; nicht umsonst hat das Land 18 Millionen Migranten ohne größere Probleme in den letzten Jahrzehnten integriert. Es gibt wohl kaum andere vergleichbar große Länder mit fairen Löhnen, sozialem Schutz und Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen, die ähnliches geleistet haben.

Andersherum

@17:22 von kurtimwald
...an einem Beispiel können sie was erklären, aber sie können es auf „alles“ nicht übertragen...deshalb greift ihr Beitrag zu kurz... der sog. Alles-Fehler führt nicht weiter. Bei uns fehlt es nicht „hinten und vorne“ an Sozialleistungen und auch nicht an Bildung...es fehlt an Einsatzfreude, Leistungsbereitschaft und Willen ...die kann jeder unabhängig vom Bildungsgrad zeigen und einsetzen... der Bildungserwerb ist in Deutschland bis zur Universität kostenlos...man kann sogar von der Couch aus an einer Fernuni promovieren...die Förderungsangebote sind sehr vielfältig...man kann sogar - selbst wenn man ein ganz schlechtes Reifezeugnis hat - nach einer zugegebenerweise langen Wartezeit Medizin studieren...Lernen ist nicht nur Spass, sondern auch mit Anstrengung verbunden...die darf man nicht scheuen...Aufstieg geht nur mit Bildung „und“ Leistung ...und auch Glück gehört dazu ... und das bekanntlich nur der Tüchtige.

17:22 von kurtimwald

“... ausreichend Unterrichtsmaterial ganz zu schweigen.“

Richtig, auch so ein Thema.
Wenn ich nur an die Lateinbücher meiner Kinder zurück denke, die machten den Eindruck, dass sie aus Cäsar's Zeiten stammten. Lehrmittelfreiheit nannte sich das.
Damit lernen war auf Grund fehlender Seiten unmöglich.
Wieviel Geld wir in den Kauf von Schulbüchern gesteckt haben, da wird mir heute noch ganz schwindelig. Zum Glück konnten wir uns das leisten; andere aber nicht.

Bildung ist eben nicht "Kostenlos"

zu Am 20. Januar 2020 um 17:51 von landart :

Bildung ist in Deutschland eben nicht "Kostenlos"!

Es gibt weder eine Lernmittelfreiheit, es müssen wesentliche Gerätschaften und von Lehrern "dringend empfohlene" Lernmittel jährlich für mehrere Hundert Euro pro Kind aufgewendet werden, von Ausflügen, Museuns- Zheaterbesuchen und Auslandsaufenthalten ganz zu schweigen,
zusätzlich fallen hohe Beiträge für Schulbus sowie Verpflegung an, da Schulzeiten einschließlich Fahrtzeiten zu den immer weiter entfernten Schulen keine Mahlzeiten zu Hause erlauben.

Und selbst lernfreudige Kinder gehen mittlerweile unwillig in die Schulen, in denen alles hinfällig und regelrecht kaputt ist,
angefangen von den Sportstätten bis hin zu den verrotteten und unsauberen Sanitäreinrichtungen.

um 17:32 von mispel

Zum Thema
pauschalisieren

Die Länder, wie Schweden u s w haben gerade das eingeführt, worüber ich spreche. Englisch als zweite Staatssprache. Finden sie nicht das es völlig richtig ist? Ja neutrale Sprache. Deutsch zu lernen ist auf jeden Fall richtig, da es Landessprache ist. Sie haben da natürlich recht. Das habe ich meinen Kindern und Enkelkindern schon längst vermittelt. Meine Kinder und Enkelkinder sprechen schönes gepflegtes Deutsch. Akzentfrei und sehr gepflegt. Sind vom Aussehen und Sprache von den Deutschen nicht zu unterscheiden. Das habe ich auch nur uns selbst zu verdanken, unserem Fleiß und unserem Bestreben nach Integration. Und ich weiß worüber ich spreche.

Haben Sie sich nie die Frage gestellt, warum so wenig Migranten sich als Migranten bekennen? Weil das eine Brandmarkung ist. Das heißt für alle: du hast versagt. Ich sage stolz: Ja ich bin ein Migrant, und habe mehr als ein Deutscher erreicht. Ich habe meine Sprache und meine Würde beibehalten.

17:32 von mispel

«Deutsch als Fremdsprache ist eine sehr schwer zu erlernende Sprache.»

«Für Kinder ist jede Sprache einfach. Für Erwachsene ist Englisch sicher einfacher. Hier wäre mir auch eine deutlich bessere Förderung lieber.»

Es stimmt. Für Kinder ist jede Sprache recht einfach zu erlernen.

Schwierig … bis richtig problematisch wird es für Kinder, wenn sie Deutsch als Sprache nur in der Schule begegnen. Gar noch als Dolmetscher / Problemlöser für Schwierigkeiten der eigenen Eltern agieren sollen. Weil die Eltern gar kein … oder nur rudimentär Deutsch verstehen / sprechen / lesen können.

Überforderung von Kindern "im Spagat zwischen 2 Welten".

Ich halte gar nichts davon, Anforderungen an Sprachkenntnisse der DEU Sprache zu senken.

Auch ist die Einführung von ENG in DEU als 2. Amtssprache keine sonderlich gute Idee. Das geht nur in Ländern, in denen mehr als nur 1 Sprache auch Muttersprache für Menschen ist, die im jeweiligen Land geboren wurden.

Wie in BEL / CH. Schwedisch in FIN …

@ 16:47 von DerVaihinger

Bevor Sie mir eine Filterblase unterstellen, sollten Sie vielleicht den Bericht zur Kenntnis nehmen.
Es ist erstaunlich, wie viele Kommentierende hier alles auf individuelle Anstrengung setzen und auf dem strukturellen Auge von Chancengleichheit und systemischer Benachteiligung blind zu sein scheinen.

@18:43 von AA

"Ja ich bin ein Migrant, und habe mehr als ein Deutscher erreicht. Ich habe meine Sprache und meine Würde beibehalten."

Tut mir Leid, aber solche Äußerungen kann ich nicht nachvollziehen und empfinde sie als Affront. Ich bin Deutscher und sie haben mehr erreicht als ich? Und wer hat Ihnen verboten Ihre Sprache zu sprechen? Ihre Sicht erscheint mir reichlich einseitig, daher sehe ich keine Basis für eine wirkliche Diskussion.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: