Kommentare

kaum zu glauben

Für teilweise längst abgeschriebene Schätzchen wird die Industrie entschädigt. Irrsinn.

Aha. Entschädigung für was?

Aha. Entschädigung für was? Was ist mit unseren Dieselautos? Die sind auch auf einmal hinfällig. Entschädigt wird aber niemand. Wo bleibt das unternehmerische Risiko? Diese Vollkaskolobbiisten zerstören das Land irgendwann nochmal.
Strom, den es nie geben wird, wird entschädigt, den jetzigen Strom müssen wir bezahlen, dazu noch den möglichen Strom von morgen.
Was ist mit den Umlagen von früher geschehen? Wurde da nicht ein Anteil für Erneuerungen mit eingepreist?
Eine Lobby müsste man haben. Nie wieder früh aufstehen.

Unfassbar

Die Kohlekonzerne sind defizitär. Die LEAG (in Ostdeutschland) etwa macht seit Jahren nur Verluste!

Wofür sollen die entschädigt werden?

Das ist völlig inakzeptabel!

Hoffentlich

wird das Geld, das die Länder bekommen, nicht nur verwendet, um Haushaltslöcher zu stopfen und neue Strassen zu bauen.
Der wegbrechende Industriezweig muss sinnvoll ersetzt werden, damit die Leute vor Ort eine Arbeit finden können.
Und schaut den Energiekonzernen auf die Finger damit sie die Renaturierung der Tagebaue anständig machen.

Ein Kompromiss für alle Beteiligten

Ich denke, daß es ein Ergebnis ist, in dem sich die Bedürfnisse und Wünsche vieler beteiligten Partein wiederspiegeln.

Natürlich würde ich persönlich denken, daß der Kohleausstieg schneller gehen könnte, aber immerhin gibt dieser Fahrplan Planungssicherheit auf vielen Seiten: Den Kraftwerksbetreibern, den Arbeitern, den Zulieferern, den Ortschaften usw.

Ich nehme an, daß damit keiner glücklich wird, aber immerhin ein Fortschirtt.
Ein Konsens, wie er in einer Demokratie üblich ist: Allen ist gedient und keiner ist glücklich!

Und wenn wir in einigen Jahren technoloische und soziale Möglichkeiten haben, den Ausstieg noch schneller abzuschliessen, dann kann dies ja auch vorgezogen werden.

Mit besten Grüßen,
AD

Wie schon erwähnt

Es geht nur um den Geldadel.
Das dieser mal immer weiter fette Gewinne macht.

Wenn Herr Laschet ...

nicht weiß, dass ein Durchbruch für den Klimaschutz nur erzielt wird, wenn es eine weltweite Vereinbarung mit allen Staaten und Unternehmen gibt, die die fossilen Energieträger abbauen, dann sollte er sich besser informieren oder aufhören populistische Aussagen zu treffen, die nichts mit der weltweiten Realität zu tun haben und nur dem Ziel dienen, die Wählerwanderung von der CDU zu den Grünen zu stoppen.
Der weltweite CO2-Ausstoß ist in den letzten 30 Jahren um ca. 50 % gestiegen, er stieg auch 2019 und wird auch weiterhin steigen!
Da können die Deutschen und die EU soviel einsparen wie sie wollen!
Quelle: makroskop.eu

Fast verschwindet es in den

Fast verschwindet es in den differenzierten Informationen der Meldung: Der Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen wird nicht für den angrenzenden Tagebau gerodet. Eine gute Nachricht für alle Umweltschützer*innen (die man besser als Lebensnetzschützer*innen bezeichnen könnte) und für alle, die auch gegen die jahrzehntelange Enteignung und die Zerstörung gewachsener Kommunen protestiert haben.
Der Protest gegen "Datteln" kommt leider zu spät, die falschen Weichenstellungen gab es vor vielen Jahren im Planungsverfahren.

Steuern werden in Milliardenhöhe ...

... Privatunternehmen in den Rachen geworfen, die mit Kohle längst unzählige Milliarden verdient haben. Sind diese Verdienste der letzten Jahrzehnte in irgendeiner Form dem Steuerzahler zu Gute gekommen? Warum sollte das so gewesen sein? Die Energieindustrie kassiert gerne.
Aber, wo sind die tatsächlich spürbaren Fortschritte der Energiegewinnung geblieben? Die Sonnenenergie hat viel Geld gekostet, bringt aber keinen Gewinn mehr. Da wird es keine Investitionen mehr geben. Gas aus Russland? Ist das ein Fortschritt? Kostet einen Haufen Geld. Ändert sich die politische Stimmungen, ist das Geld weg.

Steuern werden woanders gebraucht, z.B. da, wo eigentlich mal ein Abschlag von meinem Gehalt hinfließen sollten. U.a. könnten Investitionen auf sozialer, gesellschaftlicher und industrieller Ebene rechtspolitische Bewegungen eindämmen.

Zitat aus dem Kommentar des Users @ooooch nö von 8:27 im Vorgängerthread ("Fahrplan für Kohleausstieg vereinbart"):

„Bei den exorbitanten Subventionen für fossile Brennstoffe, könnte man jeden,der mit kohleverstromung zu tun hat, verrenten und zu Hause lassen“

Ich gebe es ungern zu (weil ich die sonstigen Kommentare des Users einer offenen Diskussion nicht unbedingt förderlich halte), aber da hat er meiner Meinung nach Recht:

Den Leuten das Geld „einfach so“ zu geben, ohne dass sie dafür als „Gegenleistung“ erst für jede Menge CO2-Emissionen "sorgen" müssen - wobei die so provozierten Folgeschäden sich dann hinterher trotz großer und im Grunde (wie die Kohle selbst) unnötiger Mühen und Anstrengungen auch mit noch viel mehr Geld nicht mehr einfach wieder „beheben“ lassen werden -, wäre schon angesichts der Tatsache, dass es heute längst genug Alternativen zur Kohle gäbe (wenn man sie denn sehen und nutzen wollte) nicht nur unter Klimaschutzaspekten tatsächlich das einzig Vernünftige.

Zukunft gesichert

Damit dürfte die Zukunft von Herrn Altmaier mit einem gut dotierten Posten bei RWE gesichert sein.

Staatskasse?

Es muss nicht heisen: vier Milliarden Euro Entschädigung aus der Staatskasse.
Es soll heisen: vier Milliarden Euro Entschädigung von der Steuerzahler.
Erst verdienen die Betreiber der Kohlekraftwerke viel Geld und jetzt bekommen sie auch noch als "Entschädigung" 4 Milliarden ? Und der Steuerzahler soll zahlen, zahlen, zahlen, zahlen.

@ 08:31 Einfach Unglaublich (Vorgängermeldung)

Es kommt selten vor, dass ich Ihnen so klar zustimme: Der Versuch, sich für entgangene Gewinne der Zukunft entschädigen zu lassen, ist politisch skandalös - steht allerdings in einer unrühmlichen Linie zur Entschädigung der Atomstromproduzenten, die zudem Gewinne stets privatisiert und Kosten (v.a. bei der sog. "Entsorgung" - sprich: Endlagerung der hoch radioaktiven Abfälle) gerne sozialisiert sehen.

Aus der Staatskasse

.... und wer füllt die Staatskasse? Die Frage sei erlaubt. Vater Staat setzt sich die Klimaziele -und wer zahlt?

Unglaublich

Wer diesen Beitrag bis zu Ende lesen kann, ohne sich zu erbrechen, hat den Inhalt nicht verstanden. Und keiner von diesen Verbrechern ist in irgendeiner Form haftbar zu machen, weil Staatsanwälte, also die Ermittler, politische Weisungsempfänger sind.
Und für jeden, der die dummen Ossis belächelt: wartet nur, ihr seid auch noch dran, zuerst die Autoindustrie und dann Chemiebranche. Die Nummern gehen gerade erst los und es wird genauso wenig übrig bleiben, wie von der Ostindustrie.

Steinkohlekraftwerk

Es stellt sich doch die Frage, ob durch die Änderung des Brennstoffes von Steinkohle auf Erdgas bei Datteln 4 nicht ein wesentlicher Beitrag zur CO2-Reduktion erzielt werden könnte.
Zitat BUND vom 09.11.19
"Laut Kohle-Kommission soll die Bundesregierung gegenüber dem Stand von 2017 insgesamt 5 Gigawatt Braun- und 7,7 GW Steinkohle-Kraftwerke bis 2022 vom Markt nehmen und Datteln4 mit 1 GW nicht ans Netz lassen. In Summe also 13,7 GW Kohlekraftwerke weniger. Lässt sie Datteln 4 ans Netz gehen, sind es jedoch nur 12,7 GW weniger.
...... sind für das Kraftwerk jährliche CO2-Emissionen von bis zu 8,4 Millionen Tonnen beantragt worden.

..... das gleichzeitige Neueinfügen von 1 GW Steinkohleleistung in den Markt tendenziell eher im gleichen Leistungsumfang das Nachrücken von Gas- und GuD-Kraftwerken mit einem niedrigeren spezifischen CO2-Ausstoss aber höheren spezifischen Kosten blockieren." (Zitat Ende )

Die Union und die Energiewirtschaft

Es war mir klar, dass die Kanzlerin und ihr Wirtschaftsminister den Unternehmen, die die Umweltschäden angerichtet und daran über Jahrzehnte Multi-Milliarden an Profiten gemacht haben, auch noch eine Abwrackprämie zahlen würden.

Union und die Wirtschaft, ist das noch zu trennen? Der Terminkalender der Kanzlerin ist voller Termine mit Wirtschaftsvertretern, der von Altmaier, Scheuer und Klöckner erst recht.

Ob Gewerkschaften, Sozialverbände und Umweltverbände auch Zugang zu ihr haben? Vielleicht ein paar Pflichttermine.

Leider hat sich die SPD in dasselbe Fahrwasser begeben und wundert sich nun, dass die in die Bedeutungslosigkeit abfällt.

Endlich!

Habe schon gegrübelt, wie man den Steuerüberschuss industriefreundlich entsorgen kann. Und siehe, es fand sich eine Lösung.
.
Toll, wenn man eine Regierung hat, die einen der höchsten Strompreise in Europa zulässt. Zudem darf der "Verbraucher" (der Gelackmeierte) auch noch einen Zuschlag für erneuerbare Energien zahlen. Es heißt doch immer, die Unternehmensgewinne seien zur Finanzierung der Zukunftsinvestitionen da! Und damit nicht genug, er darf auch noch "entgangenen" Gewinn oben drauf zahlen. Kein Wunder, dass der Scheuer sich nichts dabei dachte, als er den Unternehmen für Lau 520 Mio zudachte. Ist doch so üblich. Und die Autoindustrie bekommt auch 10 Milliarden für die Um,stellung auf E-Autos. Das können die nur mit Staatsgeldern schaffen, darum heißen die UnterNEHMER!

@seemanzel Umstellung auf Erdgas

Auf die gleiche Menge ausgestoßenes CO2 bezogen liefert Erdgas (Methan) mehr als das Doppelte an Energie. So weit, so gut. Der Rest wäre Spekulation wie weit die Umrüstung machbar, resourcenverträglich und wirtschaftlich wär. Das Endprodukt wäre schließlich auch nur ein "Wasserkocher" mit schlechtem elektrischen Wirkungsgrad- im Gegensatz zur Gas-und Dampfturbinentechnik neuerer Bauart.

Mechanismen richtig nutzen

Es gab in der Welt einen interessanten Artikel mit dem Namen: "Kein deutsches Kohlekraftwerk müsste sterben".

Grundproblem ist, dass es keinen deutschen CO2-Markt, sondern nur einen EU CO2-Markt gibt (Zertifikatehandel).
Nationale Alleingänge bringen daher leider nur wenig. Machen wir unsere Kohlekraftwerke dicht, sinkt unsere Nachfrage nach CO2-Zertifikaten und es bleibt mehr für den Rest der EU. Dadurch werden Kohlekraftwerke im Ausland attraktiver und z.B. Gaskraftwerke unattraktiver; der Gesamtausstoß an CO2 bleibt gleich.

Sinnvoller wäre es Gelder zu investieren um CO2-Zertifikate aufzukaufen und sie dem Markt damit zu entziehen ohne sie zu verwenden. Die Kohlekraftwerke müssten dann ohnehin irgendwann dichtmachen, da es nicht mehr möglich sein wird sie wirtschaftlich zu betreiben - Entschädigungen würden entfallen.

Warum

werden nicht die modernsten deutschen Kohlekraftwerke wie z.B. Neurath Blöcke F und G auf CO2-freien Betrieb umgerüstet oder zumindest auf Gasbetrieb-das ist technisch möglich und würde Versorgungssicherheit für die Zeit nach 2038 garantieren.

11:03 von Erich Kästner

Die Kohlekonzerne sind defizitär. Die LEAG (in Ostdeutschland) etwa macht seit Jahren nur Verluste!
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Dann schreiben sie aber auch warum.
Weil der von uns Stromkunden mit Milliarden subventionierte Wind und Solarstrom an der Strombörse konkurrenzlos billig gehandelt wird-denn wir müssen ja den hohe Preis dafür bezahlen und Stromerzeuger wie die LEAG gehen dabei leer aus.

11:12 von andererseits

Fast verschwindet es in den differenzierten Informationen der Meldung: Der Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen wird nicht für den angrenzenden Tagebau gerodet.
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Woher haben sie diese Information-nach meinem Kenntnisstand ist das noch nicht in letzter Instanz beschlossen.

@ 15:55 von Hanno Kuhrt

Steht im Bericht, wenn ich das nicht völlig falsch verstanden haben sollte...

@markus2:Sie wollten einen Beleg-bereit zu lesen?

Ihrem Artikel aus "Zeit" 2011 wurde von Dr. Hans Martin Hirt widersprochen.
Wissenschaftlich wird jedem Vorwurf entgegnet - so dass meine Argumente aus Vorposting gerade auch dadurch verifiziert werden.
Man kann das unter "Revo-Entgegnung auf einen Zeit Artikel" sich auf der Website von
anamed.de "erklicken"
Ich finde es beschämend ohne jegliche eigene Recherche einfach zu übernehmen,was die, vor denen ja gewarnt wurde, mal eben so behaupten.
Viele User hier geben gute Hinweise und müssen dann in teilweise unfreundlichen Antworten feststellen,daß ihre Argumente oder Hinweise weder durchdacht bzw. überhaupt gelesen wurden.
Ich dachte das sei hier ein Diskussionsforum.
Heißt das nicht,das man hier sich ideealerweise erst informiert bevor man ommentiert?
Heißt das aber nicht vor allem,daß man andere Meinungen ernstnimmt,die Infos aufnimmt und ernsthaft prüft,was daran eine Bereicherung sein könnte?
Was gibt es Besseres,als die Gegenmeinung um die eigene Meinung zu schärfen?

15:52, Hanno Kuhrt

>>
11:03 von Erich Kästner
Die Kohlekonzerne sind defizitär. Die LEAG (in Ostdeutschland) etwa macht seit Jahren nur Verluste!
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Dann schreiben sie aber auch warum.
Weil der von uns Stromkunden mit Milliarden subventionierte Wind und Solarstrom an der Strombörse konkurrenzlos billig gehandelt wird-denn wir müssen ja den hohe Preis dafür bezahlen und Stromerzeuger wie die LEAG gehen dabei leer aus.<<

Aha.

Eine neue Variante der beliebten "der kleine Mann zahlt die Zeche"-Erzählung:

Der kleine Mann und die armen traditionellen Energiegroßkonzerne zahlen also die Zeche.

Klasse.

So habe ich das bisher noch nicht gelesen.

15:39, spax-plywood

>>@seemanzel Umstellung auf Erdgas
Auf die gleiche Menge ausgestoßenes CO2 bezogen liefert Erdgas (Methan) mehr als das Doppelte an Energie. So weit, so gut. Der Rest wäre Spekulation wie weit die Umrüstung machbar, resourcenverträglich und wirtschaftlich wär. Das Endprodukt wäre schließlich auch nur ein "Wasserkocher" mit schlechtem elektrischen Wirkungsgrad- im Gegensatz zur Gas-und Dampfturbinentechnik neuerer Bauart.<<

Es wird mittelfristig synthetisches Erdgas, also Methan, geben, welches mittels Sonnenenergie in den Ländern erzeugt wird, welche bisher vom Erdöl- und Erdgasexport leben, den arabischen nämlich.

Ihr Einwand bezüglich des Wirkungsgrades bei der Produktion ist, bei Lichte betrachtet, wenig stichhaltig. Denn Sonnenenergie ist eine unendliche Ressource, die dort in ungeheurem Überfluss vorhanden ist.

Zugespitzt formuliert: 50% von unendlich sind immer noch unendlich.

So, und jetzt verziehe ich mich wieder in meinen Sahara-Elfenbeinturm:=}

Warum sind immer die anderen Schuld?

"Es war mir klar, dass die Kanzlerin und ihr Wirtschaftsminister den Unternehmen, die die Umweltschäden angerichtet und daran über Jahrzehnte Multi-Milliarden an Profiten gemacht haben, auch noch eine Abwrackprämie zahlen würden."

So kann man das nicht sehen. Die Stromkonzerne haben den Strom ja nicht zum Spaß produziert, sondern für Industrie und Privathaushalte. Denn Strom kommt nun mal nicht einfach aus der Steckdose. Im Endeffekt hätte dann der Verbraucher die Umweltschäden angerichtet, also Sie und ich. Und natürlich muss Geld für den kommenden Strukturwandel bereitgestellt werden und natürlich müssen Unternehmen entschädigt werden, wenn ihnen durch politische Entscheidungen ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Ansonsten würde niemand investieren.

@15:52 von Hanno Kuhrt

>>11:03 von Erich Kästner

Die Kohlekonzerne sind defizitär. Die LEAG (in Ostdeutschland) etwa macht seit Jahren nur Verluste!
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Dann schreiben sie aber auch warum.
Weil der von uns Stromkunden mit Milliarden subventionierte Wind und Solarstrom an der Strombörse konkurrenzlos billig gehandelt wird-denn wir müssen ja den hohe Preis dafür bezahlen und Stromerzeuger wie die LEAG gehen dabei leer aus.<<

Kohlestrom ist bei Zugrundelegung aller durch ihn verursachten Kosten nicht billig. Ich halte es für überaus sinnvoll wenn der Markt das auch abbildet. Um die realen Kosten abzubilden reichen läppische 70€ pro ausgestoßene Tonne CO2 jedoch nicht aus. (oder wieviel auch immer das war)

Dann kann man auch Subventionen für Wind- und Solar streichen - die sind dann trotzdem konkurrenzlos günstig. Die aktuell aufgestellten Regularien zur Baubehinderung erneuerbarer Energiequellen sollte man jedoch streichen/modifizieren.

Am 16. Januar 2020 um 15:49 von Hanno Kuhrt

"Warum

werden nicht die modernsten deutschen Kohlekraftwerke wie z.B. Neurath Blöcke F und G auf CO2-freien Betrieb umgerüstet oder zumindest auf Gasbetrieb-das ist technisch möglich und würde Versorgungssicherheit für die Zeit nach 2038 garantieren"

CO2-freier Betrieb eines Kohlekraftwerks? Wer ist der Erfinder? Wenn er sich das patentieren lässt, wird er steinreich.

15:58 von andererseits

Steht im Bericht, wenn ich das nicht völlig falsch verstanden haben sollte...
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Danke-habe ich jetzt auch gefunden-frage mich allerdings, wie die Ministerpräsidenten eine Vereinbarung über das Eigentum von RWE Power treffen können.

Erst vergiften sie die Umwelt, dann machen sie

noch Kasse.
Wo bleibt der Abschreckeffekt für andere?

16:34 von WiPoEthik

Um die realen Kosten abzubilden reichen läppische 70€ pro ausgestoßene Tonne CO2 jedoch nicht aus. (oder wieviel auch immer das war).
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Deutsche KKW setzten jedes Jahr ca. 100 Millionen t CO2 frei, wenn 70 Euro für jede t CO2 bezahlt werden müssten, dann gäbe es kein KKW mehr in Deutschland.
Für ca. 30 Euro je t kann man das CO2 aus den Abgasen übrigens herausfiltern und zu Soda verarbeiten.

Mich würde

nur interessieren, wer das Geld in den Unternehmen bekommt bzw wofür es ausgegeben wird. Werden da Arbeiter entschädigt, die dann demnächst auf der Straße stehen in Form einer Abfindung?
Wird das Geld in neue umweltfreundliche Technologien investiert? Dann würde ich noch sagen ok, ein Konzern wie RWE sollte das zwar auch so schaffen, aber in Ordnung...
Ich befürchte allerdings, dass es dafür nicht verwendet wird und wenn dem so ist, kann ich den meisten hier nur zustimmen, zumal die Laufzeit bei einigen wohl so oder so zu ende gegangen wäre, auch ohne Energiewende.
Aber wen da oben interessiert schon was wir sagen. Wer die Möglichkeit und das Geld hat, investiert lieber in eine eigene Photovoltaikanlage und macht sich damit ein Stück weit unabhängiger.

@16:49 von Hanno Kuhrt

"Deutsche KKW setzten jedes Jahr ca. 100 Millionen t CO2 frei, wenn 70 Euro für jede t CO2 bezahlt werden müssten, dann gäbe es kein KKW mehr in Deutschland."

Damit wäre das Problem gelöst.

"Für ca. 30 Euro je t kann man das CO2 aus den Abgasen übrigens herausfiltern und zu Soda verarbeiten."

Davon habe ich kürzlich gelesen - in Indien gibt es wohl bereits ein Kraftwerk in dem die Technik verbaut ist; angeblich lassen sich Kohlekraftwerke generell damit nachrüsten.
Ob das alles völlig korrekt ist und 100% herausgefiltert werden können kann ich nicht beurteilen. Es klingt allerdings bereits nach einer massiven Verbesserung und es wäre sinnvoll hier entsprechende Anreize zu schaffen um die Technologie auch zu verwenden.

@hanno kuhrt ....Soda?

Wie soll das denn gehen? Die benötigte Natronlauge aus dem Nichts erschaffen?

16:49, Hanno Kuhrt

>>Für ca. 30 Euro je t kann man das CO2 aus den Abgasen übrigens herausfiltern und zu Soda verarbeiten.<<

Mittels Natronlauge beispielsweise.

Erstens müssen Sie die irgendwie herstellen, beispielsweise aus Kochsalz (sehr energieaufwändig) und zweitens das Soda dann irgendwo einlagern.

@16:30 von mispel

"So kann man das nicht sehen. Die Stromkonzerne haben den Strom ja nicht zum Spaß produziert, sondern für Industrie und Privathaushalte. Denn Strom kommt nun mal nicht einfach aus der Steckdose. Im Endeffekt hätte dann der Verbraucher die Umweltschäden angerichtet, also Sie und ich."

Der schwarze Peter wird gern dem Verbraucher zugeschoben.
Das Mindeste was der Verbraucher benötigt um hier seine Verantwortung wahrzunehmen ist entsprechende Transparenz um informiert entscheiden zu können. Man sieht zwar mittlerweile wie der eigene Energiemix aussieht, aber hier lässt sich m.W. auch durchaus tricksen.

Zudem nutzen ja nicht nur Privatpersonen Strom, sondern auch Unternehmen. Kennen Sie den Strommix Ihres Bäckers? Oder Ihres Automobilproduzenten?

Das Problem ist ein ungleicher Wettbewerb. Während die einen ihre Kosten auf die Gesellschaft auslagern und so billigen Strom produzieren (und einen Wettbewerbsvorteil erlangen) ist dies bei anderen Energieproduzenten nicht möglich; wie so oft.

Entschädigungen für Kraftwerksbetreiber

Rätselhaft sind für mich die enormen Entschädigungssummen für die Energiekonzerne. Wie kommen derartige Summen zustande, zumal es doch zunehmend auch Kraftwerke betreffen wird, die sich dann über die Jahre schon mehr als amortisiert haben dürften. Dazu kommen auch noch Subventionen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Letztlich werden damit doch auch wieder Gewinne erzielt, denn die Verbraucherpreise werden ja auch noch fortlaufend „angepasst“. Der Steuerzahler wird wiedermal zur Kasse gebeten.
Die Gewinne wanderten und wandern in andere Taschen. Wer macht hier, in diesem Land, wirklich die Politik und in wessen Interesse? Mir sträuben sich die Haare.

@nachtrag zu "Soda Legendärverfahren"

Man kann die Salzsäure natürlich im Meer verklappen. Dann setzt sie aus dem Bikarbonat des Meerwassers genau die Menge CO2 frei, die vorher dem Kraftwerk entzogen wurde. Aber außerhalb der Landesgrenze.

17:07 von fathaland slim

Auch für sie sehr geehrter User fathaland slim noch mal ein Link zum nachlesen.

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/backpulver-statt...

17:36 von spax-plywood

Ich sehe an den Reaktionen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Dann googeln sie doch einfach mal-das erste CO2 freie Kohlekraftwerk wurde übrigens in Deutschland gebaut -von Vattenfall bereits im Jahr 2007.
Zu diesem Zeitpunkt war die Rückgewinnung aber noch nicht wirtschaftlich und die testanlage wurde nach einem Jahr außer betrieb genommen.

Vor dem

Hintergrund, dass weltweit weit über 1.000 Kohlekraftwerke im Bau oder in Planung sind, hat die Abschaltung einiger solcher Kraftwerke in Deutschland in 5, 10 oder 15 Jahren in Bezug auf die Eindämmung der Erderwärmung rein symbolische Bedeutung.

Soda Verfahren, warum das nicht klappt -nachtrag

Bei der Herstellung von NaOH (zwecks Bindung von CO2 zu Soda s. andere Beiträge) aus Kochsalz entsteht Chlor und Wasserstoff, oder meinetwegen auch Salzsäure und Sauerstoff. Beides (Chlor / H2 bzw.
Salzsäure) müssen Sie loswerden! Chlor und Wasserstoff zu HCl verbrennen und mit der "Soda neutralisieren", mit der Sie vorher den Abgasen das CO2 entzogen haben, durch Carbonatbildung. Welches dabei wieder als CO2 freigesetzt wird. (Dito für die Salzsäure,
die bei der Spezialelektrolyse von Salzwasser zu Sauerstoff entsteht).

WipoEthik und Hanno Kuhrt

KKW steht übrigens allgemein für Kernkraftwerk

Darstellung: