Kommentare

Klarnamen der Unterschied

Über den Klarnamen einer natürlichen Person kann deren Umfeld leicht eruiert werden.
Das ist bei Klarnamen von Journalisten, Politiker und juristischen Personen (usw) nicht möglich, da hier der "Name@Verband.de" angegeben ist.
Also eine bedingte aber automatische Sicherheitssperre ist vorhanden.
Wird das grundsätzlich verändert, dann -aber nur dann- stehen Klarnamen als Pflicht zur Disposition.

Klarnamenpflicht im Netz ?

Aber natürlich , alle anderen wollen was verbergen . Und das geht nicht !

Schäuble's Grundsätzlichkeiten

in manche Foren ist der "Klarname" jetzt schon Pflicht.
Warum eigentlich nicht?
Hierdurch würden sich viele Probleme von allein erledigen.
Mein Hausvermieter sagte einmal:
"In der Anonymität ist der Mensch ein Schwein".
Diesen Umstand sollte man sofort abstellen.
Die Bedrohung von Politikern/Andersdenkende hat schon Bürgerkriegs ähnliche Zustände angenommen. Wollen wir das?
b.k.

Klingt nach Diktaktur

Ich bin voll dagegen und sehe es so, dass ich dort nichts mehr schreiben würde. Ich habe eine andere politische Meinung als die meisten (nicht AFD, nicht Links, einfach nur anders) und vor allem ein anderes Weltbild. Das soll der Arbeitgeber nicht erfahren, das sollen die Nachbarn nicht erfahren. Dieser Schutz ist mir wichtig. Es reicht ja ein Klick, und aus Neugier guckt man, was die alles so treiben, die Nachbarn, Angestellten usw.

Mein Name ist

Fritz Mustermann.

Soviel Sinn macht das.

Klarnamenpflicht bedeutet auch...

dass die Menschen, die eine andere Meinung vertreten (egal welcher Richtung), dann "Besuch" von selbsternannten "Meinungsänderern" bekommen. Dass deren Kinder in den Schulen gemobbt werden, weil die Eltern öffentlich ihre (abweichende) Meinung sagen.

Diese Vorschläge erinnern an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, als Andersdenkende Besuch von der SA bekamen, ihre berufliche Existenz vernichtet wurde und private Häuser und Autos abgefackelt wurden. Der Staat will hier die Methoden von SA und Stasi perfektioniert einführen mit dem Hintergedanke, dass die öffentliche Kritik an ihm dann zu unterdrücken ist.

Hier wird schleichend die nächste Stufe zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, hin zu einem diktatorischen Staat, erklommen. Unter dem Mantel der Terrorabwehr sind unsere Freiheiten in den letzten Jahren schon vielfach beschnitten worden. Hier kommt der nächste staatliche Anschlag auf die Bürgerrechte (auch die der anonymen Kritik).

Ich teile die Ansicht von Herrn Schäuble!

Auch in diesem Forum findet man eine mehr oder weniger beeindruckende Summe und eher minderwertige Qualität von Phantasienamen. Dabei unterstelle ich, daß die User schon ihre Gründe haben werden, den wirklichen Namen zu verheimlichen, oder? Kann da auch Feigheit vorhanden sein? Auch wenn ich grundsätzlich eher konservativ eingestellt bin,schreibe ich meine Meinung mit meinem Klarnamen! Bin ich deshalb schon mutig? Ich glaube nicht, denn ich äußere nur meine Meinung! Ich will niemanden überzeugen und lerne gerne dazu, wenn Argumente, aber nicht Ideologien vorgetragen werden. Und alles andere und öfters sogar darüber hinaus ist der Netiquette vorbehalten, oder?

um 09:30 von IBELIN

>>"Mein Name ist Fritz Mustermann.
Soviel Sinn macht das."<<

... oder einfach Martin (Verwechselungen sind dabei rein zufällig).

Schon in der guten alten Zeit

als man seine Meinung per Leserbrief an die Zeitung öffentlich gemacht hat, wurde das auf Wunsch mit der Floskel "Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt" anonymisiert.

Um so mehr ist es heute gerechtfertigt, dass man sich nicht Mobbing, Beleidigungen und Bedrohungen aussetzen muss, wenn man mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit geht.

Zumal die Möglichkeiten, sich dagegen zur Wehr zu setzen, gleich Null sind.

Meinungsfreiheit eingeschränkt?

[...] Hier wird schleichend die nächste Stufe zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, hin zu einem diktatorischen Staat, erklommen [...]

Dabei ist wohl die Frage was man sagen will. Wenn man mit Meinungsfreiheit die persönliche Freiheit versteht andere zu beleidigen, unverschämt zu sein, den größten Müll loszulassen, dann wird das tatsächlich eingeschränkt. Aber auch da wird es noch Leute geben, die das zu umgehen wissen.

De Einschränkung der Meinungsfreiheit in der Öffentlichkeit passiert viel eher durch die Angst vor der Bedrohung durch andere.

Wer hat was gegen Klarnamen?

Die Frage ist doch, was gegen Klarnamen spricht? Will ich etwas schreiben, was ich öffentlich, z.B. auf einer politischen Veranstaltung nie so sagen würde? Wenn ja, dann weiß ich offensichtlich, dass das, was ich sagen will, kritisch ist. Und meistens ist es nicht die "Meinung" selbst, sondern die Art, wie sie vorgetragen wird. "Meinung" sagen ist öffentlich erlaubt. Das beweisen Links- und Rechtsextreme jeden Tag auf öffentlichen Plätzen, in Artikeln in den entsprechenden Postillen usw. Ganz im Gegenteil - offenbar werden Politiker der "Mitte" eben von diesen Extremen (anonym) bedroht, damit sie ihre Meinung nicht mehr äußern.
Also erzähl mir keiner, er dürfe dann seine Meinung nicht mehr sagen. Außer natürlich seine Meinung ruft zu Mord und Totschlag auf, dann darf er sie gerne für sich behalten.

Falls jemand eine andere Idee hat, wie man wieder zu einer zivilisierteren Diskussionskultur kommen könnte - gerne.

Grüße

Jürgen Vogel

vernünftige Lösung

"Demnach sollten Nutzer in sozialen Netzwerken oder in den Kommentarspalten von Zeitungen nur noch dann Beiträge veröffentlichen dürfen, wenn der Nutzer zuvor seine Identität gegenüber dem Netzwerkanbieter preisgegeben hat. Nur die Angabe der E-Mail reicht danach nicht. Ein Posten mit Pseudonym sollte aber weiterhin möglich sein. Die Pflicht würde also nicht zwangsläufig jeden User mit seinem echten Namen outen. "

Das ist ein vernünftiger Mittelweg.

Gar keine Pflicht: Aufruf zu Mord basiert auf fake-news usw. Klarnamen-Pflicht: manche Benutzer könnten gefährdet werden; nicht jeder will, dass er Probleme hat, usw. Vorschlag oben: das beste aus beiden.

"Nazischwein!"

Zitat: "Im Fokus dabei härtere Maßnahmen gegen Hass und Hetze im Netz. Dazu zählen auch höhere Strafen bei Beleidigungen."

Das ist gut und höchste Eisenbahn.

Wie es gut protokolliert ist, wurde Prof. Bernd Lucke bei seiner Wiederantrittsvorlesung an der Uni Hamburg physisch angegangen und mehrfach als "Nazischwein!" tituliert.

Ich gehe davon aus, dass die Strafanzeige gegen diese linksradikalen Täter aktuell abgearbeitet wird?

Oder passt das jetzt nicht so in den Kram?

Diktatur?

"Ich bin voll dagegen und sehe es so, dass ich dort nichts mehr schreiben würde."

Würde vielleicht so besser sein.

"Ich habe eine andere politische Meinung als die meisten (nicht AFD, nicht Links, einfach nur anders) und vor allem ein anderes Weltbild. Das soll der Arbeitgeber nicht erfahren, das sollen die Nachbarn nicht erfahren. Dieser Schutz ist mir wichtig. Es reicht ja ein Klick, und aus Neugier guckt man, was die alles so treiben, die Nachbarn, Angestellten usw."

Dann öffentlich mit Pseudonym, aber beim Anbieter registriert.

Fängt er schon wieder damit an...

Damals als Innenminister war Schäuble so etwas wie der Antichrist für alle, die sich im Internet heimisch fühlten. Solche Vorschläge wie dieser (oder die anlasslose Vorratsdatenspeicherung) führten dazu.
Dieser Vorschlag ist in ähnlicher Form in China durchgesetzt worden - tolles Vorbild bzgl. Freiheitsrechten

Der Vorschlag hat ein paar Probleme:

Wie will man die Klarnamenpflicht durchsetzen?
Das Internet ist international. Deutsche Gesetze gelten nur für Deutschland. Was hindert mich also daran mich unter Zurhilfenahme eines Proxys vom Ausland zu registrieren, wo es keine Klarnamenpflicht gibt?
Und wie soll der Klarname überwacht werden? Muss ich jetzt jeder schäbigen Internetseite meinen Perso zeigen? Das eröffnet Missbrauch Tür und Tor.
Werden die Accounts ausländischer Touristen geblockt, bis sie sich im Internet mit offiziellen Dokumenten validieren? Oder machen die sich dann alle strafbar?

Andere Argumente sind bereits genannt worden...

Anonym !

Mit der Anonymität steigt leider auch die Lust, andere zu diffamieren, beleidigen und bedrohen.
So etwas darf und sollte es grundsätzlich nicht geben. Man kann anderer Meinung sein, aber andere Menschen, egal wer dies ist, mit Achtung und Respekt behandeln. Kritik ist so lange in Ordnung, so lange sie nicht unter die berühmte "Gürtellinie" geht.
Leider tragen unsere Politiker mit ihrer oftmals nicht gerade konformen Sprache zu diesem Verkommen des allgemeinen Umgangs mit einander und gegen einander bei.
Es ist auch recht oft zu beobachten, dass Höflichkeit, Anstand und Achtung vor anderen Menschen in der realen Welt ziemlich auf dem Rückmarsch sind, leider !!
Bei etlichen Menschen ist die Hemmschwelle zu Hass und Hetze leider ziemlich tief gesunken, und dies ist sehr traurig und fatal, denn die Folgen sind heute schon sehr deutlich zu sehen. Da werden menschen getötet, weil sie eine andere Meinung haben oder wie so mancher Heuchler sich das vorstellt.

um 10:51 von karlheinzfaltermeier

>>"Bin ich deshalb schon mutig?"<<

Sind natürlich sehr mutig. Aber schauen Sie mal mich an? Als begnadeter AfD-Wähler in beruflich exponierter Position. Sie kennen sicherlich viele meiner Kommentare wo ich kein Blatt von den Mund nehme und jetzt denken Sie mal weiter was passieren würde wenn ich mit einem Klarnamen operieren würde? Überall werden AfD-Wähler und diese Partei als solche diskriminiert und diskreditiert und ich würde mit Sicherheit berufliche Probleme bekommen? Oder aber umgekehrt den Mund halten, aber soll und kann denn dass das Ziel sein? Wenn ich dann nicht meinen Mund halte, dass ich dann von einem Linken mein Auto oder Hütte angezündet bekomme liegt in der Wahrscheinlichkeit garnicht mal so niedrig.

Anonym !

Sollte dies tatsächlich so beschlossen werden, dann ist dies all denen zu verdanken, die ihre Anonymität für Beleidigungen, Hetze, Diffamierungen und Drohungen missbraucht haben. Es ist auch denen zu verdanken, die Meinungen von anderen Menschen nicht respektieren und akzeptieren wollen und aufs Demos schreien, brüllen und auch vor Gewalt nicht zurück schrecken.
Ich bin auch nicht mit Etlichem ein verstanden, was die Obrigkeit so veranstaltet, und ich sage und schreibe meine Meinung dazu, aber immer höflich und respektvoll, weil auch ich so behandelt werden möchte.
Wer dies so nicht akzeptieren will und kann, sollte auswandern, z. B. nach China oder ein ähnliches Land, wo die Meinungsfreiheit harte Strafen haben kann.

Wer identifiziert ist auch Frage

Momentan Identifiziert der Anbieter (wie Facebook) die identität aber nicht jeder will gezwungen werden ein Scan vom Pass nach USA zu schicken (was sie momentan selektiert befragen). Bei Telefonsimkarten gibt es doch auch eine Behörde die dazwischen identifiziert (Post-Ident). Ebenso sinlos da zu erwarten Kriminelle zu schnappen. Kriminelle werden Jünger und Politiker nur älter (denen internet erklärt werden muss). Viel Glück Dezentrale Soziale Medien wie Steem zu zwingen Identität zu verifizieren, denn es gibt kein einzelnen besitzer. Viel glück mit Hausdurchsuchungen eine von Veracrypt (nachfolger von Truecrypt) verschlüsselte festplatte ohne Windows Cortana Spyfunktionen (zb durch linux) zu entschlüsseln. Wenn man Kriminelle Energie hat ist das kein problem das alles zu lernen. Nebenbei belastet das die normalen Nutzer die angst vor NSA und anderen Stalkern haben.

zu meiner Jugendzeit . . .

. . . kannte in der Straße jeder jeden.
Auch deren Meinungen waren allen bekannt. Es wurde getratscht, aber es war immer ein Umgangsstil auf menschlichem Niveau.
Hetze und Drohungen auf übelste Art macht erst die Anonymität des Internet möglich.
Das kann keiner wollen. Jeder darf seine Meinung äußern, aber wollen wir Beschimpfungen zum täglichen Umgangsstil machen?
Ich darf andere bedrohen, ohne das die Öffentlichkeit erfährt wer dieser Mensch ist?
Das führt zu einer Selbstjustiz Gesellschaft in der es keine offene Diskussion mehr gibt.
b.k.

@ 10:57 von Bot...

Das passt tatsächlich nicht zu dieser Meldung - aber das wissen Sie auch. Hier geht es um anonymisierte Hasstiraden und Hetze im Netz; und Sie wissen, aus welcher Ecke die in erschreckend überwältigender Form kommen, oder nicht? Sie brauchen sich nur die diversen afd-Facebook-Seiten und dort durch die jeweilige Administration freigegebenen Kommentare anzuschauen. Sie brauchen sich nur die anonymen Morddrohungen gegen Kommunalpolitiker*innen anzuschauen, die sich für einen fairen Umgang mit geflüchteten Menschen einsetzen.
Lenken Sie deshalb ab, weil Ihnen das nicht in den Kram passt?

Eine Klarnamenpflicht ist nicht zwingend erforderlich

Zwingend erforderlich ist nur eine Rückverfolgbarkeit der Namen. D.h. es muss für den Betreiber eines Forums oder auch für Twitter und Facebook mit minimalem Aufwand möglich sein, zu erkennen wer sich hinter einem Nicknamen verbirgt.

Wenn dann jemand Hass und Hetze postet und ein anderer User das meldet oder die Moderation das erkennt, kann man den Hetzer schnell ermitteln und ggf. bei Beleidigung oder Volksverhetzung entsprechend gegen ihn oder sie vorgehen.

@10:55 von dr.bashir

Seit dem ich im Internet aktiv bin, war es für mich immer eine wichtige Regel, äußerst vorsichtig mit persönlichen Daten umzugehen. Das hat sich bei mir schlichtweg festgebrannt. Für die meisten Situationen sind diese Daten auch völlig irrelevant.

"Falls jemand eine andere Idee hat, wie man wieder zu einer zivilisierteren Diskussionskultur kommen könnte - gerne."

Das Problem ist, dass auch Herr Schäuble keine Idee hat wie wir dorthin kommen. Bei Facebook z.B. sind unter den übelsten Pöblern auch gern jene mit Klarnamen. Auch eine unzivilisierte Diskussionskultur ist nicht direkt strafbewährt. Wir gewinnen also nicht viel. Wer aktuell nicht auffindbar ist, weil er die IP verschleiert, wird auch die Klarnamenregel umgehen können. (gehackter Account, Registrierung über Proxys aus dem Ausland, ...)

Ich sehe daher wenige Vorteile einer Klarnamenpflicht und halte sie auch schlichtweg nicht für praktikabel.

@ Als begnadeter AfD-Wähler ... 11:06 eine_anmerkung

würde ihnen jedenfalls nicht mehr Schwierigkeiten gemacht,
als dem 'berühmten Briefträger' 1972,
dem es 'nur als Linkem' den Job im öffentlichen Dinst kosten konnte.
Thema: Radikalenerlass

Auch ihr
'Wenn ich dann nicht meinen Mund halte, dass ich dann von einem Linken
mein Auto oder Hütte angezündet bekomme
liegt in der Wahrscheinlichkeit garnicht mal so niedrig.'

geht an der Realität weit vorbei.
Das Risiko hat gerade der Verfassungsschutz - also kein Linker ;-)
öffentlich gemacht:
5% derartiger Vorfälle geht auf 'linksextrem'
95% allerdings auf 'rechtsextrem'.

Noch Fragen?
Nur zur Klarstellung: Ich bin gegen die Klarnamenpflicht,
allerdings aus weitergehenden Gründen.

@11:06 von Traumfahrer

"Mit der Anonymität steigt leider auch die Lust, andere zu diffamieren, beleidigen und bedrohen."

Sie sind hier doch ziemlich anonym. Mir erscheint es jedoch nicht so, als würde ihre Lust zur Diffamierung und Beleidigung ungeahnte Höhen erreichen.

"Es ist auch recht oft zu beobachten, dass Höflichkeit, Anstand und Achtung vor anderen Menschen in der realen Welt ziemlich auf dem Rückmarsch sind, leider !!
Bei etlichen Menschen ist die Hemmschwelle zu Hass und Hetze leider ziemlich tief gesunken, und dies ist sehr traurig und fatal, denn die Folgen sind heute schon sehr deutlich zu sehen."

Wenn ich Sie richtig verstehe ist dies jedoch eine allgemeine Beobachtung, die sich nicht auf das Internet bezieht. Wir haben hier also ein gesamtgesellschaftliches Problem, welches sich nicht einfach online lösen lässt.

@ 11:06 von eine_anmerkung

Die Begriffe "begnadet" und "AfD-Wähler" schließen sich meiner Einschätzung nach aus, da diese Gruppierung mit "Gnade" rein gar nichts am Hut hat. Die AfD wird auch nicht diskriminiert und diskreditiert, sie wird allerdings mit klarer Kante inhaltlich gestellt und reagiert dann gern mit dem üblichen Opferstatusschema.
Mit dem Thema der anonymisierten Hasstiraden, um das es hier im Bericht geht, hat ihre afd-Glorifizierung übrigens nichts zu tun, genausowenig wie mit Ihrem mangelnden Mut, offen zu Ihrer politisch äußerst rechten Gesinnung zu stehen.

Klarnamen

Die Anonymität in den, nach meiner Meinung, asozialen Netzwerken gleich welcher Art fördert, unterstützt die Verbreitung von bösartigen Kommentaren. Menschen verbreiten ihren Hass da sie sich in ihrer Anonymität sicher fühlen. Auf gut Deutsch: 'Feiglinge' sind.

MfG,
Karlpeter Ahrens
Kapitän i.R.

Klarnamen im Prinzip ja ...

Sicherlich geht es den wenigsten anonymen Schreibern darum, jemanden zu beleidigen oder gar zu bedrohen, sondern einfach nur um Meinungsfreiheit.

Aber solange z.B. AfD-Wähler / Mitglieder Repressalien von Arbeitgebern oder irgendwelchen selbsternannten Meinungswächtern befürchten müssen, bietet ein Nickname einen gewissen Schutz. Eine Privatperson ist auch keine Person des öffentlichen Lebens, deshalb sollte hier jeder selbst entscheiden dürfen, ob Klar- oder Nickname.

Klarnamen, wie groß ist dann noch der Schritt, bis irgendwelche Namenlisten von nicht Linientreuen angefertigt werden, die dann zur "Demokratischulung" müssen?

Klarheit und Klarnamen

"Der König legte seinen Purpur ab und mischte sich im Gewand eines Bettlers unter das Volk um zu hören wie es denkt". Ja - der hatte keine Internet-Foren. Denn wenn die Internet-Foren einen Sinn haben sollen, dann den, ein Abbild des tatsächlichen Meinungen der Massen herzustellen. Das ist jedenfalls der theoretische Ansatz. Das Meinungsspektrum hat eine breite Verteilung - von "ganz böse" bis "ganz edelmütig". Wie bei allen Statistiken darf man nichts willkürlich ausselektieren und deshalb muß man in den Foren alles zulassen. Dabei kommt es überhaupt nicht auf das Individuum an, sondern nur auf die Zahl der Meinungen in einer bestimmten Klasse. Deshalb ist die Forderung nach den Klarnamen Unsinn - denn sie würde zu einer Verfälschung des Meinungsspektrums führen. Zwei Fragen treten praktisch auf : wie repräsentativ ist eine solche Statistik wirklich - und - wer hat dann Zugriff auf die gesamtheit der Daten. Oder soll man die Foren eher als Spielwiese betrachten?

Hier währe hilfreich..

..wenn man auf den Username klickt Informationen bekommt wie lange der User hier dabei ist und wie viele Beiträge er veröffentlicht hat. (in andern Foren ist das völlig normal). Das würde schonmal, sich einen Anlassbezogenen Nick Namen zuzulegen erschweren, weil das dann sofort jeden auffällt.

09:34 von dummschwaetzer

Dass deren Kinder in den Schulen gemobbt werden,
.
also mein Freund ist Arzt
da wurde eine Zeitlang nicht über Politik oder ähnliches im Haus gesprochen
oder wo man so in den Urlaub fliegt/fährt

aus Angst das Töchterlein könnte unvorsichtigerweise mal was in der Schule erzählen
immerhin es geht ja auch um seine 5 Angestellten
ich denke unsere Gesellschaft - was man auch hier in den sicherlich bereits vorsortierten Threadbeiträgen sieht - bei weitem nicht so tolerant wie sie immer tut

Klarnamenpflicht, ist

Klarnamenpflicht, ist Beihilfe zu Denunzierung, Mobbing und sonstigen Unrechtmäßigkeiten.

Will ernsthaft jemand, dass sein Arbeitgeber oder Vermieter etc. pp. einfach mal in der politischen, moralischen, religiösen Gesinnung seiner Subjekte herumschnüffelt?
Ich will das nicht.
Diese Dinge gehen auf privat-direkter Ebene niemand etwas an, außer ich entscheide mich dafür.
Klarnamenpflicht untergräbt das.
Da könnte man auch gleich fordern, das Wahlgeheimnis aufzuheben.
Unglaublich, dass sowas überhaupt diskutiert wird.

Btw: bei der Einreise in die Türkei haben im Großen und Ganzen hauptsächlich die Leute Probleme, die es gewagt haben, den glorreichen Präsidenten in sozialen Medien mit ihrem Klarnamen zu kritisieren.

Klarnamenforderungen aber gleichzeitig mit den weltweit umfangreichsten Datenschutzgesetzen um die Ecke kommen.
Absurd.

Am 14. Januar 2020 um 11:22 von andererseits

"....Lenken Sie deshalb ab, weil Ihnen das nicht in den Kram passt?"
#
#
Woher nehmen Sie sich das Recht raus zu bestimmen was zu einer Diskussion passt oder nicht? In dem Artikel wird auch über das Darknet geschrieben, das hat auch nichts mit "normalen" Foren zu tun.
Jede Art von Hass oder Drohungen sollte von jedem Mitbürger angeprangert werden. Wer das als Ablenkung ansieht, ist vielleicht der Meinung es gibt Opfer erster und zweiter Klasse.

@ nach-denken 11:20 Uhr

"Hetze und Drohungen auf übelste Art macht erst die Anonymität des Internet möglich."
Ganz klares "NEIN".
Ursache ist die persönliche Hemmschwelle und Charakterstärke auch in der Anonymität. Diese Eigenschaften lege ICH für mich fest.
Jetzt schlagen sie doch einfach die Brücke zur realen Erziehung, Bildung und Umgangsform.
Da liegt die Schnittstelle für jeden Einzelnen, aber nicht in der Anonymität.

10:53 von karwandler

Schon in der guten alten Zeit als man seine Meinung per Leserbrief an die Zeitung öffentlich gemacht hat,
.
sie haben recht !!
also ich erinnere mich 5 ... 6 Leserbriefe geschrieben zu haben
die erschienen damals mit meinem Namen
also ich hatte nicht die Befürchtung dadurch gemoppt zu werden
denke so geht es anderen auch

"guten alten Zeit " will ja nicht in Nostalgie schwärmen
aber manches war, finde ich ungezwungener

@11:22 von andererseits

"Hier geht es um anonymisierte Hasstiraden und Hetze im Netz;"

Es mag vielen darum gehen - und ich habe dafür viel Verständnis; sobald wir jedoch allgemeingültige Regeln einführen um dieses Thema zu beackern, geht es auch um alle damit einhergehenden Konsequenzen. Und die gehen über die ursprüngliche Intention hinaus.

Ist es z.B. sinnvoll, dass sich Kinder im Internet nur noch mit Klarnamen bewegen dürfen? Müssen die sich dann entsprechend mit Kinderausweis verifizieren? Oder machen wir das Internet zum Raum ab 18?

"Sie brauchen sich nur die anonymen Morddrohungen gegen Kommunalpolitiker*innen anzuschauen, die sich für einen fairen Umgang mit geflüchteten Menschen einsetzen."

Ich spreche mich generell für einen humanen Umgang mit Flüchtlingen aus. Wer mit Mord droht muss entsprechend verfolgt werden. Aber ist die Klarnamenpflicht ein geeignetes Mittel?
Es wird weiterhin einfache Mittel und Wege geben, entsprechende Drohungen auszusprechen ohne die Anonymität aufzugeben.

10:57, Bote_der_Wahrheit

>>"Nazischwein!"
Zitat: "Im Fokus dabei härtere Maßnahmen gegen Hass und Hetze im Netz. Dazu zählen auch höhere Strafen bei Beleidigungen."

Das ist gut und höchste Eisenbahn.

Wie es gut protokolliert ist, wurde Prof. Bernd Lucke bei seiner Wiederantrittsvorlesung an der Uni Hamburg physisch angegangen und mehrfach als "Nazischwein!" tituliert.

Ich gehe davon aus, dass die Strafanzeige gegen diese linksradikalen Täter aktuell abgearbeitet wird?

Oder passt das jetzt nicht so in den Kram?<<

Ihr Post hat mit dem Thema, um das es hier geht, nicht die Bohne zu tun. Aber das wissen Sie natürlich.

Aber zu Ihrem Thema:

Hat Herr Lucke denn Strafanzeige gestellt? Denn nur er kann das, als derjenige, der beleidigt wurde. Wenn eine Anzeige gestellt wird, dann wird ihr natürlich nachgegangen. "Abgearbeitet" ist ein falscher Begriff.

Und woher wissen Sie, daß die Dummköpfe, die ihn solcherart titulierten, linksradikal sind? Aus dem Wortlaut der Beleidigung geht dies jedenfalls nicht hervor.

@11:20 von nach-denken

"Hetze und Drohungen auf übelste Art macht erst die Anonymität des Internet möglich."

Früher war alles besser.
Graffitis gibt es schon seit der Zeit der Römer. Die sind anonym - ganz ohne Internet - und können ebenfalls für Hetze missbraucht werden.

11:06 von eine_anmerkung

"um 10:51 von karlheinzfaltermeier

Aber schauen Sie mal mich an? Als begnadeter AfD-Wähler in beruflich exponierter Position. Sie kennen sicherlich viele meiner Kommentare wo ich kein Blatt von den Mund nehme und jetzt denken Sie mal weiter was passieren würde wenn ich mit einem Klarnamen operieren würde?"

.-.-.-.-.-.-

Sie haben leider Recht.

Ich kenne einen Menschen, der nicht nur AfD wählt, sondern auch dort aktiv als Mitglied mitarbeitet - und er war gezwungen, sich mehr und mehr komplett zu anonymisieren.

Er bekommt Drohungen, hat sein Namensschild am Haus überall verändern müssen, er lebt ein gejagtes Leben.

Ich selber, garantiert nicht rechts, würde nirgends öffentlich schreiben, wo ich meinen Klarnamen angeben muss.
Es sind doch nicht nur die Rechten, die gerne andere bedrohen und sie körperlich verletzen wollen. Diese gibt es quer durch den Gemüsegarten.

Wie Karwandler oben schrieb:
Die Klarnamen sollten der Forenleitung angegeben werden, aber nicht den Usern.

@11:06 von eine_anmerkung: begnadeter AfD-Wähler

"Überall werden AfD-Wähler und diese Partei als solche diskriminiert und diskreditiert und ich würde mit Sicherheit berufliche Probleme bekommen?"

Rechtsextremismus kommt in weiten Teilen der Bevölkerung aus bekannten Gründen nicht so gut an. Wenn man sich klar zu einer in weiten Teilen rechtsextremen Partei bekennt, muss man damit rechnen, dass das möglicherweise z.B. beim Arbeitgeber zu Begeisterungsausbrüchen führt.

Dass man daher lieber anonym im Netz unterwegs ist, ist verständlich. Wer will sich schon gerne ein (virtuelles) Schild um den Hals hängen "Ich finde Rechtsextremismus gut!".

Übrigens geht es nicht nur den Unterstützern von Rechtsextremisten so. Als Gegner der AfD und anderer rechtsextremer Parteien wurde ich auf facebook (ich bin dort mir Klarnamen registriert) auch schon mehrmals von deren Unterstützern darauf hingwiesen, dass man meinen Namen kenne und es kein Problem wäre meine Adresse zu ermitteln.

Vieles steht und fällt mit der Umsetzung

Ich finde die Idee der Klarnamenpflicht generell ungeeignet, bzw. wenig sinnvoll. Wenn ich in einer Stadt meiner Wahl eine Hetztirade durch den Marktplatz rufe und dann weglaufe, bin ich ebenfalls weitgehend anonym. Anonymität ist keine Erfindung des Internets.

Wenn man diese alte Idee wieder aufwärmt sollte man aber auch über die Grundidee hinausgehen und sagen, wie man sich die konkrete Umsetzung vorstellt.
Wie sehen die technischen Details aus? Wie stellt man sicher, dass die Daten richtig sind, wer überwacht, wie wird ggf. sanktioniert, welche Bereiche umfasst die Klarnamenpflicht?

Wenn es nicht schwieriger ist die Klarnamenpflicht zu umgehen, als in der aktuellen Situation als Täter von Hetze, Beleidigung und Mordaufrufen anonym zu bleiben, ist der Vorschlag praxisuntauglich. Jede weitere Diskussion ist dann rein theoretischer Natur.

@andererseits 11.22

ich hätte kein Problem damit, meine Meinung unter Klarnamen zu äußern, weil ich niemand beleidige und versuche, einen kultivierten Umgangston zu behalten. Aber Ihre Sicht ist wieder extrem einseitig. Ich bräuchte auch keine unangemeldeten Besuche der Antifa, so wenig wie Andere, die nicht deren Meinung sind

@dr.bashir

"Neu
Am 14. Januar 2020 um 10:55 von dr.bashir
Wer hat was gegen Klarnamen?

Die Frage ist doch, was gegen Klarnamen spricht? Will ich etwas schreiben, was ich öffentlich, z.B. auf einer politischen Veranstaltung nie so sagen würde? Wenn ja, dann weiß ich offensichtlich, dass das, was ich sagen will, kritisch ist. Und meistens ist es nicht die "Meinung" selbst, sondern die Art, wie sie vorgetragen wird. "Meinung" sagen ist öffentlich erlaubt. [...]

Ich gebe zu, vor einiger Zeit hielt ich Klarnamenpflicht, oder zumindest die Registrierung des Klarnamens auf den Webseiten auch für eine gute Idee - für ziemlich genau 2 Stunden, bis auf Heise.de die nächste Meldung erschien, daß Server gehackt wurden und Millionen Daten inklusive der Namen gestohlen wurden.

Es gibt viele gute Gründe, nicht unter Klarnamen zu schreiben. Das fängt damit an, daß ich verhindern möchte, jeden Tag mein E-mail-Postfach von Werbemüll befreien zu müssen. Das wäre noch der harmloseste Grund. Ansonsten Zustimmung.

Die Sache

hat zwei Seiten, ich weiß jetzt nicht wie es in den erwähnten Medien ist, weil ich die nicht nutze, und auch das passende Gerät nicht habe oder brauche.
Aber bei Klar-Namen kann es durchaus sein, das Menschen mit anderer Meinung, egal aus welcher Richtung mal vor der Tür stehen.
Deshalb wurde das mal empfohlen, das war mal eine Art Schutzfunktion für Nutzer.

Und Niemand ist eigentlich anonym, heute lässt sich jede IP zuordnen zu einem Namen oder Vertrag, mit der IP6 noch schneller.
Also eher kein größeres Problem für Menschen oder Firmen an die Fakten zu kommen.
Jeder Gang und Aufruf im Netz zeigt die IP und den Standort der IP an, oder man verhindert das durch Programme, trotzdem ist jeder Auffindbar.
Selbst bei Denic konnte man früher die Klardaten von Webseiten bekommen, von Privatpersonen, das ist jetzt nicht mehr.
Und das hat seinen berechtigten Grund, die bejubelten neuen Medien, haben eben auch einen Nachteil und nicht nur Vorteile.
Heike Maria Müller wäre auch möglich.

10:55 von dr.bashir

Die Frage ist doch, was gegen Klarnamen spricht? Will ich etwas schreiben, was ich öffentlich, z.B. auf einer politischen Veranstaltung nie so sagen würde? Wenn ja, dann weiß ich offensichtlich, dass das, was ich sagen will, kritisch ist.

Die Antwort ist denkbar einfach, Herr Dr. Bashir, Sie geben sie ja sogar selbst: Nur wenn es die Möglichkeit gibt, eine Meinungsäußerung unter einem Synonym zu veröffentlichen, wird es ein unverzerrtes Abbild der tatsächlichen Stimmung und Ansichten in der Bevölkerung geben. Vertreter kritischer Meinungen würden sich sonst eher zurücknehmen, und wir hätten die Gesellschaft der Ja-Sager, die sich die GroKo wünscht.
.
Pseudonyme sind kein Zeichen von Hetze im Netz, sondern davon, dass Menschen frei heraus ihre ehrlichen Ansichten äußern können, ohne sich dafür im "echten Leben" die halbe Gesellschaft zum Feind zu machen.
.
Hetze muss man filtern, die ehrliche Meinung hingegen an Klarnamen zu binden ist kontraproduktiv.

@WiPoEthik

"
Am 14. Januar 2020 um 11:33 von WiPoEthik
@11:06 von Traumfahrer

"Mit der Anonymität steigt leider auch die Lust, andere zu diffamieren, beleidigen und bedrohen."

Sie sind hier doch ziemlich anonym. Mir erscheint es jedoch nicht so, als würde ihre Lust zur Diffamierung und Beleidigung ungeahnte Höhen erreichen.

"Es ist auch recht oft zu beobachten, dass Höflichkeit, Anstand und Achtung vor anderen Menschen in der realen Welt ziemlich auf dem Rückmarsch sind, leider !!
Bei etlichen Menschen ist die Hemmschwelle zu Hass und Hetze leider ziemlich tief gesunken, und dies ist sehr traurig und fatal, denn die Folgen sind heute schon sehr deutlich zu sehen."

Wenn ich Sie richtig verstehe ist dies jedoch eine allgemeine Beobachtung, die sich nicht auf das Internet bezieht. Wir haben hier also ein gesamtgesellschaftliches Problem, welches sich nicht einfach online lösen lässt."

Punktlandung. Ich sehe das genauso wie Sie. Ob wir Recht haben oder nicht, ist eine andere Frage.

Am 14. Januar 2020 um 11:20 von nach-denken

"zu meiner Jugendzeit . . .

. . . kannte in der Straße jeder jeden.
Auch deren Meinungen waren allen bekannt. Es wurde getratscht, aber es war immer ein Umgangsstil auf menschlichem Niveau.
Hetze und Drohungen auf übelste Art macht erst die Anonymität des Internet möglich."
#
#
Jetzt kenn viele noch nicht einmal mehr den Nachbar der direkt nebenan wohnt. Was glauben Sie wie ich und auch meine Eltern vor über 40 Jahren auf das übelste beschimpft wurden, will ich aktiv in der Friedensbewegung unterwegs war. Hetzte und Drohungen sind keine Erfindungen des Internet, diese gab es schon immer.

11:40, Esche999

>> Denn wenn die Internet-Foren einen Sinn haben sollen, dann den, ein Abbild des tatsächlichen Meinungen der Massen herzustellen. Das ist jedenfalls der theoretische Ansatz. <<

Der komplett in die Irre geht.

Denn Internetforen sind nicht im mindesten repräsentativ für den Durchschnitt der Bevölkerung. Die meisten Menschen haben nämlich weder Zeit noch Lust, sich in solchen zu tummeln. Wenn ich bspw. Freunde mit diesem Forum hier bekannt mache, dann sind die meist völlig entgeistert und wundern sich, daß ich mir das antue.

Am 14. Januar 2020 um 11:34 von andererseits

"Die Begriffe "begnadet" und "AfD-Wähler" schließen sich meiner Einschätzung nach aus.."
#
#
Vorurteile über eine Gruppe Menschen sollte man doch nicht haben. Sie nehmen Menschen in Sippenhaft.

@ 11:44 von tagesschlau2012

Ich nehme mir nicht "das Recht heraus", ich differenzierte lediglich: hier geht es eindeutig um anonyme Hetze im Netz - und nicht um öffentliche Beschimpfungen, auf die sich Bot... hier in klassischer Whataboutism-Manier bezog. Das können auch Sie leicht nachprüfen.
Ihre Unterstellung, ich würde Opfer erster und zweiter Klasse unterscheiden, ist absurd und an den Haaren herbeigezogen und hat nach meiner Einschätzung ein bestimmtes Ziel, nämlich abzulenken von den Inhalten und der Tatsache, dass für anonyme Hasstiraden im Netz rechtsextreme Gruppierungen in überwiegender Anzahl verantwortlich zeichnen.
Sie schreiben "Jede Art von Hass oder Drohungen sollte von jedem Mitbürger angeprangert werden." Das unterschreibe ich, hat aber auch spezifisch mit dem Bericht nichts zu tun.
Aber ich erinnere Sie beizeiten gerne daran, wenn Sie möchten.

Schöne Idee, nur bringt sie nichts

Studien haben doch gezeigt, dass Klarnamenpflicht am Hass im Netz nichts ändert. Wer es unbedingt mit eigenen Augen sehen will: Vergleichen sie doch einmal die Kommentare auf einer Seite mit Klarnamenpflicht, z.B. der faz, mit einer (vergleichbaren) ohne, wie z.B. eben hier bei der tagesschau. Sie werden feststellen, dass bei der faz deutlich mehr Hass und persönliche Abwertungen zu lesen sind als hier und das beinhaltet nur das, was die jeweilige Moderation überhaupt durchlässt. Die Klarnamenpflicht hindert doch niemanden, frei zu posten. Im Zweifelsfall behauptet man einfach, der Post kam von einem anderen "Hansi Müller", Klarnamen sind ja auch nicht eindeutig. Von der Kontrolle mal ganz abgesehen. Wer will mich denn daran hindern unter einem pseudo-Klarnamen wie "Michael Schmidt" zu posten, ohne vorher meinen Perso gesehen zu haben? (Und zwar im Original, ein Foto/Scan beweist ja nicht, dass es meiner ist.)
Das ist reiner Aktionismus ohne Sinn und Verstand.

Der Klarname ist die wahre Maske.

Nirgends ist so viel eitles Status-Getue und Posing wie auf Facebook, wo Klarnamenpflicht herrscht. Und wenn überall der Chef (der Mann, die Frau, der Verein ...) mitlesen, werde die meisten eben einfach nicht mehr schreiben, was sie denken.

Ich denke, im Sinne der Demokratie sollte lieber mal Schäuble seine Maske abnehmen. Und anonym schreiben.

Klarnamen zu nennen, wo man

Klarnamen zu nennen, wo man an der Reaktion von Diskutanten in Foren oft je nach Stützung derer Meinung so gleich als Nazi oder Ultralinker verunglimpft und so argumentativ abgeschaltet werden soll? Was wird dann wohl aus dem Wissen der Klarnamen möglich, vielleicht doch weitere Verfolgung? Das könnte für manchen auch gefährlich werden und es besteht doch die Gefahr, dass viele wieder so zur stillen Masse würden. Dabei sehe ich die große Gefahr, dass dann deren Meinungen und Wollen, wie hier im gesellschaftspolitischen Off-Raum oft geschehen, von jeweilig interessierten Seiten, also z.B. Parteien,Medien usw je nach deren Wollen frei und umgedeutet wird, ohne dass der wahre Wille, die echten Ansichten gehört, sondern wieder untergebuttert werden und so schön nur noch die Eigeninteressen bestimmter Seiten als Volkeswille interpretiert werden, während die Mehrheit viehgleich zum Nutzen weniger getrieben wird. Demokratie hält Diskussion aus. Keine Meinungen, keine Demokratie!

11:27 von artist22

5% derartiger Vorfälle geht auf 'linksextrem'
95% allerdings auf 'rechtsextrem'.
.
haben sie Quellen ?

Klarnamenspflicht absolut sinnvoll und notwendig

Die sprachliche Verrohung und die zunehmende Verbreitung von Hass und Hetze in den sozialen Medien erfolgt unter dem Schutz der Anonymität. Diejenigen, die sich auf Meinungsfreiheit berufen, diese aber für die genannten Zwecke missbrauchen, verdienen keinen Schutz. Schutzwürdig sind vielmehr diejenigen, die - oft genug in strafrechtlich relevanter Form - beleidigt und verunglimpft werden. Viele Foren praktizieren bereits das Klarnamensgebot, weil sie zum Treffpunkt von Rechts- bzw. Linksextremisten und Nazis verkommen waren und von den Durchschnittsbürgern in der Folge gemieden wurden. Durch unterschiedliche Pseudonyme und "Schreibbüros" gaukelten insbesondere Rechtspopulisten eine Meinungshoheit vor, die es so nie gab. Nicht Meinungsfreiheit, sondern eine Art von Meinungsdiktatur war die Folge. Es ist daher nur konsequent, wenn Dr. Schäuble für die Klarnamenspflicht plädiert. Diese ist längst überfällig.

11:49 von Sisyphos3

«also ich erinnere mich 5 ... 6 Leserbriefe geschrieben zu haben
die erschienen damals mit meinem Namen
also ich hatte nicht die Befürchtung dadurch gemoppt zu werden
denke so geht es anderen auch

"guten alten Zeit " will ja nicht in Nostalgie schwärmen
aber manches war, finde ich ungezwungener»

Zu Zeiten, als Leserbriefe geschrieben wurden. Bestand noch nicht die Möglichkeit, durch Internet-Recherche in verschiedener Art "Klarnamen hinterher zu schnüffeln".

Kein Mensch hat Internet-Banking betrieben.
Niemand bei Amazon & Co. Waren bestellt.
Niemand hat Video-Streaming-Dienste für Filme genutzt.

Niemand hatte "das Hobby", anderen im Internet nachzuspüren. Oder gar die kriminelle Energie, sein Wissen & Können darum anderen gegen Bezahlung anzubieten, die Mieses gegen Klarnamens-Träger planen.

Es waren nicht "Gute Alte Zeiten".
Es sind nicht "Neue Schlechte".
Es sind "Andere Zeiten". Ganz simpel "andere".

"Wenn KI kommt". Dann sind es wieder andere.
Mit Vor- & Nachteilen …

@tagesschlau2012

"
Am 14. Januar 2020 um 11:44 von tagesschlau2012
Am 14. Januar 2020 um 11:22 von andererseits

"....Lenken Sie deshalb ab, weil Ihnen das nicht in den Kram passt?"
#
#
Woher nehmen Sie sich das Recht raus zu bestimmen was zu einer Diskussion passt oder nicht? In dem Artikel wird auch über das Darknet geschrieben, das hat auch nichts mit "normalen" Foren zu tun.
Jede Art von Hass oder Drohungen sollte von jedem Mitbürger angeprangert werden. Wer das als Ablenkung ansieht, ist vielleicht der Meinung es gibt Opfer erster und zweiter Klasse."

Mit dem gleichen Recht, daß Sie für sich beanspruchen, eine Frage an den User anderseits zu stellen: Meinungsfreiheit. Es war eine Frage, sonst nichts.

Ihrem letzten Absatz stimme ich zu. Aber es ist auch leicht, einer Selbstverständlichkeit zuzustimmen. Mir fällt es auch nicht schwer zuzustimmen, daß jeden Tag die Sonne aufgeht.

Ich denke das der Klarname nicht ...

.. an jedem Beitrag stehen muß. Man sollte sich jedoch namentlich, wie z. B. seine prepaid Simkarte, mit einem Ausweisdokument im WWW anmelden müssen. Bei dieser Anmeldung (und auch später) kann man Nick's angeben die dann in Foren ec. erscheinen. 99,9 % der Hetzer, Beschimpfer o. ä. wäre anhand des hinterlegten Klarnamens jedoch schnell und problemlos identifizierbar; dass ist es aber, was solche Typen nicht wollen.
Die sonnen sich im Schutz der schwer zu durchbrechenden Anonymität. Dem hätte man damit einen Riegel.vorgeschoben.
Ich verstehe auch nicht, warum man nur anonym seine Meinung sagen kann ...

@11:45 von MaWo: gutes Benehmen

So wie Sie sehe ich das auch. Man kann sich mit oder ohne Klarnamen anständig benehmen und diskutieren.

Ich beleidige niemanden und ich bedrohe erst recht niemanden, weil man das einfach nicht macht, wenn man sachlich diskutieren will.

Schaut man sich bei facebook um, findet man aber auch jede Menge Beleidigungen unter Klarnamen. Ich werde von Rechten auf facebook regelmäßig beleidigt. Ist mir inzwischen egal. Die können nun mal keine sachliche Auseinandersetzung führen.

private Meinung ?!

viele Argumente gegen Klarnamen werden begründet mit persönlicher, eigener oder privater Meinung.

Ja, wenn jemand privat einer "besonderen" Meinung ist,
dann soll derjenige diese halt auch nicht in die Welt hinaus rufen.

Das Internet ist nichts "Privates", wer da in Foren etwas rein gibt hat dies damit lautstark in die Welt gerufen, Privates zum Meinungsaustausch wird am Stammtisch, mittels Mail oder mittels Messanger (z.B. WhatsApp) an interessierte Gruppen ausgetauscht.

Mobbing, Beleidigungen und Bedrohungen gibt es meist nur dort, wo etwas grob und breit heraus geschrien wird.

Und wegen Meinungsfreiheit usw.: Menschenrechtsverletzungen werden nie im BLOG aus den unterdrückten Gebieten verteilt sondern per Messanger gemeldet.

Kein Problem. Mein Name ist

Kein Problem. Mein Name ist Wolfgang Schäuble. Das kann ich doch jedem mitteilen.
Wer bei jedem Widerwort gleich Hass und Hetze wittert, sollte die Öffentlichkeit einfach meiden. Und man sollte nicht immer Mücken zu Elefanten machen.

@ 10:53 von karwandler

"Um so mehr ist es heute gerechtfertigt, dass man sich nicht Mobbing, Beleidigungen und Bedrohungen aussetzen muss, wenn man mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit geht."

Seit nunmehr acht Jahren poste ich hier unter meinem Klarnamen, der darüberhinaus derart individuell ist, dass ich mich nicht hinter dem Schutz einer anonymen Masse verstecken kann - und will.

Ich kann Ihnen versichern, nichts von Ihnen oben Prophezeites ist mir in dieser Zeit widerfahren.

Ihre Kommentare sind zwar häufig dezidiert grün und antizionistisch, aber nichtsdestotrotz zumeist von beißender Treffsicherheit.

Ebenso wie ich (als in der Wolle gefärbter Liberaler) sind Sie von Grund auf von der Richtigkeit Ihres Geschriebenen überzeugt.

Warum, um Himmels Willen, trauen Sie sich nicht unter Ihrem Klarnamen zu veröffentlichen? So bleibt immer ein Hautgout.

@Schon in der guten alten Zeit 11:49 von Sisyphos3

zu @@10:53 karwandler

war wirklich manches ungezwungener.
Aber das liegt in dem grassierenden ausufernden Technik-Hype,
der manches vereinfacht, aber vereinfacht gesagt, vieles auch deutlich erschwert.
z.B: Freiheit

Gerade auf dieser Seite bekam ich gestern eine indirekte Aufforderung
zu einer 'modernen, repräsentativen' Meinungsumfrage.
Natürlich alles 'pseudonymisiert' und DSGVO-gerecht.
Nur: Pseudonymisierung ist bereits tot
Die angeforderten vier Merkmale - Alter, PLZ,Geschlecht, Familienstand
reichen für jeden mittelgrossen Datenkraken heute aus
mich in wenigen Minuten personell zu identifizieren - mit 97% Genauigkeit.

Daher ist die Freiheit heute durch die Technik an sich
schon mehr bedroht als früher. Und das sagt ein Technik-Freak.

11:06 von eine_anmerkung

«Aber schauen Sie mal mich an?
Als begnadeter AfD-Wähler in beruflich exponierter Position.»

Ich kenne "sehr überzeugte" Wähler der AfD.
Was ist es denn an Wissen oder Fähigkeiten?
Was Sie wozu "begnadet" …?

«Sie kennen sicherlich viele meiner Kommentare wo ich kein Blatt von den Mund nehme und jetzt denken Sie mal weiter was passieren würde wenn ich mit einem Klarnamen operieren würde?»

An Ihrer Arbeitsstelle werden Sie wohl kaum unter einem Pseudonym auftreten. Und auch nicht eine andere politischen Einstellung vertreten, als in Ihren Kommentare hier im Forum.

«Überall werden AfD-Wähler und diese Partei als solche diskriminiert und diskreditiert und ich würde mit Sicherheit berufliche Probleme bekommen?»

Oder verheimlichen Sie Ihre politische Einstellung an der Arbeitsstelle doch? Verwirrung ist …

Als ob gerade die Anhänger der AfD stärker "durch Nachstellungen" gefährdet wären, als die anderer Parteien. Sie sind es auch. Mies genug.

Aber es geht auch ohne Märchen.

Früher veranstalteten die

Früher veranstalteten die Politiker der Unionsparteien zB in Wahlkämpfen die größte Hetze, die man sich damals vorstellen konnte.
Die Namen der Hetzer waren bundesweit bekannt. Den Behörden allemal.
An eine Strafverfolgung dieser Leute kann ich mich nicht erinnern.
Galten damals andere rechtsstaatliche Gesetze bezüglich Hetze?
Frau von der Leyen durfte die Klarnamen, die sich im Zusammenhang mit der Berateraffäre eventuell auf ihrem Diensthandy befanden sogar löschen, obwohl zu dem Zeitpunkt schon klar war, dass diese Information vom Untersuchungsausschuss angefordert waren.
Oder gerade deshalb?
Gelten für Politiker andere Gesetze als für die Bevölkerung?

11:44, tagesschlau2012

>>Am 14. Januar 2020 um 11:22 von andererseits
"....Lenken Sie deshalb ab, weil Ihnen das nicht in den Kram passt?"
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Woher nehmen Sie sich das Recht raus zu bestimmen was zu einer Diskussion passt oder nicht? In dem Artikel wird auch über das Darknet geschrieben, das hat auch nichts mit "normalen" Foren zu tun.
Jede Art von Hass oder Drohungen sollte von jedem Mitbürger angeprangert werden. Wer das als Ablenkung ansieht, ist vielleicht der Meinung es gibt Opfer erster und zweiter Klasse.<<

Der Kommentar des "Boten" ist definitiv OT.

Man merkt es auch daran, daß mein Kommentar, der auf das von ihm gesetzte Thema sachlich einzugehen versuchte, nicht freigeschaltet wurde.

Es geht hier um Klarnamenpflicht im Netz. Damit hat der Kommentar nicht einmal am Rande zu tun.

@Peter Kock

Die negative Konnotierung der Intention etwas verbergen zu wollen kann nur in einer totalitären Haltung beheimatet sein

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