Ihre Meinung zu: Warum die Oscars wieder männlich sind

14. Januar 2020 - 9:26 Uhr

Männerfilme über Männerthemen dominieren auch in diesem Jahr die Oscar-Nominierungen. #OscarsSoMale - die begehrten Hollywood-Trophäen sind weiterhin männlich: Doch woran liegt das? Von Katharina Wilhelm.

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Kommentare

rer Truman Welt

Sicher dürfen diese Fakten als Indizien für eine Ungleichbehandlung betrachtet werden. Aber ich möchte noch eine andere Perspektive anbieten:
Was ist die Oscarverleihung als solche überhaupt? Antwort: eine Marketingveranstaltung der Hersteller; also selbige erzeugen Produkte, die sie selber prämieren. Das ist ähnlich der Erfindung, ein Osterei zum "Ganzjahresartikel" zu machen: es wurd einfach zum "Überraschungsei", wofür Ferrero by the way den Marketingpreis sienerzeit gewann. So, und jetzt die andere Perspektive: Aus welchem Land stammt immer ein Gewinner der Kategorie "Bester Film"? Richtig! Alle anderen kommen in die Kategorie "Bester ausländischer Film", der nur eine geringe Bedeutung im Vergleich "Bester Filme" hat. Was ist im Grunde diese Ungleichbehandlung? Der Kategoriename stimmt überhaupt nicht: "Bester Film der USA" müsste es heißen, jedoch suggeriert die jetzige Betitelung "bester Film der Welt", was diese Filme bei Weitem i. d. R. nie sind. Thematisiert das jemand/in?

USA müssen nachziehen!!!

Warum nicht E.Warren zur Präsidentin wählen?

D hat A.Merkel
EU hat U. von der Leyen
da fehlt doch noch die USA
China und Russland werden schon folgen

dann klappts auch mit den Oscars....

Zitat der französischen Feministin, Journalistin (Gründerin Express), Politikerin
Francoise Girout aus den 70ern:
"Die Gleichstellung der Frau wird erst erreicht sein, wenn man eine sehr bedeutende Position mit einer inkompetenten Frau besetzt hat"

na dann los USA!
Die Männer habens vorgemacht...

Etwas mehr Daten wären Hilfreich

Ich kann nicht sagen, ob die genannten Gründe von Ihnen richtig sind oder falsch, aber Sie geben leider auch nicht viele Daten die Ihre These „Alte weiße Männer stimmen nur für Dinge, die sie mögen.“ unterstützen . Hier wären Vergleiche von Bewertungen (mehrere Portale) und „box office“ sinnvoll, denn am Ende könnte es auch einfach sein, dass die von Ihnen genannten Filme einfach nicht so gut angenommen wurden und daher leer ausgingen. Und ob die Oscars wirklich wichtig sind, sei mal dahingestellt, Studios wollen Geld verdienen, daher sind globale Einnahmen wohl eher der Faktor der für neue Filme entscheidet. Ich habe den Film Joker nicht gesehen, aber Ihre Beschreibung klingt schon etwas abwertend, der Film hat sehr gute Bewertungen von Zuschauern. Die Objektivität die Sie in Hollywood vermissen, sollten Sie dann auch selber vorzeigen. Wie gesagt, Sie können recht haben, aber bitte untermauern Sie Ihre Meinung mit mehr Daten.

@ Meinung zu unserer Truman Welt

>>> ... "Bester Film der USA" müsste es heißen ... <<<
.
Warum? Die Preise werden in den USA für in der USA produzierten Filme vergeben. Nicht die USA machen die Oscars zu einer internationalen Ausschreibung, sondern die anderen, die sich dafür interessieren. Der "beste ausländische Film" bestätigt doch dies nur, und ist eben ein kleines Bonbon für den Rest der Welt.
Aber ansonsten haben Sie natürlich recht. Selbstbeweihräucherung eines Industriezweiges, nichts anderes. Vergleichbar mit dem DLG-Siegel, oder ähnlichen sich selbst ausgestellten Preisen.

justjoe @ 9:17

Nun ja: Der Artikel beginnt mit einer empirischen Erhebung, zitiert Experten, verweist auf Auseinandersetzungen in Fachkreisen, Auswertungen einer namhaften Zeitung und abschließend auf eine universitäre Studie. Das können wir als Fundament einer begründeten Meinung durchaus gelten lassen. Und wer mag, kann sich auch die Zwischenüberschriften des ts-Artikels "Verleihung am 9. Februar ..." ansehen und sich fragen, warum da fett und einprägsam "Pitt, Pacino, Pesci" steht und nicht "Zellweger, Theron, Ronan".

Ich kann es nicht mehr hören....

Warum sind die Oscars wieder männlich.... ich kann den Artikel leider nicht nachvollziehen, die Begründungen scheinen mir auch relativ dürftig. Ich glaube viele vergessen hier um was es geht.. um eine Preisverleihung für die Filme des entsprechenden Vorjahreszeitraumes... wenn von der "Fachjury" nunmal Filme als Auszeichnungswert erachtet werden, in denen halt primär männliche Schauspieler mitspielen dann ist das halt so. Es geht doch um den Film als solches und nicht um männlich oder weiblich ? Ein anderes mal sind halt wieder Filme mit primär Weiblichen Schauspielern qualitativ so hochwertig das sie eine Auszeichnung verdienen, wie soll es auch anders sein ? Oder sollen am besten Frauenquoten eingeführt werden, ungeachtet dessen wie gut der Film ist ? Betrachtet man vorallem die aufgestellten Filme.... alleine Joker.. oder 1914.. wieder Titel bereits sagt ein Kriegsfilm im 1. WK...

"Es sind Männerfilme über

"Es sind Männerfilme über Männerthemen."

Was genau sind "Männerfilme" und "Männerthemen"? Ich finde es immer verwunderlich, wenn sich einerseits über Geschlechterstereotype beklagt wird, und dann andererseits wieder pauschalisiert wird. Abgesehen davon dürften die Geschlechter bei den Kinogängern ziemlich gleichverteilt sein. Es gehen also auch viele Frauen in "Männerfilme über Männerthemen". Ist das nun schlecht und sind das dann noch "Männerfilme"?

"Die Zahl der weiblichen Regisseurinnen in US-Filmproduktionen sei angestiegen - auf knapp über zehn Prozent."

Also zuerst wird im Beitrag groß über angebliche Ungerechtigkeiten berichtet, aber erst im letzten Absatz kommt dann der eigentliche Grund, denn wenn nur 10 % der Regisseure weiblich sind, dann kann bei der Oscar-Verleihung auch nur in jedem zweiten Jahr eine Frau nominiert werden bei qualitativ gleichem Output. Das Ungleichgewicht ist also vollkommen normal. Und es gibt durchaus sehr gute weibliche Regisseure.

Das ist ja wohl kein Problem!

Es gibt ein klares Leistungsgefälle. Die im Artikel genannten Alternativen Filme: Hustlers, The Farewell oder Queen&Slim sind einfach nicht auf dem gleichen Niveau!

Solche Preise verleiht man nicht paritätisch, damit sich irgendwer repräsentiert fühlt, sondern vor allem danach wie gut diese Filme sind (in den Augen der Oscar Juri natürlich).

Hier wird kein Film wegen weiblicher Mitwirkung schlechter gestellt! Also gibt es auch kein Problem.
Das die besseren Filme männlich dominiert sind, sollte diejenigen, die sich davon angefriffen fühlen, vielleicht mal zum umdenken bewegen.

Dieser Artikel ist ein

Dieser Artikel ist ein Kommentar/Meinung und sollte als solcher gekennzeichnet sein.

Ferner: Die Entscheidung für die Nominierung fällt basierend auf Meinung und Geschmack der Jury, die versucht, das Handwerk selbst und vielleicht auch den Erfolg beim (heimischen) Publikum beurteilen. Vielleicht haben die nominierten Filme eben einfach besser gefallen. Und vielleicht kann man einen Film über Soldaten im ersten Weltkrieg auch einfach nicht mit zwei weiblichen Hauptrollen besetzen, ebensowenig den Joker. Ob das Scheidungsdrama "Marriage Story" unbedingt ein typischer "Männerfilm über Männerthemen" ist, möchte ich hier auch anzweifeln.
Kann man denn nicht EINMAL etwas zur Kenntnis nehmen, ohne gleich die Diskriminierungskeule zu zücken? Das ist doch demütigend all denjenigen nicht-weißen Nichtmännern gegenüber, die in der Branche ihr Bestes geben - und bewirkt sicherlich bei allen noblen Beweggründen eher das Gegenteil.

Oscar-Nominierungsbedingungen

Ihre Behauptungen sind schlichtweg falsch. Für den Oscar berücksichtigt werden kann jeder Film, der im Vorjahr in Los Angeles County erstmals mindestens eine Woche lang in einem öffentlichen Kino gegen Entgelt gezeigt wurde – unabhängig vom Produktionsland und von der Sprache des Films.

Für den besten Film sind in diesem Jahr sechs us-amerikanische, zwei us-amerikanisch-britische und ein südkoreanischer Film nominiert worden.

Der beste "ausländische" Film heißt tatsächlich bester "fremdsprachiger" Film. Theoretisch könnte hier auch eine us-amerikanische Produktion ausgezeichnet werden, deren Sprache nicht englisch ist.

Warum hier immer wieder Kommentare veröffentlicht werden, die Fakten verzerren oder schlicht unwahr sind, erschließt sich mir nicht.

Hustlers goes Oscars?

Sehr geehrte Frau Katharina Wilhelm,

ihr Beitrag wird durch die Realität entlarvt und es ist ja eigentlich schon alles genannt worden. Dass, wenn deutlich weniger Regisseurinnen Filme machen, es doch logischerweise nicht zur gleichen Anzahl an Nominierungen bei beiden Geschlechtern (Diverse aussen vor) kommen kann. Dies wäre nur möglich, wenn die Frauen dies durch Qualität kompensieren könnten und dann nennen Sie ausgerechnet einen Film wie Hustlers. Dieser Film ist auch für nicht Kinofilm affine Menschen deutlich erkennbar bestenfalls Stangenware und bietet nichts, dass auch nur in die Nähe einer Oscarkategorie rückt. Die anderen Beispiele sind auch nur auf dem Niveau eines TV-Films.

Eine Frage habe ich doch. Ist der Film Hustlers für Sie ein typischer Frauenfilm? Etwa wegen der Darstellerinnen?

Ist es gerechter, wenn eine Frauenquote eingeführt wird und dann Filme wie Hustlers gewählt werden müssen? Bestraft werden dann nämlich männliche Filmemacher, die Leistung erzielen.

Wie wär's mit einer Frauenquote im Kino?

Warum jammert die Tagesschau hier über einen Missstand herum anstatt konkret zu fordern: Frauenquoten auf Kinoleinwänden!

Die Frage kann ich beantworten

Zitat: "Warum die Oscars wieder männlich sind"

Die Frage kann ich beantworten: weil es offensichtlich mehr männliche Schauspieler, Regisseure, Filmmusiker etc. gibt, die zu einer höheren Popularität gelangt - sowohl quantitativ als qualitativ - als deren weibliche Pendants.

DARUM.

Wen interessiert denn solch ein Mist?

15:25 von Seacow

der forderung schliesse ich mich vollumfänglich an.

@ooooooohhh 9.16

Ihr Zitat: "Die Gleichstellung der Frau wird erst erreicht sein, wenn man eine sehr bedeutende Position mit einer inkompetenten Frau besetzt hat" dürfte bereits in mindestens zwei Fällen erfüllt sein. Sie bringen ja selbst die Beispiele...

Was soll das Jammern?

vielleicht werden die Oscars einfach , dem Geschmack der Jury entsprechend, nach Leistung vergeben und es gibt zu wenig gleichwertige Alternativen? Wäre das so skandalös und schlimm? Oder sollte nach Meinung der Autorin Proporz vor Excellenz gehen?

Hier fehlt eindeutig eine

Hier fehlt eindeutig eine Frauenquote!
Egal wie schlecht der Film ist, ab jetzt 50% der Oscars für Frauen! Bei 10% Regisseurinnen.
Wie in der Politik.

Warum die Oscars wieder männlich sind

Weil Qualität nicht durch Frauenquoten ersetzt werden sollte.

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