Ihre Meinung zu: Ex-Papst Benedikt pocht auf Zölibat und warnt Franziskus

13. Januar 2020 - 10:35 Uhr

"Ich kann nicht still bleiben" - Ex-Papst Benedikt XVI. warnt vehement vor einer Aufweichung des Zölibats. Er kommt damit einer Entscheidung von Papst Franziskus zuvor. Vatikan-Experten sind erstaunt.

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Kommentare

Opium fürs Volk

Die "gottgegebene Ordnung" widerspricht den Menschenrechten und ist antidemokratisch.

So lange....

....im Vatikan noch zu viele Amtsträger der gleichen, ewiggestrigen Meinung wie der emeritierte Papst sind (und das werden einige sein), kann Papst Franziskus nichts ausrichten und die Kirche muss sich nicht wundern, wenn ihr die Gläubigen immer mehr abhanden kommen!

Die geschichte wiederholt sich.

Wir hatten doch mal in der päpstliche Geschichte mehrere Päpste zur gleichen Zeit. Es hat der Kirche zur damaligen Zeit nicht gut getan. Man sollte meinen das die Kirche weiser geworden ist. Leider scheint dies nicht der Fall zu sein. Die Haltung von EX-Papst Benedikt tut der Kirche nicht gut. Er hätte besser dran getan zu der Zeit als er noch Papst war deutlicher seine Meinung zu sagen, aber er hat geschwiegen. Daher sehen sich die Gläubigen heute konfrontiert mit manchem was nicht nötig gewesen wäre.

völlig falsche Tradition

Die Apostel waren fast allesamt verheiratet. Bis ins 11. Jahrhundert gab es keinen Zölibat.
Also was soll dieser hanebüchene Unsinn?

Jaja das Zölibat

Vorgestellt im 8 Jh. und flächendeckend überhaupt erst im 11. Jh. eingeführt.
Die meisten Historiker sind sich einig, dass die Kinderfülle der Priester und die damit verbundenen Kosten ein ausschlaggebender Grund für die Durchsetzung war.

Ganz generell ist es auch in Zeiten des Priestermangels eben auch wegen dem Verbot von sexuellem Kontakt (immerhin einer unser am tiefsten verwurzelten Triebe) total rückständig.

Aber wundern tut es mich nicht, deckt die Kirche doch auch weiterhin Kinderschänder, betreibt Bankbetrug im großen Stil, ist eine Steuerinsel, verteufelt in den meisten Fällen Homosexualität und und und…

Aufgrund ihrer Starre, der Ferne von den Menschen (eigentlich doch ihr Kerngeschäft??) und der Selbstherrlichkeit, schafft sich die Kirche konsequent selbst ab.

Wohltat

Wieder einmal zeigt sich der realitäts- und bürgernahe Franziskus als wahre Wohltat nach dem doch etwas mittelalterlichen Regiment des Benedikt.
.
Eisernen Verfechtern des Zölibats sei ein Blick zur evangelisch-lutheranischen Konkurrenz dringend angeraten. Dort versinkt die Kirche auch nicht im spirituellen Abseits oder in einer blasphemischen Welt, nur weil Pastorinnen und Pastoren nicht enthaltsam in einer spartanischen Junggesellen-Klause leben.

Man kann nur einem Herrn dienen

Ich bin selbst gläubiger Christ und der Einwand das bei einer Ehe erstmal der Ehepartner im Vordergrund steht anstatt der "Dienstherr" ist ein berechtigter Einwand. Wenn jedoch am Zölibat festgehalten werden soll, müssten aber auch die in Verbindung mit dem Zölibat stehenden Straftaten wie Kindesmissbrauch oder auch uneheliche Kinder von Organen außerhalb der Kirche geahndet und Alimente nicht von der Kirchenorganisation getragen bzw. gezahlt werden, sondern vom Verursacher. Die Kirche wird immer Wege finden ein in Ungnade gefallenes Schäfchen (sexueller Missbrauch) in Schutz zu nehmen denn das verlangt ganz einfach der Glaube und deshalb ist eine "Aufklärung" solcher Fälle innerhalb der Kirche von vornherein nur ein Feigenblatt. Hier sollte und muss sich "meine" Kirche endlich mal ehrlich machen denke ich. Die Ergebnisse des diesbezüglich großen Hoffnungsträgers Ackermann haben diese Hoffnungen bisher nicht betätigt.

Na ja

Hat recht ,wenn es die Regeln der Religion entspricht .Jeder der das nicht möchte braucht sich nicht für diesen Beruf entscheiden .Nur Rosienen picken geht nicht auch nicht bei der Kirche. Einfach oder .

Es war nichts anderes zu erwarten.

Nachdem Benedikt schon den Missbrauch durch Kirchenmitarbeiter versucht hat kleinzureden, in dem er die Schuld von den eigentlich Schuldigen versucht auf andere zu schieben war klar, dass er jetzt auch rückwärtsgewandt für das Zölibat eintritt, das viel eher ein Grund für die vielen Missbrauchsfälle ist.

Grobes Missverständnis, grober Fehler !

Wer das Neue Testament genau liest, wird herausfinden, dass die Apostel Christi
-- mit Ausnahme des Apostels Paulus -- ALLE VERHEIRATET waren.

Paulus warnt auch im Timotheusbrief, dass sich Menschen in die Christengemeinden einschleichen würden, "die verbieten zu heiraten " und andere unchristlichen Lehren verbreiten würden . . .

Das Zölibat hat über Jahrhunderte unglaubliches Leid verursacht und ist ganz sicher
nicht im Sinne des Erfinders, sonst hätte Jesus dies sehr deutlich gemacht.

Das finden wir aber im NT nicht.
Das Zölibat hat also keine Berechtigung und ist keine Pflicht für jemand,
der Gott dienen möchte !!

Nicht sein Aufgabenbereich

"
Die Ehe erfordere, dass sich ein Mann völlig seiner Familie hingebe, so Benedikt. "Da wiederum der Dienst für den Herrn die völlige Hingabe eines Mannes erfordert, scheint es nicht möglich, diese zwei Berufungen gleichzeitig fortzuführen."
"

Der klassische katholische Eheschwur teilt die Rollen zwischen den Geschlechtern auf. So lange gibt es neutralere Schwüre nicht. Jetzt beharrt Ratzinger auf die Tradition und stellt sich gleichzeitig dagegen. Das sagt der Papst, der nicht auf traditionellem Wege aus dem Amt schied. Er täte gut daran sich nicht in die Belange des amtierenden Papstes einzumischen.
Die patriachische Diktatur der Kirche ist überholt und sollte sich endlich öffnen. Die Erniedrigung der Frauen, sowie derartig strenge Regeln wie das Zölibat trennen die kirchlichen Vertreter von der Bevölkerung ab. Und da wundert man sich warum viele Menschen der Kirche den Rücken kehren.

Der päpstliche Zölibat

Die Begründung Benedikts darf ich mal weiter denken: Wenn also der Mann, statt katholischer Priester zu werden, sich für die Familie entscheidet, dann müsste er eigentlich exkommuniziert werden. Denn, dann kann er ja nicht seine ganze Liebe Gott geben. Ist das nicht schräg? Wer empfindet so etwas eigentlich als relevant? Trägt das zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei? Oder braucht es diese theologisch-philosophische Theorie, um die eigene Position zu rechtfertigen? Kommt mal runter, mischt mit im Alltag der Gläubigen, lernt etwas über das und vom Leben. Wäre schön. Wohl Wunschtraum.

rer Truman Welt

Verstehe Benedikt schon - wenn er sein ganzes Leben sich daran gehalten haben sollte, weshalb sollten sich jetzt die Kirchenmänner diese fleischliche Lust gönnen dürfen. Da hätte er sich doch sein ganzes Leben praktisch umsonst auf etwas verzichtet. Will sagen, auch wenn anders argumentiert wird, dieser individual-persönliche Aspekt ist deshalb nicht nicht existent.

11:13 von und-nachts-da-ruft

Nachdem Benedikt schon den Missbrauch durch Kirchenmitarbeiter versucht hat kleinzureden,
.
hat er das ?

@tias

Das Zölibat wurde im wesentlichen aus materialistischen Ansprüchen erfunden. Es ging darum, dass der Besitz der Priester nach deren Ableben an die Kirche geht, statt an Kinder. Die Behauptung mit dem "ganz dem Glauben widmen" wurde vorgeschoben, um den eigentlichen Zweck besser aussehen zu lassen.

Es geht dabei keineswegs um das Picken von Rosinen, sondern einfach um Vernunft.

Nun lasst doch die Katholiken machen!

Es ist für die Welt völlig egal, was Priester machen oder auch nicht - es sei denn, sie mißbrauchen Kinder.
Ich denke da immer an den evgl. Pfarrer Niemöller, der stets die Frage stellte: Was würde Jesus dazu sagen?
Und diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.
Und wenn die Ehelosigkeit wichtig ist - na, dann.

Welche Theatralik??? Welche diabolischen Luegen???

Außerdem sage ich auch mal zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/zoelibat-benedikt-franziskus-101.html

Benedikt und Kardinal Sarah warnen in dem Buch weiter, dass sich die katholische Kirche nicht von "schlechten Einlassungen, Theatralik, diabolischen Lügen und im Trend liegenden Irrtümern" beeinflussen lassen dürfe, "welche den priesterlichen Zölibat entwerten wollen". Sie warnen auch, dass Priester durch die "ständige Infragestellung" des Zölibats "verwirrt" würden.

1. welche Theatralik??
2. welche diabolischen Luegen???

Außerdem hat Benedikt damals gesagt, dass er sich Franziskus unterordnen wuerde. Damit bricht Benedikt sein Wort.

10:57 von eine_anmerkung

"Man kann nur einem Herrn dienen
Ich bin selbst gläubiger Christ und der Einwand das bei einer Ehe erstmal der Ehepartner im Vordergrund steht anstatt der "Dienstherr" ist ein berechtigter Einwand."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Nein, das ist kein berechtigter Einwand.

Das wäre ja grauenvoll, wenn jemand die Menschen links liegen lässt unter dem Vorwand, er habe keine Zeit für die Not der Menschen, er müsse den ganzen Tag beten.

Ich kann begreifen und nachvollziehen, wenn jemand ohne Partner leben möchte, so wie zum Beispiel Mönche und Nonnen oder Einsiedler und Ähnliches.

Die Begründung aber, dass man sich dann um keinen Menschen mehr kümmern könne, ist fatal, in meinen Augen.

Das widerspricht auch prinzipiell dem Neuen Testament, in dem "Gott" sich ja als im Menschen anwesend offenbart habe.

Der Weg zu Gott geht dann eben nur über den Menschen.
Wer nur "einem Herrn" dienen will, indem er nicht mehr dem Menschen dient, dient de facto nur seinem Ego, und der ist dann "der Herr".

Ex-Papst Benedikt pocht auf Zölibat und warnt Franziskus

das klingt ja sehr spektakulär
ob da nicht Leute einfach was behaupten ...
bisher hat der Benedikt nie was veröffentlich
was nicht über den Tisch von Franziskus ging
warum sollte das in dem Fall anders sein ?

Er hat recht

Benedikt hat recht. Und das hat nix mit "ewig gestrig" oder mit "mittelalterlicher Sturheit" zu tun. Sondern damit, dass Strukturen und Werte erhalten werden, das mit Bedacht gehandelt wird und nichts "übers Knie gebrochen" wird, nur weil es aktuell in manchen Gegenden der Welt zu wenig Priester gibt.
Das Problem ist sicher nicht damit zu lösen, dass nun auch Verheiratete die Priesterweihe erhalten! Es ist nun einmal so, dass -wie Benedikt schreibt- ein Priester sich voll und ganz Gott verschreibt. Jemand, der verheiratet ist, kann dies nicht leisten - da bei diesem _immer_ die Ehe und Familie im Vordergrund stehen werden. Und was ist denn, wenn sich ein verheirateter Priester scheiden lässt? Was ist, wenn sich die Partner gegenseitig betrügen? Wie soll das mit der katholischen Grundsatzlehre zusammen passen?

Viel eher wäre es vielleicht an der Zeit, über eine Weihe von Frauen (unverheiratet!) nachzudenken.

Der "Gegenpapst".

Der Vorgang ist ungewöhnlich und sollte nicht zur Gewohnheit werden.

In der Sache hat der Papa Emeritus natürlich vollkommen recht!

Es gibt in der katholischen Kirche (gerade in der Seelsorge) genügend wichtige Ämter, die ohne Zölibat lebbar und annehmbar sind. Es gibt gar keinen Grund, das Priestertum zu diesen hinzuzufügen!

In Zeiten des Priestermangels werden die geweihten und zölibatär lebenden Priester, die es noch gibt, dann wertvoller und sollten auch mehr Wertschätzung erfahren.

Auch, was die Messe betrifft, müssen dann eben andere Formen entwickelt werden. In bestimmten Regionen ohne Priester kann dann eben nur noch dreimal im Jahr Messe gefeiert werden, was die wöchentliche Verteilung der heiligen Kommunion ja nicht behindert.

13. Januar 2020 um 11:24 von Sisyphos3

"
11:13 von und-nachts-da-ruft
Nachdem Benedikt schon den Missbrauch durch Kirchenmitarbeiter versucht hat kleinzureden,
.
hat er das ?
"

Lässt sich mit leichter Suche bestätigen, dass er der 68er Revolution eine Mitschuld zuschiebt.

Zitat (von BR Artikel):
"Er sieht die Hauptursache für den sexuellen Missbrauch im moralischen Relativismus der 68er-Generation und in der Abwesenheit Gottes in der westlichen Gesellschaft."

11:24 von Meinung zu unse...

"Verstehe Benedikt schon - wenn er sein ganzes Leben sich daran gehalten haben sollte, weshalb sollten sich jetzt die Kirchenmänner diese fleischliche Lust gönnen dürfen. Da hätte er sich doch sein ganzes Leben praktisch umsonst auf etwas verzichtet. Will sagen, auch wenn anders argumentiert wird, dieser individual-persönliche Aspekt ist deshalb nicht nicht existent."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Wer Schmutziges anderen unterstellt - und das tun hier ja viele -, kann sich einfach nicht vorstellen, dass andere anders funzen wie sie selber.

11:24 von und-nachts-da-ruft

Es ging darum, dass der Besitz der Priester nach deren Ableben an die Kirche geht, statt an Kinder
.
genau um das ging es bei deren Einführung
das Vererben von Pfarreien

re deeskalator

"Die meisten Historiker sind sich einig, dass die Kinderfülle der Priester und die damit verbundenen Kosten ein ausschlaggebender Grund für die Durchsetzung war."

Leider völlig falsch.

Nicht eine "Kinderfülle" war das Problem, sondern die Tendenz, die einmal verliehene Pfründe auf den Sohn zu vererben und damit de facto Kirchenbesitz zu privatisieren.

Hat sich der Greis aus Bayern

Hat sich der Greis aus Bayern nicht vom Papstamt zurück gezogen, weil er dem Amt nicht mehr gewachsen war?
Das war eine kluge Entscheidung, an die er sich auch halten sollte.
Mittelalterliche Standpunkte helfen uns heute nicht mehr.

Was nützt den Menschen eine Kirche, die kaum noch Anhänger hat und deren verbliebene Anhänger abwinken, wenn der Pastor wieder mit weltfremden alten Kamellen kommt?

Der Zölibat verstößt gegen die Menschenrechte

Zusätzlich hat das Ende des Zölibats nichts mit Theatralik oder diabolischen Luegen oder sowas zu tun, sondern mit den unteilbaren, unverhandelbaren und unveräußerlichen Menschenrechten die auch fuer Bischöfe und Priester gelten muessen. Die Menschenrechte gelten auch in der Kirche. Der Zölibat verstößt gegen die Menschenrechte.

Das muss Benedikt einfach mal einsehen und von daher macht Franziskus seinen Job richtig. Es ist begrueßenswert, dass der Zölibat endlich endet. Weg mit dem uralten und ueberkommenen Zölibat und das weltweit!

https://www.tagesschau.de/ausland/zoelibat-benedikt-franziskus-101.html

Franziskus hatte Mitgefühl mit den Gläubigen in der Region geäußert. Zwar gilt er seit langem als Verfechter des Zölibats, betont aber zugleich, dass es sich um eine Tradition handele, keine Doktrin. Daher könne sie sich ändern. Zudem erklärte der Papst, dass es pastorale Gründe geben könne, die an einem bestimmten Ort Ausnahmen zulassen könnten.

Am 13. Januar 2020 um 11:31 von envinyatar

"Benedikt hat recht. Und das hat nix mit "ewig gestrig" oder mit "mittelalterlicher Sturheit" zu tun. Sondern damit, dass Strukturen und Werte erhalten werden, das mit Bedacht gehandelt wird und nichts "übers Knie gebrochen" wird, nur weil es aktuell in manchen Gegenden der Welt zu wenig Priester gibt."

Nein, das hat allein mit der Scheinheiligkeit der Kirche zu tun, mit der Angst vor Machtverlust.

re envinyatar

"Das Problem ist sicher nicht damit zu lösen, dass nun auch Verheiratete die Priesterweihe erhalten! Es ist nun einmal so, dass -wie Benedikt schreibt- ein Priester sich voll und ganz Gott verschreibt. Jemand, der verheiratet ist, kann dies nicht leisten - da bei diesem _immer_ die Ehe und Familie im Vordergrund stehen werden."

Und warum gilt das nur für Priester in der katholischen Kirche und nicht für die Seelsorger anderer christlicher Konfessionen?

Da landen Sie unweigerlich dabei, dass das alles Abtrünnige und Ketzer sind.

11:31 von envinyatar

Und was ist denn, wenn sich ein verheirateter Priester scheiden lässt?
.
ich denke da haben sie ein äußerst wichtiges Argument angeführt
was dann ?
die Ehe ist ein Sakrament
auch wenn viele es als Nostalgieveranstaltung mißbrauchen

Seine Verbohrtheit

zeigt, dass es schwer fällt, los zulassen,
Er scheint zu vergessen, dass er aus gutem Grund sein Amt nicht mehr ausübt, da er sich doch damals als den erforderlichen Reformen nicht mehr gewachsen bezeichnete und dementsprechend zurücktrat. Nun lässt er sich entgegen seinem damaligen weisen Ratschluss erneut vor den Karren des rückwärtsgewandten Klerus spannen, den Franziskus endlich, der Botschaft Christie entspechend, wieder auf den Boden der Tatsachen, dem Dienst an den Menschen, statt für die Privilegien des Klerus zurückführt.
Eine wichtige Tugend, die weiten Kreisen des Klerus eben offensichtlich zu fehlen scheint ist Demut.
Und deutlich wird deren Missverständnis der Kernbotschaften des lebendigen Christentums.

Benedikt hat insofern recht,

...dass man nicht in eine Vereinigung eintritt, und dann die Statuten gleich ändern will.

Die Katholen müssen halt damit leben, oder austreten. Wenn die Kirche jedem Modefirlefanz hinterherläuft, wird sie unglaubwürdig und genau so beliebig wie die anderen, die dem vermeintlichen Zeitgeist hinterherlaufen.
Wichtiger wäre es, diesen Verein endlich zu entmachten, ihm das Eintreiben der satzungsmäßigen Gebühren zu überlassen und nicht zu vergessen, unserem irdischen Recht innerhalb dieser Organisation zur Gültigkeit verhelfen - wie auch bei anderen ähnlichen Gruppierungen.
Die sollen alle keine eigene Rechtssprechung als Staat im Staate haben.

Offenbar sind die Beharrungskräfte

bei den Katholiken doch immens stark. Dabei ist der Zölibat eine mittelalterliche überkommene Erfindung, der mit den Ursprüngen nichts zu tun hat. Wie sollen ehelose Paare und ihre Schwierigkeiten verstehen und sie beraten? Wie Blinde von der Farbe sprechen?

11:31 von envinyatar

"Es ist nun einmal so, dass -wie Benedikt schreibt- ein Priester sich voll und ganz Gott verschreibt"

.-.-.-.-.-.-.

Wer den Inhalt seiner Ansicht mit "es ist nun einmal so" als unanfechtbar behaupten will, verkündet ein Dogma, das er nicht selten selber erfunden hat.

Definieren Sie mir bitte mal "Gott". Wem oder für was "verschreibt" sich ein Priester?

Der aktuelle Anlass für die Zölibat-Diskussion ist ja wohl, dass Priester sich ihrer LUST verschrieben haben und der verbrecherischen Auslebung ihrer Lust.

Ihre Priester-Vorstellung ist abenteuerlich. Er soll zwar in einer Gemeinde arbeiten, diese aber total ignorieren und nur sich selber leben, wenn ich Sie richtig verstanden habe.

re demokratieschue...

"Der Zölibat verstößt gegen die Menschenrechte"

Das ist natürlich Unfug. Es ist eine freiwillige Entscheidung von erwachsenen Männern.

Zölibat

Auf was oder wen berufen sich die Päbste.
In den 5 Büchern (der Thora oder dem Alten Testament). Durften die Priester des Volkes Israel (Aaron bzw. Nachfahren) heiraten und Kinder bekommen.
Das wurde von Jesus in keiner Weise angezweifelt.

Bibel spricht gegen Benedikt.

Es kann ja sein, dass ich es falsch verstehe, aber der Heilige Paulus schreibt in seinem ersten Brief an Timotheus 3. 1-4 folgendes: "Das ist wahr: Wer eine Gemeinde leiten will, ... 2 Allerdings muss ein solcher Mann ein vorbildliches Leben führen; das heißt, er soll seiner Frau die Treue halten,... Er soll verantwortungsbewusst für seine Familie sorgen, die Kinder sollen ihn achten und auf ihn hören." --- Gemeinde leiten = Priester, Bischof. SEINER Frau die Treue halten. Andere Übersetzungen schreiben "... der Mann EINER Frau ...". Aha. Und in Vers 3 steht noch "verantwortungsbewusst für seine Familie sorgen, die Kinder sollen ihn achten und auf ihn hören.". Ooh, Familie und Kinder. (Mit Kindern gibt es dabei weniger Probleme als mit einer Familie). --- Entweder man akzeptiert das, was Paulus schreibt, oder man lässt es bleiben. Nur wenn man es bleiben lässt, muss man auch das andere bleiben lassen, was Paulus gesagt hat!

11:32 von rossundreiter

"In der Sache hat der Papa Emeritus natürlich vollkommen recht!"

.-.-.-.-.-

Ja, natürlich. Begründen tun Sie es nicht, was Ihre Behauptung aufhebt.

re sisyphos3

"die Ehe ist ein Sakrament
auch wenn viele es als Nostalgieveranstaltung mißbrauchen"

Die Ehe ist kein Sakrament, sofern man Sakramente exklusiv aus der Bibel ableitet.
Wenn die Katholen das nicht tun ...

Zölibat oder die rückwärtsgerichtete kath Kirche

1951 - Papst Pius XII.: ein verheirateter evangelischer Pfarrer, Rudolf Goethe,
wird in Deutschland zum katholischen Priester geweiht.

11:43 von Demokratieschue...

"Der Zölibat verstößt gegen die Menschenrechte"

.-.-.-.-.-.-.

Nein, das tut er nicht.
Der gewählte Beruf ist freiwillig gewählt worden.

11:48 von WolfgangS-H

"Benedikt hat insofern recht,
...dass man nicht in eine Vereinigung eintritt, und dann die Statuten gleich ändern will."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Von "gleich" ist ja auch keine Rede. Man hat sich Jahrhunderte Zeit gelassen.

.-.-.-.-.-.-.-.-

"Wenn die Kirche jedem Modefirlefanz hinterherläuft, wird sie unglaubwürdig und genau so beliebig wie die anderen, die dem vermeintlichen Zeitgeist hinterherlaufen."

.-.-.-.-.-.

Das Verbrechen an den Kindern - die ja diese Diskussion ausgelöst hat - ist kein "Modefirlefanz" - es ist unerträglich, wie Sie diese vergewaltigten Kinder verhöhnen.

Warum tun Sie das?

@ naja

"Hat recht ,wenn es die(?) Regeln der Religion entspricht". (Soll wohl "den" heißen?)

Von welchen Regeln der Religion sprechen Sie denn konkret? Der Zölibat ist durch keine Stelle der Hl.Schrift begründet, sondern ist ein Dekret der Kirche, welches die Überforderung der Geistlichkeit durch eine Großfamilie beenden sollte. Dass damit eine Vergewaltigung der menschlichen Natur einherging, wurde in Kauf genommen. Mit Rosinenpickerei hat das Recht auf eine natürliche Lebensweise nun überhaupt nichts zu tun!

Zölibat ist super

Ich finde das Beharren auf dem Zölibat super: weniger Priester, weniger Gottesdienste, weniger "Schäfchen" und irgendwann merkt die Kirche selbst, dass sie nicht mehr gebraucht wird und schafft sich selbst ab. Oder verwaltet nur noch ihr Vermögen und ihre Liegenschaften...

13. Januar 2020 um 11:45 von Sisyphos3

"
die Ehe ist ein Sakrament
auch wenn viele es als Nostalgieveranstaltung mißbrauchen
"

Sakrament heißt soviel wie Heilsweg und Ehe soviel wie Vertrag.
Auch eine Scheidung kann ein Heilsweg sein und viel Leid mindern. Viele Gründe der Ehe sind heutzutage überflüssig und es werden mehr werden.
So bleibt der Vertrag zwischen zwei Menschen und das ist es doch worauf die Ehe heutzutage ausgerichtet ist (zumindest die Staatliche). Zwei Menschen, die füreinander einstehen und ihre Kinder großziehen.
Ich hab schon genügend Menschen kennengelernt, die sich nach lange Ehe getrennt hatten, weil sie sich nicht kannten. Deren Ehegrund war zumeist die gesellschaftliche Verpflichtung dazu (oder besser der Druck, weil sonst gesellschaftlicher Ausschluss droht) inklusive der Verpflichtung Kinder zu bekommen. Auch heute noch gibt es lokale Bräuche, die unverheiratete Männer und Frauen in der Gemeinde vorführen und somit gegen §1 des Grundgesetzes direkt oder indirekt verstoßen.

@und-nachts-da-ruft

"Es geht dabei keineswegs um das Picken von Rosinen, sondern einfach um Vernunft."

Oder auch um Unvernunft. In jedem Fall gibt es eine einfache Möglichkeit der Vernunft: Konvertieren und evangelisch werden. Da kann man dann Familie und Beruf vereinbaren und ein wesentlich moderneres und zugleich der Bibel näheres Leben führen- wenn man denn möchte.
Ansonsten sind vor der Berufswahl die Bedingungen klar und die Kirche muss eben mit der Situation (Priestermangel) klar kommen...

13. Januar 2020 um 11:58 von Sausevind

"
11:43 von Demokratieschue...
"Der Zölibat verstößt gegen die Menschenrechte"

.-.-.-.-.-.-.

Nein, das tut er nicht.
Der gewählte Beruf ist freiwillig gewählt worden.
"
Man kann auch freiwillig gegen die Menschenrechte verstoßen, bleibt jedoch ein Verstoß.
Welches Menschenrecht dabei verletzt wird ist mir dabei aber nicht direkt vor Augen. Vielleicht kann mir, den Apatheisten, jemand Einsicht bringen.

@envinyatar

"Das Problem ist sicher nicht damit zu lösen, dass nun auch Verheiratete die Priesterweihe erhalten! Es ist nun einmal so, dass -wie Benedikt schreibt- ein Priester sich voll und ganz Gott verschreibt. Jemand, der verheiratet ist, kann dies nicht leisten - da bei diesem _immer_ die Ehe und Familie im Vordergrund stehen werden. Und was ist denn, wenn sich ein verheirateter Priester scheiden lässt? Was ist, wenn sich die Partner gegenseitig betrügen? Wie soll das mit der katholischen Grundsatzlehre zusammen passen?"

Das ist eine unsinnige Meinung, dass man nur eine Sache machen kann. Dass es hervorragend anders geht zeigen z.B. die evangelischen Pfarrer.

Wie passt es mit der "katholischen Grundsatzlehre " zusammen was in Bezug auf Kindesmissbrauch wohl im großen Stil passiert ist? Da sind "Scheidungen" doch das wesentlich geringere Übel.

Lange schon überholt...

...ist diese vollkommen gestrige Kirche. Schade - auch ein Franziskus kann das nicht mehr retten. Wenn selbst der Emeritus nicht Wort hält...
Die Grundidee des Christentums aber besteht. Darum habe ich nach 56 Jahren die katholische Kirche verlassen und in der evangelischen Kirche eine neue Heimat gefunden.

@ Sausevind (11:58): Ja der Beruf ist freiwillig gewählt

hi Sausevind

Zu Ihrem Punkt:

Der gewählte Beruf ist freiwillig gewählt worden.

damit haben Sie noch recht. Aber: jeder Priester und jeder Bischof muss frei fuer sich selbst entscheiden können, ob er dabei zölibatär leben will oder eben nicht. Und der Verstoß gegen die Menschenrechte liegt darin begruendet, dass jeder ein Recht darauf hat, eine Familie zu haben. Auch Priester und Bischöfe. So steht es in allen Gesetzen. Siehe auch in der EMRK.

https://www.menschenrechtskonvention.eu/eheschliessung-9294/

Artikel 12 – Recht auf Eheschließung

Män­ner und Frauen im heirats­fähi­gen Alter haben das Recht, nach den inner­staatlichen Geset­zen, welche die Ausübung dieses Rechts regeln, eine Ehe einzuge­hen und eine Fam­i­lie zu grün­den.

Also: dieses Recht gilt fuer alle und damit auch fuer Priester und Bischöfe.

Was will der alte Greis denn noch

Wäre Jesus damals nicht mit neuen revolutionären guten Ideen des Zusammenlebens gekommen, hätte es kein so erfolgreiches Christentum gegeben. Wenigstens anfangs.
Danach ging es stetig bergab, und die Gründe sind vielfältig und bekannt.
Wenn also nicht in nächster Zeit ein neuer, aufgeschlossener, vielleicht jüngerer und charismatischer Papst mit neuen Ideen auftaucht, wars das endgültig mit dem Christentum.
Dazu gehört u.a. auch die sofortige Aufgabe des Zölibats.
Was also will ein alter Greis, ehemals Papst, der sich zurückgezogen hat, weil er die Arbeit nicht mehr bewältigen konnte, jetzt plötzlich indem er sich aus der Versenkung zurück meldet und sich einmischt.
Wie hat man nur im Verlaufe von hunderten von Jahren diesen überaus positiven Glauben herabgewirtschaftet ?

Papst Benedikt hat abgedankt!

Es ist unerträglich, dass ein Papst, der abgedankt hat, der also bewusst seiner Gestaltungshoheit entsagt hat, sich in dieser Weise in die Entscheidungen seines Nachfolgers einmischt.

Ich frage mich sowieso, warum Ratzinger immer noch die weißen Papstgewänder trägt - eigentlich ist er mit seiner Abdankung wieder ein normaler Kardinal.

Päpstliche Entscheidung

Natürlich kann das Zölibats-Dekret von Papst Benedikt VIII. aus dem Jahre 1022 vom
jetzigen Papst Franziskus durch einfaches Dekret aufgehoben werden. Die Argumentationslinien vom Altpapst Benedikt sind seinem Konservatismus geschuldet...das ist zwar von ihm aus gesehen konsequent, wird aber der Problematik in der katholischen Weltkirche nicht mehr gerecht. Selbst wenn es kein Priesternachwuchs mehr geben würde, bliebe Benedikt bei seiner Meinung. So apodiktisch kann man aber heute mit den Gläubigen nicht mehr umgehen...

das Opium des Volkes

[10:42 von swarnai ]
Bitte korrekt zitieren. Denn die Bedeutung ist tatsächlich eine andere.

"für das Volk" würde bedeuten: Man gibt dem Volk die Religion, um es zu betäuben.

"ist das Opium des Volkes" (richtiges Zitat) bedeutet dagegen: Das Volk nimmt die Religion, um sich (selbst) damit zu betäuben – während sich Wohlhabende mit Opium in eine Traumwelt begeben, um der harten Realität zu entschwinden, tut das Volk ebendies mithilfe der Religion.

12:14 von IckeDette

Man kann auch freiwillig gegen die Menschenrechte verstoßen, bleibt jedoch ein Verstoß
.
nicht zu heiraten
Keusch leben zu wollen
ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte ?
erzählen sie mehr davon

re ickedette

"Man kann auch freiwillig gegen die Menschenrechte verstoßen"

Nein, kann man nicht. Dürfte man nicht freiwillig seiner Rechte entsagen wäre das Zwang.

Ich frage mich ...

... ob ein Priester der katholischen Kirche sich voller und ganzer Gott verschrieben hat als einer, der in anderen christlichen Sektionen predigt, aber eine Familie hat. Zumindest eine Ehefrau.
Benedikt XVI - übrigens kein Ex-Papst (die sind für gewöhnlich tot) - war immer schon ein Dogmatiker ersten Ranges. Ja, Dogmen haben dazu beigetragen, dass die selbsternannte hl. römische Kirche unbeschadet durch zwei Jahrtausende gekommen ist. Schon eine Leistung, hat es doch auch in früheren Zeiten oft Versuche gegeben, sie zu verändern.

Das bayerische Reinheitsgebot von 1516 - quasi ein weltliches Dogma - schrieb dem Bier erstmals seine Bestandteile vor. Hopfen musste ab dann zwingend enthalten sein. Ein Beruhigungsmittel also, dass dafür sorgte, dass sich weniger Leute im Rausch die Schädel einschlugen, sondern schnell einschliefen. Auch die Einführung des Zölibat hatte einen Grund. Keinen göttlichen, sondern einen irdischen. Frauen raus aus dem Tempel.

@ Sausevind, um 11:58

re 11:43 von Demokratieschue...

“Der Zölibat verstößt gegen die Menschenrechte“

“Nein, das tut er nicht.
Der gewählte Beruf ist freiwillig gewählt worden.“

Dazu zweierlei:
1. Es ist denkbar, dass der Beruf nicht “freiwillig“ gewählt wurde.
Was wäre dann?

2. Man kann ein Menschenrecht nicht mit der Wahl eines bestimmten Berufes abtreten.
Dann wäre es kein Menschenrecht.

@Kardinal Ratzinger

Die Ehe erfordere, dass sich ein Mann völlig seiner Familie hingebe, so Benedikt. "Da wiederum der Dienst für den Herrn die völlige Hingabe eines Mannes erfordert, scheint es nicht möglich, diese zwei Berufungen gleichzeitig fortzuführen."

Der Zölibat ist eine Erfindung des Mittelalters und hatte ursprünglich vermögensrechtliche Gründe. Er mag durchaus seinen Sinn haben, weil der Priester tatsächlich 24 Stunden am Tag im Dienst ist - aber ihn derart zu überhöhen, wie es Ex-Papst Benedikt hier tut, ist theologischer Unsinn. In der Bibel heißt es noch, dass die Bischöfe nur einmal verheiratet sein und sich als Familienoberhaupt bewährt haben sollen (1 Tim 3,1-5).

Irrelehre

Was soll ich von einen Verein halten, der noch nicht mal richtig seine Gründungsschriften kennt, wie hier schon viele aufgezeigt haben. Das Zölibat ist nicht religös begründet und wird wie wir wissen von fast niemanden noch nie eingehalten. Größe zeigt sich auch darin Veränderungen und Fehler anzuerkennen. Alles was eine vergreiste weltfremde Kirche halt nicht kann. Die Irrlehrer sitzen oft auch in Rom direkt...

Orthodoxe Kirche und Evangelische Kirche

als Beispiel die Rumaenisch-Orthodoxe Kirche: KEIN Zoelibat, und das ist gut so...
....
denn die Priester haben als Familienvaeter die gleichen familien-internen Probleme wie die uebrigen Mitmenschen...
...
und Paedophaelie wie bei der Roem.-Kath. Staatskirche unter den Tische gekehrt und immer verschwiegen, ist bei der RO-Orthodoxie nicht bekannt...
...

@ IckeDette, um 12:14

Man kann nicht “freiwillig gegen Menschenrechte verstoßen“, ohne sich trotzdem strafbar zu machen.
Wie soll das denn gehen?

Allenfalls kann man freiwillig drauf verzichten, das funktioniert.

Aber dass man mit der Wahl seines Berufes quasi gezwungen wird, auf das Recht auf Eheschließung - und ich meine, das ist ein Menschenrecht - zu verzichten, das eben ist diskussionswürdig.

Kann man diese kirche nicht

Kann man diese kirche nicht irgendwie eindämmen?
Ja, kann man . Heinrich8. Hat es vorgemacht. Der Papst ist für die meisten Christen überflüssig.
Wer also gegen Zölibat ist, hat freie Kirchrnwahl. Gibt genügend alternativen.

Ratzinger sollte sich daran

Ratzinger sollte sich daran halten, dass er zurückgetreten ist und sich nicht vor den Karren der ewiggestrigen unverbesserlichen Hardliner spannen lassen. Zu früheren Zeiten hätten solche Vorgänge Schismen ausgelöst: Auch okay, wenn die Menschen- und weltabgewandten Gruppen und Personen ihr eigenes Ding machen.
Im übrigen ist es skandalös, dass Ratzinger einen Maulkorb verhängen will und ausgerechnet die Priester als Opfer der notwendigen Missbrauchs- und Zölibat-Debatte darstellt: ein weiterer Schlag ins Gesicht der wirklichen Opfer.

Zölibat hin oder her,

niemand wird gezwungen katholischer Priester zu werden. Wer das wird tut es aus freien Stücken und dann hat er auch vorher das Kleingedruckte gelesen. Es kann sich also hinterher keiner über diese Regeln beschweren.
Abgesehen davon hat der Ratzinger doch den Bettel hingeworfen, soll er sich doch bitte raushalten.

Zölibat !

Da kann ich absolut beipflichten, es ist ein totaler Unsinn.
Dieses Zölibat heute nicht mehr zeitgemäß, aber leider verhindern ein paar uralte Herren der obersten Kirchen- Riege, die sich immer noch an versteinerte Traditionen klammern, auch um ihre übertriebene Selbstherrlichkeit zu pflegen und auch keine Gleichberechtigung wollen.
Und all diese Geistlichen decken weiterhin sogar den Missbrauch von etlichen Geistlichen, die bedingt durch das Zölibat, ihren Trieb ausleben wollen.
All diese Geistlichen kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, für die Menschen da zu sein, doch gar nicht mehr nach, sondern pflegen nur ihre Position im Vatikan und als Führer von den Pfarrern.
Wo sind denn all die angeblich so schlauen Geistlichen, wenn es um Krieg, Vertreibung und andere furchtbare Verbrechen geht.
Aus der Ferne mal ein Gebet, sonst kommt nichts.

12:23 von Demokratieschue...

Also: dieses Recht gilt fuer alle und damit auch fuer Priester und Bischöfe.
.
das Recht !
auch die Pflicht ?
ist es sittenwidrig Ehelosigkeit bei der Einstellung zu fordern ?
ich weiß es nicht
schließlich ist es ja auch nicht sittenwidrig
wenn man Blinde nicht als Piloten favorisiert
ne Mindest oder Höchstgröße fordert oder keine Brillenträger

re demokratieschue...

" Und der Verstoß gegen die Menschenrechte liegt darin begruendet, dass jeder ein Recht darauf hat, eine Familie zu haben. Auch Priester und Bischöfe. So steht es in allen Gesetzen. Siehe auch in der EMRK."

Sie kapieren es wieder nicht.

Menschenrechte dürfen nicht durch staatliche Eingriffe beschnitten werden. Aber jeder kann und darf darauf verzichten, alles in Anspruch zu nehmen, worauf er einen rechtlichen Anspruch hat.

Z.B. gibt es lt. EMRK die Ausreisefreiheit. Ich darf aber natürlich im Land bleiben, wenn ich will.

Benedikt sollte seinem

Benedikt sollte seinem Nachfolger nicht diktieren wollen, wie dieser zu entscheiden habe. Genau diese hat er nun aber getan und ihm - ein Stück weit - den Gehorsam und Respekt aufgekündigt. Das Verhalten von Benedikt ist menschlich enttäuschend.

11:45 von Sisyphos3

«die Ehe ist ein Sakrament
auch wenn viele es als Nostalgieveranstaltung mißbrauchen»

Die Römisch-Katholische Kirche definiert "Sakrament" als:

«Ereignis / Begebenheit / Gelegenheit, zu der getaufte Gläubige durch eine Handlung / einen Ritus in unmittelbaren Kontakt mit Gott treten.»

Was unter "Sakrament" genau zu verstehen ist.
Welche Arten von Sakramenten es im Detail gibt.
Dazu gibt es wohl keine einheitliche Liste.
Ob "Ehe" Sakrament ist. Weiß ich nicht genau.

Ist aber auch eher unerheblich.
Man nehme an, Ehe sei Sakrament.
Dann verbietet die röm.-kath. Kirchenführung gerade geweihten Priestern (!), dieses Sakrament zu empfangen. "In seinem Wesen zu leben", seine Segnungen an eine eigene nächste Generation, in einem eigenen Familienleben, weiter zu geben.

Man verbietet es gerade Priestern (!).
Die Vorbild, Leitlinie, Hilfe für Gläubige sein sollen.

Ist so, als verböte der DFB gerade Fußballprofis (!), gegen Bälle zu treten.
Damit diese sich worauf (?) konzentrieren …

Ich kapier's nicht

Was soll der Zölibat? Man kann nur entweder der Familie oder dem Dienstherrn dienen? Soll ich mich also jetzt scheiden lassen oder morgen kündigen? Ich finde das an den Haaren herbeigezogen. In anderen Konfessionen sieht man doch, dass es auch ohne "Knötli im Dödli" geht. Und dass der Zölibat einen Priester zum besseren Gottesdiener macht - nun, den Gegenbeweis haben ja die Pädophilen im Kirchendienst bereits erbracht.

@iog - 11:54

"In den 5 Büchern (der Thora oder dem Alten Testament). Durften die Priester des Volkes Israel (Aaron bzw. Nachfahren) heiraten und Kinder bekommen.
Das wurde von Jesus in keiner Weise angezweifelt."

Religiöse Dogmen sind nicht selten aus einer gewissen pragmatischen Kreativität entstanden, die mehr auf bestimmte Zwecke gerichtet waren, die dann mit den ursprünglichen Grundlagen wenig bis nichts zu tun hatten.

Bestes Beispiel - neben dem Zölibat - war historisch gesehen der Ablasshandel, der damals Martin Luther auf den Plan rief. Der öffentliche Widerstand dagegen mündete schließlich in einer reformierten Ausrichtung christlichen Glaubens, weil die päpstlichen Instanzen schon damals nicht bereit waren, von ihrem Kurs abzurücken.

Es geht doch nur ums Erbrecht (Geld)

Wenn ein Priester heiratet und Kinder hat, dann sind sie erbberechtigt. Das möchte die
Katholische Kirche verhindern. Sie sieht ihre Pfründe schwinden. Die Katholische Kirche ist deshalb so reich. Und deshalb wurde das Zölibat auch nur eingerichtet.
Das der zurückgetretene Papst sich überhaupt noch einmischt, ist eine Frechheit, wo er doch
Gehorsam versprochen hat!!!!

Vorschriften oder Liebe?

- Das mit den verheirateten Priestern klappt in den meisten christlichen Kirchen, nur in der katolischen nicht.
- Ist es nicht verlogen von der kath. Kirche, wenn sie Alimente zahlt aber am Zölibat fest hält?
- Im 1. Brief an Timotheus 3, 1-7 steht einiges darüber, wie ein 'Bischof' sein sollte. U.a. "Deshalb soll der Bischof untadelig, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen sein..."
- Für mich war Benedikt schon immer der Technokrat, dem häufig Vorschriften und Tradition wichtiger waren als Liebe und lebendiger Glaube. Jesus sagt einmal: "Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat" und bei Matthäus steht mehrmals "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!" (Benedikt: Der Mensch für den Sabbat -- Franziskus: Der Sabbat für den Menschen)

Sagen wir es mal ganz vorsichtig:

Umso weniger katholische Kirchenfürsten es aufgrund des akuten Fachkräftemangels innerhalb der katholischen Kirche gibt, umso MEHR verbreitet sich auch die moderne Aufklärung innerhalb der Gesellschaft!

Denke SELBST, denn euch ALLEN ist der Verstand gegeben, und eben NICHT nur den angeblich SOGAR unfehlbaren katholischen Kirchenfürsten!

Zölibat ist nicht nötig, Sterilisation reicht

Die moderne Medizin beschert uns genaueres Wissen über Empfängnis. Ausgehend von der (wie ich finde richtigen) These, daß das Zölibat viele Kinder und deren Erbansprüche/Wünsche verhindern soll(te) - wie überhaupt auch Klöster eine traditionelle Methode der Geburtenregulierung waren - können wir heute aufgrund besseren Wissens auf die damit verbundene Triebunterdrückung verzichten. Gewünschte Kinderlosigkeit wird am besten durch Sterilisation erreicht. Diese als Voraussetzung für das Priesteramt festlegen löst das Problem.

@11:53karwandler

"Der Zölibat verstößt gegen die Menschenrechte"

@re demokratieschue..."Das ist natürlich Unfug. Es ist eine freiwillige Entscheidung von erwachsenen Männern."

Was dieser Rechtsverzicht für eine natürliche Lebensweise bedeutet, darüber sollte sich jeder vorher wohl doch im klaren sein.

Glaube steht gegen kritisches Denken

Religiöser Glaube entzieht sich der kritischen Vernunft. Wer von göttlichen Regeln abweicht riskiert das Schwert - jedenfalls nach Jesus im Matthäus Evangelium.
Kritische Vernunft in einer Demokratie ist da wesentlich toleranter. Aber man braucht wohl Opium fürs Volk. Irgendjemand hab ich damit wohl falsch zitiert, andere richtig.

@QuantaCosta (12:33)

Das bayerische Reinheitsgebot von 1516 - quasi ein weltliches Dogma - schrieb dem Bier erstmals seine Bestandteile vor. Hopfen musste ab dann zwingend enthalten sein. Ein Beruhigungsmittel also, dass dafür sorgte, dass sich weniger Leute im Rausch die Schädel einschlugen, sondern schnell einschliefen. Auch die Einführung des Zölibat hatte einen Grund. Keinen göttlichen, sondern einen irdischen. Frauen raus aus dem Tempel.
____

Äh, wissen Sie, was Zölibat bedeutet? Das bedeutet, dass Priester nicht heiraten dürfen. Und der Grund ist, damit es keine Erben gibt und der Besitz nach dem Tod zurück an die Kirche fällt. Dass Frauen in der katholischen Kirche keine Priester werden dürfen, ist ein ganz anderes Thema.

Frauen und Kinder als Belastung

gemäß dem absurden Weltbild dieser überkommenen Organisation. Dass eine Familie natürlich viel eher eine Unterstützung und motivierend ist, wie für alle Berufstätigen, sieht dieser im Grunde menschenverachtende ideologische Machtapparat nicht.
Tatsächlich geht es darum, ihn von jedem menschlichen (weiblichen/weltlich genannt) Einfluss abzuschotten.
Ich spreche aus Erfahrung nach Schule und Tätigkeit in diesem Apparat.

Lieber Reinhard Libuda (11:46) et alt.

Ist es "verbohrter Altersstarrsinn", den man Joseph Ratzinger unterstellt?
Ich vermute eine kleine "Fraktion" in dieser Kirche, die sich gegenüber dem Papst nicht mehr durchsetzen kann und daher Joseph Ratzinger als "Papst" zu missbrauchen versuchen. Hier denke ich insbesondere an seinen Bischofsnachfolger in Regensburg, dem die Chance verwehrt wurde Nachfolger in München zu werden, wofür er dann aber mit einer Nachfolge in Rom betraut wurde, vom neuen Papst aber nach Ablauf einer Amtsperiode keine Verlängerung mehr bekam...
Dies scheint mir grundsätzlich, weil es mit einem Verständnis "Christlicher Liebe" nicht mehr übereinzustimmen scheint... Als Joseph Ratzinger kann er sich jederzeit äußern.

ps: Joseph Ratzinger täte gut daran nicht mehr im päpstlich weißen Habitus zu erscheinen oder geschah dies bereits mit Ablegen der "roten Schuhe"?
Er ist als Papst zurückgetreten - hier könnte er ein Zeichen der Bescheidenheit setzen - die Wappen auf seinem Geschirr stören nicht mehr...

Foulspiel von Benedikt

Zunächst finde ich es unfair, das Benedikt XVI. dem amtierenden Papst so vorgreift, egal was Franziskus vorschlagen will. Sehr wahrscheinlich war Jesus verheiratet, grob gesprochen berichtet das Neue Testament wenig über sein Leben, Geburt, als etwa 12 jähriger und die letzten Jahre seines Wirkens. Wahrscheinlich hat Jesus in der Zeit normal, mit Familie gelebt. Es läßt sich weder beweisen noch widerlegen. Der Zölibat ist aus dem Mittelalter um die Pfründe zusammen zu halten. Er sollte eine freie Entscheidung sein, kein Zwang. Aber gegen ein Menschenrecht verstößt er nicht. Man muss ja nicht Papst werden. Und zur Not kann man ja Protestant werden. Die wenigen Unterschiede zwischen Katholizismus und Protestantismus sind akademischer Natur. Ein normaler Mensch versteht die Unterschiede nicht.

@andererseits

"Ratzinger sollte sich daran halten, dass er zurückgetreten ist und sich nicht vor den Karren der ewiggestrigen unverbesserlichen Hardliner spannen lassen."

Ratzinger lässt sich vor keinen Karren spannen. Er ist selber der ewiggestrige unverbesserliche Hardliner.

Zu dem er übrigens erst geworden ist, nachdem er in früheren Jahren ein sehr progressiver Katholik gewesen ist.

Von wegen unfehlbar.

Der emerierte Papst Ratzinger hält nicht Wort und grätscht Papst Franziscus in seine Arbeit. Das sollte nicht sein und ist zudem schädlich für den Fortbestand der katholischen Kirche. Denn erstens, wenn sich Ratzinger schon auf den Ursprung und Dogmen der katholischen Kirche beruft, muss er einfach zur Kenntnis nehmen, dass weder die Bibel noch die Worte Jesu jemals von einem Zölibat gesprochen haben. Zweitens muss eine lebendige Volkskirche den aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten Rechnung tragen, sonst befindet sie sich irgendwann außerhalb in einer Parallelwelt. Und insofern gibt es viele gute Gründe, das Zölibat zumindest nicht mehr als einzige Lebensform katholischer Priester vorzuschreiben. Sowohl der Missbrauchsskandal als auch die seelsorgerische Arbeit der Priester in ihren Gemeinden auf Augenhöhe sind nur zwei davon.

12:23 von Demokratieschuetzerin

«Aber: jeder Priester und jeder Bischof muss frei fuer sich selbst entscheiden können, ob er dabei zölibatär leben will oder eben nicht. Und der Verstoß gegen die Menschenrechte liegt darin begruendet, dass jeder ein Recht darauf hat, eine Familie zu haben. Auch Priester und Bischöfe. So steht es in allen Gesetzen. Siehe auch in der EMRK.»

Die Menschen, die gerne Familie hätten, aber keine haben, weil sie keinen Partner / keine Partnerin finden. Wo können diese Menschen Familie "einklagen"? Steht dazu auch was in der EMRK …?

Wenn Sie bei Arbeitgeber (X) angestellt sind. Dürfen Sie auch nicht am Wochenende im Nebenjob die Produkte des größten Konkurrenten (Y) in Ihrer Garage verticken.

Nicht, dass ich irgendein Verständnis, oder Sympathie, für das Zöllibat hätte.
In anderen großen Religionen wie Buddhismus oder Hinduismus gibt es auch Mönche, die in Klöstern leben. Durch diese Entscheidung Familienleben entsagen.

So'n Quasi-Dogma-Firlefanz wie in Rom-Katholisch ist es nicht …

12:23 von Demokratieschue...

<< @ Sausevind (11:58): Ja der Beruf ist freiwillig gewählt
hi Sausevind

Zu Ihrem Punkt:

Der gewählte Beruf ist freiwillig gewählt worden.

damit haben Sie noch recht. Aber: jeder Priester und jeder Bischof muss frei fuer sich selbst entscheiden können, ob er dabei zölibatär leben will oder eben nicht. <<

.-.-.

Nein, das gehört nicht zu den Menschenrechten.

"Artikel 12 – Recht auf Eheschließung

Män­ner und Frauen im heirats­fähi­gen Alter haben das Recht, nach den inner­staatlichen Geset­zen, welche die Ausübung dieses Rechts regeln, eine Ehe einzuge­hen und eine Fam­i­lie zu grün­den."

.-.-.-

Richtig.

"Also: dieses Recht gilt fuer alle und damit auch fuer Priester und Bischöfe."

.-.-.

Hier machen Sie m. E. einen Gedankenfehler.
Das Menschenrecht besagt, dass jeder MENSCH heiraten darf.

Und das darf auch jeder.
Darüber, dass ein verheirateter Priester seinen Job dann nicht mehr ausüben darf, den er ja bewusst wegen der Ehelosigkeit gewählt hat, sagt das Gesetz nichts.

Da bleib ich auch nicht still...

Papst Benedikt ist zurückgetreten, wenn er weiter die Strippen hätte ziehen wollen, dann hätte er nicht zurücktreten dürfen. Etwas Demut und Respekt täte diesen Mann sehr gut. Außerdem ist seine These falsch, katholische Ostkirchen haben auch verheiratete Priester. Also muss es auch nach katholischer Auffassung möglich sein Ehe und Priestertum zu vereinbaren. Ich bin sogar für das Zölibat , aber ich vertraue darauf, dass Papst Franziskus hier eine weise Entscheidung trifft. Papst Benedikt trägt den Spaltpilz in die Kirche, Schande.

13. Januar 2020 um 12:32 von Sisyphos3

"
12:14 von IckeDette
Man kann auch freiwillig gegen die Menschenrechte verstoßen, bleibt jedoch ein Verstoß
.
nicht zu heiraten
Keusch leben zu wollen
ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte ?
erzählen sie mehr davon
"
Sie könnten ruhig auch meine Beiträge zu Ende lesen, denn da steht, dass ich selbst nicht weiß welches. Das ist allerdings von
13. Januar 2020 um 12:23 von Demokratieschue... beantwortet worden und das noch nicht mal direkt an mich.

"
https://www.menschenrechtskonvention.eu/eheschliessung-9294/

Artikel 12 – Recht auf Eheschließung
"

Benedikt sollte sich "raushalten"

"Dass sich Benedikt nun in die heikle Zölibatsdebatte einschaltet, könnte als öffentlicher Versuch der Einflussnahme auf Franziskus verstanden werden"

Nichts anderes ist es doch.

"Franziskus hatte Mitgefühl mit den Gläubigen in der Region geäußert. Zwar gilt er seit langem als Verfechter des Zölibats, betont aber zugleich, dass es sich um eine Tradition handele, kein Dogma ..."

"Traditionen" sind weder sakrosankt noch ein Wert an sich. Wenn eine Tradition mehr Schaden anrichtet als sie nützt, gehört sie abgeschafft.

"... Daher könne sie sich ändern"

Daher: hoffentlich.

der mann entlarvt

sich als ewiggestriger chauvinist:

""Da wiederum der Dienst für den Herrn die völlige Hingabe eines Mannes erfordert, scheint es nicht möglich, diese zwei Berufungen gleichzeitig fortzuführen."

frauen können sich also nicht dieser aufgabe voll hingeben? werter Benedikt, frauen können sich sogar mehreren aufgaben gleichzeit völlig hingeben und darüberhinaus auch noch eine ehe/partnerschaft und familie unter einen hut bringen.

Tit for tat

Vielleicht geht es Benedikt gar nicht nur um Zölibat.
Sein Leben 'aufopfernd' der katholischen Kirche gewidmet. Die Erhabenheit und unantastbare Hoch-Würdigkeit ihrer Amtsträger ergibt sich für konservative Vertreter auch aus scheinbarer 'Ewigkeit' ihrer Grundsätze und Regeln, am Besten auch gleich von Gott persönlich unänderbar eingesetzt.
Es ist ihm unerträglich, dass andere ohne 'Opfer' den gleichen verehrten Status erreichen können sollen. Nur wer sich gequält hat, darf/kann würdig sein von Gott erwählt zu sein. Arznei muss bitter sein.
Ein unvorstellbarer Graus wenn gar Halb-Ungläubige in Freuden vor sich hinleben, von 'Gott' bevorzugt die Kirche vertreten dürfen und am Ende ohne jede Quälerei ins Paradis einziehen.

Die Kasteiung im eigenen Leben wäre überflüssig gewesen.

13. Januar 2020 um 12:33 von karwandler

"
re ickedette
"Man kann auch freiwillig gegen die Menschenrechte verstoßen"

Nein, kann man nicht. Dürfte man nicht freiwillig seiner Rechte entsagen wäre das Zwang.
"
Ich dachte an Vorfälle wie Selbstverstümmelung und Selbsttötung. Das sind auch Verstöße gegen das Menschenrecht und sehr freiwillig.
Im Sinne der Priesterweihe ist das Entsagen der Ehe auch freiwillig. Die Frage wäre ob es gegen das AGG verstößt, wenn ein verheirateter Mensch nicht Priester werden darf.

re orestie

"Wenn ein Priester heiratet und Kinder hat, dann sind sie erbberechtigt. Das möchte die
Katholische Kirche verhindern. Sie sieht ihre Pfründe schwinden."

Auch das ist Unsinn. Nichts vom Kirchenbesitz geht in das Eigentum eines Priesters über, so dass er es vererben könnte.

12:34 von Botschafter Sarek

Ich frage mich die ganze Zeit, wie das Zölibat
gerechtfertigt wird. Jesus hatte auch in seiner
(Fulltime) Mission kein Problem damit, auch Maria Magdalena an seiner Seite zu haben.
Und wenn es zutrifft, dass er mit ihr eine Art
Ehe eingegangen ist (was von Wissenschaftlern als wahrscheinlich angenommen wird), dann ist Benedikts Rechtfertigung des Zölibats nicht haltbar.
Ich glaube nicht, dass das Zölibat im Sinne
Jesus's wäre. Es scheint mir eher ein Diktat der
Kirche zu sein.

12:34 von harry_up

<< @ Sausevind, um 11:58

"Der gewählte Beruf ist freiwillig gewählt worden.“

Dazu zweierlei:
1. Es ist denkbar, dass der Beruf nicht “freiwillig“ gewählt wurde.
Was wäre dann? <<
.-.-.-.-.-.-

Wenn jemand zu einem Beruf mit Gewalt gezwungen wird - und sei es zum Bäcker -, ist das natürlich ein Verbrechen.
Hat aber nichts mit Ehelosigkeit zu tun.

" 2. Man kann ein Menschenrecht nicht mit der Wahl eines bestimmten Berufes abtreten.
Dann wäre es kein Menschenrecht."

.-.-.-.-.-

Sehe ich (noch?) anders.
Es gibt viele Berufe, die Berufskriterien beschreiben. Ein Chef kann einen Bewerber ablehnen, obwohl dieser Bewerber das Recht zu leben hat. Der Chef muss nicht jeden nehmen.

@In den 5 Büchern ... 13:00 von Wanderfalke

"Durften die Priester des Volkes heiraten und Kinder bekommen.
Das wurde von Jesus in keiner Weise angezweifelt."

Logisch. Er hatte ja selbst eine Frau.
Zwar inoffiziell aber vor zweitausend Jahren schon fortschrittlicher
als der gesamte katholische Klerus heute.

Zölibat

Genau!
Der Mann soll sich auch einige Gedanken über den Begriff "Berufung" machen. Nach seiner Definition würde kein Mann je wieder arbeiten.

Opium fürs Volk.

swarnai @
das trifft aber doch füe alle großen Religionen zu, Oder?

@zweiblum

"Was soll der Zölibat? Man kann nur entweder der Familie oder dem Dienstherrn dienen? Soll ich mich also jetzt scheiden lassen oder morgen kündigen?"

Schlechter Vergleich, jedenfalls nach Ratzingers Meinung.
Gott ist nicht irgendein Dienstherr. Wer sich zum Dienst an der Kirche bzw. an Gott berufen fühlt, kann dieser Berufung nach Meinung des Ex-Papsts nur richtig nachgehen, wenn er ihr mit ungeteilter Aufmerksamkeit nachgeht.
Und dass eine Familie und selbst eine Ehe die Aufmerksamkeit schon mal etwas von einer Berufung (welcher Art auch immer) ablenken können, können sicher die meisten Foristen bestätigen.

10:42 von swarnai

"Gottgegebene Ordnung"
In der Bibel gibt es keinen Hinweis darauf, dass Gott von Jesus verlangt hätte, zölibatär zu leben. Diese gottgegebene Ordnung ist eine Erfindung der katholischen Kirche und wie sie richtig ausführen, eine gravierende
Missachtung der Menschenrechte.

Sonderstellung Kirche

Man stelle sich mal vor, BMW oder Siemens würde in die Arbeitsverträge von Geschäftsführern schreiben, dass diese nicht heiraten dürfen, weil sie sich voll und ganz auf ihre Aufgaben in der Firma zu konzentrieren haben. Oder die Handwerkskammer knüpft die Vergabe von Meistertiteln daran, dass der Meister unverheiratet bleiben muss.
Das hätte wohl vor keinem Arbeitsgericht Bestand und würde aller Wahrscheinlichkeit nach als sittenwidrig eingestuft. Wieso darf die Kirche also solche Bedingungen an Ihre Angestellten stellen?
Niemand hat etwas dagegen, wenn sich Priester freiwillig dem Zölibat unterwerfen. Wenn aber eine Einschränkung des Privatlebens Voraussetzung für eine Anstellung ist, dann ist sie nun mal nicht mehr freiwillig.

Sind also evangelische Priester unfähige Priester??

"Die Ehe erfordere, dass sich ein Mann völlig seiner Familie hingebe, so Benedikt. "Da wiederum der Dienst für den Herrn die völlige Hingabe eines Mannes erfordert, scheint es nicht möglich, diese zwei Berufungen gleichzeitig fortzuführen." - Benedikt --
Damit behauptet er also, dass evangelische Priester und Priesterinnen ihrer Berufung nur mangelhaft folgen...
Selten so viel dogmatisches Denken, das ohne Sinn, nur mit Sturheit im Kopf statt findet, in einem Satz offenbart...!

13:06 von swarnai

"Religiöser Glaube entzieht sich der kritischen Vernunft. Wer von göttlichen Regeln abweicht riskiert das Schwert - jedenfalls nach Jesus im Matthäus Evangelium."

.-.-.-.-.-.-

Sie sollten wissen - falls Sie kritikfähig sind -, dass die Jesus-Erzählungen Legenden sind.
Insofern gibt es keinerlei göttliche Regeln, die irgendetwas aussagen - es sind alles menschliche Sagen oder Mythen.

.-.-.-.-.-.-.-

"Kritische Vernunft in einer Demokratie ist da wesentlich toleranter. Aber man braucht wohl Opium fürs Volk."

.-.-.-.-.-.-

Sie selber weisen mit Ihrem Text Intoleranz auf - gepaart mit Unwissen und Unaufgeklärthiet.

Und genau diese Intoleranz-Mischung ist extrem gefährlich, genauso gefährlich wie intolerante Religionen.

@ 13:12 DrBeyer

Ja, das weiß ich und sehe ich genauso: Ratzinger war in den 60er Jahren durchaus fortschrittlich und hat interessante ideologiekritische Überlegungen zu Naturrecht, Evangelium und Ideologie angestellt, u.a. 1964 in einem Sammelband "christlicher Glaube und Ideologie". Leider fehlte ihm selbst wohl immer der Bezug zu Erfahrungswissen, und je mehr er in die Elfenbeitürme der Kirche verschwand, desto blutleerer und stockkonservativ wurde seine Theologie wie sein Führungsverhalten. Dennoch glaube ich, dass die Impulse, sich jetzt zu Wort zu melden, auch von erzkonservativen Leuten mit lanciert wurden; auch so etwas checkt der erfahrungsresistente Ratzinger nicht...
Im übrigen sind meiner Einschätzung nach sowohl die meisten Kirchenmitglieder wie die meisten Priester längst weiter als Ratzinger in seiner Weltabgeschiedenheit: Zölibat, Frauenweihe, radikale ökumenische Orientierung etc. sind nichts mehr, was vverunsichert, sondern eher etwas, was verärgert, weil nichts vorangeht.

@botschaftersarek, 12:34

"Der Zölibat ist eine Erfindung des Mittelalters und hatte ursprünglich vermögensrechtliche Gründe."

Dieser Zusammenhang ist nicht ganz falsch, bleibt aber trotzdem eine "Nebenwahrheit", die sich als Gerücht allerdings hartnäckig hält.

Selbstverständlich hatte die Einführung des Zölibats in erster Linie gute religiös-asketische Gründe.

Auch Nonnen leben zölibatär, haben aber normalerweise wenig zu vererben. Der Zölibat ist auch keine Einzelerscheinung des Christentums, sondern findet sich ebenso bei vielen anderen religiösen Gruppierungen, etwa im Buddhismus. Und ich wüsste nicht, dass es für einen Mönch im durchschnittlichen tibetanischen Kloster so unglaublich viele Ländereien zu vererben gäbe...

Die katholische Kirche

Verstehe sie, wer will. Wenn der Zölibat in der Bibel stünde und Jesus ihn gefordert hätte, dann würde ich das ja noch verstehen. Dann käme aber jede christliche Kirche nicht daran vorbei. Die anderen Kirchen sind ja wohl kaum gottlos oder deren Priester sind weniger gut, weil sie eine Familie haben.
Aber eine Regel, die irgendwann einmal von der Kirche eingeführt wurde, kann von der gleichen Kirche auch wieder abgeschafft werden. Das hat mit Gott nichts zu tun.
Und sogar diese strenge katholische Kirche erlaubt Ausnahmen vom Zölibat (konvertierte, verheiratete evangelische Pfarrer).
Wenn sie aber stur bleiben will, dann darf sie sich nicht wundern, wenn immer weniger Männer Pfarrer werden wollen und sie muss sich den, mit der verkrampften Sexualität verknüpften Problemen stellen.
Aber es hat auch lange gebraucht, bis die Kirche zugegeben hat, dass sich die Erde um die Sonne dreht.

Liebe

Ich dachte eigentlich Liebe sei das einzige, das sich vermehrt wenn man es teilt. Liebt ein Priester etwa nicht Gott und alle Menschen mit voller Hingabe? Hat Jesus das nicht getan? Oder geht es um eine andere Form der Liebe, die in der Kirche nur mit Gott, Frauen und Kindern möglich ist?

Sisyphos3 11.24

Da Benedikt die Schuld für den Missbrauch nicht bei den Vergewaltigenden Priester sondern im liberalen Zeigeist sieht, kann m. E. Schon sagen, dass er den Missbrauch klein redete. In Stern online wird sein Aufsatz zusammengefasst. Dort heißt es u. A.:

Benedikt führt die Krise vor allem auf außerkirchliche Entwicklungen zurück. Er nennt die Liberalisierung der Sexualität und "die Abwesenheit von Gott" in der heutigen Gesellschaft. Eine Welt ohne Gott sei eine Welt ohne Moral: "Es gibt dann keine Maßstäbe des Guten oder des Bösen."

Von Machtstrukturen, die Franziskus immer wieder als Grund für Missbrauch anführt, ist nicht die Rede. Die Revolution von 1968 habe "völlige sexuelle Freiheit" erkämpfen wollen, "die keine Normen mehr zuließ", schreibt der Ex-Papst. "Zu der Physiognomie der 68er Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde."

12:34 von harry_up

«Dazu zweierlei:
1. Es ist denkbar, dass der Beruf nicht “freiwillig“ gewählt wurde.
Was wäre dann?»

Theoretisch denkbar. Und auch in der Praxis sicher schon vorgekommen. Es gibt ja auch bspw. Ärzte, die sich durch das persönlich-familiäre Umfeld "dazu genötigt sahen", Arzt zu werden, obwohl sie es selbst eher nicht wollten.

Von "Zwangs-Verpriesterung" ist mir allerdings nichts bekannt. Und wenn der Beruf "Priester" bzw. "Arzt" denn nun im Verlauf der weiteren Entwicklung im eigenen Leben "dann irgendwann" gar nicht mehr zusagt.

Kann wer ja auch einer anderen Berufstätigkeit nachgehen.
Die mit Religion bzw. Medizin nichts mehr zu tun hat.

Simpel in der Theorie. Schwierig in der Praxis …
Aber auch für Priester gilt: "Augen auf bei der Berufswahl …!"

«2. Man kann ein Menschenrecht nicht mit der Wahl eines bestimmten Berufes abtreten. Dann wäre es kein Menschenrecht.»

"Familie haben" ist eher kein Menschenrecht.
Es müsste "einklagbar" sein, wenn es eins wäre.
Aber wo klagen?

Der Zölibat

Die Kirche wird ohne Aufhebung des- im Urchristentum nur in Monastischen Gemeinschaften üblichen - Zölibats und ohne Ordinierung von Frauen nicht weiterexistieren können . Insofern muss ich Prof. Ratzinger,den ich sonst sehr schätze, widersprechen.

Völlige Hingabe

Da ist sie die Sprache des Undefinierbaren...mit solchen Metaphern, die mit der Alltagssprache nicht viel gemein haben, wird abgehoben und fern des Lebens argumentiert...was heißt das überhaupt "völlige Hingabe"...ist das überhaupt möglich und erstrebenswert? Solche Begriffe immunisieren sich von selbst, sie sind nicht mehr hinterfragbar, da sie selbst absolut formuliert sind. Waren die "Arbeiterpriester" in Frankreich keine echten Priester? Ist ein Priester Tag und Nacht im Einsatz? Darf er noch Hobbys haben? Viele Priester in den kirchlichen Verwaltungen sind Dienstleister, Organisatoren und Hochschullehrer, manche haben sogar das Privileg, Bücher schreiben zu dürfen wie Benedikt. Priesterliche Kerntätigkeiten sind das dann nicht. Der Versuch, das Zölibat zu rechtfertigen, mit dem irrationalen Begriff von der "völligen Hingabe" scheitert schon im Versuch mit der Lebenspraxis.

Benedikt

Benedikt versteht sich offensichtlich als der "Immer noch-Papst", auch wenn er bei seinem Rücktritt anderes versprochen hat. Für mich steht er da als ein von Angst vor jeder Veränderung Getriebener - ob als Leiter der "Heiligen Inquisition" (ich weiß, heute heißt sie "Glaubenskongregation", ist aber von der Leitung her nichts anderes als früher), ob als Papst oder jetzt als emeritierter Papst. Schade ist nur, dass er sein Versprechen gebrochen hat, zu schweigen. Im Komödien-Stadl hätte er sich spätestens jetzt zur Rolle des "Meineid-Bauern" verurteilt. Schade eigentlich!

Das Problem liegt ja auch woanders

In der katholischen Kirche ist der Priester Vermittler zu Gott. Er erteilt die Absolution, er spricht quasi mit Gottes Stimme. Deswegen muss auch (so die Fiktion) der "Stammbaum" von Jesus über Petrus (angeblich erster Bischof von Rom, angeblich von Jesus beauftragt mit der Entwicklung der Gemeinde) über alle weiteren Päpste, die von ihnen eingesetzten Bischöfe bis zu den von diesen ordinierten Priestern existieren. Nur so ist ein katholischer Priester "echt".
Klar, in diesem Bild ist kein Platz für eine Familie: Der Priester ist nie einfach Privatperson.

Das Problem ist aber eigentlich das katholische Dogma der Amtskirche, die meisten anderen christlichen Kirchen haben das so nicht. Da dürfen dann eben auch vielfach Laien predigen und Pfarrer heiraten.

@landart

Selbst wenn es kein Priesternachwuchs mehr geben würde, bliebe Benedikt bei seiner Meinung.

So problematisch den den Zölibat aus verschiedenen Gründen auch sehe, so sehr bin ich überzeugt, dass seine Abschaffung am Priestermangel nichts ändern würde. Auch in der evangelischen Kirche gibt es einen Pastorenmangel.

Benedikt zu Zölibat

Als sein Vorgänger zum Papst gewählt wurde, hatte ich aufgrund der (relativen) Jugend von Wojtyla eine leichte Hoffnung auf einen Reformgeist in der Kirche. Schnell wurde jedoch deutlich, dass unter Wojtyla und Ratzinger jegliche Reformansätze zum Scheitern verurteilt waren. Auch Franziskus hat es nicht geschafft, die Clique der alten Männer hat zuviel Macht. Und jetzt Benedikt: er ist sich treu geblieben, es übersteigt seine Vorstellungskraft, dass ein verheirateter Priester sehr wohl ein guter Seelsorger sein könnte. Mir bedeuten christliche Werte viel, die Amtskirche habe ich jedoch seit langer Zeit verlassen.

Befürwortung des Zölibats?

Die Vorstellung, dass der Alltag vom Sakralen zu trennen sei, entspricht nicht den Vorstellungen des Neuen Testaments. Vielmehr liegt in der angemessen Bewältigung des Alltags, nach Paulus Römer 12 der vernünftige Gottesdienst. Nach Paulus ist es auch angemessen, wenn die Gemeindeleitung verheiratet ist.
Damit liegt Franziskus mit seiner Ansicht näher am Neuen Testament als Benedikt.
Es gibt also kein bedeutendes Hindernis sich vom Zölibat zu verabschieden.

Wenn der “alte“ Papst weiter

Wenn der “alte“ Papst weiter so sehr auf alte Traditionen pocht, sollte er auch wissen, dass es da noch weitere Traditionen gibt, wie z.B. dass man sich als Papst nicht zur Ruhe setzen durfte, aus Angst der Nachfolgepäpste sich einen mächtigen Gegenspieler im eigenen Haus zu hüten. Auch Tradition war es wohl deshalb die Getränke in den goldenen Becher mit Schierlingssud zu mischen. Also da sollte der Herr Benedikt sich das Bestehen auf alte Traditionen doch noch einmal überlegen und die Gläubigen sollten ruhig weiter so manche Änderungen im Papstgeschäft anmahnen. Aber sicher!

@suomalainen

frauen können sich also nicht dieser aufgabe voll hingeben?

Sie scheinen hier gegen die Beschränkung des Priesteramtes auf Männer zu argumentieren. Hier geht es aber um die Zölibat.

werter Benedikt, frauen können sich sogar mehreren aufgaben gleichzeit völlig hingeben

Werter suomalainen, das kann niemand, egal ob Mann oder Frau. Völlig hingeben kann man sich immer nur einer Aufgabe zur Zeit. Und der Priesterberuf, besser: die Priesterberufung, ist eine Vollzeitaufgabe - 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

Insofern gibt es nicht nur Gründe gegen den Zölibat.

Jetzt hat der alte Papst

Jetzt hat der alte Papst Benedikt seinen Willen bekommen und durfte sich zurückziehen. Er sollte besser schweigen um dem neuen Papst Franziskus nicht ins Werk zu pfuschen. Es kann nur einen Vertreter Gottes auf Erden geben - und das ist nunmal der amtierende Papst. Das muß auch ein älterer Herr einsehen und daher schweigen.
Sonst ist die gesamte Institution überflüssig geworden und ein jeder würde begreifen, daß es nur noch um Macht und Machterhalt geht. Wie überall auf der Erde!

Direkt hab ich dazu keine Meinung

Nur hoffe ich bei den Kritikern dann nicht , das sie das ablehnen, es gleichzeitig aber kulturell verteidigen wenn eine Frau in einen Sack mit zwei Augenschlitzen gesteckt wird.

Nach allem, was ich heute

Nach allem, was ich heute hier gelesen habe und aus früheren Debatten kenne, würde ich den Zölibat eine Ausschlußlösung nennen mit dem verborgenen Ziel, heterosexuell veranlagte Männer von hoher Weihe zu entlasten. Diese wären auch die einzigen, für die alle genannten Konflikte mit sich und dem Stande der Familienverpflichtung ein Problem darstellen. In Relation zu dem Desaster der zaghaften Aufklärung der weiter zunehmenden Missbrauchsfälle halte ich das für keine verwegene Theorie, wenn man davon ausgeht, wie lange schon...

@feo, 13:53

"Es gibt also kein bedeutendes Hindernis sich vom Zölibat zu verabschieden."

Das hat auch keiner behauptet. Es gibt aber auch keinen Grund, es zu tun.

Strategische Frage

Konservative Richtungen innerhalb der katholischen Kirche haben weltweit zulauf. Die liberalen, sich dem Protestantismus annähernden Richtungen sind Auslaufmodelle. (z.B haben einige "linksliberale" deutsche Diözesen keine Priesteramtskandidaten mehr; während z.B. in Österreich das gut konservative Priesterseminar Heiligenkreuz aus allen Nähten platzt.
Die Menschen bleiben nicht in der Kirche, wenn diese eine weichgespülte NGO ist.
Die Kirche in Deutschland oder der Schweiz gleicht inzwischen mehr einer Art von Nationalkirche und wird nicht mehr ernstgenommen. Natürlich versucht Papst Franziskus, der von Kardinal Lehmann und anderen Linken zu Papst gemacht wurde, durch Kardinalserhebungen (schwule oder schwulenfreundliche Liberale wie Tobin, Cupich oder Farrell) seine Agenda durchzudrücken. Aber Ende wird - wie nach dem Niedergang der Kirche im Josephinismus und ihre Renaissance in der Mitte des 19. Jahrhunderts (Lourdes etc.) die Tradition siegen.

@Feo

Damit liegt Franziskus mit seiner Ansicht näher am Neuen Testament als Benedikt.
Es gibt also kein bedeutendes Hindernis sich vom Zölibat zu verabschieden.

Das ist korrekt. Die Frage nach Zölibat oder nicht ist keine Frage der Theologie, sondern eine rein praktische bzw. eine Frage des Priesterbildes. Wenn der Priester rund um die Uhr für seine Gemeinde verfügbar sein soll, und das ist in der katholischen Kirche momentan so, dann hat er eigentlich nicht die Zeit für eine Familie, die ja ebenfalls viel Zeit erfordert, wenn man nicht die ganze Familienarbeit der Ehefrau aufbürden will.

Schisma?

Wer nicht das Werk von Benedikt XVI und Robert Kardinal Sarah gelesen hat, sollte sich zurückhalten. Die theologisch fundierte Begründung des Zölibats ist für jeden logisch denkenden Menschen zwingend - oder man glaubt nicht an den Dreieinen Gott und das Heilswerk Jesu Christi. Ein "Dazwischen" oder "Kompromiß" gibt es hier nicht. Wer von den Religionen Menschenrechte erwartet täuscht sich, zuerst ist das Recht Gottes da, dann der Menschen.
Der Zölibat ist ein Gesetz, das nächst dem Dogma ("proxima fide") ist und somit Teil der übernatürlichen Ordnung in der Kirche. Das kann man ablehnen, dann ist man eben nicht mehr Teil der Kirche und sollte über das weitere in der Kirche schweigen und sich ständig einmischen. 300 Jahre Einmischung von außen genügen!

re ickedette

"13. Januar 2020 um 12:33 von karwandler

"
re ickedette
"Man kann auch freiwillig gegen die Menschenrechte verstoßen"

Nein, kann man nicht. Dürfte man nicht freiwillig seiner Rechte entsagen wäre das Zwang.
"
Ich dachte an Vorfälle wie Selbstverstümmelung und Selbsttötung. Das sind auch Verstöße gegen das Menschenrecht und sehr freiwillig."

Sie wollen es nicht verstehen.

Selbstverständlich darf man mit dem eigenen Körper anstellen, was man will. Wollen Sie einen Menschenrechtsverstoß feststellen, wenn einer sich ein Piercing stechen oder einen Zahn ziehen lässt?

Wenn das Schule macht...

... dass der alte Amtsinhaber, der aus freien Stücken hingeschmissen hat, sich doch noch einzubringen versucht, können wir uns ja demnächst auf die unqualifizierten, aber lauten Sprüche über unsere Regierung von Herrn Lindner freuen... lieber Herr Ratzinger, Sie haben das Amt aufgegeben, dazu hat Sie niemand gezwungen. Nicht, dass ich Ihre damalige Entscheidung nicht mit Freuden begrüßt hätte, aber nun seien Sie auch still, ja? Es ist nicht Ihr Job, und von dem Spiel, das Sie Ihren Kollegen Priestern zu verwehren wünschen, verstehen Sie auch nichts.

Och glaube zwar nicht an Ihren Herrgott, aber ich glaube sehr wohl, dass der die Menschen mit iegendeiner Intention mit einem Sexualtrieb ausgestattet hat, wenn er denn hat. Dass dieser sich Ihnen nicht erschließt, ist kein Grund, es anderen zu vermiesen.

Willkommen im Mittelalter !

Es ist schon traurig und bedenklich, dass jedes Fünkchen Hoffnung auf eine moderne katholische Kirche sofort wieder im Keim erstickt wird.So wird es noch mehr Kirchenaustritte geben und ich fange an, das gut zu finden.
Beim Zölibat handelt es sich in erster Linie um Erbrecht,
alle anderen Argumente sind sehr durchsichtig und nicht mehr zeitgemäß !

11:31 von envinyatar

>>Wie soll das mit der katholischen Grundsatzlehre zusammen passen?<<

Ohh, das passt genau so gut in die Grundsatzlehre wie das Weihen von Kriegswaffen.

...Benedikt pocht auf Zölibat...

Der verkrustete Benedikt sollte das Pochen lassen, er ist abgetreten und hatte er nicht ein Gelübte abgelegt?
Der Einfachheit halber sollte die Katholische Kirche nur noch Kastraten zu Priestern machen, dann würde sich das mit dem Begehr nach Frauen wie Knaben erledigen, dass mit dem Nachwuchs für die Knabenchöre ebenfalls, nicht jeder der sich berufen fühlt kann ja auch Priester werden und alles wäre besser.

Ratziunger hat vermutlich Recht.

Auch wenn ich selbst Atheist bin - wenn auch ein kirchenfreundlicher - denke ich, dass Ratzinger mit seiner Position Recht hat. Das katholische Amtsverständnis ist kaum vereinbar mit einer "normalen" Existenz als Familienvater und Ehemann. Insbesondere ist ja der geweihte Kleriker ein Extremfall dafür, dass wir alle letztlich nur auf Gott ausgerichtet sind. Der Priester ist das eben auf besonders deutliche und intensive Weise und verzichtet schon zu Lebzeiten auf diejenigen Aspekte des irdischen "Lebens im Pilgerstand" (also auf dem Weg zu Gott, auf dem wir für den katholischen Glauben alle sind), die andere dann mit ihrem Tod aufgeben - weil nach der Auferstehung Ehe- und Familienzugehörigkeiten keine Rolle mehr spielen und alle nur noch auf Gott bezogen sind.
Ob das so im Neuen Testament steht, ist letztlich irrelevant; denn das Wenigste von dem, was den Kern katholischen Glaubens ausmacht, steht in der Bibel. Es ist Resultat von 2000 Jahren theologischem Nachdenken.

Warum bin ich noch mal...

aus der Kirche ausgetreten?
Ah, jetzt fällt es mir wieder ein.

Alte Männer....

Alte Männer mit noch ältere Weltanschauung... Außerdem glaube ich nicht, das ein so grosser und allmächtige Gott, überhaupt einen stellvertreter braucht...

re botschafter sarek

" Und der Priesterberuf, besser: die Priesterberufung, ist eine Vollzeitaufgabe - 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche."

Dann begründen Sie mal, warum ein evangelischer Pfarrer weniger "berufen" ist.

Si tacuisses

Benedikts Einlassung schadet der Einheit der Kirche mehr als sie nützt. Sie vertieft Gräben und verschärft die Lagerbildung. Außerdem widerspricht es der Unterordnung, die er dem amtierenden Papst versprochen hat. Angesichts seines theologischen Schwergewichts und seiner teils übereifrigen Anhängerschar - was ihm selbst durchaus bewusst sein sollte - grenzt sein Verhalten schon fast an mutwilliger Unruhestiftung.

Hätte er es doch lieber gehalten wie der emeritierte Bischof Kamphaus von Limburg, der sich in dem großen Skandal um seinen Nachfolger Tebarz van Elst (meines Wissens) nie oeffentlich eingemischt hat.

Si tacuisses, Benedikt.

re christoph rhein

"Wer nicht das Werk von Benedikt XVI und Robert Kardinal Sarah gelesen hat, sollte sich zurückhalten. Die theologisch fundierte Begründung des Zölibats ist für jeden logisch denkenden Menschen zwingend - oder man glaubt nicht an den Dreieinen Gott und das Heilswerk Jesu Christi."

Das ist aber ein ganz schöner Hammer, wie Sie hier allen christlichen Fraktionen außer der katholischen den Glauben "an den Dreieinen Gott und das Heilswerk Jesu Christi" rundweg absprechen.

Da kann man ja froh sein, dass Ketzer nicht mehr verbrannt werden dürfen ...

13:35 @ Sausevind

"Sie sollten wissen - falls Sie kritikfähig sind -, dass die Jesus-Erzählungen Legenden sind."

Die katholische Kirche, um die es geht, sieht das anders:

"Unsere heilige Mutter, die Kirche, hat entschieden und unentwegt daran festgehalten und hält daran fest, daß die vier genannten Evangelien, deren Geschichtlichkeit sie ohne Bedenken bejaht, zuverlässig überliefern..."

Über das Alte Testament: "Obgleich diese Bücher auch Unvollkommenes und Zeitbedingtes enthalten, zeigen sie doch eine wahre göttliche Erziehungskunst"

Auch:
"Da also alles, was die inspirierten Verfasser oder Hagiographen aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt zu gelten hat, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, daß sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte".
[Dei Verbum, Vatikan.va]

Was ' intolerant' sein soll, wenn solche Kirchen-Haltung mit Toleranz in Demokratie verglichen wird ist mir ein Rätsel.

re derdickewisser

"Ob das so im Neuen Testament steht, ist letztlich irrelevant; denn das Wenigste von dem, was den Kern katholischen Glaubens ausmacht, steht in der Bibel. Es ist Resultat von 2000 Jahren theologischem Nachdenken."

Und für dieses Resultat musste man 1000 Jahre nachdenken? Die sind aber gründlich, die Katholiken.

Am 13. Januar 2020 um 15:59 von BotschafterSarek

"Wenn der Priester rund um die Uhr für seine Gemeinde verfügbar sein soll, und das ist in der katholischen Kirche momentan so, dann hat er eigentlich nicht die Zeit für eine Familie, die ja ebenfalls viel Zeit erfordert, wenn man nicht die ganze Familienarbeit der Ehefrau aufbürden will."

Da ist was dran.

Es könnte aber auch so heißen.

Wenn die Bundeskanzlerin rund um die Uhr für ihr Deutschland verfügbar sein soll, und das ist in Deutschland momentan so, dann hat sie eigentlich nicht die Zeit für eine Familie, die ja ebenfalls viel Zeit erfordert, wenn man nicht die ganze Familienarbeit dem Ehemann aufbürden will.

„Franziskus hatte Mitgefühl mit den Gläubigen in der Region geäußert. Zwar gilt er seit langem als Verfechter des Zölibats, betont aber zugleich, dass es sich

um eine Tradition handele, kein Dogma.

Daher könne sie sich ändern.“

Also alles gut.

Es gilt die alte Regel: „ Wer nicht mit der Zeit geht,
geht mit der Zeit!
(bzw. wird gegangen)

Sex in der katholischen Kirche - da hätte er ja umsonst...

Aus Sicht von Ratzinger wäre das eine unschöne Entwicklung. Er hat ja Zeit Lebens darauf verzichten müssen.

Da kann man das anderen natürlich jetzt nicht erlauben.

;-)

Benedikt hätte nicht abdanken

Benedikt hätte nicht abdanken sollen, dann wäre der katholischen Kirche Franziskus erspart geblieben.

@ 16:02 Christoph Rhein

Nun mal halblang... Das Zölibat gehört bestenfalls (bzw. schlechtestenfalls...) zur Tradition der Kath. Kirche, die man selbstverständlich ändern kann, wenn es sinnvoll oder gar notwendig ist. Theologisch argumentiert: Das Recht einer Gemeinde auf Eucharistiefeier ist höher anzusiedeln als der Pflichtzölibat. Mit einer "übernatürlichen Ordnung" hat das rein hat nichts zu tun, was allein ein Blick in die Kirchengeschichte zeigt. Auch Ihre verqueren Einlassungen zu den Menschenrechten sind sowohl einerseits historisch wie auch andererseits theologisch nicht haltbar: Die allgemeinen Menschenrechte haben viele Wurzelncu denen auch das christliche Menschenbild gehört.

@ Christoph Rhein um 16.02 Uhr - Zölibat in der Bibel

"Die theologisch fundierte Begründung des Zölibats ist für jeden logisch denkenden Menschen zwingend - oder man glaubt nicht an den Dreieinen Gott und das Heilswerk Jesu Christi."

Erstaunlich ist daran allerdings, dass ein Zölibat in der Bibel weder erwähnt noch gefordert wird. Im Gegenteil, Jesus hat die Verbindung von Mann und Frau als ganz natürlich bezeichnet. Und auch im Alten Testament war den jüdischen Priestern die Heirat ausdrücklich erlaubt.

Ich halte mich lieber an das authetische Wort Gottes als an irgendwelche theologisch-philosophische Schwurbeleien. Davor wird in der Bibel nämlich ausdrücklich gewarnt.....

Auch Ihre Entweder-Oder-Argumentation ist logisch nicht halt- oder nachvollziehbar noch durch die Bibel gedeckt.

16:32 von karwandler

Und für dieses Resultat musste man 1000 Jahre nachdenken? Die sind aber gründlich, die Katholiken.
.
auch wenn es aktuell im Islam gelegentlich anders gesehen wird
ne Religion ändert sich über die "Jahrtausende"

13. Januar 2020 um 16:04 von karwandler

"
Sie wollen es nicht verstehen.

Selbstverständlich darf man mit dem eigenen Körper anstellen, was man will. Wollen Sie einen Menschenrechtsverstoß feststellen, wenn einer sich ein Piercing stechen oder einen Zahn ziehen lässt?
"

Und sie wollen nicht verstehen, dass es trotzdem Verstöße sind. Es sind Verstöße mit Einwilligung des Betroffenen und so weniger verfolgungswürdig.
Ein Zahn wird zur Förderung der körperlichen Gesundheit gezogen, da man weiß, dass ohne ihn auf Krankheiten verzichtet wird. Das ist eine Abwägung.
Ein Piercing stellt grundsätzlich keine Bedrohung für die körperliche Unversehrtheit dar, weil die meisten Einstiche auch wieder verheilen können.
Man könnte sich jetzt an vielen Beispielen abarbeiten.
Die Menschenrechte sind noch nicht so alt und bergen viele Schwierigkeiten. Zum Beispiel können Menschen, die ihre eigenes Leben oder das von anderen bedrohen zum Schutz mit Freiheitsentzug belegt werden.

Wahnsinn

wie sehr sich hier Leute denen Gott vollkommen egal ist
sich so für die Rechte der unterdrückten Katholiken einsetzen

Back to the roots

Wenn ein Mensch sich ganz in den Dienst Gottes stellen und dabei auch auf die Ehe verzichten will, ist das ideal für das Amt.

Im 1.Kor. 7,7 schreibt Paulus „ich wünschte, dass ihr alle wärt wie ich...“
Er betont aber auch, dass dies eine besondere Gabe ist. Der eine hat sie, der andere nicht.

Daher schreibt er 2 Verse weiter (1.Kor. 7,9): „Können sie sich aber nicht enthalten, so sollen sie heiraten; denn heiraten ist besser, als in Glut geraten“ (Schlachterübersetzung).

Papst Benedikt hat insofern recht, dass der ideale Diener Gottes auf die Ehe verzichtet, WENN ER ES KANN.
Diesen Anspruch auf jeden Priester auszudehnen führt aber zur Unzucht (1.Kor. 7,1+2): „Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es ja gut für den Menschen, kein Weib zu berühren; um aber Unzucht zu vermeiden, habe ein jeglicher seine eigene Frau und eine jegliche ihren eigenen Mann.“
Und das ist es, was der Kirche aktuell Probleme macht.

@karwandler, 13.22h

Es hat auch niemand von Kirchenbesitz geredet, sondern vom Besitz der Priester.
Da ist und war schon einiges zusammengekommen.
Das will die Kirche haben.
Nicht das, was ihr ohnehin schon gehört.

Verlasst die katholische Kirche

Es ist doch ganz einfach, im Endeffekt wird sich nie etwas ändern, solange die kirchensteuerzahlenden Schafe den ganzen Unsinn mitmachen. Ich habe kein Mitleid und kann die ständige Meckerei nicht nachvollziehen. Wem das unmögliche Verhalten der Kirchenobrigen und die versteinerten Regeln nicht passen, der soll doch bitte austreten. Wenn Das Millionen Kirchenmitglieder tun, wird der reaktionären Katholischen Kirche irgendwann nichts anderes übrig bleiben, als endlich mal nachzudenken und im dritten Jahrtausend anzukommen. Und Benedikt hat sich einfach zurückzuhalten und wie versprochen den Mund zu halten.

@ datten um 11.36 - Nun lasst doch die Katholiken machen!

"Es ist für die Welt völlig egal, was Priester machen oder auch nicht"

So einfach ist es nicht - als Christ hat man auch eine Verantwortung dafür, anderen Menschen das Heil zu bringen. Und wenn die Lehre der Bibel verfälscht wird und damit Menschen von Gott und Jesus entfernt werden, so ist dies mehr als tragisch und sollte auch so benannt werden, damit niemand Schaden nimmt oder gar sein Seelenheil verliert.

Das ist eine Verantwortung, die nicht übersehen oder mit "lasst die mal machen" abgetan werden sollte.

re klausewitz

"Benedikt hätte nicht abdanken sollen, dann wäre der katholischen Kirche Franziskus erspart geblieben."

Und der Priestermangel wäre auch weniger dramatisch, weil gar nicht mehr so viele gebraucht werden.

@15:58 von rossundreiter


"Es gibt also kein bedeutendes Hindernis sich vom Zölibat zu verabschieden."
Das hat auch keiner behauptet. Es gibt aber auch keinen Grund, es zu tun.

Es gibt jede Menge Gründe, es zu tun.

Es beginnt damit, dass der Zölibat nicht biblisch ist;
geht über die Frage, wie Kirche sich der Lebenswirklichkeit der Menschen annimmt;
und endet mit der Feststellung, dass es ein massives Strukturproblem in der katholischen Kirche gibt, das sich unter anderem in den Missbrauchsfällen auswirkt und das mit dem Zölibat mindestens mal zusammenhängt.

@kba, 13.33h

Nein, das liegt völlig im Denken des Herrn Ratzinger.
Er hat ja auch der evangelischen Kirche abgesprochen, eine "richtige" Kirche zu sein.

@16:16 von derdickewisser

Ob das so im Neuen Testament steht, ist letztlich irrelevant

Für Joseph Ratzinger vielleicht. Viele Katholiken sehen das anders.

re ickedette

"Sie wollen es nicht verstehen.

Selbstverständlich darf man mit dem eigenen Körper anstellen, was man will. Wollen Sie einen Menschenrechtsverstoß feststellen, wenn einer sich ein Piercing stechen oder einen Zahn ziehen lässt?
"

Und sie wollen nicht verstehen, dass es trotzdem Verstöße sind. Es sind Verstöße mit Einwilligung des Betroffenen und so weniger verfolgungswürdig."

Sie sind nicht WENIGER verfolgungswürdig, sondern GAR NICHT.

Aber noch mehr Zeit will ich daran nicht mehr verschwenden.

11:13 von und-nachts-da-ruft

Nachdem Benedikt schon den Missbrauch durch Kirchenmitarbeiter versucht hat kleinzureden,
,
sollte ihnem nicht bekannt sein
der Mißbrauch ist bei den Protestanten gleich hoch
und in Sportvereinen doppelt so hoch
und "kleinreden" sagt ihnen der Begriff Korpsgeist was

Menschenrechte

@ Christoph Rein
"Wer von den Religionen Menschenrechte erwartet täuscht sich, zuerst ist das Recht Gottes da, dann der Menschen"
Wohin das führt hat man ja mit dem zigfachen Missbrauch von Kindern gesehen. Eine widerliche und absurde Meinung die Sie hier äußern.
Man sollte mal nicht vergessen, von wem die Schriften aus denen hier ständig zitiert wird stammen. Von Menschen und nicht einem obskuren Wesen.
Damit sind Ihre restlichen Äußerungen auch entzaubert.
Nix übernatürliche Ordnung sondern profane Erfindungen von Menschen.

Jeder hat das Recht seine eigene freie Meinung zu sagen

Eigentlich sollte man annehmen dass das unter Journalisten und Leuten die hier schreiben völlig und total und so was von 150% unbestritten ist. Nur einer nämlich Seinen Heiligkeit Papst Benedikt 16 soll dieses Recht nicht haben. Das kann es ja nicht sein!

re dervaihinger

"@karwandler, 13.22h

Es hat auch niemand von Kirchenbesitz geredet, sondern vom Besitz der Priester.
Da ist und war schon einiges zusammengekommen.
Das will die Kirche haben.
Nicht das, was ihr ohnehin schon gehört."

Au weia.
Selbstverständlich kann ein Priester Privatbesitz haben, schließlich kriegt er Gehalt, von dem er sich was anschaffen kann. Er kann auch selbst schon geerbt haben. Und selbstverständlich kann er das vererben. Wenn nicht an Kinder, dann an Onkel, Tante, Nichten, Neffen, oder das städtische Tierheim.

Da nützt der Kirche der Zölibat überhaupt nichts.

@ karwandler um 11.53 - Freiwillige Entscheidung

"Das ist natürlich Unfug. Es ist eine freiwillige Entscheidung von erwachsenen Männern."

Die Wenigsten, die katholische Priester werden wollen, sind wirklich erwachsen - meistens sind das Abiturienten, die Halt suchen, sehr gläubig-katholisch aufgewachsen sind und/oder andere (vermeintlich) pers. Gründe dafür haben.

Ich habe in einem kath. Priesterseminar als Gaststudent gewohnt, und viele meiner Mitbewohner waren geistig-seelisch weder erwachsen noch reif, solch eine weitreichende Entscheidung souverän und unter Abschätzung aller lebenslangen Folgen zu treffen. So mancher hat seine Entscheidung nicht durchgezogen, sondern ist wieder ausgeschieden, teils kurz vor dem Ende.

Bei einigen hatte ich auch stark den Eindruck, sie wollten sich in diesem vermeintlich sicheren Hafen vor persönlichen als auch den Problemen der Welt verkriechen bzw. erhofften sich dadurch Linderung.

@16:45 von Kirche _muss_ni...

. Ich habe kein Mitleid und kann die ständige Meckerei nicht nachvollziehen. Wem das unmögliche Verhalten der Kirchenobrigen und die versteinerten Regeln nicht passen, der soll doch bitte austreten.

Anderesrum wird ein Schuh daraus. Wer ausgetreten ist, der kann sich einfach aus der Diskussion heraushalten, die geht ihn kaum etwas an.

Wer sich aber als Teil der Kirche fühlt, dem wird es überhaupt nicht egal sein, wie sich ihr Selbstverständnis entwickelt. Für den oder die ist die Frage nach dem Zölibat eine ganz entscheidende. Und natürlich will man versuchen, die Zukunft mitzugestalten.

Man wandert ja auch nicht sofort aus Deutschland aus, bloß weil einem die Regierung nicht gefällt.

16:43 von IckeDette

Zum Beispiel können Menschen, die ihre eigenes Leben ...... bedrohen zum Schutz mit Freiheitsentzug belegt werden.
.
also zu ihrem "Glück" zwingen ?
also wer zu dick ist oder keinen Sport treibt
5 Jahre Haft

16:48 von FreierGeist

als Christ hat man auch eine Verantwortung dafür, anderen Menschen das Heil zu bringen
.
also das Zeugen Jehovas gelegentlich klingeln oder Neuapostolische
bei Katholiken hab ich noch nicht erlebt
... vielleicht im Mittelalter

Priestermangel

Der eremetierte Papst ist der Meinung, dass verheiratet Priester sich nicht umfänglich ihrer Arbeit widmen können. Das ist ein Afro gegenüber den Millionen Frauen und Männern, die täglich arbeiten und noch Familie haben. Können diese Menschen sich auch nicht voll ihrer Arbeit widmen. Wohl schon, sonst würden Sie sich nämlich im Jobcenter wieder finden. Warum durften Priester bis zum Mittelalter heiraten. Da hat die Kirche erkannt, welches finanzielle Potenzial ihr entgeht und das Ruder herum gerissen. Amen

Dunkelstes Mittelalter

Und da verlangt man ständig, dass sich andere Religionen "reformieren" sollten. Wie wäre es wenn Katholische Kirche mal den Anfang macht. Die haben noch Regeln aus dem tiefsten Mittelalter. Wann wurde nochmal die Verdammung Galilei's aufgehoben? Erst 350 Jahe später (!) durch Johannes Paul II. Da hat die Katholische Kirche zugeben müssen, dass sich die Erde doch um die Sonne dreht. Ich rechne deshalb nicht mit der Aufhebung des Zöllibats in den nächsten 300 Jahren.

RE 11:56 von karwandler >>re

RE 11:56 von karwandler
>>re sisyphos3
"die Ehe ist ein Sakrament
auch wenn viele es als Nostalgieveranstaltung mißbrauchen"

Die Ehe ist kein Sakrament, sofern man Sakramente exklusiv aus der Bibel ableitet.
Wenn die Katholen das nicht tun ...

<<<

Natürlich tut das die von Ihnen verächtlich als „die Katholen“ titulierte Konfession. Falls das Allgemeinwissen oder die Erinnerung an den Religionsunterricht nicht ausreicht, hätte ein kleiner Blick in die WP gereicht:
„[...] Auf dem Konzil von Trient (1545–1563) wurde über die Zahl der Sakramente verhandelt. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde in der Geschäftsordnung des Konzils der Sessio VII Dekret über die Sakramente die Siebenzahl der Sakramente – Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Weihe und Ehe – festgelegt. [...]“

16:32 von karwandler

re derdickewisser

"Ob das so im Neuen Testament steht, ist letztlich irrelevant; denn das Wenigste von dem, was den Kern katholischen Glaubens ausmacht, steht in der Bibel. Es ist Resultat von 2000 Jahren theologischem Nachdenken."

Und für dieses Resultat musste man 1000 Jahre nachdenken? Die sind aber gründlich, die Katholiken.
////
*
*
Gründlicher als Die, welche seit dem 19. Jahrhundert einer noch nirgenwo auf der Welt funktionierenden Idee nachlaufen.
*
Die .........

Ich hätte es besser gefunden wenn...

Ich hätte es besser gefunden wenn Ex-Papst Benedikt sich nicht geäußert hätte? So hat er sicherlich die künftige Argumentationsrichtung der Kirche vorweggenommen denn Papst Franziskus wird ihm sicherlich nicht widersprechen wollen?

Alte Männer

Alte und verkrustete Männer sollten sich aus jeglichen gesellschaftlichen, politischen und religiösen Ämtern freiwillig zurückziehen und meinetwegen, wenn Sie gefragt werden - und nur dann - Ihre Meinung dem Fragenden kundtun dürfen. In die heutige Welt gehören weltoffene und vorausschauende Männer/Frauen, die die Geschicke lenken sollten, keine ewig Gestrigen. Meine Meinung.

Was konnte man denn erwarten

von einem Mann, der jahrelang Vorsitzer der Inquisition war (die man jetzt Glaubenskongregation nennt)? Sein größtes Verdienst war sein vorzeitiger Rücktritt, und das verwässert er jetzt, indem er sich entgegen seinem Versprechen wieder einmischt.

Warum fällt mir

nur sofort “Ratzinger will Jesus werden” von Wiglaf Droste ein?
Mein Verständnis ist ein völlig anderes, während ein Mönch oder eine Nonne sein Leben in der Hauptsache Gott verschreibt, ist der Priester in erster Linie für seine Gemeinde da. Ich wüsste keinen Grund, warum er deswegen auf Familie verzichten sollte, ganz im Gegenteil, er würde in vielen Dingen wahrscheinlich empathischer sein, weil er die Sorgen und Nöte der ihm anvertrauten Gläubigen besser nachvollziehen könnte.
Generell hoffe ich, dass Franziskus uns noch lange erhalten bleibt, obwohl ich nicht katholisch bin.

Priestermangel

Da ist etwas dran. Die Abschaffung des Zölibat wäre reaktionär, denn sie würde dazu führen, dass tausende von Frauen weiter in einer Institution verblieben, die sie doch unterdrückt.

@Deeskalator

"Ganz generell ist es auch in Zeiten des Priestermangels eben auch wegen dem Verbot von sexuellem Kontakt (immerhin einer unser am tiefsten verwurzelten Triebe) total rückständig." Am 13. Januar 2020 um 10:56 von Deeskalator

Triebe zu kontrollieren ist nicht rückständig, sondern ein Zeichen der Zivilisation.

Es gibt mehr, als nur den Sexualtrieb.
Und den nicht zu kontrollieren würde bedeuten, dass Vergewaltigung in Ordnung sei.

Die meisten Menschen haben deshalb kein Sex, weil sie keinen Partner finden, nicht weil sie Prister sind. Es gibt Menschen, die das Leben lang niemanden finden. Und Menschen, die über 20 Jahre zusammen sind und 3 Kinder haben - da ist der Unterschied zum Zölibat auch nicht groß. ;-)

@16:57 von Karlmaria

Jeder hat das Recht seine eigene freie Meinung zu sagen...
Nur einer nämlich Seinen Heiligkeit Papst Benedikt 16 soll dieses Recht nicht haben. Das kann es ja nicht sein!

Klar hat auch Papst Benedikt dieses Recht.

Ob es (als emeritierter Papst) unbedingt klug ist, es auszuüben, ist eine andere Frage.

Und die Journalisten und die Leute, die hier schreiben, haben natürlich auch jedes Recht zu sagen, dass sie anderer Meinung sind.

@16:35 klausewitz

Es steht Ihnen frei, sich gegen Franziskus zu stellen und eine eigene weltabgewandte sexualfeindliche autoritäre Männerkirche zu gründen oder sich den sektenhaften Gruppierungen, die es in dieser Richtung schon gibt, anzuschließen. Die allermeisten bodenständigen kritischen spirituellen Gläubigen werden Ihnen kaum eine Träne nachweinen.

13. Januar 2020 um 17:06 von Sisyphos3

"
16:43 von IckeDette
Zum Beispiel können Menschen, die ihre eigenes Leben ...... bedrohen zum Schutz mit Freiheitsentzug belegt werden.
.
also zu ihrem "Glück" zwingen ?
also wer zu dick ist oder keinen Sport treibt
5 Jahre Haft
"
Nein. Haft ist Schutz aus Zwang und dort wird mit den Leuten gearbeitet. Extreme Gesellschaften könnten allerdings trotzdem auf so eine Idee kommen.
Das geht zu sehr Off-topic und daher werde ich hier heute aussteigen.
Der Bogen zum Zölibat ist kaum noch gegeben.

1000 Jahre sind genug!

Aber immer hin kann Benedikt noch als negatives Beispiel für den patriarchalischen Machterhalt der katholischen Kirche dienen.

Liebe deinen Nächsten, solange es keine Frau ist oder dir widerspricht...

re freiergeist

"@ karwandler um 11.53 - Freiwillige Entscheidung

"Das ist natürlich Unfug. Es ist eine freiwillige Entscheidung von erwachsenen Männern."

Die Wenigsten, die katholische Priester werden wollen, sind wirklich erwachsen - meistens sind das Abiturienten, die Halt suchen, sehr gläubig-katholisch aufgewachsen sind und/oder andere (vermeintlich) pers. Gründe dafür haben."

Auch wenn Sie das Gegenteil herbeireden wollen: Was volljährige Menschen im Besitz Ihrer geistigen Kräfte für sich entscheiden, das gilt.

Und bis zur Priesterweihe sind die tief in ihren Zwanzigern oder noch älter.

re andee

"Die Ehe ist kein Sakrament, sofern man Sakramente exklusiv aus der Bibel ableitet.
Wenn die Katholen das nicht tun ...

<<<

Natürlich tut das die von Ihnen verächtlich als „die Katholen“ titulierte Konfession. Falls das Allgemeinwissen oder die Erinnerung an den Religionsunterricht nicht ausreicht, hätte ein kleiner Blick in die WP gereicht:
„[...] Auf dem Konzil von Trient (1545–1563) wurde über die Zahl der Sakramente verhandelt. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde in der Geschäftsordnung des Konzils der Sessio VII Dekret über die Sakramente die Siebenzahl der Sakramente – Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Weihe und Ehe – festgelegt. [...]“"

Ich will ja nicht schnippisch klingen, aber was haben Sie an "Sakramente aus der Bibel ableiten" nicht verstanden, dass Sie dagegen Konzilsakten anführen?

Gemeinsam mit Kardinal Sarah verfasstes Buch

Das sind doch auch Worte von Kardinal Sarah. Aber der afrikanische Kardinal Sarah ist vielleicht wenig bekannt. Das ist ein guter Trick den sich Seine Heiligkeit Papst Benedikt 16 da einfallen lassen hat.
Ich muss da schmunzeln. Denn ich bin auch sehr für den Zölibat.
Nun ist es ja so dass das mit der Ehelosigkeit eben die einen verstehen und die anderen nicht.
Da kommen dann persönlich Zeugnisse ins Spiel. Menschen die sagen dass sie froh sind zölibatär zu leben und dass der Zölibat ganz toll ist. Bei mir ist das so!

Scheinheilig ff

um 16:45 von Kirche _muss_ni...
"Verlasst die katholische Kirche"

Glauben Sie, das hilft auch nur einem vergewaltigten Kind? Jetzt, in der Zukunft oder in der Aufarbeitung?

Den Zölibat ohne konkrete Verknüpfung mit x-fachen Missbrauch und Gewalt an Kindern zu diskutieren, so wie es weitgehend hier im Forum passiert, führt auch nur wieder in die dunklen Katakomben, wo sich der Klerus vom alten Schlage sicher fühlt vor dem, was der gesunde Mensch eine Veränderung nennt. Es ist abermals eine Zumutung für die Opfer derer, welche unter der Fürsorge höherer Instanzen der Kirche keine oder wenig Konsequenzen für ihre Kapitalverbrechen fürchten müssen, daß der Zölibat hier wieder als ein gottgewolltes Institut für den Enthalt des Fleisches vergoldet wird, obwohl es, tausendfach belegt, nicht funktioniert und niemals funktioniert hat. Außer im 'Schleich Fernsehen' kann ich mir das scheinheilige Getue des Herrn Ratzinger nicht mehr antun.

Ist schon komisch,...

...dass die Nummer mit dem Nicht-Zölibat bei der evangelischen Kirche seit 500 Jahren funktioniert. Und dass die Protestanten trotz weiblicher Pfarrerinnen nicht untergegangen sind.

Da möchte man dem Herrn Ratzinger (vormals Benedikt Nummer 16) doch zurufen: Si tacuisses philosophus mansisses! (Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben.) So bleibt nur ein offensichtlich verbitterter Ex-Papst mit einer Weltsicht wie von vor 2.000 Jahren.

Austreten und fertig !

Morgen wird aus der katholischen Kirche ausgetreten.
Mit meinen Kirchensteuern finanziere ich keinen Kindesmissbrauch und keine Frauenunterdrückung mehr.
Für mich eine moralische Erleichterung !

17:15 von Boris.1945

«Gründlicher als Die, welche seit dem 19. Jahrhundert einer noch nirgenwo auf der Welt funktionierenden Idee nachlaufen.
*
Die .........»

… Anhänger der Plansprache Esperanto, die 1887 ins Leben gerufen wurde. Damit Verständigung auch unter Muttersprachlern verschiedener Sprachen einfacher werde.

Hat sich nicht durchgesetzt. Sind bis heute nur ca. 10.000 Sprecher weltweit.
Waren nicht die mit … isten … am Ende. Die nicht …

am 13. Januar 2020 um 11:48 von WolfgangS-H

Ich wusste gar nicht, dass Papst Franziskus erst kürzlich in die Kirche eingetreten ist und dann "gleich etwas ändern will".
Die angestrebten Reformen gehen doch langsam genug ! Ich bin ja eher konservativ, aber Weihe von Frauen oder Priesterehe habe ich schon in meiner Jugend diskutiert, das sind 1 1/2 Generationen. Da mag ich nicht mehr von "Mode" sprechen.
Im übrigen wollte sich Papst Franziskus zu dem Thema äussern. Nirgendwo steht geschrieben, dass er das radikalerweise zum möchte. Aber seine Meinung wird man schon noch diskutieren dürfen, und spätestens der nächste Papst kann eine andere äussern. Ich bin froher Hoffnung !

16:45 von Sisyphos3

«Wahnsinn … wie sehr sich hier Leute denen Gott vollkommen egal ist
sich so für die Rechte der unterdrückten Katholiken einsetzen»

Man kann sich auch für den Schutz der Elefanten einsetzen,
wenn man selbst kein Elefant ist …

@ Athi, um 13:04

Sterilisation?!

Ja klar, Probleme lassen sich auf vielerlei Weisen lösen.
Sagte sich der pleitegegangene Händler und überfiel seine Bank. :-)

13:01 von Orestie

«Es geht doch nur ums Erbrecht (Geld)
Wenn ein Priester heiratet und Kinder hat, dann sind sie erbberechtigt.
Das möchte die Katholische Kirche verhindern. Sie sieht ihre Pfründe schwinden. Die Katholische Kirche ist deshalb so reich. Und deshalb wurde das Zölibat auch nur eingerichtet.»

"In früheren Zeiten" erhielten die Priester der Röm.-Kathol. Kirche ihre Pfarreien ja auch noch "als Mitgift" der Kirche. Waren sie dann die Eigentümer.

Auf dass sie sesshaft werden, predigen mögen, die Mitgift pflegten, Nutzen mehrten. Staatlich-gesetzliche Testamentsregeln waren noch keine. Verstarb der Priester. Fiel die Mitgift zurück an die Kirche. Bereit für Priester ( x + 1). "Perpetuum Mobile ad Perpetuitam" …

Diese Art von Ewigkeit ist aber auch in der RK Kirche längst vorbei.
Pfarreien werden nicht mehr als Mitgift vergeben.
Testamente, die wen anders als die Kirche als Erben einsetzen, können längst auch Priester machen.

"Verquaste Sexualmoral" will Zöllibat weiter bestehen sehen …

am 13. Januar 2020 um 13:04 von Athi

Das Problem des "Weitervererbens von Kirchenpründen" könnte eventuell auch dadurch gelöst werden, dass die - verheirateten - Priester die ihnen von der Kirche überlassenen Gotteshäuser, Kindergarteneinrichtungen, Diakoniefahrzeuge, Kirchenschätze, goldenen Zeremoniengefäße undsoweiter nicht an ihre Kinder vererben dürfen. Von ihrem Gehalt erworbene Bücher, Waschmaschinen und Autoreifen schon. Sterilisation m.E. in diesem Sinne überflüssig.

re rossundreiter

"@feo, 13:53

"Es gibt also kein bedeutendes Hindernis sich vom Zölibat zu verabschieden."

Das hat auch keiner behauptet. Es gibt aber auch keinen Grund, es zu tun."

Keinen Grund?
Warum wird dann, und vor allem von Katholiken, über den Zölibat diskutiert und gestritten?
Die müssen ja doch einen Grund sehen. Könnten Sie bestimmt auch, wenn Sie sich nicht die Augen zuhalten.

am 13. Januar 2020 um 13:19 von Marcus2

Ihr Beitrag ist unsachlich. Er unterstellt etwas ohne es zu beweisen.
Es gibt durchaus Menschen, die sich für ein eheloses Leben entscheiden, aus verschiedenen Gründen, und das sollen sie auch dürfen. Und nebenbei - auch wenn es Ihren Kommentar nicht betrifft - dabei nicht mehr oder weniger pädophil werden als andere MitbürgerInnen.
Ich denke, Papst Benedikt emer. meint es aus seiner Sicht so wie er es eben sagt, und nicht auch Trotz oder Ärger über verpasste Lebensentwürfe. Das steht im zu, auch wenn ich gar nicht seiner Meinung bin. Die Einmischung an sich finde ich allerdings etwas geschmacklos.

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