Ihre Meinung zu: Diskussion um Organspende: "Das muss schon Spende bleiben"

12. Januar 2020 - 20:13 Uhr

Kurz vor der Bundestagsabstimmung über die umstrittene Widerspruchslösung bei Organspenden erscheint der Ausgang völlig offen. Ex-Gesundheitsminister Gröhe begründete im Bericht aus Berlin seine Ablehnung.

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Kommentare

Das Selbstbestimmungsrecht geht vor

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das ist der erste Artikel des Grundgesetzes. Die Selbstbestimmung über den Körper gehört dazu - auch für nach dem Tod. Daher darf nur die positive Zustimmung gelten.

Ja, ich respektiere jede Entscheidung

gegen eine Organspende. Aus welchen Gründen auch immer - ethisch, religiös, Angst davor, dass die Ärzte einen früher sterben lassen. All das kann ich nachvollziehen, auch wenn es für mich nicht zutrifft.
Ich kann aber keinen Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht erkennen, wenn man aufgefordert wird, diese Entscheidung auch offen zu treffen und zu dokumentieren. Selbst wenn jemand unbedingt die "Freiheit" haben möchte, über den eigenen Tod nicht nachzudenken, welchen Nachteil hätte der denn von der Widerspruchslösung? Ein Kreuzchen machen, fertig. Wo ist das Problem?

Ich bin gespannt...

...ob der ehemalige Gesundheitslobbyist Spahn mit seinem Projekt durchkommt.

Ich vermute :
Nein
Denn was er will, ist eine Überrumplung der vielen, die nicht spenden wollen, aber zu faul sind, dies klar auszudrücken.

Und mit denen mag es sich kaum einer verderben - außer Spahn.

Sollte er doch durchkommen, würde ich mir ein sichereres Dokument meiner Ablehnung wünschen als diese alberne Plastikkarte, die mir die Versicherung vor Jahren schickte.

Ein klarer vermerk in einem digitalen Register plus einem sichtbaren Vermerk auf meiner versichertenkarte.

Das ist es, was ich im Fall der Fälle gerne hätte.

Denn den albernen Ausweis kann ein entsprechend geneigter Arzt schnell verschwinden lassen.... und mit der Ausweidung beginnen.

Worin liegt der tatsächliche Grund der fehlenden Spenden

Ich habe letztens einen Bericht gelesen, der angedeutet hat, welchem Aufwand es insbesondere für kleinere Kliniken bedeutet, einen Spender zu identifizieren und zu melden. Danach müssen mehrere Experten in Hirntod Diagnostik vor Ort sein oder extra anreisen und der Hirntod Patient belegt dadurch natürlich auch deutlich länger ein Bett, was möglicherweise sonst anders belegt werden könnte. Es stellt sich für mich nämlich die Frage ob die mangelnde Spendebereitschaft tatsächlich auf Seiten der Bevölkerung oder nicht doch auf Seiten der Kliniken liegt. Falls letzteres vorliegt, würde das Gesetz wohl kaum eine Auswirkung auf die Anzahl Spenden haben. Gibt es dazu Expertenmeinungen?

Das muss schon Spende

Richtig und einer Sende muss man selbst geben und nicht der wegnahme wiedersprechen.

Organspende

In fast allen europäischen Ländern gilt die Widerspruchslösung. Dies ist die einzige Möglichkeit, mehr Organe transplantieren zu können. Warum sollte dies nicht auch in einem modernen Staat wie Deutschland gelten. Es ist nicht vertretbar, aus dem Ausland Organe zu bekommen, in denen die Widerspruchslösung gilt, und selbst kaum Organe liefern zu können. Wer nicht spenden will, dürfte auch keine Organe bekommen.

Ja zur Organspende

Ich bin für die OrganSPENDE, aber nicht wie es Herr Spahn fordert, unterstützt von der Pharma-Industrie.
Es hat sich in der Vergangenheit zu oft gezeigt, was mit Spenden passiert.
Ist der Organhandel bereits vergessen?
Wenn genügend Organe vorhanden sind kommt mit Sicherheit wieder ein guter Handel in Schwung, der von den gleichen Akteuren betrieben wird.
PS: Ich bin eingetragener Spender mit komischem Gewissen.

"Ich wünsche mir, dass sich

"Ich wünsche mir, dass sich jeder Mensch mit dem Thema Organspende beschäftigt", sagte der CDU-Politiker, "aber wer das nicht tut, (...) der verliert nicht plötzlich sein Selbstbestimmungsrecht und wird gleichsam nach dem Tode zum Gemeineigentum, dessen Organe zur Verfügung gestellt werden können."

Meint der Mensch es Ernst? Wenn sich jemand zu Lebzeiten nicht damit beschaeftigt, dann muss es ihm egal sein. Wenn auch nur ein Menschenleben damit gerettet wird, dann waere die Regelung ein voller Erfolg. Es ist manchmal schwer zu verstehen, wie Menschen wie Herr Groehe soetwas von sich geben koennen. Vielleicht spielt hier auch wieder die Religion mit.

Solange ich die Reihenfolge der möglichen Empfänger

nicht festlegen kann, solange werde ich kein Organspender werden.

Ich weiß, dass manche Menschen diese Meinung nicht teilen und anders darüber denken.

Also ich wäre wohl eher fuer die Zustimmungslösung

Also so wie ich die Lösungsansätze lese, wäre ich - wenn ich Politikerin wäre und abstimmen duerfte - wohl eher fuer die erweiterte Zustimmungslösung sein.

https://www.tagesschau.de/inland/organspende-179.html

Zustimmungslösung

Bei der Zustimmungslösung können nur dann Organe und Gewebe entnommen werden, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten einer Organspende ausdrücklich zugestimmt hat.

Bei der erweiterten Zustimmungslösung können auch die Angehörigen stellvertretend für die verstorbene Person entscheiden, falls diese zu Lebzeiten keine Entscheidung dokumentiert hat. Falls es keinerlei Äußerungen des Patienten gibt, können die Angehörigen selbst entscheiden.

Denn ich sehe es auch irgendwo so, dass Menschen keine lebenden Ersatzteillager sind. Aber das muss jeder/jede fuer sich entscheiden, auch wenn es mehr Organe braucht.

Schon jetzt 75% Organspendewille?

Wenn jetzt schon bei 75% ein Spendewille vorliegt, aber es daran scheitert, dass es zu wenige Transplantationsbeauftragte gibt (so steht es im Artikel), könnte man dann nicht mehr Transplantationsbeauftragte einstellen anstatt eine Wiederspruchslösung einzuführen?

Wer nicht ausdrücklich nein sagt

sollte auch nicht selbstverständlich vergewaltigt werden können. Das betrifft nicht nur Körperöffnungen sonder auch ganze Organe. Im Übrigen ist es menschenverachtend wenn zu Lebzeiten Krankenkassen aus Kostengründen Hilfsmittel zur Lebensrettung/Erhaltung verweigern dürfen (BGH Urteil), aber im Tode frei über Organe verfügt werden kann.

Grösstmöglicher Eingriff

Egal wie man es dreht und wendet ist eine Organspende der grösstmögliche Eingriff in die körperliche Integrität. Dieser kann ohne eine Zustimmung des Betroffenen nicht verfügt werden, nicht nur aus rechtlichen Gründen, es bleibt eine höchstpersönliche Entscheidung. Auch die Reprozitätslösung ist diskutabel. Wer zu diesem freigiebigen Schritt bereit ist soll auch profitieren dürfen. Bei einer Widerspruchslösung befürchte werden Menschen ohne Lobby, Angehörige ganz schbell zum Ersatzteillager.

Selbstbestimmungsrecht

Das Selbstbestimmungsrecht muss erhalten bleiben. Niemand darf ohne Zustimmung des Betroffenen oder der Angehörigen Organe entnehmen. So muss es bleiben, wenn wir das Grundgesetz ernst nehmen und nicht am Ende alle zur Ware werden wollen. Es liegt meines Erachtens insbesondere am fehlenden Vertrauen zu den Ärzten, dass nicht mehr Menschen eine Spendererklärung ausfüllen. Mit Organen und Transplantationen ist eben viel Geld zu verdienen.

Ich bleibe bei meiner Entscheidung!

D. h.: Ich will keine fremden Organe und ich spende keine Organe!
.
Wenn mein Leben zu Ende ist will ich mit Würde sterben und nicht ausgeschlachtet werden wie ein altes Auto.

Klar!

Eine Zwangsentnahme (auch Organraub genannt) kann kaum eine Spende sein.

Wo das hinführt, kann man in Südamerika sehen. Da kommen arme Kinder wegen einer Infektion ins Krankenhaus und kommen ohne Augen wieder raus. Die hat ein reicher Patient gekauft. Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht. Leider...

Aber nicht, daß jetzt jemand denkt, die arme Familie hätte Geld dafür bekommen.

und herrlich vorher

das gespräch mit dem genossen mützenich. wie er vom iran träumte und den usa misstraute. aber unser kleiner minister will wohl hinmüssen, zum feind der regierung

„Am (...) soll der Bundestag über die sogenannte Widerspruchslösung bei Organspenden entscheiden. Dabei wird jeder zum Organspender, der nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widerspricht.
Das verstoße gegen das in der Verfassung verbriefte Selbstbestimmungrecht, kritisiert Ex-Gesundheitsminister Hermann Gröhe (...) "Ich wünsche mir, dass sich jeder Mensch mit dem Thema Organspende beschäftigt" (...) "aber wer das nicht tut, (...) der verliert nicht plötzlich sein Selbstbestimmungsrecht und wird gleichsam nach dem Tode zum Gemeineigentum, dessen Organe zur Verfügung gestellt werden können"
>>> Eine Organspende müsse eine Spende bleiben“

Dass alles, was für jemanden persönliche Konsequenzen nach sich zieht auch auf einer bewussten persönlichen Entscheidung beruhen muss, ist das Wesen des Selbstbestimmungsrechts. Allerdings ist es von niemandem, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist zuviel verlangt, die Nöte seiner Mitmenschen zur Kenntnis zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen.

Bei Widerspruchslösung möchte ich Mitspracherecht

Sollte die Widerspruchslösung kommen, was eine zweite gute Lösung wäre:

https://www.tagesschau.de/inland/organspende-179.html

Widerspruchslösung

Der Staat geht dabei davon aus, dass grundsätzlich jeder Bürger ein potenzieller Organspender ist - außer, er hat ausdrücklich widersprochen. Schweigen wird also als Zustimmung gewertet. Ein Nein zur Organspende kann etwa in einem Widerspruchsregister dokumentiert werden. Bei einer erweiterten oder doppelten Widerspruchslösung kommen auch die Angehörigen ins Spiel: Hat der Patient keine schriftliche Äußerung hinterlassen, werden sie befragt, wie der Betroffene zur Organspende stand. Anders als bei der Zustimmungsregelung haben sie selber allerdings kein Mitentscheidungsrecht.

dann fände ich es wichtig, dass Angehörige ein Mitspracherecht bekommen, wenn der Patient keine Äußerung hinterlassen hat. Denn immerhin geht es um engste Angehörige und da sollte ein Mitspracherecht selbstverständlich sein.

Und der war mal Gesundheitsminister...

Herr Grohe weiß genau, in welcher prekären Lage Leute sind, die auf ein Organ warten. In so einer herausragenden Position sind solche Äußerungen einfach unverantwortlich. Darüber, dass die Widerspruchslösung längst überfällig ist, herrscht in der Ärzteschaft weitgehende Einigkeit.

Mal ganz ehrlich: Wenn ich tot bin, ist mir doch wurscht, was mit meinen Organen passiert. Und die Moralapostel, die am lautesten gegen die Widerspruchslösung wettern, haben sich offenbar intensiv mit der Thematik befasst, die können ja auch widersprechen.

Außerdem wäre ein Beibehalten des Status quo unfair gegenüber den anderen Eurotransplant-Staaten, die schon überwiegend die Widerspruchslösung nutzen.

Kein Organspender keine Organspende

Kein Organspender keine Organspende. Wie wäre es denn damit? Da für einige Leute eine Organspende dermaßen undenkbar ist, dass selbst eine Lösung, bei der jeder frei widersprechen kann, unzumutbar ist: Wie wäre es denn, wenn die Leute die nicht selbst Spender sind einfach keine Organspende bekommen.

Mit welchem Recht sollen die Leute, die nicht bereit sind selbst zu spenden, Organe erhalten? Es gibt genug Leute die auf eine Organspende warten, die selbst ein Leben lang bereit waren zu spenden. Die sollten dann auch die Organe bekommen.

"Fraktionszwang aufgehoben"

Alleine diese Überschrift sagt schon viel über den Zustand unserer Demokratie aus. Wie kann etwas aufgehoben sein, das es offiziell gar nicht gibt?

Abgeordnete sollten immer ihrem Gewissen verpflichtet sein und nicht stur die Parteilinie abnicken.

Das muss schon Spende bleiben"

Ich habe mich bereits vor über 10 Jahren entschlossen, Organspenderin zu sein!

Sollte nun automatisch jeder zum Spender werden, wenn er nicht ausdrücklich widerspricht, werde ich die Rolle rückwärts antreten und sofort mein Organspendeausweis vernichten.

Außerdem wird es - sobald das Gesetz in Kraft treten sollte- einen sofortigen Widerspruch meinerseits geben!

Eine Spende ist eine Spende, und die beruht auf Freiwilligkeit!

Nicht auf "Hinterlist"!
(Bitte Anführungszeichen beachten)

PS. Vielleicht spekulieren die Damen und Herren im BM-Gesundheit, voran Herr Jens Spahn, darauf, dass es in Deutschland Menschen gibt, die nicht vom Widerspruch erfahren oder nicht in der Lage sind zu widersprechen und und und.

So geht das nicht!

na ja

Niemand hat etwas gegen eine Spende oder nur wenige von den Religion .Die Mehrheit vermutlich ich hat aber etwas gegen Exportwirtschaft wie ich für Gewinnmaximierung .Die Politik muss erst sicherstellen ,dass Spenden nicht für Export und Gewinn für gewisse Gruppen sein wird und da habert es zur Zeit gewaltig .Wird es zum Exportgewinne genutzt oder nicht . Bin dagegen .Erst Gesetze wo das verhindert,keine von Merkel Altmaier Grüne ,die taugen nicht´s ( AtomW.Gesetze usw ) und dann reden wir wieder aber da sind unsere Politiker zu unfähig das würde ja für sie Verlust sein ? .Macht also was um ein Schlachtbank zu verhindern für Gewinne der USA Banken und ein paar Verbrecher hier dann werde ich meine Meinung ändern!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Traue nie Lügner ist meine Lebenserfahrung und vor allen nicht Beamte Politiker Verbrecherwirtschaft und Medien .

Das muss schon Spende bleiben

warum ändert man nicht den Namen in "Zwangsabgabe"
als ich verstehe unter einer Spende was freiwilliges
wo mir automatisch was "genommen wird" wenn ich nicht widerspreche
ich mich auch nicht rechtfertigen muß wenn ich,
aus welchen Gründen auch immer, nicht spenden will

Sollten sie einen dazu zwingen sich zu entscheiden

Dann werde ich ganz bewusst ablehnen, und auch jedem der gewillt ist mir zuzuhören dazu raten Abzulehnen. Es wurde viel zu viel Schindluder mit Organen betrieben mein Vertrauen in die entsprechenden Institutionen ist nicht da.

Zu oft wurden Listen mainpuliert um zahlungswilliger Kundschaft den Vorzug zu geben. Ich möchte gar nicht daran denken wer deswegen aufgrund eines fehlenden Spendenorgans gestorben ist aber darüber wird ja nicht gesprochen, lieber verteufelt man alle die aus ethischen oder sonstigen Gründen nicht spenden wollen.

Und ich sage es auch klar ich würde mich nicht wundern wenn auch bei der Feststellung des Hirntots zwecks Profit getrickst wird.

Jene Lösung die besagt das Spendewillige bevorzugt werden ist Grundgesetzwiedrig und wird falls sie kommt ohnehin vom Bundesgerichtshof kassiert werden und daher keiner Diskussion wert.

@heige1953, 20:56

Wenn genügend Organe vorhanden sind kommt mit Sicherheit wieder ein guter Handel in Schwung

Das Gegenteil ist der Fall. Kriminellen Organhandel gibt es grade dann, wenn nicht genügend Organe verfügbar sind.

Extrem schwer und auch wenn ich die Verzweifelung der...

...Patienten verstehe u. dieses Video so eindrucksvoll mit dem Leid des Kindes u. d. Mutter perfekt in Szene gesetzt hat,
bleiben mir trotzdem Zweifel.

---

Ja, es gibt zu wenige Spenden u. zuviele die es benötigen.
Aber trotzdem tenderie ich zu der Lösung,
daß ein Organ immer eine Spende sein sollte
zu der man sich am besten im Leben gedanklich auseinandersetzt
u. auch einen Organspendeausweis hat.
-
Ich selber bin kein Spender, was zum einen gesundheitliche Gründe hat wie auch der Ablehnung,
daß mein noch nicht zu 100% toter Körper im Falle des Falles zum Ausschlachtobjekt wird.

Wie nicht tot?
Ja, der Körper wird eben künstlich am Leben erhalten,
da das Herz durch Maschinen noch weiter arbeiten muß.
Denn tote Organe können nicht mehr gebraucht werden.
-
Aber da liegt mein Problem.
Wie kann ich sicher sein, daß ich weder Schmerzen verspüre,
daß ich wirklich hirntod bin u. das alles mit Rechten Dingen vor sicht geht?

Und genau das kann mir keiner garantieren!

Hirntot ist nicht tot

Der Staat hat keinen Anspruch auf nur eine einzige Organspende. Es gibt ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, und das darf nicht zur Diskussion stehen.
Ein Hirntoter ist kein Verstorbener (die Organe eines Verstorbenen können nicht mehr verwendet werden), sondern ein Sterbender, ein Mensch in seinen verletzlichsten Momenten und sollte unter besonderem Schutz stehen.
Wir wissen viel zu wenig, was beim Sterben passiert.
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass zu meinen Lebzeiten die Enteignung und Verstaatlichung des menschlichen Körpers in diesem Land überhaupt zur Diskussion steht. Darüber sollte auch nicht hinwegtäuschen, dass ja immerhin noch ein Widerspruch "erlaubt" ist, eine Erlaubnis, die wenn sie gegeben wird, auch irgendwann zurückgezogen werden kann. Außerdem kann das Registrierungssystem ja auch mal eine Störung haben...
2012 wurde ja schon einmal ein Versuch mit der Widerspruchsregelung gestartet und ist gescheitert. Man versucht es immer wieder...

Wie soll das funktionieren?

"Schon jetzt läge in Deutschland in 75 Prozent der Todesfälle sogar ein Organspendewille vor, so Gröhe. "Es wird aber zu häufig nicht festgestellt, dass eine Organentnahme möglich wäre." Das liege an der mangelhaften Ausstattung der Kliniken mit Transplantationsbeauftragten."

Spender sind anscheinend genug da, die Probleme entstehen wohl, weil Kliniken an Arbeitsplätzen sparen. Wenn es also jetzt schon nicht mit dem Spenderregister funktioniert, wie soll das dann mit der Nicht-Spenderdatei funktionieren??? Wie wird dann festgestellt, dass jemand NICHT spenden möchte?

Ach, der BM Spahn mal wieder

Mit Hrn. Spahn hat man uns ein schönes Ei ins Nest gelegt.

Ehemaliger (?) Gesundheitslobbyist, betreibt er ungeniert Klientelpolitik (Verbot von Konversionstherapien, autom. Datenweitergabe der Bürger an die Wirtschaft zu "Forschungszwecken"), ist aber zu feige, evidenzbasierter Medizin gegen die sog. alternativen Behandlungsmethoden den Vorzug zu geben, genauer die Herausnahme der "Alternativen" wie Homöopathie (immer noch unbelegt) und Antroposophie (direkt esoterisch-okkult) aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen durchzusetzen, obschon die Apotheker- und Ärtzeverbände sowie viele Krankenkassen selbst (!) als auch viele derer Versicherte genau dies fordern.

Jetzt also der nächste Streich - als Gesundheitsminister heraus alle Bundestagsabgeordneten versuchen, auf seine Linie zu bringen.

Bis auf viel Aktionismus, der auf ihn zugeschnitten ist bzw. war, war bisher nicht viel. Wie wäre es mal mit Handeln im Interesse der Bevölkerung? Wie war das mit dem Amtseid?

Das letzte was diese Debatte braucht ...

... sind Politiker die anderer Leute Körper quasi "ausschlachten" wollen wie ein Schrottauto auf der Müllkippe, und das auch noch mit mehr oder weniger Zwang !

Wenn überhaupt jemand befugt ist über meine Organe zu befinden, dann bin das ich SELBST und nicht ein windiger Politiker, von dem man in 5 Jahren evtl. nichtmal mehr den Namen kennt.

Und liebe CDU, der "normale" Mensch ist kein Ersatzteillager für "andere" "Menschen"! Ich habe in meinem Leben die Bibel mehrfach von vorn bis hinten gelesen. Nirgendwo habe ich eine Passage gefunden, die solche ein Ansinnen stützen würde.

Der Tod ist Bestandteil der Wahrheit unserer Existenz! Ohne das Leid und die Trauer vieler Hinterbliebenen schmälern zu wollen, möchte ich dennoch darauf hinweisen daß es unredlich ist nun wieder auf der Schiene der armen unschuldigen Kinder fahren zu wollen. Jeden Tag sterben 10.000ende den Hungertod, ohne daß ein Hahn danach kräht.

Und diese "Verhungernden" sind auch "unschuldig" !

Es kann eine Pflicht zur Auskunft geben ... ganz einfach

Genau wie man eine Steuererklärung abgeben, muss kann man die Bevölkerung ab 18 auch im Allgemeinen Interesse dazu verpflichten, einmalig Auskunft über die Organspende zu geben. Das empfindet niemand als unerträgliches Vorgehen. Sollte es keine Auskunft eingehen, gibt es z.B. eine Geldstrafe 50-100 EUR pro Jahr etc. und das Thema ist vom Tisch.

21:27 von Demokratieschue...

Sollte die Widerspruchslösung kommen, was eine zweite gute Lösung wäre:

https://www.tagesschau.de/inland/organspende-179.html

Widerspruchslösung
Der Staat geht dabei davon aus, dass grundsätzlich jeder Bürger ein potenzieller Organspender ist - außer, er hat ausdrücklich widersprochen. Schweigen wird also als Zustimmung gewertet. ..
Hat der Patient keine schriftliche Äußerung hinterlassen, werden sie befragt, wie der Betroffene zur Organspende stand. Anders als bei der Zustimmungsregelung haben sie selber allerdings kein Mitentscheidungsrecht.

dann fände ich es wichtig, dass Angehörige ein Mitspracherecht bekommen, wenn der Patient keine Äußerung hinterlassen hat. Denn immerhin geht es um engste Angehörige und da sollte ein Mitspracherecht selbstverständlich sein.
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Da hört also der mündige Bürger auf?
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Warum nicht dann auch hier generell Wahlpflicht?

Ich empfehle (auch) zum Thema

Ich empfehle (auch) zum Thema Organspende die Kolumnen von Dr. Bernd Hontschik in der Frankfurter Rundschau

Hier ein Ausschnitt aus dem letzten Absatz:

>>Es könnte der Organspendebereitschaft zuträglich sein, wenn man im Angesicht des Sterbens bei der Wahrheit bleiben würde. Autoritäre Entmündigung ist keine Lösung. Schon gar nicht in einem Land mit der Geschichte Deutschlands.<<

Interessant ist auch - Zitat:

>>Umgekehrt ist die Organspendebereitschaft in Schweden sogar niedriger als in Deutschland, obwohl dort eine modifizierte Widerspruchsregelung gilt<<

Wortlaut Nachrichten SWR-Radio heute.....

„die Zahl der Todesfälle auf Grund mangelnder Organspenden......“
sterben wir Menschen nicht weil wir einfach nicht unsterblich sind, weil Krankheiten, Unfälle oder einfach das Alter zum Tode führen?.....Organspenden sind Spenden und Spenden sind immer freiwillig und dürfen nicht per Gesetz angeordnet werden....

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