Ihre Meinung zu: Frankreichs Rentenreform: Regierung macht Kompromissangebot

11. Januar 2020 - 18:10 Uhr

Bei neuerlichen Protesten gegen die geplante Rentenreform in Frankreich ist es wieder zu Gewalt gekommen. Die Regierung bietet indes Zugeständnisse bei dem umstrittensten Punkt an.

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Kommentare

Frankreichs Rentenreform:Proteste und ein Kompromi....

Natürlich versucht Macron die Streikfront irgendwie zu spalten.Vielleicht die christliche CFDT herauszuziehen.Aber inzwischen streiken Lehrer und Raffineriebeschäftigte,SNCF,bald daß ganze Volk.
Selbst der Hochkommissar für die Rentenreform Jean-Paul Belevoye ist vor einiger Zeit zurückgetreten.Er hatte 11 Nebentätigkeiten(Bescheidenheit).

@ karwandler

Aber dass Ihre SPD und Grünen das Rentenniveau abgesenkt haben, da können Sie sich schon noch daran erinnern, oder?

Privilegien will keiner verlieren

Aber mit 54 J in Rente gehen ( Busfahrer waren es, meine ich) ist wirklich weltfremd.
Es sollte EU einheitlich geregelt sein, denn unsere Gelder finanzieren das mit und ich darf noch mit 70 meine Krebspatienten versorgen im 4-Schicht-System wenn das hier so weitergeht. Herrlich.

Rentenreform in Frankreich

Umstritten ist zudem der Plan der Regierung, das Renteneintrittsalter auf 64 Jahre zu erhöhen...
###
Ja, die Franzosen und ihre Gewerkschaften machen es richtig. Nach wochenlangen Protesten ist die Regierung nun bereit diesen Punkt aus den Gesetzesentwurf zu streichen. Ein respektabler Erfolg für die Gewerkschaften und Menschen in Frankreich ! Ich frage mich, warum ist so was nicht auch in Deutschland möglich ? Als hier die Rente mit 67 Jahren eingeführt wurde, gab es zwar auch ein wenig Protest von seiten der Gewerkschaften, mehr aber auch nicht. Dabei reichen, wenn man den"Experten" glauben darf auch diese 67 Jahre nicht mehr aus... Einige reden doch schon von 70 oder 73 Jahren. Und das natürlich bei immer niedrigeren Rentenleistungen. Man fragt sich. Was machen die Gewerkschaften bzw. die Menschen in Frankreich anders als in Deutschland oder anderswo ? Ich denke mit den Franzosen ist so was halt nicht zu machen. Richtig so...

17:39 von Einfach Unglaublich

@ karwandler

Aber dass Ihre SPD und Grünen das Rentenniveau abgesenkt haben, da können Sie sich schon noch daran erinnern, oder?

Re
kann er nicht ,dass Harts unter SPD mit Unterstützung mit treibende Kraft Grün eingeführt, wurde auch nicht vermutlich .
Vergleichen wir mit DE .UPS De haben die hälfte und zahlen das doppelte .Wird Zeit ,dass da eine gemeinsame Kasse eingeführt wird,die arme Franzosen .Hat eigentlich nicht mit Frankreich zu tun ,dort wird korrekt bezahlt eher gegen unsere Politiker ,Sozialabkommen Türkei ,Fremdentnahme und und und .Mit DE Renten wird alles bezahlt auser ....
Fakenfinder wäre da nötig liebe TS über Fremdentnahme.

Und wir müssen bis 67 Jahre auf die Rente hin arbeiten.

Ich wünsche mir, dass das Renteneintrittsalter EU weit geregelt wird, dann ist Schluß mit den verdeckten Rentenkürzungen in Deutschland. Haben wir in Deutschland weniger Rechte auf einen wohlverdienten Ruhestand? Ich finde die Proteste in Frankreich richtig und wünsche mir für Deutschland ein Umdenken!

@ um 17:30 von karwandler

Überlegen Sie sich doch mal, wie weit man heute mit ca 1000€ Rente kommt?
Mit 1000€ Rente sind Sie heute arm. Mit 2000 DM Rente ging es einem Rentner damals richtig gut.

@Einfach Unglaublich

"@ karwandler

Aber dass Ihre SPD und Grünen das Rentenniveau abgesenkt haben, da können Sie sich schon noch daran erinnern, oder?"

Um 50%? Und auch sofort für die damaligen Rentenbezieher?

Ich glaube, hier wird es gerade etwas albern ...

re einfach unglaublich

"@ karwandler

Aber dass Ihre SPD und Grünen das Rentenniveau abgesenkt haben, da können Sie sich schon noch daran erinnern, oder?"

Ich habe Zweifel, ob Sie den Begriff "Rentenniveau" überhaupt definieren können.

Daraus ergibt sich dann nämlich, wie das "Absenken" geht bzw. nicht geht.

Einen Teil solcher Kämpfer,

Einen Teil solcher Kämpfer, aber einen mit mehr echtem Verantwortungsgefühl, als es diese Franzosen in der Rentensache in sich haben, hätte ich auch für uns deutsche Rentner bei uns gewünscht. Aber da man ja als deuscher Michel alles mit sich machen läßt, sind berechtigte Rentenreformen immer mehr ins Gegenteil, also gegen uns, die wir unser Arbeitsleben lang einbezahlt haben, gedreht worden. Dafür, könnte ich mir vorstellen, werden zukünftig mit unseren aufgesparten Rentenbeiträgen bestimmt auch noch wir, die irrealen Träume der derzeitigen französischen Rentenkämpfer mitfinanzieren, denn von wo soll das Geld auffallend kurzer Berufszeiten herkommen? Unsere ziemlich besten Freunde haben in den letzten 350 Jahren haben sich ja schon ihren verschwenderischen Adel über uns finanziert. Da ist es doch sehr sozial, wenn dann mal statt Adel, die armen so lange gearbeiteten Rentner sich etwas von hier holen. So kommt jeder mal dran, also von den Franzosen. Dafür sind wir ja auch auf der Welt.

17:30 von karwandler

Mit der Anhebung des Rentenalters, der immer noch existierenden Altersdiskriminierung bei der Jobsuche und dem jahrelangen Anstieg der prekären Arbeitsverhältnisse muss man sich schon anstrengen, die schreiende Ungerechtigkeit NICHT zu sehen. In Frankreich möchte man das Volk nun auch ärmer machen, da freue ich mich über jeden Protest! Wie lange muss ein Bundestagsabgeordneter nochmal im Bundestag arbeiten um die üppigen Pansionen zu kassieren? Kleiner Tipp, er muss nicht bis 67 warten!!

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

So lange nicht alle Menschen auf Erden in sozial gleichen Verhältnissen leben und Gemütszustände wie Trauer, Wut, Glückseligkeit, Liebe und Freude nicht genau gleich verteilt zwischen allen Menschen existiert, muss darum gekämpft werden!
Es darf nicht sein, dass es immer wieder - und nun sogar vermehrt - einigen immer öfter und länger besser als anderen geht!

@ um 17:43 von tias

Schreiben Sie Ihren Kommentar doch bitte noch einmal. So ist er unverständlich.

Unsere Rente

Unbestritten bleibt, dass ein Durchschnittsverdiener, ohne Zusatzrente, von der derzeit zu erwartenden gesetzlichen Altersversorgung nicht mehr leben kann.
Mit anderen Worten, jeder Durchschnittsrentner braucht zusätzlich Sozialhilfe - das ist und bleibt Tatsache, wenn unsere Altersversorgung nicht grundlegend reformiert wird !

@ Einfach Unglaublich

„@ karwandler
Aber dass Ihre SPD und Grünen das Rentenniveau abgesenkt haben, da können Sie sich schon noch daran erinnern, oder?“

Späteres Renteneintrittsalter wollte ja auch keiner.
Irgend etwas muss man dann wohl hinnehmen entweder Kürzungen oder späteres Eintrittsalter wenn die Lebenserwartung steigt.
Im System entsteht ja nicht einfach von sich aus mehr Geld.

@ um 17:28 von Bernd Kevesligeti

So wie der Kabarettist „Alfons“ gestern in der NDR - Talkshow sagte, streiken in Frankreich inzwischen sogar Menschen, die mit den Forderungen der französischen Gewerkschaften gar nichts zu tun haben. Eben nur, weil Macron ein arroganter Wicht ist.
Und Alfons meinte dazu: „ Das sind echte Franzosen.“ :)
In Deutschland wird es leider nicht dazu kommen, da der Eine dem Anderen nichts gönnt.
Aber ein bisschen der französischen Streikkultur sollten wir uns abgucken.
Denn man kann mit Streiks tatsächlich etwas ändern.
Wir müssten nur auch mal unsere Gewerkschaften der Bosse in den Allerwertesten treten und wir brauchen viel mehr Spartengewerkschaften!

Der Druck der

Straße wirkt in Frankreich, während die trägen Deutschen auf die Bundesliga warten und begeistert klatschen wenn die Energiepreise steigen.

17:43 von tias

Nicht nur in Frankreich sind die Renten in den letzten 20Jahren erheblich mehr gestiegen als in Deutschland und das ist auch richtig so! Die private Altersvorsorge wurde von der Politik propagiert um ihren Freunden in der Versicherungswirtschaft Geschenke zu machen, nicht um den Rentner ein besseres Auskommen zu sichern. Die Proteste in Frankreich sollten allen ein Beispiel geben, dass man sich von der Politik nich alles gefallen lassen sollte! Die Regierungen wehren sich auch nicht gegen die 0 Zins Politik, die jedem Rentenmodell den Gar ausmacht! Hauptsache das Großkapital und der Staatshaushalt profitiert!

Realtätssinn

In Frankreich hat etwa die Hälfte der Bevölkerung sehr privilegierte Rentenansprüche und ist nicht bereit davon irgendetwas abzustreichen, auch wenn klar ist, dass das nicht finanzierbar ist. Es wird sich schon jemand finden, der das zahlt, und wenn es die EU ist, weil es die französische Volkswirtschaft nicht sein kann.
Es stellt sich die Frage, ob Macron genügend Beharrlichkeit hat, die Streiks auszusitzen. In etwa sechs Wochen geht den Streikkassen das Geld aus und dann fehlen den Streikenden die Einnahmen. Dann wird es interessant.

Grundrente

Es sollte nach 45 Arbeitsjahren eine Grundrente von mind. 1500€ geben die einer Erhöhung angepasst an die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten unterliegt. Geld haben wir in D dafür genügend. Nur kostet a) unser Verwaltungsapparat viel zu viel Geld und b) locken und pämpern wir Personen in unser(em) Sozialsystem die noch nie wirklich etwas eingezahlt haben und sicher auch nie werden. Und von denen werden es immer mehr..... Politiker ohne abgeschlossene Berufsausbildung zum Beispiel.

@tias, 17:43

Es wird der DE Rentner geschröpft für Hobbys der Politik

Der DE-Rentner, wie Sie ihn nennen, wird gar nicht geschröpft. Geschröpft werden allerdings die Arbeitnehmer, die ein ständig steigendes Bruttosozialprodukt erwirtschaften, in deren Taschen (inklusive Altersvorsorge) aber ein immer geringerer Teil davon fließt. Der Rest landet leistungslos auf den Konten von Aktionären.
Das ist Folge eines todgeweihten Wirtschaftssystems, aber ganz sicher nicht "der Politik", auch wenn Sie gerne bestimmte Politiker dafür verantwortlich machen würden.

re my comment

"Aber mit 54 J in Rente gehen ( Busfahrer waren es, meine ich) ist wirklich weltfremd.
Es sollte EU einheitlich geregelt sein, denn unsere Gelder finanzieren das mit"

EU einheitlich geht gar nicht, und "unsere Gelder" fianzieren auch keinen französischen Rentner.

@ karwandler

Wer hat Sie eigentlich zum Korrigierer befördert, Herr Oberlehrer?

Ihnen fehlen doch fundamentale Kenntnisse der Materie um hier im Forum irgendetwas korrigieren zu können.

Es ist .....

immer wieder erstaunlich, daß viele Rentner und auch Foristen anscheinend glauben, daß die Renten durch die Beiträge finanziert werden! Dieser Irrglaube herrscht nicht nur in Deutschland, sondern noch viel mehr in Frankreich vor. Im Gegensatz zu uns stellen sich dort die Gewerkschaften auf den Standpunkt "Wir fordern, aber die Fianzierung ist uns egal"! Passend dazu lief auf einem deutschen TV-Sender ein Werbespot für Disneyworld Paris und ich fragte mich spontan, wer um Gottes willen will jetzt in Frankreich noch Tourist sein? Erstaunlicherweise verstehen viele Franzosen nicht bzw. wollen nicht verstehen, daß z.B. der Tourismus einbricht und zwangsläufig die Einnahmen, folglich auch die Steuereinnahmen zurückgehen usw. Vermutlich glaubt die Bevölkerung, daß jeder Tourist, jeder Käufer eines französischen Produkts noch dankbar sein müsse?

Bleibt hart

Wenn Frankreichs Regierung erneut nachgibt (wie x-mal zuvor), ist das Land reformunfähig; es wird einen hohen Preis zahlen.
Das wirkt sich auch negativ auf andere EU-Länder aus, da Demonstranten überall ermuntert gegen sinnvolle (wenn auch für Ältere unschöne) Reformen aufzubegehren

@ Karl Klammer von 17:50

Ich denke er meint die schleichende Enteignung durch die Einführung des Euro. So ganz kann man das aber nicht abtun, oder?
1994 hat man für ca. 54000 DM noch einen vernünftig ausgestatteten 5er BMW bekommen. Was bekommen Sie für knapp 27000Euro heute in der Klasse als Neuwagen? Nichts! Nicht mal einen halbwegs gut ausgestatteten Golf (deutsche Ausführung, kein Re, oder EU Import in dem die Hälfte der Funktionen gesperrt sind) ......

@Augustus Cäsar

"Der Druck der Straße wirkt in Frankreich, während die trägen Deutschen auf die Bundesliga warten und begeistert klatschen wenn die Energiepreise steigen."

Bevor Sie so auf die "trägen Deutschen" schimpfen, sollten Sie sich erst einmal über die Unterschiede im Streikrecht zwischen Deutschland und Frankreich informieren.

@17:39 von Einfach Unglaublich @ karwandler

"Aber dass Ihre SPD und Grünen das Rentenniveau abgesenkt haben, da können Sie sich schon noch daran erinnern, oder?"

Um genau zu sein:
Das Rentenniveau ist seit 1978 stetig gesunken.

1978 - 59.9 % (höchster Wert, zuvor etwas weniger)
2020 - 47.5 %

(Das Standardrentenniveau gibt an, wie sich die Durchschnittsrente zum Durchschnittseinkommen verhält.)

Es waren also alle Regierungsparteien an der Absenkung des Rentenniveaus beteiligt. Dass die Rente nun auch noch versteuert werden muss, ist allerdings der Gipfel der Unverschämtheit.

@nie wieder spd

"In Deutschland wird es leider nicht dazu kommen, da der Eine dem Anderen nichts gönnt."

Nein, in Deutschland wird es dazu nicht kommen, weil wir ein anderes Rechtssystem haben.

Macron's Rentenreförmchen ...

In Deutschland liegt das Renteneintrittsalter in 2020 bei 65 Jahren und 9 Monaten und es wird 2027 bereits bei 66 Jahren und 6 Monaten liegen. Dann will Macron noch einmal versuchen das Rentenalter in Frankreich von 62 Jahren anzuheben wenn es bereits 4,5 Jahre niedriger als in Deutschland liegt. Ich denke Macron sollte in den nächsten Jahren ganz still sein mit seinen europäischen Visionen einer gemeinsamen Sozial- und Wirtschaftspolitik. Warum sollten die Menschen, die viel später in eine dazu geringere Rente gehen, die höheren Renten der jüngeren Menschen in anderen EU Ländern am Ende des Tages noch bezahlen müssen, wenn es dort finanziell eng wird?Deutschland sollte sehr aufpassen wie viel Gelder man in den europäischen Rettungsschirm einzahlt, der von Macron propagiert wird. Zuerst sollte einmal z.B. das Renteneintrittsalter in allen EU Ländern angeglichen werden, bevor man sich finanziell enger bindet!

@my comment- Privilegien - Franzosen jammern auf höchsten Niveau

Ihren Beitrag kann man nur zustimmen.

Wenn in Frankreich Berufskollegen mit
50 in den Ruhestand gehen während man hier
noch bis 67 arbeiten muß , sollten diese Jammerlappen
vor Scharm im Boden versinken.

My comment trifft den Nagel auf den Kopf

Was Sie schreibrn ist sehr wichtig. Ohne eine Angleichung der sozialen Standards wird die EU bei allen Verdiensten auch bei uns keine Akzeptanz mehr haben und zu diesen Standards gehört das Renteneintrittalter dazu. Es ist unerträglich, wenn uns hier weis gemacht wird, man käme um eine Erhöhung auf 70 nicht rum während in Frankreich oder Griechenland auch vor 60 nicht unmöglich ist. Wir haben keine höhere Lebenserwartung als diese Länder. Man bedenke auch, dass dieses Eintrittsalter auch für Fliesenleger und Dachdecker gilt. Diese können wegen der körperlichen Veanspruchung nicht mal bis 65 arbeiten. D.h die Erhöhung bedeutet eine radikale Rentenkürzung. Das ist grob unfair!

Im Prinzip kann uns das relativ egal sein wie die Franzosen

Wohlfahrtsgarantien ohne finanzielle Absicherung geben ... wenn wir nur leider nicht mit Ihnen im EURO wären . Wenn was zu erwarten ist, die Franzosen wieder auf Staatsschuldenbasis Ihre Kompromisse finanzieren , dann dürfen andere EU Länder , d.h. im wesentlichen Deutschland, wieder die Lasten mit übernehmen . Da zeigt sich wieder das Dilemma des Euros in da Deutschland hineingedrängt wurde. So wird Europa zu Recht an Unterstützung verlieren .

Rentenlüge

Die Aussage, mit abnehmender Bevölkerungszahl sei die Rente nicht auf dem aktuellen Niveu zu halten, ist so falsch, dass es sich um eine Lüge handelt.

Das Geld für den Lebensunterhslt, egal ob Lohn oder Rente, kommt aus dem Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Genauso wie es völlig egal ist, wieviele Personen ein Haushaltseinkommen erwirtschaften, zählt auch beim BIP nur und ausschließlich die Höhe und NICHT die Zahl der Beschäftigten.

Da KEINE EINZIGE Prognose ein sinkendes BIP aufweist, ist es klar, dass Lohn- und Rentenniveau auch bei geringerer Bevölkerungszahl OHNE Probleme gehalten werden können.

Es ist die Aufgabe der Tarifpartner, die Verteilung der Unternehmensgewinne so zu gestalten, dass Effektivizätsgewinne (durch Produktivitätssteigerungen) so verteilt werden, dass das Lohn- und Rentenniveau gehalten wird bzw. an steigenden Gewinnen Anteil hat.

Es ist zudem die Aufgabe des Staates, die Tarifpartner nicht durch höhere oder zusätzliche Steuern und Abgaben zu belasten.

@ 17:53 von Defender411

Warten Sie in Ruhe ab, wie hoch das Renteneintrittsalter in 20 Jahren in Frankreich sein wird - vielleicht kann man es sich noch ein paar Jahre leisten, gesunde Leute mit 60 in Rente gehen zu lassen und noch rund 25-30 Jahre lang zu ernähren. Wenn es dann aber demographisch in 10-20 Jahren knüppeldick kommt, wird man Renten kräftig kürzen und das Renteneintrittsalter kräftig erhöhen müssen. Uns, die wir in Zeiten der sprudelnden Geldquellen für die Not gespart haben, wird es dann besser gehen.

@ DrBeyer

Ja, das ist schon albern von Ihnen, mir Zitate anderer Foristen anzulasten.

@WM-Kasparov-Fan 18.01

ja, sicher wäre Reichtum für Alle schön-aber er muss auch erst geschaffen werden. Ich bin sicher nicht als Fan des Jupiter Macron bekannt, aber in Frankreich gibt es enorme Privilegien im Rentensystem für manche Gruppen. Das ist weder gerecht noch auf Dauer finanzierbar

re defender411

"Wie lange muss ein Bundestagsabgeordneter nochmal im Bundestag arbeiten um die üppigen Pansionen zu kassieren? Kleiner Tipp, er muss nicht bis 67 warten!!"

Kleiner Tipp, Wikipedia reicht, um sich kundig zu machen.

Die Altersentschädigung für Abgeordnete wird ab Erreichen der Regelaltersgrenze wie für gesetzlich Rentenversicherte gezahlt.

@ karwandler

Bei Ihnen habe ich keine Zweifel.

18:02 von Defender411

«In Frankreich möchte man das Volk nun auch ärmer machen,
da freue ich mich über jeden Protest!»

In FRA soll es ja um die ca. 50 verschiedene Rentenkassen geben.
Solche für diverse einzelne Berufsgruppen. Wie etwa für Bus- & Straßenbahnfahrer / Lokführer / Metallarbeiter.

Mit unterschiedlichem Renten-Eintritts-Alter.
Einige Kassen zahlen vergleichsweise höhere Renten als andere.
Bei gleichem Durchschnitts-Gehalt + gleicher Zeit der Renten-Anwartschaft.

Ich habe nicht den geringsten Plan, diese Unterschiede im Detail beurteilen zu können. Daher verstehe ich zwar (in der Theorie) Proteste der jeweils Beschäftigten. Falls die Rentenpläne von Macron für sie selbst Verschlechterung der bisherigen Situation bedeuten mögen.

In der Praxis halte ich "Renten-Kuddelmuddel" für nur sehr, sehr wenig sinnvoll im Sinne des Staates.

Daher freue ich mich erst mal gar nicht über Proteste "dagegen".
Könnte man tun, wüsste man mehr.
Ich weiß es nicht. Wer in DEU weiß es überhaupt zu beurteilen …?

@ polyfoam

Mein Kommentar, dass Deutsche sich ihre Rente im Gegensatz zu den Franzosen ohne Widerstand kürzen lassen, wurde von der Moderation nicht frei gegeben.

Danke, dass es Ihnen gelungen ist, diesen Fakt zu veröffentlichen.

re von nie wieder spd 18:12

Zustimmung zu Ihrem Kommentar.
Dort haben die Subalternen eben Bewußtsein,im Gegensatz zu hierzulande(BILD,Express,Lotto,Star,Aufstiegsträume).

Aber ganz toll wäre es,wenn es nach der Amtszeit von Macron,ein Referendum über den FREXIT geben würde:Lange Gesichter östlich des Rheins.

@ 18:23 von nemesis77

Der heutige Golf ist dem 94er Fünfer von BMW technisch weit überlegen, daher auch teurer. Klar ein heutiges Telefon iPhone 11 plus ist weit teurer als ein Festnetztelefon 1994. Das ist etwa vergleichbar ....

@ Francus Ricardo

Falsch

Bei steigendem BIP ist genug Geld da.

Wir haben ja auch kein Problem jedes Jahr 20 Millliarden für Migration auszugeben.

18:17 von karwandler

re my comment

"Aber mit 54 J in Rente gehen ( Busfahrer waren es, meine ich) ist wirklich weltfremd.
Es sollte EU einheitlich geregelt sein, denn unsere Gelder finanzieren das mit"

EU einheitlich geht gar nicht, und "unsere Gelder" fianzieren auch keinen französischen Rentner.
///
*
*
Richtig, einheitlich geht nicht, auch wenn es vernünftig wäre.
*
In der EU müssen Äpfel und Birnen eins sein

@Francis Ricardo, 18:12

Späteres Renteneintrittsalter wollte ja auch keiner.
Irgend etwas muss man dann wohl hinnehmen entweder Kürzungen oder späteres Eintrittsalter wenn die Lebenserwartung steigt.
Im System entsteht ja nicht einfach von sich aus mehr Geld.

Nein, von sich aus nicht. Aber das BSP steigt seit nunmehr 70 Jahren kontinuierlich, d.h. wir produzieren jedes Jahr mehr als im Jahr zuvor. Und das trotz steigender Lebenserwartung. Erklären Sie mir, warum von dem immer größer werdenden Kuchen die Stücke für einzelne Gruppen immer kleiner werden müssen. Wenn's irgendwie geht, unter Verwendung der Grundrechenarten. Wenn Sie eine andere Antwort finden als die, dass sich eine Minderheit eine immer größere Portion von dem Kuchen abschneidet, dann kann ich Ihre Argumentation ernst nehmen.

re nemesis77

"1994 hat man für ca. 54000 DM noch einen vernünftig ausgestatteten 5er BMW bekommen. Was bekommen Sie für knapp 27000Euro heute in der Klasse als Neuwagen? Nichts! Nicht mal einen halbwegs gut ausgestatteten Golf"

Ich geb's auf.

Was soll man mit Menschen anfangen, die sich beschweren, dass man heute für x Euro nicht mehr das Gleiche bekommt wie vor 25 Jahren?

@18:12 von Francis Ricardo

"Im System entsteht ja nicht einfach von sich aus mehr Geld."

Nein, aber es wird weiterhin zunehmend ungerecht verteilt.
Während in meiner Jugend noch das Gehalt eines Ehegatten ausreichte um eine ganze Familie zu ernähren, müssen heute vielfach beide Ehepartner arbeiten um über die Runden zu kommen - selbst dann reicht es manchmal nicht, weil die Miete zu hoch ist und die Löhne zu gering.

Es gibt jede Menge Zahlen und Zeitungsberichte, die Sie dazu finden können.

Auch in Frankreich argumentieren Politiker: Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten, hätten ja die Möglichkeit, ihre Situation durch Bildung zu verbessern. Nur - wer dann deren Arbeit machen soll, wissen weder deutsche noch französiche Politiker. Und hier im Forum habe ich auch noch keinen diesbezgl, Vorschlag gesehen.

frankreichs-rentenreform-regierung-macht-kompromissangebot#

Mich würde dringend interesssieren : Müssen Beamte in die französische Renten-Kasse ==>einzahlen?
Bitte, wer weiß darüber Genaues ?

Der Punkt mit der

Der Punkt mit der Rentenaltererhöhung ist doch nur drin, damit die Regierung Verhandlungsmasse hat. Der Widerstand ist ja nicht überraschend.

Zentral ist das Punktesystem. Es brächte für einen grossen Teil der Menschen niedrigere Renten.

Was dabei herauskommt, wenn man die Renten zu niedrig ansetzt, kann in Deutschland studiert werden. Hat mal schon jemand ausgerechnet, wie hoch der volkswirtschaftliche Schaden massenhafter Altersarmut ist?

@ 18:16 von frosthorn

Was meinen Sie, wer diese leistungslosen Aktionäre sind? Die grössten Aktionäre sind Pensionsfonds, also Altersversorgungseinrichtungen, insbesondere in den USA. Ohne Aktienanteil gäbe es überall Nullverzinsung. Und es sind gerade die Pensionsfonds, die besonders kurzfristig investieren, um ganz schnelles Geld zu machen, denn bei der eigenen Altersversorgung hört das nachhaltige Denken auf.

@ nemesis

Und Man kann auch nichts gegen die Inflation tun. Sie können nicht für ein Auto sparen, weil die Preise immer höher werden und das gesparte Geld keinen Zins bringt.

Und jetzt bitte, bitte nicht mit "Aktien" oder "Gold" kommen.

@ Der freundliche... 17:44 Uhr

"Ich frage mich, warum ist so was nicht auch in Deutschland möglich ?"
Wir brauchen starke Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen, die miteinander fair umgehen.
Beide Elemente (AG UND AN) fehlen in Deutschland und wer Jemanden vertritt ist selten Fair im Umgang.

18:17 von karwandler

was sie wieder glauben zu wissen. aber wiegesagt, das grundsätzliche wissen ist nicht jedem gegeben

18:21 von karlheinzfaltermeier

Vielleicht gibt es in Frankreich eben noch Gewerkschaften, die sich wirklich um das kümmern, wofür sie eigentlich gedacht sind: Die Interessen ihrer Mitglieder.
Das ist in D. sicher nicht mehr so.

"Wir fordern, aber die Fianzierung ist uns egal"!
Finde ich okay, denn es ist erstmal nicht deren Problem, wie das finanziert werden soll. Da müssen diejenigen eine Antwort finden, die dafür zuständig sind. Und Geld ist ja wohl mehr als genug da.

Dieses `Wo soll das Geld denn herkommen ?´ oder auch `Durch Streiks und Proteste schadet man doch nur der eigenen Wirtschaft und damit letztlich sich selbst´ wird gerne angeführt. Was ist die Alternative? Einfach zu allem ja sagen und alles hinnehmen ? `Vernünftig´ sein ?
Damit ist gemeint `Klappe halten und nicht aufmucken´.
Hat Tradition in D., aber eben nicht in F. Ob das dann immer alles so `vernünftig´ ist, ist erstmal zweitrangig. Es geht vor allem darum, sich nicht alles gefallen zu lassen.

@18:12 von nie wieder spd @ um 17:28 von Bernd Kevesligeti

"In Deutschland wird es leider nicht dazu kommen, da der Eine dem Anderen nichts gönnt."

Richtig.

"Aber ein bisschen der französischen Streikkultur sollten wir uns abgucken.
Denn man kann mit Streiks tatsächlich etwas ändern."

Dazu müssten wir erst einmal unsere Obrigkeitshörigkeit ablegen.

RE: nemesis77 um 18:23

***Ich denke er meint die schleichende Enteignung durch die Einführung des Euro. So ganz kann man das aber nicht abtun, oder?***

Sie behaupten, dass Sie vor 25 Jahren einer 5er BMW für € 27000 kaufen konnten. Ich nehme Ihre Zahl als wahr an.
Wenn ich die 25 Jahre mit einer Preissteigerungrate von 2 % in Anrechnung bringe würde das Kfz heute € 44300 kosten. Ich habe soeben in die Preisliste von BMW geschaut und einen für € 49100 gefunden. Glauben Sie nicht auch, dass eine Preissteigerung von € 4800 innerhalb von 25 Jahren die auch zu neuen Innovationen führten gerechtfertigt sind ? ...
Schauen Sie ruhig auf das Leistungsvermögen des alten Fahrzeugs, Sicherheit, Navigation, und, und, und .

Also der Euro oder die EU trägt garantiert keine Schuld an den Preissteigerungen. Die gibt es von Natur aus !

Gruß Hador

Französische Streitkultur

Während in Deutschland jede Steuererhöhung stoisch hingenommen wird und sich von medienträchtig verkündeten Steuervergünstigungen blenden lassen, haben doch die Franzosen eine andere Streitkultur. Der hiesigen Rentenerhöhung en z.B. werden von Inflation und den schleichenden Preiserhöhung gefressen. Mieten, EEG, die geplante Erhöhung der GEZ-Gebühren, Fahrpreise und, und, und, ...
Wann steht hier der Bürger auf und wehrt sich?
Nein, wir jagen lieber einer Umwelt-Prophetin hinterher und graben und selber das Wasser ab.
Bist du kein Klima"aktivist" bist du ein Klimaleugner. Kritisierst du den Mainstream, kommt das aus einer rechten Blase.
Schade, Deutschland ist zu einem Land der Duckmäuser und willenlosen Lemmingen geworden.

gut gemacht

die franzosen machen es richtig. es ist nicht die pflicht des bürgers, die faulen kompromisse der politik zu tragen. wenn die politiker nicht im stande sind zu liefern, dann müssen sie gehen. und wenn sie nicht gehen wollen, dann wird eben protestiert.

aber damit braucht man dem normalen deutschen nicht kommen. die entscheidungen der politiker sind für ihn heiliges gesetz (solange sie ihn nicht persönlich treffen...).

naja, ist auch verständlich. die franzosen haben sich vor ein paar jahrhunderten gegenüber der macht der herrschaft emanzipiert. in deutschland wird sogar bis in die heutigen tage alles dafür getan, das der mensch alles akzepiert, was ihn der vorgesetzte sagt. sei es als arbeitgeber, als lehrer, als beamter oder politiker. sogar das wertigkeitsgefühl der meisten richter basiert auf der vollständigen unterwerfung der kläger/angeklagten unter seine meinungshoheit.

gesellschaftlich könnten wir noch einiges lernen. immer mehr wohlstand aber nur wenig anteil daran. unfair.

@ karwandler

Sie können sich denken, was ich in meinem von der Moderation nicht frei gegebenen Kommentar geschrieben habe.

@18:16 von frosthorn @tias, 17:43

"Das ist Folge eines todgeweihten Wirtschaftssystems, aber ganz sicher nicht "der Politik""

Kann man Wirtschaftssystem und Politik wirklich so fein säuberlich trennen? Trotz Globalisierung haben Politiker*innen einen gewissen Handlungsspielraum. Nur den nutzen sie eben nicht - oder wollen es nicht.

Rechtschreibung

Wenn ich hier einige Berichte lese, mit Unmengen an Rechtschreibfehlern, dann staune ich wer hier alles eine „fundierte“ Meinung hat.

@ Karl Napf

Danke, dass Sie die Einschätzung des Kollegen Karwandler geschrieben haben, die die Moderation bei mir nicht freigegeben hat.

18:04 von nie wieder spd

@ um 17:43 von tias

Schreiben Sie Ihren Kommentar doch bitte noch einmal. So ist er unverständlich.
///
*
*
Mit gutem Willen ginge das schon.
*
Denn allein die Stichworte lassen den verstümmelten Text reden.
*
Aber man muss wollen.

@ karwandler

Sind Sie schon auf den Gedanken gekommen, dass nicht alle anderen falsch liegen, sondern ...

Ja da kann man

nur den Hut ziehen,die Franzosen waren sich schon immer einig und gingen auf die Strasse,wann endlich passiert das mal hier in Deutschland ,ja wann wacht endlich der deutsche Michel auf und lässt sich nicht verarschen von der Obrigkeit.
Denn bevor wir angeblich was von sinkenden Preisen bei Strom und so weiter haben wird alles erstmal kräftig erhöht Preise für Bus wurde erhöht und so weiter und was noch so alles kommt und der Wähler ist so blind und läuft in sein Verderben mit bestimmten Parteien.
Na und in Frankreich liegen die Renten viel höher wie in Deutschland und das Eintrittsalter niedriger ,was wird denn mal wenn in Frankreich das selbe gibt wie bei uns,das ist die Chance für Marie und das weiss der französische Präsident und versucht das zu vermeiden und auch sein Gesicht zu wahren

Rentenreform in Frankreich

Am 11. Januar 2020 um 17:53 von Defender411
Ich finde die Proteste in Frankreich richtig und wünsche mir für Deutschland ein Umdenken!
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Absolut ! Auch in Deutschland muß es ein Umdenken geben ! Vor allen von seiten der Politik und der Gewerkschaften. Die Erhöhung des Renteneintrittsalter ist in Grunde nichts anderes als eine gigantische Rentenkürzung ! Und die Politik kann auch nicht sagen, das können wir uns in Zukunft nicht mehr leisten. Wir können und sollten es uns leisten. Es ist dringend erforderlich, dass auch in Deutschland das Thema Rente wieder auf die Agenda kommt. Die Politik,die Gewerkschaften und die Menschen hier sind gefordert auch hier zu handeln.

falsche Botschaft

Die Botschaft ist klar: genug Gewalt, und die Regierung macht, was die Gewalttätigen wollen.

Worum geht es? Das Rentenalter soll---schrittweise---von 62 auf 64 erhöht werden. Deutschland, das wirtschaftlich besser dasteht, ist schon bei 67 für Jahrgang 1964 und später. Viele Franzosen gehen lange vor 62, z.T. mit vollen Bezügen, in Rente. Dass dies nicht nachhaltig sein kann, ist klar. Die Menschen auf der Straße handeln nach dem Motto "nach mir die Sintflut".

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