Kommentare

warum sollte die Kirche überhaupt etwas machen?

Sie steht doch eh über dem Gesetz. Kein Wunder, dass sie sich auch so benimmt. Außerdem war der Missbrauch doch Schicksal oder Gottes Wille, daher können Irdische auch nicht ernsthaft darüber richten.

Wäre ich jemals Mitglied einer Sekte wie der Kirche gewesen, dann würde ich bei so viel krimineller Energie, bzw. Unwillen Schwerverbrecher in den eigenen Reihen zu enttarnen sicher austreten. Das muss aber jeder für sich selber entscheiden, inwieweit er Komplize sein will.

Das verstehe ich überhaupt nicht

"Unabhängige Studien, die Täter benennen, gebe es bis heute nicht."
"2011 sollte Pfeiffer den Missbrauchsskandal wissenschaftlich aufarbeiten."

Das ist für mich ein Zirkus.

Es gibt Opfer, also Zeugen, es gibt Täter, die ins Gefängnis gehören.
Was gibt es da zu studieren und wissenschaftlich zu untersuchen?
Wird das bei jedem Sexualstraftäter so gemacht?

Und dem nach, was ich bisher gelesen habe, waren alle Täter Serientäter, die teilweise bis zu 30 Jahre lang missbrauchten. Da waren die ersten Opfer schon lange erwachsen (um die 40?) und es passierte nichts. Zeugen gibt es jedenfalls genug.

Da Priester in Deutschland bereits 1978 wegen Exorzismus verurteilt wurden, nehme ich an, dass Prister hier keine politische Immunität besitzen.

Katholische Kirche in

Katholische Kirche in Deutschland schließen. Vermögen konfiszieren. Gotteshäuser meistbietend versteigern. Wer sich so gebärdet, kann auf keinen Fall irgendwas fürs Selenheil machen. Warum sollte man solche Bestien um Verzeihung bitten? Was würde das bringen? Die können niemanden vorm Fegefeuer retten.

rer Truman Welt

Vor kurzem stand im Ergebnis einer Untersuchung der Mißbräuche in der kath. Kirche - ich weiß leider nicht mehr wann und welche -, dass neben all der Darlegung der Fakten aus der Vergangenheit, sich die Situation zu heute keineswegs verändert hat. Das bedeutet, es wird weiterhin so mißbraucht wie früher. Es ging dann weiterhin um die Art und Weise wie die Dinge der Vergangenheit aufgeklärt und behandelt werden sollen, alles spricht von Aufklärung und Transparenz bezüglich der Vergangenheit und ich habe bisher nichts mehr davon gelesen, was denn mit dem Hier und Jetzt ist. Es wird weiterhin in vergleichenbaren Umfängen mißbraucht und vergewaltigt und niemand regt sich darüber auf. Business as usual - das kann doch jetzt wohl nicht deren Ernst sein oder? Ist das so? Alles stürzt sich auf Harvey Weinstein und keiner fragt, was machen denn die Studiobosse und Produzenten, etc. heute? Passiert da nichts mehr? Und damit sind wir beim Punkt: Nothing changed! Das ist der größere Skandal.

eine Farce

Und weiterhin Raum und Freiheit für Pädophile, denn das sind die Täter nun mal.
Das hat auch mit dem Zölibat rein gar zu tun, aber ist immer das Argument schlechthin.

Also ein schleppend Verlauf

würde ja voraussetzen, dass überhaupt etwas getan wird...

Dies ist bei der katholischen Kirche nicht der Fall.

Würde sie so viel Energie in Caritas stecken wie sie es mit dem Aufrechterhalten des Status Quo (in all seiner Menschenverachtenden Pracht) tun, dann wäre die Welt ein deutlich besserer Ort.

Da die Kirche doch mittlerweile hinlänglich bewiesen hat, dass sie komplett unfähig ist interne Verbrechen wie eben Missbrauch zeitnah und Transparent aufzudecken, muss ihnen jegliches Recht dazu aberkannt werden und eine eigene Kommission bei der Staatsanwaltschaft dafür gebildet werden.

Des Weitern sollte die Strafe für das organisierte Vertuschen von Missbrauch drastisch verschärft werden.

Denn ein Bischof der vergewaltigende Priester schützt ist für mich ein nicht minder schlimmer Verbrecher.

?

"Unabhängige Studien, die Täter benennen,"

Wie soll man das verstehen?
Mit Namen und Adresse benannt?

(Die potentiellen Opfer wären damit auch so gut, wie in der Veröffentlichung benannt.)

Wo ist der Staatsanwalt zur Anklage ???

Wenn ich lese: 3677 Kinder und Jugendliche sind von 1670. Klerikern missbraucht worden; die Dunkelziffer dürfte deutlich darüber liegen.
.... dann wird mir schlecht von dieser katholischen Verlogenheit.
Das muss umgehend aufhören dass sich dieser Verein komplett ausserhalb unserer Gesetze bewegen darf! Es muss jeder einzelne Missbrauch geahndet werden und etwaige Verjährungsfristen müssen aufgehoben werden.
Und hierbei würde ich keinerlei Spielraum mehr offen lassen!
Es ist eine Schande dass dies von unserer Gesellschaft geduldet wird. Auch bedenklich ist, dass sich 2 regierende Parteien mit einem "C" im Namen schmücken ob dieser Tatsachen - nicht wählbar bedenklich!!!
.... so treibt der "Glaube" auch bei uns seine Blüten.

Immer weniger junge Männer wollen Priester werden.

Das mag vielerlei Gründe haben, und ob Fremdschämen für die Brüder im Amte einer davon ist, wäre zwar nicht verwunderlich, steht aber nicht einmal fest.
Dass die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher sinkt und die der Kirchenaustritte steigt, dürfte hingegen in direktem Zusammenhang mit Missbrauchsfällen, sowie deren bewusst verschleierter Aufarbeitung zusammenhängen.
Ein Mensch, der mit seiner Kirchensteuer ein derart verfilztes und verlogenes System unterstützt, muss einfach im wahren Wortsinn vom Glauben abfallen.

Da beschuldigt eine Frau...

...einen Mann, der habe sie sexuell bedrängt hat, und die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen gegen den Beschuldigten auf.
Das ist in einem Rechtsstaat völlig ok.

Da benennt eine andere Frau einen Mann, der sie in einem Beichtstuhl sexuell missbraucht hat, und kein Staatsanwalt kümmert sich darum.
Grund?
Die Kirche ist ein Staat im Staate mit eigenen Gesetzen, die ihr eine von einer eigenen Gerichtsbarkeit kontrollierte Parallelwelt ermöglichen.

Nicht unfähig, unwillig

Die katholische Kirche ist keine unfähige Organisation, sie ist eine bewusst unwillige Organisation die von ihr verursachte Missbräuche aufzuarbeiten. Dies erreicht sie durch Verzögerung, Unverständnis, Vorgetäuschtes Nichtbegreifen, Kommunikationsmängel, Unwillen, und klares Ablehnen. Diese Vorgangsweise findet nicht nur in Deutschland statt, sondern in den Ländern wo die Kirche gedeckt wird durch Staat und Rechtsprechung. Die einzige Lösung hier etwas zu erreichen ist ein Parlamentsbeschluss wo diese Missbräuche genauso bewertet und verurteilt werden wie von jeder anderer Bürger. Vielleicht sollte hier der Staat nachhelfen, sie verfügt ja über die Kirchensteuereinnahmen.

Zumindest WISSEN wir jetzt, was der Vers:

"Lasset die Kinder zu mir kommen" ..

..in Wahrheit tatsächlich(!!) zu bedeuten hat!

@ Meinung zu unse...

"Vor kurzem stand im Ergebnis einer Untersuchung der Mißbräuche in der kath. Kirche" Am 09. Januar 2020 um 09:11 von Meinung zu unse...

Mich wundert jetzt noch mehr, was da weiterhin studiert und erforscht werden soll, wenn es schon Ergebnisse gibt.

Können Sie bitte die Studie benennen?
Wenn man der Kirche ankreidet, dass Verdächtige (?) / Täter (?) nicht benannt werden, dann sollte man selbst genauer sein.
(Zumal die Opfer die Täter sehr genau kennen und keine Studien brauchen, um auszusagen.)

Externe Aufarbeitung notwendig

Ich bin gläubiger Christ, habe aber bei dem ein oder anderen Thema (z.B. die hier geschildeten Missbräuche oder die Befürwortung einer ungezügelten Menschenvermehrung wie Heuschrecken) so meine Probleme mit "meiner" Kirche. In Bezug auf die hier geschildeten Missbräuche gehört die Aufklärung dieser Tatbestände meiner Meinung nach in staatlicher Hand, sprich Polizei die die Ausbildung, das Handwerkszeug und die Neutralität zur schonungslosen Aufarbeitung der Vorfälle besitzt. Ich möchte aber eindringlich die Bitte an alle verbalen Steinwerfer richten, meine Kirche und meinen Glauben nicht als solches pauschal zu verurteilen wegen dieser sicherlich schlimmen Vorfälle.

@ ooooch nö, um 09:07

Meinen Sie nicht, dass es vor Ihren drastischen und unrealistischen Vorschlägen nicht einiges Andere zu tun gäbe?
Und wieso eigentlich sollte irgendwer “sollte solche Bestien um Verzeihung bitten“? Ist es nicht eher umgekehrt?

Mit dem mit dem Fegefeuer mögen Sie allerdings Recht haben.
Aber selbst da weiß man nie. Der Papst hatte ja schon “den Teufel himself“ im Verdacht...

@harry_up

"Ein Mensch, der mit seiner Kirchensteuer ein derart verfilztes und verlogenes System unterstützt" Am 09. Januar 2020 um 09:35 von harry_up

Also jetzt übertreiben Sie dermaßen, dass Sie Ihre Aussage ins lächerliche ziehen.

Niemand, der Kirchensteuer zählt finanziert damit geplanten Kindermissbrauch.

Missbraucht gibt es auch in Vereinen und am meisten in den Familien.
Deshalb fordert man doch auch nicht aus allen Vereinen auszutreten und Familien abzuschaffen. In Kinderheimen kommt es ebenfalls zum Kindermissbrauch. Die auch zumachen und die Kinder auf die Straße schicken? Weil besonders Straßenkinder keinen Missbrauch erleben?

Wichtig ist, die Täter anzuklagen.
Und das verstehe ich nicht: Warum gibt es keine Anklagen? Es gibt genug Zeugen.
Warum sollen Täter in irgendwelchen weiteren Studien genannt werden? Soweit ich weiß werden Studien mit Menschen generell anonymisiert veröffentlicht. Auch mit Tätern. (Sonst könnte man keine Umfrage machen, bei der die Leute ehrlich antworten.

apropo Kirchenrecht vor Bürgerrecht

Man denke an kirchliche Einrichtungen bzw. Kliniken, deren Mitarbeitern gekündigt werden darf wenn sie geschieden werden (!), oder man wird gar nicht erst eingestellt, wenn man zB Konfessionslos ist.
Ist alles rechtens, kaum zu glauben in diesem Zeitalter.

Demnach ist ja völlig klar, wohin diese "Aufarbeitung" laufen wird, ins Nirwana, schließlich steht man ja über irdischem Recht.

Die Steuern entziehen und dafür in einen Opferfond einzahlen, wäre ein probates Mittel.

um 09:57 von Frank von Bröckel

>>""Lasset die Kinder zu mir kommen" ..
..in Wahrheit tatsächlich(!!) zu bedeuten hat!"<<

Die Missbrauchsfälle sind schlimm und sicherlich nicht richtig aufgearbeitet worden. Aber warum verhöhnen Sie die Worte die Jesus sagte? Muss das sein?

gleiches Recht

Man stelle sich vor, so etwas wäre in einer anderen Sekte passiert. Sie würde es nicht mehr geben, die Täter wären im Gefängnis.

Gehet aus ihr heraus...

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Gehet aus ihr heraus, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfanget!

09:31 von Wutmigrant

«Das muss umgehend aufhören dass sich dieser Verein komplett ausserhalb unserer Gesetze bewegen darf! Es muss jeder einzelne Missbrauch geahndet werden und etwaige Verjährungsfristen müssen aufgehoben werden.»

Verjährungsfrist kann nicht selektiv für einzelne Gruppen von Verdächtigen / Tätern aufgehoben werden.

Bei Vergewaltigung + schwerem sexuellen Missbrauch beträgt sie seit 01/2015 (20) Jahre. Sie beginnt allerdings erst mit Ablauf des 30. Lebensjahres des / der Geschädigten. "Missbrauch von Schutzbefohlenen" (wie Kinder in Obhut / unter Einfluss von Priestern) fällt immer in diese Kategorie. Für alle seither geschehenen solchen Straftaten ist "eine relativ komfortable" Rechtslage für die Opfer vorhanden.

Anders-diffus ist es bei Taten von vor 07/2013. Um so dringlicher wäre es im Sinn aller Geschädigten, dass Staatsanwaltschaften die Offenlegung aller Ergebnisse + Akten der kirchlichen Untersuchugen ・zwangsweise・verfügen.

Damit nicht noch mehr Verschleppung geschieht …!

@harry_up (09:55)

Ihre Behauptung:
"Da benennt eine andere Frau einen Mann, der sie in einem Beichtstuhl sexuell missbraucht hat, und kein Staatsanwalt kümmert sich darum.
Grund?
Die Kirche ist ein Staat im Staate mit eigenen Gesetzen"

Sie verbreiten Fake News.

Natürlich kann jeder eine Strafanzeige gegen einen Prister stellen und das wird wie jede andere Anzeigen geprüft.

Nur weil es nicht nach Ihrer persönlichen Vorstellung geht, heißt es noch lange nicht, dass in der Strafverfolgung Priester geschont werden.

Meine Empfehlung:
RP Online "Studie über Missbrauch in der Kirche
Darum werden die meisten Täter straffrei ausgehen"
[ hxxps://www.google.com/amp/s/rp-online.de/nrw/panorama/missbrauchsstudie-warum-nicht-gegen-die-priester-ermittelt-wird_aid-33305337%3foutput=amp ]

Dass Opfer von Missbrauch oft schweigen hat sicher Ursachen, aber die Kirche an sich ist bestimmt keine davon. Da läuft etwas in der Gesellschaft oder der Gesetzgebung nicht so, wie es sollte.

Missbrauch in den Kirchen

Ich verstehe offen gesagt dieses Herumgeeiere nicht: Kleriker sind Staatsbürger. Für Staatsbürger ist das Bürgerliche Gesetzbuch, das Strafrecht, etc. zuständig und nicht irgendwelche historisch zuerfundenen Klüngeleien. Wer eine Straftat nicht zur Anzeige bringt, macht sich strafbar der Beihilfe. Wer sie vertuscht, macht sich strafbar. Das Herumentschuldige der "Würdenträger" ist erbärmlich und strafrechtlich irrelevant. Wenn sie vertuschen, machen sie sich strafbar.
Seelsorger, was immer man darunter verstehen will, haben vor dem Recht keinen Sonderstatus. Es ist nicht mal eine geschützte Berufsbezeichnug. Als Schluss mit dem Humbug, meine Herren (Damen kommen nicht vor!) Kleriker

09:55 von harry_up

«Die Kirche ist ein Staat im Staate mit eigenen Gesetzen, die ihr eine von einer eigenen Gerichtsbarkeit kontrollierte Parallelwelt ermöglichen.»

Ein Hohn ohnegleichen, dass die Kirchliche Gerichtsbarkeit auch darüber hinaus geht, was man im nicht-kirchlichen Straftrecht umgangssprachlich als "Familien-Delikte" bezeichnet.

Also Straftatbestände wie bspw. Diebstahl, Veruntreung von Geldern unter Familienangehörigen, die nicht von Amts wegen offiziell zwangsläufig verfolgt werden. Aber nur dann, wenn Geschädigte von sich aus Anzeige bei Polizei / Staatsanwaltschaft erstatten.

Eine derartige eigene Gerichtsbarkeit bei ähnlich gelagerten Fällen kann der Staat den Kirchen sicherlich zugestehen ("Klingelbeutel gemopst", wertvolle alte Bibel verhökert, …).

Es ist grandios grotesk unfassbar, dass Staatsanwaltschaften einem Täter im Beichtstuhl offensichtlich "mehr Milde angedeihen lassen", als einem Täter im Stadtpark (wie vergleichbar Ihrem Beispiel).

Wie kann man das verändern …?

Ohne Transparenz kein Vertrauen (und keine Legitimität)

„Aber die Kirche habe bestimmen wollen, welche Ergebnisse der Studie veröffentlicht werden - und welche nicht. "Die Transparenz war das Problem", sagt Pfeiffer. Seine Forschung hätte die Verantwortlichkeit von Kirchenoberen aufgezeigt. Etwa, welcher Bischof einen auffällig gewordenen Priester weiterbeschäftigt oder versetzt habe. Pfeiffer wirft der katholischen Kirche bis heute "Zensur" vor. Die Bischöfe um Stephan Ackermann weisen das zurück, sprechen von einem "zerrütteten Vertrauensverhältnis"

Ohne völlige Transparenz wird sich dieses Vertrauensverhältnis nicht wiederherstellen lassen. Solange innerhalb einer Organisation (hier: der Kirche) immer noch Einzelne „mehr zu melden“ haben als andere, können sie -selbst dann, wenn die große Mehrheit der Mitglieder dieser Institution guten Willens ist! - jede Aufklärung „sabotieren“ oder zumindest für lange Zeit (und damit für die Zukunft derselben entscheidend) hinauszögern. So kann keine demokratische Institution auf Dauer funktionieren.

Urbane Legenden

Wieso wird auch hier die urbane Legende verbreitet, dass die katholische Kirche über dem Gesetz stehe? Dem ist nicht so!

Nur wenn man Taten aus den 80er oder 90er Jahren betrachtet ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Täter zwischenzeitlich verstorben sind, die Tat ist sicher verjährt. Daher hat die Frage nur noch wissenschaftlichen Wert.

Also reden wir von Taten, die zumindest eine Generation her sind. Aktuelle Taten würden doch sofort in den Medien breitgetreten.

Harry up

Waren sie jemals in einer Kirche? Nein? Dann können sie auch nicht wissen, was mit um Verzeihung bitten gemeint ist.
Das schlimmste ist ja, selbst wer in keiner Kirche gemeldet ist, zahlt den Pfaffen ihr Gehalt, da das nicht über die Kirchensteuer geht, sondern über den Staat. Der nimmt dazu das Geld, dass er uns mit allen anderen Steuern anpreist.
Und nein, die Maßnahmen sind nicht zu drastisch. Nimmt man einen gangsterverein ins Visier, geht das genauso. Da werden auch alle bestraft. Und jemand, der Tater deckt, ist schlimmer, als der Täter selbst.
Wozu diese Märchen führen, sieht man im nahen Osten doch ganz gut. Zu nichts, außer mord& Totschlag

Von @ooooch nö um 09:07 Uhr

Zitat:
"Katholische Kirche in Deutschland schließen. Vermögen konfiszieren. Gotteshäuser meistbietend versteigern."

Warum sich Ihr berechtigtes Anliegen ausschließlich auf die deutschen Katholiken beschränken sollte, erschließt sich mir nicht. Sie glauben gar nicht, wie viel friedlicher, humaner und befreiter die Menschheit auf dieser Erde wäre, ohne diese monströsen religiösen Fanatiker allerorten.

Eines Tages wird diese religiöse Gehirnwäsche schon ab der Kindheit von der modernen Menschheit überwunden. Aber ob das unsere Generation noch erleben darf, wird man wohl bezweifeln müssen. Ganz im Gegenteil: Die "konservativen" religiösen Strömungen sind überall wieder auf dem Vormarsch. Ein grauenvoller Gedanke.

@ Tada, um 10:12

re harry_up

Es wäre sinnvoll gewesen, wenn Sie versucht hätten, meinen Kommentar so zu verstehen, wie er zweifellos zu verstehen ist:
Das SYSTEM der Vertuschung, das sind Männer, die andere Straftäter in ihren Reihen decken, werden von den Menschen, die Kirchensteuer abführen, bezahlt.
Nichts anderes habe ich geschrieben, auch nicht, dass die Menschen deshalb aus der Kirche austreten s o l l e n. Viele tun es deswegen aber, oder sie haben es nachweislich getan.

Ihre Interpretation und Ihre Übertragung auf Kinderheime ist schon reichlich grenzwertig.

re my comment

"Die Steuern entziehen und dafür in einen Opferfond einzahlen"

Mit Vertragsbruch sind Sie aber flott bei der Hand.

@ harry_up

9:35
„Ein Mensch, der mit seiner Kirchensteuer ein derart verfilztes und verlogenes System unterstützt, muss einfach im wahren Wortsinn vom Glauben abfallen.“

9:55
„ Die Kirche ist ein Staat im Staate mit eigenen Gesetzen, die ihr eine von einer eigenen Gerichtsbarkeit kontrollierte Parallelwelt ermöglichen.“

Hi harry-up, ich möchte Ihnen gerne antworten:

Ich zahle gerne meine Kirchensteuer, genauso wie ich auch meine Steuer an den Staat zahle.

Dass ich damit ablehnenswerte Strukturen in der Kirche finanziere ist mir ebenso bewusst, wie ich auch im Staat für mich persönlich abzulehnende Dinge bezahle.

Dafür zahle ich gern in die bei uns gute Gemeindearbeit der Kirche, in die Diakonie oder Caritas, sowie ich auch mit Stolz unser staatliches solidarisches Sozialsystem mitfinanziere.

Ich bitte Sie auch was die Kirche angeht um etwas mehr Differenzierung und weniger Schwarz/Weiß-Denken.

Beste Grüße

Lasset die Kinder...,

Sind es nicht eher die Kirchen, die diese Worte so mit Füssen traten, wie verhöhnten!?

Kritik an....

Ihnen, also den führenden Vertretern der Kirchen, hier die der KK, ist nicht mehr zu trauen. Das musste auch Herr Norbert Denef vom "NetzwerkB" aus langjähriger Erfahrung als Missbrauchsopfer mit der Institution KK schmälich erfahren. Spätestens mit dem Versuch einer Nötigung (vielleicht auch der Bedrohung) von Herrn Prof. Pfeiffer durch den Bischof von Trier, Herrn Ackermann, wurde dies so offenbar wie deutlich. Nachzulesen hier: Interview: Giovanni di Lorenzo
16. April 2019 - DIE ZEIT Nr. 17/2019
"Ich sagte dem Bischof: Wir lassen uns nicht kaufen"

10:47 von Nettie

«Ohne völlige Transparenz wird sich dieses Vertrauensverhältnis nicht wiederherstellen lassen … So kann keine demokratische Institution auf Dauer funktionieren.»

Die Katholische Kirche war nie, ist nicht, wird nie eine Demokratische Institution sein. Das ist nicht eine einzige aller Religionen.

Gerade weil sie alle nicht demokratisch sind, haben sie alle eine derartige "Widerstandsfähigkeit", Jahrtausende als Religion zu überdauern.

Im Fall der Katholischen Kirche wäre der allererste unabdingbare Schritt "der Demokratisierung", auch Frauen die kirchlichen Weihen zum Priesteramt zu ermöglichen. Das erscheit mir mit dem heutigen Selbstverständnis dieser Institution so, als spräche man über extraterrestrische Lebensformen in fernen Galaxien.

Plus eine Papstwahl nicht im Konklave, aber mit Abstimmung unter allen katholisch getauften Erdenbürgern nach div. Wahlkampf-Veranstaltungen. Auch nicht tatsächlich vorstellbar.

"Muss auch nicht unbedingt".
Aber Veränderung muss definitiv …!

@10:26 von Tada

"Dass Opfer von Missbrauch oft schweigen hat sicher Ursachen, aber die Kirche an sich ist bestimmt keine davon. Da läuft etwas in der Gesellschaft oder der Gesetzgebung nicht so, wie es sollte."

In der Vergangenheit erhielten Opfer von der Kirche hier äußerst wenig Unterstützung. An erster Stelle stand dabei eher den Ruf der Kirche nicht zu beschmutzen. Von daher trägt die Kirche m.E. durchaus eine erhebliche Mitschuld am Schweigen der Opfer.

Das hat sich mitlerweile zwar ein wenig gewandelt, komplette Transparenz sieht m.E. dennoch anders aus.

@10:16 von my comment

"Man denke an kirchliche Einrichtungen bzw. Kliniken, deren Mitarbeitern gekündigt werden darf wenn sie geschieden werden (!),"

Meines Wissens gab es mittlerweile bereits Gerichtsurteile, die dies als unzulässig angesehen haben.

"oder man wird gar nicht erst eingestellt, wenn man zB Konfessionslos ist.
Ist alles rechtens, kaum zu glauben in diesem Zeitalter."

Das halte ich ebenfalls für einen unhaltbaren Zustand.

"Demnach ist ja völlig klar, wohin diese "Aufarbeitung" laufen wird, ins Nirwana, schließlich steht man ja über irdischem Recht."

Hier sollte man nichts durcheinanderwerfen. Die oben genannten Beispiele sind in arbeitsrechtlichen Regelungen in Gesetz gegossen. Milde bei Straftaten ist es nicht.

@ 10:26 von schabernack

Vielen Dank für den Hintergrund!

@09:07 von ooooch nö & 10:54 von freiheitfürdiem...

09:07 von ooooch nö:
"Katholische Kirche in Deutschland schließen. Vermögen konfiszieren. Gotteshäuser meistbietend versteigern."

Das Ziel der katholischen Kirche ist kein Kriminelles. Solche Maßnahmen stünden einem Rechtsstaat nicht gut zu Gesicht - das kennt man in dieser Form höchstens von Diktaturen.

10:54 von freiheitfürdiem...
"Warum sich Ihr berechtigtes Anliegen ausschließlich auf die deutschen Katholiken beschränken sollte, erschließt sich mir nicht.
(...)
Eines Tages wird diese religiöse Gehirnwäsche schon ab der Kindheit von der modernen Menschheit überwunden. Aber ob das unsere Generation noch erleben darf, wird man wohl bezweifeln müssen."

Vielleicht geht es den Menschen besser, wenn diese Entwicklung irgendwann einmal zustande kommt (vielleicht auch nicht).
Dies mit dem Holzhammer zu erzwingen wird uns als Menschheit jedoch nicht weiterbringen.

10:48 von Opho

«Wieso wird auch hier die urbane Legende verbreitet, dass die katholische Kirche über dem Gesetz stehe? Dem ist nicht so!»

Gesetzestext vs. juristisch tatsächlich geübte Praxis.
Zwei verschiedene Seiten der Medaille.
Nicht die Theorie gewinnt den Jackpot, sondern die Praxis.
Gar nix mit "urbanen Legenden" …

«Also reden wir von Taten, die zumindest eine Generation her sind.
Aktuelle Taten würden doch sofort in den Medien breitgetreten.»

Über Straftaten an Kindern wird berichtet, aber nicht "breitgetreten".
Schon diese Bezeichnung Ihrerseits ist eine verzerrende Verharmlosung des tatsächlichen Geschehens.

Wird "ein Normalmensch" verdächtigt, gar fortgesetzten sexuellen Missbrauch an Kindern begangen zu haben. Werden in allen Räumlichkeiten, die mit dem vermuteten Missbrauch "bei vernünftigem Ermessen" zu tun haben könnten, von der Polizei Spuren gesichert.

Bei Priestern können es Räume in Kirchen, Sakristeien, Pfarreien sein.
Wurden / werden dort Spuren gesichert?

Nein …

@ harry_up

"Es wäre sinnvoll gewesen, wenn Sie versucht hätten, meinen Kommentar so zu verstehen, wie er zweifellos zu verstehen ist" Am 09. Januar 2020 um 11:00 von harry_up

Sie verstehen das vielleicht so.

Was erwarten Sie? Dass jeder Täter nach der Tat zu Polizei geht und sich stellt?

Meine Frage ist, warum sich die Opfer niemandem anvertraut haben / anvertrauen konnten?
Würde ihnen nicht geglaubt? Hat man das heruntergespielt? Hat man ihnen selbst Schuld gegeben?

Und genau das passierte nicht in einer Kirche, sondern in der Gesellschaft.

PS. Als ich mit 11 Jahren 1987 von jemanden Belästigt worden bin habe ich es meinen Eltern erzählt (die haben gleich gesehen, dass was nicht in Ordnung ist und haben gebohrt) und Zack war die Polizei da. Gefunden wurde das Aas nicht, aber ich hatte das Gefühl alles richtig gemacht zu haben.
Aber die Mutter einer Freundin meinte, es wäre alles nicht harmlos gewesen und ich hätte nur übertrieben. Dazu fällt mir bis heute nichts ein.

Jeder Bundesbürger hat die Pflicht

ihm bekannt gewordene Verbrechen anzuzeigen.
Warum gilt das nicht für Geistliche?
10 Jahre ""Aufarbeitung"" sind genug.
Fazit: Die Kirche will nicht!!

Zugang zu den Archiven

Überall sonst gibt es Haus-Durchsuchungen und Beschlagnahme von Beweis-Material. M.W. wurde nur dasjenige an die Untersuchungs-Kommission gegeben, was der Kirche kommod war. Warum eigentlich nicht an die Staatsanwaltschaft? Dort gehört so etwas hin, nicht in schönfärberische, von der Kirche bezahlte Privatgerichte? Hat die Kirche Vorzugsrechte? Sonst wird es höchste Zeit, sie rechtsstaatlich gleich zu behandeln.

@ reuenthal, um 11:03

re @ harry_up

Danke für Ihre sachliche Antwort.

Natürlich sehe und weiß ich, dass die Kirche zahlreiche äußerst hilfreiche soziale Projekte und Institutionen unterhält.
Da es um diesen sozialen Aspekt im vorliegenden Artikel jedoch nicht geht, habe ich diesen bewusst auch nicht erwähnt - das hätte mir denn doch zu sehr nach einem (selbst)gerechten Ausgleich für das aus meiner Sicht schändliche Vertuschungsverhalten der noch schändlicheren Missbrauchsfälle ausgesehen.

Sehen Sie es als Schwarz/Weiß-Denken, ich sah und sehe es als berechtigte themenorientierte Kritik.

Clanstrukturen und staatliche Verfilzung

Ein Familienclan schützt alle seine Mitglieder und Diener. M.E. ist die heilige katholische Kirche – oberhalb der redlichen Basis – eine dogmatische Männervereinigung, organisiert als Strukturvertrieb, dem es vorrangig um finanzielle Wertschöpfung und politischen Einfluss geht, eingekleidet in das Geschäftsmodell eines überirdischen Glaubens und dessen Vermarktung.
Wie bei allen Clans werden die gefallenen „Brüder“ bei Verfehlungen aus der Schusslinie genommen und der irdischen Gerechtigkeit entzogen. Und die Politik - respektive der Saat – spielt über vielfältige Querverfilzungen mit, übernimmt u.a. den Zwangseinzug der Kirchensteuer, alimentiert die hohe Geistlichkeit ab der Bischofsebene mit einem bedingungslosen Grundeinkommen – aus Steuergeldern! - und stellt Sendezeiten in den öffentlich Rechtlichen zur religiösen Selbstdarstellung und Propaganda zur Verfügung. Das Geschäft läuft für die Kirche und es wird sich wegen politischer Feigheit und Verfilzung nichts ändern...

Erschreckend viele Parallelen

Erschreckend viele Parallelen zwischen dem Fall Katholische Kirche und dem Fall Colonia Dignidad in Chile.
Der Staat schaut weitgehend zu, obwohl einem offensichtliche Kriminelle Strukturen förmlich ins Gesicht springen. Auch bei der Katholischen Kirche müsste es weltweit und lückenlos mit Hundertschaften der Polizei Durchsuchungen, Beschlagnahme von Akten / Datenträgern, Vernehmungen geben. Auch im Fall der katholischen Kirche werden sich in 40 Jahren Politiker entschuldigen müssen, weil man nicht alles getan hat, was möglich war, um diese Fälle zu verhindern und aufzuklären

Reuental

Sie zahlen gerne Steuern? An die Kirche? Wegen Diakonie und Firlefanz?
Da hätte ich lieber, der Staat würde sich um solche Aufgaben kümmern. Genau das ist sein Job. Ich sehe absolut keine Notwendigkeit, die Pfaffen mit Steuern zu alimentieren. Was bringen die der Allgemeinheit? Nichts. Wer das,anders sieht, soll seinen kirchenbeitrag direkt an die Kirche zahlen. Da braucht man das Finanzamt als Erfüllungsgehilfen nicht.
Und wieso können Kirchen Akteneinsicht verweigern? Das darf keine Firma, wenn die Steuerfahndung kommt. Wozu dieser Kotau vor diesem Märchenbuch. Nichts davon hat je stattgefunden. Meine fresse....

von @Tada um 10:26

Zitat:
"Dass Opfer von Missbrauch oft schweigen hat sicher Ursachen, aber die Kirche an sich ist bestimmt keine davon. Da läuft etwas in der Gesellschaft oder der Gesetzgebung nicht so, wie es sollte."

Das sehe ich aber ganz anders als Sie! Gerade auch diese abartige religiöse Prüderie allerorten, kann gerade auch bei den Opfern von körperlicher Gewalt mit sexuellem Hintergrund dazu führen, dass man als Opfer extreme Schuld- und Schamgefühle erleiden wird. Schließlich sind es genau jene religiösen "Sittenwächter" welche dafür sorgen werden, dass im Allgemeinen die lebenswichtige Sexualität als was "schmutziges" und als was "sündhaftes" zu betrachten ist. Es ist im Grunde genommen ein Akt der Menschenfeindlichkeit wie es schlimmer nicht sein kann.

Seit Tausenden von Jahren

steht die Kirche "über den Dingen", läßt sie Kriege beginnen, foltert und ermordet Menschen. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass sogar in der "Neuzeit" sich die Kirchenmänner an Kindern und Frauen vergehen, dabei sogar Nonnen nicht in Ruhe lassen. Und alles im Namen Gottes.
Dieser Verein, genannt KIrche gehört abgeschafft und sein Vermögen, dass die Kirche ohnehin nur zusammengeraubt hat (Zwangsabgaben, der Zehnt, jetzt Kirchensteuer und Bezahlung Kirchenbediensteter durch Steuergelder, jährliche zweistellige Milliardenzahlungen an die Kirchen in Deutschland), unter die Bevölkerung aufgeteilt.

10:26 von Tada

“@harry_up (09:55)
Ihre Behauptung:
"Da benennt eine andere Frau einen Mann, der sie in einem Beichtstuhl sexuell missbraucht hat, und kein Staatsanwalt kümmert sich darum.
Grund?"
Ihre Antwort: “Sie verbreiten Fake News. Natürlich kann jeder eine Strafanzeige gegen einen Prister stellen und das wird wie jede andere Anzeigen geprüft.“

Geprüft ja. Und nicht weiter verfolgt. Warum? Weil 'harry_up' recht hat.
Sagt Ihnen der Name Doris Reisinger etwas? Nein? Dann suchen Sie.
Ich zitire: “Sie [Frau Reisinger] hat ihren Vergewaltiger [einen Priester, Vergewaltigung auch im Beichtstuhl] angezeigt. Die Behörden verfolgen den Fall nicht weiter. Der mutmaßliche Täter hat ihnen von einer einvernehmlichen intimen Beziehung berichtet.“

Frau Reisinger spricht darüber mit einer verantwortlichen Ordensschwester. Die sagt, Doris selbst habe den Priester in Versuchung geführt. Es wurde dem Geistlichen geglaubt.

Unterstellen Sie Mitusern nicht, dass sie lügen. Informieren Sie sich vorher

@ reuenthal, um 11:03

re @ harry_up

Zu folgendem Kernsatz Ihres Kommentars:

“...Dass ich damit [Kirchensteuer] ablehnenswerte Strukturen in der Kirche finanziere...“

habe ich noch folgende Fragen:

Würden Sie diesen Satz so auch den Eltern ins Gesicht sagen, von denen Sie gerade erfahren, dass deren Sohn kürzlich missbraucht wurde?

Und wie sehen Sie Ihre Formulierung im Falle des Betroffenseins Ihres eigenen Kindes?

@ Tada, um 10:26

re @harry_up (09:55)

“Dass Opfer von Missbrauch oft schweigen hat sicher Ursachen, aber die Kirche an sich ist bestimmt keine davon.“
Abgesehen davon, dass bei einer solchen Behauptung mein Zwerchfell erstarrt:
Bitte verdrehen Sie nicht schon wieder meine Aussagen.
Ich rede von Namen von Tätern und Opfern, die bekannt sind, bei denen die Kirche, obwohl diese ihr bekannt sind, nicht das Gebotene in angemessener Zeit unternimmt.
Lesen Sie doch den Artikel nochmal.

Solange wir in unserem Land

Solange wir in unserem Land das Anzeigen von Fehlverhalten und Straftaten als Verrat und Jene als Nestbeschmutzer bezeichnen, werden wir solche Fälle wie in der Kirche immer wieder erleben. Wir zeigen hier ein beschämendes Verhalten als Rechtsstaat, indem wir die Aufarbeitung der Kirche selbst überlassen.

Das Image der Organisation darf nicht leiden und daher werden Straftaten lieber verschwiegen und unsere Gesellschaft akzeptiert das.

@reuenthal

"Dafür zahle ich gern in die bei uns gute Gemeindearbeit der Kirche, in die Diakonie oder Caritas, sowie ich auch mit Stolz unser staatliches solidarisches Sozialsystem mitfinanziere. "

Und genau da ist das Problem. Die Diakonie und Caritas werden von den Kirchen getragen, aber eben nicht finanziert. Genauso wenig unser solidarisches Sozialsystem. Die Kirche hat es tatsaechlich geschafft sich mit fremden Geld als Wohltaeter auszugeben .
Es gibt keinen Grund warum diese guten Taten nicht von anderen getragen werden koennen, wie etwa in anderen Laendern.
Ausserdem, wir als Buerger zahlen immer noch Reparationen an die Kirche, auch wenn wir konfessionslos sind. Das umgeht die Trennung von Kirche und Staat aber gewaltig und ist ungeheuerlich.

Wir muessen den Einfluss der Kirche beschneiden.
Warum sind die Haelfte der Mitglieder im Ethikrat Theologen? Es gibt keinen Grund dafuer, weil Theologen nicht ethischer sind, oder ein besseres Verstaendnis fuer Ethik haben als andere Menschen.

@schabernack, 11:32

„Die Katholische Kirche war nie, ist nicht, wird nie eine Demokratische Institution sein. Das ist nicht eine einzige aller Religionen“

Stimmt.

"Muss auch nicht unbedingt".
Aber Veränderung muss definitiv …!“

Die ist schlicht eine Frage der Überlebensfähigkeit der Kirche (als Institution). Weil sie sonst ihre Basis - die Glaubwürdigkeit - endgültig verlieren wird. Diese Notwendigkeit zur Veränderung gilt übrigens nicht nur für die Institution „Kirche“.

09:28 von flodian

"warum sollte die Kirche überhaupt etwas machen?
Sie steht doch eh über dem Gesetz."

.-.-.-.-.

Ich denke, dass nicht nur ich Ihre Behauptung als albernen Spruch empfindet, an den Sie wahrscheinlich selber glauben.

Und darum fällt eine solche Aussage auf den Aussagenden zurück, der nicht differenziert die Dinge wahrnehmen kann.

09:07 von ooooch nö

"Katholische Kirche in Deutschland schließen. Vermögen konfiszieren. Gotteshäuser meistbietend versteigern. Wer sich so gebärdet, kann auf keinen Fall irgendwas fürs Selenheil machen. Warum sollte man solche Bestien um Verzeihung bitten? Was würde das bringen? Die können niemanden vorm Fegefeuer retten."

Ich lese Ihren Text als gewaltbereiten Hass, der sich um schwebende Verfahren nicht kümmert, sondern im Vorverurteilen das Prädikat "Bestie" verteilt.
Vor sowas graut mir unendlich.

Ich habe genug Bücher gelesen, um zu wissen, welche Folgen Ihre Position hatte.

re kritikunerwünscht

"Dieser Verein, genannt KIrche gehört abgeschafft und sein Vermögen, dass die Kirche ohnehin nur zusammengeraubt hat (Zwangsabgaben, der Zehnt, jetzt Kirchensteuer und Bezahlung Kirchenbediensteter durch Steuergelder, jährliche zweistellige Milliardenzahlungen an die Kirchen in Deutschland), unter die Bevölkerung aufgeteilt."

Sie haben nur vergessen, den GG-Artikel betr. Religionsfreiheit vorher zu streichen.

Zweistelligen Milliardenzahlungen ist übrigens schamlos übertrieben.

re residue

"Ausserdem, wir als Buerger zahlen immer noch Reparationen an die Kirche, auch wenn wir konfessionslos sind."

Diese Zuwendungen beruhen auf Staatsverträgen zwischen Kirche und Staat. Sie können sich wegen konfessionslos davon ebensowenig befreien wie ein Pazifist vom Verteidigungshaushalt.

10:54 von freiheitfürdiem...

"Eines Tages wird diese religiöse Gehirnwäsche schon ab der Kindheit von der modernen Menschheit überwunden."

.-.-.-.-.

Unsere jüngste Geschichte lehrt aber das Gegenteil. ->

Der christlich-religiöse Fanatismus ist seit ungefähr unserer letzten Jahrtausendwende in den deutschsprachigen Ländern jäh angestiegen, sozusagen aus vermodertem Boden wieder herausgebuddelt worden.

Dieser religiöse Fanatismus ist nach meiner Beobachtung eine Gegenbewegung, was genauer auszuführen hier nicht am Platz wäre.

Was die katholische Kirche betrifft, so sehe ich durchaus, dass man sich um das hier thematisierte Problem zumindest bemüht.

Das steht auch so im Artikel.

Übrigens:
die Schandtaten an den Kindern sind nicht einer Religion entsprungen.

09:07 von ooooch nö

«Katholische Kirche in Deutschland schließen. Vermögen konfiszieren. Gotteshäuser meistbietend versteigern.»

Die Eigentums- / Besitzverhältnisse der KK haben erst mal gar nichts mit Fehlverhalten / sexuellem Missbrauch durch Priester / Pfarrer zu tun.
Trägt nicht in direkter Linie zum Missbrauch bei.

Kirchen sind "neben Ort Gottes" Zeugnisse von architektonischem / kultur-historischem Rang. In EUR / S-AME sind es Kirchen, in Asien sind es Tempel. Zur Entwicklung der Kultur trugen + tragen beide in gleicher Weise an jeweils anderen Orten bei.

Wer erhielte die Kulturgüter, würde man sie an wen versteigern …?

«Wer sich so gebärdet, kann auf keinen Fall irgendwas fürs Selenheil machen.»

Sind nicht alle Vertreter der KK, die sich so gebärden. Noch ist es überhaupt die Mehrheit. Mehr als bedauerlich der völlig falsch verstandene "Corpsgeist" der Kirchenführung.

«… können niemanden vorm Fegefeuer retten.»

Das eh nur in finsteren Vorstellungen von Angstmacherei existiert …!

Interessanter Verein!

Jahrelanger Kindesmißbrauch, ominöse Maffia-Geschäfte, demnächst im Schleuser-Handwerk tätig, niemandem Rechenschaft schuldig, Erpressung,....
.
Da können manche Clans vor Neid erblassen!

@ 14:15 von Nettie

"Die ist schlicht eine Frage der Überlebensfähigkeit der Kirche (als Institution). Weil sie sonst ihre Basis - die Glaubwürdigkeit - endgültig verlieren wird."
.
Das kann der Kirche schlicht und ergreifend egal sein. Sie wird aus Steuergeldern finanziert (was man ja eigentlich schon seit 100 Jahren ändern will, nur traut sich da keiner ran).
Ihre Kirchensteuer ist da nur ein kleines Zubrot.

@harry_up

"Bitte verdrehen Sie nicht schon wieder meine Aussagen.
Ich rede von Namen von Tätern und Opfern, die bekannt sind" Am 09. Januar 2020 um 13:08 von harry_up

Das wird immer skurriler:
Die Kirche weigert sich Täter zu benennen (steht im Artikel), deren Namen (wie Sie schreiben) bekannt sind?

Dürfen die Opfer da noch ein Wörtchen mitreden, oder steht Ihr Wille über dem der Opfer?

11:32 von schabernack

"Die Katholische Kirche war nie, ist nicht, wird nie eine Demokratische Institution sein. Das ist nicht eine einzige aller Religionen."

.-.-.-

Es liegt nicht im Wesen von Religion, undemokratisch zu sein. Auch nicht, demokratisch zu sein. Denn sie ist an sich kein politicum.

Eine Kirche ist natürlich ein politicum.
Aber auch in ihrem Wesen liegt es nicht, undemokratisch zu sein.

Wenn sie es dennoch ist, hat es andere Gründe, die nicht in der Religion liegen.

Die Evangelische Kirche ist weitgehend demokratisch, und ich kann mich an die Zeit der Studentenbewegung erinnern, wo christliche Studenten im Gottesdienst die Führung übernommen haben.

Bis heute werden die biblischen Texte von ihr als zeitgebundene gedeutet und haben keine Befehlsgewalt.

Das "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" hat viele in den letzten Jahrzehnten dazu gebracht, in die Kirche einzutreten oder sich zumindest als Christ zu fühlen.

Das hat nichts mit Nicht-Demokratie zu tun

@Margareta (12:55)

Sie wissen aber schon, dass es hier um Kindermissbrauch geht?

Da kann kein Täter behaupten, das Kind habe eingewilligt!!!

Was Beziehungen zwischen Erwachsenen angeht, so ergeben sich dieselben Probleme für das Opfer wenn der Mann kein Prister ist. Das ist immer schwierig, die Tat zu beweisen.

14:50 von karwandler

«Diese Zuwendungen beruhen auf Staatsverträgen zwischen Kirche und Staat. Sie können sich wegen konfessionslos davon ebensowenig befreien wie ein Pazifist vom Verteidigungshaushalt.»

Der einzelne Bürger kann sich von den Zahlungen allerdings nicht befreien.

Die Zahlungen des deutschen Staates an die Kirchen wurden ja einst im Staatsvertrag als Ausgleich "für Säkularisations-Enteignungs-Kompensation" auf der Basis von angenommen-abgeschätzten Werten der kirchlichen Besitztümer zur Zeit des Abschlusses des Staatsvertrags festgesetzt.

Wohl nicht gar so einfach, heutzutage genau nachzurechnen, wie viele Gelder bereits aufgrund des Vertrages flossen. Sollte der Staat DEU aber mal versuchen, bestmöglich zu erfassen. Ich las vor ca. 3 (?) Jahren einen Artikel, der besagte, der weltlich-geldliche Verlust der Kath. Kirche "sei längstens über-reparationiert". Ob das so ist … weiß ich nicht.

Hat aber eher wenig mit dem Missbrauchs-Geschehen in der Institution Kath. Kirche in DEU zu tun …

scheinheiliger Verein

Was soll man anderes von diesem scheinheiligen Verein namens Katholische Kirche schon erwarten? Hat da etwa irgendjemand wirklich geglaubt, dass sich was ändern würde? Diese Kirche denkt in Jahrhunderten, da werden unbequeme Fragen einfach ausgesessen.

@freiheitfürdiem

"Gerade auch diese abartige religiöse Prüderie allerorten" Am 09. Januar 2020 um 12:47 von freiheitfürdiem

Ja, natürlich. Die "religiöse Prüderie".

Ohne diese "Prüderie" fänden es einige Leute völlig normal sogar Sex mit Kindern zu haben, wenn diese "einwilligen".

Von @Sausevind um 14:55 Uhr

Zitat:

"Die Schandtaten an den Kindern sind nicht einer Religion entsprungen."

Vorsicht! Alleine schon der Begriff "Schandtat" entspricht dem religiösen Sprach- und den Sittengebräuchen.

"Das Kind wurde geschändet" heißt es dann häufig genug. Wie weit soll das dann noch gehen? Schande über das Kind? (Das Opfer) Es hat seine Unschuld verloren? Es ist schuldig?

Dreimal dürfen Sie raten woher diese barbarischen Begriffsformen eigentlich abstammen werden. Hier werden systematisch Opfer zu Tätern gemacht! Das ist einer der wesentlichen Gründe dafür, warum sich bisweilen die betroffenen Personen über Jahrzehnte in Stillschweigen wahren. Man wird das wohl mit den allgemeinen religiösen Schamgefühlen begründen müssen. Das ist alles so unfassbar!

@WiPoEthik

"In der Vergangenheit erhielten Opfer von der Kirche hier äußerst wenig Unterstützung. An erster Stelle stand dabei eher den Ruf der Kirche nicht zu beschmutzen." Am 09. Januar 2020 um 11:43 von WiPoEthik

1) Welche Aufarbeitung verlangen Opfer, die ihre Täter nicht angezeigt haben? (Interessiert mich wirklich, genau wie die Gründe, warum sie die Taten haben verjähren lassen. Sie werden sicher ihre Gründe gehabt haben. Ist nur die Frage, ob bei diesen die Kirche überhaupt eine Rolle spielt.)

2) Welchen Ruf der Kirche? Lesen Sie die Kommentare hier nicht? Früher gab es auch solche Meinungen, aber kein Internet.

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