Ihre Meinung zu: Streik des Kabinenpersonals: Eurowings streicht mehr als 170 Flüge

29. Dezember 2019 - 14:05 Uhr

Wegen des drohenden UFO-Streiks hat Eurowings einen Sonderflugplan für Montag bis Mittwoch veröffentlicht. Gut 170 Flüge fallen aus. Zwischen den Konfliktparteien scheint es keine Annäherung zu geben, der Ton verschärft sich.

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Kommentare

Streik des Kabinenpersonals:Eurowings streicht mehr als 170 Flüg

Was,ein Streik in Deutschland ? Die muß man ja sonst mit der Lupe suchen.

Von der UFO sollten sich mal manch andere Gewerkschaften eine Scheibe abschneiden,statt "wir haben uns geeinigt zu rufen".Und dann miese Abschlüsse.

Ja das sollen

machen, vielleicht bringt es ja was, die nächsten Teuerungen sind ja schon angesagt im neuen Jahr.
Also wäre mehr Lohn doch hilfreich.
Ich hab auch kein Problem das die Flieger am Boden bleiben, mein letzter Flug war 1978.
Also alles gut.

Viel Erfolg

wünsche ich den Streikenden. Auch und gerade, weil sie gegen eine Übermacht kämpfen, die nicht nur aus dem Tarifpartner besteht, sondern dank professioneller Ausrichtung der Medienstrategien auch aus den vom Streik betroffenen Kunden, die sich - leider - vor den Karren der Arbeitgeberseite spannen lassen. Heutzutage ist eben nicht mehr das Kapital der natürliche Feind des Arbeitnehmers, sondern der Kollege vom Betrieb nebenan, der ihn in seiner Rolle als Kunde=König belästigt. Kluge Politik. Irgendwoher muss ja die Akzeptanz der Arbeitnehmer für die Niedriglohnwüste Deutschland herkommen.

Am 29. Dezember 2019 um 13:16 von Bernd Kevesligeti

Was,ein Streik in Deutschland ? Die muß man ja sonst mit der Lupe suchen.

Sie freuen sich ja richtig, dass gestreikt wird.
Ich denke die Freude der Reisenden hält sich da wohl in Grenzen.
Ein "wir haben uns geeinigt " wäre weitaus Sinnvoller. Von den Gewerkschaften werden zum Teil, für die Wirtschaft, untragbare Forderungen gestellt. Man kann nur Geld ausgeben wenn man dieses auch einnimmt. Wie die Bundesregierung, scheuen sich auch die Gewerkschaften nicht, Anderer Geld zu verplanen.

UFO gehört zu den wenigen

UFO gehört zu den wenigen Gewerkschaften, die es nicht schaffen, sich effizient mit den Arbeitgebern zu einigen. Sie sollte sich ein Beispiel an der IG Metall oder -Chemie nehmen. Im übrigen wäre es besser Mehrfachgewerkschaftsvertretungen in einem Unternehmen abzuschaffen.

re von Morlem 13:42

Richtig,zur Freude besteht ja auch in diesem Fall Anlaß.
Im Gegensatz zu anderen Fällen,wie Kaufhof/Karstadt.Mit Verzicht auf 13.Lohn und Urlaubsgeld und das von Beschäftigte,die eh nicht gerade viel bekommen.
Aber dafür in der Regel ein Abstand in der Vorstandsvergütung von 70 zu 1 zum normalen Mitarbeiter.

-Augenhöhe angesagt !

@-werner 40 : 13.47 h :

Das Genaue Gegenteil ist d. FALL :

D. braucht Sparten-Gewerkschaften, wie b.d.
Eisenbahn. Es muß schon krachen, sonst nützt d. Ganze aufwand NICHTS !
Nein, auf Augenhöhe m.d. Herrschenden Kapital ! Das ist d. Prämisse, darunter geht garnichts !
Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will ! Dieser Schlachtruf hat mehr denn je seine ultimative Bedeutung !
Chemie u. Metaller : Wg. d. starken Mitgl.-Zahl sind erfolgreiche Abschlüsse i.Si.d. AN möglich geworden!
Wie Streiks gehen (a.Generalstreiks) zeigt UNS das beispielhafte
Frankreich, eine vorbildliche Streik-Kultur !
Da muß d.Dt.Michel noch viel lernen , veilleicht b.d. Nächsten Rezession .
Ich hätte d. ganze Lufthansa lahmgelegt,
unlimitiert !

re frosthorn

"Viel Erfolg

wünsche ich den Streikenden. Auch und gerade, weil sie gegen eine Übermacht kämpfen, die nicht nur aus dem Tarifpartner besteht, sondern dank professioneller Ausrichtung der Medienstrategien auch aus den vom Streik betroffenen Kunden, die sich - leider - vor den Karren der Arbeitgeberseite spannen lassen."

Sie werden selten oder nie Streikbegeisterung dort finden, wo Unbeteiligte davon betroffen sind.

Wer aus beruflichen oder familiären Gründen fliegen will und nicht kann hat jedes Recht, sich über den Streik zu ärgern, und er hat das Recht sich zu verbitten, er würde sich damit vor den Karren der Arbeitgeberseite spannen lassen.

Streiks bei der Bahn und Luftfahrtgesellschaften verbieten

Meiner Meinung nach sind Gesellschaften, die Personen befördern, systemrelevant. Verkehrsverbindungen, die geplant, angeboten und gebucht wurden, müssen auch zuverlässig durchgeführt werden - es sei denn es sprechen dringende technisch- oder wetterbedingte Gründe dagegen. Werden Verkehrsverbindungen nicht durchgeführt, hat das mitunter GANZ ERHEBLICHE negative Auswirkungen auf direkte oder indirekt Beteiligte, wenn nämlich bestimmte Leute nicht zu wichtigen Terminen termingerecht von A nach B transportiert werden können. Dazu kommen total frustrierte Urlauber - mitunter einschließlich ihrer Kinder - die sich lange auf ihren Erholungsurlaub gefreut und auf diesen gespart haben. Das ist alles überhaupt nicht länger hinnehmbar, dass Gewerkschaftsfunktionäre sich auf Kosten unser Allgemeinheit profilieren wollen. Die Politik ist nach meiner festen Überzeugung dringend aufgerufen, nach alternativen Lösungen zu finden, so dass Streiks bei der Bahn und bei Fluggesellschaften endlich aufhören!

Wegfallende Inlandsfluege sind nicht so schlimm

Also dass Inlandsfluege wegfallen, ist nicht so schlimm, sondern schont auch das Klima:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/streik-ufo-111.html

Wegen des für den Jahreswechsel angekündigten Streiks der Flugbegleitergewerkschaft UFO hat die Lufthansa-Tochter Eurowings mehr als 170 Flüge gestrichen. Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte, sind vor allem Inlandsflüge betroffen.

Denn Inlansfluege braucht niemand. Die sind ueberfluessig. Anders sieht es bei inner-EU-Fluegen oder globalen Fluegen aus. Die werden gebraucht. Aber Inlandsfluege kann man anders machen mit Bahn, Bus (Elektro-Fernbussen, Wasserstoff-Fernbussen) oder Auto (Elektroauto oder Wasserstoff-Auto).

re von karwandler 14:13

Aber was für ein Streik soll das sein,der keine Auswirkungen hat ? Jeder Streik,ob Müllabfuhr,Post (sehr selten) oder Bahn und ÖPNV hat naturgemäß Folgen.

Ich wundere

Ich wundere mich immer wieder, daß die UFO noch Mitglieder hat. Die UFO hat mit der Lufthansa öfters Verträge abgeschlossen da wundert mann sich. Z.B: ein Vertrag wobei das LH-Kabinenpersonal pro Jahr 10Millionen Euro einsparen soll. Dies sieht dann so aus: Überstundengrenze erhöhen, keine Spesenerhöhung, kürzere Auslandstops, keine automatischen Gehaltserhöhungen, Einstiegsgehälter kürzen. Weiter werde "geheime" Abmachungen von UFO-Verstandsmitglieder (DeLaCruz) mit Lufthansa gemacht womit sie einfacher Purser2 (Grossraumpureserwerden konnte. Die eigentliche Bedingung für Purser2 waren in der Vergangenheit u.A. 3 Sprachenkenntniss (Deutsche, Englisch und eine weitere). DeLaCruz kam von Condor und verfügte nur über 2 Sprachen (deutsch und englisch) Sie hat erreicht , daß sie um Purser2 mit Ihren nur 2 Sprachkenntnissen dies auch werden konnte. Nikolay Baublies ist wohl das Schlimmste was die UFO zu bieten hat. Sehen sie doch mal im Internet nach. Dort finden sie genug.

Zu dem hier: nein das stimmt so nicht

Von daher sage ich mal zu dem hier:

Schlagabtausch zwischen Konfliktparteien

Das Unternehmen, das mit den Germanwings-Flugzeugen einen Teil seiner Flüge bestreitet, warf UFO eine rücksichtslose "Machtpolitik auf dem Rücken von Kunden und Mitarbeitern" vor und kritisierte das Nein der Gewerkschaft zu einer Schlichtung.

Nein das stimmt so nicht. Denn die Germanwings hat den Teilzeit-Tarifvertrag erst auf Druck der Ufo angeboten aber vorher nicht. Und zu dem hier von der Ufo:

https://tinyurl.com/v6qtqh7
n-tv: Eurowings baut provisorischen Flugplan (Sonntag, 29. Dezember 2019)

Wer die Germanwings-Mitteilung genau lese, sehe, "dass man uns nicht den von uns verhandelten Tarifvertrag, sondern die Regelungen der Lufthansa aufs Auge drücken will". Der Mutterkonzern Lufthansa habe aber weniger Teilzeitmöglichkeiten als Germanwings, einige Modelle seien nur befristet, andere ließen sich nicht kombinieren.

wuerde ich gerne mal diese Mitteilung sehen.

Denkt jeder nur noch an sich?

Streiken im richtigen Maß ist in Ordnung.
Leider wird in der ganzen Welt nur noch um persönlichen
Wohlstand und um Macht gestreikt. Dabei bleiben die wirklich armen auf der Strecke.
Die Gewerkschaften schaffen es schon, ein Land kaputt zu streiken.
Jedem Arbeitgeber wird so die Lust genommen einen Betrieb zu führen.
An die Kinder, die durch die Streiks leiden müssen denkt niemand.
z.B.: Was brauchen die später Rente, wichtig ich kann mit 50 schon ein tolles Leben ohne Arbeit führen.

14:13 von karwandler

Wer aus beruflichen oder familiären Gründen fliegen will und nicht kann hat jedes Recht, ...

Und wie stehen Sie zum Klimawandel, an dem ja 2 % des weltweiten CO2-Austosses auf die Luftfahrt zurückzuführen ist?

Ein Streik

ist etwas ganz normales. Wir sollten in D froh über unserer Tarifstruktur sein. Sonst wird ja immer das Niedriglohnland D gemeckert.

Für die Gäste tut es mir leid, wobei Eurowings ja auch ehr eine Billigairline der LH ist. Leider gibt es in D kaum Wettbewerb in diesem Bereich. LH baut immer mehr Service ab oder macht den Service kostenpflichtig. Die Mitarbeiter werden ausgepresst und das Managment macht aus meiner Sicht strategische Fehler über die man in 20 Jahren den Kopf schüttelt, nur um die Dividende kurzfristig zu erhöhen. Wem hat einst Condor gehört und wer hat überlegt Teile davon zurück zu kaufen?

re bernd kevesligeti

"re von karwandler 14:13

Aber was für ein Streik soll das sein,der keine Auswirkungen hat ? Jeder Streik,ob Müllabfuhr,Post (sehr selten) oder Bahn und ÖPNV hat naturgemäß Folgen."

Unsinn. Die meisten Streiks legen ein produzierendes Unternehmen lahm und das spürt der Unbeteiligte nicht oder nur sehr sporadisch.

Seinen BMW kriegt der Kunde auch dann, wenn mal eine Woche bei BMW gestreikt wird.

Ob Kunde oder Mitarbeiter,

beides sollte ein Unternehmen ordentlich behandeln, wäre gut fürs Image.

Alle nach dem Streik ....

vor vollendete Tatsachen stellen!
Stellenabbau, CO2 Steuer, liebe UFO Mitglieder geht zur ARGE.

Nicht nachgeben!

Ich wünsche dem Kabinenpersonal vollen Erfolg bei der Durchsetzung der Forderungen.

Es geht, wie bei fast allen Tarif-Auseinandersetzungen, um die simple Frage, welchen Anteil vom Betriebserfolg denen zukommen soll, die die Arbeit machen. Solange noch Riesenprofite an die Anteilseigner fließen, gibt es keinen Grund zurückzustecken.

Wenn die Unternehmensführung sagt: "Wollen wir wirklich leidenschaftliche Service-Mitarbeiter zwischen Weihnachten und Neujahr mit der Frage belasten, ob sie ihre Fluggäste in einer ganz wichtigen Ferienphase einfach stehen lassen?", ist das billige Rhetorik.

Dieselbe üble Rhetorik wird seit 20 Jahren auch angewendet um zu verhindern, dass jemals in der Altenpflege gestreikt wird. "Ihr werdet doch nicht verantworten wollen, dass die hilflosen alten Menschen allein gelassen werden?" heißt es dort, und es wirkt.

Wenn man Streik in einer Branche ausschließen will, muss man die Branche verstaatlichen.

@Peter Hamburg, 14:30

Es gibt eine Möglichkeit, Streiks in bestimmten Sparten / Branchen auszuschließen, indem man Beamte statt normaler Beschäftigter einstellt. Früher war das auch mal so, bei der Bahn und auch der Post. Da hielt man sich aber für oberschlau und dachte nur an die Kosten. Und angestellte Arbeitnehmer haben auch nun mal ein Streikrecht.
Was natürlich völlig weltfremd ist, ist Ihre Argumentation, der Gesetzgeber müsse dafür sorgen, dass nicht gestreikt wird, wenn es Betroffene gibt, die dann ihre Leistung nicht erhalten. Das wäre nichts anderes als die Abschaffung des Streikrechts. Wenn Sie übrigens ein Ticket buchen, haben Sie einen Anspruch gegenüber der Fluggesellschaft, nicht aber gegenüber dem einzelnen Mitarbeiter. Machen Sie doch diesen Anspruch geltend und verlangen Sie, dass die Vorstände die Arbeit des Kabinenpersonals übernehmen! Niemand hindert Sie.

@karwandler, 14:13

Wer aus beruflichen oder familiären Gründen fliegen will und nicht kann hat jedes Recht, sich über den Streik zu ärgern, und er hat das Recht sich zu verbitten, er würde sich damit vor den Karren der Arbeitgeberseite spannen lassen.

Man kann zumindest von ihm verlangen, dass er drüber nachdenkt, warum es zu dem Streik kommt. In diesem Fall ist es ganz klar die Arbeitgeberseite, die das zu verantworten hat.
Was Sie verteidigen, ist das Recht auf die Empörung über die "maßlosen, gierigen" Mitarbeiter, deren "Opfer" der Kunde wird, und das ist genau die Medienstrategie, die ich weiter oben beschrieben habe.

@13:36 von frosthorn

"Viel Erfolg
wünsche ich den Streikenden. Auch und gerade, weil sie gegen eine Übermacht kämpfen, die nicht nur aus dem Tarifpartner besteht, sondern dank professioneller Ausrichtung der Medienstrategien auch aus den vom Streik betroffenen Kunden, die sich - leider - vor den Karren der Arbeitgeberseite spannen lassen. Heutzutage ist eben nicht mehr das Kapital der natürliche Feind des Arbeitnehmers, sondern der Kollege vom Betrieb nebenan, der ihn in seiner Rolle als Kunde=König belästigt. Kluge Politik. Irgendwoher muss ja die Akzeptanz der Arbeitnehmer für die Niedriglohnwüste Deutschland herkommen."

Diesen Ausführungen möchte ich mich mich einem fetten DANKE anschließen.

@ Morlem 13:42 Uhr

"Man kann nur Geld ausgeben wenn man dieses auch einnimmt. Wie die Bundesregierung, scheuen sich auch die Gewerkschaften nicht, Anderer Geld zu verplanen."
Die (Bundesregierung) Politiker haben sich ihr Einkommen und Ruhesalär aus dem Steuerhaushalt zugebilligt und das entgegen jeder Mathematik beitragsfrei, aber Verfassungskonform in Gesetze gekleidet.
Warum wird dieses "Mannaprinzip" (keine Beitragsleistung aber viel mehr Ertrag als mit Beiträgen) nicht grundsätzlich gefordert?

re von karwandler 14:55

Das ist es ja gerade:Streiks,Arbeitskämpfe,die müssen Auswirkungen haben.Wie soll sonst Druck entfaltet werden ?

@14:13 von karwandler @frosthorn

"Wer aus beruflichen oder familiären Gründen fliegen will und nicht kann hat jedes Recht, sich über den Streik zu ärgern, und er hat das Recht sich zu verbitten, er würde sich damit vor den Karren der Arbeitgeberseite spannen lassen."

Niemand verwehrt hier jemandem das Recht, sich über Streiks bzw. Streikende zu ärgern.

Man kann auch ungewollt der Arbeitgeberseite dienen. Auch ich denke (ebenso wie 'frosthorn') an Menschen, die aus zwingenden familiären Gründen irgendwo hin wollen, aber wenn abhängig Beschäftigte immer auch auf berechtigte Einzelinteressen Rücksicht nehmen sollen, sind sie der reinen Willkür der Arbeitgeberseite ausgeliefert, weil Streiks dann grundsätzlich nicht mehr möglich sind.

Fristen

Streiks sind in Ordnung und betreffen mitunter auch unbeteiligte Kunden, wenn sie so rechtzeitig angekündigt werden, dass Unbeteiligte umbuchen können und so vornehmlich „nur“ der wirtschaftliche Schaden für das bestreikte Unternehmen bleibt. Was hier aber seit einiger Zeit geschieht, ist das kalkulierte Einbeziehen von Dritten bei Unternehmen der Daseinsfürsorge, die die überwiegenden Lasten des Streiks zu tragen haben. Das wäre ungefähr so, als wenn Kita-Mitarbeiter ihren Streik unvermittelt vormittags beginnen und Eltern keine Chance hätten, zumutbare Ausweich-Lösungen zu suchen. Dabei geht es auch der Gewerkschaft, das darf man nicht vergessen, ausschließlich um wirtschaftliche Vorteile. Es erscheint überfällig, so wie in anderen Ländern verbindliche Ankündigungsfristen vorzuschreiben. Nur dann bleiben Streiks ein faires Mittel des Arbeitskampfs.

@ FritzF 14:55 Uhr

"Ob Kunde oder Mitarbeiter, beides sollte ein Unternehmen ordentlich behandeln, wäre gut fürs Image."
Bitte je eine Kopie an die AG Vertretungen und AN Vertretungen.
Beide kennen ein "WIR" einfach nicht.

14:05 von Bernd Kevesligeti

"" Im Gegensatz zu anderen Fällen,wie Kaufhof/Karstadt.Mit Verzicht auf 13.Lohn und Urlaubsgeld und das von Beschäftigte,die eh nicht gerade viel bekommen.
Aber dafür in der Regel ein Abstand in der Vorstandsvergütung von 70 zu 1 zum normalen Mitarbeiter.""
#
Meine Frau war bei Karstadt beschäftigt. Als sie aus gesundheitlichen Gründen die Schwerbehinderung eingereicht hatte wurde sie kurz davor gekündigt.

Kämpft bitte mit dem

Kämpft bitte mit dem „herrschenden Kapital“ nach Belieben für noch bessere Arbeitsbedingungen, die im internationalen Vergleich indes bereits jetzt schon recht komfortabel sind (es geht konkret um noch bessere Teilzeitbedingungen, glaube ich). Aber gebt den unbeteiligten Gästen, Familien, Reisenden wenigstens die Zeit, umzubuchen. Ein Streik bedeutet, seine Arbeitskraft nicht mehr herzugeben, nicht aber, Dritten die Möglichkeit zu nehmen, auf andere Unternehmen auszuweichen. Es wird also unanständig, wenn einige wenige Branchen ihre besondere Stellung ausnutzen und der überwiegende Teil des Streik-Schadens dann auf den Schultern von völlig unbeteiligten Dritten lastet. Die allermeisten anderen Branchen zeigen, wie es anständig geht, und verhandeln zwischen Arbeitnehmern und -gebern direkt.

Peter Hamburg 14:30

„Streiks bei der Bahn und Luftgesellschaften verbieten
Meiner Meinung nach sind Gesellschaften, die Personen befördern, systemrelevant.“
Klar kann man machen und wie geht es dann weiter ? Als nächstes verbieten wir Streiks in Krankenhäusern, die Volksgesundheit ist ja auch irgendwie systemrelevant. Danach dürfen in Kindergärten und Schulen nicht mehr gestreikt werden, Bildung ist schließlich auch systemrelevant und am Ende landen wir bei den Autobauern, denn als sogenannte Schlüsselindustrie sind die aber sowas von systemrelevant

@15:02 von Wolfgang E S

"Dieselbe üble Rhetorik wird seit 20 Jahren auch angewendet um zu verhindern, dass jemals in der Altenpflege gestreikt wird. "Ihr werdet doch nicht verantworten wollen, dass die hilflosen alten Menschen allein gelassen werden?" heißt es dort, und es wirkt."

Ich kann mich nur zu gut an einen Streik des Hamburger Krankenhauspersonals erinnern. Als wir von der Uni-Klinik durch den Stadtteil der 'Möchtegern-Vornehmen' (Eppendorf)zogen, versuchte man aus einigen Fenstern über den Streikenden Wassereimer auszukippen. Das sind dieselben Menschen, die heute den Pflegenotstand bejammern, aber nur aus der Angst heraus, dass sie selbst davon betroffen sein könnten. Die Gründe dafür werden nicht hinterfragt.
Unser Klinikchef hatte zuvor die Teilnahme an einem Ärztestreik in Berlin ausdrücklich begrüßt. Als der Streik des sogenannten nichtwissenschaftlichen Personals anstand, hieß es: Das können wir uns nicht leisten. Und vom Vorstand hagelte es rechtswidrige Drohungen der Abmahnung.

Gesetzlicher Rahmen

Es gibt auch andere Lösungen wie in Frankreich und vielen anderen Ländern, wo Fristen für die Streikankündigung gelten, die dafür sorgen, dass nicht einige ganz wenige Branchen wie im Wilden Westen Streiks so kurzfristig ausrufen, dass der überwiegende Schaden bei Dritten liegt, die weder etwas für die Arbeitsbedingungen noch andere Streik-relevante Fragestellungen beitragen könnten. Unser Streikrecht muss an die Wirklichkeit angepasst werden, die nicht mehr aus frühindustriellen Werkhallen besteht.

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