Ihre Meinung zu: Ukraine-Konflikt: Die Gefangenen kehren heim

29. Dezember 2019 - 12:09 Uhr

Es ist ein Zeichen der Hoffnung im Ukraine-Konflikt: Im Osten des Landes haben die Konfliktparteien begonnen, Gefangene auszutauschen. Am Ende sollen alle Gefangenen heimkehren.

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Kommentare

Seltsame Argumentation

Ich habe nicht das Problem damit, dass Russland die größtenteils russischstämmigen Ostukrainer unterstützt, auch militärisch, denn diese Menschen wurden nach dem Maidanputsch sofort bedroht und diskriminiert. Auch Gewalt blieb nicht aus. Das ist Notwehr und Schutz einer Ethnie vor Tod und Vertreibung. Der Westen hat die Situation in der Ukraine verantwortungslos für seine egoistischen politischen Interessen genutzt. Menschen waren da egal. Die Situation nach dem Putsch, hat den meisten Menschen in der Ukraine keine Verbesserung der Lebensverhältnisse gebracht, vielen das Gegenteil. Die russischstämmigen Ostukrainer waren im Weg. Auf der Krim wäre es nicht anders gekommen. Zum Glück lief das dort anders. Ich hoffe, dass meine Sicht der Dinge bei der mittlerweile verengten Auffassung von Meinungsfreiheit noch als Meinung durchgeht.

Gefangene kehren Heim?

Es gibt offensichtlich auch gute Nachrichten!
Das Vorliegende zeigt:

Verhandlungen sind allemal besser, als bewaffnete Auseinandersetzungen!

Die Ukraine setzt das Minsker Abkommen nicht um.

Das ist das eigentliche Problem.
Selenski hat zwar in Paris zugesagt, die dort als Voraussetzung vorgesehenen Autonomieregelungen für die Volksrepubliken endlich umzusetzen.
Aber kaum in Kiew angekommen, zeigt er daran kein Interesse mehr. Vielleicht aus Furcht vor den Rechten, die das Minsker Abkommen schon immer ablehnten.

Den Wahlkampf hat er allerdings eigentlich genau mit dem Versprechen, zu einem Frieden zu kommen, gewonnen.

Man fragt sich schon

Die Regierung in Kiew und der Westen werfen Russland vor, die Separatisten finanziell und durch Waffenlieferungen zu unterstützen. Moskau weist dies zurück.

Man darf sich doch fragen, wer die Pro russischen Separatisten unterstützt. Ein 5 Jahre andauernden Konflikt, ohne Nachschub, ist wohl eher Utopie.
Wenn man der Aussage von Herrn Putin Recht geben will, dass er die Pro russischen Separatisten nicht unterstützt, dann kommt die Unterstützung wohl aus den Usa, China ,Europa oder gar aus dem Kongo.

Hoffnung

Dieser Gefangenenaustausch ist tatsächlich ein Zeichen der Hoffnung. Lag es an der alten Poroschenko-Regierung, dass wir so lange auf dieses positive Zeichen warten mussten? Vielleicht hat ja auch Minsk 2 jetzt mittelfristig noch eine Chance. Ich hoffe es für alle Ukrainer, aber besonders für die leidgeprüften Menschen im Osten.

Überrascht

Endlich mal ein neutraler Bericht der TS, ohne Russland-Bashing. So soll es auch sein - über Fakten berichten und den Lesern keine Meinung aufzwingen.

Wegelagerer

Ihrer Argumentation kann ich weitgehend folgen. Allerdings muss auch gesagt werden, dass ein wie auch immer gestaltetes Eingreifen RS auf Staatsebene mit dem Völkerrecht nicht vereinbar wäre und daher abgelehnt werden muss.
Wir haben in unserem Land Gott sei Dank noch eine garantierte Meinungsfreiheit, leider aber keine Meinungsvielfalt mehr. Man könnte demnach fälschlicherweise zu der Annahme geraten, es gäbe keine Meinungsfreiheit mehr.

Bruderkrieg

In UA findet ein stellvertretender Bruderkrieg statt, da beide der russischen Völkergruppe angehören.
Der(Werte)westen, sprich USA haben dort sehr erfolgreich Zwietracht gesät, um ihre dunklen Geschäfte abwickeln zu können.
Putin ist kein Waisenknabe, aber trotz allem glaubwürdiger als unsere Dealmaker.

11:38 von Morlem

Wenn man der Aussage von Herrn Putin Recht geben will, dass er die Pro russischen Separatisten nicht unterstützt, dann kommt die Unterstützung wohl aus den Usa, China ,Europa oder gar aus dem Kongo.
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Ironie ist immer gut.
ABER, Putin hat NIE behauptet dass Russland die Rebellen nicht unterstützt

Die Gefangenen kehren heim ...

Es war Weihnachte und die Christenheit dröhnt unter sich, was soll das auch mit den Kriegsgefangenen?
Putin hat mit den in gang gesetzten Prozessen (echte oder instrumentalisierte Angst im Grenzgebiet / NATO Aufrüstung) (Sanktionen und Misstrauen) die Krim teuer erkauft. Egal wie der Prozess weiter geht, wir alle müssen aufpassen, das uns der entstehende Mödel nicht gänzlich um die Ohren fliegt.
Ablenkungsmanöver dieser Art sind nur eines, kontraproduktiv und zutiefst unsinnig, aber natürlich geeignet ein paar Ressentiments zu aktivieren, die eine Art Kriegswirtschaft rechtfertigen und den Oligarchentrust stabilisieren.

Ukraine-Konflikt:Die Gefangenen kehren heim.....

Vor dem orthodoxen Weihnachtsfest werden Gefangene freigelassen.Eine gute Nachricht.

11:33 von Wegelagerer34

Einer der besten Kommentare seit langem.

Am 29. Dezember 2019 um 11:33 von Wegelagerer34

Schön wie sie für die Ostrukrainer eine Lanze brechen und sie in der Opferrolle darstellen. Es ist nur so, dass es eigentlich nur durch massive Umsiedlung zu Sovjet Zeiten, zu einer russischstämmigen Ostukrainischen Bevölkerung geführt hat.
Nach ihrem Verständnis, darf sich der Türkisch bewohnte Stadtteil von Berlin also auch Abspalten und sich der Türkei anschliesen, sozusagen als Enklave, nur weil dort viele Türken leben.

Eine gute Nachricht für das Jahr 2019

Nimmt man allerdings die vielen Todesopfer die der Krieg in 5 Jahren gekostet hat, dann sieht es anders aus. Putin steht hier auf der Liste der Unterstützer, wenn nicht als Verursacher für diese Toten. Einer der das Völkerrecht mit Füssen tritt, darf jetzt keine Absolution gegeben werden. Kriegsverbrechen verjähren nie.

Morlem

Es kann durchaus eine Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen der bewaffneten Kräfte in der Ostukraine geben. Es ist durchaus möglich, dass Russland als Staat keine Unterstützung leistet. Dies mit Sicherheit zu behaupten halte ich aber für genauso gewagt wie das genaue Gegenteil. Genaues wissen wir einfach nicht und die Propaganda zu diesem Konflikt hat mit Informationsvermittlung wenig zu tun.

11:38 von Morlem

Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.

11:33, Wegelagerer34

Sie wollen wirklich behaupten, es gäbe so etwas wie eine ostukrainische Erhnie?

11:33 von Wegelagerer34

"Das ist Notwehr und Schutz einer Ethnie vor Tod und Vertreibung. Der Westen hat die Situation in der Ukraine verantwortungslos für seine egoistischen politischen Interessen genutzt. Menschen waren da egal."

Was Sie da schreiben, muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da werden schätzungsweise mehr als 13 000 Menschen im Ostukraine-Konflikt umgebracht, und Sie sprechen von "Notwehr und Schutz einer Ethnie". Mal ganz zu schweigen davon, dass Sie der russischen Regierung hier einen Blankoscheck für weitere Aktionen in anderen Gegenden ausstellen, wo auch angeblich die russischstämmige Bevölkerung bedroht wird.

"meine Sicht der Dinge bei der mittlerweile verengten Auffassung von Meinungsfreiheit"

Inwiefern die "Auffassung von Meinungsfreiheit" verengt ist, mag Ihr Geheimnis bleiben - besonders wenn man unsere mit östlicheren Vehältnissen vergleicht. Im Übrigen kommt mir das alles nicht so vor wie Ihre Sicht der Dinge, sondern eher wie brav nachgesprochen.

@Morlem Ich glaube auch nicht

@Morlem
Ich glaube auch nicht das keiner die Separatisten unterstützt, allerdings waren in der Ostukraine die ganzen Rüstungsfirmen der Ukraine. Wahrscheinlich verhält es sich dort genauso wie in Syrien wo auch niemand die Halsabschneider unterstützt hat und sie dennoch bis an die Zähne bewaffnet waren.

Wie wäre es, wenn

wir uns endlich aus dem Konflikt, den wir zum Großteil mitverursacht haben (unsere politische Führung), heraushalten würden? Sind wir wirklich so gegen ein Ende dieses Konflikts, müssen wir ihn am Laufen halten?

um 11:46 von Hajü

"Lag es an der alten Poroschenko-Regierung, dass wir so lange auf dieses positive Zeichen warten mussten? "

Mag sein. Aber vielleicht lag es auch an der Putin-Regierung, der zunächst die Barbarei in der Ostukraine wichtiger war, die inzwischen jedoch gemerkt hat, dass die Sanktionen der westlichen Staaten nicht von selbst verschwinden.

11:37, krittkritt

Ja sicher, Selenskyi ist ganz böse.

Sie bleiben sich treu.

Aber Sie haben schon mitbekommen, daß gerade ein Gefangenenaustausch im Gange ist und sich in diesem unsäglichen Konflikt einiges bewegt?

Darum geht es nämlich in dem hier zu kommentierenden Artikel, auch wenn Sie mit keiner Silbe darauf eingehen.

um 11:37 von krittkritt

"Die Ukraine setzt das Minsker Abkommen nicht um.
Das ist das eigentliche Problem."

So jedenfalls sieht es die russische Regierung, die ukrainische Verfassungsänderungen zur Bedingung für das Ende der militärischen Auseinandersetzung macht. Die Ukrainer sehen es umgekehrt. Das Abkommen selbst enthält keine Vereinbarung über die zeitliche Abfolge.

Aber selbstverständlich steht es Ihnen völlig frei, hier die Meinung der russischen Regierung zu äußern.

Seltsame Argumentation - tatsächlich?

Zu: "Wegelagerer34" (11:33 Uhr)

Vielen Dank, dass Sie in Ihrem Beitrag die aktuellen Darstellungen der Staatspropaganda von Herrn Putin ausführlich und doch prägnant darstellen. Der von der Russischen Förderation seit Jahren befeuerte Konflikt ist also in Wahrheit nur eine gerechte wie gerechtfertigte völkische Sache zwischen Russen und Ukrainern? Nur: wie passen Ihre Weltdeutungen zu den Aussagen im Artikel?

11:38 von Morlem

«Man darf sich doch fragen, wer die Pro russischen Separatisten unterstützt. Ein 5 Jahre andauernden Konflikt, ohne Nachschub, ist wohl eher Utopie.
Wenn man der Aussage von Herrn Putin Recht geben will, dass er die Pro russischen Separatisten nicht unterstützt, dann kommt die Unterstützung wohl aus den Usa, China ,Europa oder gar aus dem Kongo.»

Wahrscheinlich ist es der Kongo.
Russland jedenfalls ist es nie.
Nicht hier, nicht da, nicht dort.

So wie so ein abwegiger Gedanke, Russland könnte je auf die Idee kommen, wen zu unterstützen, der sich als pro-russisch versteht …

Krieg ist grausam

Ein Gefangenenaustausch ist ein Minimalziel des Minsker Abkommen. Leider kostet es Deutschland und Frankreich sehr viel Zeit und Geld immer wieder bei Russland den Oberlehrer zu geben. Es werden keine Landesgrenzen in Europa mehr verschoben und die Sowjetunion gibt es nicht mehr.

13.000 Tote bis jetzt, um die Ukraine zu bestrafen. Traurig.

Zwei wichtige Fehler

Zu: "Barbarossa 2" (12:04 Uhr)

Sie schreiben: "Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt."

Bitte bachten Sie:

1. Das Mandat von Herrn Putin beschränkt sich allein auf Gebiet und Landsleute innerhalb der Grenzen der Russischen Förderation - die Grenzen vor der illegalen Aneignung der Krim.

2. Herr Putin hat sich sehr zu rechtfertigen: und zwar vor der Bevölkerung, vulgo "dem Souverän", der Russischen Förderation, ergo seinen Wählerinnen und Wählern. Aber vielleicht braucht ein wahrer Autokrat auch keine Rechtfertigung, wie durch Verfassung und Wählerauftrag vorgegeben.

12:04 von Barbarossa 2

«Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.»

Er unterstützt sie doch gar nicht.
Sagt er jedenfalls …

Putins konsequente Politik

Putin weiß, wann er ohne etwas zu opfern, humanitäre Gesten zulassen kann. Zugleich hat er aber verkündet, dass er es als absolut rechtens ansieht, wenn Russland aus vermeintlichen Sicherheitsinteressen (oder auch nur nationalistischen Gründen) andere Staaten militärisch okupiert, so wie Stalin Ostpolen. Putins Solidarisierung mit Stalin, einem der schlimmsten und blutigsten Tyrannen der Menscheitsgeschichte, der ganz bewusst zum Zwecke des Gebietsgewinns in Polen mit Hitler halbe-halbe gemacht hat, läßt diese kleine Geste in einem Zusammenhang stehen, der nichts Gutes verheißen lässt. Russland ist ein großes Land voller ganz normaler Menschen - sie hatten leider in ihrer Geschichte fast immer Pech mit ihren Herrschern, die sie sich kaum je frei und wohlinformiert aussuchen konnten.

Ukraine !

Herr Putin kann abstreiten, was er will, denn es ist doch offensichtlich, dass er die an Rohstoffen reiche Ost- Ukraine sich einverleiben will. Man sieht es doch, wo sich die russische Aggression überall einmischt. Siehe nur in den mittleren Osten, und nun auch noch in Libyen.
Aber man darf auch die Rolle der ukrainischen Regierung nicht übersehen, die viel versprach, aber so gut wie nichts hält. Gerade das ethnische Problem zwischen den verschiedenen Volksgruppen ist bisher keine der verantwortlichen Personen an gegangen.
Eigentlich sollte die ukrainische Regierung ihre rechten Tendenzen deutlich in die Schranken verweisen und zum Zusammenhalt und gemeinsamen Aufbau der Wirtschaft und des Wohlergehens der Gesellschaft animieren, aber leider versackt sehr viel im Sumpf der Korruption und des Machterhaltes.

Russland unterstützt die Ostukraine.

@11:38 von Morlem
Und Putin hat daraus auch nie ein Hehl gemacht. Die Hilfslieferungen mit den Lastwagenkolonnen kommen öffentlich und werden auch von der OSZE berichtet.
Bestritten wird, dass sich Russland mit offiziellen Streitkräften an dem Konflikt beteiligt.
Bei allen auch anwesenden westlichen Beratern hätte die Ukraine dann wohl keine große Chancen.

Militärisches Material erhielten die sog. Separatisten (Antiputschisten) durch Waffen aus der Ukraine. Auf Phoenix war zu sehen, wie Soldaten aus der Westukraine statt zu kämpfen mit ihrem Material übergelaufen sind, bzw. ihre Panzer im Stich gelassen haben.

Poroschenko hatte seinerzeit vor allem Minderheiten, die in Nach-Putsch-Ukraine nicht besonders gut behandelt werden, in die Armee ziehen lassen.
Dass deren "Kampfmoral" begrenzt war, kann man sich denken.

12:04, Barbarossa 2

>>11:38 von Morlem
Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.<<

Seine Landsleute?

Wen meinen Sie damit?

Nervig.

Da werden zum Jahresende Gefangene ausgetauscht, ein Vorgang, den man auch einmal nur rein von der menschlichen, emotionalen Seite sehen könnte.
Aber nein:
Da muss erst einmal von etlichen Kommentatoren das berühmte Haar in der Suppe gesucht und gefunden werden, wenn sich diese auch auf unterschiedlichen Tellern befindet.

Am 29. Dezember 2019 um 12:04 von Barbarossa 2

Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.

Sie vertreten also die Meinung, dass sich Herr Putin einen Dreck um das Völkerrecht scheren kann, da es ja um exportierte Landsleute geht. Und genau das tut er auch, und nicht nur für seine Landsleute, sondern auch für seinen Kumpel Assad, da fällt dann schon mal ne Bombe auf ne Schule oder ein Krankenhaus oder, wie gestern zu sehen war, einen Flüchtlingskonvoi. Ein bewundernswerter Mensch, an Empathie kaum zu überbieten.

@Hajü

"Es ist durchaus möglich, dass Russland als Staat keine Unterstützung leistet."

Nein, das ist nicht möglich. Ohne Russlands Unterstützung wäre der Krieg nach spätestens sechs Monaten beendet gewesen.

Dass Russland in der Ostukraine eine der Kriegsparteien ist, ist mehr als ein offenes Geheimnis - es ist eine Tatsache, egal, ob Putin es lügend abstreitet oder nicht.

Das in Abrede zu stellen bedeutet, die Fakten zu ignorieren.

Polios

13 Tausend Tote in der Ostukraine und Russland ist schuld. Geht es noch differenzierter? Die ukrainischen teils faschistischen Milizen, die diesen Konflikt militärisch eskaliert haben, kommen bei Ihnen gar nicht vor. Parteilichkeit ist eine Sache, relevante Aspekte eines Konflikt komplett auszublenden eine andere.

Es geht also doch, wenn man mag

1) Die ukrainische Regierung und die sog. Separatisten können also doch direkt miteinander verhandeln und etwas erreichen.
2) Tagesschau kann einigermaßen ausgewogen berichten.

2020 bitte jeweils mehr davon!

@ex_Bayerndödel

"Sind wir wirklich so gegen ein Ende dieses Konflikts, müssen wir ihn am Laufen halten?"

Bitte informieren Sie sich, bevor Sie kommentieren.

Es sollte inzwischen bekannt sein, dass Deutschland eines der Länder ist, das aktiv auf eine Beendigung des Konflikts hinarbeitet, und zwar seit Jahren schon.

Das erkennen sogar beide Kriegsparteien an.
Warum nicht auch Sie?

11:49, alex66

>>Endlich mal ein neutraler Bericht der TS, ohne Russland-Bashing. So soll es auch sein - über Fakten berichten und den Lesern keine Meinung aufzwingen.<<

Es ist hier oft so, daß wenn die Tagesschau Tatsachen berichtet, die sich mit der eigenen Meinung nicht in Übereinstimmung bringen lassen, dies so aufgefasst wird, als wolle die Tagesschau einem eine Meinung aufzwingen.

Es ist aber genau umgekehrt.

Man erwartet von der Tagesschau, daß sie ausschließlich Tatsachen berichtet, die die eigene, fest zementierte, in Beton gegossene Meinung stützen.

re von fathaland slim 12:07

Sie fragen nach einer "ostukrainischen Ethnie".
Es ist so,daß Anfang der 1920er Jahre,diese Territorien der ukrainischen Republik zugeschlagen wurden,obwohl sie ethnisch nicht dazu gehören.

@krittkritt, 11.37h

Wie soll denn eine Autonomieregelung aussehen, wenn Russland massiv auf ukrainischen Staatsgebiet interveniert?
Evtl. so:
Die Ukraine zieht sich zurück und Russland bleibt.

Gefangenen- Austausch !

Natürlich ist dieser Austausch von einigen Gefangenen ein guter Anfang. Und es freut mich für all die, die jetzt nach Hause dürfen.
Und ich hoffe sehr für diese Menschen, dass sie nicht total gebrochen sind.
Aber ich erinnere deutlich an dieses scheußliche und unmenschliche Gezanke und Gezerre der politischen Verantwortlichen auf beiden Seiten, die ja das ganze Dilemma aus gelöst haben und es weiter "pflegen" für ihre maßlose Gewinn- und Geltungssucht.
Auch der "Westen" hat seinen Teil dazu bei getragen, durch fragwürdige Geschäfte, durch das Hofieren von verantwortungslosen Politikern und durch zu viel zuschauen und kaum etwas unternehmen.

12:38, DerVaihinger

>>@krittkritt, 11.37h
Wie soll denn eine Autonomieregelung aussehen, wenn Russland massiv auf ukrainischen Staatsgebiet interveniert?
Evtl. so:
Die Ukraine zieht sich zurück und Russland bleibt.<<

Das würde die Annexion der Ostukraine bedeuten.

Die Volksrepubliken haben nie Kiew angegriffen.

@12:07 von Poliós
Die 1000de von Toten gehen auf das Konto der Regierung in Kiew.
Der Einsatz der Luftwaffe gegen die Volksrepubliken ist wesentlich an den Opfern Schuld.
Ebenso der Einsatz geächteter Streumunition, erstaunlicherweise sogar von Human Rights Watch dokumentiert.

Ich hatte die Hoffnung, dass sich mit Selenskis Wahlsieg die Haltung Kiews geändert hat.
Im Moment ist gerade das Abrücken vom Abrücken in Gang.

Der ehemalige Premierminister Arsenik Jazenjuk bezeichnete Menschen aus dem Donbass und Russland als Untermenschen. Poroschenko schwadronierte, dass die Kinder der Volksrepubliken durch die Aufenthalte in Luftschutzkellern eine schlechtere Ausbildung als die Kinder der übrigen Ukraine haben werden etc.

@Barbarossa2, 12.04h

Putin darf seine Landsleute unterstützen, wann und wo er will, so lange er fremdes Staatsgebiet und somit das Völkerrecht nicht verletzt.
Genau gegen das verstößt er in der Ukraine.
Es sind im Kampfgebiet russische Soldaten gefangengenommen worden.
Die Mär von den russischen Armeeangehörigen im Urlaub und den sich verlaufenen russischen Bataillonen kennen sie sicher.

11:33 von Wegelagerer34

«Ich hoffe, dass meine Sicht der Dinge bei der mittlerweile verengten Auffassung von Meinungsfreiheit noch als Meinung durchgeht.»

Puuh. Die gegängelte und geknebelte Meinungsfreiheit hierzulande.
Überall sonst ist sie sicherlich freier und fröhlicher … und weniger verengt.

«Das ist Notwehr und Schutz einer Ethnie vor Tod und Vertreibung.»

Dann stellen Sie mal wie im TV-Krimi je 10 Menschen der Ethnien "Ost-Ukrainer" und "West-Ukrainer" in einer Reihe mit Nummerntäfelchen in der Hand auf. Und sagen dann, wer zu welcher Ethnie gehört. Und noch 10 Menschen aus Polen dazu. Damit es nicht gar zu einfach wird …

Autonomieregelung als Gesetz und in die Verfassung.

@12:38 von DerVaihinger
So ist es im Minsker Abkommen geregelt als Voraussetzung für weitere Maßnahmen.
Und bisher von Kiew nicht umgesetzt.

fathaland slim vs. krittkritt

krittkritt weist darauf hin, dass der innenpolitische Spielraum von Selenkyi begrenzt sein könnte. Seine Einlassungen muss man nicht teilen, ihre 'Gegenargumentation', fathaland slim, halte ich aber schlicht für unsachlich. Polemisieren darf sicher erlaubt sein, aber eine Bezug zur Kernaussage des Gegenüber sollte doch gewahrt bleiben. In diesem Sinne: Für eine Versachlichung der 'Diskussion' ist es nie zu spät.

um 12:34 von Hajü

"13 Tausend Tote in der Ostukraine und Russland ist schuld. Geht es noch differenzierter?"

Habe ich dergleichen behauptet? Interessant jedenfalls, wie Sie mit den Meinungen anderer umgehen.

12:38, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 12:07
Sie fragen nach einer "ostukrainischen Ethnie".
Es ist so,daß Anfang der 1920er Jahre,diese Territorien der ukrainischen Republik zugeschlagen wurden,obwohl sie ethnisch nicht dazu gehören.<<

Sie meinen, die Grenzen von Nationalstaaten sollten ethnischen Linien folgen?

Das würde ich als völkisches Argumentationsmuster bezeichnen. Ein solches hat Osteuropa zwischen den beiden Weltkriegen ein immenses Blutvergießen beschert.

So besehen könnte man auch argumentieren, daß die polnische Regierung einen Anspruch auf das Ruhrgebiet hätte.

Wodurch unterscheidet sich eigentlich die russische von der ukrainischen Ethnie?

Viele der Freunde Putins streiten ja rundheraus ab, daß es eine ukrainische Ethnie überhaupt gäbe.

12:33 von Morlem

War der Putsch in Kiew etwa im Sinne des Völkerrechts. Der Begriff „ Völkerrecht " wird zuweilen arg strapaziert.

Ukraine !

Warum es immer so lange dauert, bis mal ein Minimalziel erreicht wird, ist doch klar.
Die EU ist nicht geeint und tritt auch nicht so auf, sonst hätte eine geeinte EU für Russland schon längst den Hahn zu gedreht und alle möglichen Sanktionen und Einschränkungen gegen russische Firmen und Personen verhängt, bis auch ein Herr Putin merkt, so geht es nicht weiter.
Da aber leider wie immer zuerst nur an all die wirtschaftlichen Beziehungen und daraus der erzielte Gewinn zählt, entstehen zu viele Abhängigkeiten und daraus äußerst schwierige Verhandlungen mit einem Partner, der nur seine Interessen sieht und sie auch mit vielen Toten durch setzen will.

Was sagen eigentlich...

...die Beobachter der OSZE? Die sind nun einmal vor Ort, sollten also aus eigener Anschauung wissen, wie viele "russische Soldaten" sich in der Ostukraine tummeln. Es gibt dazu nämlich konkrete Angaben von dieser Seite. Da wir diese aber nicht vermittelt bekommen, können sich die Verschwörungstheoretiker im Forum so richtig austoben, ohne daß die Redaktion dazu eine Haltung bezieht. Bei den "alternativen Fakten" eines D. Trump ist man doch seit 3 Jahren auch sehr rührig! Warum also findet hier der #faktenfinder keine Substanz.

12:34 von antizweierleiMaß

Wünsche ich mir auch. Und den 3 Schreiberlingen soll hier nicht mehr Platz eingeräumt werden als dem einfachen Landbewohner.

12:54 von Bernd39

Warum also findet hier der #faktenfinder keine Substanz.

Ich bin fest überzeugt, daß man schon so einiges weiss.

11:38 von Morlem

“Wenn man der Aussage von Herrn Putin Recht geben will, dass er die Pro russischen Separatisten nicht unterstützt, dann kommt die Unterstützung wohl aus den Usa, China ,Europa oder gar aus dem Kongo.“

Vielleicht ist das ähnlich der saudischen Regierung/Königshauses. Die unterstützen - haben das noch nie! - islamistische “Freiheits“Kämpfer, wie AlQaida, den IS oder ähnliche Menschenfreunde. Es handelt sich “ausschließlich“ um private Finanzierer. Diese Erklärung des Stabilitätsankers wird von westlichen Regierungen gerne und ohne/mit wenig Widerspruch angenommen.
Warum also sollen es beim Ukrainekonflikt nicht auch private Unterstützer sein?

Ukraine !

Ja, Deutschland versucht tatsächlich seit Jahren zu vermitteln. Aber, wenn man sich in zu viele wirtschaftliche Abhängigkeiten begibt, wird diese Position des Vermittlers sehr schwierig.
Dann denke ich, es wäre doch sinnvoller, mal direkt zu den Separatisten zu gehen und zusammen mit neutralen Personen der UN und Vertretern der Ukraine zu sprechen. Weiter sollte Herr Putin außen vor bleiben und es müsste ihm klar gemacht werden, dass er sich und seine Unterstützung weg bleiben müssen.
Dann könnten in direkten Gesprächen eine für beide Seiten akzeptable Lösung gesucht werden, ohne dass Putin und sein Machtgehabe und seine Geltungssucht vieles verhindert.
Dann könnten sicher noch mehr Soldaten nach Hause kommen.

Putin hat sich nie mit dem Georgier Stalin "solidarisiert".

@12:24 von Autograf
Russland wurde in Sowjetzeiten meistens von "Ausländern" regiert:
Der Georgier Stalin, dann der ukrainische Stalinfreund Chruschtschow, der dann widerrechtlich 1954 die Krim gegen deren Willen an die Ukraine "verschenkte",
dann der Ukrainer Breschnew.
Erst mit Gorbatschow war dann wieder ein Russe am Ruder...

PS.: Auch Polen hatte einen "Nichtangriffspakt" mit Hitler-Deutschland.
Stalin hat sich nach dem Einmarsch Deutschlands in Polen seinerseits an die nach dem 1. Weltkrieg vereinbarte "Curzon-Linie"* gehalten, weshalb Frankreich und England ja auch stillgehalten haben.
*Polen hatte nach dem ersten Weltkrieg versucht, sich Gebiete von den Nachbarn zu holen, die Rote Armee hatte die Aggression abgewehrt, allerdings ohne die Gebiete östlich der vereinbarten Linie, die nach dem britischen Politier Curzon benannt ist.

Einseitige Berichte Pro Russland

Die Ukraine ist einfach zu klein, um bei der Berichterstattung besser wegzukommen.

Deutschland braucht Russland als Rohstoffzulieferer und Reiseland. Deswegen hat Russland massenhaft Kredit bei Uns.

Wäre auch mal vernünftig, wenn die Ukraineberichte nicht von ARD Moskau kommen. Das nervt gewaltig.

12:51, Hajü

>>fathaland slim vs. krittkritt
krittkritt weist darauf hin, dass der innenpolitische Spielraum von Selenkyi begrenzt sein könnte.<<

Der User behauptet in seinem Beitrag, Selenskyi würde das Minsker Abkommen torpedieren. Es geht aber im hier zu kommentierenden Artikel nicht um die mangelnde Umsetzung dieses Abkommens, welches im Artikel mit keinem Wort erwähnt wird, sondern um einen umfassenden Gefangenenaustausch. Auf den der User überhaupt nicht eingeht.

>>Seine Einlassungen muss man nicht teilen, ihre 'Gegenargumentation', fathaland slim, halte ich aber schlicht für unsachlich. Polemisieren darf sicher erlaubt sein, aber eine Bezug zur Kernaussage des Gegenüber sollte doch gewahrt bleiben. In diesem Sinne: Für eine Versachlichung der 'Diskussion' ist es nie zu spät.<<

Seltsam.

Sowohl Ihre als auch die Beiträge des Users "krittkritt" fallen mir immer als zu 100% deckungsgleich mit Putins Linie auf.

Das ist also Ihre Vorstellung von Sachlichkeit?

re von fathaland slim 12:52

Ja,aber dem völkischen Argumentationsmuster,dem folgte doch die Außenpolitik eines bestimmten Landes.Nämlich im Fall Jugoslawiens in den neunziger Jahren.

Und Ihre Frage nach dem Unterschied zwischen russischer und ukrainischer Ethnie legen Sie doch bitte den Autoren des ukrainischen Sprachengesetzes vor.

12:52 von Barbarossa 2

"War der Putsch in Kiew etwa im Sinne des Völkerrechts. Der Begriff 'Völkerrecht' wird zuweilen arg strapaziert."

Können Sie mal erklären, was man mit einem solchen Argument anfangen soll? Ich kann die ganze Leier der Folgeargumente herbeten.

Ich: Das Völkerrecht betrifft nicht die innerstaatlichen Verhältnisse.

Sie: Der Putsch gegen Janukowitsch war vom Westen gesteuert.

Ich: Es gab eine starke innerukrainische Opposition, die weder den korrupten Janukowitsch noch die enge Russlandbindung wollte.

Sie: Alles rechtsradikale faschistische Banden!

etc.

Finden Sie sich mal damit ab, dass Janukowitsch weg ist, auch wenn Ihrer Ansicht nach nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein mag, und dass seitdem in der Ukraine mehrfach demokratische Wahlen stattgefunden haben.

12:25 von Traumfahrer

“Herr Putin kann abstreiten, was er will, denn es ist doch offensichtlich, dass er die an Rohstoffen reiche Ost- Ukraine sich einverleiben will.“

Sie glauben, dass die Rohstoffe in Russland zur Neige gehen? Und deshalb will Herr Putin sich die Ostukraine einverleiben? Na, ich weiß nicht. Geht's da nicht eigentlich um ganz was anderes?

Zum Konflikt an sich will und kann ich mich nicht äußern. Ich denke die Menschen, egal wo, erfahren sowieso nur Bruchstücke und nie die ganze Wahrheit. Ob nun Herr Selensky, Herr Putin oder westliche Regierungen - von allen gibt es Wahrheit und Lüge. Wer will das auseinanderhalten.

12:58, Barbarossa 2

>>12:34 von antizweierleiMaß
Wünsche ich mir auch. Und den 3 Schreiberlingen soll hier nicht mehr Platz eingeräumt werden als dem einfachen Landbewohner.<<

Einer von den drei Schreiberlingen bin wohl ich, und der einfache Landbewohner, das sind Sie.

Wenn Sie hier Mitforisten beleidigen, dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Beiträge nicht veröffentlicht werden. Worüber Sie sich ja oft beklagen.

Oder ist "Schreiberling" ein angemessener Umgangston unter Foristen?

Die Beobachtungen der OSZE kann man abonnieren.

@12:54 von Bernd39
Von der Seite gibt es kein Geheimnis.
Sie beschreiben täglich, was sie sehen, woher geschossen wurde.
Sie berichten auch über die gelegentlich Behinderung ihrer Arbeit von beiden Seiten.
Es ist nur sehr schwierig, ohne Ortskenntnis eine genaue Zuordnung vorzunehmen.
Ein Blogger, der das gemacht hat, kommt zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass die überwiegende Mehrzahl der Zerstörungen und Opfer auf dem Gebiet der Volksrepubliken stattfindet.

Am 29. Dezember 2019 um 12:36 von DrBeyer

"Bitte informieren Sie sich, bevor Sie kommentieren.
Es sollte inzwischen bekannt sein, dass Deutschland eines der Länder ist, das aktiv auf eine Beendigung des Konflikts hinarbeitet, und zwar seit Jahren schon."

Nun, wenn Sie so gut informiert sind, wissen Sie sicherlich, dass die Ukraine Fortschritte blockiert, die die Umsetzung der Minsker Abkommens ermöglichen ... und dafür auch von Deutschland belohnt wird. Ist diese Parteilichkeit für Sie das Hinarbeiten auf ein Ende des Konflikts?

Am 29. Dezember 2019 um 12:53 von Traumfahrer

"Die EU ist nicht geeint und tritt auch nicht so auf, sonst hätte eine geeinte EU für Russland schon längst den Hahn zu gedreht und alle möglichen Sanktionen und Einschränkungen gegen russische Firmen und Personen verhängt, bis auch ein Herr Putin merkt, so geht es nicht weiter."

Wenn es darum geht, Sanktionen gegen den auszusprechen, der blockiert, so wären wohl Sanktionen gegen die Ukraine angebracht!

Polios

Hajü:"13 Tausend Tote in der Ostukraine und Russland ist schuld. Geht es noch differenzierter?"

Polios: "Habe ich dergleichen behauptet? Interessant jedenfalls, wie Sie mit den Meinungen anderer umgehen."

Ihre Äußerungen sind aus meiner Sicht unzweideutig. Sie haben aber die Möglichkeit, Missverständnisse auszuräumen. Könnten Sie mir bitte auch noch verraten, was am Umgang mit ihrer Meinung meinerseits interessant ist?

13:04 von Margareta K.

"Vielleicht ist das ähnlich der saudischen Regierung/Königshauses. [...] Warum also sollen es beim Ukrainekonflikt nicht auch private Unterstützer sein?"

Sie möchten die Möglichkeit ins Spiel bringen, dass die russische Regierung ihre Unterstützung für die russischstämmigen Separatisten als private Hilfsaktion kaschiert? Ja, da könnte was dran sein. Vielleicht haben Sie Recht.

Am 29. Dezember 2019 um 12:51 von Hajü

Polemisieren darf sicher erlaubt sein, aber eine Bezug zur Kernaussage des Gegenüber sollte doch gewahrt bleiben.

Am 29. Dezember 2019 um 12:34 von Hajü
13 Tausend Tote in der Ostukraine und Russland ist schuld. Geht es noch differenzierter?"

Es besteht ein Unterschied, zwischen dem oberen und dem unteren Textabschnitt. Der Obere ist mit seiner Aussage klar zu deuten, im Untern, wirds schwieriger, denn da ändern sie die Kernaussage des Gegenübers nach ihrem Gutdünken um dann eine obsolete Frage stellen zu können. Wirklich sehr Sachlich.

11:38 von Morlem

Russland hat nie bestritten die "Separisten im Donbass" finanziell und wirtschaftlich zu unterstützen. Schliesslich wurde die Bevökerung selbsternannten Republicken durch Kiew,USA und EU sanktioniert, Nebenbei, dieUkraine in Kiew wär schon längst pleite, wenn sie nicht durch Milliarden von Dollar wirtschaftlich ,militärisch und politisch helfen würden.

@krittkritt

Volksrepubliken, Putsch, Faschisten.

Mit diesen drei Begriffen kennzeichnen Sie hier beharrlich die Lage in der Ukraine.

Ein gutes Anschauungsbeispiel dafür, was der Begriff "Framing" bedeutet.

12:24 von schabernack

12:04 von Barbarossa 2
«Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.»

Er unterstützt sie doch gar nicht.
Sagt er jedenfalls …
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Geben Sie mir bitte einen Tipp, wo und wann er sowas gesagt haben soll

Am 29. Dezember 2019 um 12:25 von Traumfahrer

" Herr Putin kann abstreiten, was er will, denn es ist doch offensichtlich, dass er die an Rohstoffen reiche Ost- Ukraine sich einverleiben will. Man sieht es doch, wo sich die russische Aggression überall einmischt. Siehe nur in den mittleren Osten, und nun auch noch in Libyen. "

Sie sollten sich wirklich mal mit der RF beschäftigen, die RF ist nicht nur das größte Land, sondern auch das Land was mit die meisten Rohstoffe hat, und die größte Waldfläche der Welt.
So viel wie Kanada und Brasilien zusammen.

Das alle Aktionen politisch und strategisch sind, ist klar, machen die anderen Länder in der Ukraine auch, und unterstützen mit Geld und Waffen und was noch so ist.

Aber wegen Rohstoffe, das wäre ziemlich daneben, übrigens kaufen wir unsere Steinkohle in tiefsten RF, weil die billig ist und von guter Qualität. und wird im Tagebau abgebaut.
Nur mal als Beispiel.

12:31 von fathaland slim

12:04, Barbarossa 2
>>11:38 von Morlem
Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.<<

Seine Landsleute?

Wen meinen Sie damit?
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Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben

12:58 von Barbarossa 2

«Wünsche ich mir auch. Und den 3 Schreiberlingen soll hier nicht mehr Platz eingeräumt werden als dem einfachen Landbewohner.»

Entweder sind alle, die hier im Forum schreiben, Foristen oder Schreibende. Oder alle sind Schreiberlinge.

Suchen Sie sich aus, wer der drei Sie selbst bevorzugt sein mögen. Sie sind als "einfacher Landbewohner" nämlich nicht besser oder hochwertiger in Ihren Worten oder in Ihrer Argumentation.

Schlechter oder minderwertiger sind Sie selbstredend natürlich auch nicht …

13:21 von Hajü

"Ihre Äußerungen sind aus meiner Sicht unzweideutig."

Wenn Sie genau gelesen hätten, worüber sie schreiben, wüssten Sie, dass die Behauptung führender russischer Beteiligung an den kriegerischen Aktionen in der Ostukraine nicht von mir stammt.

Ich schlage Ihnen dringend vor, dass Sie Ihre eigene Sicht gelegentlich einer kritischen Prüfung unterziehen.

Im Übrigen verweise ich auf den Beitrag um 13:22 von Morlem, dem für seine Klarstellung gedankt sei.

12:33 von Morlem

Am 29. Dezember 2019 um 12:04 von Barbarossa 2
Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.

Sie vertreten also die Meinung, dass sich Herr Putin einen Dreck um das Völkerrecht scheren kann, da es ja um exportierte Landsleute geht.
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Ich bitte Sie....
Erklären Sie uns doch bitte die Besatzung der Länder "zum Schutz der Amerikaner" auf Grenada oder Panama

Wenn Trump ...

... mit Hunderten von Millionen Dollar in den Konflikt eingreift und das Geld sogar zur Erpressung missbraucht, dann ist es nicht nur recht und billig, sondern sogar löblich, wenn Putin einer maximal diskriminierten Minderheit gleichfalls zur Hilfe kommt und diese fördert! Die Bundesregierung sollte es ihm längst gleichtun... Und vor allem endlich das im 21. Jahrhundert vollkommen obsolete Gelabere über die territoriale Integrität von Staaten für immer einstellen.......

13:36 von alex66

"Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben"

Ja, das lässt natürlich den ganzen Krieg in einem völlig neuen Licht erscheinen. Putin verteidigt in der Ostukraine nur die russischen Staatsbürger!

Und wer weiß, wo Putin weitere Landsleute findet, die er ebenfalls dringend verteidigen sollte.

13:36, alex66

>>12:31 von fathaland slim
12:04, Barbarossa 2
>>11:38 von Morlem
Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.<<

Seine Landsleute?

Wen meinen Sie damit?
--------------------------------
Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da?

@ 13:07 von krittkritt

Stalin hat eine sourveränen, völkerrechtlich anerkannten Staat (Mitglied des Völkerbundes) in Verabredung mit Hitler überfallen und entsprechend der Vereinbarung mit Hitler annektiert - bis zum Zerfall der Sowjetunion. Irgendwelche historischen "Vereinbarungen" zu irgendwelchen Linien spielen hier gar keine Rolle. Polen und die Sowjetunion befanden sich nicht im Kriegszustand. Es geht nicht um den Nichtangriffspakt sondern um eine Verabredung zum gemeinsamen Angriffskrieg und Okkupation eines Nachbarlandes. Dies versucht Putin derzeit aus russischer Sicht zu rechtfertigen. Für den Überfall auf Polen seitens der Sowjetunion gibt es keine Rechtfertigung - auch nicht dafür, dass dieses polnische Gebiet nach dem 2. WK weiter besetzt und ethnisch gesäubert wurde, unter (zwangweiser) Ansiedlung von Russen. Putin hält dies, nach seinen Äußerungen in letzter Zeit, für völlig in Ordnung, d.h. er ist durchaus willens, sowas auch zu machen. Dagegen hilft den potentiellen Opferen nur die NATO.

Volksrepubliken, Putschisten, Faschisten.

@13:30 von fathaland slim
Als "Volksrepubliken" bezeichnen sich die Ostukrainischen Republiken selbst.
Dass der Regierungswechsel in Kiew verfassungsrechtlich ein "Putsch" war, ist eine sachliche Beschreibung, wenn sich die Mühe macht, und den verfassungsmäßigen Regierungswechsel in der (damaligen) ukrainischen Verfassung nachliest.

Und wie ist Ihr Verhältnis z.B. zu dem Massenmörder Bandera (Polen, Juden)?
Wenn bei uns Straßen und Plätze nach entsprechenden NS-Tätern benannt würde, wären Sie wahrscheinlich auch dagegen.
Rassistische und NS-nahe Äußerungen führender Politiker sind zu Hauf bekannt. Ebenso die ungehemmte Verwendung entsprechender Symbole.

13:30 von alex66 / @schabernack, 12:24

«Er unterstützt sie doch gar nicht.
Sagt er jedenfalls …
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Geben Sie mir bitte einen Tipp, wo und wann er sowas gesagt haben soll.»

Kann ich Ihnen keinen Tipp geben à la:
"www.sehen-oder-lesen-sie-mal-da-nach.com"

Ist auch komplett unnötig. Herr Putin stritt wohl "gewisse Unterstützung" der russisch-sprachigen Bevölkerung in der Ost-Ukraine nie ausdrücklich ab.

Wie diese Unterstützung aber genau aussehe …?
Blieb "Der Alte Geheimdienst-Fuchs" Putin aber stets bestens geheimnisvoll.

Finanzmittel für … oder direkte militärische Unterstützung … aber never ever.
Diese kommt ja sehr vermutlich aus dem Kongo in die Ost-Ukraine.

Aus aber Russland niemals. Und russische Soldaten haben das strikte Verbot, jemals in der Ukraine ihren Urlaub zu verbringen. In der ganzen Ukraine dürfen sie das nicht …

Von Morlem

Ihre Kenntnisse über Ostukraine, Migration der Bevölkerung innerhalb der Ukraine, Ostukraine und Russland sind absolut nicht korrekt. Sie wissen überhaupt nicht vorüber Sie sprechen. Sie differenzieren nicht die Zahl der getöteten Kinder von der Seite der West und Ostukraine. Putin hat es zumindest geschafft die Krim friedlich mit Russland zu vereinen. Was von der Ukraine in Donezk und Lugansk nich geschafft worden ist. Die Ukraine hat bewusst Hass gegen Russen geschürt, wohlwissend das der Westen dies unterstützt. Jetzt hat die Ukraine den Salat. Donezk und Lugansk und auch Kiew, ist Kern Russlands. Die West Ukraine ist Galizien, Polen und sonst was. Europa kann diese Gebiete gerne wieder haben, will bloß keiner. Viel Spaß dann uns allen mit Stepan Bendera und Co.

Morlem

Ich habe keine Kernaussage nach meinem Gutdünken geändert. Sie zitieren mich unvollständig, um das Stellen meiner Frage als obsolet zu bewerten. Schade!!

13:46 von Poliós

13:36 von alex66
"Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben"

Ja, das lässt natürlich den ganzen Krieg in einem völlig neuen Licht erscheinen. Putin verteidigt in der Ostukraine nur die russischen Staatsbürger!

Und wer weiß, wo Putin weitere Landsleute findet, die er ebenfalls dringend verteidigen sollte.
--------------------------------------
Weltweit, genau so, wie es die Amis tun.

re alex66: Landsleute

>>12:31 von fathaland slim
12:04, Barbarossa 2
>>11:38 von Morlem
Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.<<
Seine Landsleute?
Wen meinen Sie damit?
--------------------------------
Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben<<

Schon erschreckend, wie Sie die aggressiv-nationlistische Sprache Ihres Präsidenten verinnerlicht haben. Ich unterstelle mal, dass Sie in D leben, wahrscheinlich auch aufgewachsen sind. Sich aber offensichtlich noch oder wieder als „Landsleut“ Putins fühlen.

Können Sie akzeptieren, dass Sie „hier“ dann nicht mehr unter dem „Schutz Russlands“ stehen, sondern unter dem Schutz D., der EU und der NATO? Und dass sich Putins „Schutz seiner Landsleute“ hier auf legale Aktionen seiner Botschaft zu beschränken hat?

Wer den „Schutz Putins“ erwartet, der muss schon nach Russland ziehen. Und würde auch keinen Moment zögern. Oder nicht?

Ansonsten erwarten diese „Landsleute“ den Schutz VOR Putin. Was sonst?

13:47 von fathaland slim

Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da?
---------------------------------------------
Sie leben dort, sie arbeiten, sie studieren, dort haben sie ihren Eigentum

13:47 von fathaland slim

Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da?
------------------------------------------
Jetzt eine Frage an Sie - Warum leben deutsche Staatsbürger im Ausland "wenn sie doch" deutsche "Staatsbürger sind" und was machen sie dort?

von fathaland

„Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da?...“

Ist Ihnen mal in den Sinn gekommen das diese Menschen
Immer schon da gelebt haben, immer schon da russisch gesprochen haben, immer schon russisch gewesen sind!!

Elementare Landkenntnisse über Ukraine müssen sie haben, bevor sie so was rausbringen!

Am 29. Dezember 2019 um 13:47 von fathaland slim

" Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da? "

Abgesehen von den Kommentaren die hier zu lesen sind, ich schätze Sie ja in der Regel sehr.
Aber was Sie jetzt schreiben ist schon etwas naiv ;-), wenn Sie sich die Geschichte ansehen, und das Ende der UDSSR, dann wüssten Sie warum dort viele Russen wohnen.
Ich weiß, das Sie das auch wissen, deshalb verstehe ich den Satz jetzt nicht so richtig, etwas fern der Realität, kenne ich sonst nicht von Ihnen.
Guten Rutsch wünsche ich nach Bärlin.

13:47 von fathaland slim

Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da?///

Deutsche Staatsbürger die in Spanien leben<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch deutsche Staatsbürger sind?

Was machen die da?

Polios

"Wenn Sie genau gelesen hätten, .........."

"Ich schlage Ihnen dringend vor, dass Sie Ihre eigene Sicht gelegentlich einer kritischen Prüfung unterziehen."

"Interessant jedenfalls, wie Sie mit den Meinungen anderer umgehen."

Ich danke Ihnen sehr für Ihre 'wohlmeinenden' Ratschläge. Zu einem respektvollem Umgang gehört aus meiner Sicht auf eine oberlehrerhafte Belehrung des Gegenüber zu verzichten, ihm keine falschen Tatsachenbehauptungen zu unterstellen, um dem Prinzip der Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit verpflichtet zu bleiben.

13:36 von alex66

«Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.»

Wäre ich Deutscher Staatsbürger, der bspw. in Ost-Belgien lebte. Und brächen in Ost-Belgien territoriale kriegerische Auseinandersetzungen aus. Weil die Wallonen + die Flamen + die Deutsch-Belgier + die Brüsseler … und so.

Ginge ich zuerst mal flugs nach Aachen, und dann zurück nach Köln. Habe ich ja den Deutschen Pass. Kann ich Belgien ja jederzeit in Richtung Deutschand (wieder) verlassen. Brauchen mich Frau Merkel und die Bundesregierung nicht in Ost-Belgien unterstützen. Schon gar nicht mit Geld für oder mit Waffen. Auf dass ich "im Belgien-Gemenge" noch wohlgemut mit menge …

Kann man nur hoffen, dass Herrn Putin nicht noch einfällt, andere irgendwo lebende russische Staatsbürger auf die gleiche Art zu unterstützen, wie er diejenigen in der Ost-Ukraine unterstützt …

Am 29. Dezember 2019 um 13:47 von fathaland slim

"Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<
Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?
Was machen die da?"

Dort leben, ist dies für Sie unbegreiflich? Hier in Deutschland leben auch viele ausländische Staatsbürger. Sie haben immer noch nicht begriffen, dass sich nach dem Ende der Sowjetunion viele Sowjetbürger in anderen Staaten befanden. Gerade bei Ihnen hätte ich etwas mehr Wissen erwartet! Es leben auch viele Ukrainer oder Georgier in Russland, übrigens ohne die Repressalien, denen russische Staatsbürger in der Ukraine, in den baltischen Staaten, oder in Georgien ausgesetzt sind.

re jautaealis: Territoriale Integrität?!

>>Wenn Trump mit Hunderten von Millionen Dollar in den Konflikt eingreift und das Geld sogar zur Erpressung missbraucht...<<
Da haben Sie schon was falsch verstanden! Trump wollte diese Hilfe im Interesse Russlands einstellen. Dies war der „Missbrauch!

>> Die Bundesregierung sollte es ihm längst gleichtun... Und vor allem endlich das im 21. Jahrhundert vollkommen obsolete Gelabere über die territoriale Integrität von Staaten für immer einstellen.......<<

Es kann einem schon das kalte Grausen kommen, wenn jemand oder gar eine Großmacht die „territoriale Integrität“ für „obsolet“ und einen Bezug hierauf als „Gelaber“ ansieht!

Immerhin machen Sie auf eine irgendwie dankenswerter Weise deutlich, warum Putins Agenda die komplette Abkehr von unserer demokratischen Nachkriegsordnung bedeutet.

Flankiert von einer Medieninitiative, die nur noch auf durch Staatsmedien oder personalisierte social medias verbreitete nationalistische Propaganda („maximal diskriminierte Minderheit“) setzt.

@rainer4528, 14.13h

Den deutschen Staatsbürgern in Spanien, der Türkei oder sonst wo geht es sicher auch nicht immer rosig.
Ich habe bisher lediglich nie davon gehört, dass Deutschland dann in diesen Staaten einen Krieg angezettelt oder gar militärisch interveniert hat.
Vielleicht ist das der Unterschied, den Sie nicht sehen wollen?

Am 29. Dezember 2019 um 14:12 von wenigfahrer

Die augenscheinlich gespielte kindliche Naivität von Fataland Slim, hat durchaus seine provokative Aussagekraft nicht verfehlt.

13:42, alex66

>>12:33 von Morlem
Am 29. Dezember 2019 um 12:04 von Barbarossa 2
Herr Putin muß sich vor nichts und niemanden rechtfertigen, wenn er seine Landsleute unterstützt.

Sie vertreten also die Meinung, dass sich Herr Putin einen Dreck um das Völkerrecht scheren kann, da es ja um exportierte Landsleute geht.
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Ich bitte Sie....
Erklären Sie uns doch bitte die Besatzung der Länder "zum Schutz der Amerikaner" auf Grenada oder Panama<<

Ach du liebe Güte!

Muss man jetzt schon Grenada und Panama heranziehen, beides völkerrechtswidrige Aktionen, um Putins Vorgehen in der Ostukraine zu relativieren?

Das halte ich für einen argumentativen Offenbarungseid.

@schabernak, 14.18h

Weil die Balten, Polen, Ungarn usw. die "Fürsorge" Russlands sehr genau kennen, haben sie sich unter den Schutz der NATO begeben.
Dass das natürlich eine glasklare Bedrohung Russlands darstellt, ist auf diesen Kreis der Foristen beschränkt.
Da predigen Sie gegen die Wand.

Geschichte 6 setzen

Russland ist vor langer Zeit in Kiew gegründet worden.
Die Ukraine wurde meiner Ansicht nach erst kurz nach 1917 ersmals erwähnt.

Die Toten aus der Ost-Ukraine

sind Tote der russischen Minderheit der gesamten Ukraine.Genau diese Menschen hat Putin versucht zu schützen.Kiew hat sie bombadiert.

Am 29. Dezember 2019 um 14:27 von DerVaihinger

"Den deutschen Staatsbürgern in Spanien, der Türkei oder sonst wo geht es sicher auch nicht immer rosig.
Ich habe bisher lediglich nie davon gehört, dass Deutschland dann in diesen Staaten einen Krieg angezettelt oder gar militärisch interveniert hat.
Vielleicht ist das der Unterschied, den Sie nicht sehen wollen?"

Sind die Deutschen in Spanien, der Türkei oder sonstwo existenziell bedroht und haben diese Staaten eine direkte Grenze zu Deutschland?

14:01 von alex66

"Weltweit, genau so, wie es die Amis tun."

Ich sehe davon ab, dass mir gerade auf Anhieb nicht einfällt, wo die USA in kriegerische Auseinandersetzungen eintreten, um Landsleute zu verteidigen, die im Ausland leben. Ich übergehe auch, dass es durchaus Regierungen gibt, die eigene Landsleute im Ausland ermorden lassen.

Das ist nämlich alles völlig egal: Wenn man das Prinzip, dass es erlaubt ist, "weltweit" Bomben zu werfen und Staaten zu destabilisieren, wo auch immer man Landsleute in Gefahr glaubt, zum völkerrechtlichen Grundsatz erhebt, können alle einpacken.

Die russische Regierung auch.

Der Konflikt bleibt ungelöst. Leider immer noch.

Der Wille von Herrn Selenskyj den Konflikt zwischen der Restukraine und Neurussland zu lösen bleibt abzuwarten. Ebenfalls scheint noch offen, welchen Handlungsspielraum er hat, sollte er diesen blutigen und Ressourcen verschlingenden Konflikt wirklich lösen wollen?
Die Gelder die vornehmlich aus Waschington und dem "Westen" kommen, verschwinden in dem Morast, der die "Biden Affaire" zu Tage gelegt hat und wo das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Im Osten scheint aktuell auch keine Möglichkeit Mittel für den klammen Restukrainischen Haushalt aufzutreiben. Die Staaten die sich noch um Brüssel bzw. Berlin sammeln, geben ganz deutlich zu erkennen, dass aus der EU, bis auf das Pochen des Einhaltens des Assoziierungsvertrag mit seinen selbstmörderischen Forderungen, keine weiteren größeren Mittel zu erwarten sind, die es Kiew erlauben etwas auf die Beine zu stellen, dass der Bevölkerung hilft.

Der Traum von "Europa" und dem "Anschluss an den Westen" ist bitterer Realität gewichen.

14:13 von rainer4528 ... steht hinter der Frage ...

nicht die Frage ob die Formulierung sachlich angemessen war. Russische Staatsbürger hätten ja eher weder Recht, noch Grund mit kriegerischen Mitteln Teile ihres Gastlandes zu okkupieren - etwas völlig anderes ist es, wenn es sich um eine niedergelassene nationale Minderheit (meinetwegen vor Ort auch Mehrheit) handelt, die dorten eine hergebrachte Existenz und damit quasi Hausrecht vor Ort besitzt.
Ich will gar nicht erörtern, wie das Staatsbürgerschaftsrecht vor Ort in Theorie und geübter Praxis aussieht, das ist auch nebensächlich. Fest steht, das es ähnlich wie in Somalia, Sudan, eine Frage der Möglichkeiten zur Konfliktbeilegung, zu sozialer und funktionaler Integration ist, die bestimmt, wie es weiter geht. Jedenfalls gibt es auch hier keinen wirklichen Grund die Dinge im Zwist vor sich her zu schieben, es sei denn, es fehlt am guten Willen.

Bei Minsk 1 u 2

liest man das nicht.Dort wird klar das er die Aufständigen unterstützt-so wie wir und die USA Kiew unterstützen.
Sollt Putin mehr wollen,ist er in einer Woche in Kiew.

14:12, wenigfahrer

>>Am 29. Dezember 2019 um 13:47 von fathaland slim
" Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da? "

Abgesehen von den Kommentaren die hier zu lesen sind, ich schätze Sie ja in der Regel sehr.
Aber was Sie jetzt schreiben ist schon etwas naiv ;-), wenn Sie sich die Geschichte ansehen, und das Ende der UDSSR, dann wüssten Sie warum dort viele Russen wohnen.<<

Es geht um russische Staatsbürger. Nicht um Menschen, die sich als Russen fühlen mögen, aber ukrainische Staatsbürger sind.

Wer in der Ostukraine russischer Staatsbürger ist, ist nach dem Zerfall der UdSSR zugewandert. Sonst hätte er/sie nämlich automatisch die ukrainische Staatsbürgerschaft.

Sowohl die russische als auch die ukrainische, georgische etc. Staatsbürgerschaft wurden ja erst nach dem Zerfall der Sowjetunion geschaffen.

14:01 von teachers voice

Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben<<
Schon erschreckend, wie Sie die aggressiv-nationlistische Sprache Ihres Präsidenten verinnerlicht haben. Ich unterstelle mal, dass Sie in D leben, wahrscheinlich auch aufgewachsen sind. Sich aber offensichtlich noch oder wieder als „Landsleut“ Putins fühlen.
Können Sie akzeptieren, dass Sie „hier“ dann nicht mehr unter dem „Schutz Russlands“ stehen, sondern unter dem Schutz D., der EU und der NATO? Und dass sich Putins „Schutz seiner Landsleute“ hier auf legale Aktionen seiner Botschaft zu beschränken hat?
Wer den „Schutz Putins“ erwartet, der muss schon nach Russland ziehen. Und würde auch keinen Moment zögern. Oder nicht?
Ansonsten erwarten diese „Landsleute“ den Schutz VOR Putin. Was sonst?
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Das Sie so aggressiv und persönlich mich angreifen zeigt von .....
Desweiteren - "unterstellen" könne Sie mir alles, mir ist das .....

13:16 von fathaland slim

Oder ist "Schreiberling" ein angemessener Umgangston unter Foristen?

Wenn sie denn Begriff „ Schreiberling" als Beleidigung empfinden, ruft das bei mir Erstaunen hervor. Dieses Wort ist in der deutschen Sprache mitnichten ein Beleidigungsbegriff. Das sie hier einen Sonderstatus geniessen, ist ihnen anscheinend schon selber aufgefallen.

re AA: Staatsbürger?

>>Ist Ihnen mal in den Sinn gekommen das diese Menschen
Immer schon da gelebt haben, immer schon da russisch gesprochen haben, immer schon russisch gewesen sind!!<<

Ich verstehe! Aber genau hier fängt das Problem an: Wenn jemand „schon immer“ in der Ukraine gelebt hat, ist er auch kein „russischer Landsleut“, sondern eben ein „Ukrainer“.
Und diese stehen eben nicht unter dem „Schutz Putins“, sondern unter dem Schutz ihres eigenen Staates, der Ukraine. In der sie jetzt übrigens völlig frei wählen können. Und in der sie eine demokratische Regierung gewählt haben. Und einen Präsidenten, der allerdings ein kompletter Gegenentwurf zu dem unter „Russen“ so alternativlos erscheinenden Putin darstellt.

Es gibt also tatsächlich Alternativen und damit einen Grund mehr, die Demokratie und die „territoriale Integrität“ nicht nur in der Ukraine zu fordern und zu fördern.

Sondern vor allem in Russland selbst. Dann gäbe es auch kein Problem für „russische Staatsbürger in der Ukraine“.

Das Wort Völkerrecht

existiert in keiner Relegion .In der Bibel finde ich nichts dazu.

14:12, AA

>>von fathaland
„Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da?...“

Ist Ihnen mal in den Sinn gekommen das diese Menschen
Immer schon da gelebt haben, immer schon da russisch gesprochen haben, immer schon russisch gewesen sind!!

Elementare Landkenntnisse über Ukraine müssen sie haben, bevor sie so was rausbringen!<<

Wenn die immer schon da gelebt haben, wie kommen die denn dann an die russische Staatsbürgerschaft, die es, genau wie die ukrainische, erst seit knapp dreißig Jahren gibt?

@ fathaland slim um 14:31

"Ach du liebe Güte!

Muss man jetzt schon Grenada und Panama heranziehen, beides völkerrechtswidrige Aktionen, um Putins Vorgehen in der Ostukraine zu relativieren?

Das halte ich für einen argumentativen Offenbarungseid."

Man kann auch das Vorgehen der Budnesrepublik und vieler anderer westlicher Staaten im Fall der (immer noch) völkerrechtswidrigen Anerkennung der Südserbischen besetzten Provinz Kosovo und Metochien heranziehen um darzulegen, dass es so etwas wie ein Völkerrecht, seit der Anerkennung Deutschlands von Slowenien und Kroatien nicht mehr gibt.
Oder es wird die eklatanten völkerrechtswidrige Israelische Besatzungs- und Siedlungspolitik herangezogen. Von den Angriffskriegen gegen die Nachbarstaaten ganz zu schweigen. Alles natürlich folgenlos, da die Israelis bzw. Juden... ja weshalb bleibt das eigentlich folgenlos und wird nicht sanktioniert?

14:18 von schabernack

Wäre ich Deutscher Staatsbürger, der bspw. in Ost-Belgien lebte. Und brächen in Ost-Belgien territoriale kriegerische Auseinandersetzungen aus. Weil die Wallonen + die Flamen + die Deutsch-Belgier + die Brüsseler … und so.
Ginge ich zuerst mal flugs nach Aachen, und dann zurück nach Köln. Habe ich ja den Deutschen Pass.
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Warum meinen Sie dass andere Menschen genau SO handeln müßen, wie Sie?
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Kann man nur hoffen, dass Herrn Putin nicht noch einfällt, andere irgendwo lebende russische Staatsbürger auf die gleiche Art zu unterstützen, wie er diejenigen in der Ost-Ukraine unterstützt …
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Wenn es die Amis weltweit machen, warum darf es Russland nicht?

@ teachers voice

">>Wenn Trump mit Hunderten von Millionen Dollar in den Konflikt eingreift und das Geld sogar zur Erpressung missbraucht...<<
Da haben Sie schon was falsch verstanden! Trump wollte diese Hilfe im Interesse Russlands einstellen. Dies war der „Missbrauch!"

Trump hatte nie das Interesse Russlands im Sinn, sondern ausschließlich seine eigenen - in diesem Fall, seine Wiederwahl. Seine verhängten Sanktionen gegen Russland sind nach Ihrem Empfinden bestimmt auch im Interesse Russlands?!?

11:33 Wegelagerer34

Danke, sie haben meine Gedanken in Worte gefasst.

Am 29. Dezember 2019 um 14:40 von fathaland slim

"Wer in der Ostukraine russischer Staatsbürger ist, ist nach dem Zerfall der UdSSR zugewandert. Sonst hätte er/sie nämlich automatisch die ukrainische Staatsbürgerschaft."

Da sind Sie wieder einmal auf dem Holzweg, denn es gibt sehr wohl in diesen Ländern Menschen mit russischer Staatsbürgerschaft, die dort geboren sind. Haben Sie auch schon einmal etwas von doppelter Staatsbürgerschaft gehört?

Die Staatsschulden:

Japan über 230% vom BIP
USA knapp 200%
Deutschland 60%
Russland 19% und liegt auf Platz 176 von 185 Ländern.
Nebenbei war Russland nachina der größte Goldaufkäufer.

14:19, ex_Bayerndödel @fathaland slim

>>Sie haben immer noch nicht begriffen, dass sich nach dem Ende der Sowjetunion viele Sowjetbürger in anderen Staaten befanden. Gerade bei Ihnen hätte ich etwas mehr Wissen erwartet!<<

Alle Bewohner der Ukraine, bis auf die aus dem nichtsowjetischen Ausland natürlich, waren bis zum Ende der UdSSR Sowjetbürger. Eine andere Staatsbürgerschaft gab es in der UdSSR, deren Teil die Ukraine war, nicht.

14:31 von fathaland slim

Ach du liebe Güte!
Muss man jetzt schon Grenada und Panama heranziehen, beides völkerrechtswidrige Aktionen, um Putins Vorgehen in der Ostukraine zu relativieren?
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Hat damals die "Wertegemeinschaft" Sanktionen gegen die USA wegen "völkerrechtswidrige Aktionen" verhängt?
Nein?
Warum nicht?

14:03, alex66

>>13:47 von fathaland slim
Russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben.<<

Warum leben die denn dort, wenn es doch russische Staatsbürger sind?

Was machen die da?
---------------------------------------------
Sie leben dort, sie arbeiten, sie studieren, dort haben sie ihren Eigentum.<<

Es leben auch viele Russen in Deutschland. Die studieren hier, arbeiten hier, haben hier Eigentum.

Müssen wir mit militärischen Aktionen Putins rechnen?

14:39 von Poliós

Ich sehe davon ab, dass mir gerade auf Anhieb nicht einfällt, wo die USA in kriegerische Auseinandersetzungen eintreten, um Landsleute zu verteidigen, die im Ausland leben.
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Grenada, Panama, Dominikanische Republik

Am 29. Dezember 2019 um 14:39 von Poliós

"Das ist nämlich alles völlig egal: Wenn man das Prinzip, dass es erlaubt ist, "weltweit" Bomben zu werfen und Staaten zu destabilisieren, wo auch immer man Landsleute in Gefahr glaubt, zum völkerrechtlichen Grundsatz erhebt, können alle einpacken."

Schön, wie Sie das Verhalten der USA beschreiben, die übrigens auch grundsätzlich internationale Gerichte nicht anerkennen, diese mit Sanktionen überziehen, sollten sie sich erdreisten, gegen US-Soldaten wegen Kriegsverbrechen zu ermitteln und Anklage zu erheben. Erklären Sie bitte auch, weshalb die USA in Syrien syrische Regierungstruppen bombardierten, um sich zu verteidigen.

Glucke1952 14:32

„Russland ist vor langer Zeit in Kiew gegründet worden.
Die Ukraine wurde meiner Ansicht nach erst kurz nach 1917 erstmals erwähnt.“
Und ? Heißt dies nun, die Ukraine existiert erst etwa 100 Jahre also kann man sich dort als Nachbar unter den Nagel reißen was man will?
Das deutsche Kaiserreich als Vorläufer der Bundesrepublik existiert erst seit 1871. Stellt sich nach ihrer Argumentation ja nur noch die Frage, wann man über uns herfallen darf.

13:55, krittkritt @fs: Volksrepubliken, Putschisten, Faschisten.

>>Als "Volksrepubliken" bezeichnen sich die Ostukrainischen Republiken selbst.<<

Und Sie.

Ansonsten erkennt sie niemand völkerrechtlich an. Nicht mal Putin.

>>Dass der Regierungswechsel in Kiew verfassungsrechtlich ein "Putsch" war, ist eine sachliche Beschreibung, wenn sich die Mühe macht, und den verfassungsmäßigen Regierungswechsel in der (damaligen) ukrainischen Verfassung nachliest.<<

Ein Putsch ist die gewaltsame Machtübernahme einer kleinen Clique.

>>Und wie ist Ihr Verhältnis z.B. zu dem Massenmörder Bandera (Polen, Juden)?
Wenn bei uns Straßen und Plätze nach entsprechenden NS-Tätern benannt würde, wären Sie wahrscheinlich auch dagegen.
Rassistische und NS-nahe Äußerungen führender Politiker sind zu Hauf bekannt. Ebenso die ungehemmte Verwendung entsprechender Symbole.<<

Sie zeichnen ein Zerrbild der Ukraine. Die Bandera-Verehrer bekommen bei Wahlen regelmäßig um die 5%.

Das ist bei den Horty-Verehrern in Ungarn schon anders. Und in Spanien gibt es viele Francodenkmäler

Hauptsache, Ruhe und Bewegung gibt es an den richtigen Stellen

„Insgesamt sollte die ukrainische Seite 120 Gefangene an die prorussischen Separatisten in Donezk und Luhansk übergeben. Darunter sind auch Ex-Mitglieder der Spezialeinheit Berkut, die von ukrainischer Seite für die Schüsse auf dem Maidan im Jahr 2014 verantwortlich gemacht werden und gegen die bis zuletzt noch Verfahren liefen. In Kiew sorgt dies seit Tagen für laute Diskussionen.
Dennoch gilt die Tatsache, dass dieser Gefangenenaustausch noch vor Jahresende stattfindet, als wichtiges Signal für den wiederaufgenommenen Friedensprozess im Osten der Ukraine“

Es bleibt auf jeden Fall zu hoffen, dass möglichst alle Beteiligten im Laufe der letzten Jahre zu der Erkenntnis gekommen sind, dass sich solche „Feindseligkeiten“ für niemanden lohnen.

Das Wichtigste ist aber, dass jetzt tatsächlich (und dauerhaft!) Ruhe einkehrt: „Der nächste Schritt wäre eine vollständige Waffenruhe entlang der mehr als 400 km langen Konfrontationslinie. Angestrebter Stichtag ist der 31. Dezember“.

14:40 von Glucke1952

« Sollt Putin mehr wollen,ist er in einer Woche in Kiew.»

Wenn Putin das wollen würde.
Dann könnte wohl in einer Woche dort sein.
Will er aber nicht.

Könnte er sich nämlich anschließend North Stream 2 "in die Haare schmieren". Und nicht nur North Stream 2.

Weiß Herr Putin sehr wohl bestens, in welchem hohen Ausmaß sein gesamter Staatshaushalt vom Export von Bodenschätzen abhängig ist. Nicht in erster Linie vom Export in die Ukraine, nach Georgien, oder Kasachstan.
Viel mehr dorthin, "wo der Miese Westen wohnt".

Der Russland so mies umzingelt hat. Was denkt wer in Russland denn eigentlich, dass das mit weitem Abstand größte Land der Erde von Wladiwostok bis nach Sankt Petersburg nur 2 bis 3 direkt angrenzende Nachbarländer hätte?

Russland könnte auf der Großen Bühne der Weltpolitik eine ganz andere Rolle spielen. Verstünde eine russische Führung doch mal endlich, auf dieses jämmerliche Geklage zu verzichten, alle Miesen der Welt hätten sich nur gegen Russland verschworen …

14:19 ex Bayerndödel

"russische Staatsbürger die in der Ostukraine leben....."

Kleine Anmerkung: Die Ostukrainer sind Ukrainer und keine ausländischen Staatsbürger. Ukraine war die Urzelle des heutigen Russlands. Der Teil der Ukraine, vergleichbar mit den Ruhrgebiet, waren vorwiegend Janukowitschwähler und ganz und gar gegen den blutigen Putsch in Kiew eingestellt und verlangten sofort die Autonomie. Aber anstatt auf die Menschen und Kumpels in der Ostukraine zuzugehen schickte man Bomben und Soldaten (das ist die bekannte Handschrift des Pentagons) und so nahm das Desaster seinen Lauf. Nur so als Beispiel, ich wüsste nicht wie die Bayern reagieren würden wenn in Berlin unterstützt von einer ausländischen Macht ein blutiger Putsch vonstatten ging den sie (die Bayern) vehement und kategorische ablehnen und darauf hin Berlin Bomben schicken würde.

@teachers voice

"Es kann einem schon das kalte Grausen kommen, wenn jemand oder gar eine Großmacht die „territoriale Integrität“ für „obsolet“ und einen Bezug hierauf als „Gelaber“ ansieht!"

Dass die "territoriale Integrität" seit langem nur noch Papier verziert, ist das Resultat der Kriege der USA und internationales Recht gilt faktisch nicht für due Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat.

Es kann einem schon das kalte Grausen kommen, wenn jemand diese offensichtliche Realität ignorieren möchte, bloß weil sie ihm nicht in den Kram passt.

um 14:40 von fathaland slim

>>
Es geht um russische Staatsbürger. Nicht um Menschen, die sich als Russen fühlen mögen, aber ukrainische Staatsbürger sind.

Wer in der Ostukraine russischer Staatsbürger ist, ist nach dem Zerfall der UdSSR zugewandert. Sonst hätte er/sie nämlich automatisch die ukrainische Staatsbürgerschaft.

Sowohl die russische als auch die ukrainische, georgische etc. Staatsbürgerschaft wurden ja erst nach dem Zerfall der Sowjetunion geschaffen.
<<

Die Situation in der Ostukraine ist insofern auch nicht einmalig. Wir kennen derartiges sogar in Deutschland: Friesen, Sorben und dänische Minderheit. Die Südschleswiger haben z.B. die deutsche Staatsbürgerschaft (i.d.R.) und zugleich die Minderheitenrechte nach dem Abkommen zum Schutz nationaler Minderheiten. Sie sind meistens zweisprachig, haben eigene Schulen usw. Für die deutsche Minderheit in Dänemark gilt entsprechendes.

Ginge es nicht um ganz anderes, könnte man Morgen mit einer entsprechenden Umsetzung für die Ostukraine beginnen.

14:39 von Poliós

“Wenn man das Prinzip, dass es erlaubt ist, "weltweit" Bomben zu werfen und Staaten zu destabilisieren, wo auch immer man Landsleute in Gefahr glaubt, zum völkerrechtlichen Grundsatz erhebt, können alle einpacken.“

Es müssen ja nicht immer “die (eigenen) Landsleute“ sein. Es reicht auch die “Verteidigung der nationalen Sicherheit“. Beim Bombenwerfen befindet sich Russland also in guter Gesellschaft. Und Völkerrecht ist leider auch nur noch interessiert, wenn's gerade passt. Meinen Sie nicht auch?

14:19 von ex_Bayerndödel

«Sie haben immer noch nicht begriffen, dass sich nach dem Ende der Sowjetunion viele Sowjetbürger in anderen Staaten befanden.»

Sowjetbürger befanden sich am Ende der UdSSR dann in anderen Staaten, wenn sie bspw. in BUL, POL, UNG, JAP waren. Alle 4 direkte Nachbarstaaten. Wenn auch bei JAP durch das Wasser eines Meeres getrennt.

Waren Sowjetbürger beim Ende der UdSSR bspw. in der UKR, GEO, Baltischen Staaten. Waren Sie "im Inland des Sowjet". Ob sie nun Russisch, Ukrainisch, Georgisch, Ewenkisch sprachen (wie die Rentier-Nomaden in Sibirien).

Russische, ukrainische, baltische Staatsbürgerschaft gab es zu Zeiten der UdSSR nicht. Es gab die sowjetische. Sonst keine andere.

Russen waren die Mehrheit in der Ex-UdSSR. Russisch die Mehrheits- + Staatsprache. Ich wüsste nicht, dass aus irgendeinem der Nachfolgestaaten der Ex-UdSSR bewusst-gezielt staatlicherseits Russen vertrieben worden wären.

Aber nur Russisch wollen sie sprechen.
Sollen sie lernen. Sind sie auch mehr willkommen …

@ 14:19 von ex_Bayerndödel

Vielleicht einmal ein Detail: russischsprachige Minderheit (nicht "russische Staatsbürger") in Estland. Estland, ein souveräner Staat, wurde im Rahmen des Hitler-Stalin-Paktes von Stalin angegriffen und annektiert, klar völkerrechtswidrig. Danach wurden, ebenso völkerrechtswidrig, dort Russen systematisch angesiedelt, um das estnische Volk langfristig zu zerstören. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit nach dem Zerfall der SU waren dort etwa ein Viertel der Bevölkerung russischsprachig, die sich z.T., im Vertrauen auf ihr früheres Heimatland, schlichtweg weigern, die Landessprache zu lernen und damit die Staatsbürgerschaft zu erhalten. Estland hat nach Angriffskrieg und völkerrechtswidrigem Versuch, die nationale Identität zu zerstören, zu Recht, ebenso wie die Ukraine, Angst vor Russland und nicht integrationswilligen Minderheiten. Auch für die deutsche Staatsbürgerschaft muss Deutsch gelernt werden und wer hier ohne die deutsche Staatsbürgerschaft lebt, hat Nachteile.

Gefangenenaustausch ist gut

und begrüßenswert. Nach dem, was Obama und Merkel in der Ukraine angerichtet haben, sind das positive Signale.

@ Poliós um 14:39

>>"Weltweit, genau so, wie es die Amis tun."

Ich sehe davon ab, dass mir gerade auf Anhieb nicht einfällt, wo die USA in kriegerische Auseinandersetzungen eintreten, um Landsleute zu verteidigen, die im Ausland leben. Ich übergehe auch, dass es durchaus Regierungen gibt, die eigene Landsleute im Ausland ermorden lassen.<<

Bspw. im Iran, als die US-Botschaft in Theran belagert wurde, da einige US-Bürger (und andere) einfach nicht von den Schürfrechten ablassen wollten.
Bspw. Vietnam im so genannten "Tonkin-Zwischenfall" im jahre 1964, als die USS Maddox von den Vientnamesen "angegriffen" wurde.
Bspw. Anschlag auf die USS Cole im Arabischen Meer.
Die Liste ist noch lange nicht vollständig!

"Wenn man das Prinzip, dass es erlaubt ist, "weltweit" Bomben zu werfen und Staaten zu destabilisieren, ... , zum völkerrechtlichen Grundsatz erhebt, können alle einpacken."

Das einpacken hat begonnen als das Prinzip der Nichteinmischung in souveräne Staaten aufgegeben wurde.
Ein Beispiel?
Maidan!

14:40 von Glucke1952

Ich bin mir sogar sicher, daß Putin beim Putsch um Hilfe gebeten wurde, er aber dankend abgelehnt hat. Dieses marode Land hätte Russland finanziell nie stemmen können.

14:39 von Pilepale

«Der Wille von Herrn Selenskyj den Konflikt zwischen der Restukraine und Neurussland zu lösen bleibt abzuwarten.»

Ich wüsste nicht, dass im Westen / Südwesten von Russland ein oder mehrere Vulkane ausgebrochen wären, die sowas wie neue Landmassen "Neurussland" eruptiv hervorgebracht hätten.

Das geschieht mitunter in Kamtschatka, oder am Sibirischen (Japanischen) Meer. Aber nicht in der Ukraine. Weder in der Ost-Ukraine, noch auf der Krim.

Und warum eigentlich nur "Neurussland"?
Das scheint ja für viel zu viele völlig in Ordnung zu sein.

"Neurussland" sei dort, wo Herr Putin wünscht, dass es sein solle.
Aber "Neu-X-Land" sei ansonsten überall sonst verdammt und verflucht …!

14:42, Barbarossa 2

>>
13:16 von fathaland slim
Oder ist "Schreiberling" ein angemessener Umgangston unter Foristen?

Wenn sie denn Begriff „ Schreiberling" als Beleidigung empfinden, ruft das bei mir Erstaunen hervor. Dieses Wort ist in der deutschen Sprache mitnichten ein Beleidigungsbegriff. Das sie hier einen Sonderstatus geniessen, ist ihnen anscheinend schon selber aufgefallen.<<

"Schreiberling" ist ein herabsetzender und beleidigender Ausdruck, und einen Sonderstatus genieße ich hier ebensowenig wie Sie.

14:52, ex_Bayerndödel @14:40 von fathaland slim

>>Am 29. Dezember 2019 um 14:40 von fathaland slim
"Wer in der Ostukraine russischer Staatsbürger ist, ist nach dem Zerfall der UdSSR zugewandert. Sonst hätte er/sie nämlich automatisch die ukrainische Staatsbürgerschaft."

Da sind Sie wieder einmal auf dem Holzweg, denn es gibt sehr wohl in diesen Ländern Menschen mit russischer Staatsbürgerschaft, die dort geboren sind. Haben Sie auch schon einmal etwas von doppelter Staatsbürgerschaft gehört?<<

Wie bekommt man als Bürger, der in der Ukraine als Kind in der Ukraine geborener Eltern geboren wurde, die russische Staatsbürgerschaft?

14:42 von Barbarossa 2

«Wenn sie denn Begriff „Schreiberling" als Beleidigung empfinden, ruft das bei mir Erstaunen hervor. Dieses Wort ist in der deutschen Sprache mitnichten ein Beleidigungsbegriff.»

Der Begriff "Schreiberling" wird im Duden definiert als:

«Autor[in], der bzw. die schlecht [und viel] schreibt.»

Der Begriff mag keine ausdrückliche Beleidigung sein.
Eine abwertende Benennung ist er alle Male in jeder Art der Verwendung.

Und es ist ein weiter Unterschied, ob wer eine geschriebene Meinung eines anderen (auch heftig) kritisiert. Oder ob der Wer die Ansichten ohne inhaltliche Auseinandersetzung / Widerlegung als die Meinung eines "Schreiberlings" bezeichnet. Und sie damit in der vom Duden für die deutsche Sprache definierten Sinngebung von vorne herein abwertet.

Nie käme mir in den Sinn, einen Ihrer Beiträge als den eines "Schreiberlings" zu bezeichnen. Wenn ich Ihnen erwidern oder widersprechen mag. Dann gehe ich auf Ihre Argumente ein. "Und walze diese nicht abwertend platt" …

re von fathaland slim 15:10

Also,daß ist ja schon merkwürdig:Sie argumentieren gegen rechts,gegen AFD,Salvini,Le Pen.
Nur bezogen auf ein Land,da wiegeln Sie ab:Die ganzen Nationalisteneinheiten,Asow,Aidar,Misantrop sind jetzt Bestandteil der Nationalgarde.Und raten Sie mal nach wem Straßen benannt werden ? Ist da nicht sogar mal ein israelischer
Politiker aus Empörung abgereist ?

Wirklich faszinierend

Sehr aufschlussreich zu lesen, wie hier im Forum illegale Aktionen Putins mit illegalen Aktionen von US-Administrationen der letzten sechzig Jahre gerechtfertigt werden.

Es wird also gar nicht mehr bestritten, daß Putin in der Ukraine illegal agiert, dafür jedoch laut gerufen "Die Anderen aber auch!".

14:48 von alex66

«Wenn es die Amis weltweit machen, warum darf es Russland nicht?»

Was heißt schon "dürfen" …?

Ist es nun mal nicht für einen einzigen Rubel besser.
Wenn auch Russland so agiert.

Nicht für eine einzige Kopeke besser "als die miese Ami-Tour" …

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