Kommentare

Faszination und Panik

Im Umgang mit der Natur liegen Faszination und Panik dicht beienander. Ein Tsunami ist definitiv ein faszinierendes Phänomen.

Das darf es nicht noch einmal geben (weil es vermeidbar ist)

> „Insgesamt 400 Millionen Dollar investierten die betroffenen Staaten in ein verbessertes Tsunami-Warnsystem mit Messbojen und Seismometern. In gefährdeten Regionen wurden Warntürme und Schutzbunker gebaut.
>> Doch sie sind teilweise schlecht gewartet, der Stahl rostet, Glühbirnen sind zerschlagen, der Beton bröckelt. Die Technik sei nicht auf dem modernsten Stand, erklärt der Chef des Katastrophenschutzes in Aceh, Sudarwardi. "Man könnte hier eine Menge mehr machen, um die Menschen besser zu schützen", sagt er.
>>> "Aber es fehlt uns schlicht am Geld. (...)."

Das darf ja wohl nicht wahr sein.

Wenn man einen Bruchteil der

Wenn man einen Bruchteil der weltweit 5 Milliarden Dollar, die täglich für Rüstung und Militär verpulvert werden, in Zivilschutzprojekte wie Tsunamifrühwarnung investieren würden, wäre viel gewonnen.

Tsunami !

Was da 2004 geschehen, war echt schlimm. Leider ist es aber auch bisher zu wenig und zu schlecht geschützt worden.
Wie immer mangelt es am Geld und am fehlenden Willen der Politik, wirklich und ernsthaft für mehr Sicherheit zu sorgen. Es muss da mehr investiert werden und natürlich auch regelmäßig gewartet, erneuert und erweitert werden.
Bestimmt geht auch einiges an Geld durch Korruption und Vetternwirtschaft verloren, weil wie überall manche ihren Hals nicht voll genug kriegen.
Immer wenn so etwas schlimmes und furchtbares geschehen ist, kommt das große Wehklagen und viele Versprechungen, aber nur wenige werden ein gehalten. Wie immer !!!!!

Tsunami Katastrophe 2004?

Allein, weil diese Katastrophe lang zurück liegt, ist das kein Grund zur Beruhigung, Katastrophen dieser Art seien einmalig.
Im Zuge des Anstieg des Meeresspiegels drohen in Westeuropa ähnliche Ereignisse, die z.B. große Teile der Beneluxstaaten oder Norddeutschland dauerhaft im Meer versinken lassen könnten. Von daher ermahnt das Gedenken an die Katastrophe von 2004 besonnener mit der Umwelt umzugehen.
Der geträumte Sieg der Menschheit über die Natur? - Fehlanzeige! Die Umwelt findet immer einen Weg ganz eigener Art!

Ich werde dieses Ereignis nie vergessen.

Was haben die Menschen dort erleben müssen. Unfassbar waren die Bilder, die im Fernsehen zu sehen waren, ich will mir nicht vorstellen, wie das vor Ort war. Schlimm. Ja, wie einige hier schon geschrieben haben, für Waffen ist genug Geld da und hier fehlt, angeblich, das Geld für einen modernen Schutz der Menschen.

09:31 von andererseits

Wenn man einen Bruchteil der weltweit 5 Milliarden Dollar, die täglich für Rüstung und Militär verpulvert werden, in Zivilschutzprojekte wie Tsunamifrühwarnung investieren würden, wäre viel gewonnen.

Re sie nerven einfach nur noch ,es ist nicht das Geld ,ist vorhanden ,da kannste reinpumpen wie man will ,es ist der Wille und Korruption wo es verhindern ,jetzt wird mehr Geld bereitgestellt ,wo gehts hin ? Richtig in die Verdoppelung der Bevölkerung alle 20 Jahre .War schon dort habe es gesehen .
Der Weg ist falsch , ja da müsste eine andere Organisation ran und es verwalten aber die sind mit Ökopopulismus und Bekämpfung der Erdachsenverschiebung durch aufforsten beschäftigt .Der Grund der Klimaverschiebung hier .

09:48 von Traumfahrer

«Wie immer mangelt es am Geld und am fehlenden Willen der Politik, wirklich und ernsthaft für mehr Sicherheit zu sorgen. Es muss da mehr investiert werden und natürlich auch regelmäßig gewartet, erneuert und erweitert werden.»

Tsunamis sind Naturkatastrophen, gegen die Schutz sehr, sehr schwer fällt. Nicht nur in Ländern, in denen eher weniger Geld für Schutzmaßnahmen vorhanden ist. Wo Politiker eine solche Katastrophe nicht ernst genug in Vorsorgemaßnahmen nehmen.

Der nach dem in 2004 weltweit beachtete 2. verheerendste Tsunami traf 2011 Japan. Ganz unabhängig von den Schäden am AKW Fukushima kamen dort in 2011 ca. 22.000 Menschen ums Leben.

Tsunami-Vorsorge durch bauliche Maßnahmen, Frühwarn-Systeme, Evakuierungspläne und -übungen sind "Staatsraison". Die Region, die am stärksten betroffen war, wurde vor Wellenhöhen bis 20 Metern geschützt. Es waren an einzelnen Orten bis zu 40 Meter …

Auch Indonesien ist in 2019 besser auf Tsunamis vorbereitet als in 2004. Thailand ebenso.

Geld fehlt nie

Geld fehlt nie. Auch nicht in meinem Haushalt. Es kommt auf die gesetzten Prioritäten des jeweiligen Staates an.
Gibt es überhaupt ein Tsunamiwarnsystem im Mittelmeer?
Ich hatte mal einen kleinen aber heftigen
auf Ibiza erlebt. Nur Sachschaden von ein paar Milliönchen - meist Luxusyachten. Da warnte auch niemand die Flameure an der Promenade.

Ihre Brynhildur Eiriksdottir

Kenia

ein Jahr später, war zwischen Weihnachten und Neujahr, das Wasser auch am Morgen weg und die Boote lagen auf der Seite !!
die Einheimischen sagten.,,es ist normal "
an diesem Tag ging kein Tourist an den Strand !!
die Einheimischen lachten über uns, aber WIR hatten die Fernsehbilder noch vor Augen.

09:29 von Nettie

«… erklärt der Chef des Katastrophenschutzes in Aceh, Sudarwardi. "Man könnte hier eine Menge mehr machen, um die Menschen besser zu schützen", sagt er. "Aber es fehlt uns schlicht am Geld. (...)."»

«Das darf ja wohl nicht wahr sein.»

Leider ist es wahr. Und leider ist es auch wahr,
dass es eben so zu erwarten war.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie nach dem Tsunami in 2004 weltweit große Summen an Hilfs- & Unterstützungsgeldern zur Verfügung gestellt wurden.

Durch private Spenden für die unmittelbar betroffenen Menschen in Bandar Aceh. Aber auch von Regierungen + Institutionen. Bspw. unter deutscher Federführung wurde "ein Netz an Bojen" als Frühwarn-System im Indischen Ozean installiert. Das es so vorher nicht gab. Für dessen Installation die am stärksten betroffenen Länder (INDON / THAI) selbst weder Geld, noch Know-How hatten.

@andererseits sprach es ja bereits an. Ein sehr geringer Bruchteil der weltweiten Militärausgaben wäre ausreichend, dauerhaft zu unterstützen.

Nach diesem Satz

"Insgesamt 400 Millionen Dollar investierten die betroffenen Staaten in ein verbessertes Tsunami-Warnsystem mit Messbojen und Seismometern. In gefährdeten Regionen wurden Warntürme und Schutzbunker gebaut. Doch sie sind teilweise schlecht gewartet, der Stahl rostet, Glühbirnen sind zerschlagen, der Beton bröckelt. "

Stellt sich die Frage wer das projektiert hat, alle diese Materialien gibt es für Seegebiete, da ist nach 15 Jahren nichts kaputt.
Klingt eher nach Verschwendung von Geld, oder Korruption.
Geld ist übrigens auf der Welt genug vorhanden, es wird nur für falschen Dinge verwendet, oder fließt in Taschen wo es nicht hingehört.
Bevölkerungswachstum ist dann das nächste Problem.

Die Kirche

Warum wird immer der Vergleich gezogen „ Für Waffen ist genug Geld da „ Waffen gehören seit eh zu den Menschen. Was ich vermisse ist die Hilfe der Kirche. Da geht es doch um Nächstenliebe den
Menschen gegenüber. Die Kirchen sind gefordert den Menschen zu helfen, aber nicht durch Aufrufe zum Spenden, sondern selber aus ihrem Vermögen zu helfen .

Die Tsunami-Gefahr ist

Die Tsunami-Gefahr ist insbesondere in der Region des Feuergürtels rund um Indonesien
durchaus evident. Allerdings haben die Behörden reagiert und Warnsysteme installiert. Wenn man natürlich in entlegenen Gebieten individuell mit Mietwagen etc. unterwegs ist, kann dies zum Problem werden. Die Wucht des zerstörerischen Tsunamis wird so richtig spürbar, wenn man in Khao Lak das Polizeiboot betrachtet, das 2004 mehrere Kilometer ins Landesinnere gespült wurde. Neben der Tsunami-Gefahr sind es vor allem die Vulkane, die - wie der Gunung Agung - immer wieder auszubrechen drohen.
Ein Leben auf dem Pulverfass.

Es gibt auch andere Gefahren

wie z. Erdbeben und Vulkanausbrüche da wären sich noch weitere Maßnahmen erforderlich, doch erst nach der Katastrophen werden die Abwehrmaßnahmen angepasst.

um 10:13 von tias

Ihr Kommentar zu 09:31 andererseits

>>
Re sie nerven einfach nur noch ,es ist nicht das Geld ,ist vorhanden ,da kannste reinpumpen wie man will ,es ist der Wille und Korruption wo es verhindern ,jetzt wird mehr Geld bereitgestellt ,wo gehts hin ? Richtig in die Verdoppelung der Bevölkerung alle 20 Jahre .War schon dort habe es gesehen .
<<

Sie sollten sich für das neue Jahr einen anderen zwischenmenschlichen Umgang angewöhnen. Frohe Weihnachten.

10:13 von tias

«Der Weg ist falsch , ja da müsste eine andere Organisation ran und es verwalten aber die sind mit Ökopopulismus und Bekämpfung der Erdachsenverschiebung durch aufforsten beschäftigt.»

Forstet man Bäume "selektiv an Orten auf", um die Erdachse "zurück zu kippen"? Dort wieder in die Lage hin zu kippen, wo sie hingehört, "damit es nicht zu warm wird" …?

Nicht, dass man die vielen Bäume zu ungleichmäßig an einzelnen Orten pflanzt. Damit nicht das gesamte Meerwasser der Ozeane in noch mehr, noch häufigeren, noch höheren, noch verheerenderen Tsunamis "daher schwappt".

@brynhildur... 10:27

Das Phänomen, was Sie auf Ibiza erlebt haben, war kein Tsunami sondern wird hier "Seebär" genannt (von bore = heben, niederdeutsch = boeren). Davor kann niemand warnen. Wenn man keinen Tourikram in Buchten packt, die für diese Resonanzeffekte wie geschaffen sind, gibt's auch keine Probleme damit und gut ist's.

Es ist unmöglich,...

...von diesem Video nicht gefesselt zu sein.
Obwohl minutenlang nichts zu sehen ist, vermitteln die Stimmen und Laufgeräusche der flüchtenden Menschen ein Bild, als sei man unmittelbar selbst mit dabei.

@Brynhuldur Eriksdottir

Wenn in ihrem Haushalt nie Geld fehlt, dann sind Sie zu beglückwünschen!
Eine Art Frühwarnsystem für das Mittelmeer gibt es, aber es ist noch sehr ausbaufähig.

10:51 von MichlPaul

«Es gibt auch andere Gefahren … wie z. Erdbeben und Vulkanausbrüche da wären sich noch weitere Maßnahmen erforderlich, doch erst nach der Katastrophen werden die Abwehrmaßnahmen angepasst.»

"Seien wir hier in DEU mal froh", dass es hierzulande (so gut wie) keine Bedrohungen durch Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche gibt.

Die beiden am stärksten davon betroffenen Länder entlang des "Pazifischen Feuerrings" (INDON / JAP) können das als durch Vulkan-Aktivitäten entstandene Inselnationen nun gar nicht sagen.

Es ist da wie dort immer die Frage, bis zu welcher Intensität eines Katastrophen-Szenarios man Vorsorge betreiben will (oder überhaupt kann). Neben den Möglichkeiten, ist es sehr eine Frage des Geldes.

INDON kann sich keine jährlichen Ausgaben in 2-stelliger Euro-Milliarden-Höhe leisten. Wie JAP das kann (und macht).

Ist kein "ultimativer Schutz" gegen diese Art von Szenarien. Der Besuch des "Erdbeben-Museums" in Tokyo gibt einen sehr spürbaren Eindruck.

@10:13 tias

Keine Ahnung, was da bei Ihnen grad durchbrennt... Hier geht's um das Erinnern an den fürchterlichen Tsunami und seine hunderttausende Opfer und um die Sorge, Tsunamifrühwarnsysteme einzurichten und auf dem Stand zu halten. Das halte ich für wichtiger, menschlicher und zivilisatorischer als täglich 5 Milliarden Dollar an Militärausgaben zu verballern. Wenn Sie das nervt... kann ich Ihnen das leider nicht nehmen.
Sie waren also vor Ort und haben die Verdoppelung der Weltbevölkerung gesehen. Tolle Augen.
Mich nervt dieses ständige von weniger als Halbwissen geprägte Rumreiten auf der "steigenden Weltbevölkerung", um damit bei allen wichtigen Diskussionen und Handlungskonsequenzen zu ökologischen wie auch Gerechtigkeits-Fragen aus dem Schneider zu sein und sich einen schlanken Fuß zu machen.

@ 10:44 3006

Es wäre ein leichtes, sich über die kirchlichen Hilfsmaßnahmen beim Tsunami wie auch anderen Katastrophen zu informieren.
Und Ihre Erkenntnis "Waffen gehören seit eh zum Menschen" ist mir eindeutig zu dünn.

um 11:00 von Klärungsbedarf

Sie sollten sich für das neue Jahr einen anderen zwischenmenschlichen Umgang angewöhnen. Frohe Weihnachten.

Re
warum darf man nicht mehr die Wahrheit sagen ? Nur deutliche ,schonungslose Offenlegung und Ansprache der Probleme hilft um Leute aufzuwecken ,alles andere nicht .Fakten werden nur noch vernebelt hier, mag sein ,das anzusprechen stört Menschenfreunde vielleicht hilft es für Problemlösung ,auf jeden Fall verhindert es das einschlafen der Leute.

Noch zu ergänzen

Im Artikel wird die Zahl der Menschen in den Gebieten Indonesiens genannt, welche durch das Erdbeben und die darauf folgenden Tsunamiwellen zu Tode kamen - und deren Körper gefunden und bestattet wurden. Noch zu erwähnen sind die etwa 47.000 Indonesier, welche seit jenem 26.12. vermisst werden.

Zudem ist der Fokus auf das Tsunami-Warnsystem eine Blickverengung. Denn Schutz vor Tsunamis ist immer eine umfassende Aufgabe. So wurden dank der großzügigen Spenden- und Hilfsgelder längst der Küsten in der indonesischen Provinz Aceh solide Gebäude mit mehreren Stockwerken gebaut, in denen die Bevölkerung Schutz suchen kann. Zudem wurde die Bevölkerungsdichte in den unmittelbaren Küstenregionen ausgedünnt und Fluchtstraßen in das Landesinnere angelegt.

Allerdings sind das Zuständigkeitswirrwar und die Korruption problemhaft. Schon das von Bundeskanzler Schröder 2005 öffentlichkeitswirksam für 56 Mio. Euro gespendete Tsunamiwarnsystem mit seinen 14 Bojen im Indik litt unter der Wartungsfrage.

08:58 von Forengeschwätz

«Im Umgang mit der Natur liegen Faszination und Panik dicht beienander. Ein Tsunami ist definitiv ein faszinierendes Phänomen.»

Tsunamis und Erdbeben sehe ich eher nur als "zerstörerische Phänomene".
Aus beiden Naturerscheinungen erwächst "nichts Konstruktives".
Sie hinterlassen "reine Verwüstung" …

Vulkanausbrüche zerstören und verwüsten zwar auch.
Aber aus deren "Landschafts-Umgestaltung" wird durch ausgestoßene Gesteine und Mineralien (anderes) Leben der Natur an Orten, an denen u.U. vorher gar keines war …

Nur durch Vulkanausbrüche wurden überhaupt erst Inselstaaten wie u.a. Indonesien, Japan, Island. Tsunamis & Erdbeben "können so was nicht" …

@gogol kenia

In Kenia wurde 2004 "vorbildlich" gewarnt. Ein Anruf von den Malediven erreichte den "Richtigen". Es war nur ein Opfer zu beklagen. Das größte Problem waren Touris, die lokal mit Polizeigewalt vom Strand entfernt werden mussten.

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