Ihre Meinung zu: Golf von Guinea: Piraten überfallen vier Schiffe

23. Dezember 2019 - 10:42 Uhr

Beim Angriff auf vier Handelsschiffe haben Piraten einen Kapitän getötet und vier Matrosen verschleppt. Der Überfall ereignete sich vor der Küste des zentralafrikanischen Landes Gabun. Von Karin Bensch.

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Kommentare

Fischereifahrzeug mit Chinesen?

Piraterie ist ja eine Sache, aber wenn ich lese, dass auf dem Schiff Chinesen arbeiten für eine chinesisch-gabunische Gesellschaft, dann würde ich mal annehmen, dass der gefangene Fisch nicht nach Afrika geht....

Da frage ich mich manchmal, wer eigentlich die Piraten sind? Diejenigen, die die Schiffe überfallen oder diejenigen, die die Weltmeere leer fischen, insbesondere vor den Küsten der armen Länder.

Vor Ostafrika hat man ja schon gesehen, wie sehr wir die Fischbestände belastet haben mit unseren Trawlern. Seit wir uns da nicht mehr hintrauen durch die Piraten, erholen sich die Bestände und die einheimischen Fischer mit ihren kleinen Booten fangen wieder Fisch.

Stattdessen fahren wir ja mittlerweile vor die Westafrikanische Küste zum Fischen....und anscheinend auch die Chinesen...

P.S. Nein, ich esse keinen Fisch, auch keinen Einheimischen. Auch nicht aus Lachsfarmen, weil wir für die Fütterung nur andere Fischarten überfischen, die wir nicht mögen.

Gabun darf sich von denen nicht erpressen lassen

In der Sache darf sich Gabun nicht erpressen lassen:

https://www.tagesschau.de/ausland/gabun-piraten-101.html

Von Januar bis September fanden dort nach Behördenangaben 82 Prozent der weltweiten Entführungen statt. Piraten überfielen große Frachtschiffe, plünderten die Ladungen und forderten Lösegeld für entführte Besatzungsmitglieder.

sonst versuchen es diese Piraten immer wieder. Sowas kann man nur militärisch lösen. Diese Piraten muessen sehen, dass Gabun in der Lage ist, sich zu wehren. Dabei könnte auch die Bundeswehr mithelfen.

Aber diese Ölförderung muss aufhören:

https://www.tagesschau.de/ausland/gabun-piraten-101.html

Die zunehmenden Angriffe durch Piraten beeinträchtigen die internationalen Schiffsrouten an der afrikanischen Westküste, an der mit Angola und Nigeria zwei der größten afrikanischen Erdölproduzenten liegen. Sie kosten die Weltwirtschaft Milliarden Dollar.

weil das klima-, umwelt- und gesundheitsschädlich ist durch Benzole.

10:06 von kurtsteiniger1

Die Sache ist die ,ja China ist dabei und sogar wegen Gewinn von Afrika gewünscht .Noch was zum Nachdenken ,das grösste Land hat ca 200 Mill Leute in Afrika ,ein Land,EU ca 400 Mill, alle,nur hier ernährt die Umwelt die Bevölkerung im Gegensatz zu Afrika wo über das Bevölkerungswachstum alles Kahlgeschlagen und Überweidet wurde.Jetzt das Intressante ,in Asien ,Indien ,Afrika verdoppelt sich die Bevölkerung alle 20 Jahre und das gibt die Aktionen ,Leute wollen Wohlstand .Dazu noch ,der grösste Wirtschaftsfaktor in Afrika in vielen Länder ist Migration .Suche bitte nicht immer die Fehler in DE zeigt nur unwissen .

Benzole machen krank - wohin wurden die entfuehrt??

Diese Benzole die in diesem Öl drin sind, verschmutzen die Umwelt und machen die Menschen krank. Diese Länder muessen raus aus Erdöl und rueber auf erneuerbare Energien.

Und weiss man, wohin diese Seeleute entfuehrt wurden??

https://www.tagesschau.de/ausland/gabun-piraten-101.html

Im vergangenen Monat wurde ein norwegisches Frachtschiff vor der Küste Westafrikas von Piraten gekapert. Das Schiff habe vor Benin vor Anker gelegen, neun Besatzungsmitglieder seien entführt worden, teilte das Unternehmen mit. Im August wurden acht Besatzungsmitglieder vor Kamerun vom Schiff einer deutschen Reederei entführt.

Gerade Norwegen gehört zu unseren Freunden und da sollten wir ja wohl verdammt nochmal helfen, diese Seeleute aus der Hand von diesen Piraten zu befreien OHNE Lösegeld!! Und welche deutsche Reederei ist das um die es geht?? Auch die duerfen wir nicht im Regen stehen lassen. Auch da muessen wir helfen.

Findet raus, wo die hinverschleppt wurden.

Rund um Afrika muss diese Piraterie bekämpft werden

Auch in Westafrika muss Piraterie bekämpft werden:

https://www.tagesschau.de/ausland/gabun-piraten-101.html

Jahrelang haben Piraten am Horn von Afrika, also in Ostafrika, Handelsschiffe gekapert, geplündert und entführt. Seitdem internationale Marineverbände die Frachter mit Waffen verteidigen, gingen die Überfälle dort zurück. Offenbar hat sich der Schwerpunkt der Piraterie verlagert: Nun liegt er auf der anderen Seite des afrikanischen Kontinents - in Westafrika.

Dass heißt:
auch vor Westafrika, vor Ostafrika und im Mittelmeer (Suezkanal) braucht es starke Marineverbände die dort fuer Ordnung sorgen und diese Piraten abschrecken.

Aber diese Länder brauchen auch Hilfe beim Ölausstieg:

andere alternative Arbeitsplätze
erneuerbare Energien
Handelsverträge mit Afrika
Bekämpfung von Cholera, Malaria und anderen solchen Tropenkrankheiten
Entwicklung in diesen Ländern

10:06 von kurtsteiniger1

Da frage ich mich manchmal, wer eigentlich die Piraten sind?
.
Wenn ich als EU oder als Chinesen oder sonst wer
Verträge (!) über die Fischereirechte abschließe
was haben sie daran auszusetzen
und üblicherweise, - wenn ich was verkaufe - habe ich es nicht mehr
Da frage ich mich schon was manche Leute für ein Verständnis haben

10:36 von Demokratieschuetzerin

«Findet raus, wo die hinverschleppt wurden.»

"Da wird schon wer versuchen", rauzufinden, wohin die Seeleute verschleppt wurden. Ist an den tropischen Küsten in Afrika aber nicht ganz so einfach. Schon gar nicht in Gabun als einem Land mit 1/4 der Fläche von DEU, und ca. 2 Mio. Einwohnern …

«… verdammt nochmal helfen, diese Seeleute aus der Hand von diesen Piraten zu befreien OHNE Lösegeld!!»

"Massiv Militär aufbieten", und die Geiseln à la Action-Movie "raushauen"? Macht das Leben der Geiseln ganz sicher nicht sicherer …

«Und welche deutsche Reederei ist das um die es geht??»

"Tratscht man besser nicht breit rum".
In solchen Fällen ist Agieren im Hintergrund ohne Öffentlichkeit so gut wie immer mehr ratsam. Bei der Entführung der LH-Landshut nach Mogadischu gab es auch keine täglichen Pressekonferenzen und -meldungen, was die Sicherheitskräfte verhandelten und planten …

@ Demokratieschue, um 10:36

Mit den Benzolen... kommen Sie deutlich von der (Themen)Route ab.
Aber mit Ihrer Forderung nach einem Bundeswehreinsatz liegen Sie voll im Trend...

Piraterie

Ohne den mir bekannten Namen zu nennen: Diese 'deutsche' Reederei hat ihren Sitz in Hamburg. Nicht eines ihrer Schiffen fährt unter deutscher Flagge. Kein einziger deutscher Seemann wird von dieser Firma an Bord der Schiffe beschäftigt.
'Deutsche' Reedereien/ Seeschifffahrt! Ich muss lachen.

Frohes Fest,

Karlpeter Ahrens
Kapitän i.R.

Re Sisyphos3

Neben politischen Motiven für eine Entführung, gibt es wie in Europa auch, rein finanzielle Interessen.
Das Risiko ist im Verhältnis zu einem Bankraub sehr überschaubar. Der Lohn um ein vielfaches größer. Es werden auch Piraten einfach als Handlanger von Warlords auf Beutezug geschickt. Millionen werden erbeutet, die Matrosen bekommen Peanuts.

Und nur weil die Regierung die Fischereirechte verkauft, muss das nicht heißen, dass die Einheimischen damit einverstanden sind. Die Differenz zwischen Regierung eines sich ausbeuten lassenden Landes und der Bevölkerung ist in aller Regel sehr groß, was nicht selten in Gewalt mündet. (Einheimische im brasilianischen Regenwald, Ausbeutung von Bodenschätzen in Südamerika, Sojaanbau in Südamerika...)

"Die zunehmenden Angriffe durch Piraten beeinträchtigen die internationalen Schiffsrouten an der afrikanischen Westküste, an der mit Angola und Nigeria zwei der größten afrikanischen Erdölproduzenten liegen. >>> Sie kosten die Weltwirtschaft Milliarden Dollar"

Unser heutiges Weltwirtschaftssystem selbst kostet die Weltwirtschaft nicht nur Milliarden, sondern einen immer größeren Anteil der Weltbevölkerung - und damit letztendlich die gesamte Weltgemeinschaft - peu à peu, aber scheinbar unaufhaltsam die Lebensqualität.

Da wird Gabun schon

Da wird Gabun schon ordentlich Dampf machen bei den Ermittlungen! Alleine schon wegen der Wirtschaftlichen kooperation mit China!Schätze diese Piraten schaffen es nicht bis zu einem ordentlichen Gericht.

@Sisyphos3

Von welchen Verträgen über Fischereirechte reden Sie ?

Außerhalb der 12sm Zone passiert der Raubbau und er betrifft dann auch das Küstengebiet, da Fische leider nicht wissen, dass sie sich in der Nähe der Küste aufhalten müssen, um durch von Menschen gemachte Verträge über Fischereirechte geschützt zu sein.

Und auch wenn es Verträge gibt (den mit Somalia würde ich ja gerne mal sehen), so liegt es natürlich immer im Sinne eines jeden afrikanischen Despoten, die Natur zu erhalten und nach Möglichkeit sicher zu stellen, dass die eigene Bevölkerung genug Fisch fangen kann. Welcher Despot dort würde schon Verträge mit EU oder China machen, um sich selbst zu bereichern....

Und welches Verständnis haben Sie so ?

Keine Freunde !

@-demokratie..---

Merke:
Unter Staaten gibt es grundsätzlich keine "Freunde" !
Es geht auschließlich um Eigen-Interesse u. das ist Gut So !

Das müssen dann wohl "die Bösen" sein.

Ich frage mich, wer da die größeren Diebe sind: ein paar arbeitslose Afrikaner, die mit einem Revolver ein Schiff ausrauben? Oder die multinationalen Konzerne, die Afrikas Bodenschätze ausbeuten und sich damit dumm und dusselig verdienen?

@11:32 harry_up

Es sollte sich allerdings um einen Bundeswehreinsatz mit vorwiegend benzolarmen Treibstoffen(lediglich zur Unterstützung der Schiffs-Solarpanele) und weitestgehend ohne Störungen der Walgesänge handeln.

@kurtsteiniger1

"dann würde ich mal annehmen, dass der gefangene Fisch nicht nach Afrika geht.... Da frage ich mich manchmal, wer eigentlich die Piraten sind? Diejenigen, die die Schiffe überfallen oder diejenigen, die die Weltmeere leer fischen" Am 23. Dezember 2019 um 10:06 von kurtsteiniger1

Überfischung ist die eine Sache.

Sie fragen sich nicht, warum Europäer und Asiaten vor Afrika fischen, aber keine Afrikaner? Theoretisch könnten Afrikaner auch vor Europa oder Asien fischen. Machen sie aber nicht. Und das bestimmt nicht wegen Umweltschutz.

Es ist ja nicht so, dass die Rechte zu Fischen nicht verkauft werden und dass Korruption in Afrika kein enormes Problem ist.
Und was sollen wir da tun? Demokratie herbeibomben und dafür Dankbarkeit erwarten?

Hier werden die Ergebnisse

aufgelistet, weil die großen Nationen keine Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse in Afrika Rücksicht nehmen.
Die Rohstoffe werden ausgeplündert und auch die Präsidenten dieser Länder sind korrupt. Das sich dann "Piratengruppen" bilden ist das Ergebnis verfehlter Wirtschaftspolitik, auch der der Chinesen. China hat sich zwar in Afrika schon einige Länder Untertan gemacht, kommen sie damit auch nicht weiter. Mich erinnert das, was England, Spanien, Portugal im Mittelalter praktizierten. Da gaben auch Piraten, welche die Handelsschiffe dieser Nationen eroberten, um damit die arme Bevölkerung zu unterstützen. Ob das heut auch noch so ist, kann jeden selbst überlassen bleiben !!

Wer seine Welt auf Armut und Raub aufbaut,...

..der hat halt auch mal seine Piraten. Störtebeker lässt Grüßen!
Einfach mal aus der 24 Meilen Zone fremder Länder raus bleiben, das würde vermutlich helfen, aber das ist wohl zu viel verlangt.

12:01 von umdenkend

Und nur weil die Regierung die Fischereirechte verkauft, muss das nicht heißen, dass die Einheimischen damit einverstanden sind
.
na und
ich bin auch gegen Waffenexporte obgleich meine Regierung das tut ....
muß ich mich eben bemühen ne andere Regierung zu wählen ....
kann ich denen auch empfehlen

12:31 von Michael Maier

das rechtfertigt natürlich alles !
wenn mir Unrecht geschieht darf ich anderen Menschen auch Unrecht antun

Am 23. Dezember 2019 um 10:41 von Demokratieschue...

Ihnen ist schon bewusst das Gabun seit fast 50 Jahre von einer Diktatur regiert wird! Genauer gesagt von einer Familie! Die pfeifen auf Benzol und CO2 Hauptsache die Kasse klingelt!Und ganz nebenbei erwähnt ist der Big brother China! Der sagt wo es lang geht!Wie in vielen Afrikanischen Staaten mit wichtigen Bodenschätzen!Der baut nämlich deren Infra und Wirtschaftsstruktur auf!Nix Brunnen bohren und schön, wie die EU es meinte und jetzt raus ist!Jetzt wird es zumindest in Gabun für die Piraten ziemlich ungemütlich.

Schiffe im Konvoi. 2mm kanone

Schiffe im Konvoi. 2mm kanone an bug und heck. Dazu 2 oder 3 Korvetten. Und der pirat schaut blöd.
Es ist so einfach.

um 10:06 von kurtsteiniger1

"insbesondere vor den Küsten der armen Länder"

Gabun ist alles andere als arm. Allerdings befindet es sich im Griff einer kleinen Gruppe von Vetternwirtschaftler und Kleptokraten um den Clan des Präsidenten Ali Ben Bongo aus dem Stamm der Bataké, die gerade mal etwa 5% der Bevölkerung ausmachen und in der Gegend von Franceville heimisch sind, das finanziell extrem gepampert wird. Die überwiegende Mehrheit sind die Fang aus deren Mitte der Staatsgründer kam, der vom Vater des jetzigen Präsidenten gestürzt wurde.

Golf von Guinea:Piraten überfallen vier Schiffe....

Und was ist die Lage dort ? Warum sind die Leute Piraten ? Warum entwickelte sich das Land nicht ?
Gabun mußte sich schon bei der Unabhängigkeit im Jahre 1960 vertraglich verpflichten,der französischen Armee Rohstoffe zur Verfügung zu stellen.
Außerdem gehört es zur Franc-Zone(CFA).Es muß mindestens die Hälfte seiner Devisenreserven in Paris bei der Zentralbank hinterlegen.Der CFA ist in einem festen Wechselkurs an den Euro gebunden,er ist überbewertet,so daß der Export des Landes behindert wird.

11:07 von schabernack

"Schon gar nicht in Gabun als einem Land mit 1/4 der Fläche von DEU, und ca. 2 Mio. Einwohnern …"

Gabun hat so ziemlich genau die Fläche der Bundesrepublik vor der Wiedervereinigung.

2cm natürlich. Über 2mm lacht

2cm natürlich. Über 2mm lacht der pirat

15:33 von Sisyphos3

"na und
ich bin auch gegen Waffenexporte obgleich meine Regierung das tut ....
muß ich mich eben bemühen ne andere Regierung zu wählen ....
kann ich denen auch empfehlen"

Kommen Sie mal von Ihrem hohen Ross runter. Jahrzehntelang war Gabun ein Einparteienstaat. Und die "Demokratisierung" der letzten Jahre ist auch nur Augenwischerei. Das Wahlrecht ist so zugeschnitten, daß es kaum zu einem Wechsel kommen kann. Dazu finden Wahlfälschungen im grossen Stil statt. Deutschland hat den Weg zur Demokratie auch nicht aus eigenem Antrieb geschafft.

16:30 von dermulla

Deutschland hat den Weg zur Demokratie auch nicht aus eigenem Antrieb geschafft.
.
dann sollen sie halt Frankreich als Vorbild nehmen
französisch wird ja dort gesprochen
und Hilfe hat Albert Schweizer genug geleistet

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