Ihre Meinung zu: Kabinett beschließt "Konversionstherapie"-Verbot

18. Dezember 2019 - 12:12 Uhr

Sogenannte Konversionstherapien stehen von 2020 an unter Strafe. Das Bundeskabinett stimmte einem Gesetzentwurf zu, den Gesundheitsminister Spahn vorgelegt und vor dem Beschluss noch verschärft hatte.

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Kommentare

Pseudotherapien.

Was ist mit den Fällen, in denen es sich nicht um eine "Pseudotherapie" (bei angeborener Homosexualität) handelt, sondern um eine professionelle Psychotherapie für möglicherweise von sexuellem Missbrauch Betroffene, deren gestörtes Sexualleben sich (auch) in homosexuellem Verhalten äußert und die sich nichts sehnlicher wünschen, als dahingehend therapiert zu werden?

Warum sagt dieser Artikel dazu nichts?

Man kann die sexuelle

Man kann die sexuelle Veranlagung nicht ändern, sie wurde uns in die Wiege gelegt. Ob Homo oder bisexuell. Richtig so. Warum hat das solange gedauert. Das es dagegen keine Therapie gibt.

@Am 18. Dezember 2019 um 10:57 von yolo

Zitat: "Ich finde es für eine sogenannte freie Gesellschaft falsch, einen Zwang auszuüben...in die eine wie in die andere Richtung.

Wenn sich jemand mit seiner Homosexualität nicht wohl fühlt, dann muss es auch die Möglichkeit für ihn geben, sich ggf. therapeutisch behandeln zu lassen. Nur weil andere es so interpretieren, dass damit Homosexualität unter "Therapie" mit einer Krankhaftigkeit verknüpft werden könnte, ist ein schwaches Argument."

Eben!

You got!

Wenigstens einer, der mitdenkt und das Freiheitsprinzip versteht, auch wenn ein Gesundheitsminister dies nicht tut, und mit populistischen und kruden Thesen auf Stimmenfang gehen will.

Es werden genug SJWs auf diesen billigen Trick wieder hereinfallen.

Dass ich derartige Therapien ebenfalls für Unsinn erachte, habe ich bereits gesagt.

man kann nicht alles kriminalisieren, was ...

einem gegen den strich geht.

wo liegt denn bitteschoen die kriminelle energie, die hinter einem konversionsangebot steckt?

ich finde, spahn macht es sich hier, wie auch schon in anderen angelegenheiten (rechtsbeugung bei sterbehilfemedikamenten) recht einfach und sollte beizeiten zur verantwortung gezogen werden.

dies hat mit meiner persoenlichen meinung zur homosexualitaet nichts zu tun. einer meiner allerbesten freunde ist homosexuell, und durch ihn habe ich wertvolle einblicke erhalten: ja, sexuelle veranlagung ist keine krankheit. heilung nicht erfoderlich. punctum.

aber kriminalisierung?

©11:23 rossundreiter

Selbstverständlich sind echte Therapien weiterhin erlaubt, und ich denke, dass gerade Betroffene von sexuellem Missbrauch noch viel mehr Unterstützung und Betreuung/Begleitung verdienen, um zu einem gesunden Verhältnis zur eigenen Sexualität zu finden. Da sich jedoch weder durch sexuellen Missbrauch noch durch eine "Therapie" die grundlegende sexuelle Orientierung eines Menschen ändern lässt, dürfte die rote Linie eigentlich klar sein.

Warum sollte ein Homo nicht Hetero werden dürfen wollen?

Es gibt so viele "Therapien", die nicht wirksam sind und die schaden können, weil sie eventuell zu einer Verspätung einer echten medizinischen Therapie führen. Ein Beispiel dafür ist die Homöopathie mit ihren "potenzierten" Lösungen. Warum aber sollte man diese Scharlatanerie aber verbieten? Wir haben doch mündige Patienten. Das sollte auch für Konversionstherapie gelten. Nun wird eingewandt, dass Homosexualität keine Krankheit sei. Ausschlaggebend muss aber der Wille des Patienten sein. Bei einem Mann, der gerne Frau sein möchte, akzeptieren wir dessen Konversionswunsch ja auch. Warum sollte ein Homo nicht Hetero werden dürfen wollen? Das ist doch seine Sache.

Homosexueller betreibt Klientelpolitik

Hallo,
Zunächst- ich finde es gut keinem Menschen eine sexuelle Orientierung aufzuzwingen.
Aber - ich kenne mehrere Menschen, die sich selbst von homoerotischen Gefühlen belastet fühlten und durch Therapie damit umgehen konnten und heterosexuell blieben. Es ist nichts falsches an Therapie in diesem Kontext, so lange der Klient das Ziel der Therapie definiert und nicht der Therapeut. Hier Strafen ins Gesetz zu schreiben ist schlicht antisozial und Klientelpolitik.

@rossundreiter, 11:23

Was ist mit den Fällen, in denen es sich nicht um eine "Pseudotherapie" (bei angeborener Homosexualität) handelt, sondern um eine professionelle Psychotherapie für möglicherweise von sexuellem Missbrauch Betroffene, deren gestörtes Sexualleben sich (auch) in homosexuellem Verhalten äußert und die sich nichts sehnlicher wünschen, als dahingehend therapiert zu werden?
Warum sagt dieser Artikel dazu nichts?

Weil das ein willkürlich konstruiertes Szenario ist, vielleicht grade mal letzter Strohhalm der "Konversionstherapeuten". Das werden auch die einzigen sein, die von so einem Fall schon mal gehört haben.
Einzigen Zulauf erhalten diese Quacksalber durch Menschen, die der Druck eines intoleranten Sozialumfelds ihnen in die Arme treibt. Die sind in einer regulären (Trauma-)Therapie angemessen aufgehoben.

@11:37 Bote_der_Wahrheit

Noch mal zu Mitmeißeln: die sexuelle Orientierung eines Menschen ist nicht veränderbar, weder durch Beten noch durch irgendeine "Therapie". Schön zu erkennen an den Beispielen vieler "Ex-Gay-Vertreter", die später in Schwulenkneipen auftauchten und ihre schöne normale Hetero-Familie verließen, man schaue auf das Exodus-Beispiel, wo sogar die früheren Galionsfiguren der Bewegung die unnatürliche "Umpolung" nicht durchgehalten haben. Und ja, all das ist auch wissenschaftlich belegt.

Selbstverständlich betrifft das Verbot keinesfalls normale Psychotherapien, wo Menschen, die sich aus welchem Grunde auch immer nicht in ihrer Haut wohlfühlen dabei geholfen wird, diese Zustand zu ändern und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Interessanterweise sind dies meist Menschen, die unter eben unter der Beeinflussung in Richtung "Homosexualität ist eine Wahl und kann geheilt werden" oder "Homosexualität ist Sünde und führt in die Hölle" gelitten haben.

um 11:37 von Bote_der_Wahrheit

"Wenigstens einer, der mitdenkt und das Freiheitsprinzip versteht, auch wenn ein Gesundheitsminister dies nicht tut, und mit populistischen und kruden Thesen auf Stimmenfang gehen will."

Oh man! Einmal für Sie zum Mitschreiben! Da wird keine Therapie verboten, weil diese gegen freiheitlichen Werte verstößt, Homosexualität etc. mit einer Krankheit gleichzustellen, die man bekämpfen kann, sondern weil es keine "Therapie" dagegen gibt. Homosexualität ist ein vollkommen natürlicher Vorgang. Therapien dieser Art sind dagegen wider der Natur! Und darum hat Spahn vollkommen recht damit, diesen Quatsch zu verbieten. Es hat nichts mit Freiheitsprinzip zu tun! Ihr Einwand ist pseudofreiheitlicher Quatsch, der nur aufgrund des Gedankens ans Gehindert werden durch den Staat Aufmerksamkeit erregen soll!

Genauso könnten Sie sich in Ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen, weil Sie keinen Arzt in Deutschland finden, der ihnen den Kopf an den Hintern annähen würde. Es geht einfach nicht!!!!!!

Scharlatanerie muss vorgebeugt werden.

Bitte nicht misszuverstehen: Wenn jemand mit der eigenen sexuellen Orientierung unzufrieden ist, respektiere ich das. So wie ich es respektiere, wenn sich jemand einer Geschlechtsumwandlung unterziehen will.

Nur - gegen die eigene sexuelle Orientierung ist bis dato einfach kei Kraut gewachsen. An unserem Körper herumbasteln ist einfacher als an der Psyche. Und genau das nützen die Anbieter dieser "Konversionstherapien" schamlos aus, indem sie sich dem Rettung Suchenden wie die letzte Wunderheilung in einer trostlosen Einöde der Aussichtslosigkeit präsentieren. Wie die Quacksalber mit ihrem angeblich von der Mainstreamwissenschaft unterdrückten Allheilmittel gegen Krebs oder der Schlangenölverkäufer mit seiner Hautverjüngungscrème, die angeblich von den Konzernen unterdrückt wurde.

Von denen, die gegen ihren Willen in solche Einrichtungen gesteckt werden ganz zu schweigen. Um bei meinem Vergleich zu bleiben - als würde man jemanden zwangsweise einer Geschlechtsumwandlung unterziehen.

@Politikwissensc...

"ich kenne mehrere Menschen, die sich selbst von homoerotischen Gefühlen belastet fühlten und durch Therapie damit umgehen konnten und heterosexuell blieben. Es ist nichts falsches an Therapie in diesem Kontext, so lange der Klient das Ziel der Therapie definiert und nicht der Therapeut."

Sie schweifen ab. Um solche echten Therapien geht es hier gar nicht, sondern nur um "Therapien", die jemanden quasi umdrehen wollen.

"Hier Strafen ins Gesetz zu schreiben ist schlicht antisozial und Klientelpolitik."

Da die echten Therapien keinesfalls verboten werden ist es nicht antisozial.
Und Klientelpolitik? Sehr viele Gesetze betreffen nur eine bestimmte Gruppe von Menschen. Das sog. "Gute-Kita-Gesetz" hilft mir in keiner Weise weiter. Trotzdem würde ich niemals auf die Idee kommen, es als 'Klientelpolitik' zu bezeichnen.

Dieser Gesetzentwurf von Spahn ist keine Klientelpolitik, sondern eher ein Gesetz zum Schutz von Minderheiten.

Denkfehler

Wenn man der Argumentation der Befürworter folgt, stellt sich doch automatisch die Frage, warum es nicht auch Konversionstherapien für Heterosexuelle hin zur Homosexualität gibt?

Könnte einer der Gegner des Kabinettsbeschlusses dazu etwas Erhellendes beitragen?

@ Bot... (Vorgängermeldung)

Man hätte es sich denken können, dass Sie für Ihr Leib- und Magenthema sogar zum Schutzpatron der Homosexuellen mutieren, nur um Ihre rhetorische Frage anbringen zu können, welche Religion denn Schwule angeblich am meisten verfolgt.
Hier geht's um die dankenswerterweise endlich abgeschaffte sog. Konversionstherapie, über deren schreckliche Folgen Sie erschreckend wenig zu wissen scheinen - und damit offenbaren Sie, wie sehr Ihnen das Schicksal dadurch bedrängter und belasterer Betroffenen eigentlich egal ist.

Folgt bald ein Bücherverbot ?

Es gibt auch Bücher für Menschen, die ihre Homosexualität nicht mehr ausleben möchten, z.B. Gerard van den Aardweg, "Selbsttherapie von Homosexualität".
Sollen diese nun auch verboten und ggf. öffentlich verbrannt werden ?!?
Im Ernst: Hat der Bundesminister für Gesundheit nichts anderes zu tun, als derartige Verbote auszuarbeiten? Die SPD entwickelt sich in meinen Augen immer mehr zur allgemeinen Verbotspartei - und die CDU lässt sich leider zunehmend davon anstecken.

Sehr gut....

Denn Minderjährige werden ja von ihren Eltern zu so einer " Therapie" geschickt.
Viele werden einen neutralen Therapeuten brauchen, um damit klar zu kommen, daß ist ja was anderes.

@frosthorn, 11:49

"Weil das ein willkürlich konstruiertes Szenario ist (…)."

Wie bitte?

Missbrauchsopfer mit gestörtem Sexualverhalten (das sich eben auch homosexuell äußern kann) gibt es tausendfach in Deutschland.

Fragen Sie doch mal nach bei den angesprochenen Traumatherapeuten!

Müssen die nun alle Gefängnisstrafen fürchten?

@Paul Puma um 11:47

"Bei einem Mann, der gerne Frau sein möchte, akzeptieren wir dessen Konversionswunsch ja auch. Warum sollte ein Homo nicht Hetero werden dürfen wollen? Das ist doch seine Sache."

Es gibt keine "Männer" die gerne "Frauen" sein wollen. Das allein ist schon völlig falsch.

Aber auch sonst hinkt Ihr Vergleich auf so vielen Ebenen! Ich nenne Ihnen beispielhaft einen der gravierendsten Unterschiede:
Wenn Menschen die Geschlechtsmerkmale ihres Körpers mit ihrem Identitätsgeschlecht in Einklang bringen, geschieht dies in alle Richtungen. Bei den rein ideologischen Konversionstherapien hingegen, gibt es nur eine einzige Richtung: Weg von der ideologisch unerwünschten Homosexualität, hin zur Heterosexualität. Dieser Umstand alleine, ist derartig auffällig, dass es mir schwer fällt zu verstehen, von wo Sie Ihr Argument herleiten.

Die Vergleiche, die hier von

Die Vergleiche, die hier von einigen Forumsmitgliedern gezogen werden, sind abenteuerlich.
1. Die sog. "Konversionstherapie" hat mit Psychotherapie nichts zu tun. Jede Psychotherapie geht immer vom Patienten aus und versucht, ihm individuell zu helfen. Wenn sich jemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung nicht wohl fühlt, kann das natürlich auch zu behandlungsbedürftigen psychischen Problemen führen. Seriöse Psychotherapie wird aber niemals versuchen, die sexuelle Orientierung eines Patienten zu ändern, sondern sie anzunehmen.
2. Der Unterschied zwischen Homöopathie und "Konversionstherapie" ist: Homöopathie ist harmlos, im schlimmsten Fall nutzlos. Die "Konversionstherapie" hingegen ist IMMER schädlich. Es ist begrüßenswert, dass man Menschen in einer Notsituation davor schützt, sich diesen gefährlichen Kurpfuschern anzuvertrauen. Eine echte Psychotherapie bei studierten und gut ausgebildeten Psycholog/innen kann hingegen gute Hilfe leisten.

Ganz verbieten

Wenn Therapien nicht nur nicht helfen, sondern nachweislich schaden, müssen sie ganz verboten werden. Das gilt für jede Therapie, wieso hier nicht? Nur weil wenige religiöse Menschen nicht mit Homosexualität umgehen können?
Menschen die mit ihrer Homosexualität Probleme haben brauchen ein psychotherapeutisches Gespräch oder Seelsorge die ihnen hilft damit umzugehen und es zu verarbeiten. Konversionstherapien gehören abgeschafft!

Es wäre mal interessant zu erfahren,

wo und wie viele bzw. ob überhaupt derartige Therapien in Deutschland angeboten bzw. durchgeführt wurden. Soweit ich sehe, ist das ein beinahe ausschließlich amerikanisches (d.h. insbesondere evangelikales) Phänomen.

Jens Spahn !

Herr Spahn ist auch einer aus der Riege der CDU/CSU, denen so allerlei Unfug einfällt, und sie gründlich einen großen Bock schießen.
Grundsätzlich ist in einer wirklich freien Gesellschaft es jedem einzelnen überlassen, welche sexuelle Orientierung er/sie ein nimmt.
Wenn nun eine dieser Personen nicht damit klar kommt und sich in eine andere Richtung bewegen möchte, sollte es dieser Person auch erlaubt sein und sie das Recht haben, sich Hilfe zu holen.
Was aber nicht sein darf, ist ein Zwang oder Druck, so nach dem Motto "Du musst hetero sein" und dieser Person dann Therapien auf zwingen. Jede Person, die so etwas tut, vergreift sich an einer anderen Person, greift in deren Persönlichkeitsrecht ein, und schadet damit dieser Person.
das sollte jeder/jede wissen, die meinen eine andere Person umpolen zu wollen.

Manche Vorstellungen grenzen an Hexenwahn!

Einen genetisch veranlagten Homosexuellen kann so wenig hetero 'machen' - wie man einen genetisch veranlagten Heterosexuellen homo 'machen' kann! Es ist der blanke Kappes!

Mir ist noch kein Homosexueller begegnet mit der Bitte, 'macht mich normal' - allerdings sind mir schon mehr heterosexuelle Männer begegnet, deren Schein-Ehen nach Jahren gescheitert waren, weil sie stock schwul waren. Deren Psyche ist nicht mehr die Beste und deren Kinder (die sie in einem gesellschaftlichen Zwang in die Welt gesetzt haben) müssen darunter ebenfalls leiden.

Akzeptiert die menschliche Sexualität so, wie sie ist und nicht wie sie dem scheinbaren Wunschdenken der Masse entspricht.

11:23 von rossundreiter

«Was ist mit den Fällen, in denen es sich nicht um eine "Pseudotherapie" (bei angeborener Homosexualität) handelt, sondern um eine professionelle Psychotherapie für möglicherweise von sexuellem Missbrauch Betroffene, deren gestörtes Sexualleben sich (auch) in homosexuellem Verhalten äußert und die sich nichts sehnlicher wünschen, als dahingehend therapiert zu werden?
Warum sagt dieser Artikel dazu nichts?»

Sagt er nichts dazu, weil der Besuch bei seriösen Nicht-Pseudotherapie-Psychotherapeuten gar nichts damit zu tun hat, Kurpfuschern, Quacksalbern, unseriösen Heilsversprechern, Beutelschneidern & Co. das miese Handwerk zu legen …

@frosthorn 11m49

"Einzigen Zulauf erhalten diese Quacksalber durch Menschen, die der Druck eines intoleranten Sozialumfelds ihnen in die Arme treibt."
Kennen Sie solche Fälle? Meine Frage ist ernstgemeint: gibt es denn belastbare Zahlen, dass und wie oft so etwas überhaupt in Deutschland passiert?
Natürlich muss jede Behandlung, ob sinnvoll oder Quacksalberei, die gegen den Willen des Behandelten stattfinden, untersagt sein. Aber ist das ganze überhaupt ein realistisches Szenario in Deutschland.? Oder will da jemand aus dem Kabinett nur auf Gedeih und Verderb ein bisschen in die Schlagzeilen kommen?

Unterscheidung

Ich glaube viele hier treffen keine vernünftige Unterscheidung und werfen einfach alles in einen Topf.

1. Ja, Konversionstherapien zu verbieten ist richtig. Sie haben keinerlei Wissenschaftlichen Gehalt, sind Schädlich und rein religiös-ideologisch.

2. Nein, der Wille des Patienten ist Zweirangig wenn er sich selbst Schaden will. Ein Aderlass bei einer Erkältung würde auch niemand durchführen, ob ein Patient es will oder nicht ist dabei absolut unerheblich. Ärzte haben die Qualifizierung und dürfen Patienten nicht schaden, allen voran wenn sie sich der Tragweite ganz offensichtlich gar nicht bewusst sind.

3. Es gibt (wirksame) Therapieangebote. Das Ziel einer Therapie (z.B. für "Ichdystone Sexualorientierung") ist es mit der eigenen Sexualität klarzukommen und nicht sie zu Verdrängen (was insgesamt absolut unsinnig ist), zurückzuführen sind Probleme wohlgemerkt meist auf äußere Faktoren.

Wer das zur "Sünde" erklärt ist Teil des Problems, aber nie der Lösung!

@CMartin

"Die "Konversionstherapie" hingegen ist IMMER schädlich" Am 18. Dezember 2019 um 12:21 von CMarti

Weil?

@11:23 rossundreiter

Für von Missbrauch betroffene und belaste Menschen gibt es fundierte Therapieformen, v.a. als Traumatherapie. Konversionstherapie war und ist keine seriöse, keine fundierte Therapie sondern Scharlatanerie, die gerade bei traumatisierten Menschen auf fatale Weise traumaverstärkend wirkt.

11:27 von Didib57

"Man kann die sexuelle Veranlagung nicht ändern, sie wurde uns in die Wiege gelegt. Ob Homo oder bisexuell. Richtig so. Warum hat das solange gedauert. Das es dagegen keine Therapie gibt."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

So, wie Sie es schreiben, ,ist es nicht ganz korrekt.
Es gibt viele Menschen, deren Sexualitätsform sich im Laufe des Lebens ändert.
Das entscheidet die eigene Gesamtpersönlichkeit des Menschen.

Ich alleine kenne viele, bei denen das der Fall war.
Da hat kein Arzt und kein Therapeut dran rumzupfuschen.

Warum das solange gedauert hat?
Weil unsere - christliche - Kultur bezüglich Sexualität neurotisch ist.

Es gibt tatsächlich neurotische Kulturen.
Das scheint sich bei einigen strenggläubigem Christen und Sehr-Rechtem teilweise gleichermaßen ausgewirkt zu haben.

Was in mir die Überlegung weckt, wieso diese merkwürdige Schnittmenge existiert.

Konversionstherapien auch für Angehörige traumatisierend

Auch Eltern leideten, wenm sie merkten, dass ihre Entscheidung für eine Konversionstherapie falsch war.
Gutes Gesetz: Das Mittelalter sollte endlich hinter uns gelassen werden!

@ 11:47 von Politikwissensc...

Ich stimme Ihnen zu ... Jens Spahn, selbst bekennender Schwuler, betreibt i.d.S. vermutlich persönlich motivierte Klinentelpolitik.
_
Meine Meinung: Das eigentliche Problem - wenn man es so bezeichnen darf - sind nicht Konversionstherapien, denn das gesellschaftliche Problem ist im Grunde einfacher, oder je nach Sichtweise, tiefgründiger. Jedenfalls ist klar, daß Schwule eine Minderheit sind, während der Großteil aller Menschen Heteros sind. Das hatte und hat überall Konventionen zur Folge, die Schwule gesellschaftlich ausgrenzen. Das ist tief verwurzelt und nicht veränderbar. Gesetze können dabei der schwulen Minderheit bestenfalls gewisse mitmenschliche Erleichterungen verschaffen = zB. keine Zwangstherapien.
_
Doch wie immer in politischen Fragen ist alles abhängig vom gesamgesellschaftlichen Kontext ... und diesbezüglich halt ich persönlich Herrn Spahn für eine politische Fehlbesetzung.

@ rossundreiter um 11.23 Uhr, nur für Minderjährige

So wie ich es verstanden habe, sind sogenannte Konversionstherapien und Eingriffe, die das Geschlecht verändern, bei Minderjährigen grundsätzlich verboten. Ob zu den Pseudotherapien auch Psychotherapien gezählt werden, habe ich aus dem Artikel nicht herauslesen können. Sicherlich können aber Missbrauchsopfer weiterhin von Psychotherapeuten und Psychiatern therapiert werden.

Im Erwachsenenalter kann jeder machen was er will, nur nicht auf Kosten der Krankenkassen. Viele Europäer fliegen sowieso ins Ausland (Brasilien), wo Körperkorrekturen durchgeführt werden wie hier das Brötchenbacken.

wer eine Konversionstherapie befürwortet

...glaubt auch noch an die Hexenverbrennung.
Unfassbar.
Sehr gut von Spahn, dem ich sonst nix abgewinnen kann.

re karlheinzfaltermeier (Vorgängerthread)

"bin ich ein übriggebliebener Saurier, der sich nicht von Kirchen beeinflussen läßt, aber auch nicht zu denen gehört, die alles als "normal" ansehen, so lange es nicht "heterosexuell" ist."

Die absurde Behauptung, jemand würde heterosexuell = unnormal setzen, disqalifiziert Ihren Kommentar sowieso, so dass man sich mit dem Weiteren gar nicht befassen muss.

Warum erst jetzt?

Da ergeben sich zwei Fragen:
1. Warum erst jetzt?
2. Wie löchrig sind unsere Gesetze, wenn Spitzenpolitiker ihre Zeit mit steinzeitlichen Korrekturen verplempern müssen?

@rossundreiter, 12:19 re @frosthorn

Missbrauchsopfer mit gestörtem Sexualverhalten (das sich eben auch homosexuell äußern kann) gibt es tausendfach in Deutschland.

Homosexualität als "gestörtes Sexualverhalten". Merken Sie was?

Schon allein Ihre Quantifizierung "tausendfach" scheint mir darauf hinzudeuten, dass Ihr Zahlenmaterial schwerlich einer Überprüfung standhalten dürfte. Kein Wunder, weil es nun mal einfach nicht stimmt. Homosexualität ist weder durch "schlechtes Vorbild" schwuler Eltern noch durch sexuellen Missbrauch "auslösbar". Das ist allgemeiner wissenschaftlicher Konsens.

Wieder ein gutes Gesetz

Alleine die Tatsache, dass es solche "Therapien" gibt, lässt tiefe Einblicke in die Gesellschaft zu. Das solche Therapien überhaupt nachgefragt werden, liegt daran, dass die Betroffenen sich in unserer Gesellschaft nicht angenommen fühlen und hoffen durch solche Therapien werden zu können, wie die Mehrheitsgesellschaft. Wenn Homosexualität als das wahrgenommen werden würde, als was es ist, nämlich als normale Form der Sexualität, die niemandem schadet und kein Mensch etwas dafür kann, entstünde auch kein Markt für solche Pseudotherapien. Das Gesetz zerstört einfach den Markt für Scharlatane, die anbieten Homosexualität in Heterosexualität umkehren zu können. Viel mehr sollte es Therapien geben, die Menschen helfen ihre Sexualität anzunehmen und mit ihr glücklich zu werden, solange niemand anderes dadurch geschädigt wird.

re rossundreiter

"Was ist mit den Fällen, in denen es sich nicht um eine "Pseudotherapie" (bei angeborener Homosexualität) handelt, sondern um eine professionelle Psychotherapie für möglicherweise von sexuellem Missbrauch Betroffene, deren gestörtes Sexualleben sich (auch) in homosexuellem Verhalten äußert und die sich nichts sehnlicher wünschen, als dahingehend therapiert zu werden?

Warum sagt dieser Artikel dazu nichts?"

Weil Sie vom Thema Konversionstherapie völlig abkommen.

Darum.

´@um 11:23 von rossundreiter

"Warum sagt dieser Artikel dazu nichts?"

Weil es um solche Fälle bei diesem Gesetzesvorhaben überhaupt nicht geht, Thema verfehlt.

@ schmokie um 12:54

Nach katholischer Lehre ist nicht die homosexuelle Orientierung Sünde, sondern die praktizierte Homosexualität in Form von entsprechenden sexuellen Handlungen. Dies und die insgesamt differenzierte Sicht der Homosexualität können Sie im "Katechismus der Katholischen Kirche" unter Nr. 2357-2359 nachlesen
(vgl. zum Beispiel www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8B.HTM).
Im übrigen wäre ein staatliches Verbot bestimmter Predigtinhalte ein massiver Eingriff in das Grundrecht der Religionsfreiheit, für es den aus gutem Grund hohe Hürden gibt.

@Lucinda_in_tenebris um 12.55 Uhr, traumatisierend

Volle Zustimmung. "Auch Eltern leiden, wenn sie merken, dass ihre Entscheidung für eine Konversionstherapie falsch war." Ja, sicherlich.
Es sollte aber in erster Linie um die Kinder gehen. Kinder und Jugendliche sollten davor geschützt werden, nach den Vorstellungen ihrer Eltern leben zu müssen, jedenfalls was die geschlechtliche Orientierung betrifft. Kinder haben ihr eigenes Leben und sollten bei ihrer Persönlichkeitsfindung unterstützt werden.
Ich erinnere mich an folgenden Fall aus meiner Kindheit: Eine benachbarte Mutter wünschte sich nach einigen Jungen unbedingt ein Mädchen. Der jüngste Sohn musste dann bereits als Kleinkind Mädchenklamotten und sogar ein Kopftuch statt einer Mütze tragen. Als Kind stellt man die Erwachsenen nicht in Frage, man findet so etwas höchstens bizarr. Was aus dem Jungen später geworden ist, weiß ich nicht.
Eltern sollten ihre Kinder nicht in enge Schemata pressen - schwul, hetero, männlich, weiblich, egal - alles ist ok

@Am 18. Dezember 2019 um 12:04 von DB_EMD

Zitat: "Oh man! Einmal für Sie zum Mitschreiben! Da wird keine Therapie verboten, weil diese gegen freiheitlichen Werte verstößt, Homosexualität etc. mit einer Krankheit gleichzustellen, die man bekämpfen kann, sondern weil es keine "Therapie" dagegen gibt. Homosexualität ist ein vollkommen natürlicher Vorgang. Therapien dieser Art sind dagegen wider der Natur! Und darum hat Spahn vollkommen recht damit, diesen Quatsch zu verbieten"

Sind Sie des Lesens nicht mächtig?

Ich habe geschrieben, dass beides Unfug ist, sowohl die Konversionstherapieren als auch der Vorschlag solche zu verbieten.

Nur weil etwas Unsinn ist, ist das lange noch kein Grund, etwas zu verbieten. Bundesparteitage der Grünen verbietet man schließlich auch nicht.

re zwicke

"Ich stimme Ihnen zu ... Jens Spahn, selbst bekennender Schwuler, betreibt i.d.S. vermutlich persönlich motivierte Klinentelpolitik."

Schönes Beispiel für Stmmtischhomophobie.

Der Spahn ist schwul? Dann ist es kein Wunder, dass er den ganzen Tag damit beschäftigt ist, die Welt für Schwule so angenehm wie möglich zu machen.

12:54 von Sausevind

«Weil unsere - christliche - Kultur bezüglich Sexualität neurotisch ist.»

"Hat man" der Sexualität in der christlichen Kultur mit der Legende von der "Unbefleckten Empfängis" der Maria mit Jesus als geborenem Kind "allerdings auch ein Grundübel der Verklärung" in die Krippe zu Bethlehem gelegt.

Erklärt natürlich nicht alle folgenden rigiden Moralvorschriften des katholischen und evangelikalen Christentums, die dann im Laufe der Zeiten entstanden.

In anderen Religionen wie bspw. dem Buddhismus war derart rigides Denken hinsichtlich Sexualmoral + sexueller Orientierung niemals Thema der Religion.

In der japanischen Form des Buddhismus, dem Shintoismus, ist es eine Art des Griechischen Olymps, in dem diverse Gottheiten vertreten sind. Einschließlich solcher mit weiblichem Geschlecht. Gleichgeschlechtliche schwule + lesbische Sexualität unter ihnen "selbstverständlich".

"Amaterasu" ist die Göttin-Mutter, die den natürlich gezeugten ersten Menschen gebar. Lernen Kinder i.d. Schule.

re martinus

"Nach katholischer Lehre ist nicht die homosexuelle Orientierung Sünde, sondern die praktizierte Homosexualität in Form von entsprechenden sexuellen Handlungen."

Was ja im Umkehrschluss heißt: Wer die Sünde vermeiden will muss seine Sexualität unterdrücken.

Nicht sehr hilfreich.

11:23, rossundreiter

>>Pseudotherapien.
Was ist mit den Fällen, in denen es sich nicht um eine "Pseudotherapie" (bei angeborener Homosexualität) handelt, sondern um eine professionelle Psychotherapie für möglicherweise von sexuellem Missbrauch Betroffene, deren gestörtes Sexualleben sich (auch) in homosexuellem Verhalten äußert und die sich nichts sehnlicher wünschen, als dahingehend therapiert zu werden?

Warum sagt dieser Artikel dazu nichts?<<

Weil es darum bei dem Gesetz nicht geht.

Es geht ausschließlich um so genannte Konversationstherapien, die das Ziel haben, Homosexualität zu "heilen".

Nicht um Psychotherapien, die den Standards der Profession entsprechen.

13:01 von Zwicke

"Meine Meinung: Das eigentliche Problem - wenn man es so bezeichnen darf - sind nicht Konversionstherapien, denn das gesellschaftliche Problem ist im Grunde einfacher, oder je nach Sichtweise, tiefgründiger. Jedenfalls ist klar, daß Schwule eine Minderheit sind, während der Großteil aller Menschen Heteros sind. Das hatte und hat überall Konventionen zur Folge, die Schwule gesellschaftlich ausgrenzen. Das ist tief verwurzelt und nicht veränderbar."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Um Gottes Willen!
Sie wollen behaupten, dass der Hass auf Minderheiten angeboren ist?

Das klingt mir sehr nach Rechtfertigung von persönlich-menschlichen Unzulänglichkeiten, indem sie einfach als für im Erbgut vorhanden erklärt werden.

Minderheiten zu verachten ist einfach nur primitiv. Diese Primitivität kann auch erst im Laufe des Lebens entstehen, weil sie beim Kind nicht vorhanden ist.

Friedrich Spree 11.42 Uhr

"wo liegt denn bitteschoen die kriminelle energie, die hinter einem konversionsangebot steckt?"

Weil es letzlich Betrug und "Körperverletzung " ist. Eine Konvektionstherapie ist erwiesenermaßen wirkungslos, kann also das Versprechen auf eine andere sex. Orientierung von vornherein nicht erfüllen, auch wenn dies insb. Homophobe und christl. Fundamentalisten nicht wahrhaben wollen. Eine solche "Therapie" führt zudem oft zu lebenslangen psychischen Problemen bishin zum Selbstmord.

Ich finde schon, dass wer "Therapien" anbietet, die erwiesenermaßen Menschen in den Suizid treiben können, kriminell sind und verboten gehören.

Im Übrigen leiden Homosexuelle nicht unter ihrer Sexualität, sondern unter den Gefühlen des Anders seins und Ausgrenzung. Diese entstehen durch Ablehnung des soz. Umfelds.

Ein Jungendlicher, der z. B. von seinem Vater ständig schwulenfeindliche Äußerungen hört, hat Angst sich zu outen und leidet unter der Ablehnung seines Vaters und nicht seiner Neigung.

13:14 von Martinus

"Im übrigen wäre ein staatliches Verbot bestimmter Predigtinhalte ein massiver Eingriff in das Grundrecht der Religionsfreiheit, für es den aus gutem Grund hohe Hürden gibt."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Das ist zum Glück ganz falsch, was Sie schreiben:

zur Religionsfreiheit gehört NICHT, hasserfüllte und destruktive Botschaften von der Kanzel zu tätigen.

Das gilt für sämtliche Religionen, also auch für das Christentum.

um 13:19 von Bote_der_Wahrheit

"Nur weil etwas Unsinn ist, ist das lange noch kein Grund, etwas zu verbieten. Bundesparteitage der Grünen verbietet man schließlich auch nicht."

Sie glauckeln mit einer solchen Therapie, deren Angebot ja möglich wäre, so es das Gesetz diese nicht ausschließt, den Menschen vor, dass es eine Chance auf "Heilung" gäbe, so man denn homosexuell oder was auch immer veranlagt ist. Oder kurz gesagt: sie belügen die Menschen zum Vorteil der eigenen Tasche!

Raten Sie mal, warum sog. Schneeballsystem in Deutschland auch verboten sind. Sie gauckeln den Menschen nämlich das schnelle Geld vor und in Wahrheit werden die nur abgezockt! Nee, Spahn liegt da vollkommen richtig. Solchen "Quacksalbern" muss das Handwerk gelegt werden. Und das mit aller Härte des Gesetzes!

@ schmokie

"Es könnte aus gegebenem Anlass nicht schaden, bestimmten Religionsgemeinschaften, u.a. der katholischen Kirche, das Predigen homosexueller Orientierung als Sünde zu verbieten" Am 18. Dezember 2019 um 12:54 von schmokie

Wo und wann haben Sie in der katholischen Kirche eine solche Predigt denn gehört?
Ich noch nie, nicht einmal in Polen.

Allerdings ist streng gläubig Sex nur in der Ehe erlaubt, und das nur deshalb, um Erben zu zeugen. (Thema Verhütung)

Man kann streng danach leben, oder auch nicht.
Schließlich gibt es genug Leute, die verhüten oder fremdgehen oder dauernd Partner wechseln usw. Das ist ebenfalls in der Religion Sünde, interessiert aber die Leute nicht. Warum soll ausgerechnet für Homosexuelle eine Ausnahme in der Kirche abgesegnet werden?

Der Umgang mit Homosexualität ist eh in unterschiedlichen Kulturen verschieden. Mit oder ohne die Kirche (die nicht nur in Deutschland existiert).

13:14 von Martinus

«Nach katholischer Lehre ist nicht die homosexuelle Orientierung Sünde, sondern die praktizierte Homosexualität in Form von entsprechenden sexuellen Handlungen.»

Und für geweihte Priester der katholischen Kirche ist auch sexuelle Begierde nach Frauen nicht das Übel. Aber ihr "nachzugeben" ist der Frevel, der zur Entlassung aus dem Priesteramt führt.

Ist es auch nicht die Erektion des Priesters, die verwerflich sei.
Aber die Onanie. Da bete man stattdessen um Stärke, Standhaftigkeit und Erlösung von den Sünden der Verführung.

Gar nicht zu reden von Homosexualität in allen Formen.
Die ja ganz prinzipiell nie der Zeugung + Fortpflanzung dienen kann.
Aber immer nur des Verderbnisses "der Fleischeslust" …

War schon immer nie nix anderes als Gängelung, "Schlechtes-Gewissen-Machen" zur Erhöhung des eigenen Einflusses zur verstärkten Kontrolle auch der intimsten Aspekte des Privatlebens "der katholischen Schäfchen".

Rückzugs-Gefechte der für ewig aus der Zeit gefallenen Bestimmer …

@Lucinda 12.55

"Gutes Gesetz: Das Mittelalter sollte endlich hinter uns gelassen werden!"
Ganz meine Meinung. Dann sollte Spahn aber auch die mittelalterlichen Vorbehalte gegen selbstbestimmtes Sterben Todkranker aufgeben und, wie es gerichtlich angeordnet wurde, die erforderlichen Medikamente für Betroffene freigeben. Das nicht zu tun ist in einem nicht beschreibbaren Maße anmaßend und menschenverachtend. Und ich fürchte es ist Ausdruck einer religiösen Verblendung. Also Mittelalter pur.

13:06, Martinus

>>Folgt bald ein Bücherverbot ?
Es gibt auch Bücher für Menschen, die ihre Homosexualität nicht mehr ausleben möchten, z.B. Gerard van den Aardweg, "Selbsttherapie von Homosexualität".
Sollen diese nun auch verboten und ggf. öffentlich verbrannt werden ?!?<<

Nein.

Herr van den Aardweg hält Homosexualität nach wie vor für eine Krankheit und ist da unbeirrbar. Seine für mich durchaus hetzerischen Ergüsse sind aber vom Prinzip der Meinungsfreiheit gedeckt. Dieses Prinzip deckt den größten Blödsinn, und das ist auch gut so.

Es gibt übrigens viele Menschen, die ihre Homosexualität nicht ausleben. Sie leben asexuell oder sie leben nur einen Teil ihrer erotischen Gefühle aus, wenn sie auch zu heterosexuellen Gefühlen fähig sind (das nennt man bisexuell). Das sind mehr, als man denkt.

All dies hat aber mit den sogenannten Konversionstherapien nichts zu tun.

Ist es....

wirklich nur eine Unterstellung, wenn ein Forist meint, Herr Spahn betreibt "Klientelpolitik", frei von jeder Beeinflussung der persönlichen Wertungen und Empfindens?

12:19, rossundreiter

>>@frosthorn, 11:49
"Weil das ein willkürlich konstruiertes Szenario ist (…)."

Wie bitte?

Missbrauchsopfer mit gestörtem Sexualverhalten (das sich eben auch homosexuell äußern kann) gibt es tausendfach in Deutschland.

Fragen Sie doch mal nach bei den angesprochenen Traumatherapeuten!

Müssen die nun alle Gefängnisstrafen fürchten?<<

Nein, müssen sie nicht.

Nicht einmal ansatzweise.

Verstehen Sie wirklich nicht, um welcherart "Therapien" es bei diesem Gesetz geht?

Tada 12:52

"Die "Konversionstherapie" hingegen ist IMMER schädlich" Am 18. Dezember 2019 um 12:21 von CMarti

Weil?

---

Stellen Sie sich bitte vor, sie wären noch mal 15/16 und hatten vielleicht sogar schon den ersten Sex mit dem anderen Geschlecht.

Stellen sie sich weiter vor, sie und ihre Eltern wären Teil einer Sekte, die jegliche (hetero)sexuelle Gefühle ablehnt und Fortpflanzung nur künstlich erlaubt. Ihnen wird ständig erzählt, hetetosex. Gefphle sund schlecht und sie werden deswegen ausgegrenzt.

Sie werden, ggf. Nicht ganz freiwillig, in ne Therapie gesteckt, ggf. Mit Medis ihr Sexualtrieb unterdrückt und ihnen wird eingeredet, dass sie sich beim Gedanken an Sex schlecht fühlen müssen.

Tun sie aber nicht, weil der heterosex ja ganz normal ist,

Was denken siem würde eine solche Therapie mit ihrer Psyche machen?

Wie gesagt, Homosexuelle leiden i.d.R nicht an ihrer Sexualität, sondern an der abl,ü. Auffassung und Reaktion des Umfeldes auf ihre Sexualität.

13:47 von schabernack

der zur Entlassung aus dem Priesteramt führt
.
führen kann !
auch in der kath. Kirche gibt es verheiratete Priester mit Kindern
1951 - Papst Pius XII.: ein verheirateter evangelischer Pfarrer wird in Deutschland zum katholischen Priester geweiht.

13:49, karlheinzfaltermeier

>>Ist es....
wirklich nur eine Unterstellung, wenn ein Forist meint, Herr Spahn betreibt "Klientelpolitik", frei von jeder Beeinflussung der persönlichen Wertungen und Empfindens?<<

Ja.

Und zwar eine böswillige, die schwulenfeindliche Züge trägt.

Wozu an Irrwegen festhalten?

@ Bote_der_Wahrheit:
Wenn sich jemand mit seiner Homosexualität nicht wohl fühlt, dann muss es auch die Möglichkeit für ihn geben, sich ggf. therapeutisch behandeln zu lassen.

Psychotherapien werden nicht verboten. Man macht nur Schluss mit diesen unsäglichen Konversionstherapien. Bitte lesen Sie den Artikel. Dort steht es.

13:49 von karlheinzfaltermeier

«Ist es … wirklich nur eine Unterstellung, wenn ein Forist meint, Herr Spahn betreibt "Klientelpolitik", frei von jeder Beeinflussung der persönlichen Wertungen und Empfindens?»

Niemand kann Politik betreiben, die völlig frei von persönlichen Wertungen und Empfinden wäre.

Aber Grundlage für Gesetze kann dies nicht nie sein. Ist es ja auch nicht Herr Spahn "im Solo-Tiefflug", der über Gesetze in DEU bestimmt …

Wir fassen zusammen: Leute

Wir fassen zusammen: Leute mit einer starken Neigung zu extrem rechtem Gedankengut halten Homosexualität für eine Krankheit oder zumindest für etwas, zu dessen Bekämpfung jedes Mittel recht sein muss.
Beides erinnert stark an das frühe Mittelalter.

13:14, Martinus

>>@ schmokie um 12:54
Nach katholischer Lehre ist nicht die homosexuelle Orientierung Sünde, sondern die praktizierte Homosexualität in Form von entsprechenden sexuellen Handlungen. Dies und die insgesamt differenzierte Sicht der Homosexualität können Sie im "Katechismus der Katholischen Kirche" unter Nr. 2357-2359 nachlesen
(vgl. zum Beispiel www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8B.HTM).<<

Nicht nur die praktizierte Homosexualität ist Sünde, sondern jeglicher Sex außerhalb der Ehe. Die Sexualfeindlichkeit der katholischen Kirche ist legendär. Und es gilt, wie immer in solchen Fällen: je strenger eine Moral ist, desto doppelter ist sie.

>>Im übrigen wäre ein staatliches Verbot bestimmter Predigtinhalte ein massiver Eingriff in das Grundrecht der Religionsfreiheit, für es den aus gutem Grund hohe Hürden gibt.<<

Würden Sie das, wenn es um Salafisten etc. geht, auch so sehen, oder sind da andere Maßstäbe anzulegen?

@karlheinzfaltermeier

"Ist es wirklich nur eine Unterstellung, wenn ein Forist meint, Herr Spahn betreibt "Klientelpolitik", frei von jeder Beeinflussung der persönlichen Wertungen und Empfindens?"

Ja, das mit der 'Klientelpolitik' ist eine Unterstellung.
Und nein, frei von jeder Beeinflussung der persönlichen Wertungen und des persönlichen Empfindens ist es sicherlich auch nicht.

12:52, Tada

>>@CMartin
"Die "Konversionstherapie" hingegen ist IMMER schädlich" Am 18. Dezember 2019 um 12:21 von CMarti

Weil?<<

Weil sexuelle Orientierung nicht "heilbar" ist. Man kann nur lernen, mit ihr umzugehen. Eine "Therapie", die zum Ziel hat, die sexuelle Orientierung "umzudrehen", kann nur scheitern, da sie ein falsches Versprechen ist und ist deshalb schädlich.

14:06 von Sisyphos3 / @schabernack

«… der zur Entlassung aus dem Priesteramt führt.»

«führen kann !
auch in der kath. Kirche gibt es verheiratete Priester mit Kindern
1951 - Papst Pius XII.: ein verheirateter evangelischer Pfarrer wird in Deutschland zum katholischen Priester geweiht.»

Und gab es einst auch "La Famiglia Borghia" mit entsprechendem Papst …
Denen waren weder die öffentliche Sexualmoral der Katholischen Kirche, noch die weltliche Gesetzgebung des Staates in irgendeiner Form Leitlinie des eigenen Handelns …

Es sind wenige seltene Ausnahmfälle, die Sie ansprechen.
Ausnahmefälle im Promillebereich dessen, was tatsächlich Gegebenheit ist …

13:44 von Tada

"Allerdings ist streng gläubig Sex nur in der Ehe erlaubt, und das nur deshalb, um Erben zu zeugen. (Thema Verhütung)

Man kann streng danach leben, oder auch nicht.
Schließlich gibt es genug Leute, die verhüten oder fremdgehen oder dauernd Partner wechseln usw. Das ist ebenfalls in der Religion Sünde, interessiert aber die Leute nicht. Warum soll ausgerechnet für Homosexuelle eine Ausnahme in der Kirche abgesegnet werden?"

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Was genau wollen Sie eigentlich verteidigen?
Die Repressalien durch Christen bezüglich Sex, die nachgewiesenermaßen unzählbar viele in Neurosen gestürzt haben?

Nur, weil man sich langsam davon befreit, heißt es nicht, dass neuerdings diese Repressalien gerade von Bürgern nicht wieder neu begrüß werden.

Und so werden sich wieder Prediger stark fühlen, gegen Homosexualität anzuhetzen.
Und für Umpolung zu plädieren.

Zugegebener Weise geht das aber neuerdings "von unten aus", vom Bürger.

Bei der katholischen Sexualmoral

ist heute zu unterscheiden zwischen dem sehr hohen, theoretischen Anspruch und der in den meisten Fällen ausgesprochen inkonsequenten Art, damit umzugehen.
Habe selbst erlebt, dass katholische Würdenträger und Fakultäten Studenten dazu auffordern, Lebens- als Wohngemeinschaften zu deklarieren um so den Schein der Regelkonformität zu wahren. Man weiß also, dass heute niemand mehr wirklich nach diesen Regeln lebt, am wenigsten die katholischen Laien-Theologen (also Nicht-Kleriker). Das ist freilich Heuchelei pur und sollte und fragen lassen, ob religiöse Institutionen überhaupt noch Mitspracherecht in der heutigen Zeit haben sollten? Meine klare Meinung: Nein.

@fataland 14.13

"Die Sexualfeindlichkeit der katholischen Kirche ist legendär."
Eher ist sie eine Legende. Es würde besser passen von einer Feindlichkeit gegen freie Sexualität zu sprechen, denn die eheliche ist geradezu eine Pflicht, sofern sie die Fortpflanzung zumindest ermöglicht. Aber auch das steht alles nur auf dem Papier, in Deutschland sehen - und leben - auch und gerade Theologen das mittlerweile völlig anders. Ein strukturelles Problem einer Instanz, die dogmatische Festlegungen aus systematischen Gründen nicht mehr los wird und dann einfach alle Augen zumacht um nicht zu sehen, dass die Welt, in der man lebt, eine völlig andere ist, als man glaubt fordern zu müssen.

@ 13:38 von Sausevind

Sie versteigen sich.! Ich schrieb nichts von angeborenem Hass oder Erbgutanlagen. Bitte meinen Beitrag viell. nochmal lesen ... und verstehen.

@alleindenker 14.13

" Leute mit einer starken Neigung zu extrem rechtem Gedankengut halten Homosexualität für eine Krankheit"
Auf was für Zahlen stützen Sie sich da? Und was hat Homosexualität mit "rechtem Gedankengut" zu tun?

@Dr.Beyer

Sie schweifen ab. Um solche echten Therapien geht es hier gar nicht, sondern nur um "Therapien", die jemanden quasi umdrehen wollen.

Wenn ein volljähriger Betroffener die aus eigenem freien Entschluss will, warum sollte man das verbieten? Es gibt viel größeren Quatsch, den man als Erwachsener ungestraft machen darf ...

Es wäre dringend interessant

zu wissen, über welche konkreten Zahlen wir hier eigentlich sprechen.
Ich habe den Verdacht, dass Spahn da etwas hochpuscht, was so ungemein selten auftritt, wie die oben von einem User erwähnten Exorzismen. Anders gefragt: findet so etwas überhaupt in D statt, oder betreibt Spahn hier nicht eher die Jagd auf Schatten, denen nichts in der Realität entspricht? Wäre schön, wenn TS dazu mal Informationen bringen würde.

14:37, derdickewisser

>>@fataland 14.13
"Die Sexualfeindlichkeit der katholischen Kirche ist legendär."
Eher ist sie eine Legende. Es würde besser passen von einer Feindlichkeit gegen freie Sexualität zu sprechen, denn die eheliche ist geradezu eine Pflicht, sofern sie die Fortpflanzung zumindest ermöglicht.<<

Ja. Lustfeindlichkeit wäre wohl ein treffenderer Begriff.

Aber auch das steht alles nur auf dem Papier, in Deutschland sehen - und leben - auch und gerade Theologen das mittlerweile völlig anders. Ein strukturelles Problem einer Instanz, die dogmatische Festlegungen aus systematischen Gründen nicht mehr los wird und dann einfach alle Augen zumacht um nicht zu sehen, dass die Welt, in der man lebt, eine völlig andere ist, als man glaubt fordern zu müssen.<<

Ein altbekanntes Problem.

Wie ich schon schrieb: je rigider eine Moral ist, desto doppelter ist sie.

Das Problem eines jeglichen Fundamentalismusses.

18. Dezember 2019 um 13:44 von Tada @ schmokie

"Wo und wann haben Sie in der katholischen Kirche eine solche Predigt denn gehört?
Ich noch nie, nicht einmal in Polen."

Ich habe mal einen Polen gefragt (der ziemlich viel getrunken hatte), warum er und viele Polen so einen Hass auf Schwule haben. Nach ein paar feuchteren Allgemeinplätzen sagte er schließlich, daß er nichts gegen Schwule habe. Was er hasst ist die Vorstellung von Sex mit einem Mann. Um das aus dem Kopf zu kriegen tut es gut, sich bei anderen Zustimmung zu holen und schon hat man einen schönen Mob. Habe ich zwar nicht so gesagt, aber er hat mir tendenziell zu verstehen gegeben, daß das so ungefähr läuft.
Die meist heterosexuellen wütenden Verfechter des Grundrechts auf absolute Emtschwulung dürften es jetzt noch schwerer haben.

14:23 von Sausevind

«Und so werden sich wieder Prediger stark fühlen, gegen Homosexualität anzuhetzen. Und für Umpolung zu plädieren.

«Zugegebener Weise geht das aber neuerdings "von unten aus", vom Bürger.»

Und so vergällen sich einzelne (viel zu viele) Bürger das eigene Wohlbefinden + vergiften das gesellschaftliche Klima im Miteinander.

Sich echauffieren + den Moralapostel aufführen. Bei Sachverhalten der sexuellen Orientierung anderer Menschen, die nicht den geringsten Einfluss auf das eigene Lebensumfeld nehmen.

Welch eine aberwitzige + destruktive Verschwendung von Lebensenergie + Lebenszeit. Statt diese in Konstruktives zu investieren …

@Bote & Hr. Faltermeier

Zunächst mal eines. Hier geht es um das Verbot quacksalberhafte Bekehrungsrituale ohne jede wissenschaftliche Basis. Der Begriff "Therapie" ist daher in Anführungszeichen zu setzen.

Solchen menschenverachtenden Praktiken dann auch noch mittels Freiheitsmäntelchen eine Absolution zu erteilen wie unser "freiheitsliebender" identitärer "Bote" hier fordert, so als ob hier irgendeine Gleichwertigkeit vorläge zu anderen Behandlungen, Therapien, offenbart nur eines: Die Missachtung der körperlichen und seelischen Unversehrtheit der betroffenen, meist jungen Menschen. Viele wurden in den Selbstmord getrieben.

Seine vorgespielte Freiheitsliebe verwundert eigentlich nicht.

Schwulenfeindlichkeit war stets eines der Hauptmerkmale völkischer Rechtsnationaler.

Noch eins, Herr Faltermeier: Spahn "Klientelpolitik" zu unterstellen ist homophob. Der Schritt hat nur was mit verantwortungsvoller Politik zu tun. Das sind Merkmale demokratischer Prinzipien. Kein Wunder, dass AfDler damit Probleme habe

14:39, Zwicke

>>@ 13:38 von Sausevind
Sie versteigen sich.! Ich schrieb nichts von angeborenem Hass oder Erbgutanlagen. Bitte meinen Beitrag viell. nochmal lesen ... und verstehen.<<

Vielleicht lesen Sie Ihren eigenen Beitrag noch einmal und fragen sich, wie das, was Sie dort schrieben, wohl verstanden werden könnte.

Ich verstand ihn jedenfalls so wie die Foristin, auf die Sie antworten.

Eine Frechheit

Es ist doch schon eine bodenlose Respektlosigkeit, davon auszugehen, Homosexualität sei eine psychische Störung, die durch spezielle Therapien geheilt werden könne. Hat es so lange gedauert, bis wir klug genug wurden, zu erkennen, dass diese Therapien sinnlos und potenziell schädigend sind?

@ Paul Puma

Warum sollte ein Homo nicht Hetero werden dürfen wollen?

Und umgekehrt? Fordern Sie auch eine Konversionstherapie in die andere Richtung?

@melacholiker 14.53

"Die meist heterosexuellen wütenden Verfechter des Grundrechts auf absolute Emtschwulung"
Ich denke nicht, dass die lautesten Hassrufe gegen gleichgeschlechtliche Sexualität von felsenfest heterosexuellen Personen kommen. Allzu häufig dürfte hier die Angst vor einer eigenen latenten Homophilie eine große Rolle spielen.

Richtig so

"Diese angebliche Therapie macht krank und nicht gesund"

Das ist genau richtig. Viele Menschen sind da anderer Meinung, aber es war auch mal Staatsdoktrin, dass man alle Linkshänder auf Rechtshändigkeit zwangsumgeschult hat. Viele Menschen leiden noch heute und dieser "Therapie".
Das schlimmste sind die Menschen, die einen vorschreiben was gut sein soll und die, die hier auf "freiwillige" Ansätze verweisen, sollten wissen dass diese Menschen "freiwillig" zu dieser "Therapie" gehen weil sie von anderen Menschen wegen ihrer Sexualität im Alltag herabgewürdigt und ausgeschlossen werden. Da greift man natürlich nach einem Strohhalm um "zur Gesellschaft dazuzugehören". So lange Menschen freiwillig nach diesen Therapien suchen ist ganz klar, dass man sich als homosexueller Mensch nicht frei in dieser Gesellschaft bewegen kann.

Bekenntnis zur Homosexualität

@ Politikwissensc...
Aber - ich kenne mehrere Menschen, die sich selbst von homoerotischen Gefühlen belastet fühlten und durch Therapie damit umgehen konnten und heterosexuell blieben.

Ich kenne auch das Umgekehrte, also Homosexuelle, die sich trotz heterosexueller Gefühle mit therapeutischer Hilfe klar zur Homosexualität bekennen konnten. Keine sexuelle Orientierung ist mehr wert als eine andere.

@derdickewisser

"
Am 18. Dezember 2019 um 14:44 von derdickewisser
@alleindenker 14.13

" Leute mit einer starken Neigung zu extrem rechtem Gedankengut halten Homosexualität für eine Krankheit"
Auf was für Zahlen stützen Sie sich da? Und was hat Homosexualität mit "rechtem Gedankengut" zu tun?"

Um das zu erkennen, braucht man keine Zahlen, ein Blick in die Kommentarspalten des deutschsprachigen Zentralorgans der Rassisten und Islamhasser reicht. Dort können Sie nachlesen, was Homophobie mit rechtem Gedankengut zu tun hat.

@ derdickewisser

Ich habe den Verdacht, dass Spahn da etwas hochpuscht, was so ungemein selten auftritt, wie die oben von einem User erwähnten Exorzismen.

Hochgepuscht wird da nichts. Dass man Exorzismus oder hier die "Konversionstherapie" abschafft, ist richtig - völlig unabhängig von den Zahlen. Recht kann ja keine Frage der Häufigkeit sein.

Sachlichkeit ist keine Schande

In der letzten Zeit gab es auf arte eine sehenswerte Dokumentation

"Wie krank ist Homo-Heilung?"

Darin wurde sehr anschaulich gezeigt, welche Auswirkungen der Druck des Elternhauses, der Kirche und der Gesellschaft auf Menschen haben kann. Vielleicht hilft dies manchen Kommentatoren, mit Tatsachen umzugehen. Es ist Tatsache, daß sich schwule und lesbische Menschen, ebenso wie bisexuelle, intersexuelle und transsexuelle, in einem großen Teil ihres Lebens verstecken müssen. Viele geben dem Druck der Familie, zumeist die Eltern, nach oder auch der empfundenen Scham, die vollkommen ungerechtfertigt ist.

Ebenso auf arte lief der Film "Carol". Nur mal so.

Meine Freunde und meine Familie nehmen mich so wie ich bin. Ein guter Freund geht zur Psychotherapie. Diese Therapie hilft ihm, Selbstbewußtsein aufzubauen, sich mit sich selbst im reinen zu fühlen. Nicht seine sexuelle Orientierung ist das Problem, sondern die Gesellschaft, die ihn dazu brachte, schlecht über sich selbst zu denken.

@fathaland slim

Ja. Lustfeindlichkeit wäre wohl ein treffenderer Begriff.

Auch das wäre falsch. Was die Kirche wirklich nicht mag, sind ständige Partnerwechsel, Sexualität ohne Bindung. Und das meiner Meinung nach nicht zu Unrecht.

O.g. Konversionstherapien sind keine Psychotherapie

Wer unter irgendeinem seelischen Zustand leidet hat Anspruch auf Behandlung. Daran ändert dieses Gesetz nichts. Es geht nicht um Psychotherapien. Es geht um religiös oder ideologisch motivierte Versuche Homosexualität "umzudrehen". Das kann offenbar nicht oft genug gesagt werden...

Jens...

Ich mag ja Herrn Spahn nicht.
Aber wo er recht hat, hat er recht.

Längst überfällig daß die Konversionstherapie verboten wird.

13:01 von Zwicke

«Jedenfalls ist klar, daß Schwule eine Minderheit sind, während der Großteil aller Menschen Heteros sind. Das hatte und hat überall Konventionen zur Folge, die Schwule gesellschaftlich ausgrenzen. Das ist tief verwurzelt und nicht veränderbar.»

"Tief verwurzelt" hat das allenfalls der christlich-katholische Mumpitz der Klassifizierung in "schlechte", "gute", "bessere" und "richtige" sexuelle Orientierung.

Ist glücklicherweise "der Sexual-Katholizismus" nicht der Maßstab "für überall". Erst recht nicht "der Sexual-Evangelikanismus". Der ist noch verlogener + noch unsympathischer als die kathol. Variante der klassifizierenden Ausgrenzung sexueller Minderheiten.

Nun kenne ich mich nur bedingt in den anderen großen Religionen der Welt aus. Wenn, dann mit dem Buddhismus. Vor allem mit der japanischen Variante, dem Shintoismus.

Religion auch der Samurai, als man Jahrh. noch mit Ziffern bis 9 zählte. Homosexualität unter ihnen war bis Ende des 19. Jahrh.:
"Die höchste Form der Liebe".

Homosexuell...

ist keine Krankheit. Es ist eine sehr schöne Liebe. Egal ob Frau mit Frau,Mann mit Mann oder Frau mit Mann. Diese Therapie braucht kein Mensch.

@14:48 von derdickewisser

Es wäre dringend interessant
zu wissen, über welche konkreten Zahlen wir hier eigentlich sprechen.

Steht im Artikel:

Nach Angaben des Gesundheitsministers werden in Deutschland jedes Jahr schätzungsweise 2000 Pseudotherapien durchgeführt,...

Die Zahl ist aber eigentlich egal. Gegen etwas, das keine Krankheit ist kann es per Definition keine Therapie geben.

Dazu kommt, dass diese Therapien nach allen Erkenntnissen nicht nichts nutzen, sondern sogar Schaden anrichten.

Ich finde, so einen Müll kann man gerne verbieten.

Ich würde mich freuen wenn...

Ich würde mich freuen wenn man Grüne und Linke politisch umpolen könnte denn viele dieser Menschen oder vielmehr deren Ansichten halte ich für krank.
Ich finde es aber sehr gut das Herr Spahn diesen Schritt "Konversionstherapie"-Verbot bei Homosexuellen eingeleitet hat und diese Menschen endlich in Ruhe gelassen werden. Ungeachtet der sexuellen Einstellung sind das Menschen wie Du und ich. (Jetzt komme mir aber bitte keiner was ich von Linken- oder Grünen- Homosexuellen halte den dann komme ich ins schwimmen).

um 13:32 von fathaland slim

>>"Es geht ausschließlich um so genannte Konversationstherapien, die das Ziel haben, Homosexualität zu "heilen".
Nicht um Psychotherapien, die den Standards"<<

"Heilen" hört sich ja gerade so an als wäre das was Schlimmes wie eine Krankheit? Ich bin zwar nicht homosexuell aber was soll daran Schlimmes sein? Ich kenne einige Homosexuelle und das sind alles nette Menschen wie Du und ich. Ich sehe da keinerlei Probleme und "heilen" muss man da auch nichts weil es nichts zu "heilen" gibt? Hochrangige Politiker wie Frau Weidel von der AfD oder den hier zitierten Herr Spahn sind homosexuell und beides richtig dufte Menschen finde ich?

um 15:20 von BotschafterSarek

>>"Auch das wäre falsch. Was die Kirche wirklich nicht mag, sind ständige Partnerwechsel, Sexualität ohne Bindung. Und das meiner Meinung nach nicht zu Unrecht."<<

"zu Unrecht"? Warum? Glauben Sie ich lasse mir von der Kirche vorschreiben wann ich mit wem in die Kiste gehe? In welchem Film leben Sie denn?

14:58 von Ist Wahr

<< @ Sausevind
"Weil unsere - christliche - Kultur bezüglich Sexualität neurotisch ist. (...)
Es gibt tatsächlich neurotische Kulturen."
------
Tag ein, Tag aus gehen in D. Tausende Menschen zum Psychtherapeuten zwecks Neorosenbehandlung.
Wie wollen, sollen "neurotische Kulturen" behandelt werden? Und: gibt es diese wirklich?<<

.-.-.-.-.-

Warum sollte ich denn behaupten, dass es neurotische Kulturen gibt, wenn ich das nicht glaube?

Man kann es auch leicht belegen, nur nicht in Kürze.
Lesen Sie einfach die Philosophen unserer Kultur - ich habe das im Studium gemacht -, und danach dann auch noch möglichst alle deutschsprachigen Autoren - habe ich weitgehend auch gemacht.

Dann springt einem der Knackpunkt ins Auge.

Klar: eine Kultur kann nicht zu einem Psychotherapeuten spazieren. Sie spaziert MIT dem Patienten zum Psychotherapeuten.

Und jeder gute Therapeut kennt das Wesen unserer Kultur und findet sie in der Psyche des Patienten wieder.

Die Kultur verändert sich mit den Menschen.

@ 13:01 Zwicke

Sie nennen es "Klientelpolitik", wenn ein schwuler Gesundheitsminister sich dafür einsetzt, eine menschenverachtende Form der Pseudotherapie ("Konversionstherapie") verbieten zu lassen? Ich habe ja manche Kritik an Jens Spahn - hier verteidige ich ihn ganz klar.

15:20 von BotschafterSarek

«Ja. Lustfeindlichkeit wäre wohl ein treffenderer Begriff.»

«Auch das wäre falsch. Was die Kirche wirklich nicht mag, sind ständige Partnerwechsel, Sexualität ohne Bindung. Und das meiner Meinung nach nicht zu Unrecht.»

Das, was Sie beschreiben, mag auch die weit überwiende Mehrheit aller Menschen max. bis zu einem gewissen, recht jungen Alter.
Sagt der Volksmund so was wie: "Hörner abstoßen" dazu.

Nie in meinem bisher mehr als 50-jährigen Leben traf ich je irgendwen (beiderlei Geschlechts), der "mit Ihrem Obigen" auch in einem höheren Lebensalter tatsächlich "erfüllt + zufrieden" gewesen wäre.

Müssen sich religiöse Autoritäten jeglicher Art "gar nicht so aufblasen".
Wenn es um Sexualität + Sexualmoral geht.

Auf ewig unverbindlich 5x pro Woche "durch unbekannt-fremde Betten hüpfen". Ist eh nicht das, wonach die allermeisten Menschen streben. Völlig unerheblich, ob sie hetero-, homo- oder bisexuell sind. Unterschiede hinsichtlich "verbindlicher Liebe" sind eher marginal …

@schwul, 15:03

"Und umgekehrt? Fordern Sie auch eine Konversionstherapie in die andere Richtung?"

Ich für meinen Teil fordere, dass Menschen eine Therapie bekommen, wenn sie (aus welchem Grund auch immer) gehindert sind, ihre angeborene Sexualität zu leben.

Und richtig, das gilt für heterosexuelle sowie für homosexuelle Menschen.

Ich bin nicht sicher, ob Gesundheitsminister Spahn das genauso sieht.

um 12.54 Uhr, um 15.53 Uhr von Sausevind, neurotische Kultur

"Und jeder gute Therapeut kennt das Wesen unserer Kultur und findet sie in der Psyche des Patienten wieder. Die Kultur verändert sich mit den Menschen."
Das ist überall so, christlich oder nicht.

18. Dezember 2019 um 13:14 von Martinus

"Nach katholischer Lehre ist nicht die homosexuelle Orientierung Sünde, sondern die praktizierte Homosexualität in Form von entsprechenden sexuellen Handlungen."

Ist trotzdem ein Verbot!

"Im übrigen wäre ein staatliches Verbot bestimmter Predigtinhalte ein massiver Eingriff in das Grundrecht der Religionsfreiheit, für es den aus gutem Grund hohe Hürden gibt."

Volksverhetzung gegen Menschen bestimmter sexueller Orientierung reicht mir persönlich schon, sonst verweise ich auf Paragraph 18, da die Predigt eine Versammlung ist.
Wie schlecht oder wie böse Homosexualität ist gehört in keine Grundrechtskonforme Predigt. Das Grundgesetz kennt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

""Konversionstherapie"-Verbot

""Konversionstherapie"-Verbot beschlossen"
-
Man kann denken was man will über Herrn Span, aber hier macht er doch tatsächlich mal was sinnvolles, denn wired freaks und sickos rennen ja schon genug rum da brauchen wir nicht noch mehr.

18. Dezember 2019 um 11:23 von rossundreiter

"Was ist mit den Fällen, in denen es sich nicht um eine "Pseudotherapie" (bei angeborener Homosexualität) handelt, sondern um eine professionelle Psychotherapie für möglicherweise von sexuellem Missbrauch Betroffene, deren gestörtes Sexualleben sich (auch) in homosexuellem Verhalten äußert und die sich nichts sehnlicher wünschen, als dahingehend therapiert zu werden?

Warum sagt dieser Artikel dazu nichts?"

Weil das im Bereich einer klassischen Psychotherapie läuft. Da wird der Patient auch nicht gezwungen seine Sexualität an irgendwas anzupassen, sondern damit umzugehen. Wenn es wirklich temporär ist, hört es auch wieder auf wenn das Kernproblem behandelt wurde.
Ihr Beispiel ist mir noch nie zu Ohren gekommen. Kann es vielleicht auch sein, dass die betroffene Person von der Homosexualität wegerzogen wurde und bei psychischer Belastung in natürlichere Verhaltenmuster zurückgefallen ist? Wie viele dieser Fälle passieren?

@@13:21 von karwandler

>> Der Spahn ist schwul? Dann ist es kein Wunder, dass er den ganzen Tag damit beschäftigt ist, die Welt für Schwule so angenehm wie möglich zu machen. <<
_
... wenn Sie das so sagen...

@derdickewisser

18. Dezember 2019 um 14:44
"" Leute mit einer starken Neigung zu extrem rechtem Gedankengut halten Homosexualität für eine Krankheit"
Auf was für Zahlen stützen Sie sich da? Und was hat Homosexualität mit "rechtem Gedankengut" zu tun?"

An Ihrer Lesekompetenz müssen sie noch arbeiten. Im rechten Gedankengut wird Homosexualität im Normalfall abgelehnt. Im Moment nutzt die Rechte allerdings auch Homosexuelle um ihre Modernität zu unterstreichen und homosexuelle Wähler mit der Angst vor den Muslimen für ihre Sache zu gewinnen.

18. Dezember 2019 um 14:48
"Anders gefragt: findet so etwas überhaupt in D statt, oder betreibt Spahn hier nicht eher die Jagd auf Schatten, denen nichts in der Realität entspricht?"

Steht im Artikel und werde ich nicht erneut erwähnen damit sie die Gelegenheit bekommen an Ihrer Lesekompetenz zu arbeiten.

"Ich habe den Verdacht, dass Spahn da etwas hochpuscht"

Ich hab den Verdacht, dass sie derartige Informationen absichtlich übersehen.

Am 18. Dezember 2019 um 15:20 von BotschafterSarek

"Was die Kirche wirklich nicht mag, sind ständige Partnerwechsel, Sexualität ohne Bindung."

Vor allem mag sie keine Sexualität ohne ihren Segen. Die Bindung ist dieser Institution schnuppe, Hauptsache der Schein stimmt.

Klientelpolitik

Ich behaupte mal eben, völlig ohne Beleg oder Beweis, dass es praktisch keinen Politiker gibt, der seine Arbeit ohne jede Berücksichtigung seiner persönlichen Wertungen und Überzeugungen macht.

Es sind eben diese persönlichen Überzeugungen die aus einem „Politiker“ einen Linken, einen Grünen, einen Liberalen, einen Konservativen oder einen Nationalisten machen. Und es wäre anmaßend zu erwarten, dass Spahn als bekennender Schwuler keine Politik machen darf, welche für das Wohlergehen von Schwulen gedacht ist. Man darf Politik für alles machen außer für die gesellschaftliche Gruppe, welcher man selbst angehört?! Echt jetzt?!

@Anderes1961, 15.10

" ein Blick in die Kommentarspalten des deutschsprachigen Zentralorgans der Rassisten und Islamhasser reicht."
Was, bitte, ist in Ihren Augen das "Zentralorgan der Rassisten und Islamhasser"?

@Sausevind 15.53

"Lesen Sie einfach die Philosophen unserer Kultur - ich habe das im Studium gemacht -, und danach dann auch noch möglichst alle deutschsprachigen Autoren - habe ich weitgehend auch gemacht."
Sie haben "die Philosophen unserer Kultur" und "alle deutschsprachigen Autoren" gelesen?
Ich verneige mich in tiefem Respekt!

@11:23 von rossundreiter

Als Provokation gelungen. Ich springe darauf an, aber auch gerne.
Was ist angeborene Homosexualität? Wird damit auch eine erzogene Homosexualität unterstellt?
Woher nehmen Sie sich das Recht heraus, Homosexualität mit gestörtem Sexualleben in Bezug zu setzen? Wenn einer ein gestörtes Sexualverhalten an den Tag legt, dann hat er sicherliche eine Thearpie nötig, aber gleich dessen sexuelle Ausrichtung in Frage zu stellen, ist Ausdruck sexueller Verklemmtheit und längst überwunden geglaubter Fehlurteile.
Jemand, der glaubt, durch sexuellem Missbrauch homosexuell geworden zu sein und sich nichts Sehnlicheres wünscht, davon geheilt zu werden, sollte eher damit konfrontiert werden, sich von seinem zu tiefst gestörtem Seelenleben heilen zu lassen und nicht Stellvertreterschauplätze zu kreieren.
Wer aus welchen Beweggründen homosexuell lebt, sollte es leben und genießen. Denn Schaden wird keiner nehmen.

@11:37 von Bote_der_Wahrheit

>Wenn sich jemand mit seiner Homosexualität nicht wohl fühlt, dann muss es auch die Möglichkeit für ihn geben, sich ggf. therapeutisch behandeln zu lassen. Nur weil andere es so interpretieren, dass damit Homosexualität unter "Therapie" mit einer Krankhaftigkeit verknüpft werden könnte, ist ein schwaches Argument."...
...Wenigstens einer, der mitdenkt und das Freiheitsprinzip versteht, auch wenn ein Gesundheitsminister dies nicht tut, und mit populistischen und kruden Thesen auf Stimmenfang gehen will.<

Hilfe, Hilfe. Was für eine krude bigotte Welt!
Wenn einer homosexuell lebt und damit unzufrieden ist, dann bitte warum soll er homosexuell leben? Dann empfehle ich dringend eine Therapie. Das Ziel sollte sein zu klären, was sie/ihn unzufrieden macht und nicht wie sie/er sich von der Homosexualität befreien lassen kann!
Wie krank ist denn so eine Denkweise?

18. Dezember 2019 um 16:08 von rossundreiter

"Ich für meinen Teil fordere, dass Menschen eine Therapie bekommen, wenn sie (aus welchem Grund auch immer) gehindert sind, ihre angeborene Sexualität zu leben."

Damit sind sie gegen eine Konversionstherapie, denn diese ist dafür da sich gegen angeborene Sexualität zu wenden und verhindert das Ausleben dieser.
Das Problem sind aber die Leute die einen die ganze Zeit klarmachen wollen dass Homosexualität eine Störung des normalen Menschen ist.
Aber typisch Deutschland: Die Heterosexuellen reden darüber wie sich die Homosexuellen verhalten sollen. Die Männer bestimmten wie Frauen Kinder kriegen sollen. Die Gläubigen wollen bestimmen wie religionsfreie Menschen zu leben haben. Und die Alten sagen den Jungen wie sie die Zukunft zu gestalten haben. ... Der "Alte weiße (heterosexuelle) Mann" ist eine Lebensphilosphie und die gehört endlich in den Müll. (Disclaimer: Ich bin mittelalt, weiß, heterosexuell und männlich)

15:20, BotschafterSarek

>>@fathaland slim
"Ja. Lustfeindlichkeit wäre wohl ein treffenderer Begriff."

Auch das wäre falsch. Was die Kirche wirklich nicht mag, sind ständige Partnerwechsel, Sexualität ohne Bindung. Und das meiner Meinung nach nicht zu Unrecht.<<

Na ja. Zwischen absoluter Monogamie und ständigem Partnerwechsel ist sehr, sehr viel Platz.

Ich bin mit meinem Lebenspartner/Freund seit elf Jahren zusammen. Vorher hatte ich schon andere Partner, übrigens beiderlei Geschlechts, und auch durchaus One Night Stands. Trotzdem bin ich ein bindungs- und liebesfähiger Mensch.

@11:47 von Paul Puma

Der Konversionstherapie liegt als Auslöser immer der Gedanke zu Grunde, dass Homosexualität eine Krankheit sei. Eine andere Berechtigung für eine solche Therapie gibt es nicht. Es wird keiner auf die Idee kommen, eine Konversionstherapie für Heterosexualität anzubieten.

@DrBeyer um 14:15Uhr

Danke für Ihre klare Aussage! Ich habe die von einem anderen Foristen gemachten Aussagen nur mit einem Fragezeichen versehen und bekam fast sofort von offensichtlichen Experten den Vorwurf der Homophobie. Ich teile auch voll und ganz den Inhalt Ihres letzten Satzes, auch wenn die Zusammenhänge mit Sicherheit von manchen Experten wieder abgestritten werden.. Zumindest ist erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit manche Foristen jemanden sofort der AfD zuordnen, obwohl er weder Mitglied noch Wähler ist. Wer hat denn nun den Tunnel-Blick?

@11:47 von Politikwissensc...

>Hier Strafen ins Gesetz zu schreiben ist schlicht antisozial und Klientelpolitik.<
Hier von Klientelpolitik zu reden erinnert an tief verwurzelte Vorurteile und düstere Kriminalisierung von homosexuellen Menschen.
Wissen sie überhaupt von Anliegen einer sochen Konversionstherapie? Verwechseln sie dies bitte nicht mit Therapie im Allgemeinen, die steht hier mitnichten in Frage, auch wenn Sie und andere Foristen dies unterschwellig mitteilen wollen.
Mit welchen Menschen belasten Sie sich, die sich durch homoerotische Gefühle belastet fühlen. Bewegen sie sich in streng klerikalen Kreisen? Haben Sie sich nicht selber einmal die Frage gestellt, ob Ihre Wahrnehmung Anlass genug gibt, selbst in Therapie zu gehen?

um 13:21 von karwandler

>>"Der Spahn ist schwul? Dann ist es kein Wunder, dass er den ganzen Tag damit beschäftigt ist, die Welt für Schwule so angenehm wie möglich zu machen."<<

Und was wäre so schlimm daran wenn es so wäre? Und ob er damit den ganzen Tag beschäftigt ist können Sie doch garnicht wissen? Aber Hauptsache einen negativen Touch auf Anderseingestellte rausgehauen (was Sie übrigens auch blendend bei politisch Andersdenkenden beherrschen).

@13:19 Bot...

Sind Sie des Lesens nicht mächtig? Viele Kommentierende, die sich mit der Materie auskennen, haben hier differenziert dargelegt, dass es bei der sog. "Konversionstherapie" nicht um Unsinn geht, den man verbieten will (sonst wäre die afd längst verboten), sondern um menschenverachtende und persönlichkeitsbelastende Pseudoverfahren, die v.a. Jugendliche und junge Erwachsene in ernste Krisen stürzen, bis hin zum Suizid.

@12:36 von derdickewisser

Das ist eine Stellvertreterdiskussion und lenkt von der eigentlichen verwerflichen Problematik ab

16:08, rossundreiter

>>Ich für meinen Teil fordere, dass Menschen eine Therapie bekommen, wenn sie (aus welchem Grund auch immer) gehindert sind, ihre angeborene Sexualität zu leben.<<

Was dann ihre angeborene Sexualität nicht ändert, sondern ihnen hilft, schädliche Neigungen nicht auszuleben.

Zu diesen schädlichen Neigungen zählt zuforderst Sex mit Kindern, oder Sex mit Menschen, die dies nicht wollen.

Was soll an Sex mit einem anderen Menschen, der Lust darauf hat, schädlich sein?

15:53, Ist Wahr

>>>>@ Zwicke, @ Sausevind, @fathaland slim
"Das hatte und hat überall Konventionen zur Folge, die Schwule gesellschaftlich ausgrenzen. Das ist tief verwurzelt und nicht veränderbar." (@ Zwicke)
------
Den Grund, warum @Zwicke hier von "nicht veränderbar" spricht, gibt er m.M.n. nicht explizit an. (...)<<

Noch ein Nachtrag:

Der Satz "Das hatte und hat überall..." ist definitiv falsch, wie jeder weiß, der sich ein wenig mit sexuellen Konventionen in verschiedenen Kulturen zu verschiedenen Zeiten beschäftigt hat. Ein Paradebeispiel unter vielen sind arabische Liebesgedichte aus der Hochzeit des Islam, also vor 1500 unserer Zeitrechnung. Viele dieser Gedichte, übrigens von denselben Autoren geschrieben, die auch religiöse Werke verfassten, waren explizite Liebeserklärungen an junge Männer. Und zwar nicht aus der weiblichen Perspektive heraus geschrieben.

18:19 von fathaland slim

Was soll an Sex mit einem anderen Menschen, der Lust darauf hat, schädlich sein?
.
nichts !
sie formulierten ja die Ausnahmen
Kinder,
dazu noch Abhängige, wegen mir Schutz vor Krankheiten
von denen der Betreffende nichts weiß

@13:01 von Zwicke

>Das hatte und hat überall Konventionen zur Folge, die Schwule gesellschaftlich ausgrenzen.<
Aha!
Sie wissen hoffentlich schon, was eine Konvention ist.
Schwule auszugrenzen ist keine Konvention, sondern Ausdruck einer bestimmten Gesellschaftsgruppe.
Eine als solche bezeichnete Übereinkunft als unveränderbar zu bezeichnen, ist abwegig und Ausdruck persönlicher Ängste und nicht eine Frage des gesamtgesellschaftlichen Kontext (was auch immer Sie damit bezeichnen wollen).
In Zusammenhang mit dem gesamtgesellschaftlichen Kontext Jens Spahn als Fehlbesetzung zu bezeichnen ist damit nur eine hohle Phrase.

@karwandler

"[...]disqalifiziert Ihren Kommentar sowieso, so dass man sich mit dem Weiteren gar nicht befassen muss."

Trotzdem konnten Sie es sich natürlich nicht verkneifen, trotzdem darauf zu antworten. So ganz scheinen Sie dann irgendwie doch nicht darüber zu stehen. Wirkt etwas zwanghaft.

@ @14:58 von fathaland slim

Vor einiger Zeit postulierten Sie, auf meine Beiträge nicht mehr eingehen zu wollen. Bitte halten Sie sich daran, denn auch an Ihren Repliken liegt mir nichts. Danke.

Freundlichst, MfG Zwicke.

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