Kommentare

Nein Danke .

Investieren in einem langfristig rückläufigen Markt mit ständig zunehmenden Überangebot und in hohem Maße den Investor konfrontierend mit weltweiten Kriegen und Unruhen dabei Firmensitz und Hauptproduktionsstätte habend in einem Teil der Erde wo jeder Tag ein unsicherer großer Krieg ausbrechen kann, sowohl Religions- als Wirtschaftskriege betreffend. Dabei wird dieses Unternehmen geführt von einem Management mit Wertvorstellungen aus früheren Jahrhunderten.

Nein Danke.

Wir dürfen schon froh sein das Deutschland und Europa teilweise Gas und Öl nicht mehr aus dieser Region bezieht sondern aus Russland, Brasilien und Mexiko. Und hoffen wir das wir demnächst Gas und Öl aus dem Mittelmeer beziehen und über allem das die alternative Energien einen höheren Anteil gewinnen.

Die bisherigen Reformen

sind Augenauswischereien. Solange es in Saudi Arabien keine Religionsfreiheit gibt, solange Menschen nicht selbsbestimmt ihr Leben fuehren koennen, solange wuerde ich nicht von Reformen reden.

Im Gegenteil, seit Jahren entwickeln sich muslimische Staaten eher ins Gegenteil, aber nicht zur liberalen, offenen Staaten.

Die Bildungsferne und damit verbundene Arbeitslosigkeit in KSA wird zu gewissen "Zugestaendnissen" fuehren. Substanzielle Veraenderungen sehe ich keine. Dazu ist das Land zu sehr im Wahabitismus fixiert.

Die Allianz des ersten Koenigs SAUD mit den Wahabiten erweist sich zunehmend als Pferdefuss.

So richtig

verstehe ich nicht wie das funktionieren soll.
" Das 500-Milliarden-Dollar Projekt wird von der Führung des Landes als eine supermoderne Lebenswelt dargestellt, mit blühenden Landschaften und Strom aus erneuerbaren Energien. Sozusagen ein irdisches Paradies, das Investoren und Touristen anlocken soll. "

Gut, das ist dann eine Stadt in der sich gut leben lässt und ein Vorzeigeobjekt, aber wer kann es sich leisten dort zu wohnen ?.
Es müsste dann ja andere Arbeitsplätze geben die genug Geld einbringen, die kann ich jetzt nicht erkennen.
Mexiko hat gerade wieder ein großes Ölfeld entdeckt, also Öl ist auch keine Mangelware wie mal vor vielen Jahren behauptet wurde.
Und jeder sollte sich mal ansehen was aus Erdöl alles gemacht wird, Benzin und Diesel sind zwei Dinge die bei der Verarbeitung anfallen.
Was kann das Land noch herstellen und Exportieren ?, welche Industrie gibt es noch, und welche Artikel braucht die Welt davon ?.
Außer natürlich gigantische reiche Städte zu bauen.
Die Armen

Nicht alles ist schlecht.

In Saudi Arabien leben 12 Millionen Migranten, Tendenz steigend; das Land hat in der Nachbarschaft zu Dubai und Katar erkannt dass eine globalisierte Normalität wirklich eine Chance ist.
So gelang es den Herrschern in den Emiraten ihre kleine Piratenküste zu einer modernen, echten Weltmetropole zu wandeln.
Mit welchen "Erfolgen" weiterhin, dürfte erstmal dahingestellt sein, aber wer mal in Dubai (oder Abu Dhabi, Doha) war, kann nicht leugnen dass es eine gewaltige urbane als auch gesellschaftliche Leistung ist was da enstand.
Natürlich dauert das alles seine Zeit.
Immerhin haben wir in Europa ein gutes Jahrtausend + Neuzeit gebraucht um so "zivilisiert" zu werden.

Saudi Arabien hätte sich schlechter entwickeln können, und - ich kenne auf der Halbinsel Inder & Pakistaner: Sie wollen bleiben, haben dort Familien gegründet, ein Haus .... mit viel Platz am Wüstenrand.

Das Prinz Salman in der Wahl der Mittel...

...Geld und Macht für das Haus Saud
zu beschaffen nicht sonderlich
rücksichtsvoll vorgeht, ist ja nichts
Neues!!
https://www.fr.de/politik/
verhaftungswelle-saudi-arabien-
10997818.html
Die weltweit gesunkenen Ölpreise
haben den Saudis wie dem gesamten
Nahen Osten gewaltig zugesetzt!
Vorbei die Zeiten, wo man mit teils
absurd teuren Prestigeprojekten
das eigene Image aufpolieren
konnte!
Der Börsengang von Aramco musste
wegen des insgesamt schwierigen,
wirtschaftlichen Umfeldes bereits
mehrfach verschoben werden!
Der Mord an dem Journalisten
Khashoggi war auch nicht gerade
hilfreich...! Der jetzige Erlös ist u.A.
auch deshalb deutlich weniger,
als ursprünglich geplant und
eigentlich erwartet! Das Geld soll
zwar in eine Modernisierung und
Verbreiterung der wirtschaftlichen
Basis des Landes fließen, dient
aber in erster Linie dem weiteren
Ausbau der macht des Hauses
Saud!!

Prinz Mohamed Bin Salman ist aus guten Gründen "umstritten"

"Der Börsengang von Saudi Aramco ist ein weiterer Baustein einer groß angelegten Strategie. Der Kopf dahinter ist Kronprinz Mohamed bin Salman. Er möchte das Land unabhängiger vom Öl machen"

Gezwungenermaßen, wie im Artikel zu lesen. Das gilt auch hier: "Deshalb sollen die Einnahmen vom Börsengang in Wirtschaftszweige fließen, die nichts mit Öl zu tun haben. Wie zum Beispiel "NEOM City" einer Stadt der Zukunft, die noch in der Planungsphase ist (...) Das 500-Milliarden-Dollar Projekt wird von der Führung des Landes als eine supermoderne Lebenswelt dargestellt, mit blühenden Landschaften und Strom aus erneuerbaren Energien. Sozusagen ein irdisches Paradies, das Investoren und Touristen anlocken soll.
Um attraktiver für Touristen zu werden, hat Saudi-Arabien (...)"

Irdisches Paradies? Ohne Recht auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit, ohne freien, offenen (heißt: von niemandem "kontrollierten") Austausch von Meinungen, Ansichten, Erfahrungen und Informationen wird das nichts.

So recht will das Konzept nicht überzeugen.

Nach Jahren oder Jahrzehnten mit sprudelnden Einnahmen steigt den Saudis so langsam das Wasser bis zum Hals; sündhaft teure Kriege forderten auch ihren finanziellen Preis.
Und nun legt der Kronprinz einen Plan vor, der nicht recht zu überzeugen vermag.
Eine Stadt aus der Retorte wird ja Leute mit Geld anlocken, doch will sie erstmal erbaut werden.
Vielleicht arbeitet ja die Zeit für Prinz Salman und die verknöcherten Geistlichen sterben nach und nach aus, doch auch das dürfte eine Utopie sein:
Über Jahrtausende gewachsene Strukturen lösen sich nicht binnen einer Generation auf.
Letztlich frage ich mich, woran der Prinz denkt, wenn er von der “Verbreiterung der wirtschaftlichen Basis“ spricht. Was können die Saudis außer Öl? Tourismus auf höchstem Niveau wahrscheinlich. Genügend Reiche gibt's ja...

Hintergrundinformationen?

Arbeitet auf den Baustellen in Saudi Arabien auch billiges Personal aus den asiatischen Armenhäusern unter Sklavenbedingungen?
Wie ist das gesellschaftliche Leben organisiert?
Welche Jobs gibt es dort für die Bewohner?
Welches Sozialversicherungssystem gibt es dort? Wie hoch sind die Gehälter?
Vor einigen Jahren stand in Medien, das Saudi Arabien ein Schulsystem hat, in welchem Kinder mit dem Abitur ca den Stand der 8. Klasse einer Realschule erreichen.
Und es soll das beste Schulsystem der arabischen Länder sein.
Die Kinderschar der Königsfamilie besucht ausschließlich Privatschulen in der EU oder den USA.
Liefert doch bitte mal detaillierte Hintergründe zu den Ländern, zu denen berichtet wird.
Auch zu den einzelnen europäischen Staaten.

11:47 von JensKwass

“...ich kenne auf der Halbinsel Inder & Pakistaner: Sie wollen bleiben, haben dort Familien gegründet, ein Haus .... mit viel Platz am Wüstenrand.“

Das ist eher die Ausnahme. Ich kenne sehr viele Pakistanis (familiär bedingt), die dort als Taxifahrer Hausmeister, Putzmann arbeiten. Nicht, weil sie für andere Berufe zu dumm sind, sondern weil sie keine Arbeitserlaubis für andere Berufe erhalten. Berufe in aller Regel, für die sich Saudis zu fein sind. Da ist nichts mit Familie gründen, Haus kaufen usw. Da teilt man sich aus Kostengründen ein 12qm-Zimmer. Bei Einreise wird der Pass abgenommen. Ich kenne einen jungen Mann, der seit 10 Jahren nicht mehr nach Pakistan reisen durfte - Anträge auf Heimaturlaub werden ohne Angabe von Gründen abgelehnt.
Die Leute die Sie (vielleicht) kennen sind entweder als Militär (Jemenkrieg) dort stationiert oder haben sich irgendwie für das Regime “verdient“ gemacht.

12:30 von harry_up

“Tourismus auf höchstem Niveau wahrscheinlich. Genügend Reiche gibt's ja...“

Vielleicht sollte er noch Palastführungen anbieten und evt. Teatime mit seiner Erlaucht? Dann könnte er auch noch nicht ganz so Reiche ansprechen. Menschenrechte, Freiheit, Demokratie usw., die sonst so wichtig sind, kann man dann getrost links liegen lassen. Die Religions/Sittenwächter sind überall. Deshalb Achtung was man sagt und auch was man fotografiert (versehentliche Fotos von Obdachlosen, schlafend am Straßenrand, das geht garnicht - komplette Löschung der Speicherkarte.).
Sehenswürdigkeiten gibt's eher weniger. Zum schnorcheln kann ich nach Ägypten, zum durch-die-Wüste-wandern nach Marokko. Mekka und Medina dürfen von Nichtmuslimen nicht besucht werden.

Religionsfreiheit

Auch wenn die westlichen Medien versuchen, es immer anders aussehen zu lassen als es ist: Natürlich gibt es Religionsfreiheit in Saudi Arabien - nur dürfen Sie nicht missionieren. Auch Ihre Behauptung, die muslimischen Staaten würden sich ins Gegenteil einer liberalen und offenen Gesellschaft bewegen, ist nicht richtig. Gerade in den muslimischen Ländern werden immer wieder herkömmliche Verbote aufgehoben, wie z. B. Homosexualität, Küssen in der Öffentlichkeit, Geschlechtsverkehr unter nicht-verheirateten etc. etc.

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