Ihre Meinung zu: Parteitag: Die SPD will nicht aufs Ganze gehen

3. Dezember 2019 - 21:11 Uhr

Das neue SPD-Spitzenduo will laut Medienberichten auf dem Parteitag über mehr Investitionen sprechen. Doch ein schnelles GroKo-Aus wollen Esken und Walter-Borjans offenbar nicht.

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Kommentare

Ein eindeutig uneindeutiges Lebenszeichen

Oh man ganz schön was los bei der SPD, die traut sich richtig was. Mann könnte fast meinen sie würde jetzt mal so richtig einen drauf machen und Cola trinken obwohl sie's gar nicht darf. Grotesk diesen Rebellen!!!

Ich persönlich habe als SPD-Mitglied für Esken/Borjard gestimmt, weil ich wirklich gehofft hatte die SPD steigt endlich aus dieser Zwangsehe aus. Groß aufgebauscht mit langem Wahlkampf und Wahl und dem ganzen MIst nur um doch nix zu ändern. Das ist ein eindeutiges Zeichen der immer wieder heraufbeschworenen Profillosigkeit der SPD.

Dieses mal halt durch Esken/Borjard vertreten. Schade eigentlich. Meiner Meinung nach sind meine 10 € im Monat für die Partei wirklich verschwendet. Es wird Zeit, dass ich endlich austrete.

Typisch....

großes Tamm Tamm um am Ende doch nix in der Hand zu haben. Ein eher typisches profilloses Verhalten. Ich Teile die Einschätzung über Esken.

Oh man

War eigentlich klar. Mal wieder die blöde Realität im Weg.

Hat man sich sich doch so schön selbst in der Kuschelzone der Partei Mut gemacht, dann tritt man aus der Blase raus und muss sich wieder den bösen Gegebenheiten stellen.

Mal ehrlich, die SPD verspielt nun wirklich jeden Rest an Glaubwürdigkeit und Schuld sind immer die anderen. Dabei wird innerhalb der Partei gerätselt, was das Volk nun will, und aus Ratlosigkeit greift man auf alte Parolen zurück in der Hoffnung, dass das keiner merkt.

Ich glaube fast, dass die SPD nicht mitbekommen hat, dass es den klassischen "Malocher" kaum noch gibt. Fast jeder hat noch genug Zeit neben der Arbeit bzw. wird mit Informationen zugeschüttet und kann sich sein eigenes Bild der Welt machen. Es braucht keine SPD mehr, die den Werktätigen sagt was gerecht ist, das wissen die meist schon sehr genau selbst.

Zwickmühle

Ja wenn sie nicht selber schuld wären, könnten sie einem schon leid tun die Sozialdemokraten.
Klar ist das jetzt ein Pokern um die Union doch noch zu Nachverhandlungen zu bewegen (wir wollen noch aber ihr müsst dann mal).
Die angebliche Sozialdemokratisierung der CDU wird oft angeführt. Aber die vorausgehende Abkehr der SPD von ihren einstmaligen Positionen eher weniger. Wer wirklich systemkonform Progressiv ist wählt die Grünen wer meint er wäre schön lange nicht mehr von der Politik vertreten, macht sein Kreuz bei der AFD. Naja die weiter so Fraktion wählt CDU und die selbstverliebten wirtschaftlichen Erfolgreichen mögen ihr heil in Lindners FDP zu entdecken glauben. Die SPD hat sich diese arg unkomfortable Situation hart erarbeitet. Hinzu kommen neue Medien ganz diverse Wahrnehmungen der unterschiedlichsten Gruppen unserer Gesellschaft. Die Sozialdemokraten brauchen eine Auszeit! Der Efolg ist dann dennoch fraglich aber ein weiter so, ist für die ehemals stolze SPD tödlich.

Wozu eigentlich

das ganze Getue? Der SPD-Berg kreißt und gebiert bestenfalls eine Mücke. Eine piepsige Zwergmücke. Und demontiert hierzu Scholz, den einzigen, der als Spitzenkandidat noch ein paar Stimmen hätte holen können.

aufs Ganze gehen

Wer nicht aufs Ganze geht, ist vernünftig - im Sinne der Rationalität. Doch das Leben ist mehr als Ratio! Daher verlieren wir gerade oft dann, wenn wir nicht aufs Ganze gehen! Rumeiern oder Klarheit ??? Sich Winden oder Wahrheit ??? - Das fängt bei Verbotsschildern an, wenn sie notwendig sind: In der Schweiz am Bodensee traf ich Verbotsschilder an für Radler an Seepromenaden mit einem Schild darunter: "Bitte steigen Sie hier ab und schieben Sie Ihr Fahrrad!" ... hingegen in Konstanz in nämlicher Situation: "Wer vernünftig ist, fährt hier nicht Fahrrad - für die übrigen ist es verboten!" ... Man heiratet oder man heiratet nicht ... man wird gewählt oder wird es nicht ... man erneuert seine Partei oder erneuert sie nicht ... Und wo Erneuerung einer Partei geht, das zeigten die Sozialdemokraten in Dänemark.

Das Ende.

Die SPD wählt mit letzter Kraft zwei relativ unbekannte Gesichter zu neuen Vorsitzenden. Die haben oft vom Verlassen der GroKo gesprochen, von einem Neuanfang.

Und nun? Was kommt? Am liebsten würde man nun in der GroKo bleiben...verhandeln will man nun...aber niemandem weh tun...am besten weiter so wie bisher...diesen Parteitag verschwenden für GroKo Halbgar-Positionen...weiter die Spur suchen...

Falls es dabei bleibt, ist das das Ende der SPD. Der letzte Funke Glaubwürdigkeit - weg.

Was es braucht? Eine kühne Forderung, Grundrente für die Alten, ein Familiengeld für die Jungen. Bis Februar beschlossen, sonst Ende der Koalition. Keine Verhandlungen, kein Kompromiss. Geht die CDU nicht darauf ein - Ende der Koalition. Klappts nicht bis zum Februar - Ende der Koalition.

Und dann ein Parteitag, mit klaren, kühnen Positionen: nur noch vier Arbeitstage, Bildungssystem vom Bund her regeln, etwa so. Wahlkampf nach dem Motto - ihr könnt uns alle mal. Dann glaubt man auch wieder an euch.

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