Ihre Meinung zu: Novartis soll teures Medikament gratis abgeben

28. November 2019 - 19:54 Uhr

Das Gesundheitsministerium hat den Schweizer Pharmakonzern Novartis aufgefordert, eines der weltweit teuersten Medikamente in Deutschland gratis abzugeben, solange es noch nicht zugelassen ist. Von Markus Grill.

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Kommentare

Zulassungsverfahren.

Den Ablauf des Zulassungsverfahrens werden die Wenigsten genauer kennen, ich auch nicht.
Wohl ist mir bekannt, dass ein in Deutschland noch nicht zugelassenes Medikament nicht verabreicht werden darf; das traf z. B. für ein Krebsmedikament zu, das meine Frau 2016 deshalb nicht bekam, weil es zwar in den USA, aber (noch) nicht in Deutschland zugelassen war.
Daher wundere ich mich, dass sich das Gesundheitsministerium vor der Zulassung für den kostenlosen(!) Einsatz dieses teuren stark machen kann.

Warum nicht fürs Gemeinwohl enteignen?

Was für Millionen Vermieter möglich ist und lebhaft diskutiert wird, sollte doch auch bei einem so offensichtlichen Fall von unverhohlener Gier bei einem Unternehmen möglich sein?

Aber wahrscheinlich traut sich das die Bundesregierung nicht, da sonst der große Meister USA ungehalten werden könnte.

Die one-shot Therapie bringt halt keine weiteren Einnahmen

Gesunde Menschen sind schlecht fürs Geschäft, das wusste die Pharma-Industrie schon immer und ist daher eher bemüht um einen langen Kranheitsverlauf mit wiederkehrenden Einnahmen.
Darum werden Krebskranke auch mit Bestrahlungen und Chemos gequält, eigentlich Technologien aus den 80er Jahren aber dafür absolut langfristig "vertriebssicher".

Wiederkehrende und hohe Einnahmen haben Prio Nr. 1 bei der Entwicklung von Medikamenten, nicht etwa die Heilung, wie die meisten Menschen blauäugig glauben.

Schade nur, dass die Herrschaften von der Pharma-Industrie gelegentlich auch krank werden und den gleichen "Vertriebsmodellen" bei den Behandlungen ausgesetzt sind aber ...man kann nicht alles haben.

Bitte?

Wenn es nicht zugelassen ist, sollte man es gar nicht abgeben.
Irre scheint mir die Zeit und seine Zeitgenossen zu werden.
Wenn man aber die Zulassung erzielen möchte, sollte man als Behörde schlicht schneller arbeiten oder aber die Standards überprüfen.

Wir wollen es kostenlos?
Ich möchte so manches kostenlos von der Regierung...aber die reagiert auch nicht.
Pech.

@20:14 von harry_up

"Wohl ist mir bekannt, dass ein in Deutschland noch nicht zugelassenes Medikament nicht verabreicht werden darf; ..."

Das ist fast richtig - aber nicht komplett. Die Nutzung dieser Medikamente ist innerhalb klinischer Studien möglich - diese sind auch die Voraussetzung für eine Zulassung.
Es besteht also die theoretische Möglichkeit über eine klinische Studie in eine Behandlung hineinzurutschen.

Das ist v.A. für die Behandlung von Kindern immer wieder eine Methode die verwendet wird um Kinder überhaupt erst behandeln zu können. Denn viele Medikamente sind zwar für Erwachsene zugelassen, jedoch nicht für Kinder. Klinische Studien sind dann die einzige Möglichkeit sie zu behandeln.

20:22 von Dana

Wir leben nicht im Kommunismus und Enteignung lassen unsere Gesetze nicht zu. Zudem wäre Enteignung das Ende der Forschung der Pharmaindustrie.

Die Pharmafirmen schöpfen

Die Pharmafirmen schöpfen hier den Löwenanteil aus den von uns bezahlten Krankenversicherungsgeldern, um die paar übrigen gelass Krümel schlagen sich dann Ärzte, Krankenhäuser und Heilberufe, den Nachteil daraus muss dann immer mehr der Patient mittels Sparbehandlungen ertragen. Es wird allerhöchste Zeit, den Pharmafirmen nun endlich diese Plünderungen zu verbieten und sie endlich zu zwingen, den Kranken gegenüber verantwortlich zu agieren. Es kann aber nicht sein, dass man den Pharmaunternehmen noch erlaubt, mit neuen und quasi Heilungen möglich machenden Medikamenten, in Millionenhöhe pro Anwendung jetzt auch noch endgültig Krankenkassenausplünderungen zu erlauben. Solche Pharmafirmen sollten mit staatlicher Gewalt zu der ihnen nun möglichen Menschenrettungen verpflichtet werden. Jeder andere würde, wenn er seiner ihm möglichen Hilfsleistungen im Notfall nicht nachkäme, ja auch zu Recht bestraft werden. Warum also erlaubt man diese unglaublichen Erpressungen dieser Pharmafritzen?

Absurde Forderung

Am besten die Zulassung dauerhaft verweigern und dafür die Gratisabgabe fordern.

@Dana - wenn man ihrem Vorschlag folgen würde, wäre das das letzte Medikament, das für seltene Krankheiten entwickelt wurde.

@20:22 von Dana

"Warum nicht fürs Gemeinwohl enteignen?"

Ihr gesamter Besitz wäre dem Gemeinwohl sicherlich dienlich. Na, wie wär's?

"Was für Millionen Vermieter möglich ist und lebhaft diskutiert wird, sollte doch auch bei einem so offensichtlichen Fall von unverhohlener Gier bei einem Unternehmen möglich sein?"

Die Entwicklung eines neuen Medikaments wird mit ca. 1. Milliarde Euro veranschlagt. Wenn nur ein paar hundert Menschen diese Krankheit haben kostet das Medikament schon allein wegen der Entwicklungskosten einen 7-stelligen Betrag pro Dosis. Wenn Sie jeden enteignen der solche Medikamente entwickelt, entwickelt sie bald keiner mehr.

"Aber wahrscheinlich traut sich das die Bundesregierung nicht, da sonst der große Meister USA ungehalten werden könnte."

Das Unternehmen kommt aus der Schweiz. Die USA sollten sich hier bedeckt halten, denn sie hat während der Milzbrand-zeit ein deutsches Pharmaunternehmen enteignet. Da heißt es dann nicht "Gemeinwohl", sondern "nationale Sicherheit".

@20:26 von Free Mason

Ja klar, die alte Leier. Die kommt hier allerdings sehr unpassend - denn wenn Ihre Aussage korrekt wäre, hätte Novartis dieses Medikament niemals entwickelt.

2 millionen für eine dosis,

das ist einfach nur krank (sic!)

da kann meine schwägerin in den USA ja froh sein, dass ihr sohn nur unter einer starken allergie leidet, die regelmässige arztbesuche erfordert. die übelregen nämlich gerade, trotz Obama-care, ihr haus zu verkaufen, weil sie sonst die arztbesuche nicht mehr bezahlen können und ihr kind sonst jämmerlich erstickt.

@Yolo

die seitenhiebe auf politiker, die nicht ihrer partei angehören und auch sonst nichts blaues an sich haben, können sie sich sparen, hat nichts mit dem thema zu tun!

Imponierend...

...wenn es so weiter geht, dann müssen wir uns entscheiden, ob wir Patienten diese teuren Medizinen verweigern, ob wir unser Gesundheitssystem unfinanzierbar machen (denn es gibt derzeit einen Haufen derart teurer Medizinen) oder ob wir über eine grundlegende Reform nachdenken, wie neue Behandlungsformen entwickelt werden, und zwar weltweit oder zumindest in den reichen Westländern.
In den schwedischen landstingen haben wir derzeit Patienten, wo man im Budget des landstingets sieht, wenn diese ihre Medizin bekommen, und der Tsunami ist erst im Anrollen.
Und keine der Alternativen wird uns leicht fallen. Als wenn die Klimakatastrophe nicht reichen würde.
Und nein, compassionate use ist keine Lösung.

Grundgesetz gelesen?

Doch, die Väter des Grundgesetzes haben das vorgesehen und das Eigentum unter das Allgemeinwohl und die gesetzlichen Einschränkungen gestellt:

Artikel 14 Grundgesetz

(1)
1 Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.
2 Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

(2)
1 Eigentum verpflichtet.
2 Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

(3)
1 Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.
2 Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt.
3 Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen.
4 Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

grundbedürfnisse in öffentlicher hand

wieder ein grund mehr an die wohlfahrt der bevölkerung zu denken als an die wohlfahrt eines unternehmers. es ist immer billiger so, weil man keinen gewinn bezahlen muss und, die gemeinschaft könnte dann noch selber über z. b solche medikamente bestimmen...aus kapitalistischer sicht wäre das viel besser so. freilich nicht für den kapitalisten. aber wenn es allen anderen dann gut gehen würde, dann wäre das gejammer um die persönlichen vorteile doch bestimmt auch auszuhalten. soll die brd doch zeigen, dass sie besser ist als es die ddr war. bisher zeigt sie nämlich nicht all zu viel davon. zeigt sich ja durch das betteln und weiter so von spahn. anstatt gesundheitfürsorge/forschung in die eigene, staatliche, hand zu nehmen. aber spahn hat ja auch kein biss in sachen wirtschaft.

Zulassung...

Nicht ganz richtig: grundsätzlich besteht Therapiefreiheit. Die Zulassung begrenzt die Firma, die das Medikament nicht verkaufen darf, nicht den Arzt.
Allerdings macht es in der Regel Sinn, nicht zugelassene Medikamente nicht zu verschreiben, denn die Zulassung ist zumindest der Versuch, zu verhindern, daß Medikamente in den Umlauf kommen, die mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Seltsamer Weg

Dieser Weg des Gesundheitsministeriums ist schon seltsam. Das grenzt ja schon an Erpressung. Ob sich das Ganze nicht anders und "sauberer" lösen lässt?

Ich denke hier

muss unser Gesundheit Minister für Klarheit sorgen . Es kann nicht sein das ein noch nicht zugelassenes Medikament was aber seine heilende Wirkung schon gezeigt hat, bei Kleinkindern nicht angewandt werden kann.Man denke doch auch einmal an die Eltern die alles geben damit ihr Kind gesund werden kann.

@Jayray, 20.57h

Klar, in der DDR war alles besser.
Nur warum dann Westkontakte für Kranke manchmal lebensrettend sein konnten, weil die staatliche Pharmaindustrie sowohl in der Entwicklung wie auch in der Produktion meilenweit hinterher hinkte, haben Sie vergessen zu erwähnen.

@jayray

genau, alles in staatliche hand! das klappt dann bestimmt so gut wie bei der bahn, der bundeswehr, unseren schulen, dem berliner flughafen, der überlastung unserer polizisten, der anzahl an kitaplätzen und so weiter...
ich möchte das geschrei hören wenn 'der staat' mal sinnlos ein paar milliarden verballert weil ein paar medikamente in den klinischen studien versagen...

War ja wieder klar.

Sobald jemand die Enteignung von Unternehmen vorschlägt, wird die Kommunismus-Keule geschwungen.
Die gesamte Pharmaindustrie gehört verstaatlicht, zum Wohle der Menschheit. Der weit überwiegende Anteil der Forschung in diesem Bereich wird jetzt bereits von staatlich Universitäten durchgeführt, also mit STEUERGELDERN! Die Patente landen dann bei den Pharmaunternehmen, mit anderen Worten, das Volk muss doppelt für die gleiche Leistung bezahlen.
Diese Art des 'Sozialismus für Konzerne' muss so schnell wie möglich unterbunden werden. Nur dann kann es zu einer gerechten Verteilung der Mittel kommen.

Ach, eines noch: Die Pharmaindustrie hat kein Interesse an seltenen Krankheiten, gibt es dort doch viel zu wenige 'Kunden'. Daher ist die staatliche Medizinforschung ja auch so wichtig und damit die Existenz gewinnorientierter Schmarotzer überflüssig.

Novartis soll teures Medikament gratis abgeben

warum sollten die das ?

hat die Entwicklung der Medikamente kein Geld gekostet ?
Dass der Entwicklungsleiter ohne Geld zu arbeiten hat,
das scheint ja für viele hier ne Selbstverständlichkeit zu sein
Soll die kleine Laborantin auch ohne Geld arbeiten
die Putzfrau oder das Kantinenpersonal ?

Dana 20.22

Lange keinen solch undurchdachten Kommentar gelesen, Glückwunsch! Das wird weder für Millionen Vermieter möglich sein, weil es zumindest verfassungswidrig ist und noch weniger für Novartis.Es würde auch keiner mehr vermieten und keine Pharmafirma mehr neue wirksame Medikamente für Milliarden erforschen. Das können ja dann Kevin Kühnert und Katja Kipping;-)

Es ist nichts neues, in

Es ist nichts neues, in einzelnen Härtefällen das Härtefallprogramm (Compassionate Use) nach der Arzneimittel-Härtefall-Verordnung anzuwenden. Die viel brisantere Frage liegt darunter: Wollen wir den Medikamentenmarkt rein kapitalistisch marktwirtschaftlich laufen lassen - nur dadurch kann Novartis diese absurde Summe von 2 Millionen Euro pro Dosis verlangen - oder trauen wir uns, den Markt anders zu regeln und dann auch Forschung und Entwicklung auf andere finanzielle Füße zu stellen?

@ingerimmson

sorry, aber ich habe selten so einen blödsinn gelesen. die forschung findet ganz sicher nicht größtenteils an staatlichen unis statt und die patente landen dann noch weniger bei den pharmafirmen. in welcher gedankenwelt leben sie bitte??
ich glaube was viele kommunisten/sozialisten nicht richtig sehen ist der punkt, dass dann nix zum wohle der menschen besser wird. als ob wir in der ddr bahnbrechende medikamente entwickelt haben. ohne wettbewerb kein fortschritt, so ist das nun mal. denn das system der marktwirtschaft funktioniert deshalb so gut, weil den gewinn von firma x durch innovation zukünftig firma y haben möchte. daran hat ein monopolistischer staatskonzern doch gar kein interesse. und visionen dafür schon gar nicht.

20:38 von hesta15

warte ab. berlin arbeitet dran

@21:39 deutlich

Lange keinen solch undurchdachten Kommentar gelesen wie Ihren! Das Härtefallprogramm nach der Arzneimittel-Härtefall-Verordnung ist nichts neues; die Frage, wie wir Forschung und Entwicklung neuer Medikamente auf andere Füße stellen, gerade bei Medikamenten bei sehr seltenen Krankheiten, steht dringender denn je auf der Agenda. Und Ihr ideologisch motivierter Seitenhieb auf Herrn Kühnert und Frau Kipping ist peinlich inhaltsleer.
Das können Sie doch besser, oder?

21:51 von andererseits

diese absurde Summe von 2 Millionen Euro pro Dosis verlangen
.
was ist an dieser Summe absurd

Entwicklungskosten plus Herstellkosten geteilt durch die Anzahl der verkaufter Dosis
dazu noch ein gewisser Risikoaufschlag, wenn die 10 Jahre für 200 ... 800 Mill geforscht haben und keine Zulassung kriegten

kaufen sie doch Novartis Aktien,
wenn sie glauben es rechnet sich
wo wenn nicht im Aktienwert sieht man das

@20:38 hesta

Sie irren sich: Enteignungen sind bei uns an der Tagesordnung; sprechen Sie einfach mal z.B. mit Menschen in Tagebaugebieten.
Aber um Enteignung geht es hier tatsächlich nicht: es geht um die Anwendung des Härtefallprogramms (Compassionate Use) nach der Arzneimittel-Härtefall-Verordnung und um die Neuregelung des Medikamentenmarktes sowie die Sicherung marktunabhängiger Forschung und Entwicklung. Das hat mit "Kommunismus" nun wirklich nichts zu tun.

22:01 von andererseits

wow, aber du stellst doch auch deine politischen gegner immer persönlich ins licht, natürlich ganz akademisch freundlich. falls ich das so offen sagen darf

Schöpfen? Von Polyfoam

Ich kann Ihnen zum Teil stimmen.

Ein entscheidendes Detail haben Sie leider ausseracht gelassen.
Wenn die Pharmamafia die Krankenkassenmafia nicht "schöpft" dann tut die es noch umso mehr bei sich selbst.
Unser Gesundheitssystem wurde ursprünglich geschaffen um dem Patienten zu helfen, also Aerzte,Pfleger,Schwestern heilen Ggf mit Hilfe von Medikamenten. Die Kassen sollten nur die Beiträge einnehmen....
Inzwischen ist es wie in vielen Bereichen der Daseinsvorsorge ein völlig außer Kontrolle geratenes System in dem sich ausschließlich die 2 Oligopole Phrama und Krankenkasse selbst bedienen.
Um das Abzusichern entsenden oder recyclen sie Politiker.

95% jeglichen Personals bei den 2 sind absolut überflüssig.

Mein Beitrags-Geld für die Versorgenden.

Eine TVSG Vermittlung per Telefon bringt 10 Euro
Das Gespräch über eine lebensverändernde Erkrankung (Krebs) 9 euro
Absurd oder?

Fragen Sie mal Augenärzte was sie von Novartis halten: Avastinplagiat Lucentis € 1300 € Herstellung 1

"Novartis soll teures Medikament gratis abgeben "

Ich bitte um Entschuldigung für diese Frage? Ist in Deutschland der Kommunismus ausgebrochen?

@Mathias Beyer, 21:52

„das system der marktwirtschaft funktioniert deshalb so gut, weil den gewinn von firma x durch innovation zukünftig firma y haben möchte. daran hat ein monopolistischer staatskonzern doch gar kein interesse. und visionen dafür schon gar nicht“

Ein „monopolistischer staatskonzern“ sicher nicht, aber warum soll der die Alternative zum gnadenlosen Kapitalismus nach der Maxime des Gewinns um jeden Preis sein? Oder andersrum gefragt: Muss „Gewinn“ immer gleich Geld sein? Wären nicht auch andere Formen der „Leistungsverrechnung“ für alle für die Gesellschaft erbrachten Leistungen denkbar, die es dem Einzelnen ermöglichen, seine Fähigkeiten kontinuierlich zu erweitern („sich zu bilden“) UND sich dabei im Wettbewerb mit anderen zu messen? Dies aber OHNE unnötige Einschränkungen in Form von „Gewinnerwartungsdruck“ und sonstiger Zwänge („finanzielle“) hinnehmen zu müssen? Und wäre im Falle außergewöhnlicher Leistungen die dadurch errungene allgemeine Anerkennung nicht ein viel größerer Gewinn?

re andererseits

"@20:38 hesta

Sie irren sich: Enteignungen sind bei uns an der Tagesordnung; sprechen Sie einfach mal z.B. mit Menschen in Tagebaugebieten."

Enteignungen sind im Grundstücksrecht möglich. Insofern hier ein off topic Thema.

@ laurisch._karsten

Nein. Novartis ist ein Unternehmen und damit seinen Aktionären stärker verpflichtet als der Allgemeinheit.

Wozu etwas verschenken?

... eines der weltweit teuersten Medikamente in Deutschland gratis abzugeben, solange es noch nicht zugelassen ist.

Klüger wäre es doch, bis zur Zulassung zu warten und dann das Medikament regulär nach Marktgesetzen zu verkaufen. Das wäre das gute Recht von Novartis.

Kommunismus

@ laurisch._karsten:
Ich bitte um Entschuldigung für diese Frage? Ist in Deutschland der Kommunismus ausgebrochen?

Lang, lang ist's her. Der Kommunismus in Deutschland ist 1989 in die Insolvenz gegangen.

22:41 von born in stasi-land

und damit seinen Aktionären stärker verpflichtet als der Allgemeinheit.
.
seinen Mitarbeitern nicht ?
soll die Laborantin, die Putzfrau ebenso wie Pförtner Kantine und Forschungsleiter umsonst arbeiten

@ Jayray

soll die brd doch zeigen, dass sie besser ist als es die ddr war.

Auf dem Gebiet der Forschung sind beide Staaten nicht vergleichbar. In der DDR gab es keine Forschung und keine Innovation in der Pharma-Industrie. Man hat nur versucht, das was es schon gab mit möglichst niedrigen Umweltstandards irgendwie zu produzieren. Innovation gab es nur im Westen. Medikamente mussten mit zusammengeklauten Devisen gekauft werden. Bis zur Staatspleite.

@ Sisyphos

soll die Laborantin, die Putzfrau ebenso wie Pförtner Kantine und Forschungsleiter umsonst arbeiten

Nein. Ein fürsorglicher Umgang mit der Belegschaft gehört zu einem guten Unternehmen.

22:49 von born in stasi-land

Der Kommunismus in Deutschland ist 1989 in die Insolvenz gegangen
.
wo doch das vehement bestritten wird
es wäre nur der Sozialismus den es gab

ein (2 1/2 facher) Fliegenschiss wie ein bekannter Politiker vielleicht sagen täte :-)

@netti

gewinn muss nicht gleich geld sein, natürlich nicht. das ist aber auch jetzt schon so. es gibt auch keinen gewinnerwartungsdruck dem man heutzutage unterliegen muss. sie können schon heute eine firma gründen ohne die gewinnmaximierung im auge zu haben. und mal ehrlich, die wenigsten streben gewinnmaximierung an. ich habe ca. 30% meiner leute in teilzeit weil ihnen freizeit mehr gewinn bringt als mehr gehalt. da bin ich zwar nicht happy weil wir mehr als genug arbeit haben aber was soll ich machen, zufriedene mitarbeiter sind mit am wichtigsten für eine firma.
unterm strich bin ich nicht weit weg von ihrer meinung, ob sie allerdings realistisch ist kann auch ich nicht beurteilen. sie brauchen halt auch genügend leute die das für erstrebenswert halten.

21:25 von DerVaihinger

@Jayray, 20.57h

Klar, in der DDR war alles besser.
Nur warum dann Westkontakte für Kranke manchmal lebensrettend sein konnten, weil die staatliche Pharmaindustrie sowohl in der Entwicklung wie auch in der Produktion meilenweit hinterher hinkte, haben Sie vergessen zu erwähnen.
////
*
*
Aber nicht zugelassene Medikamente, das hätte es nur für Spitzengenossen gegeben?
*
Aber nach 30 Jahren zuckt hier auch keiner mehr bei dem Vergleich, das gibts erst bei 70.

Erschreckend

wie Viele hier von Enteignungen als Allheilmittel träumen und vom Kommunismus träumen oder dem DDR-System nachtrauern. Zur Erinnerung: Dort wurde verstaatlicht und dann verrottete Alles- von den Wohnungen angefangen. Die Überlegenheit des Systems und des Staatsbesitzes zeigte sich dann bei den volkseigenen Computern und Autos.Es scheint, da wollen Jayray und etliche Andere wieder hin?

23:17 von Mathias Beyer

weil ihnen freizeit mehr gewinn bringt als mehr gehalt
.
das kann man jetzt verschieden betrachten

wenn ich nur die Hälfte verdiene
zahle ich womöglich auch nur die halben Krankenkassenbeiträge
obgleich ich doch die gleichen Kosten dort verursache
mit der Steuer verhält es sich ähnlich
womöglich kann ich dann noch Wohngeld beantragen und Heizkostenzuschuß .....
stehe besser da als mein Kollege der doppelt so lange malocht

"hohe Einnahmen"

"Der Preis spiegelt den Wert wider, den diese Behandlung für Patienten und das Gesundheitssystem hat, als auch die sehr geringe Zahl von Patienten."Zitatende der Stellungnahme von Novartis

Ich habe selten zynischere und entlarvendere Aussagen zu Erzeugnissen der Pharmaindustrie gelesen.
Das hat nichts mehr mit einem ordentlichen Gewinnstreben eines Kaufmanns und der Regel von Treu und Glauben, geschweige denn mit der Sorge um Gesunderhaltung der Menschen zu tun, nicht einmal ansatzweise.
Wirkt bei mir ekelerregend!

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