Ihre Meinung zu: Hongkong: "Demütig und ernsthaft nachdenken"

25. November 2019 - 11:22 Uhr

Bei der Bezirksratswahl in Hongkong haben die Bürger ihre Unzufriedenheit gezeigt. Fast alle Mandate gingen an die Demokratiebewegung. Regierungschefin Lam will nachdenken - Peking reagierte mit einer Klarstellung.

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Kommentare

10:51 von paule2 (Vorgängerthread)

"Hongkong muß möglichst bald akzeptieren, daß es an China fällt"

In wessen Namen fordern Sie das?

Und warum?

Ach gottchen, Peking.

Peking: "Jegliche Versuche, Hongkong zu zerstören oder Hongkongs Stabilität und Entwicklung zu schaden, können keinen Erfolg haben." Mir kommen die Traenen. Ich glaiub kein Wort. Die Uebersetzung ist: 'Jegliches Denken und Handeln von Individuen oder Organisationen, was die (vorallem kapitalistische) Allmacht der KPCh in Frage stellt oder nicht unterstuetzt, wird nicht geduldet'. Uebrigens nicht nur in HK, sondern in aller Welt - gemaess der mehr oder weniger eingeschraenkten Moeglichkeiten natuerlich. China, Tuerkei, USA - sind sich doch sehr aenhlich in ihren Luegen und Interessen. Es ist nur der Egoismus, (der die dort herrschenden Eliten <- editiert/zugefuegt) daran hindert, sich die Erde und ihre Bewohner gemeinsam untertan zu machen und auzubeuten.

Es ist eine Patt-Situation...

... denn auch das große China kann eine Großstadt wie Hong Kong nicht ohne weiteres "einnehmen".

Wenn China weiter an Unterstützung in Hong Kong verliert, wird China nichts anderes übrig bleiben, als massive Zugeständnisse zu machen, um zumindest am wirtschaftlichen Erfolg Hong Kongs teilzuhaben.

Hong Kong ist nicht Tibet. Tibet hat 3 Millionen (größtenteils relativ arme) Menschen auf einem riesigen Territorium. Das zu unterdrücken ist relativ einfach. Hong Kong hat 7 Millionen technisch versierte, teils gut ausgebildete und den westlichen Werten nahestehende Menschen in einem riesigen, urbanen Ballungsgebiet.

Hong Kong ist daher wie Taiwan zwar militärisch einnehmbar, aber nicht wirklich haltbar. China wird einsehen müssen, dass die Schlacht um Hong Kong eine Schlacht um die Köpfe und Herzen der Menschen ist, welche nicht mit mehr Repression zu gewinnen ist. Die Hong Konger haben zu lange den westlichen Lebensstil gelebt, um wieder zum Chinesischen zurückgeprügelt werden zu können.

rer Truman Welt

Was hierdurch deutlich wird ist jetzt, daß eine Mehrheit eines übergebenen Territoriums in einer demokratischen Abstimmung der übernehmenden Regierung (China) mitteilt, daß sie nicht bevormundet werden will. Was passiert nun? Die einen wollen die Freiheit behalten, die anderen sprechen von der Gefährdung der Stabilität und Ordnung und damit von Terrorismus. Was wird deutlich bei den Wirklichkeitskonstruktionen beider Lager? Der perspektivische Ausgangspunkt. Was ist in dieser Situation (wessen) RECHT und woraus leitet es die Überlegenheit über ein anderes RECHT ab? Eine so spannende wie grundsätzliche Frage.
Hongkong ist vielleicht der Mikrozensus der Welt und Modell für das, was auf selbige zukommen wird, dann allerdings in einem größeren Maßstab.

Gutes Zeichen

Da Frau Lam vermutlich keine öffentlichen Äußerungen macht, die nicht mit Peking abgestimmt sind, ist ihre Äußerung ein Zeichen dafür, dass Peking vorerst stillhalten wird.
Da der Hauptplan von Chinas Machthabern darin besteht, die USA als Wirtschaftsmacht Nr. 1 in der Welt bald abzulösen, wozu der freie, ungehinderte Handel unabdingbar ist, kann man das Image eines brutalen demokratiefeindlichen Regimes überhaupt nicht gebrauchen.
Wer würde Huawei hochsensible 5G Netz-Infrastruktur bauen lassen oder sich über das Seidenstraßen-Projekt Chinesen ins Land holen, wenn China wegen gewaltsamer Demokratie-Unterdrückung am Pranger steht?

@Sausevind: Etwas komplexer ist die Sache schon...

Zur Friedenssicherung gilt seit dem zweiten Weltkrieg grundsätzlich, dass die staatliche Souveränität über Territorien unantastbar ist. Gerade um Dinge wie die Sache in der Ost-Ukraine zu verhindern.

Das ist ein relativ eiserner Grundsatz, der seine Vor- und Nachteile hat. Vorteil ist tatsächlich die Friedenssicherung: Kein Staat sollte Propaganda nutzen können, um seinen Nachbarn Gebiete abspenstig machen zu können. Nachteil ist, dass das zwangsläufig dazu führt, dass Menschen eben leider nicht frei entscheiden können, zu welchem Staat sie gehören, sondern der Status Quo mit Ausnahme von Genozidsituationen (siehe Kosovo) als permanent festgelegt wird.

Historisch ist Hong Kong ganz klar Teil von China - das ist unbestreitbar. Die Frage ist daher einzig, ob die 150 Jahre als britische Kolonie hier einen Sonderstatus statuieren können. Ich würde es mir für die Menschen in Hong Kong wünschen, aber rechtlich/politisch ist das durchaus eine sehr, sehr heikle Diskussion...

11:59 von Sausevind

"(...) dass die Zukunft von Menschen selber in die Hand genommen wird'."

Um Gottes Willen! Wenn das Konzept "Homo Sapiens" als Rasse was in die Hand nimmt, dann ist es verloren. Entweder es wird zerdrueckt oder faellt runter. Komplette Unfaehigkeit, sobald mehr als drei an was arbeiteten. Kaschiert durch Demokratie, pervertiert durch Diktatur.

Chinesen können Demokratie

Die Wahlen zeigen, dass Chinesen Demokratie können. Das zeigen sie in Hongkong - und übrigens auch in Taiwan. Das sei allen Leuten ins Merkbuch geschrieben, die sich zum Schutz ihrer Geschäfte einem Orwells "1984" immer mehr in die Wirklichkeit umsetzenden Regime beugen, dass den Chinesen die Fähigkeit zur demokratische Selbstbestimmung abspricht.

chinesisches Territorium

Hongkong ist genauso chinesisches Territorium wie Taiwan und das südchinesische Meer. Aber China hat einen langen Atem. Das Massaker am Platz des himmlischen Friedens hat angeblich auch nicht stattgefunden. Chinas Führung biegt sich die Wahrheit zurecht wie sie es gerade braucht.

Es wird höchste Zeit für ein Unabhängigkeits-Referendum.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker geht über irgendwelche diktatorischen "Machtansprüche".

Das sollte auch China langsam begreifen.

Ich wünsche mir ein demokratisches, selbstbestimmtes Hongkong!

Hongkong ist Teil des chinesischen Territoriums

Ja, das ist so! Nur muss sich Peking dann einmal fragen, was China denn nun überhaupt ist? Angesichts der jüngst aufgedeckten "Umerziehungslager", in denen mehr als eine Millionen Menschen stecken sollen, angesichts der Demonstrationen in Hongkong und angesichts der sehr dürtigen Menschenrechtslage im ganzen Land, sollte man den Satz dann vielleicht eher in "Hongkong ist Teil Pekings und seiner Regierung" umdeuten.

Ganz gleich, was als nächstes auch geschehen mag. Der Drang zur Freiheit lässt sich dauerhaft nicht durch Panzer und Gewehre unterdrücken. Ich habe ganz starke Zweifel daran, dass China ohne Reformen so noch lange bestehen kann. Denn mit Wohlstand und vor allem Bildung kommen ganz von alleine die Fragen nach Beteiligung und Freiheit auf!

China

China zeigt uns und der Welt was in einen Kommunistischen Staat wo eigenslich alles vom Volk ausgeht Geld nicht stinkt.Der Kapitalismus Hand in Hand mit sogenannten Demokratischen Staaten,die die Würde des Menschen auf ihre Fahne geschrieben haben,solange der Rubel rollt,leben kann.Verlierer ist wieder einmal der einfache Mensch egal in welchem System.

Wir haben heute eine kleine Schlacht gewonnen

einen Pyrrhussieg ... bestenfalls

Solange der Westen sich nicht endlich dazu...

...durchringen kann, sowohl zu
Taiwan, als auch zu Hongkong eine
klare und unmissverständliche
Haltung einzunehmen wird das Tor
für eine gewaltsame Intervention
Chinas immer weit offen bleiben!!
Frage:
Gibt es wirklich einen PLAN, wie der
Westen reagieren wird, wenn China
tatsächlich eine gewaltsame
Eingliederung Taiwans in die
chinesische Hoheitsgewalt beginnen
würde?!? Und wie weit ist der
Westen gegenüber China bereit
zu gehen?!? Das haargenau gleiche
gilt für Hongkong, dessen sichtbare,
berechtigte Anliegen sich auch in
absehbarer Zukunft nicht in ein
weitestgehend totalitäres Regime
eingliedern lassen werden! Eher
ist doch wohl da genaue Gegenteil
der Fall!! Die Entwicklung in diesen
beiden Fällen können jederzeit zur
Nagelprobe für die Entschlossenheit
des Westens werden, sich endlich
ernsthaft und nachdrücklich für
Menschenrechte in China
einzusetzen! Ansonsten ist es grob
fahrlässig, z.B. Personen oder auch
Organisationen in Hongkong zu
gefährlichen Handlungen zu
ermutigen!!

Demütig und ernsthaft nachdenken

schön gesagt
da war der Aussenminister Chinas schon deutlicher und ehrlicher
im übrigen
Kurt Tucholski : "Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten

@ 12:13 von Wolfgang E S

"Wer würde Huawei hochsensible 5G Netz-Infrastruktur bauen lassen oder sich über das Seidenstraßen-Projekt Chinesen ins Land holen, wenn China wegen gewaltsamer Demokratie-Unterdrückung am Pranger steht?"
.
Jeder!?
.
Falls Sie es noch nicht wissen, die Seidenstraße gibt es schon und endet z.B. im Duisburger Hafen.
Und falls Sie es auch noch nicht gewußt haben, Hongkong ist nur eine Stadt in der VR China.

Hongkong !

Nachdem die massenhafte Unterdrückung von Minderheiten in Südwestchina bekannt wurden, durch "geheime" interne Papiere, wird die chinesische KP was Hongkong betrifft, vorsichtiger sein.
Da sich die wirtschaftliche Situation durch die Handelskriege deutlich verschlechtert hat, kann sich China ein brutales Eingreifen in Hongkong fast nicht leisten. dann stehen sie erst recht am Pranger.
Es ist den Bürgern von Hongkong zu wünschen, dass sie einen Sonderstatus erhalten und der chinesischen KP mal zeigen können, was eine Demokratie erreichen kann.

12:07 von Sausevind

In wessen Namen fordern Sie das?
Und warum?
.
weil es der Realität entspricht
mehr als bedauerlich
ob es uns nun passt oder nicht !
wenn sie Möglichkeiten sehen das zu ändern
ich würde mich an einem Boykott oder ähnlichem beteiligen.... sprechen sie
im übrigen
wie sieht man das Selbstbestimmungsrecht der Katalanen
so eindeutig ?

Vor allem Peking ist nun in

Vor allem Peking ist nun in der Zwickmühle. Ein Land, 2 Systeme sollte ja die Blaupause für eine Wiedereingliederung von Taiwan sein. Da sich die "Volksrepublik" jedoch nicht wirklich an den Vertrag mit Großbritannien hält, dürfte dies nun in noch weitere Ferne rücken.
Ich befürchte allerdings, daß man in Peking darauf setzt Taiwan gewaltsam "wiedereinzugliedern" im Vertrauen darauf, daß ein Präsident Trump einen militärischen Konflikt mit China auch bei einer Invasion um jeden Preis scheuen wird und die USA damit als Garantiemacht ausfällt.

12:30 von Gwissenswurm

Chinas Führung biegt sich die Wahrheit zurecht wie sie es gerade braucht.
.
vermute mal jede Regierung
wahrscheinlich jeder Mensch

Die Geschicht und dessen Folgen werden ausgeblendet

Ich kann jedem nur raten auch mal in die Geschichte Hongkongs zurück zu blicken.
Wer sich wirklich über diese Problematik in Honkong informieren möchte, sollte folgenden Hintergrundbericht KOMPLETT lesen:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=54420

Da kommt man schon ans grübeln...

Wie Peking.....

schon angedeutet hat, wird es das Ergebnis der Wahlen nicht anerkennen. Das kann jeden Realist auch nicht verwundern, der die "Wahlen" in der Großen Halle des Volkes verfolgt. Die Frage ist nur, wie lange die Protestierer in Hongkong noch an die Wirksamkeit einer Sonderverwaltungszone glauben, bzw. sie aus ihren Wunschträumen aufwachen. Kommt dann die nächste Flüchtlingswelle? Da wäre dann wirklich Asyl angebracht.

@von Dennis K.

"Wenn China weiter an Unterstützung in Hong Kong verliert, wird China nichts anderes übrig bleiben, als massive Zugeständnisse zu machen, um zumindest am wirtschaftlichen Erfolg Hong Kongs teilzuhaben."

Das verhält sich genau umgekehrt. Hongkong war bereits als Tor zu China kolonialisiert worden und diese Funktion als Sprungbrett in den Chinesischen Markt hat es noch heute.
Deshalb könnte China die Wirtschaft Hongkongs viel einfacher unter Druck setzen indem es diesen "Zwischenhändler" einfach boykottiert, dann könnte HK nur noch als Steuerparadies existieren, was ja sowieso das zweite Standbein und der Grund für die Wohnpreiskrise ist, weil die Stadt fast nur Einnahmen aus überteuerten Grundstücksverkäufen erzielt.

Das hier von Peking ist lächerlich

Dass hier von Peking ist lächerlich:

https://www.tagesschau.de/ausland/hongkong-wahlen-demokraten-103.html

Peking: "Hongkong ist Teil des chinesischen Territoriums"

Die Regierung in Peking sah sich zu einer Stellungnahme genötigt: "Was auch immer für Dinge in Hongkong geschehen, Hongkong ist Teil des chinesischen Territoriums", stellte der Pekinger Außenamtssprecher Wang Yi klar. "Jegliche Versuche, Hongkong zu zerstören oder Hongkongs Stabilität und Entwicklung zu schaden, können keinen Erfolg haben."

Hongkong war noch nie China, ist nicht China und wird niemals China sein!! Eventuell wird Hongkong sogar mit Taiwan zusammengehen und sich von China lösen. Und ich wette was, dass der Funken aus Hongkong auch auf das chinesische Festland ueberspringen wird.

Das chinesische Regime und Frau Lam sollten wissen, dass es Zeit ist fuer die zu gehen!! Ich fordere dieses menschenrechtsverachtende Regime und Frau Lam zum Ruecktritt auf.

Seltsam ist das schon

wie die deutschen Duperdemokraten in der Presse und Politik über das Wahlergebnis jubeln.
Komisch ist nur für mich als die Katalonen ihre Wahl zur Unabhänigkeit durchführten wollten und taten wurde von den Superdemokraten ob Medien oder Politik nicht positives gesagt.
Als die Schlägertrupps der Gardie Civil Frauen Männer alte Leute verprügelten hat sich in der Wertegeminschaft Deutschland keiner aufgeregt.
Sondern nur gegen die Befürworter hämisch berichtet.
Es wurden in eindeutigen Schauprozessen Poltiker der Selbständigkeitsbewegen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
Na wo bleibt da die Empörung.
In den Medien und Politik sitzen sehr viele Opportunisten.

12:24 von Bandersnatch

12:24 Bandersnatch
"Chinesen können Demokratie"

Richtig beobachtet. Die liberalen, demokratiefesten Hongkonger und noch viel mehr die selbstbewussten Taiwaner sind die gelungene Antithese zur Beijings anmaßender Behauptung chin. Traditionen & Kultur seien mit liberaler Demokratie unvereinbar.

In 2 Monaten finden Präsidentschafts- & Parlamentswahlen in Ostasiens Vorzeigedemokratie Taiwan statt.

Genau wie in HK versucht China dort seit Jahren mittels Aufkauf privater Medienunternehmen, durch Mobbing & Intrigen gegen Taiwan auf internationalem Parkett, durch gezieltes Abwerben junger Leute nach China diese Demokratie zu untergraben.

HK ist nur die Vorübung.

Xi hat zuletzt im Jan. 2019 offen die Drohung ausgesprochen. Wenn Taiwan & vor allem die liberaldemokratische Präsidentin Tsai Ing-wen das vergiftete "Ein-Land-zwei Systeme" nicht annimmt, wird die Inselrepublik gewaltsam dem Großreich einverleibt.

Blanker Nationalismus.

HK ist nur gemeinsam mit Taiwans Demokratie zu verstehen

Gratulation von mir an die Demokratiebewegung zu diesem Wahlsie

Außerdem gratuliere ich der Demokratiebewegung zu diesem hohen Wahlsieg:

https://www.tagesschau.de/ausland/hongkong-wahlen-demokraten-103.html

Bei der Abstimmung gewannen prodemokratische Kandidaten einen Großteil der 452 Sitze in den Stadtbezirksräten. Der Anführer der größten prodemokratischen Partei, Wu Chi Wai, sprach von 90 Prozent. Ihm zufolge kontrollieren prodemokratische Kräfte künftig 17 der 18 Hongkonger Bezirksparlamente. Mit einer Wahlbeteiligung von 71 Prozent der 4,1 Millionen Wahlberechtigten wurde ein Rekord erreicht.

Das freut mich und irgendwann in baldiger Zukunft wird auch die chinesische Bevölkerung aufwachen und sich befreien.

Dialog ist wichtig

Hongkong wurde im Ersten Opiumkrieg durch Zwangsverträge zür britischen Kolonie, mit vielen getöteten Chinesen. Nun ist es Teil der Volksrepublik China mit Sondervollmachten. Das sind die Tatsachen und die Sympathie gilt jedem, der dort friedlich mitwirkt, aber mit Sicherheit nicht den Zerstörungen und Plünderungen durch "Demokratie- Aktivisten" und schrecklichen Bildern der Zerstörungen.

"Demütig und ernsthaft nachdenken"

Dieser Satz hat eigentlich nicht die richtige Tragweite und Gewicht, wie es denn sein sollte. Denn meiner Meinung nach müsste dies ein Grundmantra aller Politiker sein, egal ob eine Wahl verloren aber noch wichtiger gewonnen wurde.

von Gwissenswurm

Zitat:
Hongkong ist genauso chinesisches Territorium wie Taiwan und das südchinesische Meer
Nur mal so anmerke die Fall mit Hongkong stellt sich ganz anders da wie der von Taiwan.
Hongkong wurde im Zusammenhang mit dem 2. Opiumkrieg
von den Briten konfiziert und als Zwangsverpachten den Chinesen entzogen so dass die Briten besser ihren Opiumdreck nach China einführen konnten.
Also immer alles sagen nicht nur oder garnicht die Zusammenhänge verschweigen.
Taiwan:
Die Republik China wurde nach der Xinhai-Revolution auf dem chinesischen Festland am 1. Januar 1912 in Nanking ausgerufen. Die Insel Taiwan, von 1895 bis 1945 unter Herrschaft des japanischen Kaiserreichs, fiel erst nach dem Zweiten Weltkrieg an die Republik China.
Dort etablierte die von Chiang Kai-Shek geführte Staatspartei Kuomintang unter Beibehaltung des Ausnahmezustands eine mehrere Jahrzehnte andauernde Einparteienherrschaft.
Nun sich mal mit Chaing Kai-Shek befassen

12:36 von Dana

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker geht über irgendwelche diktatorischen "Machtansprüche".
.
gilt das dann auch für dar Referendum auf der Krim und den Boykott ?
wie ist das in Spanien mit den Katalanen ?

von DB_EMD

gut so dann sind sie auch für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien.
Dieses Recht wird wie auch das der Schotten von der EU ihnen verweigert.

Journalistische Sorgfaltspflicht

Ich störe mich daran, wenn Journalisten sich selbst hinter die Aussagen von Parteien stellen.
Hier ist ein schönes Beispiel: Ein Pekinger Außenamtssprecher namens Wang Yi wird zitiert mit: "Was auch immer für Dinge in Hongkong geschehen, Hongkong ist Teil des chinesischen Territoriums ... Jegliche Versuche, Hongkong zu zerstören oder Hongkongs Stabilität und Entwicklung zu schaden, können keinen Erfolg haben." - Was ist das? Eine Drohung?
Im Artikel heißt das: "Er stellt klar". Das bedeutet: der/die Journalist/in stellt sich hinter diese Aussage (Drohung?) und sagt: So isses! Recht hatter!

@12:09 von Meinung zu unse...

"Was ist in dieser Situation (wessen) RECHT und woraus leitet es die Überlegenheit über ein anderes RECHT ab? Eine so spannende wie grundsätzliche Frage."

Für so einen grundsätzlichen Konflikt der möglicherweise in philosophischer Weise Gewalt rechtfertigen könnte müssten sich die Demonstranten erstmal klar zum Separatismus bekennen.

Die aktuellen Forderungen sind diesbezüglich nicht zielführend und auch nicht erfüllbar weil sie die Regierung sogar zur Lüge zwingen würden...

Forderung: Die Behörden sollen aufhören, die Proteste als Krawalle zu bezeichnen. ...
sonst hören die Demonstranten mit den gewaltsamen Protesten nämlich nicht auf.

na dann lassen wir doch überall Referenden zu

Zitat:
von Dana
Es wird höchste Zeit für ein Unabhängigkeits-Referendum.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker geht über irgendwelche diktatorischen "Machtansprüche".

Das sollte auch China langsam begreifen.

Ich wünsche mir ein demokratisches, selbstbestimmtes Hongkong!
Zitat Ende

Und ich mir ein selbsbestimmtes demokratisches Katalonien.
Das Referendum der Katalonen wurde durch die Zentralregierung und Madrid durch die Gardia Civil niedegeknüppelt und Junker der Vertreter der EU sagte das ginge die EU nichts an. Gut so Hr. Junkers dann geht auch Honkung die EU nichts an.

12:36 von Dana

Ich wünsche mir ein demokratisches, selbstbestimmtes Hongkong!

Genauso ist es! Hongkong ist Hongkong und nicht China, auch wenn es mehr oder weniger zu China hinzugekommen ist.

"Die Gewalt hatte den

"Die Gewalt hatte den Wahlkampf massiv überschattet. Einem prodemokratischen Kandidaten wurde ein Ohr abgebissen, 17 Kandidaten wurden festgenommen."

Man hätte auch erwähnen sollen, dass pro chinesische Abgeordnete angegriffen und deren Büros verwüstet wurden.
Dieses weglassen von Informationen ist einer objektiven Berichterstattung abträglich.

"Während eines Wahlkampfauftritts des pekingtreuen Hongkonger Politikers Junius Ho hat ihn ein Mann mit einem Messer in die Brust gestochen. Der Angreifer rief: „Junius Ho, Du Abschaum!“."

Und wie weiter jetzt?

„Fast alle Mandate gingen an die Demokratiebewegung. Regierungschefin Lam will nachdenken - Peking reagierte mit einer Klarstellung“

Dieses (wenig überraschende) Wahlergebnis ist natürlich erfreulich.

Dass das Regime der „Volksrepublik“ - wie leider ebenfalls zu erwarten war - nichts Eiligeres zu tun hat, als klarzustellen, dass Bürgerinteressen nicht zählen, dagegen nicht.

@12:24 von Bandersnatch

"Regime beugen, dass den Chinesen die Fähigkeit zur demokratische Selbstbestimmung abspricht."

Die KP-Mitglieder sind keine selbsthassenden Rassisten oder Eugeniker die sich selbst für nicht demokratiefähig halten sondern wollen schlicht an der Macht festhalten und sind der Meinung, dass sich das System für so eine riesige Bevölkerung bewährt hat.
Das historische Leitmotiv "vereintes China" hat nicht erst die KP erfunden aber genau die Demokratie Taiwans und Hongkongs zeigt der KP, dass dieses Motiv ins Wanken kommt. Die Überwachungsmethoden und auch die Behandlung der Uiguren hängen auch stark mit diesem Motiv zusammen. Mit den Gesellschaften vor Ort muss man sich schon auch auseinandersetzen wenn man sie mit der Demokratie beglücken will.

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