Kommentare

Bayer Spitze in Bildung

Alle anderen Bundesländer müssten nur Bayern folgen. Dann brauchen wir auch keinen Bildungsrat. Glückwunsch an Söder!

Bildungsrat ja oder nein!?

Da muss ich Herrn Söder ausnahmsweise Recht geben. KMK muss reichen, wenn sie sich mal auf gemeinsame Standards einigen können. Die Befürchtung, dass das Zentralabitur insgesamt an Wert verliert, die ist nicht unbegründet wenn ich die Abituraufgaben der letzten Jahre in NRW mit denen in BY vergleiche.
Ich spreche jetzt nur von den Fächern, die ich unterrichte -Biologie und Chemie-.

Befürchtung vor "Berliner Zentralabitur"

Schon wieder unverschämt gelogen.
Die Bayern fürchten, dass ihre eigenen bayerischen Kinder dann nicht mehr - wie bisher immer - bessere Bildung erhalten. Denn im reichen Bayern konnten fast alle Eltern sich extra teure (und evtl. private) Schul-, Allgemein- und Ausbildung für ihre Kinder leisten, denn für Eltern gilt ja leider, dass die eigenen Kinder an wertvollsten und wichtigsten sind.
Siehe auch damals in Hamburg, als natürlich die Eltern aus den reichen Stadtvierteln alle gegen das gemeinsame Lernen in Gesamtschulen stimmten.
Nicht das Gemeinwohl (Volkswohl) interessiert Gutbürgerliche, sondern vor allem das der eigenen Familie.
Wie gesagt: Deutschland ist in punkto Egoismus ein "vorbildliches" Vorzeigeland.

Söder verkündet Ausstieg Bayerns ....

die Abschaffung der Schule als Institution, Lehrer, die "frei" ihrer Aufgabe nachgehen und Schüler, die selbst entscheiden, ob sie ihre Erkenntnisse in 5 oder 13 Jahren sammeln, das hätte was. Schulämter, die "freie Lehrer" nach Stückzahl und Qualität bezahlen würden und ansonsten für die Abhaltung von Prüfungen und Zeugnisse zuständig sind, vielleicht würde uns das weiter bringen.

Der Meinung von Söder schließe ich mich nicht an

Sorry aber der Ansicht von Söder schließe ich mich nicht an. Denn ich sehe ein vergleichbares Zentralabitur als besser an.

https://www.tagesschau.de/inland/bayern-bildungsrat-101.html

Man befürchte am Ende ein Berliner Zentralabitur - so begründet CSU-Chef Söder den Ausstieg Bayerns aus dem Nationalen Bildungsrat. Ist das Projekt nun tot?

Deswegen sollte das Grundgesetz geändert werden, damit Bildung gemeinsame Aufgabe von Bund UND Ländern wird und nicht mehr nur von den Ländern.

Daher ist dieser Rueckzug von Söder völlig falsch und reiner Populismus. Söder sperrt sich hier unnötig gegen Verbesserungen. Typisch CSU eben.

“Klasse” statt “Masse”

Es hat schon immer ein starkes Süd-Nord Gefälle gegeben. Für Abiturienten in den (überwiegend) südlichen Bundesländern war es schon vor mehr als dreißig Jahren ein Ärgernis, dass ihnen die Abiturienten aus dem Norden attraktive Studienplätze und Jobs weggeschnappt haben, weil dort das Abitur ‚billiger‘ zu haben war.
Aus diesem Grund wäre ein Einheitsabitur wirklich wünschenswert!
Dass sich dieses aber vielleicht am niedrigsten Niveau orientieren könnte, wäre nicht nur für Bayern ein Rückschlag, auch im internationalen Wettbewerb sollte ein deutscher Schulabschluss nicht als wertlos gelten. Besser “Klasse” statt “Masse”.

Bildungsrat

hatte in den 60ern gerade mal 5 % das Abitur
haben es heutzutage 50 %
was wollen wir eigentlich ?
ne 2 für aufrechtes sitzen ?
zustände wie in Berlin, Bremen etc. ... nein danke
gleiche Prüfungsfragen im ganzen Land
dann lässt sich auch vergleichen
aber das lässt sich nie durchsetzen solange Idiologen zu bestimmen haben

Nationaler Bildungsrat - klingt ambitioniert

Ehe wir an die dicken Bretter gehen; hätte da zum Aufwärmen eine kleine Rechenaufgabe: Wie viele Lehrer - bei einer vorgegebenen Klassenstärke - werden im Einschulungsjahr benötigt, wenn 6 Jahre vor dem Einschulungstermin "n" Kinder geboren werden?

klug

wer will schon gerne ein 1er Abi von Bremen haben , dann lieber ein 3 aus Bayern. Und dann mit dem Bachelor gleich weitermachen!

Söder for President

Söder: Kultusministerkonferenz statt Bildungsrat

Falls sich Söder als Bundeskanzlerkandidat bewerben sollte, ist das viel zu wenig: "Söder for President!"

Ausstieg Bayerns aus dem Bildungrat

Ob Bildungsrat oder Kultusministerkonferenz- es ist unglaublich, was im Rahmen des Föderalismus im Bildungsbereich abgerichtet wird. Es gibt nur Verlierer: Schüler, Eltern und Lehrer. Der angebliche Wettbewerb zwischen den Ländern ist ein Bildungschaos. Was bildet sich Bayern eigentlich ein, die beste Qualität anzubieten? Woran wird das denn gemessen? Diese ganzen hohen Herren bekommen ja nicht mal ein unanfechtbares Mathe-Abitur auf die Reihe. Wieso benötigen wir 16 Bildungssysteme in einer Bundesrepublik. Mit der dualen Ausbildung können wir weltweit punkten, mit unserer Schulbildung inkl. der maroden Schulgebäude, die auch in der Verantwortung von Ländern und von häufig vor der Pleite stehenden Kommunen stehen, machen wir uns lächerlich. Wann kommen hier endlich radikale Änderungen? Für die digitale Ausstattung wurde ja schon das Grundgesetz geändert. Bitte weiter so fürs Ganze.

Warum sollte Bayern seine

Warum sollte Bayern seine Leistungen im Schulbereich aufweichen? Die von unten müssen sich an dem Niveau oben orientieren und nicht andersherum.
Und gleiche Ferienzeiten? Das wird weder die Infrastruktur im Land schaffen (DB, Flughäfen, Autobahnen), noch wird das Hotelgewerbe damit zufrieden sein. So hat man locker 12 Wochen im Sommer volle Auslastung, mit gleicher Ferienzeit wird alles auf 6 Wochen komprimiert

Wenn man sieht,....

...wie verhältnismäßig gut Schüler aus den mehr oder weniger konservativ regierten Ländern Bayern und Sachsen in Vergleichen zu den anderen Ländern abschneiden, ist das für mich die vollkommen richtige Entscheidung. Man sieht ja, wohin linke Experimentiererei im Schulsystem in Berlin und Bremen hinführt.

wer hätte das gedacht

aber das kommt, wenn 16 bildungsferne als kultusminister/in/diverse ihr dasein fristen. da ist der kinderwunsch nach einer ausbildung zum hartzer nur verständlich

Armutszeugnis

Der Föderalismus im Bildungsbereich führt ohne Einigungswillen über Mindeststandards im Unterricht und beim Abitur zu großen Problemen. Das ist seit vielen Jahren bekannt. Es wird diskutiert, aber es ändert sich wenig. Ein Armutszeugnis für die Politik. Beim Umzug in andere Bundesländer haben SuS Probleme, das Abitur ist nicht vergleichbar. Bayern ist hier egoistisch. Es sollte weiter verhandeln.

16:03 von Fahnenflucht

Alle anderen Bundesländer müssten nur Bayern folgen
.
Frage :
ist das Bildungssystem in Bayern schlecht

Zu früh als erfolglos bewertet und beendet.

Schade. Ich finde, man hätte dem Bildungsrat etwas mehr Zeit und Chancen einräumen sollen.

Das Format einer Kultusministerkonferenz unterscheidet sich nun wirklich geringfügig vom Nationalen Bildungsrat, und ohne Beschlussfähigkeit sowie eines klaren Mandats, der im Koalitionsvertrag festgehalten ist, wird das erst recht nichts. Man weiß ja dass das Bildungssystem in Bayern wunderbar funktioniert und die Schüler ein weitaus breiteres Wissensspektrum aufweisen als die Nachbarn, aber wir sind nun mal ein Land, in dem Schulabgänger und Studenten so mobil sind wie noch nie. Bei der angestrebten Anpassung ging es doch nie um eine Senkung des Leistungsniveaus der bayrischen oder sächsischen Schüler, im Gegenteil.

Ich habe das Gefühl, dass der Freistaat aus seiner vorteilhaften Position und Bequemlichkeit heraus einfach gar nicht über eine bundesweite Angleichung der Bildungsstandards diskutieren möchte. Die Erklärung von Söder klingt auch irgendwie nach „wir haben einfach kein Bock“.

Eitelkeiten zu Lasten der Bildung

"Man befürchte am Ende ein Berliner Zentralabitur" - ja und wenn? Wieso überhaupt befürchten? Was hätten denn die einzelnen Bundesländer zu verlieren, wenn Bildungsstandards vereinheitlicht werden? Ich als Lehrender könnte das nur begrüßen, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lernenden etwas dagegen hätten. Und die Finanzminister schon gar nicht.
Dieser "nationale Bildungsrat" wäre vielleicht grade eine Möglichkeit gewesen, den Flickenteppich in der deutschen Schul- und Hochschulbildung zu überwinden, an dem eben grade die Kultusminister so hängen (deshalb brachten ja die KMK's niemals wirkliche Fortschritte). Ich finde es typisch, wer hier mal wieder auf der Bremse steht.

16:07 von WM-Kasparov-Fan

Denn im reichen Bayern konnten fast alle Eltern sich extra teure (und evtl. private) Schul-, Allgemein- und Ausbildung für ihre Kinder leisten,
.
das ist doch gar nicht nötig
weil in Bayern die öffentlichen Schulen besser sind,
als in Berlin private
//
Nicht das Gemeinwohl (Volkswohl) interessiert Gutbürgerliche,
sondern vor allem das der eigenen Familie.
.
was denn sonst !

Föderale Bildung?

Ein föderales Bildungssystem ist der Schwachsinn. In einem kleinen Land ,wie Deutschland es flächenmäßig ist, sind 16 verschiedenene Bildungssysteme gegen jede Vernunft. Auch der Aufwand für 16 Bundesländer ist nicht mehr nachvollziehbar.
Deshalb: das Bildungssystem in D neu denken, und uns vor allem von US-amerikanischen Vorbildern verabschieden.
Zu viele Länder haben uns bildungsmäßig abgehängt- aber sie könnten uns Ideen liefern für ein einheitliches, fortschrittliches Bildungssystem in Deutschland.

Richtig ...

unser Kapital war mal Bildung und Ausdauer, das hat einstmals die Wertschätzung Deutscher Leistungen und Produkte eingebracht.

Der Maßstab für Bildung darf nicht mit Blick auf die schwächsten Bundesländer nivelliert werden,
sondern muss die obersten Platzierungen im weltweiten also internationalen Vergleich anstreben.

Nur so können wir anspruchsvolle Arbeitsplätze er- bzw. behalten und aus der Armut heraus kommen.

Bayern ist bildungsmäßig Spitze.

Ich verstehe Söder vollkommen.

16:11 von Grumpy Eugen

wie tröstete uns unser Prof in Esslingen
wenn ihr hier durchfallt
(und wir hatten Semester die schrumpften von 24 auf 6)
geht nach Berlin ne 2 ist euch sicher
das war vor mehr als 40 Jahren
ob sich was geändert hat ?

Demokratieschule

„Daher ist dieser Rueckzug von Söder völlig falsch und reiner Populismus. Söder sperrt sich hier unnötig gegen Verbesserungen. Typisch CSU eben“

Ihr Vorschlag ist reiner Populismus. Söder sperrt sich nicht gegen Verbesserungen, sondern schützt das Schulsystem der Bayern vor einem massiven Leistungsabfall und sorgt damit für alle Schüler Bayerns für eine Verbesserung

16:33 von 1A Polyglott

nie um eine Senkung des Leistungsniveaus der bayrischen oder sächsischen Schüler, im Gegenteil.
.
um was sonst ?
wie kann man denn in einer Gesamtschule,
wo ohnehin nur gelangweilte Schüler sitzen
die den Unterricht stören den Leistungsgedanken etablieren

@ Theodor Storm

„Zu viele Länder haben uns bildungsmäßig abgehängt- aber sie könnten uns Ideen liefern für ein einheitliches, fortschrittliches Bildungssystem in Deutschland.“

Aber nur, wenn man sich bei dem einheitlichen Schulsystem an den Besten orientiert und nicht aus Rücksichtsnahme, damit jeder es packt, an den schwächeren orientiert. Sonst sind wir im internationalen Vergleich ab dem ersten Tag verloren

Verständlich

Söder hat berechtigte Bedenken, dass das Niveau so weiter abgesenkt werden soll. So vernünftig ein einheitliches vergleichbares Abi wäre, aber das Abi ist immerhin der Zugang zur Uni. Da kann nicht immer noch weiter nivelliert und leichter gemacht werden

Unglaublich

In einer Welt, in der es immer weniger Jobs für schulisch schlecht ausgebildete Menschen gibt und uns andere Länder mehr und mehr im Bereich Technik und Naturwissenschaften den Rang ablaufen, fordern doch tatsächlich einige Foristen ein Zentralabitur, wohlwissend, dass sich dies letztlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht am bayerischen Abitur ausrichten wird. Es ist schon schlimm genug, dass heutige Abiturienten nicht mehr Abitur in allen Fächern ablegen müssen, wie es bei mir noch in den 70ern der Fall war, jetzt will man das Niveau noch weiter senken, denn darauf würde es unweigerlich hinauslaufen. Mir fehlen ob dieser Politik langsam die Worte.

16:19 von Scheffho

"Was bildet sich Bayern eigentlich ein, die beste Qualität anzubieten? Woran wird das denn gemessen?"

Zum Beispiel am Niveau der Schulbücher.
Die bayrischen Schulbücher in Mathe z.B. sind anspruchsvoller als die anderer Bundesländer.

Sprich: schwerer.

16:27 Karl Napf

"da ist der Bildungswunsch zum Hartzer nur verständlich......"
Anmerkung es gibt auch "Hartzer" die studiert haben und durch besondere Lebensumstände in die Sozialsicherung gefallen sind. Und es gibt Werkrealschüler die es weit gebracht haben ganz ohne Studium. Überhaupt werden Schulnoten überbewertet, denn junge Menschen sind ja noch in der Entwicklung und am Anfang ihres Lebens so kann niemand mit Sicherheit sagen was aus dem jungen Mensch wird. Übrigens nehmen die bayrischen Betriebe auch gerne Abiturienten und "Studierte" aus Bremen.

16:10 von Demokratieschuetzerin

«Deswegen sollte das Grundgesetz geändert werden, damit Bildung gemeinsame Aufgabe von Bund UND Ländern wird und nicht mehr nur von den Ländern.»

Das Prinzip des Föderalismus im GG von 1949 war auch eine Reaktion auf den strikt zentralistischen Staat von 1933 bis 1945.

Der Föderalismus in der Bildungshoheit war eine Reaktion auf staatlich zentralistische Vorgaben der Lehrinhalte + Indoktrination der Schüler.

Eine stärkere Vereinheitlichung der Bildungspolitik "in heutigen Zeiten" ist sicher wünschenswert + zielgerichtet.

Besser als zentralistisch "aus Berlin für alle" vorgegenene Standards.
Wäre aber die einvernehmliche Verständigung der Landes-Kultusministerien.

Kann dann kein Bundesland hinterher mehr sagen:
"Das wollten wir gar nicht. Wurde uns aber aufgewzungen!"

Und es wäre nicht verkehrt, sich an den Bundesländern zu orientieren.
Deren Bildungssysteme schon heute "die besseren sind".

Ins Ausland schauen kann man auch.
FIN + JAP sind gute Hingucker in div. Aspekten …

Die Bayern haben es immer

Die Bayern haben es immer geschafft ihr Land, ihre Leistungen und ihre Traditionen hoch zu halten und vor allem auch weiter zu geben. Darauf kann man ihnen nicht böse sein. Nur neidisch. Fragen muss man dazu seinen eigenen Landesregierungen stellen.
Bildungsrat? Wofür? Die Kultusministerkonferenz ist immer schon zuständig für die Bildung. Warum kommt man dort seit Jahrzehnten keinen Schritt weiter?

Die Lösung

ist doch relativ einfach, das Bayrische Abitur wird als zentrales für alle Länder genommen, damit ist hohe Ausbildung gewährleistet.
Nun müssen nur die Lehrer verbeamtet werden wie im Freistaat, und die selben Einstufungen bekommen.
Also alles eigentlich ganz einfach zu lösen, nach Abschluss des Referendariat und der letzten Prüfung, haben sich bei uns die meisten Lehrer die nicht übernommen wurden, in Bayern beworben.
Aus zwei besonderen Gründen, Beamte und das entsprechende Gehalt als Einstieg.
Meist Oberstufe, da es ein Gym. war.
Es braucht also keinen Bildungsrat oder sonst etwas, sondern nur den Willen das Beste zu übernehmen, und Geld um es umzusetzen.

Ganz einfach.

des Abiturs ausserhalb des Freistaates gibt und veranlaßt die absolut richtigen Schritte noch eine Minimalqualität selbigen zu erhalten. Im allgemeinen bietet das heutige Abitur und die verschiedenen Derivate, die auch berechtigen die Hochschulen zu füllen, nur noch die Studienberechtigung , eine Studienbefähigung schon lange nicht mehr es sei denn für die eher intellektuell anspruchslosen Fächer wie Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften oder eben viele Derivate der sogenannten Geisteswissenschaften. Söder als solcher wird immer sympathischer .

16:36 von Theodor Storm

Zu viele Länder haben uns bildungsmäßig abgehängt
.
welche ??
und wenn sie mit PISA kommen
wie naiv muß man sein
da werden die Lehrer vor dem Abgeben der Fragebogen,
diese noch mal kurz überflogen haben ....
muß ich noch deutlicher sein

Die Forderung nach angepasstem Lernniveau

finde ich gut. Die Orientierung und Korrektur nach einem niedrigem Lernniveau allerdings für falsch. Es ist gesellschaftspolitisch die falsche Richtung und für die Zukunft nicht nachhaltig gedacht. Eine moderne Gesellschaft muss sich höhere Ziele stecken. Deshalb halte ich nicht die bayerische Haltung für falsch und egoistisch, sondern die Haltung derjenigen Bundesländer, die bereit sind mit ihrer Notengebung immer weiter den Schülern entgegen zu gehen. Denn mit dieser (wie ich finde bequemen) Haltung entsteht nicht nur ein Schaden den die Schüler früher oder später selber korrigieren müssten, sondern auch der Gesellschaft entgeht ein starker Mehrwert an gebildeten Bürgern. M.M.n.

Söder hat Recht

Das Bildung System ist in Bayern besser als in vielen anderen Bundesländern. Letztendlich kommt es den Schülern doch zugute auf ihren späteren Berufsweg.

Ich verstehe diese ganze

Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht, bzw. habe kein Verständnis dafür. Das Bildungssystem in Deutschland ist insgesamt völlig antiquiert, der Frontalunterricht ist ein Relikt aus der Zeit als der Pastor/Pfarrer von der Kanzel aus seinen Schäfchen die Welt erklärte.
Für das Herausfinden und Fördern individueller Stärken und Schwächen ist dieses mittelalterliche Bildungssystem vollkommen ungeeignet.
Doch antsatt Grundsatzfragen zur Bildung im Land zu stellen, wird Wahlkampf betrieben.

Das vergisst er gerne der Shooting Star

Im Prinzip ist an seiner Forderung erst mal nichts auszusetzen. Bildung sollte eine gewisses Maß an Qualität gewährleisten. Was aber der smarte Herr vergisst zu erwähnen ist das es in Deutschland einen gewaltigen Unterschied macht welcher sozialen Schicht man angehört und welche materiellen und finanziellen Voraussetzungen vorhanden sind um auf den Bildungsweg seiner Kinder Einfluss zu nehmen. Bayer ist ein reiches und sehr schönes Bundesland aber sollte nicht vergessen vorher es kommt, wie es ihm selber mal ergangen ist und mit welchen Strategien man es zu diesem gemacht hat.

Der Föderalismus gehört abgeschaft.

Er war nach 1945 gut gedacht und gemeint, heute ist er eine Fessel für alle betroffenen Bereiche. Man denke auch an die Polizeien!
Aber: Die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst ;)

Sooo tragisch

klingt Söders Aussage ja gar nicht.

Im Artikel wird er zitiert:
"Zusammenarbeit ja. Kultusministerkonferenz auf jeden Fall. Wir wollen auch da wirklich einen besseren Austausch, Vergleichbarkeit der Abiture, ganz klar. Aber bitte nicht mit Zwang von oben."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Wenn er nichts gegen eine Vergleichbarkeit der Abiture hat, dann IST de facto schon der Föderalismus im Bereich Schule durchbrochen.

Ein gutes Zeichen!

Das Abitur ist ja inzwischen zu einem Witz degradiert worden und auch nicht erst seit kurzem. Meines ist schon 20 Jahre her und auch da gab es schon die Möglichkeit in Fächern ohne besondere Anforderungen Bestnoten abzustauben. Wenn ich mir wiederum die Berichte von Freunden anhöre, was sie mit ihren Kinden erleben, bleibt einem die Spucke weg. Da klagen Eltern mittels Anwälten gegen schlechte Noten, weshalb Lehrer schon freiwillig um den damit verbundenen Problemen aus dem Weg zu gehen, auf die Vergabe von schlechten Noten verzichten und die Prüfungen lächerlich einfach machen. Das hat zwar nicht direkt mit dem Thema zu tun, aber die Bayern setzen dieser Abwärtsspirale der anderen Bundesländer zumindest etwas entgegen, wo jeder... na, ich sag besser nichts mehr.

Meines Wissens wurden

Meines Wissens wurden Abiturienten (vor oder nach dem Abitur) noch nie bundesweit mit einem einheitlichen Test getestet, man testet immer nur 15-Jährige. Daher weiß man eigentlich gar nicht, wer nun besser ist. Die KMK wollte keine solchen Tests haben. Man kann vermuten, dass der Grund darin liegt, dass die Ergebnisse im Widerspruch zu den Durchschnittsnoten beim Abitur in den einzelnen Ländern stehen könnten.
Warum schlägt Söder keinen solchen Test vor?

@WM-Kasparov-Fan, 16.07h

Die gute bzw. bessere Bildung ist nicht nur, wie Sie schreiben, dem Geldbeutel geschuldet.
Es ist auch die Ideologie, die sich meist negativ auf das Bildungssystem auswirkt.
Siehe Baden-Württemberg.
Seit die Grünen da mitwirken ist das Land auf dem Bildungssektor deutlich abgerutscht.
BW ist nicht ärmer geworden.
Da könne die Grünen noch an einem dicken Wohlstandspolster aus vorgrüner Zeit zehren.
Wobei MP Kretschmann, ganz unüblich für einen Grünen, auch noch pragmatische Wirtschaftspolitik macht.

Ausbildung im Kapitalismus

Was stimmt denn nicht an unserem Bildungssystem?
In Berlin wie in Bayern werden Kinder doch erfolgreich zu funktionierenden Dienern der Kapitalbesitzer ausgebildet.

Siehe dazu: "Ausbildung im Kapitalismus: Macht die Schule dumm?" von Prof. Freerk Huisken

um 16:33 von Sisyphos3

>>
Frage :
ist das Bildungssystem in Bayern schlecht
<<

Ich bin kein intimer Kenner der diversen deutschen Bildungssysteme. Vor geraumer Zeit wurde aber thematisiert, dass in Bayern viel weniger ausgebildet wird als in der bayerischen Wirtschaft gebraucht wird, also quasi ein dauerhafter Brain-Import stattfindet. Ein System muss aber außer der Qualität sicher auch Quantitäten berücksichtigen. Wie das in den einzelnen Bundesländern aussieht, vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht weiß hier ja jemand mehr.

@Demokratieschue., 16.10h

Sie liegen mal wieder falsch.
Söder sperrt sich nicht gegen Verbesserungen, sondern gegen Verschlechterungen.

@Grumpy Eugen, 16.11h

Korrekt erfasst und gut ausgedrückt
Danke

16:34 von frosthorn

«Dieser "nationale Bildungsrat" wäre vielleicht grade eine Möglichkeit gewesen, den Flickenteppich in der deutschen Schul- und Hochschulbildung zu überwinden, an dem eben grade die Kultusminister so hängen (deshalb brachten ja die KMK's niemals wirkliche Fortschritte). Ich finde es typisch, wer hier mal wieder auf der Bremse steht.»

Ich kann es nachvollziehen, wenn es in den Bundesländern Vorbehalte (Widerstände) gibt, in denen das Bildungssystem bisher durchnittlich bessere Bildung für die Schüler gewährleistet.

Als ich 1983 mein Abi machte. Waren Gerede über "Geschenk-Abi NRW" + viel klügere Bayern auch schon präsent. "Die dummen Berliner" noch nicht.
War ja damals noch "Zonen-Mauer-Sonder-Status" in dieser Stadt.

Scheint mir das größte Problem zu sein, dass kein Bundesland die Strukturen ändern mag, die seit 1949 (1990) dort jeweils aufgebaut wurden.

Dass Bayern dies für ganz besonders wenig wünschenswert hält.
Das kann ich schon verstehen …

Söder für Schulsystem

Ich muss Herrn Söder recht geben. Hier in B-W haben wir ja erlebt, was eine linke Politik anrichten kann. Mir wurde als Landselternratsmitglied von einem SPD-Minister erklärt, dass Sie nicht wissen, wie viele Kinder in 6/7 Jahren in die Schule kommen und heute erklärt der selbe, (heute SPD-Abgeordnete) was Sie alles richtig und die neue Ministerin (CDU) alles falsch mache. B-W war zu Zeiten von CDU / FDP Regierungen mit an der Spitze in B_W und heute?

Am 24. November 2019 um 16:34 von frosthorn

Sie meinen als Lehrer aber nicht wirklich, sich am untersten Bildungsniveau festzuhalten ?.
Das wäre ziemlich fatal für Deutschland, nach oben ist sich noch Luft, noch weiter über Bayern wäre ein Weg den man gehen könnte.
Aber rückwärts, und das als Meinung eines Lehrers, schon eigenwillig.

Viele schimpfen gern und laut über ...

die da oben. Auch bei der Bildung! Dabei übersehen garnicht wenige, daß Bildung - leider - vor allem Angelegenheit der Kommunal- und Landespolitiker ist.

Wer sagt: ... 'Vergleichbarkeit des Abitur ja, aber nicht auf Zwang' ... meint in Wahrheit daß er nicht für Vergleichbarkeit ist! Bildungs-standards werden durch ein Zentralabitur nicht geringer. Nur vergleichbarer! ...

Gerade wenn man sich als Spitzenreiter bei der Bildung wähnt - so wie Bayern - kann man sich solch ein unsolidarisches Verhalten natürlich leisten! ... Passt ja auch zu unserer Gesellschaft, wo gern von oben herab auf die da unten geschaut wird. Mit einem hämischen Lachen und der Meinung: ... Ja dann strengt euch halt mehr an! ...

Aber - Herr Söder! Hier geht es nicht um's anstrengen! Bildungsniveaus sind deshalb so unterschiedlich, weil Schule föderal gemanagt wird. Länder mit einer schwachen Wirtschafts- und Finanzstruktur können deshalb Ihren vermeintlichen Abstand zu Bayern überhaupt nicht abbauen!

Schon....

vor zehn Jahren beschwerte sich meine Tochter, daß an der bayrischen Uni Abiturienten aus Bremen oder z.B.Berlin mit "Traum-Abis" ankamen, Studienplätze belegten, die ein bayrischer Abiturient mit2,5-Durchschnitt nicht mehr erhielt, aber bei den Zwischenprüfungen zeigte sich immer wieder, daß meistens diese Abiture mit denen in Bayern oder Baden-Württemberg nicht mithalten können und auch die österreichische Matura eine bessere Qualität aufwies. Aber es war schon immer ein besonderes Kennzeichen einer bestimmten Ideologie: Masse statt Klasse! Söder sollte niemals von seinem Qualitätsanspruch abrücken!

Selbst schuld

Ich mag Bayern und die Bayern, aber mir ist es ehrlich gesagt politisch nicht klar, warum von den Wählern eine CDU akzeptiert wird, die eine Lokalpartei im Schlepptau hat und so viel Einfluss erhält. Man hört seit Jahrzehnten einfach viel zu viel von der bayrischen Politik und diese ständige Spitzen und Opferrhetorik ggü. Berlin nervt. Bayern ist nicht Deutschland.

@ berelsbub (16:42): ein nationales Bildungssystem ist besser

@ berelsbub

Ihr Vorschlag ist reiner Populismus. Söder sperrt sich nicht gegen Verbesserungen, sondern schützt das Schulsystem der Bayern vor einem massiven Leistungsabfall und sorgt damit für alle Schüler Bayerns für eine Verbesserung

Entschuldigung aber ich stehe zu einem zentralen nationalen Bildungssystem. Und der User Theodor Storm hat mit seiner Begruendung dazu sowas von recht:

Am 24. November 2019 um 16:36 von Theodor Storm
Ein föderales Bildungssystem ist der Schwachsinn. In einem kleinen Land ,wie Deutschland es flächenmäßig ist, sind 16 verschiedenene Bildungssysteme gegen jede Vernunft. Auch der Aufwand für 16 Bundesländer ist nicht mehr nachvollziehbar.
Deshalb: das Bildungssystem in D neu denken, und uns vor allem von US-amerikanischen Vorbildern verabschieden.

ein deutschlandweit einheitliches Bildungssystem ist wirklich besser, damit die Qualität besser wird und die Abschluesse in den Schulen vergleichbar werden.

Bayerns Irrweg

Welchen späteren beruflichen Nutzen bietet die Ochsentour des bayerischen Schulsystems für die Schüler ? Abgesehen von dem kleinen „Bayern Bonus“ bei bundesweiten NC Studiengängen fällt mir da nichts ein. Es ist eine sinnfreie Quälerei für die Schüler, orientiert an Bildungsidealen aus dem 19. Jahrhundert und nicht am Bedarf orientiert, wie zB in NRW. Wo bleiben denn die ganzen bayerischen Nobelpreisträger ? und hochbezahlte Fachkräfte kommen von überall her, nicht nur aus Bayern. Außerdem gibt es eine Abstimmung mit den Füßen an den bayerischen Unis: Professorenstellen können nur mit Mühe besetzt werden, wenn die Wunschkandidaten schulpflichtige Kinder in anderen Bundesländern haben.

@ Theodor Storm (16:36): völlige Zustimmung

hi Theodor Storm

Völlige Zustimmung. Exakt genauso sehe ich dass auch. Deswegen bin und bleibe ich der Auffassun dass Bildung gemeinsame Aufgabe von Bund UND Ländern sein sollten und auch ich verstehe nicht, warum Söder sich gegen ein deutschlandweit einheitliches Abitur mit höheren Standards sperrt. Und warum soll der Bund nicht bei den Schulen mitreden duerfen wenn es um Neubau von Schulen, um opensource-Lehrmittel, um Digitalisierung in der Schule geht??

Söder verkündet Ausstieg Bayerns

„Wir befürchten, dass am Ende ein Berliner Zentralabitur das Ziel ist, was eine Verschlechterung des Bildungsniveaus in Bayern bedeuten würde“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem BR.

Herr Söder hat vollkommen recht!

Er handelt im Interesse der Zukunftschancen der bayerischen Kinder.

Es braucht keine Bildungs-Nivellierung nach unten!

Wer will denn schon auf das Niveau Berlins/Bremen abrutschen....

Berlin gibt das meiste Geld für Bildung aus und trägt die rote Laterne.....

PS. Für mich bräuchte es auch keinen Nationalen Bildungsrat.

Das beste Bildungssystem bundesweit eingeführt! (Bayern/Sachsen)

Fertig!

Spart zudem auch Geld!

Abitur auf hohem Niveau

Solange keine Einigkeit besteht das Abitur auf hohem Niveau anzusiedeln hat Söder vollkommen Recht sich beim Bildungsrat auszuklinken.

Es geht hier nicht darum den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden sondern eine zielführende Lösung zu erreichen.

Kompromiss?

"Die von unten müssen sich an dem Niveau oben orientieren und nicht andersherum."

Warum trifft man sich nicht auf mittlerem Niveau? Die Norddeutschen schrauben die Standards hoch, die Bayern runter. Kann doch nicht so schwer sein. Für Kompromisse sind Politiker eigentlich gewählt.

So kann es zumindest nicht weitergehen. Die Verlierer dieses Systems sind nämlich mittelbenotete bayrische Schulabgänger, denen in Teilen Norddeutsche, die keinen längeren deutschen Text formulieren können, die Studienplätze wegschnappen.

@ Grumpy Eugen (16:11): Bei dem hier schließe ich mich an

hi Grumpy Eugen

Auch Ihnen kann ich bei dem hier:

Es hat schon immer ein starkes Süd-Nord Gefälle gegeben. Für Abiturienten in den (überwiegend) südlichen Bundesländern war es schon vor mehr als dreißig Jahren ein Ärgernis, dass ihnen die Abiturienten aus dem Norden attraktive Studienplätze und Jobs weggeschnappt haben, weil dort das Abitur ‚billiger‘ zu haben war.
Aus diesem Grund wäre ein Einheitsabitur wirklich wünschenswert!

nur anschließen. Außerdem wäre damit endlich ECHTE Chancengleichheit gegeben. Alles Schueler und Schuelerinnen muessen die gleiche Chance haben, das Abitur zu schaffen. Bildung darf nicht mehr vom Geldbeutel abhängig sein.

Dass sich dieses aber vielleicht am niedrigsten Niveau orientieren könnte, wäre nicht nur für Bayern ein Rückschlag, auch im internationalen Wettbewerb sollte ein deutscher Schulabschluss nicht als wertlos gelten. Besser “Klasse” statt “Masse”.

stimmt, aber Chancengleichheit muss endlich kommen.

Bayern = Berlin + 2

Damit alle Bewerber in meiner Firma die gleichen Chancen haben, werden bei manchen Bundesländern einfach 2 Noten zu den Abiturnoten dazugezählt. Alle Arbeitgeber machen das so. Es wird aber natürlich niemals eine Firma diese Praxis zugeben. Die z.B. hessischen Abiturienten müssen sich also keine Gedanken machen, dass sie mit ihren durchschnittlich schlechteren Noten, auch schlechtere Chancen hätten. Bei der Vergabe von NC-Studienplätzen gilt diese Praxis natürlich nicht, glaube ich jedenfalls.

Bayerns Modell ist Auslaufmodell

Die Selektion der Kinder im Alter von 10 Jahren nach Begabung und die Verteilung auf ein antiquiertes dreigliedriges Schulsystem ist sowohl national als auch international nicht mehr zeitgemäß. Dazu kommt noch die Sprengelpflicht, an der Bayern verbissen festhält weil man die ganzen Dorfschulen erhalten will und die Pädagogen keine Lust haben, in die nächstgrößere Stadt zu pendeln.

16:14 von Sisyphos3

«hatte in den 60ern gerade mal 5 % das Abitur
haben es heutzutage 50 %
was wollen wir eigentlich ?
ne 2 für aufrechtes sitzen ?»

Und ‘ne 1 gibt‘s dann nur für das Über-dem-Stuhl-Schweben-Können …

«zustände wie in Berlin, Bremen etc. ... nein danke
gleiche Prüfungsfragen im ganzen Land
dann lässt sich auch vergleichen
aber das lässt sich nie durchsetzen solange Idiologen zu bestimmen haben»

Sind es "in Bezug zu Kultus" alles allesamt Ideologen.
Von allen Parteien. Nicht nur Grüne + Linke in Berlin + Bremen + …

Ja - einigen müsste man sich schon darauf, was man im Bildungssystem in DEU erreichen will. Unabhängig davon, wie die Schüler im Unterricht sitzen können oder wollen …

@ WM-Kasparov-Fan (16:07): Sie haben mit dem hier recht

hi WM-Kasparov-Fan

Und Sie haben mit dem hier recht:

Nicht das Gemeinwohl (Volkswohl) interessiert Gutbürgerliche, sondern vor allem das der eigenen Familie.

korrekt. Andere Schueler und Schuelerinnen sind den Konservativen egal. Chancengleichheit gibt es bei uns leider nicht.

Wie gesagt: Deutschland ist in punkto Egoismus ein "vorbildliches" Vorzeigeland.

korrekt, siehe auch bei den Fossildinos (Klimazerstörung). Auch die sind echte Egoisten und Dauerblockadeure.

@ 16:34 von frosthorn

„ "Man befürchte am Ende ein Berliner Zentralabitur" - ja und wenn? Wieso überhaupt befürchten? Was hätten denn die einzelnen Bundesländer zu verlieren, wenn Bildungsstandards vereinheitlicht werden?“

Ich glaube, die Betonung liegt hier auf „Berliner“. Es spricht nichts gegen ein Zentralabi und mehr Einheitlichkeit im föderalen Bildungsmischmasch. Aber auf welchem Niveau?

Als Beispiel: meine Tochter hat hier in Bayern vor 3 Jahren Abi gemacht. Mathe ist hier Pflichtfach als schriftliche Abiprüfung. Es war das Angstfach meiner Tochter, in vielen anderen Ländern hätte sie kein Abi in Mathe schreiben müssen. Es gab bundesweite Poolaufgaben und spezifisch bayerische. Die Regel unter den SchülerInnen lautete „mach‘ erst die Poolaufgaben, die sind einfach“.

In HH fiel 2016 eine Testklausur aus Poolaufgaben so schlecht aus (5er-Schnitt), dass der Schnitt nachträglich angehoben werden musste.

Es ist die Frage, was wir wollen - Abi für Viele oder Abiturienten, die was können.

16:42, berelsbub

>>Demokratieschule
„Daher ist dieser Rueckzug von Söder völlig falsch und reiner Populismus. Söder sperrt sich hier unnötig gegen Verbesserungen. Typisch CSU eben“

Ihr Vorschlag ist reiner Populismus. <<

Die zugrundeliegende Populismusdefinition würde mich interessieren. Wo finde ich die?

>>Söder sperrt sich nicht gegen Verbesserungen, sondern schützt das Schulsystem der Bayern vor einem massiven Leistungsabfall und sorgt damit für alle Schüler Bayerns für eine Verbesserung.<<

Wenn Sie das so sehen, fänden Sie es dann nicht angebracht, wenn Bayern aus der Bundesrepublik austreten würde?

Bildungsrat...

Am 24. November 2019 um 16:20 von berelsbub...
Warum sollte Bayern seine Leistungen im Schulbereich aufweichen? 
###
Vollkommen richtig ! Wohlmöglich noch ein Abitur auf ein Bremer oder Berliner Niveau... Wenn überhaupt ein Einheitliches Abitur, dann bitte doch auf Bayern Niveau.

Was ist am Bayern Abitur so toll?

Dann müssten ja bei KiKa bei der „Besten Klasse Deutschlands“ ständig die 7. Klässler aus Bayern gewinnen. Tun sie aber nicht. Oft gewinnen Klassen aus NRW oder Sachsen-Anhalt. Warum muss ein Mediziner oder Germanist oder Historiker Oberstufenmathematik absolvieren? . In Wirklichkeit hindert das bayerische System viele potentielle Talente an der Entfaltung und lässt sie Mittelschulen versauern!

16:42 von berelsbub

Sie haben mit ihrem Beitrag das Kind beim Namen genannt. Für alle die in Bayern ein Einser Abitur erhalten, steht die Welt offen. Das hier im Forum diese Meinung nicht von allen geteilt wird, zeigt doch hier schon den Bildungsunterschied.

Bildung Ausstieg Bayern

zit.("Bildung sei föderal, erklärte Söder ") -
Genau - und das ist das Problem und darum gehört der Föderalismus abgeschafft - und der Mann sollte im Bayrischen Wald verschwinden und sich nicht etwa auf den "K-Weg" wagen.

wo liegt das Problem?

Egal wie man das Ganze nennt, man nimmt das Beste aus allen Bundesländern und schreibt dies als gesamtdeutsches Bildungskonzept fest. Einheiliche Schulbildung, einheitliche Schulbücher in allen Bundesländern, spart Zeit, Geld und Nerven. Jeder Schüler und Abiturient könnte dann auch problemlos von einem in ein anderes Bundesland wechseln. Niemand würde mehr bevorzugt oder auch benachteiligt werden. Gerade in der heutigen Zeit wo flexibilität, was Arbeitsplätze bei den Eltern betrifft, gefordert wird. Sind wir nun ein gemeinsames Deutschland oder wollen wir wieder in eine mittelalterliche Kleinstaaterei verfallen. Wie soll da ein komplexes Europa zustande kommen wenn wir nicht einmal die Bundesländer unter einen Hut bringen.

16:27 von Karl Napf

«wer hätte das gedacht - aber das kommt, wenn 16 bildungsferne als kultusminister/in/diverse ihr dasein fristen …»

Welche Schulabschlüsse haben denn die 16 Kultusminister / innen der 16 Bundesländer? Förderschule, Hauptschule, max. Mittlere Reife …?

«… da ist der kinderwunsch nach einer ausbildung zum hartzer nur verständlich.»

Seit wann braucht wer eine Ausbildung zu was?
Um hartzend und quarzend ALG2 beziehen zu können …?

Da sage noch mal wer, Anforderungen an Bildung würden immer geringer …

@Elisabeta, 16:05

„Da muss ich Herrn Söder ausnahmsweise Recht geben. KMK muss reichen, wenn sie sich mal auf gemeinsame Standards einigen können“

Das sehe ich ganz genauso.

Söder hat nur Angst vor dem Bund

Denn in Bayern profitieren nur die - regelmäßig verbeamteten - Lehrer vom Schulsystem. Ausbaden müssen das Kinder und deren Eltern. In NRW hat man die Philosophie das die Eltern über das weitere Schicksal ihrer Kinder bestimmen sollten hinsichtlich des Übertritts - und nicht die Lehrer, wie in Bayern. Grundschullehrer in Bayern haben aufgrunddessen eine enorme Machtfülle angesammelt. Nur der Bund könnte dieses System beenden, da die Freien Wähler in Bayern mit der CSU auf einer Linie liegen.

Zwei Antworten

Bayern ist durch sein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Parteienlandschaft in einer CDU Bundesregierung gegenüber den anderen Ländern überpräsentiert. So genießt Bayern in allen Bereichen gegenüber allen anderen Ländern des Bundes stets Vorteile. Bayern sitzt als Koalitionspartner am bedienbaren Kippschalter der Regierungsfähigkeit. Sichtbare bayerische Interessen finden sich so in Koalitionsverträgen und Ministerposten. Ein Spaltungsvorteil bildet auch die natürliche Machtgrenze und damit auch die Einflussnahme, die sonst eine Bundespartei auf alle andere Länder ausüben kann. Das ist das deutsche verfassungsmäßige Ungleichgewicht, das sich in der Bildung besonders auswirkt.

Ein absenken der Standards

Nützt niemandem, wenn sich die Zahl der Einser Abiturienten verdoppelt, und es dann 2/3 mehr Studienabbrecher gibt die in der Mehrheit zu hohen Leistungsdruck an der Uni angeben, gehen wohl doch andere als Bayern einen falschen Weg.
Da ist es nur verständlich das Herr Söder dann das tut wofür er gewählt wurde, er ist nämlich Bayrischer Ministerpräsident und nicht Bundeskanzler.
P.S. Ich wohne nicht mal in Bayern und gebe ihm trotzdem Recht.

Bayern wird scheitern

Weil Bayern die Fachkräfte weglaufen werden. Das bayerische Schulsystem ist ein klarer Standortnachteil wenn Fachkräfte schulpflichtige Kinder haben die in einem der fortschrittlicheren Bundesländer zur Schulr gehen. Warum sollte jemand seinen Kindern diese sinnfreie Paukerei antun wollen? Wenn es einen echten Vorteil für die Absolventen gäbe, dann könnte man das noch nachvollziehen - aber so?

Dabei ist es so

Dabei ist es so einfach.
Grössere Klassen. Das spart ordentlich Lehrer.
Ordentliche Strafmöglichkeiten für renitente Schüler. Hinsetzen. Klappe halten. Lernen.
Mit kuschelpädagogik kommen wir nicht weiter.
Stoff ordentlich straffen. Abitur deutlich verschärfen. Das entlastet Lehrer und beschert dem Handwerk wieder jede Menge Azubis.

Bayern wehrt sich also

Bayern wehrt sich also weiter, sich der Bildungsstruktur der weiteren Bundesländer anzupassen? Das könnte wieder als typische Sonderrolle angesehen werden. Warum weigert sich Bayern, auch endlich nur noch die übrig gebliebenen Bildungsanforderungen und deren gegebenen Bankrottzusagen, noch genannt Lehrpläne, zu übernehmen? Vielleicht können unsere anderen Bundesländer-Regierungen schon gar nicht mehr verstehen, dass, wenn man sich wirklich noch um die weitere Zukunft des ehemaligen Ingenieur- und Erfinderlandes Deutschland, das immer noch von genau den Leistungen ehemaliger gut ausgebildeter Abiturienten abhängt, sorgt? Andere glauben wohl, es reiche, mit kostensparenden Minimalausbildung bestenfalls Halbwissen vermitteln zu lassen, statt mit profund erworbenen Kenntnissen in den drei/ vier naturwissenschaftlichen Fächern noch andere Fächer als BWL studieren lassen zu können. Ingenieure braucht's hier, die studierten Luftbuchungsspezialisten haben uns nicht weitergebracht.

Wir Abitur überbewertet?

Das Abitur wird Überbewertet und wir sehen das Berufliche Ausbildungen in Zukunft wieder wichtig werden, denn es ist eben nur ein gewisser Anteil an Akademiker Sinnvoll zu beschäftigen und Schlechte Studierte bringen unser Land auch nicht weiter.Im Alltag in Wirtschaft und Politik merkt man da alles zu Theoretisch und ohne Praxis ist, somit unverständlich. Es fehlen Handwerker und schlaue Leute mit Praxis welche Betriebe und Wirtschaft führen können.

Warum wird nur Bayern erwähnt?

Nach Bayerns Absage an den geplanten Nationalen Bildungsrat erklärt auch Baden-Württembergs Kultusministerin die Einrichtung zum "komplett überflüssigen Gremium".
"https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/nationaler-bildungsrat-auch-baden-wuerttemberg-lehnt-ab-a-1298019.html"

Das ZDFF meldete

dass sich auch BW der vernünftigen Linie Söders angeschlossen hat. Da herrschen wohl auch Befürchtungen, dass diese Veranstaltung nur dazu dient, das Niveau noch weiter zu senken. "Wenn ich nicht mehr weiter weiß gründe ich einen Arbeitskreis" die x. Folge...

Wenn ich sehe

wie in Bayern und Sachsen gewählt wird, dann habe ich doch Zweifel daran, dass das Bildungssystem dort besser ist.
Ja, dort wird noch fleißig gepaukt, aber allumfassende Bildung hin zum selbstbewussten, selbständigen Menschen?
Aber wieder mal schön, wie die Südländer hier wieder den gesamten Norden schlecht reden.

Bildung und Politik

Das Durcheinander in der Bildungspolitik liegt im wesentlichen daran, dass mit der Bildungspolitik in den einzelnen Bundesländern nach wie vor politische Interessen - vor allem linke Ideen - durchgesetzt werden sollen. Durch die Länderhoheit bestimmen hier auch in Sachen Bildung Länder mit, die wesentlich geringere Kompetenzen in Bildungsfragen haben und zusätzlich ideologische Vorgaben ins Spiel bringen als andere Länder. So sind durchgängig Länder mit SPD/Grüner-Führung, die fragwürdige Bildungsexperimente mit der Abschaffung des Gymnasiums und Errichtung von Gesamtschulen rückständig bis total gescheitert...Bayern tut gut daran, sich nicht auf solche der Spitzenbildung untauglichen Experimente einzulassen.

Kampf dem" Bildungssozialismus"

ist wohl das Motto der "Konservativen", die natürlich, wie Sie es so treffend beschreiben, zunächst die eigenen Privilegien konserviert wissen wollen. Da kommt eine durchlässigere und länderübergreifend vergleichbare Abschlußprüfung quasi als "sozialistische Gleichschaltung" daher.
Und die entspricht nicht der Vorstellungswelt der CSU/CDU/FDP Klientel.
en wundert es eigentlich noch, dass diese nächste "Revision" des Bildungswesens genau aus dieser egoistischsten Bevölkerungsgruppe mit der entsprechenden politischen Provenienz stammt & erneut statt der erforderlichen Reformen das Ganze wieder zurückgedreht werden soll. Nicht zu vergessen, die Möglichkeit sich vor dieser Gruppe Politisch als "Konservativ" zu profilieren.
Dabei zeigt doch dieses Verhalten von Söder & Konsorten, dass genau das alte Bildungssystem gerade da versagt hat, wo`s drauf ankommt, den offenen Blick für überfällige zukunftsweisende Veränderungen bei veränderter Gesellschaft und neuen Problemen zu entwickeln.Schade!

Bildungsniveau

Gibt es eigentlich empirisch faktenbezogene Studien, die Ihre Klassifizierung des "Bildungsgefälles" bei vergleichbaren Bedingungen untermauern könnte?
Mir ist da leider nichts bekannt.
MFG

Bildung nicht nur in der Schule

Bayern weint keiner nach. Total überbewertet der Ruf in Teilen der Medien. Ich selber fand an der Uni, die Bayern nicht gerade besser, ihre Aussprache war auch schwer zu verstehen. Man lernte sowieso viel Unnützes an der Schule. Im Leben läuft es deutlich besser, wenn Bildung, Charakter und Sozialkompetenz zusammen kommen.

Wenn ich mal mir den Lernstoff

von meinen beiden Töchtern, Realschule Mitte der 80ziger Jahre und mit dem was ich in der Volksschule in den 50zigern ansehe,dann ist da schon ein großer Leistung Abfall festzustellen.Das war in Hamburg.

16:58 von wenigfahrer

"Die Lösung

ist doch relativ einfach, das Bayrische Abitur wird als zentrales für alle Länder genommen, damit ist hohe Ausbildung gewährleistet."

Ja, und wer soll das befehlen und die anderen zwingen, zu gehorchen?

um 17:15 von DerVaihinger

>>
Söder sperrt sich nicht gegen Verbesserungen, sondern gegen Verschlechterungen.
<<

Das Ergebnis eines Rates zu kennen, der sich noch nicht einmal konstituiert hat, ist schon beachtenswert. Vielleicht scheut man och eher die Transparenz.

Zentralabitur, ja

Nach Berliner Art, nein.
Hier sollten die höchsten Standards gelten.
Nicht die niedrigsten.

Ich kann Herrn Söder verstehen, dass er Berliner Bildungszustände in Bayern nicht haben möchte. Mit allen Folgen, die dazu gehören.

Der Ausstieg ist richtig. Das

Der Ausstieg ist richtig. Das Problem bleibt aber, dass Studenten aus anderen Bundesländern mit " Abitur light " dann Vorteile bei der Studienplatzvergabe haben.

@ demokratieschule

„Entschuldigung aber ich stehe zu einem zentralen nationalen Bildungssystem. Und der User Theodor Storm hat mit seiner Begruendung dazu sowas von recht:“

Und ich habe Theodor Storm etwas dazu geschrieben. Nämlich, wenn bundeseinheitlich, dann nur, wenn man sich ganz oben orientiert. Warum sollte Bayern sein Schulsystem anpassen, wenn es danach schlechter ist. Entweder geben die Besten die Richtung vor, oder aber für die Bundesländer ist es besser, das Schulsystem selber zu organisieren

berelsbub

absolute Zustimmung!

17:22 von Kopfmensch

"Dabei übersehen garnicht wenige, daß Bildung - leider - vor allem Angelegenheit der Kommunal- und Landespolitiker ist."
Ich bin der Meinung, dass es Angelegenheit der Familien ist. Das Abitur war auch einmal ein Indikator für ein funktionierendes Elternhaus, in dem Bücher nicht nur Dekoration und RTL II unbekannt waren.

Ganz einfach:

Mit excellenter Pädagogik auf neuestem Stand und einem fesselnden Unterricht, der sich auf die Lernniveaus der Schüler fördernd und fordernd einstellt und bundeseinheitliche Lernziele transportiert, die ein bundesweites Niveau schaffen.
Wo höher begabte Schüler wie auch weniger privilegierte gleichermaßen angemessen lernen können.
Gelebte Chancengleichheit geschaffen wird.
Ohne Blick auf das Portemonnaie der Eltern!!

EIN sinnvolles Bildungssystem ist notwendig

Die Angst der Bayern kann man zwar verstehen, aber den 16-Länder-Flickenteppich der Bildungspolitik kann man den Bürgern auch nicht länger zumuten. Denn Arbeitnehmer müssen heutzutage oft von einem Bundesland ins nächste ziehen. Bisher hat das unvorstellbare Konsequenzen für den Nachwuchs. Ob in Bayern wirklich alles besser ist, wage ich denn auch zu bezweifeln. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo zwischen der Bildungsrealität in Bayern und Bremen.

rer Truman Welt

Grundsätzlich ist es gut, dass jemand was stoppt, was keinen Sinn hat oder wieder eine riesen Bürokratie mit sich bringt. Es stellt sich dennoch die Frage, wozu dieser Rat überhaupt angedacht war und zunächst alle mitzogen hinsichtlich einer Etablierung und nicht schon da auf die Kultusministerkonferenz verwies. Welche Kompetenzen sollten denn überhaupt an den Rat abgetreten werden?
Der föderalistische Ansatz im Aufbau des politischen Apparates in Deutschland sollte jedoch auch einmal grundsätzlich auf den Prüfstand. In einer globalisierten Welt, in der Länder der EU Kompetenzen abtreten, um einer entwickelten Welt entsprechen zu können, denke ich mir, passt ein blindes Festhalten an den Föderalismus nicht richtig ins Bild. Über diese Struktur muss nachgedacht werden und evtl. Änderungen oder gar deren Abschaffung umgesetzt werden. Alles andere ist nur ein Festhalten an ineffiziente Lösungsmodelle aus der Vergangenheit in einer sehr viel weiterentwickelten Welt.

Die Schulbildung außerhalb Bayerns kann so schlecht nicht sein

Jedenfalls scheint man selbst in Bayern oft auf Talente aus dem Ausland zu setzen, in Industrie (Audi, Siemens) und Akademie. So schlecht kann das in Bayern verachtete Einheitsschulsystem in USA, Russland, Japan, Italien etc. dann wohl doch nicht sein. Gerade in Bayern wird Bildung mit Zwang und einem „Grundschulabitur“, Extemporalen, obligatorischer Oberstufenmathe für ALLE, Sprengelpflicht etc. durchgesetzt. Lehrer in Bayern sind Autoritäten - nicht für Schüler, sondern leider auch für die Eltern die aus Sorge um ihren Nachwuchs ein unterwürfiges Verhalten gegenüber der Schule an den Tag legen. Schüler ächzen unter dem Leistungsdruck, weil in Bayern nicht differenziert wird nach unterschiedlichen Begabungen bei gleichen Chancen. Wer nicht übers Stöckchen springt zwischen Spessart und Karwendel, der fliegt. Qualität sieht anders aus. Es ist vielmehr für viele Schüler und Eltern , die sich mit Nachhilfelehrern versuchen zu behelfen, nur eine Quälerei. Mittelschulen sind Abstellgleis.

17:33 von morgentau19

"Das beste Bildungssystem bundesweit eingeführt! (Bayern/Sachsen)

Fertig!"

Manche vergessen immer wieder, dass sie in keiner Diktatur leben.
In Diktaturen wird das so gemacht, ja.
In Demokratien haben alle Betroffenen eine Stimme.

Abesehen davon, dass "das beste Bildungssystem" möglicherweise das menschenfeindlichste ist.

Weil da das Kind primär als Leistungsmaschine betrachtet wird.

Recht hat er. Das Niveau

Recht hat er. Das Niveau oeffentlicher Schulen in BW und Bayern war schon vor 30 und 40 Jahren hoeher als in NW oder im Norden. Entweder das wird die Norm fuer alle, oder umziehende Familien muessen halt beraten werden damit ihre Kinder sich drauf einstellen koennen, vielleicht durch Sommerkurse.
Und an Kasparov-Fan: Na klar sollten allen Eltern die eigenen Kinder an erster Stelle stehen, das ist doch selbstverstaendlich! Gesamtschule hiess schon immer dass die guten Schueler dazu benutzt werden um die langsameren und die mit Verhaltensproblemen auszugleichen. Das wollen nur die Eltern derjenigen die davon profitieren und deren Lehrer die endlich auch mal bessere Schueler in der Klasse haben wollen, und solche denen sie den Ruecken zudrehen koennen ohne Risiko.
Das beste fuer die eigene Brut zu wollen und dem "Gemeinwohl" vorzuziehen gehoert zum Grundinstinkt aller Lebewesen, zum Ueberleben und zur Evolution.

Herr Söder hat recht

Je besser die Bildung ist, desto weniger fallen auf das rot/links/grüne Gesülze rein.
.
Auch mit fast siebzig Jahren brauche ich kein betreutes denken, von keiner Partei.

Bayern - vom Schlusslicht zur Nr. 1?

@16:03 von Fahnenflucht
Warum scheut Bayern den Vergleich?
Bei der ersten Pisa-Studie kamen z.B. Bremen und Luxemburg sehr schlecht weg.
In Bremen waren Klassen mit über der Hälfte nicht Muttersprachler unter den Schülern getestet worden - auf Sprachfähigkeit!
Solche Klassen wären in Bayern sicher auch schlechter weggekommen.
Mehrere Professoren haben in einer ausführlichen Diskussionsrunde, die zu der Zeit ein Privatradio der FAZ mehrere Nächte wiedergab, das bayerische System kritisiert und das finnische gelobt. (Finnland war neben Asiaten unter den Besten).

Nur: Die Kultusminister hatten keine Ahnung von Statistik und deren Auswertung und haben die (falsche) Einschätzung des damaligen bayerischen Kultusministers übernommen.

Vielen Kommentaren hier merkt

Vielen Kommentaren hier merkt man eine erschreckende Tendenz zur Entsolidarisierung an, die es in vielen Bereichen ja schon gibt und die nun auch auf den Bildungsbereich übergreift: "Elitebildung, sonst nichts; was kümmert uns der allgemeine staatliche Bildungsauftrag samt Chancengleichheit?" - so in etwa ließe sich das zusammenfassen... Eigentlich kaum zu fassen...
Und Söder zeigt sein wahres Gesicht: Separatist, Karrierist, inhaltlich so wie's gerade für eigenen politischen Lorbeeren passt - gestern politischer Kreidefresser, heute politischer Feuerspucker, ein Chamäleon der besonderen Art.
Weißgott nicht mein Fall...

@ fathaland slim

„Wenn Sie das so sehen, fänden Sie es dann nicht angebracht, wenn Bayern aus der Bundesrepublik austreten würde?“

Warum sollte Bayern das tun? Schule ist (zum Glück - aus bayrischer Sicht) Ländersache, daher ist Bayern seines eigenes Glückes Schmied und muss das Niveau dem Rest nicht nach unten anpassen

@ustdigital um 17:08Uhr

Warum verschweigen Sie, daß zumindest die westlichen Bundesländer wirtschaftlich und politisch die gleichen Möglichkeiten hatten? Sehen Sie sich bitte den Länderfinanzausgleich seit der Einführung an! Warum ist z.B. Hamburg abgesackt? Oder nennen Sie den Alien, der über Bayern ohne eigene Anstrengung das Füllhorn ausgeschüttet hat!

ich muss mich schon sehr wundern

Da spreche ich mich in meinem Post für ein vereinheitlichtes Abitur aus, ohne zu benennen, welche Maßstäbe ich denn da anlegen würde, und werde gleich mehrfach verdächtigt, die Standards absenken zu wollen. Fehlt es denn den ganzen Bildungsspezialisten hier am Textverständnis?
Ich leide als Dozent selbst unter überforderten Studenten, und das wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Deshalb befürworte ich ein Zentralabitur. Basta. Eins mit einem Schwierigkeitsgrad, der gewährleistet, dass mit ihm diejenigen eine Zugangsberechtigung zur Hochschule bekommen, die damit nicht schon von Anfang an überfordert sind.
Wenn einen solchen Standard nur bayrische Lehrer herstellen können (was man mir aber erst mal erklären müsste), dann von mir aus nach bayrischen Standards.
Im Übrigen spreche ich mich dafür aus, nicht-akademischen Berufen wieder die gebührende Wertschätzung entgegenzubringen. Dann hat man auch keine Probleme mit Eltern mehr, die ihre Kinder mit anwaltlicher Hilfe zum Abi durchboxen.

17:53 von schabernack

16:27 von Karl Napf

«wer hätte das gedacht - aber das kommt, wenn 16 bildungsferne als kultusminister/in/diverse ihr dasein fristen …»

Welche Schulabschlüsse haben denn die 16 Kultusminister / innen der 16 Bundesländer? Förderschule, Hauptschule, max. Mittlere Reife …?

«… da ist der kinderwunsch nach einer ausbildung zum hartzer nur verständlich.»

Seit wann braucht wer eine Ausbildung zu was?
Um hartzend und quarzend ALG2 beziehen zu können …?

Da sage noch mal wer, Anforderungen an Bildung würden immer geringer …
////
*
*
Bei Vorlage des Bremer Bildungsgesetztes wagte ich einmal zu bemerken, das bei dieser hervorragenden Qualifizierung, bei dem möglichen Lehrstellenangebot bald für die Schumacherlehre, neben dem Abitur, zumindest einige Sylvester Akamie vorweisen müsste.
*
Ich irrte, den Lehrberuf gibt es nicht mehr
*
Aber jetzt kommt ja Klima, neben Gutachten ist dafür ja Geld da.

Nationalen Bildungsrat aufgeben, ...

... vorher aber noch Karliczek abberufen: Dann wird alles gut! Jemand, der das Ende von etwas so Nichtdurchdachtem wie Verfassungswidrigen bedauert statt begrüßt und noch dazu so lobbyhörig wie bestechlich ist, hat in der deutschen Politik nun wahrlich nichts zu suchen...

24. November 2019 um 16:27 von Karl Napf

>> wer hätte das gedacht
aber das kommt, wenn 16 bildungsferne als kultusminister/in/diverse ihr dasein fristen. da ist der kinderwunsch nach einer ausbildung zum hartzer nur verständlich <<
.
...das duale System, Hartz 4 und 2 Tage Schwarzarbeit in Woche.
.
Allerdings sollte jedem der unverschuldet in Not geraten ist, geholfen werden.

Möbius 17.39

Es wäre schön, wenn wir DAS in Niedersachsen hätten!! Die sog. Selektion ist das A&O und leider wird sie von den meisten Eltern hier nicht anerkannt, da ihr Kind mit Sicherheit Abitur machen m u ß (aber leider die Fähigkeiten nicht besitzt).

17:41 von dr.bashir

@ 16:34 von frosthorn

„ "Man befürchte am Ende ein Berliner Zentralabitur" -.. Was hätten denn die einzelnen Bundesländer zu verlieren, wenn Bildungsstandards vereinheitlicht werden?“

Ich glaube, die Betonung liegt hier auf „Berliner“. Es spricht nichts gegen ein Zentralabi und mehr Einheitlichkeit im föderalen Bildungsmischmasch. Aber auf welchem Niveau?

Als Beispiel: meine Tochter hat hier in Bayern vor 3 Jahren Abi gemacht. Mathe ist hier Pflichtfach als schriftliche Abiprüfung. Es war das Angstfach meiner Tochter, in vielen anderen Ländern hätte sie kein Abi in Mathe schreiben müssen. Es gab bundesweite Poolaufgaben und spezifisch bayerische. Die Regel unter den SchülerInnen lautete „mach‘ erst die Poolaufgaben, die sind einfach“.
In HH fiel 2016 eine Testklausur aus Poolaufgaben so schlecht aus (5er-Schnitt), dass der Schnitt nachträglich angehoben werden musste.

Es ist die Frage, was wir wollen - Abi für Viele oder Abiturienten, die was können.
//
*
*
Antwort nicht erkennbar?

rer Truman Welt

Ein gutes Beispiel für eine überholte Föderalistische Struktur in Fragen der Bildungspolitik, ist für mich auch die von Söder angesprochene Thematik mit den Ferien. Wieso nehmen sich die Süddeutschen Länder einfach heraus, immer zum Ende der Saison Ferien zu haben? Der Fairness halber könnte ich mir z. B. ein 3 Stufen-Modell vorstellen:
Juni - Juli - August (jeweils 2 Wochen überschneidend bei 6 Wochen) in jährlicher Rotation -> Norden / West-Ost / Süd.
Beispiel: Norden im Juni
West-Ost im Juli
Süden im August
und das in jährlicher Rotation.
Wo ist das Problem? Weshalb muss das föderalistisch gehandhabt werden? Das ist wunderbar zentral und intelligent zu regeln. Da hängen doch Lokalpatrioten an ihren kleinen Macht-Phantasien. Was soll und bringt das?
Und gerade das Abitur, welches sich mehr und mehr auf ein Hauptschulniveau lang vergangener Jahrzehnte entwickelt, sollte allemal zentral geregelt werden. Die Struktur braucht dringend Anpassungen!

Schulbildung für die Ellbogengesellschaft?

Seit Jahrhunderten wird an der Schulbildung herumgewurschtelt. Mal wollte man den braven Untertan heranzüchten, der die Vorherrschaft des Adels als gottgegeben akzeptierte, danach brauchte man Nachwuchs für die Kriegsführung und den Völkermord an den Juden, und heute, im Zeitalter der neoliberalen Wirtschaftsordnung,
will man den fleißigen, fachlich fitten, mit starken Ellenbogen für den horizontalen Konkurrenzkampf ausgestatteten Konsumbürger, der für die Wirtschaft als Arbeitskraft wie auch als Konsument bestens funktioniert.
Ist in unserer "Demokratie" jemals öffentlich darüber diskutiert worden, ob wir das überhaupt wollen?
Die CSU als eine der Protagonistinnen des Neoliberalismus will darüber überhaupt nicht diskutieren. Sie will keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass die Richtung stimmt, und es nur darum geht, dass Bayern auf diesem Weg die Nase vorn hat.

@Oldtimer um 17:44Uhr

Da kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung nur absolut zustimmen! Nachdem unzweifelhaft ein Süd-Nordgefälle hinsichtlich der Anforderungen besteht, kann es nicht überraschen, daß auch bestimmte Foristen sich vehement für das niedrigste Niveau ereifern!

17:02 von Sisyphos3

«Zu viele Länder haben uns bildungsmäßig abgehängt.»

«welche ??
und wenn sie mit PISA kommen
wie naiv muß man sein …»

Muss man gar nicht mit PISA kommen.
Kann man auch ohne dieses Kriterium an anderen Aspekten fest machen.

FIN + ISL + andere Länder in Skandinavien:
In den beiden ersten Ländern werden Kinder ab der Grundschule in Landessprache + in ENG unterrichtet. Spielerisch das lernen, was in späteren Jahren (viel) schwieriger ist. Gute ENG-Kenntnisse helfen in späteren Schuljahren (+ Studium), andere Quellen des Lernens zu eigenständig zu erschließen. "Macht weltläufig + interessiert , vermindert Schulfrust …"

JAP: Schulsystem, das man meist "6-3-3-4" nennt.
6 J. gemeinsame Grundschule + 3 J. selektive Mittelschule +
3 J. sel. Oberschule + 4 J. Studium. Hohe Anforderungen.
Aber bessere Möglichkeiten, später als mit 10 Jahren
Neigungen + "Eignung" der Kinder zu erkennen.

Alle diese Länder schneiden auch bei PISA gut ab. "Geschenkt" …
Das ist nicht einziges Kriterium …

Und...

...nach dem Bildungsrat kommt dann der Staatsrat. Nein Danke hatten wir schon mal.

Den Bildungsrat nannte er

Den Bildungsrat nannte er [Söder] einen "typischen Fall, wo eine Große Koalition etwas vereinbart hat, wofür sie nicht zuständig ist".

Ah ! Da lernt man ja noch was. Ich habe wirklich gedacht, die CSU wäre Teil der großen Koalition und hätte am Koalitionsvertrag mitgewirkt. Sorry, war wohl ein Irrtum.

Tja, und sonst ? Das Übliche, was man aus ungefähr jener politischen Ecke oft hört: Wir wollen Eigenständigkeit und uns nicht von Brüssel... uups, hier ist es Berlin... von Berlin gängeln lassen. Da klatschen die anvisierten Wähler sicher laut.
Zusammenarbeit, Solidarität, den schwächeren helfen... Nö, Solidargemeinschaft hat ihre Grenzen. Hauptsache, die bayrischen Schüler haben eine gute schulische Karriere.

Positiv: Die Angleichung der Ferienzeiten ist wirklich Quatsch und braucht niemand. Dann ist eben mal ein Schuljahr etwas kürzer als das andere.

@möbius, 17:44

"Was ist am Bayern Abitur so toll? Dann müssten ja bei Kika bei der „Besten Klasse Deutschlands“ ständig die 7. Klässler aus Bayern gewinnen. Tun sie aber nicht."

Da haben Sie auch wieder recht. Da gehen mir die Argumente aus.

Was ja darüber hinaus die Frage aufwirft, warum es für die 7. Klässler, die bei Kika gewinnen, überhaupt Prüfungen gibt.

Denen könnte man den Doktortitel doch frei Haus schicken.

Herr, schenke mir Gleichmut...

Bayrische Verhältnisse....

bundesweit wären jedenfalls wünschenswerter als Berliner Verhältisse.... in fast jeder Beziehung!!!

@Möbius um 17:55Uhr

IhrZitat: In NRW hat man die Philosophie das die Eltern über das weitere Schicksal ihrer Kinder bestimmen sollten.....! Und Sie sind so naiv und glauben wirklich, daß die Eltern neutral und objektiv die Talente und Fähigkeiten ihrer Kinder beurteilen können?

@ Möbius

„In NRW hat man die Philosophie das die Eltern über das weitere Schicksal ihrer Kinder bestimmen sollten hinsichtlich des Übertritts - und nicht die Lehrer, wie in Bayern“

Stellt sich die Frage, wer das Leistungsniveau besser einschätzen kann. Ein neutraler Lehrer, der das Kind jeden Tag im Unterricht erlebt, oder die Eltern, die das Kind trotz 4er Schnitt in Klasse 4 unbedingt auf dem Gymnasium sehen möchten.
Die meisten Schüler, die auf dem Gymnasium kläglich scheitern, sind nicht auf Empfehlung der Lehrer dort...

17:44 von Oldtimer

das ist jetzt aber eine negative aussage, zu der die hiesigen vielstschreiber eine ganz andere meinung haben

Bei den Bildungsergebnissen

Bei den Bildungsergebnissen der SPD regierten Bundesländer kann man das gut verstehen.

„ Warum muss ein Mediziner

„ Warum muss ein Mediziner oder Germanist oder Historiker Oberstufenmathematik absolvieren?“

Eine alte und nicht gelöste Frage. Warum muss ein Physiker den „Faust“ lesen oder ein Ingenieur ein Gedicht interpretieren?

Früher nannte man das „Allgemeinbildung“ und war stolz darauf. Heute kann man alles googeln; leider tun es die meisten Leute nie.

Außerdem ist bei vielen Schülern lange nicht klar, was sie einmal werden wollen. An welchem Punkt soll man mit Mathe aufhören? Und dann geht das Gejammer der Unis und der Arbeitgeber wieder los, dass die Absolventen nix können.

18:03 von Möbius

willst du wirklich, daß die wohnungsnot in berlin und bremen noch grösser wird? nur weil familien sich dort mehr für ihre kinder versprechen?

Bildung in D

Das unterschiedlich anspruchsvolle Abiturprüfungen in diesem Land existieren geht zu allererst einmal zum Nachteil der Schüler. Bei einem Wohnortswechsel in ein andere Bundesland oder der Bewerbung auf ein einen Studienplatz entstehen so Nachteile die nicht sein müssten. Söders Weg ist aber definitiv der falsche. Wir brauchen einheitliche, vergleichbare Abitus aber auf einem gewissen Standard. Wie wäre es da mal die Universitäten zu fragen was ein Student an Vorwissen in einem Bestimmten Fachgebiet mitbringen sollte. Denn die beklagen sich seit Jahren dass Schüler (auch die aus Bayern) nicht fit für die Uni sind!

17:44 von Oldtimer

"16:42 von berelsbub

Sie haben mit ihrem Beitrag das Kind beim Namen genannt. Für alle die in Bayern ein Einser Abitur erhalten, steht die Welt offen. Das hier im Forum diese Meinung nicht von allen geteilt wird, zeigt doch hier schon den Bildungsunterschied."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Das klingt ja so, als ob Sie diejenigen für ungebildet halten, die die Notenleistung NICHT über alles stellen.

Unser Bildungssystem beruht auf Wilhelm von Humboldt.
Er war wahrscheinlich gebildeter als die meisten hier im Forum, und er hat das Gymnasium geschaffen.

Dennoch war es gerade er, der mit dieser Bildung eine "humane" Bildung unter die Menschheit bringen wollte.

Und keine, die das Gehirn zu Höchstleistungen treibt.

Nicht umsonst waren einige unserer Genies schlecht in der Schule.

Und dass Einserkandidaten aus Bayern die Welt offen steht, den Dreierkandidaten aus dem kalten Hamburg aber nicht, ist keineswegs gesagt.

Auch Chefs gucken zum Beispiel auf Teamfähigkeit.

@ Möbius

Weil Bayern die Fachkräfte weglaufen werden. Das bayerische Schulsystem ist ein klarer „Standortnachteil wenn Fachkräfte schulpflichtige Kinder haben die in einem der fortschrittlicheren Bundesländer zur Schulr gehen. Warum sollte jemand seinen Kindern diese sinnfreie Paukerei antun wollen? Wenn es einen echten Vorteil für die Absolventen gäbe, dann könnte man das noch nachvollziehen - aber so?“

Ihr kompletter Beitrag enthält keinerlei Wahrheit und ist vom Neid auf Bayern getrieben.
Ihnen mangelt es an Bildung, wenn sie nicht erkennen, dass Bayern schulisch einen Standortvorteil hat

@Möbius um 18:03Uhr

Zu diesem Thema haben Sie schon genügend Unsinn beigetragen! Nennen Sie doch bitte ein "fortschrittlicheres Bundesland" und erklären bitte die Arbeitslosenzahlen auch hinsichtlich der Fachkräfte bzw. deren Fluktuation von Nord nach Süd.

Oldtimer 17:44

"Das hier im Forum diese Meinung nicht von allen geteilt wird, zeigt doch hier schon den Bildungsunterschied."

Ja, wenn Sie Meinung mit Bildung gleichsetzen, untermauert das, dass wir unbedingt an Bildungsniveau arbeiten müssen.

17:52 von steamtrain

"wo liegt das Problem?

Egal wie man das Ganze nennt, man nimmt das Beste aus allen Bundesländern und schreibt dies als gesamtdeutsches Bildungskonzept fest."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Wer ist "man"?

Ich staune, wie viele hier meinen, man könnte Lösungen einfach per Zwang verordnen.

Und einer von uns wäre in der Lage, diesen Zwang auszuüben.

Möbius

Bei Ihren 3 Beiträgen frage ich mich wirklich, ob Sie diese ernst meinen oder nur provozieren wollen. Quintessenz Ihrer Aussagen ist also, dass eine Schulbildung mit entsprechend anspruchsvoller Abschlussprüfung keinen besonderen Einfluß auf das spätere Berufsleben hat. Bei allem Respekt, aber von welchem Planeten kommen Sie? In einer Welt, in der immer mehr gefordert wird und das in immer schnellerem Tempo wollen Sie es offenbar gemütlich angehen lassen und die Köpfe von morgen nur ja nicht in die Pflicht nehmen und überfordern. Sie können nur provozieren wollen, Ihre an der Realität orientierten ehrliche Meinung kann es nicht wirklich sein.

@17:29 von Möbius

Dass ich Ihnen mal zustimmen würde, hätte ich nie gedacht. Jetzt ist es passiert... Sie haben völlig Recht mit dem Kommentar.

Das ewig wiederholte Mantra "Die 3 in Bayern ist so viel wert wie die 1 im Norden" geht mir seit ewig auf den Senkel. Vor allem, weil es ein Beispiel von "Beweis durch Behauptung ist". Dadurch, dass man das immer wieder so in den Raum wirft, wird es irgendwann einfach geglaubt, und man ist in der komfortablen Situation, es nicht mehr beweisen zu müssen. Praktisch, oder?

In NRW ist der Anteil an Abiturienten um 14 Prozentpunkte höher als in Bayern. Das kann daran liegen, dass einem das NRW-Abi hinterhergeworfen wird. Oder daran, dass das Schulsystem in NRW wesentlich besser ist, und die Schüler einfach erfolgreicher lernen. Oder - was ich für am wahrscheinlichsten halte - es ist eine Mischung aus mehreren Faktoren.

Vielleicht hat Söder ja Grund, eine größere Vergleichbarkeit abzulehnen.

Mathe ist überall Pflicht.

@17:41 von dr.bashir
Meines Wissens haben sich die Kultusminister längst geeinigt, dass mehrere Fächer in der ganzen Bundesrepublik Pflicht sind, darunter Mathe, Deutsch, eine Fremdsprache.

Und die bayerischen Abiturienten haben sich letztes Jahr heftig beschwert über das MatheAbitur.
Das kam aber aus dem Pool aller Länder. Folgerichtig haben sich ja auch Absolventen aus NRW amüsiert über die Bayern.

Das Abi von heute kann sich auch in Bayern nicht mit einem älteren vergleichen.
Es hat sich zu einem 2-jährigen Punktesammelsystem entwickelt. Wer nicht ganz blöd ist, hat längst vor dem Abitur seine Mindestpunktzahl zusammen.

Dazu kommt - aktuelle Fälle - dass Bayern offensichtlich nicht genug Lehrer hat.
Auf einer Klassenkonferenz beschwerte sich eine Mutter, dass in der Klasse 2 (oder 3) Referendare eingesetzt seien.
Die Klassenleiterin antwortete, sie können noch froh sein. Zur Zeit unterrichten in der 11. , also Kollegstufe (!), nur Referendare.

Felina2 Nein , Bayern ist

Felina2
Nein , Bayern ist nicht bildungsmäßig Spitze. Vor Bayern kommt Sachsen.

@18:03 von Superschlau

Dabei ist es so einfach.
Grössere Klassen. Das spart ordentlich Lehrer.
Ordentliche Strafmöglichkeiten für renitente Schüler. Hinsetzen. Klappe halten. Lernen.
Mit kuschelpädagogik kommen wir nicht weiter.
Stoff ordentlich straffen. Abitur deutlich verschärfen. Das entlastet Lehrer und beschert dem Handwerk wieder jede Menge Azubis.

Sehr schön ironisch-sarkastisch auf den Punkt gebracht. War mein erster Gedanke.

Dann hab ich den Namen "@Superschlau" gelesen und gedacht: Au weia, kann sein, dass der das ernst meint.

18:03 von Superschlau

«Dabei ist es so einfach.
Grössere Klassen. Das spart ordentlich Lehrer.»

Spart nicht nur ordentlich Lehrer.
Spart noch ordentlicher an Bildung bei den Schülern …

«Ordentliche Strafmöglichkeiten für renitente Schüler.
Hinsetzen. Klappe halten. Lernen.»

Und der Rohrstock zur Züchtigung feiere seine Renaissance.
Glücklich die Lehrer, die vom Vater, oder vom Opa einen solchen erbten …

«Mit kuschelpädagogik kommen wir nicht weiter.
Stoff ordentlich straffen. Abitur deutlich verschärfen.»

Mit Knutenpädogik zieht man heutzutage erst recht keinen Hering mehr vom Teller. "Straffen + verschärfen". Sind Schulen keine Kliniken der Schönheits-Chirurgie.

«Das entlastet Lehrer und beschert dem Handwerk wieder jede Menge Azubis.»

Und wie es Lehrer entlastet, wenn sie sich 6 Stunden pro Tag mit Klassen von 35 (40 ?) Schülern "vergnügen" dürfen. Zusätzlich den Gehorsams-Zampano geben müssen.

Niemand, der Abi hat. Muss direkt nach der Schule studieren.
Darf auch Handwerk lernen …

Jeder sein eigenes Süppchen

Warum jedes deutsche Land in Sachen Bildung sein eigenes Süppchen kochen will, ist mir bis heute unerklärlich. Zum Vorteil wäre es vor allem für die Schüler, wenn alle Länder auf gleichem Standard und Niveau lernen würden. Damit wäre tatsächlich ja auch der Umzug in ein anderes Land kein großes Problem mehr. Warum legt man (die Politik) sich immer wieder diese Steine in den Weg?

@Am 24. November 2019 um 16:03 von Fahnenflucht

bayrisches abitur? und wie schauts mit der weitergehenden bildung aus? hochschule und uni...näh, der söder setzt auf kinder wenn es um erwachsenenprobleme geht. während in berlin die schulische bildung unterfordernd ist, ist sie in bayern überfordernd. beides trägt nicht zum bildungserfolg bei. aber wenn die erwachsenen sich nur streiten können, dann ist es mit der bildung auch nicht weit her! schafft doch erstmal eine ordentliche grundlage für die lehrer!

@16:58 von wenigfahrer

ist doch relativ einfach, das Bayrische Abitur wird als zentrales für alle Länder genommen, damit ist hohe Ausbildung gewährleistet.

Das Lustige ist ja: Bayern hat seit langem ein Zentralabitur, viele andere Bundesländer aber nicht. Das war immer einer der Vorwürfe. Die Schulen würden das Abitur an ihre Schüler anpassen können, dadurch sind die Noten besser, das Zentral-Abi ist viel härter, und so weiter.

Seit einigen Jahren gibt es nun in NRW ein Zentral-Abi. Seitdem wird der Notendurchschnitt im Land stetig besser statt - wie vorher erwartet - schlechter. So kann man sich täuschen.

Möbius 18.03

im Gegenteil, die Fachkräfte ziehen nach Bayern. Vor was haben Sie eigentlich Angst? Dass das Abi eine echte Reifeprüfung wird? Dass es nicht Jede(r) schafft , zumindest nicht mit 1er Schnitt? Und was meinen Sie genau mit sinnfreier Paukerei? Bildung an sich? Bei Fremdsprachen geht's nicht ohne Vokabeln- die muss man eben lernen, ebenso wie Fakten und Zusammenhänge in Geschichte oder Bio. Das leistungslose Abi gibt's nicht, vielleicht in den Köpfen einiger weltfremder Ideologen.

@Am 24. November 2019 um 16:08 von Rumpelstielz

das klingt nach berufsschule. das klappt nicht bei kleinkindern.

18:30 von berelsbub

"Warum sollte Bayern sein Schulsystem anpassen, wenn es danach schlechter ist."

Geht es denn wirklich um das ganze Schulsystem?
Ich dachte, es geht nur um die Vereinheitlichung des Abiturs. Und da hat Söder ja nichts gegen.

Auf welchem Niveau der Unterricht abläuft, ist sogar Sache des Lehrers.

Dieses Niveau kann deutlich höher sein als das des Abiturs. Und ist es oft auch.

Manche Lehrer in Hamburg unterrichten in Mathe nach einem Schulbuch aus Bayern, weil es ihnen so mehr zusagt.

Ich sehe im Moment eigentlich gar nicht, wo Söder sich von anderen Ländern unterscheidet. Er ist doch offenbar voll auf der Linie der Kultusministerkonferenz.

18:37 von tirilei

Das beste fuer die eigene Brut zu wollen und dem "Gemeinwohl" vorzuziehen gehoert zum Grundinstinkt aller Lebewesen, zum Ueberleben und zur Evolution.

Nun, glücklicherweise haben wir uns ein wenig weiterentwickelt und haben das Wort `Sozial´ erfunden. Es ist nämlich bei Weitem nicht so, dass alle Eltern nur und ausschließlich das Wohl ihrer eigenen Kinder im Blick haben.

Die Gesamtschule basiert auf dem Konzept, dass eben nicht nach vier Schuljahren bereits aussortiert wird und diejenigen, die als Spreu vom Weizen getrennt werden, dann ab zehn Jahren bereits keine Chance auf Entwicklung mehr haben.
Erst später wird dann eher behutsam unterteilt, in Erweiterungs- und Grundkurse.
Vom Ansatz her für D. beachtlich fortschrittlich.
Sollten wir wirklich mal fortschrittlich werden wollen, sollten wir das niederländische Schulsystem übernehmen.
Bis dahin werden wir weiterhin 10jährige auf unterschiedliche Wege schicken, die Einbahnstraßen gleichkommen.

SPD will nur auf Bremer Niveau absenken!

Ich bin ausnahmsweise mal der Meinung von Herrn Söder. Der von der SPD Bildungsministern angestossene Bildungsrat erzeugt bei mir grösste Skepsis. Ich befürchte, dass unser Bildungsniveau nur auf Bremer Niveau abgesenkt werden soll. Und dann wundern sich wieder alle Genossen ganz scheinheilig über schlechte internationale Bewertungen.

Differenzierung dringend nötig: Bayern und "Leistungsbürokratie"

@18:33 von Möbius
Das Problem scheint die von Juristen wohl erzwungene Formalisierung der Leistungen zu sein.
Da gibt es reihenweise bayerische Schulleiter, die offensichtlich die Gauß'sche Verteilungskurve missverstehen: Nicht in jeder Klasse kommt es zu einer so einer Verteilung.
Wie mir Bekannte mit einschlägiger Tätigkeit berichteten, werden sie bei Abweichungen zum Chef zitiert und müssen Begründungen schreiben etc.
Es ist naheliegend, dass das manche Lehrkräfte schon im Vorfeld zu vermeiden suchen.

Den aus Schülersicht schlechtesten Lehrer, den wir in 3 Fächern in der 11. Klasse (heutiger Zählung) hatten, wurde einer der jüngsten Gymnasialschulleiter Bayerns.
Seine offensichtliche Qualifikation: CSU-Ortgruppenvorsitzender in einer Kleinstadt.

PS.: Für Grundschulen höchst lesenswert mit detaillierten Einblicken und Analysen: Sabine Czerny, "Was wir unseren Kindern in der Schule antun: ...und wie wir das ändern können".

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