Kommentare

Massenprotest gegen Gewalt an Frauen

wer will das nicht unterstützen ?
nur wie
jeder Frau einen Polizisten/Polizisten zur Seite stellen ?
noch mehr Frauenhäuser ?

Vergleichzahlen?

Mir kommts so vor als hätte der Autor nach der Hälfte keine Lust mehr gehabt weiterzuschreiben. Vergleichzahlen? Wieviele Frauen bringen ihren Partner um? Kommt schon ihr könnt das besser.

Was ist mit Gewalt gegen / unter Mànnern?

Ich denke mal das Thema ist weit größer und umfangreicher.

Nicht das ich Gewalt gegen Frauen verharmlosen will. Aber man sollte auch bei solchen Aktionen die Relationen nicht aus den Augen verlieren.

Einen runden Tisch? Na dann wird ja alles gut

Ich nehme an, da sind dann auch Männer eingeladen. Und man wird sie vermutlich höflich - oder auch bestimmt - auffordern, ihre Partnerinnen nicht umzubringen.

Ich habe jetzt keine offiziellen Zahlen zur Hand, aber ich müsste mich sehr irren, wenn es nicht auch in Deutschland Fakt wäre, dass, wenn Frauen Opfer von Gewalt werden, sehr häufig der Partner oder Ex-Partner der Täter ist. Und zwar explizit auch bei Tötungsdelikten. Gibt es noch jemanden, dem schon aufgefallen ist, dass diesem Thema offenbar keine gesellschaftliche Relevanz beigemessen wird? Müssen auch hier erst Frauen auf die Straße gehen, um eine Diskussion darüber anzuregen?

Oh, ich vergaß: in dem Artikel wird ja überhaupt nicht erwähnt, wie oft Männer Opfer von Gewaltangriffen ihrer Frauen werden. Meine Mitkommentatoren werden ganz sicher ihre Empörung darüber zum Ausdruck bringen.

Diesen Protest

kann ich nur voll unterstützen.
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Mindestens 116 Frauen wurden in Frankreich seit Jahresbeginn von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet, wie eine Recherche der Nachrichtenagentur AFP ergab.
#
Wenn wir, meine Frau und die Töchter in Paris wohnten,dann wären wir auch auf der Strasse.

@yumekaze & @vriegel

Siehste, ich hab's doch gesagt. Manche Männer können nicht einmal eine Meldung über Gewalt gegen Frauen stehen lassen, ohne sich aufzuregen, dass zum umgekehrten Fall nichts berichtet wird.

Allein in diesem Jahr wurden

Allein in diesem Jahr wurden in Frankreich bereits mindestens 116 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.

---

Hier wird sich trotzdem sicher wieder einiges an Kommentaren sammeln, die mehr Bewusstsein, mehr Schutz und Rechte für Frauen kategorisch ablehnen.

20:59 von vriegel Was ist mit

20:59 von vriegel
Was ist mit Gewalt gegen / unter Mànnern?
Ich denke mal das Thema ist weit größer und umfangreicher.

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umfangreicher ausschließlich deshalb ,weil Gewalt zu 90% von Männern ausgeht.

Hier geht es aber um ermordet Frauen.

Einzig sinnvolle Lösung: Gewalttätigen Partner verlassen

Es ist zweifelsfrei richtig, gegen häusliche Gewalt öffentlich ein Zeichen zu setzen. Die Frage ist nur, ob sich dadurch irgendetwas verbessert.

Der Ruf nach dem Staat ist einfach, nur sehe ich keine präventiv wirksame Maßnahme:

Man könnte Verhaltenstherapien anbieten, aber diese würden von der Zielgruppe nicht angenommen und die Vermittlung entsprechender Werten ist je nach sozialem Umfeld schwierig bis unmöglich. Also bleibt nur die Möglichkeit, misshandelten Frauen Anlaufstellen für die Beratung und Betreuung zu bieten. Aber diese wirken nicht gegen die Ursache.

Gewalttätige Partner müssen verlassen werden. Zu diesem Schritt müssen die Frauen bereit sein und ihn selbst gehen. Der Staat kann dabei kaum helfen.

21:11 von frosthorn Einen

21:11 von frosthorn
Einen runden Tisch? Na dann wird ja alles gut
Ich nehme an, da sind dann auch Männer eingeladen. Und man wird sie vermutlich höflich - oder auch bestimmt - auffordern, ihre Partnerinnen nicht umzubringen.

Ich habe jetzt keine offiziellen Zahlen zur Hand, aber ich müsste mich sehr irren, wenn es nicht auch in Deutschland Fakt wäre, dass, wenn Frauen Opfer von Gewalt werden, sehr häufig der Partner oder Ex-Partner der Täter ist.

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Sie irren nicht.

Deshalb hat auch Mexiko-Stadt den Notstand ausgerufen.
Man wird der Gewalt gegen Frauen, die von Männern ausgeht, nicht mehr herr/dame.

21:11 von frosthorn

«Oh, ich vergaß: in dem Artikel wird ja überhaupt nicht erwähnt, wie oft Männer Opfer von Gewaltangriffen ihrer Frauen werden. Meine Mitkommentatoren werden ganz sicher ihre Empörung darüber zum Ausdruck bringen.»

Bereits geschehen, bevor Sie schrieben.
Auf manche Dinge "kann man sich halt verlassen" …

@yumekaze Tatverdächtige bei

@yumekaze

Tatverdächtige bei ausgewählten Straftaten
Delikt männlich (in %) weiblich (in %)
Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen 87,9 12,1
Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 98,7 1,3
Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weibl. Genitalien 85 15
Straftaten insgesamt 74,9 25,1

Die erste Zahl bezieht sich auf Männer, die Zweite auf Frauen.

Hab ich aus dem Archiv ausgekramt.
Hier nochmal der Link:

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/fakten-gewalt-gegen-frauen...

Oh, ich vergaß: in dem

Oh, ich vergaß: in dem Artikel wird ja überhaupt nicht erwähnt, wie oft Männer Opfer von Gewaltangriffen ihrer Frauen werden. Meine Mitkommentatoren werden ganz sicher ihre Empörung darüber zum Ausdruck bringen.

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Wie recht Sie haben ...

Besserer Schutz wäre wünschenswert

nur wie soll der in der Praxis aussehen? Die Polizei ist erst zuständig, wenn was geschehen ist und Abstands- oder Annäherungsverbote werden im Zweifel nicht beachtet. Gesetze verhindern keine Tat.

wie will man das ...

verhindern...? da geht es um Gefühle...Streit um die Kinder...Anwälte hetzen auf...usw...
da herrscht oft Krieg...

@frosthorn - Keine Lösung in Sicht

21:11 von frosthorn:
"Oh, ich vergaß: in dem Artikel wird ja überhaupt nicht erwähnt, wie oft Männer Opfer von Gewaltangriffen ihrer Frauen werden."

Zum Thema häusliche Gewalt wären auch diese Fälle durchaus relevant. Nur stochert man da noch mehr im Dunkeln als bei der Gewalt gegen Frauen, da ein misshandelter Mann noch größere Hemmungen haben wird, eine Anzeige zu erstellen.

Das Problem wird sich aber weder durch Demonstrationen, noch durch runde Tische lösen lassen. Solange Menschen (und der Staat selbst) Gewalt als eine Lösung ansehen, wird dieses Problem fortbestehen.

20:59 von vriegel

«Was ist mit Gewalt gegen / unter Mànnern?
Ich denke mal das Thema ist weit größer und umfangreicher.

Nicht das ich Gewalt gegen Frauen verharmlosen will. Aber man sollte auch bei solchen Aktionen die Relationen nicht aus den Augen verlieren.»

Müssen die Männer (auch) auf die Straße gehen, und protestieren.
Wenn sie sich zu viel Gewalt von Frauen gegen Männer ausgesetzt sehen.

Kann Mann dann auch die Relationen im Auge behalten …

20:59 von vriegel Was ist mit

20:59 von vriegel
Was ist mit Gewalt gegen / unter Mànnern?
Ich denke mal das Thema ist weit größer und umfangreicher.

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Haben Sie solche Ablenkungsmanöver wirklich so bitter nötig?

Fast hätten Sie mir sogar leid getan.

20:57 von Yumekaze

"Vergleichzahlen?
Mir kommts so vor als hätte der Autor nach der Hälfte keine Lust mehr gehabt weiterzuschreiben. Vergleichzahlen? Wieviele Frauen bringen ihren Partner um? Kommt schon ihr könnt das besser."

In Deutschland gingen 2017 82,1 Prozent der Gewalt gegen den Partner bzw. Ex-Partner auf das Konto der Männer. In Frankreich dürfte das ähnlich sein. Beruhigt Sie das jetzt irgendwie?

@21:11 von frosthorn

eben gegoogelt (Deutschland)

>>Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Partnerin zu töten; an jedem dritten Tag gelingt es. So steht es in einer Statistik des Bundeskriminalamtes. Insgesamt gab es demnach im vergangenen Jahr knapp 140.000 Fälle partnerschaftlicher Gewalt. Bundesfamilienministerin Giffey nannte die Zahlen „schockierend“.
Für viele Frauen sei das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort, an dem Angst herrsche, sagte die SPD-Politikerin bei der Vorstellung der BKA-Statistik zu Gewalt zwischen Partnern oder Ex-Partnern in Berlin. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr 138.893 Menschen in Deutschland Opfer der sogenannten Partnerschaftsgewalt, darunter 113.965 Frauen (82,1 Prozent). Die Polizei geht davon aus, dass das Dunkelfeld größer aus, weil die Straftaten nicht immer angezeigt werden.<<>

@21:11 von frosthorn

"Und man wird sie vermutlich höflich - oder auch bestimmt - auffordern, ihre Partnerinnen nicht umzubringen."

Genau. Weil, wie jeder weiß, jeder Mann irgendwann seine Frau umbringt. Was soll ein solcher Kommentar?

@21:11 von frosthorn

"Oh, ich vergaß: in dem Artikel wird ja überhaupt nicht erwähnt, wie oft Männer Opfer von Gewaltangriffen ihrer Frauen werden. Meine Mitkommentatoren werden ganz sicher ihre Empörung darüber zum Ausdruck bringen."

Zwei von denen waren schon mal schneller als Sie. Ich bin übrigens mit derselben Erwartungshaltung hier ins Forum gestolpert.

Rein prophylaktisch fürge ich noch folgenden Ausschnitt hinzu: >>Giffey betonte, das Problem gehe durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle ethnischen Hintergründe. „Wenn man die Zeitung liest, hat man manchmal das Gefühl, nur Flüchtlinge und Migranten verprügeln und töten ihre Frauen.“ Das liege daran, dass diese Fälle immer ganz groß dargestellt würden.<<

„Gewalt gegen Frauen ist Alltag“

Und das leider beileibe nicht nur in Frankreich. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn Gewalt gegen physisch (körperlich) Unterlegene und vermeintlich Schwächere war schon immer das klassische „Frustventil“ aller Feiglinge.

Anmerkung zu „Das Bündnis #Noustoutes hatte zu den Aktionen aufgerufen“:
Die Übersetzung von „Nous toutes“ lautet übrigens „Wir alle“.

@vriegel "455 Menschen wurden

@vriegel

"455 Menschen wurden Opfer von versuchtem Mord und Totschlag, davon 364 Frauen – also statistisch gesehen eine pro Tag. Tatsächlich starben 141 Frauen und 32 Männer durch ihren (Ex-)Partner. "

https://www.deutschlandfunk.de/gewalt-in-deutschland-jeden-tag-versucht-...

21:22 von StöRschall

«Hier wird sich trotzdem sicher wieder einiges an Kommentaren sammeln, die mehr Bewusstsein, mehr Schutz und Rechte für Frauen kategorisch ablehnen.»

Das ist eher nicht zu erwarten.
Zumindest nicht ausdrücklich.

Aber "die Relativierer-Nachfrager" greifen derartige Meldungen ja immer gerne auf. Um i.d.R. zu bemängeln, dass dem umgekehrten Fall der Gewaltanwendung mindestens genau so wenig Aufmerksamkeit bei gleich starkem Vorhandensein zugemessen wird …

21:32 von schabernack 21:11 von frosthorn

linke sind halt immer ein wenig zu spät. obwohl sie das gute wollen

21:22 von frosthorn

"" Siehste, ich hab's doch gesagt. Manche Männer können nicht einmal eine Meldung über Gewalt gegen Frauen stehen lassen, ohne sich aufzuregen, dass zum umgekehrten Fall nichts berichtet wird.""
#
Genau das habe ich auch erwartet.

21:11 von frosthorn

Oh, ich vergaß: in dem Artikel wird ja überhaupt nicht erwähnt, wie oft Männer Opfer von Gewaltangriffen ihrer Frauen werden. Meine Mitkommentatoren werden ganz sicher ihre Empörung darüber zum Ausdruck bringen.

Wie haben Sie das nur voraussehen können ? ;)
Es fehlt aber noch jemand, der den `kulturellen Hintergrund´ ins Gespräch bringt.
Dann haben wieder alle notwendigen Zutaten, um den immer gleichen Diskussionsbrei anzurühren.

Allerdings gibt das Thema auch wirklich nicht soviel her. Gewalt gegen Frauen ist immer Thema gewesen, wirklich hilfreiche Maßnahmen, abgesehen auch hier mal wieder von Bildung, fallen aber auch mir nicht ein.
Thematisieren, auch in der Politik; dadurch Sensibilisierung der Gesellschaft für das Thema; Hilfsangebote bekannt machen; sich nicht mit Würstchen einlassen, deren Selbstbewusstsein zu niedrig ist, um eine gleichberechtigte Partnerschaft führen zu können.

21:21 von schiebaer45

Wenn wir, meine Frau und die Töchter in Paris wohnten,dann wären wir auch auf der Strasse
.
also ich glaube nicht, dass das ein spezifisch französisches Problem ist !

@ 21:26 von Nachfragerin

"Gewalttätige Partner müssen verlassen werden. Zu diesem Schritt müssen die Frauen bereit sein und ihn selbst gehen."

Richtig. Im Artikel steht aber auch: "...von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet,..."
Sich gegen den oder die Ex zu wehren dürfte aber schwierig sein.

21:33 von StöRschall

«Tatverdächtige bei ausgewählten Straftaten: …»

Ca. 7 bis 9% aller in DEU Inhaftierten sind Frauen.
In diesem Bereich schwankend. U-Haft nicht mit eingerechnet.

Rein auf schwere Gewalt-Straftaten bezogen, ist der Prozentsatz niedriger.
Wie hoch er genau ist, weiß ich nicht "aus der Hüfte" …

21:22 von frosthorn

über was wird üblicherweise berichtet ?
wenn ich mich erinnere, sind eben 6 ... 7 mal so viele Frauen die Opfer nicht die Täter
entsprechend legt man auch da das Augenmerk hin

Sehr schön,

wie sich in den Kommentaren die Statistiken und üblichen Geschlechterkampf-Stereotypen um die Ohren gehauen werden.

Aber das bringt alles nicht viel, da eh für die meisten körperliche Gewalt kein großes Thema ist, und sogar Männer eher Opfer von körperlicher Gewalt sind, halt aber auch meistens von anderen Männern. Frauen sind nicht weniger Gewaltbereit, aber nutzen dazu eher die Gebiete, auf denen sie überlegen sind. Also psychische Gewalt, die körperlicher Gewalt nur in den sichtbaren Folgen nachsteht.

Also, ich wäre sehr erfreut, wenn man hier statt ständig gegenseitiger Vorwürfe mal echte Vorschläge kämen, wie der Hang zur Gewalt beim Menschen gemildert werden kann. Mit höheren Strafen etc. scheint es ja nicht zu gehen.

21:22 von StöRschall

dass ihnen dieses Thema sehr ans Herz geht .....
aber hätten sie konstruktive Vorschläge diesen unhaltbaren Zustand zu ändern ?
sicherlich härteres/konsequenteres Durchgreifen bei Stalking - würde mir einfallen
aber wie oft ziehen Frauen ihre Anzeige bei häuslicher Gewalt zurück ?
nicht aus Angst sondern aus Naivität
und ohne Kläger - kein Richter

weitere Zahlen wären in der Tat hilfreich

vermutlich löst auch das Empörung bei den Mitforisten aus, die gerne mit empörungsgetragenem Tunnelblick auf singuläre Fakten schauen:
Ich hätte die Zahlen gerne nach Bevölkerungsgruppen, vor allem nach Banlieue/nonBonlieue, Magreb/nonMagreb und Bildungsgrad
Nur so lassen sich Lösungsansätze finden.

21:46 von Anna-Elisabeth

Wenn das so ist,dann ist es ein sehr trauriges Ergebnis in einer humanen Welt in der wir doch leben wollen.

Warum jetzt?

Ist die Anzahl der Ermordeten gestiegen (ähnlich der Gewalt gegen Juden), oder warum war das früher nicht das Thema?

Was Gewalt gegen Frauen angeht, so finde ich, dass jedes Mädchen Selbstverteidigung lernen sollte (jeder Junge auch, aber wir sind beim anderen Thema). Das hilft zwar nicht immer und überall, aber sicher bei der Hälfte der Fälle und anderes Selbstwertgefühl vermittelt es auch, so dass vielleicht von betroffenen Frauen früher nach Hilfe gesucht wird. Es ist ja nicht so, dass Männer so aus heiterem Himmel gewalttätig werden. Diese besonderen Exemplare geben sich schon vorher zu erkennen.

@21:39 von Nachfragerin

"Solange Menschen (und der Staat selbst) Gewalt als eine Lösung ansehen, wird dieses Problem fortbestehen."

Menschen mit gesundem Verstand betrachten Gewalt niemals als Lösungsansatz. Es geht um Macht und/oder gestörte Hirnchemie.

2019 um 21:52 von

2019 um 21:52 von mispel
@21:11 von frosthorn
"Und man wird sie vermutlich höflich - oder auch bestimmt - auffordern, ihre Partnerinnen nicht umzubringen."

Genau. Weil, wie jeder weiß, jeder Mann irgendwann seine Frau umbringt. Was soll ein solcher Kommentar?

---

Das war Frosthorns Anflug von Zynismus (so interpretiere ich es) auf einen unmöglichen Kommentar.
Für Kommentare, die man schwer ertragen kann, braucht man manchmal Zynismus.

Sinnlos...

Mir erschließt sich der Sinn dieser Demo nicht. Warum schreit man in gewohnter Manier wieder mal nach dem Staat? Ist dieser vielleicht an den Morden schuld??
Wie wäre es, wenn die Gesellschaft selbst sich mal kritisch hinterfragt, was dazu führt, dass sie immer weiter verroht, gewissenlos, hasserfüllter und egoistischer wird... Kann es vielleicht sein, dass es mit einer gewissen Erosion von stabilisierenden Weltbildern und Wertekanons zusammenhängt?

@22:04 von Karl Napf

"21:32 von schabernack 21:11 von frosthorn
linke sind halt immer ein wenig zu spät. obwohl sie das gute wollen"

Letzteres haben Sie immerhin richtig erkannt. Glückwunsch.

Gegenmaßnahmen

kann der Staat sehr wohl ergreifen.
Frauenhäuser und Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ 08 00 01 16 01 6 sind ja eher Nachsorge (und leider sehr nötig).
Präventiv fängt das eigentlich im Kindergarten an, in eben allen pädagogischen Bereichen etc. Die gesellschaftliche Wahrnehmung lässt sich auch beeinflussen und natürlich die gesetzlichen Regelungen. Früher war zum Beispiel Vergewaltigung in der Ehe keine Straftat etc.

Wenn man die Zahlen mit Deutschland vergleicht, sieht es hier mindestens so tödlich aus - selbst wenn man die höhere Einwohnerzahl berückstichtigt. Traurig.

Anna-Elisabeth 21.53

meine Frage an Sie: wie soll der bessere Schutz konkret aussehen? Es gibt sicher auch in Frankreich Frauenhäuser und Hilfsangebote, nur müssen die auch angenommen werden. Meine Freundin hat mal eine junge Mitarbeiterin zum Schutz vor dem gewalttätigen Freund einquartiert. Die ging nachher wieder zu ihrem Schläger zurück. Aber wir konnten sie ja nicht zwingen oder einsperren

wissenschaftlich erwiesen

wissenschaftlich erwiesen scheint zu sein, das Gewalt Frauen mehr schadet als Männern. Wissenschaftlich erwiesen ist es ebenso, dass Frauen statistisch häufiger zu schlagen als Männer. Die Konsequenzen der Gewalt von Männern gegen Frauen sind auf Grund der physischen Überlegenheit des Mannes (mehr Kraft im Oberkörper) gravierender.
Nur um das Thema nochmal aufzubröseln.
Trotzdem, wenn es explizit um das Thema Feminismus (der in meinen Augen auch nur eine Form des Sexismus ist, der die indirekte Diskriminierung von behinderten Männern mit sich bringt), halte ich wenig davon.

22:07 von Sisyphos3

"" Wenn wir, meine Frau und die Töchter in Paris wohnten,dann wären wir auch auf der Strasse
.
also ich glaube nicht, dass das ein spezifisch französisches Problem ist !""
#
Da gebe ich Ihnen Recht, das ist nicht nur in Frankreich ein Problem,hier auch.

22:12 von schabernack 21:33

22:12 von schabernack
21:33 von StöRschall
«Tatverdächtige bei ausgewählten Straftaten: …»

Ca. 7 bis 9% aller in DEU Inhaftierten sind Frauen.
In diesem Bereich schwankend. U-Haft nicht mit eingerechnet.

Rein auf schwere Gewalt-Straftaten bezogen, ist der Prozentsatz niedriger.
Wie hoch er genau ist, weiß ich nicht "aus der Hüfte" …

---

Na guck ...
das hab ich jetzt noch nicht gelesen ...

22:20 von Sisyphos3 21:22 von

22:20 von Sisyphos3
21:22 von StöRschall
dass ihnen dieses Thema sehr ans Herz geht .....
aber hätten sie konstruktive Vorschläge diesen unhaltbaren Zustand zu ändern ?

---

Das kann ich hier in Gänze nicht schreiben. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.
Aber einen Teil davon:

Wenn sich Bedingungen generell für Frauen verbessern sollen, brauchen wir zunächst mehr Frauen in der Politik, die Einfluss nehmen können, um allgemeine Bedingungen aber auch im Bereich Recht zu verbessern.
Das würde dann auch das Bild der Selbstwirksamkeit bei Frauen stärken.
Ganz konkret heißt das "Selbstverteidigung" auf vielen Ebenen.

@22:06 von Silverfuxx

"...abgesehen auch hier mal wieder von Bildung..."

Ich wiederhole, was ich weiter oben schon kopiert hatte:

>>Giffey betonte, das Problem gehe durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle ethnischen Hintergründe<<

Vielleicht gibt es Statistiken, die die Häufigkeit nach gesellschaftlichem Status aufdröseln, dass aber auch in den vermeintlich noblen Kreisen Gewalt vorkommt, ist bekannt.

"...sich nicht mit Würstchen einlassen, deren Selbstbewusstsein zu niedrig ist, um eine gleichberechtigte Partnerschaft führen zu können...)

Eben diese Würstchen gibt es in allen Schichten. Allerdings ist ein Mangel an Selbstbewusstsein allein sicher noch kein Auslöser für Gewalt.

Keine Gewalt!

"Ein Thüringer Pilotprojekt, das Beratungen für männliche Opfer von häuslicher Gewalt anbietet, wird auch 2019 vom Land gefördert. Die Jenaer Beratungs- und Informationsstelle "A4" bekommt rund 135 000 Euro, wie Thüringens Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder der Deutschen Presse-Agentur sagte."
Quelle:https://www.t-online.de/region/id_85381658/beratungsangebot-fuer-maennliche-gewaltopfer-wird-verlaengert.html
///
*
*
Gewalt darf gegen keine verschiedene Gewichtung in der Gesellschaft erhalten.
*
Es darf keine gute oder schlechte Gewalt geben.
*
Gar keine.

22:44 von

22:44 von Anna-Elisabeth
@21:39 von Nachfragerin
"Solange Menschen (und der Staat selbst) Gewalt als eine Lösung ansehen, wird dieses Problem fortbestehen."

Menschen mit gesundem Verstand betrachten Gewalt niemals als Lösungsansatz. Es geht um Macht und/oder gestörte Hirnchemie.

---

So ist es.

Ich hab mal gelesen:

Frauen wenden Gewalt gegen Männer an, um sich von ihnen zu befreien.

Männer wenden Gewalt gegen Frauen an, um sie zu vereinnahmen.

Gewalt gegen Frauen ist ein

Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites Problem.

Vollkommen gleichgültig des ethnischen, kulturellen, religiösen Hintergrunds.

Mexiko-Stadt hat den Notstand ausgerufen.
Das hätte Indien fast noch nötiger.

Es ist ein weltweit beobachtbares Problem.

@ Yumekaze

Das ist doch hier vollkommen irrelevant.

23:00 von StöRschall

"" Frauen wenden Gewalt gegen Männer an, um sich von ihnen zu befreien.

Männer wenden Gewalt gegen Frauen an, um sie zu vereinnahmen.""
#
Denke auch das es so ist.

22:29 von peter04

weitere Zahlen wären in der Tat hilfreich

vermutlich löst auch das Empörung bei den Mitforisten aus, die gerne mit empörungsgetragenem Tunnelblick auf singuläre Fakten schauen:
Ich hätte die Zahlen gerne nach Bevölkerungsgruppen, vor allem nach Banlieue/nonBonlieue, Magreb/nonMagreb und Bildungsgrad
Nur so lassen sich Lösungsansätze finden.
////
*
*
Richtig, auch bei den religösen Anschlägen sind in Frankreich die Täterbeteiligungen von Frauen äußerst gering.

@21:22 von frosthorn

"Gibt es noch jemanden, dem schon aufgefallen ist, dass diesem Thema offenbar keine gesellschaftliche Relevanz beigemessen wird?"

Frankreich hat 67 Mio. Einwohner, also etwa 34 Mio. Frauen. Sagen wir ein Drittel davon sind verpartnert. Demnach würden 0,001 % der Frauen von ihrem Partner ermordet. Das entspricht einer Frau aus 100.000. Würden Sie mir bitte erklären, inwieweit diese Zahl ein kollektives an den Pranger stellen aller Männer rechtfertigt? Denn 99.999 Männer bringen ihre Frau offenbar nicht um.

Und was soll uns das sagen?

"Allein in diesem Jahr wurden in Frankreich bereits mindestens 116 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet."
Und jetzt?
Ein guter Journalist hätte diese Zahl nicht einfach so in den Raum gestellt. Was weiß ich denn wie viele Morde "normal" sind? Sind es denn in den letzten 10 Jahren mehr geworden, oder ist das einfach nur ein Fall von "Ich sehe es öfter auf Social Media als früher, also muss es schlimmer geworden sein"? Im Straßenverkehr sind ein vielfaches an Frauen gestorben, trotzdem bin ich mir sicher die Franzosen telefonieren beim Autofahren genau so wie die Deutschen.
Ein guter Journalist hätte übrigens auch nachgefragt wie viele Männer durch ihre Partner ermordet wurden. Dann wüsste man ob die Frauen mit ihrem Protest recht hätten.
Leider wird heute ja nur noch der Ticker umformuliert, Recherche gab es mal.

um 23:00 von StöRschall

""Menschen mit gesundem Verstand betrachten Gewalt niemals als Lösungsansatz. Es geht um Macht und/oder gestörte Hirnchemie.""
#
So sehe ich es auch ,wenn Männer nur zeigen wollen bei den Frauen wer der Stärkere ist dann haben sie in Gehirn Problem.

20:59, vriegel

>>Was ist mit Gewalt gegen / unter Mànnern?
Ich denke mal das Thema ist weit größer und umfangreicher.

Nicht das ich Gewalt gegen Frauen verharmlosen will. Aber man sollte auch bei solchen Aktionen die Relationen nicht aus den Augen verlieren.<<

Ja, die Relationen. Und das Harmlose.

Die Bergriffe sind natürlich nicht synonym zu benutzen, aber manchmal liegen Relativierung und Verharmlosung schon ganz schön nah beieinander.

In die richtige Relation gebracht können Ungeheuerlichkeiten durchaus harmlos aussehen.

@StöRschall - Wie könnte man die Rechtslage verbessern?

22:58 von StöRschall:
"Wenn sich Bedingungen generell für Frauen verbessern sollen, brauchen wir zunächst mehr Frauen in der Politik, die Einfluss nehmen können, um allgemeine Bedingungen aber auch im Bereich Recht zu verbessern."

Was wollen Sie denn im Recht ändern? Härtere Strafen bringen nichts, wenn sie nicht zur Anwendung kommen. Gerade bei häuslicher Gewalt steht es oft Aussage gegen Aussage und die Unschuldsvermutung werden Sie hoffentlich nicht abschaffen wollen.

2. Kommentar mit Korrektur

22:06 von Silverfuxx
21:11 von frosthorn
Oh, ich vergaß: in dem Artikel wird ja überhaupt nicht erwähnt, wie oft Männer Opfer von Gewaltangriffen ihrer Frauen werden. Meine Mitkommentatoren werden ganz sicher ihre Empörung darüber zum Ausdruck bringen.

Wie haben Sie das nur voraussehen können ? ;)
Es fehlt aber noch jemand, der den `kulturellen Hintergrund´ ins Gespräch bringt.

---

Ach was. Meinen Sie Frauenhass, meinen Sie Fremdenhass, meinen Sie Frauenhass ...

Man(n) ist da variabel. Hauptsach ein Hassobjekt.

Aber auf TStwitter kriegen Sie, was Sie suchen.

@Rückkehrer - Studie

22:46 von Rückkehrer:
"Wissenschaftlich erwiesen ist es ebenso, dass Frauen statistisch häufiger zu schlagen als Männer."

Ìn welche Studie wurde das nachgewiesen? Meine Alltagserfahrungen entsprechen eher dem Gegenteil.

@21:36 von deutlich

"Besserer Schutz wäre wünschenswert
nur wie soll der in der Praxis aussehen? Die Polizei ist erst zuständig, wenn was geschehen ist und Abstands- oder Annäherungsverbote werden im Zweifel nicht beachtet. Gesetze verhindern keine Tat."

Der Sinn solcher Artikel wird wohl darin liegen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Gewalt in der Partnerschaft immer noch ein Riesenproblem ist und wir keineswegs so zivilisiert sind, wie wir allgemein annehmen.
Ein Problem ist sicher auch, dass Kinder, die selbst Gewalt erlebt haben, oder deren Eltern sich gewalttätig gestritten haben, sehr gefährdet sind, als Erwachsene selbst gewalttätig zu werden. Wie man diesen Teufelskreis wirksam durchbrechen kann, weiß ich allerdings auch nicht.

22:59 von Anna-Elisabeth @22:06 von Silverfuxx

"" ...sich nicht mit Würstchen einlassen, deren Selbstbewusstsein zu niedrig ist, um eine gleichberechtigte Partnerschaft führen zu können...)

Eben diese Würstchen gibt es in allen Schichten. Allerdings ist ein Mangel an Selbstbewusstsein allein sicher noch kein Auslöser für Gewalt.""
#
Das ist ja immer wieder der Auslöser das es zu Gewalt gegen Frauen kommt.

21:26, Nachfragerin

>>Einzig sinnvolle Lösung: Gewalttätigen Partner verlassen<<

Ja natürlich.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß dem irgendwer widersprechen würde.

Es ist aber doch entschieden leichter gesagt als getan. Wenn dem nicht so wäre, dann würde das in solcherart Beziehungen öfter getan. Es ist aber gerade wichtiger Teil der Problematik, daß das oft nicht passiert.

Reden Sie mal mit Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern. Die können Ihnen sämtlichst zahlreiche Geschichten von Frauen erzählen, die nach Abheilung der körperlichen Verletzungen zu ihrem "Partner" zurückgekehrt sind.

22:58 von StöRschall 22:20 von Sisyphos3 21:22 von

""Das würde dann auch das Bild der Selbstwirksamkeit bei Frauen stärken.
Ganz konkret heißt das "Selbstverteidigung" auf vielen Ebenen.""
#
Bei der Selbstverteidigung sind meine Töchter schon im Sportverein in guter Gesellschaft mit gleichaltrigen Frauen.

22:59 von Anna-Elisabeth

Es ist schon klar, dass Gewalt nicht unbedingt am sozialen Milieu festzumachen ist. Das ist hier mit `Bildung´ auch nicht gemeint.
Es geht eher um `Mädchen stark machen´, gleichzeitig aber auch darum, auch Jungen zu vermitteln, dass alte Rollenbilder und -klischées überholt sind.
Das passiert schon und von daher kann man wohl erwarten, dass die Zahlen in Zukunft eher abnehmen werden. Es muss nur eben damit weitergemacht werden.
Zu Bildung gehört auch Aufklärung. Über Hilfsangebote (die dazu natürlich existieren müssen) und über Rechte. Und wohl auch, Frauen die in einer gewissen Abhängigkeit vom Partner leben, weiterzubilden, um finanziell auf eigenen Füßen stehen zu können.

Aber auch Polizei, Justiz und Politik brauchen Nachhilfe. Wenn Frauen (wie Frau Künast, die ja hier nur ein einziges prominent gewordenes Opfer ist) richterlich abgesegnet höchst offiziell Opfer von Gewalt werden dürfen (und das dann eben aushalten müssen), fehlt es wohl der gesamten Gesellschaft an Bildung.

Darstellung: