Ihre Meinung zu: Weltweite WHO-Studie: Jugendliche bewegen sich zu wenig

22. November 2019 - 0:01 Uhr

Weltweit bewegen sich Jugendliche laut einer WHO-Studie zu wenig. Als einen Grund vermuten die Forscher Smartphones und Computer. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Von Mathias Zahn.

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Kommentare

Was für ein Trauerspiel an deutschen Schulen

Man sollte sich mal anschauen, wieviel Sportstunden heute noch an der Schule angeboten werden. Und schon in der 5. Klasse sollen Laptops eingeführt werden und in der 7. Klasse Informatik. Irgendwo haben diejenigen, die hier die Lehrpläne entwickeln, ein absolutes Problem mit der Realität und das ist hier noch absolut milde ausgedrückt. Für mich haben die Verantwortlichen hier eine Meise und sie wissen nicht mehr, was sie tun. Die Digitalisierung bringt viele Vorteile, aber dafür viel mehr Nachteile. Früher hat man gesagt: Fernsehen macht dumm, heute sind es die Smartphones, die so gar nicht smart sind. Wann macht diese Bundesregierung mal was und verbannt Handys komplett vom Schulgelände. Die französische Regierung hat es durchgesetzt und alle haben davon nur profitiert. Aber das blickt unsere Groko nicht, da sie im Berliner Glashaus sitzt und sich selber auf die Schulter klopft und sich auch noch selber eine gute Arbeit bescheinigt. Weiter so.

Mädchen "noch träger" - wegen Hausarbeit?!

"Sie mutmaßen aber zum Beispiel, dass Mädchen in bestimmten Kulturen eher zur Hausarbeit erzogen werden und deshalb seltener rausgehen und Sport machen."
Entschuldigung, aber was soll das denn bitte? Hausarbeit ist nichts für träge "Bewegungsmuffel". Wenn die Studie "Bewegungsmuffel" nur anhand ihres Rausgehens und Sports statt anhand tatsächlicher Bewegung identifiziert, so weiß man wenigstens sofort, wo die Studie hingehört, nämlich schön abreißbar perforiert auf eine Rolle;-)

Die Schlussfolgerungen kann ich nur bestätigen

Gerade das Sozialverhalten ist bei vielen Jugendlichen geradezu unterirdisch. Ein Indiz dafür ist das Mobbing in Schulen bis hin zum Zusammenschlagen von Altersgenossen, was noch jolend gefilmt und ins Internet gestellt wird. Auch die Fähigkeit zu Lernen und das Gelernte zu behalten und umzusetzen nimmt mehr und mehr ab. Es ist hinlänglich bekannt, dass regelmäßige Bewegung positiv für die geistige Entwicklung ist, ganz zu schweigen von der körperlichen Gesundheit. Auch für das Durchhaltevermögen bei der Bewältigung von Aufgaben, wovon viele Lehrherren ein Lied singen können. Eine mehr als bedenkliche Entwicklung, die sich mit der immer schneller voranschreitenden Digitalisierung der Welt beschleunigen wird. Düstere Aussichten.

Weltweite WHO-Studie: Jugendliche bewegen sich zu wenig

Das Ziel sollte nicht lauten:
In 10 Jahren die Bewegungsmuffel um 10 % zu reduzieren sondern
in 5 Jahren um 50 % zu reduzieren.
Schon heute stelle ich eine Häufung von krankheitsbedingten Arbeitsausfällen meiner jungen Kollegen fest, die im Wesentlichen auf genau diese Ursache zurückzuführen ist.
Wie soll das erst in 10 Jahren aussehen?

Na das ist aber nicht neu

Das Smartphone ist aber das wichtiges im Leben von vielen jungen Menschen. Das verhindert dann auch das man sich zuviel bewegt denn das darauf gucken ist wichtig.

Merkwürdig

""Jugendliche, die sich bewegen, haben eine bessere Herzgesundheit", sagt sie. "Ihre Lunge funktioniert besser. Sie haben auch eine bessere Auffassungsgabe, lernen leichter. Und sie haben auch ein besseres Sozialverhalten.""

Und fliegen können sie vermutlich auch noch.

Alles hat Vor- und Nachteile. Auch Sport muss korrekt gemacht werden, sonst gibt es Gelenkverschleiß, Bänderrisse und Brüche. Zu viel ist auch nicht gesund.

Auf die Stunde normaler Bewegung pro Tag kommt jeder. Das ist aber kein Sport.

*

Aber eigentlich heißt das Vorurteil, die besten Sportler sind nicht gerade die hellsten Köpfe. Wie kommt das?

Und Sozialverhalten steht auf einem anderen Blatt.

"In zehn Jahren soll die Zahl

"In zehn Jahren soll die Zahl der Bewegungsmuffel von gut 80 Prozent auf unter 70 Prozent sinken." !?

Klingt erstmal lächerlich, ist aber beim näheren Hinschauen ein recht ehrgeiziges Ziel.

Erstens ist es rein evolutionsbiologisch schierer Unsinn von prall gefüllten Trögen aufzustehen, um durch planloses Herumhüpfen wertvolle Kalorien zu vergeuden.

Zweitens gibt es auch sonst wenig Anreiz für Heranwachsende mal spontan in die Hufe zu kommen und sich draußen zu bewegen.

Zu meiner Zeit waren wir an guten Tagen zu zehnt in der Siedlung unterwegs (Ballspiele, Gummitwist, Hüpfkästchen... Schnitzeljagd im Feld) an schlechten Tagen immer mindestens zu dritt. Draußen war immer was los. Ein bis zweimal die Woche Turnverein, Fußball, Kunstrad... je nach Neigung. Hin und zurück? Selbst laufen!

Heute muss ich mir die Inliner anschnallen, damit meine Enkelin draußen nicht ganz die Lust am Üben verliert. Es ist einfach keiner da. Gut für mich und meine Gesundheit. Aber im Sinne des Erfinders?

Studie : Sport - Bewegung - Hausarbeit

zit.("Sie mutmaßen aber zum Beispiel, dass Mädchen in bestimmten Kulturen eher zur Hausarbeit erzogen werden und deshalb seltener rausgehen und Sport machen.")

Die Studie befaßt sich mit "Bewegungsmangel" -und stellt eine Unterschied zwischen den Geschlechtern im zitierten Sinn fest. Diese Studie dürfte reiner Murks sein - schon weil sie offenbar Sport und Bewegung unterscheidet. Und von Hausarbeit hat sie keine blasse Ahnung. Hausarbeit ist im Grunde reines Fitnessprogramm - und vermutlich der Grund, warum Frauen im Mittel länger leben.

Richtung...

Faul, dumm, egoistisch... Deutschland folgt den USA.

Was ein Glück bin ich schon

Was ein Glück bin ich schon älter . Wir wurden nicht mit sinnliser Dauerschule und TV Programm gequält. Schule war um 13uhr fertig. Tv ging erst um 18uhr los.
Man konnte nicht regungslos sitzen oder lungern.

Das korreliert leider mit der

Das korreliert leider mit der inneren wie äußeren Bewegungsunfähigkeit vieler Erwachsenen...

Um die Bewegungsarmut der

Um die Bewegungsarmut der Jugendlichen zu beweisen, dazu brauche ich keine Studie. Die Fettleibigkeit der Kinder und Jugendlichen ist doch auch eine Folge der Digitalisierung und nicht nur die falsche Ernährung.
Schauen wir uns doch in unseren Dörfern um, wo die Jugendlichen zu Sport animiert werden können? Wo gibt es da große Möglichkeiten, um Sport zu treiben. Wenn, dann vielleicht einmal ein Fußballverein. Die Jugendklubs mit ihren Aktivitäten sind weggebrochen. Es gab und gibt keine Unterkünfte und kein Geld durch die Kommunen.
Wie sehen die Sporthallen der Schulen aus? Sie werden wie Stiefkinder behandelt. In den Dörfern stehen noch die alten Schulen. Warum werden diese nicht als Sporträume genutzt?

Hmmm, vielleicht

sollte es sich die Politik nicht so einfach machen (wie gewöhnlich) und die Schuld wieder nur bei den Kindern suchen.

Schauen wir und doch mal das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche an:

Als ich in den mittleren 90ern ein Kind war konnte ich mich vor z.B. Ferienangeboten kaum retten.
1.-4. Klasse die Ferienspiele; jeder der wollte hat einen Platz bekommen

5.-8. Klasse Campen im Wald mit ausführlichen professionellen Belehrungen über Pflanzen und deren Eigenschaften

Sowie jede Menge Angebote unter der Woche im Jugendzentrum.

Alles betreut und geplant von 3 (nicht 4; vertippt) Sozialarbeitern

Stand heute:
Ferienspiele: maximal 10% der angemeldeten Kinder können an den Ferienspielen teilnehmen; Budgetkürzungen

Die Campingfreizeit für die älteren wurde ganz eingestellt: Budgetkürzungen

Aus drei Sozialarbeitern wurde einer der teilweise sogar sein peinlich niedriges Gehalt verspätet bekommt.

Vereinen geht es ähnlich; wenn es keine Angebote gibt, wie sollen Kinder es nutzen

@ 02:28 von Tada

Man kann natürlich gegen etwas sein, dann bitte auch einen konstruktiven Gegenvorschlag machen. Was haben sie gegen Sport ? Ihre Argumente sind nicht gerade originell.

Nur Jugendliche?

Schauts bei den Erwachsenen besser aus?

Die Meinung einer Schülerin

Ich als Schülerin kenne das Problem, wenn man nicht den Zeitraum findet, Sport zu machen.
Aber woran liegt das?
Nun, ich persönlich habe 3x die Woche Mittagschule bis 17:00 Uhr, danach wird von uns verlangt, Hausaufgaben zu machen und auf die kommenden Klausuren zu lernen - dabei bleibt kaum freie Zeit, sich aufzuraffen und sich zu bewegen.
Es ist verständlich, wenn Schüler*innen nach der Schule ausgelaugt sind und sich ausruhen wollen, sei es vor dem Handy oder einen Buch.
Um die Bewegung der Jugend zu fördern, müsste Bewegung und Sport viel mehr in den Schulalltag integriert werden - zwei Stunden Sport pro Woche reichen nicht aus.
Man wundert sich um unseren gesundheitlichen Zustand, vergisst aber dabei, dass wir dazu gezwungen werden, 3/4 des Schultags zu sitzen!
Nur den neuen Medien die Schuld zu geben, ist falsch - man muss alle „Lebensbereiche“ der Jugendlichen beachten, und wie sich Bewegung dort integrieren lässt, ohne uns noch mehr unter Druck zu setzten.

@Herwig4

>>Faul, dumm, egoistisch... Deutschland folgt den USA.<<

Sogar nach dem gleichen Rezept, nur in metrisch.

1. Streiche das Bildungssystem zu einem unförmigem Klumpen zusammen und versehe es mit einer unnütz aufgeblähten ineffektiven Verwaltung.
(Ungebildete lassen sich besser für Dumm verkaufen und Beschwerden verlaufen im Sande)

2. Streiche das Kultur und öffentliche Sportangebot zusammen, träge Menschen beschweren sich auch weniger.

3. Sorge dafür, dass es so aussieht, dass nur Egomanen Erfolg im Leben haben (z.B. die Glorifizierung von Schröder oder Merz)
(verhindert den unerwünschten Zusammenschluss von Menschen, weil jeder nur an sich denkt)

4. Verlass dich drauf, dass du trotzdem an der Macht bleibst, weil du ja ein 2 Parteiensystem hast.
(Ach verdammt, wir hätten Schritte 4 vor dem Ausführen lesen sollen, jetzt werden wir von einer Partei überrollt die richterlich bestätigte Faschisten in ihren Reihen hat)

Es liegt also an Dingen wie..

Computer und Smartphones etc.

Woran es natürlich nicht dran liegt ist die Eigenverantwortungen.

@Anouk Hennicke

Ach Quatsch, das System hat sich seit 50 Jahren bewährt, das muss nicht geändert werden.
Sarkasmus off

Vielleicht habt Ihr jungen Leute ja bessere Ideen, denn die Politik hat nichts versucht und ihr sind die Ideen ausgegangen.

Ach halt ich hab es vergessen, ihr HABT bessere Ideen ihr werdet nur von den Lindners der Politik (verhaltet euch still und überlasst die Politik den Profis) ignoriert.

Wenn ich mir unsere 7(!!!)

Wenn ich mir unsere 7(!!!) Fussballclubs im ort ansehe, muss man auch feststellen, dass selbst nach sinnbefreiter gsnztagsschule noch zeit für sport ist.
Wir hatten damals g9. Und so vie unterichtsausfall, wir hätten direkt g7 machen können. Trotzdem wussten wir jeder mehr, als heute jeder einserabiturient.

07:21 von Anouk Hennicke

habe 3x die Woche Mittagschule bis 17:00 Uhr,
.
meine Tochter (16) ist in der selben Situation
trotzdem hat sie die Muse noch japanisch und koreanisch zu lernen
ihre beiden Freundinnen sind aktiv beim Volleyball, die andere reitet
Wer Sport (oder einen anderen Ausgleich will) findet Wege.
Wer nicht - findet Gründe

übrigens ich war froh, dass es in meiner Schulzeit kaum Sport angeboten wurde
im Gegensatz zu meinen privat kickenden/profiradfahrenden Mitschülern
war für mich Sport ein Greuel

@ 07:26 von Deeskalator

Stimmt nur zum Teil.
Habe 2 pubertierende Burschen zu Hause von denen der eine überwiegend vor der Glotze hängt und der andere entweder vor der Xbox oder Youtube.
Wenigstens sind beide noch in einem Sportverein und machen ein paar Stunden die Woche was.
Aber ansonsten sind sie zu nix zu motivieren. Da kommen schon (sehr) viele Stunden pro Tag an Medienzeit zusammen.
Und ja jetzt wird sofort wieder auf die Eltern und deren Erziehung gezeigt.
Ich sag Euch Schlaumeiern nur: versucht's mal gegen diese absolute Verweigerungshaltung anzukommen. Alle Angebote helfen nicht. Viel Spaß dabei.
Drastische Verbote bringen nur, dass der Familenfrieden endgültig begraben wird.
Bücher lesen kann man ihnen leider auch nicht nahebringen.
Die leider lächerliche Fritzbox Kindersicherung wird auch "spielend" ! umgangen.
Laufen lassen und hoffen irgendwann wird doch mal unsere Rente verdienen ;-)

07:40 von Superschlau

Trotzdem wussten wir jeder mehr, als heute jeder einserabiturient
.
zu meiner Zeit (1965) hatten 5 % der Schüler Abi
aktuell sind es 50 %
entweder gab es nen Intelligenzschub ... oder
und über den "Bewegungsmangel" wurde schon damals diskutiert
dass früher alles besser war ohnehin

auch so Organisationen müssen ihre Daseinsberechtigung begründen
macht man halt ne Studie
arme Kinder, hungrige Kinder, gemobbte Kinder, gequälte/mißhandelte Kinder
der Zuschauer liebt die Abwechslung

@ Anouk Hennicke

„ Nun, ich persönlich habe 3x die Woche Mittagschule bis 17:00 Uhr, danach wird von uns verlangt, Hausaufgaben zu machen und auf die kommenden Klausuren zu lernen - dabei bleibt kaum freie Zeit, sich aufzuraffen und sich zu bewegen.“

Und wie gemein das erst wird wenn man später arbeiten gehen muss.
Da hat man das dann fünf mal die Woche.
Tip Selbständige arbeiten ist dann doof, da schafft man die 17.00 Uhr nämlich nicht, und da kommt dann der Samstag noch dazu.
Aber auch als Schüler ich weiß gar nicht wie mein Patenkind mit den gleichen Voraussetzungen es schafft, drei mal die Woche zum Fußball zu gehen.

Der Tag hat 24 Stunden

Und ich bin froh, dass diese physikalische Gewissheit bleibt. Alle ringen um die Aufmerksamkeit des Menschen. Schule, Wirtschaft, Medien, Werbung. Die biologischen Grenzen der Wachphasen werden nun ausgelotet. Da ist aktuell der Sport etwas auf der Strecke geblieben.

Es gibt nur zwei Arten von

Es gibt nur zwei Arten von Sportlehrern. Die einen verteilen Einsen wie Oma Berta Nackenschellen. Die anderen wären gerne Feldwebel bei der Bundeswehr geworden, wurden aber aufgrund ihrer 1,60 Meter ausgemustert und lassen seitdem aus Hass Zwölfjährige im Sportunterricht über zu hohe Böcke springen.

Aber im Ernst: Der Sportunterricht in den Schulen trägt zum Problem bei. Er ist für Kinder / Jugendliche, die nicht ohnehin sportaffin sind z.B. durch Mitgliedschaft in einem Sportverein häufig ein Grund für die Bewegungsverweigerung. Wenn man nach der Schulzeit endlich von diesem Mist befreit ist, wird man wahrscheinlich erst wieder Sport machen "wollen" wenn die medizinische Notwendigkeit es erfordert. Also mit 40+ oder 50+. Viele schmeißen den Sport aber dann nach wenigen Stunden wieder hin, weil sich das Erlebnis von früher wiederholt: "Das schaffst du sowieso nicht."

@ Sisyphos3

„zu meiner Zeit (1965) hatten 5 % der Schüler Abi
aktuell sind es 50 %
entweder gab es nen Intelligenzschub ... oder
und über den "Bewegungsmangel" wurde schon damals diskutiert
dass früher alles besser war ohnehin

auch so Organisationen müssen ihre Daseinsberechtigung begründen
macht man halt ne Studie
arme Kinder, hungrige Kinder, gemobbte Kinder, gequälte/mißhandelte Kinder
der Zuschauer liebt die Abwechslung“

Besser als sie es hier getan haben, kann man das in der kürze kaum beschreiben.
Ich möchte mich diesem Text voll und ganz anschließen.

@2.28-die besten Sportler sind nicht die hellsten Köpfe

Es geht aber nicht um Spitzensportler.

Es geht um die Allgemeinheit. Unabhängig vom Intellekt und von der Intelligenz.

Und die von Ihnen angesprochenen „Nachteile“ gibt es bei Übergewichtigen Menschen noch viel öfters, als bei normal gesunden sportlich aktiven Menschen.

Und zum Sozialverhalten:

Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.

Wusste man schon in der Antike.

Aber wer Ausreden sucht, der findet immer welche.

;-)

Labern und Medien

Wenn es in den Schulen neben dem ewigen Gelaber etwas mehr Bewegung, Aufräumen, Werken, Kochen und gute Ernährung gäbe, wäre allen gedient. Aber nee, wir müssen ja die Birne mit "Bildung" vollpfropfen, die man später so wie so nicht braucht.

also mal ehrlich,...

...wen wundert es?
Es wird so von der Gesellschaft gefordert.
Schulabgänger müssen Abi haben (jedenfalls das eigene) und einen Job im Büro vorm Laptop. Die Eltern, ständig am arbeiten (Kernarbeitszeit von 08:00 - 16:00 (und das ist schon großzügig!)), ja von wem sollen die es sich denn abschauen, in einer Zeit wo fast 50% ein Roboter das selbe besser machen könnte (oder eine Software).
Wir sind entglitten, sowohl politisch wie auch industriel.
An sich müsste jede Familie die ein Kind hat, oder mehr, erstmal die nächsten 6 Jahre im Camper (ohne TV) durch Europa reisen und dann mit beginn der Schulzeit anfangen sesshaft zu werden und leben.
Aber das geht ja nicht weil dann der Konsum runtergefahren werden würde... wo bliebe da das Wachstum?!
Hier geht's es schon seit 15 Jahren nicht mehr um DIE Kinder, dass ist doch nur Alibi...
Wir brauchen Fachkräfte(Punkt). nichts weniger aber auch bitte nicht mehr! Das ist die Devise.

@8.07-24 Stunden Aufmerksamkeit

Sie haben absolut recht. Die Kinder und Jugendlichen verstehen das noch nicht. Sie wachsen da rein und werden es wohl auch nie verstehen.

Achtsamkeit und auf seinen Körper hören muss man lernen.

Moderne Medien blockieren diese Entwicklung leider massiv.

Es ist nicht nur die Bewegung, die fehlt. Es ist auch die Empathie und die innere Ausgeglichenheit.

Ich kann nur jedem empfehlen den Kids schon früh Yoga, autogenes Training, Ballett o. a. nahe zu bringen. Und Musik, bspw ein Instrument zu spielen.

Medien kann man nicht vermeiden, wohl aber strikt begrenzen. Und als Belohnung einsetzen.

Man muss nur konsequent sein. Dinge wie Facebook und Werbung auf YouTube und in Kindersendungen gehören für mich verboten. zumindest bis Alter 16. Die Wirkung ist ähnlich wie beim Alkohol.

Bewegung !

Ja, es ist so, die Kinder werden im Allgemeinen schon vernachlässigt. In den Schulen werden sie nicht angehalten, sich in den Pausen zu bewegen, anstatt nur aufs Handy zu schauen.
Handy oder Smartphones sollten in der Schule wie in Frankreich verboten werden.
Dann werden viele Schule, Sportplätze und Sportstätten nicht renoviert, jegliches Geld dafür wird meist aus unklaren Gründen gestrichen.
An den Schulen sind zu wenige Sozialarbeiter, die den Kindern helfen, gewisse Verhaltensregeln besser um zu setzen, anstatt sich zu prügeln oder zu mobben.
Für was braucht ein Jugendlicher ein Messer in der Hose ??? Um einen anderen ab zustechen ???
Da läuft doch gewaltig etwas total schief !

Halten wir fest, jeder hat

Halten wir fest, jeder hat genügend zeit für bewegung. 24h -8h schlaf- 8h arbeit = 7h freizeit.
Da passt schon ein wenig bewegung rein. Und wenn man mal mim Rad zum Bäcker, Einkauf, schule,,arbeit, ... fährt?
Genau. Alle zu bequem. ElterntaxiSUV fährt ja bis ins Klassenzimmer.

@Francis Ricardo

Schülern lernen fremdbestimmt (was den Inhalt angeht), also kann man sie schwerlich als mit Selbstständigen gleichsetzen.
Wenn man sie also als Angestellte betrachtet, dann haben sie eine Wochen Arbeitszeit, die ist gerade in der Oberstufe nicht eben wenig.

Aber anders als der normale Angestellte haben sie kein Anrecht darauf nach ende der "Arbeit" abzuschalten und dann eben Sport machen zu gehen.
Sie müssen noch die erwähnten Hausaufgaben machen und lernen, das Moralsystem unserer Bildung ist so gestrickt, dass man eigentlich dazu verpflichtet ist grundsätzlich immer für die Schule zu lernen und sofort ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man es nicht tut.
Sonst nimmt man es schließlich nicht ernst.

Ein klein wenig Spaß an ihrer Jugend sollte man den Schülern schon zugestehen.

Fragen sie sich mal selbst, ob es nicht ein wenig unfair ist an Kinder die Maßstäbe für Erwachsene anzulegen.

Politik muss sich bewegen

Schon Anfang des Jahrtausends mahnte der Ernährungsexperte H. Schmidt in seiner international beachteten Fortsetzungsreihe "Die dicken Kinder von Landau" vor den Folgen dieses politischen Versagens auf Gesellschaftsebene.
Ach ja, hallo Helikoptereltern: Statt euren Nachwuchs mit verbrennungsmotogetriebenen SUVs zu Schule zu fahren, lasst sie doch einfach mal laufen!

@DeHahn

>>Wenn es in den Schulen neben dem ewigen Gelaber etwas mehr Bewegung, Aufräumen, Werken, Kochen und gute Ernährung gäbe, wäre allen gedient. Aber nee, wir müssen ja die Birne mit "Bildung" vollpfropfen, die man später so wie so nicht braucht.<<

Bitte differenzieren sie zwischen Schule und Schulsystem.

Die meisten Lehrer und Direktoren würden gerne mehr und ganzheitlicher mit ihren Schülern arbeiten, sie dürfen es aber oft von Seiten des Kultusministeriums nicht oder es fehlen schlicht die Mittel.

Beispielsweise beträgt das Budget für die Ernährung eines Schülers weniger als 3€ pro Tag im Bundesschnitt.
Wie sollen Schule da was gesundes bereitstellen? (Nebenbei, die Kosten für den Betrieb der Kantinen sind in den 3€ enthalten)

Aufgrund von Totalversagen seitens der Politik fehlen bis 2025 27.000 Lehrer (Trotz gut 10.000 Quereinsteiger), wie soll da vernünftiger Unterricht gemacht werden?

um 02:28 von Tada

sehr ich auch so.
Die Dosis macht das Gift. Zu viel Sport verbunden mit inneren und äußerem Leistungsdruck macht aus Kindern kaputte Erwachsene. Zu viel gepauktes Wissen macht aus Kindern engstirnige Erwachsene die den Tellerrand als Horizont sehen.
Warum schauen Jugendliche lieber aufs Smartphone als in die Ferne. Weil das die Politik respektive unsere Bildungssystem dies fördert.
Immer noch wird vermittelt das Fortschritt und steigender Lebensstandard nur erreicht werden mit Gehorsam und gezielter Anstrengung.
In unserem Grundgesetz steht eigentlich was anderes drin.
Und da wird aus Kreativität die den Menschen in die Wiege gelegt wird, Monotonie und aus Aktivität wird Passive Teilhabe.
Wenn Jugendliche mehr Zeit für sich haben, dann legen die auch ihr Smartphone zur Seite, weil das dann zu langweilig ist.
Persönlich mache ich 4-6 mal in der Woche Sport und habe zwei Teenagerinnen zu Hause.

@ Fam. Schmidt

Vieles richtig, insbesondere die Kritik an der Gesellschaft.

Aber unsere Kinder werden in Zukunft mit immer mehr Informationstechnologie zu tun haben, und daher gehört der frühe Umgang damit auch zu den frühen Lebensjahren dazu. Ähnlich wie der Umgang im Strassenverkehr. Das ist aber Aufgabe der Eltern, Vorbild zu sein und nicht den bequemsten Weg zu gehen.

Eltern müssen auch mal im Regen mit den Kids den zur Kita oder Schule gehen, nicht bequem im Auto fahren.
Eltern müssen sich mit der Technik vertraut machen und darauf achten, wie die Kinder den Umgang lernen.
Eltern sind gefordert, den Bewegungsdrang der Kinder zu fördern und mal Zeit dafür mit den Kindern zu Opfern. Sei es selber aktiv mitzumachen oder die Möglichkeiten aufzuzeigen.

Im übrigen ist es egal, ob ein Kind immer vor Büchern oder dem PC sitzt. Auf Dauer ist es das selbe negative rumsitzen.

Aber mit soviel Eigenverantwortung sind die meisten wohl überfordert...

@ Fam.Schmidt

Das Arbeiten ist kein neues Phänomen und auch nicht die Intensität, ich verrate ihnen was, ich muss das schon seit Jahrzehnten tun, und mein Vater vor mir musste das auch schon.
Alle Generationen vor uns mussten das, im Mittelalter sogar gänzlich ohne Rechte, sieben Tage die Woche als Leibeigene.
Was sich geändert ist die Einstellung, nicht die Arbeit an sich, und natürlich das suggerieren das alles immer schlimm wird.

Ups. Da fehlt eine stunde

Ups. Da fehlt eine stunde mittagspause in der rechnung.

@7:40 von Superschlau "Wenn ich mir.."

"Trotzdem wussten wir jeder mehr, als heute jeder einserabiturient."

Abgehobener geht's nicht mehr - peinlich.

Mein Schulweg

war 6 km. Ich fuhr also mit dem Fahrrad jeden Schultag mindestens 12 km. Wenn ich dann sehe, wie viele Schulkinder heute von ihren Eltern mit dem Wagen chauffiert werden, wundert mich nichts.

Die Zunahme an Körpermasse

kompensiert zugleich den Schwund an Hirnmasse. Alles im Gleichgewicht. Mens sana in corpore sano.

Die Zeiten haben sich geändert

mens sana in corpore sana- wer kennt das noch? Nein, es liegt nicht an der Schule oder an der Bildung. Die gab es früher auch- aber weniger Ablenkung, keine Smartphones, keine Laptops, keine Fernseher auf dem Zimmer von 10-jährigen. Aber die Wiese, um nachmittags mit Freunden Fußball zu spielen oder die Waldwege zum Laufen. Bei uns auf dem Dorf war es normal, im Sportverein zu sein und Fußball zu spielen, mangels Alternativen. Heute bilden 3 Sportvereine eine Gemeinschaft, um eine Jugendmannschaft zu stellen

Verstehe.

Wenn Jungs den ganzen Tag am Smartphone sitzen, liegt es daran, dass sie faul sind.

Wenn Mädchen den ganzen Tag am Smartphone sitzen, liegt es daran, dass sie "zur Hausarbeit gezwungen werden".

@ Deeskalator

„Aber anders als der normale Angestellte haben sie kein Anrecht darauf nach ende der "Arbeit" abzuschalten und dann eben Sport machen zu gehen.“

Wer verbietet ihnen denn dieses Anrecht?
Ich sehe bei meinem Patenkind auch nicht, das der keine Zeit mehr für Sport hat.
Und das obwohl seine Mutter als Lehrerin ist, und auch gewisse Vorstellungen im Bezug auf Bildung hat.
Und ihre Maßstäbe dabei auch höher sind als die bei unseren Eltern waren.

Das Beispiel Arbeit oder auch Selbstständige hab ich nicht gebracht , weil ich die Maßstäbe für Schüler ansetzen will, sondern weil man meiner Meinung nach Kinder durchaus mal mit der Realität von morgen konfrontieren darf.

Bewegungsfreude statt Sport

Nicht der Sport, sondern die Bewegungsfreude sollte gefördert werden. Meine Bewegungsprojekte in Grundschulen zeigen eindeutig, dass Mädchen sich genauso gern und viel bewegen wie die Jungs. Die Lehrpläne und der DOSB sorgen dann gemeinsam dafür, dass aus der Freude an Bewegung eine auf Wettkampf gedrillte Gesellschaft wird, in der sich laut aktueller Studien 80% der Kinder zu wenig bewegen. Wir brauchen aber glücklich bewegte Kinder und keine Leistungssportler, die aus anerzogener Gier nach Ruhm und Geld ihre Körper ausbeuten.

Habe mich heute morgen geklingelt vor Lachen

als ich die Kommentare las. Ich hoffe es gibt auch eine Analyse, wie sich die 60 bis 90 jährigen bewegen. Die hier so auf Jugendliche herumhacken, sehe täglich wie die hier sinnlos posten, sich kaum bewegen, nirgends im Park spazieren gehen, TV glotzen bis der Arzt ihnen sagt: geh mal am Tag 50 Schritte, aber draußen, nicht zum Kühlschrank.

Zu meiner Zeit haben wir es

Zu meiner Zeit haben wir es als Qual empfunden , wenn wir nicht an die frische Luft durften ,weil mal wieder für 2 Stubenarrest verhängt wurde. Ich bin Jahrgang 44 und da haben wir nach den Schularbeiten sofort die alten Klamotten angezogen , denn die S.-Kleidung musste ja sauber bleiben. Die heutigen Kinder können zwar mit dem neusten Handy und was es alles so gibt umgehen , aber so richtig rumtollen , was übrigens auch sehr viel Spaß gemacht hat,das können die wenigsten von diesen Kindern.
Was das Abitur anbelangt , da habe ich so meine Zweifel ,ob das alles noch normal ist , wenn jeder zweite Schüler ( in ) das Abitur machen will. Für uns , welche wie ich 1963 das Abitur gemacht haben , war es schon damals was Besonderes die Oberschule erfolgreich beenden zu können ,um dann nach dem Militärdienst ein Studium aufnehmen zu können.Auch heute und gerade in meinem Alter ist es wichtig , dass man zum Sport geht und in Bewegung bleibt , denn wer Bewegungsfaul ist , der ist geistig faul.

Wer Sport treiben möchte,

Wer Sport treiben möchte, findet IMMER Wege und Zeit, wer keinen Sport treiben möchte, findet IMMER Ausreden für seine Faulheit.

UUUUUh Was soll das?

WHO *

Studien die das herausfinden was jeder weis.
Einem Appell der "sehr viel" bringt.
Medien werden verstopft.
Für das wichtige ist dann kein Platz.
Warum liebe WHO machst Du das?

immer wieder, immer noch, immer fort?

Willst Du damit sagen das alles andere in Ordnung ist?
Willst Du ablenken?
Willst Du zeigen wie viel Du tust?
Willst Du zeigen wie wichtig Du bist?
Willst Du Deinen eigenen Ast absägen?

------
* WHO ist die Organisation die das mit den Epidemie-warnungen regelmäßig rausgibt ohne das es was bewirkt - aber auch ohne das es eine Epidemie wie gewarnt gibt oder gab. WHO gibt auch ausgewürfelte Grenzwerte raus, leider werden die ernst genommen und haben dadurch Folgen.

Stimmt bei bei einem erheblichen Teil,

sehr zu Unwillen der Eltern, die um den Bewegungsdrang zu fördern, den Kindern E-Scooter und E-Bikes unter den Weihnachtsbaum stellen.
Das neueste Smartphone mit Flatrate nicht zu vergessen, damit man seine Freunde in den (a-) sozialen Netzwerken vom Sofa aus treffen kann.

08:31, vriegel

>>Und zum Sozialverhalten:

Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.

Wusste man schon in der Antike.<<

Sieht man ja an Stephen Hawking...

@superschlau, 08.45

Was wollen Sie denn immer mit Ihrem "Elterntaxi-SUV"?

Ich weiß nicht, in welchem Land Sie leben, aber meiner Erfahrung nach fahren die meisten Eltern kein "Elterntaxi-SUV", sondern Klein- oder Mittelklassewagen.

Auch Kinder dürfen Freizeit haben

Natürlich kann man Sport machen, aber zwei, dreimal die Woche bis 17 Uhr Unterricht, jeden Tag Hausaufgaben und für Arbeiten/Klausuren lernen, da ist man dann auch nicht vor 20 Uhr fertig. Dann noch mal Sport zu machen ist den meisten schlicht zu anstrengend.

Wenn ich um 19 Uhr nach Hause komme ist meine Motivation auch eher mau, hinzu kommen noch Haushalt, Einkäufe usw. Ein Sozialleben möchte man vielleicht auch haben, dass man dann nicht zwingend mit gemeinsamen Sport verbringen mag.

Vereine kosten zum Beispiel auch Geld, was erst einmal da sein muss. Einmal Schwimmen kostet hier 6 Euro und man kann nur zu bestimmten Zeiten hin, die meist nicht mit dem Arbeitsleben bzw Schulleben einher gehen. Da gibt es auch kein Fitnesstudioangebot 20€/Monat für das Schwimmbad.

@ Jadawin1974 Zitat:"Eltern

@ Jadawin1974 Zitat:"Eltern müssen sich mit der Technik vertraut machen und darauf achten, wie die Kinder den Umgang lernen."
Sehr richtig(!), wenn ich mitbekomme wie viele Kinder unter 18 Jahren GTA 5 Spielen, (ein Spiel ab 18) und Eltern von heute das völlig egal ist, weil ist ja nur ein Spiel; Dann braucht man sich nicht wundern...(ich meine der Higscore wer die meisten Jogger oder Demonstranten umfährt, Drücke X zum Foltern usw.) Als Lehrer werde ich damit von 12 Jährigen Kids konfrontiert, die Alpträume von dem Spiel haben aber es trotzdem spielen weil alle das Spielen. Auf die Frage, hast Du mit deinen Eltern schon über diese Ängste geredet kommt nur; "darüber kann ich nicht mit denen reden". dann wird's eh verboten..,oder, die haben doch keine Ahnung... hmmm da läuft was falsch.
und @ Francis Ricardo...
Ja, Sie haben recht,... so hab ich das noch nicht gesehen...ja sind wir zu soft geworden? Ka. was denken Sie?!

@Sisyphos3

"zu meiner Zeit (1965) hatten 5 % der Schüler Abi" Am 22. November 2019 um 08:04 von Sisyphos3

Damals konnte man mit Hauptschulabschluss noch Mechaniker werden.
Heute gibt es Mechatroniker.
2017 waren bei Berufsanfängern dort 3% Personen mit Hauptschulabschluss, und 37% mit Abitur. Gute Englischkenntnisse sind Pflicht.
Trotz allem Gerede über bevorzugte Behandlung von Haupt- und Realschülern.

Krankenschwester könnte man früher mit Realschulabschluss immer werden. Heute mit Abitur.

(Ich wollte nur den aktuellen Stand ohne Wertung darstellen.)

07:51, Sisyphos3

>>übrigens ich war froh, dass es in meiner Schulzeit kaum Sport angeboten wurde
im Gegensatz zu meinen privat
kickenden/profiradfahrenden Mitschülern
war für mich Sport ein Greuel<<

Es war auch für mich ein Greuel. Der Sportlehrer kannte mich gar nicht:=)

Dafür war ich aber immer draußen unterwegs. Ich stromerte durch Wälder und Felder und kraxelte durch Steinbrüche, weil mich interessierte, was da wuchs, kreuchte und fleuchte.

Aber Sportunterricht? Das war für mich militaristisch, Vorbereitung auf das Soldatentum mit Trillerpfeife und gebellten Befehlen.

Bewegungsarmut durch fehlenden Bewegungsraum

Es ist immer einfach etwas zu finden, was man selbst nicht versteht und diesem Ding dann die Schuld zuzuweisen. Das ist aber leider zu einfach, und auch hier im Artikel bemängele ich die Korrelation zwischen Handynutzung und Fettleibigkeit, die als kausal dargestellt wird. Das wahre Problem der Fettleibigkeit liegt ganz woanders. Wir leben in einer kapitalistischen (konsumorientierten), kinderfeindlichen Welt. Die Linder haben überhaupt keine Räume mehr, die sie selbst bespielen können. Die Welt ist von von Autoverkehr, Dingen, die Geld kosten (Indoorspielplätze z. B.) und von Erwachsenen vermüllten Spielplätzen. Geld für Jugendarbeit? Fehlanzeige. Die Kinder verwahrlosen in unserer Gesellschaft, weil sie überhaupt keine Spielfläche mehr haben. Die Flucht in Medien ist eine Folge, die daraus entsteht. Wenn man keine Spielplätze mehr in der analogen Welt hat, sucht man sich diese halt in der digitalen, was dann natürlich Bewegungsmangel erzeugt.

@Jochen Peter

"Und schon in der 5. Klasse sollen Laptops eingeführt werden und in der 7. Klasse Informatik" Am 22. November 2019 um 00:32 von Jochen Peter

Da sind Sie nicht auf dem neuesten Stand.
Schon in der Grundschule ist eine "Tablet-Klasse" erwünscht.

Schulanfänger, Diskalkulie, Legasthenie und Tablets...

Ich kann Ihnen sagen, warum heute so viele Legasthenie gaben:
Ich hatte pro Fach ein Buch und ein Heft. Kopierer hatten die Lehrer nicht.
Jede Aufgabe musste ins Heft geschrieben und dann gelöst werden. Wenn da ein Fehler vorkam, hat man das gleich gemerkt.

Genau das wird heute in Legasthenie-Therapie geschult: Genauigkeit.

Das kriegt man nicht, wenn man schnell mal eine Kopie überfliegt und die Aufgabenstellung zu erraten versucht . Das Verhalten ist aber normal, das machen Erwachsene nicht anders. Aber wenn man noch nicht gut lesen kann, dann "spart" man sich Zeit.

Internet-Dröhnung

Handys sind chick, Internet macht schlau ???!!! Scheint, dass in diesem Land jeder machen kann, was ihm beliebt, also freiheitliche verführungsvolle Grenzenlosigkeit. In Discountern stapeln sich Billigstwaren und ein Übermaß an Nahrungsmitteln für Mensch und das gleiche für die lieben Fellnasen und anderes Getier.
Kiloweise wird Reklame zunehmend auf chemisch hochgepepptem Luxuspapier in Briefkästen versenkt oder schwarmweise von Boten verteilt.
Kinder - und das sind sie nach dem heutigen Stand immer noch und langezeit, sind die empfänglichsten und verführbarsten Kauf-Gruppen der Großindustrie. In Frankreich sind Handys tabu, in DE wird darüber nicht einmal ansatzweise diskutiert. DE steht vor der Aufgabe: das zu schaffen, was AM von ihrem Wahlvolk verlangt - hat: schafft das!
ADE made in germany..

Umständehalber

Sicherlich gibt es auch die Kinder und Eltern, die sich nicht bewegen mögen. Aber es geht doch schon in der Schule mit der Bewegungseinschränkung los: Kein Fangenspiel auf dem Schulhof, kein Laufen, Werfen, Schießen von Bällen (viel zu gefährlich), und welcher Unterricht wird meistens ersatzlos gestrichen? Richtig, Sport!
Zuhause geht es dann weiter: Auf der Wiese vor dem 5-stöckigem Wohnhaus ist das Ballspielen verboten, ("Kinderlärm stört die Nachbarn") Bäume dürfen natürlich nicht beklettert werden und mit dem Hund darf nicht leinenlos durch den Wald getobt werden.
Wenn wir den Kindern das alles wieder ermöglichen würden, könnten wir ohne Probleme auch auf die lachhaften 2-3 Stunden "in Form gepressten Vereinssport" verzichten...

Ich selbst bin Mutter, "Aktive Tante", Sportlehrin und Vereinstrainerin...

@DeHahn - Satire? "Aber nee, wir müssen ja die

Birne mit "Bildung" vollpfropfen, die man später so wie so nicht braucht."
Merkwürdig, dass man von den mit Bildung vollgestopften Birnen so wenig merkt.
Ich selbst bin ja eher der Meinung, je mehr in so einer Birne drin ist, desto interessanter und lebendiger wird's. Die Lust am Wissen und die Lust am Denken braucht niemanden vom Werken, Kochen und gesunder Ernährung abzuhalten - und schon gar nicht von der Lust an der Bewegung.
Kinder - besonders in den Städten - haben zu wenig Gelegenheit, sich draußen frei zu bewegen. Hier gibt's viele Kinder - und wo sieht man sie? Auf Spielplätzen mit deppertem Spielgerät; auf dem Schulhof dürfen sie sich - angeblich aus versicherungstechnischen Gründen - nicht austoben. Hier gibt's, nicht weit entfernt, sogar Felder und kleine Wäldchen, dort sieht man nie ein Kind. Ist das richtige Leben zu gefährlich, aber das "virtuelle Leben" per Smartphone/PC/TV und die Birne voll mit permanenter Reizüberflutung und Bespaßung völlig akzeptabel?

anonym123 >> Abgehobener

anonym123
>> Abgehobener geht's nicht mehr-peinlich <<
Naja , da kann man geteilter Meinung sein , aber wenn ich mich beim Sport mit jungen Leuten unterhalte ,welche schon meine Enkelkinder sein könnten. Wenn es da um Allgemeinbildung geht ,da ist bei den meisten schon etwas im Argen. Über die neueste Unterhaltungstechnik , da können die Vorträge halten , da muss ich mit 75 Jahren nur staunen , aber einen richtigen Satz können diese Jugendlichen dann auch schon nicht mehr zusammen bekommen. Natürlich sind nicht alle Jugendlichen dümmer und schlauer ,als wir es damals waren , aber im Kommunizieren auf sprachlicher Ebene , da gibt es schon gewisse Unterschiede zu damals. Was die Bewegung anbelangt , da wurden wir schon von den Eltern angehalten uns zu bewegen.

Ergänzend: Quellenangabe zu Tada (10:01)

Die Prozentangaben der Schulabschlüsse der Mechatroniker habe ich von einer Seite der Bundesagentur für Arbeit.
(Berufenet Steckbrief)

@ 09:41 von Francis Ricardo

Zitat:"Das Beispiel Arbeit oder auch Selbstständige hab ich nicht gebracht , weil ich die Maßstäbe für Schüler ansetzen will, sondern weil man meiner Meinung nach Kinder durchaus mal mit der Realität von morgen konfrontieren darf."

Sehr richtig! Meine volle Zustimmung

Einfach einfacher

Kinder sind eben am unproblematischsten, wenn sie Zuhause, leise im eigenen Zimmer sitzen. Wie viele Eltern setzen schon morgens ihre Kleinkinder vor den Fernseher, damit sie weiterschlafen und "entspannen" können.
Ist eben unbequem, morgens um 6 mit dem Kind Kastanien zu sammeln, damit der Partner wenigstens ausschlafen kann...

Anonym

Am 22. November 2019 um 09:14 von anonym123

@7:40 von Superschlau "Wenn ich mir.."

"Trotzdem wussten wir jeder mehr, als heute jeder einserabiturient."

Abgehobener geht's nicht mehr - peinlich

Stimmt. Peinlich für heutige schule und die heutigen lehrer.
Jammern, weil mehr, als 2 schüler im unterricht sitzen. Wir waren nie weniger als 16. Normal 24. Zuerst 32.

@Allahkadabra

"Ach ja, hallo Helikoptereltern: Statt euren Nachwuchs mit verbrennungsmotogetriebenen SUVs zu Schule zu fahren, lasst sie doch einfach mal laufen!" Am 22. November 2019 um 09:01 von Allahkadabra

Hallo da, auf der Wolke ganz oben:
Wie viel Bewegung bekommt ein Kind wartend an einer Bushaltestelle oder in einem Bus?

Wenn die Schule nah ist, dann wird kein Kind mit dem Auto gebracht, das kostet auch Geld.
Andere Geschichte ist es, wenn eh eine Monatskarte gekauft werden muss und die Eltern sowieso zur Arbeit fahren.

09:24 von Bigbirl

"" Mein Schulweg war 6 km. Ich fuhr also mit dem Fahrrad jeden Schultag mindestens 12 km. Wenn ich dann sehe, wie viele Schulkinder heute von ihren Eltern mit dem Wagen chauffiert werden, wundert mich nichts.""
#
Ein Klassenkamerad musste 15 km ,wohlgemerkt eine Strecke hin, jeden Tag mit dem Fahrrad fahren und durfte auf dem Schulgelände das Rad abstellen. Alle anderen Kinder die keinen weiten Schulweg hatten,durften garnicht erst mit dem Rad zur Schule kommen.Laufen war angesagt.

Hausarbeit und Bewegungsmuffel?

Das passt nicht zusammen.
Wenn ich Hausarbeit mache, dann komm ich dabei ganz schoen ins Schwitzen ..

@um 00:32 von Jochen Peter

Beides ist möglich: Sport und moderne Computerwelt.
Dass man das nicht verknüpft, liegt am Engagement der Lehrer.
Meine beiden kleinen haben eine Lehrkraft, die jeden Ausflug mit sportlichen Aktivitäten bestückt, vor jeder Stunde in ihrem Fach für fünf Min Balance-Übungen macht.
Dagegen waren andere Sportlehrer so inkompetent, dass sie sportliche Leistungen ohne Aufwärmtraining forderten und damit etliche Kinder sich verletzten.
Hausaufgaben sind im Sport heute für die Kleinen sogar normal : Liegestütz, Seilspringen, Dehnübungen, Kniehocke, etc.
Es werden sogar Prüfungen abgenommen, die in die Note einfließen, weshalb die Kinder schon gern dafür üben.

Und dennoch arbeiten sie zeitgleich mit Computern und Smartphones im Unterricht und werden angehalten, dies für die Recherche zu nutzen, denn Lehrer sind heute keine Lehrer mehr, sondern Lernbegleiter.
D.h., dass Schüler in S-H selbstständig lernen, wie in Unis und für ihr Fortkommen Wochenprüfungen abgenommen werden.
Andere Zeiten!

@00:48 von antizweierleiMaß

>>Wenn die Studie "Bewegungsmuffel" nur anhand ihres Rausgehens und Sports statt anhand tatsächlicher Bewegung identifiziert, so weiß man wenigstens sofort, wo die Studie hingehört, nämlich schön abreißbar perforiert auf eine Rolle;-)<<

Naja, man muss ja nicht gleich die ganze Studie wegwerfen, nur weil die Interpretation einiger Ursachen ggf. nicht schlüssig ist. Die Ursachen sind ja anscheinend gar nicht untersucht worden - bei diesem Teil der Studie handelt es sich also um einen 'educated guess'... bzw. Spekulation.

@ fathaland slim

Es war auch für mich ein Greuel. Der Sportlehrer kannte mich gar nicht:=)

Dafür war ich aber immer „draußen unterwegs. Ich stromerte durch Wälder und Felder und kraxelte durch Steinbrüche, weil mich interessierte, was da wuchs, kreuchte und fleuchte.

Aber Sportunterricht? Das war für mich militaristisch, Vorbereitung auf das Soldatentum mit Trillerpfeife und gebellten Befehlen„

Bei Sportunterricht würde ich jetzt nicht ganz so weit gehen wie sie, im Rest finde ich mich allerdings durchaus auch wieder.

Handy ersetzt nur den N64

Also ich wiederspreche dem ganzen Mal. Vielleicht macht Handy einen kleinen Anteil, aber vor 20 Jahren konnte man sich genauso vom Rausgehen abhalten wie heute! Es gab auch schon tolle Computerspiele und
zu viele interessante Kinder/Animee Serien. Und der N 64 und der Gameboy erhielten auch zu viel Aufmerksamkeit.

Das Problem der heutigen Zeit besteht eher zum einen darin, dass Eltern ihre Kinder nicht alleine rausgehen lassen. (Einzelkinder haben ja auch nicht automatisch einen Spielkammeraden mit dem sie rauskönnen.)

und Spaziergänge mit den Eltern werden irgendwann langweilig!

Zum anderen wo soll man denn heute als Kind noch in der Nachbarschaft spielen? Leerstehende Grundstücke sind rar geworden und wenn mal eins da ist, ist es eine ebene langweilige Rasenfläche... und Spielplätze befriedigen nicht die Entdecker und Abenteuerlust. Und selbst Spielstraßen haben nach der Schulzeit eine zu hohe Verkehrsdichte!

Dazu kommt noch: zu lange Schule und bei manchen zu viele Vereine

@Annouk Hennicke 07.21

nun, Mittagsunterricht hatten wir auch, wenn auch 2mal. Und Hausaufgaben und Klausuren gab es auch schon. Es gibt aber auch den Samstag und Sonntag. Es ist doch z.T. eine Frage der Bequemlichkeit, wenn Kinder schon per Elterntaxi zum Kindergarten oder zur Grundschule gefahren und abgeholt werden. In meinem Heimatort gingen wir zum Sportunterricht den Berg hoch zum Sportunterricht zur Halle des Sportvereins. Später wurde ein Bus eingesetzt, weil den Kindern der anstrengende Weg nicht zugemutet werden konnte nach Meinung der Eltern. Jetzt gibt es eine Halle direkt an der Schule. So wird die Bequemlichkeit noch gefördert

10:14 von Trampelchen

Es ist normal, dass der Wortschatz mit dem Alter steigt und sich Ältere besser ausdrücken können.
Deshalb wird Intelligenz auch in unterschiedliche Bereiche unterteilt.
In manchen sind junge Leute besser, in manchen die Älteren.
(Sogar das Schlafverhalten ist unterschiedlich. Es heißt, die Evolution hat so dafür gesorgt, dass in einer Gruppe immer einer wach ist und aufpasst, dass nicht alle gefressen werden.)

Deshalb macht es Sinn, dass wir Menschen in Gruppen leben, in denen alle Altersklassen vorhanden sind.

Aber Überheblichkeit ist wirklich fehl am Platz.

@00:54 von Garfield215

"Gerade das Sozialverhalten ist bei vielen Jugendlichen geradezu unterirdisch. Ein Indiz dafür ist das Mobbing in Schulen bis hin zum Zusammenschlagen von Altersgenossen, was noch jolend gefilmt und ins Internet gestellt wird."

Und was daran ist neu? Das klingt so als hätte es Schlägereien früher nicht gegeben. Das ist allerdings definitiv nicht der Fall.

Für mich eine Frage des ...

.. Überangebots bewegungsloser Möglichkeiten.
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich denke vielen meiner Generation (ü 60) haben ähnliches erlebt:
Unser Freizeitangebot auf dem Dorf beschränkte sich auf den Sportverein. Kino? TV, Frei- oder Hallenbad, Zug oder Bus, üppiges Taschengeld? Fehlanzeige.
Kino oder Freibad bedeutete 10 km mit dem Fahrrad hin und 10 zurück. Also gings in den Fluß, Aberteuerschwimmen. Das konnte übrigens jeder. Ein Ball und die Wiese ersetzten den Sportplatz .. bei jedem Wetter. Von den üppigen 2 TV- Programmen gabs ab 20:00 Uhr zu sehen: die Tagesschau, in S/W, und nix für Kinder. Das ganze Dorf war ein Spielplatz und keiner hat sich über Kinder aufgeregt.
2x die Woche war Schulsport, Vorbereitung auf DAS Ereignis: die Bundesjugendspiele .. Urkundenjagt.
Kurz: wir befanden uns in Dauerbewegung. Ein Kind von heute wäre nach einer Woche komatös. Fett hatte keine Chance.
Heute findet Bewegung nur noch auf Displays statt, selbst das Hirn wird angeleitet.

09:14 von anonym123

@7:40 von Superschlau "Wenn ich mir.."

"Trotzdem wussten wir jeder mehr, als heute jeder einserabiturient."

Abgehobener geht's nicht mehr - peinlich.
///
*
*
Meinten Sie jetzt die Einserabiturflut?
*
Daran kann man doch sehen, wie gut die Wertgeschätzten zu unterrichten glauben.
*
Deren Intelligenz die Toiletten verkommen lässt, zugunsten von Unterrichtsverkürzung.

@anonym123

Abgehobener geht's nicht mehr - peinlich.

Naja, Superschlau hat sicher etwas übertrieben, Fakt ist aber, dass das schulische Niveau in vielen Bereichen deutlich gesunken ist. Wenn heute schon Gymnasiasten "Wegen dem Wetter" sagen statt den Genitiv zu verwenden, oder Zehntklässler nicht wissen, wer Bundespräsident ist, oder wann der erste Weltkrieg war - das finde ich schon sehr bedenklich. Da war früher wirklich selbst das Niveau der Realschule teilweise höher ...

@09:05 von Francis Ricardo

>>Das Arbeiten ist kein neues Phänomen und auch nicht die Intensität, ich verrate ihnen was, ich muss das schon seit Jahrzehnten tun, und mein Vater vor mir musste das auch schon.
Alle Generationen vor uns mussten das, im Mittelalter sogar gänzlich ohne Rechte, sieben Tage die Woche als Leibeigene.<<

Und Sie sehen von den Zeiten der Leibeigenschaft über die Industrialisierung bis zur heutigen Zeit keine signifikante Entwicklung?
Klar, die Arbeit ist geblieben, allerdings wurde der Mensch über die Zeit stärker als Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen wahrgenommen und weniger als Erfüllungswerkzeug. Wie kommt man darauf, dass diese Entwicklung abgeschlossen sei und wir die Situation in ihrer jetzigen Ausprägung zu akzeptieren hätten, nur weil es ein paar Generationen vor uns auch nicht besser war?

09:46 von Trampelchen

Zu meiner Zeit haben wir es als Qual empfunden , wenn wir nicht an die frische Luft durften ,weil mal wieder für 2 Stubenarrest verhängt wurde. Ich bin Jahrgang 44 und da haben wir nach den Schularbeiten sofort die alten Klamotten angezogen , denn die S.-Kleidung musste ja sauber bleiben.

Ich bin zwar 10 Jahre jünger als Sie, habe aber als Nachkriegskind ähnliche Erfahrungen wie Sie und kann Ihren gesamten Kommentar nur zustimmen.

Ich wohnte zu meiner Kinder-/Jugendzeit in einer Kleinstadt am Ortsrand und der Wald war/ist ca. 10 Fußminuten entfernt und dort haben wir den Tag verbracht und uns gegenseitig die Knüppel auf die Schädel gehauen :-). Um 17.00 Uhr ab nach Hause: Fury, Lassie, Sport, Spiel, Spannung, etc. aber nur bis 18.00 Uhr und dann wieder raus ins Freie. Den ganzen Tag Bewegung, Gruppenspiele mit anderen!

Aber die heutigen Kinder nur Handy, PC und TV. Naja, vielleicht macht sich der Klimawandel bei denen schon sichtbar, weil sie nicht mehr an die Luft wollen.

Woran es liegt, ist offensichtlich

Bei der letzten größeren Familienfeier (bei der wie immer auch Kinder dabei waren) fiel mir auf, dass es - ganz im Gegensatz zu früher -erstaunlich ruhig war und merkte dies ganz zufällig und „nebenbei“ meinem Gesprächspartner gegenüber an. Der zeigte auf eine Bank hinten im „Festsaal“:
Dort saßen aufgereiht wie die Hühner auf der Stange sämtliche anwesenden Kinder - allesamt unter 10 Jahre alt - vollkommen von ihrer heutigen „Beschäftigung“ (allerdings) in Anspruch genommen.

Kennt eigentlich hier in dem

Kennt eigentlich hier in dem Forum irgendwer den Film "Idiocracy" ?
Dahin wird die Reise gehen.... sehr zu empfehlen der Film.

und zu dem hier von @10:45 von Yuki Zitat:"Zum anderen wo soll man denn heute als Kind noch in der Nachbarschaft spielen? Leerstehende Grundstücke sind rar geworden und wenn mal eins da ist, ist es eine ebene langweilige Rasenfläche... und Spielplätze befriedigen nicht die Entdecker und Abenteuerlust. Und selbst Spielstraßen haben nach der Schulzeit eine zu hohe Verkehrsdichte!"
Sehr schön gesagt. Sie haben recht... was haben wir damals schon für Sachen gemacht in alten Bauruinen... oder münzen auf Gleisen "geplättet"... ich meine mir würd heut angst und bange werden... aber wir waren beschäftigt... wollten gar nicht rein.... Essen war Nervig, schnell wieder raus...

@Yuki

Dazu kommt noch: zu lange Schule und bei manchen zu viele Vereine

Und die vielen Vereine sind ja, zumindest bei älteren Schülern, pädagogisch durchaus sinnvoll, damit die Jugendlichen nicht - wie in unserem Stadtteil - aus Langeweile auf der Straße "rumhängen", rauchen, Alkohol konsumieren und Leute belästigen.

09:47 von berelsbub

"Wer Sport treiben möchte, findet IMMER Wege und Zeit, wer keinen Sport treiben möchte, findet IMMER Ausreden für seine Faulheit."

Das mag sein. Man kann sicherlich auch mit gebrochenem Bein Sport machen wenn man will.
Man kann aber nicht verleugnen, dass es bestimmte Lebensumstände gibt die Bewegung eher positiv beeinflussen und andere Lebensumstände die Bewegung eher negativ beeinflussen.

'Ihr seid halt alle faul' ist da kein sonderlich konstruktiver Ansatz um die Situation zu verbessern. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem das gesamtgesellschaftliche (negative) Konsequenzen nach sich ziehen wird. Wir können das nicht über Schuldzuweisungen gegen jedes Individuum lösen sondern müssen eine Lebenswirklichkeit für die Schüler schaffen die dafür sorgt, dass sie sich mehr bewegen.

Die Erwachsenen bestimmen hierbei ganz maßgeblich die Lebenswirklichkeit in der Kinder leben. Daher sollten wir die Schuld auch nicht ausschließlich bei den Kindern suchen.

@10:51 von OlliH

"Totale Übertreibung. Es gibt heute viel mehr Spielplätze als früher.
Die Eltern beschäftigen sich zu wenig mit ihren Kindern weil sie selbst vor dem Smartphone, dem Pad und der Glotze hängen."

Das kommt sicher auf den Zeithorizont an den man betrachtet - und die Gegend.
Seit meiner Kindheit weiß ich nur davon, dass in meiner Heimatstadt Spielplätze abgebaut worden sind - neue aufzubauen war da nie im Gespräch.

Wenn sich jetzt allerdings ein user der älteren Semester zu Wort meldet kann das gut sein, dass er/sie kurz nach Kriegsende nicht so viele Spielplätze in der Umgebung hatte.

@um 10:53 von H. Hummel

Unser Freizeitangebot auf dem Dorf beschränkte sich auf den Sportverein. Kino? TV, Frei- oder Hallenbad, Zug oder Bus, üppiges Taschengeld? ...Fett hatte keine Chance.
.....
Richtig, so habe ich meine Kindheit ähnlich erlebt, wenngleich auch in einem Vorstadtviertel.
Wir spielten auf den Höfen der Schule als Mädchen Gummi-Twist, Fangen, Hochticker, Himmel und Hölle, etc. Als wir älter wurden füllten wir Nachmittage im Sommer mit Ballspiele, Schlittschuhlaufen, Schwimmen, Fahrradfahren, etc.
Wir wurden nicht überall hinkutschiert.
Wir mussten laufen oder Fahrradfahren.
Das Rumhängen war ein Prädikat der Stadtkinder, die es auch in unserer Klasse gab...da hatte Fett damals auch schon eine Chance.

Auf dem Land war es normal, mit anzupacken, mit Hunden durch den Wald zu toben und Klettern im Wald zu veranstalten.
Das kenne ich auch alles noch.

Heute versucht man durch Diät sich schlank zu halten und ist hipp, wenn man das neueste Müsli kennt und der Pulle fairtrade ist. Heute: instagram

@11:04 von rareri

Nun stellen Sie sich mal vor Sie wären zu einer Ganztagsschule gegangen. Dann hätten Sie Ihre ganze Bewegung im Wald vor 18 Uhr knicken können.
Und die kinderfreundlichen Serien (die Ihnen anscheinend wichtiger waren als der Wald, sonst wären Sie dafür ja nicht nachhause gekommen) laufen nun nicht mehr nur eine Stunde, sondern per Streaming bei Bedarf 24 Stunden am Tag.

@um 11:04 von rareri ...So einfach ist das nicht mehr

Aber die heutigen Kinder nur Handy, PC und TV. Naja, vielleicht macht sich der Klimawandel bei denen schon sichtbar, weil sie nicht mehr an die Luft wollen.
.....
Das ist wohl weniger der Fall.
Hier bei uns im Dorf ist es so, dass die meisten Kinder bis 17 Uhr in der Schule hängen müssen, weil die Eltern beide arbeiten gehen müssen. In der Nachmittagsbetreuung sind sie sich weitestgehend selbst überlassen: also Handy.
Die Eltern wollen nicht, dass sie nach der Schule noch fortgehen, weil man sich als Familie sonst so wenig sieht ( also keine Aktivitäten nach der Schule, außer das Privatprogramm wie : Musikunterricht, Sportverein, etc.)
Die Kinder verabreden sich daher kaum noch, weil sie sich den ganzen Tag in der Schule sehen.
Wir genießen den Luxus, unsere Kinder um 14 Uhr Unterrichtsschluss machen zu lassen, weil ich daheim arbeite.
Es ist aber niemand nachmittags da, mit dem sie sich verabreden könnten.
Dafür genießen sie hier die Freiheit, mit dem Hund durch den Wald zu gehen, etc

@Jochen Peter

Wann macht diese Bundesregierung mal was und verbannt Handys komplett vom Schulgelände.

Ich denke, da muss man differenzieren. Privat genutzt haben die Dinger in der Schule nichts zu suchen, soweit stimme ich Ihnen zu.

Grundsätzlich ist die Digitalisierung im Unterricht aber richtig, denn der Unterricht soll auf das Leben vorbereiten, und die Digitalisierung des Alltags, vor allem aber die des Berufslebens ist nun mal nicht aufzuhalten. Insofern ist die alte Kulturtechnik des händischen Schreibens sicher nicht veraltet und muss in Schule weiter gelehrt werden, mit dem Wandel der Kultur kommen aber neue Dinge dazu, die ebenfalls in der Schule vermittelt werden müssen, z.B. der verantwortungsvolle Umgang mit den sozialen Netzwerken oder das Suchen und Bewerten von Informationen. Falsch wäre es sicher, um Unterricht einfach nur das zu nutzen, was sowieso jeder kennt (z.B. Wikipedia).

Ursachen und Wirkungen

Ich war letztens auf einer Insel mit einer der höchsten Fettleibigkeit der Welt. Man sah praktisch keine Kinder auf der Straße im Alltag außer auf dem Weg zur Schule - die meisten fettleibig. Und der Unterschied: Die Nachbarinsel (!) hatte bislang kein ohne weiteres verfügbares Internet. Dort sah man den ganzen Tag (obwohl das gleiche Volk, der gleiche Staat), Gruppen von Kindern aller Altersstufen zusammen, Spielen, Sport, Schwimmen oder einfach nur zusammen rumhängen und reden. Und fast alle schlank. Dieser Tage wurde Internet allgemein verfügbar eingeführt ...

Zum Sport in Deutschland: Ich bin von klein auf leicht körperlich behindert gewesen, so dass, obwohl aus einer sehr sportlichen Familie stammend, ich nur unterdurchschnittliche sportliche Leistungen erbringen konnte. Der leistungsorientierte Sportunterricht hat alles in seiner Macht stehende getan, mir sportliche Aktivitäten für mein ganzes Leben zu vermiesen. Das ist heute nicht anders.

@ OlliH

"Es gibt heute viel mehr Spielplätze als früher" Am 22. November 2019 um 10:51 von OlliH

Dann lesen Sie endlich die Schilder auf diesen Spielplätzen:
Nutzung erlaubt bis 12, bzw. bis 14 Jahren

Ältere Kinder haben kaum etwas, aber ehrlich gesagt ist Babyschaukeln und Sandkasten auch nichts mehr für sie. Schon mit 12 nicht.

Da hilft heute wirklich nur noch der Verein, in dem die Kinder einer Sportart nachgehen können. Da ist dafür wenigstens noch Platz.
Kostet aber was.
Sport für unsere Familie (Familienrabatt): ca. 400€ Beitrag im Jahr. Es gibt einen Grundbetrag und bei manchen Sportarten muss man hinzuzahlen. (Ausrüstung nicht inklusive.)

Musikschule (mit Rabatt, da 3 Kinder drin) 65€ - pro Kind und Monat versteht sich. Macht 2.340€ im Jahr.

Also fast 3.000. € pro Jahr, damit Kinder eine Sportart und ein Instrument lernen.

Aber deshalb bin ich damals aus dem Kommunismus raus. Wenn meine Kinder es nicht besser haben könnten, dann könnte der Kommunismus auch wiederkommen. Mir egal.

2019 um 11:04 von rareri 09:46 von Trampelchen

Volle Zustimmung,auch ich habe meine Kindheit so erlebt.Das tollste war einmal die Kanalisation die in unsere Straße gebaut wurde,da konnten wir Kinder Tagelang in den Röhren rumkriechen und uns mit Erdklumpen beschmeißen.

05:37 von Superschlau

"Was ein Glück bin ich schon älter . Wir wurden nicht mit sinnliser Dauerschule und TV Programm gequält. Schule war um 13uhr fertig. Tv ging erst um 18uhr los.
Man konnte nicht regungslos sitzen oder lungern."

.-.-.-.-.-.-.-

Viele Kinder haben damals jeden Tag stundenlang Bücher gelesen - das ist eine Art "regungsloses Sitzen".

Aber da, wenn man kein Fahrrad hatte, eine dreiviertel Stunde zur Schule zu Fuß lief und wieder zurück, und am Abend noch mal zu irgend einer Veranstaltung hin lief und zurück, hatte man automatisch Bewegung.

Fernsehen hatten da noch die wenigsten.

Und am Sonntag ging die Familie dann nach dem Kaffeetrinken stundenlang spazieren.

Heute muss man all das ganz bewusst tun, obwohl man auch durch den Tag kommt, wenn man nur wenige Schritte trippelt.

Aber erstaunt bin ich eigentlich schon. Die Schüler, die ich kenne, machen mehrmals in der Woche Sport: Fußball, Tennis, sogar Golf.
Das gehört sozusagen zum guten Ton. Die Eltern achten darauf.

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