Ihre Meinung zu: Was von den "Gelbwesten"-Protesten geblieben ist

16. November 2019 - 21:12 Uhr

Zum ersten Jahrestag ihrer Bewegung sind wieder viele "Gelbwesten" in Frankreich auf die Straße gegangen. In Paris kam es zu Ausschreitungen. Wieviel Zugkraft hat die Bewegung noch? Von Martin Bohne.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.2
Durchschnitt: 2.2 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

setzten Hunderte Randalierer am Nachmittag

Autos und Mülltonnen in Brand, zerschlugen Schaufensterscheiben und versuchten, in ein großen Einkaufscenter einzudringen
.
sind das Demonstrationen ?
oder nicht Handlungen von Kriminellen die entsprechend behandelt werden soillten

In WDR5 konnte man vorgestern

In WDR5 konnte man vorgestern einen Bericht zu den Gelbwesten hören, in dem einige der gelben Westen zu erzählen wussten, dass sie seit Monaten von der Polizei terrorisiert würden. Sobald die Demonstranten auftauchen kommt die Polizei und besprüht sie mit Tränengas, oft mitten in das Gesicht der Demonstranten. Personen, die eine gelbe Weste tragen werden festgenommen. Die müssten dann 135€ Strafe für das Tragen der gelben Westen zahlen.
Es gäbe inzwischen viele Demonstranten, die es sich einfach nicht mehr leisten könnten, als Gelbwesten zu demonstrieren. Von den Gesundheitsschäden durch Tränengasbeschuss ganz zu schweigen.
Nicht nur hier, sondern sehr oft frage ich mich, ob sich die Journalisten der ARD überhaupt nicht darum kümmern, was ihre Kollegen anderer ARD - Anstalten berichten und beschreiben?
Denn die in WDR5 beschriebenen Umstände hätten in diesen Bericht gehört.

irgendwoher kenne ich das ...

Tatsächlich sagt eine Umfrage, dass mehr als zwei Drittel der Franzosen die "Gelbwesten"forderungen für berechtigt halten. Allerdings will auch eine Mehrheit, dass die Proteste aufhören.

Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Für Veränderungen darf man ja sein, das wird von allen großzügig toleriert. Aber wenn die Forderungen mit einem Schulterzucken abgelehnt werden, und man sich damit nicht zufrieden gibt … das ist ja eine Unbotmäßigkeit, die in der Demokratie keinesfalls geduldet werden darf. "Roma locuta", und wenn der Herr "nein" gesagt hat, dann steht es dem Knecht nicht zu, zu widersprechen.
Untertanen eben. So wie man sie sich wünscht.

In Paris sind es wohl Kriminelle

in Hongkong sind es Freiheitskämpfer. Ist doch ganz einfach.

"Was von den "Gelbwesten" geblieben ist"

https://meta.tagesschau.de/id/144097/was-von-den-gelbwesten-protesten-ge...

Neu
Am 16. November 2019 um 21:28 von laurisch._karsten
"Was von den "Gelbwesten" geblieben ist"
.
Vieleicht "lernen" unsere "Eliten" hier in der Bundesrepublik, ich möchte sie noch nicht als "Oligarchen" bezeichnen, etwas aus dem was hier berichtet worden ist. Wenn man zu viel Geld von den Armen zu den Reichen transferiert, weil die "Reichen" eine bessere "Lobby" haben, dann könnte sich das irgendwann rächen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberrevolution

Nun ja

Ein mutiges Volk begehrt gegen seinen Ausbeuter auf. Genau richtig. Weiter so ihr tapferen Franzosen.

21:47 von Sternenkind

warum regeln die das nicht an der Wahlurne
im Gegensatz zu Hongkong und vielen anderen Staaten wäre das in Frankreich möglich
.

"und aufbegehren gegen Ausbeuter"
wenn man den Kleinwagen von irgend ner Alleinerziehenden
oder nem kleinen Angestellten anzündet
die ihre Karre dort abstellte, weil selber beim Demonstrieren ?

21:46 von laurisch._karsten

Vieleicht "lernen" unsere "Eliten" hier in der Bundesrepublik
.
kaum !
dass die hierzulande damit rechnen müssen

Nun ja

sein Spruch zu einem protestierenden Schüler, er solle sich erst einmal einen vernünftigen Anzug kaufen, bevor er ihn, den Präsidenten, etwas frage, zeugte von der Blasiertheit des Herrn Macron

frosthorn 21.43

Untertanen eben? Das sind Französinnen und Franzosen, die fühlen sich nicht als Untertanen, auch wenn sich Macron wie der Sonnenkönig fühlen mag. Was allerdings die ständigen Krawalle und Plünderungen am Rande der Demonstrationen für Irgendjemand verbessern sollen verstehe ich nicht. Nichts wird gerechter, wenn Geschäfte zerstört und geplündert werden- naja, vielleicht haben die Plünderer dann neue Handys oder teure Klamotten... und die Andern den Schaden

Geblieben ist nur die Gewalt

Was ist von den Zielen der Protestbewegung geblieben?
Nichts. Nur Randale und Gewalt. Sinnlose Gewalt.

21:32 von nie wieder spd

... die bösen Polizisten welche die armen Demonstranten terrorisieren

wer zündet dann die Autos an, schlägt Schaufenster ein plündert Geschäfte ?

Fragen über Fragen !

Die Wut des Volkes ist überall destruktiv

@ laurisch._karsten:
Vieleicht "lernen" unsere "Eliten" hier in der Bundesrepublik

Die Eliten in Venezuela (Versorgungsengpässe) oder in Moskau (Rentenverschlechterung, Privatisierungen) mussten auch lernen, dass mit der Wut des Volkes kein Staat zu machen ist.

@ laurisch._karsten

Wenn man zu viel Geld von den Armen zu den Reichen transferiert, weil die "Reichen" eine bessere "Lobby" haben, dann könnte sich das irgendwann rächen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberrevolution

Völlig richtig
https://de.wikipedia.org/wiki/Augustputsch_in_Moskau

Das sieht eher nach reinem Terror aus

Warum wird das als "Proteste" bezeichnet?
Proteste gegen einen Rechtsstaat -
oder Terror gegen einen Rechtsstaat?

Die Gelbwesten

Die Gelbwesten wurden in den Medien zu Aktivisten. Das Wort Aktivist hat eine erstaunliche Karriere gemacht, wenn ich an das Heer der Aktivisten östlich der Elbe denke oder an die Klimaaktivisten, die vergöttert und gehasst werden.
Ein Sprecher von Macron, Benjamin Griveaux, bezeichnete Aktivisten wie Drouet, ein führender Kopf dieser Bewegung, dass das Agitatoren sind, die zum Aufstand aufrufen und damit den Sturz der Regierung betreiben.

Im Vergleich zu Hongkong doch

Im Vergleich zu Hongkong doch völlig harmlos. Oder ist in Paris ein Mensch angezündet worden?

@21:58 von Sternenkind

Und Sie haben es selbst gehört, daß Macron das gesagt hat ?

Aufbegehren des Volkes?

@ Sternenkind:
Ein mutiges Volk begehrt gegen seinen Ausbeuter auf. Genau richtig. Weiter so ihr tapferen Franzosen.

Die tapferen Aufbegehrer haben heute den Gebrauchtwagen einer Pariser Kindergärtnerin angezündet. Ist das das Aufbegehren, das Sie meinen?

@deutlich, 21:58 re @frosthorn

Untertanen eben? Das sind Französinnen und Franzosen, die fühlen sich nicht als Untertanen, auch wenn sich Macron wie der Sonnenkönig fühlen mag.

Meinem Post ist unschwer zu entnehmen, dass ich nicht die Demonstranten als "Untertanen" bezeichnet habe, sondern den auf dem Hintern sitzen gebliebenen Teil der französischen Bevölkerung, der zwar die Forderungen für berechtigt hält, aber gerne "Ruhe im Karton" haben möchte.

@ collie 4711

Ich sehe keine Terroristen, sehe Menschen welche um das Essen für ihre Kinder kämpfen gegen einen Ausbeuter welcher sich Präsident der Franzosen nennt.

@ deutlich

... auch wenn sich Macron wie der Sonnenkönig fühlen mag.

Aus welchem Grund soll Macron diskreditiert werden? Er ist lediglich der frei vom Volk und auf Zeit gewählte Präsident.

@21:47 von Sternenkind

"Ein mutiges Volk begehrt gegen seinen Ausbeuter auf" - und wo bitteschön hat solches etwas Positives bewirkt ? Wenn die "Revolutionäre" das Land eine Zeit lang im Griff hatten ist meistens alles im Eimer, siehe z.B. Venezuela.

16. November 2019 um 22:02 von Sisyphos3

>> 21:32 von nie wieder spd
... die bösen Polizisten welche die armen Demonstranten terrorisieren

wer zündet dann die Autos an, schlägt Schaufenster ein plündert Geschäfte ?

Fragen über Fragen !
.
.
Sie haben recht, Fragen, Fragen, Fragen.
.
Ich habe viele Freunde in Frankreich und über 150 Stunden Liveübertragung gesehen. Von daher kenne ich etliche Fragen und auch die Antworten, will an dieser Stelle aber nicht darauf eingehen (wegen der Rötung).
.
Es steht allerdings jedem frei sich ausführlich zu informieren. Das erfordert jedoch sehr viel Zeit.

Ich bitte zu bedenken,

daß solcherart "robuste" Protestformen in Frankreich eine lange Tradition haben.

Mindestens so lange, wie ich lebe. Was vorher war, daran kann ich mich nicht erinnern:=)

Auf jeden Fall immer viel Randale, und ändern tut sich eher wenig.

22:18, Sternenkind

>>@ collie 4711
Ich sehe keine Terroristen, sehe Menschen welche um das Essen für ihre Kinder kämpfen gegen einen Ausbeuter welcher sich Präsident der Franzosen nennt.<<

Um das Essen für ihre Kinder, lädenplündernder- und autoabfackelnderweise? Und das tut dann dem gewählten Ausbeuter weh?

Verzeihung, aber das ist pathetischer Revolutionskitsch.

@ pnyx

Im Vergleich zu Hongkong doch

Die Menschen in Hongkong demonstrieren völlig zu recht für ihre Freiheit und die Demokratie. In Paris soll mit Chaos eine frei gewählte Regierung in Misskredit gebracht werden. Wollen Sie beides in einen Topf werfen? Ein Unterschied wie zwischen Landmine und Knallfrosch. Beides macht bumm?

16. November 2019 um 22:20 von born in stasi-land

>> @ deutlich
... auch wenn sich Macron wie der Sonnenkönig fühlen mag.

Aus welchem Grund soll Macron diskreditiert werden? Er ist lediglich der frei vom Volk und auf Zeit gewählte Präsident. >>
.
.
Macron wurde nicht als Herr Macon gewählt sondern nur um Frau Le Pen zu verhindern. Hätte auch der Nikolaus kandidiert wäre dieser heute der französische Präsident.

Ausbeuter?

@ Sternenkind:
Ein mutiges Volk begehrt gegen seinen Ausbeuter auf.

Es gibt Menschen, die um ihre Freiheit kämpfen müssen.
Hier geht es nur um billigere Mieten und billigeren Sprit.

22:25, born in stasi-land

>> In Paris soll mit Chaos eine frei gewählte Regierung in Misskredit gebracht werden.<<

Das ist in Frankreich ein sehr beliebtes Spiel. Sozusagen traditionelle Folklore.

@born in stasi-land, 22:25

Die Menschen in Hongkong demonstrieren völlig zu recht für ihre Freiheit und die Demokratie. In Paris soll mit Chaos eine frei gewählte Regierung in Misskredit gebracht werden.

Bitte nicht wieder die Leier, dass Demonstrationen schon rein logisch kriminell seien, wenn die Regierung des Landes frei gewählt ist.

@ collie 4711

Ich sehe keine Terroristen, sehe Menschen welche um das Essen für ihre Kinder kämpfen

Plündert man dann Supermärkte? Schlägt man dann Schaufenster ein?
Es gibt leider Menschen, die wirklich hungern. Aber nicht in Paris.

@um 21:54 von Sisyphos3

warum regeln die das nicht an der Wahlurne

Dort Frau Le Pen wählen die unterliegt und danach wieder Jahre die Füsse still halten? Macron hat mit der Benzinpreiserhöhung keinen Wahlkampf gemacht, sonst hätte das mit seiner Wahl nicht geklappt. Das ist aber sowas von garantiert.

Das war eine Massnahme die er treffen musste, weil er seinen Haushalt nicht im Griff hat. Stichwort 3%-Budgetdefizit. Betrug am Wähler weil nicht vorher angekündigt?

Rein repräsentative Demokratie hat an sich schon massive Schwächen, die aber in einem zentralistischen Land und einem Präsidialsystem noch stärker zu Tage treten.

Über höhere Steuern/Abgaben auf Benzin könnte man problemlos das Volk entscheiden lassen. Das Resultat würde dann - wie auch immer es ausfällt - als demokratisch akzeptiert. Dann ist auch Ruhe im Land. Und nein, es ist auch nicht garantiert dass ein Volk Steuererhöhungen pauschal ablehnt wenn die Alternative Einsparungen in anderen Bereichen ist.

Grüsse aus der Schweiz

@born in stasi-land

"
Am 16. November 2019 um 22:02 von born in stasi-land
Die Wut des Volkes ist überall destruktiv

@ laurisch._karsten:
Vieleicht "lernen" unsere "Eliten" hier in der Bundesrepublik

Die Eliten in Venezuela (Versorgungsengpässe) oder in Moskau (Rentenverschlechterung, Privatisierungen) mussten auch lernen, dass mit der Wut des Volkes kein Staat zu machen ist."

.

Ich bitte um Entschuldigung. Was hat Ihr Beitrag mit dem Thema zu tun? Können Sie mir das Erklären? Ich bin erstaunt was alle so freigeschaltet wird!

@fathaland slim, 22:24

Um das Essen für ihre Kinder, lädenplündernder- und autoabfackelnderweise? Und das tut dann dem gewählten Ausbeuter weh?
Verzeihung, aber das ist pathetischer Revolutionskitsch.

Nach dieser Lesart ist alles pathetischer Revolutionskitsch, was dem Ordnungsprinzip der Obrigkeit widerspricht.
"Vor dem Erstürmen eines Bahnhofs eine Bahnsteigkarte kaufen" hat Lenin es formuliert.

@born in stasi-land

""
Am 16. November 2019 um 22:11 von born in stasi-land
@ laurisch._karsten

Wenn man zu viel Geld von den Armen zu den Reichen transferiert, weil die "Reichen" eine bessere "Lobby" haben, dann könnte sich das irgendwann rächen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberrevolution

Völlig richtig
https://de.wikipedia.org/wiki/Augustputsch_in_Moskau""

.

Ich kann mich nur wiederholen! Was hat das mit dem Thema zu tun? Ich bitte um Aufklärung?

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,
das Thema wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation

Darstellung: