Kommentare

Da bekommt man Angst sich operieren zu lassen!

In den NL hat man damit nicht solche Probleme, könnte man auch in diesem Fall von lernen.

Krankenhausinfektionen sind

Krankenhausinfektionen sind eine direkte Folge des Sterilitäts-Wahns.
Natürlich muss Operationsbesteck steril sein, aber nicht jede Fläche im Krankenhaus - das ständige Desinfizieren sämtlicher Oberflächen in Krankenhäusern macht den Krankenhausinfektionen erst den weg frei.
Die Desinfektionsmittel töten nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern auch die nützlichen.

na super

aber unsere größte sorge ist es, vom islamisten weggesprengt zu werden. die effektivste terrororganisation sind anscheinend unsere krankenhäuser. die toten durch ärztefehler kommen ja noch dazu. aber dagegen protestiert niemand...

Ich glaube mittlerweile, daß wir den Kampf...

...gegen Multirestistente Keime schon verloren haben.

---

Schwellenländer wie z.B Indien in denen unsere Medikamte hergestellt u. verpackt werden und das unter miserablen hygienischen Maßnahmen
züchten ja geradezu immer neue Bakterienstämme.
Das ist kein Witz. Vor ca. 1 J. gab es dazu hier eine Multimedia Seite.

Dann sind da noch die Bakterien in den Krankenhäusern, denen man einfach nicht mehr unter Kontrolle hat.

Ich lag in den letzten 6 J. mehrere Mal im Krankenhaus u. jedesmal habe ich penibel versucht mich so steril wie möglich als Patient innerhalb des Gebäudes zu bewegen.

Aber was nützt das wenn das Essen von Leuten ausgeliefert wird, die es nicht für nötig halten bei jedem neuen Zimmer sich neue 1mal-Handschuhe anzuziehen zzgl. einer ausgiebiegen Händedesinfektion.
Das kostet ja Zeit, Zeit kostet Geld und Geld wird an den falschen Stellen ausgegeben.
Und deshalb sterben Menschen.
Und dann die massenhafte Anwendung im Bereich der Fleischerzeugung.

Die Bombe tickt

Wäre vermeidbar wenn wir es so machen würden

wie die Skandinavier.

ironie

Ironisch an der ganzen Sache ist ja, daß z.B. gerade in Bezug auf multiresistente Keime die Niederländer ein gutes Vorbild sein könnten. Aber da kann man ja nicht über die Grenze schauen, weil das sind ja Ausländer und Ideen, die im Ausland hervorragend funktionieren lassen sich NIEMALS auf das deutsche System übertragen. Ich würde sagen, wir gründen einfach mal einen Arbeitskreis aus den 100 Krankenkassen, den ganzen Verbänden, dem Bundesungesundheitsministerium und besonders wichtig: den hochkompetenen BWLern aus der Krankenhausindustrie. In 50 Jahren, +/- 30 Jahre gibt es dann eine Lösung. Vielleicht.

Schwer

"Der Anteil der Patienten, die im Krankenhaus eine Infektion bekommen, ist der Studie zufolge in Deutschland mit rund 3,6 Prozent niedriger als im EU-Durchschnitt (5,5 Prozent). Bezogen auf die gesamte Bevölkerung liegt Deutschland bei der Krankheitslast jedoch über dem europäischen Schnitt. So erkranken hierzulande jährlich 500 bis 650 Patienten pro 100.000 Einwohner an einer Krankenhausinfektion. Im EU-Durchschnitt sind es 450 bis 500 pro 100.000 Einwohner. "

Da steige ich auf die schnelle nicht durch. Heißt das, dass die gleichen Leute vermehrt krank werden oder wie lässt sich Diskrepanz zwischen betroffene Patienten und Anzahl der Infektionen erklären? Liegt es an der Gesundheitsstruktur?
Selbst nach längerem Nachdenken kann ich die Zahlen gerade nicht in Relation setzen.

???

"Die Zahl der durch Krankenhauskeime verursachten Todesfälle liegt bei schätzungsweise 10.000 bis 20.000 pro Jahr."

Warum muss man hier Schätzen? Sollte doch nachweisbar sein und damit genaue Zahlen ermöglichen. im gestrigen Artikel war ja von 44 800 Toten durch Feinstaub die Rede, da musste man schätzen... Das verwundert mich etwas...

Unter diesen Angaben muss doch

hinterfragt werden, welche Antibiotikum noch relevant einsetzbar ist. Ist da nicht auch das Gesundheits - und Landwirtschaftsministerium gefordert.
Was in der industriellen Landwirtschaft an Antibiotikum in der Massentierhaltung den Tieren zugeflüstert werde, spricht für Sich.
Die Massentierhaltung und das Essenverhalten der Menschen ist doch der ausschlaggebende Punkt. Weniger Fleisch aus Massentierhaltung. Doch die Frage ist, warum ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb nicht besser für die Versorgung der Menschen geeignet ist, als de Großbetriebe, mit zigtausend Schweinen, Hühnern, Puten u.a.
Auch bei der Schlachtung der Massen von Tieren kommen auch die resistenten Keime hinzu, welche vom Menschen aufgenommen werden. Kommt man dann in eine gesundheitliche Notsituation und muss ins Krankenhaus, wo auch Menschen hygienisch nicht richtig behandelt werden, weil die Krankenschwestern überlastet sind, und,unDie Maschinerie Krankenhaus wird zum Vorzeigeobjekt verfehlter strukture

Als Patient im Krankenhaus

Wie ich selbst als Patient im Krankenhaus sehen konnte: Ein Faktor, der zu vermeidbaren Infektionen führt, ist die Unterbesetzung in der Krankenhauspflege. In der Hektik werden Hygienevorschriften nicht ausreichend beachtet.
Neben mehr Personal in der Pflege benötigen wir auch mehr Hygienefachpersonal im Krankenhaus.

Da bleibt nur eine

Da bleibt nur eine konsequente Frage übrig:

Und? Wird sich daran was ändern?

Tja, gegen die Toten durch Krankenhausinfektionen

verblasst ja der Verkehr als Todesursache völlig. Auch Terroristen können gehen diese Zahlen nichts ausrichten. Dennoch stehen diese beiden viel mehr im öffentlichen Rampenlicht als die Krankenhäuser. Vielleicht weil die Ursachen auch in der Privatisierung des Gesundheitssystems zu suchen sind und nun in unseren Krankenhäusern nicht mehr die Gesundheit sondern die Rendite oberste Priorität hat. Vielen Dank an dieser Stelle für die wirtschaftsliberale Politik an die entsprechenden Parteien.

Reserveantibiotika

*Ich glaube mittlerweile, daß wir den Kampf...
...gegen Multirestistente Keime schon verloren haben.*

Das sehe ich ähnlich. Zumindest wenn es so weitergeht.
Die Resistenzen sind ja längst in unser aller Umwelt angekommen...
Über die Tierhaltung, Abwässer...
Die bekommt man auch nicht mehr raus.

Umso wichtiger ist es nicht auch noch die letzten Reserven zu verpulvern als auch mehr in der Forschung zu machen...

Das was z. B. derzeit von der Politik in der Abwassertechnik und zur Geflügelmast diskutiert wird ist m. E. Augenwischerei...

Vorbild Niederlande

wäre mal eine geeignete Maßnahme.
Dort kommt man nur ins Krankenhaus, wenn man zuvor einen Test auf Keimresistenz gemacht hat und Patienten mit bestimmten Keimen isoliert hat. Dazu gehören auch MRSA-Patienten.
Davon träumt man bei uns nur.
Sie sitzen mit anderen Patienten im Wartezimmer oder auf dem Flur, statt sie zu isolieren, etc.

Bei uns ins Krankenhaus kommt jeder erst einmal; dann sieht man weiter. Kaum Isolierstationen, keine Kontrollen, sondern meist nur Abfragen, etc.
In Deutschland arbeitet man dilettantisch und flachsig.
Das rächt sich natürlich.
Statt teure Reinigungskräfte mit Spezialausbildung werden billige Unternehmen mit Reinigungskräften ohne Schulabschlüsse beschäftigt, etc.
Die Ausführungen zur korrekten Desinfizierung bleibt dann aus.
Kostenersparnisse köpfen Gründlichkeit.

Die Liste der Mängel ist lang.
Die Niederländer machen es viel viel besser.
Aber die sparen auch nicht so extrem, um ihre Gelder anderorts zu verschleudern.

Einsparpotential

Komisch obwohl jahrelang gespart wurde, scheint immer noch nicht die gewünschte Qualität erreicht. Man sollte doch meinen wo kein Personal ist, da können auch keine Keime übertragen werden. Vielleicht sollten wir weiter Stellen bei Pflege und Ärzten kürzen.... Das wird sicherlich zum gewünschten Effekt führen.

Interessant

20.000! Das sind ja mehr als durch Feinstaub - hier muß die DUH sofort Klage einreichen.

Was nutzt es, den EU-Durchschnitt anzuführen?

Mich interessiert ausschließlich dasjenige EU-Land, das die geringste Zahl an Toten infolge multiresistenter Keime aufweist!
Und folgerichtig die Frage, wie man es dort schafft, weit unter dem Durchschnitt zu bleiben.
Und dann die Frage, weshalb hier ganz offensichtlich zu wenig in dieser Hinsicht geschieht.
Solange der Chefarzt händeschüttelnd von Patient zu Patient eilt, ohne sich auch nur einmal die Hände zu desinfizieren, bleibt noch ein großes Feld zu beackern.

Ich hoffe, Herr Spahn wird das Thema aufgreifen, bevor alle Kinder gegen Masern geimpft sind.

20000 Todesfälle pro Jahr

20000 Todesfälle pro Jahr allein in Deutschland. Im Vergleich dazu noch nicht einmal 100 Tote durch Masern in ganz Europa.
Blinder Aktionismus auf der einen Seite, Zwangsmaßnahmen, Androhung von Strafe, Stigmatisierung von Menschen, die aus verschiedenen Gründen gegen die Impfung sind. Auf der anderen Seite, nicht dafür Sorge zu tragen, dass in Krankenhäusern Hygienestandarts eingehalten werden, genügend Personal vor Ort ist und dass keine Reserveantibiotika und überhaupt Antibiotika in der Massentierhaltung verschleudert werden.
Dazu fällt mir nichts mehr ein.

10 Milliarden für den Krieg in Afghanistan

Aber im Gesundheitswesen, bei der Bildung unserer Kinder, bei der Rente, bei angemessenen Gehältern für Pflegepersonal oder für Polizisten wird gespart, bis es Tote gibt.
Genau so stelle ich mir ein christlich - sozialdemokratisches Weltbild vor, dass durch unsere Regierung jeden Tag aufs Neue verbrochen wird.
Man, man, man ...

Aber E-Scooter und E-Zigaretten sind DAS Thema

Es ist grotesk. Da stirbt eine Kleinstadt in deutschen Krankenhäusern, und niemand scheint das ernsthaft zu stören. Jedenfalls wird nichts unternommen. Aber fast täglich wird eine relativ unwichtige "Nonsens-Sau" massenmedial durchs Dorf gejagt.
.
Meine Beobachtung in Krankenhäusern: Mit multiresistenten Keimen belastete Patienten werden abgeschirmt. Besucher müssen sich lustigen Mundschutz anziehen und sich die Hände jedes mal desinfizieren. Nicht aber die Krankenschwestern und Ärzte. Die marschieren von Zimmer zu Zimmer und desinfizieren sich fast nie die Hände.

@14:36 von IckeDette

Ich bin auch ueber diese Zahlen gestolpert und musste nachdenken. Die Aufloesung geht folgendermassen:

Wenn von 100'000 Deutschen sich ca. 575 pro Jahr eine Krankenhausinfektion einfangen, dann sind das 0.575% aller Deutschen. Auf die deutsche Gesamtbevoelkerung von rund 81'500'000 hochgerechnet sind es in absoluten Zahlen rund 470'000 Deutsche pro Jahr. Dies sind aber gleichzeitig 3.6% aller deutschen Krankenhauspatienten. Das heisst, jedes Jahr haben ca. 13'000'000 Deutsche einen Krankenhausaufenthalt. Die 0.575% beziehen sich auf alle Deutschen, die 3.6% auf alle Krankenhauspatienten.

Obwohl ein deutscher Krankenhauspatient eine geringere Chance von 3.6% (statt 5.5% EU-weit) hat, sich im Krankenhaus anzustecken, trifft es relativ mehr Deutsche, naemlich 500- 650 pro 100'000 Einwohner (statt 450-500 EU-weit), weil so viele Deutsche im Krankenhaus behandelt werden. Die deutschen Krankenhaeuser muessen sehen, wie sie ihre Betten voll bekommen, damit sich der Betrieb rechnet...

Vor Jahren waren es noch 38000 Tote durch Keime

hat sich da etwas gebessert? Ein Freund lag auf Leben und Tot auf einer Intensivstation. Was der zum Thema Händedesinfektion durch Personal erlebt hat ist unglaublich, er musste die Pfleger teilweise dazu auffordern! Am Schlimmsten ging es zu wenn das Reinigungspersonal den Raum betrat, Motto ein Lappen für Alles. Das ist das angeblich so reiche Deutschland.

Thomas Mainthal

Die marschieren von Zimmer zu Zimmer und desinfizieren sich fast nie die Hände."
Das ist Quatsch, fast schon üble Nachrede! Die machen das schon zum Selbstschutz- aber achten Sie mal drauf, wie wenig Besucher das tun! Und die Besucherhorden bringen alles Mögliche und Unmögliche mit- von selbst gekochtem Essen über selbst gewaschene nicht sterile Bandagen bis zu Topfpflanzen! Und natürlich jede Menge Viren und Keime...

rer Truman Welt

Was mich persönlich wundert ist: für Masern und solch früher typischen nicht weiter diskutierten Kinderkrankheiten wird ein riesen Fass aufgemacht, gezwungen und die Freiheit der Bürger beschnitten. Hier sterben 20.000 Menschen pro Jahr. Kommentar: ja schon schlimm, aber ist halt so. Was passiert da denn? Hm, wenig! Die Hygienezustände in den Krankenhäusern ist häufig katastrophal. Einfach mal Hygienequalitätsuntersuchungsberichte lesen! Schlimm mitunter. Kräht kein Hahn danach. Aber Masern, das ist teuflisch, so'n Quatsch. Ist schon Hysterie. Steckt da vielleicht eine Lobby dahinter?

15.27 Yolo - Vorbild Niederlande - zum Teil

Zurecht haben Sie beschrieben das jeder Krankenhauspatient einen Test auf Keimresistenz machen muss. Aber die Vorabkontrolle geht noch weiter, bestimmte Berufe werden nur in Spezialkrankenhäuser aufgenommen und wenn nötig isoliert behandelt. Dies betrifft auch das Personal das diese Patienten betreut. Auch wenn man in der Notaufnahme kommt wird diese Prozedur eingehalten. Dies wäre bei der Personalknappheit in Deutschland gar nicht möglich, man nimmt das Risiko im Kauf. Hygiene kann sorgfältiger beachtet werden, sowohl Patient als Zimmer als Essensverabreichung bezogen. Der Personalmehrbestand dürfte circa 20% betragen, aber wo wirklich gespart wird und werden kann ist der Krankenhausdauer. Hier ist man rigoros. Kann man den Patient nach Hause so macht man das, auch nachmittags spät, zur Not mit dem Taxi.
Auch der tägliche Arztrundgang
hat man rationalisiert, die Patienten die es brauchen werden zum Arzt im Krankenhaus gebracht.
Und in den Niederlanden wird weniger operiert.

Wundert das jemanden?

Wer die Putzkolonnen, alles externe Unternehmen, einmal beim Reinemachen beobachtet hat, weiß woher das kommt. Da wird nach dem Motte "Time is Money" verfahren, und auf der Normalstation werden teils die gleichen Lappen benutzt wie auf der Intensivstation. Ich selbst habe erlebt, dass ein Lappen, mit dem vorher in Bad und Toilette gearbeitet wurde, anschließend zum Säubern des Nachttisches benutzt wurde, und das in einem städtischen Klinikum in Nürnberg. Das sagt alles.

@Poli kala 15.47 Zweierlei Maß

Genau so ist es! Man muss sich schon fragen, warum bei den Masern mit hundert Fällen pro Jahr in ganz Europa(!) ein solches Fass aufgemacht wird, einschließlich Zwangsimpfungen und Geldstrafen, während man bei 20000 Fällen mit Krankenhauskeimen in Deutschland lediglich bedauernd mit den Achseln zuckt. Sollte da etwa eine höchst erfolgreiche Lobby am Werk sein, die es außerdem gnadenlos effektiv fertig bringt, eine flächendeckende Medienkampagne für die Impfpflicht loszutreten?

15. November 2019 um 15:47 von Poli kala

"20000 Todesfälle pro Jahr allein in Deutschland. Im Vergleich dazu noch nicht einmal 100 Tote durch Masern in ganz Europa."

Masern --> Virus
MRSA --> Bakterie

Fazit: Unterschiedliche Baustellen

"Blinder Aktionismus auf der einen Seite, Zwangsmaßnahmen, Androhung von Strafe, Stigmatisierung von Menschen, die aus verschiedenen Gründen gegen die Impfung sind. "

Weil sie sich nicht ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen, sondern irgendwelchen Menschen im Internet vertrauen. Es gibt medizinische Gründe gegen Impfung, dann gibt es aber auch Ärzte die das Bestätigen und das kann man sogar Peer Reviewen lassen.

.

Das Bezirksamt Prenzlauer Berg ist in einem alten Siechenhaus gebaut worden. Siechenhäuser sind die Vorläufer von Krankenhäusern in den die Kranken lediglich abgelegt wurden um die Gesunden nicht zu infizieren. Es war damals außerhalb der Stadt.
Von diesen Einrichtungen hatten wir uns mal ganz gut wegbewegt indem wir auf Hygiene und ordentliche Behandlung gesetzt haben. Durch die ökonomische Optimierung gehen wir in diese Zeiten so langsam zurück wie mir scheint.
Merkt man auch an den Aufschreienden, die keine Masernimpfung wollen, sich aber über die Krankenhäuser aufregen und überall Verschwörung sehen.
Herdenimmunität adieu. Krankenhäuser machen krank. Also zukünftig mehr Geflügel essen, denn die haben wenigstens Reserveantibiotika bekommen.

@IckeDette

Es geht doch hier nicht um die Ursache der Erkrankungen, Bakterien/Viren, sondern um den Umgang mit diesen.
„ weil sie sich nicht mit der Thematik auseinandersetzen, sondern irgendwelchen Menschen im Internet vertrauen“ Na das ist ja ganz schön arrogant. Die Menschen, die ich kenne und die ihre Kinder nicht haben impfen lassen, haben sich sehr wohl informiert, im übrigen nicht im Internet, denn das gab es damals noch nicht.
Also bitte nicht vorschnell über andere urteilen.

@Vollgas - 14:43

"Unter diesen Angaben muss doch hinterfragt werden, welche Antibiotikum noch relevant einsetzbar ist. Ist da nicht auch das Gesundheits - und Landwirtschaftsministerium gefordert.
Was in der industriellen Landwirtschaft an Antibiotikum in der Massentierhaltung den Tieren zugeflüstert werde, spricht für Sich."

Sie wissen aber auch, welche Parteien diese Ministerien in den letzten Jahren besetzt hatten.
Die Arbeit dort ist kaum problemorientiert sondern stark lobbygeprägt. Frau Klöckner ist auf dem Trip der freiwilligen Selbstverpflichtung während Jens Spahn sich z.Zt. mit Gesundheit-Apps und Masern befasst.

Dabei ist das Thema der Krankenhauskeime und Antibiotikaresistenzen wahrlich nicht neu. Also muss es Gründe geben, warum der Antibiotikaeinsatz in der Futtermast so ungebremst vonstatten gehen konnte oder der Hygienefacharzt für Klinikbetriebe immer noch nicht verpflichtend ist.

Unsere Nachbarn haben das schon lange viel besser gelöst - was sind denn hier die Hindernisse?

Da hellfen nur 2 Dinge:

1. ganz strenge Regeln zu Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft
2. Kliniken nicht auf Profit ausrichten, sondern auf Bedürfnisse der Kranken.
Dann gebe es z.B. genügend Personal und Zeit für Desinfizieren von Händen usw.

Herr Spahn

Hier wäre es doch mal wirklich wichtig zu handeln. Im Gegensatz Ihren zu sonstigen doch eher fragwürdigen Aktivitäten. ( Impfpflicht, Pflegeheim für alle, etc.)

@15:21 von FiLa Reserveantibiotika...

...Wußten Sie schon, daß Reserveantibiotika in der Fleischproduktion völlig legal schon heute angewendet werden?

---

Also wenn das so weiter geht, haben wir bald keine Reserveantibiotika,
die dann im Falle eines Falles einen Patienten möglicherweise doch noch das Leben retten könnte.

Aber Hauptsache das Schweineschnitzel oder das halbe Hänchnen is' schön billig.
Auf Kosten kranker Menschen.
Eine perverse Welt, in der wir leben (müssen)!

wird darüber nicht schon seit Jahren diskutiert

was ist geschehen ?
dann warum klappt das in den Niederlanden warum nicht bei uns
wie bescheuert muß man eigentlich sein, Antibiotika als Tierfutter zu verwenden
dass es zu Multiresistenten Keimen führt bei Menschen nicht mehr wirkt
und dann die Herstellung hochbrisante Medikamente nach Indien zu verlagern
das Verantwortungsbewußtsein ist hierzulande nicht vorhanden
ist das in Indien besser ?

Es gibt viel zu tun - aber es passiert nichts

Wie man aus den vorausgegangenen Kommentaren sehen kann, müsste viel getan werden, um die Todeszahlen durch Krankenhausinfektion gravierend zu vermindern.

Es werden auch durchaus sinnvolle Vorschläge unterbreitet. Aber ich bin mir sicher, außer "einem weiter so" wird nichts passieren.

Und das ist im Interesse aller Krankenhauspatienten mehr als bedauerlich.

Hier ist die Politik gefordert. Aber die hat ja ganz andere Prioritäten. Ganz schlimm, da es doch um so viele Tode geht.

@Hartmut der Lästige..

"Vielleicht weil die Ursachen auch in der Privatisierung des Gesundheitssystems zu suchen sind und nun in unseren Krankenhäusern nicht mehr die Gesundheit sondern die Rendite oberste Priorität hat.."

Wenn die richtige Dokumentation der am Patienten durchgeführten Leistungen wichtiger ist als die Patienten selbst und Krankenhausbetten auf Teufel komm raus belegt werden kann es passieren, dass Hygiene vernachlässigt wird..

Ist bei uns in der Gerontopsychiatrie nicht so das Problem aber in Allgemeinkrankenhäusern arbeiten die Kollegen am Limit..
Aber solange BWL-Absolventen im Gesundheitswesen mehr zu sagen haben als Ethiker, wird sich nichts ändern..

meint ein Fachkrankenpfelger mit ü30 Jahren Berufserfahrung..

15. November 2019 um 18:18 von Poli kala

"Es geht doch hier nicht um die Ursache der Erkrankungen, Bakterien/Viren, sondern um den Umgang mit diesen."

Korrekt. Dafür muss man die Ursache und die Umgebungsbedingungen kennen und die sind sehr unterschiedlich. Wir hatten weniger Tote durch beide Ursachen, sollen wir jetzt eine vernachlässigen weil es eine andere gibt. Perspektivisch schlechte Strategie.

"Also bitte nicht vorschnell über andere urteilen."

In ihrem Fall habe ich mich hinreißen lassen, weil sie nicht mehr als die Konsequenzen der Impfverweigerung angeprangert haben. Ich habe noch kein Valides Argument gegen Impfung gelesen, außer es gilt für Spezialfälle und gerade die brauchen den Herdenschutz um sich herum, weil sie zumeist von der Impfung und der Krankheit schwer bedroht sind.

Wissen sie, das es Gegenden gibt in denen Windpocken und die spanische Grippe (schwarze Pest) noch nicht ausgerottet sind? Die Liste potentieller Bedrohungen ist lang und wird mit dem Klimawandel länger.

14:05 von Shuusui

"Krankenhausinfektionen sind eine direkte Folge des Sterilitäts-Wahns.
Natürlich muss Operationsbesteck steril sein, aber nicht jede Fläche im Krankenhaus - das ständige Desinfizieren sämtlicher Oberflächen in Krankenhäusern macht den Krankenhausinfektionen erst den weg frei.
Die Desinfektionsmittel töten nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern auch die nützlichen."

Genau so ist es. Hinzu kommt, dass zwar fast alles mit Desinfektionsmitteln abgewischt wird (werden soll), dies aber aus Zeitmangel oft nur flüchtig geschieht.

Ein früherer Chefarzt unserer Klinik hatte einmal in Bezug zu Keimproblemen auf einer der Intensiv-Stationen gesagt: "Am liebsten würde ich mal mit einer Kuh über die Station gehen, dann stimmt das Klima wieder."

@15:24 von Hartmut der Lästige

"Vielleicht weil die Ursachen auch in der Privatisierung des Gesundheitssystems zu suchen sind und nun in unseren Krankenhäusern nicht mehr die Gesundheit sondern die Rendite oberste Priorität hat. Vielen Dank an dieser Stelle für die wirtschaftsliberale Politik an die entsprechenden Parteien"

Und die noch nicht privatisierten Kliniken stehen mit diesen im Wettbewerb. In unserer Notaufnahme hatte man vorübergehend das niederländische Modell übernommen. Es hatte nicht lange gedauert, dann hieß es : "Zu teuer."

@15:21 von FiLa

//*Ich glaube mittlerweile, daß wir den Kampf...
...gegen Multirestistente Keime schon verloren haben.*

Umso wichtiger ist es nicht auch noch die letzten Reserven zu verpulvern als auch mehr in der Forschung zu machen...//

Dass ist ja einer der Skandale, dass Tierärzte diese "Reserve-Antibiotika" bei der Tiermast schon rein prophylaktisch einsetzen.

Im SPIEGEL Nr. 27 (29.06.2019) gelesen:

53% der Bakterien, die Fliegen, Wespen und andere Insekten auf sich tragen, sind resistent gegen mindestens eine Gruppe von Antibiotika...
Insekten seien mit dafür verantwortlich, dass sich solche Keime in Krankenhäusern ausbreiten und halten können.
(Dies berichten Forscher der Aston University in Birmingham.)

Man vergleiche bitte einmal

Man vergleiche bitte einmal den Personalschlüssel (Anzahl der Patienten pro Pflegekraft) mit dem europäischen Ausland.

Das allein könnte schon viele Fragen hinsichtlich der Hygiene beantworten. (Übrigens auch hinsichtlich der Organspendeproblematik und dem Problem der Abwanderung von Pflegefachkräften nach z.B. Norwegen.)

@14:38 von RickF

"???
"Die Zahl der durch Krankenhauskeime verursachten Todesfälle liegt bei schätzungsweise 10.000 bis 20.000 pro Jahr."

Warum muss man hier Schätzen? Sollte doch nachweisbar sein und damit genaue Zahlen ermöglichen. im gestrigen Artikel war ja von 44 800 Toten durch Feinstaub die Rede, da musste man schätzen... Das verwundert mich etwas..."

Eine Antwort auf diese berechtigte Frage würde mich auch interessieren. Eine Teil-Antwort könnte(!) sein, dass man die Keime vielleicht nicht so gern als ursprüngliche oder zumindest mitverantwortliche Ursache angibt. Macht sich ja auch nicht so gut...

15. November 2019 um 20:29 von Anna-Elisabeth

"Insekten seien mit dafür verantwortlich"

Betonung auf mit. Ich hoffe doch, dass es Krankenhausbereiche gibt wo Insekten nicht rein können.

@15:40 von harry_up

"Und folgerichtig die Frage, wie man es dort schafft, weit unter dem Durchschnitt zu bleiben."

Ich hatte eben schon auf den Personalschlüssel hingewiesen.

Beispiel Intensiv-Station: Die Pflegekraft befreit Patient A von Fäkalien. Bei Patient B geht der Beatmungsalarm. Wieviel Zeit kann sich die Pflegekraft jetzt wohl für die notwendigen Hygienemaßnahmen nehmen? Auf Unterstützung kann sie nicht hoffen, weil es den Kollegen in den anderen Zimmern ähnlich ergeht.

@14:38 von RickF@20:42 von Anna-Elisabeth

"Warum muss man hier Schätzen? Sollte doch nachweisbar sein"

Artikel letzter Absatz:
Die Zahlen zu den Krankenhausinfektionen in Deutschland sind zum Teil umstritten.

und

Für gesunde Menschen sind bestimmte Bakterienstämme in der Regel ungefährlich.

Da gerade die Schwachen und Geschwächten bedroht sind wird sich in einigen Fällen sicherlich die philosophische Frage stellen welchem Umstand die Todesursache zuzuschreiben ist. Wenn die Infektion einen negativen Verlauf beschleunigt und zum womöglich vermeidbaren Tode führt, ist sie dann als Todesursache zu zählen?

@ Anna-Elisabeth

Man vergleiche bitte einmal den Personalschlüssel (Anzahl der Patienten pro Pflegekraft) mit dem europäischen Ausland.

Da liegt Deutschland nicht vorne, aber im oberen Mittelfeld.


... und dem Problem der Abwanderung von Pflegefachkräften nach z.B. Norwegen.)

Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass man die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte dringend verbessern müsste.
Allerdings: Es wandern immer noch mehr Pflegekräfte nach Deutschland zu als von Deutschland ab.

Dieses Thema wurde in den

Dieses Thema wurde in den letzten Jahren mehrfach hier behandelt - doch passiert ist eigentlich kaum etwas. Es ist doch bestimmt möglich vom Robert Koch Institut eine Truppe zu engagieren, die den Ursachen auf den Grund geht (es werden mehrere sein !) und auch z.B. sollte den Holländern abgeschaut werden, was die eigentlich b e s s e r machen).

@21:01 von born in stasi-land

Da liegt Deutschland nicht vorne, aber im oberen Mittelfeld.

Ich zitiere hier mal aus dem Ärzteblatt (2017):

"Die Relation zwischen Krankenschwestern und Patienten sei nicht nur ein wichtiger Grad­­messer für die Qualität der Arbeitsbedingungen, sondern beeinflusse auch die Qua­lität der Pflege und damit die Patientengesundheit, betonen die Wissenschaftler. Deut­schland hinke dabei hinterher: Sie zitieren in ihrer Auswertung die internationale Pflege-Vergleichsstudie RN4CAST aus dem Jahr 2012, der zufolge in den USA durch­schnittlich 5,3 Patienten auf eine Pflegefachkraft kommen, in den Niederlanden sieben, in Schweden 7,7 und in der Schweiz 7,9. In Deutschland müssten sich Krankenschwes­tern dagegen im Schnitt um 13 Patienten kümmern."

@21:01 von born in stasi-land

"Da liegt Deutschland nicht vorne, aber im oberen Mittelfeld.
...
Allerdings: Es wandern immer noch mehr Pflegekräfte nach Deutschland zu als von Deutschland ab."

Wo kann ich das nachlesen?

Ich empfehle dazu:

Pflege-Report 2019 pp 85-101| Cite as
Potenzial und Grenzen von Zuwanderung in die Pflege

Wegen Pillepalle hingegangen - im Leichensack wieder raus.....

Das ist für ein hoch zivilisiertes Land schon sehr bedenklich.
Daher bringt mich nur das unmittelbare Todesrisiko dorthin.
Also wenn z.B. das Unterlassen einer OP zum sicheren Tod oder Verkrüppelung führt.
Ich schone die Knochen so gut es geht, Ernährung umgestellt, Gewicht verloren. Damit NIEMALS eine künstliche Hüfte / Knie / Schulter etc. nötig wird.

@21:18 von Quakbüdel

"Dieses Thema wurde in den letzten Jahren mehrfach hier behandelt - doch passiert ist eigentlich kaum etwas. Es ist doch bestimmt möglich vom Robert Koch Institut eine Truppe zu engagieren, die den Ursachen auf den Grund geht (es werden mehrere sein !) und auch z.B. sollte den Holländern abgeschaut werden, was die eigentlich b e s s e r machen)."

Ja, man kennt die Probleme, man kennt auch die Ursachen, aber wie Sie richtig schreiben: "...doch passiert ist eigentlich kaum etwas."

Genau deshalb rege ich mich auch auf. Dass es bei vielen anderen Themen kaum besser aussieht, stimmt mich auch nicht gerade friedlicher.

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