Ihre Meinung zu: Bolivien: Ex-Präsident Morales fliegt nach Mexiko

12. November 2019 - 8:24 Uhr

Der zurückgetretene bolivianische Präsident Morales ist nach Mexiko geflogen. Dort erhielt er politisches Asyl. Die Lage in Bolivien bleibt weiter chaotisch. Das Militär kündigte "angemessene Gewalt" an.

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Kommentare

rer Truman Welt

Es bleibt nur zu hoffen, dass die jetzige Entwicklung in Bolivien nicht ein Mikrozensus ist für Südamerika und letztlich für die Welt. Soziale Dysfunktionalitäten sind letztlich die Grundlage fast all solcher Erscheinungen bzw. Aufstände. Ob nun gegen die Regierung, den Präsidenten, gegen dieses oder jenes, dem oder jenen. Das sind die berechtigten oder unberechtigten Zielscheiben. Die kollektive Psyche der Menschen wird mehr und mehr überfordert und mündet in Enttäuschung, Frustration, Trauer, Ärger, Wut, Aggression und dann in Hass und Gewalt. Ich persönlich sehe nirgendwo auch nur den Ansatz einer Entwicklung in einem Ausmaß, was mir Hoffnung geben könnte, dass diese Erscheinungen und Entwicklungen gestoppt werden könnten, im Gegenteil. Ich befürchte, wir werden sehr unruhigen Zeiten entgegen gehen und das sicher nicht nur in Lateinamerika.

Morales hat einen

Morales hat einen Scherbenhaufen hinterlassen. Er hätte sich an die Verfassung halten und sich nur ein mal zur Wiederwahl stellen sollen.

Morales Putsch gegen die Verfassung

Es gibt doch genug Pokitiker in Morales Partei, die zur letzten Präsidentchaftswahl hätten antreten können. Stattdessen fand ein ihm nahestehendes Gericht, dass die verfassungsmäßige Begrezung auf 3 Amtszeiten seine "Menschenrechte verletze". Das hat nicht nur seine Gegner, sondern auch vieler seiner Anhänger unter der indigenen Bevölkerung sehr verärgert. Zuden wurde die Wahl zur Farce.
Machtgier ist universell. Nur eine starke Gewaltenteilung verhindert das Schlimmste.

Wer führte diese Situation im Hintergrund herbei?

In der politischen Arbeit würde ich durch die ARD einen Bericht erhoffen, der sich mit der Rolle der USA und dem Kapital beschäftigt. Die Enteignung von internationalen Firmen bleibt unvergessen. Wem gehört in der Zukunft das Silizium.

Am Schluss waren die Bevölkerung vielleicht nur die Statisten.

Irgend wann einmal , wenn

Irgend wann einmal , wenn diese Angelegenheit zur Ruhe gekommen ist ,wird das Volk der Bolivianer und die ges. Welt erfahren , dass hier die CAE kräftig am Stuhl von Morales gesägt hat. Bolivien wird jetzt wieder kräftig zum Vorgarten der USA und die USA werden dafür Sorge tragen , dass das Militär in Bolivien ,wie so oft in Latainamerika, zum Gehilfen von USA - Interessen mißbraucht wird. Ob die Bolivianer jetzt eine bessere Zukunft ,als unter Morales ,haben werden , das darf mit Recht angezweifelt werden. Das in Venezuela diese Amtsenthebung ( nichts anderes war dieser Rücktritt unter Gewaltandrohung ) nicht stattgefunden hat , das ist der einzigen Tatsache zu verdanken , dass das Militär hinter Maduro steht und das russ. Militär in Venezuela stationiert ist. Die Welt wird eines Tages friedlicher werden , wenn noch weitere Staaten erkennen , dass die USA überall mit Bomben die Demokratie reinbomben wollen und Bomben bringen aber nur Chaos. Irak , Jemen , Syrien ,Libyen
zeigen es.

ein menschliches Problem

der Größenwahn
man glaubt unersetzbar zu sein
aber da muß man nicht nach Bolivien schauen
das ist auch in nächster Nähe erkennbar
wenn Wirtschaftsführer oder PolitikerInnen nicht erkennen können oder wollen,
dass es an der Zeit ist abzutreten und neuen Gesichtern Platz zu machen

Gespalten

Das Land ist gespalten, ich bin es auch. Ich hatte Morales bewundert, für seinen Mut und für sein Können, mit dem er das Land regierte. Ich denke immer an den Spruch zum Lithium: ihr könnt gerne Lithium aus Bolivien exportieren, mit einem Auto drum rum.
Danke an @schabernack, der hier im Forum Hintergrundinformation gab. Aber könnte denn eine Verfassung mit einer einfachen Mehrheit einer Volksbefragung übergangen werden? Warum stehen nur noch so wenige Bürger hinter ihm, wenn er so viel für die Ärmeren tat?
Ein Land wird nicht gespalten, wenn die wenigen Reichsten etwas weniger reich werden, ein Land wird gespalten, wenn ein Großteil der ärmeren Bevölkerung am Wohlstand zu wenig Teil hat.
Hier fehlen praktisch alle notwendigen Hintergrundinformationen zum Verständnis der Situation.

@ um 08:58 von Alexander K.

"...Wem gehört in der Zukunft das Silizium. ..."
.
Bolivien ist reich an dem seltenen und begehrten Element Lithium. Silicium hat jeder Staat dieser Erde in schier unerschöpflicher Menge vor der eigenen Haustüre.

fortschritt

Tja, das Militär, verkündete vor wenigen Tagen, nicht auf das Volk zu schießen. Mit 'Volk' meinte es vermutlich die rechten Schlägertrupps, die unter Gewaltanwendung Rundfunkanstalten besetzten und sich als Retter der Demokratie ausgaben. Jetzt reagiert es mit 'angemessener Gewalt' auf Morales' Anhänger.
Heutzutage wird ein Militärputsch als zivilgesellschaftliche Rebellion verkauft. Ist das politischer Fortschritt? Wohl ja, wenn wir uns in Erinnerung rufen, das nach der Entmachtung Allendes in Chile hunderte zu tode gefoltert wurden.
Traurig.
Und unsere Medien kollaborieren...

Bolivien:Ex-Präsident Morales fliegt nach Mexiko.....

Ein Putsch mehr in der an Putschen reichen Geschichte Boliviens und Lateinamerikas.
Jetzt kommen die Kräfte,die im Grunde von Chile bis Haiti unter Druck stehen,dort zum Zug und die das Land in die Vergangenheit zurückführen.
Das Wasser wird wieder,wie in den 90er Jahren privatisiert.Und die Lithium-Aktien werden auch steigen.
Aber Hauptsache der Herr Seibert findet das in Ordnung.

Politisches Asyl?

Also Wahlbetrug fällt damit unter politisches Asyl? Wenigstens dafür sollte er sich verantworten müssen.

In anderen laendern waere die Bezeichnung hierfuer...

….Militaerputsch.

Mal abwarten, ob uns bald ein Bolivianischer Pinochet praesentiert wird.

Konsequent im Rahmen dessen, was bereits passiert ist, waere wohl, wenn man nun zuegig den Wahlverlierer Mesa ins Amt hievt, die sozialen Reformen rueckgaengig macht und fuer auslaendische Investoren die Bedingungen schafft, die sie woanders gewohnt sind.

Und wieder....

ist ein sozialistisches Experiment gescheitert! Dabei ist es eigentlich egal, ob sich Morales wie Maduro über Verfassungen hinwegsetzt oder Wahlergebnisse verfälschen läßt oder zumindest davon informiert ist. Sowohl die Bevölkerung in Bolivien, wie auch in Venezuela haben übertriebene Hoffnungen und Erwartungen in beide Präsidenten gesetzt, denen sie nicht gerecht werden konnten! So viele nicht korrumpierbare Anhänger haben beide nicht! Auch wenn ich eher konservativ bin, tut es mir für Bolivien leid, aber darum kümmert sich die Realität nicht. Vermutlich wird es einige Zeit dauern, bis die Fehler von Morales bekannt werden. Da ist man schon froh, wenn manche Foristen jetzt schon wissen, daß hinter allem wieder einmal die bösen USA stecken. Aber es muß Gründe gegeben haben, daß sowohl Polizei, wie auch Militär nicht weiter still gehalten haben, oder?

Ich weis nicht was ich darüber denken soll?

zum einen das dass Militär den Rücktritt fordert kommt einen Putsch nahe. Zum anderen hat Morales in der Verfassung ein Limit zum Präsident sein eingeführt und das dann mehrmals überschritten.

Trumans Welt 08:35

Eine sehr pessimistische Auffassung, der ich nichts entgegen halten kann.
die Unruhen Aufstände, die unzufriedenheiten scheinbar weltweit bestimmen traurig. Es fehlen globale Aufbruchs Punkte, Fortschritte in Medizin oder weltraumtechnik, die Zuversicht generieren.

Neo-Stalinistischer Diktator

In dem Artikel fehlen so viele Fakten, dass ich mich genötigt sehe etwas gerade zu rücken
1) Evo Morales ist nicht auf Druck des Militärs zurückgetreten
2) Sein Rücktritt ist die direkte Folge der durch ihn und seiner Partei manipulierten Wahl am 20.10.
3) Bis zum 10.11. war die einzige Aussage der Polizei und des Militärs, dass sie nicht das FRIEDLICH protestierende Volk unterdrücken werden(Schlagwort Meinungsfreiheit und Versammlungsrecht)
4) Morales seiner seits hat zum gewaltsamen Aufstand aufgerufen
5) Alle - durch die Konfrontationen entstandene - Todesopfer sind auf Seiten der NICHT Morales unterstützenden Zivilisten.

Bitte liebe Tagesschau, stelle einen neo-stalinistischen Diktator nicht als ein Opfer da. Er hat Hass und Zwietracht unter Bolivianern gesät, um seine persönlichen Ziele zu erreichen. Neben der größten Verschuldung und Beziehungen zu Drogenkartellen hat er dem Land nichts gebracht. Sein Rücktritt ist der Erfolg der Demokratie und nichts anderes.

Ein seit langer Hand ...

... eingefädelter Regimechange unter Führung der USA (Epressen, Drohen, Sanktionieren bis zur Finanzierung von bewaffneten Rebellen sprich Banden) und letztlich in einem Militärputsch mündend wird hier im TS-Artikel als
"Rücktritt auf Druck des Militärs" bemäntelt.
Nicht zu fassen, wie man mit Wortakrobatik versucht einen Putsch durch Militärs zur Militärdiktatur hin klein zu reden..

das ist ein militär&polizeiputsch. evo morales war im dilemma

die mehrheit ist nach wie vor für morales,bzw.die politischen&gesellschaftlichen inhalte,die er/seine partei vertreten. er hätte sich vlt. nicht erneut wählen lassen solllen,aber:
wie man an venezuela nach dem tod von chavez sieht,ist der wegfall eines charismatischen führers ein einfallstor für aktionen der nation,die alles dort als seinen hinterhof begreift&sich mit allen mitteln-sei es putsch oder salamitaktik-die macht sichert.
da interessiert es nicht,daß eine aktuelle regierung mglws. pragmatisch&der situation angepaßt langsam&gut vorankommt&bei den verbesserungen die große mehrheit der bevölkerung mitnimmt.
das wird verhindert,mit aller gewalt.
siehe venezuela,siehe gerade ecuador.
und jetzt bolivien.
als ich vor einigen wochen hier vor dem was jetzt passiert ist warnte,wurde ich von den"forenmeinungsführern"hier noch für inkompetent erklärt.
ich war mehrere jahre dort&rede mit ALLEN "bevölkerungsgruppe"ständig bis heute.
das ist ein putsch.
siehe auch die beiträge zu lithium.

Es ist schon bedenklich

Es ist schon bedenklich, wenn sich der zurueckgetretene Praesident ins Exil nach Mexiko begeben muss. Die neuen Machhaber scheinen nicht gewillt zu sein, seine persoenliche Sicherheit zu garantieren. Das laesst fuer die Zukunft Boliviens Schlimmes befuerchten.

Morales möchte mit Kraft zurückkehren?

Zunächst sah es noch so aus, als hätte Morales die Größe sein Amt, wegen der begründeten Vorwürfe der Wahlmanipulation aufzugeben- Er will mit Macht zurückkehren heißt, er klebt an der Macht. Für das Volk kann das nichts Gutes bedeuten. Wegen dem Amtssessel einen Bürgerkrieg zu riskieren?- Das sei ferne!

evo morales keinesfalls im "größenwahn"

was hier einige negativ über den zustand boliviens und die führungsleistung von evo morales schreiben zeigt, dass die unermüdlich doch recht einseitige darstellung von bolivien,-aber auch venezuela und ecuador etc-früchte trägt.
das hat mir der realen situation, wie sie die letzten jahre in bolivien war,nichts zu tun.
vlt. sollte man mal,-einfach nur um zu sehen was andere schreiben und ob das neue aspekte bringt,die man für sich prüfen könnte-mal neben ts oder spiegel auch mal amerika21 oder die junge welt lesen.
wir haben ja wohl alle dialektik gelernt und sind erwachsen genug nach stoffsammlung und denken und prüfen zu these,antithese und vlt. hin und wieder zu synthesen zu gelangen ?
ich bitte also herzlich mal die begriffe"buen vivir-bolivia constitution"zu ventilieren und wer da was für wen geleistet hat.
morales ist-vergeßt den aktuellen wahlgang,so oder so bis ende januar gewählt.
er hat gut regiert,daß was hier stattfindet ist ein miltärputsch-es werden nur andre worte verwand

@ um 08:58 von Trampelchen

"Irgend wann einmal , wenn..."
.
Ja, die bösen USA. Auch ich hatte an diese Möglichkeit gedacht, vermutlich liegt sie aber in Bolivien nicht vor. Dort ist eine andere Großmacht mit riesigem Hunger auf Lithium am werkeln. Diese Großmacht war ziemlich angeknarzt, weil das deutsche Unternehmen ACISA den Zuschlag für ein Batterieproduktionsprojekt (bisher wurde fast ausschließlich nur Lithiumcarbonat, also der Rohstoff, aus Bolivien exportiert) bekam. Dass der Vertrag mit ACISA nunmehr gekündigt wurde, ist vermutlich der Intervention dieser Großmacht zu verdanken. Da viele Bolivianer aber keine Ausbeutung des Landes mehr wünschen, ist diese Vertragskündigung möglicherweise ein Sargnagel für Morales Präsidentschaft gewesen.

meiner Meinung nach....

der nächste Brennpunkt und die nächste Eskalation!
Es gibt nur einen Grund dafür denn der ganzen Welt ist Bolivien eigentlich egal!
Der Grund heißt Lithium, die Basis für E-mobilität.
Und wer sich die Eigentumsverhältnisse der weltgrößten Technologieführer in der Batterieherstellung anschaut weiß woher der Wind weht.
Das zu durchschauen fällt der Bevölkerung in Bolivien sicher nicht leicht!
Das Morales als Präsident wie alle südamerikanischen Präsidenten natürlich kein Demokrat nach westlichen Vorstellungen ist steht außer Frage, wieso sollte er auch?
Jedoch hat er dem bettelarmen Land auch Wohlstand gebracht und ist nicht bereit die Bodenschätze zu verhökern!
Das ist sicher der wahre Grund der Geschichte!

evo morales hat alle "bedingungen" erfüllt,-trotzdem putsch

ob es schlau war,nochmal prsl. zu kandidieren-siehe oben,vlt.wäre es besser gewesen,einen anderen kandidaten der partei aufzustellen.aber das bsp tod chavez-nachfolge des uncharismatischen maduro war schon auch eine warnung und überlegung wert.
ein echtes dilemma für morales, was tun `?
egal.
die aktuelle wahlperiode dauert bis ende januar.
morales ist so oder so der legitime präsident.
und ob die unstimmigkeiten der wahl zum nächsten präsidenten nun "betrug" waren,ist noch gar nicht raus oder bewiesen.
morales hat jedenfalls richtig reagiert und erklärt,neu wählen zu lassen.
ist ja auch kein problem,denn er ist ja bis februar gewählt,sollte man meinen.
daß das militär und die polizei dennoch ihr vorhaben durchziehen und gemeinsam mit schlägertrupps das ganze land destabilisieren zeigt um was es geht:
einen von aussen und innen gesteuerten klassischen rechten militärputsch.
daß die gewalt auch noch der rechtmäßigen weggeputschten regierung zugeschreiben wird?-es seibert mal wieder?

09:04 von Ritchi

«Danke an @schabernack, der hier im Forum Hintergrundinformation gab. Aber könnte denn eine Verfassung mit einer einfachen Mehrheit einer Volksbefragung übergangen werden?»

"Nicht wirklich" übergangen wurde die Verfassung. Aber sie wurde "gar zu sehr gezerrt" von Evo Morales. Die Frage an die Bevölkerung in Form eines Referendums zu einer weiteren Kandidatur in 2019 war nicht unzulässig. Aber eben "arg gezerrt". Viel besser wäre gewesen, innerhalb der Regierungspartei Nachfolger/in "aufzubauen". Zeit seit 2006 war mehr als genug in fast 14 J.

Unwürdiges Ende der Amtszeiten von EM als Präsident.
Aber in nicht geringem Maß "selbst schuld dran".

Ist in DEU eine informative Internet-Seite, die sich mit poltischen + gesellschaftlichen Aspekten + Entwicklungen in ganz Latein-Amerika beschäftigt. Mehr als es "Allgemein-Medien" je könnten.
"Non-Profit-Project", getragen durch Arbeit von Freiwilligen:

"www.Amerika21.de"

Ab & an mit Links zu Originalquellen.
Die lese ich sporadisch …

mqwolf 666 um 09:26 Uhr

Können Sie für Ihre Behauptungen und böswilligen Unterstellungen wenigstens belastbare und ideologiefreie Quellen nennen? Oder geht die politische Gesinnung mit Ihnen wieder einmal durch?

boliviens lithium/wasser/zukunft - siehe zdf ?

es ist ja nicht so,daß wir hier nur eine meinung vertreten sähen in dieser schönen republik(auch wenn der regierungssprecher seibert einen das manchmal glauben lassen kann?)
wer sich vielseitig informiert,kann der wahrheit recht nahe kommen:geht ausdrücklich auch unter benutzung der öffentlich rechtlichen möglichkeiten.
interessant,daß häufig dafür allerdings sogenannte satiresendungen oder krimis herhalten"müssen"oder "können"?
echt?
ja.
z.b.de "faktencheck"bei"die anstalt"im zdf oder der faktencheck auf der seite des autors schorlau zu allen zdf-dengler-krimis ist schon beeindruckend kompetent&bietet vielseitig ernsthafte quellen&lohnenswerte überlegungen.
z.b.im letzten krimi"dengler-brennende kälte"geht es,-okay,man muss mitdenken&eine transferleistung erbringen,um das,was hier in bolivien stattfindet.
wenig ist was es scheint und im hintergrund gibt es eine 2. ,dann 3.ebene.
ein 3.akteur benutzt 2.akteure zur erlangung von illegitimer vorherrschaft.
in real wie im film:die usa ?

Morales hat die Wahlüberprüfung selbst in die Wege geleitet.

@09:23 von PROBOL
Er hat die OAS - auch wenn die nicht unbedingt in der Vergangenheit auf seiner Seite war - aufgefordert, die Wahl zu überprüfen.
Was in meinen Augen auch bedeutet, dass Morales die Wahlen sicher nicht manipuliert hatte.

Als Hintergrund ist zu bedenken, dass Morales sicher die geleakten Telefonate kannte, in denen die USA klipp und klar seinen Sturz als Ziel benannten.

Außerdem sollte man im Blick behalten, dass ein Teil der reichen weißen Minderheit schon seit Jahren eine Abspaltung des wirtschaftlich interessanten Teils von Bolivien anstrebt.

Zu Recht verweist die Tagesschau darauf, dass Morales "dafür [sorgte], dass die satten Gewinne aus der Gas- und Lithium-Förderung größtenteils im Land blieben und auch der indigenen Bevölkerungsmehrheit zugute kamen."

hallo probol,(9.23 -gehts noch?ihre begriffe sind sinnfrei

ganz offensichtlich waren sie noch nie in bolivien und haben auch sonst sich nicht so recht mit bolivien beschäftigt.
morales hat vlt. einen fehler gemacht mit dem versuch sich nochmal wählen zu lassen.
es war ein dilemma, siehe oben.
okay,kann man falsch finden.
aber:ich war oft und jeweils lang in diesem land.in keinem anderen südamerikanischen land wurden so viele der bevölkerung mitgenommen auf einen langsamen,aber stetigen weg aus der armut heraus.in keinem land hatte dieser weg des "buen vivir" eine so grossen rückhalt in der übergrossen mehrheit der bevölkerung.
vlt. machen Sie sich mal die mühe und vergleichen den zustand des landes vor und -nun hoffentlich nicht - nach evo morales.

auch ein guter mann macht fehler.
ja, sogar ein sehr guter mann macht fehler.

ich habe nun die letzten tage mit vielen leuten telephoniert.morales und seine partei sind nach wie vor sehr beliebt und sind auch absolut,politisch betrachtet,die stärkste fraktion auf so ziemlich allen ebenen.

09:30 von wackersdorf

«als ich vor einigen wochen hier vor dem was jetzt passiert ist warnte,wurde ich von den"forenmeinungsführern"hier noch für inkompetent erklärt.
ich war mehrere jahre dort&rede mit ALLEN "bevölkerungsgruppe"ständig bis heute.・das ist ein putsch.»

In meinen Augen war der größte Fehler von Evo Morales gar nicht, das Rederendum zu seiner erneuten Kandidatur anzusetzen (seiner 3. nach der neuen Verfassung von 2008). Schon das "bedenklich", aber noch u.U. verständlich …

DER Fehler war, nach der Niederlage im Referendum nicht zu erkennen, "dass es so nicht geht". Auch wenn die Vorkommnisse um das Referendum (sehr) dubios waren (Frau + angeblich uneheliches Kind mit EM + erwiesene Lüge).

Ich hatte bereits ein ungutes Gefühl, als EM danach die Justiz anrief. "Anstatt es bewenden zu lassen", und im Namen seiner Partei einen anderen Kandidaten unterstützend in die Wahl in 2019 zu gehen.

"Putsch" - ich weiß nicht … zu diffus …

«… siehe auch die beiträge zu lithium.»

Inwiefern das …?

Werner40 Welchen

Werner40
Welchen Scherbenhaufen hat er denn hinterlassen ?
Dies war ein von langer Hand vorbereiteter Militärputsch und putschen in Latainamerika ist doch noch nie am Ende gewesen. Ich verrate Ihnen was. Hinter dem Gelaber der Sicherheitschefs von Polizei und Militär , da steckt die CIA dahinter. Es geht doch nur um Bodenschätze und die liegen nun einmal im Vorgarten der USA . Es geht doch nicht um Teilhabe des Volkes am Reichtum dieses Landes. Wer das glaubt , der glaubt auch an das Falten von Zitronen durch den Zitronenfalter. Gewiss hat Morales Fehler gemacht , aber der armen Bevölkerung ging es bedeutend besser als vor Morales Präsidentschaft. Ich bin ganz sicher , dass jetzt eine Marionette der USA dort Präsident wird , der seine Order von Washington bekommt. So sieht das in Wirklichkeit aus.

re von karlheinzfaltermeier 9:21

Also ein Putsch ist für Sie das "Scheitern eines sozialistischen Experiments" ?
Und die "Fehler von Morales":Millionen Menschen aus der Armut geholt zu haben und die Bodenschätze unter Kontrolle des Landes.
Das soll nicht ? Stehen die anderen zu,aus dem Norden ?

@ 09:00 Sisyphos3

Da geht Ihnen doch etwas die Differenzierung verloren: In Bolivien gab es erhebliche Wahlmanipulationen und Korruption, bei uns gibt es freie gleiche transparente Wahlen. In Bolivien war verfassungsrechtlich die Wiederwahl des Präsidenten begrenzt, bei uns legt man die Anzahl der Wiederwahl von Kandidat*innen aus guten Gründen in die Hände der Wählerinnen und Parteien.

"evo"hier wie div. aktuelle ts artikel "maas-nato"etc?

hallo mituser,
ich frag mich immer,wieso hier einige scheinbar und tatsaechlich recht gut informierte,dann ploetzlich auf halbem weg gehirnschranken transportieren?
wie koennen gebildete und wortgewaltige dauer-user denn negieren,daß die globalen(westl)kraefte einen zunehmend maechtigen"synergismus"aufweisen..um es mal recht neutral zu formulieren?
ist dieser synergismus mit seinen mitteln auf dem boden der sogenannten"westlichen werte"-wenn man genau und ernsthaft hinschaut?
natuerlich veraendert sich einiges,-china,indien,russland, - andere,-- der bisher vorherrschenden anglo-amerikanischen leitpolitik erwächst konkurrenz.
deswegen ist es aber doch nicht"querfront"oder "verschworungstheoretisch",wenn man das umsichschlagen derer,die ihre macht mit aller gewalt verteidigen wollen,argumentativ und mit nachweisen beschreibt.
koennten mituser bitte diese diffamierungen lassen und wie sonst auf"profanerer ebene"gezeigt, argumentativ und sachlich standpunkte vorbringen und belegen ?

08:58 von Alexander K.

Wem gehört in der Zukunft das Silizium.
.
da machen sie sich mal keine Sorgen
1/4 der Erdkruste besteht aus Silizium
das dürfte nicht knapp werden :-)

Um heraus zu finden

warum etwas so oder anders passiert, ist relativ einfach. Man schaue sich an, was das Land zu bieten hat, das müssen nicht immer Rohstoffe sein, kann auch eine besondere Strategische Position sein.
Und nach der Änderung schaut man wer die Rohstoffe bekommt oder abbaut, oder sich dort ansiedelt.

Die Welt ist relativ einfach, und es gibt ja nicht so viele die sich ständig in Dinge einmischen.

09:34 von Verwaltungsfreund

«Es ist schon bedenklich, wenn sich der zurueckgetretene Praesident ins Exil nach Mexiko begeben muss.»

Das ist allerdings sehr bedenklich …

«Die neuen Machhaber scheinen nicht gewillt zu sein, seine persoenliche Sicherheit zu garantieren. Das laesst fuer die Zukunft Boliviens Schlimmes befuerchten.»

Es gibt aktuell keine ausdrückichen Machthaber in BOL, die Sicherheit für irgendwen garantieren könnten. Nicht für Morales, nicht für Politiker der Opposition. Nicht für Institutionen, nicht für bestimmte Gebäude.
Für gar nix nicht …

Militär + Polizei werden nicht die Macht an sich reißen. Aber sicher stellen wollen, dass es nach der Verfassung eine Übergangspräsidentin gibt (die bisherige Stellvertreterin von EM). Sie wird Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl führen.

Ist aber zu erwarten, dass die Zeit bis da hin (+ der Wahlkampf) eine sehr unruhige + polarisierte sein wird.

EM als Person "ist weg vom Fenster".
Die Indigene Bevölkerung ist es nicht.
Und die Verfassung auch nicht …

traurig

vor 35 Jahren als ich dort das erste mal war ...
vergammelte Busse, misserable Straßen und alle 50 km ein Militärposten
wo man sich ausweisen musste
jetzt
tolle Straßen, teilweise modernste Busse schöne Mittelklassehotels
- was bedeutet auch den Einheimischen geht es besser
auf den Märkten haben die Brot/Kuchenfrauen Handschuhe an,
überhaupt scheint man mehr Wert auf Hygiene zu legen
mal sehen wie es sich jetzt weiterentwickelt

ich bin zwar erleichtert

dass ich hier von meinen Mitforisten alle notwendigen Informationen bekomme: Morales / das Militär kämpft leidenschaftlich und selbstlos für das Volk, das von Morales / dem Militär gnadenlos unterdrückt wird. Der Stalinist / Freiheitskämpfer Morales / die faschistische / demokratische Opposition genießt große / keine Unterstützung in der Bevölkerung. Den Oppositionellen / Morales / dem Militär geht es ausschließlich um Demokratie / Lithium / Silicium. Im Hintergund ziehen noch kommunistische / kapitalistische Mächte die Fäden, um dem Volk die Demokratie zu bringen / zu nehmen und dem Land Wohlstand durch Investitionen / Versklavung durch Privatisierung zu bescheren.

Nur eins ist mir nicht klar: soll ich jetzt beides glauben? Schließlich eklären mir ja beide Seiten, dass die jeweilige Sicht für jeden, der kein Realitätsverweigerer ist, die einzig akzeptable ist.

09:26 von wolf 666

«Ein seit langer Hand eingefädelter Regimechange unter Führung der USA (Epressen, Drohen, Sanktionieren bis zur Finanzierung von bewaffneten Rebellen sprich Banden) und letztlich in einem Militärputsch mündend wird hier im TS-Artikel als: "Rücktritt auf Druck des Militärs" bemäntelt.»

Und all diese Informationen haben Sie nun woher genau und im Detail …?

«Nicht zu fassen, wie man mit Wortakrobatik versucht einen Putsch durch Militärs zur Militärdiktatur hin klein zu reden..»

Erst recht nicht zu fassen, wie Sie ohne Belege mit Worthexerei versuchen, die gegenwärtige Situation im BOL zum Militärputsch groß zu schreiben …

@div:hier mein"abgestraftes"vormaliges posting zu bolivien/usa

hallo,viel veröffentlichte qualitätsmituser.
meine antwort,damals wie heute:"..es sei*unrealistisch* davon zu reden,daß"ständige torpedierung von unfairen kraeften"im endeffekt hauptverantwortlich sei fuer das scheitern von guten projekten/regierungen oder organisationen?
schaun wir mal :
morales/bolivien wird seit jahren in der presse schlecht beschrieben.seine erfolge sind angesichts der vorgefundenen situation überragend.mal sehen,ob bolivien der nächste staat wird,der ins visier genommen wird?
bsp.wikileaks/usa:es hat sich gezeigt,daß alle veröffentlichungen richtig&fuer niemanden unberechtigt schädlich waren.mußte die US-regierung in prozeßen einräumen.dennoch wird von"blut an den händen"assanges/snowdens gesprochen.assange ist von allen vorwürfen rehabilitiert&dennoch in der öffentlichkeit zu 95% unten durch.
wie kann das sein,daß jemand der, wie auch evo,vor allem gutes getan hat,"unten durch"ist?
hat da jemand beständig&unfair gearbeit?
die USA?
(seibert/maas?)
muss wohl,oder?

@wackersdorf

Die Dynamik der Ereignisse war dergestalt, das man sich eine Beeinflussung der Ereignisse durch das Militaer gut vorstellen kann.

Das auslaendische Regierungen beteiligt waren, ist schwer zu ergruenden.

Man sollte darauf achten, an welche Firmen in Baelde die Rohstoffvorkommen verhoekert werden.

Gewalt gegen die Familie von Morales und der Regierungspartei.

@09:48 von wackersdorf
Danke für Ihre Beiträge.
Das Haus der Schwester von Morales wurde niedergebrannt.
Familienangehörige der Regierungspartei wurden angegriffen.

Überlegung: Ist das Zufall, dass Sicherheitskräfte vom Präsidentenpalast und den staatlichen Sendern abgezogen wurde?
Der rechte Mob hatte dann offensichtlich freie Bahn.

Warum forderte das Militär- vor Ablauf der Wahlperiode - den Präsidenten auf, zurückzutreten?

Welche "satten Gewinne" der

Lithiumförderung gibt denn derzeit dort? Wie der TS Beitrag behauptet! Ist Bolivien derzeit überhaupt Lithiumproduzent?

09:42 von Ritchi

«Dass der Vertrag [Abbau von Lithium im Salar de Uyuni] mit ACISA nunmehr gekündigt wurde, ist vermutlich der Intervention dieser Großmacht zu verdanken.»

Ich gehe davon aus, Sie meinen CHN "mit dieser Großmacht".

Der Vertrag wurde nicht komplett gekündigt.
Aber will BOL bessere finanzielle Konditionen.
Und mehr Verarbeitung des geförderten Lithiums im Land BOL.
Die Kapazitäten werden ja erst aufgebaut.
"So richtig Produktion" war / ist erst für Anfang 2022 geplant.

Generell regelt die Verfassung in BOL zur Zusammenarbeit des Staates mit ausländischen Investoren:

Alles Joint Ventures, an denen BOL 51% der Anteile hält, der Investor (mehrere zusammen) 49%. Im Fall von Lithium + ACISA ist es die staatlich BOL "Yacimientos de Litio Bolivianos (YLB)" die 51%.

"Im Boot des Li" sind auch Bergbau-Unternehmen aus CAN.
Kämen andere Investoren aus dem Ausland.
Gälte auch dort das 51:49% Prinzip.
Soll es anders sein, sei die Verfassung zu ändern.
Die soll ja Ausbeutung entgegen wirken …

@ritchie9.42:überlegenswert-dennoch falsch?

das thema "lithium/salar de uyuni/produktionsschritte "batterie und auto etc"/länderinteressen-konzerninteressen-wer macht welche gewinne/ entwicklungschritte/trinkwasser-trinkwasserkontrolle& geschäfte/tourismus? etc&viel pepe:ist hochkompliziert&findet auf "diversen ebenen"statt.
ich empfehle dazu den spannenden zdf film"dengler-brennende kälte".dort,gerade aber auch im faktencheck des autors schorlau(auch zu den anderen"denglers")finden Sie den transfer zum verständnis dieser gemengenlage.
wenig ist wie es scheint.
der vertrag den die baden würtembergische firma da den bolivianern untergejubelt hat ist mehr als nur fragwürdig,man könnte auch zur überzeugung gelangen,daß da jemand als trojanisches pferd für einen dahinter stehenden player benutzt wurde..&das wäre dann nicht china.
morales,die bolivianische regierung wollte einen für die bevölkerung gesunden,eigenständigen&lukrativen weg finden,aus den seltenen erden&/oder dem potential"salar de uyuni"allgemein - das beste zu machen.

08:58, Trampelchen

>>und das russ. Militär in Venezuela stationiert ist.<<

Sind Sie sicher?

09:13, ardbenuterzkonto

>>Traurig.
Und unsere Medien kollaborieren...<<

Tun sie das?

Woran machen Sie das fest?

09:16, Bernd Kevesligeti

>>Jetzt kommen die Kräfte,die im Grunde von Chile bis Haiti unter Druck stehen,dort zum Zug und die das Land in die Vergangenheit zurückführen.
Das Wasser wird wieder,wie in den 90er Jahren privatisiert.<<

Hoffentlich nicht.

>>Und die Lithium-Aktien werden auch steigen.<<

Von welchen Aktien reden Sie?

>>Aber Hauptsache der Herr Seibert findet das in Ordnung.<<

Hat der sich geäußert?

einfach herrlich hier wieder

unsere qualitätsmedien versuchen zu vermitteln, daß ein guter freund unseres landes und unserer regierung zurückgetreten ist, um die gewalt nicht unnötig anzufachen. ist das so?

09:19, Autochon

>>Konsequent im Rahmen dessen, was bereits passiert ist, waere wohl, wenn man nun zuegig den Wahlverlierer Mesa ins Amt hievt, die sozialen Reformen rueckgaengig macht und fuer auslaendische Investoren die Bedingungen schafft, die sie woanders gewohnt sind.<<

Konsequent im Rahmen dessen, was bereits passiert ist, wäre es, Neuwahlen unter Aufsicht und Kontrolle der UNASUR abzuhalten.

10:37, frosthorn

>>Nur eins ist mir nicht klar: soll ich jetzt beides glauben? Schließlich eklären mir ja beide Seiten, dass die jeweilige Sicht für jeden, der kein Realitätsverweigerer ist, die einzig akzeptable ist.<<

Halten Sie sich lieber an Foristen wie "schabernack", Foristen, die Hintergrundinformationen besitzen und keine Brille brauchen.

10:26 von wackersdorf

«hallo mituser,
ich frag mich immer,wieso hier einige scheinbar und tatsaechlich recht gut informierte,dann ploetzlich auf halbem weg gehirnschranken transportieren?»

Nutzen Sie die max. Anzahl von 1.000 Zeichen in Ihrem Beitrag komplett aus.

Verschweben aber in den Sphären des Ungefähren. Welche sind denn nun die "scheinbar & tatsächlich recht gut informierten" Mituser …?

Und welche Art von "Gehirnschranken" transportiert dann wer von ihnen mit welchen Aspekten seiner / ihrer Aussage …?

Wie soll da wer drauf erwidern?
Wenn wer gar nicht weiß, wer gemeint ist …?

Darstellung: