Ihre Meinung zu: Mauerfall-Gedenken: "Hass und Antisemitismus entgegentreten"

9. November 2019 - 17:25 Uhr

Freude über den Mauerfall, Gedenken an die Todesopfer und ein Appell gegen Antisemitismus: Kanzlerin Merkel hat dazu aufgerufen, die Freiheit gegen neue Anfeindungen zu verteidigen. Vor dem Brandenburger Tor feiern zur Stunde Zehntausende.

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Kommentare

Freiheit ist ein Geschenk,

Freiheit ist ein Geschenk, aber Freiheit muss auch als solche wahrgenommen und verteidigt werden - gerade in einer Zeit, in der Hass- und Hetzprediger unseren Staat und seine tradierten Werte zerstören wollen. Es braucht eine engagierte Zivilgesellschaft, die nicht wegsieht, und weghört, wenn Galgen bei Demos mitgeschleppt und "Ausländer raus"-Rufe angestimmt werden.

Die Mauer

war nur das Symbol. Was die Menschen gewonnen haben war die Freiheit eigene Entscheidungen faellen zu duerfen und sich nicht mehr bevormunden lassen zu muessen.

Man hat das Privileg einer Demokratie gewonnen, dass die eigene Meinung Bedeutung hat und man nicht gezwungen wird.

In diesem Sinne verstehe ich die Worte von Frau Merkel, diese Freiheit zu verteidigen. Ich hoffe das richtig verstanden zu haben.

Der "Spiegel"....

.....vor 30 Jahren https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497598.html
Hass, Hetze und Intoleranz vom Feinsten! Ach nee, damals waren das ja noch Medien, die kritisch berichteten!

Revolution

Eine friedliche Revolution, ohne das ein Schuss fiel , und das in einem Land von dem aus zwei schreckliche Kriege ausgingen !

Hat Frau Merkel auch ein

Hat Frau Merkel auch ein Rezept, wie man die Gefühle dieser Leute verändert? Mit Entgegentreten allein ist es nicht getan.
MfG

re trampelchen (Vorgängerthread)

"Heute kann ich mir ein Urteil über beide Systeme erlauben , ob das manchen hier gefällt oder auch nicht . Mein Fazit zu beiden Systemen . >> Ich bin vom Regen in die Jauche gekommen << , denn dieses System ist nicht besser als der " Sozialismus " ala DDR."

Bei solchen Bemerkungen bedaure ich, dass man nicht irgendein Eckchen mit Original DDR-System für diejenigen abgrenzen konnte, die darin ebenso gern leben würden wie in der BRD.

Nur auf ein Forum, in dem Sie beschreiben könnten, dass es in Ihrem DDR-Eckchen auch nicht besser ist als in der BRD, müssten Sie dann wohl verzichten. Staatsfeindliche Hetze wäre natürlich verboten.

Überall in der Welt...

würde solch ein Ereignis gefeiert werden. Wir, also unsere Bundeskanzlerin, macht daraus eine Gedenkveranstaltung, und viel schlimmer, eine Gedenkveranstaltung gegen Antisemitismus. Ich kann es nicht mehr hören! In Deutschland, mit Merkel an der Spitze, darf nicht mehr National-gefeiert werden. Nur trauern, gedenken, Innehalten, mahnen... Irgendwann ist's mal gut. Ehrlich. Was hat das freudige Ereignis des Mauerfalls mit Antisemitismus zu tun?!!?

17:42 von kleinermuck2012....... man kann...

oder zumindest könnte man, dem einen oder anderen entgegenkommen, bei anderen verbietet sich das gänzlich - leider werden diejenigen, die das im Besonderen betrifft es am wenigsten einsehen.
Aber das ist nix für die Rezeptur der Frau M. denn die verlässt uns ja. Darüber müssen sich andere den Hirsel verrenken und ohne deutliches Entgegenkommen von beiden Seiten dürfte der Versuch ohnehin scheitern.

re kleinermuck2012

"Hat Frau Merkel auch ein

Hat Frau Merkel auch ein Rezept, wie man die Gefühle dieser Leute verändert?"

Manche Anschauungen sind nicht therapierbar.

17:42 von kleinermuck2012

"Hat Frau Merkel auch ein Rezept, wie man die Gefühle dieser Leute verändert? Mit Entgegentreten allein ist es nicht getan."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Doch. Entgegentreten ist das Einzige, was man von außen tun kann.

Judenhass, Moslemhass u.ä. muss jeder Mensch für sich selber verantworten, und nur er kann es verändern.

Da kann Frau Merkel nichts machen.
Und auch sonst kein Mensch.

Fragt sich niemand?

Zur Wende wird sich zur Zeit viel geäußert. Aus meiner sich nicht immer richtig. Fehler werden keine benannt, und wenn, dann immer nur am Rand.
Deshalb ist meine Frage, warum gibt es Neid und Hass, wo kommt das her?
Die Lösungen, die Angeboten werden, sind mir einfach zu einfach.
Sucht die Fehler in den letzten 30 Jahren, ich denke da liegt die Antwort.

9.November ... Mauerfall, UND

... Gedenktag an die Progrome von 1938. ...

Immerhin eine Äußerung dazu, und der Aufruf: ... "Hass und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten"!

... Aber warum nicht mehr!? ... Warum nich mehr, nach Vorfällen wie die in Halle und den gegenwärtigen rechtsruck in unserer Gesellschaft!? ... Nicht weit entfernt vom Mauergedenkort an der Bernauer Straße, gab es heute einen Aufmarsch rechter Gruppierungen vom Berliner Dom zum Brandenburge Tor. Vorbei am Berliner Wohnhaus von Merkel und dem Bebelplatz - dem Ort der Bücherverbrennung durch die Nazis. ... Eine nicht tolerierbare Provokation, wie schon im vergangenen Jahr, in dem die zivilgesellschaftlichen Gegenproteste massivst durch die Polizei behindert wurden. ... Aufrufe und Bekenntnisse sind wichtig, Ja! ... Aber tatsächlich steht man manchmal schon recht allein! Z.B. wenn wie in Sachsen, als Kriterium für die Einstufung Linksextrem, allein schon das Rufen bestimmter Losungen ausreicht.

17:01 von karlheinzfaltermeier / @schabernack / "…Glück vereint"

«Ich halte es auch für wenig zielführend, wenn alle unzufriedenen DDR-Bürger als Intellektuelle im geistigen Kerker geschildert werden. Ich glaube, die Unzufriedenheit betraf viel profanere Bereiche, über die aber heute geschwiegen wird.»

Ich habe nicht den Eindruck, als sähe man die damals Unzufriedenen heute nur als Intellektuelle "im Kerker". Muss man sich nur all die vielen Bilder + Interviews "aus der Wendezeit" vor das innere Auge rufen. Waren "ganz normale Menschen" in der Mehrzahl. Kein Schweigen.

Motivationen der Unzufriedenheit waren sehr viele. Für mich in persönl. Erfahrung einige wenige erst "hinterher" erfahrbar. Waren die Mauer + die Grenzsicherung + die Abschottung der Ex-DDR für mich "Aussperrung", die Betreten vor 1989 verbot. Wegen der Stasis im Ost-Teil der Familie "wollte man mich dort nicht sehen".

Hat aber auf andere Art mein Interesse aus dem DDR fernen Köln geweckt + angespornt. Verbotenes wird durch Verbote ja erst recht interessant. Auch bei Staaten …

"Den 9. November bezeichnete

"Den 9. November bezeichnete Merkel als einen Schicksalstag der Deutschen. In ihm spiegelten sich sowohl die glücklichen als auch die fürchterlichen Momente der deutschen Geschichte wider. Der 9. November 1938 mit den gegen die Juden gerichteten Pogromen ermahne, Hass, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten."

Wie wahr. Ich habe eine Realschule besucht, die hieß "Geschwister-Scholl-Schule". Die Schule nahm den Namen ernst und stimmte den Lehrplan darauf ab. Die NS-Zeit wurde sehr viel ausführlicher behandelt als in anderen Schulen, dafür bin ich der Schule heute noch dankbar. Damals habe ich mir schon geschworen: sollte der Rassismus je wieder salonfähig werden, tue ich dagegen was in meiner Macht steht. Ich wollte nicht zu denen gehören, die dann hinterher behaupten: "Wir haben ja nichts gewußt". Ich hätte nie für möglich gehalten, daß das Eintreten gegen Rassismus in Deutschland und sogar weltweit je wieder notwendig wäre. Ein Alptraum.

Zu 17:27 von Trampelchen "Solche Leute wie Sie..."

Karl Napf Sie haben noch nicht einmal heute Ihre Arroganz abgelegt , wenn Sie die DDR , als Ostzone bezeichnen.
Gerade solche Leute wie Sie , werden nie dafür sorgen , dass das dt. Volk sich einig sein wird , denn mit Ihrer Bezeichnung schmälern Sie die Biografie aller ehem. DDR - Bürger. Die Arroganz mancher " DEMOKRATEN " kennt keine Grenzen und ist einfach nur lächerlich .

Was für ein Tobak.
Trizone - Sowjetzone. Das waren u.a. Bezeichnungen für das geteilte Deutschland. Das ist Geschichte!

Was wurde im Geschichtsunterricht der Trizone lange gelehrt?!

Die Sowjetzone lag zwischen dem "Eisernen Vorhang" und der "Oder-Neiße-Linie". Wir sollten sie niemals gedankenlos "Ostzone" nennen, denn jenseits erstreckte sich auch deutsches Land.
In Potsdam haben die Vertreter der USA (Truman), der Sowjetunion (Stalin) und Großbritannien (Churchill) die Teilung Deutschlands festgelegt. Entgegen dem Abkommen mußten Millionen Deutsche aus den Ostgebieten ihre Heimat verlassen usw. usf.

@kleinermuck

So ähnlich dachte ich auch.
Und immer dies dagegen, und entgegen und bekämpfen etc.
Wie geht man mit Menschen um, die anderer Meinung sind?! Man spricht mit ihnen.
Ich muss gerade an die Ablehnung der ergebnissoffenen Gespräche mit der AfD denken, durch die CDU abgelehnt, in Thüringen. Die über solche Gespräche nachdenkenden wurden sogar parteiintern als irre bezeichnet. Das zur Verrohung der Kommunikation, und sogar Gesprächsverweigerung. Nochmals, nur vernünftige und respektvolle Kommunikation, inklusive Politik für den Menschen, wird die Menschen wieder zurückholen; sei es aus der AfD, oder aus dem antisemitischen Denken.

17:36 von Adeo60 ..Freiheit ist ein Geschenk...

Freiheit, "die Freiheit kommt aber nicht, wie das Morgenrot kommt...." sagte da einer, der es besser wusste - Freiheit ist noch nie vom Himmel gefallen, Eva musste dafür in die Verbannung, Millionen wurden dafür Erschlagen und die, die glaubten ihnen würde sie als angeborenes Gut zustehen, haben auch oft genug den Kopf verloren.
Freiheit, wenn sie als Geschenk daher kommt, sollte man erstmal am ausgestreckten Arm und (so man keine Kohlenzange hat) mit spitzen Fingern von sich halten um sie kritisch zu beäugen.
Freiheit ist viel zu lange auch immer eine Kampfbegriff und ein Danaergeschenk - nur wenn man sie mit Mühe errungen hat, darf man ihr trauen, eine Weile lang.

@17:36 von Adeo60

"Es braucht eine engagierte Zivilgesellschaft, die nicht wegsieht, und weghört, wenn Galgen bei Demos mitgeschleppt und "Ausländer raus"-Rufe angestimmt werden."

Da haben Sie ohne Zweifel Recht, aber diese Entwicklung, so abscheulich sie ist, ist nicht vom Himmel gefallen.

(Kleine Korrektur zu meinem Kommentar im anderen Thread:
natürlich war der Bericht vom November 2019, nicht 2011 - also ganz aktuell)

Es ist der Bodensatz der Deutschen

die immer wieder auf Hass und Antisemitismus hereinfallen. Es liegt an der Bildung, und daran, an sich selber Veränderungen herbeizuführen. Nicht Überzeugungsarbeit ist gefragt, diejenigen die sich nicht selbst verändern, sollten umerzogen, ggf. bestraft werden. Harte Worte, die Tat nicht minder schlimm.

Anmerkung

Die Werte des Grundgesetzes sind in Deutschland maßgeblich. Diese gründen sich auf Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit-
Die EU hat kein Grundgesetz oder eine Verfassung, das für den Bürger maßgeblich wäre.
Die Normen der EU hingegen wenden sich ausschließlich an deren Mitgliedstaaten!
Diese Verschiebung im Kommentar, die Werte der EU seien für den Bürger eines Mitgliedsstaates verbindlich, ist im Kommentar nicht nur rechtsfehlerhaft. Es muss doch noch Raum geben, als Mitgliedstaat die EU zu verlassen ohne als „undemokratisch“ verunglimpft zu werden. Oder wie würden Sie Großbritannien bezeichnen, nachdem UK aus der EU ausgetreten ist?

@17:36 von Adeo60

"Freiheit ist ein Geschenk, aber Freiheit muss auch als solche wahrgenommen und verteidigt werden - gerade in einer Zeit, in der Hass- und Hetzprediger unseren Staat und seine tradierten Werte zerstören wollen."

Solange es ohne Gewalt ablaeuft, kann man keinem das Recht auf seine Meinung absprechen. Heisst nicht, dass ich alle Meinungen gut finde, heist aber, dass ich keine Gewalt gegen Leute anwenden wuerde, die eine Meinung vertreten.

Was ich schon tue ist entschlossen und entlarvend entgegentreten, insbesondere auch wenn antisemitische oder voelkische Meinungen vertreten werden, egal aus welcher Ecke.

@juerliger

Am 09. November 2019 um 17:47 von juerliger

"Überall in der Welt...

würde solch ein Ereignis gefeiert werden. Wir, also unsere Bundeskanzlerin, macht daraus eine Gedenkveranstaltung, und viel schlimmer, eine Gedenkveranstaltung gegen Antisemitismus. Ich kann es nicht mehr hören! In Deutschland, mit Merkel an der Spitze, darf nicht mehr National-gefeiert werden. Nur trauern, gedenken, Innehalten, mahnen... Irgendwann ist's mal gut. Ehrlich. Was hat das freudige Ereignis des Mauerfalls mit Antisemitismus zu tun?!!?"

Niemand hindert Sie daran, zu feiern. Aber finden Sie es nicht okay, wenn man angesichts der Mauertoten und des wieder aufflammenden Rassismus auch mal inne hält? Was das Ereignis mit Antisemitismus zu tun hat? Sehr viel. Die Wahl in Thüringen schon vergessen, bei der ein nicht unbeträchtlicher Teil einem Politiker namens Björn Höcke, alias Landolf Ladig seine Stimme gab und der ein Buch veröffentlichte, das man ohne rot zu werden als "Mein Kampf 2.0" bezeichnen kann.

Ich wünsche mir, dass wir uns heute nur an das schöne erinnern.

Gerne können wir uns an allen anderen Tagen über Hass und Antisemitismus aufregen! Im übrigen gibt es Hass in allen Formen gegen andere Religionen und nicht nur den Hass gegen Juden, wenn sollte man auch das deutlich zum Ausdruck bringen, aber eben nicht an diesem Glückstag, im Zusammenhang mit der Wiedervereinigungsfeier! Heute möchte ich mich gerne an alle erinnern, die für die Freiheit auf die Straße gingen und den Mauerfall ermöglichten. Aber vielleicht liegt es daran, dass am gleichen Datum die Progrome in der NS Zeit stattfanden.

Der 9. November 1938 ist ein

Der 9. November 1938 ist ein Aufruf zur Wachsamkeit gegen jede Form von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Sündenbockgenerierung; der 9. November 1989 ist ein Aufruf, für Freiheit, Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde einzustehen und gegen jeden neuen Mauerbau in Köpfen, Herzen oder Straßen entschieden Nein zu sagen: Da gehören beide Gedenktage klar zusammen!

17:47 von juerliger

"Was hat das freudige Ereignis des Mauerfalls mit Antisemitismus zu tun?!!?"

Möglicherweise die Tatsache, dass aus dem Mauerfall ein verstärkter Antisemitismus in Deutschland wiedererstanden ist.

juerliger 17:47

"Nur trauern, gedenken, Innehalten, mahnen... Irgendwann ist's mal gut. Ehrlich. Was hat das freudige Ereignis des Mauerfalls mit Antisemitismus zu tun?!!?"

Erst habe ich wegen Ihrer Historienunkenntnis Tränen gelacht. Dann gib es mir aber doch im Halse stecken - gibt es tatsächlich Leute, die denken, die deutsche Geschichte sei nur 30 Jahre alt? !

@Träumerhabenverloren

"
Am 09. November 2019 um 18:10 von Träumerhabenverloren
Es ist der Bodensatz der Deutschen

die immer wieder auf Hass und Antisemitismus hereinfallen. Es liegt an der Bildung, und daran, an sich selber Veränderungen herbeizuführen. Nicht Überzeugungsarbeit ist gefragt, diejenigen die sich nicht selbst verändern, sollten umerzogen, ggf. bestraft werden. Harte Worte, die Tat nicht minder schlimm."

Nein, das ist zu einfach. Es liegt auch an Bildung, aber nicht nur. Wie wollen Sie erklären, daß in der AfD etliche Herren und Frauen Doktoren sich gegenseitig mit rassistischen Äußerungen übertrumpfen? An mangelnder Bildung kann es da wohl nicht liegen. Ich habe auch keine Erklärung dafür, woran es liegt, daß ein gewisser Teil der Bevölkerung immer wieder auf rassistische Bauernfänger reinfallen, aber Bildung alleine ist es nicht.

18:10 von Träumerhabenverloren

«Nicht Überzeugungsarbeit ist gefragt, diejenigen die sich nicht selbst verändern, sollten umerzogen, ggf. bestraft werden.»

Hat man auch in der DDR versucht.
Dort war, in anderen Ländern ist immer noch.

Hat in der DDR nie funktioniert.
Fuktioniert nie nirgendwo …

17:47 von juerliger

Erinnerung an die schreckliche NS Zeit ist wichtig. Antisemitismus gab es in ganz Europa und es gab befürworter auch in den USA, wenn ich an Henry Ford denke. Gut ist, dass Deutschland den Mut hat sich an die Zeit zu erinnern.
Gleichwohl sollten wir heute an das tolle Ereignis erinnern, dass die Menschen in der Ex DDR vor 30 Jahren geschaffen haben. Ich danke diesen dafür! Vieleicht sollten wir abwechselnd, in einem Jahr an die Judenverfolgung und andere Verbrechen des NS Regimes erinnern und im nächsten Jahr an die Wiedervereinigung. Jedes Ereignis für sich, ist es wert erinnert zu werden. Mal das negative in der NS Zeit und mal an das Erfreuliche, in Form der friedlichen Revolution.

17:47 von juerliger

Die feiern das doch. Seit Tagen ist das auch das alles beherrschende Thema in den ör-Medien.
Der 9. November -und das ist das Datum, das Frau Merkel angesprochen hat- steht aber eben nicht nur für den Mauerfall, sondern u.a. auch für die Reichspogromnacht. Die wiederum steht im Zusammenhang mit Antisemitismus und darum ist es völlig richtig, an diesem Tag auch auf den hinzuweisen.

Irgendwann ist's mal gut.

Schön wär´s ja. Ist aber nicht so, da Antisemitismus wohl noch immer ein Thema ist.
Man könnte allenfalls fragen, ob das Thema so groß ist, dass es uns beim `national feiern´ ´stören´ muss.

Es gilt nicht nur die Freiheit zu verteidigen und dem

Antisemitismus und Rassenhass entgegen zutreten, sondern auch der Frieden muss zunehmend gegen Kriegstreiber und Gleichgültigkeit verteidigt werden. Dazu sagt die Kanzlerin aber leider nichts. Aber wen wundert es, bei den den Äußerungen der letzten beiden CDU Verteidigungsministerinnen.

Man kann trotz oder gerade wegen der Freiheit "Opfer" werden

Das haben die Bürger der DDR nach der gutgläubigen Wende erlebt, als ihr Land vom Westen überrollt wurde und die NATO weiter nach Osten vorstieß, entgegen Versprechungen, während sich die Sowjets zurückzogen. Ich vertraue heute mehr den Russen als dem "Westen".
Die DDR-ler mußten mit jämmerlichem Geldumtausch bei Null anfangen, während der "Wertewesten" sich den Osten an Land zog. Die ersehnte "starke, stabile DM" erhielten sie, der schwache Euro (man sehe sich die heutigen Preise an) wurde allen Deutschen aufgezwungen, als bekannte Unterwerfung unter Mitterands Forderungen.
Wann traut sich diese unsere Regierung zur Wahrheitsbetrachtung? Die ist in deren Köpfen offensichtlich nicht angekommen. Und Meinungsfreiheit? Da heißt es, man muß sich dem System anpassen, sonst wird man geächtet. Das ist hier so wie es drüben war. Erzwungene Anpassung, aber Freiheit? Reisefreiheit ist nicht alles.

@Ralli777

"
Am 09. November 2019 um 18:04 von Ralli777
@kleinermuck

So ähnlich dachte ich auch.
Und immer dies dagegen, und entgegen und bekämpfen etc.
Wie geht man mit Menschen um, die anderer Meinung sind?! Man spricht mit ihnen.
Ich muss gerade an die Ablehnung der ergebnissoffenen Gespräche mit der AfD denken, durch die CDU abgelehnt, in Thüringen. Die über solche Gespräche nachdenkenden wurden sogar parteiintern als irre bezeichnet. Das zur Verrohung der Kommunikation [...]"

Die über solche Gespräche nachdenkenden wurden zu Recht parteiintern als irre bezeichnet.
1933 verhandelte Alfred Hugenberg von der DNVP "ergebnisoffen" mit der NSDAP. Hugenberg glaubte, diesen Herrn Hitler im Griff zu haben. Ein Ergebnis dieser "ergebnisoffenen" Gespräche war dann die Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Es gibt Parteien, mit denen verhandelt man nicht. Dazu gehört die in Teilen rassistische AfD.

@18:03 von gman

"Entgegen dem Abkommen mußten Millionen Deutsche aus den Ostgebieten ihre Heimat verlassen usw. usf."

Ich dachte auch, spätestens heute müsste der Millionen Menschen aus Ostdeutschland gedacht werden, die ermordet, vergwaltigt, gewaltsam enteignet oder "nur" vertrieben wurden. Sie waren die am schlimmsten getroffenen Opfer des Krieges.

Das Gedenken heute ist eiskalt und vergesslich.
An Ostdeutschland darf noch nichtmals erinnert werden.

19:05 von Sausevind ...Möglicherweise die Tatsache..

Wenn das tatsächlich so auf den "Mauerfall" zurückzuführen ist, sollte man das in der Tat rückabwickeln - aber so einfach ist es hoffentlich nicht. Natürlich sind mit der "allgemeinen Befreiung" auch Monster aus der Büchse der Pandora entkommen, aber die Augenblickliche Situation hat wohl auch mit anderem zu tun, denn dieses verflixte, sich um nichts scheren, einfach mal was raushauen ohne Sinn und Maß, das ekelerregende "das wird man ja wohl sagen dürfen", das alles herrscht ja nicht nur hier. Allein die Tatsache macht es nicht besser, aber sie spricht für ein allgemeine Entwicklung, die die "sog freie Rede" vom wichtigsten befreit, das ihr von der Aufklärung zugeschrieben wurde, nämlich Verantwortung und Lauterkeit.

re trampelchen

"Wo klagen Sie hier , wenn Andersdenkende angegriffen , verprügelt werden von Menschen , welcher dem linken Spektrum angehören ? Wo bleibt ihr Aufschrei , wenn linke Chaoten Polizisten ,Sanitäter , Feuerwehrleute angreifen und ganze Strassenzüge demolieren?"

Der typische rechte whataboutism: Die Linken aber auch.

Blöd nur, dass fast alle politischen Morde und Gewaltstraftaten aus der rechten Ecke kommen.

@17:38 von ednew

//Der "Spiegel"....
.....vor 30 Jahren https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497598.html
Hass, Hetze und Intoleranz vom Feinsten! Ach nee, damals waren das ja noch Medien, die kritisch berichteten!//

Ich habe mir das eben flüchtig durchgelesen. Hass und Hetze kann ich nicht erkennen. Nur eine tatsächlich kritische Lagebeschreibung, sowie eine Warnung vor den möglichen Folgen der Zustände. Eine Berichterstattung, die sich selbst der 'Spiegel' heute nicht mehr traut.

Was die Wohnungsnot betrifft, kann man allerdings kaum glauben, dass der Bericht tatsächlich 30 Jahre alt ist und nicht erst 3 Jahre.

auch aus diesem Bericht:
//"Neuer "Nährboden für Radikale", warnte der Vorsitzende des Gesamtverbandes Gemeinnütziger Wohnungsunternehmen, Jürgen Steinert, werde von jenen Baupolitikern bereitet, die mit Fördergeldern eine "einseitige Begünstigung" der Zuwanderer betreiben."//

Das war vor 30 Jahren. Da kann man nur sagen: Nix gelernt.

warum eigentlich

geht ein weiterer wichtiger 9. November hier völlig unter? Am 9. November 1918 wurde die Republik ausgerufen, das Kaiserreich hatte sich erledigt. Wäre auch ein Gedenken wert, nämlich daran, dass ein Volk sich selbst von seinen Beherrschern befreien kann.

Schon damals

hätte ich es vorgezogen, wenn die DDR ein souveräner Staat geblieben wäre und wenn "das Volk" eine echte Demokratie hervorgebracht hätte. Ohne SED.
Aber dann kamen schnell wieder die Nationalisten mit ihrem "ein Volk" und aus war der Traum.
Überhastete Eingliederung in die alte BRD, die den Osten mit aller Kaltblütigkeit überrannte, die der Kapitalismus nun mal mit sich bringt. Nix von wegen Goldener Westen...
Zwischenzeitlich hatte ich mal die Hoffnung, dass das alles doch nicht so schlimm wie von mir befürchtet enden könnte, aber die Entwicklung der letzten paar Jahre stärkt in mir die Überzeugung, dass zwei kleinere Deutschlands besser für alle Deutschen und für die Welt gewesen wären.

Vergessen Sie es!

Auch weiterhin wird der demographische Wandel ausdrücklich NICHT ausfallen, und der Gevatter demographischer Wandel wird dann SOWIESO die merklich aufgeheizte politische Stimmung hier in Deutschland wirklich MASSIVST wieder beruhigen!

Und was sagen wir da höfliche Leute?

Danke, Gevatter demographischer Wandel!

Zu 18:57 von Anderes1961 Feier oder/und ..9.November..?

@juerliger
.. um 17:47 von juerliger
"Überall in der Welt...würde solch ein Ereignis gefeiert werden. Wir, also unsere Bundeskanzlerin, macht daraus eine Gedenkveranstaltung, und viel schlimmer, eine Gedenkveranstaltung gegen Antisemitismus. [..] Was hat das freudige Ereignis des Mauerfalls mit Antisemitismus zu tun?!!?"
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Niemand hindert Sie daran, zu feiern. Aber finden Sie es nicht okay, wenn man angesichts der Mauertoten und des wieder aufflammenden Rassismus auch mal inne hält? Was das Ereignis mit Antisemitismus zu tun hat? Sehr viel. [..]

Nein @juerliger hat grundsätzlich recht, der Mauerfall, die teilweise Wiedervereinigung Deutschlands ist ein ausschließlicher Grund zum Feiern, der nicht mit anderem verknüpft werden kann. Mit Antisemitismus hat der Mauerfall nichts zu tun.

Kein Grund zum Feiern, sondern das Gegenteil ist der 9. Nov. 1938. Dieser schwarze Tag und danach in der deutschen Geschichte darf niemals vergessen werden, die Lehre daraus schon gar nicht!

19:37 von frosthorn

warum eigentlich

geht ein weiterer wichtiger 9. November hier völlig unter? Am 9. November 1918 wurde die Republik ausgerufen, das Kaiserreich hatte sich erledigt. Wäre auch ein Gedenken wert, nämlich daran, dass ein Volk sich selbst von seinen Beherrschern befreien kann.
///
*
*
Kein Zusammenhang mit den nach 1945 perfektioniernden Unterdrückern bis zum 9 November 1989?

EU Werte?

"Die Werte, auf sich die EU gründet, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, die Wahrung der Menschenrechte, sie sind alles andere als selbstverständlich", sagte die Kanzlerin.

Diese Werte sind nicht selbstverständlich, insofern hat Merkel recht. Mit der Behauptung die EU gründe auf diese Werte, hat sie nur bedingt recht.

Der Europäische Gerichtshof entschied im Oktober 2018, dass Kritik an die Taten bestimmter historischer Personen (die Taten wurden vom Gericht auch nicht in zweifel gezogen) zum "Schutz der öffentlichen Ordnung" durch EU-Staaten strafrechtlich verfolgt werden darf. Und es ging dabei nicht um das Strafgesetz eines osteuropäischen Staates.

Freiheit ist kein Geschenk, sie muss immer wieder und fast überall teuer erkämpft werden.

19:11 von Anderes1961 " ..@Träumer..."

Es ist wie es mit Bodensatz eben ist, das setzt sich so einiges, das ist keinesfalls eine homogene Masse. Der blöde Jungrechte ist ja nur eine Seite des Problems, der ehemalige Altrechte, der im Osten Protestpotenzial und Stein des Anstoßes war, mag sein Ziehvater sein oder nicht. Der Studiosus, der mit Degen und Mütze in der ersten Hälfte des vor-vorherigen Jahrhunderts schon fehl am Platz war, an dem spätestens tropft das ewige, "die sind ja doof die Rechten" (es ist ein Bildungsproblem) lau warm ab.
Nein es ist eben nicht nur ein Bildungsproblem, es ist eben auch ein Problem der Herzensbildung, des Humanismus, den man zu seinem Teil machen kann oder nicht, es ist einfach eine Art Rückwärtsgewandtheit, die man blöde oder nicht, leben und kultivieren und sich dabei als Aussatz aber offenbar glücklich fühlen kann.

@AbseitsDesMains...

"
Am 09. November 2019 um 19:27 von AbseitsDesMains...
@18:03 von gman

"Entgegen dem Abkommen mußten Millionen Deutsche aus den Ostgebieten ihre Heimat verlassen usw. usf."

Ich dachte auch, spätestens heute müsste der Millionen Menschen aus Ostdeutschland gedacht werden, die ermordet, vergwaltigt, gewaltsam enteignet oder "nur" vertrieben wurden. Sie waren die am schlimmsten getroffenen Opfer des Krieges.

Das Gedenken heute ist eiskalt und vergesslich.
An Ostdeutschland darf noch nichtmals erinnert werden."

Bei diesem Post komme ich nicht umhin, mal einen Satz von Judith Holofernes zu zitieren: "Ich glaub, es hackt."

Angesichts von 6 Millionen vergaster Juden eine solch erbärmliche Relativierung zu posten, ist schon extrem dreist. Da bleibt einem die Spucke weg.

@Trampelchen

Es gibt in Deutschland Gesetze, da darf weder jemand von Links, Rechts noch sonstige Ecke Gewalttaten ausüben, wenn das jemand trotzdem tut, dann wird dieser bestraft, dabei spielt es keine Rolle, ob es einen Aufschrei gibt oder nicht und das ist auch gut so. Aber Links macht das auch oder Rechts ist keine Entschuldigung dafür oder ein Grund das zu dulden.

@ Frank von Bröckel (19:38)

Ich habe Ihren Beitrag nicht verstanden.

@18:57 von Anderes1961 @juerliger

"Was das Ereignis mit Antisemitismus zu tun hat? Sehr viel. Die Wahl in Thüringen schon vergessen, bei der ein nicht unbeträchtlicher Teil einem Politiker namens Björn Höcke, alias Landolf Ladig seine Stimme gab und der ein Buch veröffentlichte, das man ohne rot zu werden als "Mein Kampf 2.0" bezeichnen kann."

Und Sie sehen so gar keinen Zusammenhang mit dem Umstand, dass man auch unter Angela Merkel sehr lange auf dem rechten Auge blind war? Natürlich ist nicht unsere Regierung allein schuld an der Misere bzw. der Verbreitung braunen Gedankenguts. Es sind sicher auch die Möglichkeiten der Vernetzung mittels Internet. Aber eben nicht nur.

Danke

Die Tragweite der Wiedervereinigung und des Mauerfalls wird leider nicht immer verstanden oder nicht mehr verstanden. Es war ein unglaublicher Glücksfall. Vielleicht einmalig in dieser Form in der Geschichte. Ohne Krieg, ohne Streit und in Frieden, ja mit Zustimmung der ehemalige Kriegsgegner. Ein Dank an dieser Bundeskanzlerin und Regierung für diesen Tag und diese Feier.

19:37 von frosthorn

«warum eigentlich
geht ein weiterer wichtiger 9. November hier völlig unter? Am 9. November 1918 wurde die Republik ausgerufen, das Kaiserreich hatte sich erledigt. Wäre auch ein Gedenken wert, nämlich daran, dass ein Volk sich selbst von seinen Beherrschern befreien kann.»

Die Liste der wichtigen Ereignissen aus der deutschen Geschichte, die alle an einem 9. November des Jahres … stattfanden, ist lang. Sehr lang. Kaum zu glauben, wie lang …

Ereignisse, die in postiver oder (sehr) negativer Art Anlass zum Gedenken und Nachdenken geben. "Für einen einzigen Tag" gar zu viele, als dass man jedem einzelnen genügend würdigen Raum geben könnte.

Forist @Sasquatch hat sie gestern in einem Beitrag aufgelistet, der noch vor 1918 ansetzte. Ohne nachzuschlagen, meine ich, es waren deren 9 …

@Anna Elisabeth

In wie fern sollem jemals Zuwanderer und womit einseitigt begüstingt gewesen worden sein? Gibts da Beispiele?

@hardpart - 19:38

"Zwischenzeitlich hatte ich mal die Hoffnung, dass das alles doch nicht so schlimm wie von mir befürchtet enden könnte, aber die Entwicklung der letzten paar Jahre stärkt in mir die Überzeugung, dass zwei kleinere Deutschlands besser für alle Deutschen und für die Welt gewesen wären."

Diese Überzeugung hatte Walter Ulbricht schon 1961 - und Sie meinen, das wäre im November 1989 mehrheitsfähig gewesen?

19:27 von AbseitsDesMains... An Ostdeutschland..

darf noch nichtmals erinnert werden.
Da kann man nur eins antworten, für Geschichtevergessenen Revisionismus sollte heuer in der Tat kein Platz sein - schlimm genug, das es dergleichen überhaupt noch gibt.
(die am schlimmsten getroffenen Opfer …) Allein das sollte einem das Frühstück von Gestern/ Vorgestern durch Poren und Maulwerk aus dem Körper treiben.

re abseitsdesmains

"Ich dachte auch, spätestens heute müsste der Millionen Menschen aus Ostdeutschland gedacht werden, die ermordet, vergwaltigt, gewaltsam enteignet oder "nur" vertrieben wurden. Sie waren die am schlimmsten getroffenen Opfer des Krieges."

Na klar: deutsche Opfer waren die am schlimmsten getroffenen Opfer des Krieges.

Des Krieges, das ein Regime losgetreten hatte, dem diese Deutschen fanatisch zugejubelt hatten. Solange die Opfer "nur" Juden und Russen waren.

..wenn die DDR ein souveräner Staat geblieben wäre [..].

Einfach traurig. Ihr Beitrag bedrückt am Tag wo die Wiedervereinigung gefeiert wird. Ist denn alles im vereinigten Deutschland so unerträglich und hoffnungslos?

Man kann hier mitarbeiten und mitgestalten. Aber wie das so ist in einer Demokratie sie gibt es nur mit Kompromissen, sonst ist es keine.
Kompromisslos sind die Herrschenden in Diktaturen. Vergessen? "Das Volk" hat nichts oder nur wenig zu melden.
Deshalb mitmachen, Freiheit, Gewaltenteilung, Grundrechte verteidigen.
Nichts ist perfekt in unserer Demokratie, aber es gab noch nie und es gibt nichts besseres.

Frau Merkel beklagt nur das Ergebnis Ihres eigenen Handelns

Dazu ein Zitat von Prof. Rainer Mausfeld:
"Das Aufblühen des Rechtspopulismus ist also — wie vielfach in der Fachliteratur aufgezeigt wurde — eine direkte und wenig überraschende Folge der vorhergegangenen Jahrzehnte neoliberaler Politik und Ideologie der Alternativlosigkeit und der damit verbundenen Entleerung des politischen Raumes und der Zerstörung kollektiver Identitäten. Es ist also heuchlerisch, wenn nun die Parteien der neoliberalen Phantom-„Mitte“ zum Kampf gegen den Rechtspopulismus aufrufen, für dessen Aufblühen sie selbst verantwortlich sind."

@paule2

Das kann man nun sehen wie man will bzw. fühlen wie man will, allerdings ist es doch Fakt das die ehemaligen DDR Bürger heute doch genau die gleichen Rechte haben wie jeder Bürger und die BRD sein bestes gegeben hat, damit es diesen gut geht. Wenn ich das so lese, dann denke ich von Ihnen das Sie absolut unzufrieden sind. Was hätte man besser machen sollen? Klagen tun die meisten, aber Vorschläge kommen fast nie.

18:55 von IBELIN

<< @17:36 von Adeo60

"Freiheit ist ein Geschenk, aber Freiheit muss auch als solche wahrgenommen und verteidigt werden - gerade in einer Zeit, in der Hass- und Hetzprediger unseren Staat und seine tradierten Werte zerstören wollen."

Solange es ohne Gewalt ablaeuft, kann man keinem das Recht auf seine Meinung absprechen. <<

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Adeo sprach ausdrücklich von "Hass- und Hetzpredigern".

Hört sich so an, als ob Sie das Recht auf Hass und Hetze verteidigen wollen, weil es ja halt eine "Meinung" sei.

Und das tun leider viele.
Und vergessen dabei, dass Hasspredigt und Hetzpredigt bereits Gewalt IST.

17:58 von Sausevind 17:42 von kleinermuck2012

"Doch. Entgegentreten ist das Einzige, was man von außen tun kann.

Judenhass, Moslemhass u.ä. muss jeder Mensch für sich selber verantworten, und nur er kann es verändern."

Vermutlich haben Sie da Recht. Aber es scheint ja doch eine Art Nährboden zu geben für diesen Hass. Dem müsste man die Nahrung entziehen. Leider habe ich da auch kein Rezept. Aber künftig sehr viel genauer hinschauen als bisher, wäre vielleicht ein Anfang.

P.S.: Ich konnte gestern nicht mehr antworten. Stattdessen habe ich von ihrem Erlebnis am 17. Juni geträumt. Danach konnte ich nicht wieder einschlafen.

@gman

"Nein @juerliger hat grundsätzlich recht, der Mauerfall, die teilweise Wiedervereinigung Deutschlands ist ein ausschließlicher Grund zum Feiern, der nicht mit anderem verknüpft werden kann. Mit Antisemitismus hat der Mauerfall nichts zu tun.

Kein Grund zum Feiern, sondern das Gegenteil ist der 9. Nov. 1938. Dieser schwarze Tag und danach in der deutschen Geschichte darf niemals vergessen werden, die Lehre daraus schon gar nicht!"

Daß der Mauerfall ein Grund zum feiern ist, bestreitet ja auch niemand, auch ich nicht, auch Merkel nicht. Merkel bezog sich auf den 9. November. Und das ist zufälliger Weise tatsächlich eine Art Schicksalstag. 9. November 1918, 9. November 1938, 9. November 1989. Drei Daten, mit auf den ersten Blick drei nicht zusammenhängenden Ereignissen, aber eben nur auf den ersten Blick. Es ist eine Kette von Ereignissen, die zusammen gehören. Ihrem letzten Satz schließe ich mich uneingeschränkt an.

Man muss sich

auch nur mal freuen duerfen.

Die friedliche Beseitigung der Mauer, die auch ein neuer Geburtstag fuer Europa war , sollte man einfach nur feiern.

Vielleicht hat man noch nicht alles erreicht, kann ja sein.

Aber mal einen Tag nicht moralisieren waere angebracht.

Zu 19:27 von AbseitsDesMains... "Ostdeutschland"

@18:03 von gman
"Entgegen dem Abkommen mußten Millionen Deutsche aus den Ostgebieten ihre Heimat verlassen usw. usf."
--
Ich dachte auch, spätestens heute müsste der Millionen Menschen aus Ostdeutschland gedacht werden, die ermordet, vergwaltigt, gewaltsam enteignet oder "nur" vertrieben wurden. Sie waren die am schlimmsten getroffenen Opfer des Krieges.
Das Gedenken heute ist eiskalt und vergesslich.
An Ostdeutschland darf noch nichtmals erinnert werden.

Leider haben Sie Recht mit dem Vergessen und leider wohl auch sonst!

Aber, wer will kann sich immer noch informieren z.B.:

https://de.wikipedia.org/wiki/Potsdamer_Abkommen
#Zwangsumsiedlungen_und_Vertreibungen

9. November

Hallo @frosthorn, ja, der 9. November ist in der Tat sehr geschichtslastig, wobei aber der 9. November 2938 letztlich alles überschattet, denn was da passiert ist, war der unmittelbare Anfang der Unmenschlichkeit schlecht hin.

@Adeo60, 17.36h

Ich stimme Ihnen zu, sofern Sie auch die Hetzprediger in den Moscheen meinen und die Demonstranten, welche eine Guillotine mitschleppen.
Das gehört alles zusammen.

@AbseitsdesMain...

An die Opfer des Ostens darf nicht erinnert werden? Warum werden dann von Herr Steinmeier und Frau Merkel etc. Blumen in die Mauer gesteckt und Kerzen gezündet (siehe Foto)? Sie dürfen dreimal raten wofür das symbolisch wohl gemacht wird.

@IBELIN, 18:55 Uhr

Gewalt beginnt bereits mit der Sprache. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut. Wer aber Hass- und Hetzbotschaften oder strafbewehrte Äußerungen verbreitet, kann sich nicht auf die Meinungsfreiheit berufen.

Antisemitismus

@juerliger: Erkundigen Sie sich, was am 9. November 1938 passiert ist und lesen Sie am besten Ihren Beitrag noch mal durch, dann wissen Sie hoffentlich, warum die Bundeskanzlerin glücklicher Weise auch eine Gedenkveranstaltung gegen Antisemitismus aus dem Tag gemacht hat.

19:27, AbseitsDesMains...

>>@18:03 von gman
"Entgegen dem Abkommen mußten Millionen Deutsche aus den Ostgebieten ihre Heimat verlassen usw. usf."

Ich dachte auch, spätestens heute müsste der Millionen Menschen aus Ostdeutschland gedacht werden, die ermordet, vergwaltigt, gewaltsam enteignet oder "nur" vertrieben wurden. Sie waren die am schlimmsten getroffenen Opfer des Krieges.

Das Gedenken heute ist eiskalt und vergesslich.
An Ostdeutschland darf noch nichtmals erinnert werden.<<

Was Sie hier Ostdeutschland nennen, liegt offensichtlich östlich der Grenzen der heutigen Bundesrepublik.

Wie weit östlich erstreckt sich denn Ihre Vorstellung von Ostdeutschland?

ZU 19:45 von Anderes1961 "Relativierung"

@AbseitsDesMains...
"
Am 09. November 2019 um 19:27 von AbseitsDesMains...
@18:03 von gman
"Entgegen dem Abkommen mußten Millionen Deutsche aus den Ostgebieten ihre Heimat verlassen usw. usf."
--
Ich dachte auch, spätestens heute müsste der Millionen Menschen aus Ostdeutschland gedacht werden, die ermordet, vergwaltigt, gewaltsam enteignet oder "nur" vertrieben wurden. Sie waren die am schlimmsten getroffenen Opfer des Krieges.
Das Gedenken heute ist eiskalt und vergesslich.
An Ostdeutschland darf noch nichtmals erinnert werden."
--
Bei diesem Post komme ich nicht umhin, mal einen Satz von Judith Holofernes zu zitieren: "Ich glaub, es hackt."
Angesichts von 6 Millionen vergaster Juden eine solch erbärmliche Relativierung zu posten, ist schon extrem dreist. Da bleibt einem die Spucke weg.

@AbseitsDesMains hat nichts relativiert. Um bei Ihrem Stil zu bleiben, wenn, dann ist erbärmlich was Sie posten. Bei Verbrechen und Unrecht gibt es keine Ralativierung und keine Aufrechnung!

@Anna Elisabeth

Ich lebe schon über 30 Jahre in Deutschland, als jemand mit ausländischen Wurzeln und ich habe bislang nie mitbekommen, das weder ich, noch jemand aus meiner Familie oder Umfeld von Ausländern irgendwie einseitig begünstigt geworden sein soll.

@Rumpelstielz

"
Am 09. November 2019 um 19:44 von Rumpelstielz
19:11 von Anderes1961 " ..@Träumer..."

Es ist wie es mit Bodensatz eben ist, das setzt sich so einiges, das ist keinesfalls eine homogene Masse. Der blöde Jungrechte ist ja nur eine Seite des Problems, der ehemalige Altrechte, der im Osten Protestpotenzial und Stein des Anstoßes war, mag sein Ziehvater sein oder nicht. Der Studiosus, der mit Degen und Mütze in der ersten Hälfte des vor-vorherigen Jahrhunderts schon fehl am Platz war, an dem spätestens tropft das ewige, "die sind ja doof die Rechten" (es ist ein Bildungsproblem) lau warm ab.
Nein es ist eben nicht nur ein Bildungsproblem, es ist eben auch ein Problem der Herzensbildung, des Humanismus, den man zu seinem Teil machen kann oder nicht, es ist einfach eine Art Rückwärtsgewandtheit, die man blöde oder nicht, leben und kultivieren und sich dabei als Aussatz aber offenbar glücklich fühlen kann."

Ein Erklärungsversuch ihrerseits, der mich zum Nachdenken bringt. Vielen Dank dafür

@19:45 von Anderes1961

Ich muss Ihnen leider Unverstand und Herzenskälte attestieren.
An den Holocaust wird doch in der BRD ständig und stets erinnert.

Heute geht es um die deutsche (Teil-)Einigung, bei der wieder einmal die toten und lebenden Opfer aus Ostdeutschland vergessen werden. Wie immer in den letzten 30 Jahren!
Merken Sie den Unterschied?

Sicher ist der 9.November

ein geschichtsträchtiger Tag und nicht nur der Mauerfall. Da hat Frau Merkel schon recht, auch vor Antisemitismus zu warnen. Aber an wen ist die Warnung gerichtet? An Alle? Oder an die Deutschen allein? Was ist mit den zugewanderten Judenhassern?

@ gman (19:40): Warum darf man heute nicht feiern??

@ gman

eine Frage:
warum darf - ihrer Meinung nach - heute nicht gefeiert werden?? Nur wegen dem was 1938 war??

Kein Grund zum Feiern, sondern das Gegenteil ist der 9. Nov. 1938. Dieser schwarze Tag und danach in der deutschen Geschichte darf niemals vergessen werden, die Lehre daraus schon gar nicht!

OK, das was 1938 war, ist kein Grund zum Feiern. Klar. Aber die Wiedervereinigung ist schon ein Grund zum Feiern. So sehe ich es. Und irgendwann in Zukunft wird 1938 auch mal vergessen sein (in so 100 Jahren).

Ist Ihrer Meinung nach damit das heutige Fest in Berlin am Brandenburger Tor illegitim??

Und warum ist Deutschland - ihrer Meinung nach - nur teilweise wiedervereint??

Nein @juerliger hat grundsätzlich recht, der Mauerfall, die teilweise Wiedervereinigung Deutschlands ist ein ausschließlicher Grund zum Feiern, der nicht mit anderem verknüpft werden kann.

Das verstehe ich irgendwie noch nicht.

19:30 von Rumpelstielz

<< 19:05 von Sausevind ...Möglicherweise die Tatsache..

"Wenn das tatsächlich so auf den "Mauerfall" zurückzuführen ist, sollte man das in der Tat rückabwickeln - aber so einfach ist es hoffentlich nicht." <<

Ich wollte eigentlich nur kurz die Frage des Users beantworten, wieso man überhaupt darauf kommt, den Mauerfall mit erstarktem Antisemitismus in Verbindung zu bringen.

Ich habe auch nicht "zurückführen" geschrieben, sondern "wiedererstanden".

Aber besonders klar habe ich meine Sicht nicht formuliert, muss ich zugeben.

Was ich meinte:
die Tatsache, dass es die DDR gab und dass die Wiedervereinigung stattgefunden hat, hat bewirkt, dass in den ehemaligen DDR-Gebieten vor allem bei den letzten Landtagswahlen die Ausländer-Feindlichkeit besonders hoch war und so das Gesamt-Bild Deutschlands verändert hat.

@kleinermuck2012

Es ist nicht die Aufgabe einer Frau Merkel zig verschiedene Gefühle von Millionen von Menschen zu andern, sondern Deutschland politisch und wirtschaftlich gut zu führen. Wie wäre es mal, wenn diese es selber versuchen zu andern, den die Gefühle gehören denen auch selber? Ich verstehe auch nicht das man nun nun versucht die Umstände der Frau Merkel anzuhaften, als sei Sie an allem Schuld was der ehemalige DDR Bürger so erleben durfte.

@Ralli777, 18:04 Uhr

Sie haben recht, man muss grds bereit sein, mit allen Gruppierungen das Gespräch zu suchen. Allerdings ist die Radikalisierung innerhalb der AFD bereits soweit fortgeschritten, dass man sich verständlicherweise nicht auf Augenhöhe mit Vertretern dieser Partei treffen will. Man würde ihr dadurch ein Forum bieten, das diese Partei nicht verdient. Richtig ist aber, dass man den Wählern der AFD im Gespräch vermitteln muss, für welche Werte Deutschland steht.

@harpdart

"
Am 09. November 2019 um 19:38 von harpdart
Schon damals

hätte ich es vorgezogen, wenn die DDR ein souveräner Staat geblieben wäre und wenn "das Volk" eine echte Demokratie hervorgebracht hätte. Ohne SED.
Aber dann kamen schnell wieder die Nationalisten mit ihrem "ein Volk" und aus war der Traum.
Überhastete Eingliederung in die alte BRD, die den Osten mit aller Kaltblütigkeit überrannte, die der Kapitalismus nun mal mit sich bringt. Nix von wegen Goldener Westen...
Zwischenzeitlich [...]"

Beim Vollzug der Einheit sind massive Fehler gemacht worden, geschenkt. Ich hätte mir auch gewünscht, wenn es langsamer vonstatten gegangen wäre. Aber Helmut Kohl, von dem ich sonst nichts halte, hat da mal etwas richtig gemacht; Einheit so schnell wie möglich. Denn die Einheit stand durchaus auf tönernen Füßen, Margret Thatcher war vehement dagegen. Sie hatte es torpediert, wo es nur ging. Deshalb drängte Kohl zur Eile, und das war richtig, auch angesichts der vielen Fehler.

@ hardpart (19:38): Warum hätten Sie das vorgezogen??

@ hardpart

Schon damals
hätte ich es vorgezogen, wenn die DDR ein souveräner Staat geblieben wäre und wenn "das Volk" eine echte Demokratie hervorgebracht hätte. Ohne SED.

Frage: warum?? Seien Sie doch froh, dass es diesen Unrechtsstaat - nichts anderes war die DDR damals - nicht mehr gibt. Die DDR war wirtschaftlich und politisch am Ende.

Und dass hier stimmt einfach nicht:

Überhastete Eingliederung in die alte BRD, die den Osten mit aller Kaltblütigkeit überrannte, die der Kapitalismus nun mal mit sich bringt. Nix von wegen Goldener Westen...

Der Osten wurde nicht kaltbluetig ueberrannt. Was soll der Unsinn?? Sie sollten lieber froh sein, dass Buerger aus den alten Bundesländern damals rueber gekomen sind in die neuen Bundesländer und euch beim Wiederaufbau geholfen haben. Darunter damals - als er noch Anwalt war - auch mein Altvorderer. Dem haben die neuen Bundesländer auch einiges zu verdanken.

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Bildung

Hallo @Anderes1961, Sie schrieben:
"Wie wollen Sie erklären, daß in der AfD etliche Herren und Frauen Doktoren sich gegenseitig mit rassistischen Äußerungen übertrumpfen?"
Nur weil jemand einen Doktortitel hat, ist er nicht automatisch gebildet. Für einen Doktortitel muss man leider nicht gebildet sein.

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