Ihre Meinung zu: Bundestag würdigt friedliche Revolution von 1989

8. November 2019 - 13:53 Uhr

Die Bundestagsfraktionen haben in einer aktuellen Stunde an den Mut der DDR-Bürger erinnert. Unions-Fraktionschef Brinkhaus sprach von einem "großen Wunder". Auch Fehler nach der Wiedervereinigung waren Thema.

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Kommentare

@Bundestagsmitglieder

Ich bin Ihnen dankbar dafür,
1) von einem Wunder zu sprechen. Denn genau das war es, auch wenn Wunder immer wieder geschehen (sollten), (siehe China-Hongkong-Beziehung z.B.),
2) es gibt über die Zeit der friedlichen Revolution und Wende, 9. Okt. 1989 bis 9. Nov. 1989 noch so einiges aufzuklären, z.Bsp. warum die SED-Führung sehr friedlich und zurückhaltend reagierte (vom unvollendeten Satz Genschers in der tschechoslow. Botschaft bis hin zum ominösen legendären und weltweit verbreiteten Zitat Schabowski: "meines Wissens unverzüglich") und kein einziger DDR-Bürger erschossen wurde,
3) auch die vielen Fehler endlich thematisiert werden, Diese Hau-Ruck-Vereinigung wird hoffentlich als großer Fehler in die Geschichtsbücher eingehen!
3a) wollten die demonstrierenden DDR-Bürger lediglich eine freiheitlichere und demokratischere DDR und
3b) wurde subjektiv der Glanz der D-Mark viel zu stark durch die BRD-Werbung in die Köpfe der Ostdeutschen gewaschen.

Können stolz sein!

Obwohl ich kein Freund von Willy Brandt bin bewundere ich seine konsequente Politik der Annäherung. Ohne ihn wäre vielleicht die Wiedervereinigung erst später oder anders zustande gekommen. Allerhöchsten Respekt gehört jedoch den vielen mutigen Menschen in der damaligen DDR. Ihr Mut hat die friedliche Wiedervereinigung erst ermöglicht. Wir in der BRD konnten nur staunend zusehen. So etwas soll erstmal jemand nachmachen, ein Regime gewaltfreies aus den Angeln zu heben. Wir haben immer Kontakt zu unseren Verwandten in der DDR gehabt und haben sie besucht. Manchmal konnten auch sie zu uns reisen. Natürlich ist nicht alles optimal gelaufen. Und die DDR kann man nicht als Rechtsstaat bezeichnen. Trotzdem haben die DDR Bürger viel geleistet. Ihre Lebensleistung muss beachtet und akzeptiert werden. Auch wenn ich keinen direkten Anteil am Fall der Mauer habe bin ich stolz auf meine Landsleute, die dieses Wunder vollbracht haben und das wir in diesem Staat gemeinsam leben dürfen!

Die ehemalige DDR war sicher

Die ehemalige DDR war sicher eine totalitaristische Veranstaltung mit viel Unrecht. Aber ganz kurz, die DDR dient doch vielen nur als Rhetorik, um von bestehenden aktuellen Problemen der Demokratie abzulenken.........

@Am 08. November 2019 um 14:36 von WM-Kasparov-Fan

"Ich bin Ihnen dankbar dafür,
1) von einem Wunder zu sprechen. Denn genau das war es"
Nein. Es war kein Wunder, es war das Ergebnis besonnener Politik, vor allem von Seiten der Sowjets. Diese hätten Problemlos die Aufstände in der DDR niedermähen können und die Unabhängigkeit der baltischen Staaten. Haben sie aber nicht, sie waren besonnen und zurückhaltend. Als Dank gab es die Osterweiterungen von Nato und EU, den Raketenschirm und Beitrittsgespräche mit Georgien und der Ukraine. Erwarten sie so etwas nicht erneut, niemand wird jemals wieder so dumm sein wie die Sowjets und sanftmütig sein. Also sprechen sie bitte nicht von einem Wunder, es waren intelligente Politiker und kein göttlicher Einfluss. Gute Politiker gibt es heute auch noch. Gewählt wird die lauteste und größte Lüge und nicht die Kompetenz. Ein Wunder wäre es, wenn sich das ändern würde.

Man sollte auch die vielen Fluchthelfer würdigen

Ohne der mithilfe von Polen,Ungarn und Tschechen, wäre dieses auch nicht möglich geworden und die hetzenden AFDLer Tino Chrupalla,Leif-Erik Holm würden noch immer immer hinter dem eisenen ohne freie Meinungsäußerung Vorhang leben

Der Mauerfall war eine Frage

Der Mauerfall war eine Frage der Zeit und im wesentlichen mit der Schwäche der Russen begründet. Kurz vorher hatten sich auch andere Ostblockländer in die Freiheit vor den Russen gerettet. Begonnen hat das Ganze nach die russische Armee 1987 eine herbe Niederlage in Afghanistan erlitten haben. Dies hat die Ostblockländer ermütigt sich für ihre Freiheit friedlich einzusetzen. Ohne die Niederlage der Russen in Afghanistan (durch die Mudshaeddin heuer auch Taliban genannt) hätten wir nach wie vorher den ganzen Ostblock samt DDR.

Es ist die Ironie

der Geschichte, dass auf die "friedliche Revolution von 1989" nicht ein friedliches Deutschland folgte. Militäreinsätze im Ausland und eine gespaltene Gesellschaft.

Noch erinnerlich, wie alles begann? "Wir sind das Volk !" Daraus wurde "Wir sind ein Volk." Unterschied gemerkt? Wo sind die basisdemokratischen Elemente geblieben? (Runder Tisch, Mitsprache, Gehör?)

Chancen für eine demokratische Umgestaltung wurden vertan, sind und waren offensichtlich nicht gewollt.

Für DM und Bananen war ein Teil durchaus käuflich. Und das hat nichts mit Verharmlosung oder Verherrlichung zu tun.

Aber ist für die Freischaltung u.U. nicht geeignet. Es könnte Teile der Bevölkerung verunsichern.

14:50 von OrwellAG ...wenn gelegentlich ...

Zeit da ist, könnte man das vielleicht etwas ausführen, von welchen aktuellen Problemen die Rede ist, könnte ja interessieren.
Bisher gibt es doch in erster Linie rhetorische Winkelzüge um Probleme aufzublasen.

14:50 von OrwellAG

die DDR dient doch vielen nur als Rhetorik, um von bestehenden aktuellen Problemen der Demokratie abzulenken.........

Welch wahre Worte. Darum geht es doch im Osten. Viele DDR- Bürger hatten von der Demokratie andere Vorstellungen. Auch das die gewählten Politiker nur zum Wohle der eigenen Bürger handeln, wird von Vielen nicht als solches wahrgenommen. Dann ist man gegen die Politik und ruckzuck ist man ein Nazi. Das ist die Realität.

Aber auch Fehler nach der Wiedervereinigung

Ja das ist so. Wenn heute die Nachfolgerprtei dieses Unrechtssystem schon wider Ministerpräsidenten und Senatssitze in Berlin und Bremen stellt ist das für mich persönlich ein sehr großer Fehler.

re orwellag

"Aber ganz kurz, die DDR dient doch vielen nur als Rhetorik, um von bestehenden aktuellen Problemen der Demokratie abzulenken"

Sind Sie sicher?

Ich wüßte wirklich nicht, von welchem aktuellen Problem man ablenken könnte, indem man das Stichwort DDR in den Raum stellt.

@14:36 von WM-Kasparov-Fan

Zu den Punkten 3) in Ihrem Post habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Ich glaube auch, dass die "Hau-Ruck-Vereinigung", so wie sie durchgeführt wurde, viele Fehler enthielt. Ich frage mich nur, ob es eine Alternative gegeben hätte. Hätte eine unabhängige DDR weiter bestehen können und den damals diskutierten "3. Weg" zwischen Kapitalismus und Kommunismus versuchen können? Ich glaube leider, die DDR-Wirtschaft war damals schon zu kaputt um länger bestehen zu können. Auch eine DDR wäre ja im internationalen Wettbewerb gestanden. Die DDR-Bürger hätten bestimmt nicht weiter Wartburgs und Trabis bestellt und Zeit und Geld zu Entwicklung eigener konkurrenzfähiger Produkte wäre nicht dagewesen. Viele wären trotzdem in den Westen gegangen. Wobei ich mir wünschen würde, es gäbe diesen "3. Weg".

Bei 3b) gebe ich Ihnen recht. Wer den Westkapitalismus nur aus dem TV kannte, der musste die BRD für das Paradies auf Erden halten. Aber nicht alles, was die SED über den Westen erzählt hat war falsch

DDR hatte keine Zukunft mehr

Im Unrechtsstaat DDR war es der aller großen Mehrheit unerträglich geworden. Leider konnten nicht mehr alle berufsmäßig so richtig nochmal von vorne durchstarten. Die ab 55 jährigen hatten es am Schwersten sich im Rechtsstaat Bundesrepublik anzupassen. Dazu gab es Verlierer, die das System DDR stark am Leben gehalten haben, Parteienkreise, Stasi, Grenzer, Polizei, NVA und deren Profiteure.

Ich habe mich damals auch gefreut, dass kein DDR-Bürger erschossen worden ist. Da gab es auch andere Zeiten wie den 17. Juni 1953.

Natürlich will der Osten alles was es im Westen gibt. Allerdings werden die Rechten es ihnen nicht ermöglichen.

15:19 von Barbarossa 2 ..ruckzuck ist man ...

das ist auch richtig so, wenn man mit Thesen wie: "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" oder dergleichen um die Ecke kommt.
Man darf vieles sagen, aber an nationalsozialistisches Gedankengut oder einen entsprechenden Slang anknüpfen, das geht dann doch um Meilen zu weit und in die verkehrte Richtung. Wer sich also Nazi geschimpft fühlt, der mag sich an der eigenen Nase packen und in sich gehen.

re werner1955

" Wenn heute die Nachfolgerprtei dieses Unrechtssystem schon wider Ministerpräsidenten und Senatssitze in Berlin und Bremen stellt ist das für mich persönlich ein sehr großer Fehler."

Für wieviele Jahrzehnte noch gedenken Sie denn die Linke für die DDR in Haftung zu nehmen?

re dr.bashir

"Wer den Westkapitalismus nur aus dem TV kannte, der musste die BRD für das Paradies auf Erden halten."

Blanker Unsinn. Als ob es im Fernsehen keine kritischen Berichte über die BRD gegeben hätte. Genau das musste den Ossis als Gegensatz auffallen.

Reagan & Bush Sr

Die Politik Reagans hat die Sowjetunion wirtschaftlich in die Knie gezwungen, und in Afghanistan erlebten die Sowjets ihren Vietnam. Wenn im Westen die "Friedensbewegungen" an der Macht gewesen wären, hätten die Sowjets nie den Reformdruck gespürt, und der gemäßigte Gorbatschow wäre nicht an die Macht gekommen. Das wird oft vergessen. Außenminister Maas hat es in seinem Tweet zur Wiedervereinigung auch vergessen.

Was die mutigen Demonstranten von 1953 leider nicht erreichen konnten, konnte 1989 gelingen.

Wunder, Angst oder Einsicht.

Nicht nur die friedliche Revolution in der ehem. DDR war ein Wunder auch die teilweise weniger friedlich verlaufene Revolutionen in den übrigen Ostblockstaaten waren ein Wunder. Und es waren alle, ohne Ausnahme, Unrechtsstaaten ansonsten hätte diese Revolution nie stattgefunden. Die Empörung der Menschen war zu tief in den Herzen und Köpfen der Menschen. Und es waren zu viele Menschen, man hätte sie nicht alle niedermachen können. Es war die Angst der Führung vor den Menschen in den Ostbockstaaten weniger die Einsicht die von einer Niederschlagung abhielt.

um 15:02 von Kessl

Die Sowjets waren nicht dumm. Ein mögliches Niedermähen von friedlichen Bürgern ist nicht mehr gewollt gewesen. Für was?

Es geht nichts in der Welt über ein Selbstbestimmungsrecht von Ländern, insbesondere wenn es sich um Demokratien handelt. Das haben EU- und Natoländer schon lange verinnerlicht. Warum andere was dagegen haben, ist verständlich, denn sie wollen was anderes.

15:19 von Barbarossa 2

wie wahr wie wahr
auch die Definition "das Volk"
ob die DDR Führung das auch so sah .....

@Kessl um 15:02 Uhr

"Es war kein Wunder, es war das Ergebnis besonnener Politik"

Entschuldigung, waren Sie, so wie ich, zu genau diesem Zeitpunkt - Herbst 1989 - ein Abiturient, der nervös das Weltgeschehen wahr nahm und dann spontan 20 km weiter Richtung Nikolaikirche (Leipzig) fuhr, um an den Demonstrationen teilzunehmen?
Ja klar hätte man uns problemlos "nieder mähen" können - tat es jedoch nicht!

"Erwarten sie so etwas nicht erneut, niemand wird jemals wieder so dumm sein wie die Sowjets und sanftmütig sein."

Das ist vielsagend! Der ehemalige Feind der freiheitlichen Demokratie war also so barmherzig, wie man es von keinem heute erwarten darf.
Genau das glaube ich allerdings auch!
Vor allem auf Grund von zu viel Mitmenschlichkeit, Güte und Herzlichkeit in der Vergangenheit, ging die Idee des Sozialismus den Bach runter. Ganz ohne Sarkasmus und Ironie.

DDR in Haftung zu nehmen?

karwandler @
Genau so lange wie ich für die Folgen der Nazi Herschaft Verantwortung tragen und dafür wie für das ende der DDR Steuern zahlen muss.

@15:33 von karwandler

"Blanker Unsinn."

So krass würde ich das nicht ausdrücken.

"Als ob es im Fernsehen keine kritischen Berichte über die BRD gegeben hätte."

Natürlich hat es die gegeben. Jeder konnte z.B. sehen, dass es Millionen Arbeitslose gibt im Westen. Aber wie wir an unseren Wahlergebnissen sehen, wird die Wirkung von kritischen Bericht überschätzt. Menschen neigen dazu, dass zu sehen, was sie sehen wollen. Sonst gäbe es so Manches nicht.

"Genau das musste den Ossis als Gegensatz auffallen."

Schauen Sie sich mal Bilder aus der DDR aus der Zeit vor der Wende an. Stellen Sie sich vor, sie leben zwischen diesen Häusern, fahren diese Autos und haben das Angebot in den Geschäften. Zusätzlich dürfen sie nur an die Ostsee oder an den Plattensee fahren. Und dann sehen "die Ossis" im Westfernsehen unsere 80er. Was da wohl auffällt?

Eine Folge "Traumschiff" macht jeden kritischen Bericht in "Monitor" zunichte. Nicht nur bei Ossis.

Wir können froh und zufrieden sein

dass der Mauerfall und das Ende der DDR friedlich und ohne Blutvergießen geschah! Man sieht aktuell, dass es durchaus hätte anders laufen können- man schaue nur nach Venezuela oder HK. Das ist sicher zunächst den friedfertigen Demonstranten damals zu verdanken, aber auch der Zurückhaltung der Sicherheitsorgane und der UdSSR. Warum aber@HAQH wir ausgerechnet Steinzeitislamisten der Taliban dankbar sein sollten kann ich nicht nachvollziehen.

@Am 08. November 2019 um 15:45 von Sosiehtsaus News

"Die Sowjets waren nicht dumm. Ein mögliches Niedermähen von friedlichen Bürgern ist nicht mehr gewollt gewesen. Für was?"
Um die Sowjetunion zu erhalten und sich zwei Jahrzehnte der Schmach zu ersparen.
"Es geht nichts in der Welt über ein Selbstbestimmungsrecht von Ländern"
Außer der Krim, versteht sich.

@karwandler um 15:33 Uhr auf @dr.bashir

"Als ob es im Fernsehen keine kritischen Berichte über die BRD gegeben hätte. Genau das musste den Ossis als Gegensatz auffallen."

Sorry, ich bin bei anderen Themen immer wieder gerne bei Ihnen, aber hier...
Klar gab es viele Jahrzehnte lang massig (brutale) Ost-Propaganda, z.B. von dem (geliebt)-gehassten Herrn Karl-Eduard von Schnitzler ("Schwarzer Kanal").
Ost-Propaganda "vom Feinsten", die allerdings mindestens jeder 2. und 3. DDR-Bürger verabscheute. Dagegen war all der gold glänzende Kram damals aus dem Westfernsehen begehrt, aber leider auch ideologisches Gift, wie sich heute noch heraus stellt.

re werner1955

" DDR in Haftung zu nehmen?

karwandler @
Genau so lange wie ich für die Folgen der Nazi Herschaft Verantwortung tragen"

Ach Sie Ärmster. Müssen Sie Verantwortung tragen?

Ich glaube allerdings gar nicht, dass man Sie als Nachfolger der Naziherrschaft bezeichnet in der gleichen Weise, wie Sie die Linke als Nachfolger der DDR Herrschaft bezeichnen.

Kleiner Unterschied, oder?

re dr.bashir

"Eine Folge "Traumschiff" macht jeden kritischen Bericht in "Monitor" zunichte."

Ist das so bei Ihnen?

Wenn nicht, sollten Sie es auch anderen nicht unterstellen.

15:47 von werner1955

«Genau so lange wie ich für die Folgen der Nazi Herschaft Verantwortung tragen und dafür wie für das ende der DDR Steuern zahlen muss.»

Gar keine persönliche Verantwortung müssen Sie für die Folgen der Naziherrschaft tragen. Es sei denn, Sie sind heute mind. 90 Jahre alt.
Ca. 20 Jahre alt hätten Sie 1945 gewesen sein müssen, um Ihnen tatsächlich verantwortlich Mittäterschaft an den damaligen Ereignissen zuschreiben zu können.

Die Erinnerung an das, was zw. 1933 / 1945 in Gesamt-DEU geschah.
An das, was zw. 1945 / 1989 in der Ex-DDR war.
Werden Sie solange tragen müssen, solange Sie leben.
Als Mahnung daran, was war.
Und als Leitlinie dafür, wie es nie wieder in DEU sein darf.

Persönliche Auseinandersetzung damit kann Ihnen niemand ersparen. Niemand kann sie von Ihnen nehmen. Und auch, wer versucht, sie von sich zu weisen. Der wird scheitern. Definitiv scheitern.

"Länder vereinigen" wie die Ex-DDR mit der Ex-BRD von 1990.
Das kostet lange viel Geld + viel geistige Anstrengung …

Kleiner Unterschied, oder?

von karwandler@
Nein: Zu der Verantwortung stehe ich und möchte weder ein Braune oder Rote Diktatur nochmal haben oder mit finazieren.

Man kann alles kaputt reden

Man kann alles kaputt reden und einen schönen Sonnenaufgang vermiesen, nur weil es ein heißer Tag werden könnte. Freuen wir uns doch einfach mal, ist das so schwer? Die Welt verändert sich ständig. Es gab auch immer Krisen und wird es immer geben. Aber uns geht es gut, keiner verhungert, keiner muss obdachlos sein. Wir haben eine gute Gesundheitsversorgung. Was haben wir nicht alles geschafft. Es liegen Aufgaben vor uns, klar. Aber früher war auch nicht alles besser, nur anders. Uns geht’s einfach zu gut, immer nur meckern. Schnauze halten und anpacken.
Für meinen Teil bin ich froh und stolz in diesem Land zu leben. Und sage allen Danke, die es ermöglichen. Vor allem den Politikern, Polizisten, den Journalisten, allen denen, die sich engagieren das wir so leben können. Vor allem aber Danke noch einmal den mutigen Demonstranten und Menschen in der DDR. Freuen wir uns einfach mal und sind stolz auf das Erreichte und unser Land. Woanders möchte ich nicht leben. Seien wir Patrioten!

West-Propaganda, die sich durchgestzt hat.

Ich gebe zu, natürlich war auch ich als Jugendlicher vernarrt in den Schund:
- Miami Vice,
- Baywatch,
- Dallas
- Denver Clan,
- Knight Rider,
- A-Team
und so weiter (welche hauptsächlich aus Hollywood kam), aber Politik nahe dem eisernen Vorhang war auch schon damals interessant für mich!

15:30 karwandler

Antwort an "werner1955"

"Für wieviel Jahrzehnte noch gedenken sie denn die Linke in die DDR Haftung zu nehmen?.....

Mit einer ehemaligen FDJ Sekretärin für Agitation und Propagande (also ein lupenreines DDR Gewächs) scheint er keine Probleme zu haben weil offensichtlich in der richtigen Partei.

15:33 von karwandler

«Wer den Westkapitalismus nur aus dem TV kannte, der musste die BRD für das Paradies auf Erden halten.»

«Blanker Unsinn. Als ob es im Fernsehen keine kritischen Berichte über die BRD gegeben hätte. Genau das musste den Ossis als Gegensatz auffallen.»

Der Ex-DDR-Ost-Teil der Familie meines Vaters waren 6 Personen.
3 davon aktiv bei der Stasi, 1x "begeistert davon".
2x "neutral" (die beiden Jüngsten).
Durfte ich deswegen nie in die Ex-DDR einreisen.

4x waren Anhänger der Sichtweise des "Schwarzen Kanals" auf die Ex-BRD.
2x waren die, die "im Westen" eher die Glitzerwelt der Verlockungen sahen.

"Elend vor der eigenen Tür" war in der Ex-DDR mehr als genug.
20 Jahre warten auf den Trabbi. "Nix konnte man kaufen".
Verfallene Häuser, stinkende Flüsse, verpestete Natur.
Plus die Märchenwelt des Schwarzen Kanals.

Enttäuschung über Realität in den 1990-ern in der BRD war 6x.
2x sind verstorben. 2x wählen nun AfD.
1x meckert dauernd. 1x kommt gut zurecht.

Verworren-vielschichtig …

Freiheit oder Sozialismus

we kennt nicht den beliebten wie dümmlichen Spruch "dann geh doch rüber"
das kriegte man schnell zu hören wenn man Eigenheiten des westlichen Lebens kritisch hinterfragte
klar es gingen ja auch einige rüber,
die Familie dieser Frau Merkel
erstaunlich die blieben sogar in diesem Land wo doch Unfreiheit herrschte,
die Menschen eingesperrt lebten ....
erstaunlich !?
vielleicht auch dass viele (Zeitgenossen) es nicht akzeptieren wollen,
dass ihr Weg des Glücks nicht der aller sein muß
waren die Menschen im Mittelalter wirklich so unglücklich mit ihren Lebensumständen
dass sie sich in den Schlaf weinten ?
in den Bauerkriegen ... dem 30 jährigen später im Absolutismus
in der Aufklärung Kaiserreich ....
leben wir heute im Reich der Glückseligkeit
oder werden spätere Generationen nicht schaudern wenn sie an uns zurückdenken
mit welchen abartigen Vorstellungen wir lebten ?

diejenigen, welche besonnen handelten.....

Leider wird immer wieder eine Gruppe nicht erwähnt, welche einen großen Anteil daran hatten, das diese Revolution friedlich blieb. Es waren die Angehörigen von Polizei, NVA und ja auch der Grenztruppen. Selbst Teile der Stasi handelten besonnen, dass kein Tropfen Blut geflossen ist. Ich war zu dieser Zeit Offizier auf Zeit bei den Grenztruppen in einer Grenzkompanie im Süden der DDR. Als wirklich kleiner Kommandeur im niedrigsten Offiziersdienstgrad stand ich an diesem Abend mit meinen Soldaten an der innerdeutschen Grenze bei Plauen. In Plauen waren Grossdemonstrationen gegen den Staat. Auch dort war es einigermaßen friedlich. Wir wurden seitens des Grenzkommandos zur Besonnenheit ermahnt, vor allen im Umgang mit der Schusswaffe. Viele meiner damaligen Kameraden, war es oft wirklich Elend zumute. Alle Dienstgradgruppen haben sehr besonnen gehandelt, keinerlei Gewalt ausgeübt und sich den Willen des Volkes gebeugt. Dafür wurden sie alle mit Verachtung, Ausgrenzung behandelt.

Frau Kipping hat sich doch

Frau Kipping hat sich doch erst vorgestern live im TV blamiert. Auf die Frage, warum die Linke als Rechtsnachfolger der SED die DDR nicht als Unrechtsstaat benennt, begab sie sich verzweifelt in Not und stottert nur noch Schwachsinn vor sich her. Auch nach mehrmaligem Nachfragen wollte sie sich lieber weiter blamieren, als mal anzuerkennen, was anzuerkennen ist

Zeit, sich zusammenzusetzen und gemeinsam "Bilanz" zu ziehen

„Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus nannte die friedliche Revolution von 1989 in der Debatte ein "großes Wunder"“

Das vor allem dem Mut und Zusammenhalt der ehemaligen DDR-Bürger beruht. Aber auch auf dem damaligen Willen zur Kooperation und zum gegenseitigen Entgegenkommen, nicht zuletzt von Seiten Gorbatschows.

„Zugleich räumte er Fehler bei der Wiedervereinigung ein. Aus der Euphorie des Mauerfalls sei Alltag geworden, Betriebe (…). Die Menschen der DDR seien "in eine neue Zeit gefallen" und hätten alles neu machen müssen“

Sie sind wohl eher in eine neue Zeit gestoßen worden. Und es wäre wohl besser gewesen (für alle „Seiten“), wenn sie von westdeutscher Seite nicht sofort und knallhart mit den Zwängen des Kapitalismus konfrontiert worden wären, sondern selbst wesentlich mehr hätten mitentscheiden dürfen, wie was alles neu gemacht werden soll. Zu diesem Schluss könnte man beim Ansehen folgenden Videos jedenfalls kommen: arte.tv/de/videos/082739-000-A/d-mark-einheit-vaterland/.

@15:19 Barbarossa2

"Ruckzuck ist man ein Nazi", das ist man nur, wenn man Nazi-Positionen und -Sprache vertritt. Es ist albern und wird auch nicht durch Wiederholungen richtiger, dass jede Kritik gegen die derzeitige Politik mit "Nazi"-Vorwürfen bedacht wird. Und genauso albern und falsch ist der (leider typisch populistische) Vorwurf, die gewählten Politiker handelten nicht zum Wohl der eigenen Bürger.

16:50 von schabernack

Verworren-vielschichtig …
.
ein Abbild der Lebenswirklichkeit
mein Opa (meine Oma) standen dem Hitler kritisch gegenüber
(sie wohnten nicht im Reich)
aber der Bruder war ganz begeistert, ging nach Österreich um sich bei der SS zu bewerben ...
Jahre später mein Großvater war mit einem Verwandten eingezogen und in Wien stationiert begegneten einem Juden aus ihrem Ort
der Verwandte ging zum nächsten Militärposten und denunzierte ihn
mein Opa hat an dem Tag das letzte Wort mit dem Anverwandten gewechselt
man mußte in diesen Zeiten kein Widerstandskämpfer sein, es genügte Mensch zu sein
//
und zum Thema DDR Bekannte lernte mehrere Familien kennen
Nr. 1 war Hauptmann de Reserve ein 100 % des System die Margot fand er toll
Nr. 2 die waren absolut unpolitisch, die waren regelmäßig im Urlaub von Leningrad CSSR Ungarn bis zur Krim
Nr. 3 war auch unpolitisch, jedes Jahr an der Ostsee kleines Häuschen unauffällig, lediglich die Margot fand er unmöglich
Nr. 4 stellten nen Ausbürgerungsantrag

@15:46 Sisyphos3

Nicht zum ersten mal geht es ja heute um die Definition von "Volk": während 1989 unsere Volksgenoss*innen mit dem Ruf "Wir sind das Volk" deutlich wie friedlich für demokratische Reformen und Rechte auf die Straße gingen, wird der Begriff heute von rechts vorwiegend als Ausgrenzungsbegriff bis hin zu fragwürdigen identitären Konzepten und zur autochthonen Revitalisierung alter Rassenideologie in neuem Gewand verbogen.
Was in unserer Verfassung und Recht und Gesetz gemeint ist, trifft im heutigen Sprachgebrauch eher der Begriff "Bevölkerung" oder "unsere Gesellschaft".

"Wunder" und "Helden" von gestern

Wenn unsere Jugend für ihre Zukunft auf die Strasse geht, sind sie Schulschwänzer, die keine Ahnung haben, werden belächelt oder beschimpft, etc. Z.T. werden sie dafür sogar bestraft.
Immer wie man es gerade braucht!

16:56 von berelsbub

die Kipping ist eben auch ein rhetorischer Tolpatsch
warum lädt man die Wagenknecht da nicht ein ?
Auf so ne Frage die doch typischerweise kommen muß
sollte man ne Antwort parat haben

Unrechtssystem 1.Ordnung!

Wenn heute jemand sagt, die DDR hatte auch Gutes, dann klingt das als ob jemand sagt, das "tausendjährige Reich" hätte etwas Gutes gehabt. Zur Aufarbeitung: wo sind die Gerichtsprozesse gegen jene, die seinerzeit dieses System geführt haben, die Stasischergen etc, bzw. die "Funktionseliten" , wie Herr de Mazierre gerade sagte?
Hier wird nicht mit gleichem Mass geurteilt. Die DDR reinwaschen zu wollen, klingt wie blanker Hohn! ME gehören auch diejenigen dazu, die in der SED ihren " Dienst " getan haben. NSDAP und SED , da ist für mich kein Unterschied!

17:06 von Nettie

«Sie [die Betriebe] sind wohl eher in eine neue Zeit gestoßen worden. Und es wäre wohl besser gewesen (für alle „Seiten“), wenn sie von westdeutscher Seite nicht sofort und knallhart mit den Zwängen des Kapitalismus konfrontiert worden wären, sondern selbst wesentlich mehr hätten mitentscheiden dürfen, wie was alles neu gemacht werden soll.»

Ganz sicher können Sie sich erinnern an "den Slogan":

«Kommt die D-Mark nicht nach hier. Gehen wir zu ihr.»

Kam die D-Mark dann. Kam schnell, kam sehr schnell.
Eine praktikable Alternative dazu gab es realistisch nicht.
Wären Millionen von Menschen von Ost nach West gegangen.

War die D-Mark da. War in nur noch ganz wenigen Betrieben der Ex-DDR profitable Produktion von … was auch immer … möglich.
Wollte man nicht weiter staatlich subventionieren "wie vorher".

Vorbilder für die Treuhand: "Wie vereingt man Staaten (mit sehr unterschiedlichen Wirtschaftssystemen)" gab es keine.

Sehr schwierig + Fehler.
Für alle Beteiligten "Neuland" …

Am 08. November 2019 um 15:30 von karwandler

"Für wieviele Jahrzehnte noch gedenken Sie denn die Linke für die DDR in Haftung zu nehmen?"
#
#
Der war gut.
Bei der AfD haben Sie ja auch kein Problem diese mit der NS Zeit gleichzusetzen.

@schabernack um 16:50 Uhr

"Enttäuschung über Realität in den 1990-ern in der BRD war 6x.
2x sind verstorben. 2x wählen nun AfD.
1x meckert dauernd. 1x kommt gut zurecht."

Hallo Schabernack,
so ungefähr ist auch das Bild der Ostdeutschen heute über die BRD, allerdings doch etwas positver:
- 2x verstorben, aber wer wurde neu geboren?
- siehe letzte Thüringen-Wahl: 2x wählen AfD, 1x CDU (kommen gut zurecht), 1x meckern dauernd (Linke).

Schlußfolgerungen der Union/SPD-Regierung des Bundes: Null, weiter wie bisher. Natürlich. Einsicht, Demut, Verständnis oder gar Änderung gleich null.
Hauptsache das Wirtschaftswachstum nimmt auch weiterhin endlos seinen Lauf..."Deutschland geht es gut" - so gut wie noch nie zuvor...

Auch ich begrüßte die

Auch ich begrüßte die Wiedervereinigung Deutschlands, allerdings wer die Geschichte kennt, weiß das Sowjetunion uns das, schon kurz nach dem 2. Weltkrieg angeboten hatte, unter der Prämisse das wir blockfrei blieben. Wäre für uns alle bis heute die bessere Wahl gewesen. Und zu verdanken haben wir es ebenfalls der damaligen Sowjetunion, das Ost und West wiedervereint sind. Viel zu wenig berücksichtigen wir das. Jetzt haben wir das Problem der Nato, die auf Druck der USA stets weitere Drohkulissen und Inszenarien aufbaut, der kalte Krieg war nur kurze Zeit verschleiert.

Am 08. November 2019 um 17:29 von schabernack

"Kam die D-Mark dann. Kam schnell, kam sehr schnell.
Eine praktikable Alternative dazu gab es realistisch nicht.
Wären Millionen von Menschen von Ost nach West gegangen.
War die D-Mark da. War in nur noch ganz wenigen Betrieben der Ex-DDR profitable Produktion von … was auch immer … möglich.
Wollte man nicht weiter staatlich subventionieren "wie vorher".
Vorbilder für die Treuhand: "Wie vereingt man Staaten (mit sehr unterschiedlichen Wirtschaftssystemen)" gab es keine."
#
#
Oh je,
Es wären niemals Millionen Menschen wegen der D Mark in den Westen ausgewandert.
Die Subvention dieser Betriebe wäre billiger für Deutschland gewesen, als die Massenarbeitslosigkeit ganzer Regionen. Wie lange wurde denn das Saarland subventioniert?
Zu der Glanzleistung der Treuhand fällt mir nichts ein. Da gehört schon viel Scheiß dazu ein ganzes Land zu verkaufen und am Ende eine rote Zahl zu haben.

Halb und halb

Ich habe die erste Hälfte meines Lebens im „Osten“ verbracht (verbringen müssen) - die zweite im „Westen“.
Mich bedrückt es zu lesen, wie hier von manchen eine historisch einmalige Leistung kleingeredet wird. Ich sehe, wie manche auch dieses Thema nutzen, um festgesetzte Positionen neu aufzuwärmen. Gut dass Politiker eingestehen, dass auch Fehler gemacht wurden. Aber viele der hier Besserwissenden hätten mit ihrer kleinkarierten Sichtweise nicht nur einige Fehler gemacht sondern garnichts hingekriegt, sondern alles vermasselt.

Zwei Beobachtungen muss ich noch mitteilen:

1. „Ossis“ reden nicht schlecht über „Wessis“ - wenn doch dann nur über jene, die sich allzu dreist in den ersten wilden Jahren die Taschen gefüllt haben.
Andersherum, naja ...

2. Wenn heute wieder einige vom Sozialismus träumen, der nachweislich weder in der DDR noch einem andren Ostblock-Staat, noch in China, noch in Russland ... den erhofften Segen brachte, dreht sich mir der Magen um.

Falsch ist immer falsch!

17:29 von Korell

«NSDAP und SED , da ist für mich kein Unterschied!»

Es・muss・in aller minderstem Maß ein Unterschied sein.
Als dass die SED keine Angriffskriege führte.
Und auch keine Vernichtungslager betrieb.

Sind noch mehr geringere Unterschiede.
Weniger eklatante als diese beiden fundamental grundlegenden …

Der Unterschied:

In der DDR mussten wir uns politischen Zwängen hingeben...
heute wirtschaftlichen und finaziellen.
Und viele sind arm aber frei.
In der DDR durfte man Polkitiker nicht anzweifeln, heute den Chef.
In der DDR wusste die Stasi alles über uns, heute Internetkonzerne.

Das politische System allerdings ging doch zu kippen, das würde heute keinen mehr gelingen weil es nicht die Poklitik führt, sondern die Wirtschaft.

georg elser heute zu gedenken, auf den tag genau

80 jahre nach seinem gescheiterten versuch seines attentats auf adolf hitler im bürgerbräu-keller in münchen, hätte dem bundestag auch gut zu gesicht gestanden.

15:18 von Odi.14

>>Chancen für eine demokratische Umgestaltung wurden vertan, sind und waren offensichtlich nicht gewollt. <<

Ich glaube der Großteil der Deutschen ist mit unserer Demokratie sehr zufrieden und möchte keine Umgestaltung.

>>Für DM und Bananen war ein Teil durchaus käuflich. Und das hat nichts mit Verharmlosung oder Verherrlichung zu tun.
Aber ist für die Freischaltung u.U. nicht geeignet. Es könnte Teile der Bevölkerung verunsichern.<<

Dieser Abschnitt ist wohl ziemlich sinnfrei.

15:13 von HAQH

>>Der Mauerfall war eine Frage der Zeit und im wesentlichen mit der Schwäche der Russen begründet. Kurz vorher hatten sich auch andere Ostblockländer in die Freiheit vor den Russen gerettet. Begonnen hat das Ganze nach die russische Armee 1987 eine herbe Niederlage in Afghanistan erlitten haben. Dies hat die Ostblockländer ermütigt sich für ihre Freiheit friedlich einzusetzen. Ohne die Niederlage der Russen in Afghanistan (durch die Mudshaeddin heuer auch Taliban genannt) hätten wir nach wie vorher den ganzen Ostblock samt DDR.<<

Meiner Meinung nach kam die Wiedervereinigung weil die DDR schlichtweg pleite war.

17:29 von Korell

>>Hier wird nicht mit gleichem Mass geurteilt. Die DDR reinwaschen zu wollen, klingt wie blanker Hohn! ME gehören auch diejenigen dazu, die in der SED ihren " Dienst " getan haben. NSDAP und SED , da ist für mich kein Unterschied!<<

Auweia, jetzt schlagen Sie aber zu.
Die SED führte einen Unrechtsstaat der nicht nur Menschen drangsalierte sondern auch für den Tod von etlichen Menschen an der Mauer verantwortlich ist.
Die NSDAP ist für den Tod von vielen Millionen Menschen verantwortlich.

Leider vergessen das immer mehr Bürger unseres Landes

@14:49 von GrafStepenitz

"Auch wenn ich keinen direkten Anteil am Fall der Mauer habe bin ich stolz auf meine Landsleute, die dieses Wunder vollbracht haben und das wir in diesem Staat gemeinsam leben dürfen!"

Ja, auf diese Menschen kann man stolz sein. Aber was ist aus dem "Wir sind das Volk!" geworden? Was ist aus den Menschen geworden, dies das heute rufen?
Ich bin auch sehr glücklich über die Wiedervereinigung. Wir sollten nicht mehr rufen: Wir sind das Volk. Wir sollten intensiver daran arbeiten, dass wir wieder EIN Volk werden, dass ALLE Menschen einschließt, die gemeinsam(!) mit uns leben wollen.

Tag der Deutschen Einheit

Die Bürger der DDR haben Großes geleistet, warum eigentlich feiern wir den Tag der Deutschen Einheit, nämlich den 9.11., nicht als gesetzlichen Feiertag, sondern den 3.10., den Tag eines "Verwaltungsaktes"?

Deutsche Einheit ohne Respekt für ehemalige MfS-Mitarbeiter unmö

30 Jahre wird den ehemaligen Angehörigen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der nötige Respekt verweigert, die die Forderungen "keine Gewalt" mit den anderen
bewaffneten Organen der DDR durchsetzten.
Stattdessen folgten 30 Jahre Verachtung, Häme und Domänisierung dieser Bürger, die freiwillig die Waffen streckten. Gedankt hat es ihnen niemand, weder im Osten noch im Westen.Die Bürger hatten selber keine Waffen, die Forderung "keine Gewalt" konnten nur die MfS-Leute durchsetzen. Ohne den Respekt für diese Menschen gibt es keine Einheit der Deutschen!

@17:09 von andererseits @15:19 Barbarossa2

So ganz falsch liegt 'Barbarossa2' nicht. Umfragen zufolge fühlen sich immerhin 2/3 der Bundesbürger "in eine Ecke gestellt", sobald man sich auch nur ansatzweise kritisch zur Flüchtlingspolitik äußert. Wohlgemerkt zur Politik, nicht zu den Flüchtlingen. Die Tatsache, dass auch Politiker aus dem eher linken Parteienspektrum sich sofort mit dem Vorwurf der AFD-Nähe konfrontiert sehen, halte ich für sehr ungesund. Das kommt dem Wunsch nach Einheitsmeinung gleich. Und der ist gefährlich, egal aus welchem politischen Lager der kommt.

15:02 von Kessl

>> @Am 08. November 2019 um 14:36 von WM-Kasparov-Fan

"Ich bin Ihnen dankbar dafür,
1) von einem Wunder zu sprechen. Denn genau das war es"
Nein. Es war kein Wunder, es war das Ergebnis besonnener Politik, vor allem von Seiten der Sowjets.>>

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

GORBATSCHOW war das Wunder.
Das, womit niemand mit rechnen konnte und was auch nicht herstellbar ist. Es war einfach plötzlich da.

"Diese hätten Problemlos die Aufstände in der DDR niedermähen können und die Unabhängigkeit der baltischen Staaten. Haben sie aber nicht, sie waren besonnen und zurückhaltend."

Genau.
Und dass sie es hätten tun können und es nicht getan haben - das war das Wunder.

20:39 von matze-valentin

Deutsche Einheit ohne Respekt für ehemalige MfS-Mitarbeiter unmö

30 Jahre wird den ehemaligen Angehörigen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der nötige Respekt verweigert, die die Forderungen "keine Gewalt" mit den anderen
bewaffneten Organen der DDR durchsetzten.
Stattdessen folgten 30 Jahre Verachtung, Häme und Domänisierung dieser Bürger, die freiwillig die Waffen streckten. Gedankt hat es ihnen niemand, weder im Osten noch im Westen.Die Bürger hatten selber keine Waffen, die Forderung "keine Gewalt" konnten nur die MfS-Leute durchsetzen. Ohne den Respekt für diese Menschen gibt es keine Einheit der Deutschen!
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Verrechnen Sie diesen Respekt mit der Verantwortung des Regimes für die Mauertoten.
*
Auch wenn viele diesen Flüchtlingen noch kürzlich Mitschuld unterstellten.

Mauerfall vor 30 Jahren

Auch ich denke, dass es ein großes Wunder war als vor 30 Jahren die Mauer fiel. Danke an alle, die daran beteiligt waren. Und auch einen großen Dank an all die Menschen, die sich jeden Montag getroffen haben, um für die friedliche Revolution zu beten!

16:15 von WM-Kasparov-Fan @karwandler um 15:33 Uhr auf @dr.bashi

Sie kennen sich ja besser aus. Gab es nicht in der DDR ein 'schwarzes Loch' in dem Westfernsehen gar nicht empfangen werden konnte? Ich meine, das war der Bereich um Dresden.

Wir hatten übrigens mal eine Verwandte aus Dresden zu Besuch, die nicht glauben wollte, dass man man die Dinge in den Schaufenstern auch kaufen konnte.

20:42 von Anna-Elisabeth

Danke für ihren Beistand. Ich selbst konnte das nicht in solch wohlgefomte Worte fassen.

@Anna-Elisabeth 20.42

genau so ist es!Betroffen waren ja sogar schon Sahra Wagenknecht, Oscar Lafontaine und Boris Palmer oder der sozialdemokratische Chef der Essener Tafel, um nur Einige zu nennen Da sind wir ganz gefährlich an der Gesinnungspolizei...

@ adagiobarber

Nicht nur an Georg Elser sollten wir heute denken. Der 9. November ist DAS deutsche Datum:

9. November 1848:
Hinrichtung von Robert Blum

9. November 1918
Novemberrevolution, Ausrufung der Republik in Berlin

8./9. November 1923:
Hitlers Bierhallenputsch

9./10. November 1938
Kristallnacht - Novemberpogrome

8. November 1939
Georg Elsers Attentat auf Hitler

9. November 1967
Beginn der 68er Bewegung an der Hamburger Universität

9. November 1989
Mauerfall

Man könnte fast abergläubig werden bei so viel 9. November.

Die Einheit im Herzen

wird wohl noch lange dauern. Wer die 40 Jahre als Bürger der DDR erlebt hat,der hat auch eine eigene Persönlichkeit Prägung erlebt. Ich sehe das an meinen Verwandten aus Jena und Lutherstadt Wittenberg denn es war nicht alles schlecht dort und das vergisst man nicht.

@ 20:44 von Sausevind@15:02 von Kessl

"GORBATSCHOW war das Wunder."

Danke! Endlich fällt der Name, den ich hier schon so schmerzlich vermisst hatte.

"Diese hätten Problemlos die Aufstände in der DDR niedermähen können und die Unabhängigkeit der baltischen Staaten. Haben sie aber nicht, sie waren besonnen und zurückhaltend."

Ja, da ging die Angst bei vielen um, die die Fernsehbilder von 1968 (Prager Frühling) vor Augen hatten.

matze-valentin

"Die Bürger hatten selber keine Waffen, die Forderung "keine Gewalt" konnten nur die MfS-Leute durchsetzen. Ohne den Respekt für diese Menschen gibt es keine Einheit der Deutschen!"

Man braucht keine Feuerwaffen, um gewaltsam zu sein, insofern galt die Forderung "keine Gewalt" schon für beide Seiten.

Aber Sie haben Recht: Es muss gewürdigt werden, dass nicht geschossen wurde.

Der DDR-Bürgerrechtler und spätere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat beide Seiten mit einem Satz auf den Punkt gebracht: "Die haben nicht geschossen, und wir haben nicht gehenkt."

Ich war damals noch SED-Mitglied, war aber, wie viele andere junge, desillusionierte "Genossen" mit auf der Strasse. Das Angstgefühl "Was, wenn jetzt einer von uns Steine wirft" oder "was wenn jetzt einer von denen schiesst" werde ich nie vergessen. Gerade deswegen war ich am 10 November einer von denen, die den Grenzern Blumen vorbeigebracht haben.

Auf den friedlichen Verlauf der ganzen Wende bin ich heute noch stolz.

@ Odi.14

"Chancen für eine demokratische Umgestaltung wurden vertan, sind und waren offensichtlich nicht gewollt."

Da gebe ich Ihnen Recht. Viele von uns hatten damals Träume von einem paktfreien, demilitarisierten, umweltfreundlichen demokratisch vereinten Deutschand. Allerdings fanden wir schnell heraus, dass wir in der Minderheit waren. Ich kann's der Mehrheit nicht verdenken, dass sie genug von Experimenten hatte und einfach nur so leben wollte, wie die Leute im Westen, aber schade ist es schon.

21:03 von Anna-Elisabeth

@ 20:44 von Sausevind@15:02 von Kessl

"GORBATSCHOW war das Wunder."

Danke! Endlich fällt der Name, den ich hier schon so schmerzlich vermisst hatte.

"Diese hätten Problemlos die Aufstände in der DDR niedermähen können und die Unabhängigkeit der baltischen Staaten. Haben sie aber nicht, sie waren besonnen und zurückhaltend."

Ja, da ging die Angst bei vielen um, die die Fernsehbilder von 1968 (Prager Frühling) vor Augen hatten.
////
*
*
Besonnen, wie Margot noch kurz vor Ihrem Tod, mit westdeutscher Rente alimentiert, den Flüchtlingen an der Mauer die Mitschuld gab.
*
Was sagen die, welche noch Monate davor die DDR noch anerkennen wollten?
*
Die taktieren auch Heute wieder.

@18:12 von schabernack

"Sind noch mehr geringere Unterschiede.
Weniger eklatante als diese beiden fundamental grundlegenden …"

Fundamental gab es in Bezug auf die beiden Parteien zu Grunde liegende Ideologie keinen Unterschied. In beiden Fällen basierte der Staat auf einem Rechtssystem, welches aus diesen Ideologien abgeleitet war, ein Menschen verachtendes System. Und genau das ist das Entscheidende!

@20:56 von schiebaer45

"Die Einheit im Herzen
wird wohl noch lange dauern. Wer die 40 Jahre als Bürger der DDR erlebt hat,der hat auch eine eigene Persönlichkeit Prägung erlebt. Ich sehe das an meinen Verwandten aus Jena und Lutherstadt Wittenberg denn es war nicht alles schlecht dort und das vergisst man nicht."

Vermutlich haben Sie da (leider) Recht. Auch der Vorwurf des "Besser-Wessi", der mich durchaus auch nervt, ist nicht ganz unbegründet. Was wir Westdeutsche gerne vergessen, dass wir einfach nur Glück gehabt haben, westlich der Mauer leben zu dürfen. Eben Schicksal - keine persönliche Leistung.

Gruß
A-E

21:20 von Anna-Elisabeth

"" Was wir Westdeutsche gerne vergessen, dass wir einfach nur Glück gehabt haben, westlich der Mauer leben zu dürfen. Eben Schicksal - keine persönliche Leistung.""
#
Genau so ist es ! Gruß zurück

andererseits

Der von Ihnen infrage gestellte Begriff "Volk" ist doch eindeutig definiert - und m.W. sogar gesetzlich geschützt. Lassen wir es doch ganz schlicht und einfach dabei, auch wenn Sie der Meinung sind, daß Ihnen mißliebige "Rechte" diesen Begriff okkupieren. Es steht doch jedem Menschen frei, sich zu diesem "Volk" zu bekennen - oder auch nicht. Offenbar haben Sie damit ein Problem

21:03 von Anna-Elisabeth

"Ja, da ging die Angst bei vielen um, die die Fernsehbilder von 1968 (Prager Frühling) vor Augen hatten."

Und ich habe die Bilder vom 17. Juni 1953 vor Augen, wo ich als Kind mit auf der Straße war
und die nicht abbrechende Reihe von sowjetischen Panzer sah.

Ich kam von der Schule, musste eigentlich die Straße überqueren, kam aber nicht rüber, weil es zwischen den rollenden Sowjet-Panzern keinen Platz zum Rüberhuschen gab.

Ich sah, wie ein Mann aus einem Gulli gezerrt wurde - der sich da wohl verstecken wollte - und in hohem Bogen hinten in einen offenen Lastwagen auf den nackten Bretterboden ungeschützt geknallt wurde.

Obwohl es bei diesem Aufstand wohl nicht sehr viele Tote gab, kann ich diesen Mann mit den aufgerissenen Augen nicht vergessen.
DAS war die DDR.
Bis eben Gorbi kam.

20:42 von Anna-Elisabeth

Umfragen zufolge fühlen sich immerhin 2/3 der Bundesbürger "in eine Ecke gestellt", sobald man sich auch nur ansatzweise kritisch zur Flüchtlingspolitik äußert.

Wo haben Sie denn diese Zahl her ?
Es würde mich sehr wundern, wenn dem so wäre.
Und dass man für `Kritik´ an der Flüchtlingspolitik in AfD-Nähe gerückt wird, ist sogar definitiv nicht so.

17:29 von Korell

NSDAP und SED , da ist für mich kein Unterschied!
.
wenn es denn so ist
wundert nicht dass viele AfD und NSDAP gleichsetzen

also ein klein wenig zu Differenzen wäre nicht schlecht

@21:08 von Sasquatch

"Auf den friedlichen Verlauf der ganzen Wende bin ich heute noch stolz."

Mit Recht. Das mit den Blumen für die Grenzsoldaten rührt mich.

Vielleicht bin ich etwas

Vielleicht bin ich etwas einfach "gestrickt", doch ich hatte die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung n i e aufgegeben. Und nein: Irgendwelche Vorteile waren damit für mich nicht verbunden. Mir schien diese Teilung widernatürlich und daher zu revidieren ! Die Nachricht von der Grenzöffnung kam in den Abendstunden - denn ich habe meine Kinder aus den Betten vor die Glotze geholt mit dem Kommentar "jetzt wird Geschichte geschrieben!" Und ich freue mich auch heute noch darüber !

15:19 von Barbarossa 2

«Viele DDR- Bürger hatten von der Demokratie andere Vorstellungen.»

Die weit überwiegende Mehrheit der Bürger in der Ex-DDR hatte Vorstellungen von einer Demokratie als Staatsform, die sie aus eigener Erfahrung gar nicht kannten.

Die sie gar nicht kennen konnten. Woher auch …?
Ist ihnen nicht im geringsten zum Vorwurf zu machen.

Die zur Zeit der Vereinigung Ex-BRD + Ex-DDR in der DDR amtierende Regierung (nach freien Wahlen) stimmte dem Einigungsvertrag in der Art zu, wie er geschlossen wurde.

Weder im Westen, noch im Osten konnte man 1990 absehen, wie sich ein vereintes DEU im Detail entwickeln würde. Nicht in der Politik, nicht in der Wirtschaft.

"Als Wessi" sage ich nicht:

"Sollen die Ossis doch endlich aufhören, permanent rum zu maulen.
Sie haben es doch so gewollt !"

Nein - haben sie in der Mehrheit wohl nicht.
Konnten sie auch nicht wissen, was "alles" auf sie zukommt.

Aber Demokratie ist auch "kein Ossi-Wunschkonzert".
Bei dem immer nur Wessis falsche Töne spielen …

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