Ihre Meinung zu: 30 Jahre Wende: Schmerzlicher Blick in eigene Vergangenheit

8. November 2019 - 10:59 Uhr

Drei Jahrzehnte nach der Wende macht sich die ehemalige Lehrerin Sabine Stoof an die Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Sie glaubte an das DDR-System und gibt sich Mitschuld am langen Bestehen des Regimes. Von Birgit Wärnke.

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Kommentare

Ein sehr guter Bericht

Er zeigt was viele glaube ich gar nicht im Blick haben.

Das es Menschen gab, die an das System glaubten, ohne Täter zu sein. Denen alles was sie für Selbstverständlich hielten wegbrach. Denen schmerzlich bewusst werden, dass der Staat den sie für gut und gerecht hielten in Wirklichkeit eine Diktatur und Unrechtsstaat war.

Ich will mir gar nicht vorstellen was das bei einem Menschen anrichtet.

Von dieser Vergangenheit

sind viele DDR Bürger betroffen die dem System sehr nahe standen. Das muss erst einmal jeder für sich aufarbeiten.

11:14 von Deeskalator

die an das System glaubten,
.
toller Film in der ARD
.
2 junge Menschen lernen sich gegen Ende der DDR kennen
er Leutnant , überzeugt von der Politik seines Landes, die junge Frau eher unpolitisch,
möchte einfach nur leben ...
das übliche Auf und Ab einer beginnenden Beziehung/Liebe/Partnerschaft
dann die ersten Unruhen
er wird in eine Kaserne "interniert" die übliche Indoktrinierung wie in jedem Staat üblich sie macht an den Demos mit
Dann rücken die Truppen vollmunitioniert aus,
sein Gedanke, was mache ich wenn der Befehl kommt und meine Freundin ist dabei,

ihr Gedanke was tun wenn die Soldaten den Befehl bekommen - wird er auf mich schießen
... es kam ja anders
die beiden fallen sich im Schlafzimmer in die Armee ... das Licht geht aus
gut 20 Jahre später
Frühstück er sie und die Folgen dieser Nacht eine 20 Jährige die ganz interessiert nen Beitrag über die DDR
schaut ihre Eltern fassungslos an
"wie konntet ihr in so nem Unrechtstaat leben" ?
die Eltern ebenso fassungslo

Mutiger Rückblick

Diktaturen jeglicher Couleur betrügen ihre Menschen um die Wahrheit...sie wollen, daß die Menschen für sie funktionieren. Das Diktatorische wird umgedeutet in "sie dient dem Menschen und ist gut für ihn" ...in Wahrheit werden die Menschen, um ihre Freiheit betrogen. Sie dürfen nicht hinter den Kulissen der Diktatur schauen...daher wird ein Netz der Lügen und Beschönigung für sie inszeniert. So war es auch für diese Lehrerin...als sie die Wahrheit des DDR Systems erkennen mußte. Nicht nur in der DDR, so ist es heute auch in Russland und China...die "Wirklichkeit" wird konstruiert, doch sie ist nicht die Wirklichkeit. Diktaturen gewähren ihren Menschen nur die "kleine Freiheit"...solche Scheinwelten sind immer kafkaesk!

Sie glaubte an das DDR-System

vielleicht sollte sich darüber jeder Gedanken machen
wenn er faul und gesättigt auf dem Sofa liegt und philosophische Gedanken nachhängt
was seine Eltern und Großeltern getan haben
vielleicht lohnt sich die Überlegung wie man über sein Tun in der Zukunft beurteilt wird ....

Jeder, der ehrlich und bereit ist dazuzulernen verdient Respekt

"(...) macht sich die ehemalige Lehrerin Sabine Stoof an die Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Sie glaubte an das DDR-System und gibt sich Mitschuld am langen Bestehen des Regimes“

Frau Stoofs Wille, sich mit ihrer eigenen Geschichte schonungslos auseinanderzusetzen und dabei dazuzulernen verdient Anerkennung und Respekt.

Zu ihrer „Entschuldigung“ (wenn man denn unbedingt von Schuld sprechen will) muss man ihr zugestehen, dass sie unter dem damaligen System de facto keine wirkliche Entscheidungsfreiheit hatte. Ganz abgesehen davon, dass sie ihre heutigen Erkenntnisse damals noch nicht hatte bzw. nicht haben konnte.

„Stoof war Trägerin des Systems, stand auf der Seite der Macht. "Du konntest in der DDR kein Individuum sein". Und: "Jeder war Teil der Gemeinschaft"

Wie alle totalitären Systeme beruhte auch das der DDR auf einer äußerst perfiden Strategie: Man hat das menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit ausgenutzt, um eigene Machtinteressen zu "bedienen".

rer Truman Welt

Fr. Stoof sollte sich nun auch nicht zu viel Verantwortung auflasten. Überzeugter gewesen zu sein, der einsieht, dass es falsch war ist allemal besser als all die Mitläufer, die in Deckung geblieben sind, sich für nichts schuldig fühlen und dem System heute hinterher trauern und voller Hass sind. Über all diese Millionen ehemaliger Mitbürger steht Frau Stoof m. M. nach moralisch weit darüber.
Es sind nicht die "Kleinen", die überzeugt waren und aufrichtig den Idealen des Systems folgten, jedoch die Realität nicht sahen oder auch verleugneten. Nein, es ist die viel größere Zahl der Mitläufer, die sich verleumden und andere verleumden, anschwärzen, verraten, die hetzen und hassen und allenfalls im MOB in Erscheinung treten. Das, ja das sind die wirklich Schuldigen, die über lange Zeit alles mitgetragen haben, und die sich heute überhaupt keiner Schuld bewußt sind (oder besser: werden wollen) und sich als Opfer des oder der Systeme fühlen und zeigen. An Frau Stoof - mein Respekt!

Lehrer/Beamte in Ost und West

"Wer sich gegen den Staat und seine Organisationen gestellt hat, der ist als Lehrer herausgeflogen".
Das war so in der DDR.
Zur Erinnerung: Auch in der Bundesrepublik wird von Beamten "Verfassungstreue" verlangt, und es wurden Lehrer, Postboten, Lokführer... entlassen, weil sie Kommunisten waren. Das nennt man "wehrhafte Demokratie".

Am 08. November 2019 um 12:22 von Meinung zu unse...

"Es sind nicht die "Kleinen", die überzeugt waren und aufrichtig den Idealen des Systems folgten, jedoch die Realität nicht sahen oder auch verleugneten. Nein, es ist die viel größere Zahl der Mitläufer, die sich verleumden und andere verleumden, anschwärzen, verraten, die hetzen und hassen und allenfalls im MOB in Erscheinung treten."
#
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Ihr Kommentar hat mit dem Artikel nichts zu tun. Frau Stoof ist keine "Kleine" überzeugte gewesen, sondern durch Ihre Tätigkeit als Lehrerin ein teil des Systems. Sie war eine aktive Mitläuferin, sonst wäre Sie aus dem Lehramt entfernt worden, das beschreibt Sie auch. Sie wird auch nicht wissen, wie oft Ihr Fragen über Kollegen oder Freunde gestellt wurden und diese in Akten der Stasi Einzug gefunden haben.
Die ganze Staatsführung der DDR war ein einziger Mob, und Frau Stoff gibt offen zu, ich habe dazu gehört.

11:40, Sisyphos3

>>er wird in eine Kaserne "interniert" die übliche Indoktrinierung wie in jedem Staat üblich<<

Wie in jedem Staat üblich?

Überall gleich?

DDR und BRD, eine Soße?

Ich weiß, das ist die Erzählung der AfD.

Aber glauben Sie das wirklich?

Nachdenken "und" beobachten

Jeder sollte natürlich über das Land, in dem er lebt und arbeitet nachdenken, aber auch stets beobachten, wie er seine Freiheit gestalten kann. Dazu gehört auch, wachsam zu sein, gegen Verführung, Propaganda und Lügen. Gerade in den sozialen Medien und der öffentlichen Kommunikation werden "Wirklichkeiten" bewußt konstruiert, um Meinungen und Wertsetzungen zu manipulieren. Tiefergehende Bildung, Offenheit, Extension der Wahrnehmung und reifes Verhalten schützt am besten vor den "Verlockungen der Rattenfänger".

11:44, Sisyphos3

>>Sie glaubte an das DDR-System
vielleicht sollte sich darüber jeder Gedanken machen
wenn er faul und gesättigt auf dem Sofa liegt und philosophische Gedanken nachhängt
was seine Eltern und Großeltern getan haben
vielleicht lohnt sich die Überlegung wie man über sein Tun in der Zukunft beurteilt wird.<<

Es soll Menschen geben, die an Werte glauben.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz, Humanität.

Sehr alte Werte.

Auch zur Nazizeit wurde von Vielen an sie geglaubt. Was man dann im täglichen Leben machen musste, um zu überleben, ist eine andere Sache. Da kann ein jeder in seiner Familiengeschichte forschen und wird da sehr, sehr unterschiedliche Methoden finden, mit dem staatlichen Druck umzugehen.

Wer sich keine philosophischen Gedanken macht uns auf einen moralischen Kompass pfeift, hat es in autoritären Zwangssystemen immer leichter.

Insofern ist niemand faul, der sich, ob satt auf dem Sofa liegend oder sonst wo, solche Gedanken macht.

Es ist nicht so einfach erklärt, wie einige es gern hätten

Die Frage, ob sie sich unglücklich macht, wenn sie zusätzliches Wissen erlangt, ist eine rein menschliche, die an die Schwäche des Menschen geht.
Es ist aber das gleiche Wegsehen, wie zu ihren Dienstzeiten in der DDR; ein Wegsehen, um die Folgen nicht erleben und erkennen zu müssen, meine ich.

Es tut weh, wenn man erfahren muss, dass ggf einem nahe Stehende zur Bespitzelung bereit waren. Weil es so viele waren, wurde erst die DDR möglich; sie zerfiel, als eine große Menge sich gegen diese Lebenslügen stellte.
Wenn man sich die Frage stellt, ob ein früheres Aufbegehren auch einen früheren Fall der Mauer nach sich getragen hätte, könnte man es mit ja beantworten, aber nur, wenn man den Zirkel ganz eng steckt.
Tatsächlich mussten viele Faktoren zusammenpassen, um den Sturz zu ermöglichen. Die Schwäche der SU war eine Grundvoraussetzung für den Fall der Mauer.
Hätte es diese nicht gegeben, würde die Mauer heute noch stehen, weil die Aufbegehrenden keine Chance gehabt hätten.

Irgendwie schwer zu glauben

dass welche erst nach der Wende gemerkt haben, dass sie in einem repressiven, autoritären System gelebt haben.

Mitschuld

Waren die den überhaupt darüber in Kenntnis gesetzt, das das damalige System belogen und betrogen hat wo es nur geht oder wurde alles heimlich im Hintergrund absolviert, dann müsste man keine Mitschuld fühlen, da man nichts davon wusste.

Ich verstehe das nicht

>>Heute - 30 Jahre nach dem Mauerfall - gesteht sich die ehemalige Lehrerin ein, sie trage mit dafür Verantwortung, dass die DDR so lange existieren konnte. "Ich habe zu meinen Schülern immer gesagt, geht euren eigenen Weg, seid individuell. Das ging aber in einer Diktatur nicht. Das ist meine Schuld. Ich habe ihnen eine Aufgabe gegeben, die sie nicht erfüllen konnten."<<

Deswegen macht sie sich Vorwürfe?

Das verstehe ich nicht.

Sie hat doch offensichtlich ihren Schülern fast schon subversive Ratschläge gegeben. Sie ermutigt, ihre Individualität nicht auslöschen zu lassen.

Also das Gegenteil von "Unterwerft euch! Seid gehorsam!".

Ich finde, Frau Stoof verdient dafür Hochachtung.

@11:44 von Sisyphos3

Versuchen sie gerade Ausreden zu finden wenn Kinder ihre Eltern und Großeltern fragen wie Diktaturen funktionieren und warum die Eltern und Großeltern dagegen nicht unternommen haben?

Wer sein(e) Kind(er) hilft zu kritischen und mündigen Menschen zu werden kann sich diesen Fragen gelassen stellen.

Das erleben wir heute wieder wenn Menschen gegen die untätige Politik protestieren weil sie nichts gegen den menschgemachten Klimawandel unternimmt oder, um beim Thema zu bleiben, nichts gegen die zunehmende Verrohung der Gesellschaft durch Rechtsextreme unternimmt, die schon wieder in deutschen Parlamenten sitzen.

Wenn völkisch-nationale Rechtsextreme bis zu 20 % Wähler finden, dann sollten wir uns JETZT fragen was wir dagegen unternehmen müssen, damit uns unsere Kinder und Enkel nicht fragen müssen warum wir dagegen nicht unternommen haben.

Wenn Menschen ihren Kommentar

Wenn Menschen ihren Kommentar über die DDR abgeben , welche nie für einen Tag dort gelebt haben , dann verfalle ich in einen Lachkrampf. Hier wird was von Diktatur,Unrechtsstaat,uvm. erzählt und viele Wendehälse sind auf den Festveranstaltungen zu sehen , die noch bis zur Wende das Banner der DDR hochgehalten haben und die noch Glückwünsche den Oberen ausgesprochen haben. Ich kann diese Jubelfeiern nicht ertragen , denn meine Familie und ich haben bis zur Wende seit 1986 ganz andere Sorgen gehabt , da ich auch meinen Job als Arbeitsgruppenleiter wegen politischer Differenzen mit meinem Vorgesetzten verloren hatte. Dieser Mann hatte sich sofort gewendet und will heute von der DDR nichts mehr wissen. Ich habe in der DDR studiert ,mir ging es finanziell nicht schlecht , aber ich hatte meine Meinung vertreten , was widerum Andere nicht getan haben und heute sich als Systemkritiker hinstellen. Auch dem jetzigen System kann ich nicht eine Lobeshymne singen , denn es ist auch krank .

@12:00 von Nettie

"Frau Stoofs Wille, sich mit ihrer eigenen Geschichte schonungslos auseinanderzusetzen und dabei dazuzulernen verdient Anerkennung und Respekt. [...] Wie alle totalitären Systeme beruhte auch das der DDR auf einer äußerst perfiden Strategie: Man hat das menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit ausgenutzt, um eigene Machtinteressen zu "bedienen"."

Ich schließe mich Ihren Worten an, danke.

An dieser Stelle ein Dank an meine Lehrer in der DDR!

Ich habe eine andere Sicht auf diese Zeit in der DDR als Frau Stoof!
Auch ich habe eine Polytechnische Oberschule besucht - dort haben alle Schüler gemeinsam bis zur 8. (später 10.) Klasse gelernt. Wir bzw. unsere Eltern mußten nicht schon mit der 5. Klasse entscheiden, ob es zum Studium oder in den Beruf geht. Ich konnte in der Freizeit an 4 Tagen in der Woche unter Anleitung von ausgebildeten Trainern Sport treiben, hatte sogar die Möglichkeit, an einer Sportschule zu trainieren. Als ich kein Olympiakader wurde ließ man mich nicht fallen - ich legte wieder mit Hilfe engagierter Lehrer mein Abitur ab und konnte nach dem Grundwehrdienst studieren. Nie(!) habe ich mir den Mund verbieten lassen - denn das habe ich aus meinem Elternhaus und in der Schule so gelehrt bekommen. Dafür mein Dank - an dieser Stelle - allen Lehrern, die aus uns Kindern "sozialistische Persönlichkeiten" machen wollten. Duckmäusertum, Standesdünkel oder Nationalismus gehörten eindeutig nicht zu unseren Werten...!

Die Stoofs

Wie viele Stoofs gehen mit ihrer Vergangenheit so um? Natürlich haben die meisten Lehrer ihre Schüler manipuliert. Es wird Ausnahmen gegeben haben. Im Schuldienst hatten sie es sicherlich nicht leicht.
Wo sind die Parteisekretäre der VEB untergekommen? Was ist aus den LPG-Vorsitzenden geworden? Wie stehen sie zu ihrer Vergangenheit? Manche schafften die Wende problemlos. Jetzt sitzen sie als Unternehmer fest im Sattel. Sie sind geachtet in der neuen Gesellschaft und schafften es bis zum Ehrenbürger ihrer Stadt.

@fathaland slim

Für mich ist weder der Sozialismus was, da es nicht sein kann, das alle gleiches bekommen, da jeder anderes leistet, weder noch der Kapitalismus, wo allein nur das Geld wichtig ist und regiert. Gerechte Demokratie ist am besten.

@karwandler

Vielleicht haben auch viele nicht wirklich eine andere Wahl gehabt, um über die Runden zu kommen in so einem System.

13:19, tagesschlau2012

>>Frau Stoof ist keine "Kleine" überzeugte gewesen, sondern durch Ihre Tätigkeit als Lehrerin ein teil des Systems. <<

Jeder Mensch ist Teil des Systems, in dem er lebt. Anders geht es gar nicht. Jeder an seinem Platz. Frau Stoof eben als Lehrerin.

Das hat mit klein oder Groß nichts zu tun.

Aber schon interessant, daß Sie Lehrerinnen zu den "Großen" eines Systems, also das, was man in rechten Kreisen "Elite" nennt, zählen.

Ich versuche nach wie vor, diesen Elitebegriff zu verstehen.

13:50, Hackonya2

>>Mitschuld
Waren die den überhaupt darüber in Kenntnis gesetzt, das das damalige System belogen und betrogen hat wo es nur geht oder wurde alles heimlich im Hintergrund absolviert, dann müsste man keine Mitschuld fühlen, da man nichts davon wusste.<<

Daß das System DDR dem eigenen Anspruch, der sich aus der Tradition des Humanismus und der Aufklärung ableitete, vorsichtig ausgedrückt nicht genügte, das konnte jeder erkennen, der seine Augen nicht ganz, ganz fest zumachte.

Ich hatte als in der DDR auftretender Musiker in den 80ern Kontakt zu zahlreichen Mitgliedern der mittleren Parteiebene. Jeder, mit dem ich damals sprach, war sich der Lebenslügen des Systems bewusst.

Meine Stasiakte würde mich auch mal interessieren. Uns wurden ja, als Westlern, Aufpasser an die Seite gestellt. Mit denen ich durchaus interessante Gespräche, auch über Marx und Sozialismus, geführt habe.

Es sind solche Lebenswege, die eben eins klarmachen:

Vieles, was der DDR solchen Auftrieb gab, war der Gedanke "Nie wieder Nazis!". Und das ist ein wichtiger Gedanke. Ein rundum löblicher Gedanke. Und leider auch ein Gedanke, mit dem sich sehr viel Mist anstellen lässt.
So wurde Westdeutschland als uneingeschränkter Nazihimmel dargestellt (was leider weniger falsch war, als uns allen lieb sein kann), während es in der DDR sowas natürlich nicht gab, denn die Partei sagte es, und im Sozialismus gibt es etwa das rein zerfallskapitalistische Phänomen des Antisemitismus nicht.
Vorsicht, kann Spuren von Ironie enthalten. Tatsächlich konnte man vom MfS ebenso Ärger dafür bekommen, darauf hinzuweisen, dass es hier quasi "hausgemachte" Nazis gab, wie dafür, selbst der NS-ideologie anzuhängen.
Und in diesem Durcheinander zwischen ehrlichem Aufbruchsgefühl, dem tief empfundenen Willen zur Besserung, der Liebe zur neu erfundenen, besseren Heimat - und dem Willen zum Wegsehen, dem sich-etwas-Einreden, dem Verdrängen - da muss man die DDR verorten.

@fathaland slim

Die Großen sind nur die, welche Auswirkungen auf die Handlungen und Vorgehen des System haben konnten, also bestimmen oder mitbestimmen. Die Frau als Lehrerin war da eher ein kleines Lichtlein, welche allerdings von der ideologischen Idee verblendet war, was es ja heute immer noch gibt. Es spielt natürlich auch eine große Rolle, was ideologisch vorgegeben wird und was aber wirklich getätigt wird. Sie wusste ja nichts davon das gar Sie bespitzelt wurde. Wurde eigentlich jemand überhaupt dafür bestraft, der wirklich für dieses System mit seinen ganzen abscheulichen Schickanen verantwortlich ist? Mir ist da nichts bekannt.

Nichts wissen

@13:50 von Hackonya2
Das ist ja gerade das Schlimme, daß diktatorische Systeme die Menschen im unklaren lassen, über ihre Manipulationen und Lügen. Dennoch gehört zum Basiswissen, daß es eine anthropologische Konstante ist, daß Menschen nicht nur gut sind, sondern auch zur Lüge, Täuschung und Ausbeutung fähig sind...und das war der ganze Staatshintergrund in der DDR. Wenn man es direkt sagen darf, die DDR war ein "großes Gefängnis mit Gefängniswärtern", die noch der Auffassung waren, das ihre Arbeit rechtens war...man nannte es dort: das notwendige Opfer, um den Sozialismus zu verwirklichen. Trotzdem bestand die Möglichkeit, sich auch anderer Quellen u.a. der Literatur, Bildung und Wissenschaft zu bedienen. Wer nur einfach der Propaganda der SED vom bösen kapitalistischen Westen glaubte, blieb natürlich gefangen in seinem eigenen Gedankensystem.

Tatsachen vs Mythen & Vorurteile

(14:13 Doktor Alban)

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag.

Prophetische Worte

Ein paar Sätze von Dr. Gustav Slekow aus dem Jahre 1930:

"Gewissensfreiheit ist eines der wesentlichen Güter des freien Mannes [Gender zeittypisch, heute würde man "Mann" durch "Mensch" ersetzen], Gewissenszwang entwürdigt ihn zum geistigen Heloten; aber auch durch demokratische Mehrheiten zur gesetzlichen Verbindlichkeit erhobene Normen haben ihre Grenzen am inneren Rechte der Persönlichkeit, an der Überzeugung des Mannes. Wird die Norm einer organisierten Gemeinschaft zum Gewissenszwang, so bleibt nur die eine Lösung des heraufbeschworenen Konfliktes: Die - wenn auch durch demokratische Mehrheit - zwingende Gemeinschaft zu verlassen."

Über diese Worte lohnt es sich, nicht nur im vorliegenden Zusammenhang, nachzudenken.

@fathaland slim

Das wundert mich nun wirklich nicht, das ein Linker (was Sie ja selber von sich bereits schrieben) interessante Unterhaltung damals in der DDR bezüglich Marx und Sozialismus hatte. Für mich ist das eine Traumwelt, welche nicht anwendbar auf das Leben ist: Jeder leistet anders, da ist es nicht gerecht, das jeder das Gleiche hat. Wiederum ist es hier in D auch nicht unbedingt gerecht, wo jeder weiß das Person XY nicht soviel leistet soviel wie er am Ende als Lohn bekommt. Da kommen wir wieder zu meiner meiner Meinung:
Sozialismus ist nichts für mich und Kapitalismus auch nicht. Es ist gut das es ein Mindestlohn gibt, um dem totalem ausbeuten entgegenzuwirken, aber es muss auch ein Maximallohn eingeführt werden, damit welche nicht zu unrecht bereichert werden können, da festeht das ein Mensch nicht mehr als das Maximale leisten kann, da kein Superman.

14:43 von fathaland slim

«Ich hatte als in der DDR auftretender Musiker in den 80ern Kontakt zu zahlreichen Mitgliedern der mittleren Parteiebene. Jeder, mit dem ich damals sprach, war sich der Lebenslügen des Systems bewusst.»

Sehr interessant.

Ich bekam nie eine Einreiserlaubnis in die Ex-DDR.
Da der Mann meiner leiblichen Tante in der Ex-DDR Mitglied der Stasi war.
Wie ich nach 1989 erfuhr, "recht hoch im Rang".
Und 2 meiner 4 Cousins / Cousinen waren auch bei den Gummiohren.
Wie sich dann auch für mich ersichtlich herausstellte.

Waren Sie bei Ihren musikalischen Auftritten stets frei + ungehindert, aus Ihrem Repertoire das zu spielen, was Sie selbst wollten? Oder mussten Sie sich da gewissen vorgegebenen Restriktionen bzgl. Texten / Musikrichtungen unterwerfen?

Wolfgang Niedecken lehnte ja mit BAP einst aus diesen Gründen einen Auftritt in der Ex-DDR ab. Haben Sie so etwas auch mal getan (tun müssen)? Auch wenn "Ihre Art der Musik" nicht mit der von BAP "so richtig" vergleichbar ist …

14:49, Kurt von Hammerstein

>>Tatsächlich konnte man vom MfS ebenso Ärger dafür bekommen, darauf hinzuweisen, dass es hier quasi "hausgemachte" Nazis gab, wie dafür, selbst der NS-ideologie anzuhängen.<<

Es war noch viel schlimmer.

Die offiziell totgeschwiegene Neonaziszene der DDR, die es nichtsdestotrotz gab, wurde vom MfS durchaus wohlwollend toleriert. Ich habe diese Denkmuster in der DDR der 80er selbst erleben "dürfen", die Leute nahmen entgegen anders lautenden Behauptungen ja kein Blatt vor den Mund. Ich war damals ziemlich erschrocken, damit hatte ich als "Wessi" nicht gerechnet. Die Wahlergebnisse, früher der NPD, heute der AfD in der ehemaligen DDR haben mich deshalb nie überrascht.

15:02, Hackonya2

Sie haben nur ein sehr, sehr oberflächliches Verständnis von den Ideen des Sozialismus. Ich empfehle, sich mit der Geschichte der Arbeiterbewegung vor dem Hintergrund des humanistischen Menschenbildes zu beschäftigen.

Anfangen könnten Sie beispielsweise mit den Parteiprogrammen der Sozialdemokratie aus der Kaiser- und der Weimarer Zeit.

Wenn Sie Lust haben.

Niemand wird Sie zwingen, tiefer nachzudenken, es kann aber Spaß machen.

@Sozialismus ist nichts für mich ... 15:02 von Hackonya2

"und Kapitalismus auch nicht" zu @@fathaland slim

Ich könnte ja philosophisch antworten:
'aber religiöser Zeitgenosse: ein Drittes gibt es nicht.'
oder um es mit Charly M. zu sagen, der mir gerade seine Erkenntnis gerade übermittelt:
Auch wer zu früh kommt, wie ich hier von oben leider sehen muss, den bestraft das Leben

Soviel zu den letzten Zuckungen eines Spätkapitalismus,
der nicht nur unsere Natur (Gemeinsinn) zu vernichten droht,
sondern auch sie in Gänze selbst.

15:09, schabernack

>>Waren Sie bei Ihren musikalischen Auftritten stets frei + ungehindert, aus Ihrem Repertoire das zu spielen, was Sie selbst wollten? Oder mussten Sie sich da gewissen vorgegebenen Restriktionen bzgl. Texten / Musikrichtungen unterwerfen?

Wolfgang Niedecken lehnte ja mit BAP einst aus diesen Gründen einen Auftritt in der Ex-DDR ab. Haben Sie so etwas auch mal getan (tun müssen)? Auch wenn "Ihre Art der Musik" nicht mit der von BAP "so richtig" vergleichbar ist …<<

Nee, war sie nicht. Wir sangen ja auf englisch und spielten Blues, was in der DDR, durchaus zu Recht, als Musik Unterdrückter aus den USA verstanden wurde.

Mein Freund Eb Davis, Bluessänger in Berlin und, wie vor kurzem öffentlich wurde, Geheimdienstoffizier der US-Army, erzählte mir einmal eine bizarre Geschichte: er trat in den 70ern als US-"Offizieller" vor russischen Soldaten in Leipzig auf. Neben ihm auf der Bühne stand eine Dame, die jedes Wort, das er sang, simultan übersetzte.

Da wär ich gern beigewesen.

@15:02 von Hackonya2

Da sie den rechts/links Reigen eröffnet haben möchte ich ihnen auf ihren Vorwurf antworten.

Die extrem Rechten von heute sind nicht selten die größten Ostalgiker und die schärfsten Kritiker von Unrechtsregimes wie in der DDR damals wie heute "Linke".

Es gibt keine einheitliche "Linke", falls sie das noch nicht mitbekommen haben.

@Hackonya2, 13:50

Waren die den überhaupt darüber in Kenntnis gesetzt, das das damalige System belogen und betrogen hat wo es nur geht oder wurde alles heimlich im Hintergrund absolviert, dann müsste man keine Mitschuld fühlen, da man nichts davon wusste.

Ja sicher. So wie ein Teil meiner Herkunftsfamilie, meine Mutter und meine Großmutter. KZ's, Judenverfolgung, entfesselte Verfolgung von Kritikern, davon hat ja der "kleine Mann" überhaupt nichts ahnen können. Haben sie mir jedenfalls immer erzählt. Als das nicht mehr zu halten war, kam die Mär von jenen, die mitmachen "mussten", um nicht selbst Opfer zu werden. Und zuletzt: "dafür müsste man sich heute auch nicht schämen, wenn wir den Krieg nicht verloren hätten."

Mein Vater hingegen konnte von einer siebenköpfigen Familie berichten, aus der er der einzige war, der nicht von den Nazis ermordet wurde.

"Von nichts gewusst, von nichts geahnt, an nichts schuld". Glaube ich keinem mehr.

@fathaland slim, 14:59

Dass Dr. Gustav Slekow mit seinen von Ihnen zitierten Sätzen Recht hat, kann eigentlich niemand, der sie verstanden hat ernsthaft bestreiten.

Das Dilemma - damals wie heute - macht der letzte Satz ("Wird die Norm einer organisierten Gemeinschaft zum Gewissenszwang, so bleibt nur die eine Lösung des heraufbeschworenen Konfliktes: Die - wenn auch durch demokratische Mehrheit - zwingende Gemeinschaft zu verlassen") deutlich: seine Umsetzbarkeit.

Und meist ist dieses Problem nicht so offensichtlich "greifbar" wie im Falle der DDR, wo Menschen, die die zwingende Gesellschaft verlassen wollten ganz unmittelbar mit physischer Gewalt ("Schießbefehl") daran gehindert wurden. Und es reichte bekanntlich schon, den Wunsch danach zu äußern, um mit dem Ausschluss aus der Gesellschaft, dem Entzug der Bewegungsfreiheit (Gefängnis) und dem Verlust des beruflichen, gesellschaftlichen und persönlichen Umfelds schwerstens "sanktioniert" zu werden.

Deshalb hat heute niemand mehr das Recht zu gehorchen.

15:36, IchMeinJaNur

>>Die extrem Rechten von heute sind nicht selten die größten Ostalgiker und die schärfsten Kritiker von Unrechtsregimes wie in der DDR damals wie heute "Linke".

Es gibt keine einheitliche "Linke", falls sie das noch nicht mitbekommen haben.<<

Sehr schön gesagt.

Einheitlichkeit war der Linken schon immer zutiefst zuwider. Was in ihrer freiheitlich-humanistischen Tradition, die selbst bei den verblasensten Fundamentalisten ungewollt durchschlägt, begründet liegt.

Rechte sind da anders gestrickt. Von rechten Richtungskämpfen habe ich bisher wenig gehört.

15:39, frosthorn

>>"Von nichts gewusst, von nichts geahnt, an nichts schuld". Glaube ich keinem mehr.<<

Ich habe das noch nie geglaubt. Jeder, der Augen hatte zu sehen, konnte sehen.

Wenn er denn sehen wollte.

Am 08. November 2019 um 14:33 von fathaland slim

"Aber schon interessant, daß Sie Lehrerinnen zu den "Großen" eines Systems, also das, was man in rechten Kreisen "Elite" nennt, zählen."
#
#
Zwischen keine Kleine und Großen ist ein extremer unterschied.
Sie hatte durch Ihre Tätigkeit als Lehrerin die Möglichkeit die Kinder auf Parteikurs zu bringen. Das hat Sie auch gerne getan, da Sie an das System geglaubt hat.
Ein Bauarbeiter oder Schneider/in konnte nicht so aktiv in dem System mitwirken und Kinder beeinflussen.

15:56, tagesschlau2012

>>Sie hatte durch Ihre Tätigkeit als Lehrerin die Möglichkeit die Kinder auf Parteikurs zu bringen. Das hat Sie auch gerne getan, da Sie an das System geglaubt hat.
Ein Bauarbeiter oder Schneider/in konnte nicht so aktiv in dem System mitwirken und Kinder beeinflussen.<<

Jeder an seinem Platz, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Ohne Bauarbeiter und Schneider wäre das Land zusammengebrochen.

Es hätte beispielsweise keinen Palast der Republik und keine NVA-Uniformen gegeben.

Damals wars....

Als ich noch ein kleiner Junge war sagte ein erwachsener Mann zu mir:
Du musst politisch sein, aber du darfst es keinen sagen.

Mitlerweile liegt dieser Mann unter der Erde.
Aber das was er mir damals sagte ist heute noch war.

Anstatt andere wegen ihrer Meinung oder Kritik zu diffamieren sollten Auswege und Gemeinsamkeiten gesucht werden.

Nebenbei:
Langsam kommen immer mehr Wahrheiten über den Fall der Mauer raus. Ich hoffe irgendwann auch, dass die Mauer schon 1 Jahr früher hätte fallen sollen.

Einiges ist heute wieder so, leider

"Wer sich gegen den Staat und seine Organisationen gestellt hat, der ist als Lehrer herausgeflogen", sagt sie.
---
Leider sind wir heute nur all zu oft wieder an diesem Punkt angekommen.
Wer heute AfD-Mitglied ist, wird als Teil von staatl. Einrichtungen nicht als demokratischen Teil gesehen, sondern als Querling bestenfalls gemobbt, im schlimmsten Fall aber gekündigt oder drangsaliert.

@:Am 08. November 2019 um

@:Am 08. November 2019 um 14:00 von Trampelchen
Wenn Menschen ihren Kommentar...

Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
In meiner Geburtsstatt haben heute die Kinder derjenigen das sagen welche die DDR hochgehalten hatten.

Schikane kannte damals keine Grenzen.
Meine Mutter wurde in der DDR schikaniert wo es nur ginge. Warum? Mein Vater hatte mehrere Ausreiseanträge gestellt. Und da meine Oma mütterlicherseits in der SED ein hohes Tier war wurde er und vor allem meine Mutter bis zum Fall der Mauer fertig gemacht wo es nur ging.
Ein Mann sagte mir 1990 er war der letzte der meinen Vater lebend gesehen hatte.
Diese dreistigkeit lässt mich bis heute nicht los. Und was ist aus diesen Mann geworden?
Er hat ein schönes haus nicht weit entfernt von meinem Geburtsort.

Gerechtigkeit...nein!

re von fathaland slim 15:52

Aber was der in die DDR übergesiedelte Autor Ronald M. Schernikau über den 9.November und die Zeit danach sagte,daß wissen Sie schon ?

16:10, yolo

>>Wer heute AfD-Mitglied ist, wird als Teil von staatl. Einrichtungen nicht als demokratischen Teil gesehen, sondern als Querling bestenfalls gemobbt, im schlimmsten Fall aber gekündigt oder drangsaliert.<<

So wie der Nochvorsitzende des Bundestags-Justizausschusses?

@ 13:18 von Muad Er

Es besteht ein kleiner Unterschied zwischen der Anforderung nach Verfassungstreue und der nach Parteitreue ... Die DDR verlangte von allen Staatsbediensteten, dass sie vor allem der Regerung dienten und deren Erhalt. Im Westen durfte man durchaus gegen die Regierung sein, aber nicht gegen die Grundlagen der Verfassung.

16:16, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 15:52
Aber was der in die DDR übergesiedelte Autor Ronald M. Schernikau über den 9.November und die Zeit danach sagte,daß wissen Sie schon ?<<

Ja, seine Systemtreue ist bekannt. Er starb 1991. Es wäre interessant gewesen, wie seine Meinung sich entwickelt hätte, hätte er länger gelebt.

Am 08. November 2019 um 16:04 von fathaland slim

"Jeder an seinem Platz, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Ohne Bauarbeiter und Schneider wäre das Land zusammengebrochen.
Es hätte beispielsweise keinen Palast der Republik und keine NVA-Uniformen gegeben."
#
#
Und diese Arbeiter waren als Kind in der Schule und wurden "erzogen" das dieses System das beste ist.
Schon früh wurden die Menschen zu einen nicht selbstständig denkenden Masse geformt.
Die Schule war dafür sehr wichtig, es durfte nur lehren, wer 110% auf Parteikurs war.

@yolo, 16:10

Leider sind wir heute nur all zu oft wieder an diesem Punkt angekommen.
Wer heute AfD-Mitglied ist, wird als Teil von staatl. Einrichtungen nicht als demokratischen Teil gesehen, sondern als Querling bestenfalls gemobbt, im schlimmsten Fall aber gekündigt oder drangsaliert.

Die AfD ist diejenige Partei, die Portale im Internet schaltet, auf denen Lehrer angeschwärzt werden können, die sich negativ über diese Partei äußern. Ich glaube nicht, dass Sie das nicht wissen.

Es ehrt Fr. Stoof, daß sie

Es ehrt Fr. Stoof, daß sie Ihre Vergangenheit reflektiert. Sie war aber nicht nur Lehrerin, sondern auch Parteisekretärin und damit aktiver Träger des Systems. Auch ich bin viel in die DDR gereist und habe mich mit Familie und Freunden ausgetauscht, aber da war keiner naiv und hat die Realitäten nicht erkannt, selbst mein Onkel der überzeugter Kommunist war. Es gehörte schon eine ordentliche Portion Ignoranz dazu Bespitzelung, Manipulation, Repression, Unterdrückung, Vergehen gegen Menschwürde und -rechte (Mauerschussbefehl) nicht zu sehen oder zu missachten - auch nach dem 2.WK wollten Viele nichts bemerkt haben von Konzentrationslagern und Antisemitismus. Wer heute kann schon behaupten nichts von Kinderarbeit, Vertreibung, Unterdrückung, Repressionen und politische Willkür, Rassismus nichts zu bemerken?

Dran glauben oder lügen

@15:55 von fatherlan slim
Wenn die Lehrerin an die DDR-Systemideologie geglaubt hat, war sie in ihrem System "gefangen" und hat geglaubt, daß sie alles richtig gemacht hat...obwohl sie auch über den Tellerrand ihrer Ideologie hätte schauen können...das ist wie hier in den sozialen Diskussionsforen...es gibt Foristen, die glauben daran, daß sie unbedingt recht haben...es gibt welche, die wissen, daß es nicht stimmt, trotzdem dieses als "Stimme ihres Herrn" verbreiten und es gibt die, die das als Propaganda und Diversifikation entlarven und das erwidern und es gibt zuletzt auch welche, die letzteres als vergeblich ansehen.

re von fathaland slim 16:21

"Seine Systemtreue" ? Aber gegenüber der Entwicklung ab 1990 ja nicht.
Und vorher in seiner Zeit in der Bundesrepublik ja auch nicht.

Am 08. November 2019 um 14:54 von Hackonya2

"Sie wusste ja nichts davon das gar Sie bespitzelt wurde."

Jeder in der DDR, der nicht die Augen und Ohren verschlossen hatte, wusste, dass er bespitzelt wurde. Jeder wusste, dass die Stasi ihre Augen und Ohren überall hatte. Man wusste nur nicht, zu welchen Personen jene Sinnesorgane gehörten. Das erfuhr ich erst durch Einsicht in meine Stasiakte.

16:24, tagesschlau2012

>>Und diese Arbeiter waren als Kind in der Schule und wurden "erzogen" das dieses System das beste ist.
Schon früh wurden die Menschen zu einen nicht selbstständig denkenden Masse geformt.
Die Schule war dafür sehr wichtig, es durfte nur lehren, wer 110% auf Parteikurs war.<<

Die Arbeiter, die die DDR aufbauten, waren noch vom Vorgängersystem zu absoluten Systemtreue erzogen worden.

Die Lehrerin, um die es hier geht, hat ihre Schüler anders erzogen. Siehe mein Kommentar um 13:51.

Sie war offensichtlich auf jeden Fall der Idee des Sozialismus näher als die Parteilinie.

@16:10 von yolo

Die rechtsextreme AfD, ihre Sympathisanten und Anhänger in ihrer Paraderolle. Sich in der Opferrolle suhlen.

Wer Mitglied dieser "Partei" ist wird nicht deswegen gemobbt, sondern weil auffällig viele Rechtsextremisten und Neonazis diese "Partei" wählen.

Obendrein ist ihr Vergleich also nicht nur falsch, sondern auch noch eine Verunglimpfung der Opfer des DDR Regimes.

@yolo, 16:10 Uhr

Die AFD ist leider eine Partei, die sich in weiten Teilen nicht zu demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen bekennt bzw. danach handelt. Dies darf allerdings nicht zu Mobbing oder Kündigungen führen. Wer aber, wie er Vorsitzende des Rechtsausschusses im BT, immer wieder durch Hass- und Hetzkommentare auffällt, ist in einer solchen Position nicht haltbar. Er beschädigt das Ansehen unseres Landes. Hätte der Mann Rückgrat würde er zurücktreten.

Als Wessi habe ich größten Respekt vor Ossis!

Seit 1986 bis weit in die Wende habe ich als Wessi all meinen Urlaub in der DDR verbracht, dem exotischen aber auch nationalerem Teil Deutschlands. Ich habe dort die große Herzenswärme schätzen gelernt.
Nach dem 2. WK, nach dem Mißbrauch durch die Nazis, waren sehr viele Menschen - auch im Westen - der Überzeugung, dass die Zukunft der Menschheit auch wegen des Friedens im Sozialismus liegt. Und nicht wenige waren davon auch begeistert. Man hat damals die Fehlentwicklungen unter Stalin sehr wohl erkannt, aber sich auch gesagt: Da müssen wir durch.
Ja es wurde viel an die Opferbereitschaft appelliert.
Und in der Phase des Sozialismus (zum Kommunismus, zum neuen Menschen) war nun mal der Kampf auch nach innen gegen die kapitalistischen Relikte zu führen, das war aus deren Sicht nötig. Und wenn man dann vom hehren Ziel des neuen Menschen überzeugt ist, hilft man dann beim Kampf mit, hilft also der SED, dem Min f Stasi.
Wir im Westen hätten es in keiner Weise besser gemacht!!

um 16:27 von frosthorn

Die AfD ist diejenige Partei, die Portale im Internet schaltet, auf denen Lehrer angeschwärzt werden können, die sich negativ über diese Partei äußern. Ich glaube nicht, dass Sie das nicht wissen.
....
Da liegen Sie mal wieder falsch.
Es ist ein Portal, welches Schülern und Eltern ermöglicht einen Verstoß gegen das Neutralitätsgebot an Schulen zu melden, NACHDEM Beschwerden an Schulverwaltung und Schulamt, bzw. Kultusministerium nichts ändern konnten.
Das ist etwas ganz anderes, als Sie daraus zu formulieren versuchen.
Dazu gehören Antifa-Aufkleber an Schulen, SPD-Brotdosen für Schüler, Klimapolitik durch Lehrer mit Hang zu den Grünen, Mobbing von Schülern, deren Eltern AfD-Mitglieder sind, etc.
Die Liste könnte lang werden.
An unserer Schule wird Vegetarismus durch grüne Lehrer gepredigt, falsche Tatsachen zu Kurden gelehrt, zu Wahlen sogar vor AfD gewarnt. An einer neutralen Schule darf das nicht sein.

Dass Sie das alles absichtlich missverstehen wollen, ist mir klar. Unfair.

@um 16:38 von IchMeinJaNur

Obendrein ist ihr Vergleich also nicht nur falsch, sondern auch noch eine Verunglimpfung der Opfer des DDR Regimes.
....
Wo liegt der Unterschied, ob jemand systematisch in der DDR seine Arbeit verlor, oder aber im heutigen Deutschland, sofern es wegen einer politischen Oppositionsarbeit geschah oder geschieht?

Richtig. Beides ist Unrecht und beides ist totalitär, beides hat die gleichen Auswirkungen auf den Entlassenen und beides führt zu einer Ausgrenzung und Unterdrückung.
Da gibt es keine Unterschiede, nur weil die Verursacher heute anders heißen, aber selbiges erwirken.

15:55 von fathaland slim

Wenn er denn sehen wollte.
.
wären sie Widerstandskämpfer gewesen in der DDR oder im 3. Reich ?

man ist auch Kind seiner Zeit akzeptiert die Zustände als gegeben

16:36, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 16:21
"Seine Systemtreue" ? Aber gegenüber der Entwicklung ab 1990 ja nicht.
Und vorher in seiner Zeit in der Bundesrepublik ja auch nicht.<<

Es gab damals eine Schule unter Sozialisten, für die die DDR weiß und die Bundesrepublik schwarz war.

Reste dieser Schule gibt es immer noch.

Ich habe ihr nie angehört. Für mich hatte die DDR nie viel mit Sozialismus zu tun.

Was die Haltung Schernikaus zur Entwicklung nach 1990 angeht, so hat er diese etwas über ein Jahr mitbekommen. Dann starb er.

16:50, yolo

Sie zeichnen ein Zerrbild deutscher Schulen und plädieren für eine Gesinnungsdiktatur. Nennen es allerdings Neutralität. Meinungen, die Ihnen nicht passen, sind nicht neutral. Sie übersehen, daß Meinungen dies nie sind.

Sie fordern also Meinungsverbot.

16:54, Sisyphos3

>>15:55 von fathaland slim
Wenn er denn sehen wollte.
.
wären sie Widerstandskämpfer gewesen in der DDR oder im 3. Reich ?<<

Das weiß ich nicht.

>>man ist auch Kind seiner Zeit akzeptiert die Zustände als gegeben<<

Das trifft gewiss für Viele zu, aber ganz sicher nicht für Alle. Es gibt immer Menschen, die selbständig denken.

Nein, sie konnte damals nicht über Tellerrand schauen!

Denn die von Engels geprägte Idee des neuen Menschen drängt die Individualität des Menschen zurück. Und der Weg zum neuen Menschen führt nun einmal über die eine Partei, die eben immer Recht haben muss bei der praktischen Umsetzung des Sozialismus.
Nicht wenige Überzeugte haben ihre abweichende Meinung zur Parteilinie als bürgerliches Relikt in sich selbst begriffen und sind diesem so nicht gefolgt beim Aufbau des Sozialismus.
Wer also über den Tellerrand schauen wollte, mußte es erst einmal für sich schaffen, das Über-Ich beiseite zu schieben.
Welcher Mensch schafft es überhaupt, grundlegende Änderungen in seinem Leben vorzunehmen?
Also wir Menschen aus dem Westen sollten verdammt nochmal sehr, sehr dankbar sein, recht freigeistig groß werden zu können und nicht in obige Schwulitäten geraten zu sein.
Diese Dankbarkeit gebietet uns Westdeutschen deutlich mehr Emphathie für das erheblich schwierigere Leben unserer Landsleute in der DDR.
Ich verlange dies von den Wessis !!

16:53, yolo

>>Wo liegt der Unterschied, ob jemand systematisch in der DDR seine Arbeit verlor, oder aber im heutigen Deutschland, sofern es wegen einer politischen Oppositionsarbeit geschah oder geschieht?<<

Diese Frage ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden DDR-Widerständlers.

Das armes Opfer-Mimimi der AfD-Anhänger ist absolut unerträglich.

Sie sind ganz offensichtlich mit DDR-Opferbiografien nicht vertraut.

um 17:00 von fathaland slim

Sie zeichnen ein Zerrbild deutscher Schulen und plädieren für eine Gesinnungsdiktatur. Nennen es allerdings Neutralität.
....
Woher Sie das haben, entzieht sich meiner logischen Schlussfolgerungen.
Wie verquer Sie nur denken.
Ich bin für einen absolute Neutralität an Schulen und Ausbildungsstätten, egal um welche Ausrichtung es hier gehen könnte.
Punkt.
Ich hoffe, Sie verstehen so einfache Aussagesätze nun besser.
Ich bin zudem FÜR Meinungsfreiheit.
Sie darf allerdings die Meinung anderer nicht eingrenzen, also niemals Professoren an Vorträgen hindern, Schüler unter Druck setzen, wie es zu den Zeiten von fridays for futur z.B. an unserer Schule der Fall wurde.
Lehrer schlossen Toiletten ab, machten Freitags keinen Unterricht, rieten an der Teilnahme an der Demo, etc.
Das geht nicht.
Und wenn Sie das als Zerrbild abtun, haben Sie absolut keine Ahnung, wie es heute an Schulen mancherorts zugeht.
Ich weiß es aus Erfahrung u nicht durch Presse.
Ihre Absichten sind gehässiger Natur.

@Sisyphos3, 16:54

wären sie Widerstandskämpfer gewesen in der DDR oder im 3. Reich ?

In dem Post, um den es geht, schrieb ich, dass mein Vater dies war. Ebenso seine ganze Familie, die das mit dem Leben bezahlte.

man ist auch Kind seiner Zeit akzeptiert die Zustände als gegeben

"Man"?

17:03 von fathaland slim

da gebe ich ihnen mal uneingeschränkt recht !!!
solche Menschen gibt es ... aber wenige
und wer sagt dass jeder "Querdenker" im Recht ist

Beispielhafter Mut zur Wahrheit,

den ich bei vielen anderen Systemträgern seit dreißig Jahren vermisse (vorher, als ich in Ostberlin aufgewachsen bin, natürlich auch). Gerade in denjenigen Teilen der ehemaligen DDR, wo die SED-Herrschaft besonders stark war. Ich vermute, dass insbesondere die älteren Herrschaften bei "XXgida" und "AfD" und anderen Neurechten sich diesen Prozess glaubten, ersparen zu können, und ihr Aufbegehren gleichzeitig gegen "das System", die "Systempresse" und die Veränderung (projiziert auf "die Fremden") jetzt lautstark nachholen wollen. Aber die Ehrlichkeit zu sich selbst und der damit verbundene Realitätsgewinn lassen sich eben weder umgehen noch ersetzen. Also nochmal: Respekt für eine frühere "Gläubige", die jetzt mit offenen Augen lebt.

Am 08. November 2019 um 17:00 von fathaland slim

"Sie zeichnen ein Zerrbild deutscher Schulen und plädieren für eine Gesinnungsdiktatur. Nennen es allerdings Neutralität. Meinungen, die Ihnen nicht passen, sind nicht neutral. Sie übersehen, daß Meinungen dies nie sind.
Sie fordern also Meinungsverbot."
#
#
Der User yolo hat nur das „Neutralitätsgebot“ beschrieben. Nach Artikeln 3, 20 und 21 des Grundgesetzes (GG) ist er zur politischen Neutralität verpflichtet.
Was hat das mit Meinungsverbot zu tun?

re von fathaland slim 16:56

Aber seine Rede auf dem (letzten) Schriftstellerkongress der DDR im März 1990,die können Sie sich doch mal ansehen.

16:54, Sisyphos3

Der Kinderarzt meiner Mutter und enger Freund der Familie war Professor Paul Selter. Schlagen Sie den mal nach. "Mein" Kinderarzt war dann sein Sohn, Dr. Ernst Moritz Selter.

Es gibt viel zwischen Mitläufer und Widerstandskämpfer.

Hätte ich damals gelebt, in derselben Familie, ich glaube nicht, daß ich Nationalsozialist gewesen wäre. Es wurden andere Traditionen gepflegt.

16:36, Bernd Kevesligeti

Ich bin in der BRD aufgewachsen. Es wurde fast ausschließlich die Meinung vermittelt, dass in der DDR alles schlecht und in der BRD alles besser war. Wie überrascht war ich, als ich ab Mitte der 1970er Jahre regelmäßig in der DDR zu Besuch war und sah, dass die meisten Menschen dort, wie überall auf der Welt, einem ganz normalen Leben nachgehen...bescheidener, aber oft auch glücklicher als im Westen...
Will sagen: einseitiges Denken mit Scheuklappen bringt niemanden weiter, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite...

17:00 von fathaland slim

Sie fordern also Meinungsverbot.
.
in meiner Schulzeit vor 50 Jahren hatte ein Lehrer keine Meinung !
und wenn dann behielt er sie für sich !

17:06, anders

>>Denn die von Engels geprägte Idee des neuen Menschen<<

Diese Idee wurde nicht von Engels geprägt. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch die Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts. Eine zeittypisch-romantische Idee, die Schreckliches gebar. Im 20. Jahrhundert.

17:21, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 16:56
Aber seine Rede auf dem (letzten) Schriftstellerkongress der DDR im März 1990,die können Sie sich doch mal ansehen.<<

Ich kenne sie.

Seine Welt, für die er sich entschieden hatte und an die er glaubte, ging gerade unter.

Die Geschichte eines ehrlichen Mißverständnisses.

Eine Rede von großer Tragik.

08. November 2019 um 16:17 von Autograf

Der Unterschied ist wirklich sehr klein...Formaljuristisch gesehen war jemand in der DDR,der gegen die SED war, ein Verfassungsfeind, denn diese Partei war, laut DDR-Verfassung die führende Kraft des Staates...Wer sie in Frage stellte, stellte die Systemfrage, und wer das System in Frage stellt, steht nicht mehr auf der Grundlage der Verfassung. Hier galt in Ost und West die gleiche Logik der Staatsschützer.

17:22 von fathaland slim

Es gibt viel zwischen Mitläufer und Widerstandskämpfer.
.
genau auf das wollte ich raus !
und man hätte an der innerdeutschen Grenze auch daneben schießen können
... das Gewehr Ladehemmung haben
was wären die Konsequenzen gewesen ?
bestenfalls ein Verweis.... was solls

Vergleiche

@Muad Er:
"Ich bin in der BRD aufgewachsen. Es wurde fast ausschließlich die Meinung vermittelt, dass in der DDR alles schlecht und in der BRD alles besser war. "

Das waren die Vorteile.
Ich bin kein DDR-Fan aber:
In der DDR gab es eine Mindestrente von der man leben konnte.
In der DDR konnte jeder seine Miete bezahlen.
In der DDR konnte jeder seinen Strom/Gas bezahlen.

Was hat sich nicht geändert?
In der DDR dürfte man nicht kritisch sein.
In der DDR musste man der Regierung glauben und deren Meinung vertreten.

Thematische Ausrichtung

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P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@um 17:41 von Der Nachfrager

In der DDR gab es eine Mindestrente von der man leben konnte.
...
Und auch das überforderte die Kassen der DDR bis zum Zusammenbruch.
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In der DDR konnte jeder seine Miete bezahlen.
...
Und so mancher lebte dafür in Bruchbuden, die im Wiederaufbau Milliarden kosteten, weil man sie abgewirtschaftet hatte ( oder verfallen ließ)
::::::::::
In der DDR konnte jeder seinen Strom/Gas bezahlen.
....
Dafür hatte man an anderer Stelle erheblichen Rohstoffmangel zu erleiden.
::::::::::
Eine verkehrte Ostalgie finde ich gefährlich, weil sie die Zusammenhänge nicht darstellt, sondern nur subjektive Vorteile wahrnimmt, das Leid vieler aber wegdrückt.

Darstellung: