Ihre Meinung zu: Hongkong: Student stirbt nach Sturz von Parkhaus

8. November 2019 - 9:58 Uhr

Vier Tage nach seinem Sturz von einem Parkhaus ist in Hongkong ein Student gestorben. Die genauen Umstände seines Todes sind unklar. Aus Sicht der Demonstranten ist die Polizei Schuld. Von Benjamin Eyssel.

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Kommentare

Schrecken verbreiten - Chinas Strategie der Todesangst

Wie ich von persönlichen Kontakten in HongKong erfuhr, gibt es noch vielmehr ungeklärte Todesfälle in HongKong in der letzten Zeit. Eine weniger bekannte Aktivistin z.B. wurde nach dem Joggen vermisst, ihre Leiche trieb dann am Strand.

Es geht das Gerücht um, Chinas Geheimdienste würden gezielte Morde durchführen, um die Botschaft ins Werk zu setzen Wir kriegen Euch alle, wir sind allmächtig.

Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht überprüfen. Aber dass es vermehrt nicht ganz gewöhnliche Todesfälle junger, politisch aktiver Menschen in HongKong gab, kann man in der lokalen Online-Presse selbst nachlesen.

Die internationale Presse schweigt bisher darüber, weil sie offenbar bisher noch keinen nachrichtlichen Wert sieht. Das finde ich ...betrachtenswert.

China hat seit Mao Menschen in zweistelliger Millionenhöhe getötet. Die menschenverachtende und grundfalsche Logik Stalins "Ein Mensch, ein Problem-kein Mensch, kein Problem" gilt klipp&klar auch für das heutige China.

"Beobachter befürchten, dass der Tod des jungen Mannes die Proteste in Hongkong weiter anheizen könnte. Aktivisten haben bereits weitere Demonstrationen und Kundgebungen für heute angekündigt"

Wieso "befürchten"? Vorausgesetzt, dass sie dabei äußerste Umsicht und Selbstdisziplin walten lassen, ist das sogar das einzig Richtige: Klar zu machen, dass jedes einzelne Opfer von "Staatsgewalt" eines zuviel ist.

Tragisch aber Folge der Gewalt

Dieser Todesfall ist tragisch und die Reaktionen darauf sind einmal wieder sinnlose Gewalt heute. Wie die SCMP gerade berichtet, wurde heute die Mensa in der Uni verwüstet und wohl auch die Residenz des chinesischen Präsidenten in Hongkong. Dies führt zu immer mehr Gewalt und viele Dinge sind leider nur noch blinde Zerstörungswut. Man hat hier nicht mehr den Eindruck, dass es diesen gewaltbereiten Leuten um irgendwelche politischen Ziele geht. Wenn etwas dadurch erreicht wird, dann nur die Beschneidung der Freiheit.

Keiner weiß genaues ,aber die

Keiner weiß genaues ,aber die Polizei ist Schuld weil Tränengas eingesetzt wurde? Was sollen die denn machen? zuschauen wie Randalliert wird?China brauch kein Schrecken zu verbreiten!Die warten bis sich Hongkong selber Wirtschaftlich ruiniert hat, oder es so arg zunimmt das der Ausnahmezustand verhängt wird!Verlieren wird der"Demokratische Aktivist" in beiden Fällen!Er steht dann da ohne jegliche Argumente zu etwaigen Verhandlungen.Kurz gesagt "Wenn ein Feuer keine Nahrung mehr hat erlischt es"

@Sonnenmeer (11:04): "Es geht das Gerücht um"

Ehrlich jetzt? Eine ermordete Joggerin als Beispiel?

Ist Ihnen klar, wie viele Frauen Verbrechern (meist Sexualverbrechern) zum Opfer fallen?
Und jetzt ist die Polizei dort sowieso mit etwas anderem beschäftigt.

China wird sicher nicht locker lassen, aber wenn Hätte gezeigt wird, dann wird da sicher mehr passieren, als paar Gerüchte.

Ich bin im Ostblock aufgewachsen und da gab es auch keine Gerüchten. Wenn jemand verschwand, dann wusste man das.

Wir lernen nichts aus der Geschichte

Es ist traurig das wieder einmal ein Mensch sterben muß, weil er sich für Freiheit und Demokratie einsetzt. Wir werden es nicht mehr lernen unsere Ideen zum Wohle aller und nicht nur für ein paar Wenige einzusetzen. Egal im welchen Kontext das jeweilige System stehen mag.

@11:06 von Nettie

"Wieso "befürchten"? Vorausgesetzt, dass sie dabei äußerste Umsicht und Selbstdisziplin walten lassen, ist das sogar das einzig Richtige: Klar zu machen, dass jedes einzelne Opfer von "Staatsgewalt" eines zuviel ist."

Genau das ist eben zu "befürchten", dass der Tod des Studenten für die eigene Propaganda missbraucht und instrumentalisiert wird. Das Geheuchel über Polizeigewalt von ausufernd gewalttätigen Demonstranten die Brandsätze auf Polizisten schmeissen und die Stadt in Schutt und Asche legen ist so schon kaum erträglich.

Menschen nichts gelernt ?

Menschen lesen Ereignisse ..um dann für ihre Bedürfnisse zu handlungsfähigen Ergebnissen zu kommen .
Aber wo Macht ausgeübt wird , ..da stellt sich immer wieder die Frage ob man lernen will !
Macht erhöht die Plattheit im denken ...
Gegner der Macht reden oft von Wahrheit , ..dabei gibt es nur das Ereignis , ..
auf welches dann reagiert wird .

Tragisch aber Folge der Gewalt, @baumgart67

Dem kann man sich nur anschließen. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich die Opferspirale in Gang setzt. Es steht zu befürchten, dass die Gewalt jetzt noch einmal zunehmen wird.
Um die eigentlichen Ziele geht es nicht mehr, wir eine erreicht folgen fünf neue Forderungen von denen eine Autonome- und gewaltbereite Minderheit meint, für die Durchsetzung zuständig zu sein. Logisch, das diese Minderheit nur vermummt zu Werke geht.
Es ist gut möglich, dass China irgendwann dem Treiben ein Ende setzt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob China nicht selbst den Schürhaken schwingt um den Sonderstatus Hong Kong's zu beenden.
Wie dem auch sei, diesen Schritt hätten die Autonomen selbst zu verantworten. Leidtragende wären der Rest der Gesellschaft.

@ 11:04 von Sonnenmeer

"Es geht das Gerücht um, Chinas Geheimdienste würden gezielte Morde durchführen, um die Botschaft ins Werk zu setzen Wir kriegen Euch alle, wir sind allmächtig.

Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht überprüfen. Aber dass es vermehrt nicht ganz gewöhnliche Todesfälle junger, politisch aktiver Menschen in HongKong gab, kann man in der lokalen Online-Presse selbst nachlesen."

Haben Sie dafür ein paar Beispiele? Gibt es dort überhaupt noch jemanden der politisch nicht aktiv ist?
Gerüchte mit dem Hinweis zu verbreiten man wisse nicht ob es stimmt bleibt Gerüchte verbreiten. Irgendwas bleibt immer hängen.

"Die internationale Presse schweigt bisher darüber, weil sie offenbar bisher noch keinen nachrichtlichen Wert sieht."

Ja, denn Gerüchte haben keinen Nachrichtenwert

Der Tod eines Menschen ist

Der Tod eines Menschen ist immer tragisch und in diesem Fall komplett überflüssig, aber warum in diesem Fall die Polizei schuld sein soll erschließt sich mir nicht. Laut Nachricht gibt es da überhaupt keinen kausalen Zusammenhang. Die Polizei setzt Tränengas ein, wie es komplett üblich ist, wenn eine Masse randaliert. Und wenn dann ein Mensch im Anschluss in einem Parkhaus stürzt, ist es ein tragischer Unfall.

14:24 von berelsbub

"... aber warum in diesem Fall die Polizei schuld sein soll erschließt sich mir nicht. Laut Nachricht gibt es da überhaupt keinen kausalen Zusammenhang. "

Laut der Nachricht sind die Umstaende unklar. Das ist keinesfalls dasselbe wie "kein kausaler Zusammenhang".

@ das Ding

„Laut der Nachricht sind die Umstaende unklar. Das ist keinesfalls dasselbe wie "kein kausaler Zusammenhang".

Laut Nachrichten stürzt er 160 Meter entfernt von Einsatz des Tränengases im Parkhaus vom dritten in den zweiten Stock.
Da sind die Umstände nur bei denen unklar, die da gerne was in Richtung der Polizei instrumentalisieren wollen.

Wie genau das

Unglück geschehen ist, wird man vielleicht nie ganz aufklären können, mir tut es um den jungen Menschen, seine Familie und seine Freunde leid.
Was ich nicht begreife, sind so einige Kommentare hier, gerade von denjenigen, die immer laut und gerne meckern, gegen alles und jeden...ich möchte euch mal sehen, wenn man plötzlich anfängt eure Meinungsfreiheit in Frage zu stellen, hintenrum versucht euch mundtot zu machen und euch ein System aufzwingen will, welches eure Freiheit auf Dauer massiv einschränkt. Was macht ihr dann? Brav den Mund halten und alles erdulden?

14:59 von berelsbub

"Da sind die Umstände nur bei denen unklar, die da gerne was in Richtung der Polizei instrumentalisieren wollen."

Wollen Sie mir was unterstellen?

Davon abgesehen: 160 m sind in einer derartigen Situation nicht weit weg. Laufen Sie die doch mal. Geht ruckzuck. Wenn man jung und / oder gesund ist.

Das ist tragisch

wenn ein junger Mensch durch einen Sturz stirbt. Aber nachdem ich den Bericht gelesen habe erschließt sich mir nicht, warum die Polizei schuld sein soll. Warum war der Student auf dem Parkhausdach? Dass die Rettungskräfte länger brauchten kann an der Situation auf den Straßen mit Demonstration und brennenden Barrikaden liegen, das ist schwer einzuschätzen und sollte geprüft werden. Aber unüberprüfbare Schuldzuweisungen und Spekulationen befrieden die Situation nicht

„Davon abgesehen: 160 m sind

„Davon abgesehen: 160 m sind in einer derartigen Situation nicht weit weg. Laufen Sie die doch mal. Geht ruckzuck. Wenn man jung und / oder gesund ist.“

160 Meter gehen ruckzuck, sind aber mindestens 110 Meter zu viel, um den Tränengaseinsatz für den Sturz in Kausalität zu bringen.
Wenn auf dem Schützenfest eine Schlägerei losgeht und vor lauter Angst nach Hause rennen und 160 Meter entfernt vom Festzelt eine Mauer hinunter stürzen, ist die Schlägerei für ihren Sturz auch nicht kausal

Wir lernen nichts aus der Geschichte

HerrLehner @

Was sollen wir denn auch von Gewalttätigen Demos lernen? auch bei uns war das in Hamburg beim G20 oder beim tot im Hambach so.

Wer seine eigene oft ideologisch Meinung über die der demokratischen Wähler setzt ist unbelehrbar.

@ 15:21 von Gytha

Straßen zu blockieren, Steine und Brandsätze zu schmeißen, Geschäfte und Metrostationen zu verwüsten hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.
In Hongkong herrscht volle Meinungsfreiheit. Bis sich das vielleicht ändert gehen noch 28 Jahre ins Land. Bis dahin kann man sich politisch engagieren und versuchen es dauerhaft zu etablieren im Rahmen der Gesetze.

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