Ihre Meinung zu: Großbritannien stoppt Fracking wegen Erdbeben-Gefahr

2. November 2019 - 10:40 Uhr

Lange Zeit hatte die konservative Regierung in Großbritannien auf die umstrittene Gasförderung gesetzt. Nun die Kehrtwende: Angesichts der Gefahr von Erdstößen werden alle Fracking-Projekte im Land ausgesetzt.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.4
Durchschnitt: 3.4 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Ich habe mich schon immer

Ich habe mich schon immer gefragt, ob es denn mit dem Fracking wieder erlaubt ist, Sondermüll einfach in die Natur zu kippen?
Für alle, die den Sarkasmus nicht verstehen: Giftmüll gehgört in eine Sonderdeponie. Aber mit dem Fracking erlaubt man sich, giftige Chemikalien in die Natur zu überführen. Das ist total widersprüchlich. Es riecht so danach: Wenns ums Geld geht, ist alles wieder normal, was man früher gott sei dank in den Griff gekriegt hatte: Giftmüll, das sich überall hin unkopntrolliert verbreitet Und jetzt komme mir bitte niemand mit Gefahrenabschätzung, dass die das alles vorher kontrolliert hätten, ob die Gesteinsschichten stabil bleiben usw. (Firmen , die Studien Wissenschaftler beauftragen, sind nicht gerade eine unabhängige Kommission).

Frackinggegner-Klimaschützer

In einem britischen Bericht zu den Staatsausgaben wurde jüngst bemängelt, dass Fracking-Projekte hohe Kosten für die örtlichen Behörden verursachen, weil sie eine Reihe von Protesten mitsamt Verkehrsblockaden nach sich zögen und die Bohrungsstätten von der Polizei geschützt werden müssten.
///
*
*
Jetzt ist es ja aus mit dem Anti-Brexit und Klimaschützen.
*
Denn die Kosten durch Proteste mitsamt Verkehrsblockaden verursachen ebenso hohe Kosten für die örtlichen Behörden.
*
Oder sehe ich da einen Zusammenhang, wo keiner sein darf?

Et hät no immer joht jejange

So der Kölner Spruch. Danach fahren alle Fracking-Freunde, denn es ist leichtes Geld. Die Nebenwirkungen sind nicht untersucht, die treten halt als Kollateralschaden auf. Und solange die Firmen ihren Cocktail aus zT hochgiftigen Chemikalien nicht einmal verraten, so lange bleibt es für mich Sondermüll-Entsorgung fahrlässiger als bei der Asse! Wenn es schon Erdfälle aus großen Tiefen gibt, dann ist der umgekehrte Weg für die Dreckbrühe genauso wahrscheinlich. Denn die Drücke sind extrem hoch und Wasser findet seinen Weg! Finger weg, denn der Schaden fürs Grundwasser ist für gaaanz lange Zeit gewaltig, eine Sanierung über Jahrzehnte sauteuer. Wenn überhaupt, dann nur, wenn's die Allgemeinheit bezahlt - ähnlich wie bei der Atom-Energie. Dann ist aber der Profit längst verfrühstückt, die Firmen pleite. Müssten die Firmen den Risiken adäquate Versicherungen abschließen, die Methode wäre längst weggefallen. Gier ist aber mit nichts bekämpfbar.

Erdbeben sind das kleinere Problem

"Nach einem Erdbeben der Stärke 2,9 bei Preston New Road im August wurde die einzige noch laufende Fracking-Bohrung [...] ausgesetzt."

Ich bin erstaunt, dass ausgerechnet die nicht spürbaren Erdbeben zu so einer Entscheidung führten.

@ OrwellAG (11:19)

"Ich habe mich schon immer gefragt, ob es denn mit dem Fracking wieder erlaubt ist, Sondermüll einfach in die Natur zu kippen?
Für alle, die den Sarkasmus nicht verstehen: Giftmüll gehgört in eine Sonderdeponie."

Bald ist der der gesamte Planet eine Giftmülldeponie - und dann? Dann streichen wir die Giftmüllentsorgungssondergesetze.
Übrigens: Ihren "Sarkasmus" habe ich nicht gefunden (oder verstanden).

Aprés moin le déluge

"Nach mir die Sintflut"
Die Kosten für die Bequemlichkeit von heute werden künftigen Generationen aufgebürdet. Auch im Ruhrgebiet will niemand die Kosten für die Bergbauschäden übernrhmen

Endlich erkennt auch England die Gefahr durch Fracking-Beben

Na endlich erkennt auch England die Gefahr durch Fracking-Erdbeben an. Dieser Schritt war lange ueberfällig.

Lange Zeit hatte die konservative Regierung in Großbritannien auf die umstrittene Gasförderung gesetzt. Kurz vor der Neuwahl erfolgt nun die Kehrtwende: Angesichts der Gefahr von Erdstößen werden alle Fracking-Projekte im Land ausgesetzt.

Denn was dabei passieren kann, kann man sich in den Niederlanden anschauen.

https://tinyurl.com/y5s8ahwh
welt.de: Gasförderung in Groningen löst Erdbeben aus (Veröffentlicht am 13.11.2015)

Gas aus dem Groningen-Feld ist wichtig für Europa. Die gewaltige Fördermenge hat aber Spuren im Untergrund hinterlassen - und ist zum „Sicherheitsrisiko“ für die 600.000 Einwohner der Region geworden.

Die Konsequenz daraus: das Fracking in den Niederlanden wurde beendet:

https://tinyurl.com/yyy7m2um
industriemagazin.at: Niederlande beenden Fracking wegen zahlreicher Erdbeben (11.09.2019 14:10)

Richtig so.

Erstaunlich.....

ist immer wieder, daß bei jeder Art von Energiegewinnung durch Verbrennen,egal ob Kohle, Erdöl oder Erdgas der Verbrauch von Sauerstoff vergessen wird. Die einzigen Sauerstofferzeuger sind Pflanzen, Bäume und sogar Wiesen, oder? Und was tut man? Man "verkapselt" oder betreibt Raubbau an Wäldern! Es kann sich jeder ausrechnen, wann es wurscht ist, ob Erdgas verbrannt wird oder etwas anderes. In dieser Hinsicht ist auch die Berechnung des British Geological Survey mehr als optimistisch.

11:22 von swarnai

"Die Kosten für die Bequemlichkeit von heute werden künftigen Generationen aufgebürdet."
So user swarni.
Einspruch euer Ehren.
Nicht die Bequemlichkeit des Menschen hat die Naturzerstörung und die rüchsichtlose Ressourcenausbeutung als Ursache, sondern der unserem Wirtschaftssystem innewohnende Antriebsmechanismus.
Nämlich Wachstum, Wachstum, Wachstum , was nichts anderes bedeutet als Profit, Profit, Profit.
Ohne dem wäre dieses Wirtschaftssystem nicht lebensfähig.

Warten wir mal ab,

wie es denn nach der Wahl aussieht.

@Ist Wahr - 11:21

Sie an @OrwellAG:
"Übrigens: Ihren "Sarkasmus" habe ich nicht gefunden (oder verstanden)."

Verstehen Sie denn Ihren eigenen Sarkasmus?

"Bald ist der der gesamte Planet eine Giftmülldeponie - und dann?
Dann streichen wir die Giftmüllentsorgungssondergesetze."

Unglaublich........

wie durch unsere Profitgier der Planet systematisch zerstört wird, für die kommenden Generationen.
Gut das GB das verbietet, ich hoffe es bleibt so.
Und bei dem Gedanken, daß die EU erforscht, wie man Kobalt aus der Tiefsee absaugen kann, wird mir schlecht. Damit wäre dann auch der letzte Bereich zerstört.
Wie passt das alles zum Umweltschutz?
Ach ja Profit kommt zu erst.

Die Natur ist an ihrer

Die Natur ist an ihrer Zerstörung selbst schuld.
Erst erfindet sie den menschen, vergisst aber energie zu liefern. Dann ist der mensch auch noch übelst angepasst. Ständig schwitzt oder friert er.
Eine völlig unfertige Idee.

@karlheinzfaltermeier 11:43

Der Sauerstoffverbrauch ist nun wirklich völlig unerheblich. Wenn sich der CO2 Anteil der Atmosphäre gegenüber dem vorindustriellen Zeitraum verdoppelt hat haben wir zwar eine rapide Erderwärmung, der Sauerstoffgehalt wäre aber nur um 0,03 Volumenprozent gesunken. Das macht gar nichts.

@ Wanderfalke (11:21)

>>Sie an @OrwellAG:
"Übrigens: Ihren "Sarkasmus" habe ich nicht gefunden (oder verstanden)."

Verstehen Sie denn Ihren eigenen Sarkasmus?

"Bald ist der der gesamte Planet eine Giftmülldeponie - und dann?
Dann streichen wir die Giftmüllentsorgungssondergesetze."<<
------

Wenn Sie ihn lesen, müßte ich ihn geschrieben haben. Aber verstehen tue ich mich da nicht; habe eigentlich vor der Freigabe den Textmüll entsorgt - dachte ich.

Eine Studie muss her!

"Und solange es keine neuen überzeugenden Beweise für die Unbedenklichkeit der Fördermethode gebe, werde die britische Regierung keine neuen Fracking-Projekte bewilligen."

Das wird nicht lange dauern, bis es "überzeugende Beweise" gibt.

Mit Fracking ist zu viel Geld zu verdienen, als dass man eine gut finanzierte Studie mit sorgfältig ausgewählten, akademisch hervorragend vernetzten "Wissenschaftlern" nicht in Auftrag gäbe.

@ Miezekatze (12:45)

"Unglaublich........
wie durch unsere Profitgier der Planet systematisch zerstört wird, für die kommenden Generationen."
------

Wen (außer Ihnen?) meinen Sie mit "Profitgierig"? Meinen Sie etwa auch mich? Dagegen darf ich mich verwehren!
Ich bin manchmal gierig, aber nicht profitabel dabei. Eher bei Käsekuchen und so ... Aber trotzdem relativ rücksichtsvoll; ich trage dann mehr auf.

@ 13:11h30 v. I. Wahr.....

Nun ja, ganz einfach, Profitgier liegt wohl eher bei der Wirtschaft, logischer Weise. Bin kein Konzernboss :))

Wenigstens noch eine

Wenigstens noch eine vernünftige Entscheidung in der kurzen Ära Johnson.

Entsorgung

Exxon zur Entsorgung der Frackingflüssigkeit bei Probebohrungen in D:
Wird in anderen Bohrlöchern verklappt.

Anders als in den grafischen Darstellungen ist eine gleichmäßige Rissausbildung beim Fracken nicht realistisch. Das Aufbrechen durch eine Flüssigkeit folgt immer dem geringsten Widerstand. Für die Gas- oder Ölgewinnung irrelevant, für die Vergiftung von Wasser, Boden und Luft aber ein zu hohes Risiko.

Die sichere Förderung von fossilen Brennstoffen nähert sich dem Grenznutzen, bei dem soviel im Rohstoff an Energie enthalten ist, wie für die Bereitstellung verbraucht wird.

Wichtige chemische Grundstoffe ohne Not zu verbrennen ist eh doof.

@um 10:45 von Boris.1945

"Jetzt ist es ja aus mit dem Anti-Brexit und Klimaschützen.
Denn die Kosten durch Proteste mitsamt Verkehrsblockaden verursachen ebenso hohe Kosten für die örtlichen Behörden.
Oder sehe ich da einen Zusammenhang, wo keiner sein darf?"

Verursachen diese auch Erdbeben, Erdrutsche und andere Katastrophen, deren Folgekosten noch keiner übersehen kann. Nee, nee Sie wollen wieder nur vom Thema ablenken - geschenkt....

@ Miezakatze (13:21)

"Nun ja, ganz einfach, Profitgier liegt wohl eher bei der Wirtschaft, logischer Weise. Bin kein Konzernboss :))"
------

Dann wollen "wir" hoffen, dass durch zunehmende Konzentration von Wirtschaftsunternehmen und damit einhergehende Verringerung der Zahl der "Konzernbosse" die Profitgier "eher" weniger wird. Ohne Konzernbosse keine Profitgier? Keine Gier? Wir werden sehen ...

Wolf 666 11.53 uhr

Ich sehe keinen Widerspruch zu der Aussage zu swarnai.

Vor allem, was unsere Bequemlichkeit fördert, bringt Profit. Das Smartphone ist z. B. Im Grunde ein überflüssiges Produkt, weil es mit Pc, Kamera und Telefon ja schon die Möglichkeiten gibt, die ein Smartphone bieterär. Aber ein Smartphone ist halt viel bequemer.

Oder das Auto. Viele nutzen Öffies oder Fahrgemeinschaften nicht, weil es mit dem eigenen Auto vermeintlich unabhängiger und schneller geht. Auch wenn das regelmäßig zu Staus in Städten und Autobahnen führt.

Bequemlichkeit generiert Profit.

Schwierigkeiten mit Profit?

"Bequemlichkeit generiert Profit."

Nur eine bestimte Wirtschaftsweise generiert Profit. Ich denke, in den Beiträgen hier kommt einiges durcheinander. Profit ist das Resultat des Einsatzes von Boden, Arbeit und Kapital ("Produktionsmittel") auf privatwirtschaftlicher ("kapitalistischer") Grundlage. Privatunternehmen ist es grundsätzlich egal, womit sie Profit generieren können, wenn nur ein Markt, die Konsum-, bzw. Zahlbereitschaft vorhanden ist (ist nicht nur eine marxistische Definition, man schlage mal in (kapitalorientierten) BWL- und VWL-Lehrbüchern nach.
Ein bißchen Begriffe sortieren, danach diskutieren, kritisieren, polemisiern und politisieren...

@Die Natur ist an ihrer ... 12:52 von Superschlau

"Zerstörung selbst schuld....[und der Mensch ist]
Eine völlig unfertige Idee."

Ironie ist bisher das Letzte, was ich bei Ihnen erwartet hätte.
Ich setze auf diese 'unfertige Idee' noch einen Sarkasmus drauf und sage:
Deswegen wird diese Universumsimulation der Aliens auch bald beendet werden,
denn wir haben unsere Chance nicht genutzt. ;)

@ Wolf666

Vielleicht hätte ich etwas differenzieren müssen. Rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen ist oft wohl eher eine kurzsichtige Bequemlichkeit auf der Suche nach dem großen Profit. Langfristig wird es wohl unbequemer aber die Kosten trägt dann die Allgemeinheit.

Ein Moratorium vor den Wahlen

Ein Moratorium vor den Wahlen - und wenn man sie, wie gehofft (aber durchaus nicht sicher), gewonnen hat, kann man es ja nach einer kurzen Schamfrist wieder beenden...

@pnyx - 15:31

"Ein Moratorium vor den Wahlen - und wenn man sie, wie gehofft (aber durchaus nicht sicher), gewonnen hat, kann man es ja nach einer kurzen Schamfrist wieder beenden..."

Eine Neuauflage lässt sich dann jederzeit rechtfertigen, weil die Hinzunahme von geschönten Umweltgutachten und Unbedenklichkeitszertifikaten heutzutage kein Problem sind, um die ursprünglichen Bedenken zielorientiert zu zerstreuen.

Beispiele für solche Vorgehensweisen sind ja leider keine Ausnahmen mehr.

Das ist nur ein Vorgeschmack auf die Zukunft.

Fracking ist doch nichts anderes, als die Reserven der Natur, soweit irgendwie wirtschaftlich vertretbar, aus zu quetschen; der letzte Versuch, der Orange noch Saft zu entlocken ... bis die gespritzte Schale Gift absondert. Mit dem "Kehrblech" werden die Krumen zusammengekehrt. Eine Methode, die auch in den großen Erdöllagern in Zukunft ansteht, wenn das leicht förderbare Öl zu Ende geht.
In einer öffentlichen Veranstaltung sagte mal ein Professor: "Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen zur Konfirmation eine vor 1970 geschlossene Mülldeponie schenken. Die Giftstoffe sind größtenteils versickert und die dort achtlos vergrabenen Rohstoffe sind zukünftig ein unschätzbares Kapital".
Ob er Recht hatte?

Darstellung: