Ihre Meinung zu: Blutplasma: EU will unabhängiger von US-Importen werden

29. Oktober 2019 - 8:07 Uhr

Ein EU-Papier bestätigt Recherchen von NDR, SWR und SZ, wonach Europa zunehmend auf Blutplasma aus den USA angewiesen ist. Die EU will nun handeln, um unabhängiger zu werden. Von Peter Hornung und Stefanie Dodt.

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Kommentare

Ein großer Markt!

Der Markt für Produkte aus Plasma ist groß, Pharmakonzerne verdienen richtig Geld damit.

Es sollte doch nicht schwer sein, mit etwas Werbung und einer angemessenen Aufwandsentschädigung genügend Stammspender zu gewinnen.

Gewinne für die Lobby, nichts für die Spender

"Transfusionsmediziner Strengers. Wichtiger sei, dass man den Menschen zeige, wie sehr Plasma gebraucht werde und wie es Patienten hilft. Wenn man sie überzeuge, etwas Gutes zu tun, dann gingen sie auch spenden"

Also, Spender sollen nichts bekommen, damit die Gewinne der Pharmabranche maximal bleiben.
Liest sich wie die Aussage eines Cheflobbyisten für die Plasmaindustrie.
Ist er auch, als Geschäftsführer der IPFA, die von sich selbst schreibt:
'The International Plasma and Fractionation Association (IPFA) is the international umbrella association promoting the interests and activities of its member organisations involved in the collection of human blood and plasma, and the manufacture and supply of essential medicines derived from human plasma.'

Dass Paul Strengers der Cheflobbyist und nicht nur der scheinbar seriöse 'Transfusionsmediziner' ist, ist nicht erwähnenswert? Recherche, Objektivität?

Abhängigkeiten sind grundsätzlich zu vermeiden.

Das handeln der EU ist dann aber auch längst überfällig.

Und Ansatt die US Importe

Und Ansatt die US Importe strenger zu Kontrollieren somit zu verteuern ,dürfen sie schön den Markt überschwemmen, zerstören hier die entsprechende Branche und jetzt heult die EU?Dieser EU Laden in Brüssel ist wirklich nicht zu Topen in Sachen Handlungsunfähigkeit!

Qualität

"Das so gewonnene Plasma darf, trotz der unterschiedlichen Standards, dennoch nach Deutschland und Europa importiert werden."

Und das ist wirklich das Problem.
Ich wollte schon vor 20 Jahren mit Blutspenden anfangen (man fängt ja nicht gleich mit Blutplasma an), und das konnte ich nicht, weil ich ein geringfügig entzündetes Ohrloch hatte (eins für den Ohrring, das weder rot oder schmerzhaft war, aber eben etwas dicker - womöglich ein kleiner Abszess).

Ich will gar nicht wissen, in welchem Zustand die mexikanischen Spender sind.

Die Frage ist: Hat so ein entzündetes Ohrloch wirklich einen Einfluss auf die Qualität der Spende? Warum können Spenden aus den USA eingekauft werden?

Und was eine Aufwandsentschädigung angeht: Natürlich sollte sie gezahlt werden. Schließlich verdient man auch Geld mit den Medikamenten.

Da sieht man, was der Markt

Da sieht man, was der Markt alles so regelt: gar nichts. Es gibt Dinge, die man nicht dem Markt überlassen kann.

Blutplasma aus den USA

Sehr geehrte Frau Dodt und Herr Hornung,

schön, dass Sie das Thema Plasmaspende aufgreifen.
Wenn Deutschland beim Spenden von Plasma innerhalb der EU gut aufgestellt ist, so heißt das nicht, dass wir mit der Situation in Deutschland zufrieden sein können. Hören Sie auf unsere Blutspendedienste. Sie sagen Ihnen sehr genau, wo wir konkret stehen.
In Ihren Ausführungen wird das viel zu wenig beleuchtet. Ein Vergleich mit anderen EU-Staaten ist zwar ganz nett und zeigt vielleicht, wie fortschrittlich wir zu sein scheinen. Es hilft aber nicht in der Sache an sich weiter.
Es offenbart eher, wie stiefmütterlich und konzeptionslos unsere verantwortlichen Entscheidungsträger in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft dieses Thema in unserer Vorzeige-Demokratie "EU" behandeln. Ich glaube nicht daran, dass die EU von dem Problem nicht frühzeitig wusste. Das ist Augenwischerei. Zumindest wir Deutschen sind in der Welt bekannt für unsere penible Gründlichkeit.

Die Medikamentenproduktion in China

sollte durch eine Prod in der EU ersetzt werden. Dann bekomme ich auch mein nicht lieferbares Medikament. Aber: Geld regiert die Welt.

Zahlt endlich eine anständige Aufwandsentschädigung!

Zwischen 15 Euro und 25 Euro bekommt man für eine Plasmaspende.
Dafür habe ich 45 Minuten Fahrzeit zum Spenderzentrum,
warte dort nicht selten weitere 45 Minuten, bis ich endlich dran bin, dann dauert das Spenden ca. eine Stunde und ich fahre die 45 Minuten wieder nach Hause.
Das sind fast vier Stunden Zeitaufwand. Für ca. 20 Euro? Das ist doch wohl ein Witz!
Vor allem, wenn man bedenkt, was die Pharmaindustrie an einer solchen Spende verdient!
Wenn man auf Dienstreise in den USA spendet, bekomme ich 60 - 80 Dollar pro Spende. Das wäre ein angemessener Preis.
Die Pharmaindustrie verdient dann immer noch mehr als genug.
An den guten Zweck appellieren und gleichzeitig damit große Profite machen mit den faktisch ehrenamtlichen Spendern - das ist aus meiner Sicht eine Perversion und hat auch nichts ehrenwertes.

@svschl

"Ich glaube nicht daran, dass die EU von dem Problem nicht frühzeitig wusste. Das ist Augenwischerei. Zumindest wir Deutschen sind in der Welt bekannt für unsere penible Gründlichkeit." Am 29. Oktober 2019 um 09:20 von svschl

Dasselbe Problem haben wir mit der Organspende.

Da wird Widerspruchslösung verlangt, weil es die in Spanien gibt, aber wenn man sich Spanien anguckt, dann wird sie nicht angewendet, es wird mit Angehörigen geredet und - das entscheidende - es gibt funktionierende Strukturen, in denen die tatsächlich vorhandenen Spender erfasst werden und durch welche die Organe schnell korrekt weitergeleitet werden können.
Das kostet aber Geld, und das ist aber für unsere marktkonforme Demokratie unzumutbar.

Genauso hier: "Waaas? Ein Plasmaspender soll bezahlt werden? Wofür denn das? Er macht doch Gutes und kommt dafür in den Himmel. Dafür sollte er noch dankbar sein! Kann froh sein, dass er die Plasmaspende nicht auch noch bezahlen soll."
(Ablassbrief der Moderne.)

Im Jahr 1975 hat ein

Im Jahr 1975 hat ein arbeitsscheuer Freund von mir 2x die Woche Blutplasma gespendet. Dafür hatte er jedes mal 40 DM bekommen. Heute werden die Spender mit etwa 30 Euro abgespeist.
Auf ts darf mal wieder ein Lobbyist anprangern, das die Deutschen nicht bereitwillig dafür sorgen, das die Konzerne noch mehr Geld verdienen.

Es ist ganz einfach

Wenn eine angemessene Aufwandsentschädgung gezahlt wird, sind genug Spender da - Ende.
Aktuell fühlt sich der Spender veralbert, die Händler verdienen sich eine goldene Nase, der Spender soll es für das Wohld er Menschheit tun. Das das nicht funktioniert, verwundert wirklich nicht besonders.
Aufgewacht, die Realität ist zum Greifen nah!

Der Medikamenten-Engpass

ist schon überall sichtbar.
Wobei ich manchmal überlege - tatsächlicher Engoass oder künstliche Verknappung.
In 2018 konnte ich nur Hepatitis A und! B impfen lassen, da A allein über ein halbes Jahr nicht verfügbar war. Kürzlich wollte ich mein (lebensnotwendiges) Schilddrüsenmedikament, für das ich sogar Aufpreis bezahle, da ich nur das gut vertrage, in der Apotheke holen; mindestes bis Ende des Jahres ist es nicht verfügbar.
Generika kommen eigentlich nicht in Frage, da zwar identische Wirkstoffe aber unterschiedliche Zusammensetzung. Diese Erfahrung habe ich gemacht.

Riesengewinne mit Blutplasma

Riesengewinne mit Blutplasma auf Kosten der Armen
In den USA spenden Menschen in den Armenvierteln Blut gegen Geld. Einer der Hauptakteure im Geschäft mit Blutplasma ist die Firma Octapharma mit Sitz in Lachen/SZ. Die Journalisten Marie Maurisse und François Pilet stiessen bei ihren Recherchen auf einen undurchsichtigen Handel auf Kosten der Armen.
-
"https://www.srf.ch/sendungen/dok/riesengewinne-mit-blutplasma-auf-kosten-der-armen"

Plasma kann man nicht spenden!

Eine Nachrichtenseite, mit Anspruch, wie die Tagesschau, sollte in dem Artikel nicht immer von Plasmaspende schreiben, das ist Unsinn.
Blutplasma kann man nicht spenden, man kann nur Blut spenden aus dem dann das Plasma durch zentrifugieren gewonnen wird.

@um 09:51 von tagesschlau2012

"Auf ts darf mal wieder ein Lobbyist anprangern, das die Deutschen nicht bereitwillig dafür sorgen, das die Konzerne noch mehr Geld verdienen."

Wo und mit welchem Satz macht er das? Oder wieder nur so eine Behauptung ihrerseits?

"etwas Gutes"

" Wenn man sie überzeuge, etwas Gutes zu tun, dann gingen sie auch spenden."

Ich kann wirklich nicht mehr hören und lesen, wer mir alles vorschreiben will "Gutes zu tun" und wo.

Ich habe schon eine Religion, ich brauche keine zweite (darf ich ja nicht mal, wenn man meine Gebote betrachtet).

Alles Gute basiert auf Gegenseitigkeit. Man kann zwar Vorschuss geben (einer muss ja anfangen), aber ein Dauergeben gibt es nicht.

Wenn in Deutschland genug Geld für Kohleausstieg und sonstiges "zur Verfügung steht" und deutscher Bildungsstandard so hoch ist, dann wird sich auch eine Lösung für dringend benötigte Medikament finden.

So viel "Systemrelevanz" muss man den Bürgern des Landes doch noch zugestehen.

@Da sieht man, was der Markt 9:12 von Superschlau

" alles so regelt: gar nichts."

Doch alles - auch sein Ende.
Also das ich ausgerechnet Charly M. rufen muss,
um ihre 'Schlagseitenzeile' zu korrigieren, ist fast schon amüsant.

Denn der sagt unmissverständlich:
"Die Zentralisation der Konzerne erreicht einen Punkt,
wo sie unverträglich wird mit ihrer kapitalistischen Hülle - dem Markt -
Sie wird gesprengt.
Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt.
Das 'gemeine Volk' wird davon befreit."

Blutplasma aus den USA !

Um dieses Thema noch etwas weiter aus zu führen, sollte aber auch geschrieben werden, dass z. B. das liebe gute Rote Kreuz, den Spendern lediglich etwas zu essen und trinken hin stellt.
In den Unikliniken dagegen bekommen die Spender Geld, zwar nicht üppig, aber immerhin. Genau dies sollte erst einmal verbessert werden, und natürlich sollte die EU für Das Blut aus den USA strenge Vorschriften erlassen, um die Spender zu schützen. Weiter sollte die EU auf eine deutliche Erhöhung der Kontrollen in den Spendezentralen dringen. Sollte die USA dies nicht hin kriegen, sofort die Einfuhr erst deutlichst verteuern und dann, sollte dies keine Wirkung zeigen, die Einfuhr komplett stoppen.
Was aber wohl das größte Problem ist, sind die viel zu vielen Lobbyisten, die die meist ziemlich unbedarften Politiker zu oft beschwatzen und über den Tisch ziehen.
Wann wird dies endlich mal rigoros in den einzelnen Regierungen ein gedämmt ??

Blutplasma !

Ja, es ist eine absolute Heuchelei, die da betrieben wird. Die Menschen sollen für sehr wenig Geld oder ein Vesper Blut spenden.
Die Pharmafirmen verdienen eine riesige Menge Geld mit den Erzeugnissen aus Blut und den Stoffen darin und dies ist diesen geldgierigen Haien immer noch zu wenig. Sie lassen es bewusst zu, dass in den USA Menschen durch ihr zu häufiges Spenden krank werden. Sie unterlassen eine wirkliche Kontrolle und eine deutliche Aufklärung der Spender über die Risiken, sie verhindern bewusst eine deutliche Reduzierung der jährlichen Spenden durch Beeinflussung und Manipulation der Entscheidungsträger in den USA, aber auch in der EU durch ihre vielen unsäglichen und verantwortungslosen Lobbyisten.
Das ist ein eindeutiger Machtmissbrauch für noch mehr Gewinn zu Lasten der Menschen.
Aber egal, wo man heute hin schaut, es geht nicht mehr um Menschen, sondern nur ums Geld und steigende Aktien.

Wie wäre es mit entspannterer Regulierung?

Wenn man aktiv Schwul ist oder mehr als 6 Monate in einem Malaria Gebiet verbrachte darf man schon nicht spenden (egal ob man jeh Malaria hatte). Und wo spendet man Plasma? Ich sehe so viel Blutspendenstationen aber nie Plasma?

Man kann sehr wohl einen Termin zur Plasmaspende machen!

An sich richtig, aber das Blut wird direkt beim Spenden zentrifugiert und man bekommt alles andere (Zellen, Plättchen etc.) sofort wieder zurück.

Somit spendet man sehr wohl lediglich Plasma, da alles andere direkt wieder in den Körper zurückgegeben wird.

Selbst Blutspendeinstitute sprechen durchaus von "Plasmaspende".

Transfusionsmediziner

Transfusionsmediziner Strengers:
"
Wenn man sie überzeuge, etwas Gutes zu tun, dann gingen sie auch spenden.
"

Wieso sollte man PR betreiben,damit Menschen bereitwillig gratis als Rohstofflieferanten fungieren,anstatt diese vernünftig dafür zu entlohnen ?

...arbeitet Transfusionsmediziner Strengers & seine Kollegen umsonst ? Nein ? Dann wurde der wohl noch nicht davon genügend überzeugt etwas Gutes zu tun...

...verarbeiten die Pharmafirmen den Rohstoff umsonst & geben den gratis an diejenigen,die das Blutplasma unbedingt benötigen? Nein ? Dann wurden die wohl noch nicht genügend überzeugt etwas Gutes zu tun...

09:01 von Tada

in meiner Jugendzeit wurde auch schon über Blutspenden diskutiert
im Zusammenhang mit Aids, Hepatitis etc.
Beispielsweise war eine Blutspendezentrale in Hamburg in der Diskussion gegenüber einer "Fixereinrichtung"
meine Meinung damals
Blutspende muß freiwillig und ohne Bezahlung sein
dann kommen auch keine Risikogruppen in form zwielichtigen Gestalten
die aufs Geld angewiesen sind
im übrigen
auch Organtransplantationen sind unheimlich teuer,
obgleich man für ein gespendetes Organ kein Geld bekommt

@10:46 von Okabe - What?...

...Was hat denn ein homosexueller
mit den Verbot Spender werden zu können zu tun?

---

In welchen Teil des "finsteren Mittelalters" leben Sie eigentlich (noch)?

Ich weiß warum Sie das schreiben, aber auch ich (nicht homosexuell)
könnte krank sein.

Also bitte.

Und was ist dann mit nichtaktiven Schwulen, so wie Sie sich ausdrücken?
Können die nicht trotzdem so wie du & ich krank sein?

Ehrlich, ich dachte eigentlich die 80ziger wären vorbei.
Denn laut der Musik, die im Radio mittlerweile läuft, is' sie es schon lange.
Was im Übringen echt schade ist, aber das nur nebenbei.

Man kann sehrwohl Plasma spenden

Herr Ulmann, man kann sehrwohl direkt Plasma spenden. Dabei werden in einer Art Zentrifuge (googlen Sie z.B. mal nach "Haemonetics PCS") die roten Blutkörperchen gesammelt und zurückgeführt (in mehreren Schüben).

Plasmaspendeeinrichtungen

Zumindest Plasmaspendeeinrichtungen, die in Deutschland in der Arbeitsgemeinschaft Plasmapherese organisiert sind, können Sie auf deren Internetseite ausfindig machen.

ich fasse es nicht !

Mit Geld locken, was soll das ?

Man spendet, um Menschenleben zu retten. Oder soll man in Zukunft unsere Stammzell- und Knochenmarkspender auch bezahlen ?
Und wer sagt bitteschön wieviel Geld ein Menschenleben wert ist ?

Sorry, entweder man tut es aus Nächstenliebe oder lässt es !

11:02 von Biocreature

Ich weiß warum Sie das schreiben, aber auch ich (nicht homosexuell)
könnte krank sein.
.
keine Frage !
aber wenn Leute aus Risikogruppen wie Fixer und homosexuellen Kreisen
ein höheres Risiko an derlei Infektionskrankheiten erkrankt zu sein
ist es sehr wohl eine logische und nachvollziehbare Sache
hierin ein Ausschlußkriterium zu sehen

Fahranfänger zahlen doch auch ne höhere KFZ Steuer
obgleich der Einzelne nicht ne höhere Unfallhäufigkeit hat
wohl aber die Gruppe - und das erheblich

octapharma

Sie sprechen ein Riesenthema an. octapharma machte 2018 einen Gewinn von 346 Mio € bei 1,8 Mrd. Umsatz. Neben dem Witz, dass dafür lediglich 42 Mio € Steuern zuzahlen waren, muss man sich vor Augen führen, dass das Unternehmen zu 100% im Besitz der Familie Maguerre ist, die lt. Forbes ohnehin schon auf einigen Mrd. € Vermögen sitzt. Die Hauptproduktion von Plasma geschieht in deren US Zentren unter (wie der von Ihnen erwähnte Bericht zeigt) bedenklichen Bedingungen meist von bitterarmen Menschen erzeugt wird. Und selbst in den deutschen Zentren von octapharma ist alles auf möglichst viel Plasma erzeugen und wenig dafür bieten getrimmt. Beispiel ist hierfür der fast vollständige Austausch des Personals in deren Spendezentrum in Oberhausen. Auch der Zukauf der Kette, die sich ehemals im Besitz des Transfusionsmediziners Dr. Eberhard befand, geschieht derzeit unter absoluten Maximierungsbedingungen.
Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass octapharma nur den äußeren Schein wahren will.

11:02 von Biocreature

“In welchen Teil des "finsteren Mittelalters" leben Sie eigentlich (noch)?
Ich weiß warum Sie das schreiben, aber auch ich (nicht homosexuell)
könnte krank sein.“

Also, ich bin nicht Okabe; dennoch würde mich interessieren, was Sie denken, warum 'Okabe' das schreibt. Wäre nett, wenn ich eine Antwort erhalten würde.
Tatsächlich war es bis 2017!!! so, dass - ich zitiere “Homosexuelle Männer waren bis 2017 völlig von der Blutspende ausgeschlossen. Das galt unter anderem ebenso für männliche und weibliche Prostituierte, sowie für Heterosexuelle mit häufig wechselnden Sex-Partnern. “
Aktuelle Regelung, ich zitiere “Seit August 2017 sind in Deutschland auch homosexuelle Männer zur Blutspende zugelassen – allerdings erst, wenn sie zwölf Monate lang keinen Sex hatten.“

Wo also haben Sie ein Problem? Vielleicht sollten Sie den Kommentar dieses Users noch einmal, ohne rot vor den Augen, lesen. Allein der Betreff sagt schon alles.

Es ist alles Gut und Schön,

wenn keine Anreize geschaffen werden, wie es sich auch bei der Organspende niederschlägt, wird man niemand hinter den Ofen hervorholen.
Dazu sei angemerkt, dass man mind. 230 000 Thrombozyten vorweisen, pro Milliliter., muss.
Aber das wird unterschiedlich gehandelt.
Eine Aufwandsentschädigung betrug 20,-- Euro.

Kleine Episode am Rande

Es geht auch um Blut- und keine Plasmaspende.
Da gab es vor Jahren nach der Spende einen kleinen Karton mit Leckerli. Nix Großes, war einfach nett. Besonders nett war das für unsere Jungens, denen es einen Heidenspaß bereitete, den Karton auszuräumen.
Dann kam jemand auf die Idee, die Kartons einzusparen. Nicht den Inhalt, nur die Verpackung. Also wurde nach der Spende der Kartoninhalt in eine Tüte umgeräumt. Die Freude der Kleinen war damit weg. War auch nicht diskussionsfähig.

Diese Kleinigkeit war Anlass, den Weg zur Spende zu überdenken. Immerhin war das sehr aufwendig. 20 Minuten Hinweg, ebenso langer Rückweg. Durchschnittlich 30 Minuten Wartezeit auf die ärztliche Untersuchung, dann noch einmal weitere 15 Minuten bis zur Blutentnahme. Die dauerte dann insgesamt mit Ruhezeit 20 Minuten.

Erfordert durchaus eine große Portion Idealismus (natürlich verbunden mit dem Gedanken, vielleicht selbst einmal Hilfe zu benötigen).

Deckmäntelchen

Es ist wie bei der Organspende: hinter dem edlen und selbstlosen Gedanken der Spende machen Industrie und Ärzte dicken Profit. Und das ist unlauter, schäbig. Ich möchte erst gar nicht wissen, wer mei gespendetes Blut aufspaltet, wer selche Fraktion bekommt und vieviel damit bei wem verdient wird. Und ich WILL NICHT Blut spenden, damit Teile daraus an die Pharma-Industrie verkauft werden. Diese Vorwürfe gab es vor vielen Jahren schon mal gegen das Rote Kreuz - offenbar hst sich nichts geändert. Und klar billige ich auch nicht das Abzapfen von Blut gegen Geld bei den Armen in Mexiko - ich behaupte mal, die bekommen ein Nasenwasser dafür. Transparenz und Fairness ist das einzige, was diesem Industriezweig hilft.

@Fanreisender

Ich kann Sie verstehen.

Allerdings sollte man überlegen, ob es wirklich "ein Aufwand" ist, Menschenleben zu retten. Zeit ist kostbar, ein Kranker ist in Form einer Spende dafür sehr dankbar denn die hat er nun mal nicht sehr üppig, wenn es ganz dumm läuft.
Für Sie waren es 115min.
Ist das denn unzumutbar ?
Ich behaupte nein.

Unsere Stammzellspender sind den ganzen Tag bei uns, schenken, wenn es gut läuft ,Monate oder auch Jahre.
Das sollte es doch wert sein, oder nicht ?

Danke trotzdem dafür, das Sie es immerhin schon mal auf sich genommen haben.

Blutspende!

ich habe mittlerweile zum 30. mal Blut gespendet (4x im Jahr beim DRK). Für eine Spende erwarte ich allerdings keine Gegenleistung, sonst ist es für mich keine Spende sondern Handel. Meiner Gesundheit tun übrigens die Spenden auch gut, ganz früher nannte man das Anderlass, damit sich das Blut erneuert. Und Blut aus USA möchte ich ganz sicher auch nicht. Es ist so einfach etwas Gutes zu tun ohne Bezahlung.

Am 29. Oktober 2019 um 10:04 von Wolfes74

"Wo und mit welchem Satz macht er das? Oder wieder nur so eine Behauptung ihrerseits?"
#
#
Benutzen Sie einfach die Suchmaschine Ihres Vertrauens, da wird Ihnen geholfen.

um 11:11 von my comment " Man

um 11:11 von my comment
"
Man spendet, um Menschenleben zu retten.
Oder soll man in Zukunft unsere Stammzell- und Knochenmarkspender auch bezahlen ?
"
->
Ja.Sollte man auch entlohnen.

Wieso sollten sämtliche Personen bis hin zu Aktieninhaber,die Dividenden einstreichen, daran Geld verdienen,außer der eigentliche Rohstofflieferant - der Spender ?
Bei dem wird an "Nächstenliebe" appeliert - aber bei den anderen ?

Blut (& auch die einzelnen Bestandteile) ist eine Handelsware.
Ein Liter Blutplasma kostet auf dem Weltmarkt rd. 200$.
In DE beträgt der Wert von ein Liter Blut (getrennt in roten Blutkörperchen,Blutplasma & Blutplättchen)
insgesamt rd. 250€.

Wie setzt sich der Preis zusammen?
Wo landet das Geld,wenn der Rohstoff an sich für ein Käsebrötchen zu haben ist?

Kosten für Entnahme,Lagerung,Transport ?
Aha...Der Spender soll sich mit dem Gefühl etwas Gutes getan zu haben zufrieden geben - den anderen reicht das offensichtlich nicht...

Am 29. Oktober 2019 um 13:18 von altbuergerin

"Und Blut aus USA möchte ich ganz sicher auch nicht. Es ist so einfach etwas Gutes zu tun ohne Bezahlung."
#
#
Es geht beim Blutplasma nur um das Geschäft, das hat mit Nächstenliebe nichts zu tun. Die Pharmaindustrie verdient sich mit der (fast) Gratisspende des Blutplasma eine goldene Nase.
Oder geben diese Firmen die Medikamente in denen das Blutplasma ist Gratis an die Kranken Menschen ab?

um 11:11 von my

um 11:11 von my comment:
"
Und wer sagt bitteschön wieviel Geld ein Menschenleben wert ist ?
"
Hier ist mal Artikel,der darüber berichtet wem wieviel so ein Menschenleben wert ist.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/
afghanistan-bund-zahlt-5000-dollar-fuer-getoeteten-zivilisten-a-1014868.html

Sicher,andere Thematik.
Aber:
Menschenleben ist Menschenleben - oder ?

& da wird mal die konkrete Frage "wer sagt wie viel ein Menschenleben wert ist" exakt beantwortet.

Blutplasma: EU will unabhängiger von US-Importen werden

Liebe(r) Okabe, Sie schreiben aufklärend : "Wenn man aktiv Schwul ist oder mehr als 6 Monate in einem Malaria Gebiet verbrachte darf man schon nicht spenden .....".
Hm, Da drängt sich mir eine Frage auf :
=>Wie ist es dann mit aktiven Lesben? Dürfen die Blut /Plasma spenden???

Blutplasma: EU will unabhängiger von US-Importen werden

Lieber Traumfahrer, Sie schreiben u.a. : "....und natürlich sollte die EU für Das Blut aus den USA strenge Vorschriften erlassen, um die Spender zu schützen. "
Hm,....Frage : Wovor soll (aus Ihrer Sicht) denn der =>Spender geschützt werden ???
Aus meiner Sicht ist "die Gefahr" für die =>Empfänger der Spende unendlich viel größer ! (z.B. HIV, Hepatitis...)

Blutplasma: EU will unabhängiger von US-Importen werden

Liebe Margareta K, Sie schreiben recht überzeugt (aber nicht wirklich überzeugend): Aktuelle Regelung, ich zitiere: “Seit August 2017 sind in Deutschland auch homosexuelle Männer zur Blutspende zugelassen – allerdings erst, wenn sie zwölf Monate lang keinen Sex hatten.“Zitat-Ende

Ähhh ....Hm. Ich denke hier ist ein ganz krasser Denkfehler in jener ="Regelung"vom August 2017. (Oder in Ihrem Zitat.....!)

Wie kann denn =>"amtlich" ein =>negativer Beweis<= gefordert werden, dass 12 Monate ->k e i n Sex stattfand ?
Auf welche Weise muss denn solcher "Beweis" erbracht werden,....dass er =>anerkannt" werden =>darf?

@Sisyphos3

"meine Meinung damals Blutspende muß freiwillig und ohne Bezahlung sein dann kommen auch keine Risikogruppen in form zwielichtigen Gestalten die aufs Geld angewiesen sind" Am 29. Oktober 2019 um 10:52 von Sisyphos3

Und was machen Sie in der Realität?

Weiterhin Plasma von Mexikanern über USA importieren, damit hier keine "zwielichtigen Gestalten die aufs Geld angewiesen sind" spenden?

*

Denken Sie wirklich, dass die Mexikaner den Weg über die Grenze gehen, um in den USA zu spenden, weil sie so ein großes Herz für US- und EU-Bürger haben und in Mexiko kein Blutplasma gebraucht wird?

Blutplasma: EU will unabhängiger von US-Importen werden

Hallo, liebe altbürgerin, Sie schreiben begeistert :"Meiner Gesundheit tun übrigens die Spenden auch gut, ganz früher nannte man das Anderlass, damit sich das Blut erneuert."

==>Irrtum !
das war ein =>Aderlass<= (nicht Anderlass). Auch Sie haben "Adern" (keine Andern) ...aus denen Blut =>entlassen wurde!
Übrigens : Das "Schröpfen" war auch eine bewährte Form von mittelalterlicher Blutentnahme.......Googlen Sie bitte !
Mfg
ONYEALI

@11:17 von Sisyphos3 - Setzen Sie wirklich...

...Drogenabhängige (Sie nennen Sie hier ja lieber Fixer) und homosexuelle auf eine Stufe, was die Gefahr bei Blutspenden angeht?

---

Ich hoffe Ihre Partei (ja, wir wissen wen Sie wählen) kommt nie an die Macht,
denn dann müssen homosexuelle Menschen wieder Angst haben in diesem freien und schönen Land.

Das is' unglaublich!

P.S.: Waren Sie schon einla bei einer Spende für Blut oder Blutplasma und kennen Sie das Prozedere überhaupt?
Nein, lesen Sie mal hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutspende#Grundvoraussetzungen

@11:17 von Sisyphos3 - Nachtrag...

...auch wenn homosexuelle in Deutschland (seit dem 07.08.2017)
bei der Blutspende nicht teilnehmen dürfen, wenn diese in den letzten 12 Monaten gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakt gehabt haben (was ich persönlich so nicht nachvollziehen kann wenn man doch auch bei nichtgleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakt sich auf diesselbe Art infizieren könnte), dann sollten Sie das auch so erwähnen.

Sie und auch andere hier verunglimpfen hier Menschen nur wegen ihrer natürlichen sexuellen Neigung.

Ja...natürlich, denn Schwulsein is' keine Krankheit und auch nicht abartig so wie manche es immer wieder gerne behaupten.

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