Ihre Meinung zu: Nach gewaltsamen Protesten meiden Touristen Barcelona

23. Oktober 2019 - 8:53 Uhr

Steinwürfe, Barrikaden, Chaos: Die gewaltsamen Proteste im Katalonien-Konflikt schädigen das Image von Barcelona. Touristen meiden die Stadt, Kreuzfahrer steuern lieber Ibiza an. Von Oliver Neuroth.

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Kommentare

Ist Tourismus wichtiger als Gerechtigkeit?

Es ist schon seltsam, dass die Proteste in Katalaonien (übrigens auch in Valencia, Bilbao, Madrid, San Sebastián ...) nun auf Tagesschau.de an erster Stelle erscheinen wenn es sich um den Tourismus handelt.
Andererseits wurde kaum über den Auslöser dieser Proteste berichtet, die extrem harten Urteile gegen demokratisch gewählte Mitglieder des katalanischen Parlaments und Repräsentanten der Zivilgesellschaft aufgrund sehr fragwürdiger juristischer Grundlagen und extrem dünner Beweislage. Man muss kein Unabhängigkeitsbefürworter sein um sich massive Sorgen um die zunehmende Politisierung der spanischen Justiz und der massiven Aushöhlung der Bürgerrechte zu machen.

Aber sorry, ich hatte ja ganz vergessen, dass das für die Mehrheit der deutschen Presse nur relevant ist, wenn es auch deutsche Urlauber betrifft.....

Was für eine Berichterstattung

Liebe Tagesschau.

Man kann über den Katalonien Konflikt zunächst mal denken wie man möchte. Ich halte die Zentrifugalkräfte innerhalb Europas generell für Gefährlich. Dennoch: Muss eine Regierung ein Referendum anerkennen? Möglicherweise nicht. Muss Sie deswegen die Initiatoren des Referendums als Landesverräter vor Gericht bringen? Sicher auch nicht. Die Art und Weise wie dieser Konflikt von Anfang an gehandhabt wurde hatte einige - sagen wir mal - demokratische Defizite.

Umso trauriger ist es nun zu sehen, wie die Berichterstattung zu dem Thema verläuft. Der Protest dort gegen die offensichtlich politisch motivierte Strafverfolgung von Lokalpolitikern hat negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. "Die Krawallmacher scheint das nicht zu kümmern" Na und? Ist seit neuestem der Protest gegen politische Entscheidungen eine Frage der Volkswirtschaftlichen rentabilität? Oder muss ich Mitleid haben mit ein paar Kölnern, die jetzt leider ihren Urlaub nicht geniessen können?
Journalismus?

Am 10. November 2019 finden Wahlen zum Spanischen Parlament,

den Cortes Generales, statt.
Zu diesen Wahlen werden nicht nur die Aktivisten und Demonstranten gehen.
Am Ende des Wiki-Artikels sind die Ergebnisse der einzelnen Regionen aufgelistet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Parlamentswahlen_April_2019

Ich finde es gut für Barcelona, dass nicht so viele

Touristen kommen. Die Einwohner werdenvielleicht wieder entspannt auf die Straße gehen können und auch nicht nachts von dem Gegrölle der besoffenen Touristen in ihrem Schlaf gestört werden. Richtig klasse!!

Nanu

Die Krawallmacher scheint das nicht zu kümmern.

Ich liebe diese Art "Berichte". Da lernt man doch gleich, was wichtig ist im Leben.
Für Barcelona, also auch für die Katalanen, hat gefälligst wichtig zu sein, dass Touristen kommen. Wer das nicht ganz vorne auf der Liste hat, ist kein Demonstrant, sondern ein "Krawallmacher".
Auf diese Weise kann man natürlich über jedes noch so diktatorisch geführte Urlaubsparadies schreiben. Wenn einer einen Nachteil hat von den politischen Irrlichtereien der spanischen Regierung, dann sind es natürlich die armen Touristen, voran die deutschen. Ein vernünftiger Katalane dagegen sollte eher den Umsatz der Hotels und Restaurants im Blick haben als seine Bürgerrechte.
Fehlt noch der Hinweis auf gefährdete Arbeitsplätze durch überbewertete Freiheitsrechte.

Analogie zum Brexit

In Katalonien will die Hälfte der Bürger keine Trennung von Spanien. Das Land ist ähnlich gespalten wie Großbritannien beim Brexit. Wie da eine Lösung zustande kommen soll, die alle zufrieden stellt, ist rätselhaft. Den Separatisten ist offensichtlich nicht klar, was eine Trennung für Folgen hat. Ein Verbleiben innerhalb der EU wird die Zentralregierung in Madrid nicht zulassen. Darüber sollten die Separatisten einmal nachdenken.

Wer, wie die Demonstranten,

Wer, wie die Demonstranten, Unabhängigkeit ohne Beachtung der Verfassung erreichen will fördert letztlich Anarchie. Verfassungsänderungen erfordern z.B. eine 3/5 Mehrheit.

Auch das ist wahr.....

Seit Jahren schon wollen vielen Catalanen südlich von Sitges bis Tarragona nicht mehr zum Rest Cataloniens gehören , das ist Fakt.

Das Besondere:
In diesem Regionen Cataloniens haben die der Separatisten Parteien schwach bei den letzten Wahlen abgeschnitten .

Drum auch jetzt ihre Forderung eines Referendums nur im Nord-Osten Cataloniens abzuhalten.

Auch Fakt ist :
Das bei den letzten Regionalwahl südlich von Sitges eine deutliche Mehrheit für Parteien gestimmt, die Catalonien nicht von Spanien abspalten wollen.

Sondern ein Catalunien haben wollen , das weltoffen ist, europäisch, fortschrittsdenkend, das bei Spanien bleiben will und nicht ein Catalonien, das Herrn Puigdemont repräsentiert, und nationalistisch rückwärtsgewandt ist und sogar fordert das einige Gebiete des Südlichen Frankreichs ( Perpignan bis Narbon ) zu Catalonien gehören sollen.
.
Für Emmanue Macron und Frankreich der reinste Horror die Separatisten Cataluniens

Die Krawallmacher sitzen in Madrid

Die Krawallmacher scheint das nicht zu kümmern. Selbst viele der Tausenden friedlichen Demonstranten meinen, dass die Auswirkungen der Proteste Nebensache seien.

Natürlich sind sie Nebensache. Hier geht es um viel viel mehr, um Demokratie und Selbstbestimmung. Hongkong ist nicht weit.

Warum beschäftigt sich die TS nicht mal genauer mit den Anliegen der Katalanen? Und der Rolle von Justiz und Politik in Madrid? Ist das noch ein Rechtsstaat? Wo bleiben die versprochenen Verhandlungen zu einem neuen Autonomiestatut? Ist es das richtige Signal dass das Baskenland nach Jahren der Gewalt weitgehende Autonomie hat, das friedliche Katalonien aber nicht?

Ich verstehe diese Separationsbestrebungen...

in einem europäischen Land einfach nicht. Welchen Nachteil hat es denn real, dass Katalonien zu Spanien gehört und keine eigenständige Nation ist? Ich möchte Schleswig-Holstein doch auch nicht von der BRD abspalten, bloß weil Plattdeutsch langsam aber sicher ausstirbt (obwohl ich ehrlich gesagt rein gar nicht gegen eine Angliederung an Dänemark hätte :-D). Was erwarten sich die Menschen realistisch betrachtet von solch einer Kleinstaaterei ausserhalb der EU (innerhalb der EU ist keine Alternative, da Spanien hier abblockt)? Wer ist wirklich verantwortlich bei den ausgesprochenen Urteilen? Die Richter, die nach geltendem Recht geurteilt haben oder die Politiker, die gegen geltendes Recht verstoßen und sämtliche Warnungen ignoriert haben, weil sie ja irgendwie moralisch überlegen und daher automatisch im Recht seien, selbst wenn es das Gesetz anders sieht?

@10:35 von frosthorn

">>Die Krawallmacher scheint das nicht zu kümmern.<<

Ich liebe diese Art "Berichte". Da lernt man doch gleich, was wichtig ist im Leben.
Für Barcelona, also auch für die Katalanen, hat gefälligst wichtig zu sein, dass Touristen kommen. Wer das nicht ganz vorne auf der Liste hat, ist kein Demonstrant, sondern ein "Krawallmacher"."

Im nächsten Satz steht dann: "Selbst viele der Tausenden friedlichen Demonstranten meinen, dass die Auswirkungen der Proteste Nebensache seien."

Hier werden also nicht alle Demonstranten als Krawallmacher verunglimpft - sondern nur diejenigen, die für den Krawall in Barcelona verantwortlich sind. Immerhin gab es über 600 Verletzte und Vandalismus.
Bewertet wird die Angelegenheit auch nicht, sondern die Auswirkungen beleuchtet. Und ja - die Auswirkungen auf den Tourismus scheint vielen egal zu sein - den gewaltbereiten Protestlern wohl mehr als allen Anderen.

Der Fokus des Berichts ist der Tourismus - es gibt andere Artikel mit andersgelagertem Fokus.

@10:47 von berg222

"Den Separatisten ist offensichtlich nicht klar, was eine Trennung für Folgen hat. Ein Verbleiben innerhalb der EU wird die Zentralregierung in Madrid nicht zulassen. Darüber sollten die Separatisten einmal nachdenken."

Die gesamte Thematik scheint so mit Emotionen aufgeladen und angespannt zu sein - und die Regierung in Madrid tut anscheinend leider gar nichts um zur Entspannung beizutragen, sondern gießt eher noch mehr Öl ins Feuer.
In so einer Situation ist es unwahrscheinlich, dass mehr Menschen zur Ruhe kommen um nachzudenken wie man das Beste aus der Sache machen kann. Es wird ja sicherlich auf beiden Seiten berechtigte Anliegen geben bei denen man irgendwie zusammenfinden muss um die Angelegenheit zu befrieden.

@Werner40 um 10:52Uhr

Manchen Foristen interessiert das nicht, daß die spanische Verfassung durchaus abänderbar ist, aber eben nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu gehört die von Ihnen angesprochene Mehrheit und eine Abstimmung in ganz Spanien, und nicht nur in Katalonien. Die gleichen Foristen wollen auch nicht erkennen, daß Gerichte nicht nach Gutdünken handeln, sondern an Gesetze gebunden sind.

@Georg Corny um 11:01Uhr

Voll getroffen! Gratuliere!

@frosthorn, 10:35

Genau so ist das.

Daumen hoch für diesen Kommentar.

Einfach unrichtig

@bananas @Canislupus

Die Behauptung das hier auf tagesschau nur über die Auswirkungen der katalaischen Separatistenbewegung auf Wirtschaft und Tourismus berichtet wird ist schlicht falsch.
Tageschau hat ausfühlich und objektiv über die Unruhen und deren Hintergründe in den letzten Wochen berichtet. Einfach mal das Archiv bemühen.

Es handelt sich bei den verurteilten Politikern auch nicht um politsche Gefangene wie unterstellt wird sondern um Politiker die wohl wissend und mit Ankündigung die spanische Verfassung gebrochen haben und Steuergelder für ein illegales Referendum zweckentfremdet haben.

Spanien hat nach der spainischen Verfassung gehandelt die eben auch in Katalonien gilt und von Katalonien akzeptiert wurde.

Wenn die Katalanen die Verfassung ändern möchten ist das möglich.
So etwas nennt man Rechtsstaat.

@berg, 10:47

"Das Land ist ähnlich gespalten wie Großbritannien beim Brexit. Wie da eine Lösung zustande kommen soll, die alle zufrieden stellt, ist rätselhaft."

Man könnte ja einfach demokratisch abstimmen.

Hoppla, ist ja längst passiert...

Pest oder Cholera

"Am 23. Oktober 2019 um 10:34 von PeterFinger
Ich finde es gut für Barcelona, dass nicht so viele
Touristen kommen. Die Einwohner werdenvielleicht wieder entspannt auf die Straße gehen können und auch nicht nachts von dem Gegrölle der besoffenen Touristen in ihrem Schlaf gestört werden. Richtig klasse!!"

Da haben Sie recht, statt der Touristen haben sie nun randalierende Separatisten, brennende Barrikaden, zerstörte Geschäfte und eine komplett lahmgelegte Stadt.

Was eine Verbesserung für die Anwohner!

@frosthorn um 10:35Uhr

"diktatorisch geführtes Urlaubsparadies"? - mit dieser Formulierung beweisen Sie Ihre Ideologische Grundhaltung und daß Sie von "Diktatur" wahrlich keine Ahnung haben! Für Sie ist es scheinbar unerklärlich, warum nicht Ströme von Touristen den fahnenschwenkenden und "Libertad" brüllenden Demonstranten zujubeln und für die Zerstörungen applaudieren, oder?

Katalonien-Konflikt und Tourismus

Der Katalonien-Konflikt ist zu komplex, um ihn hier in ein paar hundert Zeichen abzuhandeln, allerdings gehört er in den Kontext jener Nationalismen, die derzeit in vielen europäischen Ländern Wellen schlagen - und wie immer befeuern sich die wechselseitigen Nationalismen (hier der katalanische und der kastilische). Das Ganze findet vor dem Hintergrund einer notorisch instabilen politischen Situation in Spanien statt mit erneut vorgezogenen Parlamentswahlen und heftigen Machtkämpfen innerhalb der politischen Lager und zwischen den politischen Lagern. Wo es um ideologisch befeuerte Machtkämpfe geht, da interessiert die Beteiligten zumeist tatsächlich nicht die wirtschaftlichen Auswirkungen ihres Tuns - warum also nicht diese näher betrachten? Allerdings findet sich schon in der Überschrift und dann auch im Inhalt des Artikels leider ein Duktus, der nahezulegen scheint, das Wesentliche des "Krawalls" seien die Auswirkungen auf Hotels und Touristen - und das ist es ja nun nicht. Schade.

So sieht es aus..

Wie alle Region, auch Katalonien haben der Spanischen Verfassung anfang der 70er Jahre zugestimmt, das ist fakt!
Und Demokratie heisst auch sich innerhalb der spanische Gesetze zu bewegen, kein Bund steht über dem Land!
Und wenn schon über ein unabhängigkeit abgestimmt wird, dann sollte man vorher mit allen Konsequenzen rechnen, zB Eu-zugehörigkeit, Grenzkontrollen, keine Subventionen etc etc!
Siehe Brexit-chaos,!
Und unterdrückt wird im grunde niemand, im Gegenteil, es sind die Kulturvereinen, Schulen und nicht zuletzt Presse,TV3 usw. die kritisch und nur schlecht über Spanien berichten!
Kein Wunder das die jungen eine Art Hirnwäsche bekommen!

11:09 von RenamedUser

Ich verstehe diese Separationsbestrebungen...
in einem europäischen Land einfach nicht. Welchen Nachteil hat es denn real, dass Katalonien zu Spanien gehört und keine eigenständige Nation ist?
.
dann ist es ja in Ordnung
wenn sie das nicht verstehen können oder wollen brauchet es ein anderer auch nicht

und sie schreiben "in einem europäischen Land"
gelten in Afrika andere Regeln in Amerika oder Asien ?

Man weiß wieder einmal zu wenig

Mein spontaner Gedanke wäre "reiche Region, die ihren Reichtum jetzt mit Niemandem teilen möchte". Da wird sicher ein wenig Wahrheit dran sein, aber eben nur ein wenig.

In einer anderen Sache weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Im Urlaub sind wir einmal von sehr jungen Taschendieben beklaut worden. Sehr trickreich, ich muss die Vorgehensweise auch fast bewundern. Wir haben das sogar zeitnah bemerkt und in einer fast filmreifen Aktion alles wiederbekommen. Ja, genau filmreif. Vieles filmisch dokumentiert. Wir sind wenige Stunden später zurück nach Deutschland gereist und wollten mir unseren Filmdokumenten durchaus Anzeige erstatten. Auch, wenn uns letztlich nix geschehen ist, waren die Diebe ja noch da.
Die Aussage: "Eine Anzeige können Sie nur vor Ort erstatten." Na, ja ...
Ich denke, das Ganze sollte schlicht nicht in die Statistik eingehen.

das Erbe Francos ...

die spanischen Unabhängigkeitsbewegungen (nicht nur in Katalonien) sind auf die hemmungslose Diktaur Francos zurückzuführen. Nach der Ära Franco waren die Bestrebungen für Unabhängigkeiten - verständlicherweise - groß. Dem wurde in zu großem Maße entsprochen ... siehe Polizei und Bildungspolitik, die nun mit zu hohen Befugnissen unter lokaler Bestimmung gestellt sind. (gehen Sie mal in die Schulen oder Universitäten und versuchen sich ohne "Catalán" zu verständigen. ) Das Ergebnis jahrelanger Gehirnwäsche sehen wir jetzt. Das wird sich auch nicht mehr wegdemonstrieren lassen.

re bananas

"Es ist schon seltsam, dass die Proteste in Katalaonien (übrigens auch in Valencia, Bilbao, Madrid, San Sebastián ...) nun auf Tagesschau.de an erster Stelle erscheinen wenn es sich um den Tourismus handelt.
Andererseits wurde kaum über den Auslöser dieser Proteste berichtet, die extrem harten Urteile gegen demokratisch gewählte Mitglieder des katalanischen Parlaments und Repräsentanten der Zivilgesellschaft"

Das ist ja wohl komplett falsch.

Meiner (schwachen) Erinnerung nach ist das heute der erste Bericht, der den Tourismus in den Mittelpunkt stellt. Dagegen wurde seit den Gerichtsurteilen kontinuierlich über diese und die dadurch ausgelösten Unruhen und Demos berichtet.

Sie beanstanden Einseitigkeit doch nur, weil Sie es gern "andersrum" viel einseitiger hätten.

11:09 von RenamedUser

"Ich möchte Schleswig-Holstein doch auch nicht von der BRD abspalten, bloß weil Plattdeutsch langsam aber sicher ausstirbt"

Aller Wahrscheinlichkeit nach würden die Katalanen, wenn sie in Schleswig-Holstein leben würden und Deutsche wären, sich ebenfalls nicht von der BRD abspalten wollen.

Und umgekehrt: viele Deutsche würden, falls sie Katalanen wären, sich von Spanien abspalten wollen.

@tagesneu 12:19

"....... (gehen Sie mal in die Schulen oder Universitäten und versuchen sich ohne "Catalán" zu verständigen. ) Das Ergebnis jahrelanger Gehirnwäsche sehen wir jetzt. Das wird sich auch nicht mehr wegdemonstrieren lassen."

Volle Zustimmung!
Die einseite Geschichtslehre an katalanischen Schulen und Unis ist eines der Grundprobleme und der Boden auf dem der Separatismus und Nationalismus Katalonies wächst und gedeiht.

Spanisch ist an katalanischen Schulen Fremdsprache!
Studieren ohne katalanische Sprachkenntnisse nicht möglich weil die Vorlesungen tw. nur in katalan abgehalten werden.

Schauen wir uns doch einfach die Separatisten auf den Demos in Katalonien an, sehr großer Anteil sehr junger Menschen.
In GB genau andersherum junge Menschen sind für den verbleib in der EU.

In dem nach vielen Foristen doch so unterdrückten Katalonien kann der Separatismus bereints in den öffentlichen Schulen auf katalanisch unterrichtet werden.

Was für eine Unterdrückung der Katalanen!

11:01 von GEORG GORNY Auch das ist wahr.....

endlich mal ein gelungener kommentar, der auch veröffentlicht wurde!

Ich sehe was, was du nicht siehst und ich eigentlich auch nicht

Wenn ich wenig bis überhaupt keine Sachkenntnis über ein Thema habe, versuche ich mich immer mehr mit unsinnigen Kommentaren zurückzuhalten. Ich benutze dann höchstens sprachliche Varianten, die nicht meine Ignoranz leugnen, aber nach Möglichkeit einen anderen Blick ermöglichen sollten (dabei, so weit es geht, wenigstens mir etwas mehr Selbstreflexion bringen).
Was denken Nutzer, wenn Sie aber mit so wenig Wissen und Reflexion auf Themen steigen?
Was den Konflikt Cat. / Esp. betrifft, einige Hinweise und Stichpunkte für Interessierte:
Reconquista, Königreiche Aragon u. Kastillien, Eroberugen Jaime I / Gebietsüberlassungen für die katal. Besiedlung (Südfrankr. bis Alicante (bis dahin alles Mittelalter), Span. Erbfolgekrieg u. das Jahr 1714, "Restauration" im 19. Jh., 1. Weltkrieg u. Aufstieg der catal. Bourgeosie, Span. Republik 30er Jahre, Gesellsch. Diskurs über Sozialismus, Anarch., Bodenreformen, Kirche, Dezentralisg., Faschismus, Bürgerkrieg, Repression, Demokratie/Moncloa-Pakt...

@bananas, 10:22

"Andererseits wurde kaum über den Auslöser dieser Proteste berichtet, die extrem harten Urteile gegen demokratisch gewählte Mitglieder des katalanischen Parlaments und Repräsentanten der Zivilgesellschaft (...)"

Verzeihung, aber das stimmt nicht. Über die Auslöser dieser Proteste wurde hier sehr wohl berichtet, wie Sie hier nachprüfen können: meta.tagesschau.de/geo/europa/spanien

11:09 von RenamedUser

«Ich verstehe diese Separationsbestrebungen in einem europäischen Land einfach nicht. Welchen Nachteil hat es denn real, dass Katalonien zu Spanien gehört und keine eigenständige Nation ist?»

Ist wohl unter rationalen Gesichtspunkten auch nicht zu verstehen.
Auch weit mehr als nur der Sprachenstreit, ob man auf Español "bueno", oder auf Katalán "bo" sagt ("gut").

Hat weit zurück reichende historische Gegebenheiten. Die Franco-Diktatur, als die Sprache Katalán verboten war. Und sogar die Tradition, im Wettstreit der Dörfer & Städte "Menschen-Pyramiden" zu bauen.

Einer der wichtigsten Aspekte ist wohl der Autonomie-Status von KAT in ESP. Der ist "geringer" als der des Baskenlandes. Aber alle Regionen in ESP haben dem Status des Baskenlandes zugestimmt. Auch KAT.

Andere Regionen in ESP sehen es "ungern", wenn das Land in autonome Regionen "zerfasert". Beim Baskenland stand das Ende eines langen Bürgerkriegs im Hintergrund.

Und auch in KAT ist weit keine einheitliche Sichtweise …

Bestehendes Gesetz muss gehalten werden. Wirklich?

Hier wird von manchen Teilnehmer immer wieder behauptet, dass die Verurteilten nun mal das Gesetzt verletzt hätten, das Gesetzt nun mal gehalen werden muss und damit basta!

1. Wurden die Politiker aufgrund von Sedition, also Aufruhr, verurteilt. Diesen Strafbestand gibt es in Deuschland nur noch als Volksverhetztung (in Spanien gibt es, nur so nebenbei, eine Stifung die Fransico Franco gewidmet ist, und das wird seltsamerweise nicht als Volksverhetzung geahndet). Auch in anderen Ländern gibt es diesen Strafbestand nicht und sie kommen anscheinend ohne ihn aus.

2. Die größte Einzelstrafe beträgt 13 Jahre. Ein Mörder kommt normalerweise nach 15 Jahren wieder aus dem Bau. Verhältnimäßig?

3. Viele demokratische Fortschritte wurden in der Geschichte dadurch gemacht, dass sich Menschen eben gerade NICHT an ungerechte Gesetzt (siehe 1) gehalten haben. Ich will jetzt nicht vergleichen, aber die historischen Vorbilder sind bekannt: Ghandi, Mandela, Parks, Luther-King, ....

Sollte der überbordende

Sollte der überbordende Tourismus in Barcelona durch die Proteste auf ein gesundes Maß zurückgestutzt werden, hätten die Krawalle ja zumindest einen positiven Nebeneffekt. Seit über 10 Jahren ächzen die meisten Bewohner Barcelonas unter unbezahlbaren Mieten und Verdrängung. Ein Auslöser eben der "Tourismusboom" und die daraus resultierende Zweckentfremdung von Wohnraum. Man kennt dies in Ansätzen auch in Deutschland, vor allem in Berlin aber in Barcelona ist es sehr viel weiter als anderswo. Vielleicht mit Ausnahme von London. Und daß Kreuzfahrtschiffe wegbleiben, da wäre Venedig froh drüber.

11:32 von karlheinzfaltermeier +ts-leiter/in

sind wir nun schon soweit, daß man nichtmals mehr einen veröffentlichten beitrag gutheissen darf? ich dachte, es gäbe meinungsfreiheit in deutschland!
""""dieser aussage (von faltermeier)schliesse ich mich vollumfänglich an. leider kann ich das nicht in so schöne und treffende worte kleiden!"""

13:08 von Ist Wahr

dieser aussage schliesse ich mich an, wenn Ich das hier bei der ARD denn noch darf!!

Viele Kommentare hier zeigen,

Viele Kommentare hier zeigen, dass in Deutschland immer noch ein riesiges Informations-Defizit besteht, um die Vorfälle in Cataluña richtig einzuordnen. Stattdessen machen sich viele Menschen die romantisch-fiktiven Motive vermeintlicher Retter des katalanischen Volkes zu Eigen, in völliger Verkennung der Tatsachen.
.
1. Cataluña ist bereits heute innerhalb Spaniens weitgehend selbstständig.
2. In Cataluña oder sonst irgendwo in Spanien wird niemand von Franquisten unterdrückt. Spaniens parlamentarische Monarchie ist eine Demokratie, nicht nur auf dem Papier.
3. In den Schulen und Medien Cataluñas werden Halbwahrheiten und klare Lügen verbreitet, die Spanien diskreditieren und Cataluña glorifizieren. Es wird Hass geschürt, der sich jetzt in Gewalt und Spaltung entlädt.
4. Die Separatisten haben trotz deutlicher Warnungen die Verfassung gebrochen. Das ist für Personen des Öffentlichen Lebens auch in Spanien kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf die Demokratie.

In ganz spanien ein

In ganz spanien ein Referendum zur Teilung durchzuführen, ist doch totaler Mumpiz.
Würden unsere Hungerleideländer einer Abspaltung Süddeutschlands zustimmen? Wo hätten denn dann saarland, nrw, bremen, hamburg, niedersachsen, sh, meckpom, berlin, sachsen, sa, thüringen, brandenburg &rp ihre kohle her? Ohne hessen, bw und bayern wird ziemlich duster hier. Und spanien ohne katalonien taugt nichtmal zum tourismus. Die würden nie für Leave stimmen.

warum ist man hier der

warum ist man hier der Meinung, Katalonien dürfe nicht für sich swlbst entscheiden, während man gleichzeitig glaubt, Assad hätte beim ersten Protestmarsch abdanken müssen?
Da ist doch irgendwo ein Hirnknoten drinnen.

re frosthorn

"Ich liebe diese Art "Berichte". Da lernt man doch gleich, was wichtig ist im Leben.
Für Barcelona, also auch für die Katalanen, hat gefälligst wichtig zu sein, dass Touristen kommen. Wer das nicht ganz vorne auf der Liste hat, ist kein Demonstrant, sondern ein "Krawallmacher"."

Friedliche Demonstrationen (z.B. London letzten Samstag) schrecken keinen einzigen Touristen ab.

Also sind's wohl doch Krawalle in Barcelona.

PS. Macht es Ihnen keine Bauchschmerzen, sich auf die Seite rabiater Nationalisten zu stellen? Oder kriegt jeder Ihre Zustimmung, wenn's nur den "Kapitalisten" schadet?

re sausevind

"Aller Wahrscheinlichkeit nach würden die Katalanen, wenn sie in Schleswig-Holstein leben würden und Deutsche wären, sich ebenfalls nicht von der BRD abspalten wollen.

Und umgekehrt: viele Deutsche würden, falls sie Katalanen wären, sich von Spanien abspalten wollen."

Und wie haben Sie diese hohe Wahrscheinlichkeit ermittelt?

@ bananas

Schöner Kommentar! Stimme Ihnen zu.

Ich befürchte nur, dass die Teilnehmer die Sie darin ansprechen Ghandi, Mandela, Parks und Luther-King nicht als Vorbilder ansehen...

Peter Finger u.a.

nur gut, dass Plünderungen und verwüstete Geschäfte die Einwohner nicht in ihrer Ruhe stören... ich glaube, den Inhabern der zerstörten Geschäfte wären die üblichen Touristen lieber. Die haben Geld in die Geschäfte und Bars gebracht und keine Scheiben zertrümmert und ob sie lauter waren als die Krawalle glaube ich auch nicht

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