Ihre Meinung zu: Kramp-Karrenbauers Syrien-Vorstoß sorgt für Irritationen

22. Oktober 2019 - 14:29 Uhr

Mit ihrem Syrien-Vorstoß stößt Kramp-Karrenbauer beim Koalitionspartner SPD auf Kritik - und auch bei den Bündnispartnern gibt es offenbar viele Fragen. Rückendeckung kommt aus der Union.

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Kommentare

es ist schon traurig

unseren überaus wichtigen und beliebten AM einfach zu umgehen. der hätte das gewuppt, wenn man ihn gefragt hätte

Akk, endlich mal klare Worte

und Visionen kann man in dieser Repubik doch noch haben, oder?

Kramp-Karrenbauers Vorstoß sorgt für Irritationen....

Innenpolitisch würden sich vielleicht SPD und Grünen früher oder später dafür weich klopfen lassen.

Aber mit Sicherheit gibt es dafür Ablehnung in den Ländern der Region.
Ein "Stabilisierungseinsatz",klingt irgendwie so: "Erst wenn wir dabei sind,dann läuft es".

"Irritationen" worüber?

"FDP-Chef Lindner sieht Profilierungsbemühungen"

Die sind doch ganz offensichtlich die Hauptbeschäftigung der meisten Politiker. Und Herr Lindner bildet da ganz bestimmt keine Ausnahme.

Recht hat sie! So geht Spitzenkandidat!

Manchmal muss man sich eben zuerst die Unterstützung der Öffentlichkeit einholen und voranpreschen, bevor in der Groko-Konferenz alles kleingeredet und weichgespült wird. So geht Führung, so geht Spitzenkandidat! Frau Merkels Definition, wonach Politik das Möglichste unter dem Erreichbaren ist, ist ambitionslos, verwaltend und setzt keine Energie zur Veränderung frei. Ich wünsche mir viel mehr, dass wir, aber auch unsere Politiker formulieren, wie wir uns unsere Zukunft wünschen, und dann ihr bestes tun, um diese zu erreichen.

Und dazu gehört für mich ein militärisch bedeutsames Deutschland, welches sich für Multilateralismus, Friede und Menschenrechte einsetzt. Vielleicht schaffen wir es, ein ehrlicher Makler auf der Weltbühne zu sein. Auf die USA können wir nicht mehr setzen, auf die NATO per se auch nicht. Es bleibt an uns, es bleibt an Europa. Diese Schutzzone wäre ein guter Anfang!

das lese ich aus akk s worten

"Der dpa sagte sie aber auch: "Es ist zuerst einmal mein Vorschlag als Verteidigungsministerin und auch als Parteivorsitzende.""
Kann das sein, dass sie sich profilieren moechte?
Das hat sie schon mehreremal versucht, mit recht zweifelhaftem Erfolg.
Nun macht sie sich via sms bemerkbar. naja, abschauen?
sie informiert den erfolgreichen herrn maas. nun denn.
hat sie auch herrn assad ueber ihre wunschtraeume via sms informiert? oder akzeptiert herr assad jeden voelkerrechtswidrigen vorschlag fuer sein land?
wie sieht es mit der meinung des herrn erdogan aus? ist die abgefragt worden? putin? trump?macron? usw. ....?
waehnt akk syrien als bundesland der brd? es gibt nichts was es nicht gibt.
weiss sie eigentlich, dass die bundeswehr grosse probleme hat? hat sie schon kommuniziert wie sie diese probleme angehen und loesen moechte?
das hat alles mit serioeser, zielgerichteter politik nichts mehr zu tun. dieses peinliche sichbemerkbarmachen, ist vielleicht ein integrierungsversuch.

Am 22. Oktober 2019 um 15:40 von Bernd Kevesligeti

"Aber mit Sicherheit gibt es dafür Ablehnung in den Ländern der Region.
Ein "Stabilisierungseinsatz",klingt irgendwie so: "Erst wenn wir dabei sind,dann läuft es"."

Die beste Stabilisierung für die Region wäre es, wenn sich die NATO vollständig aus dieser zurückzieht und den Menschen dort zugesteht, selbst für sich die Zukunft zu gestalten. Aber leider haben sich unsere westlichen Staaten bisher dabei nicht mit Ruhm bekleckert, wollten ihre Art aufzwingen.

Das ist doch keine Außenpolitik!!

Dafür wäre Herr Maaß zuständig.
AKK sollte zuersteinmal die 6 von 6 defekten UBoote reparieren.
Vom schweren Gerät ist nur die Hälfte einsatzfähig.
DAS wäre ihre Aufgabe.
Sie versäumt wirklich kaum ein Fettnäpfchen.

Am 22. Oktober 2019 um 15:50 von TrautSich

"Und dazu gehört für mich ein militärisch bedeutsames Deutschland, welches sich für Multilateralismus, Friede und Menschenrechte einsetzt. Vielleicht schaffen wir es, ein ehrlicher Makler auf der Weltbühne zu sein."

Sorry, aber ein Makler, der seine Interessen militärisch durchsetzt, das will keine normal denkender Mensch. Wie kann man nur so verworren denken, Militarismus mit Frieden gleichzusetzen. Außer einem paar Kriegsverherrlichern wird kein Mensch diese Forderung unterstützen. Auf solche Spitzenkandidaten kann man gut verzichten, das "Tausendjährige Reich" muss nicht auferstehen.

Kramp-Karrenbauers Syrien-Vorstoß

Herje, was war anderes zu erwarten - ein Trudchen in Not, weil es als Parteiarbeiterin Profilierung betreiben muss, muss halt was von sich geben, das hatten wir bei ihrer Vorgängerin doch auch.
Statt ihre Truppe erstmal aufzubauen, will sie sie einsetzen - wie und womit bleibt fraglich. Dann das Ganze noch im Spannungsfeld der Großmächte Zu denen weder Deutschland, noch Europa gehören.
Deutschland ist unerträglich immer dann, wenn es glaubt Verantwortung tragen zu müssen ("Wir sind Papst", wir können Sicherheitsrat, wir können Ordnungsmacht) er wäre aber noch schlimmer, wenn es nicht von vornherein lächerlich wäre.
Frau AKK soll erstmal den Herren am Bosporus besuchen und mit ihm ne Runde Tavla spielen und zeigen, das sie Stehvermögen hat, bevor sie dorthin vorstößt.

Vernünftiger Vorschlag - diskussionswürdig

Da macht eine Politikerin einen Vorschlag, und der ist dann auch noch vernünftig. Zumindest diskussionswürdig. Und er hätte ja vielleicht auch anderen einfallen können, hat aber nicht.

Und schon wird auf den Vorschlag eingedroschen, ohne sich darum zu bemühen, die inhaltlichen Perspektiven des Vorschlags auszuloten.

Bei mir kommen dann Zweifel auf, ob SPD und FDP mit ihrer grundsätzlichen Verweigerungshaltung noch politikfähig sind.

Der Vorschlag ist

Der Vorschlag ist unausgegoren und übernimmt mindestens am einer Stelle erschreckend nah Positionen, mit denen Erdogan seinen Angriffskrieg gegen die Kurden rechtfertigt. Ein kräftiger diplomatischer Fauxpas.
Vielleicht bringt sich AKK ja als künftige Außenministerin in Position, weil sie weiß, dass die Felle der Kanzlerkandidatin ziemlich davonschwimmen...

15:53 von higher

"Kann das sein, dass sie sich profilieren moechte?"

Weiß nicht.
Das wird meist aus dem hohlen Bauch heraus unterstellt, und ich halte von dümmlichen Unterstellungen nichts.

Eher scheint mir ein Stück des Wesens der CDU da durchzuschimmern.
Die CDU scheint mir ein wenig kriegs-affin.

Und AKK argumentiert in meinen Augen so:
"Pferde müssen geritten werden, wenn man sie schon mal hat."

Und wenn man schon mal Soldaten hat, dann müssen die auch irgendwann mal in den Krieg. Sonst könnte man sie ja ganz abschaffen.
Könnte aber jetzt auch eine Unterstellung meinerseits sein.

15:40 Bernd Kevesligeti

"Stabilisierungseinsatz klingt irgendwie so: "Erst wenn wir dabei sind, dann läuft's........"

Ja es klingt so "hoppla jetzt komme ich und alles wird gut".
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man nur noch lachen. Nach dem man erfolgreich bei der Destabilisierung mitgewirkt hat und gescheitert ist, will man jetzt doch auch ein bisschen zu den Siegern gehören (wobei bei diesem Desaster niemand der Sieger ist). Vielleicht wäre die einfachste Lösung Sanktionen aufheben und zusammen mit der Syrischen Regierung die Befriedung und den Aufbau des Landes voranzutreiben.

Ich befürchte,

dass sich AKK auf dem Rücken der Soldatinnen und Soldaten profilieren will. Gibt es denn überhaupt Zustimmung des souveränen Syrien oder will man es eben gegen das Völkerrecht durchsetzen wie Erdogan? Was sagen die unmittelbar Betroffenen dazu? Gibt es ein UN-Mandat? Oder sind es doch ungelegte Eier?

Kritiker gibt es immer.

Es wird allerhöchste Zeit, dass Europa - und eben auch Deutschland – sich endlich kümmert und nicht immer nur redet. Das ständige nur Zusehen über die vielen Jahre machte alles nur noch schlimmer. Assad, der große Teile seiner Bevölkerung abschlachtete, erfährt gerade wieder größeren AufwInd, Russen mischen sich ein und die Türkei macht was sie will. Der IS kann sich wieder regenerieren und die Kurden sind weiterhin auf der Flucht. Alles das hätte nach meiner festen Überzeugung vermieden werden können, wenn sich die Europäer nicht so gedrückt hätten. Keinerlei Verantwortung wollte man übernehmen, denn es könnte ja was passieren. Dafür kommen nun immer mehr Flüchtlinge, die gar nicht mehr wissen, wohin sie sollen… Ich bleibe dabei: Europa muss sich endlich einmischen - durch Präsenz vor Ort und durch wirtschaftliche und militärische Stärke. Europa muss eine klare Kante zeigen!

Frau AKK

Das regeln die Großen dieser Welt und da gehört unsere Ministerin bestimmt nicht dazu !

Seit die Grünen die BW in den

Seit die Grünen die BW in den Krieg geschickt haben, will das irgendwie jeder machen. Als ehemsliger WEHR-Pflichtiger müsste ich heute den Dienst verweigern. Ich leistete den Eid auf Landesverteidigung. Nicht für Angriffsphantasien.
Auch haben wir kein Material dafür.
Frieden schaffen ohne Waffen?

15:59 von ex_Bayerndödel

<< Am 22. Oktober 2019 um 15:50 von TrautSich

"Und dazu gehört für mich ein militärisch bedeutsames Deutschland, welches sich für Multilateralismus, Friede und Menschenrechte einsetzt. Vielleicht schaffen wir es, ein ehrlicher Makler auf der Weltbühne zu sein."

Sorry, aber ein Makler, der seine Interessen militärisch durchsetzt, das will keine normal denkender Mensch. Wie kann man nur so verworren denken, Militarismus mit Frieden gleichzusetzen. Außer einem paar Kriegsverherrlichern wird kein Mensch diese Forderung unterstützen. Auf solche Spitzenkandidaten kann man gut verzichten, das "Tausendjährige Reich" muss nicht auferstehen.<<

.-.-.-.-.--.-.-.-.-.

Ich bin froh, dass Sie das schreiben, Herr oder Frau ex_Bayerndödel.

auf nach Syrien

Ach Annegret, wenn du doch geschwiegen hättest ...
Dort gibt es doch schon genug deutsche Waffen. Wozu noch deutsche Soldaten? Russen, Syrische Armee, der IS, Türkische Armee, Kurdenmilizen, ein paar Amis. Da fehlen wir gerade noch. Wie wäre es denn besser die Waffenexporte an die Kriegsparteien einzustellen? Oder dem Erdogan die Hermes Bürgschaften kürzen. Diese Sprache versteht der!

von Bayerndödel 15:53

Ihre Einschätzung ist schon richtig.Aber man muß den Ansatz von Kramp-Karrenbauer auch
in dem Licht sehen,daß sie weiß,wer im Grunde dort gescheitert ist und an Bedeutung verloren hat.
Und auch beim Wiederaufbau Syriens sind längst russische,chinesische und indische Unternehmen mittenmang.

rer Truman Welt

Nach meiner Einschätzung entspricht diese Äußerung /Forderung von KK exakt der Fehlbestzung des Verteidigungsministeriums mit KK. Deshalb ear und ist mit solch sinnbefreiten Aktionen zu rechnen. Was dieses Region jetzt braucht ist sicher nicht noch weitere militärische Einmischung und die Europäer sollten glücklich darüber sein, dort militärisch gar nicht mitgemischt zu haben. Jetzt muß dieses Spielfeld den Türken, Syrern und Russen zunächst primär überlassen werden und allenfalls versucht werden diplomatisch und mit Geld Einfluss zu nehmen. Jede militärische Einmischung unter welcher Flagge auch immer kann dieses Pulverfass nicht entschärfen. KK sollte sich lieber um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr kümmern, wenn sie meint, zuwenig zutun zu haben. Ohne Ahnung von der Materie sollte sie lieber nur eng abgestimmt mit ihrer Partei und möglichst dem Kabinett agieren. Keine Alleingänge bitteschön!

Irritation

Für Irritation sorgt dieser Vostoß doch bloß bei den schlafmützigen Politikern, die nur labern, sobald es aber ans Eingemachte geht ist man "pikiert " und "irritiert". Lieber Erdogan beschimpfen und Millionen Flüchtlinge in Lagern verrecken lassen. Danke AKK!

.............Vernünftiger Vorschlag - diskussionswürdig.........

Die Mehrheit der Deutschen haben diese Parteien gewählt! jetzt müssen wir damit leben, das sie Vorschläge bringen, ob diese uns passen oder nicht!

Der Michel erhält seine Befehle, und die hat er auszuführen!

Ein souveräner Staat handelt anders!

Am 22. Oktober 2019 um 16:07 von Horace T West

"Da macht eine Politikerin einen Vorschlag, und der ist dann auch noch vernünftig."

Ich kann in dem Vorschlag keinerlei Vernunft finden, nur einen Versuch, das Völkerrecht zu unterwandern. Scheinbar ist der Frau nicht bekannt, dass Syrien ein Staat ist, und keiner der NATO-Staaten rechtmäßig dort aktiv ist. Eigentlich könnte doch Tschechien eine 30-Kilometer-Sicherheitszone in Deutschland einrichten, damit die Gefahr eines erneuten Einmarsches gebannt ist.

Kritik an allen Fronten

Zuerst wurden Deutschland und ganz Europa in sämtlichen politischen Diskussionsrunden (phoenix, Maybrit Illner oder Anne Will usw) heftig kritisiert, dass wir immer nur Zuschauer sind und uns scheinbar deswegen auf der Weltbühne niemand mehr so richtig ernst nimmt, es sei denn, es geht ums finanzielle. Und dann traut sich mal jemand einen Vorschlag zu machen, und schon wird AKK ebenfalls mit Worten nieder gemacht. ..
Scheinbar ist momentan alles, was man macht, wie man /frau es macht, falsch. So kann das nix werden mit der Politik, schon gar nicht mit rot -grün ...

Ein richtiger Ansatz

Ich bin weiss Gott kein Fan von KK. Aber der Vorstoß zeigt in die richtige Richtung. Wenn wir tatsächlich etwas gegen die Fluchtursachen der Menschen unternehmen wollen, dann müssen wir uns bis in deren Lebensbedingungen einmischen um zu helfen. Es hat keinen Zweck erst zu schreien wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Vieles in der Welt wird im Augenblick umgestaltet und unsere überwiegenden Schönwetterpolitiker, allen voran Angela Merkel, sind überall nur nicht nicht in den Brennpunkten. Und wenn sie dort dennoch aufkreuzen, dann nur dann, wenn das Feuer bereits wieder gelöscht ist. Wir können uns nicht überall heraushalten und wenn doch, dann sollten wir uns nicht über die Kosnequenzen beklagen.

KKK

KKK: "Ich kann es nicht mehr hören, dass wir besorgt sind, dass wir mit großer Sorge schauen, dass wir hinschauen."

Das ist ja richtig. Der Krieg lässt sich nicht durch Presseerklärungen stoppen. Taten sind erforderlich.

Aber statt Sanktionen gegen Erdogans Angriffskrieg und statt einem Vorstoß des Außenministeriums für ein UN-Mandat kommt die Verteidigungsministerin mit einem unausgegorenen Vorschlag.

Die Frau ist gefährlich,

aus innenpolitischen Profilierungserwägungen als Chefin der Soldaten ins aussenpolitische Handwerk der dafür Zuständigen zu pfuschen.

So ein Vorschlag gehört in den Sicherheitsrat der UN und nicht als Erstes in die Gehörgänge der NATO-Partner. Dafür ist der Aussenminister und nicht die Verteidigungsministerin zuständig. Als Parteivorsitzende wären innerparteiliche Gremien die richtige Adresse.

Ich befürchte, die Ministerin möchte - sofern sie sich da überhaupt gedanklich so weit vorgewagt hat - Erdogans "Kriegshandwerk" nach ethnischer Vertreibung und neu verschobener Grenzverläufe nur mit dem Mäntelchen einer von mehreren NATO-Staaten und Kriegsparteien getragenen "Sicherheitszone" quasi im Nachhinein legalisieren und festigen. Es ist doch nicht denkbar, dass die Türkei sich nach vollendeten ethnischen Säuberungen freiwillig in die Ausgangsposition zurückbegibt um eine Rückabwicklung ihrer Vertreibungen zu ermöglichen.

Sollen wir glauben, die führe irgendetwas Gutes im Schilde?

Am 22. Oktober 2019 um 16:27 von gmkr

"Ich bin weiss Gott kein Fan von KK. Aber der Vorstoß zeigt in die richtige Richtung. Wenn wir tatsächlich etwas gegen die Fluchtursachen der Menschen unternehmen wollen, dann müssen wir uns bis in deren Lebensbedingungen einmischen um zu helfen."

Sorry, aber unsere Einmischung hat die Fluchtursachen erst geschaffen.

16:18, deutlich

>>Gibt es denn überhaupt Zustimmung des souveränen Syrien oder will man es eben gegen das Völkerrecht durchsetzen wie Erdogan? Was sagen die unmittelbar Betroffenen dazu? Gibt es ein UN-Mandat? Oder sind es doch ungelegte Eier?<<

Das "souveräne Syrien" hat überhaupt nichts zu entscheiden. Die Entscheidungen dieses Land betreffend werden in Moskau getroffen. Und Putin hat ja auf jeden Fall schon mal verlauten lassen, daß er den Vorschlag prüfen wird, bzw. lässt.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Kurden

Es geht der Türkei nicht um die Flüchtlinge, sondern um Zurückdrängung der Kurden (syrische Kurden stammen großteils von aus der Türkei vertrieben Kurden ab) und Verhinderung einer weiteren kurdischen Autonomie an ihrer Grenze.

Eine Pufferzone ist der sogenannte Streifen keinesfalls, da kein Krieg zwischen Syrien und der Türkei vorliegt, noch Syrien die Türkei bedroht.

Insofern ist AKK entweder völlig ahnungslos, oder unterstützt bewusst einen weiteren Genozit an Kurden. Denn nichts anderes bedeutet die Vertreibung von Kurden und Ansiedlung syrischer Araber in ihrem Gebiet.

Niemals wird in der UNO so ein "Sicherheitsstreifen" durchsetzbar sein, noch die NATO dort instrumentalisiert werden können. Genau gesagt, hat die Nato dort gar nichts zu suchen. Die Souveränität Syriens ist zu berücksichtigen (Syrien hat niemanden überfallen), noch ist eine Vertreibung zu rechtfertigen. Im Gegenteil, die islamistischen Hilfstruppen Erdogans sind wegen Kriegsverbrechen zu verklagen.

Am 22. Oktober 2019 um 16:22 von Bernd Kevesligeti

"Ihre Einschätzung ist schon richtig.Aber man muß den Ansatz von Kramp-Karrenbauer auch
in dem Licht sehen,daß sie weiß,wer im Grunde dort gescheitert ist und an Bedeutung verloren hat."

... und Sie glauben, dass ein weiteres Scheitern die Lage dort verbessern würde und unsere Bedeutung steigern? Deutschland hatte Bedeutung, solange es hier Politiker gab, die eine gewisse Neutralität an den Tag legten. Man kann auch nie als Vermittler auftreten, wenn man uneingeschränkt die Haltung eines Kontrahenten vertritt. Seitdem jemand sagte, wir wären wieder groß, und müssten Verantwortung übernehmen, handeln unsere Politiker verantwortungslos.

Brandstifter

In Angesicht der Tatsache das wir da fleißig mitgespielt haben den Brand in Syrien zu legen ist man da wirklich irritiert.

Es wird gerne vergessen das wir 2012 schon fleißig mitgemischt haben. "https://www.welt.de/politik/ausland/article108682338/Deutsches-Spionageschiff-hilft-syrischen-Rebellen.html"

Und jetzt wollen wir das Feuer löschen was wir fleißig mit gezündet haben. Aber Hauptsache auf andere Staate wegen Völkerechtsverletzungen mit den Finger zeigen.

Wenn Europa nicht nur

Wenn Europa nicht nur Menschen aufnehmen will, die durch Militärinterventionen von Despoten aus ihrer Heimat flüchten müssen, dann sollte sich Europa zusammenraufen und zumindest Lösungsvorschläge, welche die eigenen Interessen berücksichtigen, in die Verhandlungen um einen Frieden in Syrien einbringen. Wo ist nun das Negative, was man AKK vorwirft.
MfG

Hier ein kleiner Auszug

einer Pressekonferenz vom 11.August 2012
mit Hillary Clinton und Ahmet Davutoglu:

"Frau Clinton hat am Samstag in Istanbul den syrischen Konflikt mit der Türkei erörtert für den Tag "nach dem" Sturz des Assad-Regimes und sich mit Ankara beunruhigt, dass der Norden des Landes ein Zentrum für Terroristen werden könnte. Frau Clinton ist darüber hinaus beunruhigt über die Verbindung "Iran Syrien" die die Existenz des "Damaszener Regimes" verlängern könnten. "Syrien darf kein Rückzugsraum für die PKK werden" einer bewaffneten kurdischen Bewegung im Kampf gegen die türkischen Behörden, einem alliierten Staat Washingtons das der Nato angehört, erklärte Hillary Clinton im Laufe einer Pressekonferenz mit dem türkischen Amtskollegen."
Frage, wen oder was will AKK jetzt schützen? War doch schon 2012 die USA einig mit der Türkei die kurdische PKK nicht zu dulden und zu bekämpfen?

Am 22. Oktober 2019 um 16:25 von Dubitator

"Für Irritation sorgt dieser Vostoß doch bloß bei den schlafmützigen Politikern, die nur labern, sobald es aber ans Eingemachte geht ist man "pikiert " und "irritiert". Lieber Erdogan beschimpfen und Millionen Flüchtlinge in Lagern verrecken lassen. Danke AKK!"

Was Sie gut finden, ist also die Invasion, und Sie wünschen sich, dass sich Deutschland an den türkischen Kriegsverbrechen beteiligt?

@16:31 von proehiI

>> Ich befürchte, die Ministerin möchte ... Erdogans "Kriegshandwerk" nach ethnischer Vertreibung und neu verschobener Grenzverläufe nur mit dem Mäntelchen einer von mehreren NATO-Staaten und Kriegsparteien getragenen "Sicherheitszone" quasi im Nachhinein legalisieren und festigen. <<

Darauf könnte ein "mit den Nato-Partnern" abgesprochene s Vorgehen hinauslaufen - sehe ich auch so!
Eine internationale kontrollierte Befriedung kann nur von den UN ausgehen und nicht von der NATO:

da ist es wieder, das deutsche Wesen

an dem die Welt genesen soll. Und erschreckend viele Militaristen in diesem Forum, denen dies ein passender Anlass scheint, dass Deutschland endlich wieder so richtig mitmischt im Krieg, wo auch immer.
Sicher kann auch irgendjemand hier sagen, wo die richtige Seite ist, auf die wir uns am besten schlagen. Nur damit die Medien sich nicht so schwertun, wen man als Freiheitskämpfer und wen als Terroristen bezeichnet, was Expansion ist und was Errichten einer Sicherheitszone, von wem Kriegsverbrechen an Zivilisten ausgehen und von wem Kollateralschäden.

Die Fluchtursachen zu ändern,

Die Fluchtursachen zu ändern, heißt die Lebensumstände in den Herkunftsländern zu ändern. Von daher ist der Vorschlag von AKK grds. absolut richtig und zielführend.

UN zuständig

Für solche Fragen ist die UNO zuständig. Wenn es dann zu einer Schutzzone - mit Einverständnis der Regierung Syriens - und eines Rückzugs der Türkei kommen würde, wäre die Frage einer Beteiligung an einer Friedensmission zu prüfen. So abwegig ist das nicht. Es darf keine Vertreibung oder Verfolgung angestammter Bewohner mehr geben. Und vielleicht wäre es ein erster Schritt in Richtung Frieden und Wiederaufbau für das geschundene Land.

16:31, proehi

Na ja, erst mal ist jetzt Wladimir Putin am Zuge. Ohne den läuft da nach Trumps Zuvorkommenheiten gar nichts mehr.

So ist die Lage. Man muss mit ihr umgehen, egal was man von ihr hält.

Ihr Syrien-Vorstoß sorgt für Irritationen

Kramp-Karrenbauer will mehr Profil gewinnen, macht aber dabei immer mehr Fehler. Profil gewinnt man durch mehr Wissen und nicht durch mehr Fehler. Und eine solche Frau will mal unsere zukünftige Kanzlerin werden? Dazu muss sie sich erst mal um 180 Grad drehen und mehr Überzeugungsarbeit leisten.

Nicht zu beneiden

Fr. Karrenbauers ist in meinen Augen nicht zu beneiden. Aber das ist der richtige Weg damit da unten mal klare Verhältnisse herrschen. Aber dazu gehört ein Beschluß der UN der auch International mit Zustimmung der Türkei konsequent umgesetzt werden muß. Und da hat sie leider genausowenig Einfluß wie Merkel, von der eigentlich der Vorschlag kommen muß. Sie hat die Internationale Verbindungen.
Nur ist halt die Frage inwieweit Deutschland sich da beteiligen kann und muß.
Und es ist halt auch die grundsätzliche Frage wer da sich mal einigen sollte. Wir können nicht für alles Verantwortlich sein.

AKK - Katastrophe

Bitte stoppt diese Frau. Seit dem sie im Rampenlicht steht trifft sie jedes Fettnapf egal bei welchen Themen.
Im ZDF heute journal wollte sie sogar noch in den Nordirak einmarschieren, was sie mit Nordsyrien verwechselt hatte und auch nach dezentem Hinweis des Moderators nicht mal bemerkt hatte...
Sie birgt in dieser Position unsere nächste Kanzlerin zu werden...das muss verhindert werden.
Liebe CDU: Bitte selber abwählen bevor sie von anderen Parteien zurecht rausgetreten wird und noch Pseudo-Unterstützer mitreißt...

16:15 von andererseits

"Der Vorschlag ist unausgegoren und übernimmt mindestens am einer Stelle erschreckend nah Positionen, mit denen Erdogan seinen Angriffskrieg gegen die Kurden rechtfertig"

Mir wird auch ziemlich murmelig bei der Sache.
Erfreulich hinwiederum finde ich ein paar User-Beiträge von Usern, mit denen ich sonst nie übereinstimme.
Offenbar überlappt sich inzwischen tatsächlich manches, und man kann die Parteien in ihren Ansichten gar nicht mehr auf eine bestimmte Auffassung reduzieren.

Schutzzone statt "Sicherheitszone"

Statt eine "Sicherheitszone", die Erdogan nach seinem Gusto auslegt, braucht es eine Schutzzone für die Menschen der Region.

Eine solche könnte nur durch die UN erreicht werden, nicht von der Verteidigungsministerin KKK.

Ein erster Schritt wäre die Entsendung von UN-Beobachtern und ein Flugverbot über der Region. Die Rückkehr hunderttausender Flüchtlinge müsste unter internationaler Aufsicht gewährleistet werden. Eine ethnische Säuberung wie in Afrin dürfen sich nicht wiederholen.

Besser EU Außengrenzen schützen

Warum in Fremde Angelegenheiten mischen? Erdogan hat das voll im Griff.
Wir sollten uns lieber um unsere EU Außengrenzen kümmern.

um 16:31 von proehi

"So ein Vorschlag gehört in den Sicherheitsrat der UN und nicht als Erstes in die Gehörgänge der NATO-Partner. Dafür ist der Aussenminister und nicht die Verteidigungsministerin zuständig."
Völlig richtig! Und das war wahrscheinlich noch nicht einmal mit der BK und der NATO abgesprochen.

@ 16:20 Superschlau

Man kann auch heute noch mit der Berufung auf Art. 4 Abs. 3 GG den Kriegsdienst verweigern; zuständig sind nach der Auflösung der Kreiswehrersatzämter die sog. Karrierecenter der BW.

@16:42 von fathaland slim

>> Das "souveräne Syrien" hat überhaupt nichts zu entscheiden. Die Entscheidungen dieses Land betreffend werden in Moskau getroffen. Und Putin hat ja auf jeden Fall schon mal verlauten lassen, daß er den Vorschlag prüfen wird, bzw. lässt. Ein kleiner Hoffnungsschimme <<

Sehe ich auch so.
Nicht weil ich etwa eine Anhänger Putins bin, aber ich glaube, dass Putin kein Interesse daran hat, dass sich Erdogans Armee auf längere Zeit in Syrien festsetzt.

Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass er einer Lösung zustimmen würde, die Erdogans Türkei nicht die Kontrolle (zumindest nicht die alleinige) über das Gebiet belässt.

@22. Oktober 2019 um 16:31

@22. Oktober 2019 um 16:31 von proehi
Die Frau ist gefährlich, aus innenpolitischen Profilierungserwägungen als Chefin der Soldaten ins aussenpolitische Handwerk der dafür Zuständigen zu pfuschen.
... Dafür ist der Aussenminister und nicht die Verteidigungsministerin zuständig. "

Von Herrn Maass hat man bisher nichts wirklich konstruktives zu diesem Konflikt gehört. Er ist leider eine Fehlbesetzung. Ich finde den Vorschlag ausgesprochen gut. Eine international abgesicherte Schutzzone hätte den Vorteil, dass ein Teil der rund 6 Millionen vertriebenen (meist sunnitischen) Flüchtlinge in eine sichere Zone innerhalb ihres Heimatlandes zurück kehren können.

Im Prinzip hat AKK recht. Die

Im Prinzip hat AKK recht. Die Unabgestimmtheit ihres Vorschlags ist natürlich ein Problem das sie schnellstens überwinden sollte. Als „ Hebel “ könnte man die Finanzzusagen für Wiederaufbauhilfe verwenden.

17:00, WB0815

>>Für solche Fragen ist die UNO zuständig. Wenn es dann zu einer Schutzzone - mit Einverständnis der Regierung Syriens - und eines Rückzugs der Türkei kommen würde, wäre die Frage einer Beteiligung an einer Friedensmission zu prüfen. So abwegig ist das nicht. Es darf keine Vertreibung oder Verfolgung angestammter Bewohner mehr geben. Und vielleicht wäre es ein erster Schritt in Richtung Frieden und Wiederaufbau für das geschundene Land.<<

Das sehe ich ganz genauso.

Ich würde allerdings "Regierung Syriens" durch "Putins" ersetzen. Den Assad hat de facto überhaupt nichts zu sagen. Seine Regierung ist eine Marionettenveranstaltung.

@17:07 Sausevind

Ja, es ist erstaunlich und auch durchaus erfreulich, dass Kommentierende ganz unterschiedlicher Couleur Erdogans Angriff, die Ermordung von Kindern und Politikerinnen, die Vertreibung abertausender Menschen und den Plan willkürlicher "Ansiedlung" anderer geflüchteter Menschen ablehnen. Ein paar inhaltslose Kommentare üblicher Maas-Verhöhner muss dabei einfach vernachlässigen.

Klare Ansage an Frau AKK...

.... das Sagen haben dort Putin, Erdogan und Assad. Scheint der Frau wohl nicht ganz klar zu sein. Gut gemeint ist nicht immer gut durchdacht.

um 17:04 von fathaland slim

"Na ja, erst mal ist jetzt Wladimir Putin am Zuge."???
Was hat eigentlich Putin mit einer Sicherheitszone zwischen der Türkei und Syrien zu tun.? Na ja, es ist ja bekannt, welches Unheil die Russen mit ihren Helfern von der syrischen Armee in Syrien angerichtet haben. Schade ist nur, dass die USA die Kurden jetzt im Stich lassen und die sich den Syrern zuwenden müssen, wenn sie von den Türken nicht überrannt werden wollen.

Syrien - Vorstoß...

Mit ihrem Syrien-Vorstoß stößt Kramp-Karrenbauer beim Koalitionspartner SPD auf Kritik - und auch bei den Bündnispartnern gibt es offenbar viele Fragen.
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Und das mit Recht ! Man sollte von einen Minister erwarten, das so ein Vorstoß vorher mit den Koalitionspartner und den Bündnispartnern abgesprochen wird bevor er an die Öffentlichkeit gelangt.

17:15, Harpie

>>Besser EU Außengrenzen schützen
Warum in Fremde Angelegenheiten mischen? Erdogan hat das voll im Griff.
Wir sollten uns lieber um unsere EU Außengrenzen kümmern.<<

Wir schließen alle Türen ab, ziehen die Decke über den Kopf und ignorieren einfach das Elend, das draußen tobt und an dem wir durchaus seit über hundert Jahren tatkräftig beteiligt sind.

Und dann wird alles gut.

16:18 Peter Hamburg

"Es wird höchste Zeit, dass Europa......."

sie irren sich gewaltig die Situation in Syrien ist so, weil wir uns im Schlepptau der USA und einer Koalition der Willigen in Syrien eingemischt haben, nennt man auch Regime-Change. Zunächst mit der Parole "Assad muss weg" da waren wir noch ziemlich eng mit Erdogan, hat nicht ganz geklappt (wegen der bösen Russen) dann hat man ein neues Etikett auf die völkerrechtswidrige Einmischung aufgeklebt "Bekämpfung des IS" und jetzt wieder ein neues Etikett "Schutz der Kurden". Also wir waren schon dabei und nicht nur Zuseher.

17:04 von fathaland slim

Welchen Einfluss hat D und unsere Verteidigungsministerin in diesem "Spiel"?

Ich denke, nach vollbrachtem Kriegshandwerk kann man freundlicherweise auf AKKs Vorschlag zurückkommen um die dann entstandene neue Situation abzusichern und zu nutzen.

Ich sehe da auch keine grundsätzlich unüberbrückbaren Divergenzen zwischen Assad, RF, Türkei, USA, EU und D, da einvernehmliche Wege zu finden.

Die jetzigen Bewohner und die dann Vertriebenen der Autonomieregion werden die einzigen Verlierer dieses Waffenganges sein. Und daran wird die Anregung von AKK überhaupt nichts ändern.

@17:21 zöpfchen

Außenminister Maas hat sich völlig klar geäußert und ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Und Ihr Vorschlag, in einer "Sicherheitszone", aus der man zigtausende Menschen vertrieben hat und gerade vertreibt, andere Geflüchtete zwangsanzusiedeln, ist einerseits zynisch und sehr durchsichtig durch das Motiv "Flüchtlinge? Egal: Hauptsache nicht bei uns!" motiviert, und andererseits eine platte Übernahme von Erdogans Propaganda.

@ frosthorn, um 16:57

“...erschreckend viele Militaristen in diesem Forum...“

Ich habe eher das Gegenteil gesehen:
Beruhigend viele Foristen sind - aus verschiedenen Gründen - absolut gegen die Pläne der Verteidigungsministerin.
Aber ganz verkehrt ist es sicher nicht, wenn sich Europa, und da halt eben auch Deutschland angesichts dieses mörderischen Säuberungsaktes in Nordsyrien zu Wort meldet.
Mag man von AKK halten, was man will.

Merkel stellt sich hinter Vorstoß...

Der Gedanke, in Nordsyrien Schutzzonen einzurichten, sei sehr vielversprechend, sagte Merkel...
###
Ich denke in Nordsyrien haben Erdogan und Putin ganz andere Pläne...

17:21, zöpfchen

>>Von Herrn Maass hat man bisher nichts wirklich konstruktives zu diesem Konflikt gehört. Er ist leider eine Fehlbesetzung.<<

Die von rechts betrieben Kampagne gegen Heiko Maas ist in ihrer Durchsichtigkeit ziemlich lächerlich.

>>Ich finde den Vorschlag ausgesprochen gut. Eine international abgesicherte Schutzzone hätte den Vorteil, dass ein Teil der rund 6 Millionen vertriebenen (meist sunnitischen) Flüchtlinge in eine sichere Zone innerhalb ihres Heimatlandes zurück kehren können.<<

Genau das wird in einer Schutzzone unter UN-Mandat nicht passieren. Dort wohnen nämlich schon Leute, die vertrieben werden müssten, und da, wo keine wohnen, ist Wüste.

Claudia Bauer meint ....

ob es in Syrien eine Sicherheitszone geben wird oder nicht entscheidet jedenfalls nicht AKK. Syrien ist ein souveräner Staat, ohne die Zustimmung von Präsident Assad und seinen Verbündeten geht da garnichts meine Damen AKK und AM.

von ex Bayerndödel 16:46

Also,um "unsere Bedeutung" in der Region,da sollte man sich nicht sorgen.

17:21 von zöpfchen

>>Von Herrn Maass hat man bisher nichts wirklich konstruktives zu diesem Konflikt gehört. Er ist leider eine Fehlbesetzung. Ich finde den Vorschlag ausgesprochen gut. Eine international abgesicherte Schutzzone hätte den Vorteil, dass ein Teil der rund 6 Millionen vertriebenen (meist sunnitischen) Flüchtlinge in eine sichere Zone innerhalb ihres Heimatlandes zurück kehren können.<<

Haben Sie bei Ihrer Beurteilung der Sachlage auch berücksichtigt, dass für deren Verwirklichung Menschen sterben und erst einmal vertrieben werden müssen um anderen Flüchtlingen eine neue Heimat bieten zu können? Ist Ihnen klar, dass das erst einmal dem IS neuen Aufwind beschert? Haben Sie zudem zur Beurteilung von AKKs Anregung auch bedacht, dass der an der ganzen Sachlage überhaupt nichts ändern wird, sondern nur die dann entstandene Situation im Einvernehmen aller - mit Ausnahme der jetzt zur ethnischen Vertreibung auserkorenen - ordnen und stabilisieren soll?

17:19 von andererseits

@ 16:20 Superschlau

Man kann auch heute noch mit der Berufung auf Art. 4 Abs. 3 GG den Kriegsdienst verweigern; zuständig sind nach der Auflösung der Kreiswehrersatzämter die sog. Karrierecenter der BW.
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Aber das die Wehrpflicht nicht mehr besteht, das haben Sie schon zur Kenntnis genommen?

Schlechter Versuch

Ich halte es für einen schlechten Versuch, sich durch "Machen" - des Falschen ! - und das auch noch zu Lasten Dritter, profilieren zu wollen.

Ich hoffe, die Koalition geht damit zu Ende.

15:50 von TrautSich

Recht hat sie! So geht Spitzenkandidat!

AKK ist zwar nicht meine Wunschperson, aber mit ihrer Auffassung über die Syrien-Frage teile ich auch Ihren Kommentar.

Ich nenne AKKs Vorstoß konsequentes Handeln.

Manche Träumer werden AKK aber als Kriegstreiberin bezeichnen, nur um ihre pazifistische Duckmauserart zu zeigen. Aber jedem seine Meinung.

17:33 von harry_up

>>Aber ganz verkehrt ist es sicher nicht, wenn sich Europa, und da halt eben auch Deutschland angesichts dieses mörderischen Säuberungsaktes in Nordsyrien zu Wort meldet.<<

Jeder Vorschlag, jede Einmischung und jede Maßnahme - gerne auch von der EU - die darauf abzielt, den ethnischen Säuberungen dort Einhalt zu gebieten, heisse ich dringlich willkommen. Unabhängig davon, was ich ansonsten von AKK halte, ihr "aufreißen eines Packerls", mehr ist das nicht, gehört nicht dazu. Ehe darüber einhalt gebietende Massnahmen ergriffen werden könnten, ist die "Sache" vollbracht.

Mag man es uns auch später anders verkaufen wollen.

Wie schrieben doch kluge

Wie schrieben doch kluge Menschen schon im letzten Jahrhundert: „Der feste Wille, andere Menschen und Völker und ihre Würde zu achten, gepaart mit einsatzbereiter und tätiger Geschwisterlichkeit – das ist unerlässliche Voraussetzung für den Aufbau des Friedens... Der Friede besteht nicht darin, dass kein Krieg ist; er lässt sich auch nicht bloß durch das Gleichgewicht entgegengesetzter Kräfte sichern; er entspringt ferner nicht dem Machtgebot eines Starken; er heißt vielmehr mit Recht und eigentlich ein Werk der Gerechtigkeit.“ Muss man ein paar mal lesen; kennt noch jemand die Quelle? Tipp: "Schwerter zu Pflugscharen" kommt aus der gleichen Ecke.

17:29, pkeszler

>>um 17:04 von fathaland slim
"Na ja, erst mal ist jetzt Wladimir Putin am Zuge."???
Was hat eigentlich Putin mit einer Sicherheitszone zwischen der Türkei und Syrien zu tun.? Na ja, es ist ja bekannt, welches Unheil die Russen mit ihren Helfern von der syrischen Armee in Syrien angerichtet haben. Schade ist nur, dass die USA die Kurden jetzt im Stich lassen und die sich den Syrern zuwenden müssen, wenn sie von den Türken nicht überrannt werden wollen.<<

Was hat Putin damit zu tun?

De facto regiert er Syrien. Man sollte allerdings auch den Iran nicht vergessen. Assad ist die Strohpuppe dieser beiden Mächte.

17:31 von fathaland slim

... und an dem wir durchaus seit über hundert Jahren tatkräftig beteiligt sind.

Was? Wo beteiligt? Wen meinen Sie mit "wir": Sie und ich? Also ich nicht; ich bin noch nicht über 100 Jahre.

Bitte auf Wortwahl achten und auf einen verständlichen Sinn Ihrer Wortwahl.

um 17:34 von Der freundliche...

"Ich denke in Nordsyrien haben Erdogan und Putin ganz andere Pläne..."
Das sehe ich auch so. Und deshalb darf man weder Erdogan, noch Putin und der syrischen Armee trauen.

Am 22. Oktober 2019 um 16:27 von Jacko08

"Zuerst wurden Deutschland und ganz Europa in sämtlichen politischen Diskussionsrunden (phoenix, Maybrit Illner oder Anne Will usw) heftig kritisiert, dass wir immer nur Zuschauer sind und uns scheinbar deswegen auf der Weltbühne niemand mehr so richtig ernst nimmt, es sei denn, es geht ums finanzielle. Und dann traut sich mal jemand einen Vorschlag zu machen, und schon wird AKK ebenfalls mit Worten nieder gemacht. .."

Wenn etwas falsch ist, kann man es auch nicht schönreden. Man kann nicht eine Invasion durch die Türkei verurteilen (obwohl ich in der Beziehung von AKK nichts gehört habe), und gleichzeitig ebenfalls einmarschieren wollen in einen Staat. Etwas anderes sind die Ideen der Ministerin nicht. Nicht der Überfallene ist zu verurteilen, sondern der Aggressor, in dem Fall die Türkei. Die Ministerin versucht die Invasion durch die Türkei nachträglich zu legitimieren.

Maas-los

Nicht verwunderlich, dass der außenpolitische Maas-Anzug diesen Vorschlag nutzt, um sich aufzuplustern, anstatt sich ernsthaft damit auseinander zu setzen. Welcher Comedian ihm wohl den Spruch mit SMS und SOS getwittert hat? Aber was will man von einem Akteur einer Partei erwarten, die Koalitionär und Opposition zugleich sein möchte?

Also wenn es um

Verhinderung von Not, Leid und Tot geht,
wären wir im Jemen vielleicht sinnvoller und besser aufgehoben.
Laut UNO herrscht nähmlich die größte humanitäre Katastophe im Jemen. Ich glaube das wäre für die EU ein dankbares Betätigungsfeld. Seltsamerweise hält sich in dieser Sache die Aufregung in Grenzen. Ich verstehe eigentlich nicht warum.

17:31, proehi

>>Ich sehe da auch keine grundsätzlich unüberbrückbaren Divergenzen zwischen Assad, RF, Türkei, USA, EU und D, da einvernehmliche Wege zu finden.<<

Sie haben natürlich noch ein paar Mächte vergessen. Beispielsweise den Iran. Während die USA sich formal zurückgezogen haben, aber über Saudi-Arabien nach wie vor kräftig mitmischen.

All diese Mächte müssen sich natürlich einigen, sonst wird das nichts.

Im Gegensatz zu Ihnen sehe ich da aber ziemlich schwarz. Die USA und Russland werden sich wohl weiterhin im Weltsicherheitsrat gegenseitig blockieren.

Es ist wirklich zum Verzweifeln.

>>Die jetzigen Bewohner und die dann Vertriebenen der Autonomieregion werden die einzigen Verlierer dieses Waffenganges sein.<<

Nicht die einzigen.

>>Und daran wird die Anregung von AKK überhaupt nichts ändern.<<

Kramp-Karrenbauers Wortmeldung war ein Stich ins Wespennest. Und deswegen schon fast eine gute Sache.

Der sog. "IS" ist schon lange tot

Der "IS" ist schon lange tot. Er wird aber immer wieder herangezogen, um eine Pseudo-Gefahr heraufzubeschwören. Dadurch kann man der Bevölkerung gegenüber dann leichter irgendwelche "unangenehmen Beschlüsse" rechtfertigen, wie z.B. Auslandseinsätze des Militärs.

Ich selber glaube nicht, dass der IS wirklich noch eine Gefahr darstellt, weder in Syrien noch im Irak. Damit können die jeweiligen Staaten (aber nicht die Milizen!) ohne Probleme selber fertig werden. So machen die Iraker das momentan sehr erfolgreich.

Die Zwangsrekrutierungen der YPG

Die Türkei hat von Anfang an gesagt, dass die Sicherheitszone nur für freiwillige Rückkehrer gedacht ist. In erster Linie für Syrer in der Türkei, aber auch aus Europa. Es gibt nämlich auch viele Flüchtlinge, die genau aus dieser Region stammen. Darunter ca. 400.000 syrische Kurden, die jetzt in der Türkei leben.

Die sind vor Jahren geflüchtet und weigern sich, unter der Herrschaft der kurdisch-marxistischen YPG zu leben. Das bedeutet nämlich Zwangsrekrutierungen von Jugendlichen ("Kindersoldaten") für die YPG-Milizen
und hohe Abgaben aus den Ernteerträgen.

Die EU könnte aber die zurückkehrenden Kurden finanziell unterstützen. Diesen Vorschlag haben türkische Politiker schon mehrfach geäußert.

AKK‘s Vorstoß

Vernünftiger und Zielgerichteter Vorstoß. So muss Politik in diesen Zeiten sein. Auch wenn es unschöne Auswirkungen mit sich zieht. Das Politiker sich profilieren ist ja nichts Neues und gehört halt zum Geschäft. Es sollten aber auch zeitnahe Handlungen folgen. Es kann nicht sein das man Europa zum Spielball der Großmächte degradiert und uns erpressbar macht. Hier muss Stellung bezogen werden. So müssen auch Frankreich und England kurzfristig mitziehen, die auch durch ihre historischen Grenzziehungen mit dem Lineal mit zu diesem Desaster beigetragen haben.

Warum erst jetzt?

Die Türkei wird die Sicherheitszone einrichten. Wozu aber sollte man die "Hilfe" der EU einholen? Wo war die EU die ganzen Jahre über. Warum kommt so ein Vorschlag erst jetzt? Nein, die Türkei sollte sich nur auf sich selber verlassen u. die Sicherheitszone nur mit Russland, dem Iran u. Syrien abstimmen. Das reicht völlig!

Nicht zu unrecht...

Nicht zu unrecht macht AKK diesen Vorschlag, immerhin versucht sie einen Teil Europas in die Pflicht zu nehmen, wenn es um die Lösung des Konflikts in Syrien geht. Leider wird das meiste, was sie von sich gibt, ins Lächerliche gezogen noch bevor man sich das Für und Wider genau anschaut. Auch die Kanzlerin steht nicht wirklich hinter ihr, da fragt man sich, wieso AKK so von ihr in die Führungsposition gepusht wurde - um sie dann im Regen stehen zu lassen ? AKK kann einem leid tun...

Der Vorschlag ist nicht neu

Diese Einsicht kommt ein paar Jahre zu spät! Noch als Obama Präsident war, hatte Erdogan diese Sicherheitszone gefordert. Dadurch sollte es einen Rückzugsort für syrische Flüchtlinge geben und eine Flucht ins Ausland vermieden werden.

Jetzt wird sich die Türkei garantiert nicht mehr auf andere verlassen und ihre eigene Grenze lieber selber schützen. Völlig richtig!

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@18:35 von pxslo

"Wo war die EU die ganzen Jahre über."

Gute Frage. Ja, wo ist die EU, während in der Türkei gerade wieder Journalisten verhaftet werden, die von Krieg in Syrien sprechen.

Ich habe jetzt Angst um Ihren Landsmann, der so mutig war, den Journalisten von der Sendung Kulturzeit (ZDF) ein Interview zu geben. Aber es ist wohl sinnlos zu hoffen, dass Sie auch nur ein einziges Mal versuchen, den Krieg, den Erdogan führt, aus rein menschlicher Perspektive zu betrachten.

@17:45 Boris...

Aber dass auch heute noch Soldaten den Kriegsdienst aus Gewissensgründen grundgesetzlich garantiert verweigern können, das haben Sie schon zur Kenntnis genommen?
Erstaunlich, dass man hier immer mal wieder Grundkurswissen posten muss.

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