Ihre Meinung zu: Solidaritätskonzert in Halle: Laut und friedlich gegen den Hass

20. Oktober 2019 - 0:04 Uhr

Zehn Tage nach dem Anschlag von Halle haben Tausende bei einem Solidaritätskonzert an die Opfer erinnert - und den Polizei- und Rettungskräften gedankt. Markus Reher hat mit Teilnehmern gesprochen.

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Kommentare

Konzert

Ich finde zwar so ein Konzert gut, aber denke das sowas nicht viel bringt bzw. irgendein Effekt hat. Vielleicht sollte man jeden Sender zu ein und der gleichen Stunde in Deutschland zu Sendepflicht von einer Stunde täglich verpflichten, zu der Erklärung der Nazizeit und dem Holocaust mit Videomaterial, damit auch der letzte Bescheid weiß, wie es damals zu ging und das sich sowas nie wieder wiederholen darf.

Och wie schön

tritt Feine Sahne Fisch Filet auch wieder auf ? Die gefallen mir am besten.

Konzert gegen rechts

Es ist doch schön, dass die deutsche Jugend mit solchen Konzerten den Rechten und Antisemiten eindeutig die rote Karte zeigt.

Laut und friedlich

Laut, direkt und vernehmlich, aber gleichzeit friedlich und gewaltfrei - genau so stelle ich mir Proteste gegen rechte Gewalt vor! Halle hat eindeutig gezeigt, wer das bessere Konzept für menschliches Zusammenleben hat.

Erinnert mich ein Bisschen an die Reaktionen (einschliesslich Konzert) in Oslo 2011 nach dem Anschlag auf der Insel Utøya. Halle kann stolz darauf sein, in dieser Tradition zu stehen!

Solidaritätskonzert fragwürdig.

Ich persönlich halte von Solidaritätskonzerten, egal aus welchem Grund auch immer, nicht viel, weil es meiner Meinung nach eher dazu dient, dass sich die Mitwirkenden selbst ins Rampenlicht stellen wollen; bewirken werden solche Veranstaltungen bei hirnverbrandten extremistischen Menschen ohnehin nichts. Was anderes ist es bei Benefizkonzerten, wobei die Einnahmen aus den Konzerten den Opfern ja zu Gute kommen sollen. Ich glaube mehr, dass solche Konzerte an der Sache vorbei gehen.

Es klingt für manchen vielleicht abstrus, aber ich bin sogar dafür, dass man über Anlässe wie in Halle zwar berichten sollte, man kann auch seine Meinung dazu abgeben in Form einer Verurteilung über diese schreckliche Tat, aber man sollte nicht dauernd den Brei warmhalten. Dabei kann der eigentliche demonstrative Zweck sogar verfehlt werden, sodass der Schuss nach hinten geht und Nachahmer inspiriert werden. "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold."

@rareri “Man sollte nicht

@rareri
“Man sollte nicht dauernd den Brei Warmhalten”
Warum schreiben Sie dann ueber das Ereignis ueberhaupt?

@03:21 Goldenm ...

Sie halten diese zynische Bemerkung tatsächlich für angemessen? In 1 min hätten Sie sich informieren können, wer aufgetreten ist. Die Band, die Ihnen nach eigenem Bekunden "am besten gefällt", gehört nicht dazu.

@06:34 raren

An dieser Stelle ist der Spruch "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" deplatziert: Die Solidarität mit den Opfern rechtsradikaler antisemitischer fremdenfeindlichen Gewalt kann nicht beredt genug sein; Schweigen ist da höchst gefährlich, wie ein Blick in unsere Geschichte zeigt.
Und dass sich Künstler und Menschen aus der Kulturszene durch solche Solidaritätskonzerte eindeutig positionieren, ist ein wichtiger Teil der klaren Kante gegen rechtsradikalen Terror.

06:34 von rareri

Solidaritätskonzert fragwürdig.

so denke ich auch
ob man da noch ein Fest feiern sollte
es starben immerhin 2 Menschen,
wobei deren Tod sicherlich nicht der Grund des Konzerts war
(sowenig wie damals in Chemnitz)
und hätte leicht in einem Blutbad enden können

Ursachen der Tat von Halle

Ursache des latenten Antisemitismus ist mangelnde Bildung, mangelndes Wissen verbunden mit dem Fehlen einer Erziehung der Jugend zum Respekt vor den Ordnungsprinzipen einer Gesellschaft. Ich schlage vor, daß zur Pflichtlektüre in deutschen Schulen z.B. das Buch des 1944 in Bergen-Belsen umgekommenen Rabbiners S.Ph. De Vries "Jüdische Riten und Symbole" herangezogen wird. Es zeigt, mit welchem umfassenden Kanon an Regeln und Grundsätzen bereits Kinder vertraut gemacht werden .Wer das mit der Realität des deutschen Erziehungssystems vergleicht, der braucht keine weiteren Erklärungen für das Auftreten gesellschaftlicher Entartungen, deren Symptome wir heute erleben . Die, die den Boden für diese Entartungen bereiten, sind tatsächlich "Einzelne" - aber kaum Einzel-Täter im eigentlichen Sinn. Sie brauchen die Gruppe der Täter - und das ist immer eine Gruppe , auch wenn die Taten von Einzelnen begangen werden. Das Gruppenmerkmal ist mit einem Schlagwort : Bildungsferne.

06:34 von rareri

"Ich persönlich halte von Solidaritätskonzerten [...] nicht viel, weil es meiner Meinung nach eher dazu dient, dass sich die Mitwirkenden selbst ins Rampenlicht stellen wollen"

Vor bösartigen Unterstellungen ist niemand gefeit.
Manche User können sich nicht vorstellen, dass man sich einfach nur solidarisch zeigen möchte.

"bewirken werden solche Veranstaltungen bei hirnverbrandten extremistischen Menschen ohnehin nichts"

Indirekt schon.
Die Verbrecher fühlen sich angestachelt und motiviert, wenn die Mitmenschen Beifall klatschen.

Es war mehr als ein Konzert.

Es war mehr als ein Konzert. Auch die Betreiber des Döner-Restaurant, in dem der 20jährige Kevin erschossen wurde, sprachen bewegende Worte; der Intendant des Halleschen Theaters ließ an Klarheit ebenso wenig zu wünschen wie die Vertreter der beiden Fussballclubs und anderer Sportvereine. Es war eine beeindruckende Kundgebung von Künstlern, Kulturschaffenden, Sportvereinen und Zivilgesellschaft, z.B. den Leiterinnen von Telefonseelsorge und Katastrophenschutz. Halle steht zusammen, und nicht nur Halle.

Ich finde es gut das man was

Ich finde es gut das man was gegen Rechts tut. Erst mal ist egal was wichtig ist nur das man was tut. Was mich an den Konzerten allerdings stört ist das man sich mit den vielen Teilnehmern brüstet, obwohl die nichts Aussagen solange diese Konzerte kostenlos sind und die Menschen aus ganz Deutschland für lau dahin gekarrt werden.

Was steckt denn wirklich.......

hinter diesen "Solidaritätskonzerten"? Ich bezweifle, daß eine nennenswerte Zahl der Besucher überhaupt weiß , worum es geht! Nachdem aber besonders die ö.r.Medien pflichtschuldig in den Nachrichtensendungen berichten, sorgen sie wenigstens für einen PR-Effekt , der noch dazu kostenlos ist. Noch fragwürdiger wird es dann, wenn mehr oder weniger bekannte Politiker von ihrem Redenschreiber verfasste Sätze ablesen, die eigentlich niemand hören will. Weder die Veranstalter, Redner oder Musiker kannten die Opfer, oder? Es geht letztlich um höchst egoistische Motive! Welcher Politiker will sich schon vorwerfen lassen, nicht mit den antisemitischen Chören geheult zu haben? Also beugt man sich der political correctness, bzw. dem, was freiwillig oder auch nicht, dafür gehalten wird.

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