Ihre Meinung zu: Vor Parteitag: Grünes Gruseln vor dem Globuli-Streit

18. Oktober 2019 - 14:24 Uhr

Homöopathie und die Grünen - das gehört für viele zusammen. Doch nun droht auf dem Parteitag ein Globuli-Streit. Das hat der Spitze gerade noch gefehlt. Von Sandra Stalinski.

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Kommentare

In der Klimadiskussion

In der Klimadiskussion verweisen die Grünen doch immer auf wissenschaftliche Erkenntnisse.
Vielleicht sollten sie dies in der Homöopathie-Diskussion auch mal probieren.
Es gibt keinerlei Statistiken oder wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie.
Trotzdem halten viele Grüne aus ideologischen Gründen daran fest.

Wissenschaftliche Fakten sind gut - sofern sie einem in den Kram passen...

Esoterisch und unwissenschaftlich

Homöopathie hat im 21. Jahrhundert nix zu suchen.

Genauso wenig wie Hexenkunde oder der Glaube an Geister.

Komplexität?

Die Sache ist ganz einfach: Homöopathie ist ein alberner Aberglaube. Sanft ist Homöopathie deshalb, weil es keine Nebenwirkungen gibt - was kaum verwundert, denn es gibt auch keine Wirkung... jedenfalls keine, die über den Placeboeffekt hinaus geht.

Homöopathie ist nur deshalb heute noch so erfolgreich, weil kaum jemand so genau weiß, was das überhaupt ist. Ärzte verschreiben es, Krankenkassen bezahlen es und Politiker empfehlen es; also muss es gut sein.

Peinlich.

20 Millionen für nichts!

Meine Krankenkasse hat den Beitrag in den letzten 2 Jahren 4(!)mal angehoben. Auf der anderen Seite werden 20Mio für nichts ausgeben. Da kann man das Geld noch besser spenden als so zu verbrennen.

Hier gehts genau wie beim

Klimawandel um das Akzeptieren der Wissenschaft.
Das ignorieren von wissenschaftlichen Fakten hat in der Politik eine große Tradition - ja schon fast den Charakter von generellem Misstrauen mit dem hang zur Selbstüberschätzung.
Die Grünen sollten sich gut überlegen ob sie für faktenbasierte Realpolitik oder esoterisches Wunschdenken stehen wollen.
Für Esoterik gibts von mir jedenfalls keine Stimme.

Globuli Gate

Na das wird ja 2021 lustig, wenn grün mitregiert. Globuli sind zwar mitunter hilfreich man muss nur fest dran glauben, aber Medikamente der Schulmedizin können sie nicht ersetzen. Sollte es Globuli auf Rezept geben, wäre das ein guter Beitrag der Grünen.
Zum jetzigen Zeitpunkt dürfen die Grünen drüber diskutieren dann sind sie beschäftigt und es fallen ihnen keine neuen Verbote ein welche sie umsetzen wollen.

"es ist so ok, wie es ist".

Danke Herr Spahn... :-)

Komplexes Thema

Das Thema ist nicht wirklich komplex. Es gibt zahlreiche große, peer-reviewed Metaanalysen die keine statistisch signifikanten Effekte nachweisen konnten. Es sind mir persönlich keine wissenschaftlich fundierten Studien bekannt, die zeigen, dass Homöopathie jenseits des Plazeboeffektes wirkt.

Ernsthaft?

Ich hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet Globuli Parteispaltungsrisiko ist.

Ich bin ja selbst Grünwähler, aber Leute, die an die Wirksamkeit von Globuli glauben finde ich genauso merkwürdig, wie Leugner des Klimawandels. Zwar gibt einzelne Studien, die jeweils für diese Thesen herangezogen werden können, jedoch gelten diese beim Rest der Wissenschaft als überholt, fehlerhaft oder nur bedingt aussagekräftig.

Aber des Menschen Wille ist ja bekanntlich sein Himmelreich. Immerhin haben Globuli keine negativen Wirkungen, also kann damit glücklich werden will. Klimaleugner wie Trump setzen aber Gesundheit und Wohlstand der gesamten Menschheit aufs Spiel, wenn diese sich durchsetzen sollten.

So geht diese Partei

So geht diese Partei jedenfalls sicher, unwählbar zu bleiben. Schade, dass hier im Artikel unrefkeltiert wiedergegeben wird, was die Beführworter anführen. Dass es sich bei diesen "Studien" um Scheinstudien handelt, die in allen mir bekannten Fällen gravierende Mängel in Versuchsaufbau und Methodik haben, wird nicht erwähnt. Aber davon nährt sich schließlich diese Form der "Natur"-"heilkunde". Wenn man etwas, dass nicht natürlicher ist, als normale Medizin und nicht heilt, wirklich so bezeichnen möchte. Es nährt sich daran immer wieder und wieder bereits widerlegte Argumente vorzubringen und Studien anzuführen deren Unzulänglichkeit bereits lang und breit erörtert wurde. Ein absolutes Armutszeugnis, dass meine KK Beiträge unwirksame Kugeln für falsch Informierte bezahlen.

Zuckerkügelchen

Ich glaube ja, dass die Grünen - wenn sie von so phantastischen Ideen wie der Heilung von Krankheiten mit überteuerten Zuckerkügelchen Abstand nehmen würden, sich noch in ganz anderen gesellschaftlichen Schichten etablieren könnten als in jenen, in denen sie ohnehin schon gut situiert sind. Vielleicht hätte eine öffentliche Abkehr von diesem Schabernack sogar eine ganz heilsame Wirkung.

20 Millionen...

...gegenüber 40 Milliarden. Na die Dosis scheint ja wirklich homöopathisch zu sein ;-)

Bezeichnend für die heutige Politik (nicht nur der Grünen!)

"Dabei geht es hier nicht um Kriegseinsätze, Klimakollaps oder Atommüll, sondern um kleine weiße Kügelchen" /
"Doch ein homöopathiekritischer Antrag (...) könnte (...) gar das Zeug haben, die Partei zu spalten, glauben manche"

Du lieber Himmel.

""Das kann man nicht mit Ja oder Nein abstimmen, das Thema ist komplexer und muss mit Fachleuten besprochen werden""

Das (dass sie zu komplex sind, um über sie mit ja oder nein abstimmen zu können) dürfte wohl für fast alle politischen Themen gelten.

Globuli

....naja, dort liegt ja vermutlich der Hase im Pfeffer... Homöopathie ist unzweifelhaft die vergleichsweise billigere und unschädlichere Behandlungsweise... die Pharmaindustrie verdient zu wenig....

"Erinnerungseffekt" des Wassers

Homöopathen behaupten ja gerne, die Wirkung der Homöopathie beruhe darauf, dass sich das Wasser nach dem Potenzieren die vorher in ihm gelösten Wirkstoffe "merkt" und somit deren Wirkung entfalten kann.

Da frage ich mich aber: Warum kann sich das Wasser an die Wirkstoffe erinnern, die der Homöopath kurz zuvor darin gelöst hat, jedoch nicht an die verschiedenen Abfallprodukte, die einst im Wasser herumschwammen bzw. gelöst waren, bevor das Wasser im Klärwerk gereinigt wurde.

Im übrigen widersprecht das angebliche Wirkprinzip den Erkenntnissen aus der Physik, Biologie und Chemie. Wenn man die Lösung eines Wirkstoffes so oft potenziert, dass dessen Konzentration unterhalb der Nachweisgrenze liegt, dann kann der Wirkstoff schlicht nicht wirken, weil die Wirkung nur in seiner Anwesenheit in der Wechselwirkung mit der Biochemie des Körpers auftreten kann. Es ist ja nicht so, dass man nicht weiss, wie Medikamente wirken. Dies ist u.a. ein Forschungsgebiet von Biochemikern und -physikern.

Wiedersprüchlich

Das ist tatsächlich eine Lebenslüge der Fundis. Man kann nicht auf der einen Seite die Klimaleugner mit Verachtung strafen dafür, dass die den wissenschaftlichen Konsens ignorieren, und auf der anderen Seite Anhänger von Pseudomedizin sein.

Der Glaube versetzt halt Berge.

Ein Biologe hat mir einmal erzählt, dass der Glaube an Linderung/Heilung wesentlicher Bestandteil der Homöopathie ist. "Stell dir vor, in New York schüttet jemand eine Flasche Wiskey ins Meer. In Bremerhaven nimmt einer ein Glas voll und sagt von welcher Sorte, dem Jahrgang und welchem Hersteller der Schnaps war ...". Das wäre Homöopathie. Die Wirkungsweise von Placebos ist ähnlich. Obwohl bloß ein Traubenzucker verabreicht wurde, gingen bestimmte Beschwerden zurück. Das würde von den Probanden der verabreichten Tablette zugeschrieben.
Ich sage daher: Wer's glaubt und wem's hilft wird selig, und wer heilt hat Recht ... ob Arzt oder Heilpraktiker.

Der Geist des Globuli

Die Wirkung homöopathischer Präparate beruht zum Teil darauf, das „der Geist des Wirkstoffs“ auf das ganze Präparat übergeht. Daher ist es unwichtig, ob der Wirkstoff noch im (verkauften) Präparat nachweisbar ist, ob er gemäss der Schulmedizin tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielt... das muss nich nachgewiesen werden, denn es geht um den Geist des Wirkstoffs.
Wer daran glaubt, soll sie benutzen, allen anderen empfehle ich Schulmedizin oder Naturheilkunde mit nachgewiesener Wirkung.

Wahlfreiheit für Patient*innen

Patient*innen sollen selbst entscheiden dürfen, welche Art von Medikamenten sie nehmen möchten. Wer Homöopathie bevorzugt, muss dies auch erstattet bekommen. Wie häufig werden Antibiotika ohne klare Indikation verschrieben? Aber damit verdient die Pharmaindustrie Geld, mit Homöopathie nicht. Dass die Grünen auf den Kurs der Pharmaindustrie umschwenken zeigt, wie bürgerlich die Grünen mittlerweile geworden sind.

Ganz einfach

Homöopathische Mittel genau den gleichen Nachweisverfahren wie alle anderen Medikamente und Therapien unterziehen und dann durch Krankenkassen fördern, was nachweislich wirkt.

In bin aber nicht sicher, ob z.B., die Hersteller von Homöopathischen Mitteln das gut finden würden. Hängt mittlerweile schon ganz schön viel Geschäft dran.

Ganz gewiss...

...habe ich in zwei längeren Behandlungszyklen eine schwere Alkoholerkrankung überwunden: durh eine Kombination von Klassischer Homöopathie und durch die Applikation von fundierter Akkupunktur durch eine tatsächlich qualifizierte Heilpraktikerin, die ihr Handwerk nicht an drei Wochenenden bei von manchen Kassen angebotenen und akzeptierten "Schnellkursen" gelernt hat, sondern durch eine mehrjährige Ausbildung in chinesischer Medizin. Ich bin heute noch "clean".

Pseudowissenschaftliches Fachsprech

"Über 100 randomisierte Placebo-kontrollierte Studien und über 1000 experimentelle Studien deuten auf eine Wirksamkeit der Homöopathie hin"

'Randomisiert Placebo kontrolliert'. 'experimentelle Studien'? Eine Studie, die nicht zufällig auswählt, die nicht auf besser als Placeboeffekt abhebt, die nicht experimentell, ?sondern theoretisch?, ist, ist keine wissenschaftliche Studie.

Wenn man hundert schlecht gemachte Studien in einer Meta-Studie zusammenfasst wird es nicht besser. Aber entspricht dem pseudowissenschaftlichen Zeitgeist, der lieber am Schreibtisch Zusammenfassungen generiert als selbst eine gute brauchbare Studie zu liefern.

Ein Plazeboeffekt kann ziemlich stark sein. Einbildung noch stärker. Wenn man auf der Spezialschaukel geschütteltes Wasser in Milliliter Dosen einwirken lässt. Aber Vorsicht, auch die Cola vom Supermarkt könnte zufällig geschüttelt potenzierte Wirkung entfalten. Und niemand kennt eine Methode, wie man solche Potenzierungen wieder herauskriegt.

Keine anderen Sorgen?

Ich bin immer wieder erstaunt mit welchen Themen sich Politiker befassen müssen.
Vorab, ich bin ein Freund der Alternativen Medizin, oder besser gesagt der Kombination.
Aber bei den Grünen ist es scheinbar auch nicht anders als bei den Parteien SPD und CDU/ CSU. Haben wir in Deutschland keinen anderen Probleme.
Oder kann man so von den wichtigen Problemen ablenken?

Homöopathie ist keine Medizin, aber dennoch...

... muss den Menschen bewusst sein, dass die Psychologie eine große Wirkung auf unser Wohlbefinden und damit auch auf unsere Gesundheit hat. Im Prinzip ist das tatsächlich der Placebo-Effekt.

So lange diese Placebos nur 0.05% unseres Arzneimittelbudgets ausmachen (20 Mio von knapp 40 Mrd) und nicht dazu führen, dass "richtige" medizinische Behandlungen ausbleiben, sehe ich hier auch kein Problem.

Ein Argument der Homöopathen ist übrigens auch durchaus relevant - nämlich dass viele medizinische Studien, welche die Wirksamkeit einiger Medikamente begründen, handwerklich sehr problematisch sind. Das Problem ist hier schlicht, dass die milliardenschwere Pharma-Industrie viel zu viel Einfluss auf den wissenschaftlichen Prozess hat und hier ein maßgebliches Interesse an hohen Gewinnen offensichtlich zu einem Interessenkonflikt gegenüber einer neutralen, wissenschaftlichen Beurteilung führt...

Auch der Schulmedizin ist daher nicht blind zu trauen...

Wenn Globuli-Hersteller sofort klagen...

...wenn jemand öffentlich behauptet, dass Globuli keine Wirkung außer dem Placebo-Effekt hat, dann sagt das alles was man wissen muss. Globuli ist ein Milliardengeschäft und die Pharmaunternehmen im Hintergrund wollen um jeden Preis vermeiden, dass die Öffentlichkeit flächendecken davon erfährt wie nutzlos und vollkommen überteuert diese Kügelchen sind. Es ist schon erschreckend wenn der Preis eines Globulis sich durch die Anzahl der Klopfungen erhöht. Richtig gelesen - man haut die Dinger auf den Tisch und schon können sie zu einem höheren Preis verkauft werden.
Da hat endlich mal einer bei den Grünen einen sehr sinnvollen Antrag gestellt. Hoffentlich siegt der Verstand und nicht der Glaube an ultraverdünnte, teure Kügelchen.

/// "Die Finanzierung von

/// "Die Finanzierung von nachweislich nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirksamen Behandlungsmethoden" sei mit dem Grundsatz einer "wissenschaftlich fundierten, faktenbasierten und solidarisch finanzierten medizinischen Versorgung" nicht vereinbar, heißt es darin.///
.
Da haben die Antragsteller recht. Die Grünen sind aber zu einer Harmonie-Partei geworden und befürchten Stimmenverluste bei offenem Streit. Schade drum.

Homöopathie

Eine Verdünnung von einer Verdünnung von einer Verdünnung.
Geeignet nur als Placebo.
Genau so sinnvoll wie ein Schamane bei einem Tumor.

Wirksamkeit der Homöopathie

Dieser Streit ist über 200 Jahre alt. Samuel Hahnemann hat mit dieser Methode unglaublich vielen Menschen geholfen und sie geheilt. Davon waren viele von den Schulmedizinern aufgegebene Krankheitsfälle dabei. Diesen Umstand haben die Schulmediziner den Homöopathen bis heute nicht verziehen. Auch wenn die Schulmediziner (nicht alle) behaupten die homöopathische Wirkung sei ein Placeboeffekt. Spätestens beim Einräumen eines Placeboeffekts, wäre es doch sehr sinnvoll sich einmal mit der Wirkung auf den Körper bei einer bestimmten Geisteshaltung zu beschäftigen. Hömöopathie wirkt auf der geistigen Ebenen mit Auswirkung auf die körperliche Ebene. Bewiesen ist dieser Mechanismus noch nicht, aber die Wirksamkeit nach über 200 Jahren Erfahrung steht ausser Frage.

Streit um Homöopathie

Homöopathie gehört zu den evidenzbasierten Verfahren und viele Menschen konnte durch Homöopathie geholfen werden. Ich selber war mit einer schweren Krankheit bei einem Homöopathen, und dieser hat mir nicht nur durch Homöopathie besser geholfen als die Schulmediziner, sondern kannte sich mit den fachmedizinischen Richtlinien besser aus als die Fachmediziner. Kurz: ohne ihn hätte ich weitere notwendige Untersuchungen gar nicht angestrebt und erhalten. Eine Ganzheitliche Medizin als Ergänzung zur Schulmedizin ist nicht nur eine Ergänzung, in vielen Fällen ist sie notwendig.

Religiöser Beistand als Kassenleistung?

An Homöopathie kann man glauben oder nicht. Man nehme Arsen und verdünne es bis der statisitsche Wahrscheinlichkeit nach nur noch Wassermoleküle in einer Probe zu finden sind und fertig ist die Medizin. Je weniger drin ist desto größer der Effekt? Da wird es religiös. Die KK wollen das nicht zahlen. Wer kann ihnen das verdenken? Aderlass oder Exorzismus sind auch außen vor. Nicht das gleiche Kaliber? Nein. Aber mit Wissenschaft hat es alles nichts zu tun:)

Mich stört ...

... noch nicht einmal das Geld, das die Kassen für diese Quacksalberei ausgeben. Was mich wirklich stört ist, dass Menschen zugunsten dieses Zeugs auf echte, wirksame Medizin verzichten, mit dem Ergebnis, dass sie selber leiden und irgendwann entweder tot sind oder doch zur richtigen Medizin greifen, was dann deutlich teurer wird als wenn sie von Anfang an damit behandelt hätten. Besonders kritisch sehe ich es, wenn schon Kinder in diese Richtung beeinflusst werden, das steht für mich auf der selben Stufe wie Impfverweigerung.

Luxusproblem

Globuli, auch so ein Thema, welches mir schon lange unter den Fingernägeln brennt.

Nicht zu glauben mit welchen Luxusproblemen sich die Grünen auseinandersetzen. "Zu komplex für einen Parteitag", was machen die Grünen, wenn es mal richtige Probleme gibt?

Würde man die Rezeptzuzahlung aufheben, dann könnte sich jeder seine Globuli selbst kaufen, zumal die ja gar nicht zu teuer sind.

Naturheilkunde

Haha, bitte nicht wieder "Homöopathie" mit "Naturheilkunde" durcheinanderwerfen, dann sind Hopfen und Malz verloren.
Viele verbinden mit Homöopathie die genaue Anamnese und ein sinnvolles Patientengespräch. Da die KV nicht viel davon hält, lieber Automatenmedizin und allopathische Mittelchen finanziert statt holistische Behandlung, sehen sich die "Homöopathen" gerne als Verfechter einer menschlichen Medizin.
Letztendlich hat das nichts mit pharmakologisch wirkungslosen Zuckerugeln zu tun. Darüber hinaus sind die Zulassungsverfahren im Bereich der Homöopathie äußerst fragwürdig! Hier hat sich eine Lobby eingekauft und vertreibt ihr Profitmodell.

Na dann erklärt mir mal warum Homöopathie

bei Hunden wirkt... seit 30 Jahren praktiziert.
Voraussetzung ist allerdings dass ein wirklicher Fachmann das Medikament bestimmt.

Eins verstehe ich nicht

Warum soll sowas bezahlt werden, aber keine Verhütungsmittel, die nachweislich zu Linderung der Nebeneffekte der Menstruation führen? Und es gibt Frauen, die da wirklich nur noch flach liegen oder zu starke Blutungen haben.

re: Palas, 15:48

Sehe ich genauso. Da die Globuli sicherlich nicht schädlich sind (im Gegensatz zu manchem Medikament), tun sie niemandem weh.

Bei einem grippalen Infekt zum Beispiel ist es sicherlich sogar gesünder, ein paar Globuli einzuwerfen und einen Gang zurückzuschalten, als sich mit Chemie vollzustopfen und anschließend den Infekt komplett zu ignorieren. Selbst wenn's nur Placebo ist.

Also wozu die ganze Aufregung?

16:02 von H. Hummel

Der Glaube versetzt halt Berge.

Ein Biologe hat mir einmal erzählt, dass der Glaube an Linderung/Heilung wesentlicher Bestandteil der Homöopathie ist. "Stell dir vor, in New York schüttet jemand eine Flasche Wiskey ins Meer. In Bremerhaven nimmt einer ein Glas voll und sagt von welcher Sorte, dem Jahrgang und welchem Hersteller der Schnaps war ...". Das wäre Homöopathie. Die Wirkungsweise von Placebos ist ähnlich. Obwohl bloß ein Traubenzucker verabreicht wurde, gingen bestimmte Beschwerden zurück. Das würde von den Probanden der verabreichten Tablette zugeschrieben.
Ich sage daher: Wer's glaubt und wem's hilft wird selig, und wer heilt hat Recht ... ob Arzt oder Heilpraktiker.
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Mein Hund konnte nicht lesen, aber statt des anschließenden überraschten lebenslang Lanitop-Arztes, hat ein hömophatisches Mittel namens Cralonin seine rassentypischen Herzaussetzer dauerhaft abgestelt.
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Bei einem Sporthund mit Sch und IPO III und FH.

So ist es

Ob über den Klimawandel gestritten wird, über Feinstaub oder Homöopathie: Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Politik gelten nicht mehr. Von Karl Popper und Paul Feyerabend wäre zu lernen, dass Wahrheit keine Frage der Mehrheitsverhältnisse ist.

Trotz aller Belege und Beweise : Eine Verweigerung

Was mich erschreckt ist die Weigerung aus weltbildlichen Gründen, Homöopathie etwas abzugwinnen. Es passt nicht ins Weltbild. Andere hören dann nur auf die Pseudoargumente, die von den Gegnern vorgebracht werden und viele neigen dazu, einfach das zu glauben, was alle glauben.

Bei der Akupunktur ist die Belegung durch Erfahrung noch einfacher zu prüfen, und doch gibt es immer noch Leute, die Akupunktur als Humbug abtun. Und sie wollen auch nicht begreifen, dass es mit Placebo Theorie nicht (!) erklärbar ist, weil Tiere ebenso (wie bei Homöop. ) geheilt werden. Und jetzt überleg mal: Hinter der Akupunktur stehen die Meridiane bzw. Energiebahnen aus der Trad. chines. Medizin. Was wäre mit unserem Weltbild, das ja nun wirklich auch durch die höchsten Autoritäten verkörpert wird, los? Richtig, es würde sich endlich erweitern. Ich finde es verantwortungslos, dass man sich weigert. Die Belege, die Studien, alles vorhanden, und die Kritiker sagen immer noch: Es gäbe keine Studien.

Eigentlich keine Debatte.

Welche Fachleute möchte man denn zu der Diskussion einladen? Obwohl es gerne anders behauptet wird, gibt keine einzige Studie welche die Wirksamkeit von Homöopathie über den Placebo effekt hinaus bestätigt.

Wäre ja auch völlig abwegig, denn bei Homöopathie geht man vom Grundgedanken aus, dass das Wasser eine göttliche Kraft hat und sich daran erinnert, welche Substanz einmal darin war (schließlich ist bei den Verdünnungsverfahren hinterher kein Atom mehr im Wasser). Homöopathie ist damit zwangsläufig eine Religion und wissenschaftlich kann es gar nicht belegt werden.

Insofern ist eine Debatte mit Fachleuten natürlich vollkommener Unsinn.

Dieses blinde Vertrauen

Dieses blinde Vertrauen hier in die sogenannte Schulmedizin ist einfach nur erschreckend.
Mit Homöopathie kenne ich mich zwar nicht aus, aber die Art und Weise wie diese "Schulmedizin" die letzten hundert Jahre mit Cannabis umgegangen ist, sollte jeden skeptisch machen gegen über den Argumentationen von "Schulmedizin" und Pharmaindustrie.

Globuli

Also noch eine Partei, die sich im Klein-Klein verliert.
Brauchen wir das?
Offensichtlich sind die "Grünen" immer noch nicht erwachsen geworden.
Welche Partei interessiert sich eigentlich noch für die Zukunft. Bildung, Wohnen, Rente, Soziales, Arbeitswelt, Infrastruktur usw. Die Mängelliste ist endlos lang.
Hat man gehofft, dass wir all das vor lauter Klima vergessen haben und man sich jetzt wieder Randthemen zuwenden darf, weil die drängenden Probleme zuviel Grips erfordern?

Ein Grund mehr, die Grünen nicht mehr zu wählen

Ich habe die Grünen ab 1994 als Erstwählerin bis 2013 voller Überzeugung gewählt, aber seit ein paar Jahren ist diese Partei dermaßen von den Nöten der Bevölkerung sowie ihrem wahren Kampf für eine bessere Umwelt dermaßen abgerückt, dass sie für mich in keinem Unterschied mehr zu SPD, CDU oder selbst der FDP stehen. Dieser Streit ist symptomatisch - ob man an Homöopathie glaubt oder nicht ist Privatsache. Es gibt so viele dermaßen wichtigere Themen aus dem Umweltbereich und insbesondere die Landwirtschaft, die langsam, aber sicher unsere Ökosystem, Böden, Grundwasser, Gesundheit und traditionelle ländliche Strukturen zerstört, sollte angegangen werden.
Grün ist mittlerweile zwar trendy, aber nur, weil es ein Riesengeschäft ist und bestimmte Themen wie Klimawandel die Nachrichten beherrschen, aber gerade deshalb wäre es an den Grünen, auch über andere, wirklich wichtige und kontroverse Themen anzugehen.

Wahl ja -Quacksalbern nein!

Ja Patienten sollen selbst entscheiden, nur: Das kommerzielle Quacksalbern mit Präparaten, die nachweislich keine Wirkstoffe enthalten -das muss nicht sein. Die Verdünnung ist doch so gross, dass es wie eine Tablette eines Wirkstoffes in einem Freibad wäre. Das kann gar nicht mehr nachgewiesen werden. Der Preis allerdings ist genauso hoch wie ein wirkliches Präparat. Das hat was mit für dumm verkaufen zu tun - oder damit Leuten, die falsche Hoffnung oder Phobien vor Medikamenten haben, auszunutzen.
Sicher hat man die Wahl welches Medikament man nimmt - nur das sind halt keine Medikamente.

100g Liebesperlen kosten 1€

100g Liebesperlen kosten 1€. Und genau das ist die Summe die auch Krankenkassen maximal für 100g Globuli zuzahlen sollten.
Denn Globuli bestehen nur aus Zucker. Liebesperlen haben wenigstens noch Farbe und Aromen. Sind also eigentlich wertvoller bei identischer Wirksamkeit.

16:34 von Giselbert

"Würde man die Rezeptzuzahlung aufheben, dann könnte sich jeder seine Globuli selbst kaufen, zumal die ja gar nicht zu teuer sind."

Aber Hauptsache der Kassenpatient leistet auch seine Zuzahlung für seinen buchstäblich LETZTEN TAG im Krankenhaus.
(Der letzte Tag ist 10 Minuten alt: Macht 10 Euro)

Wenn man dann noch die Zuzahlungen für Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz, und teilweise sogar für Untersuchungmaterial betrachtet, könnte man angesichts solcher Diskussionen verzweifeln. Wenn Globuli davor schützen könnten, würde ich die jetzt direkt in die Apotheke gehen und mir welche kaufen (ganz ohne Rezept).

@Giselbert

Nicht zu glauben mit welchen Luxusproblemen sich die Grünen auseinandersetzen.

Wenn es danach geht, könnte man ja die gesamte politische Arbeit auf drei Themen (Klima-/Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, innere und äußere Sicherheit) reduzieren, denn vor den Herausforderungen dieser drei Themenbereich sind alle anderen Themen Luxusprobleme.

Aber das kann es doch nicht sein. Zu recht werden jene Parteien belächelt, die nur ein einziges Thema haben wie einst die Piraten oder die Tierschutzpartei. Politik ist eben nicht nur für die großen Themen da, sondern auch für die kleinen Dinge, die in einer Gesellschaft geregelt werden müssen. Und gerade bei unseren ausufernden Gesundheitskosten muss die Frage schon erlaubt sein, ob es sinnvoll ist, medizinisch zweifelhafte Therapien aus dem solidarischen Topf zu bezahlen.

Von der fehlenden Wirksamkeit

Von der fehlenden Wirksamkeit abgesehen sind die Produkte viel zu teuer. Man muss mal überlegen: keine Forschung, keine komplexen Zulassungen und Studien, praktisch keine Wirkstoffe, keine teuren Labore und Geräte, keine Kosten für Patente.

Ein Tropfen eines praktisch kostenlos zu erwerbenden "Wirkstoffes" wird mit einfachen Methoden mit Wasser verdünnt. Daraus entstehen tausende Produkte.
Die Kosten bewegen sich für eine ganze Charge im Centbereich.
Dennoch gehen die Produkte für 20 Euro über die Theke.
Nirgendwo sonst ist die Gewinnspanne derart riesig.

Selbst wenn es wirksam wäre, wäre das unwirtschaftlich. Krankenkassen sollten es dann selbst herstellen statt ein paar Betrüger reich zu machen. Da die Herstellung und Vertrieb so simpel ist wäre das sofort möglich.

Pharmaindustrie

Viele behaupten, manche sind gegen Homöopathie weil sie wollen, dass die Pharmaindustrie mehr verdient. Tatsächlich verdient eine Pharmaindustrie an homöopathischen Mitteln, und hat eine sehr starke Lobbyisten-Gruppe, was man auch in der Diskussion berücksichtigen soll.

Was kann so eine Hokuspokus

Was kann so eine Hokuspokus kugel denn kosten, als das man sich die nicht selbst kaufen könnte? Traubenzucker, kräuter und eine Presse. Mehr braucht man doch nicht.

Wenn die homöopathischen Mittel so

unwirksam sind, weshalb helfen dann die richtigen Mittel auch bei Tieren und Kleinkindern. Aber ich habe mitbekommen, dass es hier einige Spezialisten gibt, die absolut auf Medikamente mit großen Nebenwirkungen setzen, und sich dann wundern, wenn das Antibiotikum nicht mehr wirkt.

Mir hilft es

Bei Ankündigungen einer Erkältung nehme ich Globulis. Am nächsten Morgen sind die Symptome verschwunden. Wenn ich Zahnschmerzen habe, drücke ich zwei Akupunkturpunkte, die Zahnschmerzen werden weniger.
Es werden viele Medikamente verabreicht die viele Nebenwirkungen haben und dadurch hohe Kosten verursachen, lasst die Regelung für Globulis wie sie sind. Firmenstempel Krankenkassen zahlen sie sowieso nicht. Die Pharmaindustrie reibt sich die Hände.

Am 18. Oktober 2019 um 19:48 von daneel

"Viele behaupten, manche sind gegen Homöopathie weil sie wollen, dass die Pharmaindustrie mehr verdient. Tatsächlich verdient eine Pharmaindustrie an homöopathischen Mitteln, und hat eine sehr starke Lobbyisten-Gruppe, was man auch in der Diskussion berücksichtigen soll."

Nur sollte man dabei bedenken, dass diese Industrie nur solange an einer Krankheit verdient, solange diese nicht geheilt ist. Also wird sie immer darauf bedacht sein, eine gewisse Abhängigkeit zu erzeugen. Vielleicht deshalb diese Aversion gegen Homöopathie?

@ ex_Bayerndödel

"Wenn die homöopathischen Mittel so unwirksam sind, weshalb helfen dann die richtigen Mittel auch bei Tieren und Kleinkindern" Am 18. Oktober 2019 um 19:59 von ex_Bayerndödel

Dazu fällt mir ein:
Ohne Medikamente dauert eine Erklärung ganze 14 Tage. Mit Medikamenten dauert sie nur noch 2 Wochen.

Was Kinder angeht, so helfen bunt bemalte Pflaster gegen fast alle Schmerzen.
Die einfachen Pflaster helfen nicht ganz so gut, vor allem, wenn das Kind schon Mal ein buntes Pflaster hatte. Wenn das Kind ein buntes Pflaster bei einem anderen sieht, selbst aber normales hat, dann können sich die Schmerzen sicher erhöhen.

Was Tiere angeht: Die verstecken den Schmerz. Man merkt die Krankheit nur, wenn sie richtige Medizin brauchen. Allerdings habe ich nur Erfahrung mit Kleintieren und Krallenaffen (beruflich).
Es ist möglich, dass solche Tiermedizin auch Menschen behandelt.

Das ist doch mal ein richtiges Luxusproblem

Wenn Homöpathie nichts bringt (bzw. schadet, weil die Leute lieber Globuli nehmen statt sich mal zu bewegen), dann wird das halt nicht mehr von der Kasse finanziert, fertig. Creme gegen Fußpilz muss man auch selbst bezahlen, obwohl die ja sogar halbwegs wirksam ist.

Und dann weiter zu den drängenderen Problemen...

Kriegt man dann auch Kräutertee bezahlt?

Dass Kräuter wirksam sind ist ja schließlich erwiesen.

Am 18. Oktober 2019 um 20:16 von Tada

"Was Kinder angeht, so helfen bunt bemalte Pflaster gegen fast alle Schmerzen.
Die einfachen Pflaster helfen nicht ganz so gut, vor allem, wenn das Kind schon Mal ein buntes Pflaster hatte. Wenn das Kind ein buntes Pflaster bei einem anderen sieht, selbst aber normales hat, dann können sich die Schmerzen sicher erhöhen.
Was Tiere angeht: Die verstecken den Schmerz. Man merkt die Krankheit nur, wenn sie richtige Medizin brauchen. Allerdings habe ich nur Erfahrung mit Kleintieren und Krallenaffen (beruflich).
Es ist möglich, dass solche Tiermedizin auch Menschen behandelt."

Sorry, ich schrieb von Erkrankungen, die Ärzte oder Tierärzte feststellten, zum Teil erfolglos behandelten. Vielleicht habe ich auf diesem Gebiet ein bisschen mehr Erfahrung oder kenne die richtigen Mediziner - ja, diese Homöopathen haben eine medizinische Ausbildung, sind Ärzte oder Tierärzte. Also behalten Sie Ihre bunten Pflaster für jene, die nicht wirklich ärztliche Hilfe benötigen.

Gründe

"Nur sollte man dabei bedenken, dass diese Industrie nur solange an einer Krankheit verdient, solange diese nicht geheilt ist. Also wird sie immer darauf bedacht sein, eine gewisse Abhängigkeit zu erzeugen. Vielleicht deshalb diese Aversion gegen Homöopathie?"

Nein, weil sie Humbug ist. Leider kann jemand nicht wegen Betrugs verurteilt werden, wenn er selber daran glaubt (oder überzeugend so tut).

Ja, wie Sie sagen, die Hersteller von homöopathischen Mitteln haben ein Interesse daran, dass Menschen immer krank sind.

Globoli

Sie helfen nicht. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz dafür auch nicht bei Toeren oder Pflanzen.
Das die Mittel von Krankenkassen übernommen werden ist reine Geldverschwendung, jegliche Igelleistung hat mehr Evidenz als die Kügelchen. Eine Partei die das stützt ist rückwärtsgewandt und nicht modern.

Ein guter Antrag

Damit haben sich die Grünen für mich Unwählbar gemacht. Wer sich schützend vor scharlatane Stellt wird meine Stimme nicht bekommen.

Am 18. Oktober 2019 um 16:00 von dito

"Homöopathen behaupten ja gerne, die Wirkung der Homöopathie beruhe darauf, dass sich das Wasser nach dem Potenzieren die vorher in ihm gelösten Wirkstoffe "merkt" und somit deren Wirkung entfalten kann."

Das ist keinesfalls unlogisch.

Wenn Sie einem 10.000 Liter Fass mit Weißwein, eine Kelle mit 0,01 Liter Rotwein hinzufügen,
alles umrühren und dann mit der gleichen Kelle wieder 0,01 Liter aus dem Gemisch entnehmen
und dann dem gleich großen Fass (10.000 Liter) Rotwein hinzufügen,

welcher Wein ist dann mehr gepanscht?

Enthält das Fass Rotwein mehr Weißwein oder
Enthält das Fass Weißwein mehr Rotwein?

Was mit klein geht, geht auch mit groß.

Am 18. Oktober 2019 um 19:57 von Superschlau

"Was kann so eine Hokuspokus kugel denn kosten, als das man sich die nicht selbst kaufen könnte? Traubenzucker, kräuter und eine Presse. Mehr braucht man doch nicht."

Wenn man etwas nicht weiß, versucht man, sich darüber lustig zu machen. Ich weiß, dies ist heutzutage ein probates Mittel. Übrigens zahle ich meine homöopathischen Medikamente selbst und erspare der Krankenkasse viel Geld, weil ich die konservativen Medikamente wesentlich weniger benötige. Diese Medikamente würden mehrere hundert Euro im Monat kosten. Und Homöopathie auf Globuli zu reduzieren, ist wohl Unwissen geschuldet.

Unglaublich, wie viele

Unglaublich, wie viele Kommentierende hier unbedarft die Mär von der Unwirksamkeit homöopathischer Medizin nachplappern: Die wissenschaftliche Forschung belegt ziemlich eindeutig die Wirksamkeit homöopathischer Medikamente. Es ist eher erstaunlich, dass einige Grüne auf den Zug der Pharmaindustrie aufgesprungen zu sein scheinen.

Medizin"beweise": Wahrscheinlichkeiten mit 5% Fehler.

Vielen ist nicht klar, dass selbst Doppelblindstudien keinerlei Wirkungsnachweis bedeuten.
Es sind Korrelationen.
Unser "Statistik"-Professor hat uns dazu irreführende Beispiele vorgeführt.
Was die Homöopathie betrifft liegen Studien vor, die eine Wirkung jenseits des Placebo, das bei den meisten Medikamenten die Hauptrolle spielt, beweisen.
Die berühmte umfangreiche Metastudie von Shang et alias ergab zwar eine Tendenz zuungunsten der Homöopathie. Die Schweizer Auftraggeber konnten allerdings zeigen, dass bei einer geringen Änderung der Auswahl der einbezogenen Studien genau das Gegenteil herauskam. Außerdem stellte sie einen statistischen "Funnel-plot" fest.
Ihre Empfehlung aufgrund des Gesamtüberblicks lautete dann auch auf Zulassung.
PS.: Erklärmodell. Der Medizinnobelpreisträger Luc Montagnier (Aids-Virus) hatte auch über die theoretische Denkmöglichkeit der Wirkungsweise von Homöopathie berichtet.

Wissenschaft ist teuer und verzwickt - Homöopathie und Evidenz

Meines Wissens nach gibt es keine Studien, die replizierbare und relevante Effekte homöopathischer Arzneimittel gezeigt hätten.

Natürlich ist es schwer, mit den bisherigen wissenschaftlichen Methoden Homöopathie zu untersuchen, weil bei gleicher Krankheit jedem Patienten ein individuelles Präparat verschrieben wird. Man kann aber Methoden anwenden, die das ganze als black box behandeln. Die wenigen Studien, die das getan haben, fanden keine Effekte.

Eine Anmerkung: Wer behauptet, Homöopathie sei "bloß alles Placebo" - dem sei gesagt, dass er das "bloß" bitte weglassen sollte. Z.b. aus der Psycho-Onkologie wissen wir, dass psychologische Faktoren sogar stärker als manche Medikamente in das Körpergeschehen eingreifen können. Was auch umgekehrt gilt.

Aber, was viele nicht wissen, es gibt auch den Nocebo-Effekt. Einfach mal in eine Suchmaschine eingeben.

Ob homöopathische Behandlungen eine spezifische Wirksamkeit haben oder nicht - ist nicht wirklich geklärt.

Es stimmt ja nicht, dass Homöopathie gar nicht wirkt.

Sie wirkt (wahrscheinlich) nur nicht über den Placebo-Effekt hinausgehend. Aber der Placebo-Effekt kann gar nicht so ohne sein und Placebo ist auch im Medikamentenschrank im Krankenhaus zu finden (von der Kasse bezahlt...). Ich glaube ja auch, dass Homöopathie nur durch den Glaube an die Wirkung wirkt. Aber ist das am Ende nicht egal? Der Körper ist ein sehr komplexes System, dass die naturwissenschaftlich basierte Schulmedizin auch noch nicht vollständig entschlüsselt hat und erklären kann. Das Immunsystem lässt sich z.B. durch autogenes Training, Hypnose, Stressvermeidung und allerlei andere Tricks beeinflussen. Wenn es Leuten besser geht, weil sie an eine Behandlung glauben, dann ist das ein Erfolg, auch dann wenn die Besserung nicht durch eine chemische Wechselwirkung des Präparats mit dem Körper zustande kam sondern durch andere Mechanismen - bei 0 Nebenwirkung. Homöopathische Mittel machen ein 2000stel der gesamten Medikamentenausgaben aus. Das finde ich vertretbar.

@ 15:40 von Karl-Heinz Dagegen

"Meine Krankenkasse hat den Beitrag in den letzten 2 Jahren 4(!)mal angehoben. Auf der anderen Seite werden 20Mio für nichts ausgeben. Da kann man das Geld noch besser spenden als so zu verbrennen."
Wie oben schon erwähnt hat Homöopathie ja Wirkung, nur eben nicht über den Placebo-Effekt hinausgehend. Aber der Placebo-Effekt kann gar nicht so unbedeutend sein. Wir haben bei den alten Leuten, die Abends nach einem Schlafmittel gefragt haben da sie sonst nicht einschlafen könnten, auch erst mal getestet ob nicht Placebo reicht und siehe da, ein Drittel ist mit Placebo wunderbar eingeschlafen, nur weil sie glaubten es sei Schlafmittel. Und das Beispiel der bunten Pflaster, die gegen Schmerzen bei Kindern besser helfen als die schlichten ist auch Tatsache obwohl physiologisch nicht erklärbar. Trotzdem kauf ich die etwas teureren bunten Pflaster, weil mein Kind das eben glaubt und ich froh bin, wenn es so ist. 20 Mio EUR macht pro Einwohner 25 Cent, ich denke das ist vertretbar...

Am 18. Oktober 2019 um 20:33 von daneel

"Nein, weil sie Humbug ist. Leider kann jemand nicht wegen Betrugs verurteilt werden, wenn er selber daran glaubt (oder überzeugend so tut).
Ja, wie Sie sagen, die Hersteller von homöopathischen Mitteln haben ein Interesse daran, dass Menschen immer krank sind."

Dann wünsche ich Ihnen von Herzen, dass die anderen Mittel nie bei Ihnen versagen und Sie auf alternative Medizin angewiesen sind.

@21:04 von vrenifossi

"Wenn es Leuten besser geht, weil sie an eine Behandlung glauben, dann ist das ein Erfolg, auch dann wenn die Besserung nicht durch eine chemische Wechselwirkung des Präparats mit dem Körper zustande kam sondern durch andere Mechanismen"

Das ist ohne Zweifel richtig. Aber Menschen glauben auch an viele andere - teils obskure - Behandlungmethoden. Sollen die alle von der Kasse bezahlt werden, weil die Menschen an deren heilende Wirkung glauben? Auch dann, wenn u.U. eine Krebserkrankung verschleppt wird? Ist ja auch schon öfter vorgekommen.

Alles Grüne Linie

Ob Homöopathie oder Demeter BIO alles ist die selbe Linie welche uns vorgauckelt gesünder zu sein, doch es ist alles das selbe, keine Wissenschaftlich erwiesenen Tatsachen, sondern nur ein Plazebo und für Wahrhalten und z. Teil gefährlich .

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