Ihre Meinung zu: Kultusminister prüfen Neuregelung der Sommerferien

18. Oktober 2019 - 9:42 Uhr

Je nach Bundesland beginnen die Sommerferien zwischen Mitte Juni und Ende Juli, mit jährlich wechselnden Terminen. Nun wird auf Drängen von Berlin und Hamburg eine Neuordnung geprüft. Von Christin Jordan.

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Kommentare

BaWü und Bayern

Die beiden südlichen Bundesländer machen es richtig: Die Ferien fest terminieren und fertig. Wenn die anderen sich dann anders staffeln wollen, dann sollen sie das tun - Herumrollieren ist ja wohl der größtmögliche Unsinn.

Deutsches Schulsystem

Beim Lesen des Artikels erkennt man eine der Miseren des deutschen Schulsystems. Jeder Landesfürst hat seine eigenen Interessen im Auge und die haben durchaus nicht immer pädagogische Ursachen. Erst mal werden die Ferien verstreut aus verkehrspolitischen Gründen um Staus zu vermeiden. Dann fangen aber immer benachbarte Länder gemeinsam an, was dann doch die selben Autobahnen füllt. Die Einen wollen aber weniger Schwankungen (aus tatsächlich schulischen Gründen - kurze Schuljahre möglich), was aber bei den Anderen aus touristischen Gründen sofort auf Ablehnung stößt.
Das Ganze verhindert dann auch ein einheitliches deutsches Abitur, weil ja auch die Prüfungen, je nach Ferientermin, zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Und bei einem Bundesabitur könnten dann die Letzten die Fragen schon lange im Internet lesen.
Abgesehen davon, dass die Landesfürsten auch kein einheitliches Abitur wollen.

Welche Lösung gibt es?

Wurde denn nun eine konkrete Alternative benannt? Dem Beitrag konnte ich keine Lösung entnehmen.

Fakt ist, dass ein einheitlicher Ferienbeginn den Verkehrskollaps weiter verstärkt. Fakt ist aber auch, dass das Wetter sich nicht an den Ferienbeginn halten wird. Außerdem haben hohe Temperaturen zu Schulzeiten verkürzten Unterricht zur Folge, was das Problem mit der eventuell knappen Unterrichtszeit im zweiten Schulhalbjahr ohnehin verschärft.

Ich würde Ferienbeginn über die vier Juliwochen festlegen, wobei benachbarte Bundesländer nicht zeitgleich in die Sommerferien starten sollten.

Feste Ferienzeiten

Ich wäre für feste Ferienzeiten!
Meinetwegen auch 2 Wochen länger, um Start und Ende der Ferien in den Ländern etwas entzerren zu können. (Ich bin weder Schüler noch Lehrer oder habe solche in der Familie).

Mal lang, mal kurz, das bedeutet "Stress"

Pädagogisch sinnvoll ist es ,dass die Dauer der Schulhalbjahre trotz wechselnder Ferientermine möglichst konstant bleiben, um den Schulen eine kontinuierliche und verlässliche Lernplanung einschließlich der Prüfungen zu ermöglichen.
Wenn das Schulhalbjahr mal 18 Wochen dauert, im nächsten Jahr 22, ist eine kontinuierliche und verlässliche Lernplanung nur bedingt möglich.
D.h. z.B. die Stoffverteilungspläne müssen angepasst werden, also zusätzliche Arbeit für die Lehrkräfte, schwierigere Organisation von Vertretungsunterricht, schwierige Verrechnung von Überstunden.
Manches erkennt vielleicht nur der Insider.

Beides hat Vor- und Nachteile.

Zum einen ist es zwar richtig, dass es kurze Schuljahre und lange gibt, aber die folgen oft aufeinander und der Stoff wird einfach vorgezogen, weil Zeit dafür ist oder nachgeholt, weil keine Zeit dafür war.
Problematisch wird sowas, wenn die Kinder das Bundesland wechseln - aber wann ist es das nicht bei unterschiedlichen Lehrplänen.

Für das Abitur bereitet man sich auch mit 1 Jahr vor, sondern ganze 3 Jahre. Wenn die jungen Leute erst 3 Monate vorher anfangen zu pauken, dann ist das so. Das ist bei kurzem oder langem Schuljahr genauso.

Und da bin ich mit der folgenden Aussage nicht einverstanden: "Sandra Scheeres (SPD) fordert mehr Kontinuität im Schuljahresablauf"

Kontinuität brauchen die Kinder in der Pädagogik. Derzeit wird da nur herumexperimentiert. Das Neuste ist ja "bloß kein Streß in der Schule", so das die Noten teilweise abgeschafft wurden.

Daher sehe ich derzeit keine Argumente für eine Angleichung, die sich nicht leicht entkräften lassen.

Kultusminister , Schulsystem etc.

Nicht nur am deutschen Schulsystem erkennt man das Grundübel : es ist der einst von den Alliierten diktierte Föderalismus. Wir leben aber in einer völlig anderen Zeit, wir suchen die europäische Integration - und dann halten wir an einer innerdeutschen Kleinstaaterei fest. Mit dramatischen Folgen - wie an der Inkonsistenz der länderbezogenen Sicherheitsorgane und den daraus folgenden Fehlhandlungen jeder erkennen kann.
Würden Ferien bundesweit einheitlich stattfinden, würden sich Reiseströme ganz von allein über die Republik verteilen. Und überhaupt : vielleicht lernen die Leute schneller als mancher glaubt - und bleiben einfach mal zuhause : "Greta".

Grundsätzlich

... ist das rollierende System sicher nicht schlecht, bietet es doch einige Vorteile. Allerdings ist nicht einzusehen, weshalb Bayern und BaWü nicht an diesem System teilnehmen. Der ursprüngliche Grund wegen der Erntehilfe der Kinder sollte ja wohl heutzutage kaum noch eine Rolle spielen.
Ein wirklich einheitliches Abitur kann man auch realisieren, indem man das letzte Halbjahr der Oberstufe für alle gleich beginnen und eben auch enden ließe. Es dient ja sowieso überwiegend zur Vorbereitung auf die Abiturprüfung.

@11:19 von Barthelmus

ist es wirklich so, dass eine Verschiebung um 4 Wochen solche Auswirkungen hat?
Wenn das so ist, dann sollte man die jährliche Verschiebung auf wirklich 16 Bundesländer verteilen und von Jahr zu Jahr immer nur um eine Woche nach hinten bzw. wenn man am Ende angelangt ist, um eine Woche wieder nach vorne verschieben. So hätte man einen Zeitraum von 16 Wochen mehr durch die Verschiebung.

Neuregelung wäre sinnvoll

Ich finde es auch als sehr lästig, dass es ein Jahr gibt, in dem das Schuljahr plötzlich deutlich kürzer ist. Das entspricht einem Fünftel des Unterrichts in dem Halbjahr! Und einige Fächer werden zumindest in Niedersachsen epochal unterrichtet, sodass es nur das 2. Halbjahr gibt.

Den Zeitraum einzudampfen, ist davon unabhängig und macht mE keinen Sinn. Die Ferienströme müssen kanalisiert werden. Man sollte viel eher die Rückgang zum Anfang des Zyklus nicht so sprunghaft machen, sondern auch im Wochenschritten vollführen. Sollte das 2. Halbjahr dann zu kurz sein, könnte man den Beginn des Halbjahres auf den Jahresanfang legen. Das wird in Nds. in der Oberstufe schon gemacht. Weshalb es nur in der Oberstufe gemacht wird, verstehe ich persönlich nicht.

Und dass die Südländer sich mit dem fadenscheinigen Argument der Feldarbeit querstellen, ist mal wieder typisch. Über Argumente für gleichzeitige Ferien mit dem Nachbarland würde ich mich auch freuen.

Solidarität

Bayern und Baden Würtemberg picken sich hier die Rosinen heraus indem sie sich ausgeklinkt haben, es wäre schon eine Frage der Solidarität mit den anderen Bundesländern bei der Rotation mitzumachen. Man kann das natürlich streng pädagogisch betrachten, dabei lässt man aber alle anderen Lebensumstände außer acht, so auch die wirtschaftlichen Interessen. Zudem kommt der extreme Wechsel von späten Ferienbeginn im Sommer auf den frühen Ferienbeginn nur alle paar Jahre vor und was spricht im großen und ganzen dagegen bei den extrem kurzen Jahren Stoff ins folgende Jahr zu verlagern. Das Ergebnis der Kombination aus Klassenlehrer, Schülern, Klassengröße und Lernstoff ist doch je nach Zusammenstellung sehr unterschiedlich. Mal wird das gesetzte Ziel erreicht, mal eher nicht und das ist eben nicht stur von den Zeitvorgaben abhängig.

dr.bashir

Ich kann mich Ihnen in diesem Punkt nur anschließen. Sinnvoll wären tatsächlich weitgehend fixe Ferientermine, jedenfalls wenigstens in den jeweiligen Bundesländern oder Gruppen von Bundesländern - damit wenigstens außerschulische Interessen von Tourismusindustrie und Verkehrsplanern nicht auf dem Rücken von Schulen, Schulkindern und deren Eltern ausgetragen werden.

Das Paradox von bundesweit einheitlichem Abitur und zeitlich weit versetzten Ferienzeiten im Sommer haben Sie im Übrigen sehr gut auf den Punkt gebracht. Hat in der KMK daran eigentlich schon einmal jemand gedacht? Nach diesem Modus würde es sich also wirklich "lohnen", in Baden-Württemberg und Bayern Abitur zu machen.

Interessant

mal auf Idee gekommen zu gucken, wie es in anderen Länder mit Ferienzeiten geregelt wird ?
Die meisten Länder der Welt (mit viel mehr Bevölkerung) haben einfach Termine fest.

Und was soll die Alternative sein?

Ich habe den Artikel jetzt zweimal gelesen, und ich weiß noch immer nicht, welche Alternativen die Kultusminister nun diskutieren.

Auch ein früherer Artikel der Süddeutschen hat mich da nicht schlauer machen können.

Dass BW und Bayern immer am Ende Sommerferien haben, weil die Kinder früher mal bei der Ernte helfen sollen, habe ich verstanden.

Heißt das, dass die Alternative sein soll: diese beiden Länder sollen ebenfalls rotieren wie die anderen Länder?

Dann ist aber trotzdem das Problem nicht gelöst, dass manche Länder in manchen Jahren verkürzte Schulzeit haben.

Oder heißt die Alternative, dass jedes Bundesland jedes Jahr zum selben Zeitpunkt die Sommerferien hat?

Vielleicht hat jemand verstanden, was genau an Änderungen vorgeschlagen wurde.

re esche999

"Nicht nur am deutschen Schulsystem erkennt man das Grundübel : es ist der einst von den Alliierten diktierte Föderalismus."

Mir unbekannt, dass die Alliierten das GG diktiert hätten.

Der Föderalismus ist gemäß Präambel und Art. 20 Grundlage der poltischen Struktur.

Macht's doch wie andere Länder

Ferien bundesweit vom 1. Juni bis zum 31. August. Dann können sich die Urlauberströme auf drei Monate verteilen.

Dafür dann keine zwei Wochen Osterferien und keine zwei Wochen Herbstferien.

Woanders klappt das seit vielen Dekaden einwandfrei, und noch dazu mit besseren Schulleistungen als in Deutschland.

11:35 von Esche999

"Nicht nur am deutschen Schulsystem erkennt man das Grundübel : es ist der einst von den Alliierten diktierte Föderalismus. Wir leben aber in einer völlig anderen Zeit, wir suchen die europäische Integration - und dann halten wir an einer innerdeutschen Kleinstaaterei fest."

Ich neige dazu, Ihnen Recht zu geben.
Es gibt für mich keinen nachvollziehbaren Grund, warum in jedem Bundesland der Schulstoff anders und anders gegliedert sein muss.

Allerdings gibt es ja zaghafte Versuche, das in der Schulpolitik zu überwinden:

in manchen Abiturfächern werden die Themen der schriftlichen Abiturarbeiten aus einem länderübergreifenden Fonds ausgewählt.
Wobei "länderübergreifend" sich nur auf die Länder bezieht, die sich freiwillig einem gemeinsamen Abitur angeschlossen haben.

Es wäre schon sehr, sehr viel getan, wenn zumindest die Schulpolitik sich bundesweit vereinheitlicht.

Für die Sommerferien hieße das:
alle Länder haben sie gleichzeitig.
Was aber natürlich die Rotation nicht ausschließt.

11:36 von Clemens Jacobs

"Ein wirklich einheitliches Abitur kann man auch realisieren, indem man das letzte Halbjahr der Oberstufe für alle gleich beginnen und eben auch enden ließe. Es dient ja sowieso überwiegend zur Vorbereitung auf die Abiturprüfung."

Gute Idee. Gebont. ;-)

Ich finde, dass Deutschland

Ich finde, dass Deutschland erstmal die Sommerferiendauer auf 8 Wochen erhöht, da ich (Berufsschüler) die Erfahrung, dass viele vor und nach den Ferien oft fehlen.
Außerdem sollte der Ferienzeitraum überall in Deutschland gleich sein, da man eventuell Freunde und Verwandte treffen möchte welche sogar noch in die Schule gehen.

Am 18. Oktober 2019 um 12:00 von karwandler

Mir unbekannt, dass die Alliierten das GG diktiert hätten.
-----------
Die Teile mit der Förderationsstruktur schon.
Das unabhängige Rundfunk- und Fernsehsystem übrigens auch.
Genauso wie die Bundeslandstruktur ausgehöhlt und zu EU-Unwesen wird, ist auch das föderale Rundfunksystem nur noch ein Schatten des Willens der Gründerväter (Es waren tatsächlich nur Männer,)

In BW gab es früher ebenfalls variierende Zeiten

Der Artikel vermittelt das (falsche) Gefühl, in den Südländern wäre der Ferientermin "seit Menschengedenken" immer spät gewesen.

Das stimmt natürlich nicht. Ich war von 1970 bis 1981 in BW auf der Schule und es gab zu dieser Zeit sehr wohl unterschiedliche Ferientermine - und da meine Familie einen Bauernhof hatte, musste ich bei der Ernte helfen unabhängig von einem Ferientermin. Es gab schlicht keinen Urlaub. CO2-technisch vorbildlich.

Nebenbei bemerkt würde das so manchem Freitagsdemonstrierer die Augen öffnen welche Generation die grössere Belastung für "das Klima" ist - über den gesamten individuellen Lebenszyklus hinweg. Aber das ist ein anderes Thema.

Dass ganze Klassen bei der Ernte helfen mussten habe ich aus Erzählungen gehört, das waren wohl einige wenige Nachkriegsjahre.

Ich weiss nicht, wann "die Südländer" aus diesem rotierenden System ausgestiegen sind, aber mit der Ernte hatte das nix zu tun.

Vielleicht kann ein anderer Kommentator dem Autor helfen?

@OriginalNoel, 12:33

„Außerdem sollte der Ferienzeitraum überall in Deutschland gleich sein, da man eventuell Freunde und Verwandte treffen möchte welche sogar noch in die Schule gehen“

Das geht allerdings nur bei Schülern, die alt genug sind, um ihre Ferien getrennt von ihren Eltern verbringen zu können. Andernfalls müssten alle Eltern (da sie ihren Urlaub ja in der Regel mit ihren Kindern verbringen wollen) gleichzeitig für die Ferienzeit Urlaub beantragen. Und es ist nun mal leider nicht möglich, die ganze Volkswirtschaft für acht Wochen „herunterzufahren“, weil alle geschlossen im Urlaub sind.

12:33 von OriginalNoel

"Ich finde, dass Deutschland erstmal die Sommerferiendauer auf 8 Wochen erhöht, da ich (Berufsschüler) die Erfahrung, dass viele vor und nach den Ferien oft fehlen."

Ich nehme an, dass die Schüler dann eben vor und nach den 8 Wochen fehlen werden.

Grund sind ja meistens die zu buchenden Flüge.

An Esche999 unde Sausevin

Was man hier wieder für einen Unsinn lesen muss;

Deutschland ist seit 1870 als Bundesstaat aufgebaut, und dies ist bis heute beibehalten worden. Das hat nichts mit Allierten oder irgendeiner externen Beeinflussung zu tun, die sist schlicht ein Ergebnis aus der Historie. Und es war schon immer so, dass einige Kompetenzen alleine bei den Ländern liegen, wie eben beispielsweise das Schulwesen, aber auch Kultur. Deshalb gibt es zum Beispiel auch kein Kulturminiterium des Bundes, sondern nur einen Bundesbeauftragen für Kultur. Es mag ärgerlich sein, dass sich hier die einzelnen Bundesländer schwer tun, eine gemeinsame Richtung zu finden, dies ist aber halt so in einer Föderation, wir waren nie (außer unsägliche 15 Jahre) ein Zentralstaat.

Sommerferien

Interessant welche Themenauswahlt die Redaktion trifft. Nicht etwa der Krieg und Vølkerrechwirdrige Inavsion unser tyrikischen Waffenbrueder. Nicht etwa wie man in anderen Medien liesst die Waffenruhe nicht haelt - aber Mathematik und Sommerferien.
Ihre habt ja schon 5 Tage bedrichtet - da haben die Buerger sicher keinerlei Interesse. Ihre steuert die NAchrichten - gibt es nichts zu berichten das hoehere Prioritaet hat? Was ist mit dem Sterben im Jemen. Wer oder was steuert eure Berichtserstattung?
Versteht ihr das es Menschen gibt die eure Medienmacht kritisch sehen.

Posse im Parteilokal

Nur die politischen Parteien profitieren vom Föderalismus in seiner jetzigen Form. Auf Posten, Budgets und Einfluß wollen sie nicht verzichten. Diesen Mehraufwand für öffentliche Aufgaben verwandeln die Parteien in eigene (auch geldwerte) Vorteile.
Ob es um das Schulwesen, die Sicherheitsbehörden oder andere Aspekte geht, dieser Unsinn ist mit Vernunft nicht zu fassen. Ja, aber die Details. Eben. Bitte nicht noch mehr Aufwand und Aufmerksamkeit in diese Posse und Farce stecken.

12:33 von OriginalNoel

dann sollte man auch die Strafen für zu schnelles Fahren
Handybenutzung beim Fahren oder gar Vergehen auch abschaffen
hält sich ohnehin keiner dran ?
Gleicher Ferienzeitraum
wird es da nicht etwas eng
wenn alle in den paar Wochen gleichzeitig in den Urlaub fahren
so wird es wenigstens etwas entzerrt

Tja......

fragt mal die Margot (zuletzt in der Öffentlichkeit vor 30 Jahren mit blauen Haaren gesehen), wie man das mit der Schule und Ferien richtig machen kann. Die BABs sind ohnehin jeden Tag bis zum Anschlag voller LKWs, da fallen die paar Urlauber gar nicht ins Gewicht. Ich z.B. bleib eher zu Hause. Autofahren ist unter Selbstschutzaspekten aus meiner Perspektive Sonntag früh gerade noch einigermaßen verantwortbar. Spätestens wenn das Hochamt aus ist, wälzt sich dann wieder der endlose LKW-Wurm auf allen Straßen.
Ich bin für Sommerferien vom 01.07.-31.08. oder eben vom 01.07.-30.09. Zur Kompensation dann besser solche komischen Ferien wie ein oder zwei an Feiertage angehängte Ferientage, Herbstferien, Winterferien mit 10 Tagen (damit ja keiner gescheit fliegen kann) ersatzlos streichen und 01.07-30.09.20## Sommerferien. Just my 2ct.

12:07 von riewekooche

"" Ferien bundesweit vom 1. Juni bis zum 31. August. Dann können sich die Urlauberströme auf drei Monate verteilen.

Dafür dann keine zwei Wochen Osterferien und keine zwei Wochen Herbstferien.""
#
Bin ich auch dafür,dann werden die Lehrer aber ihren Ski Urlaub im Frühjahr nicht mehr machen können. Das war immer ein Argument der Lehrer wenn wir auf dem Eltern Abend darüber sprachen. Ich konnte mir nie einen Ski Urlaub mit meinen Kindern damals leisten.

Es ist gut so

dass die Ferientermine entzerrt wurden, schon allein wegen der Staus zu Ferienbeginn und Ende und wegen der Kapazitäten der Hotels und Flieger. Allerdings finde ich unglücklich, dass B-W und Bayern immer so spät Ferien haben. Nicht alle Kinder können in Urlaub fahren oder fliegen und für die Daheimgeblieben ist oft im August das Wetter schon nicht mehr freibadtauglich

Ist doch einfach:

Die Ferien allesamt deutlich verlängern, dann kann jede Familie individuell planen, von wann bis wann sie in Urlaub fährt :-).

Schuleinberufung und freie Zeit

Sind Schulpflicht und Ferien überhaupt noch "zeitgemäß"? Bitte nicht mit "Taliban-Argumente" o. ä. antworten. Auf solchen Quatsch würde ich nicht eingehen. Ich weiß, was ich mit "freier Schule" meine. Wer nichts mit diesem Gedanken anfangen kann - macht nichts, ich kann auch mit vielen Dingen nichts anfangen. Aber mal (wieder) darüber reden könnten wir ja... "Abgedreht"? Klar, für den "braven und folgsamen" Bürger, der tut sich mit vielem schwer.

@ 12:33 von OriginalNoel

"auf 8 Wochen erhöht, da ich (Berufsschüler) die Erfahrung, dass viele vor und nach den Ferien oft fehlen."
Was ist denn das für eine Argument, unrechtmäßiges Verhalten sprich Schule schwänzen sollen auch noch mit Ferienverlängerung belohnt werden. Es gibt vielleicht andere Gründe die für eine Verlängerung sprechen, aber sicherlich nicht dieser.

Wobei ich es sinnvoller finde, bevor die Jahresschulzeit verkürzt wird, sollte die tägliche Belastung reduziert werden. Viele Kinder haben vor lauter Schule u. Hausaufgaben keine Zeit für den Ausgleich (Spiel, Sport, Musik, Vereine).

Ich oute mich mal als ...

betroffener Lehrer in Oberstufe und Berufsschule und möchte ein paar "Insider-Dinge" zu bedenken geben:
1) 3 Monate Sommerferien: eine 4-stündige Leistungskursklausur mit 25 Teilnehmern erfordert wenn es gut läuft mind. 30 Stunden Korrektur. Das ist im laufenden Unterrichtsbetrieb so nebenbei praktisch unmöglich und findet dehalb in den Herbst- und Osterferien statt (häufig auch über und an den Weihnachtstagen).
2) Verlegen/Vorziehen von Stoff:
in Grund- und Mittelstufe evtl. möglich, in der Oberstufe kaum. Die Inhalte sind in den Lehrplänen Lernbereichen und diese wiederum Halbjahren zugeordnet. In der Berufsschule mit Vorbereitung auf IHK und HWK-Prüfungen wirds noch schwieriger.
3) letzes Halbjahr "sowieso nur Abiturvorbereitung": stimmt so nicht. In der 13/2 wird eine mehrstündige Klausur geschrieben mit inhaltlichen Schwerpunkten dieses Halbjahres.

Alles sicher irgendwie lösbar, aber eben nicht einfach mal so.
Feste Termine bzw. enge Korridore ALLER Bundesländer wären das Beste

@friseur Interessant

"mal auf Idee gekommen zu gucken, wie es in anderen Länder mit Ferienzeiten geregelt wird ? Die meisten Länder der Welt (mit viel mehr Bevölkerung) haben einfach Termine fest." Am 18. Oktober 2019 um 11:58 von friseur
Interessant

In Polen ist es soweit ich weiß für alle gleich, aber Kinderbetreuung soll es (laut einigen Leiharbeitern) an jeder Schule geben für ein Appel und ein Ei, so dass sich das jeder leisten kann.
Früher sind wir für 3-4 Wochen in die Ferienfreizeit gefahren und Betriebe haben das sogar organisiert und hinzu bezahlt, damit die Arbeiter arbeiten können (es war nicht alles schlecht im Kommunismus).

In Frankreich ist es wohl gleich, es gibt in jedem französischen Kinderfilm die ferienbedingt verstopften Straßen zu sehen. Und "ausgestorbene" Städte. Inwiefern das der Realität entspricht weiß ich aber nicht.

Was Deutschland angeht, so sind Buchungen in den Ferien auf jeden Fall teurer.

@11:35 von Esche999

"Nicht nur am deutschen Schulsystem erkennt man das Grundübel : es ist der einst von den Alliierten diktierte Föderalismus. Wir leben aber in einer völlig anderen Zeit, wir suchen die europäische Integration - und dann halten wir an einer innerdeutschen Kleinstaaterei fest. Mit dramatischen Folgen - wie an der Inkonsistenz der länderbezogenen Sicherheitsorgane und den daraus folgenden Fehlhandlungen jeder erkennen kann."

Eine wichtige Anmerkung, die ich unterstreiche.

"Würden Ferien bundesweit einheitlich stattfinden, würden sich Reiseströme ganz von allein über die Republik verteilen."

Da möchte ich behaupten: Ganz sicher nicht. Man ändert Mentalität und Gewohnheiten nicht von heute auf morgen.

"Und überhaupt : vielleicht lernen die Leute schneller als mancher glaubt - und bleiben einfach mal zuhause"

Manche vielleicht. Die große Mehrheit ganz offensichtlich nicht.

"...und bleiben einfach mal zuhause : "Greta"."

Nee, bitte nicht die arme Greta missbrauchen. Das macht aggressiv

@12:50 von ricosi64

Ich weiss nicht, wann "die Südländer" aus diesem rotierenden System ausgestiegen sind, aber mit der Ernte hatte das nix zu tun.

Vielleicht kann ein anderer Kommentator dem Autor helfen?

Stimmt, ich bin fast zur selben Zeit in BaWü zur Schule gegangen und erinnere mich ähnlich wie Sie.

Jetzt wohne ich in Bayern und vielleicht ist das mit der Ernte auch nur ein vorgeschobenes Argument, zumal nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig ist. Aber....

Bayern und BaWü sind die beiden Länder mit langen Pfingstferien (2 Wochen). Und die sind vielen Eltern sehr wichtig als Urlaubszeit (noch nicht so heiß und voll auf Malle).

Wenn Bayern jetzt schon sehr früh Sommerferien hätte, könnte das in manchen Jahren kurz nach Pfingsten sein. Dann müssten die wegfallen. Das gäbe einen Aufstand.

Übrigens wurden auf Wunsch des Skitourismus in Bayern auch mal eine Woche Faschingsferien eingeführt. Gab´s vorher nicht. So viel zur Begründung für Ferien.

Am 18. Oktober 2019 um 10:59 von dr.bashir

"Das Ganze verhindert dann auch ein einheitliches deutsches Abitur, weil ja auch die Prüfungen, je nach Ferientermin, zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. "

Das ist kein Grund, der gegen ein Zentralabitur oder weitere zentrale Prüfungen sprechen würde. Die Abiturprüfungen sind ohnehin nicht für die letzten Tage des Schuljahres eingeplant, sondern enden i.d.R. deutlich vor Ferienbeginn.
Ansonsten bin ich bei Ihnen, es geht mehr um wirtschaftliche Interessen (Tourismus), persönliche Eitelkeiten und um die Angst den Zugang zu den politischen Fleischtöpfen zu verlieren. Im Endeffekt also "Business as usual", warum sollte das allgemeine Mißmanagement vor der Bildungssparte halt machen?

Bei der Bildung: kein Föderalismus mehr, bitte!

Bildung und Bildungs-Chancen dürfen nicht länger auf Gedeih und Verderb in der Hand der vielen Lokalfürsten und deren unzähligen "Kultusministerien" nebst Verwaltungsapparate liegen. Natürlich leben viele Landesbeamte, Verwaltungsangestellte und Buchverlage sehr gut vom jetzigen Flickenteppich.

Die wirklich Leidtragenden aber sind die Familien und deren Kinder. Schon ein Umzug innerhalb Deutschlands stellt die Kinder immer wieder völlig unnötig vor neuen Herausforderungen. Und das im Jahre 2019, wo alle Welt von "Globalisierung" und "Harmonisierung" redet.

@ Ist Wahr

"Sind Schulpflicht und Ferien überhaupt noch "zeitgemäß"?" Am 18. Oktober 2019 um 14:11 von Ist Wahr

In Frankreich gibt es keine Schulpflicht, dorthin "fliehen" deutsche Familien, wenn sie dem entgehen wollen, weil sie den Kindern den Streß ersparen wollen.

Ich habe mal eine Reportage gesehen, in der die Mutter ganz stolz war, weil das Kind die Prüfung (teilgenommen, weil ein anerkannter Schulabschluss wurde trotz Heimunterrichts angestrebt) als eins der besten bestand.
Worauf sie nicht einging war, dass das Kind fast 2-3 Jahre älter gewesen ist, als die anderen Prüflinge im Jahrgang.

Daraus ergibt sich für mich nicht die Frage, ob Schulpflicht bestehen sollte, sondern ob es in Ordnung sei Kinder einfach nur nach Jahrgängen in die Klassen zu stecken.

*

Ein anderes Beispiel zeigte einen jungen Mann, der mit Heimunterricht und ohne Schulabschluss Instrumentenbauer wurde. Ein sehr guter sogar.

Nur ist das für mich kein Vorbild, weil man nun mal nicht so viele davon braucht.

@karwandler, 12.00h

@esche hat schon recht.
Die föderale Struktur wurde von den Siegermächten vorgegeben und dann erst ins GG übernommen bzw. dieses entsprechend gestaltet.

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