Ihre Meinung zu: Aufregung über Stromabschaltung in Kalifornien

12. Oktober 2019 - 10:27 Uhr

Wegen der Brandgefahr durch marode Leitungen schaltete PG&E auch im Silicon Valley und anderen Teilen Kaliforniens tagelang den Strom ab. Die Kritik am Konzern und der Infrastruktur ist groß. Von Marcus Schuler.

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Kommentare

Der Artikel......

sollte einfach als Zustandbeschreibung gewertet werden und sonst nichts. Jede weitere begründete Kritik am Staatswesen der USA bzw. deren Aufbau ist nicht unbedingt erwüscht.

Schlechte Recherche

"1,5 Kilometer unterirdisch verlegte Stromleitungen kosten im Schnitt mehr als eine Million Euro."

Ein Stromkabel legt man in einen Graben mit über 1 m Tiefe. Wenn dann 1.500 m Graben 1 Mio. € kosten, sind das für 1,5 m Graben 1.000 €. Dafür grabe ich freiwillig mit meiner Blumenschaufel die Stromtrasse aus.

Ich finde...

...begründete Kritik ist immer erwünscht!
Offensichtlich reicht es nicht große Konzerne im Land zu haben um Straßen und Brücken in Ordnung zu halten?! Woran mag das wohl liegen, an den zu hohen Sozialausgaben kann es in den USA ja nun wirklich nicht liegen was ;-)

Stromnetze in unserem Sinne existieren in den USA

nur rudimentär.

Es kommt nicht von ungefähr, das schon mal der Strom für eine ganze Region ausfällt.

Nachbarregionen können eher nicht einspringen wenn zb ein Kraftwerk oder eine wichtige Leitung ausfällt.

Ich frage mich allerdings, ob es in D zukünftig nicht zu ähnlichen Problemen kommen könnte.

Der Transfer grosser Mengen von Windenergie über eine geringe Zahl von Trassen nach Süddeutschland ist nicht unproblematisch.

Ich sehe schon kommen, wie Atomenergie aus tschechischen WWER - Schrottreaktoren und französischen AKW in die Bresche springen müssen.

Daseinsvorsorge

Es ist immer wieder erstaunlich, wie fragil die Stromversorgung in den USA ist. Auf dem Mond landen, aber alte Leitungen -oft noch auf Holzmasten montiert- weit und breit. Die Privatisierung der Infrastruktur hat eben nicht die Wirkung, dass alles immer läuft und besonders wirtschaftlich ist. Das kann man auch bei uns in Deutschland besichtigen (Bahn,Post,...) und zB in GB bei der Trinkwasserversorgung. Es wird ohne strenge Auflagen und Kontrolle nur auf Profit geachtet. Manchmal braucht man eben doch den Staat...

wunder

Das soll jetzt hier nicht im üblichen dummen USA-Bashing münden, das jeder Hans und Franz bei solchen Artikeln in der Regel hervorkramt.

Allerdings, und ich habe mich just am letzten Wochenende mit Amerikanern darüber unterhalten, ist es verwunderlich, wie die USA zu so einer Wirtschaftsmacht werden konnten und es weiterhin sind, wenn man sich die Infrastruktur anschaut.
Läuft man z.B. durch DC, abseits der Mall und es Regierungsviertels, wird die Stromversorgen ein abtenteuerlicher Anblick. Da kann schon ein Vogel mit zu großer Spannweite auf dem falschen Kabel gelandet für einen kapitalen Kurzen sorgen.

Im Norden ersticken regelmässig Menschen, weil die strombetriebenen Warmluftheizungen aus o.g. Gründen ausfallen und sie auf Gasbrenner umsteigen...

Da liegt so viel im Argen, da reicht so ein kleines Infrastrukturprogramm nicht mehr aus...

So sieht es aus,

... wenn Konzerne (mit Monopol), statt gewählte Volksvertreter (die Politik), über das Leben und den Alltag der Bürger entscheiden.
Über das Gegenteil, zu viel Macht in die Hand des Staates (gewählte oder selbsternannte Volksvertreter oder Diktatoren) zu legen, wurde sich im letzten Jahrhundert schon genügend aufgeregt. Als ob es nur im Sozialismus den Bürgern schlecht ginge. Das Elend im Kapitalismus wird halt nur besser, länger und raffinierter unter der gold glänzenden Oberfläche und äusseren Schein- und Selbstherrlichkeit versteckt und verheimlicht. Siehe weltweit größte Betrüger: VW, Banken ...

Tja. Warum soll das nur Venezuela können?

Geht auch im Kapitalismus in der ersten Welt.

Wie heißt es so schön:

Was ist der Unterschied zwischen Kommunismus und Kapitalismus?
Im Kommunismus beuten Menschen andere Menschen aus.
Im Kapitalismus ist es umgekehrt.

Ich bin der Meinung, dass soziale Marktwirtschaft die einzige realistische Lösung ist. (Nicht etwa die marktkonforme Demokratie.)

Da beschweren sich Jerry Hill und Gavin Nevsom...,

dass das Energieversorger in den letzten 20 bis 30 Jahren nichts in die Infrastruktur investiert habe.
Den Grund liefert Hill gleich selbst: Das Unternehmen gehört einem Hedgefonds..., und dessen Beteiligten stand weniger der Sinn nach Investitionen, sondern standen Dollarzeichen in den Augen.
Sicher richtig: Hätte PG&E in angemessene Infrastruktur investiert (z. B. die auch ebenso gefährlichen wie hässlich aussehenden Stromleitungen unterirdisch verlegt) wäre manche Katastrophe vermeidbar gewesen - wobei Herr Newsom freilich vorsorglich feststellt, dass es sich nicht um die Folgen des Klimawandels handele; da fehlt in seinem Satz evtl. das kleine Wörtchen “nur“...
Die Milliarden an Strafzahlungen hätte der Stromversorger im wahrsten Wortsinn also doch besser verbuddelt.

musste lachen...

ne million für ein verlegtes Kabel? Guter Witz... die meisten Stromkabel liegen nicht einmal 1 Meter unter der Erde. Das macht man mit nem Spaten...

Ganz ehrlich? Wenn ich die 1 Million kriege für das verlegte kabel schnapp ich mir ne Schaufel und verlege ein paar Kabel alleine unter die Erde und setze mich zur Ruhe.

Das Stromnetz der USA ist seit ewigkeiten marode und nicht überarbeitet worden... die meistne Leitungen hängen nach wie vor in der Gegend rum, und gibts nen Erdbeben oder eben die typischen Hurricanes, geht nichts mehr... das ist seit der ersten Glühbirne so.

Das ist für so ein Land ein Armutszeugnis... und wenn man auch nur 1% des Etats des millitärs für das Stromnetz zur Verfügung stellen würde, wären sämtliche Probleme auch schon behoben.

Allerdings sollte Deutschland nicht mit dem finger auf die USA zeigen... die lachen sich nämlich über unser Internet und Handynetz kaputt

@ AbseitsDesMains..., um 10:54

...aber der muss auch wieder zugebuddelt werden! :-)

Zuerstmal ist es richtig den Strom abzustellen

Zuerstmal ist es richtig, den Strom abzuschalten:

https://www.tagesschau.de/ausland/stromabschaltung-in-kalifornien-101.html

Wegen der Brandgefahr durch marode Leitungen schaltete PG&E auch im Silicon Valley und anderen Teilen Kaliforniens tagelang den Strom ab. Die Kritik am Konzern und der Infrastruktur ist groß.

Denn wenn zum Beispiel solch brennenden Stromkabel auf Feuerwehrleute runterfallen und da noch Strom drauf wäre dann wäre sowas tödlich fuer die Feuerwehrleute. Außerdem wuerde sowas die Brände noch anfachen, wenn solche brennenden Leitungen auf Bäume oder Häuser fallen wuerden. Und nicht auszudenken, wenn da noch Strom drauf wäre. Dann stuenden die Häuser und der Boden unter Strom und die Feuerwehr könnte dort nicht hin und ihre Arbeit machen.

Aber diese Probleme sind anders lösbar.

Immerhin ist es gut zu

Immerhin ist es gut zu erfahren, dass das Stromversorgungs-Unternehmen dort in Händen eines Hedgefonds ist.
Es zeigt einmal mehr, dass eine erhoffte Gewinngenerierungsmaschine nicht für eine bestmögliche Versorgung - d. h. für ein Produkt hoher Qualität arbeitet - sondern für höchstmögliche Gewinne.

Die Infrastruktur eines Landes - Wasser, Strom, Wohnen, Schulen, Krankenhäuser, Straßen etc. - darf einfach nicht Teil des Kapitalmarkts sein.

In Montebello im Los Angeles County

sehen die elektrischen Leitungen sehr abenteuerlich aus.
Man hat das Gefühl, dass die auch ohne Sturm herunterfallen könnten und dass ein Kurzschluß jederzeit möglich ist.
Das ist auch in vielen Teilen von LA der Fall.
Und nicht nur dort - Es scheint der Normalzustand in den USA zu sein.

Wieder mal

ein typisches Beispiel dafür, dass Privatisierung von Grundversorgung wie Strom und Wasser als Spekulationsobjekt
missbraucht wird.
Das gilt nicht nur für die USA.
Die Grundversorgung gehört in die Hände der Regierung und hier auch nicht in die Hände einzelner Bundesstaaten oder Bundesländer sondern muss zentral von einem eigenen Ministerium betreut werden. Am Beispiel Kalifornien wird deutlich, die anfällig die private Stromversorgung ist, wenn ein Anbieter pleite geht. Privatisierung bedeutet doch immer, dass die Aktionäre Gewinn machen
wollen (koste es was es wolle) und kein Interesse an Reinvestitionen haben. Resultat: überhöhte Strompreise und marode Infrastruktur.
Bei einer staatlichen Versorgung fällt das Gewinnstreben weg.

@ Autochon

"Ich sehe schon kommen, wie Atomenergie aus tschechischen WWER - Schrottreaktoren und französischen AKW in die Bresche springen müssen."

Eher unwahrscheinlich. Im Gesamtjahresverlauf kaufen die deutlich mehr Strom von uns als wir von denen. Liegt an der Kühlung, in heißen Sommern und kalten Wintern fehlen schlichtwegs die enormen Mengen an Kühlwasser. Das geht nicht übers Leitungswasser sondern man braucht ganze Flüsse. Sind die trocken oder zugefroren ist Schicht.

Wir merken uns als Fazit

Der freie Markt regelt eben nicht alles.

Hoffentlich lernt man jetzt endlich dazu

Das ist eigentlich nur die logische Konsequenz, wenn in der Wirtschaft das Prinzip der Maximierung des (eigenen) Gewinns herrscht: Alle(!) haben am Ende nur noch die Wahl zwischen zwei Übeln.

Aber obwohl diese „prophylaktischen“ Stromabschaltungen schon aufgrund ihrer gravierenden Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Infrastruktur wie des öffentlichen Lebens eine absolute Zumutung sind (vor allem, weil sie vermeidbar wären!), eine erneute Feuersbrunst wäre in diesem Fall zweifellos das noch weit größere Übel.

@11:03 Kunkel

De facto üben Sie (berechtigte) Kritik an der Infrastruktur der USA. Wenn andere das tun, sprechen Sie vom "üblichen dummen USA-Bashing von Hans und Franz". Was bewegt bzw. berechtigt Sie zu dieser merkwürdigen Unterscheidung?

Unterirdische Stromleitungen zu teuer

Das ist doch ein Witz. Die maroden Stromleitungen an den alten Pfahl Mästen können doch nicht die dauerhafte Lösung sein. Beim nächsten Hurrikan fallen die doch gleich um. Für so ein Land wie die USA ist das sehr fatal. Wirtschaftsmacht Nr. 1 und dann so etwas. Kopfschütteln.

Infrastruktur

...gehört in staatliche Hände! Darauf können dann Privatunternehmen ihre Leistungen anbieten. Alles andere ist volkswirtschaftlicher Blödsinn.

Das mobile Netz ist ein Beispiel dafür wie man es NICHT macht. An vielen Stellen dreifacher Ausbau und an anderen Stellen ein Funkloch.

...und das

...und das im Technologiewunderland, das unserer Industrie stets Vorschriften machen will!
Und wie kann die auf Lithium und Aufladung basierende, ach so gute (weil China nützende) Elektromobilität bei maroder Infrastruktur funktionieren?

11:14 von Haehnchen

"Das Stromnetz der USA ist seit Ewigkeiten
marode".
Stimmt natürlich, aber auch hier in Frankreich in den ländlichen Gegenden im Süden hängen kreuz und quer die Stromleitungen zum Teil an Holzmasten rum. Bei starkem Mistral oder Gewitter fällt immer wieder mal der Strom aus. Die ewigen Reparaturkosten zahlt dann der Konsument.
Es ist paradox, dass Frankreichs Stromerzeugung, die fast ausschliesslich aus Atomkraftwerken kommt, dieser Strom dann aber über eine total veraltete Infrastruktur weiter geleitet wird. Es ist also nicht nur eine USA Problem.

Amerikanisches System

"Privat vor Staat" und "der Markt regelt alles". Dieser Glaube wird nirgendwo so intensiv gelebt wie in den USA. Und wenn eine Heuschrecke Eigentümer von bedeutenden Teilen der Infrastruktur ist, wenn wundert dann das Ergebnis? Kurzfristiger, maximaler Profit ist die Maxime der amerikanischen Wirtschaft.
Wer hat die großen Konzerne dieser Welt dazu getrieben, nicht mehr in Jahren sondern in Quartalen zu bilanzieren und die Ergebnisse zu veröffentlichen, damit die Profite kurzfristiger abkassiert werden können? Langfristige Sichten und strategische Ziele gibt es in der US-amerikanischen Wirtschaft (und in der Politik) nicht mehr. Nirgendwo in der zivilisierten Gesellschaft sind Kapitalismus und das Recht des Stärkeren stärker auseprägt als in den USA. Solidarität ist was für Loser.

Die USA, ein Land der

Die USA, ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten, mit hohen Gewinnen, Nachhaltigkeit und Sicherheit ist dort fehl am Platz. Ich glaube, wenn sie so wie wir die Infrastruktur ausbauen würden, wären die USA in kurzer Zeit pleite, denn es geht nur um Kapitalvermehrung. Oh wie schätze ich unsere alte Welt.

Frage der Zeit

Als noch die EVUs für die Stromversorgung in Deutschland allein zuständig waren, kostete die KWh halb so viel wie heute. Vor allem Deutschland hatte ein sehr gutes Stromnetz. Jetzt nach der Zerschlagung der EVUs und Regulierung durch den Staat lebt das Netz von der Substanz. Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohleverstromung geht Deutschland unsicheren Zeiten entgegen. Sowohl hinsichtlich der Erzeugung als auch Netzstabilität. Im Vergleich zu USA mit ihrer
instabilen Stromversorgung - bei Unwetter wurden die gesamte oberirdische Leitungen unterbrochen - ist für Deutschland langfristig auch eine ebenfalls unsichere Stromzukunft zu erwarten. Häme für die USA ist bei unserer misslungenen Energiewende nicht angebracht

Das Markt regelt das todsicher,

die Erfahrung machen wir auch gerade, den Rest besorgte die 'schwäbische Hausfrau' mit der harten Einstellung zum Geld. Aber auf dem Mars nach Wasser suchen. Gute Nacht.

11:41 von Fenian

Ergänzung: Auch die Digitalisierung wird in Zukunft jede Menge zusätzlichen Strom
benötigen. Da stellt sich doch die Frage, woher der kommen soll. Alle neuen Technologien hängen von der Stromversorgung ab, aber bis jetzt habe ich nie gehört, wie dieser zur Verfügung gestellt werden soll. Hinzu kommt ein weiteres Problem; die Bestrebungen z.B. Ölheizungen durch Elektroheizung zu ersetzen (Reduktion CO2 Ausstoss) wird wiederum den Bedarf erhöhen. Scheint mir doch eine ziemlich verfahrene Situation zu sein.

nicht nur in den usa

sondern in der gamzen angeblichen hocheffizinten westlichen welt ist alles marode gewrorden wie strassen, stromleitungen mit deren transformatoren, schulen, dienstleistungen usw.

seit der freien marktwirtschaft ist nur noch billig schnelles geld und abbau der trent.

also nichts neues und welcome in future!

china und russland hat uns alle überholt.

11:14 von Haehnchen

«Das Stromnetz der USA ist seit ewigkeiten marode und nicht überarbeitet worden... die meistne Leitungen hängen nach wie vor in der Gegend rum, und gibts nen Erdbeben oder eben die typischen Hurricanes, geht nichts mehr... das ist seit der ersten Glühbirne so.»

Und wenn es in von Erdbeben bedrohten Regionen tatsächlich ein Erdbeben gibt. Dann ist erst recht für lange Zeit zappenduster, wenn Stromleitungen unter der Erde liegen. Da kann man oberirdisch Verlegtes schneller + zu geringeren Kosten wieder aufbauen + ans Netz bringen.

Alleine die Tatsache, dass Stromleitungen an Masten + Pfählen hängen.
Außen an Häusern + "halb über Dächer verlaufen".
Sagt alleine nichts über Funktionsfähigkeit + Zuverlässigkeit aus.

Ganz Tokyo, ganz JAP, ist ein Wirrwarr von oberirdisch verlaufenden Leitungen … an hier & da. Starke Wind / Taifune reißen immer wieder "was runter".
Aber bei Erdbeben "ist nicht alles weg".

Muss man nur instand halten.
"Strom-Firmen-Frickler" sind in JAP fast überall …

Mal Realistisch sehen

Man muß die Dimension schon auch realistisch sehen um was für Räumliche Ausmaße es in den USA geht. Wenn in den USA die Verhältnisse herrschen würden wie in Deutschland, hätten die schon länger keinen Strom mehr. Man schaue sich nur an was in Deutschland noch funktioniert. Vom Flughafen in Berlin angefangen, bis zum gestalten einer Autobahnmaut bekommen wir auch nichts mehr auf die Reihe.
Es handelt sich hier um Vorsichtsmaßnahmen die Vernünftig sind. Und die Amerikaner lassen sich da schon was einfallen.

Auch wir sind noch nicht aller Abend zu Bett!

Richtig ist, dass das Energienetz der USA allenfalls "Dritte Welt-Niveau" hat. Auch die Ursachen (Monopolkapitalismus - hat doch olle Marx schon wissenschaftlich analysiert!) sind uns hier im Forum (mit Ausnahme einzelner religiös-verbohrt wirkender Marktwirtschafts-Jünger) doch geläufig.
Nur: Auch in Europa ist nicht alles eitel Sonnenschein. Vielmehr bewegen auch wir uns auf immer größere Black outs zu. Und auch bei uns ist der Zusammenhang zwischen immer stärkerer Konzentration der Energiekonzerne (nur noch 5 Player in D, die sich zunehmend gut absprechen können) und Netzproblemen unübersehbar. Soll der Staat es richten? Politiker, denen nach "verdienstvollem" Ausscheiden bestbezahlte Aufsichtsratsposten bei EON & Co. winken? Bitte immer logisch bleiben...!

Da soll hier niemand drüber den Kopf schütteln...

denn nach Abschaltung der Kernkraftwerke sowie dem Ende der Kohleverstromung, aufgrund der Klimahysterie, sind wir in wenigen Jahren noch viel schlimmer dran. Das Netz kann man relativ schnell ausbessern, aber neue Kraftwerke und deren Anbindung.....dafür braucht man Jahre.

Wenn ein Land nicht mehr vom gesunden Menschenverstand und logisch denkenden Realisten regiert wird, dann ist es innerhalb weniger Jahre ruiniert. Im Juni dieses Jahres ist auch Deutschland 3-Mal am Blackout vorbeigeschrammt. Wird nur nicht berichtet.

11:53 von Didib57

Ihre ach so gute alte Welt steht vor gewaltigen Herausforderungen in Sachen Stromversorgung. Es geht in Zukunft nicht nur um die Infrastruktur sondern auch, und vor allem um die Bereitstellung von benötigten grossen Strommengen. Man kann davon ausgehen, dass der Ausbau der Infrastruktur
immer hinterher hängen wird, wenn immer grössere Strommengen transportiert werden müssen (falls vorhanden).

12:04 von Petersons

«china und russland hat uns alle überholt.»

Nun ja. Weder im ländlichen CHN, noch in den Weiten des recht dünn besiedelten RUS ist Strom-Infrastruktur allerorts "tip-top vom Feinsten".

Und Stromleitungs-Probleme wie im Artikel über Kalifornien beschrieben, hat es in DEU, und in den meisten Ländern in EUR nirgendwo …

Infrastruktur gehört in des Staates Hände

Sämtliche Infrastruktur gehört in des Staates Hände. Das gilt für Strom, aber auch Wasser, Gas, Fernwärme, Mobilfunkinfrastruktur (siehe Schweden).
Zumindest so lange, bis es im Sinne des Volkes vernünftige Regularien und vor allem Kontrollinstanzen gibt.
Kontrolle dann natürlich durch den Staat.

Infrastruktur darf nicht dazu genutzt werden, Geld zu verdienen, sondern muss dem Volk möglichst ausfallsicher zur Verfügung stehen.

Ausfälle dürften ab einer gewissen Masse dramatische Folgen haben.

Aber so lange Lobbyisten der Politik so nahe stehen.....zum kotzen.

Das gilt für alle Länder!

@tretschko

Kühlwasser brauchen auch Kohlekraftwerke und andere kalorische Kraftwerke.

„https://en.wikipedia.org/wiki/Niederaussem_Power_Station“

Sie haben dennoch Jahrzehnte zuverlässig Strom geliefert.

Es muss schon ein verdammt harter Winter kommen, um die Teile stillzulegen.
Durch den Klimawandel passiert das nicht mehr ganz so oft wie damals :
„ https://www.t-online.de/wetter/wetter-aktuell/wetter-minus-30-grad-als-die-ddr-beinahe-einfror/79990798“

Wenn man sich ausserdem den stark schwankenden Verlauf der Produktion von Windenergie ansieht, wird klar, das D ńicht so schnell ohne Importe oder Produktion grundlastfähiger Energieformen auskommen wird.

@dummschwaetzer

"Da soll hier niemand drüber den Kopf schütteln , denn nach Abschaltung der Kernkraftwerke sowie dem Ende der Kohleverstromung, aufgrund der Klimahysterie, sind wir in wenigen Jahren noch viel schlimmer dran."

Ja, von diesem Weltuntergangsszenario habe ich, hauptsächlich hier im Forum, auch schon gehört. Wir sprechen uns wieder, wenn es weder Kohle- noch Atomstrom bei uns gibt und trotzdem alle Lichter brennen.
Das ist übrigens genau die Hysterie, die Sie den "Klimahysterikern" vorwerfen, mit dem Unterschied, dass sie bei Letzteren wissenschaftlich fundiert ist ...

"Im Juni dieses Jahres ist auch Deutschland 3-Mal am Blackout vorbeigeschrammt. Wird nur nicht berichtet."

Und jetzt erzählen Sie wirklich Unsinn.
Es wurde berichtet. Und es wurde auch berichtet, an wem es lag.
Nicht an der Energiewende. Die war unschuldig.

Zu Beginn der Begeisterung für die Privatisierung

gab es (auch von offizieller Seite) den Slogan:

Die Privaten können alles besser und auf Grund der Konkurrenz auch billiger als der [ineffizente] Staat.

Dabei hätte man in den Musterländern (USA, England,...) sehen können:

Die Privaten können nichts bzw. sehr viel schlechter, sind dafür aber sehr viel teurer.

Na ja, wir haben in Europa von dem großen Vorbild gelernt.

@ Schattenschimmer

„ Infrastruktur darf nicht dazu genutzt werden, Geld zu verdienen, sondern muss dem Volk möglichst ausfallsicher zur Verfügung stehen.“

Öffentliche Güter in Dienstleistungen gehören in Staatliche/Kommunale Hände.
Ansonsten drohen massive Preissteigerungen und absinkende Standards.

Siehe zb äusserst negative Erfahrungen in Berlin und Paris.

Das diese effizient verwaltet werden, ist durchaus machbar.
Der Staat muss nur dafür sorgen, das die Leitung entsprechender Betriebe nicht nach Parteibuch vergeben wird.

Sondern für gutes Geld fähige Manager gewonnen werden und öffentliche betriebe leiten.

Der Trend, der sich im Rahmen moderner Freihandelsabkommen abzeichnet, ist leider dem diametral entgegengesetzt.

Unfähig
Asozial
Gierig

Ist dort en Vogue....

@herbert2

"Man schaue sich nur an was in Deutschland noch funktioniert."

Zumindest der Strom muss bei uns nicht wegen Brandgefahr abgeschaltet werden.

Insgesamt finde ich dieses Deutschland-Bashing, das Sie hier offenbar betreiben wollen, sehr unpassend.
Es gibt nicht viele Länder auf diesem Planeten, in denen so viel so gut funktioniert wie bei uns.

12:17 von schabernack

«Weder im ländlichen CHN, noch in den Weiten des recht dünn besiedelten RUS ist Strom-Infrastruktur allerorts "tip-top vom Feinsten".»
Ja, Genauso ländlich und dünnbesiedelt wie das Silicon Valley: Die Infrastruktur (Verkehr, Internetz, Wasser, Strom) in den gesamten USA (einschliesslich vergleichsweise entwickelter urbanen Regionen) ist auf Schrottniveau.
Genau das was passiert, wenn Infrastruktur in private Hände gegeben wird,
also Investitionen ausschliesslich dem Profitinteresse untergeordnet werden und
der Spekulation freigegeben. In Deutschland lässt sich dieser Niedergang auch beobachten. Gut gemacht!

10:54 von AbseitsDesMains... ...Oh Mann..

aber doch nur ehrenamtlich - 1000 € oder meinetwegen $ davon gehen doch 500 an die Planung, Verwaltung, Absicherung, Gewerkschaft, Krankenversicherung etc., etc., und mit den restlichen 500 wird es beim Einsatz der Blumenschaufel höchstens für eine mäßige Aufwandspauschale reichen.... (abgesehen davon, nach einem Meter hast Du Rücken....)

12:12 von herbert2

«Man schaue sich nur an was in Deutschland noch funktioniert. Vom Flughafen in Berlin angefangen, bis zum gestalten einer Autobahnmaut bekommen wir auch nichts mehr auf die Reihe.»

Weder der Flughafenbau in Berlin, noch die Autobahnmaut in DEU krankt / scheiterte an irgenwelchen Problemen, die mit der Stromversorgung zu tun haben.

«Es handelt sich hier um Vorsichtsmaßnahmen die Vernünftig sind.»

Die wohl deswegen vernünftig sein müssen, weil wegen maroder Leitungen Brandgefahr drohte / droht. Es ist gar nicht vernünftig, Leitungsnetze zu einem solchen Zustand verkommen zu lassen.

Geht auch anders, besser, und unter gegenüber den USA erschwerten Bedingungen (Einflüsse von Naturgefahren & -gewalten).

In JAP hat es 2 separate Stromnetze mit oberirdischen Leitungen.
Tokyo + östl. mit 100V/50Hz.
Osaka & Co. 100V/60Hz.
Nicht einmal kompatibel miteinander.

Das 60Hz-Netz wurde einst mit Technologie aus DEU.
Mit 50Hz mit solcher aus GB aufgebaut.
Funktioniert aber, weil instand …

@schiebaer45

"Die maroden Stromleitungen an den alten Pfahl Mästen können doch nicht die dauerhafte Lösung sein. Beim nächsten Hurrikan fallen die doch gleich um."

Sie "argumentieren" extrem undifferenziert. In Kalifornien gibt es nicht besonders viele Hurricans. Und auch im Rest des Landes ist das lokale Hurrikan- oder Tornadorisiko recht niedrig, wenn man einmal von den Küsten der Südostküstenstaaten absieht.

Stromabschaltung in Kalifornien ...

Da kann man wohl nur hoffen, das die Kalifornier gut versichert sind, die Produzenten oder Versorger werden wohl kaum für die eintretenden Schäden aufkommen, oder kann man seinen angetauten Truthahn dort zum Versorgungsunternehmen schicken und bekommt dann Ersatz?

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