Ihre Meinung zu: Attentäter von Halle gesteht Tat und rechtsextremistisches Motiv

11. Oktober 2019 - 11:01 Uhr

Der 27-jährige Stephan B. hat nach ARD-Informationen den Terrorangriff in Halle gestanden und auch ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv bestätigt. Der Anwalt äußerte sich zum Weltbild seines Mandanten.

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Kommentare

Sachlich bleiben

Es ist von nun an vor allem entscheidend Mitwisser zu ermitteln und auch diese zur Rechenschaft zu ziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Täter sich mit dem Vorhaben nicht an jemanden wandte. Alleine schon, um Aufmerksamkeit zu erhalten.

Die immer wieder aufkommende Kritik an der Polizei ist mMn vollkommen unbegründet. Zumindest bei aktuellem Kenntnisstand.
Wurde seitens des Vorstandes des Synagoge eine Veranstaltung gemeldet und um Beurteilung der Gefahrensituation gebeten? Wie funktioniert die sonstige Kommunikation der jüdischen Gemeinde (Synagogen, Vereine..) mit der Polizei in Sachsen-Anhalt? Gibt es ein allgemeines Konzept zum Schutz vor jüdischen Einrichtungen? Wenn nicht, wurde dieses gefordert? Wie sieht es in anderen Bundesländern aus?
Solange solche Fragen nicht beantwortet sind, ist die Kritik fehl am Platz.
Es kann sich ja nicht einfach eine Streife (oder mehrere) vor eine Synagoge stellen, wenn überhaupt nicht bekannt ist, ob dort eine Veranstaltung stattfindet.

Entsetzlich

Was mich mitunter am meisten entsetzt ist, dass viele MitbürgerInnen noch immer einen latenten Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft hinnehmen. Man könnte meinen, dass Träger von einem solchen Gedankengut lediglich als ein wenig exzentrisch wahrgenommen werden, „aber immerhin können sie sich benehmen und zahlen ihre Miete“.

Sinngemäß wiedergegeben von einem Vermieter, der im Ruhrgebiet seine Wohnungen vorrangig an Rechtsextreme vermietet.

Das Potenzial des Gedankenguts entfaltet sich aber früher und später in genau solchen grausigen Taten und das sollte gerade uns Deutsche nicht überraschen.

Der Nährboden wird nicht allein durch die Relativierer oder Gesinnungsgenossen bereitet, sondern durch die Gesellschaft, die all das hinnimmt, nichts unternimmt und auch nicht deutliche Worte gegen Rechtsextremes Gedankengut findet.

Lasst uns Solidarität für die Opfer bekennen und gemeinsam gegen Menschenverachtendes Gedankengut eintreten!

... liest sich wie die Anleitung zu einem Computerspiel

Sehr geehrte Damen und Herren,

jetzt spiele ich seit 34 Jahren Computerspiele und kann mir keinen Reim darauf machen auf welches Spiel Sie sich beziehen oder wie so eine Anleitung gestaltet oder formuliert sein sollte.
Ich würde Sie bitten mir diese Information noch einmal nach zu reichen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Bols

PS: In den 34 Jahren habe ich auch kein Spiel gespielt, in dem es Aufgabe des Spielers war Amok zu laufen. Kenntnis habe ich von zwei Spielen in denen dies Spielinhalt war. In Ziffern: 2 Beide waren ein wirtschaftlicher Misserfolg.

Er bezeichnet sich selbst als

Außenseiter und Loser, der nach Beachtung suchte.
An seinen Selbstgesprächen, welche er während der Tat führte, sieht man sehr gut, dass es sich bei ihm um einen psychisch kranken Einzeltäter handelt.

Re mccolla

"Es kann sich ja nicht einfach eine Streife (oder mehrere) vor eine Synagoge stellen, wenn überhaupt nicht bekannt ist, ob dort eine Veranstaltung stattfindet."

Es dürfte nicht allzu schwierig sein, der Polizei einen Terminplan der Gottesdienste zur Verfügung zu stellen.

Latenter Rechtsextremismus?

Was mich mitunter am meisten entsetzt ist, dass viele MitbürgerInnen noch immer einen latenten Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft hinnehmen.
.
Latenter Rechtsextremismus lässt sich leider nicht eindeutig definieren. Für einige Linkspopulisten ist eine Position jenseits der Mitte bereits rechtsextrem, für die alteingesessenen Parteien, die alle in die Mitte drängen und rechts ihre Felle wegschwimmen sehen ist der konservative Rand rechtsextrem, und für den rechten Rand der Volksparteien ist alles rechts davon faschistoid, weil es an der eigenen Politik kratzt und dort Stimmen kostet.
.
Jemand, der "latent rechtsextrem" denkt, also zumeist in die Kategorie bodenständig konservativ fallen dürfte, zieht jedenfalls nicht los zum Amoklauf, ebensowenig wie jemand, der ein latent gläubiger Muslim ist, dies nicht tut.

@ Zeddi

"Was mich mitunter am meisten entsetzt ist, dass viele MitbürgerInnen noch immer einen latenten Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft hinnehmen." Am 11. Oktober 2019 um 11:15 von Zeddi

Eine Lösung bieten Sie aber auch nicht an.

Ich wüsste auch keine.

Ansichten kann man auch verschiedene haben, aber es ist schon etwas anderes Menschen zu diskriminieren und noch etwas anderes welche anzugreifen und auch noch zu ermorden.

Ich musste bereits als Mädchen mit Diskriminierung und körperlichen Angriffen umgehen lernen. Ich wüsste auch nicht, wie man derartiges Verhalten auf Null zurückdrängen könnte. Gesetze gibt es zwar genug, aber sie setzen sich nicht von selbst durch.

Bestimmte Sorten Mensch werden niemals aussterben.

Politik ist in der Verantwortung

und er gehört in jeder Form gebändigt und verbannt.
Allerdings gehören zum Extremismus nicht nur die Rechtsextremisten, sondern auch die Islamisten und die Linksextremisten.
Dass man nicht alle gleich im Fokus hat, finde ich alarmierend.
Ich erinnere mich an Zeiten der RAF, die durch Gewalt polit. Veränderungen erzwingen wollten.
Damals hat man sich auf eine liberale Haltung in der Politik verstanden.

Immer, wenn man sich zu weit in eine politische Richtung verschieben lässt, entstehen extremistische Handlungen auf der anderen Seite.
Wir brauchen wieder ein liberale und mittige Politik, ist meine Meinung.
Statt dessen krebsen wir immer weiter nach links bis linksextrem und wundern uns über extremistische Ausfälle aus der anderen Richtung.
Warum?
Weil ein ganzer Teil der Bevölkerung nicht mehr abgebildet wird und kein Gehör findet.
Dadurch entstehen Hass, Wut und Verzweiflung.

Sich auf die Mitte zu besinnen, wäre richtiger, statt sich nach ganz links zu verorten.

Sicherheit und Freiheit

Wenn ich mich entscheiden muss zwischen Freiheit und Sicherheit, ist meine Entscheidung klar. Freiheit ist mir das wichtigste Gut. Ich lese es schon: Mehr Sicherheit hier, mehr Überwachung und Befugnisse da. Auch die beste Videoüberwachung schützt nicht vor einen spontanen Tat, siehe den Bahnsteigschubser, der sich davor unauffällig verhalten hat. Das Verhalten der Menschen ändert sich, wenn man laufend unter Beobachtung steht. Das lässt sich in London beobachten. Und wir hatten dieses Klima auch schon im eigenen Land, im Osten findet man das gar nicht lustig.

Einzeltäter

Es war also, wie längst vermutet, die schändliche Tat eines durchgeknallten Einzeltäters. Ich kann nicht erkennen, dass Juden in Deutschland gefährdeter seien als jede andere religiöse oder gesellschaftliche Gruppe, wir können also wieder zur Tagesordnung übergehen und auf den nächsten Amoklauf warten. Solche Taten werden nie auszuschließen sein!

Äußerst sachliches Krisenmanagement!

Ja, sicher gibts Mitwisser vvlt wird ja eine davon verurteilt. Hat bei NSU u.v.a.m. ja auch geklappt. Ihre Vorschläge zum Procedere klingen für mich wie das gehabte Lied vom tragischen Einzelfall.
In Deutschland ist die rechte und rechtsextreme Szene mittlerweile so groß, dass sie Wahlen gewinnen während offener Terror praktiziert wird. Das alles fällt nicht vom Himmel. Nicht mehr lang, dann knickt der Staat und die Bevölkerung resigniert ein und betreibt nur noch Selbstschutz und Schadensbegrenzung. Der Täter überlegte zuvor, eine Moschee oder ein linksalternatives Zentrum zu überfallen, letztlich traf es eine Synagoge. Will sagen, der rechte Hass richtet sich gegen beliebig viele Ziele. Jetzt über mehr Wachpersonal vor Synagogen zu sprechen unterschätzt die Dimension der Gefahr und ähnelt m.M. nach den Vorschlägen, in den USA Lehrer mit Waffen ausstatten zu wollen um sich vor Amokläufen und Schulmassakern schützen zu wollen.
Bitte mehr Tiefgang und mehr Mut bei Ihren Überlegungen!

@... liest sich wie die Anleitung 11:21 von Motoer

"zu einem Computerspiel"

Einfach mal selbst kugeln.
Als Einstieg in die Kunst der Informationsbeschaffung dieser Link.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-10/attentaeter-halle...
kurz: https://is.gd/S963HE

Mit freundlichen Grüßen
artist22

24/7-Polizeischutz

Die immer wieder aufkommende Kritik an der Polizei ist mMn vollkommen unbegründet. Zumindest bei aktuellem Kenntnisstand.
.
Dem kann man sich nur anschließen. Wenn ich heute den Nachrichten entnehmen muss, jüdisches Leben sei in Deutschland nur mit 24/7-Polizeischutz möglich, dann ist das eine Beleidigung all derjenigen, die diese Woche nicht Amok gelaufen sind und sich auch nicht mit dem Gedanken tragen, dies zukünftige eventuell einmal zu tun.
.
Wir reden leichtfertig über das deutsche Volk, so als stäche man da in ein Nest von gewaltbereiten Antisemiten an jeder Ecke und hinter jeder Haustüre. Das ist respektlos. Eine beinahe 100%ige Mehrheit der Deutschen zusammen mit ihren jüdischen Nachbarn und Freunden als Teil unserer Gesellschaft; das zu ignorieren, nur weil ein geistig gestörter Einzeltäter um sich geballert hat, ist unangemessen.
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Ich wünsche mir mehr Sachlichkeit bei dieser Diskussion.

Hintergründe

Vorab: ich bin kein Antisemit. Viele glauben, allein das Interesse am Antisemitismus sei ein Beleg dafür. Ich weiß nicht, ob sich die Presse oder die Institutionen nicht trauen, Hintergründe für den Antisemitismus zu nennen. Aber es ist doch so: Die Bezeichnung hat zwar ein ziemliches Alter, aber ohne genauere Bezeichnung lässt der Ausdruck der Phantasie freien Lauf. Moslems glauben häufig, es sei das momentane Verhalten der Israelis im Staate Israel. Ich habe viel Literatur gebraucht, um die Ursachen für die einseitig empfundenen Stamm-Feindschaft z. B. der Europäer gegenüber den Juden zu eruieren. Diese Ursachen sollte man bereits in der Schule lehren, damit die Kinder gar nicht erst in Versuchung kommen, die Gründe für den Antisemitismus bei den Juden zu suchen, der seit deren Vertreibung aus der Heimat durch die Römer gärt.

So geht das auf keinen Fall. Sich kopfschüttelnd daneben zu stellen ohne jede Erklärung bringt überhaupt nichts

Auf den Punkt gebracht

@Zeddi vom 11.10. 11.15 Uhr
Hallo Zeddi, ihr Kommentar trifft genau den Punkt, ich stehe da voll hinter. Ich habe auch das Gefühl, daß viele Mitbürger Neonazis als modische Randerscheinung ansehen, links aber als Feinde ansehen. Das spiegelt ja auch das Wahlverhalten zuletzt in Sachsen und Brandenburg wider. Ich hoffe, daß die Leute in Thüringen begriffen haben, daß Höcke und Konsorten mit ihren perfiden Aussagen die Wegbereiter für rechtsradikales Morden, Denunzieren und Hetzen ist und deshalb der AfD flächendeckend nicht ihre Stimme geben. Und ich hoffe, daß Seehofer seine Aussagen von gestern auch ganz schnell in Taten umsetzen läßt und nicht wieder sich einreiht in die geheuchelte Anteilnahme der vergangenen Jahre nach solchen rechtsradikalen Taten. Und Zeddi sie haben Recht, Teile unserer Gesellschaft müssen endlich lernen, daß Rechtsradidal und Populismus keine modische Randerscheinung sind sondern menschenverachtendes Verhalten gegen unsere demokratische Gesellschaft.

Danke für die Berichterstattung!

Es ist schön dass die Tagesschau so ausführlich über diesen Vorfall so ausführlich berichtet. So wünsche ich mir das eigentlich immer bei Terroranschlägen, wo Menschen zu Schaden gekommen sind. Warum nur gab es in den letzten Jahren bei unzähligen ähnlichen Vorfällen keine Berichterstattung - nicht mal eine Schlagzeile? Terrorismus hat soviele Farben wie ein Regenbogen.

@11:15 von Zeddi

Ein Viertel bis ein Drittel der Menschen in der BRD sind rechts!
Ihnen unterstellen Sie einen "latenten Rechtsextremismus". Machen Sie nicht den Fehler und bezeichnen Sie nicht alles rechte, konservative und nationale als extremistisch.

Wenn sich die Menschen nicht mehr äußern dürfen, beschimpft und stigmatisiert werden, ziehen sie sich entweder aus dem politischen Diskurs zurück oder radikalisieren sich. Genau diese Haltung Rechte aus der Öffentlichkeit und dem politischen Austausch auszuschließen führt am Ende dazu, dass womöglich ein kleiner Teil der Ausgegrenzten zu Gewalttätern werden.

11:34, Digitaler Fußabdruck

>>Jemand, der "latent rechtsextrem" denkt, also zumeist in die Kategorie bodenständig konservativ fallen dürfte, zieht jedenfalls nicht los zum Amoklauf, ebensowenig wie jemand, der ein latent gläubiger Muslim ist, dies nicht tut.<<

Gläubige Moslems tun so etwas auch nicht.

Eine Religion ist keine politische Haltung. Wer Gegenteiliges behauptet, ist nicht religiös, sondern ein Religionsinstrumentalisierer. Ein politischer Sektenprediger.

re Motoer, um 11:21

Im Artikel steht doch lediglich, dass sich das Manifest liest wie eine Anleitung zu einem Computerspiel.
Dieses Spiel muss deshalb nicht notwendigerweise bereits auf dem Markt sein.
So jedenfalls verstehe ich den Satz.
(Was die ganze Sache kein bisschen besser macht.)

re ladycat

"An seinen Selbstgesprächen, welche er während der Tat führte, sieht man sehr gut, dass es sich bei ihm um einen psychisch kranken Einzeltäter handelt."

Das soll uns wohl sagen: nix rechtsextrem, nix antisemitisch, nix mit rechtsextremen antisemitischen Webseiten und Chatrooms.

Nur psychisch krank, kein Problem.

11:10 von McColla

"Sachlich bleiben"

Ich habe nicht bemerkt, dass die Ermittler ihre Sachlichkeit verloren haben.

"Es ist von nun an vor allem entscheidend Mitwisser zu ermitteln und auch diese zur Rechenschaft zu ziehen."

Es wurde darüber informiert, dass von Anfang an Mitwisser gesucht wurden.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Täter sich mit dem Vorhaben nicht an jemanden wandte. Alleine schon, um Aufmerksamkeit zu erhalten."

Die Polizei hat in alle Richtungen ermittelt.
Was Amateure sich "vorstellen" können, ist nun mal nicht professionell.

"Die immer wieder aufkommende Kritik an der Polizei ist mMn vollkommen unbegründet. Zumindest bei aktuellem Kenntnisstand.
Wurde seitens des Vorstandes des Synagoge eine Veranstaltung gemeldet und um Beurteilung der Gefahrensituation gebeten?"

Diese "Veranstaltung" war der Polizei sattsam bekannt, da es ja der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur war.

Auch dem Mörder war dies bekannt, denn darum hat er ja diesen Tag ausgewählt.

11:41, Digitaler Fußabdruck

>>Wir reden leichtfertig über das deutsche Volk, so als stäche man da in ein Nest von gewaltbereiten Antisemiten an jeder Ecke und hinter jeder Haustüre. Das ist respektlos. Eine beinahe 100%ige Mehrheit der Deutschen zusammen mit ihren jüdischen Nachbarn und Freunden als Teil unserer Gesellschaft; das zu ignorieren, nur weil ein geistig gestörter Einzeltäter um sich geballert hat, ist unangemessen.<<

Nahezu hundertprozentige Mehrheit?

Ihre Behauptung widerspricht sämtlichen Umfragen und Forschungsergebnissen zu diesem Thema. Antisemitische Einstellungen sind weit verbreitet bei Deutschen. Meist bei denen, die keine Juden kennen.

Einzeltäter

Wenn man keine Verbindungen des Täters zu irgendwelchen rechten Gruppen findet, dann ist er wohl ein weiteres Beispiel für den Einzeltäter, der sich durch intensives "Studium" radikaler Websiten und extremer Foren "selbst radikalisiert" hat. Ich kannte das bisher nur von islamistischen Tätern.

Was mich wütend macht ist, dass man nichts gegen diesen ausufernden Müll im Netz unternehmen kann. Und wenn es dann z.B. hier auf TS.de einen Artikel über "Hass im Netz" gibt, dann gibt es viele, die das als "Meinungsäußerungen" relativieren und verteidigen.

Kann man das nicht lassen? Mit der Definition ist auch der Aufruf zu Dschihad eine "Meinungsäußerung".

All dieser verbale Rassismus und Extremismus fällt bei "labilen Gemütern" auf fruchtbaren Boden und nach ausgiebigem Aufenthalt in der Filterblase glaubt so jemand, er würde sogar den Willen einer Mehrheit (religiös, völkisch, politisch definiert) umsetzen.

Deswegen ist der Tätertyp auch immer so ähnlich - junge Männer mit Problemen.

Aktenfreigabe !

Am meisten wäre der Aufklärung rechtsradikaler Verbrechen gedient, wenn die bis zu über 100 Jahren gesperrten Akten des Verfassungsschutzes freigegeben würden, die mit diesem Thema befasst sind.
Und natürlich Haus - und Dienststellendurchsuchungen bei den rechten V-Leuten, die die Rechtsradikalen beim Verfassungsschutz und anderen Sicherheitsbehörden untergebracht haben.
Aber das scheinen Bundes - und Landesregierungen seltsamerweise nicht zu wollen.
Auch die Medien bringen diese Möglichkeit der Aufklärung in keinster Weise zur Sprache.
Woran liegt das?
Wovor haben diese Menschen Angst?
Ein paar Krokodilstränen und Lippenbekenntnisse reichen nicht.
Echte Aufklärung sieht anders aus.

11:46, AbseitsDesMains...

>>Wenn sich die Menschen nicht mehr äußern dürfen, beschimpft und stigmatisiert werden, ziehen sie sich entweder aus dem politischen Diskurs zurück oder radikalisieren sich. Genau diese Haltung Rechte aus der Öffentlichkeit und dem politischen Austausch auszuschließen führt am Ende dazu, dass womöglich ein kleiner Teil der Ausgegrenzten zu Gewalttätern werden.<<

Es wird bei uns niemand ausgeschlossen.

Es geht Ihnen aber um etwas ganz anderes, nämlich unwidersprochen seine Meinung äußern zu dürfen.

Dann wäre eine Diskussion aber nicht mehr möglich.

Rechte mögen keinen Widerspruch. Das ist nicht neu. Aber im Beschimpfen Andersdenkender sind sie ganz, ganz groß.

Unerreicht groß.

@11:21 von Motoer ... liest sich wie die Anleitung zu einem Comp

Danke für die erhellende Information. Ich verweigere mich dieser genauso einfachen Lösungsansätze, die zu nichts als zu Ausgrenzungen führen und das eigentliche Problem nicht erfassen. Ich möchte auch noch eins draufsetzen: Es spielen weltweit "zig-hundertmillionen" Menschen täglich Computerspiele. Gemessen an der Zahl halten sich amoklaufende Rechtsterroristsen im verschwindend kleinen Promellebereich. Hier aus einer Korrelation in den Handlungsabläufen unterschwellig eine Kausalität zu erzeugen, ist nicht nur unredlich, sondern auch wissenschafftlich vollkommender Blödsinn.

Überinterpretation

Ich habe mir das selbstgedrehte Video angeschaut und halte Herrn B. inzwischen für einen Täter, der hauptsächlich aus Mordlust gehandelt hat. Die politische Motivation ist eher zweitrangig.

Sein Manifest kenne ich nicht, aber ich glaube, wenn es in Deutschland keine jüdischen Gemeinden geben würde, hätte er sich eben eine andere Opfergruppe gesucht. Im Video sagt er ja auch (nachdem er nicht in das Gotteshaus kam), dass er dann eben zu den "Kanaken" fährt. Zudem schießt er relativ wahllos auf sonstige Zivilisten. In letzter Instanz hätte er vermutlich seine alte Schule gestürmt, wo ja alle so doof zu ihm waren.

Natürlich ist es wichtig präventiv gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus zu arbeiten, aber Herr B. Hätte dann eben jemanden anderes Angegriffen.

11:34 von Digitaler Fußabdruck

"Jemand, der "latent rechtsextrem" denkt, also zumeist in die Kategorie bodenständig konservativ fallen dürfte, zieht jedenfalls nicht los zum Amoklauf, ebensowenig wie jemand, der ein latent gläubiger Muslim ist, dies nicht tut."

Damit wird der Rechtsextremismus auf unerträgliche Weise verharmlost, auch der latente.

Wikipedia:
"Rechtsextremismus ist eine Sammelbezeichnung für faschistische, neonazistische oder chauvinistisch-nationalistische politische Ideologien und Aktivitäten. Sie orientieren sich an einer ethnischen Zugehörigkeit, bestreiten und bekämpfen den Anspruch aller Menschen auf soziale und rechtliche Gleichheit und vertreten ein antipluralistisches, antidemokratisches und autoritäres Gesellschaftsverständnis. Politisch wollen sie den Nationalstaat zu einer autoritär geführten „Volksgemeinschaft“ umgestalten. „Volk“ und „Nation“ werden dabei rassistisch oder ethnopluralistisch definiert."

Das mit der Gläubigkeit eines Muslim gleichzusetzen, ist schauderhaft.

re maho3

"Es ist schön dass die Tagesschau so ausführlich über diesen Vorfall so ausführlich berichtet. So wünsche ich mir das eigentlich immer bei Terroranschlägen, wo Menschen zu Schaden gekommen sind. Warum nur gab es in den letzten Jahren bei unzähligen ähnlichen Vorfällen keine Berichterstattung - nicht mal eine Schlagzeile? Terrorismus hat soviele Farben wie ein Regenbogen."

Welche unzähligen Terroranschläge wurden denn in den Medien totgeschwiegen?

Da gibt's natürlich keinen. Sie wollen nur mal wieder die rechte Parole von der Lügenpresse pushen.

Wer gedenkt der Opfer?

Während Blumen an der Synagoge abgelegt werden und man mehr Überwachung für diese Einrichtungen fordert, frage ich mich, wer eigentlich der zwei Todesopfern gedenkt, wer legt für diese Blumen nieder?

Und warum insbesondere der Schutz von Synagogen, warum nicht auch ein Schutz für Moscheen und christliche Kirchen? Jedes menschliche Wesen ist schützenswert.

Niedertracht und Dummheit

Es hätte alles viel schlimmer kommen können, nur nicht für die Opfer und ihre Angehörigen. Dass jemand bis an die Zähne bewaffnet die Tür nicht aufbekommt ist ein Glücksfall für die, die sich hinter der Tür befanden und schicksalhaftes Pech für die, die dann als wahllose Opfer für den niederträchtigen Täter noch übrig waren.

Stefan B. befand sich in einer intellektuell erbärmlichen Verfassung und in dieser bleibt er vermutlich. Ob er damit gleich psychisch krank ist, müssen Sachverständige ermitteln. Wir leben mit der Situation, dass jeder Schwachkopf und jeder Psychopat über das Netz die Öffentlichkeit bedienen kann. Bisher werden wir damit noch nicht fertig.

@ Gerhard Apfelbach, um 11:39

“...Ich kann nicht erkennen, dass Juden in Deutschland gefährdeter seien als jede andere religiöse oder gesellschaftliche Gruppe...“

Ihr Eindruck muss sich keineswegs mit der Realität decken. Es genügt ja bereits das Tragen einer Kippa, um angepöbelt und womöglich verprügelt zu werden.
Können Sie selbst nachlesen.

@11:26 von ladycat

>Außenseiter und Loser, der nach Beachtung suchte.
An seinen Selbstgesprächen, welche er während der Tat führte, sieht man sehr gut, dass es sich bei ihm um einen psychisch kranken Einzeltäter handelt.<

Möglich, zu einer Beurteilung sind wir mangelnder Kenntnisse seiner Person nicht in der Lage.
Aber:
Es laufen in der Welt Unmengen von sog. Losern rum, aber nur ein Teil reagiert so entschlossen, und auch nur ein Teil nutzt für das Ausleben seine krankhaften Ausprägungen rechtsradikales Gedankengut.
Somit ist er nicht in erster Linie ein kranker Psychopat, sondern ein gefährlicher Rechtsradikaler, der psychopatisch ist.

Anzahl gewaltbereiter Antisemiten von fathaland slim 11:52

Mit der inneren Einstellung zum Antisemitismus bei Deutschen mögen sie tendenziell recht haben. Der Weg vom Denken zur aktiven Tat sind dennoch -gottseidank- beträchtlich und da würde ich zu Gunsten der meisten Deutschen davon ausgehen, dass sie nicht aktiv strafwürdig durch tätliche Gewalt agieren. Bei Breivik oder auch dem Christchurch-Täter kam auch niemand auf den Gedanken fast das gesamte Volk von Norwegern oder Neuseeländer dafür in Haft zu nehmen. Natürlich sind wir da wg unserer Geschichte sehr sensibel. Dennoch sollten wir hier bei dieser schrecklichen Tat eines Einzeltäters nicht fast das ganze Volk unter Verdacht stellen.

Rechter Terror muss als solcher benannt werden

Die Reduzierung der üblichen Kommentaror*innen hier auf "psychisch kranken Einzeltäter" verharmlost und entpolitisiert selbstverständlich die rassistischen und antisemitischen Motive. Es handelt sich ganz klar um politisch motivierte Gewalt von rechts auf Basis der Stimmungsmache aus der selben Ecke. Die antisemitisch-rassistische Argumentation findet ihren Nährboden in den Feindbildern, Strategien und verschwörungstheoretischen Konzepten der Rechtspopulisten. Relativierende Kommentare wie hier und anderswo zu lesen verschleiern das und nehmen es bewusst in Kauf. Ekelhaft.

Wenn es ein Landgericht zulässt,...

...dass Menschen mit widerwärtigsten Beschimpfungen übergossen werden dürfen und dies als Teil der freien Meinungsäußerung definiert, darf man sich nicht wundern, dass es Zeitgenossen gibt, die meinen, Vergleichbares in die Tat umsetzen zu können.
Nach wie vor macht mich dieses Urteil, genauso wie der Mord, ebenso fassungslos wie wütend.

Frankfurt

Meine tolerante Heimatstadt.
Warum bei den Eintracht Spielen berittene Polizei durch die Wälder streifen muss und sogar Wegschneisen per Pferd zum "sicheren Durchgang der Gastfans" bilden muss auf Steuerkosten, ist das Eine.

Jedoch jeden Feiertag jeder Religion i-wie schützen zu müssen, ist das andere.
Wäre nichts passiert, wäre diese absurde Forderung nie aufgekommen.

Wir können nicht alle- überall -jederzeit vor allem Unheil sicher sein, das ist leider Fakt.
Die Geisteskranken, im stillen Kämmerlein Agierenden, die wird es immer geben.

Alle muss man schützen vor Irrsinn, egal welche Religion, Hautfarbe,Gesinnung oder Schuhgrösse.

@fathaland slim 11.48

es ist eine andere Diskussion; aber natürlich gibt es einen politisch-aggressiven Islam . Und der zeigt sich Nicht- und Andersgläubigen gegenüber unversöhnlich. Extremisten aller Couleur sind gefährlich und man kann sie nicht alle lückenlos überwachen.

11:39 von Gerhard Apfelbach

«Es war also, wie längst vermutet, die schändliche Tat eines durchgeknallten Einzeltäters.»

Ja genau. Nur weil der Täter selbst keinerlei Angaben zu Mitwissern / Unterstützern macht. Muss er ja zwangsläufig ganz alleine im Stillen Kämmerlein agiert haben.

Lassen sich die Ermittungsbehörden darauf ein, und ermitteln nicht weiter. Stellt sich dann doch heraus, alleine war er nicht. Dann sind Sie wahrscheinlich bei den ersten, die rufen: "Wie dämlich nur ist die Polizei denn …!"

«Ich kann nicht erkennen, dass Juden in Deutschland gefährdeter seien als jede andere religiöse oder gesellschaftliche Gruppe …»

Können Sie mit geschlossenen Augen unter dem Bett auch nicht erkennen. Eben so wenig in den Scheinwelten der Weltvereinfachung im Internet.

Ganz klar. Nicht einen Deut weniger gefährdet als Juden sind Buddhisten in DEU. Hört man ja ständig von deren konstanter Bedrohung.

Und Juden hierzulande sind nicht stärker gefährdet als die gesellschaftliche Gruppe der Kleingärtner …

Anonymität

Die Anmeldung in sozialen Netzwerken darf endlich nicht mehr anonym erfolgen. Jeder sollte sich mit seinem realen Namen anmelden müssen, samt Telefonnummer und den schon bekannten Kontrollmechanismen. Denke, dass sich mit dieser Maßnahme schon mal zumindest die meisten Hasskommentare erheblich reduzieren lassen.

@11:57 von fathaland slim

"Rechte mögen keinen Widerspruch. Das ist nicht neu. Aber im Beschimpfen Andersdenkender sind sie ganz, ganz groß."

Linke haben selten Argumente, sondern diskutieren moralisierend mangels Fakten. Insofern haben Sie doch Angst vor einer unvoreingenommenen Debatte. Genau deshalb erleben wir doch in der BRD diese Ausgrenzung sämtlicher rechter Stömungen durch den links-grünen Mainstream bzw. eine ähnliche tickende Regierung.

Beschimpfungen kenne ich in diesem Forum nicht. Vor noch etwa 8 Jahren war das noch ganz anders und zwar aus Ihrer Richtung.

@ um 11:52 von dr.bashir

Wenn man die Einzeltätertheorie glauben soll, muß man erstmal fragen, wer diese Theorie verbreitet?
Das sind vielleicht genau die Sicherheitskräfte, die seit Jahrzehnten dafür gesorgt haben, dass rechtsradikale Organisationen finanziell unterstützt wurden. Wie zum Beispiel, lt einer Dokumentation im ZDF, die NPD vom Verfassungsschutz.
Auch die angeblichen V - Leute in der rechten Szene sollen Geld erhalten haben, um damit die „Arbeit“ solcher Organisationen zu unterstützen.
Seit Anbeginn der BRD treiben rechte Terrorbanden hier ihr Unwesen. Und bei jedem Verbrechen wurde von Sicherheitsbehörden die Einzeltätertheorie verbreitet.
Immer wieder wird festgestellt, dass kaum ein Netzwerk so ausgeprägt ist, wie das der Rechten, auch international.
Aber ausgerechnet die Täter, die zu Mördern und Totschlägern werden sind Einzeltäter?
Wer soll das glauben?
Wer will, dass dies geglaubt wird?
Warum werden Akten geschwärzt, geschreddert oder gesperrt, warum verschwinden Akten?
Seltsam, oder?

Der Typ ist doch völlig gaga,

Der Typ ist doch völlig gaga, der ist psychisch krank, anders kann man sich das nicht erklären. Auf der einen Seite will er die Juden umbringen, dann klappt das nicht, dann nimmt er halt die Todfeinde der Juden, die Araber. Klappt auch wieder nicht, dann erschießt er halt Deutsche. Der gehört in eine Anstalt, da geht's ihm auch nicht so gut wie im Knast.
Mehr Schutz für jüdische Einrichtungen hört sich gut an, aber was soll die kaputt gesparte Polizei noch alles schützen? Die Moscheen müssen auch geschützt werden, irgendwann ist keiner mehr da der die große Mehrheit schützt.
Vielleicht müssen sich diese Einrichtungen auch mal selbst schützen und Sicherheitsdienste anstellen. Der Bürger wird ja auch angehalten sein Eigentum so gut als möglich selbst zu schützen, mit besonderen Türen und Fensterbeschlägen, Alarmanlagen, etc.
Der Staat kann nicht alles übernehmen und bei Asylbewerber Unterkünften wird ja auch auf private Sicherheitsdienste zurück gegriffen.

@11:34 von Digitaler Fußabdruck

>Latenter Rechtsextremismus?<

Ich möchte Ihrer Meinung widersprechen. Sicherlich ist die Begrifflichkeit "Latenter Rechtsextremismus" nicht hilfreich, eher sogar falsch, genauso wie der von Ihnen benutzte Begriffe "Linkspopulismus","alteingesessenen Parteien".
Aber rechtes Gedankengut ist nun einmal manifestiert inunserer Gesellschaft. Ich empfehle hierzu eine Studie, die laufend fortgeschrieben wird und auf die auch die Bundesregierung zurückgreift. Unabhängig von der Kritik, die selbstredend zu erwarten ist an dieser Studie, gibt sie einen erhellenden Einblick in die alltägliche rechtsreaktionäre Gedankenwelt der Bevölkerung. Nur einen ganz kleinen Einblick: Warum werden Menschen anderer Hautfarbe völlig selbstverständlich abwertend behandelt, warum werden Juden, Schwule, Sinti/Roma,... direkt mit Ressentiments bedacht, warum spielen lesbische Frauen im gesellschaftlichen Diskurs eine geringe Rolle, warum fallen Äußerungen nach einem starken Führer ohne Widerspruch, und und und...

11:36 von Tada

"Bestimmte Sorten Mensch werden niemals aussterben."

Das ist einerseits wahr.

Andererseits steigt - sagte vor ein paar Tagen im Ersten oder Zweiten der Extremismus-Forscher Olaf Sundermeyer - die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten ständig an.

Das heißt in meinen Augen:
die Akzeptanz der Gesellschaft dieser Art Gewalt ist gewachsen.

Denn diese Attentäter arbeiten FÜR die Gesellschaft, sie wollen die Gesellschaft beeinflussen und brauchen den Applaus.

Mir fällt als Lösung auch nur ein, dass diese Akzeptanz dann wieder sinkt, wenn diese Verbrechen vom Staat deutlich sichtbar geahndet werden.

Denn nicht jeder ist bereit, den Rest seines Lebens im Gefängnis oder in der Psychiatrie zu verbringen.

Und ich glaube, dass das greifen kann.
Zumindest bei der normalen Bevölkerung.

Die Klientel, die Punkte für jeden Mord verteilt und bei jedem Mord jauchzt, wird man vielleicht nicht verändern können.

Aber ich hoffe, es ist nur eine sehr kleine Gruppe.

Meinungsfreiheit von AbseitsdesMains 11:46

Hier gehts doch nicht um das Thema freie Meinungsäußerung, sondern um Gewaltverherrlichung im Netz, das vergeben von Punktescores für Gewalttaten und sich gegenseitig hochstacheln in der Verachtung gegenüber Minderheiten. Stattdessen stricken Sie hier an der Legende von angeblicher fehlender Meinungs- und Pressefreiheit und rechtfertigen damit noch, dass die Leute gar nicht anders kömnten als gewalttätig zu werden. So verdreht muss man erst mal denken können.

Muss man damit leben, dass sich

rechtes Gedankengut offensichtlich im Osten unserer Republik stärker verbreitet als im Westen? Rechte Hardliner aus dem Westen finden im Osten willige Zuhörer (Höcke). Da hilft auch nicht, dass Weidel, Gauland, Meuthen immer wieder betonen, dass die AfD bürgerlich sei. Man weiss doch, dass in Parteiversammlungen oder öffentlichen Auftritten von AfD-Verantwortlichen immer wieder versucht wird, rechtes Gedankengut den Zuhörern zu vermitteln. Da muss man sich nicht wundern, dass dadurch Verblendungen entstehen, die im schmimmsten Fall in Gewalt ausarten. Gäbe es die AfD nicht, würden nicht soviele ausländerfeindliche
oder antisemitische Aktionen stattfinden.

Aber sicher doch... Das würde

Aber sicher doch... Das würde manchen so gefallen, dass man den Anschlag rein psychisch motiviert einordnet: Und schon sind die eindeutig antisemitischen Äußerungen, der Fremdenhass und der Bezug auf Nazi-Terminologie vom Tisch gewischt, oder? Nein, wir werden in unserer Gesellschaft jetzt noch achtsamer und sorgsamer auf die Zusammenhänge schauen, die es zwischen geistigen Brandstiftern und solchen Einzeltätern gibt. Dass immer auch die psychische Labilität der Täter und die durchs Internet gesteigerte Aufmerksamkeit für Menschen mit gestörtem Selbstwertgefühl eine Rolle spielt, ist richtig - genau auf diese Menschen zielt aber das Nepper-Schlepper-System der Rechtsextremen im Netz, auf der Spraße (Pegida) und beim parlamentarischen Arm auch ab: Menschen, die klar bei Verstand sind und Mitgefühl entwickeln, werden keine Rechtsradikalen und keine Neonazis.

11:37 von yolo

"Allerdings gehören zum Extremismus nicht nur die Rechtsextremisten, sondern auch die Islamisten und die Linksextremisten.
Dass man nicht alle gleich im Fokus hat, finde ich alarmierend."

Sie meinen, die Zeitungen sollten nicht so viel über diesen Anschlag berichten, sondern gleichzeitig auch über andere vergangene Fälle?

Bislang hieß es immer, der Staat sei auf dem rechten Auge blind.
Nun ändert sich das, und man ist auch nicht zufrieden?

"Ich erinnere mich an Zeiten der RAF, die durch Gewalt polit. Veränderungen erzwingen wollten."

Und das sollte man ausgerechnet jetzt warum wieder ins Bewusstsein rufen?

Ihre Unterstellung, dass die Politik nicht alle extremistischen Formen auf dem Radar hat, ist eben nur eine Unterstellung.

"Statt dessen krebsen wir immer weiter nach links bis linksextrem und wundern uns über extremistische Ausfälle aus der anderen Richtung."

Das heißt, wenn alle streng rechts wären, würden solche Verbrechen aufhören?

Relativieren

Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell nach so einer Tat der Fingerzeig auf den linken Extremismus vollzogen wird.
Seit der Auflösung der RAF gibt es in Deutschland keinen Linksextremismus mehr, der die Bürger in Angst und Schrecken verbreitet, um politische Ziele zu erreichen. Die Linksextremisten sind nicht organisiert, es gibt nicht DIE Antifa, sondern kleine einzelne Gruppen, die kein gemeinsames Ziel verfolgen, sich dann treffen, wenn es eine Großveranstaltung gibt, um zu randalieren. Das ist überhaupt nicht tolerabel und gehört verfolgt. Aber es ist nicht zu vergleichen mit zielgerichteten Mordabsichten und Gewaltverbrechen gegen bestimmte andersdenkende Menschen oder anders aussehende oder andersgläubige Menschen mit dem Ziel diese auszulöschen- so wie es die Rechtsextremen immer wieder machen.
Wer so versucht, diese Taten zu relativieren, begibt sich auf dünnes Eis und baut eine Brücke zum Rechtsextremismus.

@karwandler

"Es dürfte nicht allzu schwierig sein, der Polizei einen Terminplan der Gottesdienste zur Verfügung zu stellen" Am 11. Oktober 2019 um 11:27 von karwandler

Wie stellen Sie sich das eigentlich vor?
Gelangweilte Polizisten sitzen da, haben nichts zu tun?

Ich lese seit Jahren genau das Gegenteil.

@11:37 von yolo

@ 11:36 von Tada

Ich weiß zwar nicht, wo wir immer mehr in Richtung linksextrem driften, aber ich beführworte Ihren Standpunkt einer liberalen Weltsicht. Mit "mittige Politik" kann ich gar nichts anfangen, zumal alles was außerhalb der Mitte ist, dann extrem wird? Was definiert die Mitte? Das erzeugt bei mir Schaudern, weil ich an kleinbürgerliche Biedermänner (und zornige Brandstifter) denke.
Und genau hier sehe ich den Focus. Genau diese Biedemänner stellen unsere Gesellschaftsordnung in Frage, verweigern sich demokratischer Prozesse und erzeugen ihre eigene Weltsicht.
Ihr zitierter Teil der nicht mehr abgebildeten Bevölkerung, die kein Gehör findet, spiegelt dies wieder.
Zum Zusammenleben gehören immer mindestens zwei Menschen. Und damit ist der Konflikt schon vorprogrammiert. Dafür hat der menschliche Geist den Diskurs erfunden. Denn daraus können sich Kompromisse entwickeln. Eine Grundlage des menschlichen Zusammenlebens. Eine Verweigerung dessen ist Basis des Extremismus.

@ladycat, 11.26 Uhr

Sie machen es sich verdammt einfach, wenn Sie in dem hasserfüllten Mörder einen geistig verwirrten, psychisch kranken Einzeltäter vermuten oder vermuten möchten. Wie auch bei dem politisch motivierten Mord an Walter Lübcke war der Täter durch rechtsextremistische Ideologien der "Völkervermischung" u.a. gesteuert. Rechtspopulistische Hass- und Hetzkommentare sind offenkundig der Nährboden für seine grausame Tat. Die Verrohung der Sprache, die seit längerer Zeit zu beobachten ist und oft unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit propagiert wird, scheint die Hemmschwelle zu physischer Gewalt zu senken. Es wird höchste Zeit, dass sich die Parteien am rechten Rand von dieser Szene distanzieren.
Wer die Dinge beschönigt, macht sich mitschuldig.

@yolo, 11:37

Ich erinnere mich an Zeiten der RAF, die durch Gewalt polit. Veränderungen erzwingen wollten.
Damals hat man sich auf eine liberale Haltung in der Politik verstanden.

Mit dieser Erinnerung dürften Sie mutterseelenallein sein.

Wir brauchen wieder ein liberale und mittige Politik, ist meine Meinung.
Statt dessen krebsen wir immer weiter nach links bis linksextrem und wundern uns über extremistische Ausfälle aus der anderen Richtung.
Warum?
Weil ein ganzer Teil der Bevölkerung nicht mehr abgebildet wird und kein Gehör findet.
Dadurch entstehen Hass, Wut und Verzweiflung.

Die Gewalt von rechts ist also eine Folge dessen, dass wir "linksherum krebsen". Ein flammender Appell, die Gesellschaft vor rechtem Terror zu schützen, indem man sich genau in diese Richtung bewegt. Den Täter wird's freuen, dass seine Botschaft bei Ihnen angekommen ist.

11:37 yolo

"Sich auf die Mitte zu besinnen, wäre richtiger, statt sich nach ganz links zu verorten."
Wie ganz links? Ganz links politisch steht die Linkspartei. Ganz rechts die Npd und Afd.
Somit wäre die momentane cdu/spd koalition doch ungefähr die programatische Mitte. Das gilt natürlich auch für die Wahlergebnisse.

re abseitsdesmains

"Linke haben selten Argumente, sondern diskutieren moralisierend mangels Fakten. Insofern haben Sie doch Angst vor einer unvoreingenommenen Debatte."

Ich kann mir denken, was Sie unter einer unvoreingenommenen Debatte verstehen. Z.B. ganz unvoreingenommen zur Frage, ob 6 Millionen Juden ermordet wurden oder doch ncht.

Attentäter von Halle

Man will es in der Politik nicht wahr haben, aber es rumort sehr im Land ! Und bei einem Einbruch der Wirtschaft , könnte sich das noch erhöhen,weil es so wieder mehr Leute gibt denen es einfach nicht gut geht. Nur,die Auswirkungen wie jetzt hier,dürfen natürlich nicht sein und müssen auch bekämpft werden! Aber die Ursachen sollten auch mal ins Auge gefasst werden und das ist eben die ständig wachsende Unzufriedenheit der Menschen im Land. Das Schönreden und das Weglächeln reicht eben nicht mehr.

@ 12:11 AbseitsDesMains...

Wo werden rechte Strömungen durch den"links-grünen Mainstream" (was übrigens ein Blasen-Kampfbegriff der Rechtspopulisten ist - soweit zu Argumenten und Fakten...) ausgegrenzt? Die Rechtspopulisten sitzen sogar in unseren Parlamenten und können Ihre - oft genug kruden - Gedanken in Debatten einbringen.
Sie brauchen Argumente? Ein B. Höcke, der in diesen Tagen seine Betroffenheit über den Anschlag auf die Synagoge in Halle äußert, ist jemand, der das Berliner Holocaust-Mahnmal verbal attakiert, der eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad fordert", der Begriffe wie "1000jähriges Reich", "entartet und "völkisch" reanimiert und die Bezeichnung „Tat-Elite“ benutzt, die Selbstbezeichnung der SS. Das alles weiß der Geschichtslehrer Höcke. In einer Botschaft an die Vorsitzende Pen (Front National) beschwor Höcke den Zusammenhalt der nationalen Kräfte in der „historischen Wendezeit um Sein oder Nicht-Sein“; seit 1934 eine oft verwendete Formulierung Hitlers und Goebbels. to be continued.

“Attentäter von Halle gesteht Tat...“

Ich frage mich zwar, was geschehen würde, hätte er die Tat geleugnet, denke aber, dass das eine rein formaljuristische Feststellung ist.
Ansonsten: Macht mich bitte schlauer.

re yolo

"Wir brauchen wieder ein liberale und mittige Politik, ist meine Meinung.
Statt dessen krebsen wir immer weiter nach links bis linksextrem und wundern uns über extremistische Ausfälle aus der anderen Richtung.
Warum?
Weil ein ganzer Teil der Bevölkerung nicht mehr abgebildet wird und kein Gehör findet.
Dadurch entstehen Hass, Wut und Verzweiflung."

Also, wenn die Regierung schön mittig und liberal ist fühlen sich die Neonazis auch abgebildet und flüchten nicht in Hass, Wut und Verzweiflung. Die Ärmsten.

Glauben Sie das wirklich selbst?

Wenn ich mir ...

... die Beiträge so durchlese, fällt mir immer wieder auf, dass die Begriffe "radikal" und "extrem(istisch)" synonym verwendet werden. Und zwar zugunsten der Bedeutung "extrem". Das ist im politischen Kontext jedoch nicht zutreffend.

Ein Extremist ist jemand, der mindestens eines der unter die "Ewigkeitsgarantie" des Art 79 III GG fallenden Art 1 und 20 GG für sich ablehnt und bereit ist, die Ablehnung ggf auch mit Gewalt zu verdeutlichen. Ein Radikaler ist jemand, der dies nicht will oder vorhat, aber beispielsweise ein Bundeskulturministerium für sinnvoller hält anstelle die jetzige Regelung der Länderzuständigkeit. Letzteres zu fordern ist - und darin besteht die eigentliche Herausforderung - völlig legitim.
Der Attentäter von Halle ist zweifellos ein Extremist, kein bloßer Radikaler. Das verdeutlicht der Inhalt seines Manifests.

Klarnamensgebot

Das Klarnamensgebot wird leider in den sozialen Netzwerken noch immer nicht hinreichend beachtet. Foren wie web.de sind leider zu einer Anlaufstelle für rechtsnationale und nazistische Kräfte geworden. Gut, dass TS Kommentare im Sinne der vorgegebenen Regeln zunächst prüft und erst danach freigibt. Der Schutz der Meinungsfreiheit wird nicht durch die Öffnung für von Hass- und Hetzbotschaften gesichert. Heiko Maas hatte als Justizminister die Notwendigkeit einer Eindämmung verbaler Gewalt erkannt. Dies war ein erster wichtiger Schritt dem weitere folgen sollten.

@11:44 von MAHO3

Sehe ich nicht so, wie Sie das beurteilen. Reden Sie von der Informationswelt in Deutschland? Oder wo waren sie in den letzten Jahren?
Schauen sie zunächst auf eine Landkarte, damit wir den Raum eingrenzen können, wo Sie waren, bevor Sie polemisch polarisierende Mitteilungen raushauen.

@ladycat

"Neu
Am 11. Oktober 2019 um 11:26 von ladycat
Er bezeichnet sich selbst als

Außenseiter und Loser, der nach Beachtung suchte.
An seinen Selbstgesprächen, welche er während der Tat führte, sieht man sehr gut, dass es sich bei ihm um einen psychisch kranken Einzeltäter handelt."

Na dann ist ja alles in Butter, psychisch kranker Einzeltäter. Dann braucht ja nicht mehr vor Gericht verhandelt werden.

Sie erzählen hier genau die Mär, die auch in den Kommentarspalten von der rassistischen Seite mit dem griechischen Buchstaben erzählt wird. Da muß man sich ja dann keine Gedanken mehr machen um Mitverantwortung. Wie bequem.

Nein, wie es im Kommentar der Tagesschau richtig heißt, ist die Tat kein Alarmsignal, sondern die Folge von zahlreichen übersehenen Alarmsignalen, daß der Rassismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Das Gerede von "Man wird ja wohl noch sagen dürfen, und Meinungsfreiheit" dazu zu nutzen, andere Menschen pauschal zu diffamieren ist die Basis für solche Taten.

12:11 von AbseitsDesMainstreams

«Linke haben selten Argumente, sondern diskutieren moralisierend mangels Fakten. Insofern haben Sie doch Angst vor einer unvoreingenommenen Debatte. Genau deshalb erleben wir doch in der BRD diese Ausgrenzung sämtlicher rechter Stömungen durch den links-grünen Mainstream bzw. eine ähnliche tickende Regierung.»

Unentwirrbares Verheddert- und Verzappelt-Sein im Netz des Rechts-Links-Ping-Pong "Abseits des Mainstreams" fördert bei Ihnen nicht ein einziges anderes Argument zutage.

Als das immer-während ewig-gleiche, rechte Ansichten seien der Knechtschaft von eher links-orientierten Zeitgenossen ausgeliefert. Und weil sie nix mehr sagen dürfen, ohne in Ecken stehen zu müssen, müssen sie sich dann eben anders dagegen wehren.

Letztlich sind dann an vergifteter gesellschaftlicher Stimmungslage bis hin zu Rechts-Terrorismus die Links-Grünen schuldig zu sprechen, die mit einer "ähnlich tickenden Regierung" das Rechts-Sein vermiesen.

Und da verstecken sich die Argumente dann wo genau …?

12:08 Schabernack

.. auf Kleingartenvereine gab es in jüngerer Vergangenheit mehr (Brand)anschläge als auf jüdische Einrichtungen, in sofern bin ich da bei Ihnen. Da sind Obdachlose die angezündet werden, Frauen die bei Dunkelheit nicht mehr gefahrlos durch unsere Städte gehen können u.v.m., ich bleibe demnach bei meiner Einschätzung, dass keine gesellschaftliche oder religiöse Gruppe mehr oder weniger gefährdet ist als die andere.

@ 11:34 Digitaler Fußabdruck

Für niemanden hier ist "eine Position rechts der Mitte bereits rechtsextrem"; Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenhass sind klar definiert. Exemplarisch die wikipedia-Definition: „Rechtsextremismus ist eine Sammelbezeichnung für politische Handlungsweisen und Ideologien, die den demokratischen Verfassungsstaat offen oder verdeckt ablehnen und durch eine auf das eigene Volk, eine Nation oder Rasse bezogene Volksgemeinschaft ersetzen wollen. Dieses Ziel ist stets mit einer ideologischen Abwertung und aktiven Ausgrenzung bestimmter Menschengruppen aus diesem Bereich verbunden.“
Das wissen Sie natürlich längst.

In meinen Augen driftet die

In meinen Augen driftet die politische & gesellschaftliche Diskussion über diesen Attentäter ein wenig ab,bzw. klammert gar einen ganzen Teil aus.

Der Attentäter ist nicht "bloß" ein Antisemit.
Der Attentäter ist ein frauenverachtender rassistischer Rechtsextremist.

& bei seinem rassistischen Weltbild ist der Antisemitismus vllt. derjenige Anteil,der am stärksten ausgeprägt ist,aber nicht der einzige!

Ja, er wollte zunächst eine Synagoge erstürmen & dort ein Massaker anrichten,aber nein, man sollte sich nicht nur darauf fixieren & den Rest seiner rassistischen Ideologie ausblenden.

Der Typ rann danach in einen Dönerladen & erschoss dort einen Menschen! Auch der NSU griff einen Dönerladen an !

Während der Angriff auf die Synagoge die Diskussion bestimmt - der zum Glück nicht in einem Massaker endete - ,ist der Mord im Dönerladen nur eine Randnotiz wert.
Warum ?

Bloß ein weiterer "Dönermord" ?

@Anonymität 12:11 von HadiH

"Die Anmeldung in sozialen Netzwerken darf endlich nicht mehr anonym erfolgen. "

Vollkommen kontraproduktiv weil es nicht die Ursache bekämpft sondern Symptome.

Jeder der auch nur ansatzweise die 'modernen' Techniken beherrscht,
kann das umgehen.
Abgesehen von den negativen Seiteffekten weltweit.
Kein Journalist oder kritischer Politiker wäre mehr sicher.

Wenn dem nicht so wäre, würde ich problemlos hier mit vollem Namen agieren.
Es hat schon seinen Sinn, warum man mit privaten Daten sparsam bzw.
evtl. gar verschlüsselt umgehen muss.

Zur Tat braucht man glaub ich

Zur Tat braucht man glaub ich nix mehr sagen, das wurde schon alles in den letzten Tagen erwähnt allerdings hierzu:
"Der Text liest sich stellenweise wie die Anleitung zu einem Computerspiel, in dem Dokument wimmelt es vor antisemitischen Begriffen." frag ich mich auf welches Computerspiel sich der Autor bezieht in dessen Anleitung es von antisemitischen Begriffen wimmelt und ob der Autor vielleicht gar nicht weiß das heutzutage bei Computerspiele gar keine Anleitung mehr mitgeliefert wird...Aber war klar das es nicht lange gedauert hat bis jemand die Schuld wieder bei Videospielen sucht...

Das Schlimmste an der Sache:

Das Schlimmste an der Sache ist, dass der Täter höchstwahrscheinlich als Psychisch krank eingestuft wird, 6 Jahre in eine Klinik kommt wo er Farbfernseher, gutes Essen und alles schick hat und dann wahrscheinlich schon nach 4 Jahren als geheilt entlassen wird... soviel ist in Deutschland ein Menschenleben wert...

@Digitaler Fußabdruck

"[...] Wir reden leichtfertig über das deutsche Volk, so als stäche man da in ein Nest von gewaltbereiten Antisemiten an jeder Ecke und hinter jeder Haustüre. Das ist respektlos. Eine beinahe 100%ige Mehrheit der Deutschen zusammen mit ihren jüdischen Nachbarn und Freunden als Teil unserer Gesellschaft; das zu ignorieren, nur weil ein geistig gestörter Einzeltäter um sich geballert hat, ist unangemessen."

Ob der Täter schuldfähig ist, oder nicht, entscheiden nicht Sie, sondern Gutachter. Und Nein, 12000 gewaltbereite Rechtsextremisten - und es ist wirklich egal, ob die Hass auf Juden, Moslems oder Flüchtlinge haben - sind kein Wespennest, sondern ein ganzer Zoo. Hass, Häme und Diffamierungen in den Kommentarspalten zu verbreiten, ist die Basis für eine solche Tat. Man darf zwar alles denken, da man eh keinem hinter die Stirn schauen kann, aber man sollte aus guten Gründen nicht alles sagen. Political correctness ist nämlich nichts anderes als Höflichkeit und Respekt vor Mitmenschen.

@11:57 von fathaland slim: Rechte mögen keinen Widerspruch

"Es geht Ihnen aber um etwas ganz anderes, nämlich unwidersprochen seine Meinung äußern zu dürfen."

Es geht doch damit los, dass geschrieben wird: "ich bin kein Rechter, aber das wird man ja noch sagen dürfen" und es endet bei der Leugnung des Holocausts und der Relativierung von Taten wie dieser in Halle.

Dies wird dann unter dem Label "Meinungsfreiheit" platziert.

Das sind auch keine Rechten, die solche Forderungen stellen wie es "AbseitsDesMains..." hier tut. Rechte findet man z.B. in der Werte-Union oder in der CSU.

Was rechts davon kommt (AfD, NPD, IB, III. Weg usw.) ist ganz klar rechtsextrem, auch wenn sich die Anhänger dieser Parteien / Gruppierungen selbst gerne als die Mitte sehen, weil ja alle anderen links-grün oder Linksextremisten sind.

@Zeddi - 11:15

"Der Nährboden wird nicht allein durch die Relativierer oder Gesinnungsgenossen bereitet, sondern durch die Gesellschaft, die all das hinnimmt, nichts unternimmt und auch nicht deutliche Worte gegen Rechtsextremes Gedankengut findet."

"Die Gesellschaft" ist heute aber ebenso wenig wie "das Volk" als eine Masse zu begreifen, die von sich aus zu einer einheitlichen Haltung findet. So etwas muss vorgelebt werden.

Sehen Sie, als die RAF hierzulande ihr Unwesen trieb wusste jeder Bürger - das sind Staatsfeinde. Durch das Handeln der damaligen Regierung gab es diesbezüglich keine Irritationen.

Der heutige Umgang mit der rechtsextremen Szene ist da meiner Meinung nach weniger konsequent.
Bemerkenswert das Verhalten von Behörden wie der Verfassungsschutz, wo sich diese Ämter wie ein Closed-Shop-Betrieb um die Aufklärung im NSU-Skandal verweigern können.
Fragen, wie der Täter von Halle in der Szene vernetzt war, könnte man auch an den VS stellen - nur antworten brauchen die ja nicht.

@12:19 von Advokat76

"So verdreht muss man erst mal denken können."

Ich gebe hier ganz konkrete Erklärungsmuster für das Entstehen von Amokläufer dieser Art. Klar, ist es dem links-grünen Mainstream lieber, alles konservative, rechte und nationale zu verteufeln, um damit vermeintlich seine gesellschaftliche Position zu stärken. Aber damit wird eben nicht nur der demokratische Diskurs und der Wettbewerb der Ideen beerdigt, sondern man geht auch in das Risiko, dass verkrachte Verlierertypen zu Attentätern werden.

Die Demokratie ist eben auch den Ventil dafür, den Druck aus dem Kessel zu lassen und zu sagen, was man denkt. Derzeit setzt der Mainstream aus Medien und Regierung auf Repression und Unterdrückung. Das scheint offenkundig der falsche Weg zu sein. Teilhabe an der Demokratie für alle wäre richtig!

Im Vordergrund steht das Motiv

zu Klassifizierung für die passende Schublade. Im Hintergrund bleibt danach die Vermeidung der Ursachen und Prävention. Es folgt Aktionismus und Verschiebung des Fokus bis zum nächsten Vorfall, da man nur auf Sicht fährt, oft auch im Nebel.

@Sausevind

Ich weiß nicht, ob Sie meinen Post absichtlich missverstehen wollten..Ihren Unterton vernehme ich jedenfalls deutlich.

Ich habe keinen Experten Anweisungen gegeben, wie sie zu arbeiten haben. Ich habe lediglich meine Ansicht dargestellt. Und meine Aufforderung sachlich zu bleiben, galt quasi allen außer den Ermittlern.

Ihr Hinweis auf das Fest ist schön. Allerdings bedeutet ein Fest nicht gleichzeitig, dass in jeder Synagoge oder anderen jüdischen Einrichtung auch eine Veranstaltung stattfindet. Ich weise nochmals darauf hin zunächst den üblichen Ablauf zwischen den Behörden und den jüdischen Institutionen zu beleuchten, bevor man evtl. verfrüht und unangemessen Kritik äußert.

11:37 von yolo

>>Allerdings gehören zum Extremismus nicht nur die Rechtsextremisten, sondern auch die Islamisten und die Linksextremisten.<<
Das musste kommen, obwohl ohne Bezug zum Thema.
>>Dass man nicht alle gleich im Fokus hat, finde ich alarmierend.<<
Das Problem ist dass man bisher nur die Linksextremisten im Fokus hatte.
>>Wir brauchen wieder ein liberale und mittige Politik, ist meine Meinung.<<
Das haben wir seit Jahrzehnten.
>>Sich auf die Mitte zu besinnen, wäre richtiger, statt sich nach ganz links zu verorten.<<
Die Partei die sich zur Zeit dieLinke nennt hatte im Bund nie eine Regierungsbeteiligung.
Überlegen Sie mal wieviel Morde in den letzten 20 Jahren von rechten Gewalttätern begangen wurden, und wieviele von linken.
Dann sollten selbst Sie erkennen wo zur Zeit das gößte Problem ist.
Auch wenn es überflüssig ist zu erwähnen: selbstverständlich sind linke Gewalttaten genauso zu ahnden.

diese Leier ist längst langweilig

- die von der Bekämpfung der Rechtsextremen und Antisemiten.
Warum will man nicht die Ursachen, die erst zu braunem und nationalsozialistischem Gedankengut führen, bekämpfen? Angeblich kennt man diese nicht, oder die Regierungen flüchten sich in die Ausrede, sie seinen zu individuell, komplex und undefinierbar. In Wahrheit jedoch läuft bei der Erziehung sehr vieler Bürger in sehr vielen Gesellschaften - seit dem Tag ihrer Geburt an - etwas grundsätzlich verkehrt! Das zu ändern, sei angeblich jedoch nicht möglich?

Rechtsextremismus ist eine Gefahr für jeden

Die Medien beleuchten es nicht genug, dass Rechtsextremismus, genauer die Nazi-Anhängerschaft heutiger Tage für alle Menschen gefährlich ist. Klar machen die jüdischen Bürger vor allem auf sich aufmerksam aber wie Halle gezeigt hat, ist die Gefahr für jeden Menschen hoch.

All der Fokus auf den Antisemitismus verdeckt nämlich das Wichtige: Waffen. Mit einem Messer einen Menschen zu töten ist schon sehr viel schwieriger als mit einer Feuerwaffe. In den USA fordern die Menschen nach solchen Amokläufen immer, auch zu Recht, strengere Waffengesetze.

Und hier in Deutschland? Da kannst Amoklaufen wie du willst. Strenge Waffengesetze wird es hier nie geben! Jeder Depp kann sich hier legal mit Waffen und Munition versorgen. Haben die Reichsbürger nicht sehr deutlich gezeigt, wie einfach das hier in Deutschland ist, an Waffen zu kommen? Anstatt die Waffenproduzenten zu überwachen wird der Waffenzwischenhandel überwacht...so ein BLÖDSINN! Die Waffenindustrie muss verantwortlich sein!

11:15 von Zeddi

aber immerhin können sie sich benehmen und zahlen ihre Miete
.
was erwarten sie von einem Mieter ?
also ich erwarte genau das
wenn er nebenher noch die LINKE wählt, die AFD
ist das für mich eher nachrangig
wenn ich ihm meine Wohnung verweigere weil er Ausländer, schwul,
das falsche Geschlecht oder in seiner Jugend mal straffällig war,
käme ich mit dem Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Konflikt
so die offizielle Version
zugegeben, hätte er beim Vorstellungsgespräch Springerstiefel an ....

@artist22 - konstruierte Zusammenhänge

11:40 von artist22:
"Einfach mal selbst kugeln. Als Einstieg in die Kunst der Informationsbeschaffung dieser Link."

Als Einstieg in die Kunst des Informationsbewertung empfehle ich, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Der von Ihnen zitierte Beitrag zieht Vergleiche, die wenig sinnvoll sind.

So liegt es nicht am Einfluss der Egoshooter, dass Herr B. seine Tat aus der Ich-Perspektive filmte, sondern an den fehlenden Alternativen. Filmende Sportler stecken sich ihre Kamera schließlich auch an den Helm.

Der Verweis auf die bei Gamern beliebte Streamingplattform ist ähnlich sinnfrei, da es keine Plattformen gibt, die nicht von Gamern genutzt werden. Nach derselben Logik könnte man auch Autofahrer kriminalisieren, weil der Täter mit einem Auto zum Tatort fuhr.

Einzig das vom Täter erdachte "Belohnungssystem" könnte von Computerspielen inspiriert worden sein - oder eben von Sport & Co, wo es auch Punkte gibt.

@12:14 von nie wieder spd

"Wenn man die Einzeltätertheorie glauben soll, muß man erstmal fragen, wer diese Theorie verbreitet?"

Nennen Sie mich naiv, aber ich neige dazu erst mal dem derzeitigen Stand der Ermittlungen und der zugehörigen Berichterstattung in den "Mainstreammedien" zu glauben. Wohl wissend, dass es die Sympathien nach rechts in Teilen unserer Sicherheitskräfte wohl gibt.

"Aber ausgerechnet die Täter, die zu Mördern und Totschlägern werden sind Einzeltäter?
Wer soll das glauben?"

Natürlich gibt es auch rechte Banden, dass wissen wir alle. Aber wenn ich diesen Täter, entgegen aller vorliegenden Infos dazupacke, einfach weil es in mein Weltbild passen würde, dann täte ich das Gleiche, wie rechte Foristen, die jeden Migranten, der ein Verbrechen begeht (und sei es aus Eifersucht) sofort zum Mitglied des IS hochjazzen.

In den Fällen rege ich mich auch immer auf, wenn, nur weil ein junger Mann bei seiner Tat "Allah" angerufen hat, gleich die islamische Weltverschwörung vermutet wird.

Sehr richtig

„Am 11. Oktober 2019 um 11:37 von yolo
Politik ist in der Verantwortung
und er gehört in jeder Form gebändigt und verbannt.
Allerdings gehören zum Extremismus nicht nur die Rechtsextremisten, sondern auch die Islamisten und die Linksextremisten.
Dass man nicht alle gleich im Fokus hat, finde ich alarmierend.„

————

Aber das wird ja nun hoffentlich geändert und der Rechtsextremismus erhält die Aufmerksamkeit, die angemessen ist um unser freies Land vor dieser, mMn größten gesellschaftlichen Gefahr, zu schützen.

@12:11 von AbseitsDesMains...

"Linke haben selten Argumente, sondern diskutieren moralisierend mangels Fakten."

Ist das ein Beispiel von Ihnen für ein Argument?

Wie fänden Sie eine Satz wie "Rechte argumentieren nicht, sie benutzen unzulässige Verallgemeinerungen um ganze Gruppen abzuqualifizieren". Finden Sie den Satz doof? Ich auch. Erkennen Sie eine Gemeinsamkeit?

@AbseitsDesMains...

"
Am 11. Oktober 2019 um 12:11 von AbseitsDesMains...
@11:57 von fathaland slim

"Rechte mögen keinen Widerspruch. Das ist nicht neu. Aber im Beschimpfen Andersdenkender sind sie ganz, ganz groß."

Linke haben selten Argumente, sondern diskutieren moralisierend mangels Fakten. Insofern haben Sie doch Angst vor einer unvoreingenommenen Debatte. Genau deshalb erleben wir doch in der BRD diese Ausgrenzung sämtlicher rechter Stömungen durch den links-grünen Mainstream bzw. eine ähnliche tickende Regierung. [...]"

Ich habe zumindest in diesem Forum noch keinen bekennenden Linken gelesen, der sämtliche Rechts-konservativen ausgrenzen möchte. Was nicht heißen soll, daß es solche Linken nicht gäbe. Aber schon welche, die den auf der rechten Seite des politischen Spektrums zu findenen pauschalen Hass auf ganze Menschengruppen, Rassismus, und Diffamierungen ausgrenzen möchten, darunter auch ich, und das zu Recht. Für Menschenrechte braucht man keine Argumente. Menschrenrechte sprechen für sich.

11:48 von fathaland slim

>Gläubige Moslems tun so etwas auch nicht.
Eine Religion ist keine politische Haltung. Wer Gegenteiliges behauptet, ist nicht religiös, sondern ein Religionsinstrumentalisierer. Ein politischer Sektenprediger.<

Das weiß ich anders: Im Islam wird das gesamte Leben der Moslems, Wirtschaft, Familie und Politik, - also alles geregelt!

Eine Trennung v. Glauben und Politik ist nicht möglich!

Warum sie so eine Aussage treffen, weiß ich nicht!

Nichtwissen kann es jedenfalls nicht sein!

Zum Artikel:

>>Der Text liest sich stellenweise wie die Anleitung zu einem Computerspiel, in dem Dokument wimmelt es vor antisemitischen Begriffen.<<

Der Täter war - lt. Vater- ein Eigenbrötler. Nach Durchsuchung der Wohnung soll man Zettel mit der Aufschrift "Niete" gefunden haben.

Für mich ist das ein Mensch, der in seinem Leben wenig Beachtung bekam.

1x im Rampenlicht stehen, könnte - neben seiner rechtsextremen/antisem. Haltung
sein Motiv gewesen sein.

Das hat er geschafft.

Traurigerweise!

Es ist kein Relativieren, wenn man darauf hinweist....

... dass immer mehr Extremisten aus allen Richtungen aus ihren Löchern kommen.

Ich bin im Ostblock aufgewachsen und sehe Linksextreme nicht als harmloser an, als Rechtsextreme. Sie können genauso morden. Die RAF war nicht rechts.
Wer etwas über den IS gelesen hatte, der wird auch Islamisten nicht als harmloser hinstellen.

Es ist jetzt gerade so gefährlich, weil sich Extremisten in ihren Taten überbieten wollen. Nach dem Motto "Die machen das, also wir auch."

Ich habe die Sorge, dass es schlimmer wird.

11:37 von yolo

"Politik ist in der Verantwortung"

Klar, aber auch die Zivilgesellschaft ist in der Verantwortung. Nicht nur, dass wir uns als Gesellschaft klar gegen solche Taten positionieren, sondern auch dass wir die geistigen Brandstifter hinter diesen Taten als solche de-maskieren, sofern das nicht eh schon jedem klar ist.

"Statt dessen krebsen wir immer weiter nach links bis linksextrem und wundern uns über extremistische Ausfälle aus der anderen Richtung."

Sie haben aber schon die Regierungskrise letzten Sommer mitbekommen, als der Innenminister demissionieren wollte, weil Abschiebungen ganz anders handhaben wollte? (Wenn Sie seine damalige Haltung als "linksextrem" ansehen, dann will ich nicht wissen, was für Sie "Mitte" oder gar "Rechtsaußen" ist.)

Und Ihnen ist schon klar, dass Sie damit im Grunde Anderen die Schuld geben für diese Tat- allen, die nicht so rechts sind wie Sie.

Sorry, das ist albern, und ich glaube, das wissen Sie auch selbst. (Aber probieren kann man es ja mal...)

12:40 von Peter Kock

"Aber die Ursachen sollten auch mal ins Auge gefasst werden und das ist eben die ständig wachsende Unzufriedenheit der Menschen im Land. Das Schönreden und das Weglächeln reicht eben nicht mehr."

Worüber sind denn diese Menschen so "unzufrieden"?

Der eine steckt den anderen an, und ja, jetzt fühlen sich noch mehr unzufrieden.

Hungern sie? Oder was ist los mit der wachsenden Unzufriedenheit?

Je wohlhabender ein Land, je länger das Land Frieden hat, desto unzufriedener werden diese Menschen.

Nach meinem Verstehen ist Zufriedenheit nicht abhängig von viel Geld.

Man könnte auch sagen: Langeweile, mangelnde action schafft diese Unzufriedenheit.

Jetzt haben wir schon über 70 Jahre Frieden in Deutschland, die persönliche Absicherung ist so hoch wie noch nie - und nun begehrt "das Volk" auf.

Warum ...?

Ein Terrorist greift eine Synagoge an.
Sofort geht ein Aufschrei durch Volk und Politik, dass jüdische Einrichtungen besser geschützt werden müssen.
Wo war diese - grundsätzlich gerechte - Empörung in den letzten Jahren, wenn Moscheen attackiert wurden?
Wurde da massiver Polizeischutz für alle muslimischen Einrichtungen gefordert?
Im Grundgesetz steht nirgends, dass irgendeine Religion, irgendeine Bevölkerungsgruppe besser wäre und mehr Anspruch auf Schutz durch den Staat hätte.
Warum verhalten wir uns dann nicht entsprechend?

12:52 von derkleineBürger

>>... Ja, er wollte zunächst eine Synagoge erstürmen & dort ein Massaker anrichten, aber nein, man sollte sich nicht nur darauf fixieren & den Rest seiner rassistischen Ideologie ausblenden.

Der Typ rann danach in einen Dönerladen & erschoss dort einen Menschen! Auch der NSU griff einen Dönerladen an !

Während der Angriff auf die Synagoge die Diskussion bestimmt - der zum Glück nicht in einem Massaker endete - ,ist der Mord im Dönerladen nur eine Randnotiz wert.
Warum ?

Bloß ein weiterer "Dönermord" ?<<

Da gebe ich Ihnen absolut recht. Ihr verdienstvoller Einwand gehört zu einer umfassenden Betrachtung dieser terroristischen Handlung.

Vielleicht haben wir ja Glück, und Herr Meuthen erweitert sein proisraelisches und projüdisches Statement um ein proislamisches und promultikulturales Statement.

Es wäre angesichts der Dimension des Attentats höchst angemessen.

11:27 von karwandler

"Es dürfte nicht allzu schwierig sein, der Polizei einen Terminplan der Gottesdienste zur Verfügung zu stellen."

Es dürfte allerdings angesichts der ausgedünnten ( weil zu lange durch die Politik vernachlässigten) Personaldecke der Polizeien von Bund und Ländern und einer permanent steigenden Arbeitsbelastung der verbliebenen ausgebildeten(!) Polizeibeamten durchaus problematisch sein, ausreichend Personal für eine bundesweite Rundumbewachung gefährdeter Objekte und Personen zur Verfügung zu stellen.

Gemessen daran und an der Vielzahl zusätzlicher Aufgabe, der sich die Polizei in den letzten 2 Jahrzehnten zusätzlich zum eigentlichen,täglichen Dienstgeschäft widmen "darf" erscheint es mir wenig sinnig, die Polizei "an sich" zu kritisieren, vielmehr sollte sich die Kritik an diejenigen Politiker und Parteien wenden, die "den Karren" Polizei über gut 20 Jahre ( personell & einstellungstechnisch) "kaputtgespart haben."

Es gibt keine „Mainstream-Medien“

13:05 von AbseitsDesMains... : Den Mythos de "links-grünen Mainstreams aus Medien und Regierung" aus der angestaubten Lügenpresse-Schublade können Sie sich nun wirklich sparen, solch ein reduktionistisches Weltbild versucht doch in billigster Art und Weise, Journalismus als „gesteuert“ zu diskreditieren, um die eigene Propaganda zu rechtfertigen und zu normalisieren. Und dann noch die abstruse Folgerung, dass deswegen "verkrachte Verlierertypen zu Attentätern werden". Unfassbar. Wo genau fühlen Sie sich denn unterdrückt? Was würden Sie denn gerne sagen, dürfen es aber nicht? Ich bezweifle stark, ob man das wirklich hören möchte …

@12:47 von schabernack

"Und weil sie nix mehr sagen dürfen, ohne in Ecken stehen zu müssen, müssen sie sich dann eben anders dagegen wehren."

Prima, Sie haben den Mechanismus verstanden: Einen Hund, den man tritt und in die Ecke drängt, wird irgendwann vermutlich zubeißen.

Jetzt ziehen Sie bitte noch die Richtigen Schlüsse, z. B. auch Rechtsradikale am politischen Diskurs zu beteiligen, damit sie nicht zu Rechtsextremisten werden (rechtsextrem = mit Gewalt den Staat verändern). Es muss z. B. in einer Demokratie erlaubt sein, sich gegen den massiven Zuzug von Migranten äußern zu dürfen, ohne als N*z* oder Rechtsextremist beschimpft zu werden. Wer mit Argumenten kämpfen kann und darf, braucht keine Gewalt. Wem man diese Möglichkeit verwehrt, hat dann nur noch die Option Gewalt.

13:05 von FritzF

"Im Vordergrund steht das Motiv
zu Klassifizierung für die passende Schublade. Im Hintergrund bleibt danach die Vermeidung der Ursachen und Prävention. Es folgt Aktionismus und Verschiebung des Fokus bis zum nächsten Vorfall, da man nur auf Sicht fährt, oft auch im Nebel."

Nein!
Die Vermeidung von Ursachen und die Prävention müssen in den Vordergrund:

Bspw müssen die AfD-Politiker "nur" vor die Mikrofone treten und sagen, dass ihr Tonfall, ihr aggressives, selbstherrliches, beleidigendes Auftreten falsch war, dass sie nie Vokabeln mit Zusammenhang mit anderen Menschen wie "entsorgen", "jagen", "Frauen und Kinder an der Grenze erschießen", (Frau Merkel) in der Zwangsjacke aus dem Kanzleramt (jagen)" hätten sagen dürfen, weil sie damit das politische Klima aufgeheizt, aufgehetzt haben.

Aber wenn man hier liest, wie genüßlich manche Foristen auf den Linksterrorismus in D in den 70er/80er verweisen, weiß man, dass der Hass auf Links und Migration uneingestanden weitergehen wird.

Erklärungsmuster von AbseitsdesMain 13:05

Bevor Sie hier Ihr "rechts-linkes Schubladendenken" und die einfache Welt "rechte sind gute und unterdrückte und entrechtete Menschen links-grüne böse Unterdrücker" schadet Ihnen die Begegnung mit komplexerer Realität nicht: Sie können sich täglich am Zeitungskiosk mit linken, konservativen, aber auch rechten Nachrichtenmachern versorgen. In 15 von 16 Landesparlamenten sitzt auch eine rechte Partei, was nach meiner Meinung gut so ist, weil dann auch die breite Meinungsvielfalt im Volk repräesentiert wird, aber eben nur zu 10 bis 15% tatsächlichem Bevölkerungsanteil. Bei Demos von Rechten werden ein Grossteil der Klagen abgeschmettert, weil auch hier die Rechten von den Errungenschaften der Demokratie und unserer Verfassung profitieren. Also hören Sie auf hier weinerlich einen Opferstatus aufzubauen.

@AbseitsDesMains...

"
Am 11. Oktober 2019 um 13:05 von AbseitsDesMains...
@12:19 von Advokat76

"So verdreht muss man erst mal denken können."

Ich gebe hier ganz konkrete Erklärungsmuster für das Entstehen von Amokläufer dieser Art. Klar, ist es dem links-grünen Mainstream lieber, alles konservative, rechte und nationale zu verteufeln, um damit vermeintlich seine gesellschaftliche Position zu stärken. Aber damit wird eben nicht nur der demokratische Diskurs und der Wettbewerb der Ideen beerdigt, sondern man geht auch in das Risiko, dass verkrachte Verlierertypen zu Attentätern werden. [...]"

Wollen Sie damit sagen, die Gesellschaft müsse ja nur rechtsextrem genug sein, dann muß man selbst ja nicht rechtsextrem werden? Hass, Häme und pauschale Diffamierungen von Menschengruppen sind ein "Ideenwettbewerb", auf den ich gut und gerne verzichten kann. Sie folgen einem typisch rechten Denkmuster: Ihr "Ideenwettbewerb" ist nicht, Lösungen zu finden, sondern Sündenböcke zu suchen. Das ist der rote Faden.

12:47 von Gerhard Apfelbach / @schabernack

«.. auf Kleingartenvereine gab es in jüngerer Vergangenheit mehr (Brand)anschläge als auf jüdische Einrichtungen, in sofern bin ich da bei Ihnen.»

Wie viele Kleingartenvereine, wie viele Kleingärten, wie viele Kleingärtner gibt es in DEU? Wie viele jüdische Einrichtungen …?

Wann wurde versucht, in einem Kleingartenverein ein Massaker anzurichten, mit dem Motiv: "Hass auf Kleingärtner" …? Wann wurden Kleingärtner auf der Straße angepöbelt, oder zusammengeschagen, weil sie einen Gartenzwerg, oder eine Harke, bei sich trugen …?

«Da sind Obdachlose die angezündet werden, Frauen die bei Dunkelheit nicht mehr gefahrlos durch unsere Städte gehen können u.v.m. …»

Kleingärten sind nicht mitten in den Städten.
Als dass man bei Dunkelheit dort gehen könnte.

Und Sammelsurium aus "u.v.m." geht natürlich immer, um irgendwas zu unterstützen, oder zu widerlegen. Man sammle nur genügend "u.v.m." zusammen, das in Ecken liegt, mit dem eigentlichen Thema aber nicht das Geringste zu tun hat …

@11:41 von Digitaler Fußabdruck

Wir reden leichtfertig über das deutsche Volk, so als stäche man da in ein Nest von gewaltbereiten Antisemiten an jeder Ecke und hinter jeder Haustüre.
Wer im Geschichtsunterricht aufgepaßt hat, weiß daß die Organisation eines Völkermordes keine gewaltbereiten Antisemiten an jeder Ecke erfordert. Von der überwältigenden Mehrheit ist nur gefragt, beifällig zu nicken, die Schultern zu zucken oder auch peinlich berührt wegzuschauen, und der Großteil des Restes tut nur seine Pflicht und seinen Job, wie er das in jedem Sozialkonstrukt täte.

Bitte vervollständigen: "im Gegensatz zu Deutschland in der Weimarer Republik könnte im heutigen Deutschland keine Entwicklung mit Stigmatisierung und letztendlich Ausrottung ganzer Bevölkerungsteile mehr passieren, weil ...". Nun? Weil Ideologien mit einfachen Definitionen, welche menschliche Würde uns einen Dreck scheren soll, nach der Erfahrung des zweiten Weltkrieges nicht mehr mehrheitsfähig sind? Schön wär's. Weltweit.

Keine extreme Gesellschaft, diese unsere, von der wir Teil sind

Wo beginnt "rechts"? Wo Extremismus? Wo Psychopathie? Sind die Grundlagen unserer kapitalistischen Gesellschaft extremistisch, krank oder normal? Wenn wir Kriege führen und Menschen ausbeuten, sind wir dann nicht extrem oder krank? Und wenn jemand diese Realität unserer Existenz leugnet, ist der ein Psychopath? Sind wir nicht eine friedliche, gerechte und solidarische Gesellschaft? Mal in Geschichtsbüchern und Tageszeitungen blättern ... Nein, wir sind die ganz Normalen. Die anderen sind die Einzelfälle, diese Kranken und widerlichen Sonderlinge. Da haben wir eine sehr gute Entlastung.

Faschismus

Ich hab diesen Nazihass Original von meinen Eltern mitbekommen, und die haben den als Kind von 33 - 45 miterlebt. Ich hab null Verständnis für Rechtsextreme, und in Deutschland wird ja auch immer alles vertuscht. Deutschland ist selbst extrem rechtsextrem. Sobald ein Verbrechen geschieht kommt der Kommentar in den Medien: war niemand mit Migrationshintergrund. Nach welchem Maßstab werden hier Menschen beurteilt?! Wir leben im 21.Jhdt. Im Bundestag darf eine rechtsextreme Partei sitzen. Nach was werden hier Menschen kategorisiert?! Nach Hautfarbe? Nürnberger Rassegesetzen?! Dafür, daß Deutschland einen notorischen Minderwertigkeitskomplex hat, kann keiner was. Die „Linksextremisten“ bringen übrigens keine Leute um. Es ist natürlich schlimmer, wenn Autofahrer kritisiert werden. Das geht vor Klimaschutz und Toten. Die RAF hat auch übrigens auf die altfaschistischen Lasten der BRD geantwortet. Mord war nicht okay, aber es ging wohl eher um die Infragestellung des Faschismus, das war das Sc

@13:01 Goodboy

Der mutmaßliche Täter muss sich erst einmal juristisch beantworten und wird vor Gericht gestellt. Möglicherweise kommt er nach intensiver Begutachtung und Entscheidung dann in eine forensische psychiatrische Klinik, das steht längst nicht fest. Aber warum müssen Sie ein solches Zerrbild hier zeichnen? Kennen Sie den Alltag in einer psychiatrischen Klinik oder Einrichtung? Ich schon. Da ist wenig mit "alles schick". Und wenn Menschen als "geheilt" entlassen werden oder von stationär auf ambulant wechseln, dann ist das professionell therapeutisch/ärztlich indiziert und keine locker-flockige Selbstverständlichkeit, wie Sie hier suggerieren.
Was schlagen Sie denn vor?

PC-spiele haben damit nichts zu tun?

@User "moteur" (11:21Uhr): Sie kennen kein PC-spiel in dem man Leute ermorden muss? Lassen Sie mich Ihnen helfen:
"Assassins Creed"
"Counter Strike"
"GTA" (alle fünf Teile und deren Ableger für verschiedene Konsolen)
"Call of Duty"
... (diese Liste erfolgreicher Egoshooter ließe sich sehr lange weiterführen)

Die erfolgreichsten Spiele unserer Zeit befassen sich leider nur damit Menschen umzubringen.

Amoklauf im PC-spiel? Ganz spontan fällt mir eins ein, wo man mit dem Auto Menschen überfahren muss und Punkte bekommt. Ist es für Sie dann kein "Amoklauf" mehr?

Oder "Payday", wo man auf dem Weg in die Bank halt alles abmetzelt, was sich bewegt. Können Sie definieren, wie Sie wollen, aber man erschießt wahllos Unbekannte.

Zuviel Aufmerksamkeit

Christchurch hat's richtig gemacht: dem Täter nur abfällige oder gar keine Kommentare gewidmet. Solchen Deppen wollen das Fanal - also einfach keine Aufmerksamkeit geben.

Nur eine bescheidene Frage:

Interessiert sich eigentlich - ausser deren Familien - auch irgendwer für die beiden toten Menschen? Oder war es für die einfach “zur falschen Zeit am da Ort“?
Es werden Blumen vor der Synagoge abgelegt, es werden Mahnwachen gehalten, über den Täter wird ausführlichst berichtet, Herr Schuster und Frau Knobloch kommen zu Wort. Alles völlig in Ordnung.
Aber, wann wird der beiden Toten gedacht?

12:06 Advokat76 @fathaland slim 11:52

>>Mit der inneren Einstellung zum Antisemitismus bei Deutschen mögen sie tendenziell recht haben. Der Weg vom Denken zur aktiven Tat sind dennoch -gottseidank- beträchtlich und da würde ich zu Gunsten der meisten Deutschen davon ausgehen, dass sie nicht aktiv strafwürdig durch tätliche Gewalt agieren. Bei Breivik oder auch dem Christchurch-Täter kam auch niemand auf den Gedanken fast das gesamte Volk von Norwegern oder Neuseeländer dafür in Haft zu nehmen. Natürlich sind wir da wg unserer Geschichte sehr sensibel. Dennoch sollten wir hier bei dieser schrecklichen Tat eines Einzeltäters nicht fast das ganze Volk unter Verdacht stellen.<<

Ich stelle nicht das ganze Volk unter Verdacht. Ich wehre mich lediglich gegen Verharmlosung. Bisher wurde ja rechtsseitig immer behauptet, der Antisemitismus sei mit "Merkels Einladung" ins Land gekommen. Das geht nun nicht mehr. Also behauptet man, nahezu 100% der Deutschen seien keine Antisemiten. Dabei ist der Prozentsatz in D so hoch wie überall.

13:44 von AbseitsDesMainstreams / @schabernack

Ich: «Und weil sie nix mehr sagen dürfen, ohne in Ecken stehen zu müssen, müssen sie sich dann eben anders dagegen wehren.»

Sie: «Prima, Sie haben den Mechanismus verstanden: Einen Hund, den man tritt und in die Ecke drängt, wird irgendwann vermutlich zubeißen.»

Das Absurde an dieser Argumentation ist nun allerdings, dass die Rechten gar nicht in Ecken gedrängt werden. Stellen sie sich selbst dort rein, und jammern um die Wette, wie sehr banalisiert und mundtot gemacht sie doch seien.

Keine andere Partei in ganz DEU erhält seit Jahren eine derart weit überproportionale Aufmerksamkeit in Zeitungen + TV im Verhältnis zur eigenen Wähler- und Anhängerschaft wie die AfD. Deren Problem ist nun aber wiederum, dass außer vielen lauten Worten, Selbstmitleid wegen abgeblichem "In-Ecken-Stehen-Müssen", auch gar nichts Substantielles zu vernehmen ist.

Spricht man dann "irgendwen von denen" auf deren Verbal-Brachialistik an. Dann war es nie niemand. Und weiter in Ecken wird gejammert …

12:11, AbseitsDesMains...

>>@11:57 von fathaland slim
"Rechte mögen keinen Widerspruch. Das ist nicht neu. Aber im Beschimpfen Andersdenkender sind sie ganz, ganz groß."

Linke haben selten Argumente, sondern diskutieren moralisierend mangels Fakten. Insofern haben Sie doch Angst vor einer unvoreingenommenen Debatte. Genau deshalb erleben wir doch in der BRD diese Ausgrenzung sämtlicher rechter Stömungen durch den links-grünen Mainstream bzw. eine ähnliche tickende Regierung.

Beschimpfungen kenne ich in diesem Forum nicht. Vor noch etwa 8 Jahren war das noch ganz anders und zwar aus Ihrer Richtung.<<

Was meinen Sie, was die Linken hier rumheulen würden, wenn sie auch nur ansatzweise Ihre Opferhaltung hätten?

Tun wir aber nicht.

Und das wir keine Argumente hätten, das ist ein beliebter Vorwurf von Leuten, die eine argumentative Auseinandersetzung vermeiden wollen.

Und ja, wir haben einen starken moralischen Kompass.

11:37 von yolo

"Allerdings gehören zum Extremismus nicht nur die Rechtsextremisten, sondern auch die Islamisten und die Linksextremisten.
Dass man nicht alle gleich im Fokus hat, finde ich alarmierend.“

Bisher war's ja wohl so (wie man Medien und Untersuchungen entnehmen kann), dass der Fokus bei Polizei, Behörden, Verfassungsschutz usw. in erster Linie auf Islamisten und auf Linksextremen lag. Sonst hätte sich der Rechtsextremismus nicht so lange im Dunklen entwickeln und halten können. Dann, hätten es die Familien der NSU-Opfer nicht so schwer (gehabt).
Wo sehen Sie denn da, dass der Hauptaugenmerk beim Rechtsextremismus liegt?

Am 11. Oktober 2019 um 12:11 von AbseitsDesMains...

Vielen Dank, so muß ich es nicht schreiben.

Vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob Menschen nicht angewidert sind von einer vom hohen Roß ausgerufenen Übermoral von Menschen die es gar nicht wissen, was es bedeutet sich seinen Lebensunterhalt mit echter produktiver Arbeit zu verdienen, während die Oberlehrer persönlich die selbe Moral, die sie predigen postwendend bei nächster Gelegenheit mit Füßen treten.

Leider haben wir schon so oft gesehen, daß es auf jeder Seite ob politisch, religiös oder anderweitig bedingt immer wieder Subjekte gibt, die offensichtlich komplett jegliches Maß verlieren und handeln wie in diesem Fall. Das wiederum ist egal aus welchem Grund inakzeptabel.

Dennoch ist es kein Grund wie es z.B. gestern ein Herr Seehofer getan hat ("Schande für Deutschland") wieder die gesamte Bevölkerung in Geißelhaft zu nehmen für die Schandtaten eines Einzelnen (evtl. einer Minderheit). Es ist schlicht kontraproduktiv.

12:08, deutlich

>>@fathaland slim 11.48
es ist eine andere Diskussion; aber natürlich gibt es einen politisch-aggressiven Islam . Und der zeigt sich Nicht- und Andersgläubigen gegenüber unversöhnlich.<<

Nein, gibt es nicht.

Es gibt die politische Ideologie des Islamismus.

Eine rechtsextreme Ideologie, die sich, wie alle rechtsextremen Ideologien, Anderen gegenüber unversöhnlich zeigt. Ob das jetzt Andersgläubige, Andersfarbige, anders Liebende oder Menschen anderer Nation sind.

13:45 von Anderes1961

Wollen Sie damit sagen, die Gesellschaft müsse ja nur rechtsextrem genug sein, dann muß man selbst ja nicht rechtsextrem werden?
.
lassen sie das "extrem" weg
wenn ein Franzose sich hinstellt und sagt "ich bin stolz Franzose zu sein"
wäre das der Normalzustand
wenn ein Deutscher das so sagen täte wäre er wohl für weite Teile der Bevölkerung ein Nationalist

11:37 von yolo

“Ich erinnere mich an Zeiten der RAF, die durch Gewalt polit. Veränderungen erzwingen wollten.
Damals hat man sich auf eine liberale Haltung in der Politik verstanden.“

Mit der Meinung dürften Sie ziemlich allein dastehen.
Gestern in einer Diskussionsrunde hat ein Teilnehmer gefragt, warum bis heute gegen Rechtsextremisten nicht genauso hart vorgegangen wird wie seinerzeit gegen die RAF.

14:07 von fathaland slim

Dabei ist der Prozentsatz in D so hoch wie überall.
.
also irgendwie mal ne Sache,
wo wir uns nicht zu unterscheiden scheinen

Die AfD gab es damals noch nicht

"In seinem Weltbild ist es halt so, dass er andere verantwortlich macht für seine eigene Misere und das ist letztendlich der Auslöser, für dieses Handeln", sagte der Strafverteidiger. Ja, so ähnlich habe ich mir das gedacht. Ein Looser also, der glaubt, sein eigenes Versagen und seinen allgemeinen Lebensfrust an Migranten und Juden abreagieren zu müssen. Aber die etablierte Politik überschlägt sich geradezu, die Schuld an der Mordattacke der AfD in die Schuhe zu schieben: "Unter ihnen sind geistige Brandstifter" (der bayrische Innenminister Herrmann). "Höcke muss aus der AfD geschmissen werden" (der bayrische Ministerpräsident Söder). Wie kurz doch manche Leute denken. Lange vor Gründung der AfD (2013) gab es in den 1990iger Jahren rechtsterroristische Anschläge in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln (3 Tote) und Solingen (5 Tote). Die Attentäter konnten damals durch die AfD nicht "inspiriert" worden sein – die gab es noch nicht.

Zwei Sorten von Hasspredigern

Es gibt - nmE - zwei Sorten von Hasspredigern: zum einen gibt es diejenigen Hasspredigern, die in primitiver, menschenverachtender Weise zu Gewalt und Hass gegen andere Menschen aufrufen. Diese Hassprediger finden sich auf der rechten, linken und islamischen Seite.

Zum anderen gibt es - nmE - diejenigen Hassprediger, die jeden und alles, die sachlich Kritik an der EU, am Euro, am Klimawandel, an der Migration/Asyl oder am Islam üben, zwanghaft in einen Topf mit all den rechtsextremen Hasspredigern, Terroristen und Extremisten werfen müssen.

Dies sorgt viel stärker und umfassender für neuen Hass.

Das einzige, was uns von dem Weg der Spaltung und des Hasses zurückholt, ist eine ehrliche, ernsthafte und offene Sachdebatte über alle kontroversen Themen. Eine Debatte über heiter Sonnenschein und Rezepte für Erdbeerkuchen ist nicht sehr ergiebig und liefert sowieso keine neuen Erkenntnisse!

13:09 von McColla

@Sausevind

"Ich weiß nicht, ob Sie meinen Post absichtlich missverstehen wollten.."

Mit Sicherheit nicht. Ich bin keine 'fiese Möpp', sondern habe auf das reagiert, was Sie geschrieben haben.

"Ihren Unterton vernehme ich jedenfalls deutlich."

Ich denke nicht, dass Sie mich verstanden haben.
Ich beklagte lediglich, dass Sie nicht wussten - und offenbar immer noch nicht wissen -, warum alljährlich an diesem höchsten Fest die jüdischen Gläubigen in der Synagoge sind.

Genauso könnte man verlangen, dass eine Kirche der örtlichen Polizei mitteilt, dass am Heiligabend viele Christen in der Kirche sind.

Vom Prinzipiellen her gebe ich Ihnen aber Recht, dass die Zusammenarbeit zwischen den Synagogen und der Polizei verbessert werden kann oder muss.

"Der Attentäter von Halle

"Der Attentäter von Halle wollte durch seinen Livestream weitere Nachahmer zu Anschlägen anstacheln."

Das ist eine der übelsten Erscheinungen in Zeiten des Internets: Dass die Stimmungsmache und die "Rekrutierung" von Nachahmungstätern offensichtlich funktioniert.

Deutschland extrem rechtsextrem von cotedazurd 13:51

Auch wenn ich jeden Prozentpunkt für die Afd als zu viel empfinde meine ich, sie übertreiben hier ziemlich maßlos. Wir sollten hier schon die politischen Entwicklungen in Nachbarländern und Usa, Brasilien auch im Auge haben. In diesen Ländern sind Rechtspopulisten stark auf dem Vormarsch, zum Teil auch in Regierung oder gar stärkste Partei. Da nimmt sich bundesweit der Prozentsatz für Afd, 15% eher unterdurchschnittlich aus, auch wenn due Entwickler im deutschen Osten sicher noch kritischer zu sehen ist
Zum Parteienverbot, unsere Verfassung hat hier Verbote von Parteien eine hohe Hürde gesetzt, zurecht. Die Afd erfüllt diese Voraussetzungen bislang nicht.

12:40, Peter Kock

>>Aber die Ursachen sollten auch mal ins Auge gefasst werden und das ist eben die ständig wachsende Unzufriedenheit der Menschen im Land. Das Schönreden und das Weglächeln reicht eben nicht mehr.<<

Ständig wachsende Unzufriedenheit der Menschen hier im Lande?

Echt jetzt?

Womit denn?

Ich war immer schon unzufrieden mit unserer Welt und der satten Selbstzufriedenheit meiner Mitbürger, bin aber noch nie auf die Idee gekommen, deswegen Juden oder Türken umzubringen.

Wenn ich jetzt wieder dieses

Wenn ich jetzt wieder dieses Gehabe wahrnehmen muss, "schärfere Gesetze", mehr Verbote, mehr Gebote, dann denke ich sogleich daran, dass die Extremisten aller Couleur auf diese Weise ihre Ziele (Zerstörung der Gesellschaft) durchsetzen. Man sollte sehr vorsichtig sein. Ich bin allerdings dafür, mehr gegen Hass zu tun. Andererseits kann man nicht verhehlen, dass es auch Meinungsfreiheit gibt.
Vielleicht wäre ja die beste Lösung, die Leute, Menschen, egal wen, besser zu behandeln. Diese Gesellschaft baut zB auf Leistungsdruck, und verteidigt ihn bis zum Letzten. Meiner Meinung nach könnte es ein solider Anfang sein, an diesem Konzept "Druck" anzusetzen, den dioe Gesellschaft den Menschen jeden Tag aufs neue gönnt angefangen in der Schule. Andere vernünftige Lösungen (gegen den Hass) sehe ich nicht. Psychologie kenne wir seit 100 Jahren aber tun so, als gäbe es keine Psyche. Sicher wird mein Kommentar auch wieder falsch verstanden,,,,

Rechtsradikalismus bekämpfen

ja, mit allen rechtlichen Mitteln.
Doch wer hat maßgeblich Mitschuld? Sind nicht auch die schuldig, die permanent Ost gegen West, Reich gegen Arm, Jung gegen Alt ausspielen?
Ich denke da nur an einen Ausspruch eines hohen Politikers, dass er die Lebensverhältnisse in NRW denen im Osten angleichen wolle. Er meinte wohl damit, dass die Infrastruktur auch im WEsten verbessert werden muss. Heraus kam jedoch eine Verhöhnung des Ostens. Ebenso 2015/2016 als jeder Bürger, der in der Flüchtlingskrise mahnende Worte aussprach, automatisch als Rechter und Nazi gebrandmarkt wurde.
Durch solche Aktionen haben sich leider viele Menschen von den echten Rechten beeinflussen lassen.
Was wir brauchen ist Bildung, Aufklärung und 30 Jahre nach der Wende endlich gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West und keine salbungsvollen Reden eines Ostbeauftragten, der keine Ahnung hat. Solange Menschen ausgegrenzt werden, können sie leicht in die Fänge der radikalen Rechten gelangen.

um 11:26 von ladycat

"An seinen Selbstgesprächen, welche er während der Tat führte, sieht man sehr gut, dass es sich bei ihm um einen psychisch kranken Einzeltäter handelt." - Seltsam. Wenn ein Ausländer einen Mord begeht, schreiben Sie doch immer, das wäre Terror. Hier ist das also etwas anderes? Joh ne is klar...

um 11:37 von yolo

"Allerdings gehören zum Extremismus nicht nur die Rechtsextremisten, sondern auch die Islamisten und die Linksextremisten. Dass man nicht alle gleich im Fokus hat, finde ich alarmierend." - Ich auch. Rechtsextremismus wurde bisher immer klein geredet.

13:12 von WM-Kasparov-Fan

"diese Leier ist längst langweilig
- die von der Bekämpfung der Rechtsextremen und Antisemiten.
Warum will man nicht die Ursachen, die erst zu braunem und nationalsozialistischem Gedankengut führen, bekämpfen?"

Wo haben Sie gelesen, dass man das nicht bekämpfen WILL?

"Angeblich kennt man diese nicht, oder die Regierungen flüchten sich in die Ausrede, sie seinen zu individuell, komplex und undefinierbar. In Wahrheit jedoch läuft bei der Erziehung sehr vieler Bürger in sehr vielen Gesellschaften - seit dem Tag ihrer Geburt an - etwas grundsätzlich verkehrt!"

Haben Sie Psychologie studiert?

Ihre Ansicht - die Sie als 'Wahrheit' darstellen -, ist aber nicht typisch für die Wissenschaft.
Die Psychologie besteht nicht auf einseitigen Ursachen, und sie verallgemeinert nicht.

"Das zu ändern, sei angeblich jedoch nicht möglich?"

Da Sie ja verschweigen, was genau bei allen diesen Verbrechern in den Familien schief gelaufen ist, kann man auch nicht spekulieren, welches Rezept Sie haben.

13:01, Goodboy

>>Das Schlimmste an der Sache ist, dass der Täter höchstwahrscheinlich als Psychisch krank eingestuft wird, 6 Jahre in eine Klinik kommt wo er Farbfernseher, gutes Essen und alles schick hat und dann wahrscheinlich schon nach 4 Jahren als geheilt entlassen wird... soviel ist in Deutschland ein Menschenleben wert...<<

Ich kann solche hasserfüllten Märchen wirklich nicht mehr hören.

um 11:41 von Digitaler Fußabdruck

"Wir reden leichtfertig über das deutsche Volk, so als stäche man da in ein Nest von gewaltbereiten Antisemiten an jeder Ecke und hinter jeder Haustüre. Das ist respektlos." - Mit Flüchtlingen macht man es genau so.

13:51 von Cotedazur

Die „Linksextremisten“ bringen übrigens keine Leute um
.
sorry sie haben ein sehr kurzes Gedächtnis
freut mich dass sie für die RAF Verständnis haben waren ja für was "Gutes"
das Infragestellen von einer gewählten Demokratie - aber zu Diktaturen hatten wir Deutsche ja schon immer ein entspanntes Verhältnis - ob rechts oder links
und wo wir beim Thema sind
Entebbe
da waren die beiden RAF Leute Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann,
fleißig dabei jüdische von nichtjüdischen Passagieren zu trennen

um 11:46 von AbseitsDesMains

"Wenn sich die Menschen nicht mehr äußern dürfen, beschimpft und stigmatisiert werden, ziehen sie sich entweder aus dem politischen Diskurs zurück oder radikalisieren sich."
.
Der Terrorist durfte sich also nicht mehr äußern? Schön zu sehen, wieviel Verständnis Sie für Mörder haben.

Weltbilder

//"In seinem Weltbild ist es halt so, dass er andere verantwortlich macht für seine eigene Misere...//

Das gilt wohl für alle Versager, die kriminell werden.
Man kann nicht früh genug damit beginnen, den Menschen beizubringen, dass ausschließlich sie selbst für ihr Handeln verantwortlich sind. (Hirnerkrankheiten sind hier ausdrücklich ausgenommen.)
Hier sind Eltern und Schule in der Pflicht.

@komplex einfach

"
Am 11. Oktober 2019 um 14:14 von Komplex einfach
Am 11. Oktober 2019 um 12:11 von AbseitsDesMains...

Vielen Dank, so muß ich es nicht schreiben.

Vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob Menschen nicht angewidert sind von einer vom hohen Roß ausgerufenen Übermoral von Menschen die es gar nicht wissen, was es bedeutet sich seinen Lebensunterhalt mit echter produktiver Arbeit zu verdienen, während die Oberlehrer persönlich die selbe Moral, die sie predigen postwendend bei nächster Gelegenheit mit Füßen treten. [...]"

Aha, so komplex einfach ist es also. Sie fühlen sich angwidert von einer vom hohen Roß ausgerufenen Übermoral, die da heißt: Menschenrechte, Empathie und sozialer Intelligenz. Und moralisch darf man nur sein, wenn man selbst Geld verdient, ansonsten hat man die Klappe zu halten? Verstehe ich das richtig?

14:25 von fathaland slim

bin aber noch nie auf die Idee gekommen, deswegen Juden oder Türken umzubringen.
.
sie sind ja wohl auch "normal"
was man nicht von allen Zeitgenossen ob LINKS oder RECHTS in jedem Fall behaupten kann

13:09, McColla

>>Ihr Hinweis auf das Fest ist schön. Allerdings bedeutet ein Fest nicht gleichzeitig, dass in jeder Synagoge oder anderen jüdischen Einrichtung auch eine Veranstaltung stattfindet.<<

So wie zu Weihnachten oder zu Ostern in jeder Kirche und jeder anderen christlichen Einrichtung eine Veranstaltung stattfindet, so findet zu Jom Kippur in jeder Synagoge und jeder anderen jüdischen Einrichtung eine Veranstaltung statt.

12:58 von artist22

Natürlich war nicht gemeint, meinen Namen hier zu veröffentlichen. Vielmehr meinte ich, dass mein Name und Adresse dem benutzten Netzwerk bekannt ist, bzw. man sich damit anmelden muss (was nicht überall erforderlich ist), wie eben bei allen Online-Shops. Die wenigen User, die trotzdem diese Hürde umgehen können, halten sich, so meine ich, in Grenzen. Mir liegt es einfach daran, dass die Personen, welche sich jenseits der Meinungsfreiheit bewegen, auch mit Anzeigen rechnen dürfen. Alleine um Folgen einer Sprachverrohung, die ein erster Schritt zu Gewalt darstellt, frühzeitig zu begegnen.

@Cotedazur

"Die RAF hat auch übrigens auf die altfaschistischen Lasten der BRD geantwortet. Mord war nicht okay, aber es ging wohl eher um die Infragestellung des Faschismus, das war das" Am 11. Oktober 2019 um 13:51 von Cotedazur

So so.
"Mord war nicht okay, aber"...

Aber jeder Extremist findet eine Entschuldigung für Morde, die in seinem Sinne sind.

@13:05 AbseitsDesMain...

Teilhabe an der Demokratie ist bei uns gegeben; weder Medien noch Regierung setzen auf Repression und Unterdrückung. Mit dieser Mär rücken Sie ziemlich nahe an rechtsextreme Verschwörungstheorien heran und verabschieden sich selbst aus jeder Form ernstzunehmender Diskussion - ausgeschlossen werden Sie nicht von anderen, wie Sie durch die Veröffentlichung Ihres Kommentars unschwer erkennen können.

13:05, AbseitsDesMains...

>>Ich gebe hier ganz konkrete Erklärungsmuster für das Entstehen von Amokläufer dieser Art. Klar, ist es dem links-grünen Mainstream lieber, alles konservative, rechte und nationale zu verteufeln, um damit vermeintlich seine gesellschaftliche Position zu stärken. Aber damit wird eben nicht nur der demokratische Diskurs und der Wettbewerb der Ideen beerdigt, sondern man geht auch in das Risiko, dass verkrachte Verlierertypen zu Attentätern werden.

Die Demokratie ist eben auch den Ventil dafür, den Druck aus dem Kessel zu lassen und zu sagen, was man denkt. Derzeit setzt der Mainstream aus Medien und Regierung auf Repression und Unterdrückung. Das scheint offenkundig der falsche Weg zu sein. Teilhabe an der Demokratie für alle wäre richtig!<<

Sie schreiben völlig unbeirrt immer wieder das Gleiche.

Widerspricht Ihnen jemand, dann gehen Sie nicht darauf ein, sondern schreiben einfach noch mal das, worauf der Ihnen Widersprechende geantwortet hat.

Sie diskutieren nicht, Sie verkünden.

13:26 von morgentau19

"Für mich ist das ein Mensch, der in seinem Leben wenig Beachtung bekam.

1x im Rampenlicht stehen, könnte - neben seiner rechtsextremen/antisem. Haltung
sein Motiv gewesen sein.

Das hat er geschafft.

Traurigerweise!"

Ich vermute auch, dass er seine Absicht, alle Gottesdienst-Besucher der Synagoge zu ermorden, dazu dienen sollte, den Menschen draußen - denen er sein Video und seine Worte übermittelte - Respekt und Anerkennung ihm gegenüber zu verschaffen.

Nur, dass ihm das eben NICHT gelungen ist.
Er hat sich im Auto doch selber als Versager tituliert.
Und nur darum ein paar Unbeteiligte ermordet, damit er überhaupt was vorzuweisen hat - also der anonymen Masse, für die er das alles tat...

Je klarer ich mir das mache, desto weniger verstehe ich, wie so etwas im Gehirn entstehen kann.

@Kritikunerwünscht

"[...] beeinflussen lassen.
Was wir brauchen ist Bildung, Aufklärung und 30 Jahre nach der Wende endlich gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West und keine salbungsvollen Reden eines Ostbeauftragten, der keine Ahnung hat. Solange Menschen ausgegrenzt werden, können sie leicht in die Fänge der radikalen Rechten gelangen."

Bildung, Bildung, Bildung. Da gebe ich Ihnen Recht. Und nein, Menschen sollte man nicht ausgrenzen. Aber man kann und sollte aber als "Meinung" und "wird man wohl noch sagen dürfen" verkaufte Hass, Häme, und Diffamierungen von Menschengruppen ausgrenzen. Solche "Meinungen" haben in einer humanistischen Gesellschaft nichts zu suchen. Nochmal in Kurz: Menschen ausgrenzen; Nein. Meinungen ausgrenzen, die nicht allgemeine Menschenrechte im Blick haben; deutliches Ja.

Sorry aber einen Rechtsstaat

Sorry aber einen Rechtsstaat der vor einem NSU-Prozess Akten für zicht Jahre wegschließt und dann noch Vernichtet, kann man nichts mehr glauben.

Und hier wird die ganze Zeit von Antisemitismus gesprochen und Juden müssen geschützt werden. (Dem stimme ich übrigens zu) ABER, hier wird kein Wort erwähnt auch nicht von der Politik das Muslimische Gemeinde, Moscheen auch bedroht sind und das man die auch schützen sollte. Wieso ?! Da fängt das Problem an. Man darf und sollte niemanden Ausgrenzen, dass sagt auch unser GG! Die Würde des (jedes) Menschen ist unantastbar.

@11:36 von Tada

"Ich musste bereits als Mädchen mit Diskriminierung und körperlichen Angriffen umgehen lernen. Ich wüsste auch nicht, wie man derartiges Verhalten auf Null zurückdrängen könnte."

Es heißt auch nicht ohne Grund: Kinder können grausam sein.
Und so fangen manche Probleme auch schon früh an. Wie oft haben Lehrer wohl schon erlebt, dass die Eltern einfach nicht wahrhaben wollen, dass ihr kleiner 'Engel' keine Flügel hat und andere Kinder aufs übelste traktiert. Konsequenzen hat das dann häufig nicht.

@13:25 von Anderes1961

"Ich habe zumindest in diesem Forum noch keinen bekennenden Linken gelesen, der sämtliche Rechts-konservativen ausgrenzen möchte. Was nicht heißen soll, daß es solche Linken nicht gäbe. "

Ich darf Ihnen ein Beispiel liefer (13:04 GeMe):

"Was rechts davon kommt (AfD, NPD, IB, III. Weg usw.) ist ganz klar rechtsextrem, auch wenn sich die Anhänger dieser Parteien / Gruppierungen selbst gerne als die Mitte sehen"

AfD und NPD sind demokratische Rechtsparteien. Selbst die beobachtete Identitäre Bewegung (IB) ist eine gewaltfreie Jugendbewegung. Wieso müssen deren demokratische Anhängerschaft von linksaußen als rechtsextrem beschimpft werden. Etwas mehr demokratische Gelassenheit statt verbohrte Vorteilsnahme wäre wünschenswert. Nicht jeder vermeintliche Vorteil ist am Ende von Nutzen, wenn man damit die Demokratie und die frei Meinungsäußerung zu Grabe trägt.

13:26, morgentau19

>>11:48 von fathaland slim
>Gläubige Moslems tun so etwas auch nicht.
Eine Religion ist keine politische Haltung. Wer Gegenteiliges behauptet, ist nicht religiös, sondern ein Religionsinstrumentalisierer. Ein politischer Sektenprediger.<

Das weiß ich anders: Im Islam wird das gesamte Leben der Moslems, Wirtschaft, Familie und Politik, - also alles geregelt!

Eine Trennung v. Glauben und Politik ist nicht möglich!

Warum sie so eine Aussage treffen, weiß ich nicht!

Nichtwissen kann es jedenfalls nicht sein!<<

Jede Religion regelt sämtliche Lebensbereiche derjenigen, die an sie glauben. Das haben Religionen so an sich.

Ihr Islambild ist hochgradig ideologisch verzerrt. Die Diskussion darüber passt aber nun wirklich nicht in diesen Thread hier.

Ausrufezeichen machen Sätze nicht glaubwürdiger.

yolo 11.37

"Wir brauchen wieder ein liberale und mittige Politik, ist meine Meinung.
Statt dessen krebsen wir immer weiter nach links bis linksextrem und wundern uns über extremistische Ausfälle aus der anderen Richtung."

1. Keine Ziele der Politik rechtfertigen Morde an Juden und ich sehe hier auch keinerlei Kausalität.

2. Leben wir im selben Land? Wo ist unsere Regierung nur ansatzweise linksextrem? Oder zählt die Einführung des Mindestlohn für sie schon als linksextrem? Vorratsdatenspeicherung, Schleierfahndung, Verschärfung von Asyl und Polizeigesetzen, Umgang mit dem Dieselskandal, die Laschen Düngegesetze, die die Vergiftung unseres Wasser mit Nitraten nicht verhindern, das nahezu wirkungslose Klimapaket, nix davon ist besonders linke Politik.

3. Könnte man meinen, sie versuchen von der antisemitischen Tat abzulenken.

4. Übrigens: es ist vor allem die Linke, die sich für bessere soziale Absicherung und Aufstieg für die Abgehängten wie Stephan B. einsetzt...

@14:23 von Sausevind

"Vom Prinzipiellen her gebe ich Ihnen aber Recht, dass die Zusammenarbeit zwischen den Synagogen und der Polizei verbessert werden kann oder muss."

Insgesamt ist es aber eine Schande, dass dies überhaupt im Jahr 2019 noch notwendig ist. Da läuft auf vielen anderen Ebenen etwas grundsätzlich falsch.
Das denke ich auch regelmäßig, wenn ich ich hier in Hamburg an einer jüdischen Schule vorbeikomme.

@14:12 von Margareta K. 11:37 von yolo

"Wo sehen Sie denn da, dass der Hauptaugenmerk beim Rechtsextremismus liegt?"

Das liegt wohl häufig am Fokus der jeweiligen Person.

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