Kommentare

>>Zu viele Rechte für Frauen

>>Zu viele Rechte für Frauen - davor haben bestimmte Personen in der Islamischen Republik Angst, denn die Unterdrückung könnte entgleiten.<<

Das ist das generelle Problem der männlichen Moslems, - nicht nur bestimmte Personen!

Nur die Frauen können eine "Revolution" starten!

Die Zeit ist reif, das steinige Patriachat aus dem 7. Jahrhundert zu "sprengen".

Ein Lichtblick

in den Nachrichten von heute. Ich freue mich für die Frauen und hoffe, dass das nur ein kleiner Anfang ist.

18:54 von morgentau19

Die Zeit ist reif,
.
ob das ein Deutscher (?) beurteilen sollte

dann ist es ne Frage ob das ne rein islamische Sache ist, denke auch Christen in Arabischen Ländern sehen das mit der Gleichberechtigung etwas differenzierter als im "christlichen" Westen
Das mit dem Frauenwahlrecht stand hierzulande nicht auf der To do Liste des Mittelalters trotz Frauen wie Hildegard von Bingen, Katharina von Bora
Theophanu oder Adelheid von Burgund
eher im 20. Jahrhundert und dann zog man es durch

@morgentau19, 18:54

>>Zu viele Rechte für Frauen - davor haben bestimmte Personen in der Islamischen Republik Angst, denn die Unterdrückung könnte entgleiten.<<
Das ist das generelle Problem der männlichen Moslems, - nicht nur bestimmte Personen!

Da musste ich herzhaft lachen. Die Gleichberechtigung der Frauen macht also nur muslimischen Männern Angst? Das zeigt nur, dass die mitteleuropäischen Männer - oder ein Teil davon - die Gleichberechtigung hier für bereits erreicht halten. Und folglich gar nix verstanden haben.

18:54 von morgentau19

“Das ist das generelle Problem der männlichen Moslems, - nicht nur bestimmte Personen!“

Das ist leider nicht nur das Problem bei männlichen Moslems.
Umfragen von ARD haben gezeigt, dass viele Männer kein Problem mit Frauen im Stadion hätten. Im Iran ging es um ca. 50 Hardliner (bei wieviel anderen), die den Besuch negativ sehen; darunter auch Frauen. Diese Informationen hätte aber der TS-Text hergegeben, hätten Sie ihn vollständig gelesen.
Im übrigen gibt es dieses “Problem“ Frauenrechte nicht nur in muslimischen Ländern. Man mag es kaum glauben, aber es gibt sogar deutsche Männer, die bis heute Probleme mit Frauenrechten haben.

Im Vergleich zu Saudi Arabien

Im Vergleich zu Saudi Arabien ist der Iran liberal

Sprengen des Maskulismus

Zu: 18:54 Uhr von morgentau19

"Zu viele Rechte für Frauen", das stellen Sie als "das generelle Problem der männlichen Moslems" pauschalisierend fest.

Nun, wie Deutschland spätestens seit heute weiß, auch deutsche (oder europäische) Männer, die Ihr Wertegerüst fernab des Islam definieren, haben ein Problem damit, dass "Frauen eine 'Revolution' starten könnten."

Der Terrorist von Halle an der Saale wettert in seinem "Manifest" gegen Frauen und deren Rechte. Die Herabsetzung der Gleichberechtigung von Frauen, die drastische Verunglimpfung von Frauenrechtlerinnen als "Feminazis", die verbalen und körperlichen Attacken auf Politikerinnen, wie jüngst Thema in den Medien war, ein gerade in der rechtsextremen Szene beliebter "Maskulinismus", all das ist das "christliche" Deutschland, ist Europa im Jahr 2019.

Merke: der europäische Rechtsextremismus und der nahöstlische Islamismus sind beides Brüder im Geiste, welche sich gegenseitig bedingen. Das Frauenbild beider Spielarten ist identisch.

18:54 von morgentau19

«Zu viele Rechte für Frauen - davor haben bestimmte Personen in der Islamischen Republik Angst, denn die Unterdrückung könnte entgleiten.»

«Das ist das generelle Problem der männlichen Moslems, - nicht nur bestimmte Personen!»

Ca. 2/3 der männlichen Fußball-Zuschauer in Teheran (wo die Länderspiele im Iran ja stets stattfinden) haben nicht das geringste Problem damit, wenn auch Frauen als Zuschauerinnen in Fußballstadien gehen dürfen.

So eindeutig generell sind die Probleme der Männer im Iran mit Frauen nicht ansatzweise. Und schon mal gar nicht in Teheran, erst recht nicht in den Generationen der unter 40-jährigen Männer …

Ein Lichtblick

Irans Machthaber können Sympathie gewinnen, wenn Sie Ihren Bürgerinnen mehr Freiheit einräumen würden und endlich einsehen das Frauen mit Männern gleichberechtigt existieren dürfen.

Am 10. Oktober 2019 um 18:54 von morgentau19

"Die Zeit ist reif, das steinige Patriachat aus dem
7. Jahrhundert zu "sprengen".

Da ist was dran,

aber

nicht vor 1500 Jahren, sondern
vor 50 Jahren.

In den 1920er Jahren spielten die deutschen Frauen schon Fußball.

Frauenärzte (m) warnten vor einer drohenden Vermännlichung.

Dieser Kampfsport war der Natur des Weibes fremd.

Erst 1970 hob der DFB das Frauenfußballverbot auf.
Aber Frauenteams mussten wegen ihrer „schwächeren Natur“ eine
halbjährige Winterpause einhalten,
Stollenschuhe waren verboten.
Das Spiel dauerte nur 70 Minuten, und die Bälle waren kleiner und leichter.

Wim Thoelke ZDF damals: „Decken, decken – nicht Tisch decken“
Als eine Spielerin auf den matschigen Boden fällt, tönt es so: «Die Zuschauer brauchen sich gar nicht aufzuregen, die Frauen waschen doch ihre Trikots selber

Heute mehr oder wieder weniger Buuuuh!

19:23 von frosthorn

Sehr verehrte/r frosthorn,

es freut mich, wenn sie lachen.

In diesem Beitrag geht es um ein islamisches Land!

Bekanntlich leben dort hauptsächlich Moslems.

Entsprechend habe ich mich darauf bezogen!

Selbstverständlich gibt es diese Problematik auch heute noch in Mitteleuropa, das steht außer Frage.

PS. Lachen ist wunderbar!

Obwohl ich (Fußballfreunde, verzeiht!) noch nie...

...in einem Fußballstadion ein Spiel verfolgt habe, freue ich mich für die iranischen Frauen, deren Herzenswunsch erfüllt wurde.
Hoffentlich war das keine Eintagsfliege.

Solange sich Frauen über

Solange sich Frauen über Zugeständisse von Männern freuen, ändert sich leider gar nichts.

Im Gegenteil: Es untermauert die männliche Machtdominanz noch.

19:31 von wie-

>>Merke: der europäische Rechtsextremismus und der nahöstlische Islamismus sind beides Brüder im Geiste, welche sich gegenseitig bedingen. Das Frauenbild beider Spielarten ist identisch.<<

100% Zustimmung!

Mit einem kleinen Unterschied:

Das islamische Frauenbild ist im Koran, Sunna und Hadith festgemeißelt und hat bis heute Gültigkeit!

Warum?

Weil der Koran angeblich direkt von Gott diktiert wurde und keine Reformierung möglich ist.

Zurzeit auf jeden Fall.

Vielleicht klappt es ja doch noch...wer weiß..

Danke für ihren Kommentar.

Gleichberechtigung müssen

Gleichberechtigung müssen Frauen durchsetzen. Mit allen Mitteln.

Dieses männliche, lachhafte Almosen ist noch eine Demütigung obendrauf. Darüber sollten sich die Frauen nicht auch noch freuen.

19:51 von Werner Krausss

Bis vor der Revolution 1979 war der Iran ein recht weltoffenes Land.

Frauen trugen sogar kurze Röcke.

Leider hat sich das bis heute ins genaue Gegenteil verkehrt.

Islam ist m. E. in den letzten 20-25 Jahren ziemlich progressiv geworden und strebt - wie vorgeschrieben- die Weltherrschaft an. Diese Bestrebungen sind Europaweit stärker, und in kleinen Pflänzchen bereits auch in den USA zu erkennen.

PS. Das mit Wim Thoelke kannte ich nicht.
Finde ich lustig- trotz des gegenwärtigen Zeitgeistes....

19:23 von

19:23 von frosthorn
@morgentau19, 18:54
>>Zu viele Rechte für Frauen - davor haben bestimmte Personen in der Islamischen Republik Angst, denn die Unterdrückung könnte entgleiten.<<
Das ist das generelle Problem der männlichen Moslems, - nicht nur bestimmte Personen!

Da musste ich herzhaft lachen. Die Gleichberechtigung der Frauen macht also nur muslimischen Männern Angst? Das zeigt nur, dass die mitteleuropäischen Männer - oder ein Teil davon - die Gleichberechtigung hier für bereits erreicht halten.

---

Die halten das nicht für erreicht.

Die blenden das aus.

Viel schlimmer noch: Wenn es um die Verbesserung von Lebensstandards für Frauen und Kinder geht, sind das die ersten, die das zu konterkarieren versuchen.

Insbesondere diese Herren.

Endlich. Schade, dass die Umstände so sind, dass das „blaue Mädchen" das nicht mehr erleben kann.

„Erzkonservative Geistliche meinen, so schützten sie die Frauen vor dem Anblick halbnackter Männer und einem vulgären Umfeld“: Eine hohe Meinung scheinen die von ihren Geschlechtsgenossen nicht zu haben. Und von Frauen sowieso nicht. Eigentlich von niemandem.
Im Gegensatz zu anderen: „Viele Männer, die die ARD bei vorherigen Spielen im Stadion gefragt hatte, sagten, sie hätten überhaupt nichts dagegen, dass Frauen als Zuschauerinnen bei Fußballspielen dabei sind“/„Tannaz spürt heute weder Unterdrückung noch Benachteiligung“.
Verachtung dürfte also der Grund hierfür sein:„Doch das religiöse System hat damit ein Problem. Zu viele Rechte für Frauen - davor haben bestimmte Personen in der Islamischen Republik Angst, denn die Unterdrückung könnte entgleiten“. Logisch. Wer aus irgendwelchen Gründen Angst vor etwas/jemandem hat, versucht mit allen Mitteln, es/ihn/sie „unter Kontrolle“ zu halten.

Können Männer Frauen Rechte

Können Männer Frauen Rechte einräum?

Das geht nur aus einem Machtgefälle heraus.

Das geht nicht in einer gleichberechtigten Beziehung.

Weiter Weg

Unter dem Schah war der Iran im Vergleich zu heute ein fortschrittliches Land. Mit der Übernahme der Macht durch die Mullahs hat sich der Iran zurückentwickelt. Zugleich haben die Mullahs ein System der totalen Überwachung eingeführt, vergleichbar mit einer Diktatur. Und das in der Zeit des Smartphones, in der jeder das gesamte Weltgeschehen mitbekommt. Es wird noch ein weiter Weg, bis sich die Iraner von dieser Theokratie befreien werden.

20:10 von morgentau19

«PS. Das mit Wim Thoelke kannte ich nicht.
Finde ich lustig- trotz des gegenwärtigen Zeitgeistes....»

Nicht lustig. Aber tragisch-komisch …

Vergebliche Relativierungsversuche

Zu: 20:04 Uhr von morgentau19

Richtig. In den heiligen Texten des Islam ist viel für die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau zu finden. Genauso wie in den verschiedenen Teilen der Bibel oder anderen heiligen Texten.

Dass Ihr Hinweis auf eine "nicht mögliche Reformierung" Unsinn ist bzw. nur unreflektiertes, ideologisierten Nachplappern von Halbwissen ist (mit bester Thilo Sarrazin-Qualität), zeigt die tatsächlich gegebene Vielfalt im Islam, dessen zahlreichen Varianten und Strömungen sowie Textauslegungen der verschiedenen und konkurrierenden Rechtsschulen. Die vielen Veränderungen im Zeitablauf, vieles davon negativ beeinflusst durch den europäischen Kolonialismus.

Aber: Ihre Verortung im politischen Spektrum der Bundesrepublik ist dank Ihrer Selbstaussagen in den Tagesschau-Foren zur Genüge bekannt - genauso wie Ihre dadurch begründete Islamophobie: übrigens klar bewiesen durch Ihren ersten Beitrag, der bestenfalls nur einen sehr vagen Bezug hat zu dem Thema des Artikels.

Weltherrschaftsfantasien

Zu: 20:10 Uhr von morgentau19

Soso, Ihrer Weltsicht nach strebt "der Islam" (den es in dieser verabsolutierten Geschlossenheit gar nicht gibt) die Weltherrschaft an. Sie stellen entsprechende Bestrebungen im gesamten europäischen Raum fest.

Nun, wenn Sie jetzt nicht an die Verschwörungstheorie des mythenumwobenen "großen Bevölkerungsaustausches" denken, welcher auch der Terrorist von Halle a.d.S. frönnte, woran sonst könnten diese "Bestrebungen" erkennbar sein?

Also, wenn nicht an wachsenden politisierten Bevölkerungsteilen mit muslimischen Glauben: gibt es islamische politische Parteien in Europa? Gibt es wieder islamische Armeen vor den Toren von Europa? Gibt es islamische Propaganda in den öffentlichen oder privaten Medien?

Warum entpolitisieren, assimilieren, integrieren sich 99,9 % aller Muslime mit der Gesellschaftsordnung und Werten in der Bundesrepublik Deutschland? Warum findet sich die Masse der Verfassungsfeinde bei deutschen, christlich sozialisierten Rechtsextremisten?

19:22 von Sisyphos3

<< 18:54 von morgentau19
"Die Zeit ist reif",
.
ob das ein Deutscher (?) beurteilen sollte <<

Ja, natürlich.
Er ist Mensch wie die Frauen, die im Iran ein bisschen glücklicher geworden sind.

Hier ist Nationalismus in meinen Augen ein bisschen menschen-feindlich.

Bin neugierig ...

... wie lange die iranische Obrigkeit diese Öffnung durchhält. Ich befürchte, genauso lange, wie sie Schlagzeilen macht. Für gewöhnlich also nicht lange. Danach wird's wieder so wie vorher, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Übrigens, wäre der Frauenfußball heute immer noch so unathletisch, undynamisch und kraftlos wie vor 40 Jahren, würde er nach wie vor bei Männern als spectaculum gaudiae wahrgenommen werden. Soviel zur verbesserten Einstellung des deutschen Mannes zur Gleichberechtigung von Frauen.
Was Hildegard von Bingen zu ihren Lebzeiten hätte wählen können oder sollen, erschließt sich mir übrigens auch nicht.

20:08 von StöRschall

«Dieses männliche, lachhafte Almosen ist noch eine Demütigung obendrauf. Darüber sollten sich die Frauen nicht auch noch freuen.»

Doch - darüber sollen sie sich freuen.
Wie kleine Kinder sollen sie sich freuen.

Und wenn sie sich freuen, dann denken sie alle an "Das Blaue Mädchen" Sahar Khodayar. Den jungen weiblichen Fußball-Fan, das Mädchen, das sich mehrmals als Mann verkleidet ins Stadion schlich.

Als sie erwischt, und zu 6 Monaten Gefängnis verurteilte wurde.
Übergoss sie sich mit Benzin, und zündete sich an.

Beim nächsten Heimspiel ihres Vereins in Teheran spielte das Männerteam zu ihrem Gedenken. Jeder der zig-tausend männlichen Zuschauer im Stadion wusste um die Hintergründe um "Das Blaue Mädchen". Und der tosende Applaus vor dem Spiel aus zig-tausend Händen galt nicht den männlichen Spielern, sondern nur Sahar Khodayar …

Als ob es "lachhaftes Almosen" wäre, das sich junge Frauen durch ein Fanal der Selbstverbrennung erkämpften.

Grotesk-unkundig einseitige Sichtweise …

Sie und ihre Freundinnen

Sie und ihre Freundinnen fühlen sich heute, als hätten sie einen wichtigen Kampf gewonnen - oder eine kleine Revolution.

Das ist eine wohl hervorragend korrekte Formulierung.
Ein kleines Zückerchen, mehr nicht. So wie Saudi-Arabiens Kronprinz (der mit Khashoggi) ja auch höchst gnädiger Weise Frauen das Autofahren erlaubt hat.
Aber wirkliche Öffnung und Reformen ? Wohl nicht. Eher, den Rückhalt in der Bevölkerung stärken, vielleicht hier und da ein wenig Druck rausnehmen.
Aber die Machtposition werden die Männer nicht aufgeben.

Das ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal des Islam. In Ländern wohl jeder Religion werden Frauen unterdrückt und beherrscht. Da ist auch das Christentum nicht von ausgenommen.

18:54 von morgentau19

>>> Die Zeit ist reif, das steinige Patriachat aus dem 7. Jahrhundert zu "sprengen". <<<

Bitte beschäftigen Sie sich mit dem Thema bevor Sie solche platten Aussagen treffen. Der Islam brachte zunächst eine Stärkung der Rechte der Frauen, relativ zum damaligen Zeitgeist. Was Sie zurecht anklagen, eine extremistische, politische Interpretation des Islam, ist eine relativ junge Entwicklung, keine hundert Jahre alt.

Die Mullahs und die Macht

Die Mullahs leiten ihre Macht und damit die Spielregeln für das Verhalten der Gläubigen aus der schiitischen Religion ab...solange sich die Männer und die Frauen im Iran sich diesen religiösen Normen "unterwerfen", haben die religiösen Führer leichtes Spiel...sie ermahnen die Menschen ja nur, daß die Verhaltensregeln göttlicher Wille sind. Wie man sieht, haben sie sich sofort dem Edikt der FIFA gebeugt und den Frauen ein paar Tribünenplätze eingeräumt...ihre Gewaltausübung über die iranischen Frauen werden sie aber damit wohl nicht aufgeben. Dazu braucht es noch lange und vor allem eine Säkularisierung der schiitischen Religion bzw. einer Lockerung der Bindungen an die schiitischen Geistlichen.

Es ist ein kleiner Fortschritt

Für die Frauen im Iran. Ich hoffe weitere werden folgen ,denn durch die heutigen Möglichkeiten durch die Medien Welt kann sich auch der Iran nicht mehr abschotten und die jungen Menschen wissen genau wie sie an diese Quellen herankommen.Weis ich von meinen Enkelsohn der Informatiker ist und da haben die alten Männer das nachsehen.

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