Ihre Meinung zu: Krise der Stahlbranche: Saarland bittet Merkel um Hilfe

3. Oktober 2019 - 18:16 Uhr

Es kriselt in der Stahlbranche des Saarlands - und darum will dessen Ministerpräsident Hans nun den Bund in die Pflicht nehmen. Per Brief an die Kanzlerin warb er um finanzielle Hilfe.

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Kommentare

Sinnvolle Subventionen

Subventionen in die deutsche Stahlindustrie sind in jedem Falle sinnvoll. Sie müssen aber sozialverträglich sein, dürfen nicht dem Kapital zu Gute kommen und sollen nicht zu einen Anstieg des Exportüberschusses führen.

Das ist das Problem mit Konzernen

Das funktioniert schon anders, als bei einem Familienunternehmen, in denen noch langjährige Beziehungen zu Angestellten aufgebaut wurden und man sich füreinander verantwortlich fühlte.

Bei Konzernen ist der Menschen genauso ein Verbrauchsmaterial wie ein Werkzeug.

Ich weiß auch nicht, wie die Politik da aushelfen will. Jede finanzielle Zuwendung werden die Konzerne einstecken und dann doch weiter ziehen.

Krise in der Stahlindustrie...

"Wenn wir 40 Milliarden haben, um aus Klimaschutzgründen aus der Kohleverstromung auszusteigen, müssen wir auch einen Milliardenbetrag, der nicht zweistellig ist, aufbringen können, um unsere Stahlindustrie in eine klimaneutrale Zukunft zu führen."
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Den ist nichts hinzuzufügen ! Wenn es um die Autoindustrie oder die Rettung von Banken geht, ist doch auch schnell Geld vorhanden.

Das ist einer der ersten Aufschreie.

Und es werden weitere folgen.
Fakt ist, dass Wirtschaft und Zivilgesellschaft in keinster Weise auf diese Schnellschuss-Klimapolitik vorbereitet wurden.

Fakt ist aber auch, dass etliche Unternehmen - speziell aus den energieintensiven Branchen - untergehen müssen. Nur durch deutlich geringere Produktion und deutlich weniger Warenaustausch ist der katastrophalen Lage überhaupt noch Herr zu werden.

Merkel

wird das Saarland, schon allein um AKK zu helfen, finanziell unterstützen. Egal was es kostet.

„Aus Sicht des CDU-Politikers drohe die Stahlproduktion aus dem Saarland in andere Länder mit geringerem ökologischen und sozialen Standards abzuwandern“

Womit der globalen Klimabilanz - und damit der gesamten Erdbevölkerung - natürlich in keinster Weise gedient wäre. Ganz im Gegenteil.

„Die Produktion von sauberen und innovativen Stahlprodukten "Made in Germany" müsse jedoch erhalten werden. Das sei eine "Schlüsselfrage der wirtschaftlichen Stabilität"“

Das stimmt. Allerdings ist die Produktion von „sauberen“ Produkten inzwischen generell und überall auch zu einer Frage der Überlebensfähigkeit aller Menschen geworden. Nicht nur der der Wirtschaft.

Dann aber bitte nicht nur im Saarland

Auch in NRW gibt es immer noch einiges an Stahlindustrie, und auch hier kriselt es immer wieder. Und was ist mit den Automobilzulieferern? Die ersten hier haben schon dichtgemacht.

20:34 von Augustus Cäsar

was veranlasst sie zu dieser Annahme ?
Kanzler Schröder ?
der für ne Werft verantwortlich ist, die weitab vom Meer riesige Schiffe baut
die Wasserwege dorthin ausbaggern, Staustufen einführt,
380.000 Volt Leitungen abklemmt das ganze mit Mrd Subventionen
dabei hätte man direkt an der Nordsee Werften, die täten das zum Nulltarif machen
Lobbyismus hat viele Gesichter

Es musste so kommen..

Wenn man sich mal das Lohn-Niveau in der Stahl - bzw. Autoindustrie anschaut, wird man feststellen, dass es so kommen musste. Jedes Jahr 4-6 Prozent mehr Lohn. Freischichten etc.. Den Gewerkschaften sei Dank. Im Vergleich zum öffentlichen Dienst liegt diese Branche in der Summe der Lohnsteigerungen zwischenzeitlich über 20 Prozent darüber. Das muss ja auch irgendwie bezahlt werden. Den Preis für die überdurchschnittliche Steigerung der Löhne in den letzten Jahre müssen jetzt leider einige der Arbeiter wieder bezahlen...

@ligeti

wenn sie sozialverträgliche subventionen wollen die nicht dem kapital zugute kommen und auch noch den exportüberschuss nicht erhöhen sollen dann wäre vielleicht arbeitslosengeld für die arbeiter das beste...

21:24 von riewekooche

Und was ist mit den Automobilzulieferern?
.
schauen sie sich BW an
da wurde ne neue Autofabrik gebaut - von Porsche
700 Mill investiert Porsche
der Elektro Taycan wird dort gebaut
da sieht man auch dass GRÜNE nicht so industriefeindlich sind
wie häufig behauptet und voll im Trend mit "Energiesparen"
Die GRÜNEN Fritz Kuhn OB in Stuttgart und Ministerpräsident Winfried Kretschmann
waren bei der Einweihungen dabei
1.500 Mitarbeiter finden Lohn und Brot 20.000 Bestellungen liegen bereits vor
und das Auto selbst ... ein umweltfreundliches E Auto der Taycan wie bereits gesagt
liegt voll im Trend
625 PS in der Grundversion und 760 PS für ambitionierter Fahrer
... und er ist in der höchsten Effizienz Klasse A+

Versteh ich nicht,es wird

Versteh ich nicht,es wird doch in unserem Land immer gepredigt, alles muss der Markt regeln! Es sei denn es geht um Automobilindustrie, Banken,Bauern, Nahrungsmittelindustrie etc...... dann wird immer nach dem Staat geschrien, der sonst immer von liberalen Kräften dämonisiert wird. Freier Markt, Angebot und Nachfrage sehr gerne, aber dann für alle !

Stahl in Deutschland ist

Stahl in Deutschland ist nicht zukunftsfähig. Herr Hans sollte sich statt um Bundessubventionen für Stahlwerke zu bitten lieber darum kümmern, Strukturwandel mit zukunftsfähigen Industrien im Saarland zu fördern.

20:12 von Tada

Bei Konzernen ist der Menschen genauso ein Verbrauchsmaterial wie ein Werkzeug.
.
vor 40 Jahren hätte ich ihnen schärfstens widersprochen
da war man (und ich) stolz darauf gewesen dort zu arbeiten .....
.. dann erschienen qm grosse Poster an den Wänden "Compliance"
wir versprechen : unseren Kunden, Lieferanten Mitarbeiter ....
da kamen mir erste Bedenken über Dinge
die früher als selbstverständlich galten sprechen zu müssen
einige Jahre später konnte ich meine Loyalität dem Unternehmen gegenüber
mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren und kündigte

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