Ihre Meinung zu: Gedenkfeier für ermordeten Journalisten Khashoggi in Istanbul

2. Oktober 2019 - 14:31 Uhr

Mit einer Schweigeminute haben Freunde und Aktivisten am Tatort in Istanbul des ermordeten Journalisten Khashoggi gedacht. Um 13.14 Uhr wurde es still - zu der Zeit hatte er vor einem Jahr das saudische Konsulat betreten.

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Kommentare

unfassbar

Heuchlerisch wie die Türkei bzw. die Erdogan-Regierung diesen Mord instrumentalisiert. Angesicht der vielen Journalisten im eigenen Land, welches in Gefängnissen verrotten ...

So lange es Regime gibt, die

So lange es Regime gibt, die mit Menschenleben umgehen, als wäre es Abfall und so lange die "westlichen Demokratien' die lebensbedrohenden Umtriebe dieser Piratenstaaten nicht nur ungestraft geschehen lassen, sondern auch noch hemmungslos mit diesen Mörderhaufen weiterhin Geschäfte machen und Umgang betreiben, als wäre nie etwas geschehen, solange braucht hier niemand von unseren Volksvertretern vorzukaspern, dass die westlichen Politiker und ihre Regierungen unsere Wertesysteme mit unseren Grundrechten, die uns angeblichen Unversehrtheit, Meinungsfreiheit usw. garantieren, ernsthaft verlangen, anmahnen, beschützten oder gar verteidigen. Nach diesem Mord wurden die Verbindungen zu dem saudischen Regime nie unterbrochen, denn hier interessiert einzig und alleine, dass die Geschäfte laufen, Moral ist egal, solange es nicht selber einen unserer Großkopfeden trifft. Also dann weiter, schließlich sind noch viele viele Milliardchen zu verdienen, bei den Verbrecherkönigen in den Wüsten.

Innermuslimische Angelegenheit

Wir sollten uns aus Angelegenheiten, die zwei oder mehrere muslimische Länder angehen raushalten. Grundsätzlich. Wir verstehen letztlich zu wenig von den Hintergründen. Die Gefahr ist zu groß, dass wir wegen neokolonialen Gebahrens öffentlich verurteilt werden.

Gedenken ist wichtig - Politik folgt anderen Regeln

Saudi Arabien ist eine Diktatur und ähnlich wie Russland, Vietnam, Nordkorea und früher Jugoslawien hat man keine Hemmungen „Systemgegner“ und „Verräter“ auch in anderen Ländern zu liquidieren. Wegen eines Menschen wird kein Staat seine Beziehungen zu einem anderen einfrieren. Selbst größere Verbrechen, wie in Russland (Krim), Venezuela (massive Entwendung von Staatseigentum), werden meist nur mit Sanktionen gegen die Herrschenden, nicht einem totalen Einfrieren der Handelsbeziehungen beantwortet. Nur wenn es um atomaren Druck geht (Iran, Nordkorea) ist dies anders. Der Iran versucht seine ganze Region frei von „Ungläubigen“ zu halten und führt dazu dort überall Stellvertreterkriege, vor allem mit dem Ziel, Israel „auszulöschen“(was immer diese Leute damit meinen). Aber China versucht derzeit, den gesamten pazifischen Raum mit Geld und militärischem Druck unter seine Herrschaft zu bringen. Die religiösen Fanatiker Saudi Arabiens sind da eher harmlos.

Trauer

Wenigstens war Hr. Khashoggi ein ehrlicher und fruchtloser Journalist, welches ich betrauere. Solche Journalisten sind in Deutschland faktisch nicht mehr vorhanden. Ja-Sager-Kultur.

Wer es dennoch wagt, verliert sehr wahrscheinlich seinen Job oder wird nicht beachtet.

RIP Kashoggi

Zu wissen, dass der geliebte Mensch ermordet und dann auch noch zerstückelt wurde, muss ein grauenhaftes Gefühl der Ohnmacht sein.

Die arme Familie.

Keine Chance, ein letztes Mal den geliebten Menschen zu sehen, zu berühren oder zu küssen.

Diese Barbaren (damit meine ich die Saudische Königsfamilie) müssen zur Strecke gebracht werden.

Die Welt sollte der Türkei in dieser Sache unbedingt unter die Arme greifen.

Waren es wirklich Aktivisten?

Mit einer Schweigeminute haben Freunde und Aktivisten am Tatort in Istanbul des ermordeten Journalisten Khashoggi gedacht.

Waren es wirklich "Aktivisten"? Die haben in der Türkei unter Erdogan sonst keinen leichten Stand.

Geschmäckle

Gerade aus dem Munde türkischer Regierungs-Kader hat die Kritik an den Defiziten bei den Menschenrechten und der Demokratie in Saudi-Arabien eindeutig ein Geschmäckle, wie man bei uns im Ländle sagen würde.

Mord

Es war ein mord und es wird ein mord bleiben. Leider werden deutliche Worte sowohl von der EU als auch von unserer Regierung nicht zu hören sein. Zu wichtig ist der Handelspartner Saudi-Arabien.

@Googol

Heuchlerisch ist nicht die Türkei sondern der "Westen" der weiterhin munter Geschäfte mit diesen Barbaren treibt.

Bitte kein Forengeschwätz

@ zöpfchen:

Wir verstehen letztlich zu wenig von den Hintergründen. Die Gefahr ist zu groß, dass wir wegen neokolonialen Gebahrens öffentlich verurteilt werden.

Von Ihnen verurteilt zu werden, würde ich zur Not gerade noch aushalten.
Kurz zu den Hintergründen: Der Mann wurde im staatliche Auftrag ermordet. Kritik daran wird mir niemand verbieten.

@zöpfchen

Sich raushalten.
Das ist ja DER Schenkelklopfer des Jahres.
Ein wenig spät, sich rauszuhalten, finden Sie nicht?

Die Welt brennt und jetzt kommt man auf die Idee, sich rauszuhalten.

Ich bin bei Ihnen, dass es

Ich bin bei Ihnen, dass es überzogen wäre, deswegen wie beim Irak ins Land einzumarschieren und das Regime gewaltsam zu stürzen.
ABER: Tolerieren dürfen wir es nicht. Sonst könnte Deutschland genausogut ganz offen Geschäfte mit der Mafia und anderen Verbrecherorganisationen tätigen.
Ein von einem diktatorischen Regime in Auftrag gegebener Mord muss verurteilt werden und es muss auch diplomatische, spricht handelstechnische Konsequenzen geben.
Sonst machen wir uns zu Mittätern!

16:12, zöpfchen

>>Wir sollten uns aus Angelegenheiten, die zwei oder mehrere muslimische Länder angehen raushalten. Grundsätzlich. Wir verstehen letztlich zu wenig von den Hintergründen.<<

Wir?

Schließen Sie doch bitte nicht von sich auf andere.

>>Die Gefahr ist zu groß, dass wir wegen neokolonialen Gebahrens öffentlich verurteilt werden.<<

Man sollte lieber den Mund halten, um nicht mißverstanden zu werden?

Da bin ich entschieden anderer Ansicht.

@ Hepheistos

... solange braucht hier niemand von unseren Volksvertretern vorzukaspern, dass die westlichen Politiker und ihre Regierungen unsere Wertesysteme mit unseren Grundrechten, die uns angeblichen Unversehrtheit, Meinungsfreiheit usw. garantieren, ernsthaft verlangen, anmahnen, beschützten oder gar verteidigen.

Der Vorwurf geht ins Leere.
Ich würde bei unserer Bundesregierung ohne weiteres davon ausgehen, dass sie Grundrechte wie körperliche Unversehrtheit, Meinungsfreiheit, usw. schützt und verteidigt.

@ Googol

Solche Journalisten sind in Deutschland faktisch nicht mehr vorhanden. Ja-Sager-Kultur.
Wer es dennoch wagt, verliert sehr wahrscheinlich seinen Job oder wird nicht beachtet.

Dann müssen Sie sich aber die Frage gefallen lassen, ob Sie Herrn Kashoggi vor seinem Tod überhaupt wirklich beachtet haben. Journalistenschelte kommt in diesem Zusammenhang doch reichlich fade daher.

rer Truman Welt

Die Tatsache, daß nach offiziellen Empörungen über diesen Auftragsmord keine Regierung ihr Verhältnis zu Saudi Arabien geändert hat, zeigt der Welt, zeigt uns allen, welche Werte wir leben. Mord ist oJay, so lange ich und die meinen davon nicht betroffen sind.
Ich gratuliere uns zu dieser tollen Gesellschaft. Soviel zu unserer Christlichen "Light-Kultur" = 0 Kalorien entspricht keine Moral mehr drinne!

Lästig

Die Politik scheint Herr Khashoggi weitestgehend vergessen zu haben. Mehr noch, `der Fall Khashoggi ` scheint nur noch lästig zu sein. Es ist gut das Teile der Presse uns hieran erinnern.

@ Smoerebroed

Leider werden deutliche Worte sowohl von der EU als auch von unserer Regierung nicht zu hören sein.

Deutlicher als Ihre Worte waren sie aber schon. Man muss allerdings hören wollen.

16:28 von gestört aber geil

@ zöpfchen:
.
Wir verstehen letztlich zu wenig von den Hintergründen. Die Gefahr ist zu groß, dass wir wegen neokolonialen Gebahrens öffentlich verurteilt werden.
-
Von Ihnen verurteilt zu werden, würde ich zur Not gerade noch aushalten.
Kurz zu den Hintergründen: Der Mann wurde im staatliche Auftrag ermordet. Kritik daran wird mir niemand verbieten.

Also, lb. User `gestört aber geil`, ich muss User `zöpfchen` beipflichten, wenn er äußert, dass wir letztlich zu wenig von den Hintergründen verstehen. Dann das tun auch Sie, weil Sie in keiner Weise wissen, wie es zu diesem Mord kam und wer die Hintermänner sind; außer Sie haben besondere Beziehungen zur Täterschaft. Ob der Mann in staatlichem Auftrag ermordet wurde, ist nicht sicher bewiesen; es ist lediglich ein Indiz, das auf wackligen Beinen steht. Man kann es vermuten, aber behaupten will ich es nicht, eben weil ich zu wenig über die Hintergründe weiß .

re von Googol 16:06

Und instrumentalisieren Sie die "vielen Journalisten in der Türkei,welche in den Gefängnissen..." ?

Den Fall Kashoggi,haben Sie gerade (lediglich) als "Fehler" Saudi-Arabiens bezeichnet.

16:24 von Smoerebroed

Es war ein mord und es wird ein mord bleiben. Leider werden deutliche Worte sowohl von der EU als auch von unserer Regierung nicht zu hören sein. Zu wichtig ist der Handelspartner Saudi-Arabien.

Sicher war es ein Mord. Aber "wegen einer Person" gute geschäftliche Beziehungen abbrechen, wer tut denn das?

Würden Sie geschäftliche Beziehungen mit Saudi-Arabien beenden, wenn Sie Großunternehmer sind und ein Löwenanteil Ihres Umsatzes von Saudi-Arabien abhängt?

Beenden wir geschäftliche Beziehungen mit China, wenn es die Menschenrechte mit Füßen tritt, wobei auch Menschenopfer nicht ausgeschlossen sind?!

Wie kann man Mörder unterscheiden?

a) morden für uns = Freiheitskämpfer
b) morden für den Gegner = Terroristen
c) aus befreundetem Land = nicht nachgewiesen
d) aus einem feindlichen Land = eindeutige Hinweise
e) a+c = folgenlos nach ein wenig Theater
f) b+d = Sanktionen und ewige Untersuchung

Trauer um Journalisten

Es ist ein wahrer Glücksfall dass die Türkische Regierung die Öffentlichkeit gleich informiert hat. Journalisten sind immer wieder Ziel von Angriffen. Schlimm ist es, wenn Regierungen Ursache dieser Angriffe sind.
Es sei dabei an die Bombardierungen der Büros des Senders Al Jazeera in Kabul und Bagdad durch amerikanische Kampfflugzeugein erinnert.
Auch die Morde in Malta und der Slowakei in der die jeweiligen Regierungen verwickelt sein könnten, stimmt bedenklich wie weit es mit der Pressefreiheit in Europa bestellt ist.

16:17 von Googol

"Solche Journalisten sind in Deutschland faktisch nicht mehr vorhanden. Ja-Sager-Kultur."

Möglicherweise kennen Sie nur die Ja-Sager.

"Wer es dennoch wagt, verliert sehr wahrscheinlich seinen Job oder wird nicht beachtet"

Es gibt ausreichend Zeitungen in Deutschland, deren Journalisten wegen ihres "Neins" zu gewissen Haltungen der Politiker engagiert und bezahlt werden.

Ja, so widerlich wie auch Sie es heute dahinplappern...

...verhält sich der "Westen":
(zum Beitrag von Autograf, 02. Oktober 2019 um 16:17)
- Russland, Venezuela, Vietnam - "Bööööse"
- Saudiarabien (ich darf in Ihrem Sinne historisch ergänzen: Franco, Pinochet, der Schah von Persien, Saddam Hussein - solange er den Iran überfiel, ...) "Gut", schlimmstenfalls "harmlos"

16:10 von Googol / @schabernack / aus: Mordfall Khashoggi: …

Ich: «"Botschaft..alle Überreste" des Ermordeten verschwinden …?
Ist das die Art von "Fehlern", die schon mal unterlaufen können …?»

Sie: «Es gab schon unzählige Auftragsmorde , welches von NATO-Staaten durchgeführt werden. Siehe Drohnenmorde, wobei auch viele Frauen und Kinder mitgetötet werden! Vom Irakkrieg ganz zu schweigen...

So, noch Fragen?»

Ja - selbstredend noch Fragen.

Genauer gesagt: Weiterhin die gleiche Frage aus dem vorherigen "Kashoggi-Thread", welche anderen Staaten neben Saudi-Arabien denn "den gleichen Fehler" (Ihre Worte) gemacht haben, eigene Staatsbürger in einer eigenen Botschaft im Ausland zu ermorden und zu zerstückeln.

Das, was Sie schreiben, beantwortet diese Frage nicht ansatzweise …

Was sind innere Angelegenheiten?

@von zöpfchen
Ihre Argumentation in Ehren, aber sie ist bei einem solchen Verbrechen absurd. Mord ist Mord...und dieser Mord wurde in Istanbul von einer saudischen Spezialeinheit barbarisch durchgeführt. Im Gegenteil...wir verstehen sehr gut, warum der Journalist Khashoggi ermordert wurde...öffentliche Kritik am saudischen Herrscherhaus wird dort brutal bestraft - auch mit öffentlichen Hinrichtungen - es darf aber nicht sein, daß Saudi Arabien in anderen Staaten Kritiker hinrichten darf. Kritik an einem solch monströsen Verbrechen hat mit "neokolonialen Gebahren" nun wirklich nichts zu tun...da haben sie wohl die Topik dieses Abwehrbegriffs ganz und garnicht verstanden. Trotzdem haben sie ihn hier verwendet.

@02. Oktober 2019 um 16:30

@02. Oktober 2019 um 16:30 von halbvolloderhalbleer
@zöpfchen
"
Sich raushalten.
Das ist ja DER Schenkelklopfer des Jahres.
Ein wenig spät, sich rauszuhalten, finden Sie nicht?
Die Welt brennt und jetzt kommt man auf die Idee, sich rauszuhalten."

Ja, aber mit diesem Brand hat der Westen nun mal wirklich nix zu tun. Deshalb sage ich ja. Konsequent raushalten, die muslimische Welt hat ihre eigenen Regeln.

Jeder der mit diesem verbrecherischen Saudi-Regime paktiert

macht sich doch mitschuldig:
am Tod von Kashoggi
am Tod zehntausender Jemeniten
am Tod saudischer Oppositioneller
- und möglicherweise - die Informationen unterliegen teilweise noch immer der US-Geheimhaltung - sogar am Tod der Opfer vom 11. September in den USA. Mit dem Finger auf diese Verbrecher zu weisen bleibt die Aufgabe aufrechter Journalisten.

@16:28 von gestört aber

@16:28 von gestört aber geil
@ zöpfchen:
"
Wir verstehen letztlich zu wenig von den Hintergründen. Die Gefahr ist zu groß, dass wir wegen neokolonialen Gebahrens öffentlich verurteilt werden.

Von Ihnen verurteilt zu werden, würde ich zur Not gerade noch aushalten.
Kurz zu den Hintergründen: Der Mann wurde im staatliche Auftrag ermordet. Kritik daran wird mir niemand verbieten."

nicht klar,
ob Sie damit "Ihnen" ,also von mir verurteilt werden. Keine Sorge, verurteile in dieser Sache niemanden, noch nicht einmal die vermeintlichen Mörder.

oder ob Sie damit "ihnen" ,also der muslimischen Gesellschaft, meinen. Dann gehen Sie halt Gefahr wegen neokolonialen/antimuslimischen Verhaltens verurteilt zu werden

"In Saudi-Arabien läuft seit Januar ein Prozess gegen elf Verdächtige, den der Amnesty-Vertreter Andrew Gardner aber als "Schauprozess" und "Verhöhnung der Gerechtigkeit" kritisierte. Es sei ohnehin "bedeutungslos", da Saudi-Arabien zugleich die Repressionen gegen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten weiter verschärfe, sagte er bei der Zeremonie"

Dieser Schauprozess ist leider nicht nur völlig bedeutungslos, er ist nichts anderes als eine posthume Verhöhnung Khashoggis.

16:17 von Googol

«Wenigstens war Hr. Khashoggi ein ehrlicher und fruchtloser Journalist, welches ich betrauere. Solche Journalisten sind in Deutschland faktisch nicht mehr vorhanden. Ja-Sager-Kultur.

Wer es dennoch wagt, verliert sehr wahrscheinlich seinen Job oder wird nicht beachtet.»

Nie liest man in DEU von keinem einzigen Journalisten in keinem einzigen Medium Kritisches zum Staat, zu einzelnen Politikern, zu Wirtschaft, zu einzelnen Unternehmen, zu irgend einem anderen Thema.

Tja - was lesen Sie denn …?
Fragt man sich da zwangsläufig sehr verwundert …

halbvolloderhalbleer

REcht haben Sie totall!

gestört aber geil 16.39

Meinen Sie etwa die schwammigen Erklärungen des Herrn Seibert auf der Bundespressekonferenz??

@ zöpfchen

Ist das mal wieder Sarkasmus, den ich nicht verstehe?

Ein geplanter Mord an einem Journalisten sowie die darauffolgende Zerstückelung der Leiche sind keine spezifischen Vorgänge, die sich durch kulturelle Besonderheiten des muslimischen Kulturkreises auszeichnen. Saudi Arabien sowie die Türkei sind außerdem Unterzeichner der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Wir können nicht nur, sondern müssen uns da einmischen.

16:47, rareri

>>Also, lb. User `gestört aber geil`, ich muss User `zöpfchen` beipflichten, wenn er äußert, dass wir letztlich zu wenig von den Hintergründen verstehen. Dann das tun auch Sie, weil Sie in keiner Weise wissen, wie es zu diesem Mord kam und wer die Hintermänner sind; außer Sie haben besondere Beziehungen zur Täterschaft. Ob der Mann in staatlichem Auftrag ermordet wurde, ist nicht sicher bewiesen; es ist lediglich ein Indiz, das auf wackligen Beinen steht. Man kann es vermuten, aber behaupten will ich es nicht, eben weil ich zu wenig über die Hintergründe weiß .<<

Na ja.

SA streitet ja nicht einmal ab, daß der Mord in der saudischen Botschaft stattgefunden hat.

Außerdem bezog sich zöpfchens Nichtwissen nicht auf den Mord, sondern auf die sogenannte islamische Welt generell.

16:47 von rareri

«Ob der Mann in staatlichem Auftrag ermordet wurde, ist nicht sicher bewiesen; es ist lediglich ein Indiz, das auf wackligen Beinen steht. Man kann es vermuten, aber behaupten will ich es nicht, eben weil ich zu wenig über die Hintergründe weiß .»

Herr Kashoggi wurde in der Botschaft Saudi-Arabiens in der Türkei ermordet.

Darf da in die Botschaft jeder rein, um dort wen zu ermorden, ohne dass es irgendwem von Seiten des Botschaftspersonals auffällt …? Oder dieses gar eingreift, um den Mord zu verhindern …?

@16:32 von Michi1110

"Ein von einem diktatorischen Regime in Auftrag gegebener Mord muss verurteilt werden und es muss auch diplomatische, spricht handelstechnische Konsequenzen geben."

Auftragsmorde sind in mafiösen Strukturen gang und gäbe.

"Ein von einem diktatorischen Regime in Auftrag gegebener Mord muss verurteilt werden und es muss auch diplomatische, spricht handelstechnische Konsequenzen geben."

"Sonst machen wir uns zu Mittätern!"

Der als Mafia bezeichneten Organisation liefern wir keine Waffen. An ein Land mit mafiösen Strukturen schon.
Ich persönlich sehe da allerdings keinen Unterschied.

@ rareri

... weil Sie in keiner Weise wissen, wie es zu diesem Mord kam und wer die Hintermänner sind; außer Sie haben besondere Beziehungen zur Täterschaft. Ob der Mann in staatlichem Auftrag ermordet wurde, ist nicht sicher bewiesen; es ist lediglich ein ...

Ich habe eben in diesem Forum meine Verwunderung darüber geäußert, dass es immer einen Tross von Putin-Verstehern und -Relativierern gibt, aber niemand, der die Taten der Saudis relativiert.

Diese Verwunderung hat sich mit Ihrem Beitrag leider erübrigt.

@ zöpfchen und den kulturellen Relativismus

Sorry, aber wenn Sie sich bei einem Mord aus Angst, als Neokolonialist verunglimpft zu werden, ein Maulkorb aufsetzen, dann müssten Sie ganz dringend Ihr ganzes menschliches Dasein hinterfragen. Und sich danach die Frage stellen, wie sie zu willkürlichen Tötungen und Mord allgemein stehen. Ich wünsche Ihnen dabei fruchtbare Gedankengänge und viel Erfolg!

@ Bagheria

Meinen Sie etwa die schwammigen Erklärungen des Herrn Seibert auf der Bundespressekonferenz??

Diese absichtlich herabwürdigende Vokabel habe ich nicht benutzt. Nein.

@16:52 von rareri 16:24 von Smoerebroed

"Würden Sie geschäftliche Beziehungen mit Saudi-Arabien beenden, wenn Sie Großunternehmer sind und ein Löwenanteil Ihres Umsatzes von Saudi-Arabien abhängt?"

Als Unternehmer vielleicht(!) nicht, als Politiker schon.

Falls doch, würde ich mir das Geseire von christlichen Werten verkneifen.

16:52 von rareri

"Beenden wir geschäftliche Beziehungen mit China, wenn es die Menschenrechte mit Füßen tritt, wobei auch Menschenopfer nicht ausgeschlossen sind?!"

Geschäftliche Beziehungen ermöglichen es, Einfluss zu nehmen auf autokratische oder diktatorische Regime.

Das ist doch der Punkt.

17:02 von DeHahn

"a) morden für uns = Freiheitskämpfer"

Terroristen reden so, ja.

Ihr Kommentar insgesamt klingt nach Extremismus.
In einer Demokratie ist das ausgeschlossen.

zöpfchen

... oder ob Sie damit "ihnen" ,also der muslimischen Gesellschaft, meinen. Dann gehen Sie halt Gefahr wegen neokolonialen/antimuslimischen Verhaltens verurteilt zu werden

Ich diskutiere nicht mit Ihnen über Albernheiten und habe Ihren Beitrag schon weiter ober unter der Rubrik "Forengeschwätz" verbucht.
Ich habe die Religion nicht ins Spiel gebracht, das wäre auch vollkommen unsachlich. Wenn ich über einen Mordanschlag in Deutschland diskutiere, wirft mir auch niemand vor, ich sei antichristlich.

@ 17:06 von HubertK.

Vergessen Sie bitte nicht die Journalisten, die in der Türkei unter fadenscheinigen Vorwürfen inhaftiert sind. Der traurige Fall Khashoggi zeigt nur wieder anschaulich, dass im großen Spiel der Weltpolitik für Moral kein Platz ist. Das gilt leider für wohl alle Regierungen dieser Welt.

" Gedenkfeier für Khashoggi

" Gedenkfeier für Khashoggi "Niemand darf mit Mord davonkommen" "
-
Sicherlich, nur das wird diese Bundesregierung nicht davon abhalten mit diesem Mörderregime schöne Rüstungsgeschäfte zu machen.

man schlägt sich vor lachen auf die schenkel

wenn man auch jetzt hier miterlebt, wie sich unsere hiesigen alleswisser/könner ihre gesammelten erkenntnisse um die ohren schlagen. einfach grossartig

"Niemand...

... darf mit Mord davonkommen" ... ist zwar eine grundlegend moralische, im schmutzigen "Politgeschäft" aber eine ebenso blauäugige Forderung. Denn - wann jemals in der Neuzeit wurden politische Morde konkret geahndet..., d.h., außer identifizierten Tätern auch die verantwortlichen Initiatoren verfolgt, juristisch belangt und vor Gerichten strafrechtlich verurteilt..?? Man wird sich damit abfinden müssen, daß politisch initiierte Morde immer eine Grauzone bleiben werden...

@ zöpfchen

Ja, aber mit diesem Brand hat der Westen nun mal wirklich nix zu tun. Deshalb sage ich ja. Konsequent raushalten, die muslimische Welt hat ihre eigenen Regeln.

Eigene Regeln? Was kommt denn als nächstes? Dass staatlicher Mord am Golf so zu sagen zur Folklore gehört und wir uns deshalb besser raushalten sollen?

@schabernack

"Nie liest man in DEU von keinem einzigen Journalisten in keinem einzigen Medium Kritisches zum Staat, zu einzelnen Politikern, zu Wirtschaft, ... Tja - was lesen Sie denn …?"

>Dieselben wie Sie, nur dass die kritischen Stimmen oberflächlich sind. Und kaum ein Medium vollkommene Neutralität ausstrahlt.

Siehe: Jemenkrieg Vs. Syrienkrieg. Flüchtlingskrise 2015, Schleppermafia, Korruptionsfall Sarkozy usw.

@18:04 von Sausevind

"Geschäftliche Beziehungen ermöglichen es, Einfluss zu nehmen auf autokratische oder diktatorische Regime."

Damit könnte man jetzt aber fast alles rechtfertigen, obwohl ich einräumen muss, dass da was dran ist.

Aber haben Sie den Eindruck, dass Deutschland wegen seiner Waffenlieferungen auch nur den geringsten Einfluss auf Saudi-Arabien hat? Zumindest habe ich diesbezüglich noch keine glaubwürdigen Anstrengungen seitens unserer Regierung feststellen können. Schöne Worte reichen einfach nicht.

@Bernd Kevesligeti

"Den Fall Kashoggi,haben Sie gerade (lediglich) als "Fehler" Saudi-Arabiens bezeichnet."

>Weil es auch ein Fehler war, wie einst der Irakkrieg als Fehler abgelegt wurde. Also bleiben wir bitte unsere Vorgehensweise treu.

Neokoloniales Gebahren

@ zöpfchen
Mit der politischen Bildung über Kolonialismus scheint es bei ihnen nicht weit her zu sein...hier einfach bei einer Kritik an einem Mord solch ein Frame zu benutzen, ist absolut daneben...was wollen sie denn damit überhaupt aussagen...wer ist bei ihnen der Kolonist und wer ist da der Kolonisierte? Es ist viel besser, auch mal gelegentlich über sein ideologisches Vokabular zu reflektieren. Es ist einfach ärgerlich, wenn man so etwas lesen muß.

@ DeHahn

Mit Ihrem wahrscheinlich gut gemeinten Beitrag von 17:02 Uhr schießen Sie aber gewaltig übers Ziel hinaus und ziehen Mordanschläge wie den von Salisbury durch den Kakao.

@17:02 von DeHahn

"Wie kann man Mörder unterscheiden?
a) morden für uns = Freiheitskämpfer
b) morden für den Gegner = Terroristen
c) aus befreundetem Land = nicht nachgewiesen
d) aus einem feindlichen Land = eindeutige Hinweise
e) a+c = folgenlos nach ein wenig Theater
f) b+d = Sanktionen und ewige Untersuchung"

Sehr schön - habe ich gerade abgespeichert.
Allerdings zu b) "morden für den Gegner" habe ich nicht ganz begriffen.

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