Ihre Meinung zu: Vorwürfe gegen Premier: Johnsons Umgang mit Frauen

30. September 2019 - 16:16 Uhr

Kann Boris Johnson Privates von Beruflichem trennen? Und verhält er sich Frauen gegenüber angemessen? Das wird in Großbritannien gerade heftig diskutiert - wegen neuer Vorwürfe gegen den Premier. Von Jens-Peter Marquardt.

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Kommentare

Dass BJ ein Verhältnis mit Frau Arcuri hatte

ist parktisch unbestritten, fällt aber unter Privatleben. Dass er ihr geschäftliche Vorteile zugeschanzt hat ist keine Privatsache, und da wird inzwischen wegen hinreichendem Verdacht ermittelt.

Armes England

Ich möchte den Namen Boris Johnson
vergessen.
Es reicht jetzt.
Hoffentlich hat das ganze Schmierentheater am 31.10.2019
ein Ende.

Erschütternd

Es ist wirklich erschütternd, was man hier über den britischen Premier erfährt. Politisch ist er ruppig und ohne echte Bereitschaft zum Kompromiss in der Brexit-Frage. Aber menschlich ist er anscheinend völlig unangemessen.

Johnson wird scheitern

@ efwin:
Hoffentlich hat das ganze Schmierentheater am 31.10.2019
ein Ende.

Ich vermute, dass es eine Fristverlängerung gibt und dass der/die Nachfolger/in von Johnson einen geregelten Brexit verhandelt. Einen weichen Brexit hätte das britische Volk verdient.

Da wird jetzt schmutzige

Da wird jetzt schmutzige Wäsche gewaschen, um Johnson schlecht zu machen und die Stimmung gegen ihn aufzuwiegeln.
Die Brexitgegner ziehen natürlich alle Register, weil ihnen die Felle davonschwimmen.

Interessant ist die Sache mit der Londoner Stadtregierung: Da missbraucht jemand sein Amt, um dem politischen Gegner zu schaden.
Das ist genau dasselbe wie bei Trumps Telefonat. Aber hier gibt es keinen Aufschrei, denn es sind ja "die Richtigen", die es tun.

Ich denke, Boris "Hulk" Johnson wird es packen.
Wenn nicht er, dann keiner.

rer Truman Welt

Was dieser Premierminister sich bereits geleistet hat über sämtliche Bereiche -> moralisch, demokratisch wie auch gesetzlich wie wir wissen, braucht es nun sicherlich nicht erst die Debatte darüber, wie er geschlechtsspezifisch agiert bzw. sich verhält. Dieser Mann ist für eine Demokratie ein Schlag ins Gesicht.

Was soll passieren?

Was soll den dem Premierminister des "tollsten Landes" des europäischen Kontinents bei solchen Anschuldigungen passieren? Nix - Garnix! Alles Fake News.... Er macht es zu seiner Religion. Alles Lüge! Es gibt nur eine Wahrheit und die heißt: Boris Johnson.... Gute Nacht England! Good Safe the Queen

Politik muss kritisch hinterfragt werden

@ sagen:
Da wird jetzt schmutzige Wäsche gewaschen, um Johnson schlecht zu machen und die Stimmung gegen ihn aufzuwiegeln.

Das ist mir zu einseitig und zu unkritisch. Ziehen Sie nicht in Erwägung, dass er die Wäsche schutzig gemacht haben könnte?

re sagen

"Interessant ist die Sache mit der Londoner Stadtregierung: Da missbraucht jemand sein Amt, um dem politischen Gegner zu schaden."

Interessant ist auch, dass Sie gar nicht wissen wollen, um was es in der Sache geht. Tatsachen stören ...

@ sagen, um 16:42

Wäre doch auch interessant, von Ihnen zu erfahren, für wie schmutzig Sie die Wäsche halten.
“Interessant“ ist doch wohl nicht nur das, was in der Londoner Stadtregierung geschah, finden Sie das nicht?

Bei Johnson beide Augen zugedrückt

@ sagen:
Das ist genau dasselbe wie bei Trumps Telefonat. Aber hier gibt es keinen Aufschrei, denn es sind ja "die Richtigen", die es tun.

Warum sind Sie bereit, dem Politiker Johnson illegale Praktiken durchgehen zu lassen, wo sie das bei anderen Politikern (Frau Merkel?) vermutlich scharf kritisieren würden?

Was hat diese Diskussion mit dem Brexit zu tun?

Sie kann Johnsons in Zukunft politisch schaden - schon möglich.
Johnson wird der EU-Kommision einen Antrag auf Verschiebund des Brexit stellen und keine neuen Vorschläge machen.
Wenn das britsche Parlament nicht aufwacht und einen neuen PM wählt, der Neuwahlen ausschreibt, gibt es für Macron und Antti Rinne keinen Grund den Brexit zu verschieben.

16:34 von efwin

«Hoffentlich hat das ganze Schmierentheater am 31.10.2019 ein Ende.»

Würde ja bedeuten, dass Boris J. seinen Willen durchgesetzt hätte.
Käme es am 31.10. zum von ihm favorisierten Hard Brexit.

«Ich möchte den Namen Boris Johnson vergessen.»

Der Name wäre dann "eingebrannt in die Geschichte" im UK als der, der mit ruppiger Art und Trickserei seinen Willen durchsetzte. Zu vergessen wäre er eher, würde er mit seinem Vorhaben scheitern …

rer Truman Welt

Das wirklich interessante an solchen Phänomenen, die wir gerade in der Welt sehen - agierende Politiker wie Johnson und Trump - sind weniger für mich die agierenden Personen, die das nach meiner Einschätzung nach nicht (nur) aus Kalkül tun, sondern deren Handeln deutlich pathologische Züge aufweist, sondern das Phänomen, wieviele Menschen (Wähler) offensichtlich die Welt so sehen wie diese Typen. Das, ja das bereutet mir persönlich mehr als nur Sorgen.

Es gab mal den Konsens

unter zivilisierten Medien, dass private Affären nicht ausgebreitet werden. Selbst dieser Minimalkonsens ist offenbar Geschichte. Öffentliche Gelder zuschanzen ist natürlich eine andere Sache.

@ sagen, um 16:42

Noch eine Ergänzung:
Natürlich ist es auffällig, dass man gerade jetzt mit alldem ganz offiziell (wieder?) rausrückt; man sieht Parallelen, nicht nur zu Trump, auch zu Österreich vor 4 Monaten. Das aber ändert nichts an Fakten, so sich die Vorwürfe als solche erweisen.
Ob's Ihr “Hulk“ schaffen wird? Ja, irgendwie wird er, das ist Hulks nun mal eigen, irgendwie auf den Füßen landen, allerdings hoffe ich nicht, dass er es in Ihrem Sinne “packt“.

@16:42 von sagen

"Da wird jetzt schmutzige Wäsche gewaschen,..."

Ja, schmutzige Wäsche sollte man waschen, denn sonst fängt sie irgendwann an, fürchterlich zu stinken und kann im ungünstigsten Fall zu einem Krankheitsherd werden. Das gilt im wörtlichen ebenso wie im übertragenen Sinn.

"...um Johnson schlecht zu machen..."

Nicht nötig. Das erledigt er selbst.

Es gibt ein Gesetz gegen den ungeregelten Brexit

@ collie4711:
Wenn das britsche Parlament nicht aufwacht und einen neuen PM wählt, der Neuwahlen ausschreibt, gibt es für Macron und Antti Rinne keinen Grund den Brexit zu verschieben.

Warum sollte es Neuwahlen geben? Das aktuelle Parlament ist legitim gewählt. Die Abgeordneten haben einen gültigen demokratischen Auftrag zur Kontrolle der Regierung.

Die EU wird den Brexit verschieben, weil das britische Parlament ein Gesetz beschlossen hat, das den ungeregelten Brexit ausschließt und eine Fristverlängerung anstrebt. Geltendes britisches Recht ist ein ganz wesentlicher Anhaltspunkt auch für die EU.

@Babett Laurisch 16:50

"...Das ist mir zu einseitig und zu unkritisch. Ziehen Sie nicht in Erwägung, dass er die Wäsche schutzig gemacht haben könnte?..."
.
Das kann jemand, der die Unschuldsvermutung für ein wichtiges Gut in einem Rechtsstaat, hält gar nicht.

Zu Fall bringen

Wenn Du ihn nicht mit normalen Mitteln zu Fall bringen kannst, werf ihm sexuelle Belästigung vor. Das zieht immer! Standhaft bleiben, Herr Johnson. Ziehen Sie das jetzt durch, egal wieviel vor Ihnen ausgekübelt wird!

@16:58 von schabernack

"Würde ja bedeuten, dass Boris J. seinen Willen durchgesetzt hätte.
Käme es am 31.10. zum von ihm favorisierten Hard Brexit."

Wenn mir die Brexitgegner und Deal-Befürworter nicht leid täten, würde ich das den Boris-Anhängern wirklich gönnen. Nur schade, dass die dann nicht allein unter den Folgen zu leiden hätten.

16:42 von sagen

«Ich denke, Boris "Hulk" Johnson wird es packen.
Wenn nicht er, dann keiner.»

Und ich denke, der Hulk sollte in seinen Comics verbleiben, mit seinen Superhelden-Freunden dort die Entrechteten rächen. Besser so …

«Interessant ist die Sache mit der Londoner Stadtregierung: Da missbraucht jemand sein Amt, um dem politischen Gegner zu schaden.»

Indeed, interesting.

Erst Vorkommnisse klären, dann Situation bewerten, dann Verantwortung zuweisen. So machen es auch die Superhelden in den Comics …

Kopf durch die Wand?

@ sagen:
Ich denke, Boris "Hulk" Johnson wird es packen.

Was wird er packen? Den ungeregelten Brexit? Mit dem Kopf durch die Wand? Auch gegen die Mehrheit der Bevölkerung und des Parlamentes?

Warum geht er nicht auf den politischen Gegner zu? Warum sucht er nicht in einer so wichtigen Frage wie dem Brexit den breiten Kompromiss in Politik und Gesellschaft?

Bei ungeliebten Personen

fangen alle Maulwürfe an zu graben, egal in welchen Regierung das auch ist, wer was finden will, wird auch fündig werden.
Und es wird eine Verlängerung geben, die EU hat keinen Bock auf auf Brexit, da wird auch Macron nichts daran ändern.

@Babett Laurisch

und warum haben dann Macron und Antti Rinne ein Ultimatum bis zum 30.9. gesetzt?
Ein Land reicht aus um jede Verlängerung zu blockiren.

Unkritische Johnson-Fans

@ Hinterdiefichte:
Standhaft bleiben, Herr Johnson. Ziehen Sie das jetzt durch, egal wieviel vor Ihnen ausgekübelt wird!

Bei allem Fan-Gehabe sollten Sie aber nicht aus dem Auge verlieren, dass die Vorwürfe auch gerechtfertigt sein könnten. Wir wissen es nicht. Wollen wir es nicht erst ganz neutral abwarten? Sonst klingt das doch arg nach Filterblase.

@17:09 von geselliger misa...

//"...Das ist mir zu einseitig und zu unkritisch. Ziehen Sie nicht in Erwägung, dass er die Wäsche schutzig gemacht haben könnte?..."
.
Das kann jemand, der die Unschuldsvermutung für ein wichtiges Gut in einem Rechtsstaat, hält gar nicht.//

Etwas in Erwägung zu ziehen, widerspricht nicht der Unschuldsvermutung. Wenn z.B. die Kriminalpolizei ca. 5 Personen zum Kreis der Verdächtigen zählt, so bedeutet dies, dass Sie bei jedem Einzelnen in Erwägung zieht, für die Tat verantwortlich zu sein. Verdacht und "in Erwägung ziehen"
kann hier quasi synonym verwendet werden. Mit Vorverurteilung hat das noch nichts zutun.

@geselliger misanthrop, 17:09 re @Babatte Laurisch

"...Das ist mir zu einseitig und zu unkritisch. Ziehen Sie nicht in Erwägung, dass er die Wäsche schutzig gemacht haben könnte?..." .
Das kann jemand, der die Unschuldsvermutung für ein wichtiges Gut in einem Rechtsstaat, hält gar nicht.

Ich möchte einerseits festhalten, dass jene , die so gerne die Unschuldsvermutung hervorkramen, um jemanden, dem sie politisch nahestehen, zu verteidigen, dass gerade die sich sonst nicht so sehr mit der Bewahrung des Rechtsstaats hervortun.

Und andererseits, man muss das ja leider immer wieder erklären: die Unschuldsvermutung gilt für das Gericht während eines Verfahrens, sonst für niemanden. Nicht für Ermittlungsbehörden (wie sollten die sonst ermitteln?), nicht für Staatsanwälte (wie sollten die sonst anklagen?), und schon gar nicht für die Öffentlichkeit.

17:10 von Hinterdiefichte

«Standhaft bleiben, Herr Johnson. Ziehen Sie das jetzt durch, egal wieviel vor Ihnen ausgekübelt wird!»

Hauptsache "durchziehen".

Was beschlossene gesetzliche Regelungen des Parlaments besagen.
Das darf dabei auch gerne missachtet werden. Beim Durchziehen …

Sinnlose Debatten

Boris Johnson oder ein anderer werden so lange fuer einen harten Brexit arbeiten bis dieser erreicht ist, egal ob vor oder nach dem 31. Oct.
Deshalb ist es besser, diesen zum 31. Oct. zu vollziehen, damit endlich Ruhe herscht.
Nordirland kann dann ja aus UK austreten und in der EU eintreten.

Hinterdiefichte, 17:10

Wenn Du ihn nicht mit normalen Mitteln zu Fall bringen kannst, werf ihm sexuelle Belästigung vor. Das zieht immer!

Wenn Du aufgrund Deiner Fehler mit dem Rücken zur Wand stehst, erkläre die Vorwürfe gegen Dich als frei erfunden und beschuldige Deine Gegner einer "Hexenjagd".
Das zieht zwar nicht bei allen, aber Deine Anhänger werden es gewiss gerne weiter verbreiten.

Vorwürfe gegen Premier

Wenn alles nichts hilft, muß man eben in die untere Schublade greifen.

Wie verkommen sind die Menschen/Politiker!

Ich habe immer noch Hoffnung

Ich habe immer noch Hoffnung das BJ den Brexit liefert, dann kommt diese Farce endlich zur Ruhe, so hoffe ich.

@Schwester

Die es in Wittenberg nicht giebt.

Am 30. September 2019 um 17:05 von Babett Laurisch
Es gibt ein Gesetz gegen den ungeregelten Brexit
@ collie4711:
Wenn das britsche Parlament nicht aufwacht und einen neuen PM wählt, der Neuwahlen ausschreibt, gibt es für Macron und Antti Rinne keinen Grund den Brexit zu verschieben.
Warum sollte es Neuwahlen geben? Das aktuelle Parlament ist legitim gewählt. Die Abgeordneten haben einen gültigen demokratischen Auftrag zur Kontrolle der Regierung.

.

Nun ganz einfach. Weil das Parlament nicht Willens den Brexit der in einer Volkbefragung von der Mehrheit des Volkes beauftragt worden ist umzusetzen. Deshalb sollte das Parlament neu gewählt werden um den wirklichen Willen des britischen Volkes zu erfahren. Pro Brexit oder dagegen!

Brexit - Das sitzt bei den Engländern im Blut

Gerade habe ich einen Film über Maria Stuart, Königin von Schottland gesehen. Diese wurde von Königin Elizabeth I hingerichtet. Später hatte sich die englische Kirche vom Katholizismus abgespalten, weil Elizabeth I vom Papst die Krone Englands aberkannt wurde. So kam es zur Anglikanischen Kirche und der Abspaltung von Rom. (Brexit1)
.
Was hat das mit BJ und den Vorwürfen bezüglich "Damen" zu tun? Na, die "Kavaliere" damals nahmen sich ebenso der "Damen" an, wie Boris Johnson es offensichtlich tat. Und dabei paktierten sie politisch auch nach Belieben, vor allem aber gegen "kontinentale Einmischung". Und so will BJ Damen UND Brexit2!

Situativ

"Ex-Ministerin hinterfragt Johnsons Charakter"

Vielleicht wäre es eine gute Idee, grundsätzlich jeden Politiker einem Charakter-Check zu unterziehen? Nicht nur dann - so will es mir (auch hier) scheinen - wenn es in den politischen Kram passt.

17:15 von wenigfahrer

«Und es wird eine Verlängerung geben, die EU hat keinen Bock auf auf Brexit …»

"Bock auf Brexit haben" ist überhaupt kein Kriterium, das von Belang ist.

Die gegenwärtige Parlamentsmehrheit im UK hat jedenfalls keinen Bock auf Hard Brexit à la Boris J.

Und auf dieser Weide grast der Bock der EU gar nicht mit …

tststs

Wie war das noch mit der Unschuldsvermutung? Soll und hätte und wäre und wenn...
Ermitteln, Beweise auf den Tisch, Anklage erheben, Urteil sprechen, dann kann man über weitere Maßnahmen reden. Sollte das nicht passieren, ist die betreffende Person zunächst als unschuldig zu betrachten.

@ Babett Laurisch

Warum sollte Johnson auf einen zerstrittenen Haufen zugehen, der es jetzt über 2 Jahre nicht einmal schafft zu formulieren, was sie denn gerne hätten? Da weiß er ja nichtmal in welche Richtung er marschieren soll. Die haben es jetzt über Jahre nicht geschafft einen Kompromiss zu finden. Wer glaubt ernsthaft, daß dies in den kommenden 5 Wochen der Fall sein sollte?

Weshalb das Problem nicht lösen?

Wenn dem so ist, dass B. J. nicht die Mehrheit des Parlaments hinter sich hat, läge bei allem endlosen Gezeter die Lösung doch so nahe: ein Misstrauensvotum mit einer Alternative und der beklagte Spuk hätte ein Ende. - Vielleicht verstehe ich etwas nicht, was hindert daran?

@17:10 von Hinterdiefichte

Wenn Du ihn nicht mit normalen Mitteln zu Fall bringen kannst, werf ihm sexuelle Belästigung vor. Das zieht immer!
So allgemein formuliert ist das natürlich blanker Unsinn. Und kommt ja auch selten vor.
In diesem Fall hier aber haben Sie sogar Recht. Derartigen Unsinn wie den der Frau Edwardes überhaupt in die Medien zu bringen ist peinlich.
Das mit dem Amtsmissbrauch in Form von wohl unberechtigten Fördergeldern ist schon relevanter.

Johnson bestreitet ja weder

Johnson bestreitet ja weder mit dieser Frau eine Affäre gehabt zu haben noch dass er sie auf Wirtschaftsdelegations-Auslandsreisen mitgenommen hat und auch nicht, ihrer Firma diverse finanzielle Unterstützung zukommen ließ. Ob das rechtlich unzulässig war wird wohl ein Gericht entscheiden. Ein Geschmäckle hat es aber auf jeden Fall.

@ deutlich

"Es gab mal den Konsens unter zivilisierten Medien, dass private Affären nicht ausgebreitet werden. Selbst dieser Minimalkonsens ist offenbar Geschichte. Öffentliche Gelder zuschanzen ist natürlich eine andere Sache."

Jepp - genau darum geht es auch. Johnsons Sexualleben dürfte nur "unzivilisierte" Medien wie etwa die deutsche Bild oder die britische Sun interessieren.
Allerdings haben beide, nun ja, "Zeitungen" einen großen und illustren Leserkreis. Sex sells - alte Journalistenweisheit!

Und gerade in diesem Fall hält sich mein Mitleid in ganz engen Grenzen, ich weiß, wirklich fair ist das nicht (schäm).
Anderseits ist Mister Johnson in Punkto Fairniss noch nie sonderlich aufgefallen - Shit happens...

Brexit hin Brexit her

Lasst die Britten gehen ,schaden sich doch selbst ,oder ?

re laurisch-karsten

"Deshalb sollte das Parlament neu gewählt werden um den wirklichen Willen des britischen Volkes zu erfahren. Pro Brexit oder dagegen!"

Genau das wäre kompletter Unfug. Die Wahl der Legislative für fünf Jahre kann man nicht auf eine Brexit-Abstimmung umfunktionieren.

@Ich habe immer noch Hoffnung 17:28 von Goldenmichel

Für sie eine Farce, für andere ein handfestes Geschäft.
Die Kreise, die hinter dem 'König der Welt' stehen,
haben Milliarden auf den No-Brexit gesetzt,
da muss schon mal sowas wie Demokratie zurückstehen ;-)

Einfach mal Paul Mason lesen.
www.fr.de/wirtschaft/paul-mason-kapitalismuskritiker-spricht-ueber-auflo...
kurz: https://is.gd/U7j9qN

Vorbild an Zurückhaltung

Also, ich kann das jetzt nicht glauben, schließlich ist BJ nach eigenem Bekunden ein "Vorbild an Zurückhaltung".

Warum sollte er seiner bekannten Ideallinie nicht treu bleiben. Vielleicht hat er nur sehr zurückhaltend gekniffen und Unterstützung gewährt.

Neue Volksbefragung

und schluss ist mit Brexit,das ist das beste was man tun koennte,natuerlich wird es den Euoropa zersplittern auserhalb UK nicht passen!

Johnsons Umgang mit Frauen ist völlig...

...irrelevant.

Er ist nicht als Coach für Benimmregeln eingestellt worden, sondern zum Premier... ‚gewählt‘.
Die Frage ist nicht ob er Frauen mies behandelt, sondern wie er es mit Rechtsstaat und Korruption hält.

Die Tatsache, dass er regelmäßig allen möglichen Leuten völlig offensichtlich ins Gesicht lügt lässt mich an seiner Eignung für jegliches verantwortungsvolle Amt zweifeln - ich würde ihn mir nicht einmal guten Gewissens die Pizza ausliefern lassen.

Am 30. September 2019 um 17:21 von Babett Laurisch

Am 30. September 2019 um 17:21 von Babett Laurisch
Unkritische Johnson-Fans

Da haben Sie vollkommen recht!

Manchmal habe ich den Eindruck,

dass nicht alle, die hier mitdiskutieren das Recht und die (ungeschriebene) Verfassung des UK kennen.

So einfach ist das mit dem Misstrauens-Votum nicht. Wenn der PM eines verliert, muss er sofort Neuwahlen zu einem von Ihm bestimmten Termin ansetzen. BJ hätte also die Möglichkeit den Wahltermin z.B. auf den 30.10. zu legen. Damit wäre das HoC sofort aufgelöst.

Sexuelle Belästigung ist im UK ein Straftatbestand, der, sofern er angezeigt wird. gesetzlich immer in einer Haftstrafe mündet.

Verfassung und Gesetze im UK sind eben ein wenig anders als in D.

[Ach ja, im UK-Recht gibt es vor Gericht keine "Unschuldsvermutung", die Unschuld eines Angeklagten/Beschuldigten muss bewiesen werden; für die Urteilsfindung ist eine Jury zuständig.]

17:39 von DeHahn

«Brexit - Das sitzt bei den Engländern im Blut

… Maria Stuart, Königin von Schottland … Diese wurde von Königin Elizabeth I hingerichtet … vom Papst die Krone Englands aberkannt … so kam es zur Anglikanischen Kirche und der Abspaltung von Rom. (Brexit1).»

War vor ca. 450 Jahren … und Hinrichtungen zwecks Abspaltung sind heutzutage nicht mehr so sehr in Mode …

«Was hat das mit BJ und den Vorwürfen bezüglich "Damen" zu tun? Na, die "Kavaliere" damals nahmen sich ebenso der "Damen" an, wie Boris Johnson es offensichtlich tat.»

Damals richtete eine Dame die andere hin. Die Kavaliere von damals mussten vorsichtig sein, da die beiden Damen ja Königinnen waren …

«Und so will BJ Damen UND Brexit2!»

So alle ca.450 Jahre bricht sich der Brexit im Blut der Engländer Bahn.
Wie der Ausbruch eines über Jahrhunderte "schlummernden" Vulkans.

Inkusive Kavaliere und Damen.
Das erklärt natürlich so einiges am Verhalten von Boris J.
Nur ist er heute nicht König wie die Damen einst …

Hartnäckiger Mythos "Volksbefragung"

Zu: 17:29 Uhr von laurisch._karsten

Wie oft wurde hier der nun erneut, dieses Mal von Ihnen, vorbrachte Mythos korrigiert?

Die Volksbefragung zum Brexit galt nicht der Feststellung des "Willens des Volkes". Ziel war das Erreichen eines Meinungsbilds. (Consultative Referendum) Nicht nur aus vermuteter Gewissheit über ein Votum, das sich gegen den Brexit erklären würde, hatten sich britische Regierung und Parlament abgestimmt, nicht auf der zunächst beschlossenen zwei Drittel Mehrheit für eine klare "Volksmeinung" zu bestehen, zu Gunsten einer einfachen Mehrheit.

Erst nach Vorliegen des denkbar knappen Ergebnisses erklärte Premierminister Cameron das Resultat als Auftrag für die Regierung. Ebenfalls eher im trotzigen Affekt als nach nüchterner Konsultation und in Abstimmung mit dem Parlament. Erst damit wurde das Ergebnis des Referendums bindende Aufgabe der Regierung.

Immerhin: keine der Parteien im Parlament hat bislang eine Lösung erreicht, wie der Brexit tatsächlich gelingt.

Boris Johnson...

und Donald Trump treffen sich auch hier auf immer mehr Ebenen. Aktuell: Der frauenverachtenden Einstellung, "Mann" könnte ja mit entsprechender Macht jede haben und begrapschen.

Einfach nur noch ekelhaft, wie diese Sorte von vergleichsweise einflussreichen, männlichen Selbstdarstellern aka "egomanische Politiker" nicht mal merken, dass sie mit ihren selbstherrlichen Einstellungen total ins Klo greifen!

Am 30. September 2019 um 17:42 von schabernack

" Und auf dieser Weide grast der Bock der EU gar nicht mit … "

Keine Bange, Bock wird kein Brexitgras freiwillig fressen, die EU hat auf beides keinen Bock, also wird versucht Beides möglichst nicht zu haben.
Und es ging ja um Verlängerung, die kommt, was anderes würde mich stark wundern.
Wir werden ja sehen wer recht hat, ist ja nicht mehr lange bis zum Ende des Monats.

18:28 von WiPoEthik

«Johnsons Umgang mit Frauen ist völlig irrelevant.
Er ist nicht als Coach für Benimmregeln eingestellt worden, sondern zum Premier... ‚gewählt‘.»

"Völlig irrelevant" ist es nie in keinem Land, wie ein Premierminister mit Frauen umgeht. Im umgekehrten Fall auch nicht, wie eine Premierministerin mit Männern. Eine solche sollte mal wagen, gegen Männer übergriffig durchs Land zu ziehen. Da wäre das Geschrei laut, und schnell zur Hand …

In beiden Fällen nicht die Coaches für Benimmregeln. Aber schon in gewisser wichtiger Weise "in einer Vorbild-Funktion für den Rest der Nation".
Eine Binsenweisheit …

«… ich würde ihn mir nicht einmal guten Gewissens die Pizza ausliefern lassen.»

Solange er nicht trödelt, und keine kalte, keine matschige, nicht die falsche Pizza bringt. Kann man ihm dann noch sagen, dass er ausdrücklich deswegen kein Trinkgeld bekommt, weil man ihn so gar nicht leiden kann …

re niemand

"Manchmal habe ich den Eindruck,

dass nicht alle, die hier mitdiskutieren das Recht und die (ungeschriebene) Verfassung des UK kennen.

So einfach ist das mit dem Misstrauens-Votum nicht. Wenn der PM eines verliert, muss er sofort Neuwahlen zu einem von Ihm bestimmten Termin ansetzen. BJ hätte also die Möglichkeit den Wahltermin z.B. auf den 30.10. zu legen."

Ob Sie die so richtig kennen?

Bisher war meine Information, dass das Parlament binnen 14 Tagen nach einem Mißtrauensvotum einen neuen PM wählen kann. Nur wenn es das nicht tut gibt's Neuwahlen.

@18:48 von wie- und viele andere:

Es geht im Artikel nicht um den Brexit, sondern um das mehrfache Fehlverhalten von Boris Johnson.

Dass BJ moralisch wie politisch brachial handelt, völlig neben der Spur, das hat inzwischen jeder bemerkt.

Aber HIER geht es um sein Fehlverhalten gegenüber Frauen. Wie er als Halbwüchsiger gegenüber Mitschülerinnen vorging, das möchte ich gar nicht wissen.
Seine eigenen Geschwister haben sich aus gutem Grund inzwischen von ihm abgewandt, obwohl Blut ja immer noch dicker, als Wasser sein soll.
Nicht mehr bei den Johnsons.

@ wie-

"Immerhin: keine der Parteien im Parlament hat bislang eine Lösung erreicht, wie der Brexit tatsächlich gelingt."

Mag daran liegen das die Aufgabenstellung recht herausfordernd ist...

Nur mal als Beispiel: Ich gebe Ihnen eine Kokosnuss und eine Eisensäge. Und daraus machen Sie bitteschön ein funktionstüchtiges Unterseeboot - selbst wenn Sie alle Kapazitäten dieser Welt an technischen Fachleuten zur Verfügung haben bekommen sie das nicht hin.

@ weltoffen

"Neue Volksbefragung und schluss ist mit Brexit,das ist das beste was man tun koennte,natuerlich wird es den Euoropa zersplittern auserhalb UK nicht passen!"

Könnten Sie das vielleicht noch einmal neu formulieren? Ich habs jetzt mehrmals hochkonzentriert gelesen und immer noch keinen blassen Schimmer was Sie überhaupt meinen.

Kann ja auch an mir liegen...

20:07 von DoJo

So sehr ich Johnson und die ganzen Brexit-Lügner auch verachte, so finde ich doch, dass man sogar beim klaren Gegner zumindest auf gewissen Ebenen fair bleiben sollte. Sogar bei Typen wie Johnson.
Im Artikel geht es um eine Frau, deren Firma gewisse Vorteile genossen hat, resultierend aus der Beziehung jener Frau mit Johnson. Also Amtsmissbrauch.
Und dann geht es noch um eine Frau, der nach 20 Jahren plötzlich einfällt, dass Johnson ihr und einer anderen damals in den Oberschenkel gekniffen habe. Wieder mal sowas.
Letzteres sagt nichts über Johnsons Umgang mit Frauen im Allgemeinen aus noch klingt das besonders relevant. Oder glaubwürdig.
Der Typ ist sicher ein mieses …, aber das lässt daraus nun nicht wirklich ableiten.

Korrekt beobachtet

Zu: 20:07 Uhr von DoJo

Ihre Hinweise sind völlig korrekt.

@18:28 von WiPoEthik

"Johnsons Umgang mit Frauen ist völlig...
...irrelevant."

Bemerkenswerte Einstellung - und das bei dem Nick?

Dankenswerterweise hat ja "Schabernak" schon das Notwendige dazu gesagt.

20:02 von karwandler

«Bisher war meine Information, dass das Parlament binnen 14 Tagen nach einem Mißtrauensvotum einen neuen PM wählen kann. Nur wenn es das nicht tut gibt's Neuwahlen.»

So ist auch mein Verständnis-Stand.

Und wäre Mr. Corbyn nicht wegen seiner politischen Grundeinstellung ein im UK so umstrittener Politiker, wäre es auch für die momentane Parlaments-Konstellation wohl ein gangbarer Weg, Boris J. durch ein Misstrauensvotum abzuberufen, ihn durch einen Labour-Premier zu ersetzen.

Für erst man vorüber gehend bis zu einer Neuwahl …

20:42 von schabernack

Corbyn muss offenbar lavieren, um der gesellschaftlichen Spaltung in GB nicht auch in seiner Partei den Durchbruch zu ermöglichen.

Unabhängig von seiner politischen Grundeinstellung ist er im Gegensatz zu Johnson aber ein seriöser Politiker, mit dem man Vereinbarungen treffen kann, von denen man ausgehen kann, dass er sich daran halten wird.

Ein echtes Problem dürfte eine Vereinbarung über die Reihenfolge des Vorgehens sein.

Als InterimsPM erst ein Referendum und dann Neuwahlen oder umgekehrt durchzuführen ist ein großer Unterschied. Absprachen für Nachneuwahlzeiten schließen sich aus, für ein vorheriges Referendum fehlt ein konkreter, ausgehandelter Deal um das Ergebnis bindend gestalten zu können.

Das Problem an Corbyn festzumachen, verkennt die zu lösenden Probleme.

U-Boote

Zu: 20:08 Uhr von Tretschko

Ihr Beispiel von der Kokosnuss, dem U-Boot und den Koryphäen, ist nicht schlecht.

Allerdings: diese Koryphäen gibt es tatsächlich. Denn die Verhandlungspartner GB - EU haben doch einen möglichen Brexit-Vertrag, einen zumindest für 27 Mitgliedstaaten der EU gangbaren Weg der Trennung nach langwierigen Verhandlungen gefunden. Es war doch allein die britische Seite, die Leave-Beggars, welche von Beginn an mit leeren Händen und ohne eigene Vorschläge zu den Verhandlungen erschienen.

Sprich: die Unfähigkeit, oder aber der tatsächliche Unwille liegt allein auf der Seite des britischen Parlaments. Vermutlich wissen dessen Abgeordnete um die versteckte Krux, dass egal welche Brexit-Lösung versucht wird, diese nur mit erheblichen Nachteilen für Großbritannien herauskommen kann.

Immerhin: die offenbarten Schwierigkeiten und klaren Nachteile eines Einzelgängerstums anstatt Nutzen gemeinsamer Vorteile in einem gemeinsamen starken Markt schrecken Nachahmer ab.

21:21 von proehi

«Corbyn muss offenbar lavieren, um der gesellschaftlichen Spaltung in GB nicht auch in seiner Partei den Durchbruch zu ermöglichen.

Unabhängig von seiner politischen Grundeinstellung ist er im Gegensatz zu Johnson aber ein seriöser Politiker, mit dem man Vereinbarungen treffen kann, von denen man ausgehen kann, dass er sich daran halten wird.»

Ja - so schätze ich Mr. Corbyn + die unübersichtliche Gemengelage auch ein.

«Ein echtes Problem dürfte eine Vereinbarung über die Reihenfolge des Vorgehens sein … Das Problem an Corbyn festzumachen, verkennt die zu lösenden Probleme.»

Ich denke, die Mehrheit der Parlamentarier im UK macht die Probleme auch nicht alleine an Corbyn fest. Aber er ist doch in mancher Art "nicht so gern gesehen" …

Sie beschreiben es gut, welches Kuddelmuddel an Verstrickungen mit Hinblick + Richtung auf die zeitliche Abfolge zu entwirren ist, bevor sich tatsächlich ein Ausweg aus der verfranzten Situation finden lässt, der eine Mehrheit hätte …

@ wie-

"Ihr Beispiel von der Kokosnuss, dem U-Boot und den Koryphäen, ist nicht schlecht.

Allerdings: diese Koryphäen gibt es tatsächlich. Denn die Verhandlungspartner GB - EU haben doch einen möglichen Brexit-Vertrag, einen zumindest für 27 Mitgliedstaaten der EU gangbaren Weg der Trennung nach langwierigen Verhandlungen gefunden. Es war doch allein die britische Seite, die Leave-Beggars, welche von Beginn an mit leeren Händen und ohne eigene Vorschläge zu den Verhandlungen erschienen."

Da sind wir uns völlig einig, Sie bringen das Problem exakt auf den Punkt! Der einzig gangbare Weg war da und von sehr klugen und fähigen Köpfen ausgehandelt. Aus Gründen - welche ich mittlerweile gar nicht mehr verstehe - wollen die Briten keinen gangbaren Weg.
Aber kein Grund für die EU nervös zu werden. Es wird sicherlich knirschen und knarzen, aber das steckt eine so starke Gemeinschaft weg. Der Tsunamie welcher über die Insel rollt ist dann tatsächlich nicht unser Bier, ähhhm Pint. Ohne Schaum...

17.00 Meinung ...

Da haben Sie den Kern des Problems angesprochen, das uns alle - jedenfalls die Vernünftigen - beunruhigt:
Warum sind solche niveaulosen Hetzer mehrheitsfähig in Ländern mit langer demokratischer Tradition?

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