Ihre Meinung zu: Proteste in Hongkong: "Gewalt durch Polizei immer größer"

29. September 2019 - 12:36 Uhr

In Hongkong demonstrieren erneut Tausende Menschen für mehr Demokratie. Am Rande der friedlichen Kundgebungen fliegen Steine. Die Polizei setzt Tränengas ein. Zu viel Gewalt, sagen Demonstranten. Von Alfred Schmit.

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Kommentare

die Sache beginnt zu eskalieren

mit Recht prangern Demonstranten an dass die Identität der Polizei nicht offengelegt wird
um sie bei Übergriffen "fassen" zu können
umgekehrt geht das demonstrierende Volk nicht gegen gewaltbereite Demonstranten vor und distanziert sich von denen
alles in allem ne schlechte Situation für Hongkonger
vermute mal das übrige China hat für deren "Freiheitswunsch" kaum Verständnis

Dachte das Zurücknehmen wäre offiziell gewesen

Hatte garnicht gewusst was für legislative Prozesse dafür noch durchlaufen werden müssen.
Gut das jetzt zu erfahren. Bitte weiter berichten und auf solche Details eingehen, als Carry Lam es versprochen hat.

Proteste in Hongkong...

Aber wenn die Regierung so gar nicht auf unsere Forderungen eingeht, müssen wir eben schon auch etwas Gewalt ausüben. 
###
Und deshalb ist es legitim Steine und Brandsätze zu werfen ? Auf einer friedlichen Kundgebung ? Als Demo-Teilnehmer, wie berechtigt meine Forderungen auch sein mögen, habe ich mein Anliegen nicht mit Gewalt einzufordern ! Wenn ich das mache, dann ist es klar das der Staat dann mit ganze Härte eingreift. Sei es in Deutschland, Frankreich oder wie hier in Hongkong. Es ist Richtig das die Medien über solche Proteste berichtet. Es sollte den Leser aber auch grundsätzlich vermittelt werden das die Gewalt von beiden Parteien die Lage eskalieren läßt.

Die Demonstrationen für

Die Demonstrationen für Demokratie verdienen jede Unterstützung. Die “ Feiern “ zum 70. Jahrestag der chinesischen Diktatur dagegen nicht. Sie sollten als Warnung für den Prozess der weltweiten Ausdehnung der chinesischen Überwachungs- und Kontrolldiktatur verstanden werden.

Provozierte Gewalt

>>>Aber wenn die Regierung so gar nicht auf unsere Forderungen eingeht, müssen wir eben schon auch etwas Gewalt ausüben.<<<

>>>Ein Demonstrant wirft in Hongkong eine Benzinbombe über eine Absperrung.<<<

Bei solchen Aussagen und Taten braucht sich doch keiner zu wundern, das die Lage eskaliert.
Das wird die chinesische Regierung, gnadenlos ausnutzen.
Das geht soweit, das Hongkong seinen Sonderstatus ganz verliert.

Strafverfahren gegen Polizisten

Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten.

Gewalt trifft

auf Gegengewalt, ich denke nicht das sich China das noch sehr lange ansehen wird.
Könnte ziemlich traurig enden.

Das Gewaltmonopol ...

... hat auch in Hongkong beim Staat zu liegen – und nicht bei offenkundigen Terroristen! Insofern bitte so lange mehr staatliche Gewalt, bis die illegitimen Demonstrationen hundertprozentig im Keim erstickt sind und das normale Leben sowie Arbeiten wieder ungestört weitergehen kann... Es ist absolut indiskutabel, wie in Hongkong eine radikale Minderheit die ganze friedliebende Bevölkerung in Geiselhaft nimmt – und das seit Monaten.......

13:58 von Sisyphos3

umgekehrt geht das demonstrierende Volk nicht gegen gewaltbereite Demonstranten vor und distanziert sich von denen

Ich habe noch nie erlebt, dass bei Demonstrationen friedliche Aktivisten gewaltbereite Personen erhaschen und diese der Polizei übergeben; auch nicht bei uns. Sollte eigentlich sein; man könnte die Seriösität der Demo zum Ausdruck bringen.

Ich habe manchmal den Eindruck, eine Demo ohne Steinefliegen ist keine Demo.

Allerdings frage ich mich, ob China nicht gewaltbereite Personen einschleust, damit Peking einen Grund zur gewaltsamen Niederschlagung hat.

Hongkong....

ist seit 1997 ein Bestand von der Volksrepublik China geworden. Ich fand den Schritt nicht richtig das Hongkong von dem Vereinigten Königreich zurück gegeben wurde. Nach dem Vertrag ist Hongkong bis 2047 eine Sonderzone mit eigene Gesetzgebung. Die Menschen von Hongkong haben Angst das der Arm Pekings auf Hongkong jetzt schon zu groß geworden ist.

"Etwas Gewalt anwenden"?

kann man sehen, was "etwas" Gewalt meint- und dann beschweren sich Demonstranten über Polizeigewalt? Wenn die mit Pflastersteinen, Eisenlatten und Brandsätzen attackiert wird? Oder in HK über den Lärm eines Polizeihubschraubers? Diese Aussagen machen mich fast sprachlos. Wie selbstverständlich diese "Aktivisten" ihre Gewaltexzesse als richtig verklären.

@ 14:24 von KowaIski

"Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten."

Natürlich sollte das so sein, ebenso gegen den Demonstranten, der eine Benzinbombe über die Absperrung wirf und damit billigend in Kauf nimmt, anderen damit schwere Verbrennung zuzufügen.

14:27 von rareri

"Ich habe noch nie erlebt, dass bei Demonstrationen friedliche Aktivisten gewaltbereite Personen erhaschen und diese der Polizei übergeben; auch nicht bei uns."

Stimmt.
Aber die gewaltbereiten Personen - oder besser: die gewaltsuchenden Personen - sind ja von den anderen deutlich unterscheidbar.

Zum einen durch ihre Kluft, zum anderen durch ihr Verhalten.
Die Polizisten dürften keine Mühe haben, das zu unterscheiden.

Wenn sie denn wollten.

re mschm1972

" Ich fand den Schritt nicht richtig das Hongkong von dem Vereinigten Königreich zurück gegeben wurde."

Hongkong war britische Kronkolonie per Pachtvertrag mit China, und der Vertrag lief 1997 aus. Es lag nicht im Ermessen des UK, dass Hongkong an China fiel.

@ Kowalski

"Strafverfahren gegen Polizisten

Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten."

Das ist auch zu 100% möglich. Jede Polizeiwache / Staatsanwaltschaft ist zur Aufnahme einer Strafanzeige verpflichtet, wenn sie Kennnis über eine Straftat erhält. Ausnahmslos! Nur was daraus wird, kann ihnen natürlich bei der Anzeigenaufnahme niemand sagen / versprechen!!

@Kowalski

"
Am 29. September 2019 um 14:24 von KowaIski
Strafverfahren gegen Polizisten

Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten."

.

Das gleiche gild aber auch für gewalttätige Demonstraten. Übrigens auch in Deutschland.

Es ist schon interessant wie

Es ist schon interessant wie manchmal von den Medien berichtet wird.
Der Potest hält sich in Grenzen wie ich es selbst erlebt habe.Leider mischen sich aber immer Krawallmacher ein oder dazu die das Gesamtbild und die Wirkung verderben.Das kennen wir auch aus Deutschland

Wer vom Staat nichts erwartet (Gutes) wird auch nicht enttäuscht

Der Polizeihubschrauber (der mit lautem Gebrumm in der Luft über den Wolkenkratzern steht) „soll wohl signalisieren: Die Ordnungsmacht kann jederzeit eingreifen“

Was sonst. Und dass allein sie das Recht hat, zu bestimmen, für wen welche Rechte gelten bzw. was in Ordnung ist und was nicht: „"Sie benehmen sich nicht korrekt, sie zeigen ihre Kennziffer nicht, also ihre Rückennummer zum Beispiel, sie sind gewalttätig. Sie ignorieren komplett, dass wir doch auch Rechte haben. Das ist einfach nicht in Ordnung"

Natürlich nicht. Also müssen die Bürger weiter für ihr Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen.

14:31 von MSCHM1972

Hongkong....ist seit 1997 ein Bestand von der Volksrepublik China geworden. Ich fand den Schritt nicht richtig das Hongkong von dem Vereinigten Königreich zurück gegeben wurde. Nach dem Vertrag ist Hongkong bis 2047 eine Sonderzone mit eigene Gesetzgebung. Die Menschen von Hongkong haben Angst das der Arm Pekings auf Hongkong jetzt schon zu groß geworden ist.

Stellen Sie sich vor: 1997 ist Hongkong übergeben worden und das ist 22 Jahre her; nahezu die Hälfte der Zeit als Zone mit Sonderverwaltung. Die anderen 27/28 Jahre stehen bevor; der Arm Pekings ist schon bis zum Ellenbogen in Hongkong.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass China bis 2047 ein anderes Gesellschaftssystem entwickelt.

@ Kowalski

"Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten."

Solange Name oder Dienstnummer nicht bekannt sind, ist es nahezu unmöglich, eines übergriffigen Polizisten habhaft zu werden.

Aber unter uns: Das war in Deutschland bis zur Kennzeichnungspflicht 2010 auch kaum möglich. Insofern ist es scheinheilig, sich bei HK über etwas zu beschweren, was bei uns bis vor 9 Jahren auch absolut Usus war.

Im Moment findet eine Solidaritäts-Demo in Taipeh/Taiwan statt

Was bisher nicht berichtet wurde:

Gerade in diesen Augenblicken findet in der Haupstadt Taiwans, Taipeh oder auf English "Taipei" eine Solidaritäts-Demo mit HongKong statt, Motto March to support Hong Kong, fight Chinese Communist Party, mit dem offiziellen Titel "929 Taiwan Hong Kong Grand Parade - Supporting Hong Kong, Fight Against Totalitarianism".

Pressebericht des Aufrufes findet sich auf "taiwannews".

Es lohn sich überdies, die politische Geschichte Taiwans z.B. auf Wikipedia nachzulesen, ohne den Hintergrund kann man nicht verstehen, was gerade in HongKong und Taiwan passiert.

14:24 von KowaIski

ebenso doch eigentlich auch gegen Molotowcocktails werfende Demonstranten ?!
denke Gewalt hat in einer Demo nichts verloren
Wobei das Problem vielschichtig ist
es gibt genug Demonstranten die nur hingehen um Gewalt abzureagieren
oder die bezahlt werden um die Sache eskalieren zu lassen

Das ist nicht unsere Aufgabe als Bürger

@ Sisyphos3:
umgekehrt geht das demonstrierende Volk nicht gegen gewaltbereite Demonstranten vor und distanziert sich von denen

Distanzieren tun sie sich schon. Das hören Sie in vielen Interviews. Aber wie soll man als Demonstrant gegen andere Demonstranten vorgehen? Soll man den Hilfspolizisten spielen?

Kowalski, um 14:24

Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Demonstranten ein Strafverfahren einzuleiten.
Erst fliegen Steine, dann war's zuviel Gewalt...??

@ Sonnenmeer

"Im Moment findet eine Solidaritäts-Demo in Taipeh/Taiwan statt" Am 29. September 2019 um 14:58 von Sonnenmeer

Läuft es da ruhiger ab?

Am 29. September 2019 um 14:24 von KowaIski

Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten.
Warum nur gegen Polizisten?
Demonstranten die Krawall machen und bewusst/gezielt Steine, Brandsätze usw. auf Polizisten werfen, für die soll das nicht gelten?

Gleiches Recht für alle, wir sind doch eine Demokratie, oder?
Ich bin dafür, dass auch eine Kennzeichnungspflicht für Demonstranten eingeführt wird. Am besten per Chip, wo man einfach per Kamera erkennen kann, wer die Person ist.
Dann werden wir die friedlichsten Demos aller Zeiten erleben.
Erst wenn restlos ALLE, auf beiden Seiten, für ihr handeln belangt werden, erst dann wird sich was ändern.

Was wäre richtig?

"Die Polizei setzt Tränengas ein. Zu viel Gewalt, sagen Demonstranten."

Immerhin fliegen "üblicherweise", muss man wohl schon sagen, von einigen - konzertiert und nicht nur vereinzelt - Steine, Brandsätze, und es werden Barrikaden errichtet , es gibt veritable Straßenschlachten.
Was wäre nicht zu viel? Kein Tränengas, keine Wasserwerfer? Was dann stattdessen, was wäre dieser Art von Gewalt angemessen?

China muss sich demokratisieren

@ wenigfahrer:
Gewalt trifft auf Gegengewalt, ich denke nicht das sich China das noch sehr lange ansehen wird.

Wenn die kommunistische Regierung klug ist, dann gibt sie den Menschen in Hongkong mehr demokratische Rechte und beginnt auch im restlichen China eine Demokratisierung.
Gewalt und Unterdrückung sind sicher keine Lösung. Auch nicht aus chinesischer Sicht.

Zitat: "Ich habe noch nie

Zitat:
"Ich habe noch nie erlebt, dass bei Demonstrationen friedliche Aktivisten gewaltbereite Personen erhaschen und diese der Polizei übergeben; auch nicht bei uns. Sollte eigentlich sein; man könnte die Seriösität der Demo zum Ausdruck bringen."

Ich habe aber vor genau 30 Jahren etwas in der Art erlebt -> im Herbst 1989 in der damaligen DDR.
Da wurden gewaltbereite Demonstranten (Ja - die gab es - kann ich heute noch vor jedem Gericht unter Eid bezeugen) und Provokateure von den friedlichen Demonstranten "neutralisiert"...
...und es gab wie z.B. am 4.11. in Berlin eigene Ordner im Demo-Zug - die trugen damals Schärpen mit der Aufschrift -> KEINE GEWALT!

Im Gegensatz zu Hongkong - bei denen man sich weder verbal noch sichtbar von Gewalttätern distanziert!!

Wenn ich da an Demos wie um "S21 " in Stuttgart oder G20 in Hamburg...
..oder etwas weiter in der Vergangenheit wie Gorleben oder Brockdorf denke - derart zurückhaltend war weder die Polizei noch die "offizielle" Presse

@ berelsbub, um 14:36

re@ Kowalski

Sprechen Sie jetzt von Deutschland oder von Hongkong?

Proteste in Hongkong:"Gewalt durch Polizei....

Ob das eine Bewegung für Demokratie ist,daß ist die Frage.Eine soziale Ader hat sie jedenfalls nicht,daß kann man auch an ihren potenten Unterstützern aus der Hongkonger Medienbranche ablesen.
Und welches Verhältnis zur Gewalt die denn haben......

@ Sisyphos3

14:24 von KowaIski
ebenso doch eigentlich auch gegen Molotowcocktails werfende Demonstranten ?!

Das sollte man nicht gegeneinander aufrechnen. Nur weil Demonstranten Gewalt anwenden, heißt das noch lange nicht, dass Polizisten das auch dürfen - ungestraft.

Der Staat muss nachgeben

Die einzige Lösung des Konfliktes besteht darin, dass der Staat nachgibt und eine demokratischere und liberalere Haltung einnimmt. China muss mehr echte Mitsprache und Partizipation der Bürder zulassen. Sonst gibt es keine friedliche und gedeihliche Zukunft.

Proteste in Hongkong...

Am 29. September 2019 um 14:31 von deutlich
"Etwas Gewalt anwenden"?
Wie selbstverständlich diese "Aktivisten" ihre Gewaltexzesse als richtig verklären.
###
So ist es. Demostationen sind legitim. Und in Hongkong wollen diese Aktivisten auf Teufel komm raus ihre Forderungen durchsetzen. Und sei es mit etwas Gewalt ! Möglichst Medienwirksam und sich dann in die Opferrolle sehen wenn der Staat versucht die Ordnung wieder herzustellen...

"Ich fand den Schritt nicht

"Ich fand den Schritt nicht richtig das Hongkong von dem Vereinigten Königreich zurück gegeben wurde."

Wollten Sie den Hongkong-Chinesen etwa weiterhin das Wahlrecht vorenthalten? In der 150jaehrigen britischen Kolonialgeschichte Hongkongs war Chinesen das Wahlrecht verwehrt...

14:34 von Sausevind

Die Polizisten dürften keine Mühe haben, das zu unterscheiden.
.
und dann ?
wenn die gewaltbereiten Schutz in der großen Masse
nichtgewaltbereiter Demonstranten suchen und leider auch finden
Solidarität treibt manchmal selten Blüten
haben sie mal nen Polizisten erlebt, dass der nen Kollegen anschwärzt
ein Schulleiter seinen Lehrer
ein Bistum ihren Pfarrer
oder ein Sportverein wenn ein Trainer zudringlich wird
was wird wohl die 5 köpfige Familie antworten wenn der Polizist sie stoppt
und fragt ist euer Vater bei "ROT" über die Kreuzung gefahren

Bilder wie bei den Pariser Gelbwesten

Gewalttätige Demonstrationen gibt es offenbar nicht nur in Frankreich, sondern auch in China wie es scheint. Wenigstens gibt es in China aber keine Toten.

@ 15:02 von junge Welt

"Aber wie soll man als Demonstrant gegen andere Demonstranten vorgehen? Soll man den Hilfspolizisten spielen?"

Das selbstverständlich nicht. Aber man kann vermeiden, für gewalttätige "Aktivisten" die Kulisse, ein Umfeld zu bilden. Eigene Ordner (nicht "Hilfspolizisten") wären wohl auch nicht schlecht, die beruhigend, ermahnend, deeskalierend unterwegs sind.

Wenn etwa "Aktivisten" ein Geschäft "zerlegen", könnten lautstarke Rufe von sehr vielen vielleicht etwas bewirken, zumindest den Gewalttätern im Dienst oder unter dem Deckmantel der "guten Sache" unmissverständlich klar machen, dass so etwas auf Ablehnung der Masse stößt, deren Ziele sie vorgeblich oder ihrer Ansicht nach vertreten.

Wo dies oder anderes nicht hilft, da ist allerdings die Polizei , wie auch hierzulande nicht anders, üblicherweise mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken zuständig.

@ junge Welt

Klappt in Kurven von Fans aus der Bundesliga auch. Da hatten Bremen und Dortmund zum Beispiel Probleme mit rechten Gruppierungen. Diese wurden isoliert und ausgegrenzt und Fehlverhalten wurde dem Verein / der Polizei schonungslos gemeldet und schon war Schluss mit dem Theater in der Kurve. Alles nur eine Frage des WOLLENS

Angemessene Gewalt?

Also Polizeihubschrauber, seh ich hier in L bei jedem Bundesliga-Spiel. Überhaupt scheinen mir die Einsätze der Polizei weitgehend angemessen zu sein. Auch von den Demonstranten geht viel Gewalt aus, schon seit Wochen. Das kann die Staatsmacht nicht einfach so hinnehmen. Würde ich in D genauso sehen.

Ein eigenständiges System ist zum Scheitern verurteilt.

Nur in Sagen von Abergläubigen und in Comics von jungen einfältigen Träumern siegt David gegen Goliath oder gewinnt ein kleines gallisches Dorf gegen ein Imperium.
In der Realität jedoch wird Honkong sich niemals allein gegen das chinesische System durchsetzen können. Es sein denn, in ganz China, von der Pazifikküste bis hinter den Himalaya, erhebt sich die Bevölkung Chinas gegen ihre Regierung in Peking!

@ Bernd Kevesligeti

Ob das eine Bewegung für Demokratie ist,daß ist die Frage.

... die man aber bejahen sollte.


Eine soziale Ader hat sie jedenfalls nicht,daß kann man auch an ihren potenten Unterstützern aus der Hongkonger Medienbranche ablesen.

Klingt eher nach Vorurteil.

Man stelle sich vor ...

"Die meisten von uns sind friedlich", sagt ein Demonstrant. "Aber wenn die Regierung so gar nicht auf unsere Forderungen eingeht, müssen wir eben schon auch etwas Gewalt ausüben."

Man stelle sich vor, die Gewalt hilft nicht. Was dann, noch etwas mehr Gewalt?
Die Sicht kann man auch umkehren: Wenn von Seiten der Polizei es nicht wirklich unter Einsatz physischer Gewalt (incl. Tränengas und Wasserwerfern) zufriedenstellend gelingt, Straßenschlachten zu unterbinden, dann muss sie eben ...

@ Oxalis

Am 29. September 2019 um 14:24 von KowaIski
Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten.
Warum nur gegen Polizisten?

Das hat der User Kowalski damit nicht impliziert. Die Strafverfahren gegen Demonstranten wird es ohnehin geben, die müssen Sie vermutlich nicht anmahnen. Das ist überflüssig.

Hat das Imperium nicht schon genügend Mitläufer?

@ WM-Kasparov-Fan:
Ein eigenständiges System ist zum Scheitern verurteilt. Nur in Sagen von Abergläubigen und in Comics von jungen einfältigen Träumern siegt David gegen Goliath oder gewinnt ein kleines gallisches Dorf gegen ein Imperium.

Merkwürdig, wie eifrig Sie die Glocken des Imperiums läuten. Ich stehe hingegen auf der Seite der Demokratie, also des Dorfes.

@ junge Welt

"Wenn die kommunistische Regierung klug ist, dann gibt sie den Menschen in Hongkong mehr demokratische Rechte und beginnt auch im restlichen China eine Demokratisierung."

Wenn die kommunistische Regierung in Peking dumm ist, dann beginnt sie im restlichen China mit einer Demokratisierung. Mit der derzeitigen staatskapitalistischen Despotie fährt die chinesische Gesellschaft am Besten, da sie nicht allzusehr in einzelne sich bekämpfende Interessensparteien zerfällt und sich dadurch nicht blockiert, wie z.B. wir durch unsere parlamentarische Demokratie und den ewig gleichen Grabenkämpfe, wo schnelle und zukunftsgerichtete Entscheidungen getroffen werden müssen.

@KowaIski - Strafverfahren gegen Polizisten?

14:24 von KowaIski:
"Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten."

Das ist in Deutschland schon sehr schwer, obwohl jeder Polizist eine Nummer auf dem Rücken hat.

In Hongkong wird es völlig unmöglich sein.

"Gewalt durch Polizei immer größer"

Wenn dem so ist, dann sollte mal eine Auflistung der Polizeigewalt aufgelistete werden.
Wieviel Tote, Verletzte gab es schon.
Welchen Waffen werden von der Polizei eingesetzt.
Bei den Demonstranten in Frankreich
gab es auch Tote, über 20 Menschen verloren ihr Augenlicht, wie ist das in Hongkong.
Setzt dort die Polizei auch Schusswaffen ein?

15:26 von Sisyphos3

<< 14:34 von Sausevind
Die Polizisten dürften keine Mühe haben, das zu unterscheiden.
.
und dann ?
wenn die gewaltbereiten Schutz in der großen Masse
nichtgewaltbereiter Demonstranten suchen und leider auch finden <<

Ich bin sicher, dass die Polizei da Möglichkeiten finden kann, und auch immer gefunden hat - wenn sie es denn will.

Ich sehe das überhaupt nicht als aussichtslos an.

Wie sich die Bilder gleichen

Tatsächlich - genau die gleichen Bilder wie bei den Gelbwesten-Protesten im benachbarten Frankreich.

@rareri - Die Provokateure kommen von selbst.

14:27 von rareri:
"Allerdings frage ich mich, ob China nicht gewaltbereite Personen einschleust, damit Peking einen Grund zur gewaltsamen Niederschlagung hat."

Sie schreiben selbst, dass sich auf Demos regelmäßig gewaltbereite Personen einfinden. Das wird in China nicht anders sein. Insofern glaube ich nicht, dass diese Provokateure von staatlicher Seite eingeschleust werden.

Vermutlich würde China lieber friedliche Proteste wegignorieren, als gewaltsame niederzuschlagen. Das zweite ist Wasser auf den Mühlen der internationalen Konkurrenz.

@WM-Kasparov-Fan, 15:52

„In der Realität jedoch wird Honkong sich niemals allein gegen das chinesische System durchsetzen können. Es sein denn, in ganz China, von der Pazifikküste bis hinter den Himalaya, erhebt sich die Bevölkung Chinas gegen ihre Regierung in Peking!“

Stimmt. Und genau das dürfte der Grund für die verzweifelten Versuche der chinesischen Regierung, „ihre“ Bürger mit allen einer totalitären Staatsmacht zur Verfügung stehenden Mitteln - Zensur, Internetblockaden, rigiden Vorschriften zur „Sicherstellung der öffentlichen Ordnung“, lückenloser Überwachung, Ausspionieren der Smartphones Einreisender an Flughäfen, Einschüchterung durch drakonische Straf- und Abschreckungsmaßnahmen u.a.m. - hermetisch vor allen „Einflüssen“ von außen abzuschirmen sein.

Am 29. September 2019 um 15:13 von junge Welt

" Wenn die kommunistische Regierung klug ist, dann gibt sie den Menschen in Hongkong mehr demokratische Rechte und beginnt auch im restlichen China eine Demokratisierung.
Gewalt und Unterdrückung sind sicher keine Lösung. Auch nicht aus chinesischer Sicht. "

Das mag Ihr persönlicher Wunsch sein, ob das China auch so sieht, wage ich zu bezweifeln.
Deshalb meine Vermutung, das es eher nicht gut endet.
Die nächsten Wochen oder Jahre werden das zeigen, ein großes Land mit enormen Mengen an Menschen, wird nicht einfach so regiert.

@Sausevind - Erklärungsbedarf

14:34 von Sausevind:
"Aber die gewaltbereiten Personen - oder besser: die gewaltsuchenden Personen - sind ja von den anderen deutlich unterscheidbar. [...] Die Polizisten dürften keine Mühe haben, das zu unterscheiden. Wenn sie denn wollten."

Sie scheinen sich auszukennen und können mir sicherlich erklären, inwiefern sich der kapuzenpullitragende, friedliche Demonstrant vom kapuzenpullitragenden, gewaltsuchenden Demonstrant unterscheidet.

Und Sie können mir auch erklären, wie die Polizei den identifizierten "Aktivisten" aus einer Gruppe von hunderten Menschen herausholen kann, ohne einen friedlichen Demonstranten zu behindern, bedrängen oder gar zu verletzen.

Und eine Frage noch: Wenn das alles so einfach ist, warum gibt es dann überhaupt noch Steinewerfer auf Demonstrationen?

@15:10 Tada - Solidaritäts-Demo in Taipeh/Taiwan für HongKong

@15:10 TadaSie fragten "Läuft es da ruhiger ab?" mit Bezug auf die momentane Solidaritäts-Demo in Taipeh/Taiwan für HongKong.

Ja sicher. Was ich hier in den privaten und öffentlichen Livestreams selbst beobachten konnte von dieser Solidaritäts-Demo und was mir meine Taiwanesischen Freunde per Messenger berichten, zu denen ich Vertrauen habe, ist es bisher ruhig geblieben.

Allerdings drohte Mainland China bereits den Taiwanesen wiederholt, dass sie jederzeit die ZITAT Invasion des Militärs befehlen könnten.

Wie der weitere Verlauf aussehen wird, ist kritisch. Es scheint sich zuzuspitzen. Die Taiwanesen sagen, heute ist HongKong dran, morgen wir. Deswegen solidarisieren sie sich.

Ein großflächiges Blutvergießen wäre für Beijing im Grunde gar kein Problem, bisher aus Image-Gründen zwar noch zu vermeiden, aber wenn es hart auf hart kommt, hätten die damit keinerlei Problem - so sehen es auch die meisten Experten von den sinologischen wissenschaftlichen Instituten.

15:41 von pxslo

Gewalttätige Demonstrationen gibt es offenbar nicht nur in Frankreich, sondern auch in China wie es scheint. Wenigstens gibt es in China aber keine Toten.

Nicht nur in Frankreich oder in China, auch bei uns.

@ pxslo

Gewalttätige Demonstrationen gibt es offenbar nicht nur in Frankreich, sondern auch in China wie es scheint. Wenigstens gibt es in China aber keine Toten.

Der tote Demonstrant in Frankreich stand aber nicht in direktem Zusammenhang mit den Demonstrationen und Ursache war schon gar nicht "Polizeigewalt".

@ diskobolos

Angemessene Gewalt? Also Polizeihubschrauber, seh ich hier in L bei jedem Bundesliga-Spiel.

Offensichtlich haben wir völlig verschiedene Begriffe von Polizeigewalt.

14:25 von wenigfahrer

Gewalt trifft auf Gegengewalt, ich denke nicht das sich China das noch sehr lange ansehen wird.
Könnte ziemlich traurig enden.

Ich habe noch keine (Groß)Demo gesehen, bei der es nicht rund gegangen ist, auch nicht bei uns oder in anderen Ländern. Höchstens bei einer Demo, wo ein paar Leutchen mit Schilder in der Hand eine Mahnwache abgehalten haben.

Das gibt natürlich Peking genug Nährstoff, "für Frieden zu sorgen".

Es gibt auch einen anderen Weg!

Mir fiel spontan Mahatma Ghandi ein, der Indien von der englischen Kolonialherrschaft befreit hat. Sein Motto: "Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg." Der Weg des passiven Widerstandes könnte auch in Hong Kong helfen.

Claudia Bauer meint ....

ich denke nach den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am Dienstag, wird die Volksbefreiungsarmee wieder für Ruhe und Ordnung in Honkong sorgen.
Honkong ist ein Teil Chinas, damit sollten sich die Randalierer in Honkong endlich abfinden. Es wird Zeit das aus dem " Ein Land zwei Systeme" endlich ein Land und ein System entsteht.

Mehr Demokratie wagen

Die Forderungen der Demonstranten in Hongkong sind gerechtfertigt. Die Lösung kann nur in einem Nachgeben der Obrigkeit liegen, die mehr Demokratie zulässt. Nur so ist ein friedliches Miteinander möglich. Die Bevölkerung von China setzt große Hoffnungen auf die Demokratiebewegung in Hongkong.

Vielleicht sollten alle freien Demokratien

zum 70.Jahrestag der chinesischen Staatsgründung, ihre Staatsflaggen auf Halbmast setzen, als Zeichen der Verbundenheit mit den Demonstranten in Hongkong und mit den Menschenrechtlern in China!

Kein Verständnis

"Viele friedlich demonstrierende Menschen in Hongkong sind an diesem Wochenende frustriert. Einerseits weil wenige einzelne Demonstranten Steine und Brandsätze geworfen haben"

Wer sich nicht von den Radikalen distanzieren und diesen Deckung gewährt "be water" braucht sich nicht zu wundern mit diesen in einen Topf geworfen zu werden.
Ich habe auch kein Verständnis für besorge Bürger die mit Nazis marschiert.
Wer die Nähe zu den Gruppen sucht und diese nicht ausgrenzt braucht sich nicht zu wundern.

Ich weiß nicht, was die

Ich weiß nicht, was die Demonstranten erwarten, das gilt jetzt aber nicht nur in Hongkong: Gewalt eskaliert immer. Soll heißen, wenn Steine geworfen werden, Brandsätze, Benzinbomben, etc. kann das ein Staat nicht tolerieren. Nirgends.
Selbstverständlich werden dann Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Wenn das immer noch nicht hilft gibt es noch härtere Maßnahmen.
Wem das nicht klar ist sollte nicht auf Demos gehen.
Sinnvollerweise halten sollten die friedlichen Demonstranten selber gegen Gewalttätige Demonstranten vorgehen.
Ob das zum Ziel (eine friedliche Demo) führt weiß ich auch nicht.
Aber Eskalation wird immer härter.
Wer die gewaltbereiten Radikalen sind weiß ich auch nicht, ich weiß nur daß sie KEINER braucht.
Weder beim Fußball noch bei Demos.

U no !

Bewusst so geschrieben! Wo ist eigentlich die UN bei dem Problem? Sekt mal wieder den Kopf in den Sand! Warum gibt es nicht mal ein Wort vom Generalsekretär?

14:21 von Struwwelpeter

Ich glaube, wir sollten die Folgen nicht ohne die Ursachen betrachten! Klar ist die Gewalt von einzelnen Demonstranten nicht ok,aber sie haben eine Ursache. Friedliche Demonstrationen wurden von der Polizei und der Politik, von Anfang, an verboten, mit dem Ziel, die Demonstranten zu kriminalisieren! Dann konnten die Sicherheitskräfte, ohne weiteres, sofort mit Gewalt gegen die "Kriminellen" vorgehen und das führt, unweigerlich, zu Reaktionen! Das ist genau so, als würde ich jemanden mit einem Stock verbrügele und mich danach beschwere, dass er mit Steinen o. ä. sich verteidigt!

14:25 von wenigfahrer

Ich teile ihre Befürchtung, dass die chinesischen Sicherheitskräfte für einen "himmlichen Frieden" sorgen könnten.

@junge Welt - Warum diese Missionierung?

15:13 von junge Welt:
"Wenn die kommunistische Regierung klug ist, dann gibt sie den Menschen in Hongkong mehr demokratische Rechte und beginnt auch im restlichen China eine Demokratisierung."

Warum sollte es klug sein, ein politisches System zu übernehmen, das nicht nur die eigene Macht einschränkt, sondern anderswo am scheitern ist (soziale Ungleichheit, Spaltung der Gesellschaft, Populismus, Meinungskriege)?

14:26 von jautaealis

Sie sollten das Wort Terroristen nicht so inflationär benutzen! Bei China kann man, ohne viel Phantasie, von einem Unterdrückungsstaat sprechen der zusagen gegenüber Hongkong nicht einhält. Wer sich also an zugesagten Abmachungen nicht hält, muß damit rechnen, dass die Menschen auf die Straße gehen. Diese Demonstranten in die Terror Ecke zu stellen, ist eine Frechheit!

@ um 14:24 von KowaIski

Ein Strafverfahren gegen gewalttätige Polizisten einzuleiten ist in Hongkong sicherlich genau so möglich, wie in Deutschland.
Aber haben Sie von den 120 Anzeigen gegen gewalttätige Polizisten bei den G20 - Demonstrationen je wieder gehört? Ein Teil dieser Polizisten war sogar der Auslöser der dortigen Krawalle, wie man bei NTV und N24 deutlich und live sehen konnte.
Darüber wird noch nicht einmal in unseren Medien berichtet.
So ähnlich wird das auch in Hongkong ablaufen.

Demokratie-Aktivisten?

"Die meisten von uns sind friedlich", sagt ein Demonstrant. "Aber wenn die Regierung so gar nicht auf unsere Forderungen eingeht, müssen wir eben schon auch etwas Gewalt ausüben."

So spricht auch der überall hofierte Herr Wong. Wer für Gewalt ist, um Forderungen durchzusetzen ist kein Demokrat sondern ein Extremist der Polizeigewalt legitimiert.

Wer ein wenig English versteht,

kann sich HIER alternativ informieren

https://www.globalresearch.ca/hong-kong-is-scared-of-the-rioters/5690145

@wolf666 16:18 Seit wann

@wolf666 16:18
Seit wann liegt Hongkong benachbart zu Frankreich?
Die Bilder gleichen sich leider aber benachbart sind die Länder nicht.

@14:00 von Mar Pe

"Dachte das Zurücknehmen wäre offiziell gewesen"

Die Rücknahme ist bereits zwei mal erfolgt. Da erste mal wurde das Gesetzt lediglich als "tot" erklärt. Danach geschah noch ene etwas formellere Rücknahme. Es kann sich kein Politiker mehr leisten dieses Gesetz noch einmal zu unterstützen.

Diese semantischen Spitzfindigkeiten bzgl. der Form der Rücknahme seitens der Demonstranten sind eine billige Entschuldigung die Unruhen fortsetzen zu können. Das eigentliche Ziel ist doch jedem klar... die vollständige Unabhängigkeit.

Bezeichnend ist

wie die wochenlangen Gewaltexzesse dieser "Aktivisten" von manchen Foristen hier, vielen Medien aber auch den Demonstranten selbst klein geredet und gerechtfertigt werden. Soll die Polizei sich stoisch ruhig mit Pflastersteinen und Brandsätzen traktieren lassen? Dagegen sind Wasserwerfer und Tränengas ja hamlos. In HK ist die Polizei auf den gezeigten Videos ja mehr Opfer als Täter.

Interessante Schlagzeile

"Gewalt durch Polizei immer größer"

Diese Betitelung eines Artikels hätte während der G20 Unruhen in Hamburg viele Bürger empört. Dabei ist die Polizei dort bereits auf Demonstranten losgegangen, weil diese lediglich vermummt waren, wie die HK-Demonstanten eben auch.
Ohne die Polizeiarbeit an beiden Orten werten zu wollen kritisiere ich die gegensätzliche Betrachtung und Betitelung durch Journalisten.

Wie gut...

Wie "gut", dass die Polizei in Deutschland nie gegen Aktivisten vorgehen würde, die mit Bentinbomben werfen, wie auf dem Bild der Tagesschau, oder etwa doch? Denn das scheint ja nicht zu beanstanden zu sein?

Was sagen Nicht-Demonstranten?

Wieso werden nur Demonstranten zitiert, sogar in der Schlagzeile?
Wenn gleichzeitig Steine fliegen und sogar "Benzin-Bomben", dann ist der Einsatz von Tränengas eine mE verhältnismäßige Reaktion der Polizei.

"Aber wenn die Regierung so gar nicht auf unsere Forderungen eingeht, müssen wir eben schon auch etwas Gewalt ausüben [...]"

Diese Auffassung dient vor allem der Selbstrechtfertigung, sie steht aber in allen Ländern der Welt im krassen Gegensatz zur Rechtsordnung und zum Gewaltmonopol des Staates.
Und die Polizei "muss" dann eben auch "etwas Gewalt" ausüben.

Royal undemokratisch

@ RoyalTrump:
Wenn die kommunistische Regierung in Peking dumm ist, dann beginnt sie im restlichen China mit einer Demokratisierung.

Sie scheinen ja nicht viel von Demokratie und Gerechtigkeit zu halten? Oder halten Sie lediglich einen Teil der Menschheit für unmündig.

Wenn wir schon beim Halten sind, halte ich es mehr mit Winston Churchill:
Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

Unkritischer Glaube

@ Nachfragerin:
Insofern glaube ich nicht, dass diese Provokateure von staatlicher Seite eingeschleust werden.

Mit Glaubensfragen ist das aber so eine Sache. Ich bin hier etwas skeptischer eingestellt.

Alles schön in einen Topf?

@ wolf 666:
Wie sich die Bilder gleichen. Tatsächlich - genau die gleichen Bilder wie bei den Gelbwesten-Protesten im benachbarten Frankreich.

Rein äußerlich mögen Sie recht haben. Begnügen Sie sich mit der Äußerlichkeit? Die einen demonstrieren gegen Ökosteuer, die anderen gegen Diktatur.

@14:11 von Werner40

"Sie sollten als Warnung für den Prozess der weltweiten Ausdehnung der chinesischen Überwachungs- und Kontrolldiktatur verstanden werden."

Deutschland wird nicht in Hong-Kong verteidigt. China ist deren Land, das muss die Gesellschaft dort klären. China hat sich in der Geschichte anders verhalten als der Westen... hat seine Macht nicht dazu Missbraucht die halbe Welt militärisch zu unterwerfen und zu kolonialisieren.
Eine Ideologisierung (Herr Wong... HK=Berlin, Neuer kalter Krieg) sowie eine Internationalisierung der Vorgänge in Hong Kong ist gefährlich, weil es China zu einer Reaktion zwingt.

Immer mehr Gewalt...

Die Videos mit totalen Zerstörungen von kompletten Bahnstationen, Shopping Malls usw. in Hongkong zeigt die "Tagesschau" nicht, aber "Ski News".

"Gewalt durch Polizei immer größer"

Also: auch bei mehrfacher Ansicht des Filmberichts ist allein für 2 Sekunden (Sekunde 24 bis 26) eine Bildsequenz eingefügt, bei der Rauch und offensichtlich Rangeleien zwischen Polizisten und - vorsichtig ausgedrückt - offensichtlich nicht unbewaffneten und zusätzlich vermummten Demonstranten zu sehen ist. Dagegen Großaufnahmen von "Demonstranten für die Demokratie Hongkongs", die "Benzinbomben" werfen. Da hält sich meine Empörung über die behauptete und zumindest hier unbelegte "Gewalt durch Polizei" verständlicherweise sehr in Grenzen. Sieht das jemand anders?

16:17 von Sausevind

wäre es nicht sinnvoller so eine Situation realistisch und nicht zu naiv betrachten

Gewaltbereite Demonstranten ziehen sich in die Menge zurück
die Polizei versucht die aus der Gruppe herauszuholen
die erste Reihe der Demonstranten, welche das Steinewerfen von denen sahen verhält sich neutral
wie verhält sich der Rest der friedlichen Demonstranten wenn sie sehen die Polizei holt aus ihrer Mitte "Mitdemonstranten" heraus - aber ohne das Wissen warum ?
die reagieren doch vermeintlich solidarisch und wollen die schützen ....
die Sache wird eskalieren
ok ich bin ohnehin der Meinung wer vermummt kommt,
dürfte nicht zur Demo zugelassen werden
ebenso wie jeder Polizist ne Identifikation haben muß

@14:24 von KowaIski

"Es muss doch möglich sein, gegen gewalttätige Polizisten ein Strafverfahren einzuleiten."

Laut Studie zu Polizeigewalt in Deutschland, die kürzlich erschienen ist, ist das eher unrealistisch. Es gibt halt keine lupenreinen Demokratien respektive Rechtsstaaten. Wir sollten aus Hong Kong nichts erwarten, was wir selbst nicht wirklich hinbekommen.

re von Jan Kaspar Hoden 16:01

Klingt eher nach Vorurteil ? Dann gucken Sie sich mal die Medienmogule an(Jimmy Lai).

karwandler

Der Pachtvertrag mit China betraf das Gebiet das als "New Territories" bezeichnet wird und welches nördlich der Boundary Street (Kowloon Seite) beginnt.

Die Insel Hongkong und der südliche Teil Festlandsseite, der als Kowloon bezeichnet wird, waren von den Engländern 'auf immer und ewig' reklamiert worden, hätten also technisch ein Teil des Vereinigten Königreiches bleiben können.

Das Gesetz wurde weder

Das Gesetz wurde weder zurueckgenommen, noch muss die Ruecknahme durch den Legislativrat abgesegnet werden. Carrie Lam hat das alleinige Recht den Antrag zu widerrufen, die Tatsache die Ruecknahme dem Rat vorzulegen, der auch noch von Pro-China-Kameraden regiert wird, plus die Tatsache, dass die Vorlage nach dem 1. Okt geschehen soll, riecht ganz uebel nach einem Versuch den Protesten Wind aus den Segeln zu nehmen und dann nach dem herrlichen glorreichen Geburtstag der CCP dann das Gesetz doch zu verabschieden. Dann wuerde zwar alles lichterloh brennen, aber das ist dann auch egal, wenn man die ganzen Kakerlaken (wie die Polizei Demonstranten zu nennen pflegt) dann schoen nach chinesischem Recht verbannen kann und ihre gut gepflegten Organe an reichere Chinesen verkaufen kann.

14:27 von rareri

Ich habe noch nie erlebt, dass bei Demonstrationen friedliche Aktivisten gewaltbereite Personen erhaschen und diese der Polizei übergeben; auch nicht bei uns. Sollte eigentlich sein; man könnte die Seriösität der Demo zum Ausdruck bringen.

Wäre ja auch blöd. Denn in Ihrem dritten Absatz schreiben sie ja auch selbst von der Möglichkeit, dass Gewalttäter eingeschleust werden.
Gewalt auf Demos geht immer auch von der Polizei aus. Würde man nun damit beginnen, Demonstranten gegen Demonstranten vorgehen zu lassen, wäre es ja noch viel leichter für den Staat, missliebige Demos eskalieren zu lassen. Einfach die Agent Provocateurs an bestimmten Stellen einsetzen, schon ist überall Randale.
Hier verschweigen einige immer (sicher nicht nur aus Unwissenheit), dass `Gewalt´ auf Demos nicht (nur) von den Demonstranten ausgeht.

Provokateure auflaufen lassen!

"Am Rande der friedlichen Kundgebungen fliegen Steine. Die Polizei setzt Tränengas ein. Zu viel Gewalt, sagen Demonstranten."

Die Logik dahinter ist einfach: Keine Steine, kein Tränengas. Aber vielleicht werden die ja Steine geworfen, um den Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken zu provozieren?

Meiner Meinung nach sollte sich die Polizei komplett zurückziehen, damit sich die gewaltbereiten Aktivisten selbst enttarnen. Wenn - wie in Hamburg - ganze Straßenzüge verwüstet werden, kann das keiner mehr als freie Meinungsäußerung oder Protest für die Demokratie bezeichnen.

Ist ja leider nicht moeglich,

Ist ja leider nicht moeglich, wenn die Opfer nicht wissen, von wem sie festgenommen wurden, die Polizei fuehrt keine Protokolle, um sich gegen jede Form von Repressalien zu wehren. Carrie Lam und ihr Stab hat da auch keine Moeglichkeit zu intervenieren, da die Polizei ihre Anweisungen aus Peking bekommt. Als Peking entschied, dass die derzeitige Lage die nationale Sicherheit von China gefaehrdet, wurden die Proteste eine Peking Angelegenheit, da hat dann Carrie Lam nichts mehr zu melden.

Demonstranten hinderten Gewalttäter.

@14:27 von rarer
Bei einer großen Demonstration gegen einen G20 (?)-Gipfel in Merkels Heimat haben gemäß einem Live-Bericht im Bayerischen Rundfunk Demonstranten einen Gewalttäter versucht aus dem Verkehr zu ziehen. Der hatte dann allerdings einen Ausweis der Bremer Polizei in der Tasche.

Über eine komplett friedliche Demonstration wird leider manchmal kaum berichtet.

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