Ihre Meinung zu: Hongkong: Proteste am Jahrestag der Regenschirm-Bewegung

28. September 2019 - 16:45 Uhr

Zehntausende haben bei einer Demonstration in Hongkong an die Regenschirm-Bewegung vor fünf Jahren erinnert. Am Rande der Kundgebung kam es erneut zu Ausschreitungen. Die Proteste sollen insgesamt mehrere Tage dauern.

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Kommentare

"In Hongkong...

ist es am Rande einer friedlichen Demonstration zu neuen Ausschreitungen gekommen. Nahe dem Parlamentsgebäude ging die Polizei mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen Aktivisten vor, die Brandsätze geworfen hatten. Mehrere Regierungsgegner - viele vermummt und schwarz gekleidet - warfen Steine und besprühten Geschäfte mit Graffiti"

Ich hoffe nur, dass die Sicherheitsbehörden die Ruhe weiterhin bewahren und die Chaoten ihrer gerechten Strafe zugeführt werden.
Aber was mich eigentlich stark interessiert, gibt es außer den Rücktrittsforderungen auch ein soziales Programm der "Aktivisten" ? und wurde eine Verhandlungsbereitschaft mit der Regierung signalisiert?

Für Demokratie zu

Für Demokratie zu demonstrieren ist allemal besser als 70 Jahre Diktatur zu “ feiern “.

17:57 von Freischeler

Ich hoffe nur, dass die Sicherheitsbehörden die Ruhe weiterhin bewahren und die Chaoten ihrer gerechten Strafe zugeführt werden.

Es fragt sich nur, wer die Chaoten sind und wer diese organisiert.

Aber was mich eigentlich stark interessiert, gibt es außer den Rücktrittsforderungen auch ein soziales Programm der "Aktivisten" ? und wurde eine Verhandlungsbereitschaft mit der Regierung signalisiert?

Ist das gegenwärtig so interessant? Die Bevölkerung möchte ihr bisher gewohntes freiheitliches Leben nicht aufgeben.

@rareri

Jemand der mit britischer Fahne herumläuft?
Haben Sie die brutale britische Diktatur vergessen?

@werner40

Glauben Sie daß es seinerzeit mit Tschiang Kai-shek "besser" gelaufen wäre? Viel Auswahl hatten die nicht und vermutlich würde es HK in dieser Form schon lange nicht mehr geben. Das wäre jetzt so eine Art "Haiti-Ost".....

18:56 von Bigbirl

Jemand der mit britischer Fahne herumläuft?

Ich weiß nicht was Sie damit ausdrücken wollen. Mit einer britischen Fahne kann jeder herumlaufen, die gibt es in jedem Fahnengeschäft zu erwerben. Nichts besonderes.

Und eine britische Fahne kann mann man jeden in die Hand drücken.

Haben Sie die brutale britische Diktatur vergessen?

Weiß wieder nicht, was Sie ausdrücken wollen. Hongkong war hat eine britische Kolonie. Die Bevölkerung in Hongkong möchte doch auf ihr gewohntes Leben, was sie unter der britischen "Diktatur", so wie Sie diese Gesellschaftsform nennen, nicht verzichten.

Oder meinten sie chinesische Diktatur? Dann wären wir zusammen.

Allmählich entsteht der Eindruck, ...

... dass die Hongkonger nicht mehr arbeiten, sondern nur noch auf die Straße gehen! Dafür und für ihre ausnahmslos irrelevanten, ja: illegitimen Ziele habe ich nicht das geringste Verständnis mehr... Für ihre Mittel, die denjenigen von Terroristen gleichen, ohnehin nicht: China täte gut daran, jeden einzelnen von ihnen strafrechtlich aufs schärfste zu verfolgen.......

Chiang Kai Shek

Fakt ist: die KPCh hat China wirtschaftlich an die Weltspitze gebracht.
Das einstmals ärmste Land der Erde mit 1949 noch 450 Mio. Bürgern hat heute die dreifache Bevölkerung und ist aus der Armut befreit.
Das ist für mich erst einmal, was zählt.
Dagegen fällt Hongkong heute sukzessiv ab. Daher auch die Aufregung: der Bedeutungsverlust Hongkongs gegenüber der VR China.

Weitere Anführer der Demonstranten waren in den USA.

@18:28 von rarer
Wer die Chaoten unter den Demonstranten organisiert, wüsste ich auch gerne. Oder ob sie das aus eigenem Antrieb machen? Bei uns würde eine derartige Szene wohl (hoffentlich!) von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden.

Klingt ja richtig niedlich!

"Nahe dem Parlamentsgebäude ging die Polizei mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen Aktivisten vor, die Brandsätze geworfen hatten. "
In Deutschland wäre die Berichterstattung genau anders herum. ERST kämen die Molotowcocktail werfenden xyz, DANACH der Polizeieinsatz. Paßt sich dieser Art Berichterstattung aber nahtlos an, daß ausgerechnet die Straftaten in Hongkong, die in Deutschland mit hohen Haftstrafen belegt sind, gleich ganz unter den Tisch fallen. Das Blenden von Polizeihubschraubern mit Laserstrahlern. Wer die Bilder aus HK sieht, da geht es nicht nur um die bei uns bekannten Laserpointer!
Hat sich eigentlich einmal jemand Gedanken gemacht, wen das Haus Springer, in trauter Einheit mit Minister Maas, da zu einer Party eingeladen hatte? "Erst HK, dann ganz China", so das Motto der friedlichen Oppositionellen aus China. Denn das muß ja nun gesagt werden, Hongkong IST China.

Ich lebte 3 Jahren in der VR

Ich lebte 3 Jahren in der VR China und war bestimmt ein Dutzend Mal in HK.
Man kann sehr wohl in der VR China leben, sogar sehr gut: Es herscht Sicherheit (sicherlich auf Grund einer gewissen Ueberwachung) es besteht eine gut funktionierende oeffentliche Infrastructure und man kann ueberall sehen, dass das Land aufgebaut wird. Was interessiert mich eine Meinungsfreiheit, wenn ich an jeder Strassenecke Angst haben muss erschossen zu werden, wie in USA oder Lateinamerika? Die HK Demonstranten sollten erst einmal ueberlegen, was Sie ueberhaupt wollen: noch hoehere Mietpreise, noch weniger Platz oder nur mehr Sozialklimbim auf Kosten der VR ? Auf jeden Fall lebt man heute in Shenzhen besser als in HK!

@18:56 von Bigbirl

"Weiß wieder nicht, was Sie ausdrücken wollen. Hongkong war hat eine britische Kolonie. Die Bevölkerung in Hongkong möchte doch auf ihr gewohntes Leben, was sie unter der britischen "Diktatur", so wie Sie diese Gesellschaftsform nennen, nicht verzichten."

Die jungen Demonstanten mit britischen Fahnen wissen vermutlich auch wenig über die britische Diktatur. Da gab es keine freien Wahlen oder Demonstrationsrecht. Würde sich die HK-Polizei so verhalten wie die Briten 1967 wären 46 Demonstranten tot.

19:40 von steuerverschwender

meine Rede ...
tolle Sache wenn man zum Wählen gehen kann
aber fast noch besser ist es, wenn man danach lebendig heim kommt
auch wenn ich unsere Lebensweise nicht missen möchte
aber das mit der "Demokratie" wird häufig überschätzt
es ist ein Luxus und entsprechende Priorität hat das - in China - überall

Das ist mir zu unklar

TS: "Wong kündigt Kandidatur an"

Ob das so klug ist? Ob er da wirklich gut "aufgehoben" ist.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, mir ist seine Position zu unklar. Einerseits spricht er sich gegen Gewaltanwendung aus!

Andererseits sagt er in einem Interview (Spiegel online, Nur friedlicher Protest reicht nicht" 12.09.2019: 19:12; ich weiß nicht, ob man den link hier reinstellen darf):
"Kein Demonstrant ist zu weit gegangen." Er heißt das Verhalten eines jeden nicht gut, versteht aber die Wut dahinter. Jeder 4. Hongkonger sei auf die Straße gegangen. "wäre so etwas in Deutschland passiert, wäre die Kanzlerin doch lägst zurückgetreten. Nur friedlicher Protest reicht nicht." (So die dtsch. Übersetzung.)
Wie ist das zu verstehen?

Nun, eben in den "Heute"-Nachrichten

kamen Filmaufnahmen, wie vermummte und behelmte "Aktivisten" mit Inbrunst ein Gebäude mit Pflastersteinen und Brandsätzen attackierten. Ich nehme an, dass die Polizei ähnlich herzlich empfangen wird. Muss eine besondere Form der Demokratie sein, die hier angestrebt wird. So große Unterschiede zu den G20-Krawallen in HH sind jetzt nicht auf Anhieb zu erkennen

Denn sie wissen nicht was sie tun...

Ich wohne seit 8 Jahren in der Nähe des Hong Konger Regierungsviertels und darf mir diesen planlosen Unsinn seit Monaten ansehen. So führungslos, wie diese Proteste in diesem Jahr sind, so undurchdacht sind sie auch. Die HK-Chinesen scheinen zu glauben, dass jede Form des Protestes zum Erfolg führt und kommen nicht mal auf die Idee, dass auch hier in Hong Kong, sich die Freiheit durch kluge Demonstrationen verdient werden muss. Man stellt kindisch völlig abwägige Forderungen und verspielt somit vielleicht die letzte Chance auf die so ersehnte Unabhängigkeit und die damals garantierten Sonderrechte. In einer Millionenstadt überlässt man das Schicksal der jetzigen und zukünftigen Generation, ein paar hundert jugendlichen, gewaltbereiten, ungebildeten und vermutlich gekauften Halbstarken. Die einzige Partei, die sich vermutlich seit Monaten darüber amüsiert, ist die chinesische Regierung, denn sie kann dem eigenen Volk tausende Bilder von bösen Terroristen zeigen. Glückwunsch!

Es ist viel schlimmer!

22:33 von deutlich
"Nun, eben in den "Heute"-Nachrichten"
In der Tagesschau um 20:00 war dazu noch die Blendung eines Polizeihubschrauber durch Dutzende Laserpointer zu "bewundern", zumindest muß man die NICHTkritik an dieser Gefährdung von Luftfahrzeugen durch Herrn Roller schon als Bewunderung interpretieren. Fragt sich nur, warum in Deutschland schon die Anwendung EINES Pointers gegen Polizei- oder Rettungshubschrauber als schwere Straftat verfolgt wird. Welche Maßstäbe sind es, die Korrespondenten hier anlegen? Rechtsstaatliche können es nicht sein, wenn man den Tod chinesischer Polizisten billigend in Kauf nimmt, solange die Gewalt von Personen ausgeht, die man in Deutschland "Demokratieaktivisten" tituliert. Sind wir dann KEINE, daß man solches Verhalten bei uns unter Strafe stellt? Das ist zynisch gemeint, falls Fragen auftauchen sollten.
Und dazu paßt auch, was ich vor Jahren zum Einsatz der BuWe über Syrien sagte. Dazu ganz schnell zur UNO hören! Wird spannend.

Fortsetzung...

...meines Beitrages zum Ergänzungsthema "Syrien". Hier ist zu befürchten, daß es tote deutsche Bundeswehrsoldaten geben kann, und die Medien reagieren nicht einmal. Zu vermuten ist, daß Syrien zwar völkerrechtlich korrekt zum Mittel der Selbstverteidigung greift, dieser Akt wieder einmal von EU und NATO als Aggression umgedeutet wird. Was ist nämlich passiert:
Außenminister Walid Muallem
"Der syrische Chefdiplomat forderte den unverzüglichen Abzug aller ausländischen Truppen vom syrischen Boden. „Andernfalls haben wir das Recht auf beliebige Gegenmaßnahmen in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht.“
Und das bedeutet ganz konkret, daß das Überfliegen Syriens durch deutsche Tornados als kriegerische Handlung zu werten ist, und die syrische Armee (die haben S-300!) zum Abschuß berechtigt ist.
Hoffe nur, daß meine obige Befürchtung nicht eintrifft, denn dann SIND wir im Krieg mit Russland, die sich, ob man das mag oder nicht, völkerrechtskonform dort sind.

@von rareri

Sie wollen doch wohl nicht bestreiten, daß die Briten in Hongkong diktatorisch regierten?
Haben sie das Massaker der Briten an den Hongkonger Arbeitern von 1997 vergessen?
Gegen die britische Herrschaft ist die Situation heute liberal.

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