Ihre Meinung zu: Afghanistan: Präsidentschaftswahl von Gewalt überschattet

28. September 2019 - 13:44 Uhr

Die Präsidentschaftswahl in Afghanistan ist von Gewalt durch die Taliban überschattet worden. Es gab mehrere Todesopfer, 30 Prozent der Wahllokale mussten geschlossen bleiben. Von Silke Diettrich.

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Kommentare

Präsidentschaftswahl von Gewalt überschattet

Komisch, dabei ist doch Afghanistan ein "sicheres" Herkunftsland lt. unseren Politeliten. Dort würde aber keiner Urlaub machen wollen. Das Volk dort wird gequält und getötet, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Taliban wollen überall ihre Hoheit haben um das Volk zu unterdrücken. Ich selbst habe mit Flüchtlingen gesprochen die verfolgt wurden, weil sie z.B. den USA als Übersetzer gedient haben. Deren Familien wurden umgebracht und sie hatten Glück, das sie früh genug flüchten konnten. Sie sehnen sich auch nach Ruhe und Freiheit. Seit die Russen u. Amerikaner angefangen haben in Afghanistan zu wüten ist Unruhe. Ich hoffe das diese Menschen es dort schaffen in Freiheit zu leben damit die Geflüchteten wieder zurück können. Viele Möglichkeiten haben die Menschen dort nicht.

Wenn Kandidaten nicht....

antreten koennen, nur 2 überhaupt antreten und 30% der Wahllokale nicht öffnen ist die Wahl nach intern. Standard absolut unzulässig und hinfällig. Das ist eine "Wahl" der NATO und nicht der Afghanen. Eine Farce!

14:25 von Agent apple

Wenn Kandidaten nicht....antreten koennen, nur 2 überhaupt antreten und 30% der Wahllokale nicht öffnen ist die Wahl nach intern. Standard absolut unzulässig und hinfällig. Das ist eine "Wahl" der NATO und nicht der Afghanen. Eine Farce!

Ich beziehe mich auf den Bericht der TS. Haben Sie nicht gelesen, warum 30 % der Wahllokale geschlossen bleiben müssen.

Die Taliban scheinen offenbar Probleme mit einer Demokratie zu haben. Und wie begründen Sie Ihre Auffassung, dass die Wahl in Afghanistan eine Wahl der NATO ist? In Afganistan werden doch keine Personen der NATO gewählt.

Ich versteh Ihren gesamten Kommentar nicht. Oder haben Sie etwas dagegen, dass die NATO zum Schutz der Afghanen vor den Taliban-Terroristen in Afghanistan verweilt? Gerade die BRD leistet dort ausgezeichnete Aufbauhilfe und sind im Volk sehr beliebt.

14:25, Agent apple

>>Wenn Kandidaten nicht....
antreten koennen, nur 2 überhaupt antreten und 30% der Wahllokale nicht öffnen ist die Wahl nach intern. Standard absolut unzulässig und hinfällig. Das ist eine "Wahl" der NATO und nicht der Afghanen. Eine Farce!<<

Eine Wahl der NATO also.

Aha.

Die NATO bestimmt also die Kandidatenaufstellung und sorgt dafür, daß 30% der Wahllokale nicht öffnen können?

Sind Sie sicher?

14:19, Jimi58

>>Seit die Russen u. Amerikaner angefangen haben in Afghanistan zu wüten ist Unruhe.<<

Genau so ist es.

Vorher war Afghanistan ein überaus gastfreundliches Land, das von riesigen Mengen "Westler" auf Sinnsuche, so genannten Hippies, gern besucht wurde. Die einheimische Bevölkerung hat all diese Menschen gern empfangen und aufgenommen.

Das war in den 60ern.

Ich kenne ein paar Leute, die damals dort waren. Wenn man deren Erzählungen lauscht, dann glaubt man nicht, daß es sich um dasselbe Land handelt.

Hier wird ja immer wieder gern geschrieben, die Taliban wären sozusagen ein afghanisches Eigengewächs. Wer das glaubt, dem empfehle ich, sowohl die Taliban als auch "Operation Cyclone" nachzuschlagen und sich mal die zeitliche Abfolge verdeutlichen.

Die CIA-Operation Cyclone wurde unter Ronald Reagan (1980-88) stark intensiviert, die Taliban wurden 1994 offiziell gegründet.

@ Jimi58 14:19 Uhr

"Seit die (... und ...) angefangen haben in Afghanistan zu wüten ist Unruhe."
Einem autoritär (von mir auch auch diktatorisch) regiertem Land wurde quasi eine Demokratie als das bessere System übergestülpt.
Wer da nun "gewütet" hat ist belanglos, da jeder halt SEINE Vorstellungen umsetzen wollte.
Das muss doch schief gehen.
Im übrigen; das geht in Afrika ebenfalls permament schief.

Demokratisch und sicher

wurde dieses Land durch die gute westliche Unterstützung.
Äh, eben nicht. Dieselbe Gewalt, dieselben Leute und Organisationen und immer wieder Tote und Verletzte. Warum mischte und mischt man sich dort ein? Es können nur üble strategische und/oder politische Interessen dahinter stehen. Und Deutschland ist dabei. Unbedingt!

14:19 von Jimi58

Seit die Russen u. Amerikaner angefangen haben in Afghanistan zu wüten ist Unruhe.

Die Russen, oder besser gesagt die Sowjetunion ist 1979 über Afghanistan hergefallen, weil sie befürchtete, ihren kommunistischen Einfluss zu verlieren.

Und was die USA anbetrifft: Wissen Sie, was am 11.09.2001 geschah?

Wer in Afghanistan wütet, sind die Taliban, weil sie meinen, ihren abgedroschenen Idealismus, an dem sie sich selbst nicht halten, dem Volk aufzuzwängen zu müssen. Gerade die Jugend in Afghanistan orientiert sich mehr nach westlichen Anschauungen, ohne ihre Tradition und Religion verlieren zu wollen; und das wollen auch die NATO-Länder ihnen nicht nehmen.

Religion ...

... ist halt DIE Konfliktursache überhaupt!

Wir sollten stolz auf unseren Laizismus sein - dass die Religion im öffentlichen Leben nichts zu sagen hat.

Zitat: "...Oder haben Sie

Zitat:
"...Oder haben Sie etwas dagegen, dass die NATO zum Schutz der Afghanen vor den Taliban-Terroristen in Afghanistan verweilt?..."

Die Taliban haben ihre Position in den letzten Jahren wieder verstärkt und sind in einigen Gebieten weiterhin eine akute Bedrohung, zusammen mit dem neuerdings auch in Afghanistan aktiven "Islamischen Staat".

Aber für mich ist die alles entscheidende Frage, wer ist hierfür ursächlich schuld?
Die Afghanen, die Russen der Ami oder hatte Horst Köhler mir seiner umstrittenen Aussage sogar recht?

Am 28. September 2019 um 17:27 von rareri

Zitat:
"...Die Russen, oder besser gesagt die Sowjetunion ist 1979 über Afghanistan hergefallen, weil sie befürchtete, ihren kommunistischen Einfluss zu verlieren..."

Und die Amis haben die Taliban zum Kampf gegen die Sowjetunion aufgerüstet.

Und jetzt...
„Die ich rief, die Geister,/Werd ich nun nicht los.“

18:03 von Freischeler

Und die Amis haben die Taliban zum Kampf gegen die Sowjetunion aufgerüstet.
.
Und jetzt...
„Die ich rief, die Geister,/Werd ich nun nicht los.“

Und ist das eine Rechtfertigung, dass die Taliban in Afghanistan und gegen die afghanische Bevölkerung Angst und Schrecken verbreiten? Das afghanische Volk besteht doch nicht nur aus den Taliban.

@fathaland slim um 15:44Uhr

Geben Sie hier eine Reisebeschreibung ab oder ist Gastfreundschaft für Sie wichtiger als Menshenrechte? Die Regierungen in Moskau und Washington hatten eben konträre Zielsetzungen. Und Washington nutzte eben die vorhandene Abneigung gegen den Kommunismus und versuchte den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben, was scheiterte. Aber ich finde es sehr oberflächlich, die Akzeptanz der Taliban in weiten Teilen der Bevölkerung immer wieder mit "oparation cyclone" zu begründen.

Präsidentschaftswahl von Gewalt überschattet ...

Wenn aus der Wahl keine defacto Legitimation für das Regieren resultiert, was soll das dann und dann, wenn man diese Art Berichte liest, liest es sich regelmäßig so, als würde man nur hinhaltenden Widerstand leisten udn die bösen Talibane wüten nach Belieben im Land herum …
Kann das, darf das so sein - auch Talibane haben Gebetszeiten, auch Talibane haben betreiben Haushalte, auch Talibane verkehren, z. B. zwischen Afghanistan und Pakistan... man müsste sie doch am Schlafittchen kriegen und ihnen hier wie da mal übel mitspielen können. Eine Reduktion ihrer blanken Zahl um 30% sollte doch schon etwas bewirken.

Es kann nur eine Lösung geben.

Sämtliche schwache und unterdrückte Bevölkerung - Frauen, Kinder und Alten - müssen sich gegen die radikalen jungen bewaffneten Taliban erheben und kämpfen! Anders wird nie ein fortschrittlicheres Land aus Afghanistan. Jetzt oder nie - gemeinsam!

Es sind weder die Russen noch die Amerikaner alleine Schuld

Afghanistan war nur solange ein Staat, wie die Stammesfürsten zuerst dem Kalifen und danach dem König (als der letzte Kalif sich dazu ernannte) die Treue schwören mussten.
Mit dem Sturz des letzten Königs zerfiel alles was das Land zusamenhielt, und lokale Stammes- und Kriegsfürsten füllten die Lücke, u.a. auch die Taliban.
Das hat keiner der Eroberer je wirklich verstanden, von der Antike an. Und die, die diesem Staat sowas wie eine Demokratie überstülpen wollen schon gar nicht.

18:36 von WM-Kasparov-Fan

wollen die denn das
ein "fortschrittlicheres Land" im Sinne unserer westlichen Denkweise

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