Kommentare

@Nachfragerin

"Mir drängt sich der Eindruck auf, dass sich die Politiker gegenseitig "bashen": Trump verdächtigt Biden, seinen politischen Einfluss für persönliche Zwecke zu missbrauchen und Biden unterstellt Trump ... exakt dasselbe.

Ich vermute, dass beide Recht haben."

Das ist eher unwahrscheinlich.

Zum einen ist Trump ein pathologischer Lügner, der auch während seiner Amtszeit permanent Leute beschuldigt, irgendetwas getan zu haben, was diese nie getan haben, und Kriminelle in Schutz nimmt (sich eingeschlossen).

Und zum anderen hat Biden nach allem, was bisher bekannt ist, eben NICHT zum eigenen Vorteil gehandelt - im Gegensatz zu Trump, dessen Aktion nach allem, was bisher bekannt ist (und der aktuelle Rücktritt bestätigt das nur), ausschließlich zum eigenen Vorteil geschehen ist.

Wo bleibt der Rechtsstaat?

Was die Trump-Fans hier geflissentlich unterschlagen: Selbst wenn die Vorwürfe gegen Biden zuträfen (Achtung: Konjunktiv!), wäre in einem Rechtsstaat wie den USA die Justiz und nicht der Präsident für die Strafverfolgung zuständig. Trump versucht nun schon zum zweiten Mal, auf einen ausländischen Politiker (Schweden und der Rapper!) Einfluss zu nehmen, damit dieser die Justiz entweder behindert (Schweden) oder in Gang setzt (Ukraine). Das ist der eigentliche Skandal, da hilft aller whataboutism nichts. Aber mit dem Rechtsstaat hatte Trump schon immer seine Probleme, siehe das jüngste Urteil aus Kalifornien zur Inhaftierung von Minderjährigen oder seine Richterschelte bei allen Urteilen, die ihm nicht passten. Wer das achselzuckend oder gar zustimmend zur Kenntnis nimmt, ist für jeden Rechtsstaat / jede Demokratie eine Gefahr, denn die Gewaltenteilung ist DIE Errungenschaft, die unsere moderne Demokratie erst möglich gemacht hat. Hoffentlich begreifen das auch die Trump-Fans.

Verzweiflung?

Die Demokraten greifen nach jedem Strohhalm wie es scheint. Nix gelernt aus den Muller Ermittlungen. Ich habe längst keinen Zweifel mehr das Trump 2020 wiedergewählt wird.

Trumps Amtsenthebung ist doch überfällig

Wenn ich lese, dass man erst jetzt glaubt, genug Gründe für ein Amtsenthebungsverfahren zu haben, bin ich fast erschrocken. Trump hat doch schon so oft Fehler gemacht, die man für dieses Verfahren verwenden kann, dass ich mich frage, wieso man sich bisher noch nicht traute, dieses Verfahren in Gang zu setzen.
Bei Clinton hat damals eine "Affaire" mit einer Praktikantin schon gereicht, was ich damals für absurd hielt.
Da hat Trump sich doch schon viel mehr zuschulden kommen lassen.

@tagtest - Bitte informieren.

12:03 von tagtest:
"Das ist ein unsachlicher Whataboutism, um vom Thema Tricky Trump abzulenken."
> Woran kann ich erkennen, dass nicht dieses "Thema Tricky Trump" der Whataboutism ist, der von Bidens Aktivitäten ablenken soll?

"Nochmals, es gibt keinerlei Evidenz, dass Joe Biden aus persönlichen Gründen in der Ukraine engagiert war."
> Da möchte ich einen Beitrag des Stern von gestern zitieren: "Hunter Biden erhielt Job bei einem Großspender seines Vaters". Und das war nicht die erste günstige Entwicklung, die doch sehr persönlich motiviert erscheint.

"Und selbst wenn, wäre es in den USA nicht Aufgabe des Präsidenten, dies zu ahnden, sondern die der Strafverfolgungsbehörden."
> Und weil Trump weiß, dass er dafür nicht zuständig ist, hat er dieses Thema bei Selenskyj angesprochen.

Impeachment ist jetzt eine Frage des Prinzips

Tricky Trump hat mit seinem Telefonat (und wir werden sehen, was der Whistleblower in der Folge zusätzlich noch liefern wird) bereits Amtsmissbrauch betrieben. Die Parallelen zu Nixons Watergate sind schon jetzt unübersehbar. (Das damalige Impeachment-Verfahren war im übrigen, entgegen der Behauptung einiger Foristen, materiell erfolgreich. Nixon trat nämlich zurück, um der unmittelbar bevorstehenden Amtsenthebung auf diese Art zu entgehen. Ohne das Impeachment-Verfahren wäre er nie zurückgetreten.)

Das Impeachment-Verfahren ist jetzt eine Sache des Prinzips und nicht der politischen Taktik.

Wenn man auf die

Wenn man auf die Unterstützung Bidens für Antikorruptionsgruppen, europäische Verbündete und den IWF gegen den als korrupt bekannten Staatsanwalt Schokin schaut, dann kann jeder kritisch denkende und der Unterscheidung fähige Mensch feststellen: Biden hat sich gegen Korruption engagiert - das Gegenteil dessen, was die Trumpkampagne jetzt behauptet. Diese Causa ist hinreichend untersucht; Trump startet ein Aufwärmmanöver, weil er in der Sache keine Entlastung bekommt: Er hat im Telefonat mit Selenskyi eindeutig Machtmissbrauch im Amt betrieben. Gut, dass bei Trumps Telefonaten andere zuhören.
Dass Bidens Sohn 2014 beim Energieunternehmen Burisma arbeitete, zeugt vielleicht von mangelndem Fingerspitzengefühl, illegal war das nicht. Die Argumentation des Trump-Lagers ist übrigens in sich unlogisch: Warum sollte sich Biden, wenn er bzw. sein Sohn in die Korruptionsvorwürfe verstrickt wären, für die Absetzung eines Staatanwalt engagieren, der die Untersuchung dieser Korruption verschleppt?

Trumps-Ukraine-Telefonat:Eine Affäre-zwei Inter....

Was steht in dem Artikel ? Biden gibt sich "siegessicher und nicht überrascht" ? Und weiter sagte er,daß "Trump vor nichts zurückschrecken wird,um an der Macht zu bleiben".

Hat Biden dabei in den Spiegel geguckt ? Offensichtlich sind die Biden´s wenig selbstkritisch.
Merkwürdig,daß die Demokraten sich nicht von denen distanzieren.
Mit Joe Biden um die Präsidentschaft kämpfen,daß bedeutet keinen Neuanfang.

@13:12 von A.Stan

Dass Trump sich einen unliebsamen Konkurrenten vom Hals schaffen wollte, der in den Umfragen auch noch vorne liegt, ist ja offensichtlich. Auch die beflissenen Versuche, das Beweismaterial beiseite zu schaffen spricht Bände. Was den Strohhalm betrifft: Es ist zum einen die Pflicht der Democrats, Verstöße des Präsidenten geben Verfassung und Amtseid zu verfolgen und bei der Brisanz, die dieses Telefonat in sich trägt, auch ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Dennoch wird es schwierig oder fast unmöglich, im Senat dafür eine 2/3 Mehrheit zu erreichen, denn Trump ist für die Republikaner und besonders für die ganz rechts stehende Tea Party, die dort immer mehr Anhänger findet, äußerst wichtig. Ich freue mich auf die Verrenkungen, die die Reps anstellen, um den Fall herabzuspielen und gleichzeitig gegenüber den Wählern nicht den Eindruck der Vertuschung entstehen zu lassen, denn das würde Trump die Wiederwahl gefährden. Es wird dazu viel Intelligenz nötig sein.

Ukrainische Staatsanwälte

Die Tagesschau macht leider nicht deutlich, daß die Forderung nach dem Rücktritt Generalstaatsanwalt Wiktor Schokins erst erhoben wurde, als der sämtliche Ermittlungen eingestellt hatte, die er im korruptionsgeschwängerten Umfeld des Burisma-Konzern führen sollte.

Und genau aus diesem Grunde, nämlich wegen der Einstellung der Ermittlungen, wurde sein Rücktritt gefordert.

Es gibt aber noch einen weiteren Generalstaatsanwalt, der entlassen wurde, nämlich Jurij Luzenko. Das ist ein Spezi Poroschenkos, den Wolodymyr Selenskyj, der neue Präsident, gefeuert hatte.

Ich könnte mir vorstellen, daß Trump hier einiges durcheinanderbringt und aus diesen beiden Personen eine einzige macht. Immerhin ist Poroschenko ja einer seiner Kumpels, Oligarchen unter sich eben. Und da könnte ich mir gut vorstellen, daß er seinen Mann gern wieder im Amt sehen würde.

Ich empfehle, beide Namen mal nachzuschlagen. Es entsteht dann ein Sittengemälde ukrainischer Politik.

@tagtest - Alles verboten?

12:15 von tagtest:
"Doch, das Telefonat war Amtsmissbrauch von Tricky Trump. Es ist nämlich nicht seine Aufgabe, die Rolle der Strafverfolgungsbehörden zu übernehmen [...]"
Worüber hätte Trump denn reden dürfen, damit es Ihrer Meinung nach kein Amtsmissbrauch gewesen wäre?

Und wer hätte Trumps Bitte überbringen dürfen? Oder ist es Ihrer Meinung nach grundsätzlich verboten, dass irgendein Staatsbediensteter Einfluss auf die Behandlung eines Bürgers im Ausland nimmt?

Und dann frage ich noch, warum Sie Trump als "tricky" bezeichnen. Allzu clever erscheint er mir nämlich nicht.

@Dr. Dr. Sheldon...

11:29 von Dr. Dr. Sheldon...:
"Da braucht man nichts herauszuinterpretieren. Oder glauben Sie, dass Rücktritte zu dieser Zeit erfolgen, weil derjenige gerade zufällig jetzt kein Bock mehr auf sein Amt hat?"

User friedrich peter stellte die These auf, dass Joe Biden zum Rücktritt gezwungen würde, wenn in der Ukraine gegen seinen Sohn ermittelt würde. Für wie wahrscheinlich halten Sie das?

In meinen Augen ist das eine völlig unrealistische Überinterpretation der Tatsachen.

Luftnummern

Es ist schon erstaunlich, wie hier offenbar devote Foristen dem pathologischen Lügner (Dank an DrBeyer für den Begriff) die Stange halten. Wie man auch nur ein Wort dieses unsagbar schlechten Präsidenten glauben kann ist mir unerklärlich. Stattdessen werden unzulässige Luftnummern auf Kindergartenniveau eingeworfen, um vom eigentlichen Thema, der unzulässigen Amtsführung des Präsidenten abzulenken.

@ 13:12 A.Stan

Das Strohhalm-Bild stimmt - allerdings in umgekehrter Richtung: Trump greift nach jedem Strohhalm, weil das Wasser ihm nicht nur bis zum Hals, sondern bis zur Unterlippe steht: Er wärmt eine längst geklärte Geschichte auf (Biden-Ukraine), um von seinem Machtmissbrauch im Amt abzulenken. Er greift nach jedem Strohhalm: Der Rücktritt von Mr. Volker ist auch wohl Teil davon; als nächstes wird dann wohl Trumps Anwalt Rudy Giuliani vom POTUS unter das Scheinwerferlicht geschoben. Und ich halte es auch für nicht unwahrscheinlich, dass Trump nach dem Stohhalm greift, den Außenminister Pompeo zu belasten und dann zu entlassen.
Ich habe nicht nur erhebliche Zweifel, dass Trump wiedergewählt wird, ich habe auch Zweifel, ob er seine Amtszeit übersteht (impeachment) und ob die Republikaner, die Trump als Partei fast paralysiert hat, ihn noch stützen, wenn er in den Umfragen weiter abfällt und bei 30% angekommen ist.

Ich finde es beeindruckend,

Ich finde es beeindruckend, wie belanglos die Vorwürfe sind. Wenn das das schlimmste ist, was man Trump vorwerfen kann.

Was erwartet ihr eigentlich, was Politiker am Telefon besprechen?

Interpretation

Schöner Artikel, denn er stellt genau den gegenwärtigen Zustand dar! Es geht um die jeweils subjektive Interpretation eines objektiven Umstandes. Dieser ist einzig die Bitte des amerikanische Präsidenten an den Ukrainischen, Ermittlungen gegen u.a. Hunter Biden wegen möglicher Korruption aufzunehmen.

Bereits die Beschwerde des "Whistleblowers" ist eine subjektive Einschätzung über etwas, was ihm von subjektiv Besorgten angeblich berichtet wurde. Insoweit würde mich sehr interessieren, gegen welche Vorschrift der amerikanischen Verfassung Donald Trump genau verstoßen haben soll.

Ich vertrete jetzt mal die Gegenposition und behaupte, Präsident Trump wollte das amerikanisch Volk schützen und verhindern, daß jemand, der einen möglichen Straftäter aus der Familie ggf. deckt, als Präsident den USA schaden kann. Und das anständiger Weise noch bevor der Nomierungsprozeß der Demokraten abgeschlossen ist.

Genau so subjektiv, "wahr" oder "falsch" wie alles andere, was ich die letzten Tage las.

@13:23 von Nachfragerin

"...Und weil Trump weiß, dass er dafür nicht zuständig ist, hat er dieses Thema bei Selenskyj angesprochen..."

Netter Versuch. Seit wann kümmert sich denn Trump um die Strafverfolgung anderer Länder? Und warum hat er Selenskyj um einen "Gefallen" gebeten (laut Telefonprotokoll)? Um einen bittet man soch nur, wenn man von dem Gefallen selbst einen Vorteil hat, sonst wäre es doch gar kein Gefallen.

13:38, Nachfragerin

>>Und wer hätte Trumps Bitte überbringen dürfen? Oder ist es Ihrer Meinung nach grundsätzlich verboten, dass irgendein Staatsbediensteter Einfluss auf die Behandlung eines Bürgers im Ausland nimmt?<<

Trumps Bitte?

Sie haben wirklich eine merkwürdige Vorstellung davon, was eine Bitte ist.

Und auch wenn Sie es abstreiten:

Daß Trump einige Tage vor seinem Telefonat angeordnet hatte, fast 400 Millionen $ Militärhilfe an die Ukraine einzufrieren, ist eine gut belegte Tatsache. Einfach mal "Ukraine Militärhilfe eingefroren" eingeben. Dann finden Sie eine Fülle von Belegen.

>>Und dann frage ich noch, warum Sie Trump als "tricky" bezeichnen. Allzu clever erscheint er mir nämlich nicht.<<

Wenn Sie eine solch realistische Meinung über Herrn Trump haben, dann überrascht mich die Vehemenz, mit der Sie ihm seit seiner Kandidatur hier im Forum die Stange halten, umso mehr.

@ 13:38 fathaland slim

Die Argumentation des Trump-Lagers fällt in sich zusammen, wenn man folgendes bedenkt:
Im Fall des ukrainischen Staatsanwaltes Schokin ging es darum, dass dieser allgemein als korrupt bekannt war, nicht nur bei Antikorruptionsgruppen sondern bis hin zum IWF (!).
Es gab Vorwürfe gegen den Gründer des Energieunternehmens Burisma, Herrn Slotschewskij, dass er seine Beziehungen zur Regierung für Korrupution nutzte - ein damals leider weitverbreitetes Vorgehen...
Warum sollte Biden sich für die Absetzung eines Staatsanwaltes einsetzen, der in dieser Korrruptionsangelegenheit untätig blieb (weil er selbst von seiner Untätigkeit bestens profitiert haben dürfte...), wenn Biden bzw. sein Sohn selbst verstrickt gewesen wäre? Das wäre ja so, als wenn ich mich als Steuersünder für die Absetzung eines Steuerfahnders wegen dessen Untätigkeit einsetzen würde...
Das Trump-Lager hat keine Argumente mehr, deshalb wechselt man auf die altbekannte Strategie: "mit Dreck werfen - bleibt schon was hängen"

re nachfragerin

"Oder ist es Ihrer Meinung nach grundsätzlich verboten, dass irgendein Staatsbediensteter Einfluss auf die Behandlung eines Bürgers im Ausland nimmt?"

Schreiben Sie doch nicht so künstlich naiv daher.

Trump hat seinen Kumpel in der Ukraine zur "Amtshilfe" in seinem persönlichen Wahlkampf aufgefordert.

Das ist Tatsache.

13:31, Bernd Kevesligeti

>>Hat Biden dabei in den Spiegel geguckt ? Offensichtlich sind die Biden´s wenig selbstkritisch.
Merkwürdig,daß die Demokraten sich nicht von denen distanzieren.
Mit Joe Biden um die Präsidentschaft kämpfen,daß bedeutet keinen Neuanfang.<<

So bitter wie es ist, aber offensichtlich ist Biden, ein Vertreter der "alten Garde", in den USA hochgradig populär.

Nein, mit dem ist sicherlich kein Neuanfang möglich.

Es gibt ein tolles Buch, geschrieben von George Packer. Es heißt "Die Abwicklung" und ist für jeden, der die USA und ihre Menschen verstehen möchte, sehr zu empfehlen. Auch Biden wird dort beschrieben, aus der Sicht von Leuten, die für ihn gearbeitet haben, als er sich in der demokratischen Partei nach oben kämpfte. Durchaus beklemmend.

@ 13:47 von65

Ich erwarte von Politikern, dass sie am Telefon über politische Fragestellungen, Problemlösungen, Aushandlungsprozesse, Konfliktlösungsstrategien, Lageeinschätzungen etc. sprechen - und wenn sie sich gut kennen, meinetwegen auch fragen, wie es dem Mann/der Frau/der Familie geht und wie der Urlaub war. Ich erwarte nicht, dass Politiker in Telefonaten ihr Amt missbrauchen und andere durch massiven Druck (um das Wort Erpressung zu vermeiden) dazu bewegen, unliebsame politische Gegner zu kompromittieren.
Was erwarten Sie eigentlich, was Politiker am Telefon besprechen?

@andererseits

Ich höre schon seit Jahren von Ihnen wie, "es eng für Trump wird" und "Trump ist bald weg vom Fenster ". Sie lagen immer falsch und dieses Mal wid nicht anders sein. Sorry, aber sie sind in dieser Sache höchst unglaubwürdig.

@Nachfragerin 13:23 Das Thema ist Tricky Trump

1. Nein, Tricky Trump hätte das Thema Biden nicht gegenüber Selensyj thematisieren dürfen, auch nicht in so einem Telefonat. Das wäre (Konjunktiv!) bei entsprechender, wenigstens minimaler, Evidenz Sache der Strafverfolgungsbehörden.

2. Tatsächlich gibt es keinerlei Evidenz dafür, dass Joe Biden den korrupten ukrainischen Staatsanwalt wegen der Aktivitäten seines Sohnes in der Ukraine aus dem Amt entfernen wollte. Es ging generell um Korruption dieses Staatsanwalts, und das stand auch für die EU im Mittelpunkt, nichts anderes. Entsprechend steht das Verhalten Joe Bidens hier nicht zur Diskussion.

Das Thema ist und bleibt das Watergate-hafte Verhalten von Tricky Trump - das Impeachment ist entsprechend nun eine Frage des rechtsstaatlichen Prinzips.

@ 13:31 Bernd Kevesligeti

Wer immer Biden gegen die durchschaubare Schmutzkampagne aus dem Trumpschen Lager verteidigt, muss deshalb nicht ein Anhänger seiner Politik oder gar seiner Kandidatur sein; ich bin es jedenfalls nicht und hoffe, dass die Demokraten sich dazu durchringen, eine*n andere*n Kandidat*in zu nominieren - gegen wen dann auch immer; es wird vielleicht nicht mehr gegen Mr. Trump gehen.

13:52 MrFloppy

"Interpretation"

Genau so ist die Lage.
Jedenfalls scheint mir dieses Telefonat ein bischen mager für ein Enthebungsvefahren.

@ 14:13 von A.Stan

Schön, dass Sie meine Beiträge seit Jahren lesen und verfolgen.
Unglaubwürdigkeit misst sich allerdings an der Überzeugungskraft der Argumente und der Redlichkeit der Motivation - nicht daran, ob man mit seinen/ihren Prognosen richtig oder falsch liegt. Ich sehe auch, dass sich manche Dinge anders entwickelten als ich dachte - und vielleicht auch wünschte. Daraus mache ich gar keinen Hehl.
Ich bleibe aus den von mir genannten Gründen und Einschätzungen dabei: "Es wird eng für Trump."

14:12 andererseits

"Was erwarten man eigentlich von was die Politiker am Telefon sprechen......"

Interessante Frage um so neugieriger wäre ich jetzt zu wissen was unsere Regentin mit den diversen Telefonpartnern so gesprochen hat. Vielleicht würden wir auch nur so staunen.

@Nachfragerin 13:38, Trump = Nixon

"...Und dann frage ich noch, warum Sie Trump als "tricky" bezeichnen..."
...;-)...Ich schlage vor, Sie googeln mal unter "Watergate-Affäre" und "Tricky Dicky" - kurz und gut: Trump = Nixon. Und um gleich noch bei einer weiteren Begriffsbestimmung zu helfen: Whistleblower = "Deep Throat" (und nicht "Spion", wie Tricky Trump behauptet).

"...Und wer hätte Trumps Bitte überbringen dürfen?..."
Die Strafverfolgung ist, zumindest in den USA, Sache der Strafverfolgungsbehörden. Da hat Tricky Trump nichts "zu bitten"! (Dass das in Ländern wie Russland anders gehandhabt wird, ist geschenkt. Russland ist schliesslich auch kein Rechtsstaat.) Dass davon abgesehen Trumps Anschuldigungen gegen Joe Biden keinerlei Evidenz haben, sei hier, für Sie, der Vollständigkeit halber wiederholt.

@Dabbljuh - Wahlkampf

13:56 von Dabbljuh:
"Seit wann kümmert sich denn Trump um die Strafverfolgung anderer Länder?"
> Seit wieder Wahlkampf ist.

"Um einen bittet man doch nur, wenn man von dem Gefallen selbst einen Vorteil hat, sonst wäre es doch gar kein Gefallen."
> Natürlich versprach sich Trump etwas von dem Telefonat. Sonst hätte er es nicht geführt.

Was bleibt ist die Frage, in wessen Interesse Trump gehandelt hat. Unterstellt wird ihm eine rein persönliche Motivation. Er hat aber ebenso im Interesse der Republikaner als auch im Interesse der Gerechtigkeit bzw. des Volkes gehandelt (siehe Kommentar von MrFloppy, 13:52).

In meinen Augen und nach aktuellem Kenntnisstand können weder die Motivation, noch die Umsetzung ein Fall von Amtsmissbrauch sein. Aber es ist ja Wahlkampf...

Interessant an dieser

Interessant an dieser Geschichte finde ich, dass es offenbar auch im inneren Kreis um die Trump-Administration herum Leute gibt, die vielleicht sowas wie Moral haben. Das hat mich ehrlich überrascht.
Dass nicht nur einer, sondern mehrere, die mit dem Telefonat zu tun gehabt haben, die Problematik darin nicht nur erkannt, sondern auch angesprochen haben, letztlich ja sogar einer von ihnen eine interne Beschwerde eingereicht hat, lässt ein wenig hoffen, dass Trumps Säuberungen doch nicht so umfassend und erfolgreich sind, wie zu befürchten gewesen ist.

@DrBeyer - (un)logischer Trugschluss

12:43 von DrBeyer:
"Das ist eher unwahrscheinlich. Zum einen ist Trump ein pathologischer Lügner [...]"

Die Lügen des einen bewirken nicht, dass der andere die nur die Wahrheit erzählt.

(Und zum zweiten Teil Ihres Kommentars möchte ich ergänzen, dass die persönlichen Interessen auch die der eigenen Kinder sein können.)

@andererseits - Wie "eng" wird es denn?

14:21 von andererseits:
"Ich bleibe aus den von mir genannten Gründen und Einschätzungen dabei: 'Es wird eng für Trump.'

Ich habe die Schlagzeilen nicht gezählt, wie oft sich der Druck auf Trump schon erhöht habe, aber es waren sehr viele.

Insofern wüsste ich von Ihnen gern, inwiefern sich diese Enge bemerkbar machen könnte. Glauben Sie an ein erfolgreiches Amtsenthebungsverfahren oder wünschen Sie es sich lediglich herbei?

@ A.Stan, um 13:12

Ich würde gerne von Ihnen erfahren, was Trump für Sie zum Favoriten bei den kommenden Wahlen macht.
Nur, weil die anderen in Ihren Augen noch mieser sind?

@13:47 von von65

Dass Trump Selenskyj um die Gefälligkeit gebeten hat, Ermittlungen gegen die Bidens wieder aufzunehmen, finden Sie belanglos. Ermittlungen gegen einen Konkurrenten im Wahlkampf?

@andererseits: Eng für Trump ? Nur unter "normalen" Umständen

"Ich bleibe aus den von mir genannten Gründen und Einschätzungen dabei: Es wird eng für Trump."

Es gibt viele Menschen - in den USA, in D und anderswo in der Welt - welche die Einschätzung teilen, dass Trump sich nicht als würdig für die Präsidentschaft erwiesen hat und weder persönlich noch sachlich den Anforderungen dieseses Amtes gerecht wird.

Nicht erst diese Ukraine-Affäre sondern viele andere Verstöße gegen sowohl ethische Grundsätze wie auch gegen den Geist der Verfassung würden unter normalen jeden anderen Politiker aus dem Amt fegen.

Man darf aber nicht die Mechanismen unterschätzen, mit welchen sich Trump abschottet:

(1) Ein Justiz-Minister, welcher sich primär an Trump und erst in zweiter Linie an seinen Amtseid gebunden fühlt.

(2) eine Senatsmehrheit, dessen GOP-Senatoren sich davor fürchten, in Vorwahlen von Trump-Getreuen politisch ausgeschaltet zu werden.

Deswegen wird dieser versuchte Ukraine-Coup ihn nicht ums Amt bringen. Das obliegt den Wählern.

13:38 von fathaland slim

Die Tagesschau macht leider nicht deutlich, daß die Forderung nach dem Rücktritt Generalstaatsanwalt Wiktor Schokins erst erhoben wurde, als der sämtliche Ermittlungen eingestellt hatte, die er im korruptionsgeschwängerten Umfeld des Burisma-Konzern führen sollte.
...
Ich empfehle, beide Namen mal nachzuschlagen. Es entsteht dann ein Sittengemälde ukrainischer Politik.

Danke!

Gegendarstellung zu Herrn Hesses Kommentar

Herr Hesse schreibt:"... tatsächlich hat Biden senior als Vizepräsident unter Obama mit dafür gesorgt, dass der Chefermittler entlassen wurde...."

Es geht darum, ob Joe Biden etwas Ungesetzliches getan hat oder nicht. Am 16. Mai 2019 kann man dazu z.B. in Bloomberg ("https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-05-16/ukraine-prosecutor-says-no-evidence-of-wrongdoing-by-bidens") lesen:

"Ukraine’s prosecutor general said in an interview that he had no evidence of wrongdoing by U.S. Democratic presidential candidate Joe Biden or his son, despite a swirl of allegations by President Donald Trump’s lawyer..."

Mich würde interessieren, ob Herr Hesse das im aktuellen Telefonats-Zusammenhang für wichtig hält oder nicht.

@tagtest - Wer darf anrufen?

14:14 von tagtest:
Das wäre [...] Sache der Strafverfolgungsbehörden."
> Wenn die US-Strafverfolgung bei Selenskyj angerufen hätte, hätte es doch denselben Aufschrei bei den Demokraten gegeben.

"Entsprechend steht das Verhalten Joe Bidens hier nicht zur Diskussion."
> Das ist mir auch schon aufgefallen. Beides hängt zusammen, aber statt über beides zu berichten und damit für Klarheit zu sorgen, liegt der Fokus auf der "dominierenden Interpretation" der Demokraten.

Jetzt bin ich mir nicht

Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob Sie wirklich nicht wissen, warum es eng wird, aber ich kann Ihnen meine Argumentation gerne noch einmal liefern:

Trump hat ganz eindeutig im Telefonat mit Selenskyi sein Amt als POTUS missbraucht, um einen Gegenkandidaten zur nächsten Präsidentschaftswahl über das Staatsoberhaupt eines anderen Landes zu kompromittieren, und er hat davon bestimmte Zusagen abhängig gemacht.

Die Versuche, Biden eine alte, längst geklärte Geschichte, in der dieser sich gegen (!) Korruption in der Ukraine engagierte, nun als eigenen Korruptionsskandal anzuhängen, mögen nach dem bekannten Motto "mit Dreck werfen, wird schon was hängen bleiben" motiviert sein, zeigen aber eher, dass außer Ablenkungsmanövern nichts mehr aus dem Trump-Lager kommt.

Nach Volker werden dann wohl Giuliani und Pompeo die nächsten ins Ramenlicht gestellten Personen werden.

Das Impeachment-Verfahren wird anlaufen; es ist offen, ob Trump das politisch überlebt, auch in Reihen der GOP gibts Gegner

re von fathaland slim 14:05

Aber es gibt doch vielversprechende Demokraten wie Tulsi Gabbard,Alexandra Ocasio-Cortez aus New York oder Bernie Sanders.
Kaum zu glauben,daß ein Biden("mit mir als Präsident werden die Reichen an ihrem Leben nichts ändern müssen") bei den Wählern und den Subalternen beliebter ist.

re jukep: Verharmlosung

>>"Was erwarten man eigentlich von was die Politiker am Telefon sprechen......"

Interessante Frage um so neugieriger wäre ich jetzt zu wissen was unsere Regentin mit den diversen Telefonpartnern so gesprochen hat.<<

So geht: Verharmlosung!

@ 14:31 von Silverfuxx

Es gibt im Umfeld Trumps bzw. in den verschiedenen politischen Organisationen und Abteilungen immer noch Menschen, die einen guten Job machen. Im übrigen hat Trump politische Gegner*innen auf unterschiedlichsten Ebenen - es verbindet sie die Einsicht, dass Trump unberechenbar, selbstverliebt, beratungsresistenz und an differenzierter Betrachtung uninteressiert bis unfähig ist; auch bei den Republikanern gibt es interne Gegnerschaften, die sich so langsam aus der Deckung trauen, nachdem Trump die GOP mit seiner überraschenden Kandidatur und dem auch für eigene Parteimitglieder z.T. überraschenden Präsidentschafts-Sieg als Partei eigentlich paralysiert hatte. Neben dem anstehenden Impeachment-Verfahren dürfte in den nächsten Wochen und Monaten auch interessant sein, welche Absetzbewegungen zu Trump es bei den Republikanern in Washington und von Alabama bis Wyoming gibt.

Mittelalter.

um 14:31 von Nachfragerin…
In meinen Augen und nach aktuellem Kenntnisstand können weder die Motivation, noch die Umsetzung ein Fall von Amtsmissbrauch sein. Aber es ist ja Wahlkampf...

Aus Ihren Antworten entnehme ich, dass es ihnen egal ist, ob Trump rechtmäßig handelt oder nicht. Da ja Wahlkampf ist, scheint Ihnen jedes Mittel erlaubt zu sein.
Stellen Sie sich vor, Ihre rechtlichen Belange würden ebenfalls beliebig behandelt. Gesetzliche Regelungen würden, ist ja Wahlkampf außer Kraft gesetzt. Riecht schon nach Anarchie. Vielleicht ist das ja Ihr Ansatz. Dann muss man sich aber schon bewusst machen, dass dann auch das Recht des Stärken gilt. Hatten wir schon, hieß dann Mittelalter.

@fathaland slim - Danke!

13:56 von fathaland slim:
"Einfach mal 'Ukraine Militärhilfe eingefroren' eingeben. Dann finden Sie eine Fülle von Belegen."
> Das "eingefroren" hilft. Danke für den Hinweis!

"Wenn Sie eine solch realistische Meinung über Herrn Trump haben, dann überrascht mich die Vehemenz, mit der Sie ihm seit seiner Kandidatur hier im Forum die Stange halten, umso mehr."
> Ein weit verbreiteter Glaube besteht scheinbar darin, schlechte Menschen schlecht behandeln zu dürfen. Wer so denkt, der verfällt natürlich leicht der Ansicht, dass ich Trump mag, weil ich mich gegen dessen Behandlung ausspreche.

Es gibt zwei Interpretationen ...

.... eines Vorgangs.

Über Interpretationen hinaus gibt es einen Kriterienkatalog mit

- juristischen
- ethischen
- logischen Anforderungen

zu dessen Beurteilung.

@harry_up, 14:43 re @A.Stan

Ich würde gerne von Ihnen erfahren, was Trump für Sie zum Favoriten bei den kommenden Wahlen macht.
Nur, weil die anderen in Ihren Augen noch mieser sind?

Zumindest scheint das die Welle zu sein, auf der Trump selber zu reiten gedenkt. Mit großem Erfolg, diesseits und jenseits des großen Teichs, wie man sieht.

re Mr. Floppy: Umdrehung!

>>Ich vertrete jetzt mal die Gegenposition und behaupte, Präsident Trump wollte das amerikanisch Volk schützen...<<

Diese Strategie nennt man schlicht: Umdrehung.

Nur wird diese Hypothese schon dadurch widerlegt, dass Trump ein solch edles und selbstloses Verhalten doch sicher mit Endlosschleife zur Selbstveredelung getwittert hätte. Hat er aber nicht.

Die Zeit der Doppelwahrheit

a) "Der Kunde hat sich eine Dose Kaviar eingesteckt!"
b) "Die Dose wurde mir untergeschoben, um mich zu kompromittieren!"
.
Mit Videoüberwachung könnte man die Frage leicht klären, aber die gibt´s ja nur auf öffentlichen Plätzen.
.
Auf jeden Fall habe ich mich damals bei der Ukraine schon gewundert, warum der Sohn von Biden in den Vorstand des größten Energiekonzerns gesetzt wurde, wo doch die USA die Staaten immer nur in die Freiheit entlassen, ohne daran auch nur einen Cent zu verdienen!

@karwandler - Ohne Beweise keine Amtsenthebung

14:00 von karwandler:
"Schreiben Sie doch nicht so künstlich naiv daher. Trump hat seinen Kumpel in der Ukraine zur 'Amtshilfe' in seinem persönlichen Wahlkampf aufgefordert. Das ist Tatsache."

Das ist offensichtlich, aber keine Tatsache. Man muss diesen Verdacht auch beweisen können. Sonst wird es wieder nichts mit der Amtsenthebung.

@14:21 von andererseits

>>Ich bleibe aus den von mir genannten Gründen und Einschätzungen dabei: "Es wird eng für Trump.<<

Werter Forist, ich bin da voll und ganz bei Ihnen, und möchte Ihnen an dieser Stelle meinen Dank und Respekt für Ihre stets fairen und sachlich fundierten Beträge aussprechen.

... und weil es auch m. M. n. eng wird für DT, kommt mir da eine ganz steile These in den Sinn.

... Mr. President wird nun alles daran setzen, daß er unabkoemmlich wird, es kein Führungsvakoum im Falle eines Impeachment gibt.

... ergo, es muss knallen in der aktuellen Irankriese, damit er aus der Bedrängnis raus kommt.

... und ja ich weiß, steile These. ;)

Schmutzkampagne

Was ich bisher nicht verstehe, ist wieso die Telefonate des Präsidenten mitgeschnitten werden und jetzt in der Presse landen. Ich befürchte eine Schlammschlacht nutzt wieder einmal nur den Republikanern, weil notwendige politische Debatten ausbleiben. Wer hat überhaupt die Information geleakt. Möglicherweise die Republikaner selber?

@13:52 von MrFloppy

"...Präsident Trump wollte das amerikanisch Volk schützen..."

Das klingt sehr edel. Der Präsident will das Volk vor seinem Hauptkonkurrenten schützen, der allerdings nach meinem Kenntnisstand noch nichts getan hat, was einen Verdacht auf eine Straftat rechtfertigen könnte. Es ist doch sehr viel naheliegender, dass hier ein unliebsamer Konkurrent aus dem Weg geschafft werden sollte. Es gab nicht einmal ein einziges Gerücht, dass Hunter Biden in eine Korruptionsaffäre verwickelt gewesen sein könnte. Gäbe es Hinweise darauf, wäre es längst publik. Trump stochert also vollkommen im Dunkeln und das ist viel zu wenig, um diese Gefälligkeit von Selenskyj einzufordern. Ich bleibe bei meiner Ansicht, das war illegal von Trump.

re nachfragerin

"14:14 von tagtest:
Das wäre [...] Sache der Strafverfolgungsbehörden."
> Wenn die US-Strafverfolgung bei Selenskyj angerufen hätte, hätte es doch denselben Aufschrei bei den Demokraten gegeben."

Jetzt verheddern Sie sich ins Absurde. Die US-Strafverfolgung hätte sich an die ukrainische Strafverfolgung gewendet. Und nicht an den Präsidenten mit der Aufforderung, seine Strafverfolgung in Gang zu setzen.

@14:53 von sveglia

Sie kontern auf eine Tatsachenfeststellung, indem Sie auf Sittenverfall hinweisen? Kontern Sie doch lieber auf die Tatsachenfeststellung selbst. Noch einmal: Shokin wurde entlassen, nachdem er die Strafverfolgung gegen den Burisma Konzern längst eingestellt hatte. Da musste Joe Biden seinen Sohn Hunter also vor Shokin gar nicht mehr beschützen. Worin könnte der Vorwurf gegen Biden also bestehen?

14:55, Nachfragerin

>>@tagtest - Wer darf anrufen?
14:14 von tagtest:
Das wäre [...] Sache der Strafverfolgungsbehörden."
> Wenn die US-Strafverfolgung bei Selenskyj angerufen hätte, hätte es doch denselben Aufschrei bei den Demokraten gegeben.<<

Wenn die US-Strafverfolgungsbehörden bei den ukrainischen Strafverfolgungsbehörden angerufen hätten, dann hätte es überhaupt keinen Aufschrei gegeben.

>>"Entsprechend steht das Verhalten Joe Bidens hier nicht zur Diskussion."
> Das ist mir auch schon aufgefallen. Beides hängt zusammen, aber statt über beides zu berichten und damit für Klarheit zu sorgen, liegt der Fokus auf der "dominierenden Interpretation" der Demokraten.<<

Das Verhalten Joe Bidens und seines Sohnes ist seit fünf Jahren bekannt und wird erst dann zum Thema, wenn Trump Wahlkampf macht und Bidens Umfragewerte ihm zu gut aussehen.

Hexenjagd?

Die US-Demokraten sind überzeugt, dass sie jetzt genügend Gründe für ein Amtsenthebungsverfahren haben.

Bevor die Demokraten ein Amtsenthebungsverfahren einleiten wollen, dessen Verfahren schwierig und im Ergebnis ungewiss ist, wäre es besser, wenn sie gleich die nächste Präsidentschaftswahl, die ohnehin im nächsten Jahr ist, abwarten, bevor sie sich womöglich noch zum Affen machen.

@ 14:23 jukep

Mein Beitrag von 14:12 war eine Antwort auf die - möglicherweise rhetorische - Frage des Users "von65" (13:47).
Im Bericht hier geht es um ein ganz konkretes Telefonat von Trump mit Selenskyi. Haben Sie dazu auch etwas anzumerken?

15:02, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 14:05
Aber es gibt doch vielversprechende Demokraten wie Tulsi Gabbard,Alexandra Ocasio-Cortez aus New York oder Bernie Sanders.
Kaum zu glauben,daß ein Biden("mit mir als Präsident werden die Reichen an ihrem Leben nichts ändern müssen") bei den Wählern und den Subalternen beliebter ist.<<

Ärgerlicherweise ist das aber so.

Da unterscheiden die USA sich nicht wesentlich von anderen "westlichen" Ländern.

Die Linke hat miserable Karten bei den Wählern.

Ist so.

Auch wenn mir das nicht passt, so hilft es trotzdem nicht, Tatsachen nicht als Tatsachen anzuerkennen.

Die Mehrheit der Menschen ist stockkonservativ und driftet, wenn es schwierig wird, eher nach rechts.

Irrational.

Impeachment

Tolles Bild mit den Buchstaben IMPEACH. Ich hoffe, dass es gelingt und wünsche dem amerikanischen Volk einen besseren Präsidenten.

Und ich bitte die Demokraten ebenfalls Joe Biden aus der Kandidatur zurück zu ziehen. Sein Verhalten in dieser Affäre war vermutlich nicht ok.

Ja, ja die Whistleblower. Sie

Ja, ja die Whistleblower. Sie whistle(n) very well, wenn es gegen Trump geht, aber very, very bad wenn es z.B. um so terribly bad Typen w.z.B. Julian Assange oder Edward Snowden geht. Die Wahrheit siegt halt immer. Es sind einfach naive „Friedensbewegte“, die an dem hehren Regime-Change durch den Maidan zweifeln. Da wurde doch nur, zwar gegen alles Recht, eine demokratisch gewählte Regierung „(ge)changed “ Aber die Ukraine war ja sowas von korrupt, dass da Biden eine Rolle spielte, „ehrt“ ihn ebenso, wie das er flugs, der Maidan war noch nicht einmal Geschichte, seinen Sohn an „einbringender“ Stelle unterbrachte. Biden war doch Vize-Präsident der USA und es war seine Aufgabe, der Ukraine beratend und manchmal lenkend zur Seite zu stehen. Poroschenko war doch der „Vorzeige-Korruptionsbekämpfer“ und dem musste geholfen werden. Mit Nachdruck! Wie schrieb damals ein Münchener Magazin so treffend: „korrupt, korrupter, Kiew“ Noch Fragen?

@Mr.Floppy/Nachfragerin: Es zählt nicht zu den "Zufällen" ...

... Ermittlungen gegen den Sohn eines Opponenten aufzunehmen.

"[...] Es geht um die jeweils subjektive Interpretation eines objektiven Umstandes. Dieser ist einzig die Bitte des amerikanische Präsidenten an den Ukrainischen, Ermittlungen gegen u.a. Hunter Biden wegen möglicher Korruption aufzunehmen."

Niemand in den USA glaubt an die "Zufälligkeit" des Ermittlungsersuchens von Trump gegen Hunter Biden. Nicht die Demokraten, nicht die Republikaner.

Drei Umstände vereinigen sich zu einem Komplex:

(1) Joseph Biden wurde in bislang rund 70 Umfragen in den relevanten Bundesstaaten, die als "Battleground" gelten, als Sieger über Trump eingestuft. Auch im "Rustbelt" von Michigan, Wisconsin und Pennsylvania, die für Trump geradezu ein Prestige-Anliegen sind.

(2) Da Trump Biden als gefährlichsten Opponenten einschätzt und er ihn argumentativ/politisch nicht zu schlagen können glaubt, wird die Karte "dirt" gezogen.

(3) Es gäbe keine "Bitte" ohne die Motive (1) und (2)

15:10, Nachfragerin @fathaland slim

>>"Wenn Sie eine solch realistische Meinung über Herrn Trump haben, dann überrascht mich die Vehemenz, mit der Sie ihm seit seiner Kandidatur hier im Forum die Stange halten, umso mehr."

> Ein weit verbreiteter Glaube besteht scheinbar darin, schlechte Menschen schlecht behandeln zu dürfen. Wer so denkt, der verfällt natürlich leicht der Ansicht, dass ich Trump mag, weil ich mich gegen dessen Behandlung ausspreche.<<

Sie unterstützen Herrn Trump aus Mitleid und christlicher Nächstenliebe, weil dem Armen angeblich so übel mitgespielt wird?

Sie erwarten tatsächlich, daß ich Ihnen das abnehme?

15:07 von andererseits

es verbindet sie die Einsicht, dass Trump unberechenbar, selbstverliebt, beratungsresistenz und an differenzierter Betrachtung uninteressiert bis unfähig ist

Ich stimme Ihnen in nahezu allen Punkten zu bis auf "unberechenbar". Für mich ist er zwischenzeitlich berechenbar, weil ich beispielsweise seine Drohungen und seine tollwütige Art überhaupt nicht mehr ernst nehme.

@15:02 von Bernd Kevesligeti

Joe Biden hat unter allen Demokraten die besten Umfragewerte. Bessere als Trump selbst. Es scheint nicht die größte Rolle zu spielen, wie der zu den Reichen steht. Inwieweit Biden die beste Politik für die USA-Bürger machen würde, steht auch gerade nicht zur Debatte. Wenn ich ehrlich bin, gibt es weder bei den Republikanern noch bei den Demokraten einen Kandidaten, der mir voll zusagen würde. Am allerwenigsten allerdings befürworte ich die zunehmend unter dem Einfluss der Tea Party stehenden Republikaner. Die sind mir viel zu radikal und zu weit rechts.

Soll das ein Witz sein? Zwei Interpretationen?

Interpretation eins ist: "Trump hat sein Amt mißbraucht, um die Ukraine in seinen Wahlkampf einzuspannen." Interpretation zwei ist: "Die Demokraten haben aber auch Dreck am Stecken."

Das ist keine andere Interpretation. Das ist ein Ablenkungsmanöver.

@andererseits - Quelle?

14:56 von andererseits:
"[...] und er hat davon bestimmte Zusagen abhängig gemacht."

Woher wissen Sie, dass Trump das getan hat? Und was für Zusagen sind da gemeint?
Ich würde es gern nachlesen.

15:24, Nirwana1962

>>... und weil es auch m. M. n. eng wird für DT, kommt mir da eine ganz steile These in den Sinn.

... Mr. President wird nun alles daran setzen, daß er unabkoemmlich wird, es kein Führungsvakoum im Falle eines Impeachment gibt.

... ergo, es muss knallen in der aktuellen Irankriese, damit er aus der Bedrängnis raus kommt.

... und ja ich weiß, steile These. ;)<<

Sagen wir mal so:

Wirklich überraschen würde es mich nicht.

Hoffentlich irren Sie sich.

@ Nachfragerin

Worüber hätte Trump denn reden dürfen, damit es Ihrer Meinung nach kein Amtsmissbrauch gewesen wäre?

Jedenfalls nicht über die ukrainische Justiz. Denn was geht das einen US-Präsidenten an?

Biden rühmt sich selbst, die Absetzung des ukr. Staatsanwalts er

-zwungen zu haben.
@13:38 von fathaland slim
Zu Poroschenko, in seinen eigenen Worten: „Petro, Sie werden Ihre Milliarde Dollar nicht bekommen. Okay, Sie können den Generalstaatsanwalt behalten. Aber Sie müssen verstehen: Wir werden nicht zahlen, wenn Sie das tun“.

Innerhalb von 6 Stunden wurde er durch einen juristisch nicht vorgebildeten Verwandten Poroschenkos ersetzt.

@15:23 von Nachfragerin

Das Motiv (Konkurrenz aus dem Weg schaffen) kann man gar nicht beweisen. Eine Tatsache ist hingegen, dass Trump Selenskyj um den Gefallen gebeten hat, den Fall noch einmal aufzurollen.

@grübelgrübel - Moral, Rechtsprechung & Realität

15:08 von grübelgrübel:
"Aus Ihren Antworten entnehme ich, dass es ihnen egal ist, ob Trump rechtmäßig handelt oder nicht."

Nö. Mich interessieren zwei Fragen:
1) Gegen welches Gesetz soll Trump verstoßen haben?
2) Ist es möglich, diesen Verstoß (sofern es einen gibt) nachzuweisen?

"Da ja Wahlkampf ist, scheint Ihnen jedes Mittel erlaubt zu sein."
> Was erlaubt ist, ist eine Frage der Rechtsprechung bzw. Moral. Fakt ist, dass beide Seiten alle Möglichkeiten ausschöpfen werden, die ihnen einen Vorteil bringen könnten.

"Dann muss man sich aber schon bewusst machen, dass dann auch das Recht des Stärken gilt. Hatten wir schon, hieß dann Mittelalter."
> Das haben wir auch heute noch und nennt sich Geopolitik. Damit schließt sich dann auch der Kreis zur Ukraine.

Sehr interessanter und m.E. teilweise ausgewogener TS-Text

Als erstes sticht für mich heraus, was am Ende des Textes steht.
"Dass Biden Schaden nimmt, wäre also nur eine Art zufälliger Nebeneffekt? Sicher nicht, aber es sind eben so viele Fragen über die Ukraine-Geschäfte der Bidens offengeblieben, wie über die Rechtmäßigkeit von Trumps Vorgehen."

Gerade in der gestrigen Diskussion, haben die üblichen rechten Wirtschaftsliberalen, die sich zum Teil als Linke ausgeben, groß rumposaunt, dass im Fall Biden alles geklärt sei. Und noch, wie so üblich, auf einen Kontext der Meldung hingewiesen.

Seltsam das die Anwesenden Herrschaften hier im Thread , keinen Hehl daraus zu machen, dass sie nur eine Seite der Medaile untersucht wissen wollen, wohingegen ihr persönlicher korrupter Kandidat einen Freibrief erhalten sollte. So scheint es mir zumindest.

rer Truman Welt

Es können noch so viele andere Themen als Nebelkerzen geworfen werden. Es geht nur um einen Punkt: hat Trump aus persönlichen Interesse den ukrainischen Präsidenten gebeten besagte Untersuchungen gegen Biden einzuleiten -> ja oder nein. Alles andere war jetzt 4 Jahre obwohl öffentlich diskutiert und in der Presse kein Thema. Weshalb aber denn jetzt? Weshalb jetzt? -> insistierte Trump ?
Das ist der jetzt einzig interessierende Fakt. Alle andere Fragen haben überhaupt keine Relevanz für ein Impeachment! Behalten wir diese Frage im Auge - im Fokus! Alles andere dient ausschließlich der Ablenkung.

Rechts-nationale Strategien

@ Mr. Floppy:
Ich vertrete jetzt mal die Gegenposition und behaupte, Präsident Trump wollte das amerikanisch Volk schützen...

Lieber nicht. Denn das ist doch ein bekanntes Muster, Rechte übertreten das Gesetz und rechtfertigen sich damit, nur das Volk schützen zu wollen.

Das Land muss zur Ruhe und zur Besinnung kommen

In den USA - wie auch im "Mutterland" Großbritannien - als auch in Europa herrschen derzeit politisch unzumutbare und zersetzende Kräfte. Es ist müßig, noch irgendwelche Prognosen zu stellen. In Kontinental-Europa formiert sich ähnliches. Polen, Österreich, Ungarn, Frankreich (LePen), Deutschland (AfD). Viele Polizisten, die selbst rechtsradikal agieren oder deutsche Richter an Landgerichten, die rechtsradikale und menschenverachtende Schimpftiraden gut heißen. All das war in unseren Gesellschaften lange Zeit Gott sei Dank absolut undenkbar. Das ist vorbei.
.
Mag es an Facebook liegen, an der Bildungsarmut, oder einfach daran, dass es allen viel zu lange viel zu gut ging: derzeit ist es überall müßig, über Prognosen zu philosophieren. Schon die Wahl dieses Präsidenten Trump, mit allen zuvor nachgewiesenen sexistischen und rassistischen Äußerungen lassen alle Prognosen irrelevant erscheinen. Die Gesellschaften haben zur Zeit leider einen Knall.

> Ich würde gerne von Ihnen

> Ich würde gerne von Ihnen erfahren, was Trump für Sie zum Favoriten bei den kommenden Wahlen macht.
> Nur, weil die anderen in Ihren Augen noch mieser sind?

Weil Trump ein mehrfaches von schlechten Dingen über seine Gegner in derselben Zeit erzählen und tweeten kann als die über ihn.

Wer sich mit dem Luxus, die Wahrheit sagen zu wollen, aufhält, kommt im schnellebigen U.S.-Wahlkampf auf keinen grünen Zweig. In aller Munde und Kopf ist das, was im Eifer des Gefechts gesagt wird. Dementis sind was für Erbsenzähler.

Biden und Sohn

Es ist wohl ziemlich klar, daß Herr Trump hier Machtmissbrauch betreibt, natürlich genau zum Zeitpunkt des Wahlkampfauftaktes. Damit ist klar, was dahintersteckt.
Aber jetzt schauen wir uns doch mal bitte an, was Herr Biden gemacht hat, nachzulesen hier:
https://www.cfr.org/event/foreign-affairs-issue-launch-former-vice-presi...
Dort sagt er nämlich, daß die Ukraine 1 Milliarde US $ nicht bekommt, wenn sie den Generalstaatsanwalt nicht feuern. Und was für ein Zufall, daß dieser Generalstaatsanwalt mit der Angelegenheit betraut war, die Bidens Sohn und dessen Firma in der Ukraine betraf.
Der Ukraine wird 6 Stunden Zeit gelassen, sich zu "entscheiden" und als kleines extra nennt Herr Biden die Verantwortlichen noch "Hurensöhne".

Tja, dann hätten wir also mit Trump und Biden zwei ähnlich agierende Politiker.
Sagt mal, gibts eigentlich noch andere? Wäre doch mal eine Abwechslung, oder?
Hat der Wähler eigentlich ein Recht auf nicht korrupte Politiker?

@ 15:27 von nikolaiki

"Was ich bisher nicht verstehe, ist wieso die Telefonate des Präsidenten mitgeschnitten werden und jetzt in der Presse landen."
.
Bitte mal die FAQ lesen!
Die werden noch nicht mal mitgeschnitten.

@Karwandler/Nachfragerin: Es gibt kein Impeachment ...

... weil Trump durch die Senatsmehrheit politisch davor geschützt wird.

Der Begriff "Impeachment" wird in der US-Verfassung und mehr noch im politischen Sprachgebrauch in doppelter Weise angewandt. Der Präsident gilt als bereits als "impeached", wenn das Repräsentantenhaus mit absoluter Mehrheit ein solches Impeachment ausspricht. Zu einer Amtsenthebung kommt es aber erst, wenn der Senat sich zu einem Quasi-Gericht konstituiert und ihn mit einer 2/3 Mehrheit "impeached". Das wird in *diesem* Senat nicht geschehen.

Auch wenn die Wahlkampf-Motivation von Trump's "Ersuchen" an Selinskiy für jeden - auch die Republikaner - ersichtlich ist, wird die "Beweiswürdigung" nicht von unabhängigen Juristen sondern von Politikern vorgenommen, die von Trump politisch abhängig oder unter Druck setzbar sind.

Dominierend ist eine Interpretation weil die Presse es zulässt

>>Die dominierende Interpretation ist die der oppositionellen Demokraten. "Der Präsident der Vereinigten Staaten hat Steuerzahler-Geld benutzt, um zum eigenen politischen Vorteil einen ausländischen Staatsmann zu erpressen."<<

Warum liegt denn bitte eine dominierende Interpretation der Demokraten in der "Öffentlichkeit" vor?Doch nur weil die Presse, völlig zurecht auf die Anschuldigungen gegenüber des US-Präsidenten eingeht, aber nicht auf die Machenschaften des Herrn Biden.

Woran kann das liegen?
-Ist die Presse auch die TS parteiisch in Bezug auf Biden bzw. gegen Trump?
-Ist es der Presse peinlich, dass sie in dem Sündenfall Ukraine Berichterstattung, in dem ein Putsch medial zu Gunsten von Putschisten abgedeckt wurde und in diesem Zuge eine Menge westlicher Politiker sich ihre Finger schmutzig gemacht haben?

Einer von ihnen, Herr Biden,scheint diese Vergangenheit jetzt einzuholen. Welche Moral haben die beiden Bidens, die verarmten Rest-Ukrainer für den US-Wahlkampf zu schröpfen?

@ Nirvana1962

... und ja ich weiß, steile These. ;)

Sachlich gesehen finde ich die "These" Quatsch, es hat aber einfach nichts mit dem Thema zu tun.

@A.Stan 13:12

Natürlich kann man so argumentieren, wenn für einen Trump sowieso immer recht hat und die Demokraten nur böse Leute sind die Trump ärgern wollen. Übrigens umso besser wenn die Republikaner so denken wie Sie, Überheblichkeit hat meistens sehr sehr unangenehme Folgen.

@DeHahn 15:22

Bei Beiden ist es ganz daneben, wenn er seinen Sohn in der Ukraine einen Posten verschafft. Trump darf sowas aber. Donald Trump hat seiner halben Familie Beraterposten in der Regierung verschafft. Was Vetternwirtschaft und Gefälligkeiten gegenüber Familienmitgliedern angeht sollte Trump sich ganz ganz stark zurückhalten!

@ Bernd Kevesligeti

Mit Joe Biden um die Präsidentschaft kämpfen,daß bedeutet keinen Neuanfang.

Völlig d'accord. Die Rolle von Biden und seinem Sohn in der Ukraine ist mit suspekt. Die Partei sollte ihn zurückziehen.
Wenn die Demokraten eine junge, unverbrauchte und fortschrittlich eingestellte Frau gegen Trump aufstellen, stehen die Chancen sehr gut für einen Macht- und Politikwechsel.

15:05 teachers voice

"So geht: Verharmlosung!"

Das kann ich/man erst beurteilen wenn ich/man die Telefonate unserer Regentin gesehen/gehört habe/hat.

@Nachfragerin 14:55, Hätte, hätte, Fahrradkette

"Wenn die US-Strafverfolgung bei Selenskyj angerufen hätte, hätte es doch denselben Aufschrei bei den Demokraten gegeben...."
Hätte, hätte, Fahrradkette.

Das Verhalten von Joe Biden steht deshalb nicht zur Diskussion, weil es keinerlei Evidenz für eine strafbare Handlung gibt, vgl. dazu z.B. am 16. Mai 2019 in Bloomberg:("https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-05-16/ukraine-prosecutor-says-no-evidence-of-wrongdoing-by-bidens"):

"Ukraine’s prosecutor general said in an interview that he had no evidence of wrongdoing by U.S. Democratic presidential candidate Joe Biden or his son, despite a swirl of allegations by President Donald Trump’s lawyer..."

Da ist nichts. Sorry. Und genau deshalb steht auch nur Tricky Trumps aktuelles Amtsmissbrauch-Verhalten zur Diskussion.

@15:27 von nikolaiki

Sie nennen es Schmutzkampagne, ich nenne es die dringend erforderlichen Maßnahmen zum Selbstschutz der Demokratie. Wie wir erleben können, ist die Macht von Trump sehr groß und er kann vieles durchsetzen und auch immer wieder das Parlament übergehen. Für manche hat er auch da teilweise die Grenzen überschritten. Das Impeachment ist ein Schutz, man wollte damit Machtmissbrauch begegnen. Sollte es soweit kommen, wird das ein Stresstest für die Demokratie in den USA und der Bevölkerung muss möglichst plausibel eine Entscheidung transparent gemacht werden. Die Republikaner werden also sehr gut argumentieren müssen, wenn sie die Amtsenthebung abschmettern, denn sonst könnte sich das bei der Wahl rächen. Ich bin gespannt.

15:10 von Nachfragerin

« Ein weit verbreiteter Glaube besteht scheinbar darin, schlechte Menschen schlecht behandeln zu dürfen. Wer so denkt, der verfällt natürlich leicht der Ansicht, dass ich Trump mag, weil ich mich gegen dessen Behandlung ausspreche.»

Mr. Trump wird nicht "behandelt", er wird kritisiert. Kann er gar nicht ausstehen, führte er doch "a perfect phonecall" in die Ukraine.

Jeder, der das anders sieht, behandelt ihn in seinen Augen mies. Alle wollen ihm am Leder flicken, die Kritik an seiner Art der Perfektion üben.

Die Grundlage seiner eigenen Verteidigungs-Strategie ist das Trump'sche Dauer-Mantra "Witchhunt". Dem Sie hier mit "schlecht behandeln" lediglich einen anderen Namen geben. Aber damit dem exakt gleichen Mechanismus das Wort reden.

Es geht auch weniger um "schlechte Menschen" im Fall des US-Präsidenten. Sehr wohl aber darum, dass Mr. Trump das Amt von der ersten Minute an nie anders verstand, als ein Vehikel für eigene Interessen zu sein.

So ist Mr. Trump "zu behandeln" …

@ nikolaiki

Was ich bisher nicht verstehe, ist wieso die Telefonate des Präsidenten mitgeschnitten werden und jetzt in der Presse landen.

Telefonate des Präsidenten werden niemals mitgeschnitten, sondern nur mitgeschrieben. Das Weiße Haus hat diese Mitschrift jetzt veröffentlicht, in der Hoffnung, Trump zu entlasten.

re nachfragerin: Fokus?

>>Beides hängt zusammen, aber statt über beides zu berichten und damit für Klarheit zu m)sorgen, liegt der Fokus auf der "dominierenden Interpretation" der Demokraten.<<

Und wenn Sie sich noch so sehr für Trump und für was weiß ich wen hier reinhängen:
Nein, beides hängt hier nicht zusammen:

Hier geht es um die Zulässigkeit oder besser Unzulässigkeit eines Verhaltens des amerikanischen Präsidenten. Was dieser hier versucht hat abzuziehen ist exakt die Wiederholung seiner Strategie aus dem zurückliegenden Wahlkampf.

Sie erinnern sich? Damals ging es um „Munition“ gegen die damalige Kontrahentin Clinton. Und zur Seite traten ihm exakt die gleichen Unterstützer.

Der einzige Unterschied: Diesmal hat es nicht funktioniert.

@Margitt 13:13

Die Demokraten haben auch Druck von ihren Wählern von letztes Jahr, die sie ins Repräsentantenhaus wählten. Ich sehe auch, dass eine Amtsenthebung überfällig ist und die Geschichte jetzt mit der Ukraine ist sehr offensichtlich. Im Gegensatz zu Clinton kann hier der Bürger auch viel klarer sehen wo Trump gegen Dinge verstößt die für einen Präsidenten gelten. Dazu gehört einen ausländischen Präsidenten zu Ermittlungen gegen einen direkten Konkurrenten um die Präsidentschaft zu fordern. Viele Trump Fans machen hier ihre eigene Rechtsmäßigkeit. Es gibt in den USA aber Regeln und die muss man als Präsident einhalten.

@frosthorn 15:13 Trump weder Favorit noch durch diese Affäre ...

... abgeschrieben. Dennoch gibt es Veränderung im Klima.

Bislang war eine Mehrheit der Wähler gegen ein Impeachment von Trump, auch bei jenen, die seine Amtsführung nicht gut heißen. Die jüngsten Umfrage geben nun folgendes Bild wieder:

(1) NPR-PBS NewsHour-Marist poll
49 % pro
45 % contra
Impeachment.

(2) Hill-Harris X survey
47 % pro
42 % contra

Quelle:
https://thehill.com/homenews/administration/463423-public-opinion-
polls-show-shift-toward-impeaching-trump

Nicht alle Umfragen bringen bereits eindeutige absolute Mehrheiten für das Thema, aber die Tendenz ist deutlich.

Das Interessante sind nicht alleine die absoluten Zahlen, sondern wie rapide sie sich drehen.

Ein Impeachment mag aus verfassungsrechtlichen "Hygiene-Aspekten" gerechtfertigt sein. Der Königsweg bleibt aber, ihn bei Wahlen zu schlagen.

Da Biden das Potenzial dazu hatte, ist er im Visier der Trump-Wahlkampftruppe gelandet, die dafür auch in die Ukraine reist.

Informant: Ein abgeordneter Mitarbeiter der CIA.

@15:27 von nikolaiki
So war zumindest zu lesen. Trump bezeichnete ihn als "Spion".
Er hat jedenfalls das Telefonat nicht gehört, sondern verfasste seine Meldung aufgrund ihm zugetragener Informationen.
Er - und die Demokraten stürzten sich auf die mögliche Beeinflussung der Wahl durch Ermittlungen, die einen Konkurrenten, Joe Biden, in schwere Bedrängnis bringen könnten.

Trump dagegen schiebt in den Vordergrund, dass ja Korruptionsermittlungen - auch nach Aussagen des Betroffenen - offensichtlich widerrechtlich eingestellt wurden. Da das auf Veranlassung von Biden geschah, wären weitere Ermittlungen im Interesse der Öffentlichkeit - auch der USA.

@Nachfragerin 15:23, Das kann nur die ganze Welt lesen...

"Das [e.g. die Amtshilfe] ist offensichtlich, aber keine Tatsache...."

Klar, die "Offensichtlichkeit" ist ja auch nur für die ganze Welt direkt lesbar in Form des von Trump-Mitarbeitern veröffentlichten Transkripts des Telefonats. So etwas nennt man gemeinhin dann auch Tatsache...

Was "Deep Throat" darüber hinaus auch noch an zusätzlichen Tatsachen zutage fördern wird, werden wir in den nächsten Tagen und Wochen sehen. I am looking forward to it...;-)...!

re nachfragerin: Nein, das nicht!

>>Ein weit verbreiteter Glaube besteht scheinbar darin, schlechte Menschen schlecht behandeln zu dürfen. Wer so denkt, der verfällt natürlich leicht der Ansicht, dass ich Trump mag, weil ich mich gegen dessen Behandlung ausspreche.<<

Nein, nein, ich bin sicher, hier meint niemand, dass Sie sich deswegen für Trump hier ins Zeug legen. Nein, das muss andere Gründe haben.

Burisma - Geldquelle für Demokraten und CIA Veteranen?

Das Unternehmen Burisma, konnte seid der "vom Westen begrüßten Maidan-Revolution" einige Menschen aus dem Umfeld der US-Demokratischen Partei engagieren.
Nicht nur etwa der Sohn von Herrn Biden, sondern laut Spiegel auch der ehemaliger Wahlkampfmanager und der ehemaliger Stabschef von John Kerry. Und ein ehemaliger Führungskader der CIA. Die Begründung für das Engagement von westlichen Aufsichtsräten ist ebenfalls spannend.
"Allerdings üben solche Gremien bei Energiekonzernen in der Ukraine und Russland in der Regel kaum reale Kontrollfunktionen aus. Vor allem die westlichen Aufsichtsräte werden berufen, damit sie Lobbyarbeit machen. Sie sollen als Türöffner agieren für ihre Dienstherren, deren Ruf oft zu wünschen lässt."Quelle:
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/joe-biden-und-
die-ukraine-affaere-das-ist-hunter-bidens-gas-connection-a-1288590.html

Ob der CIA-"Whistleblower" im Kader des ehemaligen CIA Agenten untergeordnet war und nun eine Gefälligkeit umsetzt?

15:23 von Nachfragerin

«@karwandler - Ohne Beweise keine Amtsenthebung

Das ist offensichtlich, aber keine Tatsache. Man muss diesen Verdacht auch beweisen können. Sonst wird es wieder nichts mit der Amtsenthebung.»

Ein Impeachment ist kein juristisches Verfahren vor dem US-Supreme Court, sondern ein politisches vor den beiden Kammern des US-Parlaments.

"Beweise, Beweise, Beweise - wo sind denn die Beweise …?".
Wird immer & immer wieder daher gebetet, solche würden fehlen, solange kein hoch auflösendes HDTV-Video des Sachverhalts inkl. Dolby-Stereo-Tonaufnahme vorliegt.

Es geht beim Impeachment "lediglich" darum, in beiden Kammern jeweils eine politische 2/3 Mehrheit zu überzeugen, dass "offensichtlich" Vorliegendes Beweis genug ist.

Wie das in diesem Fall zu werten ist, hat @Cosmopolitan_Citizen in seinem Beitrag um 14:49 so treffend beschrieben, wie man es besser kaum möglich ausdrücken könnte.

15:27, nikolaiki

>>Was ich bisher nicht verstehe, ist wieso die Telefonate des Präsidenten mitgeschnitten werden und jetzt in der Presse landen.<<

Die Telefonate werden nicht mitgeschnitten.

Lesen Sie bitte hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/usa-telefonate-praesident-101.html

@12:43 von DrBeyer

"...Und zum anderen hat Biden nach allem, was bisher bekannt ist, eben NICHT zum eigenen Vorteil gehandelt..."

Der Staatsanwalt Wiktor Schokin wurde auch erst dann (auf Drängen von Joe Biden) entlassen, als er bereits das Verfahren gegen den Erdgasproduzenten Burisma eingestellt hatte. Ein Zusammenhang dafür, dass er damit seinen Sohn Hunter Biden schützen wollte, ist aus der Luft gegriffen.

15:27 nikolaiki

"Ich befürchte eine Schlammschlacht....."

Hallo die Schlammschlacht ist schon da und wenn es ganz dumm kommt weitet sich das Ganze noch zu einer "Ukraine-Affäre" aus.

14:55 von Nachfragerin

Zitat:"Wenn die US-Strafverfolgung bei Selenskyj angerufen hätte, hätte es doch denselben Aufschrei bei den Demokraten gegeben."
Stellen Sie sich doch nicht künstlich dumm! In einem Rechtsstaat rufen die Strafverfolgungsbehörden nicht bei irgendeinem Staatspräsidenten an, sondern eröffnen ein Ermittlungsverfahren und bitten dann die ausländischen JUSTIZbehörden um Amtshilfe. Dass ein Staatspräsident bei einem anderen anruft und Einfluss auf die Justiz zu nehmen versucht (wie Trump schon zum zweiten Mal!) ist ein absolutes Nogo und verstößt eklatant gegen die Regeln der Gewaltenteilung. Aber für Sie ist das offensichtlich kein Problem.

mitgeschnitten sind die Telefonate nicht

"Was ich bisher nicht verstehe, ist wieso die Telefonate des Präsidenten mitgeschnitten werden und jetzt in der Presse landen"

Die werden nicht mitgeschnitten sondern niedergeschrieben.

In USA beginnt die Wahlkampf viel früher als in Deutschland. Aber auch nicht zu früh.
Daher erst jetzt ist einen guten Punkt, wo die Kandidaten beginnen zu "kämpfen"
Evtl dauerte die Beschwerde Prozess auch eine Weile, bis jetzt in die Presse gelandet ist.

Die Republikaner werden mit

Die Republikaner werden mit ihrer Mehrheit ein Amtsenthebungsverfahren verhindern. Wichtig wäre, das gesamte Wahlverfahren so zu ändern ( z.B. Verhältniswahlrecht ), dass nicht solche Exoten wie Trump Präsident werden können. Auch Machtbeschränkung wäre sinnvoll.

13:23 von Nachfragerin

«Woran kann ich erkennen, dass nicht dieses "Thema Tricky Trump" der Whataboutism ist, der von Bidens Aktivitäten ablenken soll?»

Das können Sie daran erkennen, dass "Tricky Trump" so zu sagen "ein Wesensmerkmal" ist, welches den Herrn mit der tollen Tolle schon Zeit seines Lebens in allen Aspekten, in allen Feldern, in allen Zeiten, in allen Positionen seines berufichen Wirkens begleitet.

Und zu "tricky" gehört dann auch immer dazu, bei allem + allem + 1, was dem eigenen Ich zuwider läuft, Ablenkung vom Thema zu unterstellen, um dem "trickster" in unberechtigter Art an den Karren zu fahren.

Als ob es im Deutschen nie ein Wort gegeben hätte, damit endlich der Begriff "Whataboutism" das Zepter übernähme …

@krittkritt 16:12

Ändert alles nicht an der Tatsache, dass dies kein strafrechtliches Vergehen ist. Dies mag ein Verhalten sein, welches einem nicht zusagt (ich finde es auch nicht gut) aber es ist nichts strafrechtliches und abgesetzt hat ihn letztlich faktisch jemand in der Ukraine und nicht Biden persönlich.

@Petterson 16:21, Eben: betraut WAR...

" was für ein Zufall, daß dieser Generalstaatsanwalt mit der Angelegenheit betraut war, die Bidens Sohn und dessen Firma in der Ukraine betraf...."

Eben, die ganze Sache WAR schon längst gelaufen.

Und genau deshalb geht es hier AKTUELL nur um Tricky Trump und nicht um Joe Biden.

16:12, krittkritt

>>Biden rühmt sich selbst, die Absetzung des ukr. Staatsanwalts er
-zwungen zu haben.
@13:38 von fathaland slim
Zu Poroschenko, in seinen eigenen Worten: „Petro, Sie werden Ihre Milliarde Dollar nicht bekommen. Okay, Sie können den Generalstaatsanwalt behalten. Aber Sie müssen verstehen: Wir werden nicht zahlen, wenn Sie das tun“.

Innerhalb von 6 Stunden wurde er durch einen juristisch nicht vorgebildeten Verwandten Poroschenkos ersetzt.<<

Und all das geschah, nachdem die Ermittlungen gegen Burisma, wo Biden Jr. im Aufsichtsrat saß, längst eingestellt waren, von ebendiesem Staatsanwalt.

Genau deswegen wurde Poroschenko von Biden die Pistole auf die Brust gesetzt. Weil Wiktor Schokin, der die grassierende Korruption im Lande bekämpfen sollte, sich nämlich als bestechlich und korrupt erwiesen hatte.

Hätte Biden Angst gehabt, sein Verhalten in der Ukraine hätte als korrupt ausgelegt werden können, dann hätte er gewiss nicht Schokins Ablösung betrieben. Was hätte er davon denn gehabt?

Welche Antikorruptionsgruppen haben Bursima geprüft?

Ich lese hier immer wieder, dass, natürlich westliche, Antikorruptionsgruppen das Unternehmen Bursima geprüft haben.

Kann denn einer der Aufgeklärten mal ein paar Quellen liefern welche Gruppen dies sind, wer sie finanziert und ob denn die Korruptionsanschuldigungen bisher aufgedeckt wurden?

@Cosmopolitan Citizen 16:22

Sie sollten wissen, dass immer mehr Republikanische Senatoren wackeln und nicht klar Trump verteidigen. Mitt Romney ist so einer und der hat sehr sehr viel Einfluss unter den republikanischen Senatoren. So sicher ist es nicht, dass Trump am Ende nicht des Amtes enthoben wird. So oder so, die Republikaner werden am Ende Diejenigen sein die beschädigt sind. Die mediale Öffentlichkeit bis auf Fox sieht Trump maximal beschädigt und in den Umfragen gibt es auch Mehrheiten für eine Amtsenthebung.

Skandal Trumps?

Mich würde, bei all dieser "Klarheit" über Trumps "Amtsmissbrauch", in der "dominierenden Interpretation der Demokraten", mal interessieren, ob die Bespitzelung Trumps, vor seiner Wahl zum Presidenten, von der demokratischen Regierung angeschoben wurde. Alleine weil jetzt so oft Nixon erwähnt wurde und ein Bezug zum Watergate-Skandal herzustellen versucht wird.

16:21, Petterson

>>Aber jetzt schauen wir uns doch mal bitte an, was Herr Biden gemacht hat, nachzulesen hier:
https://www.cfr.org/event/foreign-affairs-issue-launch-former-vice-presi...
Dort sagt er nämlich, daß die Ukraine 1 Milliarde US $ nicht bekommt, wenn sie den Generalstaatsanwalt nicht feuern. Und was für ein Zufall, daß dieser Generalstaatsanwalt mit der Angelegenheit betraut war, die Bidens Sohn und dessen Firma in der Ukraine betraf.<<

...und die Ermittlungen zur Korruption um den Burisma-Konzern, wo Bidens Sohn im Aufsichtsrat saß, was Sie wohl mit "seiner Firma" meinen, längst eingestellt hatte.

Was für ein Zufall...

@ DKAQI

Ja, ja die Whistleblower. Sie whistle(n) very well, wenn es gegen Trump geht, aber very, very bad wenn es z.B. ...

Sie sind ja anscheinend selbst nicht bereit, Enthüllungen, die Trump entlarven, unvoreingenommen zu akzeptieren.

@Cosmopolitan_Citizen 16:22, Abwarten...

"...Zu einer Amtsenthebung kommt es aber erst, wenn der Senat sich zu einem Quasi-Gericht konstituiert und ihn mit einer 2/3 Mehrheit "impeached". Das wird in *diesem* Senat nicht geschehen..."

Naja, jetzt warten wir es mal ab. Wir werden ja erleben, was "Deep Throat" noch so alles zu Tage befördert (und was z.B. auf den geheimen Regierungsservern so an Telefonmitschnitten herumliegt, was diverse Zeugen aussagen werden usw....;-)...) Und wir werden auch sehen, wie sich Umfragen bewegen. Aktuell scheint es schon jetzt zum ersten Mal eine positive Stimmung für ein Impeachment zu geben, im Gegensatz zur Russland-Affäre 2016. So klar ist die Angelegenheit in punkto Senatsverhalten nicht.

Trumps Ukraine-Telefonat

Die Demokraten wissen ganz genau, dass sie Trump auch deshalb aus dem Amt verbannen wollen, weil sie keinen anderen echten Kandidaten außer Joe Biden haben.
Bei Bernie Sanders hat es bei der Sammlung der Delegierten in den Vorwahlen schon im Juni 2016 nicht geklappt. Weshalb und wie soll er sich diesmal verbessern?
Elizabeth Warren hat nicht die politische Erfahrung, die im Gegensatz zu ihr Hillary Clinton hatte, da diese bereits 1993 bis 2001 das Weisse Haus von drinnen mitbekam und es nach ihrer Zeit als Senatorin noch einmal als Außenministerin von 2009 bis 2013 mitbekam. Und Frau Klobuchar hat sich leider bereits unfreiwillig durch ihren Namen ins Abseits gebracht, weil der mit ziemlicher Sicherheit häufig für Hohn und Spott verwendet werden wird.
Oder andersrum gesagt: Biden bleibt der einzig echte Kandidat für das Amt, da auch er als Vize-Präsident eine wichtige Position bereits gehabt hatte von 2009 bis 2017. Und wenn es mit Biden nicht geht, ist eben keiner mehr da, der es kann

@ Cosmopolitan_Citizen

Zu einer Amtsenthebung kommt es aber erst, wenn der Senat sich zu einem Quasi-Gericht konstituiert und ihn mit einer 2/3 Mehrheit "impeached". Das wird in *diesem* Senat nicht geschehen.

Warten wir es ab.
Es gab übrigens noch niemals in der Geschichte einen US-Senat, in dem eine Partei eine Zweidrittel-Mehrheit gehabt hätte.

16:15 von Pilepale

Nö, das ist nicht seltsam.
Seltsam ist, dass zu jeden Thema hier Leute mit Dingen ankommen, die mit dem eigentlichen Thema gar nichts zu tun haben.

In der Sache geht es darum, dass D. Trump wohl gegen Gesetze verstoßen hat.
Um mehr nicht.
Allein die Whataboutism-Fraktion (rechts) hier kommt dann mit `Der Biden, der Staatsanwalt, der Hinz, der Kunz, der Osterhase haben das aber auch´.
Kann ja sein.
Interessiert nur nicht, weil es mit dem eigentlichen Thema -nämlich Trump- gar nichts zu tun hat.
Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen...

@fathaland slim 13:38, Sie sagen es: That's history...

"Die Tagesschau macht leider nicht deutlich, daß die Forderung nach dem Rücktritt Generalstaatsanwalt Wiktor Schokins erst erhoben wurde, als der sämtliche Ermittlungen eingestellt hatte, die er im korruptionsgeschwängerten Umfeld des Burisma-Konzern führen sollte..."

So ist es. Die Amerikaner pflegen in solchen Fällen zu sagen: "That's history". Genau deshalb ist das Telefonat von Tricky Trump eine Trump-Affäre und keine Joe Biden-Geschichte.

re nachfragerin

"15:08 von grübelgrübel:
"Aus Ihren Antworten entnehme ich, dass es ihnen egal ist, ob Trump rechtmäßig handelt oder nicht."

Nö. Mich interessieren zwei Fragen:
1) Gegen welches Gesetz soll Trump verstoßen haben?
2) Ist es möglich, diesen Verstoß (sofern es einen gibt) nachzuweisen?"

1) Sie beharren auf Strafgesetz und ignorieren, dass impeachment auch für nicht-kriminelles Verhalten möglich ist: "impeachable conduct could include behavior that violates an official’s duty to the country, even if such conduct is not necessarily a prosecutable offense"
2) Das wird sich zeigen. Es liegt schon genug auf dem Tisch.

Ihre heftigen Bemühungen, Zweifel an Trumps Verhalten auszuräumen, machen es allerdings unwahrscheinlich, dass Sie ernsthaft an den zwei Fragen interessiert sind.

@ Pilepale

Warum versuchen Sie immer auf Biden abzulenken. Ich bin auch der Ansicht, dass Biden nicht richtig gehandelt hat in der Ukraine-Affäre. Aber das ist doch in keinester Weise eine Entlasung für Trump. Können wir jetzt mal beim Thema (Trump) bleiben?

@Juri Gerasimenko 16:31

So eine Person gibt es nicht, jedenfalls nicht mit Chancen. Die einzigen außer Biden die eine Chance haben sind der noch ältere Bernie Sanders, der aber für die Mehrheit der Amerikaner sicher zu links ist und Elizabeth Warren die jetzt auch nicht wirklich jung ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Biden durchsetzt ist sehr hoch. Suspekt oder nicht Suspekt, die Vorwürfe gegen Biden sind nicht so, dass es ihm in irgendeiner Weise schaden würde. Zurückziehen können die Demokraten nichts, dies müsste er schon selber machen. Die neuste Umfrage zeigt es auch wieder, trotz der Vorwürfe liegt Biden in einer Umfrage wieder 11% vor Warren. Im Durchschnitt sind es 7% Vorsprung.

16:46, krittkritt

>>Trump dagegen schiebt in den Vordergrund, dass ja Korruptionsermittlungen - auch nach Aussagen des Betroffenen - offensichtlich widerrechtlich eingestellt wurden. Da das auf Veranlassung von Biden geschah, wären weitere Ermittlungen im Interesse der Öffentlichkeit - auch der USA.<<

Es geschah eben nicht auf Veranlassung von Biden, sondern ganz im Gegenteil.

Schokin hatte die Ermittlungen eingestellt und wurde dann, auch auf Veranlassung von Biden, gefeuert.

Unter seinen Nachfolgern, von denen der erste nur für den Übergang agierte, wurden die Korruptionsermittlungen wieder aufgenommen und dann über ein Jahr später erneut eingestellt.

Da die Demokraten ...

... politisch nicht überzeugen, beschmeißen sie Trump mit Dreck.

Wird ihnen aber auch nichts nützen.

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Antwort auf den Kommentar

>Mitt Romney ist so einer und der hat sehr viel Einfluss unter den republikanischen Senatoren<

Ich habe den Zeitungsartikel vom März 2016 mit dem Titel auch gesehen mit dem Titel "Romney zieht über Trump her".
Allerdings kommt bei Romney auch gekränkte Eitelkeit hinzu. Er ist ein schlechtes Beispiel, weil er im November 2012 eben nur 206 Wahlmänner erhielt und Obama 332.
Romney ist daher ein schlechtes Beispiel, da er auch Obama für ungeeignet im Amt hielt.
Abgesehen davon gab es bei dem bekanntesten Mormonen im September 2012 die Entgleisung, als er vor Gästen sagte, dass ärmere Teile der Bevölkerung die Republikaner nicht wählen würden.
Im Klartext: Ein Whistleblower hat hier mitgehört und -gesehen. Wann gab es sowas denn?

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