Ihre Meinung zu: Wahl in Afghanistan: Die Jugend hofft auf Frieden

28. September 2019 - 8:15 Uhr

Die Präsidentenwahl hat begonnen - und vor allem Jugendliche in Afghanistan haben hohe Erwartungen. Doch ob sie wirklich abstimmen, ist ungewiss, denn die Taliban haben mit Gewalt gedroht. Von Bernd Musch-Borowska.

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Kommentare

Finanzierung

Solange die Gelder fließen wird das nix.

Neben dem Drogenhandel finanzieren sich die Taliban über Spenden aus dem Ausland, dem Abzweigen internationaler Hilfsgelder, Schutzgelderpressung und der Erhebung von Steuern in den von ihnen kontrollierten Gebieten. 2012 nahmen die Taliban etwa 400 Millionen Dollar ein, darunter über hundert Millionen Dollar aus abgezweigten Hilfsgeldern.[56] Im Jahr 2017 behauptete der katarische Nachrichtensender Al Jazeera, dass Russland die Taliban mit Waffenlieferungen unterstützt
Quelle: Wikipedia

Wählen sinnlos

Die Wahlen in Afghanistan sind reine Makulatur. Noch verhindern die USA den natürlichen Machtübergang an die Taliban. Aber spätestens nach den Präsidentschaftswahlen in den USA wird man sich endlich des völlig chancenlosen Projektes "Demokratie für Afghanistan" entledigen.
Schaut man sich die muslimische Welt an, so wird man erkennen, dass die Demokratie dort in der Regel nicht funktioniert. Viel geeigneter scheinen kulturell angemessene Führungssysteme wie damals Saddam Hussein im Irak oder auch Assad in Syrien. Ich denke wir sollten einmal wohlwollend zusehen, wie die Taliban in Afghanistan ihr islamisches Herrschaftssystem errichten.

Die Bevölkerung Afghanistans, von der die Mehrheit wegen der Machtkämpfe anderer noch nie in Frieden leben konnte („Nach UN-Angaben sind drei Viertel der Afghanen unter 30 Jahre alt“) hat sich den - und den Einsatz de Bürger überall auf der Welt dafür, dass ihnen endlich die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben eingeräumt wird - schon wegen ihrer Weitsicht und Unerschütterlichkeit wahrlich mehr als verdient:

„Doch die Jugend Afghanistans denkt auch global und blickt über die Grenzen ihres Landes hinaus. Rund 100 junge Demonstranten beteiligten sich ... an der weltweiten Fridays for Future- Demonstration für den Klimaschutz. Angesichts der extremen Sicherheitslage in Kabul wurde der Demonstrationszug von Soldaten beschützt“

Und weil sie trotz eigener Benachteiligung noch an andere denken [Mitglied der afghanischen Umweltschutzgruppe]:
"Der Klimawandel tötet jeden. Wir haben weniger Angst vor dem Krieg als vor dem Klimawandel. Deshalb werden wir uns mit ganzer Kraft dagegen einsetzen“

Die Präsidentenwahl hat begonnen, und?

""Experten gehen davon aus, dass dies, wie bei der letzten Wahl vor fünf Jahren, Präsident Ashraf Ghani und Regierungschef Abdullah Abdullah sein werden""
Also wie gehabt, alles bleibt so in der Welt größten Drogenplantage.
Auch wenn drei Viertel der Afghanen unter 30 Jahre sind, wird sich an den Machtstrukturen dieser von der NATO unterstützten "Regierung" nicht ändern. Das zeigt sich auch darin, wenn Frauen in Afghanistan separat wählen müssen.

08:51, zöpfchen

>>Die Wahlen in Afghanistan sind reine Makulatur. Noch verhindern die USA den natürlichen Machtübergang an die Taliban. Aber spätestens nach den Präsidentschaftswahlen in den USA wird man sich endlich des völlig chancenlosen Projektes "Demokratie für Afghanistan" entledigen.
Schaut man sich die muslimische Welt an, so wird man erkennen, dass die Demokratie dort in der Regel nicht funktioniert. Viel geeigneter scheinen kulturell angemessene Führungssysteme wie damals Saddam Hussein im Irak oder auch Assad in Syrien. Ich denke wir sollten einmal wohlwollend zusehen, wie die Taliban in Afghanistan ihr islamisches Herrschaftssystem errichten.<<

Aha.

Ein islamisches Herrschaftssystem.

Kulturgüter vernichten, Frauen jegliche Bildung vorzuenthalten, Menschen, die gewählt haben, den Finger abhacken, Massenhinrichtungen an Baukränen.

Das also ist für Sie islamisch und dem Lande angemessen.

Ihre Menschenverachtung ist atemberaubend, allerdings für jeden, der hier liest, nicht neu.

Glück und Hoffnung auf Frieden

Wünsche dem afghanischen Volk Glück und Hoffnung auf Frieden. Die jungen Leute brauchen viel Unterstützung, auch aus dem Ausland. Die Grabenkämpfe der einzelnen Religionsgruppen sollten auch aufhören, aber
das müssen die Menschen selbst regeln.

Wahl in Afghanistan: Die Jugend hofft auf Frieden

ach ja !
warum tun sie nichts oder nicht genug dafür
zufällig ist die Jugend - junge Menschen keine Minderheit in diesem Land
43 % sind unter 15 klar das sind Kinder da gibt's keine Möglichkeit
aber die etwas älteren könnten was ändern - wenn sie es wollten
denn nur 3 % sind über 65 alt (bei uns sind es über 20 %)
also der weitaus größte Teil dieser Bevölkerung ist jung
.
.... und die Taliban haben mit Gewalt gedroht
wer sind denn die Taliban ?
ne kleine Minderheit
ich schätze eher die Bevölkerung steht hinter denen,
sonst hätten sich dieses Thema schon längst erledigt
läuft doch jeder mit nem langen Messer und einer Kalaschnikov rum

Pauschalisierende Vorurteile

Zu: 08:51 Uhr von zöpfchen

Nach dem Lesen Ihres Beitrags stellt sich die berechtigte Frage, was größer ist, Ihre Unwissenheit oder Ihre Vorurteile gegenüber Muslimen. Ich vermute letzteres. Denn als eifriger Kommentator in den Foren der Tagesschau sollten Sie über die Realitäten dieser Welt und deren Hintergründe informiert sein.

Denn tatsächlich gibt es doch genügend Beispiele für seit langer Zeit erfolgreiche Demokratien in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit, was Ihnen dank der Beiträge in den Diskussionsforen längst bekannt ist. Genauso stellt sich die Situation dar in Ländern mit muslimischen Minderheiten. Nirgendwo gibt es Bewegungen oder Organisationen (abgesehen von den Splittergruppen), die für autoritäre, die Menschenrechte missachtende Regime werben.

Ach ja, fanatischer Islamismus und rassistisch-völkisch-nationalistischer Rechtsextremismus, beide sind wahrlich Brüder im Geiste und bedingen sich sogar gegenseitig. Unterstützende Beiträge sind abzulehnen.

Die Jugend hofft auf Frieden ...

Im Optimismus, aber keineswegs im Pessimismus, liegt Kraft und Hoffnung.

@ 08:51 von zöpfchen

Sie können das nur zynisch meinen, was Sie da schreiben, oder? Wissen Sie, was das für Bildung, Freiheit, Aufklärung, Menschenrechte - von Gendergerechtigkeit gar nicht erst zu reden - bedeuten würde? Wissen Sie, wie viele junge Leute und vor allem auch wie viele Frauen jeglichen Alters auf andere Zeiten warten?

@10:27 Sisyphos3

Ihre Schätzungen und Vermutungen sind sowas von realitätsfern und menschenverachtend, dass einem die Luft wegbleiben kann. "Läuft doch jeder mit nem langen Messer und einer Kalaschnikov rum..." - ein "Paradebeispiel" faktenfreier Vorurteile, nichts dahinter.
Und es ist doch einigermaßen erstaunlich, dass Kommentierende, die bei uns die jungen Menschen, die sich für eine echte klimapolitische Wende engagieren, lächerlich machen, in Ländern wie Afghanistan von jungen Menschen den Regimewechsel einfordern.

Taliban

Religion ist eben oft nicht friedensstiftend, sondern friedensverhindernd.

Und das gilt nicht nur für den Islam, sondern für alle Gruppen, die sich über Religionszugehörigkeit definieren.

Schiiten und Sunniten im nahen Osten, katholische Kroaten und orthodoxe Serben, Rohingya und buddhistische Myanmarer - die Identitätspolitik schafft mit dem Religiösen eine Basis für Gewalt und Krieg.

John Lennon bleibt aktuell:
Imagine - and NO religion, too!

Es reicht

Das Land muss selbst mit ihre Problemen klar kommen und sich auch mit der Taliban einigen, was die korrupte Regierung nicht möchte.
Warum darf die Taliban nicht an die Wahlen politisch teilnehmen?

Ob wir es wollen oder nicht, die Taliban hat ein Zuspruch in der Bevölkerung.

um 10:23 von fathaland slim

"08:51, zöpfchen
>>...
Schaut man sich die muslimische Welt an, so wird man erkennen, dass die Demokratie dort in der Regel nicht funktioniert. Viel geeigneter scheinen kulturell angemessene Führungssysteme wie damals Saddam Hussein im Irak oder auch Assad in Syrien. Ich denke wir sollten einmal wohlwollend zusehen, wie die Taliban in Afghanistan ihr islamisches Herrschaftssystem errichten.<<

Aha.

Ein islamisches Herrschaftssystem.

Kulturgüter vernichten, Frauen jegliche Bildung vorzuenthalten, Menschen, die gewählt haben, den Finger abhacken, Massenhinrichtungen an Baukränen.

Das also ist für Sie islamisch und dem Lande angemessen.

Ihre Menschenverachtung ist atemberaubend, allerdings für jeden, der hier liest, nicht neu."
.
In Betrachtung der Sätze vor dem letzten Satz des Users 'zöpfchen' vermute ich, dass dieser seinen letzten Satz zynisch verstanden haben will.

Natürlich kann man dem afghanischen Volk nur Glück wünschen

Aber wie einer der Kommentatoren bereits ausführte ist es in Kulturen mit radikaler Religionsausübung nahezu unmöglich, dass sich so etwas wie Demokratie, Liberalität, Meinungsfreiheit etc. entwickeln kann. Und das Schlimme dabei ist, dass selbst Flüchtlinge und Migranten, welche auswandern weil sie sich ein besseres Leben erhoffen, in die Zielländer oftmals diese kruden, religiösen Gesellschaftsregeln mitbringen. Wenn das dann in der neuen "Heimat" nicht so funktioniert wie erhofft, bricht sich in ihrem Verhalten gegenüber der neuen Gesellschaft Gewalt Bahn, da sie leider nichts anderes kennen gelernt haben und in ihrem Herkunftsland von Jugend an entsprechend geprägt wurden. Extreme Religionsausübung ist immer eine untaugliche Basis für eine friedliche Koexistenz, aber der Islam ist die mit Abstand untauglichste weil menschenverachtende.

Den Taliban laufen die Kämpfer weg

Die Taliban ist nichts mehr für die Jugend. Denn die Jugend hat erkannt, dass man nur in Frieden leben kann, wenn einem die Nachbarn auch tolerieren. So traurig das ist, die Weltnachbarn von Afghanistan lassen niemanden in Ruhe, den sie als feindlich, fremd oder aufmüpfig einstufen. Auch andere Länder nicht. Der großere Bruder USA steckt halt überall seine Waffen und Finger hinein auch wenn er unter Trump seine Nase herausgezogen hat. Das galt damals unter der Sovjetunion auch schon in Afghanistan.

Da bleibt einem ja fast nur auf die tragische Lage zu hoffen mehrere Weltpolizisten zu haben die sich gegenseitig die Hosen runterziehen.

Die 40 und 50+ Leute der Taliban sehen halt nur den militanten Weg des Widerstandes. Sie haben es für unnötig gehalten einen politischen Weg zu gehen. Die würden dann vermutlich eh verboten aber zumindest hätten sie wie die PKK und Hisbollah so einen Ansatz. Nur mit Waffen lässt sich kein Land und keine Leute regieren. Religion als Kern reicht nicht mehr

Extremismus ist Mist

Zu: 11:18 Uhr von Googol

Einfache Gegenfragen:

In welchem Land dürfen Vereinigungen, welche auf Gewalt statt auf Recht setzen und welche die Werte einer demokratischen Verfassung klar ablehnen, zu Wahlen zugelassen werden?

Meinen Sie nicht, dass schon die latente und die tatsächliche Drohung der Taliban ausreicht, um die Wahlen in Teilen Afghanistans "politisch" zu beeinflussen?

Warum sehen Sie nur die afghanische Regierung als "korrupt" an? Wie steht es da bei den Taliban? Sind das Musterknaben?

Welchen Zuspruch haben die Taliban in der Bevölkerung, wenn dieser "Zuspruch" mit Mord, Unterdrückung und Willkür erreicht wird?

Weshalb sollte die internationale Wertegemeinschaft politische Beteiligung von Gruppierungen wie den Taliban dulden?

Wo erkennen Sie Sympathie in den Handlungen und den Zielen der Taliban, so dass Sie sich für deren Bestrebungen einsetzen? Genügen die aktuellen brutalen Bombenanschläge während Friedensverhandlungen nicht?

Afghanistan !

Es wäre den Menschen in Afghanistan zu wünschen, dass endlich nach vielen unendlichen Jahren des Krieges und der nutzlosen Zerstörung endlich mal Ruhe und Frieden ein kehrt. Aber leider sind die Taliban nur einer Machtübernahme und den wieder Aufbau eines islamischen Herrschaftssystems ihrer völlig veraltetem und vor sintflutlichem Denken interessiert. Und dies mit einer grausamen und gnadenlosen Weise, die keiner verstehen kann.
Warum die westlichen Länder da ungerührt zuschauen und nicht alles unternehmen, um als erstes versuchen, jeglichen Geldfluss der Taliban ab zu schneiden, ist mir ein Rätsel.
Nur mit der Ausbildung der normalen Armee der Afghanen ist es nicht getan und auch nicht mit der finanziellen und moralischen Unterstützung der Regierung.
Länder wie Russland, die die Taliban mit Waffen und Munition unterstützen, müssten total boykottiert und isoliert werden, um sie zum Umdenken zu bewegen.
Da aber auch da das Geld regiert, wird dies sicher nicht geschehen. Leider !!!!

@11:07 Einfach Unglaublich

Die entscheidende Frage ist, welchen Begriff von Religion man hat und welche Funktion man ihr gibt. Wer in alten Kampf- und Abgrenzungsmustern denkt, wird die integrative kultur- und religionsübergreifende friedensstiftende spirituelle Kraft der Religionen und ihrer Gläubigen nicht verstehen; die gibt es in jeder Religion, weshalb z.B. schon das II.Vatikanische Konzil in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts formulieren konnte: "Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft." (Vatikanum II, Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen: "Nostra aetate")

Islamophobie

Zu: 11:31 Uhr von Garfield215

Ihre Theorie von den "kruden religiösen Gesellschaftsregeln" hält zum Glück dem Realitätstest nicht stand.

Denn was würde bedeuten, wenn eine Prägung durch ein Regime mit "extremer Religionsausübung" permente Gültigkeit hätte? Fordern Sie, dass Menschen aus den betreffenden Regionen der Welt ohne Prüfung des Einzelfalls kein Asyl in Deutschland gewährt werden darf oder dass diese Geflüchteten stets in besonderem Maße überwacht oder gar pauschal in Lagern konzentriert werden sollen, um die Bevölkerung zu schützen? Haben nicht auch das Nichtangebot der Integration, die Ablehnung von Ausländern, der alltägliche Rassismus auch ihren Beitrag?

Auch ja: es gibt "den Islam" nicht, aber eben die bekannt-berüchtigte aktuell grassierende "Islamophobie" aus der rechten Ecke. Jeder Extremismus ist abzulehnen. Auch "der Islam" ist grundsätzlich zunächst nicht "menschenverachtend", dessen Missbrauch aber schon. Aber das können Christen auch, wie längst bewiesen.

@11:34 von wie-

"In welchem Land dürfen Vereinigungen, welche auf Gewalt statt auf Recht setze.."

Die Taliban ist keine Terrororganisation und hat noch nie auch Europa etc. mit Terror gedroht. Außerdem muss es einem klar sein, dass auch die Nazis nach dem WK2 eine zweit Chance in der Gesellschaft bekamen. Warum nicht die Taliban?

Außerdem ist die Taliban keine ausländische Orga, sondern eine afghanische. Sie muss miteinbezogen werden, sonst kein FRIEDEN.

10:25 Harnisch

"Die jungen Leute brauchen viel Unterstützung......."

Hallo die haben sie doch seit mehr als 18 Jahren. Und davor von den Sowjets. Offensichtlich ist die Unterstützung am Wunsch und Bedarf der Afghanen vorbei. Oder es ging und geht den Heilsbringern die dieses Land überfallen haben gar nicht um die Afganen und Demokratie sondern um knallharte Geopolitik das heißt in dieser Gegend einen militärischen Fuß zu haben. Selbsverständlich wünscht man diesem geschundenen Volk alles Gute auch schon aus eigenem Interesse.

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