Ihre Meinung zu: Erstmals West-Nil-Infektion in Deutschland nachgewiesen

27. September 2019 - 14:51 Uhr

Das West-Nil-Virus wurde seit 2018 bei Tieren in mehreren Bundesländern festgestellt. Nun ist erstmals eine durch Mücken übertragene Infektion beim Menschen belegt.

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Kommentare

Es geht "voran"

"Das Risiko weiterer Fälle nimmt derzeit ab, da die Zahl der Mücken im Herbst zurückgeht", (...). In den kommenden Sommern sei jedoch mit weiteren West-Nil-Infektionen zu rechnen"

Logisch. Aufgeschoben ist garantiert nicht aufgehoben.

Genau so ist es!@Nettie

.... und es wird nicht die einzige Viruserkrankung bleiben die wir hier neu bekommen werden....

War ja zu erwarten

Da sich die warmen Zonen durch die globale Erwärmung nach Norden ausdehnen, folgen ihnen logischerweise auch die dort heimischen Erreger und Überträger (bspw. neue Zecken- und Mückenarten).
Und wir sind auf diese Krankheiten wenig bis gar nicht vorbereitet (Impfstoffe, Therapien).
Und die Vögel und Raubinsekten, die uns helfen könnten, diese Bedrohung abzuwenden oder zumindest zu mildern, werden hier immer weniger, weil Umweltschutz und nachhaltige Landwirtschaft ja in großen Teilen der Bevölkerung immer noch als "grüne Spinnerei" angesehen werden.

Es gibt eine frohe Nachricht:

Es gibt eine frohe Nachricht: Die Vögel und Insekten sterben ja gerade aus, da haben wir dann auch keine Probleme mehr mit Viren. Entschuldigung, ich wollte nur sarkastisch sein. Dass Insektensterben interessiert ja sonst nicht.-

Gegen Mücken hilft eher BTI

Zumindest am Rhein entlang.
Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage
"https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunale_Aktionsgemeinschaft_zur_Bek%C3%A4mpfung_der_Schnakenplage"

Dieses Westnilvirus ist ein harmloseres Teil

Dieses Westnilvirus ist nicht so schlimm wie andere weitaus gefährlichere Tropenviren. Denn wie es schon im Artikel richtig gesagt wird, verläuft dieses Virus meistens symptomlos:

https://www.tagesschau.de/ausland/west-nil-fieber-erstmals-deutschland-1...

Für Menschen gibt es bislang keinen Impfstoff. Die Virus-Erkrankung verläuft nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg beim Menschen in etwa 80 Prozent der Fälle ohne Symptome. Bei knapp 20 Prozent sei der Verlauf mild. Patienten hätten unspezifische Symptome wie Fieber oder Hautausschlag.

Aber wie gesagt: es gibt weitaus gefährlichere Tropenviren und gegen die sollte was unternommen werden. Bei Ebola gibt es inzwischen zwei Impfstoffe, was gut ist. Aber gegen andere gibt es noch nichts. Da muss dran gearbeitet werden.

@ Nettie (15:57): Dass hier ist zwar richtig

hi Nettie

Dass hier:

Logisch. Aufgeschoben ist garantiert nicht aufgehoben.

ist zwar richtig. Aber Westnil-Virus ist im Vergleich zu anderen Tropenviren ein ungefährlicheres Teil. Wenn ich da an Ebola oder an Marburg-Virus oder an Lassa-Fieber oder an Chikungunya-Virus oder an Zika-Virus oder an Degue-Fieber denke, dann sieht das schon ganz anders aus.

Die Teile sind schon deutlich kritischer, wobei von denen wiederum das Chikungunya-Virus wiederum das harmlosere ist.

Dass heißt: gegen

a) Dengue-Fieber
b) Zika-Virus
c) Marbur-Virus
d) Lassa-Fieber

muss auf jeden Fall was unternommen werden. Da braucht es sowohl Medikamente als auch Impfseren. Da sage ich mal: ran an die Arbeit!!

@ Sceadu Wolfsson (17:17): Mit dem hier haben Sie recht

hi Sceadu Wolfsson

Mit dem hier:

Und wir sind auf diese Krankheiten wenig bis gar nicht vorbereitet (Impfstoffe, Therapien).

haben Sie recht. Gegen die meisten der wirklich hochgefährlichen Tropenviren gibt es keinerlei Medikamente oder gar Impfmöglichkeiten. Und bei Lethalitätsraten von ueber 50% sehe ich es so dass hier rangegangen werden muss an die Arbeit.

Alleine bei Lassa-Fieber zum Beispiel beträgt die Lethalitätsrate laut Tropeninstitut 50 bis 90%

https://tropeninstitut.de/krankheiten-a-z/lassafieber

Therapie
Keine spezifische Behandlungsmöglichkeit, ggf. günstige Beeinflussung durch Ribavirin - keine Fiebermittel wie Acetylsalicylsäure wg. Blutungsneigungen

Die Prognose ist ernst. Die Letalität liegt bei 50 - 90%.

Aber auch bei Dengue liegt die Lethalitätsrate laut Tropeninstitut ebenfalls bei 40% bis 50%. Siehe dazu hier:

https://tropeninstitut.de/krankheiten-a-z/denguefieber

Von daher...

@Sceadu Wolfsson

und wenn Sie den Artikel richtig lesen, dann werden Sie mitkriegen, dass der Virus nicht ins Land gelaufen kam, sondern mit Zugvögeln ins Land kam. Welche Vögel jetzt Schwalben oder Stare jagen, weiß ich nicht, aber es werden nicht viele sein. Und Raubinsekten sind z.B. Wespen, nur ob die die Mücken vertilgen?

Alternative: Auswandern

Wenn sich die Klimazonendurch den Klimawandel polwärts verschieben - und mit ihnen auch Flora, Fauna und nicht zuletzt Viren... viele Menschen werden gar keine andere Wahl haben, als da mitzumachen. Stichwort Migration.

Wer sagt, dass wir hier in Mitteleuropa nicht ebenfalls migrieren könnten? Zum Beispiel nach Skandinavien. Die Skandinavier entsprechend in die Arktis. Arktisbewohner haben Pech gehabt.

Das wird natürlich nicht passieren. Aber wäre es nicht irgendwie gerecht? Dann wären nämlich alle gleichermaßen vom Klimawandel betroffen (ausser natürlich die Arktis- und Antarktisbewohner).

Insektensterben?

Es heißt doch immer, es gäbe kaum noch Insekten. Gleichzeitig herrscht Panik vor dem Waldsterben durch den Borkenkäfer und Krankheiten durch Stechmücken.

@ Sceadu Wolfsson (17:17): Oder auch das Zika-Virus ist kein Spa

@ Sceadu Wolfsson

Oder wenn ich mir anschaue, wie gefährlich zum Beispiel das Zika-Virus fuer ungeborene Kinder und Babies ist (Tropeninstitut), dann sollte auch dagegen schnellstens was unternommen werden. Denn auch dagegen gibt es keine Medikamente und auch keine Impfung. Siehe hier

https://tropeninstitut.de/krankheiten-a-z/zika-virus

Für wen ist das ZIKA Virus gefährlich?

Für Schwangere ist eine Infektion gefährlich, weil sich das Virus auf das ungeborene Kind übertragen kann. Studien weisen darauf hin, dass eine Infektion mit dem ZIKA-Virus in der Schwangerschaft beim Fötus zu Fehlbildungen des Gehirns führen kann (pränatale Mikrozephalie - relativ kleiner Kopfumfang bei Neugeborenen, häufig einhergehend mit geistiger Behinderung). Außerdem werden weitere neurologische Auffälligkeiten, Fehlbildungen wie Plazentainsuffizienz und intrauterine Wachstumsretardierung bis hin zum Tod des Fötus mit der Infektion in Verbindung gebracht.

@Sceadu

Sie sprechen mir aus der Seele!
Der Mensch als Krone der Schöpfung? Wir sind die einzige Spezies, die sich bei vollem Bewusstsein selber ausrottet!
Aber das sind bestimmt auch nur "Fake News"...

West-Nil-Infektion ....

Solange wir die betroffenen sind, wird es Anstrengungen geben, vielleicht dürfen wir bald in der sog, dritten Welt um Impfstoffe (Malaria) nachsuchen, das wäre doch mal nett. schlimmer, wenn es arme Viecher trifft, bei denen kommt, sofern es keine Nutztiere sind, Hilfe ja regelmäßig spät …

WNV

Gibt es schon lange gehäufter in den USA und ist sogar bei unseren Stammzell-/Knochenmark Spendern in der Routine der Virenserologie/Testung drin.
Nix Wildes, wirklich kein Grund um Angst zu haben.

@18:35 von deutlich

...."dass der Virus nicht ins Land gelaufen kam, sondern mit Zugvögeln ins Land kam.".....
ach, der kam mit Zugvögeln?
seit wievielen Jahren gibt es denn Vogelzüge in die wärmeren Regionen?
und die Vögel haben bisher nichts mitgebracht?...warum jetzt auf einmal?

@Demokratieschue... 18.21

Ja, stimmt schon- Ebola, Lassa-Fieber, Marburg-Virus sind ne andere Hausnummer- nur kommen alle Viren nicht ins Land spaziert und nicht wegen ein paar warmen Tagen sondern immer mit einem Wirt. Das würde normalerweise heißen, Risikogruppen aus betroffenen Gebieten genauer zu überprüfen und ggf. untersuchen. In einem funktionierenden modernen Staat zumindest.

18:37 von Nebutzer ...setz dich mal...

in einen Ameisenhaufen, dann werden es viele sein … andererseits, bei Faltern, bei Käfern, bei allem vermutlich wenn man es genau betrachtet, werden es wenig genug sein oder gar noch weniger … Wir sind ja eher keine routinierten Insektenesser, aber unsere Vögel, Fledertiere, Baumbesitzer, die werden es wissen.

18:35, deutlich

>>Welche Vögel jetzt Schwalben oder Stare jagen, weiß ich nicht, aber es werden nicht viele sein.<<

Falken, Sperber und Habichte.

>>Und Raubinsekten sind z.B. Wespen, nur ob die die Mücken vertilgen?<<

Tun sie. So wie die Spinnen (keine Insekten!) ja auch. Aber nicht so, daß sie sie ausrotten würden. Wäre ja auch blöd, denn dann hätten sie nix mehr zu fressen.

18:13 von Demokratieschue...

"Dieses Westnilvirus ist nicht so schlimm wie andere weitaus gefährlichere Tropenviren."

Und Sie meinen, dass man dann den Umstand, dass vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungendaran sterben können, einfach ignorieren darf?

19:08, my comment

>>Nix Wildes, wirklich kein Grund um Angst zu haben.<<

Richtig.

Aber wer Angst haben will, wird sie sich nicht ausreden lassen. Vernunft ist da machtlos.

Was heißt hier harmlos?

Ob so eine symptomarme Entzündung des Gerhirns tatsächlich harmlos bleibt, kann man m.E. nicht so sicher sagen.
Nicht nur theoretisch können Gehirnentzündungen winzige Narben im Gewebe hinterlassen, die dann Jahre später zum Auslöser epileptischer Anfälle werden könnten. Und da man soche Narben nicht mit gewöhnlichen bildgebenden Verfahren nachweisen kann, findet man den Auslöser der Epilepsie oft nicht.

geht es weiter mit Usutu?

4 Amseln, infiziert mit dem Virus, habe innerhalb von 4 Wochen vor und hinter dem Haus gefunden. In Deutschland erkrankte bislang noch kein Mensch an der von Mücken übertragenen Erreger. Vermutlich auch nur eine Frage der Zeit, des kommenden Jahres? Nach dieser Meldung ist es wohl jetzt wahrscheinlicher geworden.

18:37, Nebutzer

>>Es heißt doch immer, es gäbe kaum noch Insekten. Gleichzeitig herrscht Panik vor dem Waldsterben durch den Borkenkäfer und Krankheiten durch Stechmücken.<<

Und Wespen und Fruchtfliegen gibt es auch noch in rauhen Mengen.

Aber wissen Sie eigentlich, wie viele Insektenarten es früher mal in Deutschland gab? Und wissen Sie, wie viele von denen mittlerweile ausgestorben sind?

Na ja, Entomologie ist wohl nicht so Ihr Fach. Trösten Sie sich, meins auch nicht. Aber als (mittlerweile Hobby-)Biologe kommt man nicht umhin, sich mit dem ganzen Schwirr- und Flatterkram zu beschäftigen. Auch wenn mir Weichtiere, also Schnecken und Muscheln, lieber sind. Die fliegen wenigstens nicht weg. Allerdings sterben auch die aus. Dafür wandern andere Arten ein. Gestern fand ich in den Dünen einer Nordseeinsel Helix aspersa, die gefleckte Weinbergschnecke. Die gehört ans Mittelmeer, nicht an die Nordsee.

Gekkos, Bougaivilla und ...

Vor einiger Zeit, während eines Spaziergangs durch süddeutsche Weinberge, bemerkte ich auffällig viele Gekkos, die sich an den typischen Natursteinwällen sonnten. Ähnliches war mir vorher nur aus südlicheren Gefilden vertraut. Nun ja, dachte ich, auch gute deutsche Weine werden immer besser in Europa, warum also nicht auch Gekkos. Zumal ich beim weiteren Spaziergang in der Gegend auch einige Häuser mit schön blühenden Bougainvillasträuchern entdeckte. Aber dann abends bemerkte ich einige Einstiche an Beinen und Armen, die auch anderntags der Apotheker nicht recht zuordnen konnte. Trotz verabreichter Medikamente klangen die Infekte nur sehr langsam ab. Inzwischen glaube ich für Nord-Mitteleuropa auch an die Invasion neuer, auch für Menschen gefähröicher Insekten, und hoffe auf entsprechende Forschung und wirksame Gegenmittel.

19:32, Zundelheiner

>>@18:35 von deutlich
...."dass der Virus nicht ins Land gelaufen kam, sondern mit Zugvögeln ins Land kam.".....
ach, der kam mit Zugvögeln?
seit wievielen Jahren gibt es denn Vogelzüge in die wärmeren Regionen?
und die Vögel haben bisher nichts mitgebracht?...warum jetzt auf einmal?<<

Wegen Klimawandel. Es gibt mittlerweile andere Mückenarten hier. So genannte Zwischenwirte.

Klimazone Deutschlands

@Sceadu Wolfsson


Da sich die warmen Zonen durch die globale Erwärmung nach Norden ausdehnen

Deutschland befindet sich wie eh und je in der Klimazone ozeanisches Westseitenklima mit graduell zunehmender Kontinentalität nach Osten (Cfb nach Köppen). Unserer direkter südlicher Nachbar ist das Mittelmeerklima (Csa/Csb nach Köppen), davon sind in Deutschland nicht die geringsten Anzeichen spürbar. Von tropischen Klima-Merkmalen doppelt und dreifach nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Koppen_World_Map_Hi-Res.png

re zundelheimer

"@18:35 von deutlich

...."dass der Virus nicht ins Land gelaufen kam, sondern mit Zugvögeln ins Land kam.".....
ach, der kam mit Zugvögeln?
seit wievielen Jahren gibt es denn Vogelzüge in die wärmeren Regionen?
und die Vögel haben bisher nichts mitgebracht?...warum jetzt auf einmal?"

Weil "jetzt auf einmal" die auswärtigen Gäste es hier so kuschelig warm finden wie zu Hause.

Steht eigentlich auch so im Artikel. Aber Lesen ist so lästig ...

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