Kommentare

Teuer wird's... wenn man

Teuer wird's... wenn man nichts tut: Die Schäden und Entwicklungen sind dramatisch.

Warum den Wald nicht sich selbst überlassen

Warum müssen wir Menschen überall reinpfuschen? Der Wald, wie die Natur, braucht uns zerstörerischen Menschen überhaupt nicht.

@andererseits, 8:59

Teuer wird's... wenn man nichts tut: Die Schäden und Entwicklungen sind dramatisch.

Scheinbar ist teuer ein Argument, das sehr vielfältig interpretierbar ist.
Zum einen hat der Mensch für solche Herausforderungen wohl eine deutlich zu geringe Lebensspanne. "Unbezahlbar" für die Enkel und Urenkel ist eben noch nicht so beunruhigend wie etwas teurer für einen selbst. Und für die Entscheider ist "etwas teurer" schon gleich gar kein Grund. Die Gewinne, die beim Nichtstun von selber sprudeln, kompensieren das locker.
Zum zweiten - und das finde ich viel schlimmer - scheint es lächerlich einfach zu sein, die Augen einfach zu zu machen. Diffamierungen, wie. z.B., Klimawarner entfachten diesen Hype nur aus Gründen der persönlichen Bereicherung, werden sofort geglaubt. Und die "Freiheit", soviel von der Umwelt zu zerstören, wie einem beliebt, erscheint wichtiger als alle demokratischen Freiheiten zusammen, und muss mit Zähnen und Klauen verteidigt werden.

Wie soll man das ohne Aufforsten in den Griff bekommen?

Nur zur Erinnerung: Der Harz war schon komplett baumfrei, weil die Menschen alles abgeholzt haben (Mittelalter).
Erst durch Aufforstung entstanden die Wälder, die wir bis heute kennen.

Wenn es nun an Klimawandel liegt, dass die Bäume sterben, dann muss entsprechend reagiert und andere Baumarten gepflanzt werden.

*

Das nervt mich so sehr an der Klimadebatte:
Es soll nur Geld geschröpft werden und das verdampft dann irgendwo.

Erst müssen Maßnahmen beschlossen, Kosten ermittelt und Geld dafür eigesammelt werden. Das dauert wirklich nicht so lange, wenn man denn nur wollte. Und die Akzeptanz in der Bevölkerung wäre auch entsprechend groß, weil es da egal ist, ob das Waldsterben nun Menschengemacht ist oder nicht, es wird etwas dagegen unternommen.

Küstenbewohner verlangen auch schon seit Jahren besseren Küstenschutz. Jedem Touristen wird das mehrfach dargelegt.

Stattdessen diskutiert man über Greta, fotografiert sich mit Greta, ehrt die Greta und schwänzt freitags die Schule.

Hausgemachtes Problem

"... betroffen sind vor allem Monokulturen ...."
.
Das ist doch das Hauptproblem. Wer bei "Wald" an Natur pur denkt, der irrt. Aus Monokulturen, also nichts anderes als Holzplantagen, besteht ein großer Teil unseres Waldes. Schnell wachsende, tlw. nicht einmal einheimische Bäume wurden gepflanzt. Wie bei jedem Wirtschaftszweig ging es schon immer um Wachstum, nicht um die Natur.
Hätte man den Wald einfach sich selbst überlassen, hätte man auch keine Probleme mit dem Klimawandel.
Aber jetzt ist es halt einfach auf dem Rücken des Klimas Gelder freizumachen, für Fehler die man vor Jahrzehnten begangen hat.

Das Problem ist wohl eher,

Das Problem ist wohl eher, dass die meisten Wälder eben keine Wälder sind, sondern Baumplantagen. Diese existieren ausschließlich zur Holzgewinnung.
Sinnvoll wäre es mehr Naturschutzgebiete zu schaffen in denen echte Misch- und Buchenwälder wachsen können.
Die Eigentümer der Baumplantagen müssen schon selbst erkennen dass ihre fichten mit dem immer trockener werdenden Klima viel anfälliger auf Krankheiten und Schädlinge sind...

Die Forderung......

der Grünen nach einem Waldzukunftsfond sind nachvollziehbar und erscheinen mir auch vernünftig. Allerdings ist strittig, ob Wiederaufforstung mit Mischwald oder das Überlassen den Selbstheilungskräften der Natur die richtige Methode ist. Besonders für Letzteres ist vermutlich die Lebensdauer eines Menschen zu kurz und nachdem der Mensch ungeduldig ist, will er schnell Erfolge sehen! Vermutlich ist eine Kombination der Anfang einer Lösung! Und wenn ich mir den Bundeshaushalt ansehe, ist eine Milliarde vergleichbar mit einer peanut!

Am 25. September 2019 um 08:59 von andererseits

"Teuer wird's... wenn man nichts tut: Die Schäden und Entwicklungen sind dramatisch."
#
#
Sie und auch einige andere müssen mal langsam Farbe bekennen. Wollen Sie einen Wald, am besten Naturbelassen oder Windkrafträder? Beides geht nicht.
Und noch eins.
Teuer wird's wenn man das falsche tut.

Der Natur ihren Lauf lassen

Ich wohne seit kurzem in der Lauenburgischen Seenplatte und muss sagen, wobei ich kein Fachmann bin, dass die großen Wälder rundum in einem guten Zustand sind. Es gibt kaum abgestorbene oder vertrocknete Bäume und auch der Vogelbestand liegt deutlich über dem in Bayern.

Allerdings darf auch nicht von außen eingegriffen werden. Dieses gesamte Mischwald Gebiet (Biosphärenreservat Schaalsee) ist absolut Natur belassen. Vielleicht ist das das Geheimnis eines gesunden Waldes.

@ taxi132

"Sinnvoll wäre es mehr Naturschutzgebiete zu schaffen in denen echte Misch- und Buchenwälder wachsen können." Am 25. September 2019 um 09:28 von taxi132

Das müssen nicht einmal Naturschutzgebiete sein, aber die Holzgewinnung geht dann wieder nur langsamer mit Pferd und nicht mit schweren Maschinen. Und Holz wird wieder zu wertvoll für "nur zum verheizen" sein.

Wald vs Holzoantagen

Ich bin auch der Meinung man sollte die Begriffe deutlicher wählen und zwischen Wald und Holzpantagen unterscheiden. Echten Wald gibt es in Deutschland leider kaum noch.
Ich empfehle jedem Interessenten mal eine Reise nach Polen in den Bialowieza Urwald. Das gleicht einer Zeitreise zurück für 10000 Jahre. So würde Europa ohne Menschlichen Eingriff aussehen.
Als Besucher wird man erstaunt sein wie unterschiedlich echter Wald und Unsere Holzplantagen sind.
Auch bemerkt man beim Betreten des Waldes im Hochsommer gleich einen Temperatursturz im Vergleich zum Umland. Solche echten Wälder würden also auch dem lokalem Mikroklima zugute kommen.

Uns schon wieder

Es gibt bei uns nur Holzplantagen, Holzplantagen, die der Herrschaft des Menschen unterstellt sind - und wir lernen ja gerade, wohin diese Herrschaft führt. Nein, ich bin dagegen, die weitere Zerstörung unserer Umwelt mit Steuergeldern auch noch zu unterstüzen.

Es ist ein Umdenken erforderlich, ein radikaels Umdenken oder, um es mit Albert Einstein zu sagen:

We can't solve problems by using the same kind of thinking we used when we created them.

09:10, lh

>>Warum den Wald nicht sich selbst überlassen
Warum müssen wir Menschen überall reinpfuschen? Der Wald, wie die Natur, braucht uns zerstörerischen Menschen überhaupt nicht.<<

Natürlich braucht der Wald uns nicht. Aber wir brauchen den Wald.

Wirtschaftswälder sind eine Sonderform des Ackers.

Blicken Sie sich mal in dem Zimmer um, in dem Sie gerade sitzen. Ich wette, Sie sehen überall Holz.

Was meinen Sie, wo das herkommt?

Aus dem Möbelgeschäft? So wie die Milch aus dem Supermarkt?

Der Harz

Ich bin dort aufgewachsen und dort gab es schon immer schwere Sturmschäden im Herbst und auch Frühjahr. Jedoch finde ich, dass sich im Harz der Klimawandel besonders deutlich zeigt.

In meiner Kinder- und Jugendzeit und auch später kam es durchaus vor, dass wir darauf vorbereitet sein mussten, dass die Talsperren nach der Schneeschmelze und lange anhaltenden Regenperioden überlaufen oder gar brechen könnten. Es gab genug Wasser und die Bäume waren deutlich resistenter.

Heute sind die Talsperren nur noch maximal zur Hälfte gefüllt. Die Schneeschmelze gibt es so gut wie gar nicht mehr und über ergiebigen Regen muss man auch nicht reden.

Also geht der Wald im Harz vor die Hunde und wird anfällig für Schädlinge aller Art.

auch Methoden der Forstwirtschaft ändern

@ von schwarzenborn 09:17
ich kann ihnen nur zustimmen - wohne auch ich in einem Waldgebiet und ich bin froh, dass andere Menschen meine Wahrnehmung teilen; hoffentlich denken immer mehr Mensch so.
Der "Wald-Gipfel" scheint ja nur ökonomische Interessen auf der Agenda zu haben.
M. E. muss auch die heutige Methode der Forstwirtschaft überdacht werden, z. B.:
• selektives Fällen statt ganze Schonungen
• dabei Erhaltung von Mischwäldern
• kein schweres Gerät verwenden (Bodenverdichtung)

Einig sind sich alle nur darin:

Dem deutschen Wald geht es schlecht wie nie
.
dann sollten die sich mal ein paar Zeitungen aus meiner Jugend beschaffen
was da für Weltuntergangsszenarien gezeichnet wurden "Saurer Regen" und so

09:24, Tada

>>Erst durch Aufforstung entstanden die Wälder, die wir bis heute kennen.<<

Holzplantagen nennt man diese Wälder.

>>Stattdessen diskutiert man über Greta, fotografiert sich mit Greta, ehrt die Greta und schwänzt freitags die Schule.<<

Sie mögen Frau Thunberg nicht.

Sicher, der Rummel um sie und die Ansätze von Personenkult sind durchaus fragwürdig.

Andererseits ist durch sie als internationale Symbolfigur Umweltbewusstsein weltweit hochmodern geworden. Aus aller Herren Länder melden sich Jugendliche zu Wort, um deren Zukunft es ja geht.

Ohne internationale Vernetzung ist Umweltschutz bestenfalls Stückwerk. Greta Thunberg sorgt gerade dafür, daß dieses internationale Netz geknüpft wird.

Vielleicht ist sie deswegen bei Nationalisten so verhasst. Obwohl die sich ja mittlerweile paradoxerweise ebenfalls international vernetzen.

Mit gegenwärtigem "

Mit gegenwärtigem " Flächenverbrauch " wäre rein rechnerisch die Bundesrepublik Deutschland in ca. 750 Jahren vollständig in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgebaut. Die Politik muss durch geeignete Steuerungsmassnahmen entscheiden, wie das Verhältnis in Zukunft aussehen soll. Derzeit nehmen Siedlungen und Straßen rund 47.971 Quadratkilometer in Anspruch. Das entspricht 13,4 Prozent der Bodenfläche Deutschlands von 357.138 Quadratkilometern. Die Wälder sind zusammen 107.814 Quadratkilometer groß, was einem Anteil von 30,2 Prozent entspricht. Noch größer ist die Landwirtschaftsfläche mit 186.771 Quadratkilometer oder 52,3 Prozent.

klar gibt es unterschiedliche Meinungen

wenn man großflächig anpflanzt läßt sich ne menge Kohle machen
überlässt man es der Natur, wächst das was sich durchsetzt in der Natur
wie seit Mrd von Jahren

Pflanzen und wachsen lassen.

Warum geht nicht beides. Viel schlimmer ist, dass Befürworter des Waldumbaus die Wildtiere nicht dulden wollen insbesondere unseren Rothirsch. Von den Forstbetrieben und Waldbesitzern wird er gnadenlos verfolgt und ist nur noch selten anzutreffen. Dabei gehören die Wildtiere zu einem gesunden Wald, ja, er braucht sie sogar. Wir brauchen viel mehr Wald als Klimaretter Nr. 1, auch wenn es angeblich teuer wird.

09:49, tagesschlau2012

>>Am 25. September 2019 um 08:59 von andererseits
"Teuer wird's... wenn man nichts tut: Die Schäden und Entwicklungen sind dramatisch."
#
#
Sie und auch einige andere müssen mal langsam Farbe bekennen. Wollen Sie einen Wald, am besten Naturbelassen oder Windkrafträder? Beides geht nicht.<<

Warum nicht?

Können Sie diese Behauptung näher begründen?

>>Und noch eins.
Teuer wird's wenn man das falsche tut<<

Am allerteuersten ist es, die Hände in den Schoß zu legen und nichts zu tun, wenn eindeutig Handlungsbedarf besteht.

Ansonsten gilt: wo Menschen arbeiten, werden Fehler gemacht. Wer nichts tut, macht auch keine Fehler. Die Fehler machen sich dann selbst.

@ perchta

"Holzplantagen, die der Herrschaft des Menschen unterstellt sind - und wir lernen ja gerade, wohin diese Herrschaft führt." Am 25. September 2019 um 09:57 von perchta

Wir lernen daraus, wohin Fehlplanung führt.

09:24, Mischpoke West

>>Hätte man den Wald einfach sich selbst überlassen, hätte man auch keine Probleme mit dem Klimawandel.<<

Aber auch keine Möbel und kein Papier.

Beispielsweise.

09:49 von tagesschlau2012

"Sie und auch einige andere müssen mal langsam Farbe bekennen. Wollen Sie einen Wald, am besten Naturbelassen oder Windkrafträder? Beides geht nicht."
.
Aber naturbelassener Wald und Abholzung des Hambacher Forstes zur Kohlegewinnung ist natürlich kein Widerspruch. Sehr schlau. Ironie aus.

Man wusste schon in den 1980er Jahren

dass man andere Bäume und Mischwälder pflanzen muss.

Jetzt wird mit Steuergeld das ausgebadet, was Gewinnstreben kaputt gemacht hat.

Und begriffen hat man gar nichts. Holz ist gewiss auch Rohstoff, aber in erster Linie sind Wälder auch Quellen des Lebens und von frischem Wasser. Die Wälder halten auch den Boden, statt diesen der Erosion preiszugeben.

Ich bin mir sicher, dass Frau K. da lieber weinselig über das Geld spricht, das man aus der Forst"wirtschaft" ziehen soll, als über die wirklichen Zusammenhänge.

Den alternativen Nobelpreis hat sie für ihre Politik jedenfalls weder bekommen, noch hätte sie ihn verdient.

Am 25. September 2019 um 09:54 von Ungeschoent

"Allerdings darf auch nicht von außen eingegriffen werden. Dieses gesamte Mischwald Gebiet (Biosphärenreservat Schaalsee) ist absolut Natur belassen. Vielleicht ist das das Geheimnis eines gesunden Waldes."
#
#
Sollten Sie einmal die Möglichkeit haben sich mit einem Förster unterhalten zu können, Fragen Sie Ihn doch einmal über den Deutschen Wald aus. In den letzten Jahrzehnten wurden in unseren Wälder die falschen Bäume angepflanzt. Es musste ja schneller Ertrag kommen (Holz), die Anfälligkeit dieser Baumarten für wärmere Temperaturen war den Entscheidungsträger egal. Jetzt sind die Tränen wieder groß und man hat von nichts gewusst.

Alter Hut

Ich erinnere mich gut, als vor über 40 Jahren Stürme die Fichtenplantagen flach legten. Nach Hilfen zur Aufforstung war das Vorgehen der Verantwortlichen öffentlichkeitswirksam geklärt: weg von den Monokulturen, hin zu Mischwäldern.

Wenn 40 Jahre für einen Wald auch keine bemerkenswerte Zeitspanne ist, dass man mit den Monokulturen erst jetzt aufhören will, wurde seinerzeit nicht erwähnt.

Frage eines Laien: haben die seinerzeit nur rumgetönt aber nichts verändert?

Der Bund der privaten Waldbesitzer fordert.

Ohne Bedürftigkeitsprüfung?

Einfach mal in Ruhe lassen!

Wir sollten den nicht kommerziell genutzten Wald einfach mal in Ruhe- und damit sich selbst überlassen. Die Natur selbst und allein richtet sich schon wieder auf. Ist etwas durch geänderte Umweltbedingungen nicht "lebensfähig", ersetzt es die Natur durch eine andere, widerstandsfähigere Art. Im Moment ist es aber so, dass uns DAS gerade nicht passt. Wir müssen aber auch nicht zu Horden durch die letzten Winkel Deutscher Wälder latschen oder radeln. Denn wir sind es letztendlich die sich an der Eigendynamik eines Waldes stören und ihm "kultivierend" zu leibe Rücken. Ein umgestürzter Baum ist Lebensraum für 1000 Arten und Wegbereiter einer gesunden Natur.
Wir verhalten uns so, als würden wir einen Kranken alle 2 Minuten wecken um ihn zu fragen wie es ihm geht; bis er daran zu Grunde geht.

Ich würde dringend raten,

Ich würde dringend raten, einen größeren Anteil als jetzt sich selbst zu überlassen. Die Natur passt sich uU besser an Klimaänderungen an als es Menschen durch ihre Modelle können. Wachsen lassen und lernen. Viele künstliche Aufforstungen haben massive Nachteile gebracht. Nadelwald zB saure Böden, Borkenkäfer, Waldbrände.

@ fathaland slim

>>> Aber auch keine Möbel und kein Papier. <<<
.
Bei Papier ist es ohnehin völlig unverständlich, warum der Zellstoff nicht aus der wesentlich effektiveren Hanffaser gewonnen wird. Die Abneigung gegenüber dieser Pflanze scheint größer zu sein, als der Wille den Wald zu retten.
Flächen für den Hanfanbau gäbe es genug, zumal hier jährlich (evtl. sogar mehrmals) geerntet werden könnte, der Wald hingegen nur alle 30 Jahre.
Möbel stattdessen aus Kunststoffen herzustellen wäre dagegen tatsächlich ziemlich unschön.

@10:32 von fathaland slim

Möbel? Braucht man kein Holz für. Papier? Es gibt viele Quellen für Zellulose. Man ist eben auf Holz eingefahren.

Versäumnis aus vergangenen Jahren

Man weiß nicht was zu tun ist, aber Eines ist wie so oft sicher: "Klar ist nur: Es wird teuer."

So etwas passiert doch nicht von jetzt auf gleich, dass ist doch ein Versäumnis der letzten Jahre oder wie ich es nenne Regierungsversagen.

"Naturschützer: Überlasst den Wald sich selbst" Kein guter Plan, zumindest mit dieser Ausgangslage.

"Die Baumarten müssen mit dem veränderten Klima - auch in 100 Jahren - zurechtkommen. Welche das sind oder sein können, weiß aber keiner. "
Dachte die Klimaforscher wüssten so genau wo es hinführt?

Es ist doch auch im Gespräch andere Baumsorten aus Südeuropa anzupflanzen, die besser mit Trockenheit und Hitze klar kommen.

Der Wald

Wälder sollten keinen Privatpersonen gehören, auch nicht RWE, Wälder gehören uns Allen. Alle Kinder in D sollten ein Praktikum in Sachen Bäume und Wälder machen, dann ist der Schutz der Wälder etwas sicherer. 77 Jahre beträgt das durchschnittliche Alter von Bäumen in D. Das ist sehr jung, der deutsche Wald ist eine Plantage. Frau Klöckner was soll bei einem solchen Gipfel rauskommen? es geht doch immer nur um Geld und Wirtschaft.
Lasst die Wälder doch einfach mal für eine Zeit in Ruhe, Erholungsphase.

Das Altenburger Land,

um als Beispiel her zu halten, wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Das Grundwasser ist vielerorts belastet. Wäre es nicht sinnvoll, wenn einige der Felder in Wälder umgenutzt würden?!

Karl Marx 1860

Schon im 19. Jahrhundert schrieb der berühmte Deutsche Ökologe Karl Marx:" Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesse, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergraebt: die Erde und den Arbeiter"
aus "Das Kapital" Band 1

Alles war absehbar

"Das Forstministerium Baden-Württembergs rechnet mit 40 Millionen Euro für mehr Klimaforschung, Aufforstung und Krisenmanagement."
Das Krisenmanagement von Heute ist doch nur Konsequenz der Fehlwirtschaft vergangener Jahre. Und anstatt mal öffentlich zu machen welcher Politiker genau die Verantwortung für die heutigen Zustände trägt, schreit es aus allen Ecken und Enden nach Millionenzahlungen aus dem Steuertopf. Derweil bekommen diejenigen die es versaut haben aus dem Selben Topf ihre Pension bezahlt, und für die Bildung unserer Kinder, die Straßen und unsere Renten bleibt wieder mal nichts über!
Wir brauchen endlich eine Politikerhaftung in diesem Land. Es kann nicht sein dass jene die vor 10 Jahren einen miserablen Job gemacht haben jetzt ihre Schäfchen im trockenen haben und der Steuerzahler es wieder und wieder und wieder ausbaden muss.

RE: fathaland slim um 10:32; 09:24, Mischpoke West

***>>Hätte man den Wald einfach sich selbst überlassen, hätte man auch keine Probleme mit dem Klimawandel.<<
Aber auch keine Möbel und kein Papier.***

Freunde von mir, aus dem südlichen Westfalen, haben mir schon vor einiger Zeit ihre Art der Holzgewinnung aufgezeigt - die Haubergswirtschaft.
Da es sich vorwiegend um Mischwälder handelt, werden diese alle 20 bis 30 Jahre abgeholzt, wobei die älteren gesunden Bäume erhalten bleiben. Danach wächst der Wald im, Laufe der Zeit wieder nach. Diese Methode eignet sich sowohl für die Gewinnung von Holz für den Ofen, wie auch für die Papierindustrie.
Für Bauholz und die Möbelindustrie wird allerdings Langholz benötigt, welches am besten in Kulturen angelegt wird.

Beste Grüße Hador

Wie beim sauren regen. Da

Wie beim sauren regen. Da wurden auch abgestorbeme Plantagen im Schwarzwald beweint.
Und nebenan standen neuere Fichtenplantagen. Kerngesund. gelernt hat man nix.

Mehr Wald

Wenn es in Deutschland einen Konsens geben kann, dann ist das doch der Wald?! Ur-deutscher geht’s kaum, und zukunftsorientierter auch nicht. Geld in einen gesunden, natürlichen Wald investieren ist so also eine eine hervorragende Idee. Kräftig aufforsten und dann große Teile davon gedeihen Den anderen Teil möglichst nachhaltig bewirtschaften.

Nichtstun

Das Experiment Nationalpark bayerischer Wald, nach Windwurf u. in der Folge Massenauftreten des Borkenkäfers, einfach nichts zu tun u. alles der Natur zu überlassen, war und ist ein voller Erfolg. Die Holzplantagen, insbesondere der Fichten, sind weg u. stattdessen hat sich ein naturnaher Wald entwickelt. Aber das braucht seine Zeit. Und die wollen vor allem private Waldbesitzer möglichst kurz halten. Also schell aufforsten mit Bäumen, von denen man nicht mal weiß, ob sie der zu erwartenden Trockenheit standhalten werden. Sprich, die alten Holzpantagen, nur in anderem Gewand, sollen neu entstehen, damit möglichst schnell wieder Geld gemacht werden kann. Das Ganze natürlich finanziert vom Steuerzahler. Das ist noch nicht mal der Ansatz zur Entwicklung eines naturnahen Waldes. Warum kann der schlimmste Schädling, der Mensch, es nicht unterlassen in der Natur herum zu pfuschen? Natürlich der Rendite wegen, was sonst. Von mir bekämen diese unbelehrbaren Renditejäger nicht einen Cent.

@ 10:19 von füralleunsereKinder

"auch Methoden der Forstwirtschaft ändern"
.
Ich weiß unsere Forstwirte können das ganz gut. Da ist keiner so blöde und holzt komplett seine Lebensgrundlage ab.
Bäume werden selektiv gefällt, aus unterschiedlichen Gründen, z.B. damit mehr Licht ins Unterholz kommt und jüngere Bäume besser nachwachsen. Oder kranke werden entfernt.
Sie müssen da unterscheiden: Naturwald, Wirtschaftswald und diese Fichten-Monokulturen für IKEA.
Alle haben ihre Berechtigung.
Ansonsten verzichten Sie gerne für alle Kinder auf Möbel, Toilettenpapier oder Windeln. Oder auf den Weihnachtsbaum?

Kompromisse sind hier fehl am Platz

"Klar ist nur: Es wird teuer"

Klar ist vor allem: Jetzt aus irregeleiteten "Sparzwängen" heraus nicht zu 100% das umzusetzen, was nach aktuellem Konsensstand von Wissenschaft und Fachwelt (nicht "Politik, Wirtschaft und Verbänden" - dies zu "Einig sind sich alle nur darin: Dem deutschen Wald geht es schlecht wie nie - und die Hilfe wird richtig Geld kosten") für das Richtige gehalten wird, wird uns nicht nur den Wald, sondern eher früher als später auch eine lebenswerte Zukunft kosten.

Politiker und Eigentümer können nichts dafür

Acker, Wiesen und Wälder gehören in öffentliche Hände. Das Privateigentum an diesen Naturressourcen und die damit einhergehende, am Gewinn und nicht am Gemeinwohl orientierte Bewirtschaftung ist die Ursache für ihren katrastophalen Zustand.
Nicht minder verantwortungslos sind die Berufspolitiker, die nur ihren eigenen Interessen und die ihrer finanzstarken Förderer folgen. Eigentlich verdienen sie die Bezeichnung Politiker nicht, eher die des gelenkten Schauspielers und Gauklers. Das ist auch letzte Woche bzgl. Klimamaßnahmen wieder klar gemacht worden.

Waldsterben und Klimaschutz

Die Erkenntnis das Waldsterben und Klimaveränderungen (insbesondere häufigere und längere Dürreperioden) in einem Zusammenhang stehen muss deutlich hervorgehoben werden. Das Interview mit Herrn Wohlleben im selben Artikel ist sehr aufschlussreich: Solange hierzulande Forstwirtschaft und Holzwirtschaft nur der Gewinnmaximierung unterliegen können die normalen natursuchenden Menschen nur von derzeitigen 2-3 % natürlichem Wald ausgehen. Die Hinwendung zu Glücksmomenten, Erholung und Zufriedenheit ist der einzig richtungsweisende Weg. In Zukunft brauchen wir wahrscheinlich noch viel bessere Strategien: Stadtwälder inmitten der Siedlungen, die uns ein wenig Kühlung verschaffen und am besten gleich noch als Sümpfe angelegt sind um Starkregenereignisse zu puffern. Und das Wasser von den überdüngten Feldern vom überschüssigen Nitrat befreien. Es gibt noch viel zu erforschen :-)

tagesschlau2012

Am 25. September 2019 um 09:49 von tagesschlau2012
Am 25. September 2019 um 08:59 von andererseits

"Teuer wird's... wenn man nichts tut: Die Schäden und Entwicklungen sind dramatisch."
#
#
Sie und auch einige andere müssen mal langsam Farbe bekennen. Wollen Sie einen Wald, am besten Naturbelassen oder Windkrafträder? Beides geht nicht.
Und noch eins.
Teuer wird's wenn man das falsche tut."

Doch, es geht beides. Ich habe jedenfalls noch nirgendwo gelesen, daß der Wald komplett durch Windräder ersetzt werden soll. Im übrigen ist Ihnen vielleicht entgangen, daß Windräder nicht nur im Wald stehen. Die Nordsee z. B. ist relativ waldfrei.

09:28 von taxi132

Die Eigentümer der Baumplantagen müssen schon selbst erkennen dass ihre fichten mit dem immer trockener werdenden Klima viel anfälliger auf Krankheiten und Schädlinge sind...
.
müssen schon Schnarchzapfen gewesen sein
als die das vor 100 Jahren nicht vorausschauen konnten,
beim Pflanzen der Bäume, was die Natur, heute so für Anforderungen stellt, !

08:59 von andererseits

manchmal wird es albern
das Klima hat sich seit bestehen der Welt tausendemal geändert
ob menschengemacht oder "natürlich"
wer hat denn in früheren Zeiten die "richtigen" Bäume gepflanzt
intelligente Dinosaurier ?

@Hador Goldscheitel

"[...] Freunde von mir, aus dem südlichen Westfalen, haben mir schon vor einiger Zeit ihre Art der Holzgewinnung aufgezeigt - die Haubergswirtschaft.
Da es sich vorwiegend um Mischwälder handelt, werden diese alle 20 bis 30 Jahre abgeholzt, wobei die älteren gesunden Bäume erhalten bleiben. Danach wächst der Wald im, Laufe der Zeit wieder nach. Diese Methode eignet sich sowohl für die Gewinnung von Holz für den Ofen, wie auch für die Papierindustrie.
Für Bauholz und die Möbelindustrie wird allerdings Langholz benötigt, welches am besten in Kulturen angelegt wird.

Beste Grüße Hador"

Grüße aus dem südlichen Westfalen/nördlicher Westerwald. Mit der Haubergswirtschaft, die hier schon seit Jahrhunderten existiert, haben wir in der Tat weniger Probleme mit dem Klima. Aber auch hier macht es sich bemerkbar. Auch der Hauberg sieht stellenweise erbärmlich aus. Ich würde dafür plädieren, große Teile des Waldes sich selbst zu überlassen und genau zu beobachten, was passiert.

11:15 von Giselbert

Es ist doch auch im Gespräch andere Baumsorten aus Südeuropa anzupflanzen, die besser mit Trockenheit und Hitze klar kommen.
.
es wird so viel gequatscht !
sollte die Temperatur wirklich weiter steigen
die Pole abschmelzen
kommt soviel Süßwasser ins Meer dass der Golf Strom zum Erliegen kommt
eine Kältewelle wird hierzulande das Ergebnis sein
also nützen dann wärmeresistente Pflanzen was ?
dann wachsen hier nur noch Eisblumen

Der Ruf der Wildnis: Wo bleiben meiner Herren Subventionen?(!)

@ FritzF (10:56) "(Subventionen für priv. Waldbesitzer) Ohne Bedürftigkeitsprüfung?"

Wir reden hier nicht über ärmere oder bedürftige Menschen. Jagdgebiete, Holzbetriebe, Arbeitsplätze u.ä.mehr, was Vergnügen oder Einkommen und Gewinne generiert, sind in Gefahr. Der Geldkreislauf ist zu wichtig, ein Spaziergang und Pressetermin der zuständigen Subventionsminister sollte genügen. Die Lobbyisten haben immer ihre Unterlagen auf dem neuesten Stand. Vertrauen ist auf dieser Ebene besser als Kontrolle. (zur Not hilft, es nicht wissen wollen auch - es gibt genügend Beispiele).

Fichtenmonokulturen sind

Fichtenmonokulturen sind keine Wälder, ein Wald ist mehr als eine Ansammlung von Bäumen.

Wenn man dem Wald helfen will, muss man Straßen stilllegen um mehr natürliches Wildleben zu ermöglichen und das erfordert auch Raubtiere. Wolf, Luchs und Wildkatze brauchen gewisse Reviergrößen, die in den meisten Regionen Deutschlands durch Straßen nicht zugelassen werden.

@Kessl

"Und anstatt mal öffentlich zu machen welcher Politiker genau die Verantwortung für die heutigen Zustände trägt,[...]"

Einverstanden. Aber bitte immer den Politiker "Zeitgeist" mit anschuldigen.
Es gibt viele Fälle, wo es unfair wäre, bestimmte Menschen quasi als Sündenböcke zu verurteilen, während in Wahrheit der Zeitgeist der wirkliche Schuldige war.

@um 09:24 von Tada

Ich stimme Ihrem Kommentar voll zu. Meiner Meinung nach würde die Bevölkerung auch Geld spenden um den Wald nicht zu verlieren. Ich hoffe, die Experten finden eine Möglichkeit, die unsere Wälder erhält, auch wärmeliebendere und vielleicht salzressistente Bäume (falls der Regen immer länger auf sich warten lässt und man entsalztes Wasser zum Beregnen verwenden müsste, aber gleich bei der Auffortstung mal Wassergräben mitplanen).

@ 11:48 von Ist Wahr

"Acker, Wiesen und Wälder gehören in öffentliche Hände."
.
Genau! Wollen sie jetzt eher im Sinne des Kommunismus enteignen oder schwebt Ihnen da eher ein Frondienst vor?

@tagesschlau, um 09:49 Uhr

"Wollen Sie einen Wald, am besten Naturbelassen oder Windkrafträder?"

Der Flächenverbrauch einer Windkraftanlage besteht genau genommen nur aus der betonierten Fundamentfläche für den Turmfuß, also etwa 25 qm. Windräder sind somit die Energieerzeugungsanlagen mit dem bei weitem geringsten Flächenbedarf.

Somit ist die Frage rein rhetorischer Natur.

9:54 von Ungeschoent

Ich pflichte ihnen bei. Genau so ist es. Es darf nicht von außen eingegriffen werden. Nur so kann sich ein Wald auch regenerieren. Aber das wird Jahrzehnte dauern, wenn nicht mehr.
Aber zuerst muss vieles aufgeräumt werden und neu gedacht werden. Leider zu spät obwohl schon lange bekannt. Viel Geld allein nützt nichts wenn kein Umweltbewusstsein vorhanden ist bzw. geleugnet wird.

Ich beneide sie um ihren Wohnort bei einem Biosphärenreservat.

10:22, Sisyphos3

>>Einig sind sich alle nur darin:
Dem deutschen Wald geht es schlecht wie nie
.
dann sollten die sich mal ein paar Zeitungen aus meiner Jugend beschaffen
was da für Weltuntergangsszenarien gezeichnet wurden "Saurer Regen" und so<<

Nicht Weltuntergangs- sondern Walduntergangsszenarien.

Den sauren Regen hat man durch Katalysatoren und Rauchgasentschwefelung einigermaßen in den Griff bekommen. Trotzdem sind einige Westhänge von Mittelgebirgen östlich der industriellen Ballungsgebiete seitdem immer noch entwaldet.

Ich frage mich, warum Sie sich hier immer wieder über das damalige Waldsterben lustig machen. Sie haben doch nun wirklich oft genug von den verschiedensten Foristen die unbestreitbaren, nachprüfbaren Tatsachen erklärt bekommen.

Laut Wikipedia nahm der

Laut Wikipedia nahm der Holzanteil im deutschen Wald zwischen 2002 und 2012 zu. Was ist denn dann seit 2012 geschehen, dass der Holzanteil wieder erwähnenswert zurückgeht. Denn zwischen 2002 und 2012 war es ja auch oft heiss und trocken. Und um wieviel Prozent ist der Holzanteil seit 2012 bis heute zurückgegangen?
MfG

09:10 von lh

"Warum den Wald nicht sich selbst überlassen

Warum müssen wir Menschen überall reinpfuschen? Der Wald, wie die Natur, braucht uns zerstörerischen Menschen überhaupt nicht."

Die Natur hat nicht nur den Wald hervorgebracht, sondern auch den Menschen.

Und mit dem Menschen hat sie dessen Schwächen und Stärken hervorgebracht.

Das ist in meinen Augen ein Gesamtkonzept - von der Natur kreiert.

Insofern kann man den Menschen da nicht ausklammern.
Er ist sowohl in der Lage zu zerstören als auch aufzubauen - da wo der Wald inklusive Pflanzenwelt sich nicht selber helfen könnte.

Das hat die Natur selber so geschaffen.

Wald ist mehr als nur Bäume

Es werden immer abgestorbene Baumstämme gezeigt und dann behauptet, der Wald sei tot. Aber Wald ist viel mehr als nur Bäume. In einem toten Baum leben tausende von Insekten. In toten Bäumen wachsen Pilze, nisten Vögel, usw. Der Tod gehört zum Leben, auch im Wald. Zwischen den abgestorbenen Fichten-Monokulturen gehen ganz von alleine neue Bäume auf, da braucht man nicht für Geld das Totholz wegzuräumen und neue Monokulturen zu pflanzen. Wald entsteht ganz von alleine.

Insekten, Wald, Menschen

Und jetzt kommt noch 5G hinzu, das sind dann ja herrliche Aussichten. Und diese Technologie kommt egal wie, die Auftragsbücher füllen sich wie toll, da kann der kleine Mann oder Frau gar nichts machen. Und die KI kommt, auch damit müssen die Menschen leben. Mittlerweile sprießen in heimlichen Gebieten große energiesaugende Rechenzentren aus dem Boden, wer Augen hat der sehe sich das Spiel einmal genauer an. Im Wald zeigen sich vorzeitig in Winterruhe begebend Bäume, indem sie ihr Laub frühzeitig abwerfen. Moose und Pilze und Getier und andere Bodenkulturen gehen in Schockstarre. Tauschen wir - verfrüht - alte gem. tote Bäume gegen jüngere aus, vernichten wir den oft in vielen Jahrhunderten gewachsenen Waldboden nachhaltig, zumal Rückepferde noch erst dem Hengst vorgeführt werden müssen, bevor der Rückebestand wieder aufgebaut bzw. noch erweitert werden kann. Traktoren haben im Wald nichts zu suchen, sie zerstören nur und das sehr nachhaltig.

Damals in den 80er Jahren

haben wir Baumlehrpfade angelegt und hatten wegen saurem Regen Angst um den Bestand der Wälder. Dann kamen die Katalysatoren und die Industriefilter und der Wald hat sich erholt, zumindest hier der Schönbuch. Natürlich sind trockene Sommer und Borkenkäfer schwierig für die Wälder, aber ein vernünftiger Mischwald erholt sich davon. Das sollte auch bei der Aufforstung berücksichtigt werden, wenn es die Böden zulassen

12:49, Sisyphos3

>>11:15 von Giselbert
Es ist doch auch im Gespräch andere Baumsorten aus Südeuropa anzupflanzen, die besser mit Trockenheit und Hitze klar kommen.
.
es wird so viel gequatscht !
sollte die Temperatur wirklich weiter steigen
die Pole abschmelzen
kommt soviel Süßwasser ins Meer dass der Golf Strom zum Erliegen kommt
eine Kältewelle wird hierzulande das Ergebnis sein
also nützen dann wärmeresistente Pflanzen was ?
dann wachsen hier nur noch Eisblumen.<<

Niemand kann vorhersagen, was passieren wird, wenn der Golfstrom zum Erliegen kommt.

Das wird Ihnen jeder Wissenschaftler bestätigen.

12:39, Sisyphos3

>>08:59 von andererseits
manchmal wird es albern
das Klima hat sich seit bestehen der Welt tausendemal geändert
ob menschengemacht oder "natürlich"
wer hat denn in früheren Zeiten die "richtigen" Bäume gepflanzt
intelligente Dinosaurier ?<<

Die Klimaänderungen fanden früher meist über zehn- bis hunderttausende von Jahren statt, nicht innerhalb weniger Jahrhunderte.

Da musste niemand was neu pflanzen. Das regelte sich von selbst.

Plötzliche Klimaänderungen, die es auch gelegentlich gab, führten immer zu einem Massenaussterben.

um 11:48 von Ist Wahr

Da ist von Gewinn die Rede, welcher ein privater Landeigentümer machen könnte. Hier sollten Sie erkennen, daß das Risiko (Sturm, Wetter, Käfer usw.) ausschließlich beim Eigentümer liegt. Und dann kommen noch Kosten für Grundsteuer, Berufsgenossenschaften, Versicherung, Gewässerverbände etc. dazu. Der Gewinn, z.B. in der Forstwirtschaft hält sich somit in Grenzen! Weiterhin wird der Gewinn versteuert und diese Steuer dient damit dem Gemeinwohl.
Ich wäre froh, einen so sehr am Gemeinwohl interessierten Bürger in meinen Forsten zur Mithilfe bei der Jungwuchspflege begrüßen zu dürfen - bei 30°C in der vollen Sonne.

Nationaler Gipfel: Rettungseinsatz für den deutschen Wald

Leider muss man sagen, das der Staat in Form des Bundesforstes in völligem Gegensatz zu den Erkenntnissen der allgegenwärtigen Klimadebatte besonders massive Rodungen in den gesunden dichten Mischwäldern Brandenburgs durchführt. Es werden sowohl Nadel- als auch Laubbäume in großem Stil mit schwerer Technik abgeholzt. So z.B. in der Umgebung Strausbergs. Die dann vom Baumbewuchs nahezu befreiten(aufgelichteten) Flächen werden dann (man staune !) vom Staat (Bundesforst) als Ausgleichsflächen für andere vom Staat völlig abgeholzten Waldflächen (nördlicher A10-Ausbau bei Berlin) deklariert. So verschwindet immer mehr Wald.

Am 25. September 2019 um 10:22 von Sisyphos3

Dann haben Sie wohl nicht mitbekommen, dass aus diesem Grund, Filteranlagen für Kraftwerke und bleifreier Kraftstoff eingeführt wurden?
Und man hat massiv den Wald gekalkt bzw. tut es immer noch.
Damals hat man so etwas noch eher verstanden, heute ist man Ökoterrorist und Klimahysteriker.
Fakt ist, ohne diese Maßnahmen gäbe es keinen Wald mehr.

@Ih

Im Grunde haben Sie Recht, aber der Mensch hat der Natur bereits geschadet, daher kommt laut meiner Meinung her nachpflanzen in Betracht.

Diese "Probleme" wurden do h

Diese "Probleme" wurden do h schon so oft durchgekaut.
Momentan ist es eher so, dass die Waldbauern hilfe wollen. Der Wald braucht keine Hilfe. Selbst bei Dürre nicht. Da stürben die wasserliebenden Pflanzen ab und würden durch Resistentere ersetzt.
Ein Problem ist nicht zu erkennen. Geht nicht, sagen Sie? Oh doch. Auch in Südfrankreich und Spanien gibt es Wälder.
Und dort ist es trockener, als hier. Ich weis es, ich war schon selber dort.
Und warum kann ein Billiregal nicht aus Pinie sein?

Immer das Gleiche

Man hört und liest ja im Moment allerlei, was zum Klimaschutz beitragen kann. Aber die zentrale Frage habe ich bisher noch von keinem Politiker gehört: "Wann machen wir endlich Schluss mit diesem ewigen Wachstumswahnsinn?"
Die Einzige, die sich das getraut hat zu fragen, war Greta Thunberg vor der UNO.
Also wenn wir wir immer nur eine lindernde Salbe auf die schmerzende Stelle auftragen aber nicht den Entzündungsherd bekämpfen, dann wird das nie was.
Das sollte eigentlich jeder mit einem Funken Verstand verstehen.

Hauberg

wäre eine zukunftsträchtige Lösung. In meiner Heimat wurde der Wald seit Jahrhunderten so bewirtschaftet, auch heute noch in etwas abgewandelter Form, aber mit dem gleichen alten Rhythmus von 18 Jahren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauberg

@13:07 von DrBeyer

"Es gibt viele Fälle, wo es unfair wäre, bestimmte Menschen quasi als Sündenböcke zu verurteilen, während in Wahrheit der Zeitgeist der wirkliche Schuldige war."

Ein bemerkenswerter Satz. Muss ich wohl selbst öfter in meine Überlegungen einbeziehen.

@ fathaland slim

"Sie mögen Frau Thunberg nicht." Am 25. September 2019 um 10:22 von fathaland slim

Stimmt nicht.
Ich mag Personenkult nicht. Der hat noch nie etwas gebracht und lenkt von den Argumenten ab. Und ich habe damit aus dem Ostblock Erfahrung. (Jetzt fällt Ihnen als erstes auch nichts besseres ein als "Sie mögen Frau Thunberg nicht." Und wo in dem Satz kommt Umwelt, Ökologie oder Klima vor?)

Jemand, der mir vorschreiben will, wie ich zu leben habe, weil er die Wahrheit alleine gepachtet zu haben meint kann dorthin verschwinden, wo die anderen alleinigen Wahrheitspächter vor ihm auch.

Welcher Wald denn?

Die naturbelassenen "echten" Wälder stellen überhaupt NUR NOCH 0,3 % der Gesamtfläche Deutschlands dar, der Rest ist fast ALLES Nutzforste der privaten und öffentlichen deutschen Holzwirtschaft!

Und ein künstlich von Menschen angelegter Nutzforst ist in Wahrheit genau so natürlich, wie zum Beispiel ein Huhn in einer Legebatterie!

Nämlich überhaupt NICHT!

@10:23 von Werner40

"Mit gegenwärtigem " Flächenverbrauch " wäre rein rechnerisch die Bundesrepublik Deutschland in ca. 750 Jahren vollständig in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgebaut. Die Politik muss durch geeignete Steuerungsmassnahmen entscheiden, wie das Verhältnis in Zukunft aussehen soll."

Haben Sie tatsächlich die Hoffnung, dass unsere derzeitigen Politiker über den nächsten Wahltermin hinausschauen? Unsere Jugend scheint das zumindest beim Klima zu tun, aber wie lange noch, wenn es unbequem wird?

Dem Wald geht es schlecht wie nie?

irgendwie passt diese dramatische Aussage nicht zur Tendenz der Waldschadensberichte der letzten 30 Jahre! Dort ist im Grunde eine stete Verbesserung konstatiert worden. Entweder die Aussage im Artikel ist falsch oder die Waldschadensberichte geschönt. Vielleicht ist die Dramatik aber auch einfach dem Wunsch nach mehr Geld geschuldet?

Am 25. September 2019 um 12:28 von Anderes1961

"Doch, es geht beides. Ich habe jedenfalls noch nirgendwo gelesen, daß der Wald komplett durch Windräder ersetzt werden soll. Im übrigen ist Ihnen vielleicht entgangen, daß Windräder nicht nur im Wald stehen. Die Nordsee z. B. ist relativ waldfrei."
#
#
Nur weil Sie noch nirgendwo davon gelesen haben gibt es das nicht. Einfach mal richtig Suchen, das wird Ihnen helfen. Warum glauben Sie wieso der Ausbau der Windparks fast zum Stillstand gekommen ist!

@ 09:49 tagesschlau2012

Sie halten also nachhaltige ökologische Politik und Waldpflege für unvereinbar mit Windkraft? Interessant. Da gibt's noch viel Spielraum, sich schlau zu machen.

/// Am 25. September 2019 um

///
Am 25. September 2019 um 16:25 von Anna-Elisabeth
@10:23 von Werner40

"Mit gegenwärtigem " Flächenverbrauch " wäre rein rechnerisch die Bundesrepublik Deutschland in ca. 750 Jahren vollständig in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgebaut. Die Politik muss durch geeignete Steuerungsmassnahmen entscheiden, wie das Verhältnis in Zukunft aussehen soll."

Haben Sie tatsächlich die Hoffnung, dass unsere derzeitigen Politiker über den nächsten Wahltermin hinausschauen? Unsere Jugend scheint das zumindest beim Klima zu tun, aber wie lange noch, wenn es unbequem wird?///.
.
Doch, den politischen Akteuren ist die Problematik durchaus geläufig. So wurden heute 800 Millionen € zur Verbesserung der Waldstruktur " bereitgestellt ". Und es gibt bereits Bestrebungen und Initiativen, z.B. in Bayern, den" Flächenverbrauch " von 11,7 ha/ Tag möglichst zu halbieren. Siehe z.B. auch : www.stmuv.bayern.de/themen/boden/flaechensparen/daten.htm

Deshalb müssen wir "reinpfuschen"

@ 09:10 von lh
"Warum müssen wir Menschen überall reinpfuschen? Der Wald, wie die Natur, braucht uns zerstörerischen Menschen überhaupt nicht."

Doch! Weil der Wald gar nicht mehr "naturbelassen" ist. z.B ist bei uns im Grüngürtel des Voralpenlandes der Stickstoffeintrag aus der Luft infolge der Gülleentsorgung im Umland so stark, daß der Unterwuchs (Brombeeren, Springkraut aller Art, von Impatiens bis Balsamine usw.) so stark ist, daß Magerzehrer, z.B. Heidelbeeren nicht mehr gedeihen. Zudem vertragen bestimmte Pilze wie z.B. viele Mykorrhiza-Arten keinen Stickstoff! Hier muß der Mensch eingreifen, aber nicht im Wald, sondern in seinem Umfeld.

@DrBeyer

"
Am 25. September 2019 um 13:07 von DrBeyer
@Kessl

"Und anstatt mal öffentlich zu machen welcher Politiker genau die Verantwortung für die heutigen Zustände trägt,[...]"

Einverstanden. Aber bitte immer den Politiker "Zeitgeist" mit anschuldigen.
Es gibt viele Fälle, wo es unfair wäre, bestimmte Menschen quasi als Sündenböcke zu verurteilen, während in Wahrheit der Zeitgeist der wirkliche Schuldige war."

Ich schließe mich Ihrer Meinung vollumfänglich an. Ich kann es nur nicht in so schöne Worte kleiden.

@ 11:26 Superschlau

Haben Sie nicht mitbekommen, dass es bei den derzeitigen verheerenden Schädigungen und beim Absterben der Bäume erschreckend oft um Altbestand in Mischwäldern geht und nicht um Plantagen?

16:31, deutlich

>>Dem Wald geht es schlecht wie nie?
irgendwie passt diese dramatische Aussage nicht zur Tendenz der Waldschadensberichte der letzten 30 Jahre! Dort ist im Grunde eine stete Verbesserung konstatiert worden. Entweder die Aussage im Artikel ist falsch oder die Waldschadensberichte geschönt. Vielleicht ist die Dramatik aber auch einfach dem Wunsch nach mehr Geld geschuldet?<<

Ich empfehle, zum Beispiel mit der Eisenbahn durch Deutschland zu fahren und dabei aus dem Fenster zu schauen.

So etwas habe ich in meinen 63 Lebensjahren noch nicht gesehen.

Es gibt Regionen, in denen ist der Wald zur Hälfte schlicht vertrocknet. Tot. Wir hatten zwei extrem trockene Sommer in Folge. So etwas gab es noch nie.

Schauen Sie sich den nächsten Waldschadensbericht an. Den, der noch nicht raus ist.

Darstellung: